_Aktuelle Diskussionsbeiträge_ Hallo, ihr, die ihr mit der bizarren Denkstruktur, die ihr selbst schon immer gelebt habt, endlich brechen wollt. Kunst und politische Aktion. Ich verstehe darunter die Intention, politisch aktuelle Themen den Menschen zu vermitteln, und zwar nicht auf wissenschaftlicher Basis, mit echter Information, sondern direkter auf tiefere Ebenen im menschlichen Bewusstsein zurückzugreifen. Mit etwas gehässigeren Worten ausgedrückt, der "Künstler" greift auf Symbole, intuitiv bewertete Bilder zurück, lockt den Menschen auf diese Ebene, um dann den politischen Zusammenhang zu beurteilen. Positiv ist dies geschehen, wir verstehen darunter in erster Linie die negative Wertung. Wirklich wichtig ist mir, dass ich auch politischen Personenkult und staatliche Selbst-Affirmation unter diesen Begriff, "Kunst und politische Aktion" einordne. Man denke nur an das hehre Bild vom Deutschen Arbeiter, der, im Schweiße stehend, unermüdlich und tatkräftig für das Vaterland sich opfert - ihr kennt sicher die einschlägigen Plakate. Vielleicht begreift ihr jetzt bereits den Kern meines Unverständnisses über diese Motivation. Und im Ernst - wer würde intuitiv ein Gemälde mit einem WTO-Haifisch, der Menschen auffrisst, als Kunst bezeichnen? Gut, wir mögen differieren; ich folge NICHT (NEIN! NEIN! NEIN!) dem letzten Dogma der Postmoderne. Noch was hintergeworfen. Ich kann nicht definieren, was Kunst ist, will es wohl gar nicht. Jedoch bin ich, und dies auch im Gespräch mit mehreren Künstlern, darüber mir klar geworden, dass es in seinem Wesen das so als Großes Thema bezeichnetes Moment ist - etwas, das Menschen erschüttert, bewegt, beschäftigt. Dies will er nicht irgendwem mitteilen, sondern der Welt. Das Kunst Schaffen ist nicht notwendig sich anderen mitteilen wollen, sondern die seit Urzeiten verankerte Sehnsucht, das Innere zur Realisation zu bringen, es sich materialisieren lassen. Der Exkurs ist noch nicht zu Ende. Ein Kunstwerk zeichnet aus, dass es mit allen dem Schöpfer zu Verfügung stehenden Mitteln und Fähigkeiten sowie in allen durch die reale Welt bedingten Fähigkeit bedingten Einschränkungen (Zeit, Geld etwa) zu einer Perfektion gebracht wird. Zusätzlich bedeutet Kunstwerk für mich, dass es wirklich etwas beinhaltet - so platt und grob gesprochen, die Details sind unheimlich vielfältig. Noch zwei Aspekte, kurz skizziert. Kunst manipuliert. Das ist notwendig so, und natürlich! auch gewollt. Man möge gegebenenfalls "eröffnet andere Perspektiven" oder auch "verändert" substituieren. Was aber, wenn sie zielgerichtet manipuliert, dergestalt, dass die Manipulation nicht für diesen Menschen geschieht, sondern einem anderen Streben? Es gibt zwei Arten von Wirkung. Wieder wird notwendig der Künstler, der sich mitteilen will, ganz bedachtsam die Wirkung seiner Instrumente beobachten und sie dementsprechend setzen. Doch existiert noch eine grob als platt und brutal umschriebene Wirkung. Und diese ist abzulehnen. Diese nicht so kurz geratenen Gedanken regen hoffentlich eine Diskussion an; über dieses "riesige Thema". Ich habe nicht vor, meine Meinung essayistisch zusammenzufassen, dies würde in diesem Kontext in eine Rechtfertigung meiner Meinung gipfeln. Textstücke, die meine Perspektive wiedergeben, sind aus meinem Bekanntenkreis "Konzeption einer Neuen Literatur der Tiefe" und "Manifest der okkulten Kunst". Gerne bin ich bereit, im Gespräch oder hier in der Mailingliste meine Sichtweise weiter zu erläutern. Noch ein Wort zum Begriff Kunst: Allgemein bezeichnet er in der Regel alles, was irgendjemand mal Kunst genannt hat. Wir greifen deshalb gerne zu solchen Begriffen wie "Dunkler Kunst", "Beseelter Kunst", "Integrierender Kunst" oder auch "Okkulter Kunst". Mit freundlichen Grüßen, Emanuel Kapfinger ==================================================== Servus. Nun gilt es wahrhaftig, Wandlungen in den Menschen zu induzieren. Endlich dem Wahn der ganzen Welt Einhalt zu gebieten! *1) Und das Wandeln nicht nur fromm und gutgläubig zu erhoffen. Schau ihn, den Menschen! Wie lässt sich in ihm Regung wecken, Misstrauen gegen sich selbst hervorrufen, gegen das, was schon immer war, Widerstand gegen etwas wecken, das ihn nicht rührt? Wenn du zu ihm sagst, denk doch mehr nach, dann sagt er ja und tut nichts. Die sanfte Weise ist scheinbar nur eine verträumte Melodie. Ist denn die Verzweiflung, Vehemenz, Zerstörung stets das einzige Mittel? Dann reicht keine tiefe Bewegung in deinem Zuhörer, dann ist es vonnöten, das ganze Bauwerk des Menschen einzureißen, ihn wirklich in seinen Grundfesten zu erschüttern, um ihn sich selbst erkennen zu lassen, sich neu zu definieren zumindest zu versuchen. Er wird sonst das Tun anderer beschimpfen, doch nicht sein eignes. Nein, diese große Aufgabe ist kein Witz. Bloß Farce ist es, unserem eigenen Gewissen auf die Schulter zu klopfen, weil wir uns vor zehn Leuten aufführen, die uns vielleicht zuhören. Es gilt zu überlegen: Was geht in diesen Menschen vor: Geht etwas vor? Dies ist notwendig. Und wir müssen anerkennen, dass die Menschen freiwillig zu uns gehen, und viel lieber zu einer unterhaltenden - was für ein niederer Begriff - Vorstellung gehen. Immer wieder von neuem müssen wir dies aufrollen. Hoffentlich gibt es die Möglichkeit, unser Kasperltheater derart aufzuführen, so dass eine innigere, bedeutsamere Kraft die Menschen zu uns hineintreibt. Ich glaube fest an den Triumph der leuchtenden Erfüllung über jene maskeradenhafte Unterhaltung. Binden wir mehrere Sinne ein. Lassen wir die Menschen unsere Werke verstehen. Nochmal: Ein hehres Bestreben, sozialkritisch zu sein, hat keinen Sinn, wenn uns niemand aus dem Kreis, der nicht den Oberen Zehntausend Intellektuellen angehört, zuhört. *1) Wenn ich mich umschaue, bemerke ich eine große Gleichgültigkeit, ein Desinteresse am Weltgeschehen, und die alleinige Konzentration auf sich selbst und auf das gegenwärtige Erleben. Früher haben uns Zwänge dazu verholfen, unverhohlene Freiheitsbeschneidung, existenzielle Bedrohungen, Züchtigung in der Schule, uns zu engagieren, zu interessieren. Heute geht es uns recht gut: Nur soll doch deswegen nicht der Rückzug aus der Öffentlichkeit, das Schließen der geistigen Türe geschehen! Gibt es neue Formen, ohne Zwingen, ohne Pressen? Kann Demokratie, kulturelles Engagement, kritisches Erleben, neugieriges Lernen auch in einer (fast) rundum versorgten Gesellschaft funktionieren? Viele Grüße, Emanuel Kapfinger ==================================================== Hallo Emanuel, Deine beiden mails zu Kunst und politische Aktion und Weltverändern sollten wir ausführlich diskutieren. Ich finde, dass Kunst niemals manipulativ sein kann in dem Sinne, dass ein politischer Zweck die Kunst zum Mittel einer politischen Beeindruckung macht. Kunst behandelt (manipulare) nicht, sie zeigt, berührt und spricht, indem sie einfach und direkt wahr ist, sich gegen Lügen, Verstellungen und Fälschungen wendet, indem sie den Menschen Menschliches zeigt, erinnert, ermuntert und Lügen und Zwecke angreift. Hierbei bleibt der Künstler Mensch und wird nicht Politiker. Es war und ist schlimm, wenn behauptet wird, Kunst ließe sich manipulativ in politische Zwecke stellen, etwa als sozialistische Kunst oder faschistische Kunst. Dies war keine Kunst sondern nur Ästhetik und Dekoration zur propagandastischen Stützung eines völlig kunstfremden Denkens. Es ist wichtig, das zu unterscheiden. Faschistische oder sozialistische Ästhetik gibt es sehr wohl, aber das ist Camouflage, Bedeckung zum Zweck der Vertuschung menschlicher Mängel. Du meinst das zwar nicht, aber Du unterscheidest auch nicht genug. Nein: Kunst hat politische Wirkung nur, wenn sie nicht politisch ist, d.h. wenn sie nicht im Zweck einer Willensentscheidung steht. Mir hat das Kunstverständis von Van Gogh hierfür am meisten gesagt, der mit seinen Bildern und Farben das Leben der Armen gegen die etablierten Schönheiten stellen, ihm Raum und Welt und Beachtung verschaffen und damit zeigen wollte, dass Reichtum an Existenzmittel auch menschliche Verarmung mit sich bringt, dass die Zwecke der Bereicherung gegen das Leben selbst gehen können. Natürlich war das auch naiv, natürlich wurde er von den Reichen kassiert und bedrängt und musste das Problem seiner Kunst gegen sich selbst wenden. Er schnitt sein Ohr nur deshalb ab, weil er ihnen und ihren Agenten nicht zuhören, nicht höhrig sein, nicht ihnen zugehören und ihnen auch nicht gehören wollte. Aber diese Naivität muss sein, weil sie mehr erreicht und erinnert, als alles Geld der Welt und auch als Politik. Solche Kunst ist politisch, insoweit sie das gesellschaftliche Leben, Kultur berührt und weiter bringt. Aber dies nur dadurch, dass sie Menschsein und gesellschaftliches Leben zeigt, erinnert und gestaltet. Friedrich Nietzsche brachte eine Theorie vom Stachel der Kunst ein, der Du nahe zu stehen scheinst. Kunst sollte Avantgarde des besseren Menschen sein, des werdenden Übermenschen, der sich seiner Gestaltungskraft bewusst ist und das Sieche und Dekadente der bestehenden Herrschaft angreift. Kunst sollte das Mittel der Verstellung sein, welches Bilder und Metaphern nutzt, um in den tiefen Schichten des Bewusstseins zu wirken, ohne dass sie wirklich sind. Er wollte das "Gebälk des Verstandes" brechen und doch als notwendigen Bestandteil des Überlebens erhalten, wollte die Lüge der Religiösität auflösen und Jesus Christus als radikalen Humanisten vor dem (Lügen-)Gebäude der Glaubensinstitution bewahren: ECCE HOMO. Nietzsche selbst war der radikale Humanist. Doch der radikale Humanismus, wenn er sich nicht um die wirklichen, also die Wirkung habenden Gründe der Menschenverachtung kümmert, wird selbst Menschenverachter, indem er sich als Mensch durch seine Abwendung von verachteten Menschen bestimmt. Nietzsche suchte die reine Selbsterkenntnis und alles ihr Äußere war ihm das Grauen, Grausamkeit die notwendige Reaktion hierauf. Er selbst sprach schon von einem Menschenführer, der die Menscheit erlösen müsse und er brachte die Theorie von der Herrenrasse auf, welche die Horde auch beherrschen müsse und deren Knechtung ihr natürliches Mittel sei. Das Thema ist schwer. Immerhin hat Bertolt Brecht doch sehr schön den unreinen Menschen gezeigt, die Sünde als die Wahrheit der Armut und die Verachtung als schlichte menschliche Geste, die nicht unbedingt beachtet werden muss. Es geht aber auch nicht um die Menschlichkeit der Armut, sondern ausschließlich um die Unmenschlichkeit eines Reichtums der die Menschheit bestimmt und beherrscht. Vielleicht kann Kunst heute die Verblendung und Blendung der Menschen, die daran glauben, dadurch aufheben, dass sie ihre kindliche Sehnsucht kennt und erkennbar macht, weil sie von derer Selbstzerstörung weiß. Du beschreibst Kunst als etwas, das die Menschen erschüttert und bewegt, ein Moment, das vieles in sich birgt, eigentlich ein Moment der Erkenntnis, die sich zu gestalten sucht. Solche Momente gibt es in vielfältiger Weise, z.B. auch in der Philosophie, im Glauben, in der Liebe u.a.. Wenn man Kunst als eine Gewissheit begreift, die sich zur Welt bringen will, dann steht sie auch schon in der Spannung zum Zweifel daran. Und diese Spannung finde ich wichtig, einfach mal gesagt als Spannung zwischen Wissenschaft und Kunst, Zweifel an der Gewissheit der Welt und Gewissheit, die sich zu verweltlichen sucht. In dieser Spannung kann keine Gleichgültigkeit aufkommen, da sie doch einen wesentlichen Gegensatz enthält und forttreibt, der menschgliche Erkenntnis überhaupt geschichtlich sein lässt. Doch der ist heute leider schon ziemlich aufgelöst in eine Welt voller Wahrnehmungen, deren Wahrheit man nicht mehr haben kann und deren Sinn vielleicht nur noch als Hintersinn besteht. Kunst hat hierdurch so etwas ähnliches wie eine philosophische Dimension erreicht, die sie mit dem verschmelzen läst, was sie eigentlich kritisieren müsste. Theodor W. Adorno hat dies konsequent formuliert: Kunst sei die Wunde, welche die Erkenntnis birgt und treibt, ein Schmerz, der seine Bewegung sucht. Für ihn war es das Moment, das "negative Dialektik" begründet, das Wissen um einen Begriff des Ganzen, was außer uns ist, eine Negation von uns, die wir nur überwinden, indem wir uns als Position hiergegen setzen. Damit war Kunst der Philosophie zur Grundlage gereicht und ihr zugleich unterworfen worden, dazu bestimmt, sie zu begründen und sich in ihr zu bewegen wie ein besonders kultivierter Geist. Das ist fatal für die Kunst wie für die Philosophie, eine intelektuelle Symbiose, die letztlich nur psychologisch funktionieren kann, weil sich darin Kultur gestalten würde wie sie sich gestalten soll. Solche Psychologisierung von Kunst und Philosophie enthält zugleich einen sublimen Heilsgedanken, der nach dem Jenseits drängt: Es gebe kein richtiges Leben im falschen, weil das Negativ noch nicht negiert sei. Was für ein Unsinn! Adorno stellte sich ernsthaft die Frage, ob man nach Ausschwitz noch Klavierspielen könne, und machte stattdessen aus der Kunst eine Art Metaphilosophie für das linke Bildungsbürgertum der Postmodernen, das über seine eigene Geschichte nur noch erschrecken kann. Dessen Kern ist die intellektuelle Verzweiflung des Philosophen, der Moderne nicht begreifen wollte und also auch die Angst davor nicht verstand, den völkischen Antikapitalismus bestenfallls als schlimmen Irrtum wissen wollte. Adorno war erschrocken über die Neuzeit, über Jazz und Faschismus und verzog sich in höchst emphatische Paraphrasen eines unerschöpflichen Leidens. Dessen Form zumindest sollte perfekt sein, sollte wieder Kunst als Ästhetik des Leidens werden. Und darüber dachte er nach wie ein alter Grieche, der die Neuzeit zu begründen versuchte, weil das, was dazischen war, nur entsetzlich sei. Sein Schlüsselwort war Ausschwitz, das Undenkbare schlechthin. Undenkbar bleib es ihm und sollte es auch bleiben - und im Nicht-bedenken-wollen des Ungeheuerlichen wollte sich auch die Empörung seiner kultivierten Ästhetik, die Gestik vorgestellter Schönheit und Reinheit des Geistes, nicht ganz unbescheiden artikulieren. Nein. Ausschwitz muss gedacht, Faschismus muss und kann begriffen werden! Dazu muss allerdings auch die philosophische Position verlassen sein, die sich selbst nur begründet wissen will. Das Denken muss praktisch werden und Zerstörung begreifen, nicht den Menschen als zerstörerisches Wesen, sondern Menschen als zerstörte Wesen. Die Kunst hatte längst damit begonnen, in der Zerstörung als Lebensfunke zu wirken, z.B. als Musik, die in Ausschwitz gemacht, Gedichte, die dort geschrieben und Bilder, die dort gemalt wurden. Alles, was danach entstand, war geprägt hiervon und davon, dass es nicht vergessen werden konnte und durfte. Ausschwitz muss in die Welt gezerrt werden, als ihr geschichtlicher Bestandteil aufgenommen sein, als das Produkt des Gutmenschen, der einfach nur das Bessere, das Heile, dann das Beste und schließlich den Endsieg des Guten und Schönen wollte. Den Menschen zu seiner Selbsterlösung herauszufordern heißt, ihn zum Herrenmenschen zu machen und aus ihm den Übermenschen zu züchten, das ewige Leben eines Lebenswertes, zum Heil über alles Unheil seiner Welt. Das ist das andere ECCE HOMO. Es zeigt auch in Gänze das Prinzip der Postmodernen: Das Wachstum unendlicher Vielfalt in der Einfalt des Guten und Schönen. Und dies kann nur durch Kunst kritisiert und entmachtet werden. Sie ist lebenswichtig Aber Kunst betrifft auch nur, wo sie trifft und zutrifft, wo sie wahr ist. Und das ist nicht die Kunst, die uns nur noch zur Wahrnehmung gebracht oder als Darbietung geboten wird, die jeder könne, weil jeder Wahrnehmung habe (auch ohne deren Gegenstand wahrzuhaben) und also jeder Künstler sei und Kunst als seinen Lebenszusammenhang wie eine Demokratie entwickeln könne (Joseph Beuys). Solche Kunst ließe sich leicht als Paralellveranstaltung, als Para-Erlebniswelt zur bestehenden Gesellschaft betreiben, die sie entlasten und beleben soll, als ob es darin keine wirkliche Belastung und kein wirkliches Leben, also keine wirkliche Geschichte mehr geben könne. Nein: Kunst ist politisch wirksam, wo sie gesellschaftliches Menschsein (ein anderes gibt es nicht) wahr macht. Kunst selbst ist eine politische Aktion, wenn sie in diesem Sinne zutrifft: Wenn sie Menschen in ihrem gesellschaftlichen Sein berührt, bewegt und in ihrem Erkenmntnisvermögen beeindruckt und verändert. Aber sie kann niemals ein politisches Ziel haben, will sie ihre Wirkung nicht einem manipulativen Willen überantworten. Wolfram Pfreundschuh |