{\rtf1\mac\ansicpg10000\uc1 \deff4\deflang1031\deflangfe1031{\upr{\fonttbl{\f0\froman\fcharset77\fprq2{\*\panose 02020603050405020304}Times New Roman{\*\falt Hoefler Text};}{\f4\fnil\fcharset256\fprq2{\*\panose 02000500000000000000}Times;} {\f20\fnil\fcharset256\fprq2 TimesNewRomanPS;}}{\*\ud{\fonttbl{\f0\froman\fcharset77\fprq2{\*\panose 02020603050405020304}Times New Roman{\*\falt Hoefler Text};}{\f4\fnil\fcharset256\fprq2{\*\panose 02000500000000000000}Times;} {\f20\fnil\fcharset256\fprq2 TimesNewRomanPS;}}}}{\colortbl;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green255\blue255;\red0\green255\blue0;\red255\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red255\green255\blue0;\red255\green255\blue255; \red0\green0\blue128;\red0\green128\blue128;\red0\green128\blue0;\red128\green0\blue128;\red128\green0\blue0;\red128\green128\blue0;\red128\green128\blue128;\red192\green192\blue192;}{\stylesheet{\widctlpar\adjustright \f4\cgrid \snext0 Normal;}{ \s3\sa80\keepn\widctlpar\outlinelevel2\adjustright \b\f20\fs32\cf1\cgrid \sbasedon0 \snext0 heading 3;}{\*\cs10 \additive Default Paragraph Font;}{\s15\widctlpar\adjustright \f20\cf1\cgrid \sbasedon0 \snext15 Body Text;}}{\*\listtable {\list\listtemplateid984071\listsimple{\listlevel\levelnfc0\leveljc0\levelfollow0\levelstartat1\levelspace0\levelindent0{\leveltext\'02\'00.;}{\levelnumbers\'01;}\fbias0 \fi-360\li360\jclisttab\tx360 }{\listname ;}\listid1}}{\*\listoverridetable {\listoverride\listid1\listoverridecount0\ls1}}{\info{\title Das Papier will zeigen,}{\author Wolfram Pfreundschuh}{\operator Wolfram Pfreundschuh}{\creatim\yr2005\mo1\dy28\hr8\min55}{\revtim\yr2005\mo1\dy31\hr8\min5}{\version31}{\edmins0}{\nofpages2} {\nofwords661}{\nofchars3770}{\nofcharsws4629}{\vern103}}\paperw11907\paperh16840\margl550\margr505\margt1417\margb720 \deftab708\widowctrl\ftnbj\aenddoc\hyphhotz425\hyphcaps0\formshade\viewkind1\viewscale125\pgbrdrhead\pgbrdrfoot \fet0\sectd \linex0\colsx709\endnhere\sectdefaultcl {\*\pnseclvl1\pnucrm\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxta .}}{\*\pnseclvl2\pnucltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxta .}}{\*\pnseclvl3\pndec\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxta .}}{\*\pnseclvl4 \pnlcltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxta )}}{\*\pnseclvl5\pndec\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}{\*\pnseclvl6\pnlcltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}{\*\pnseclvl7\pnlcrm\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (} {\pntxta )}}{\*\pnseclvl8\pnlcltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}{\*\pnseclvl9\pnlcrm\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}\pard\plain \s3\sa80\keepn\widctlpar\outlinelevel2\adjustright \b\f20\fs32\cf1\cgrid {\fs28 Thesen zum Widerstand gegen die Globalisierung des Kapitals \par }\pard\plain \widctlpar\adjustright \f4\cgrid { \par }\pard\plain \s3\sa80\keepn\widctlpar\outlinelevel2\adjustright \b\f20\fs32\cf1\cgrid {\b0\fs24 Das Papier \ldblquote Die Globalisierung und das Ende der b\u252\'9frgerlichen Gesellschaft\rdblquote will zeigen, \par {\pntext\pard\plain\f20 \hich\af20\dbch\af0\loch\f20 1.\tab}}\pard\plain \fi-360\li360\widctlpar\jclisttab\tx360{\*\pn \pnlvlbody\ilvl0\ls1\pnrnot0\pndec\pnstart1\pnindent360\pnhang{\pntxta .}}\ls1\adjustright \f4\cgrid {\f20 dass mit der Globalisierung des Kapitals eine v\u246\'9allig neue Qualit\u228\'8at in der Geschichte des Kapitalismus entstanden ist, die als Ausbeutung der menschlichen Natur \endash und das ist Natur und Gesellschaft - zu begreifen ist, \par {\pntext\pard\plain\f20 \hich\af20\dbch\af0\loch\f20 2.\tab}}\pard \fi-360\li360\widctlpar\jclisttab\tx360{\*\pn \pnlvlbody\ilvl0\ls1\pnrnot0\pndec\pnstart1\pnindent360\pnhang{\pntxta .}}\ls1\adjustright {\f20 dass der Staat sich vom ideellen Gesamtkapitalisten zum praktischen Dienstleister des Kapitals entwickelt hat und als Protagonist f\u252\'9fr dessen politische Kultur auftritt, \par {\pntext\pard\plain\f20 \hich\af20\dbch\af0\loch\f20 3.\tab}}\pard \fi-360\li360\widctlpar\jclisttab\tx360{\*\pn \pnlvlbody\ilvl0\ls1\pnrnot0\pndec\pnstart1\pnindent360\pnhang{\pntxta .}}\ls1\adjustright {\f20 dass die \u246\'9a konomische Konfrontation der Klassen sich nicht mehr in wirklichen Verh\u228\'8altnissen zutr\u228\'8agt, sondern in kulturellen Entgegensetzungen, \par {\pntext\pard\plain\f20 \hich\af20\dbch\af0\loch\f20 4.\tab}}\pard \fi-360\li360\widctlpar\jclisttab\tx360{\*\pn \pnlvlbody\ilvl0\ls1\pnrnot0\pndec\pnstart1\pnindent360\pnhang{\pntxta .}}\ls1\adjustright {\f20 dass die Auseinanandersetzungen mit dem Kapitalismus ihre gesellschaftliche Subjektivit\u228\'8at nur noch kulturell haben k\u246\'9annen, \par {\pntext\pard\plain\f20\cf1 \hich\af20\dbch\af0\loch\f20 5.\tab}}\pard \fi-360\li360\widctlpar\jclisttab\tx360{\*\pn \pnlvlbody\ilvl0\ls1\pnrnot0\pndec\pnstart1\pnindent360\pnhang{\pntxta .}}\ls1\adjustright {\f20\cf1 dass eine Widerstandskultur die einzig wirkliche Subjektwerdung der Menschen entwickeln kann.}{\f20 \par }\pard \widctlpar\adjustright { \par }{\b\f20 Zu 1. \par }{\f20 Die bisherige Geschichte des Kapitalismus bestand im wesentlichen aus der Entwicklung der b\u252\'9frgerlichen Gesellschaft bis hin zum imperialistischen Verh\u228\'8altnis der reichen Nationen gegen die armen. Die Kapitalkonzentration hat sich \u252\'9fber dieses Verh\u228\'8altnis hinausgebracht und sich als unmittelbare Bestimmung \u252\'9fber die nationale hinweggesetzt. \par }\pard\plain \s15\widctlpar\adjustright \f20\cf1\cgrid {Die Wirtschaftskreisl\u228\'8aufe verlieren hierdurch ihre Wirklichkeitsform; das Zusammenwirken der Menschen hat darin keine Gegenst\u228\'8andlichkeit. Das Verh\u228\'8altnis von Bed\u252\'9f rfnis und Arbeit hebt sich auf in dem, was Kapital \u252\'9fberhaupt nur der individuellen Regeneration zur Verf\u252\'9fgung stellt. Die Entwicklung der Gebrauchswerte und Produktionsmittel hatte die b\u252\'9frgerliche Gesellschaft ausgemacht; sie geht darin unter, dass sie durch fiktives Kapital bestimmt wird. Gesellschaft entsteht nicht mehr durch T\u228\'8a tigkeit und Verwirklichung menschlicher Natur, sondern wird selbst zur Fiktion, Gegenstand der Kapitalverwertung durch das Kapital: Mensch und Natur wird f\u252\'9fr das Kapital vernutzt. \par }\pard\plain \widctlpar\adjustright \f4\cgrid {\f20 Die Kultur wird durch das Kapital in ihrer menschlichen Identit\u228\'8at aufgehoben zu einer Scheinwelt von Design und K\u246\'9a rperkult mit rein individualisiertem Unterhaltungswert. Die Folge ist der Leerlauf von sozialen Beziehungen und die Erzeugung von \u220\'86berlebenstechnik in zwischenmenschlichen Beziehungen, identit\u228\'8a tsloses Suchtverhalten nach unmittelbar und bedingungslos erscheinender Menschlichkeit. \par \par }{\b\f20 Zu 2. \par }{\f20 Der b\u252\'9frgerliche Staat funktioniert nicht mehr burgherrlich, sondern als Dienstleister des Kapitals. Der Staat, bisher als ideelles Gesamtinteresse der b\u252\'9f rgerlichen Gesellschaft notwendig herausgesetzt aus der Konkurrenz der Kapitalanwender, tritt nun selbst nicht mehr ideell als Gesamtkapitalist, sondern praktisch als Dealer des Ka pitals auf und vermittelt durch eine politische und technokratische Elite seiner Bev\u246\'9alkerung dessen Interessen durch Disziplinierung mit Existenzangst. Wesentliche Anliegen der b\u252\'9f rgerlichen Gesellschaft (Sozialstaat, Bildungsgarantie, Arbeitssicherheit, Rentengarantie) werden dem unterordnet. \par \par }{\b\f20 Zu 3. \par }\pard\plain \s15\widctlpar\adjustright \f20\cf1\cgrid {Klassenkampf hat keine wirkliche Gestalt zwischen Arbeit und Kapital, sondern besteht allgemein als Kulturverh\u228\'8altnis, als Verh\u228\'8a ltnis von menschlicher Kultur und der politischen Kultur des Kapitals. F\u252\'9fr die Menschen bedeutet das notwendigen Widerstand gegen Kulturenteignung durch Zeitbeschleunigung und Naturzerst\u246\'9a rung im weitesten Sinn des Wortes. Der Kampf um die L\u228\'8ange des Arbeitstages muss zugleich als ein Kampf um den Sinn von Arbeit gef\u252\'9fhrt werden: Kritik sinnentleerter, also sinnloser Arbeit (Kulturkritik) und Zeitgewinnung f\u252\'9f r sinnvolle Arbeit (Einheit von Kulturschaffen und Arbeit). \par }\pard\plain \widctlpar\adjustright \f4\cgrid {\f20 \par }{\b\f20 Zu 4. \par }\pard\plain \s15\widctlpar\adjustright \f20\cf1\cgrid {Durch die abstrakte Vermittlung der Menschen \u252\'9fber die \u220\'86berlebensnotwendigkeiten einer ihnen entfremdeten Kultur ist auch ihre Gesellschaft selbst entwirklicht. Aber auch jenseits eines gegenst\u228\'8a ndlichen gesellschaftlichen Zusammenwirkens sind die Menschen durch ihre zwischenmenschliche Beziehungen in Freizeit und Arbeitszeit subjektiv, sinnbildend, und von daher auch im Bed\u252\'9frfnis nach einer gegenst\u228\'8a ndlichen, einer wirklichen Gesellschaft. In der Auseinandersetzung mit ihrer Kultur in diesen Beziehungen, mit der Herausarbeitung von Kulturkonflikten zum Widerspruch der Form ihres Reichtums, in der Kritik von allen Gestaltungen des Geldes und des Kapitals, entsteht in dessen Aufhebungsprozess menschliche Gesellschaft. \par }\pard\plain \widctlpar\adjustright \f4\cgrid {\f20 \par }{\b\f20 Zu 5. \par }{\f20 Die in der Kultur werdende Gesellschaft kann nur Widerstandskultur gegen das Kapital sein. In ihr steckt das subjektive Wissen und Bewusstsein, welches die Menschen zur Austrocknung des Kapitals bef\u228\'8a higt und ihr Leben zu einer menschlichen Gesellschaft zu transformieren in der Lage ist. \par \par \par }}