Erläuterungen zu Logik bei Hegel und Marx | |||||
Hegels Logik ist als Bewegung für sich voraussetzungslos , weder Materie noch Geist außer sich habend, Bewegungsform des Gedankens, der in allem ist. Sie ist subjektive wie objektive Vernunft, die sich ihre Substanz aus ihrem Gegenstand nimmt, der beides ist: Subjekt wie Onjekt. Der Begriff ist somit selbst der Grund seiner Diremtion, das Begriffene seine Erscheinung. Der zu sich kommende Geist folgt dieser Logik und füllt sie in seinem Wirklichwerden vom subjektiven zum objektiven Geist aus, ist als absoluter Geist zum Inbegriff aller Logik wird. Wissenschaft, Theologie und Kunst fassen diese Logik zusammen und erfüllen sie zugleich in ihrem Begriff. Sie entwickelt das Erkenntnisinteresse des subjektiven Geistes einen objektiven Geist, der als absolute Ganzheit eines Geistes, dem alles innewohnt, die Entfremdung der Menschen von sich und voneinander aufhebt. Die Menschen werden aber in ihrer Selbstentfremdung nur als Moment des Weltgeistes begriffen, welcher menschliche Geschichte über sie selbst hinaustreibt und somit übermenschliche Größe hat. So verharrt Hegels Logik zum einen in einem Gottesbegriff, den er zugleich zu einem Begriff menschlicher Entwicklung macht. Es ist dies der Versuch die darin implizite Kritik des Feudalismus zu einem Geschichtsbegriff zu bringen, welcher im Selbstverständnis des Bürgertums Fortbestand hat, Klassik mit modernem Lebensverständnis als Entwicklungsbegriff der bürgerlichen Gesellschaft, als Begriff ihrer Evolution zur Einheit zu bringen. Von da her ist dies zum einen das Denken der vollkommenen Aufklärung, die zu Ende gebrachte Aufklärung darüber, was der Mensch dem Begriff nach sei, nicht als kategorischer Imperativ, sondern als göttliches Prinzip, das auch ohne Gott ist, insofern Gott der absolute Geist ist. Zum anderen ist es der zu seinem logischen Ende gebrachte Idealismus, der einen Geschichtbegriff als Weltgeist entfaltet, der nur Spekulation einer sich verwirklichenden Idee ist: Die aus der bisherigen Bewegung der Geschichte herausabstrahierte Idee, die sich selbst zum Entwicklungsprinzip werden soll. Marx setzt ein logisches Unding als Ausgangspunkt logischen Denkens, ein Ding, dessen Unmöglichkeit schon erkannt sein muss, bevor es logisch begriffen wird. Logik ist die Schlussfolgerung aus einem Erstaunen, das Zweifel macht. Sie setzt etwas voraus, das sich nicht fassen lässt, ohne dass seine Logik erkannt wird. Begreifen wird darin wahr, dass man es in seinem Begriff fassen kann und dass es hierduch wirklich greifbar wird. Es wird im Denken zurückgewonnen, menschlich begreifbar, auch wenn es unmenschlich ist. Denken ist also subjektiver Nachvollzug objektiver Logik. Es setzt den Menschen in einem Zwiespalt voraus, der ihn nicht sein lässt, der Denken sowohl notwendig macht, wie auch die Notwendigkeit des Denkens existiert. Die Umsetzung der Gedanken ist hierdurch ein Moment wirklicher Menschwerdung und damit historisch begründet aus der menschlichen Notwendigkeit seiner Geschichte. Bei Hegel ist die Logik die Tätigkeit des Gedankens, bei Marx ist sie die Tätigkeit des denkenen Menschen. Das Sein enthält bei Hegel seine eigene Negation als innere Bestimmung, ist zugleich ununterschiedenes Nichts, das einzig den logischen Grund seines Seins bewahrt und zugleich negiert, sich also selbst zum Dasein bringt, durch das Werden der logischen Bewegung aus einem Sein, das nicht sein kann. Bei Marx ist der Anfang der Logik die Erkenntnis einer Wirklichkeit, die dem Menschen als Unding gegenübersteht. Denken ist selbst historisch und vollzieht eine Logik, die sich aus der Entfremdung des Menschen von seiner Sache und seiner Gattung erschließt. Es ist subjektiver Vollzug von der Objektivität unmenschlicher Verhältnisse und hierin zugleich Erkenntnis des menschlichen Subjekts in seiner Erkenntnistätigkeit, dem Akt seiner Bewusstwerdung als Erzeuger seiner Welt.. | ||