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	<title>kulturkritik - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Leben&amp;diff=11633</id>
		<title>Leben</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In [[Wahrheit]] ist Leben universal, weil in Wahrheit alles Lebendige nur dudurch sein kann, dass es in [[aller Natur gemein ist (siehe [[Allgeinheit]]), dass es seine eigene [[Natur]] im anderen mit sich einig weiß, wo es sich mit ihm vereint, weil es nur dadurch ist, dass es selbst schon dadurch [[anders]] ist, dass es sich nur durch anderes Lehen bestimmt weiß, dass es sich nicht nur als Staub der Sternen kennt, sondern als eigenes Wesen in allem andere erkennt, in sich [[isoliert]] findet indem es sch alles in dem zusammen was sich aus seiner bloßen [[Stofflichkeit]], durch sich, durch seine eigen  [[Tätigkeit]] heraussetzt, sich selbst und anderes Leben erzeugt, – sich auch im [[Anderssein]] schon mittelbar als [[eigenes]] Leben bezeugt, indem es seine [[Entwicklung]] selbst gegen das [[Tote]] [[entfaltet]] – weil und auch wenn es im [[Einzelnen]] stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede lebendige Zelle weiß von der anderen. weil sie zu ihrem Leben gehört, weil es [[schmerzt]], wenn sie sich dagegen entzweiten, sich schon durch geteilten Inhalt mitteilen und vervielfältugen kann. Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst mittelbar bereits durch ihre Vervielfältigungen orgnisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihres subatnzielle Differenzen, durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, weil sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes in und und zu seiner Substanz angeeignet und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben. Es ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]]. „Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“ (Hannah Arendt in einer Kolumne von 1942.) Still ist der [[Tod]], die ewige Endlichkeit, [[Leben]] ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]]. &#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen.&#039;&#039; [[(K. Marx, MEW 1, 60)]] [[Leben]] entsteht in der Selbstunterscheidung eines [[Wesens]] im Chaos der [[stofflichen]] Vielfalt im [[Verhalten]] zu seiner Verwesung, zu seinem [[Tod]], in der Unterscheidung eines inneren [[Seins]] vom äußeren, das sich im [[Verhältnis]] seiner [[Identität]] zu ihrer Veränderung verwirklicht. Darin entsteht eine [[Beziehung]] von [[Inhalt]] und [[Form]] des [[Seins]], die sich im [[Verhalten]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] äußert, sich selbst immer wieder in seiner [[Vergegenständlichung]] [[aufhebt]] und erneuert, sich durch den Wechsel seines [[Daseins]], durch seine Formverwandlungen in den [[Verhältnissen]] seiner [[Bewegungen]] fortbildet und seine [[natürliche Intelligenz]] im [[Reichtum]] seiner [[Sinne]] findet und [[empfindet]] und sich im [[Verhältnis]] zu sich durch Anderes [[verwirklicht]]. Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst organisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben. Leben ist [[Emanzipation]] von der [[Versachlichung]], der [[Sinn]] von freier [[Bewegung]]. Die Begeisterung für die [[Sache]] der Menschen ist das schiere Gegenteil zur Materialisierung des Geistes. Beweist diese doch nur die Armut seiner [[Einverleibungen]], zeugt jene vom [[Reichtum]] des menschlichen Lebens. „Mag das Leben sterben: der Tod darf nicht leben. Hat der Geist nicht mehr Recht als der Körper? Allerdings hat man dies oft dahin interpretiert, daß den Geistern von freier Motion die körperliche Motion sogar schädlich und daher zu entziehen sei.&#039;&#039; [[(MEW 1, Seite 59)]] Das hat Marx gegen Hegel gesagt, um ihm die Unendlichkeit des Werdens und Vergehens zu nehmen, die Ewigkeit seiner Begriffe aus den göttlichen [[Prinzipien]] eines Weltgeistes zu nehmen und ihm das Leben als Lebensmacht des wirklichen Menschen, als seine [[Naturmächtigkeit]] entgegen zu stellen, als [[Grund]] seiner Lebenstätigkeit sowie auch als [[Grund]] seiner [[Selbstentfremdung]] zu unterlegen. Leben ist nicht [[logisch]]. Es hat keinen [[Begriff]], aber man muss begreifen, was seiner [[Natur]] widerfährt (siehe auch [[Kritik]]). Der Prozess des Lebens wird gerne als [[Dialektik]] der [[Natur]] [[interpretiert]] (siehe [[dialektischer Materialismus]]). Es kann sich zwar äußern, doch es kann nicht [[wirklich]] außer sich sein und also auch nicht [[veräußert]] und nicht [[entäußert]] werden. Weil Leben durch sich selbst ist, hat es weder einen [[subjektiven]], noch einen [[objektien]] [[Begriff]]. Es kann deshalb nur durch seine [[Geschichte]] [[begriffen]] werden (siehe [[historischer Materialismus]]). Entstanden war es ursprünglich aus den [[Elementen]] des kosmischen [[Materials]], dem Sternenstaub der sterbenden Sonnen, nachdem sich in einer [[Umwelt]] von Wasser und Licht aus dessen [[Stoffen]] und [[Energieen]], Aminosäuren, Mineralien und Proteine gebildet hatten. Wahrscheinlich haben sich lediglich die Zusammensetzungen der Ribonukleinsäuren auf den unterschiedlichen Planeten verschieden differenziert. Durch das Zusammenwirken der irdischen [[Elemente]] haben sich unter den [[Bedingungen]] des irdischen [[Materials]] [[Stoffwechselprozesse]] gebildet, die ihre [[Geschichte]] begründet und ihre natürlichen [[stofflichen]] Verbindungen geformt und [[strukturiert]] und im Plasmamantel ihrer Reaktionen entwickelt haben. Daraus sind Erbanlagen von Pflanzen und Tiere und schließlich auch Menschen entstanden, die durch Vermehrung aus einem Lebensminimum ein Lebensmaximum erstreben und durch ihre [[natürlichen Intelligenz]] [[gebildet]] und fortentwickelt haben. Leben [[vermittelt]] sich daher schon durch die Geburt der Individuen aus dem [[Dasein]] der [[Natur]] (natus = Geburt), die [[Intelligenz]] der [[Energie]], die es aus der [[Materie]] gewinnt. Leben ist Vielfalt und [[Bewegung]], [[Reichtum]] der [[Sinne]] und Verschwendung ihres Treibens, Schöpfung und Entfaltung, [[Spiel]] und [[Arbeit,]] [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] - [[Bildung]] und [[Entwicklung]] der [[Natur]]. &#039;&#039;Leben ist Bewegung&#039;&#039;, sprach auch Leonardo da Vinci. So ist alles Natürliche vor allem Lebensgeschichte, [[Geschichte]] der [[natürlichen Intelligenz]]. die zwar auch den [[Tod]] als ein inneres Moment hat, niemals aber ein Moment des [[Todes]] ist. Leben kann sich selbst hinterlassen auch wenn es stirbt, weil es durch seine und in seiner [[Geschichte]] sich immer wieder vom [[Tod]] erholt, sich dadurch erhält, dass Leben zwar individuell stirbt, im [[Allgemeinen]] als Gattungswesen aber gerade hierdurch überlebt. &#039;&#039;Der Tod scheint als ein harter Sieg der Gattung über das bestimmte Individuum und ihrer Einheit zu widersprechen; aber das bestimmte Individuum ist nur ein bestimmtes Gattungswesen, als solches sterblich.&#039;&#039; [[(MEW 40, Seite 539)]] Leben ist die Entfaltung seiner bestimmten [[Natur]]. Und das [[Wesen]] der [[Natur]] ist ihre [[Intelligenz]], die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] anzueignen und zu [[entwickeln]]. Diese entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden, zu [[empfinden]], und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen. Von daher ist Intelligenz materiell schon in der chemischen Affinität von unterschiedlichen [[Stoffen]] angelegt, die sich zu einem [[Stoffwechsel]] entwickelt hatten und hierfür ihre Nahrung von ihrer Ausscheidung unterscheiden mussten. Schon mit dem [[Stoffwechsel]] war Ausdehnung und also auch Wachstum als wesentlicher Zweck der [[Natur]] entstanden. Das war die Grundlage für jedes [[Wachstum]] der [[Natur]] und hat zur natürlichen Zelle und deren Organisation und Vermehrung geführt und ganze Orgnismen geschaffen. Die haben auch die Organisation und innere [[Beziehungen]] ihrer Organe in einem eigenen Zweck des [[Individuums]] zu seinem Erhalt geschaffen, um mlt ihrer Vermehrung sich auch qualitativ im Zusammenhang mit der ganzen [[Natur]] zu [[bereichern]], indem sie ihr Leben [[intellligent]] gestalten. Die Intelligenz des Lebens besteht durch seine fortwährende q[[Emanzipation]] gegen das Absterben der lebendigen [[Beziehungen]] und Lebenszusammenhänge, um sich auch in ihrer Verwesung zu erneuern. Obwohl tote [[Materie]] die allgemeinste [[Lebensbedingung]] ist, ist sie doch selbst kein Lebensgrund, kein [[Grund]] zu leben. Der [[Tod]] geht zwar dem einzelnen Leben voraus, weil es nicht ohne ihn sein kann, nur durch die Vielfalt der Verhältnisse der Arten und [[Generationen]]lebendig ist. Es kommt aber durch ihn vor allem auf sich zurück. Der Tod steht also nicht gegen das Laben und das Leben ist nicht der &#039;&#039;Vorlauf des Todes&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]). Er ist die Einfältigkeit des Lebens, die sich im Niedergang der Vereinzelung erschöpft. Mag der Mensch hiergegen auch seinen [[Gott]] erfunden haben, den Herrscher des Untergangs suchen, wenn und weil er nichts anderes für sich finden kann. Aber auch wenn er die Not der [[Verzweiflung]] zum Zorn der Gattung, zu seiner Lebensbehauptung auflöst (siehe hierzu auch [[Religion]]), so lebt er doch immer nur durch sich selbst und aus sich selbst in [[eigener]] [[Wirklichkeit]]. Alles Leben gründet auf seiner [[natürlichen Intelligenz]], die sich mit seinem [[Stoffwechsel]] [[entwickelt]] hat und wodurch es sich als [[Wesen]] der [[Natur]] in [[Bewegung]] gesetzt hat und darin seine [[Energie]] erfährt. Leben ist [[Freiheit]], die sich aus ihrer [[Notwendigkeit]] als [[Einheit]] von [[Materie]] und [[Geist]] hervortut, sich im [[Allgemeinen]] [[wesentlich]] über [[Tod]] und [[Verwesung]] hinaus bestimmt, wiewohl der Tod des einzelnen Wesens als Tribut an seine Gattung nötig ist, sich wie von selbst aus der stofflichen Endlichkeit der [[Natur]], aus der natürlichen Beschränktheit der Chromosomen-Replikation ergibt. Indem das [[Material]] seiner [[Natur]] ihm zwar vorausgesetzt war, aber durch das Beziehen und Abstoßen, durch ihre stofflichen Kräfte in und mit ihrer [[Intelligenz]] erst zum Leben erweckt, als Leben gebildet wurde, ist Leben stofflich wie geistig allen Lebewesen inne, also selbst als lebendes [[Subjekt]] [[tätig]]. Nicht aus einer &#039;&#039;Logik der Natur&#039;&#039;, sondern als Resultat seiner Naturgeschichte (siehe [[Historischer Materialismus]]), die vielerlei [[Zufälle]] enthält, stellt es sich als eine [[Naturmacht]] des Menschen heraus, die sich schließlich in einem menschlichen [[Gemeinwesen]] verwirklicht, das durch seine geschichtliche [[Form]] objektiv bestimmt ist und sich aus seiner [[gesellschaftlichen]] [[Wesensnot]] zwischen [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] fortbildet, seine [[Geschichte]] erst hierdurch in der [[Dialektik]] der [[Klassenkämpfe]] betrieben hat und immer noch im [[Konkurrenz]]kampf um die [[Produktivität]] der [[Arbeit]] betreibt. Der Kapitalist allerdings vermag sich dem auch durch seinen [[Grund]] und [[Besitz]] immer wieder mal zu entziehen - auch wenn er sein [[Geld]] oder dessen [[Wert]] verloren hat: &#039;&#039;Aprês moi le dâluge! »Nach mir die Sintflut!« ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird. Der Klage über physische und geistige Verkümmrung, vorzeitigen Tod, Tortur der Überarbeit, antwortet es: Sollte diese Qual uns quälen, da sie unsre Lust (den Profit) vermehrt? Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend.&#039;&#039; [[(K. Marx, Kapital I, MEW 23, 285f)]] Es ist nicht wahr, dass am Anfang alles nur tot, &#039;&#039;wüst und leer&#039;&#039; ([[Genesis 1. Mose]]) gewesen sei. Es war eine ungeheuere Energie, die immer noch allem inne ist. Und es ist ein [[Unding]], Sache der [[Religion]], den [[Tod]] als ein [[Nichts]] zu [[denken]] - so, als wäre der [[Tod]] das Erste als Wüste, das Leben als Grün ihm zu Folge - durch eine [[Macht]] geschaffen, die ihn überwindet, ihm also schon jenseits des Lebens in einer über ihn erhabenen Ewigkeit vorausgesetzt wäre. Doch tote Materie gibt es nicht, auch wenn alles materiell, [[Energie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] ist. Nichts ist tot, bevor Leben ist und Leben stirbt nicht, ohne sich zu hinterlassen, weil sein [[Dasein]] natürlich materiell, an und für sich [[Natur]] ist. Der [[Tod]] ist dessen bloßes Moment als Moment seiner Entblößung (siehe auch [[Krankheit]]), [[Aufhebung]] seiner Geburt, das Überleben der [[Gattung]] über das Leben des Individuums. Die &#039;&#039;Frage nach dem [[Sinn]] des [[Seins]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) kann nur in [[Lebensverhältnissen]] auftreten, in denen sich dessen [[Substanzen]] nicht verwirklichen können, nur gebrochen durch &#039;&#039;die Mächte der Finsternis&#039;&#039; (altes Testament) [[erscheinen]] (siehe auch [[Scheinwelt]]), durch ihre [[Wesensnot]] ihre [[Wirklichkeit]] aufgespalten haben, die [[zertrennt]] in [[isolierten]] Welten [[wirkt]] (siehe auch [[Dialektik]]). Und das hat eine lange [[Geschichte]] hinter sich, die sich nicht durch den [[Tod]] und auch nicht durch ein ewiges Leben (siehe [[Religion]]) und schon gar nicht durch die &#039;&#039;ewigen Lehren&#039;&#039; materialistischer [[Ontologie]] und ihrem [[Geschichtsobjektivismus]] (siehe auch [[Dialektischer Materialismus]]), durch lebende [[Abstraktionen]] aufklären lässt (siehe auch [[Aufklärung]]). Der Tod ist als solcher undenkbar, lediglich ein Synonym für Endlichkeit, die mit dem Leben gegeben ist, weil es in seiner Geschichte sich selbst auch überwinden muss. Das Individuum mag daher sterben, aber den [[Tod]] kann es ohne Leben nicht geben. Ohnedies kann er nicht [[sein]], weil dessen Geburt, das heißt Natur, selbst materiell ist. Materie ist der [[Stoff]] des Lebens, wie sie durch eine allgemeine [[Schlussfolgerung]] als seine [[Substanz]] erkennbar ist. Dieser Stoff ist aber eben nur ein Moment des Stoffwechsels, weder Voraussetzung noch Resultat des Lebens. Nicht durch einen [[Geist]] oder eine [[Idee]] begründet konnte Leben entstehen, sondern aus der [[Materie]], die aus der Zusammensetzung ihrer Elemente im Zusammenwirken ihrer [[Stoffe]] ganz [[zufällig]] einen [[Sinn]] für sich entwickelt hatte, der sich mit dem [[Stoffwechsel]] zu einer Lebenswelt seiner [[Natur]], zu einer [[natürlichen Intelligenz]] des [[Stoffwechsels]] fortentwickelt hat, die von sich selbst zeugt, indem sie sich auch selbst erzeugen und fortbilden kann. &#039;&#039;Die Erdschöpfung hat einen gewaltigen Stoß erhalten durch die Geognosie, d.h. durch die Wissenschaft, welche die Erdbildung, das Werden der Erde, als einen Prozeß, als Selbsterzeugung darstellte. Die generatio aequivoca ist die einzige praktische Widerlegung der Schöpfungstheorie. Nun ist es zwar leicht, dem einzelnen Individuum zu sagen, was Aristoteles schon sagt: Du bist gezeugt von deinem Vater und deiner Mutter, also hat in dir die Begattung zweier Menschen, also ein Gattungsakt der Menschen den Menschen produziert. Du siehst also, daß der Mensch auch physisch sein Dasein dem Menschen verdankt. Du mußt also nicht nur die eine Seite im Auge behalten, den unendlichen Progreß, wonach du weiter fragst: Wer hat meinen Vater, wer seinen Großvater etc. gezeugt? Du mußt auch die Kreisbewegung, welche in jenem Progreß sinnlich anschaubar ist, festhalten, wonach der Mensch in der Zeugung sich selbst wiederholt, also der Mensch immer Subjekt bleibt. Allein du wirst antworten: Diese Kreisbewegung dir zugestanden, so gestehe du mir den Progreß zu, der mich immer weitertreibt, bis ich frage, wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten: Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? Frage dich, ob jener Progreß als solcher für ein vernünftiges Denken existiert? Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du also vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend denkst, so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst?&#039;&#039; Quelle: Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) [[(Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 545 bis 547)]] Leben ist Geburt und [[Tod]], [[Bewegung]], Ruhe und Unruhe durch sich selbst, Vereinigung, Entzweiung, Vermehrung, [[Stoffwechsel]] und [[Gewissheit]] von sich, [[Erkenntnis]] - [[Sinn]] und [[Geist]] im beständigen Werden, in seiner [[Geschichte]], [[Geschlecht]] im Entstehen und Vergehen, der geschichtliche Akt der fortwährenden Selbsterzeugung, der [[Entwicklung]] und Entfaltung in der konkreten [[Sinnlichkeit]] der [[Natur]] (siehe auch [[Sinnbildung]]). Die Zusammensetzung seiner [[Stoffe]] war durch das rein [[zufällige]] Verschmelzen und Aufeinanderprallen von unbestimmt zusammentreffenden Planeten und Kometen entstanden, aus dem die entsprechenden Mineralien und Gase eine [[Entwicklung]] von [[Leben]] auf der Erde ermöglicht hatten und durch die eine hohe Energie in ihren Urgesteinen gebunden war und die zur Substanz ihres Stoffwechsels geworden war. Hieraus lässt sich aber nicht begründen, dass dieses Verhältnis von Stoff und Energie sich zielgerichtet - quasi [[logisch,]] bzw. teleologisch - zum Leben entwickelt hätte. Solche [[Entwicklung]] könnte nur aus einem bestimmten Zusammentreffen von bestimmten Teilen ergehen, die schon selbst ein [[substanzielles]] Bestreben zueinander und füreinander haben müssten. Doch weil Materie immer schon aus qualitativ unterschiedlichen Elementen besteht, kann sie kein logisches Bestreben durch sich selbst entwickeln. Ihre Entwicklung und Geschichte lässt sich also nur aus dem Zusammentreffen qualitativ unterschiedlicher Elemente erklären, besonders aus Wasser, Mineralien und Gasen, die in den heute noch existenten Verbindungen nur durch den Zufall interplanetarischer Kollisionen in der Erdentstehung zusammenkommen konnten. Diese stoffliche Grundlage enthielt zwar schon alle Möglichkeiten einer Naturentwicklung, aber bei aller vorhandenen [[Energie]] noch keine [[Notwendigkeit]], dahin zu kommen, aus diesem stofflichen Material lebendig zu werden. Schon in der bloßen [[Materie]] ist [[Energie]] in ständiger [[Bewegung]] und gerät in intensivere oder extensivere [[Zustände]], die sich in einem mäßigeren [[Erregung]]szustand stabilisieren oder sich auch übermäßig verdichten konnten. Säuren und Gase konnten sich unter dem Einfluss von vulkanischer Dichte und irdischer Magnetwellen im Wasser in allen möglichen Energieformen und Aggregatzuständen verbinden und zu Eiweißmolekülen verschmelzen und Zellplasma werden, in denen die ursprünglichen Säuren sich zu DNS und RNS (bzw. DNA und RNA) verbinden konnten, aus der die Doppelhelix der Lebensverbindungen entstand, die Grundlage der Vermehrung und des Zellwachstums. Durch ihre chemoelektrische Spannungen begannen diese Molekülverbindungen in bestimmter [[Beziehung]] zu pulsieren und andere Stoffe zu binden oder auszusondern und dadurch einen eigenen Energiehaushalt zu entwickeln. Es war die Gunst dieser [[Beziehungen]], die sie zu ihrer Erhaltung und Verfestigung zu einem [[Stoffwechsel]] brachten, der günstigere materielle und energetische Formen wie auch ungünstigere Fülle entstehen ließ und ihre Stoffaufnahme und Ausscheidung zu einem eigenständigen [[Leben]], zur Lebensgeschichte der Natur als Naturgeschichte des Lebens entwickelten. Aber erst mit einem zufällig entstandenen Zusammenkommen von Eisen und Magnesium in den Urschlämmen einer nur im [[Raum]] bestimmten [[Masse]], also in einer überzufällig bestimmten [[Dichte]] der [[Stoffe]] konnte sich Chlorophyll und Hämoglobin bilden, was die Bedingung für den [[Stoffwechsel]] des [[Leben]]s zwischen Pflanzen und Tier ist. Es sind dies die Moleküle für die Träger des Lebens, für die Zellfortbildung ihrer Organismen, die sich überhaupt nur in diesen darin gebunden Metallen unterscheiden und deren Fähigkeiten es ermöglichten, Sauerstoff und Kohlendioxyd zwischen Tier und Pflanze so auszutauschen, so dass hierbei eigene Lebens[[energie]] frei werden konnte. Was Karl Marx noch nicht genau wissen konnte, das erschloss er aus dem sinnlichen Leben selbst, aus der Naturgeschichte der [[Sinne]], wie sie heute leben. Nicht der bloße [[Stoff]], sondern das stoffliche Leben ist der Kern des von ihm formulierten Materialismus, aus welchem sich auch die [[geistigen]] [[Entwicklungen]] begreifen lassen, - nicht als Zufall, wohl aber als [[Sinn]] für sich. [[Sinnbildung]] entsteht nicht durch eine [[Logik]] der Materie, sondern aus der Materie des Lebens in seinem Werden und Vergehen, seiner eigenen [[Bewegung]], seiner Naturgeschichte. Hierin hat der [[Historische Materialismus]] seine Grundlagen. Sie kennt noch keine [[Negation]], keine [[Dialektik]], und unterscheidet sich hierin auch von den Begründungen des so genannten [[Dialektischen Materialismus]]. Seit der [[Aufklärung]] ist für [[wissenschaftliche]] [[Erkenntnis]] zwar weitgehend zweifelsfrei, dass Leben durch [[Materie]] sich entwickelt hat, dass es selbst materiell ist. Es ließ sich aber aus der reinen Materie der Natur nicht [[aufklären]], wie es dahin gekommen ist, dass sich [[Natur]] nicht nur bildet und reproduziert und sich selbst fortbildet, sondern sich in ihr zugleich ein Geschick der [[Natur]] erkennen lässt, dass sie sich selbst zu einer [[Intelligenz]] entwickelt hat, die ihr nicht zu- oder angetragen worden sein kann. Weder die [[Entwicklung]] der Natur, noch ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] als [[Kultur]] lässt sich verstehen, will man in ihr nicht selbst eine[[natürliche Intelligenz]] anerkennen, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt (siehe auch [[Evolution]]). Man könnte hier schon anmerken, dass dies die Grundform einer [[Intelligenz]] ist, die sich aus ihrem Mangel herauszusetzen, sich zu [[emanzipieren]] verstand. Erkennt man dies an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] gelten lassen. Für die einen mag sie zwar noch aus einem übernatürlichen [[Subjekt]], aus einem unpersönlichen [[Gott]] als [[Wesen]] der [[Natur]] zu erklären sein, tatsächlich aber bleibt sie materiell und entfaltet ihren [[Sinn]] immer nur in der [[Beziehung]] auf andere [[Materie]], verhält sich in einem unentwegten Wechsel zu einem [[Sein]] durch anderes, durch fortwährende [[Ergänzung]] und Änderung. Leben wäre demnach aus der [[Intelligenz]] seiner [[Sinnbildung]] heraus zu begreifen, aus einer Art Partnersuche der Elemente, die in der Bestimmung ihres [[Stoffwechsels]] sich bereichern und differenzieren (vergleiche den Stoffwechsel von Sauerstoff und Kohlendioxyd durch den gegensinnigen Bedarf von Magnesium und Eisen zwischen Chlorophyll und Hämoglobin, der die Grundlage des Verhältnisses von Flora und Fauna ausmacht). Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle, die aus der Variabilität ihrer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden hat, sich aber zugleich auch auftrennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist die Grundlage der Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Weil [[Materie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] das Maß der [[Geschichte]] ist, kann es von [[Natur]] aus keinen Stillstand geben. Leben ist [[Bewegung]], die [[Sinn]] hat und [[Sinn]] macht. Es findet also statt in [[Raum]] und [[Zeit]], nicht nur als das Verhalten der [[Natur]] sondern als ein natürliches [[Verhältnis]], ein [[Lebensverhältnis]] der [[Sinnbildung]] im [[Stoffwechsel]] seiner unentwegten Veränderung, als Dasein einer permanenten Selbstveränderung, die durch sich selbst zugleich als Anderes und durch Anderes bestimmt ist. Leben ist die [[Selbstentfaltung]] der [[Natur]], Tätigkeit ihres [[Stoffwechsels]], [[Naturempfindung]] und Selbsterneuerung, die nichts sein lässt, was es war und alles hervorbringt, wofür sich [[Sinn]] findet: [[natürliche Intelligenz]]. Als dieser Prozess ist es die zum [[Subjekt]] gewordene [[Materie]], [[Geschichte]] einer [[Energie]], die sich in ihrer Materialisierung von ihrem Rückstand unterscheidet, Schlacke ausscheidet und sich dadurch materiell bereichert, dass sie sich zu diesem verhält, sich von ihm entfernt, um sich mit ihm zu vereinigen, sich entwickelt, indem es ihn zugleich als [[Stoff]] für sich objektiviert. Im Stoffwechsel vollzieht sich ihre Vervielfältigung und Differenzierung, die durch ihr eigenes Wirken selbst zu einer [[Wirklichkeit]] der [[Intelligenz]] ihrer [[Natur]] geworden ist (siehe [[historischer Materialismus]]). Intelligenz ist nicht funktional und also nicht reproduktiv, sondern immer schon produktiv (siehe [[Evolution]]). Von daher ist Leben selbst zugleich die Lebenserzeugung einer Gattung und ihrer Lebensverhältnisse, - und als menschliches Leben also auch nicht im einzelnen, sondern [[gesellschaftlich]]. &#039;&#039;Die Produktion des Lebens, sowohl des eigenen in der Arbeit wie des fremden in der Zeugung, erscheint nun sogleich als ein doppeltes Verhältnis – einerseits als natürliches, andererseits als gesellschaftliches Verhältnis –, gesellschaftlich in dem Sinne, als hierunter das Zusammenwirken mehrerer Individuen, gleichviel unter welchen Bedingungen, auf welche Weise und zu welchem Zweck, verstanden wird. Hieraus geht hervor, daß eine bestimmte Produktionsweise oder industrielle Stufe stets mit einer bestimmten Weise des Zusammenwirkens oder gesellschaftlichen Stufe vereinigt ist, und diese Weise des Zusammenwirkens ist selbst eine Produktivkraft, daß die Menge den Menschen zugänglichen Produktivkräfte den gesellschaftlichen Zustand bedingt und also die Geschichte der Menschheit stets im Zusammenhange mit der Geschichte der Industrie und des Austausches studiert und bearbeitet werden muß.&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 29f)]]. Wie Materie überhaupt subjektiv werden, wie Natur entstehen konnte, ist die Frage, deren Beantwortung die Grundlage eines jeden Selbstverständnisses des Lebens ausmacht. Es ist die Frage nach dem [[Sinn]], in dem es sich vollzieht, die Unterscheidung zwischen Reproduktion und Produktion des Lebens, das Ur-Teil seiner [[Geschichte]], seiner Selbstwahrnehmung als Erkenntnis seiner selbst in Anderem. Es ist die Frage nach der [[Intelligenz]] des Lebens selbst. Es bereichert sich, indem es sich durch Aneignung auf anderes bezieht, ohne sich im Anderssein und Anderswerden zu widersprechen. Indem es in seiner Änderung sich selbst vermehrt, entspricht es vor allem sich selbst. Nichts widerfährt ihm, weil alles sich in ihm selbst erfährt (dies gegen den [[Darwinismus]]). In seiner Formverwandlung erfüllt sich sein Sinn, der zugleich Sinn für sich bildet, indem er Sinn durch anderes findet und [[empfindet]]. Leben kennt keine [[Negation]], auch wenn es stirbt. In seinem Untergang wird es zum Stoff für anderes Leben, das darin aufgeht. Der [[Tod]] ist ein Moment des Lebens (dies gegen [[Heideggers]] &#039;&#039;Sein zum Tode&#039;&#039;). Dass das Leben auf der [[Materie]] gründet, ist heute zweifelsfrei. Wie es aber dahin gekommen ist, nicht nur seine Natur zu reproduzieren sondern sich zugleich aus der Natur zu einem Geschick der [[Natur]], zu einer [[Intelligenz]] zu entwickeln, lässt sich nicht aus der Natur entwickeln, erkennt man nicht in ihr selbst eine[[natürliche Intelligenz]] an, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt hat. Erkennt man dies aber an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] überhaupt gelten. Für die einen ist sie allerdings nur aus einem übernatürlichen Subjekt, aus [[Gott]] zu erklären, für den [[Historischen Materialismus]] ist sie selbst schon als [[Geschichte]] einer natürlichen Gesellschaftsbildung zu verstehen, welche als Natur des Menschen in der Natur seiner gesellschaftlichen Intelligenz aufgeht. Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle zur DNA, die aus der Variabilität einer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden bleibt, sich aber zugleich auch von ihre trennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist dadurch die Grundlage der seine Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Mit der [[Entwicklung]] des Lebens war jedenfalls die Anlage zu einer bestimmten [[Entwicklung]] entstanden: Die [[Geschichte]] der Natur, in der zugleich die Menschheitsgeschichte als Menschwerdung der [[Natur]] angelegt war. Sie begründete das menschliche Vermögen, durch seine gesellschaftliche [[Verhältnisse]] selbst zu einer [[Naturmacht]] zu werden. Solange die Menschen noch in der Macht der Natur gebannt blieben, beantworteten vor allem die Naturreligionen die Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Fragen nach einer Begründung des lebendigen [[Seins]]. Mit der Entwicklung komplexer sozialer Verhältnisse traten zunächst andere [[Religionen]] dafür ein, dass sie durch ein überkosmisches Subjekt, durch einen [[Gott]], geschaffen und &#039;&#039;geschenkt&#039;&#039; worden sei. Mit der Entwicklung der Naturwissenschaften ging diese Beantwortung mehr in der weitergehenden Frage auf, welche nach der [[Intelligenz]] des Lebens in ihm selbst, in seinem stofflichen [[Dasein]] sucht: Die Frage, welchen [[Sinn]] es selbst verfolgt, woraus sich auch ergeben würde, wie es entstanden war. Leben muss nicht aus einem höheren Sinn, aus einer vorausgesetzten Intelligenz gebildet sein, wenn man die Grundlagen seiner Intelligenz in der Materie selbst und deren [[Vererbung]] begreifen kann. Dass Leben nur [[zufällig]] entstanden sei, wird heute auch mathematisch verworfen. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass sich lebendige Organismen überhaupt ohne einen Grund hätten bilden können, also nicht durch beliebige Ereignisse entstehen konnten. Schon die ersten Lebewesen, Bakterien, welche selbst noch keinen Zellkern und also auch keinen Organismus hatten, bildeten sich nicht als stoffliche Konstrukte, die zufällig aufeinandertrafen, sondern aus jenen energetischen [[Beziehungen]], welche die [[Stoffe]] auf der Erde aus sich heraus schon dadurch hatten, dass ihre [[Synergie]] Eigenheiten einer Vorform des Lebens hervorbrachte, die zunächst nur als Plasma existierten, die eine bestimmt Diffusion von Stoffen bewirkten, wodurch dieses zu einer Art Haut wurde, die eine Sphäre von der anderen sowohl trennte, die sie auch in hierdurch bestimmten stofflichen Beziehungen vermittelte. Indem sich diese Haut schließlich zusammenzog und eingerundet zusammenschloss, entstand eine Zelle, die durch ihren Stoffwechsel bestimmt war und dadurch lebendig wurde, dass sie ihre Ausscheidungen von dem unterscheiden konnte, wodurch sie im Innern wachsen konnte. Es war der Ursprung einer [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), die sich im Verhalten eines Plasmakörpers zu seiner &#039;&#039;Außenwelt&#039;&#039; entwickelte. So entstanden Einzeller, die sich schließlich auch zu komplexen Organismen entwickeln konnten. In der Phylogenese ergab sich aus chemotaktischen Signalwirkungen ein zielgerichtetes Verhalten der Reproduktion, und damit des fundamentalste Verhältnis des Lebens zu sich selbst und über sein [[Sosein]] hinaus sich bestärkend. Chemotaxis ist daher eine der grundlegendsten physiologischen Zellreaktionen, die schon als Grundform einer [[natürlichen Intelligenz]] des Lebens zu verstehen ist. &#039;&#039;In den frühen Entwicklungsphasen der Phylogenese war das Entstehen von Rezeptorsystemen für die Erkennung von schädlichen und günstigen Substanzen für einzellige Organismen von bedeutendem Vorteil. Umfangreiche Analysen chemotaktischer Abläufe des eukaryontischen Protozoons Tetrahymena pyriformis und der Konsensussequenz auftretender Aminosäuren in der Ursuppe deuten auf eine gute Korrelation zwischen chemotaktischen Eigenschaften dieser relativ einfachen organischen Moleküle und der Entwicklung der Erde hin. Daher nahm man an, dass frühzeitig aufgetretene Moleküle (z. B. Glycin, Glutamin, Prolin) chemisch sehr anziehend wirken und später aufgetretene (z. B. Tyrosin, Tryptophan, Phenylalanin) chemisch abweisend wirken.&#039;&#039; ([[Wikipedia: Chemotaxis]]) Es ist längst bewiesen, dass sich vor allem aus der Beziehung von Sauerstoff und Wasserstoff, die sich in den Schloten der Meeresvulkane mit Methan verbanden und durch die Erdwärme zu Aminosäuren hochkochten, die Grundlagen des Lebens entstanden waren, weil diese Säuren sich in ihrer exakten Molekülstruktur kopieren konnten. Indem die auf diese Weise entstandene Ribonukleinsäure umher treibende Fette anzog und eine Doppelmembran daraus bildete, sind die ersten Lebenszellen, die Schwefelbakterien entstanden. Sie waren von daher eine Energieform von Stoffen, die mit der Entstehung der Erde schon gegeben war. Sie vermehrte sich durch die speziellen Anziehungskräfte eindeutiger Beziehungspaare ihrer Atomstrukturen, die in der Lage waren, sich zu lösen und mit einem neuen Partner gleicher Art als Molekül zu verdoppeln. Die Aminosäurenstruktur ist daher als Grundform des Lebens, das durch bloße Verdopplung gegensinniger Eigenschaften sich schon vermehrte und potenzierte und sich zugleich auch in anderen Stoffbeziehungen, anderen &#039;&#039;Kopien&#039;&#039; seiner Struktur durch die Anwesenheit anderer [[Stoffe]] auch zu anderem entfalten konnte. Die [[Intelligenz]] dieser Entfaltung war zum einen an die Verfügbarkeit von Stoffen gebunden und zugleich ein Streben nach energetischer Komplexität, nach komplexeren Beziehungen ihrer [[Energie]], die sich auch als Lebensenergie fassen lässt, welche sich dadurch vermehrt, dass sie immer vielfältiger wird. Sie beruht auf der Verbrennung vorhandener Stoffe zur Erzeugung einer Vielfalt neuer Stoffe und stofflichen Beziehung, welche schließlich die [[Natur]] des Lebens gebildet hat. Jede Verbrennung hat ein bestimmtes Verhältnis zu ihrer Asche, das mehr oder weniger Energie enthielt. Bestimmte Stoffe bildeten optimale Verbrennungsverhältnisse, worin der Verbrennungsrückstand optimierter Stoff und die Verbrennung selbst optimierte Energie war und in diesem Verhältnis affin füreinander blieben. So war eine quantitative Beziehung, also eine Affinität verschiedener Stoffe auf die Welt gekommen, welche sich als stoffliche [[Energie]] aus einer nach ihrer Masse ausgerichteten Verbrennung bildete, die in ihrer Umwelt eine Schlacke hinterließ, die wiederum neue Beziehungen in anderer Verbrennung einging. Die bislang rein stofflichen Beziehungen wurden hierdurch zu einer Art [[Natur]], in welcher die unterschiedlichsten Beziehungen der Stoffe in dieser Ausrichtung bezogen blieben, und worin sich Verbrennung und Rückstand in den verschiedensten Formen und Gestaltungen erneuerten. Die wichtigsten waren Wasser, Luft und Erde. Die ersten Organismen hatten sich selbst aus organischen Verschmelzungen von Bakterien, aus Symbiosen ihres Zellstoffwechsels so fortgebildet, dass sie in der Lage waren, neue Zellen nach Maßgabe ihrer Funktionsnotwendigkeit zur Energieerhaltung und -Potenzierung durch Einbeziehung entsprechender Stoffe zu bilden und diese nur dadurch erreichen konnten, dass sie sich in diesem Streben verbinden konnten und kommunizierten. Schon die einfachsten Bakterien bestanden in Schwärmen, die sich kontrahieren und abstießen, je nach Bedarf ihrer Selbsterhaltung und Vermehrung. Sie entwickelten einen Sinn für ihre Umwelt, der intelligent genug war, um sie zu manipulieren und somit diesen Bedarf befriedigen konnten. Z.B. belegt dies heute noch das Meeresleuchten, das nichts anderes als eine Zusammenrottung leuchtender Bakterien ist, die sich durch die kollektive Verstärkung ihrer Leuchtkraft als Nahrung für Fische interessant machten, um in deren Körper leben zu können, ihren Wirt zu finden. So entstanden Strukturen, welche durch ihre Funktionalität intelligent waren, weil sie ihren Stoffwechsel ihrer Umgebung anpassen und aus der Schlacke ihrer Beziehung auch neue Stoffe (z.B. Kalk durch Korallen) entwickeln konnten. In den Schlämmen an den Flussufern und Meeresrändern bildete sich durch die Sonneneinstrahlung aus Magnesium und Stickstoff Chlorophyll, das einfache einzellige Pflanzen, als erste die Kieselalgen, hervorbrachte, die durch die Photosynthese in der Lage waren, sich durch die Aufnahme von Kohlendioxyd und die Abgabe von Sauerstoff als Lebensgrundlage eines natürlichen Stoffwechsels zu entwickeln. Die ersten Tiere, Bakterien, die sich als Protozoen (Urtiere) verhielten, fraßen diese. In ihnen entstand aus dem Chlorophyll durch Einbindung von Eisen das Bakteriochlorophyll (anoxygene Phototrophe), das in der Lage war, Kohlendioxyd herzustellen. Es war die Grundform des Hämoglobins, welches sich im Blut der höheren Arten entwickeln sollte. Die Tiere verdauten die Pflanzen durch Verbrennung mit Sauerstoff und schieden das hieraus entstandene Kohlendioxyd und Exkremente mit neuen stofflichen Zusammensetzungen aus, welches sie wiederum zur Lebensgrundlage der Pflanzen werden ließ. Der Naturkreislauf war entwickelt. Die weiteren Spannungen in ihrer Beziehung aufeinander mussten schließlich ihrer materiellen Energieform folgen und haben sich von daher zu neuen organischen Formen und schließlich zur Fortentwicklung weiterer Organe (z.B. Greifer, Bewegungsorgane und Sinneszellen) und Organismen [[aufzuheben]] verstanden. Die Voraussetzungen der Natur und des Lebens waren demnach Zellen, die in ihrer Verschmelzung eine Energie bildeten, die größer war, als die, welche in sie eingegangen ist. Sie bildeten eine stoffliche Masse, die eine eigene [[Wirkung]] dadurch hatte, dass ihre [[Stoff]]lichkeit selbst anziehende und abstoßende [[Kräfte]] beinhaltet und die dadurch in [[Bewegung]] geraten war, dass ihre Teile sich wechselseitig beeindruckten. Sie bildeten eine unendliche Bewegung materieller Zusammenhänge, die in der Lage waren, ihre Energie zu verstofflichen und auch neue Stoffe zu bilden. Die so entstandenen Stoffe befanden sich in einem Zustand beständig wechselnder Energieformen, der sich in atomaren und molekularen Beziehungen ausrichtete. Im Streben nach einem ausgerichteten Zustand war die Verbrennung von Sauerstoff eine der stabilsten stofflichen Beziehungen. Von daher war eine Ausrichtung der Verbrennung zur Optimierung einer Energieform entstanden, die noch rein stofflich und leblos war, die aber allem Leben auf der Erde vorausgesetzt ist. Die ersten natürlichen Beziehungen waren dadurch entstanden, dass diese Stoffe einander so durchdrungen hatten, dass sie in bestimmten Massenverhältnissen verbrannten und eine Schlacke hinterließen, die selbst wieder als Stoff weiterer Verbrennungen verfügbar war. Durch die Initialzündung des Lebens an den Vulkanschloten der Meere und durch die stoffliche Konzentration in den Schlämmen war es möglich geworden. Seine Entfaltung jedoch hat sich geschichtlich durch die Intelligenz der Lebenstätigkeit selbst entwickelt. Die Frage, wie hierin Leben sich entfalten konnte, lässt sich daher nicht logisch beantworten, weil Leben selbst nur [[subjektiv]] sein kann, weil es nicht [[logisch]], wohl aber intelligent entscheidet, auch wenn es nach Vollzug logisch erscheinen mag. Es gibt von daher keinen Schöpfungsakt als solchen, nicht die Entscheidung einer vorausgesetzten [[Intelligenz]], wohl aber eine [[Intelligenz]] der [[Stoffe]], die in ihrer Affinität beständig wurden und aus ihrer Beständigkeit neue Stoffe bildeten, sie sich hieraus erklärten und also eine bestimmte Entstehungsgeschichte in sich forttrugen. Dies macht wohl die erste wirkliche Grundlage der [[Natur]] und damit allen Lebens aus. Es ist die Wirkung bestimmter Austauschverhältnisse von Stoffen, die in ihrer Verbrennung optimale Energienutzung und für weitere Entwicklungen optimale stoffliche Produkte hinterließen. Die Natur ist demnach ein hieraus entstandenes Streben nach optimaler Verbrennung, der Stoffwechsel selbst die ursprünglichste Bedingung ihrer wesentlichsten Tätigkeit, der Fortpflanzung. Die Intelligenz der so gebildeten stofflichen Verbindung kam dadurch zu einem eigenständigen Leben, dass sich darin stoffliche Verbindungen ergaben, die ihre stoffliche Beziehung nicht nur vollziehen, sondern sie schließlich irgendwann auch selbst veranlassen konnten, die also ein Streben entwickelten, sich bestimmten Stoffen im Zweck ihrer Natürlichkeit anzunähern, um optimale Verbrennungsverhältnisse fortzutragen und in stofflicher Gestalt, also in der Affinität bestimmter Massenverhältnisse sich diese zu &#039;&#039;merken&#039;&#039;. Leben begründete sich also auf der &#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039; einer Wechselbeziehung der Stoffe, auf einem Stoffwechsel, der veranlasst werden konnte und so die Natur bildete und entwickelte. Aus dieser Verbrennung war demnach also eine Kraft entstanden, die keinen unmittelbaren stofflichen [[Grund]] hatte, sondern auf einer Vermittlung gründete, die aus vielen vorausgesetzten stofflichen Verbindungen hervorgegangen war und einen [[Stoff]] bildete, der sich aus ihrer bestimmten Vermittlung in ihrer Verbrennung als bestimmter Stoffwechsel ergeben hatte. Es war so etwas wie eine &#039;&#039;intelligente Stofflichkeit&#039;&#039; entstanden. Indem Sauerstoff zum [[Zweck]] dieses [[Stoffwechsel]] verbrannt wurde, war ein stoffliches [[Subjekt]] entstanden, das an dieser Verbrennung, also an einer Verbindung mit Sauerstoff &#039;&#039;interessiert&#039;&#039; war und hierfür eine stoffliche Verbindung erzeugen konnte, in welcher sich die Schlacke auch wieder regenerieren konnte. Dies aber verlangte die Fähigkeit, aus einem bestimmten toten Stoff Energie zu entwickeln und Asche in einem Verhältnis abzusondern, in welcher sie selbst als erneuerter Stoff für Verbrennungen eingehen konnte. Alles Leben gründet auf diesem [[Stoffwechsel]], der sowohl Kraft entfaltet als auch stoffliche Reduktion in einem organischen Zusammenhang, in einem Organismus betreibt. Im Unterschied zum toten Stoff, in welchem sich Masse und Energie lediglich verhalten, war Leben als Subjekt des Stoffwechsels, als ein &#039;&#039;interessierter Stoff&#039;&#039; entstanden, der sich selbst diesem [[Interesse]] adäquat verhalten konnte, weil er selbst ein Verlangen, ein [[notwendiges]] [[Bedürfnis]] nach [[Einverleibung]] eines bestimmten Stoffes entwickelt hatte. Die ersten Lebewesen, die Mitochondrien, worin dies stattfand und auch heute noch stattfindet, hatten somit ein Lebensinteresse, das ihnen einen Sinn für die [[Mittel]] hierfür nötig machte. Sie sind das &#039;&#039;Lebensgeheimnis&#039;&#039; einer jeden lebenden Zelle. Leben entstand also, indem ein [[Stoff]] im anderen [[Sinn]] für sich gefunden hatte. Es begründete sich durch die [[Naturempfindung]], die ein [[Wesen]] ausmacht, das in der Lage ist, andere Stoffe für sich aufzunehmen, sie sich einzuverleiben und in der [[Beziehung]] auf sich zu unterscheiden und die Schlacke, welche diese Beziehung erzeugt, wieder auszuscheiden. Es war wohl diese Selbstunterscheidung, die Beziehung, Bekräftigung und Aussonderung, die Grundform einer [[Erkenntnis]], welche alles Leben begründete. Leben besteht zu allererst aus dieser [[Intelligenz]]. Das erste Lebenszeichen war demnach ein [[Sinn]], durch welchen Stoffe für den [[Stoffwechsel]] als sinnvoll erkannt wurden. Er entwickelte sich zu einem bestimmten Sinn für einen stofflichen Zusammenhang, einem Grund, für welchen Stoffe sich einfügen lassen und zusammenfügen und wonach sich auch Organe zur [[Empfindung]] anderer Stoffe entwickelten. Es waren die ersten [[Subjekte]], welche sich Stoffe zu ihrem [[Objekt]] machten und sich selbst darin verobjektivierten. In der Empfindung von anderem hatten sie zugleich eine Beziehung zu sich, bildeten sich, wie es durch ihre Natur geboten war, also in der Beziehung zu ihrer Umwelt. Ihre Selbsterhaltung war dadurch zugleich Selbsterzeugung, die zur Selbstentfaltung wurde, indem sich diese Naturwesen zu sich selbst verhalten, sich fortpflanzen und entfalten konnten. Leben ist daher [[Subjektivität]], also Selbsterzeugung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung, Reichhaltigkeit an natürlicher Bezogenheit, an [[Naturempfindungen]], aus denen alle weiteren [[Empfindungen]] sich ergeben, die eigenes Wachstum, also Bewegung durch sich und um seiner selbst Willen begründen. Leben setzt nicht das [[Tote]] voraus, denn der Tod ist durch das Leben erst bestimmt als die Individualität seiner Aufhebung, aus der heraus das Leben sich erst wirklich allgemein setzen kann, in der Beschränktheit seiner Individualität, im Sterben der Individuen sich überhaupt fortträgt, fortpflanzt und entfacht. Leben trägt praktisch in sich, was es theoretisch voraussetzt. Es ist entstanden, indem sich in der vorhandenen Materie [[Sinn]] gebildet hatte, Sinn für sich und anderes. Der Sinn ist das lebende Produkt der Naturgeschichte der [[Materie]] als geschichtliche [[Natur]] des Lebens; die Sinnbildung selbst ist Leben als Prozess, Naturgeschichte der Sinnlichkeit. Diese Geschichte ist immer materiell, weil Sinn selbst nur als Verhältnis der Materie besteht, als Verhalten von toter und lebender Materie, als lebender [[Stoff]] im [[Stoffwechsel]] des Lebens. Das Lebende bezieht sich hierbei erkennend auf das [[Tote]], bildet sich in der Kenntnis hiervon, nimmt es auf und stößt es ab und weiß dies in sich (siehe [[Gewissheit]]). Von daher ist diese Erkenntnis grundlegende [[Notwendigkeit]] für jeden Lebensprozess. Leben geht zugrunde, wenn es der bloßen [[Notwendigkeit]] unterworfen bleibt, weil es unmittelbare [[Freiheit]] ist: &#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen.&#039;&#039; [[(K. Marx, MEW 1, 60)]] Dass das Lebende das Tote empfindet, zeigt sich an den urtümlichsten und einfachsten Verhältnissen des Stoffwechsels und der Assimilation. Die Fähigkeit, Stoffe für sich adäquat aufzunehmen und zu verdauen und die Schlacke abzusondern, macht den ersten Sinn in der Natur für die Natur aus. Indem Maße, wie lebende Zellen die Asche der Sauerstoffverbrennung nicht ausscheiden können, altern sie und nähern sich ihrem Tod. Ohne Empfindung für das, was dem Leben schadet, ist es nicht möglich. Auch die Nervenzellen verfahren ähnlich, wenn sie sich ein Bild von ihrer Umwelt machen und sogar in der Lage sind, diese zur eigenen Gestalt zu bringen, z.B. in den Tarnfarben, die Tiere aus ihrer Umgebung beziehen und erzeugen können. Schon Hegels System der Sensibilität hat diesen Gedanken aufgenommen, als er das Nerven-, das Blut- und das Verdauungssystem als Totalität der natürlichen Gestalt auffasste, und diese schon als pflanzlichen Sinn begriffen hatte (Hegel, Enzyklopädie §354). Der Sinn ist selbst eine [[Erkenntnis]], indem er sich zur toten Materie wesentlich verhält als Sinn für sie, wie er auch die erste Erkenntnis für sich dadurch ist, in diesem Verhalten die Fähigkeit zu haben, Totes von Lebendem zu scheiden und auszuscheiden, sich darin zu bilden und tätig zu sein und als wirkliches, also [[Wirkung]] habendes Leben herauszubilden. So wie das Leben als Sinn der materiellen Natur entstanden ist, so ist der Sinn das Leben mit ihr. Die ganze Sinnbildung kann nichts anderes sein, als eine Naturgeschichte, die sich für sich begeistert hat. Der Geist selbst ist unmittelbar sinnlich, auch wenn er Verhältnisse eingeht, in denen er sich von seiner sinnlichen Natur entfernt, um auf sie wieder zurückzukommen. &#039;&#039;Die Entstehungsgeschichte des Menschen ist die Bildungsgeschichte seiner Sinne&#039;&#039; (Marx). Und diese ist nicht als solche nicht [[bestimmt]], also ohne Ende. Die [[Aufklärung]] versteht jede Bildung als [[Mittel]] zu einem höheren Zweck. In diesem Sinn hatte auch Darwin seine Selektionstheorie entwickelt. Er sah den Zweck schon in der Natur als Prinzip der Selektion, welche die fortschrittlichen Fähigkeiten durch Fortpflanzung vermehrt und ausbreitet. So beflügelte er das moderne Prinzip eines höheren Nutzen der Selektion und wurde in diesem Sinn auch gerne von Reaktionären überinterpretiert. Aber in seinem Denkansatz waren sie auch leicht zu bestätigen, steckt darin doch ein schlichter Utilitarismus der Auslese in einer naturwissenschaftlichen Verkleidung, die eigentlich Naturmythologie ist. Es ist dem [[Darwinismus]] entgegenzuhalten, dass er eine Lebensgeschichte des Untergangs vorstellt. Für ihn ist die Sinnbildung des Lebens zufällig, die Vernichtung von &#039;&#039;Lebensunfähigkeit&#039;&#039; vernünftig. Im Grunde vollstreckt er theoretisch die Vernunft einer Vergänglichkeit von Lebensvielfalt - ein Widersinn in sich. Warum sollte Leben sich entfalten und dann auf das Machbare reduzieren? Es mag verschwenderisch für den erscheinen, der damit haushalten will, aber seiner Sinne ist es damit enthoben. Warum diese sich ändern und warum Leben selbst Sinn bildet, ist dem Darwinismus als [[Verstand]] der [[Aufklärung]] fremd und zugleich Grundlage von einer der schlimmsten Gesellschaftstheorien der Geschichte (siehe auch [[Rassismus]]). Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist genauso leblos wie die Frage nach dem [[Sinn]] des Atmens, dem Sinn der [[Erkenntnis]], dem Sinn der [[Liebe]] usw. Indem ich atme, erkenne, liebe usw. lebe ich. Das Leben kann keinen anderen Sinn haben als den Sinn, den die Menschen für ihr Leben haben und äußern. Indem sie dies befragen, vollziehen sie den Selbstwiderspruch, der sie an sich [[zweifeln]] lassen müsste, um Selbstkritik zu werden: Atme, erkenne, liebe ich nicht oder vielleicht nicht ganz richtig? Muss ich also mein eigenes Leben verneinen, es als falsches begreifen, um richtig leben zu können (siehe [[Adorno]]: &#039;&#039;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&#039;&#039;)? Was aber kann dann richtiges Leben, richtiges Atmen, richtiges Erkennen, richtiges Lieben usw. sein, das ich nicht kenne, dessen ich nicht fähig bin, das mich fragen lässt und zugleich meine Frage verneint indem sie mich verneint? Es stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens als Suche nach dem richtigen Leben. Diese Frage ist ein Widersinn. Sie kann gar nicht nur Frage sein; sie ist zugleich Antwort: Erscheint das geäußerte Leben sinnlos, so haben die Menschen ihre Sinne nicht [[wirklich]] außer sich, haben nicht ihre Natur verwirklicht und keine [[Wirklichkeit]] ihrer [[Natur]]. Sie sind also selbst von Sinnen, wenn sie ihre Welt nicht als ihre Natur erleben. Ihr Leben ist wirkungslos, also [[unwirklich]] - ein [[Unding]] in sich. Doch Leben kann nicht sinnlos sein, es selbst ist der Sinn, der Unsinn von sich scheidet, ausscheidet und sich über die Ausscheidung bildet. In der Ausscheidung existiert die Asche vergangenen Lebens, der reine Stoff, der kein Leben mehr hat, kein Wesen und daher verwest und wirklich zu [[Unsinn]] geworden ist, nicht mehr waltet und keine Welt mehr hat, tote Natur geworden ist. Über das Leben nachdenken kann also nur heißen, über die Welt und ihre Natur nachzudenken. Leben kann eben auch unsinnig erscheinen, wo es sich in [[widersprüchlicher]] [[Form]] gestaltet (siehe [[Formbestimmung]]). Es ist hierdurch aber kein falsches Leben, weil es keine falsche Natur geben kann, weil eben richtiges zugleich auch falsch werden kann, sich gegen sich selbst verhalten kann, sich selbst fremd wird, wo es sich gegen sich selbst [[verselbständigt]] (siehe [[Entfremdung]]) und hierdurch unwahr wird (siehe [[Wahrheit]]). Leben lässt sich in vielerlei Hinsicht beschreiben, je nach Einsicht in seine Bewegung und Bewegtheit, ohne dass dies widersprüchlich wäre. Einmal ist es vielleicht der Funke, der aus dem [[Wesen]] sprüht, das Sein, das sich die Finsternis gebar (frei nach Goethes Faust S.47), ein andermal ist es der [[Sinn]] der [[Natur]], die sich selbst hervorbringende, reproduzierende und aus sich schöpfende [[Kraft]], die alles erfüllt, das sich als Ursprung seiner [[Wirklichkeit]] [[erkennt]]. Leben erhält sich selbst, pflanzt sich fort, dehnt sich aus, überwindet sich selbst als reine Stofflichkeit und treibt fortwährend zu einer sinnvollen Beziehung der [[Stoffe]], welche sich in einem lebenden [[Subjekt]] vermitteln als sein [[Stoffwechsel]] und seine Sinnbildung als ein und dasselbe. Diese ist daher seine [[notwendige]] und subjektive [[Beziehung]] auf andere Subjekte: [[Gesellschaftlich]] wirkliches Sein der menschlichen Natur im natürlichen Verhältnis der Menschen. Leben ist die Natur der Geschichte und die [[Geschichte]] der Natur in einem, die als gesellschaftliche Naturgestalt Resultat ihrer Sinnbildung, [[subjektiv]] wie [[objektiv]] gesellschaftlich ist. Leben ist der [[Sinn]], welchen der Stoff in seinem beständigen Wechsel bildet und den er hat, wenn er im Wechsel sich verändert und als anderes ist. Sinn ist die Revolutionierung, die sich selbst erneuernde Wiederkehr des Stoffes, indem er die Menschen zur Natur und die Natur zum Menschen, den Stoff selbst zum Menschensein treibt. Darin besteht die natürliche Identität jeder Gesellschaft, welche die Mittel ihres Geistes als sinnbildenden Stoffwechsel hat, als ihren wirklichen [[Reichtum,]] als Lebensbereicherung durch gesellschaftliche Sinnbildung. Leben bildet sich daher nicht und entwickelt sich nicht in seiner Beschränkung und Ausrottung (vergl. [[Darwinismus]]), als ob es sich erst aus der Überwindung seines Überflusses ergäbe; es bildet sich immer wieder als neues Leben, wenn die Verbindung, die es eingeht, auch Neues erzeugt, dieses als sein eigenes Erzeugnis und als seine Erneuerung dadurch bildet, dass es ein altes Wesen bewährt und freisetzt, sich darauf gründet, um es in seiner Verwirklichung der Verwesung zu überlassen. Leben entsteht und bestärkt sich nicht als Überlebendes im Kampf der Sinne (es müsste reiner Unsinn sein!), es entsteht aus seiner eigenen [[Fortbestimmung]] in und durch anderes Leben (Fortpflanzung). Es entsteht in der Besinnung seines Werdens, Sinnfindung im Wechsel der Stoffe, worin es erst wirklich (weil praktisch) zum stofflichen Leben kommt. Leben ist nicht teleologisch; es ist prinzipiell unlogisch, fraglos, grundlos, folgenlos. Es ist prinzipienlos begründet; - aber es selbst erklärt sich aus seinem Gewordensein als ein durch sich selbst wie durch andere begeisterter Stoffwechsel. Das Leben hat Sinn, weil es sinnlich ist und weil sinnlich sein heißt, sinnbildend zu sein. Im Sinn hat der Stoff seinen Geist, wie er selbst anderer Stoff nur ist, durch seine Begeisterung, durch sein gesellschaftliches Sein, durch seine Beziehung auf andere. Der Stoff hat seinen Sinn im Leben erkoren, gesucht und gefunden, assimiliert und dissimiliert. Das Leben hat sich selbst als Sinn im Wechsel der Stoffe gebildet, sich Nahrung gegeben, Bewegung verschafft und fortgepflanzt. Es hat in seiner Ausdehnung seinen Sinn bestätigt und bestärkt, indem es sich darin verfeinert und beschränkt. Leben ist der sich selbst fortwährend bildende Sinn. Die Sinnbildung ist die innerste Lebenstätigkeit, die in der pflanzlichen wie tierischen Natur bis hin zum Menschen [[tätig]] und [[leidend]] ist, Wachstum und Siechtum begründet und sich durch immer neue Gestaltungen bestätigt. &#039;&#039;Die Entwicklung der fünf Sinne des [[Menschen]] ist das Resultat der bisherigen Weltgeschichte&#039;&#039; (Marx, MEW 40). Leben entwickelt sich auch in seinem [[Tod.]] Er ist notwendige Erneuerung, Entfaltung und Subjektwerdung des hieraus Geborenen. Von daher ist der Tod nur das verschwindende Moment des Lebens, die &#039;&#039;Kränkung des Individuums&#039;&#039; (Marx), welches ihm verfällt und verwest, sein individuelles [[Wesen]] verliert um sein allgemeines Wesen in der Naturgeschichte der Menschen zu gewinnen. Der Tod beweist nur die Endlichkeit seines [[Daseins]], die Verletzlichkeit des Lebens. Leben ist ohne Tod undenkbar; es gestaltet sich darin, ihn als seine wesentliche Verletzung zu leiden. Jeder [[Schmerz]], welcher im Leben auftritt, zeugt von seinem [[Leiden]] und erzeugt als Lebenstätigkeit, als [[Leidenschaft]], in gleicher Weise sein Wachstum, seine Rückführung auf sich als Erneuerung seines [[Seins]]. Leben ist wirkliches, das heißt tätiges Leiden, den &#039;&#039;Leiden heißt sinnlich sein&#039;&#039; (Marx). Dies ist ganz im Gegensatz zur Larmoyanz der [[Lebensbergung]], dem Räsonieren der Beschädigung, welche Schmerzen auslösen. Diese wendet Leiden in die Reflexion des Beschädigtseins, eigentlich in die reflektierte Schmerzhaftigkeit, in den abgehobenen Schmerz, in die Grundlosigkeit von Verletzung. Die Beschreibung des beschädigten Lebens (siehe &#039;&#039;Minima Moralia&#039;&#039; von [[Adorno]]) erweckt somit auch eher die Hoffnung auf [[Erlösung]], als dass sie Leben ergründet und Schmerz wendet. Leben wird in der subjektiven Philosophie [[(Schopenhauer,]] [[Nietzsche]]) als Ausdruck des [[Willens]] angesehen. Wesentlich würde es sich daraus ergeben, dass mit Willen begabte Wesen Leben gestalten würden - eben weil sie es wollten. Dies zeige sich aus der ganzen [[Geschichte]] der [[Natur]] und der [[Menschheit.]] Bei solcher Lebensbetrachtung aber zeigen sich nur Resultate. Die konkreten Willensverhältnisse bestanden immer aus Kämpfen und Kriegen, die zum Niedergang eines &#039;&#039;Willens&#039;&#039; zugunsten der Macht eines anderen führten. Bleibt die triste altmütterliche Borniertheit: Leben heißt Kämpfen? Willensverhältnisse sind eher paralytisch, als dass sie Leben zeigen. Wille unmittelbar gibt es nicht ohne die Mittel seiner Realisation - und somit kann Wille selbst nicht wesentlich sein: Er besteht nur durch seine [[Mittel]] und ist zweckhafte [[Relation]] einer gegebenen [[Vermittlung]]. Für sich ist der Wille nichts ohne seine Voraussetzung und somit leblos. Nur durch seine Mittel wird ein Wille mächtig - nicht unbedingt gegen anderen Willen, sondern schon gegen jede Macht, die Mittel zur Willensentfaltung bietet. Wille will die Ohnmacht des anderen, kann sich nur mit [[Macht]] durchsetzen (siehe [[Logik der Kultur]], Teil 3). Es ist solche [[subjektive]] [[Ideologie]] daher immer [[reaktionär]], eine Legitimationsideologie von Willkür, die der Machterhaltung dient. In der objektiven Philosophie (z.B. [[Kant]], [[Hegel]], [[Freud]]) wird eher das [[Bedürfnis]] als Lebensgrundlage angesehen, also das Verlangen des Menschen nach Objekten, die er sich für seine Bedürfnisse zurichten muss und denen er erliegt, wenn er ihrer nicht Herr wird. Es ist wesentlich der Standpunkt der [[Aufklärung]], der sich zwischen Selbstentfaltung und [[Selbstbeschränkung]] zerreibt und der [[Geschichte]] die [[Idee]] der Erfüllung und [[Erlösung]] beigibt. Es ist eine mehr oder weniger deutlich formulierte [[Ideologie]] des Fortschrittsglaubens. In den pragmatischen Theorien kommt Leben fast nur noch als Theorie der Lebenserfahrung und des [[Lernens]] zur Verwendung für Lebenshilfen vor. Jeder Lebensbegriff setzt das Begreifen und das Begriffene dem Leben voraus und widerlegt sich somit selbst, wie er auch jede theoretische [[Philosophie]] als [[Theologie]], als Spekulation auf einen Lebensspender, auf einen vorausgesetzten, unerfüllten Lebenssinn beweist. Leben kann keinen [[Begriff]] haben. Es ist [[Sein]] von [[Geist]] und [[Sinn]] in seiner Unmittelbarkeit, Rückhaltlosigkeit und [[Liebe]] als Tätigkeit des Lebens[[mut]]s. Es besteht aus der beständigen Entfaltung und Rückkehr des Lebenskerns durch die Bewegung und Ausbreitung seines Sinns (im weitesten Sinne des Wortes). Leben besteht aus dem Übergang von Stoff und Geist in der Assimilation und Reproduktion als pulsierendes Wesen, das seiner selbst genug ist, und seinen Sinn in seiner Ausbreitung dadurch bestärkt, dass er nichts nötig hat, außer seiner Entfaltung, Bereicherung seines Verhältnisses zu sich selbst. Es selbst ist unlogisch und un[[dialektisch]] (dies im Gegensatz zu Engels &#039;&#039;Dialektik der [[Natur]]&#039;&#039;, siehe auch [[Logik]]) und nur durch seine [[Endlichkeit]] unendlich. Die Verwirklichung von Leben ist die Entwirklichung von [[Tod]], der darin zu einem verschwindenden Moment des Lebens wird. Leben besteht nur in dieser [[Wirklichkeit]] und kann daher weder richtig noch falsch, weder [[Wahrheit]] noch [[Täuschung]] sein. Sie ist menschliche [[Geschichte]], auch wenn sie in [[Zuständen]] des Todes und der [[Barbarei]] in ihrem [[Entschluss]] verharrt, solange deren [[Logik]] nicht [[begriffen]] ist und [[Lebenswerte]] das Leben ersetzen. Dass diese selbst schon tödliche Denkformen eines gegen sich selbst abstrakten Denkens sind, ist eine grundlegende [[Erkenntnis]] des [[Historischen Materialismus]], der sich aus der Erklärung der Welt, aus der Aufklärung gelöst hat (siehe [[Philosophie]]) und den [[Menschen]] in seiner [[Praxis]] als sich selbst äußerndes, aber auch entäußertes [[Wesen]] begreift (siehe [[Arbeit]]). Er setzt sich wesentlich praktisch gegen die [[Entfremdung]] des menschlichen Wesens in der Versteinerung seiner Lebensprozesse, in denen sich in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] die [[fremden Kräften]] der [[Verwertung]] des Lebens (siehe auch [[Ökonomie]], [[Entfremdung]]) als gesellschaftliche Macht im [[Kapital]] etabliert haben (siehe auch t[[ote Arbeit]]). Die [[Lebenszeit]] ist nicht unabhängig von der Lebenswelt und nicht einfach natürlich, weder in der Empfindung für sich, noch in der An[[zahl]] der Jahre. Überhaupt ist [[Zeit]] nur in Beziehung auf [[Geschichte]] und deren Umstände zu begreifen und hat mit dem Leben selbst nur hierdurch zu tun. Das entäußerte Leben ist das [[Erleben]], das vom Leben herausgesetzte Lebensereignis, dessen Sinn alleine im Moment wahr ist, ohne Grund und Folge, ohne Geschichte und Erkenntnis, ganz für sich noch als Moment der [[Wahrnehmung]]. Im Erlebnis fließen [[Ereignisse]] zusammen, die aus ihrer Geschichte herausgenommen sind, noch ganz in der Erlebensweise das Leben nur reflektieren, das sie vorgeben können, weil es vorgegeben ist: Affirmation der Lebensform (siehe [[Lebensraum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst orgamittelbar behzeiugnisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FsterEs ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“ (Hannah Arendt in einer Kolumne von 1942.)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Still ist der [[Tod]], die ewige Endlichkeit, [[Leben]] ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen. [[(K. Marx, MEW 1, 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leben]] entsteht in der Selbstunterscheidung eines [[Wesens]] im Chaos der [[stofflichen]] Vielfalt im [[Verhalten]] zu seiner Verwesung, zu seinem [[Tod]], in der Unterscheidung eines inneren [[Seins]] vom äußeren, das sich im [[Verhältnis]] seiner [[Identität]] zu ihrer Veränderung verwirklicht. Darin entsteht eine [[Beziehung]] von [[Inhalt]] und [[Form]] des [[Seins]], die sich im [[Verhalten]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] äußert, sich selbst immer wieder in seiner [[Vergegenständlichung]] [[aufhebt]] und erneuert, sich durch den Wechsel seines [[Daseins]], durch seine Formverwandlungen in den [[Verhältnissen]] seiner [[Bewegungen]] fortbildet und seine [[natürliche Intelligenz]] im [[Reichtum]] seiner [[Sinne]] findet und [[empfindet]] und sich im [[Verhältnis]] zu sich durch Anderes [[verwirklicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst organisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist [[Emanzipation]] von der [[Versachlichung]], der [[Sinn]] von freier [[Bewegung]]. Die Begeisterung für die [[Sache]] der Menschen ist das schiere Gegenteil zur Materialisierung des Geistes. Beweist diese doch nur die Armut seiner [[Einverleibungen]], zeugt jene vom [[Reichtum]] des menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Mag das Leben sterben: der Tod darf nicht leben. Hat der Geist nicht mehr Recht als der Körper? Allerdings hat man dies oft dahin interpretiert, daß den Geistern von freier Motion die körperliche Motion sogar schädlich und daher zu entziehen sei. [[(MEW 1, Seite 59)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat Marx gegen Hegel gesagt, um ihm die Unendlichkeit des Werdens und Vergehens zu nehmen, die Ewigkeit seiner Begriffe aus den göttlichen [[Prinzipien]] eines Weltgeistes zu nehmen und ihm das Leben als Lebensmacht des wirklichen Menschen, als seine [[Naturmächtigkeit]] entgegen zu stellen, als [[Grund]] seiner Lebenstätigkeit sowie auch als [[Grund]] seiner [[Selbstentfremdung]] zu unterlegen. Leben ist nicht [[logisch]]. Es hat keinen [[Begriff]], aber man muss begreifen, was seiner [[Natur]] widerfährt (siehe auch [[Kritik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess des Lebens wird gerne als [[Dialektik]] der [[Natur]] [[interpretiert]] (siehe [[dialektischer Materialismus]]). Es kann sich zwar äußern, doch es kann nicht [[wirklich]] außer sich sein und also auch nicht [[veräußert]] und nicht [[entäußert]] werden. Weil Leben durch sich selbst ist, hat es weder einen [[subjektiven]], noch einen [[objektien]] [[Begriff]]. Es kann deshalb nur durch seine [[Geschichte]] [[begriffen]] werden (siehe [[historischer Materialismus]]). Entstanden war es ursprünglich aus den [[Elementen]] des kosmischen [[Materials]], dem Sternenstaub der sterbenden Sonnen, nachdem sich in einer [[Umwelt]] von Wasser und Licht aus dessen [[Stoffen]] und [[Energieen]], Aminosäuren, Mineralien und Proteine gebildet hatten. Wahrscheinlich haben sich lediglich die Zusammensetzungen der Ribonukleinsäuren auf den unterschiedlichen Planeten verschieden differenziert. Durch das Zusammenwirken der irdischen [[Elemente]] haben sich unter den [[Bedingungen]] des irdischen [[Materials]] [[Stoffwechselprozesse]] gebildet, die ihre [[Geschichte]] begründet und ihre natürlichen [[stofflichen]] Verbindungen geformt und [[strukturiert]] und im Plasmamantel ihrer Reaktionen entwickelt haben. Daraus sind Erbanlagen von Pflanzen und Tiere und schließlich auch Menschen entstanden, die durch Vermehrung aus einem Lebensminimum ein Lebensmaximum erstreben und durch ihre [[natürlichen Intelligenz]] [[gebildet]] und fortentwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben [[vermittelt]] sich daher schon durch die Geburt der Individuen aus dem [[Dasein]] der [[Natur]] (natus = Geburt), die [[Intelligenz]] der [[Energie]], die es aus der [[Materie]] gewinnt. Leben ist Vielfalt und [[Bewegung]], [[Reichtum]] der [[Sinne]] und Verschwendung ihres Treibens, Schöpfung und Entfaltung, [[Spiel]] und [[Arbeit,]] [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] - [[Bildung]] und [[Entwicklung]] der [[Natur]]. &#039;&#039;Leben ist Bewegung&#039;&#039;, sprach auch Leonardo da Vinci. So ist alles Natürliche vor allem Lebensgeschichte, [[Geschichte]] der [[natürlichen Intelligenz]]. die zwar auch den [[Tod]] als ein inneres Moment hat, niemals aber ein Moment des [[Todes]] ist. Leben kann sich selbst hinterlassen auch wenn es stirbt, weil es durch seine und in seiner [[Geschichte]] sich immer wieder vom [[Tod]] erholt, sich dadurch erhält, dass Leben zwar individuell stirbt, im [[Allgemeinen]] als Gattungswesen aber gerade hierdurch überlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Tod scheint als ein harter Sieg der Gattung über das bestimmte Individuum und ihrer Einheit zu widersprechen; aber das bestimmte Individuum ist nur ein bestimmtes Gattungswesen, als solches sterblich. [[(MEW 40, Seite 539)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist die Entfaltung seiner bestimmten [[Natur]]. Und das [[Wesen]] der [[Natur]] ist ihre [[Intelligenz]], die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] anzueignen und zu [[entwickeln]]. Diese entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden, zu [[empfinden]], und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen. Von daher ist Intelligenz materiell schon in der chemischen Affinität von unterschiedlichen [[Stoffen]] angelegt, die sich zu einem [[Stoffwechsel]] entwickelt hatten und hierfür ihre Nahrung von ihrer Ausscheidung unterscheiden mussten. Schon mit dem [[Stoffwechsel]] war Ausdehnung und also auch Wachstum als wesentlicher Zweck der [[Natur]] entstanden. Das war die Grundlage für jedes [[Wachstum]] der [[Natur]] und hat zur natürlichen Zelle und deren Organisation und Vermehrung geführt und ganze Orgnismen geschaffen. Die haben auch die Organisation und innere [[Beziehungen]] ihrer Organe in einem eigenen Zweck des [[Individuums]] zu seinem Erhalt geschaffen, um mlt ihrer Vermehrung sich auch qualitativ im Zusammenhang mit der ganzen [[Natur]] zu [[bereichern]], indem sie ihr Leben [[intellligent]] gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenz des Lebens besteht durch seine fortwährende q[[Emanzipation]] gegen das Absterben der lebendigen [[Beziehungen]] und Lebenszusammenhänge, um sich auch in ihrer Verwesung zu erneuern. Obwohl tote [[Materie]] die allgemeinste [[Lebensbedingung]] ist, ist sie doch selbst kein Lebensgrund, kein [[Grund]] zu leben. Der [[Tod]] geht zwar dem einzelnen Leben voraus, weil es nicht ohne ihn sein kann, nur durch die Vielfalt der Verhältnisse der Arten und [[Generationen]]lebendig ist. Es kommt aber durch ihn vor allem auf sich zurück. Der Tod steht also nicht gegen das Laben und das Leben ist nicht der &#039;&#039;Vorlauf des Todes&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]). Er ist die Einfältigkeit des Lebens, die sich im Niedergang der Vereinzelung erschöpft. Mag der Mensch hiergegen auch seinen [[Gott]] erfunden haben, den Herrscher des Untergangs suchen, wenn und weil er nichts anderes für sich finden kann. Aber auch wenn er die Not der [[Verzweiflung]] zum Zorn der Gattung, zu seiner Lebensbehauptung auflöst (siehe hierzu auch [[Religion]]), so lebt er doch immer nur durch sich selbst und aus sich selbst in [[eigener]] [[Wirklichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Leben gründet auf seiner [[natürlichen Intelligenz]], die sich mit seinem [[Stoffwechsel]] [[entwickelt]] hat und wodurch es sich als [[Wesen]] der [[Natur]] in [[Bewegung]] gesetzt hat und darin seine [[Energie]] erfährt. Leben ist [[Freiheit]], die sich aus ihrer [[Notwendigkeit]] als [[Einheit]] von [[Materie]] und [[Geist]] hervortut, sich im [[Allgemeinen]] [[wesentlich]] über [[Tod]] und [[Verwesung]] hinaus bestimmt, wiewohl der Tod des einzelnen Wesens als Tribut an seine Gattung nötig ist, sich wie von selbst aus der stofflichen Endlichkeit der [[Natur]], aus der natürlichen Beschränktheit der Chromosomen-Replikation ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem das [[Material]] seiner [[Natur]] ihm zwar vorausgesetzt war, aber durch das Beziehen und Abstoßen, durch ihre stofflichen Kräfte in und mit ihrer [[Intelligenz]] erst zum Leben erweckt, als Leben gebildet wurde, ist Leben stofflich wie geistig allen Lebewesen inne, also selbst als lebendes [[Subjekt]] [[tätig]]. Nicht aus einer &#039;&#039;Logik der Natur&#039;&#039;, sondern als Resultat seiner Naturgeschichte (siehe [[Historischer Materialismus]]), die vielerlei [[Zufälle]] enthält, stellt es sich als eine [[Naturmacht]] des Menschen heraus, die sich schließlich in einem menschlichen [[Gemeinwesen]] verwirklicht, das durch seine geschichtliche [[Form]] objektiv bestimmt ist und sich aus seiner [[gesellschaftlichen]] [[Wesensnot]] zwischen [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] fortbildet, seine [[Geschichte]] erst hierdurch in der [[Dialektik]] der [[Klassenkämpfe]] betrieben hat und immer noch im [[Konkurrenz]]kampf um die [[Produktivität]] der [[Arbeit]] betreibt. Der Kapitalist allerdings vermag sich dem auch durch seinen [[Grund]] und [[Besitz]] immer wieder mal zu entziehen - auch wenn er sein [[Geld]] oder dessen [[Wert]] verloren hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Aprês moi le dâluge! »Nach mir die Sintflut!« ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird. Der Klage über physische und geistige Verkümmrung, vorzeitigen Tod, Tortur der Überarbeit, antwortet es: Sollte diese Qual uns quälen, da sie unsre Lust (den Profit) vermehrt? Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend. [[(K. Marx, Kapital I, MEW 23, 285f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht wahr, dass am Anfang alles nur tot, &#039;&#039;wüst und leer&#039;&#039; ([[Genesis 1. Mose]]) gewesen sei. Es war eine ungeheuere Energie, die immer noch allem inne ist. Und es ist ein [[Unding]], Sache der [[Religion]], den [[Tod]] als ein [[Nichts]] zu [[denken]] - so, als wäre der [[Tod]] das Erste als Wüste, das Leben als Grün ihm zu Folge - durch eine [[Macht]] geschaffen, die ihn überwindet, ihm also schon jenseits des Lebens in einer über ihn erhabenen Ewigkeit vorausgesetzt wäre. Doch tote Materie gibt es nicht, auch wenn alles materiell, [[Energie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] ist. Nichts ist tot, bevor Leben ist und Leben stirbt nicht, ohne sich zu hinterlassen, weil sein [[Dasein]] natürlich materiell, an und für sich [[Natur]] ist. Der [[Tod]] ist dessen bloßes Moment als Moment seiner Entblößung (siehe auch [[Krankheit]]), [[Aufhebung]] seiner Geburt, das Überleben der [[Gattung]] über das Leben des Individuums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Frage nach dem [[Sinn]] des [[Seins]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) kann nur in [[Lebensverhältnissen]] auftreten, in denen sich dessen [[Substanzen]] nicht verwirklichen können, nur gebrochen durch &#039;&#039;die Mächte der Finsternis&#039;&#039; (altes Testament) [[erscheinen]] (siehe auch [[Scheinwelt]]), durch ihre [[Wesensnot]] ihre [[Wirklichkeit]] aufgespalten haben, die [[zertrennt]] in [[isolierten]] Welten [[wirkt]] (siehe auch [[Dialektik]]). Und das hat eine lange [[Geschichte]] hinter sich, die sich nicht durch den [[Tod]] und auch nicht durch ein ewiges Leben (siehe [[Religion]]) und schon gar nicht durch die &#039;&#039;ewigen Lehren&#039;&#039; materialistischer [[Ontologie]] und ihrem [[Geschichtsobjektivismus]] (siehe auch [[Dialektischer Materialismus]]), durch lebende [[Abstraktionen]] aufklären lässt (siehe auch [[Aufklärung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod ist als solcher undenkbar, lediglich ein Synonym für Endlichkeit, die mit dem Leben gegeben ist, weil es in seiner Geschichte sich selbst auch überwinden muss. Das Individuum mag daher sterben, aber den [[Tod]] kann es ohne Leben nicht geben. Ohnedies kann er nicht [[sein]], weil dessen Geburt, das heißt Natur, selbst materiell ist. Materie ist der [[Stoff]] des Lebens, wie sie durch eine allgemeine [[Schlussfolgerung]] als seine [[Substanz]] erkennbar ist. Dieser Stoff ist aber eben nur ein Moment des Stoffwechsels, weder Voraussetzung noch Resultat des Lebens. Nicht durch einen [[Geist]] oder eine [[Idee]] begründet konnte Leben entstehen, sondern aus der [[Materie]], die aus der Zusammensetzung ihrer Elemente im Zusammenwirken ihrer [[Stoffe]] ganz [[zufällig]] einen [[Sinn]] für sich entwickelt hatte, der sich mit dem [[Stoffwechsel]] zu einer Lebenswelt seiner [[Natur]], zu einer [[natürlichen Intelligenz]] des [[Stoffwechsels]] fortentwickelt hat, die von sich selbst zeugt, indem sie sich auch selbst erzeugen und fortbilden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Erdschöpfung hat einen gewaltigen Stoß erhalten durch die Geognosie, d.h. durch die Wissenschaft, welche die Erdbildung, das Werden der Erde, als einen Prozeß, als Selbsterzeugung darstellte. Die generatio aequivoca ist die einzige praktische Widerlegung der Schöpfungstheorie.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Nun ist es zwar leicht, dem einzelnen Individuum zu sagen, was Aristoteles schon sagt: Du bist gezeugt von deinem Vater und deiner Mutter, also hat in dir die Begattung zweier Menschen, also ein Gattungsakt der Menschen den Menschen produziert. Du siehst also, daß der Mensch auch physisch sein Dasein dem Menschen verdankt. Du mußt also nicht nur die eine Seite im Auge behalten, den unendlichen Progreß, wonach du weiter fragst: Wer hat meinen Vater, wer seinen Großvater etc. gezeugt? Du mußt auch die Kreisbewegung, welche in jenem Progreß sinnlich anschaubar ist, festhalten, wonach der Mensch in der Zeugung sich selbst wiederholt, also der Mensch immer Subjekt bleibt. Allein du wirst antworten: Diese Kreisbewegung dir zugestanden, so gestehe du mir den Progreß zu, der mich immer weitertreibt, bis ich frage, wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten: Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? Frage dich, ob jener Progreß als solcher für ein vernünftiges Denken existiert? Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du also vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend denkst, so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst? Quelle: Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) [[(Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 545 bis 547)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist Geburt und [[Tod]], [[Bewegung]], Ruhe und Unruhe durch sich selbst, Vereinigung, Entzweiung, Vermehrung, [[Stoffwechsel]] und [[Gewissheit]] von sich, [[Erkenntnis]] - [[Sinn]] und [[Geist]] im beständigen Werden, in seiner [[Geschichte]], [[Geschlecht]] im Entstehen und Vergehen, der geschichtliche Akt der fortwährenden Selbsterzeugung, der [[Entwicklung]] und Entfaltung in der konkreten [[Sinnlichkeit]] der [[Natur]] (siehe auch [[Sinnbildung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung seiner [[Stoffe]] war durch das rein [[zufällige]] Verschmelzen und Aufeinanderprallen von unbestimmt zusammentreffenden Planeten und Kometen entstanden, aus dem die entsprechenden Mineralien und Gase eine [[Entwicklung]] von [[Leben]] auf der Erde ermöglicht hatten und durch die eine hohe Energie in ihren Urgesteinen gebunden war und die zur Substanz ihres Stoffwechsels geworden war. Hieraus lässt sich aber nicht begründen, dass dieses Verhältnis von Stoff und Energie sich zielgerichtet - quasi [[logisch,]] bzw. teleologisch - zum Leben entwickelt hätte. Solche [[Entwicklung]] könnte nur aus einem bestimmten Zusammentreffen von bestimmten Teilen ergehen, die schon selbst ein [[substanzielles]] Bestreben zueinander und füreinander haben müssten. Doch weil Materie immer schon aus qualitativ unterschiedlichen Elementen besteht, kann sie kein logisches Bestreben durch sich selbst entwickeln. Ihre Entwicklung und Geschichte lässt sich also nur aus dem Zusammentreffen qualitativ unterschiedlicher Elemente erklären, besonders aus Wasser, Mineralien und Gasen, die in den heute noch existenten Verbindungen nur durch den Zufall interplanetarischer Kollisionen in der Erdentstehung zusammenkommen konnten. Diese stoffliche Grundlage enthielt zwar schon alle Möglichkeiten einer Naturentwicklung, aber bei aller vorhandenen [[Energie]] noch keine [[Notwendigkeit]], dahin zu kommen, aus diesem stofflichen Material lebendig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der bloßen [[Materie]] ist [[Energie]] in ständiger [[Bewegung]] und gerät in intensivere oder extensivere [[Zustände]], die sich in einem mäßigeren [[Erregung]]szustand stabilisieren oder sich auch übermäßig verdichten konnten. Säuren und Gase konnten sich unter dem Einfluss von vulkanischer Dichte und irdischer Magnetwellen im Wasser in allen möglichen Energieformen und Aggregatzuständen verbinden und zu Eiweißmolekülen verschmelzen und Zellplasma werden, in denen die ursprünglichen Säuren sich zu DNS und RNS (bzw. DNA und RNA) verbinden konnten, aus der die Doppelhelix der Lebensverbindungen entstand, die Grundlage der Vermehrung und des Zellwachstums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre chemoelektrische Spannungen begannen diese Molekülverbindungen in bestimmter [[Beziehung]] zu pulsieren und andere Stoffe zu binden oder auszusondern und dadurch einen eigenen Energiehaushalt zu entwickeln. Es war die Gunst dieser [[Beziehungen]], die sie zu ihrer Erhaltung und Verfestigung zu einem [[Stoffwechsel]] brachten, der günstigere materielle und energetische Formen wie auch ungünstigere Fülle entstehen ließ und ihre Stoffaufnahme und Ausscheidung zu einem eigenständigen [[Leben]], zur Lebensgeschichte der Natur als Naturgeschichte des Lebens entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber erst mit einem zufällig entstandenen Zusammenkommen von Eisen und Magnesium in den Urschlämmen einer nur im [[Raum]] bestimmten [[Masse]], also in einer überzufällig bestimmten [[Dichte]] der [[Stoffe]] konnte sich Chlorophyll und Hämoglobin bilden, was die Bedingung für den [[Stoffwechsel]] des [[Leben]]s zwischen Pflanzen und Tier ist. Es sind dies die Moleküle für die Träger des Lebens, für die Zellfortbildung ihrer Organismen, die sich überhaupt nur in diesen darin gebunden Metallen unterscheiden und deren Fähigkeiten es ermöglichten, Sauerstoff und Kohlendioxyd zwischen Tier und Pflanze so auszutauschen, so dass hierbei eigene Lebens[[energie]] frei werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Karl Marx noch nicht genau wissen konnte, das erschloss er aus dem sinnlichen Leben selbst, aus der Naturgeschichte der [[Sinne]], wie sie heute leben. Nicht der bloße [[Stoff]], sondern das stoffliche Leben ist der Kern des von ihm formulierten Materialismus, aus welchem sich auch die [[geistigen]] [[Entwicklungen]] begreifen lassen, - nicht als Zufall, wohl aber als [[Sinn]] für sich. [[Sinnbildung]] entsteht nicht durch eine [[Logik]] der Materie, sondern aus der Materie des Lebens in seinem Werden und Vergehen, seiner eigenen [[Bewegung]], seiner Naturgeschichte. Hierin hat der [[Historische Materialismus]] seine Grundlagen. Sie kennt noch keine [[Negation]], keine [[Dialektik]], und unterscheidet sich hierin auch von den Begründungen des so genannten [[Dialektischen Materialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Aufklärung]] ist für [[wissenschaftliche]] [[Erkenntnis]] zwar weitgehend zweifelsfrei, dass Leben durch [[Materie]] sich entwickelt hat, dass es selbst materiell ist. Es ließ sich aber aus der reinen Materie der Natur nicht [[aufklären]], wie es dahin gekommen ist, dass sich [[Natur]] nicht nur bildet und reproduziert und sich selbst fortbildet, sondern sich in ihr zugleich ein Geschick der [[Natur]] erkennen lässt, dass sie sich selbst zu einer [[Intelligenz]] entwickelt hat, die ihr nicht zu- oder angetragen worden sein kann. Weder die [[Entwicklung]] der Natur, noch ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] als [[Kultur]] lässt sich verstehen, will man in ihr nicht selbst eine[[natürliche Intelligenz]] anerkennen, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt (siehe auch [[Evolution]]). Man könnte hier schon anmerken, dass dies die Grundform einer [[Intelligenz]] ist, die sich aus ihrem Mangel herauszusetzen, sich zu [[emanzipieren]] verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennt man dies an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] gelten lassen. Für die einen mag sie zwar noch aus einem übernatürlichen [[Subjekt]], aus einem unpersönlichen [[Gott]] als [[Wesen]] der [[Natur]] zu erklären sein, tatsächlich aber bleibt sie materiell und entfaltet ihren [[Sinn]] immer nur in der [[Beziehung]] auf andere [[Materie]], verhält sich in einem unentwegten Wechsel zu einem [[Sein]] durch anderes, durch fortwährende [[Ergänzung]] und Änderung. Leben wäre demnach aus der [[Intelligenz]] seiner [[Sinnbildung]] heraus zu begreifen, aus einer Art Partnersuche der Elemente, die in der Bestimmung ihres [[Stoffwechsels]] sich bereichern und differenzieren (vergleiche den Stoffwechsel von Sauerstoff und Kohlendioxyd durch den gegensinnigen Bedarf von Magnesium und Eisen zwischen Chlorophyll und Hämoglobin, der die Grundlage des Verhältnisses von Flora und Fauna ausmacht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle, die aus der Variabilität ihrer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden hat, sich aber zugleich auch auftrennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist die Grundlage der Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil [[Materie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] das Maß der [[Geschichte]] ist, kann es von [[Natur]] aus keinen Stillstand geben. Leben ist [[Bewegung]], die [[Sinn]] hat und [[Sinn]] macht. Es findet also statt in [[Raum]] und [[Zeit]], nicht nur als das Verhalten der [[Natur]] sondern als ein natürliches [[Verhältnis]], ein [[Lebensverhältnis]] der [[Sinnbildung]] im [[Stoffwechsel]] seiner unentwegten Veränderung, als Dasein einer permanenten Selbstveränderung, die durch sich selbst zugleich als Anderes und durch Anderes bestimmt ist. Leben ist die [[Selbstentfaltung]] der [[Natur]], Tätigkeit ihres [[Stoffwechsels]], [[Naturempfindung]] und Selbsterneuerung, die nichts sein lässt, was es war und alles hervorbringt, wofür sich [[Sinn]] findet: [[natürliche Intelligenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dieser Prozess ist es die zum [[Subjekt]] gewordene [[Materie]], [[Geschichte]] einer [[Energie]], die sich in ihrer Materialisierung von ihrem Rückstand unterscheidet, Schlacke ausscheidet und sich dadurch materiell bereichert, dass sie sich zu diesem verhält, sich von ihm entfernt, um sich mit ihm zu vereinigen, sich entwickelt, indem es ihn zugleich als [[Stoff]] für sich objektiviert. Im Stoffwechsel vollzieht sich ihre Vervielfältigung und Differenzierung, die durch ihr eigenes Wirken selbst zu einer [[Wirklichkeit]] der [[Intelligenz]] ihrer [[Natur]] geworden ist (siehe [[historischer Materialismus]]). Intelligenz ist nicht funktional und also nicht reproduktiv, sondern immer schon produktiv (siehe [[Evolution]]). Von daher ist Leben selbst zugleich die Lebenserzeugung einer Gattung und ihrer Lebensverhältnisse, - und als menschliches Leben also auch nicht im einzelnen, sondern [[gesellschaftlich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Produktion des Lebens, sowohl des eigenen in der Arbeit wie des fremden in der Zeugung, erscheint nun sogleich als ein doppeltes Verhältnis – einerseits als natürliches, andererseits als gesellschaftliches Verhältnis –, gesellschaftlich in dem Sinne, als hierunter das Zusammenwirken mehrerer Individuen, gleichviel unter welchen Bedingungen, auf welche Weise und zu welchem Zweck, verstanden wird. Hieraus geht hervor, daß eine bestimmte Produktionsweise oder industrielle Stufe stets mit einer bestimmten Weise des Zusammenwirkens oder gesellschaftlichen Stufe vereinigt ist, und diese Weise des Zusammenwirkens ist selbst eine Produktivkraft, daß die Menge den Menschen zugänglichen Produktivkräfte den gesellschaftlichen Zustand bedingt und also die Geschichte der Menschheit stets im Zusammenhange mit der Geschichte der Industrie und des Austausches studiert und bearbeitet werden muß. [[(MEW 3, S. 29f)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Materie überhaupt subjektiv werden, wie Natur entstehen konnte, ist die Frage, deren Beantwortung die Grundlage eines jeden Selbstverständnisses des Lebens ausmacht. Es ist die Frage nach dem [[Sinn]], in dem es sich vollzieht, die Unterscheidung zwischen Reproduktion und Produktion des Lebens, das Ur-Teil seiner [[Geschichte]], seiner Selbstwahrnehmung als Erkenntnis seiner selbst in Anderem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die Frage nach der [[Intelligenz]] des Lebens selbst. Es bereichert sich, indem es sich durch Aneignung auf anderes bezieht, ohne sich im Anderssein und Anderswerden zu widersprechen. Indem es in seiner Änderung sich selbst vermehrt, entspricht es vor allem sich selbst. Nichts widerfährt ihm, weil alles sich in ihm selbst erfährt (dies gegen den [[Darwinismus]]). In seiner Formverwandlung erfüllt sich sein Sinn, der zugleich Sinn für sich bildet, indem er Sinn durch anderes findet und [[empfindet]]. Leben kennt keine [[Negation]], auch wenn es stirbt. In seinem Untergang wird es zum Stoff für anderes Leben, das darin aufgeht. Der [[Tod]] ist ein Moment des Lebens (dies gegen [[Heideggers]] &#039;&#039;Sein zum Tode&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Leben auf der [[Materie]] gründet, ist heute zweifelsfrei. Wie es aber dahin gekommen ist, nicht nur seine Natur zu reproduzieren sondern sich zugleich aus der Natur zu einem Geschick der [[Natur]], zu einer [[Intelligenz]] zu entwickeln, lässt sich nicht aus der Natur entwickeln, erkennt man nicht in ihr selbst eine[[natürliche Intelligenz]] an, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt hat. Erkennt man dies aber an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] überhaupt gelten. Für die einen ist sie allerdings nur aus einem übernatürlichen Subjekt, aus [[Gott]] zu erklären, für den [[Historischen Materialismus]] ist sie selbst schon als [[Geschichte]] einer natürlichen Gesellschaftsbildung zu verstehen, welche als Natur des Menschen in der Natur seiner gesellschaftlichen Intelligenz aufgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle zur DNA, die aus der Variabilität einer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden bleibt, sich aber zugleich auch von ihre trennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist dadurch die Grundlage der seine Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Mit der [[Entwicklung]] des Lebens war jedenfalls die Anlage zu einer bestimmten [[Entwicklung]] entstanden: Die [[Geschichte]] der Natur, in der zugleich die Menschheitsgeschichte als Menschwerdung der [[Natur]] angelegt war. Sie begründete das menschliche Vermögen, durch seine gesellschaftliche [[Verhältnisse]] selbst zu einer [[Naturmacht]] zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange die Menschen noch in der Macht der Natur gebannt blieben, beantworteten vor allem die Naturreligionen die Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Fragen nach einer Begründung des lebendigen [[Seins]]. Mit der Entwicklung komplexer sozialer Verhältnisse traten zunächst andere [[Religionen]] dafür ein, dass sie durch ein überkosmisches Subjekt, durch einen [[Gott]], geschaffen und &#039;&#039;geschenkt&#039;&#039; worden sei. Mit der Entwicklung der Naturwissenschaften ging diese Beantwortung mehr in der weitergehenden Frage auf, welche nach der [[Intelligenz]] des Lebens in ihm selbst, in seinem stofflichen [[Dasein]] sucht: Die Frage, welchen [[Sinn]] es selbst verfolgt, woraus sich auch ergeben würde, wie es entstanden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben muss nicht aus einem höheren Sinn, aus einer vorausgesetzten Intelligenz gebildet sein, wenn man die Grundlagen seiner Intelligenz in der Materie selbst und deren [[Vererbung]] begreifen kann. Dass Leben nur [[zufällig]] entstanden sei, wird heute auch mathematisch verworfen. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass sich lebendige Organismen überhaupt ohne einen Grund hätten bilden können, also nicht durch beliebige Ereignisse entstehen konnten. Schon die ersten Lebewesen, Bakterien, welche selbst noch keinen Zellkern und also auch keinen Organismus hatten, bildeten sich nicht als stoffliche Konstrukte, die zufällig aufeinandertrafen, sondern aus jenen energetischen [[Beziehungen]], welche die [[Stoffe]] auf der Erde aus sich heraus schon dadurch hatten, dass ihre [[Synergie]] Eigenheiten einer Vorform des Lebens hervorbrachte, die zunächst nur als Plasma existierten, die eine bestimmt Diffusion von Stoffen bewirkten, wodurch dieses zu einer Art Haut wurde, die eine Sphäre von der anderen sowohl trennte, die sie auch in hierdurch bestimmten stofflichen Beziehungen vermittelte. Indem sich diese Haut schließlich zusammenzog und eingerundet zusammenschloss, entstand eine Zelle, die durch ihren Stoffwechsel bestimmt war und dadurch lebendig wurde, dass sie ihre Ausscheidungen von dem unterscheiden konnte, wodurch sie im Innern wachsen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Ursprung einer [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), die sich im Verhalten eines Plasmakörpers zu seiner &#039;&#039;Außenwelt&#039;&#039; entwickelte. So entstanden Einzeller, die sich schließlich auch zu komplexen Organismen entwickeln konnten. In der Phylogenese ergab sich aus chemotaktischen Signalwirkungen ein zielgerichtetes Verhalten der Reproduktion, und damit des fundamentalste Verhältnis des Lebens zu sich selbst und über sein [[Sosein]] hinaus sich bestärkend. Chemotaxis ist daher eine der grundlegendsten physiologischen Zellreaktionen, die schon als Grundform einer [[natürlichen Intelligenz]] des Lebens zu verstehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In den frühen Entwicklungsphasen der Phylogenese war das Entstehen von Rezeptorsystemen für die Erkennung von schädlichen und günstigen Substanzen für einzellige Organismen von bedeutendem Vorteil. Umfangreiche Analysen chemotaktischer Abläufe des eukaryontischen Protozoons Tetrahymena pyriformis und der Konsensussequenz auftretender Aminosäuren in der Ursuppe deuten auf eine gute Korrelation zwischen chemotaktischen Eigenschaften dieser relativ einfachen organischen Moleküle und der Entwicklung der Erde hin. Daher nahm man an, dass frühzeitig aufgetretene Moleküle (z. B. Glycin, Glutamin, Prolin) chemisch sehr anziehend wirken und später aufgetretene (z. B. Tyrosin, Tryptophan, Phenylalanin) chemisch abweisend wirken. ([[Wikipedia: Chemotaxis]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist längst bewiesen, dass sich vor allem aus der Beziehung von Sauerstoff und Wasserstoff, die sich in den Schloten der Meeresvulkane mit Methan verbanden und durch die Erdwärme zu Aminosäuren hochkochten, die Grundlagen des Lebens entstanden waren, weil diese Säuren sich in ihrer exakten Molekülstruktur kopieren konnten. Indem die auf diese Weise entstandene Ribonukleinsäure umher treibende Fette anzog und eine Doppelmembran daraus bildete, sind die ersten Lebenszellen, die Schwefelbakterien entstanden. Sie waren von daher eine Energieform von Stoffen, die mit der Entstehung der Erde schon gegeben war. Sie vermehrte sich durch die speziellen Anziehungskräfte eindeutiger Beziehungspaare ihrer Atomstrukturen, die in der Lage waren, sich zu lösen und mit einem neuen Partner gleicher Art als Molekül zu verdoppeln. Die Aminosäurenstruktur ist daher als Grundform des Lebens, das durch bloße Verdopplung gegensinniger Eigenschaften sich schon vermehrte und potenzierte und sich zugleich auch in anderen Stoffbeziehungen, anderen &#039;&#039;Kopien&#039;&#039; seiner Struktur durch die Anwesenheit anderer [[Stoffe]] auch zu anderem entfalten konnte. Die [[Intelligenz]] dieser Entfaltung war zum einen an die Verfügbarkeit von Stoffen gebunden und zugleich ein Streben nach energetischer Komplexität, nach komplexeren Beziehungen ihrer [[Energie]], die sich auch als Lebensenergie fassen lässt, welche sich dadurch vermehrt, dass sie immer vielfältiger wird. Sie beruht auf der Verbrennung vorhandener Stoffe zur Erzeugung einer Vielfalt neuer Stoffe und stofflichen Beziehung, welche schließlich die [[Natur]] des Lebens gebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Verbrennung hat ein bestimmtes Verhältnis zu ihrer Asche, das mehr oder weniger Energie enthielt. Bestimmte Stoffe bildeten optimale Verbrennungsverhältnisse, worin der Verbrennungsrückstand optimierter Stoff und die Verbrennung selbst optimierte Energie war und in diesem Verhältnis affin füreinander blieben. So war eine quantitative Beziehung, also eine Affinität verschiedener Stoffe auf die Welt gekommen, welche sich als stoffliche [[Energie]] aus einer nach ihrer Masse ausgerichteten Verbrennung bildete, die in ihrer Umwelt eine Schlacke hinterließ, die wiederum neue Beziehungen in anderer Verbrennung einging. Die bislang rein stofflichen Beziehungen wurden hierdurch zu einer Art [[Natur]], in welcher die unterschiedlichsten Beziehungen der Stoffe in dieser Ausrichtung bezogen blieben, und worin sich Verbrennung und Rückstand in den verschiedensten Formen und Gestaltungen erneuerten. Die wichtigsten waren Wasser, Luft und Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Organismen hatten sich selbst aus organischen Verschmelzungen von Bakterien, aus Symbiosen ihres Zellstoffwechsels so fortgebildet, dass sie in der Lage waren, neue Zellen nach Maßgabe ihrer Funktionsnotwendigkeit zur Energieerhaltung und -Potenzierung durch Einbeziehung entsprechender Stoffe zu bilden und diese nur dadurch erreichen konnten, dass sie sich in diesem Streben verbinden konnten und kommunizierten. Schon die einfachsten Bakterien bestanden in Schwärmen, die sich kontrahieren und abstießen, je nach Bedarf ihrer Selbsterhaltung und Vermehrung. Sie entwickelten einen Sinn für ihre Umwelt, der intelligent genug war, um sie zu manipulieren und somit diesen Bedarf befriedigen konnten. Z.B. belegt dies heute noch das Meeresleuchten, das nichts anderes als eine Zusammenrottung leuchtender Bakterien ist, die sich durch die kollektive Verstärkung ihrer Leuchtkraft als Nahrung für Fische interessant machten, um in deren Körper leben zu können, ihren Wirt zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entstanden Strukturen, welche durch ihre Funktionalität intelligent waren, weil sie ihren Stoffwechsel ihrer Umgebung anpassen und aus der Schlacke ihrer Beziehung auch neue Stoffe (z.B. Kalk durch Korallen) entwickeln konnten. In den Schlämmen an den Flussufern und Meeresrändern bildete sich durch die Sonneneinstrahlung aus Magnesium und Stickstoff Chlorophyll, das einfache einzellige Pflanzen, als erste die Kieselalgen, hervorbrachte, die durch die Photosynthese in der Lage waren, sich durch die Aufnahme von Kohlendioxyd und die Abgabe von Sauerstoff als Lebensgrundlage eines natürlichen Stoffwechsels zu entwickeln. Die ersten Tiere, Bakterien, die sich als Protozoen (Urtiere) verhielten, fraßen diese. In ihnen entstand aus dem Chlorophyll durch Einbindung von Eisen das Bakteriochlorophyll (anoxygene Phototrophe), das in der Lage war, Kohlendioxyd herzustellen. Es war die Grundform des Hämoglobins, welches sich im Blut der höheren Arten entwickeln sollte. Die Tiere verdauten die Pflanzen durch Verbrennung mit Sauerstoff und schieden das hieraus entstandene Kohlendioxyd und Exkremente mit neuen stofflichen Zusammensetzungen aus, welches sie wiederum zur Lebensgrundlage der Pflanzen werden ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Naturkreislauf war entwickelt. Die weiteren Spannungen in ihrer Beziehung aufeinander mussten schließlich ihrer materiellen Energieform folgen und haben sich von daher zu neuen organischen Formen und schließlich zur Fortentwicklung weiterer Organe (z.B. Greifer, Bewegungsorgane und Sinneszellen) und Organismen [[aufzuheben]] verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen der Natur und des Lebens waren demnach Zellen, die in ihrer Verschmelzung eine Energie bildeten, die größer war, als die, welche in sie eingegangen ist. Sie bildeten eine stoffliche Masse, die eine eigene [[Wirkung]] dadurch hatte, dass ihre [[Stoff]]lichkeit selbst anziehende und abstoßende [[Kräfte]] beinhaltet und die dadurch in [[Bewegung]] geraten war, dass ihre Teile sich wechselseitig beeindruckten. Sie bildeten eine unendliche Bewegung materieller Zusammenhänge, die in der Lage waren, ihre Energie zu verstofflichen und auch neue Stoffe zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die so entstandenen Stoffe befanden sich in einem Zustand beständig wechselnder Energieformen, der sich in atomaren und molekularen Beziehungen ausrichtete. Im Streben nach einem ausgerichteten Zustand war die Verbrennung von Sauerstoff eine der stabilsten stofflichen Beziehungen. Von daher war eine Ausrichtung der Verbrennung zur Optimierung einer Energieform entstanden, die noch rein stofflich und leblos war, die aber allem Leben auf der Erde vorausgesetzt ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten natürlichen Beziehungen waren dadurch entstanden, dass diese Stoffe einander so durchdrungen hatten, dass sie in bestimmten Massenverhältnissen verbrannten und eine Schlacke hinterließen, die selbst wieder als Stoff weiterer Verbrennungen verfügbar war. Durch die Initialzündung des Lebens an den Vulkanschloten der Meere und durch die stoffliche Konzentration in den Schlämmen war es möglich geworden. Seine Entfaltung jedoch hat sich geschichtlich durch die Intelligenz der Lebenstätigkeit selbst entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, wie hierin Leben sich entfalten konnte, lässt sich daher nicht logisch beantworten, weil Leben selbst nur [[subjektiv]] sein kann, weil es nicht [[logisch]], wohl aber intelligent entscheidet, auch wenn es nach Vollzug logisch erscheinen mag. Es gibt von daher keinen Schöpfungsakt als solchen, nicht die Entscheidung einer vorausgesetzten [[Intelligenz]], wohl aber eine [[Intelligenz]] der [[Stoffe]], die in ihrer Affinität beständig wurden und aus ihrer Beständigkeit neue Stoffe bildeten, sie sich hieraus erklärten und also eine bestimmte Entstehungsgeschichte in sich forttrugen. Dies macht wohl die erste wirkliche Grundlage der [[Natur]] und damit allen Lebens aus. Es ist die Wirkung bestimmter Austauschverhältnisse von Stoffen, die in ihrer Verbrennung optimale Energienutzung und für weitere Entwicklungen optimale stoffliche Produkte hinterließen. Die Natur ist demnach ein hieraus entstandenes Streben nach optimaler Verbrennung, der Stoffwechsel selbst die ursprünglichste Bedingung ihrer wesentlichsten Tätigkeit, der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenz der so gebildeten stofflichen Verbindung kam dadurch zu einem eigenständigen Leben, dass sich darin stoffliche Verbindungen ergaben, die ihre stoffliche Beziehung nicht nur vollziehen, sondern sie schließlich irgendwann auch selbst veranlassen konnten, die also ein Streben entwickelten, sich bestimmten Stoffen im Zweck ihrer Natürlichkeit anzunähern, um optimale Verbrennungsverhältnisse fortzutragen und in stofflicher Gestalt, also in der Affinität bestimmter Massenverhältnisse sich diese zu &#039;&#039;merken&#039;&#039;. Leben begründete sich also auf der &#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039; einer Wechselbeziehung der Stoffe, auf einem Stoffwechsel, der veranlasst werden konnte und so die Natur bildete und entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Verbrennung war demnach also eine Kraft entstanden, die keinen unmittelbaren stofflichen [[Grund]] hatte, sondern auf einer Vermittlung gründete, die aus vielen vorausgesetzten stofflichen Verbindungen hervorgegangen war und einen [[Stoff]] bildete, der sich aus ihrer bestimmten Vermittlung in ihrer Verbrennung als bestimmter Stoffwechsel ergeben hatte. Es war so etwas wie eine &#039;&#039;intelligente Stofflichkeit&#039;&#039; entstanden. Indem Sauerstoff zum [[Zweck]] dieses [[Stoffwechsel]] verbrannt wurde, war ein stoffliches [[Subjekt]] entstanden, das an dieser Verbrennung, also an einer Verbindung mit Sauerstoff &#039;&#039;interessiert&#039;&#039; war und hierfür eine stoffliche Verbindung erzeugen konnte, in welcher sich die Schlacke auch wieder regenerieren konnte. Dies aber verlangte die Fähigkeit, aus einem bestimmten toten Stoff Energie zu entwickeln und Asche in einem Verhältnis abzusondern, in welcher sie selbst als erneuerter Stoff für Verbrennungen eingehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Leben gründet auf diesem [[Stoffwechsel]], der sowohl Kraft entfaltet als auch stoffliche Reduktion in einem organischen Zusammenhang, in einem Organismus betreibt. Im Unterschied zum toten Stoff, in welchem sich Masse und Energie lediglich verhalten, war Leben als Subjekt des Stoffwechsels, als ein &#039;&#039;interessierter Stoff&#039;&#039; entstanden, der sich selbst diesem [[Interesse]] adäquat verhalten konnte, weil er selbst ein Verlangen, ein [[notwendiges]] [[Bedürfnis]] nach [[Einverleibung]] eines bestimmten Stoffes entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Lebewesen, die Mitochondrien, worin dies stattfand und auch heute noch stattfindet, hatten somit ein Lebensinteresse, das ihnen einen Sinn für die [[Mittel]] hierfür nötig machte. Sie sind das &#039;&#039;Lebensgeheimnis&#039;&#039; einer jeden lebenden Zelle. Leben entstand also, indem ein [[Stoff]] im anderen [[Sinn]] für sich gefunden hatte. Es begründete sich durch die [[Naturempfindung]], die ein [[Wesen]] ausmacht, das in der Lage ist, andere Stoffe für sich aufzunehmen, sie sich einzuverleiben und in der [[Beziehung]] auf sich zu unterscheiden und die Schlacke, welche diese Beziehung erzeugt, wieder auszuscheiden. Es war wohl diese Selbstunterscheidung, die Beziehung, Bekräftigung und Aussonderung, die Grundform einer [[Erkenntnis]], welche alles Leben begründete. Leben besteht zu allererst aus dieser [[Intelligenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lebenszeichen war demnach ein [[Sinn]], durch welchen Stoffe für den [[Stoffwechsel]] als sinnvoll erkannt wurden. Er entwickelte sich zu einem bestimmten Sinn für einen stofflichen Zusammenhang, einem Grund, für welchen Stoffe sich einfügen lassen und zusammenfügen und wonach sich auch Organe zur [[Empfindung]] anderer Stoffe entwickelten. Es waren die ersten [[Subjekte]], welche sich Stoffe zu ihrem [[Objekt]] machten und sich selbst darin verobjektivierten. In der Empfindung von anderem hatten sie zugleich eine Beziehung zu sich, bildeten sich, wie es durch ihre Natur geboten war, also in der Beziehung zu ihrer Umwelt. Ihre Selbsterhaltung war dadurch zugleich Selbsterzeugung, die zur Selbstentfaltung wurde, indem sich diese Naturwesen zu sich selbst verhalten, sich fortpflanzen und entfalten konnten. Leben ist daher [[Subjektivität]], also Selbsterzeugung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung, Reichhaltigkeit an natürlicher Bezogenheit, an [[Naturempfindungen]], aus denen alle weiteren [[Empfindungen]] sich ergeben, die eigenes Wachstum, also Bewegung durch sich und um seiner selbst Willen begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben setzt nicht das [[Tote]] voraus, denn der Tod ist durch das Leben erst bestimmt als die Individualität seiner Aufhebung, aus der heraus das Leben sich erst wirklich allgemein setzen kann, in der Beschränktheit seiner Individualität, im Sterben der Individuen sich überhaupt fortträgt, fortpflanzt und entfacht. Leben trägt praktisch in sich, was es theoretisch voraussetzt. Es ist entstanden, indem sich in der vorhandenen Materie [[Sinn]] gebildet hatte, Sinn für sich und anderes. Der Sinn ist das lebende Produkt der Naturgeschichte der [[Materie]] als geschichtliche [[Natur]] des Lebens; die Sinnbildung selbst ist Leben als Prozess, Naturgeschichte der Sinnlichkeit. Diese Geschichte ist immer materiell, weil Sinn selbst nur als Verhältnis der Materie besteht, als Verhalten von toter und lebender Materie, als lebender [[Stoff]] im [[Stoffwechsel]] des Lebens. Das Lebende bezieht sich hierbei erkennend auf das [[Tote]], bildet sich in der Kenntnis hiervon, nimmt es auf und stößt es ab und weiß dies in sich (siehe [[Gewissheit]]). Von daher ist diese Erkenntnis grundlegende [[Notwendigkeit]] für jeden Lebensprozess. Leben geht zugrunde, wenn es der bloßen [[Notwendigkeit]] unterworfen bleibt, weil es unmittelbare [[Freiheit]] ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen. [[(K. Marx, MEW 1, 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Lebende das Tote empfindet, zeigt sich an den urtümlichsten und einfachsten Verhältnissen des Stoffwechsels und der Assimilation. Die Fähigkeit, Stoffe für sich adäquat aufzunehmen und zu verdauen und die Schlacke abzusondern, macht den ersten Sinn in der Natur für die Natur aus. Indem Maße, wie lebende Zellen die Asche der Sauerstoffverbrennung nicht ausscheiden können, altern sie und nähern sich ihrem Tod. Ohne Empfindung für das, was dem Leben schadet, ist es nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Nervenzellen verfahren ähnlich, wenn sie sich ein Bild von ihrer Umwelt machen und sogar in der Lage sind, diese zur eigenen Gestalt zu bringen, z.B. in den Tarnfarben, die Tiere aus ihrer Umgebung beziehen und erzeugen können. Schon Hegels System der Sensibilität hat diesen Gedanken aufgenommen, als er das Nerven-, das Blut- und das Verdauungssystem als Totalität der natürlichen Gestalt auffasste, und diese schon als pflanzlichen Sinn begriffen hatte (Hegel, Enzyklopädie §354).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn ist selbst eine [[Erkenntnis]], indem er sich zur toten Materie wesentlich verhält als Sinn für sie, wie er auch die erste Erkenntnis für sich dadurch ist, in diesem Verhalten die Fähigkeit zu haben, Totes von Lebendem zu scheiden und auszuscheiden, sich darin zu bilden und tätig zu sein und als wirkliches, also [[Wirkung]] habendes Leben herauszubilden. So wie das Leben als Sinn der materiellen Natur entstanden ist, so ist der Sinn das Leben mit ihr. Die ganze Sinnbildung kann nichts anderes sein, als eine Naturgeschichte, die sich für sich begeistert hat. Der Geist selbst ist unmittelbar sinnlich, auch wenn er Verhältnisse eingeht, in denen er sich von seiner sinnlichen Natur entfernt, um auf sie wieder zurückzukommen. &#039;&#039;Die Entstehungsgeschichte des Menschen ist die Bildungsgeschichte seiner Sinne&#039;&#039; (Marx). Und diese ist nicht als solche nicht [[bestimmt]], also ohne Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Aufklärung]] versteht jede Bildung als [[Mittel]] zu einem höheren Zweck. In diesem Sinn hatte auch Darwin seine Selektionstheorie entwickelt. Er sah den Zweck schon in der Natur als Prinzip der Selektion, welche die fortschrittlichen Fähigkeiten durch Fortpflanzung vermehrt und ausbreitet. So beflügelte er das moderne Prinzip eines höheren Nutzen der Selektion und wurde in diesem Sinn auch gerne von Reaktionären überinterpretiert. Aber in seinem Denkansatz waren sie auch leicht zu bestätigen, steckt darin doch ein schlichter Utilitarismus der Auslese in einer naturwissenschaftlichen Verkleidung, die eigentlich Naturmythologie ist. Es ist dem [[Darwinismus]] entgegenzuhalten, dass er eine Lebensgeschichte des Untergangs vorstellt. Für ihn ist die Sinnbildung des Lebens zufällig, die Vernichtung von &#039;&#039;Lebensunfähigkeit&#039;&#039; vernünftig. Im Grunde vollstreckt er theoretisch die Vernunft einer Vergänglichkeit von Lebensvielfalt - ein Widersinn in sich. Warum sollte Leben sich entfalten und dann auf das Machbare reduzieren? Es mag verschwenderisch für den erscheinen, der damit haushalten will, aber seiner Sinne ist es damit enthoben. Warum diese sich ändern und warum Leben selbst Sinn bildet, ist dem Darwinismus als [[Verstand]] der [[Aufklärung]] fremd und zugleich Grundlage von einer der schlimmsten Gesellschaftstheorien der Geschichte (siehe auch [[Rassismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist genauso leblos wie die Frage nach dem [[Sinn]] des Atmens, dem Sinn der [[Erkenntnis]], dem Sinn der [[Liebe]] usw. Indem ich atme, erkenne, liebe usw. lebe ich. Das Leben kann keinen anderen Sinn haben als den Sinn, den die Menschen für ihr Leben haben und äußern. Indem sie dies befragen, vollziehen sie den Selbstwiderspruch, der sie an sich [[zweifeln]] lassen müsste, um Selbstkritik zu werden: Atme, erkenne, liebe ich nicht oder vielleicht nicht ganz richtig? Muss ich also mein eigenes Leben verneinen, es als falsches begreifen, um richtig leben zu können (siehe [[Adorno]]: &#039;&#039;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&#039;&#039;)? Was aber kann dann richtiges Leben, richtiges Atmen, richtiges Erkennen, richtiges Lieben usw. sein, das ich nicht kenne, dessen ich nicht fähig bin, das mich fragen lässt und zugleich meine Frage verneint indem sie mich verneint? Es stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens als Suche nach dem richtigen Leben. Diese Frage ist ein Widersinn. Sie kann gar nicht nur Frage sein; sie ist zugleich Antwort: Erscheint das geäußerte Leben sinnlos, so haben die Menschen ihre Sinne nicht [[wirklich]] außer sich, haben nicht ihre Natur verwirklicht und keine [[Wirklichkeit]] ihrer [[Natur]]. Sie sind also selbst von Sinnen, wenn sie ihre Welt nicht als ihre Natur erleben. Ihr Leben ist wirkungslos, also [[unwirklich]] - ein [[Unding]] in sich. Doch Leben kann nicht sinnlos sein, es selbst ist der Sinn, der Unsinn von sich scheidet, ausscheidet und sich über die Ausscheidung bildet. In der Ausscheidung existiert die Asche vergangenen Lebens, der reine Stoff, der kein Leben mehr hat, kein Wesen und daher verwest und wirklich zu [[Unsinn]] geworden ist, nicht mehr waltet und keine Welt mehr hat, tote Natur geworden ist. Über das Leben nachdenken kann also nur heißen, über die Welt und ihre Natur nachzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben kann eben auch unsinnig erscheinen, wo es sich in [[widersprüchlicher]] [[Form]] gestaltet (siehe [[Formbestimmung]]). Es ist hierdurch aber kein falsches Leben, weil es keine falsche Natur geben kann, weil eben richtiges zugleich auch falsch werden kann, sich gegen sich selbst verhalten kann, sich selbst fremd wird, wo es sich gegen sich selbst [[verselbständigt]] (siehe [[Entfremdung]]) und hierdurch unwahr wird (siehe [[Wahrheit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben lässt sich in vielerlei Hinsicht beschreiben, je nach Einsicht in seine Bewegung und Bewegtheit, ohne dass dies widersprüchlich wäre. Einmal ist es vielleicht der Funke, der aus dem [[Wesen]] sprüht, das Sein, das sich die Finsternis gebar (frei nach Goethes Faust S.47), ein andermal ist es der [[Sinn]] der [[Natur]], die sich selbst hervorbringende, reproduzierende und aus sich schöpfende [[Kraft]], die alles erfüllt, das sich als Ursprung seiner [[Wirklichkeit]] [[erkennt]]. Leben erhält sich selbst, pflanzt sich fort, dehnt sich aus, überwindet sich selbst als reine Stofflichkeit und treibt fortwährend zu einer sinnvollen Beziehung der [[Stoffe]], welche sich in einem lebenden [[Subjekt]] vermitteln als sein [[Stoffwechsel]] und seine Sinnbildung als ein und dasselbe. Diese ist daher seine [[notwendige]] und subjektive [[Beziehung]] auf andere Subjekte: [[Gesellschaftlich]] wirkliches Sein der menschlichen Natur im natürlichen Verhältnis der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist die Natur der Geschichte und die [[Geschichte]] der Natur in einem, die als gesellschaftliche Naturgestalt Resultat ihrer Sinnbildung, [[subjektiv]] wie [[objektiv]] gesellschaftlich ist. Leben ist der [[Sinn]], welchen der Stoff in seinem beständigen Wechsel bildet und den er hat, wenn er im Wechsel sich verändert und als anderes ist. Sinn ist die Revolutionierung, die sich selbst erneuernde Wiederkehr des Stoffes, indem er die Menschen zur Natur und die Natur zum Menschen, den Stoff selbst zum Menschensein treibt. Darin besteht die natürliche Identität jeder Gesellschaft, welche die Mittel ihres Geistes als sinnbildenden Stoffwechsel hat, als ihren wirklichen [[Reichtum,]] als Lebensbereicherung durch gesellschaftliche Sinnbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben bildet sich daher nicht und entwickelt sich nicht in seiner Beschränkung und Ausrottung (vergl. [[Darwinismus]]), als ob es sich erst aus der Überwindung seines Überflusses ergäbe; es bildet sich immer wieder als neues Leben, wenn die Verbindung, die es eingeht, auch Neues erzeugt, dieses als sein eigenes Erzeugnis und als seine Erneuerung dadurch bildet, dass es ein altes Wesen bewährt und freisetzt, sich darauf gründet, um es in seiner Verwirklichung der Verwesung zu überlassen. Leben entsteht und bestärkt sich nicht als Überlebendes im Kampf der Sinne (es müsste reiner Unsinn sein!), es entsteht aus seiner eigenen [[Fortbestimmung]] in und durch anderes Leben (Fortpflanzung). Es entsteht in der Besinnung seines Werdens, Sinnfindung im Wechsel der Stoffe, worin es erst wirklich (weil praktisch) zum stofflichen Leben kommt. Leben ist nicht teleologisch; es ist prinzipiell unlogisch, fraglos, grundlos, folgenlos. Es ist prinzipienlos begründet; - aber es selbst erklärt sich aus seinem Gewordensein als ein durch sich selbst wie durch andere begeisterter Stoffwechsel. Das Leben hat Sinn, weil es sinnlich ist und weil sinnlich sein heißt, sinnbildend zu sein. Im Sinn hat der Stoff seinen Geist, wie er selbst anderer Stoff nur ist, durch seine Begeisterung, durch sein gesellschaftliches Sein, durch seine Beziehung auf andere. Der Stoff hat seinen Sinn im Leben erkoren, gesucht und gefunden, assimiliert und dissimiliert. Das Leben hat sich selbst als Sinn im Wechsel der Stoffe gebildet, sich Nahrung gegeben, Bewegung verschafft und fortgepflanzt. Es hat in seiner Ausdehnung seinen Sinn bestätigt und bestärkt, indem es sich darin verfeinert und beschränkt. Leben ist der sich selbst fortwährend bildende Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sinnbildung ist die innerste Lebenstätigkeit, die in der pflanzlichen wie tierischen Natur bis hin zum Menschen [[tätig]] und [[leidend]] ist, Wachstum und Siechtum begründet und sich durch immer neue Gestaltungen bestätigt. &#039;&#039;Die Entwicklung der fünf Sinne des [[Menschen]] ist das Resultat der bisherigen Weltgeschichte&#039;&#039; (Marx, MEW 40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben entwickelt sich auch in seinem [[Tod.]] Er ist notwendige Erneuerung, Entfaltung und Subjektwerdung des hieraus Geborenen. Von daher ist der Tod nur das verschwindende Moment des Lebens, die &#039;&#039;Kränkung des Individuums&#039;&#039; (Marx), welches ihm verfällt und verwest, sein individuelles [[Wesen]] verliert um sein allgemeines Wesen in der Naturgeschichte der Menschen zu gewinnen. Der Tod beweist nur die Endlichkeit seines [[Daseins]], die Verletzlichkeit des Lebens. Leben ist ohne Tod undenkbar; es gestaltet sich darin, ihn als seine wesentliche Verletzung zu leiden. Jeder [[Schmerz]], welcher im Leben auftritt, zeugt von seinem [[Leiden]] und erzeugt als Lebenstätigkeit, als [[Leidenschaft]], in gleicher Weise sein Wachstum, seine Rückführung auf sich als Erneuerung seines [[Seins]]. Leben ist wirkliches, das heißt tätiges Leiden, den &#039;&#039;Leiden heißt sinnlich sein&#039;&#039; (Marx).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ganz im Gegensatz zur Larmoyanz der [[Lebensbergung]], dem Räsonieren der Beschädigung, welche Schmerzen auslösen. Diese wendet Leiden in die Reflexion des Beschädigtseins, eigentlich in die reflektierte Schmerzhaftigkeit, in den abgehobenen Schmerz, in die Grundlosigkeit von Verletzung. Die Beschreibung des beschädigten Lebens (siehe &#039;&#039;Minima Moralia&#039;&#039; von [[Adorno]]) erweckt somit auch eher die Hoffnung auf [[Erlösung]], als dass sie Leben ergründet und Schmerz wendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben wird in der subjektiven Philosophie [[(Schopenhauer,]] [[Nietzsche]]) als Ausdruck des [[Willens]] angesehen. Wesentlich würde es sich daraus ergeben, dass mit Willen begabte Wesen Leben gestalten würden - eben weil sie es wollten. Dies zeige sich aus der ganzen [[Geschichte]] der [[Natur]] und der [[Menschheit.]] Bei solcher Lebensbetrachtung aber zeigen sich nur Resultate. Die konkreten Willensverhältnisse bestanden immer aus Kämpfen und Kriegen, die zum Niedergang eines &#039;&#039;Willens&#039;&#039; zugunsten der Macht eines anderen führten. Bleibt die triste altmütterliche Borniertheit: Leben heißt Kämpfen? Willensverhältnisse sind eher paralytisch, als dass sie Leben zeigen. Wille unmittelbar gibt es nicht ohne die Mittel seiner Realisation - und somit kann Wille selbst nicht wesentlich sein: Er besteht nur durch seine [[Mittel]] und ist zweckhafte [[Relation]] einer gegebenen [[Vermittlung]]. Für sich ist der Wille nichts ohne seine Voraussetzung und somit leblos. Nur durch seine Mittel wird ein Wille mächtig - nicht unbedingt gegen anderen Willen, sondern schon gegen jede Macht, die Mittel zur Willensentfaltung bietet. Wille will die Ohnmacht des anderen, kann sich nur mit [[Macht]] durchsetzen (siehe [[Logik der Kultur]], Teil 3). Es ist solche [[subjektive]] [[Ideologie]] daher immer [[reaktionär]], eine Legitimationsideologie von Willkür, die der Machterhaltung dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der objektiven Philosophie (z.B. [[Kant]], [[Hegel]], [[Freud]]) wird eher das [[Bedürfnis]] als Lebensgrundlage angesehen, also das Verlangen des Menschen nach Objekten, die er sich für seine Bedürfnisse zurichten muss und denen er erliegt, wenn er ihrer nicht Herr wird. Es ist wesentlich der Standpunkt der [[Aufklärung]], der sich zwischen Selbstentfaltung und [[Selbstbeschränkung]] zerreibt und der [[Geschichte]] die [[Idee]] der Erfüllung und [[Erlösung]] beigibt. Es ist eine mehr oder weniger deutlich formulierte [[Ideologie]] des Fortschrittsglaubens. In den pragmatischen Theorien kommt Leben fast nur noch als Theorie der Lebenserfahrung und des [[Lernens]] zur Verwendung für Lebenshilfen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lebensbegriff setzt das Begreifen und das Begriffene dem Leben voraus und widerlegt sich somit selbst, wie er auch jede theoretische [[Philosophie]] als [[Theologie]], als Spekulation auf einen Lebensspender, auf einen vorausgesetzten, unerfüllten Lebenssinn beweist. Leben kann keinen [[Begriff]] haben. Es ist [[Sein]] von [[Geist]] und [[Sinn]] in seiner Unmittelbarkeit, Rückhaltlosigkeit und [[Liebe]] als Tätigkeit des Lebens[[mut]]s. Es besteht aus der beständigen Entfaltung und Rückkehr des Lebenskerns durch die Bewegung und Ausbreitung seines Sinns (im weitesten Sinne des Wortes). Leben besteht aus dem Übergang von Stoff und Geist in der Assimilation und Reproduktion als pulsierendes Wesen, das seiner selbst genug ist, und seinen Sinn in seiner Ausbreitung dadurch bestärkt, dass er nichts nötig hat, außer seiner Entfaltung, Bereicherung seines Verhältnisses zu sich selbst. Es selbst ist unlogisch und un[[dialektisch]] (dies im Gegensatz zu Engels &#039;&#039;Dialektik der [[Natur]]&#039;&#039;, siehe auch [[Logik]]) und nur durch seine [[Endlichkeit]] unendlich. Die Verwirklichung von Leben ist die Entwirklichung von [[Tod]], der darin zu einem verschwindenden Moment des Lebens wird. Leben besteht nur in dieser [[Wirklichkeit]] und kann daher weder richtig noch falsch, weder [[Wahrheit]] noch [[Täuschung]] sein. Sie ist menschliche [[Geschichte]], auch wenn sie in [[Zuständen]] des Todes und der [[Barbarei]] in ihrem [[Entschluss]] verharrt, solange deren [[Logik]] nicht [[begriffen]] ist und [[Lebenswerte]] das Leben ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass diese selbst schon tödliche Denkformen eines gegen sich selbst abstrakten Denkens sind, ist eine grundlegende [[Erkenntnis]] des [[Historischen Materialismus]], der sich aus der Erklärung der Welt, aus der Aufklärung gelöst hat (siehe [[Philosophie]]) und den [[Menschen]] in seiner [[Praxis]] als sich selbst äußerndes, aber auch entäußertes [[Wesen]] begreift (siehe [[Arbeit]]). Er setzt sich wesentlich praktisch gegen die [[Entfremdung]] des menschlichen Wesens in der Versteinerung seiner Lebensprozesse, in denen sich in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] die [[fremden Kräften]] der [[Verwertung]] des Lebens (siehe auch [[Ökonomie]], [[Entfremdung]]) als gesellschaftliche Macht im [[Kapital]] etabliert haben (siehe auch t[[ote Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lebenszeit]] ist nicht unabhängig von der Lebenswelt und nicht einfach natürlich, weder in der Empfindung für sich, noch in der An[[zahl]] der Jahre. Überhaupt ist [[Zeit]] nur in Beziehung auf [[Geschichte]] und deren Umstände zu begreifen und hat mit dem Leben selbst nur hierdurch zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entäußerte Leben ist das [[Erleben]], das vom Leben herausgesetzte Lebensereignis, dessen Sinn alleine im Moment wahr ist, ohne Grund und Folge, ohne Geschichte und Erkenntnis, ganz für sich noch als Moment der [[Wahrnehmung]]. Im Erlebnis fließen [[Ereignisse]] zusammen, die aus ihrer Geschichte herausgenommen sind, noch ganz in der Erlebensweise das Leben nur reflektieren, das sie vorgeben können, weil es vorgegeben ist: Affirmation der Lebensform (siehe [[Lebensraum]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Leben&amp;diff=11632</id>
		<title>Leben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Leben&amp;diff=11632"/>
		<updated>2026-10-18T07:39:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In [[Wahrheit]] ist Leben universal, weil in Wahrheit alles Lebendige nur dudurch sein kann, dass es in aller Natur gemein ist (siehe [[Allgeinheit]]), dass es seine eigene [[Natur]] im anderen mit sich einig weiß, wo es sich mit ihm vereint, weil es nur dadurch ist, dass es selbst schon dadurch [[anders]] ist, dass es sich nur durch anderes Lehen bestimmt weiß, dass es sich nicht nur als Staub der Sternen kennt, sondern als eigenes Wesen in allem andere erkennt, in sich [[isoliert]] findet indem es sch alles in dem zusammen was sich aus seiner bloßen [[Stofflichkeit]], durch sich, durch seine eigen  [[Tätigkeit]] heraussetzt, sich selbst und anderes Leben erzeugt, – sich auch im [[Anderssein]] schon mittelbar als [[eigenes]] Leben bezeugt, indem es seine [[Entwicklung]] selbst gegen das [[Tote]] [[entfaltet]] – weil und auch wenn es im [[Einzelnen]] stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede lebendige Zelle weiß von der anderen. weil sie zu ihrem Leben gehört, weil es [[schmerzt]], wenn sie sich dagegen entzweiten, sich schon durch geteilten Inhalt mitteilen und vervielfältugen kann. Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst mittelbar bereits durch ihre Vervielfältigungen orgnisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihres subatnzielle Differenzen, durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, weil sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes in und und zu seiner Substanz angeeignet und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben. Es ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]]. „Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“ (Hannah Arendt in einer Kolumne von 1942.) Still ist der [[Tod]], die ewige Endlichkeit, [[Leben]] ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]]. &#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen.&#039;&#039; [[(K. Marx, MEW 1, 60)]] [[Leben]] entsteht in der Selbstunterscheidung eines [[Wesens]] im Chaos der [[stofflichen]] Vielfalt im [[Verhalten]] zu seiner Verwesung, zu seinem [[Tod]], in der Unterscheidung eines inneren [[Seins]] vom äußeren, das sich im [[Verhältnis]] seiner [[Identität]] zu ihrer Veränderung verwirklicht. Darin entsteht eine [[Beziehung]] von [[Inhalt]] und [[Form]] des [[Seins]], die sich im [[Verhalten]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] äußert, sich selbst immer wieder in seiner [[Vergegenständlichung]] [[aufhebt]] und erneuert, sich durch den Wechsel seines [[Daseins]], durch seine Formverwandlungen in den [[Verhältnissen]] seiner [[Bewegungen]] fortbildet und seine [[natürliche Intelligenz]] im [[Reichtum]] seiner [[Sinne]] findet und [[empfindet]] und sich im [[Verhältnis]] zu sich durch Anderes [[verwirklicht]]. Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst organisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben. Leben ist [[Emanzipation]] von der [[Versachlichung]], der [[Sinn]] von freier [[Bewegung]]. Die Begeisterung für die [[Sache]] der Menschen ist das schiere Gegenteil zur Materialisierung des Geistes. Beweist diese doch nur die Armut seiner [[Einverleibungen]], zeugt jene vom [[Reichtum]] des menschlichen Lebens. „Mag das Leben sterben: der Tod darf nicht leben. Hat der Geist nicht mehr Recht als der Körper? Allerdings hat man dies oft dahin interpretiert, daß den Geistern von freier Motion die körperliche Motion sogar schädlich und daher zu entziehen sei.&#039;&#039; [[(MEW 1, Seite 59)]] Das hat Marx gegen Hegel gesagt, um ihm die Unendlichkeit des Werdens und Vergehens zu nehmen, die Ewigkeit seiner Begriffe aus den göttlichen [[Prinzipien]] eines Weltgeistes zu nehmen und ihm das Leben als Lebensmacht des wirklichen Menschen, als seine [[Naturmächtigkeit]] entgegen zu stellen, als [[Grund]] seiner Lebenstätigkeit sowie auch als [[Grund]] seiner [[Selbstentfremdung]] zu unterlegen. Leben ist nicht [[logisch]]. Es hat keinen [[Begriff]], aber man muss begreifen, was seiner [[Natur]] widerfährt (siehe auch [[Kritik]]). Der Prozess des Lebens wird gerne als [[Dialektik]] der [[Natur]] [[interpretiert]] (siehe [[dialektischer Materialismus]]). Es kann sich zwar äußern, doch es kann nicht [[wirklich]] außer sich sein und also auch nicht [[veräußert]] und nicht [[entäußert]] werden. Weil Leben durch sich selbst ist, hat es weder einen [[subjektiven]], noch einen [[objektien]] [[Begriff]]. Es kann deshalb nur durch seine [[Geschichte]] [[begriffen]] werden (siehe [[historischer Materialismus]]). Entstanden war es ursprünglich aus den [[Elementen]] des kosmischen [[Materials]], dem Sternenstaub der sterbenden Sonnen, nachdem sich in einer [[Umwelt]] von Wasser und Licht aus dessen [[Stoffen]] und [[Energieen]], Aminosäuren, Mineralien und Proteine gebildet hatten. Wahrscheinlich haben sich lediglich die Zusammensetzungen der Ribonukleinsäuren auf den unterschiedlichen Planeten verschieden differenziert. Durch das Zusammenwirken der irdischen [[Elemente]] haben sich unter den [[Bedingungen]] des irdischen [[Materials]] [[Stoffwechselprozesse]] gebildet, die ihre [[Geschichte]] begründet und ihre natürlichen [[stofflichen]] Verbindungen geformt und [[strukturiert]] und im Plasmamantel ihrer Reaktionen entwickelt haben. Daraus sind Erbanlagen von Pflanzen und Tiere und schließlich auch Menschen entstanden, die durch Vermehrung aus einem Lebensminimum ein Lebensmaximum erstreben und durch ihre [[natürlichen Intelligenz]] [[gebildet]] und fortentwickelt haben. Leben [[vermittelt]] sich daher schon durch die Geburt der Individuen aus dem [[Dasein]] der [[Natur]] (natus = Geburt), die [[Intelligenz]] der [[Energie]], die es aus der [[Materie]] gewinnt. Leben ist Vielfalt und [[Bewegung]], [[Reichtum]] der [[Sinne]] und Verschwendung ihres Treibens, Schöpfung und Entfaltung, [[Spiel]] und [[Arbeit,]] [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] - [[Bildung]] und [[Entwicklung]] der [[Natur]]. &#039;&#039;Leben ist Bewegung&#039;&#039;, sprach auch Leonardo da Vinci. So ist alles Natürliche vor allem Lebensgeschichte, [[Geschichte]] der [[natürlichen Intelligenz]]. die zwar auch den [[Tod]] als ein inneres Moment hat, niemals aber ein Moment des [[Todes]] ist. Leben kann sich selbst hinterlassen auch wenn es stirbt, weil es durch seine und in seiner [[Geschichte]] sich immer wieder vom [[Tod]] erholt, sich dadurch erhält, dass Leben zwar individuell stirbt, im [[Allgemeinen]] als Gattungswesen aber gerade hierdurch überlebt. &#039;&#039;Der Tod scheint als ein harter Sieg der Gattung über das bestimmte Individuum und ihrer Einheit zu widersprechen; aber das bestimmte Individuum ist nur ein bestimmtes Gattungswesen, als solches sterblich.&#039;&#039; [[(MEW 40, Seite 539)]] Leben ist die Entfaltung seiner bestimmten [[Natur]]. Und das [[Wesen]] der [[Natur]] ist ihre [[Intelligenz]], die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] anzueignen und zu [[entwickeln]]. Diese entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden, zu [[empfinden]], und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen. Von daher ist Intelligenz materiell schon in der chemischen Affinität von unterschiedlichen [[Stoffen]] angelegt, die sich zu einem [[Stoffwechsel]] entwickelt hatten und hierfür ihre Nahrung von ihrer Ausscheidung unterscheiden mussten. Schon mit dem [[Stoffwechsel]] war Ausdehnung und also auch Wachstum als wesentlicher Zweck der [[Natur]] entstanden. Das war die Grundlage für jedes [[Wachstum]] der [[Natur]] und hat zur natürlichen Zelle und deren Organisation und Vermehrung geführt und ganze Orgnismen geschaffen. Die haben auch die Organisation und innere [[Beziehungen]] ihrer Organe in einem eigenen Zweck des [[Individuums]] zu seinem Erhalt geschaffen, um mlt ihrer Vermehrung sich auch qualitativ im Zusammenhang mit der ganzen [[Natur]] zu [[bereichern]], indem sie ihr Leben [[intellligent]] gestalten. Die Intelligenz des Lebens besteht durch seine fortwährende q[[Emanzipation]] gegen das Absterben der lebendigen [[Beziehungen]] und Lebenszusammenhänge, um sich auch in ihrer Verwesung zu erneuern. Obwohl tote [[Materie]] die allgemeinste [[Lebensbedingung]] ist, ist sie doch selbst kein Lebensgrund, kein [[Grund]] zu leben. Der [[Tod]] geht zwar dem einzelnen Leben voraus, weil es nicht ohne ihn sein kann, nur durch die Vielfalt der Verhältnisse der Arten und [[Generationen]]lebendig ist. Es kommt aber durch ihn vor allem auf sich zurück. Der Tod steht also nicht gegen das Laben und das Leben ist nicht der &#039;&#039;Vorlauf des Todes&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]). Er ist die Einfältigkeit des Lebens, die sich im Niedergang der Vereinzelung erschöpft. Mag der Mensch hiergegen auch seinen [[Gott]] erfunden haben, den Herrscher des Untergangs suchen, wenn und weil er nichts anderes für sich finden kann. Aber auch wenn er die Not der [[Verzweiflung]] zum Zorn der Gattung, zu seiner Lebensbehauptung auflöst (siehe hierzu auch [[Religion]]), so lebt er doch immer nur durch sich selbst und aus sich selbst in [[eigener]] [[Wirklichkeit]]. Alles Leben gründet auf seiner [[natürlichen Intelligenz]], die sich mit seinem [[Stoffwechsel]] [[entwickelt]] hat und wodurch es sich als [[Wesen]] der [[Natur]] in [[Bewegung]] gesetzt hat und darin seine [[Energie]] erfährt. Leben ist [[Freiheit]], die sich aus ihrer [[Notwendigkeit]] als [[Einheit]] von [[Materie]] und [[Geist]] hervortut, sich im [[Allgemeinen]] [[wesentlich]] über [[Tod]] und [[Verwesung]] hinaus bestimmt, wiewohl der Tod des einzelnen Wesens als Tribut an seine Gattung nötig ist, sich wie von selbst aus der stofflichen Endlichkeit der [[Natur]], aus der natürlichen Beschränktheit der Chromosomen-Replikation ergibt. Indem das [[Material]] seiner [[Natur]] ihm zwar vorausgesetzt war, aber durch das Beziehen und Abstoßen, durch ihre stofflichen Kräfte in und mit ihrer [[Intelligenz]] erst zum Leben erweckt, als Leben gebildet wurde, ist Leben stofflich wie geistig allen Lebewesen inne, also selbst als lebendes [[Subjekt]] [[tätig]]. Nicht aus einer &#039;&#039;Logik der Natur&#039;&#039;, sondern als Resultat seiner Naturgeschichte (siehe [[Historischer Materialismus]]), die vielerlei [[Zufälle]] enthält, stellt es sich als eine [[Naturmacht]] des Menschen heraus, die sich schließlich in einem menschlichen [[Gemeinwesen]] verwirklicht, das durch seine geschichtliche [[Form]] objektiv bestimmt ist und sich aus seiner [[gesellschaftlichen]] [[Wesensnot]] zwischen [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] fortbildet, seine [[Geschichte]] erst hierdurch in der [[Dialektik]] der [[Klassenkämpfe]] betrieben hat und immer noch im [[Konkurrenz]]kampf um die [[Produktivität]] der [[Arbeit]] betreibt. Der Kapitalist allerdings vermag sich dem auch durch seinen [[Grund]] und [[Besitz]] immer wieder mal zu entziehen - auch wenn er sein [[Geld]] oder dessen [[Wert]] verloren hat: &#039;&#039;Aprês moi le dâluge! »Nach mir die Sintflut!« ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird. Der Klage über physische und geistige Verkümmrung, vorzeitigen Tod, Tortur der Überarbeit, antwortet es: Sollte diese Qual uns quälen, da sie unsre Lust (den Profit) vermehrt? Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend.&#039;&#039; [[(K. Marx, Kapital I, MEW 23, 285f)]] Es ist nicht wahr, dass am Anfang alles nur tot, &#039;&#039;wüst und leer&#039;&#039; ([[Genesis 1. Mose]]) gewesen sei. Es war eine ungeheuere Energie, die immer noch allem inne ist. Und es ist ein [[Unding]], Sache der [[Religion]], den [[Tod]] als ein [[Nichts]] zu [[denken]] - so, als wäre der [[Tod]] das Erste als Wüste, das Leben als Grün ihm zu Folge - durch eine [[Macht]] geschaffen, die ihn überwindet, ihm also schon jenseits des Lebens in einer über ihn erhabenen Ewigkeit vorausgesetzt wäre. Doch tote Materie gibt es nicht, auch wenn alles materiell, [[Energie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] ist. Nichts ist tot, bevor Leben ist und Leben stirbt nicht, ohne sich zu hinterlassen, weil sein [[Dasein]] natürlich materiell, an und für sich [[Natur]] ist. Der [[Tod]] ist dessen bloßes Moment als Moment seiner Entblößung (siehe auch [[Krankheit]]), [[Aufhebung]] seiner Geburt, das Überleben der [[Gattung]] über das Leben des Individuums. Die &#039;&#039;Frage nach dem [[Sinn]] des [[Seins]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) kann nur in [[Lebensverhältnissen]] auftreten, in denen sich dessen [[Substanzen]] nicht verwirklichen können, nur gebrochen durch &#039;&#039;die Mächte der Finsternis&#039;&#039; (altes Testament) [[erscheinen]] (siehe auch [[Scheinwelt]]), durch ihre [[Wesensnot]] ihre [[Wirklichkeit]] aufgespalten haben, die [[zertrennt]] in [[isolierten]] Welten [[wirkt]] (siehe auch [[Dialektik]]). Und das hat eine lange [[Geschichte]] hinter sich, die sich nicht durch den [[Tod]] und auch nicht durch ein ewiges Leben (siehe [[Religion]]) und schon gar nicht durch die &#039;&#039;ewigen Lehren&#039;&#039; materialistischer [[Ontologie]] und ihrem [[Geschichtsobjektivismus]] (siehe auch [[Dialektischer Materialismus]]), durch lebende [[Abstraktionen]] aufklären lässt (siehe auch [[Aufklärung]]). Der Tod ist als solcher undenkbar, lediglich ein Synonym für Endlichkeit, die mit dem Leben gegeben ist, weil es in seiner Geschichte sich selbst auch überwinden muss. Das Individuum mag daher sterben, aber den [[Tod]] kann es ohne Leben nicht geben. Ohnedies kann er nicht [[sein]], weil dessen Geburt, das heißt Natur, selbst materiell ist. Materie ist der [[Stoff]] des Lebens, wie sie durch eine allgemeine [[Schlussfolgerung]] als seine [[Substanz]] erkennbar ist. Dieser Stoff ist aber eben nur ein Moment des Stoffwechsels, weder Voraussetzung noch Resultat des Lebens. Nicht durch einen [[Geist]] oder eine [[Idee]] begründet konnte Leben entstehen, sondern aus der [[Materie]], die aus der Zusammensetzung ihrer Elemente im Zusammenwirken ihrer [[Stoffe]] ganz [[zufällig]] einen [[Sinn]] für sich entwickelt hatte, der sich mit dem [[Stoffwechsel]] zu einer Lebenswelt seiner [[Natur]], zu einer [[natürlichen Intelligenz]] des [[Stoffwechsels]] fortentwickelt hat, die von sich selbst zeugt, indem sie sich auch selbst erzeugen und fortbilden kann. &#039;&#039;Die Erdschöpfung hat einen gewaltigen Stoß erhalten durch die Geognosie, d.h. durch die Wissenschaft, welche die Erdbildung, das Werden der Erde, als einen Prozeß, als Selbsterzeugung darstellte. Die generatio aequivoca ist die einzige praktische Widerlegung der Schöpfungstheorie. Nun ist es zwar leicht, dem einzelnen Individuum zu sagen, was Aristoteles schon sagt: Du bist gezeugt von deinem Vater und deiner Mutter, also hat in dir die Begattung zweier Menschen, also ein Gattungsakt der Menschen den Menschen produziert. Du siehst also, daß der Mensch auch physisch sein Dasein dem Menschen verdankt. Du mußt also nicht nur die eine Seite im Auge behalten, den unendlichen Progreß, wonach du weiter fragst: Wer hat meinen Vater, wer seinen Großvater etc. gezeugt? Du mußt auch die Kreisbewegung, welche in jenem Progreß sinnlich anschaubar ist, festhalten, wonach der Mensch in der Zeugung sich selbst wiederholt, also der Mensch immer Subjekt bleibt. Allein du wirst antworten: Diese Kreisbewegung dir zugestanden, so gestehe du mir den Progreß zu, der mich immer weitertreibt, bis ich frage, wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten: Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? Frage dich, ob jener Progreß als solcher für ein vernünftiges Denken existiert? Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du also vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend denkst, so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst?&#039;&#039; Quelle: Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) [[(Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 545 bis 547)]] Leben ist Geburt und [[Tod]], [[Bewegung]], Ruhe und Unruhe durch sich selbst, Vereinigung, Entzweiung, Vermehrung, [[Stoffwechsel]] und [[Gewissheit]] von sich, [[Erkenntnis]] - [[Sinn]] und [[Geist]] im beständigen Werden, in seiner [[Geschichte]], [[Geschlecht]] im Entstehen und Vergehen, der geschichtliche Akt der fortwährenden Selbsterzeugung, der [[Entwicklung]] und Entfaltung in der konkreten [[Sinnlichkeit]] der [[Natur]] (siehe auch [[Sinnbildung]]). Die Zusammensetzung seiner [[Stoffe]] war durch das rein [[zufällige]] Verschmelzen und Aufeinanderprallen von unbestimmt zusammentreffenden Planeten und Kometen entstanden, aus dem die entsprechenden Mineralien und Gase eine [[Entwicklung]] von [[Leben]] auf der Erde ermöglicht hatten und durch die eine hohe Energie in ihren Urgesteinen gebunden war und die zur Substanz ihres Stoffwechsels geworden war. Hieraus lässt sich aber nicht begründen, dass dieses Verhältnis von Stoff und Energie sich zielgerichtet - quasi [[logisch,]] bzw. teleologisch - zum Leben entwickelt hätte. Solche [[Entwicklung]] könnte nur aus einem bestimmten Zusammentreffen von bestimmten Teilen ergehen, die schon selbst ein [[substanzielles]] Bestreben zueinander und füreinander haben müssten. Doch weil Materie immer schon aus qualitativ unterschiedlichen Elementen besteht, kann sie kein logisches Bestreben durch sich selbst entwickeln. Ihre Entwicklung und Geschichte lässt sich also nur aus dem Zusammentreffen qualitativ unterschiedlicher Elemente erklären, besonders aus Wasser, Mineralien und Gasen, die in den heute noch existenten Verbindungen nur durch den Zufall interplanetarischer Kollisionen in der Erdentstehung zusammenkommen konnten. Diese stoffliche Grundlage enthielt zwar schon alle Möglichkeiten einer Naturentwicklung, aber bei aller vorhandenen [[Energie]] noch keine [[Notwendigkeit]], dahin zu kommen, aus diesem stofflichen Material lebendig zu werden. Schon in der bloßen [[Materie]] ist [[Energie]] in ständiger [[Bewegung]] und gerät in intensivere oder extensivere [[Zustände]], die sich in einem mäßigeren [[Erregung]]szustand stabilisieren oder sich auch übermäßig verdichten konnten. Säuren und Gase konnten sich unter dem Einfluss von vulkanischer Dichte und irdischer Magnetwellen im Wasser in allen möglichen Energieformen und Aggregatzuständen verbinden und zu Eiweißmolekülen verschmelzen und Zellplasma werden, in denen die ursprünglichen Säuren sich zu DNS und RNS (bzw. DNA und RNA) verbinden konnten, aus der die Doppelhelix der Lebensverbindungen entstand, die Grundlage der Vermehrung und des Zellwachstums. Durch ihre chemoelektrische Spannungen begannen diese Molekülverbindungen in bestimmter [[Beziehung]] zu pulsieren und andere Stoffe zu binden oder auszusondern und dadurch einen eigenen Energiehaushalt zu entwickeln. Es war die Gunst dieser [[Beziehungen]], die sie zu ihrer Erhaltung und Verfestigung zu einem [[Stoffwechsel]] brachten, der günstigere materielle und energetische Formen wie auch ungünstigere Fülle entstehen ließ und ihre Stoffaufnahme und Ausscheidung zu einem eigenständigen [[Leben]], zur Lebensgeschichte der Natur als Naturgeschichte des Lebens entwickelten. Aber erst mit einem zufällig entstandenen Zusammenkommen von Eisen und Magnesium in den Urschlämmen einer nur im [[Raum]] bestimmten [[Masse]], also in einer überzufällig bestimmten [[Dichte]] der [[Stoffe]] konnte sich Chlorophyll und Hämoglobin bilden, was die Bedingung für den [[Stoffwechsel]] des [[Leben]]s zwischen Pflanzen und Tier ist. Es sind dies die Moleküle für die Träger des Lebens, für die Zellfortbildung ihrer Organismen, die sich überhaupt nur in diesen darin gebunden Metallen unterscheiden und deren Fähigkeiten es ermöglichten, Sauerstoff und Kohlendioxyd zwischen Tier und Pflanze so auszutauschen, so dass hierbei eigene Lebens[[energie]] frei werden konnte. Was Karl Marx noch nicht genau wissen konnte, das erschloss er aus dem sinnlichen Leben selbst, aus der Naturgeschichte der [[Sinne]], wie sie heute leben. Nicht der bloße [[Stoff]], sondern das stoffliche Leben ist der Kern des von ihm formulierten Materialismus, aus welchem sich auch die [[geistigen]] [[Entwicklungen]] begreifen lassen, - nicht als Zufall, wohl aber als [[Sinn]] für sich. [[Sinnbildung]] entsteht nicht durch eine [[Logik]] der Materie, sondern aus der Materie des Lebens in seinem Werden und Vergehen, seiner eigenen [[Bewegung]], seiner Naturgeschichte. Hierin hat der [[Historische Materialismus]] seine Grundlagen. Sie kennt noch keine [[Negation]], keine [[Dialektik]], und unterscheidet sich hierin auch von den Begründungen des so genannten [[Dialektischen Materialismus]]. Seit der [[Aufklärung]] ist für [[wissenschaftliche]] [[Erkenntnis]] zwar weitgehend zweifelsfrei, dass Leben durch [[Materie]] sich entwickelt hat, dass es selbst materiell ist. Es ließ sich aber aus der reinen Materie der Natur nicht [[aufklären]], wie es dahin gekommen ist, dass sich [[Natur]] nicht nur bildet und reproduziert und sich selbst fortbildet, sondern sich in ihr zugleich ein Geschick der [[Natur]] erkennen lässt, dass sie sich selbst zu einer [[Intelligenz]] entwickelt hat, die ihr nicht zu- oder angetragen worden sein kann. Weder die [[Entwicklung]] der Natur, noch ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] als [[Kultur]] lässt sich verstehen, will man in ihr nicht selbst eine[[natürliche Intelligenz]] anerkennen, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt (siehe auch [[Evolution]]). Man könnte hier schon anmerken, dass dies die Grundform einer [[Intelligenz]] ist, die sich aus ihrem Mangel herauszusetzen, sich zu [[emanzipieren]] verstand. Erkennt man dies an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] gelten lassen. Für die einen mag sie zwar noch aus einem übernatürlichen [[Subjekt]], aus einem unpersönlichen [[Gott]] als [[Wesen]] der [[Natur]] zu erklären sein, tatsächlich aber bleibt sie materiell und entfaltet ihren [[Sinn]] immer nur in der [[Beziehung]] auf andere [[Materie]], verhält sich in einem unentwegten Wechsel zu einem [[Sein]] durch anderes, durch fortwährende [[Ergänzung]] und Änderung. Leben wäre demnach aus der [[Intelligenz]] seiner [[Sinnbildung]] heraus zu begreifen, aus einer Art Partnersuche der Elemente, die in der Bestimmung ihres [[Stoffwechsels]] sich bereichern und differenzieren (vergleiche den Stoffwechsel von Sauerstoff und Kohlendioxyd durch den gegensinnigen Bedarf von Magnesium und Eisen zwischen Chlorophyll und Hämoglobin, der die Grundlage des Verhältnisses von Flora und Fauna ausmacht). Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle, die aus der Variabilität ihrer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden hat, sich aber zugleich auch auftrennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist die Grundlage der Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Weil [[Materie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] das Maß der [[Geschichte]] ist, kann es von [[Natur]] aus keinen Stillstand geben. Leben ist [[Bewegung]], die [[Sinn]] hat und [[Sinn]] macht. Es findet also statt in [[Raum]] und [[Zeit]], nicht nur als das Verhalten der [[Natur]] sondern als ein natürliches [[Verhältnis]], ein [[Lebensverhältnis]] der [[Sinnbildung]] im [[Stoffwechsel]] seiner unentwegten Veränderung, als Dasein einer permanenten Selbstveränderung, die durch sich selbst zugleich als Anderes und durch Anderes bestimmt ist. Leben ist die [[Selbstentfaltung]] der [[Natur]], Tätigkeit ihres [[Stoffwechsels]], [[Naturempfindung]] und Selbsterneuerung, die nichts sein lässt, was es war und alles hervorbringt, wofür sich [[Sinn]] findet: [[natürliche Intelligenz]]. Als dieser Prozess ist es die zum [[Subjekt]] gewordene [[Materie]], [[Geschichte]] einer [[Energie]], die sich in ihrer Materialisierung von ihrem Rückstand unterscheidet, Schlacke ausscheidet und sich dadurch materiell bereichert, dass sie sich zu diesem verhält, sich von ihm entfernt, um sich mit ihm zu vereinigen, sich entwickelt, indem es ihn zugleich als [[Stoff]] für sich objektiviert. Im Stoffwechsel vollzieht sich ihre Vervielfältigung und Differenzierung, die durch ihr eigenes Wirken selbst zu einer [[Wirklichkeit]] der [[Intelligenz]] ihrer [[Natur]] geworden ist (siehe [[historischer Materialismus]]). Intelligenz ist nicht funktional und also nicht reproduktiv, sondern immer schon produktiv (siehe [[Evolution]]). Von daher ist Leben selbst zugleich die Lebenserzeugung einer Gattung und ihrer Lebensverhältnisse, - und als menschliches Leben also auch nicht im einzelnen, sondern [[gesellschaftlich]]. &#039;&#039;Die Produktion des Lebens, sowohl des eigenen in der Arbeit wie des fremden in der Zeugung, erscheint nun sogleich als ein doppeltes Verhältnis – einerseits als natürliches, andererseits als gesellschaftliches Verhältnis –, gesellschaftlich in dem Sinne, als hierunter das Zusammenwirken mehrerer Individuen, gleichviel unter welchen Bedingungen, auf welche Weise und zu welchem Zweck, verstanden wird. Hieraus geht hervor, daß eine bestimmte Produktionsweise oder industrielle Stufe stets mit einer bestimmten Weise des Zusammenwirkens oder gesellschaftlichen Stufe vereinigt ist, und diese Weise des Zusammenwirkens ist selbst eine Produktivkraft, daß die Menge den Menschen zugänglichen Produktivkräfte den gesellschaftlichen Zustand bedingt und also die Geschichte der Menschheit stets im Zusammenhange mit der Geschichte der Industrie und des Austausches studiert und bearbeitet werden muß.&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 29f)]]. Wie Materie überhaupt subjektiv werden, wie Natur entstehen konnte, ist die Frage, deren Beantwortung die Grundlage eines jeden Selbstverständnisses des Lebens ausmacht. Es ist die Frage nach dem [[Sinn]], in dem es sich vollzieht, die Unterscheidung zwischen Reproduktion und Produktion des Lebens, das Ur-Teil seiner [[Geschichte]], seiner Selbstwahrnehmung als Erkenntnis seiner selbst in Anderem. Es ist die Frage nach der [[Intelligenz]] des Lebens selbst. Es bereichert sich, indem es sich durch Aneignung auf anderes bezieht, ohne sich im Anderssein und Anderswerden zu widersprechen. Indem es in seiner Änderung sich selbst vermehrt, entspricht es vor allem sich selbst. Nichts widerfährt ihm, weil alles sich in ihm selbst erfährt (dies gegen den [[Darwinismus]]). In seiner Formverwandlung erfüllt sich sein Sinn, der zugleich Sinn für sich bildet, indem er Sinn durch anderes findet und [[empfindet]]. Leben kennt keine [[Negation]], auch wenn es stirbt. In seinem Untergang wird es zum Stoff für anderes Leben, das darin aufgeht. Der [[Tod]] ist ein Moment des Lebens (dies gegen [[Heideggers]] &#039;&#039;Sein zum Tode&#039;&#039;). Dass das Leben auf der [[Materie]] gründet, ist heute zweifelsfrei. Wie es aber dahin gekommen ist, nicht nur seine Natur zu reproduzieren sondern sich zugleich aus der Natur zu einem Geschick der [[Natur]], zu einer [[Intelligenz]] zu entwickeln, lässt sich nicht aus der Natur entwickeln, erkennt man nicht in ihr selbst eine[[natürliche Intelligenz]] an, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt hat. Erkennt man dies aber an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] überhaupt gelten. Für die einen ist sie allerdings nur aus einem übernatürlichen Subjekt, aus [[Gott]] zu erklären, für den [[Historischen Materialismus]] ist sie selbst schon als [[Geschichte]] einer natürlichen Gesellschaftsbildung zu verstehen, welche als Natur des Menschen in der Natur seiner gesellschaftlichen Intelligenz aufgeht. Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle zur DNA, die aus der Variabilität einer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden bleibt, sich aber zugleich auch von ihre trennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist dadurch die Grundlage der seine Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Mit der [[Entwicklung]] des Lebens war jedenfalls die Anlage zu einer bestimmten [[Entwicklung]] entstanden: Die [[Geschichte]] der Natur, in der zugleich die Menschheitsgeschichte als Menschwerdung der [[Natur]] angelegt war. Sie begründete das menschliche Vermögen, durch seine gesellschaftliche [[Verhältnisse]] selbst zu einer [[Naturmacht]] zu werden. Solange die Menschen noch in der Macht der Natur gebannt blieben, beantworteten vor allem die Naturreligionen die Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Fragen nach einer Begründung des lebendigen [[Seins]]. Mit der Entwicklung komplexer sozialer Verhältnisse traten zunächst andere [[Religionen]] dafür ein, dass sie durch ein überkosmisches Subjekt, durch einen [[Gott]], geschaffen und &#039;&#039;geschenkt&#039;&#039; worden sei. Mit der Entwicklung der Naturwissenschaften ging diese Beantwortung mehr in der weitergehenden Frage auf, welche nach der [[Intelligenz]] des Lebens in ihm selbst, in seinem stofflichen [[Dasein]] sucht: Die Frage, welchen [[Sinn]] es selbst verfolgt, woraus sich auch ergeben würde, wie es entstanden war. Leben muss nicht aus einem höheren Sinn, aus einer vorausgesetzten Intelligenz gebildet sein, wenn man die Grundlagen seiner Intelligenz in der Materie selbst und deren [[Vererbung]] begreifen kann. Dass Leben nur [[zufällig]] entstanden sei, wird heute auch mathematisch verworfen. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass sich lebendige Organismen überhaupt ohne einen Grund hätten bilden können, also nicht durch beliebige Ereignisse entstehen konnten. Schon die ersten Lebewesen, Bakterien, welche selbst noch keinen Zellkern und also auch keinen Organismus hatten, bildeten sich nicht als stoffliche Konstrukte, die zufällig aufeinandertrafen, sondern aus jenen energetischen [[Beziehungen]], welche die [[Stoffe]] auf der Erde aus sich heraus schon dadurch hatten, dass ihre [[Synergie]] Eigenheiten einer Vorform des Lebens hervorbrachte, die zunächst nur als Plasma existierten, die eine bestimmt Diffusion von Stoffen bewirkten, wodurch dieses zu einer Art Haut wurde, die eine Sphäre von der anderen sowohl trennte, die sie auch in hierdurch bestimmten stofflichen Beziehungen vermittelte. Indem sich diese Haut schließlich zusammenzog und eingerundet zusammenschloss, entstand eine Zelle, die durch ihren Stoffwechsel bestimmt war und dadurch lebendig wurde, dass sie ihre Ausscheidungen von dem unterscheiden konnte, wodurch sie im Innern wachsen konnte. Es war der Ursprung einer [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), die sich im Verhalten eines Plasmakörpers zu seiner &#039;&#039;Außenwelt&#039;&#039; entwickelte. So entstanden Einzeller, die sich schließlich auch zu komplexen Organismen entwickeln konnten. In der Phylogenese ergab sich aus chemotaktischen Signalwirkungen ein zielgerichtetes Verhalten der Reproduktion, und damit des fundamentalste Verhältnis des Lebens zu sich selbst und über sein [[Sosein]] hinaus sich bestärkend. Chemotaxis ist daher eine der grundlegendsten physiologischen Zellreaktionen, die schon als Grundform einer [[natürlichen Intelligenz]] des Lebens zu verstehen ist. &#039;&#039;In den frühen Entwicklungsphasen der Phylogenese war das Entstehen von Rezeptorsystemen für die Erkennung von schädlichen und günstigen Substanzen für einzellige Organismen von bedeutendem Vorteil. Umfangreiche Analysen chemotaktischer Abläufe des eukaryontischen Protozoons Tetrahymena pyriformis und der Konsensussequenz auftretender Aminosäuren in der Ursuppe deuten auf eine gute Korrelation zwischen chemotaktischen Eigenschaften dieser relativ einfachen organischen Moleküle und der Entwicklung der Erde hin. Daher nahm man an, dass frühzeitig aufgetretene Moleküle (z. B. Glycin, Glutamin, Prolin) chemisch sehr anziehend wirken und später aufgetretene (z. B. Tyrosin, Tryptophan, Phenylalanin) chemisch abweisend wirken.&#039;&#039; ([[Wikipedia: Chemotaxis]]) Es ist längst bewiesen, dass sich vor allem aus der Beziehung von Sauerstoff und Wasserstoff, die sich in den Schloten der Meeresvulkane mit Methan verbanden und durch die Erdwärme zu Aminosäuren hochkochten, die Grundlagen des Lebens entstanden waren, weil diese Säuren sich in ihrer exakten Molekülstruktur kopieren konnten. Indem die auf diese Weise entstandene Ribonukleinsäure umher treibende Fette anzog und eine Doppelmembran daraus bildete, sind die ersten Lebenszellen, die Schwefelbakterien entstanden. Sie waren von daher eine Energieform von Stoffen, die mit der Entstehung der Erde schon gegeben war. Sie vermehrte sich durch die speziellen Anziehungskräfte eindeutiger Beziehungspaare ihrer Atomstrukturen, die in der Lage waren, sich zu lösen und mit einem neuen Partner gleicher Art als Molekül zu verdoppeln. Die Aminosäurenstruktur ist daher als Grundform des Lebens, das durch bloße Verdopplung gegensinniger Eigenschaften sich schon vermehrte und potenzierte und sich zugleich auch in anderen Stoffbeziehungen, anderen &#039;&#039;Kopien&#039;&#039; seiner Struktur durch die Anwesenheit anderer [[Stoffe]] auch zu anderem entfalten konnte. Die [[Intelligenz]] dieser Entfaltung war zum einen an die Verfügbarkeit von Stoffen gebunden und zugleich ein Streben nach energetischer Komplexität, nach komplexeren Beziehungen ihrer [[Energie]], die sich auch als Lebensenergie fassen lässt, welche sich dadurch vermehrt, dass sie immer vielfältiger wird. Sie beruht auf der Verbrennung vorhandener Stoffe zur Erzeugung einer Vielfalt neuer Stoffe und stofflichen Beziehung, welche schließlich die [[Natur]] des Lebens gebildet hat. Jede Verbrennung hat ein bestimmtes Verhältnis zu ihrer Asche, das mehr oder weniger Energie enthielt. Bestimmte Stoffe bildeten optimale Verbrennungsverhältnisse, worin der Verbrennungsrückstand optimierter Stoff und die Verbrennung selbst optimierte Energie war und in diesem Verhältnis affin füreinander blieben. So war eine quantitative Beziehung, also eine Affinität verschiedener Stoffe auf die Welt gekommen, welche sich als stoffliche [[Energie]] aus einer nach ihrer Masse ausgerichteten Verbrennung bildete, die in ihrer Umwelt eine Schlacke hinterließ, die wiederum neue Beziehungen in anderer Verbrennung einging. Die bislang rein stofflichen Beziehungen wurden hierdurch zu einer Art [[Natur]], in welcher die unterschiedlichsten Beziehungen der Stoffe in dieser Ausrichtung bezogen blieben, und worin sich Verbrennung und Rückstand in den verschiedensten Formen und Gestaltungen erneuerten. Die wichtigsten waren Wasser, Luft und Erde. Die ersten Organismen hatten sich selbst aus organischen Verschmelzungen von Bakterien, aus Symbiosen ihres Zellstoffwechsels so fortgebildet, dass sie in der Lage waren, neue Zellen nach Maßgabe ihrer Funktionsnotwendigkeit zur Energieerhaltung und -Potenzierung durch Einbeziehung entsprechender Stoffe zu bilden und diese nur dadurch erreichen konnten, dass sie sich in diesem Streben verbinden konnten und kommunizierten. Schon die einfachsten Bakterien bestanden in Schwärmen, die sich kontrahieren und abstießen, je nach Bedarf ihrer Selbsterhaltung und Vermehrung. Sie entwickelten einen Sinn für ihre Umwelt, der intelligent genug war, um sie zu manipulieren und somit diesen Bedarf befriedigen konnten. Z.B. belegt dies heute noch das Meeresleuchten, das nichts anderes als eine Zusammenrottung leuchtender Bakterien ist, die sich durch die kollektive Verstärkung ihrer Leuchtkraft als Nahrung für Fische interessant machten, um in deren Körper leben zu können, ihren Wirt zu finden. So entstanden Strukturen, welche durch ihre Funktionalität intelligent waren, weil sie ihren Stoffwechsel ihrer Umgebung anpassen und aus der Schlacke ihrer Beziehung auch neue Stoffe (z.B. Kalk durch Korallen) entwickeln konnten. In den Schlämmen an den Flussufern und Meeresrändern bildete sich durch die Sonneneinstrahlung aus Magnesium und Stickstoff Chlorophyll, das einfache einzellige Pflanzen, als erste die Kieselalgen, hervorbrachte, die durch die Photosynthese in der Lage waren, sich durch die Aufnahme von Kohlendioxyd und die Abgabe von Sauerstoff als Lebensgrundlage eines natürlichen Stoffwechsels zu entwickeln. Die ersten Tiere, Bakterien, die sich als Protozoen (Urtiere) verhielten, fraßen diese. In ihnen entstand aus dem Chlorophyll durch Einbindung von Eisen das Bakteriochlorophyll (anoxygene Phototrophe), das in der Lage war, Kohlendioxyd herzustellen. Es war die Grundform des Hämoglobins, welches sich im Blut der höheren Arten entwickeln sollte. Die Tiere verdauten die Pflanzen durch Verbrennung mit Sauerstoff und schieden das hieraus entstandene Kohlendioxyd und Exkremente mit neuen stofflichen Zusammensetzungen aus, welches sie wiederum zur Lebensgrundlage der Pflanzen werden ließ. Der Naturkreislauf war entwickelt. Die weiteren Spannungen in ihrer Beziehung aufeinander mussten schließlich ihrer materiellen Energieform folgen und haben sich von daher zu neuen organischen Formen und schließlich zur Fortentwicklung weiterer Organe (z.B. Greifer, Bewegungsorgane und Sinneszellen) und Organismen [[aufzuheben]] verstanden. Die Voraussetzungen der Natur und des Lebens waren demnach Zellen, die in ihrer Verschmelzung eine Energie bildeten, die größer war, als die, welche in sie eingegangen ist. Sie bildeten eine stoffliche Masse, die eine eigene [[Wirkung]] dadurch hatte, dass ihre [[Stoff]]lichkeit selbst anziehende und abstoßende [[Kräfte]] beinhaltet und die dadurch in [[Bewegung]] geraten war, dass ihre Teile sich wechselseitig beeindruckten. Sie bildeten eine unendliche Bewegung materieller Zusammenhänge, die in der Lage waren, ihre Energie zu verstofflichen und auch neue Stoffe zu bilden. Die so entstandenen Stoffe befanden sich in einem Zustand beständig wechselnder Energieformen, der sich in atomaren und molekularen Beziehungen ausrichtete. Im Streben nach einem ausgerichteten Zustand war die Verbrennung von Sauerstoff eine der stabilsten stofflichen Beziehungen. Von daher war eine Ausrichtung der Verbrennung zur Optimierung einer Energieform entstanden, die noch rein stofflich und leblos war, die aber allem Leben auf der Erde vorausgesetzt ist. Die ersten natürlichen Beziehungen waren dadurch entstanden, dass diese Stoffe einander so durchdrungen hatten, dass sie in bestimmten Massenverhältnissen verbrannten und eine Schlacke hinterließen, die selbst wieder als Stoff weiterer Verbrennungen verfügbar war. Durch die Initialzündung des Lebens an den Vulkanschloten der Meere und durch die stoffliche Konzentration in den Schlämmen war es möglich geworden. Seine Entfaltung jedoch hat sich geschichtlich durch die Intelligenz der Lebenstätigkeit selbst entwickelt. Die Frage, wie hierin Leben sich entfalten konnte, lässt sich daher nicht logisch beantworten, weil Leben selbst nur [[subjektiv]] sein kann, weil es nicht [[logisch]], wohl aber intelligent entscheidet, auch wenn es nach Vollzug logisch erscheinen mag. Es gibt von daher keinen Schöpfungsakt als solchen, nicht die Entscheidung einer vorausgesetzten [[Intelligenz]], wohl aber eine [[Intelligenz]] der [[Stoffe]], die in ihrer Affinität beständig wurden und aus ihrer Beständigkeit neue Stoffe bildeten, sie sich hieraus erklärten und also eine bestimmte Entstehungsgeschichte in sich forttrugen. Dies macht wohl die erste wirkliche Grundlage der [[Natur]] und damit allen Lebens aus. Es ist die Wirkung bestimmter Austauschverhältnisse von Stoffen, die in ihrer Verbrennung optimale Energienutzung und für weitere Entwicklungen optimale stoffliche Produkte hinterließen. Die Natur ist demnach ein hieraus entstandenes Streben nach optimaler Verbrennung, der Stoffwechsel selbst die ursprünglichste Bedingung ihrer wesentlichsten Tätigkeit, der Fortpflanzung. Die Intelligenz der so gebildeten stofflichen Verbindung kam dadurch zu einem eigenständigen Leben, dass sich darin stoffliche Verbindungen ergaben, die ihre stoffliche Beziehung nicht nur vollziehen, sondern sie schließlich irgendwann auch selbst veranlassen konnten, die also ein Streben entwickelten, sich bestimmten Stoffen im Zweck ihrer Natürlichkeit anzunähern, um optimale Verbrennungsverhältnisse fortzutragen und in stofflicher Gestalt, also in der Affinität bestimmter Massenverhältnisse sich diese zu &#039;&#039;merken&#039;&#039;. Leben begründete sich also auf der &#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039; einer Wechselbeziehung der Stoffe, auf einem Stoffwechsel, der veranlasst werden konnte und so die Natur bildete und entwickelte. Aus dieser Verbrennung war demnach also eine Kraft entstanden, die keinen unmittelbaren stofflichen [[Grund]] hatte, sondern auf einer Vermittlung gründete, die aus vielen vorausgesetzten stofflichen Verbindungen hervorgegangen war und einen [[Stoff]] bildete, der sich aus ihrer bestimmten Vermittlung in ihrer Verbrennung als bestimmter Stoffwechsel ergeben hatte. Es war so etwas wie eine &#039;&#039;intelligente Stofflichkeit&#039;&#039; entstanden. Indem Sauerstoff zum [[Zweck]] dieses [[Stoffwechsel]] verbrannt wurde, war ein stoffliches [[Subjekt]] entstanden, das an dieser Verbrennung, also an einer Verbindung mit Sauerstoff &#039;&#039;interessiert&#039;&#039; war und hierfür eine stoffliche Verbindung erzeugen konnte, in welcher sich die Schlacke auch wieder regenerieren konnte. Dies aber verlangte die Fähigkeit, aus einem bestimmten toten Stoff Energie zu entwickeln und Asche in einem Verhältnis abzusondern, in welcher sie selbst als erneuerter Stoff für Verbrennungen eingehen konnte. Alles Leben gründet auf diesem [[Stoffwechsel]], der sowohl Kraft entfaltet als auch stoffliche Reduktion in einem organischen Zusammenhang, in einem Organismus betreibt. Im Unterschied zum toten Stoff, in welchem sich Masse und Energie lediglich verhalten, war Leben als Subjekt des Stoffwechsels, als ein &#039;&#039;interessierter Stoff&#039;&#039; entstanden, der sich selbst diesem [[Interesse]] adäquat verhalten konnte, weil er selbst ein Verlangen, ein [[notwendiges]] [[Bedürfnis]] nach [[Einverleibung]] eines bestimmten Stoffes entwickelt hatte. Die ersten Lebewesen, die Mitochondrien, worin dies stattfand und auch heute noch stattfindet, hatten somit ein Lebensinteresse, das ihnen einen Sinn für die [[Mittel]] hierfür nötig machte. Sie sind das &#039;&#039;Lebensgeheimnis&#039;&#039; einer jeden lebenden Zelle. Leben entstand also, indem ein [[Stoff]] im anderen [[Sinn]] für sich gefunden hatte. Es begründete sich durch die [[Naturempfindung]], die ein [[Wesen]] ausmacht, das in der Lage ist, andere Stoffe für sich aufzunehmen, sie sich einzuverleiben und in der [[Beziehung]] auf sich zu unterscheiden und die Schlacke, welche diese Beziehung erzeugt, wieder auszuscheiden. Es war wohl diese Selbstunterscheidung, die Beziehung, Bekräftigung und Aussonderung, die Grundform einer [[Erkenntnis]], welche alles Leben begründete. Leben besteht zu allererst aus dieser [[Intelligenz]]. Das erste Lebenszeichen war demnach ein [[Sinn]], durch welchen Stoffe für den [[Stoffwechsel]] als sinnvoll erkannt wurden. Er entwickelte sich zu einem bestimmten Sinn für einen stofflichen Zusammenhang, einem Grund, für welchen Stoffe sich einfügen lassen und zusammenfügen und wonach sich auch Organe zur [[Empfindung]] anderer Stoffe entwickelten. Es waren die ersten [[Subjekte]], welche sich Stoffe zu ihrem [[Objekt]] machten und sich selbst darin verobjektivierten. In der Empfindung von anderem hatten sie zugleich eine Beziehung zu sich, bildeten sich, wie es durch ihre Natur geboten war, also in der Beziehung zu ihrer Umwelt. Ihre Selbsterhaltung war dadurch zugleich Selbsterzeugung, die zur Selbstentfaltung wurde, indem sich diese Naturwesen zu sich selbst verhalten, sich fortpflanzen und entfalten konnten. Leben ist daher [[Subjektivität]], also Selbsterzeugung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung, Reichhaltigkeit an natürlicher Bezogenheit, an [[Naturempfindungen]], aus denen alle weiteren [[Empfindungen]] sich ergeben, die eigenes Wachstum, also Bewegung durch sich und um seiner selbst Willen begründen. Leben setzt nicht das [[Tote]] voraus, denn der Tod ist durch das Leben erst bestimmt als die Individualität seiner Aufhebung, aus der heraus das Leben sich erst wirklich allgemein setzen kann, in der Beschränktheit seiner Individualität, im Sterben der Individuen sich überhaupt fortträgt, fortpflanzt und entfacht. Leben trägt praktisch in sich, was es theoretisch voraussetzt. Es ist entstanden, indem sich in der vorhandenen Materie [[Sinn]] gebildet hatte, Sinn für sich und anderes. Der Sinn ist das lebende Produkt der Naturgeschichte der [[Materie]] als geschichtliche [[Natur]] des Lebens; die Sinnbildung selbst ist Leben als Prozess, Naturgeschichte der Sinnlichkeit. Diese Geschichte ist immer materiell, weil Sinn selbst nur als Verhältnis der Materie besteht, als Verhalten von toter und lebender Materie, als lebender [[Stoff]] im [[Stoffwechsel]] des Lebens. Das Lebende bezieht sich hierbei erkennend auf das [[Tote]], bildet sich in der Kenntnis hiervon, nimmt es auf und stößt es ab und weiß dies in sich (siehe [[Gewissheit]]). Von daher ist diese Erkenntnis grundlegende [[Notwendigkeit]] für jeden Lebensprozess. Leben geht zugrunde, wenn es der bloßen [[Notwendigkeit]] unterworfen bleibt, weil es unmittelbare [[Freiheit]] ist: &#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen.&#039;&#039; [[(K. Marx, MEW 1, 60)]] Dass das Lebende das Tote empfindet, zeigt sich an den urtümlichsten und einfachsten Verhältnissen des Stoffwechsels und der Assimilation. Die Fähigkeit, Stoffe für sich adäquat aufzunehmen und zu verdauen und die Schlacke abzusondern, macht den ersten Sinn in der Natur für die Natur aus. Indem Maße, wie lebende Zellen die Asche der Sauerstoffverbrennung nicht ausscheiden können, altern sie und nähern sich ihrem Tod. Ohne Empfindung für das, was dem Leben schadet, ist es nicht möglich. Auch die Nervenzellen verfahren ähnlich, wenn sie sich ein Bild von ihrer Umwelt machen und sogar in der Lage sind, diese zur eigenen Gestalt zu bringen, z.B. in den Tarnfarben, die Tiere aus ihrer Umgebung beziehen und erzeugen können. Schon Hegels System der Sensibilität hat diesen Gedanken aufgenommen, als er das Nerven-, das Blut- und das Verdauungssystem als Totalität der natürlichen Gestalt auffasste, und diese schon als pflanzlichen Sinn begriffen hatte (Hegel, Enzyklopädie §354). Der Sinn ist selbst eine [[Erkenntnis]], indem er sich zur toten Materie wesentlich verhält als Sinn für sie, wie er auch die erste Erkenntnis für sich dadurch ist, in diesem Verhalten die Fähigkeit zu haben, Totes von Lebendem zu scheiden und auszuscheiden, sich darin zu bilden und tätig zu sein und als wirkliches, also [[Wirkung]] habendes Leben herauszubilden. So wie das Leben als Sinn der materiellen Natur entstanden ist, so ist der Sinn das Leben mit ihr. Die ganze Sinnbildung kann nichts anderes sein, als eine Naturgeschichte, die sich für sich begeistert hat. Der Geist selbst ist unmittelbar sinnlich, auch wenn er Verhältnisse eingeht, in denen er sich von seiner sinnlichen Natur entfernt, um auf sie wieder zurückzukommen. &#039;&#039;Die Entstehungsgeschichte des Menschen ist die Bildungsgeschichte seiner Sinne&#039;&#039; (Marx). Und diese ist nicht als solche nicht [[bestimmt]], also ohne Ende. Die [[Aufklärung]] versteht jede Bildung als [[Mittel]] zu einem höheren Zweck. In diesem Sinn hatte auch Darwin seine Selektionstheorie entwickelt. Er sah den Zweck schon in der Natur als Prinzip der Selektion, welche die fortschrittlichen Fähigkeiten durch Fortpflanzung vermehrt und ausbreitet. So beflügelte er das moderne Prinzip eines höheren Nutzen der Selektion und wurde in diesem Sinn auch gerne von Reaktionären überinterpretiert. Aber in seinem Denkansatz waren sie auch leicht zu bestätigen, steckt darin doch ein schlichter Utilitarismus der Auslese in einer naturwissenschaftlichen Verkleidung, die eigentlich Naturmythologie ist. Es ist dem [[Darwinismus]] entgegenzuhalten, dass er eine Lebensgeschichte des Untergangs vorstellt. Für ihn ist die Sinnbildung des Lebens zufällig, die Vernichtung von &#039;&#039;Lebensunfähigkeit&#039;&#039; vernünftig. Im Grunde vollstreckt er theoretisch die Vernunft einer Vergänglichkeit von Lebensvielfalt - ein Widersinn in sich. Warum sollte Leben sich entfalten und dann auf das Machbare reduzieren? Es mag verschwenderisch für den erscheinen, der damit haushalten will, aber seiner Sinne ist es damit enthoben. Warum diese sich ändern und warum Leben selbst Sinn bildet, ist dem Darwinismus als [[Verstand]] der [[Aufklärung]] fremd und zugleich Grundlage von einer der schlimmsten Gesellschaftstheorien der Geschichte (siehe auch [[Rassismus]]). Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist genauso leblos wie die Frage nach dem [[Sinn]] des Atmens, dem Sinn der [[Erkenntnis]], dem Sinn der [[Liebe]] usw. Indem ich atme, erkenne, liebe usw. lebe ich. Das Leben kann keinen anderen Sinn haben als den Sinn, den die Menschen für ihr Leben haben und äußern. Indem sie dies befragen, vollziehen sie den Selbstwiderspruch, der sie an sich [[zweifeln]] lassen müsste, um Selbstkritik zu werden: Atme, erkenne, liebe ich nicht oder vielleicht nicht ganz richtig? Muss ich also mein eigenes Leben verneinen, es als falsches begreifen, um richtig leben zu können (siehe [[Adorno]]: &#039;&#039;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&#039;&#039;)? Was aber kann dann richtiges Leben, richtiges Atmen, richtiges Erkennen, richtiges Lieben usw. sein, das ich nicht kenne, dessen ich nicht fähig bin, das mich fragen lässt und zugleich meine Frage verneint indem sie mich verneint? Es stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens als Suche nach dem richtigen Leben. Diese Frage ist ein Widersinn. Sie kann gar nicht nur Frage sein; sie ist zugleich Antwort: Erscheint das geäußerte Leben sinnlos, so haben die Menschen ihre Sinne nicht [[wirklich]] außer sich, haben nicht ihre Natur verwirklicht und keine [[Wirklichkeit]] ihrer [[Natur]]. Sie sind also selbst von Sinnen, wenn sie ihre Welt nicht als ihre Natur erleben. Ihr Leben ist wirkungslos, also [[unwirklich]] - ein [[Unding]] in sich. Doch Leben kann nicht sinnlos sein, es selbst ist der Sinn, der Unsinn von sich scheidet, ausscheidet und sich über die Ausscheidung bildet. In der Ausscheidung existiert die Asche vergangenen Lebens, der reine Stoff, der kein Leben mehr hat, kein Wesen und daher verwest und wirklich zu [[Unsinn]] geworden ist, nicht mehr waltet und keine Welt mehr hat, tote Natur geworden ist. Über das Leben nachdenken kann also nur heißen, über die Welt und ihre Natur nachzudenken. Leben kann eben auch unsinnig erscheinen, wo es sich in [[widersprüchlicher]] [[Form]] gestaltet (siehe [[Formbestimmung]]). Es ist hierdurch aber kein falsches Leben, weil es keine falsche Natur geben kann, weil eben richtiges zugleich auch falsch werden kann, sich gegen sich selbst verhalten kann, sich selbst fremd wird, wo es sich gegen sich selbst [[verselbständigt]] (siehe [[Entfremdung]]) und hierdurch unwahr wird (siehe [[Wahrheit]]). Leben lässt sich in vielerlei Hinsicht beschreiben, je nach Einsicht in seine Bewegung und Bewegtheit, ohne dass dies widersprüchlich wäre. Einmal ist es vielleicht der Funke, der aus dem [[Wesen]] sprüht, das Sein, das sich die Finsternis gebar (frei nach Goethes Faust S.47), ein andermal ist es der [[Sinn]] der [[Natur]], die sich selbst hervorbringende, reproduzierende und aus sich schöpfende [[Kraft]], die alles erfüllt, das sich als Ursprung seiner [[Wirklichkeit]] [[erkennt]]. Leben erhält sich selbst, pflanzt sich fort, dehnt sich aus, überwindet sich selbst als reine Stofflichkeit und treibt fortwährend zu einer sinnvollen Beziehung der [[Stoffe]], welche sich in einem lebenden [[Subjekt]] vermitteln als sein [[Stoffwechsel]] und seine Sinnbildung als ein und dasselbe. Diese ist daher seine [[notwendige]] und subjektive [[Beziehung]] auf andere Subjekte: [[Gesellschaftlich]] wirkliches Sein der menschlichen Natur im natürlichen Verhältnis der Menschen. Leben ist die Natur der Geschichte und die [[Geschichte]] der Natur in einem, die als gesellschaftliche Naturgestalt Resultat ihrer Sinnbildung, [[subjektiv]] wie [[objektiv]] gesellschaftlich ist. Leben ist der [[Sinn]], welchen der Stoff in seinem beständigen Wechsel bildet und den er hat, wenn er im Wechsel sich verändert und als anderes ist. Sinn ist die Revolutionierung, die sich selbst erneuernde Wiederkehr des Stoffes, indem er die Menschen zur Natur und die Natur zum Menschen, den Stoff selbst zum Menschensein treibt. Darin besteht die natürliche Identität jeder Gesellschaft, welche die Mittel ihres Geistes als sinnbildenden Stoffwechsel hat, als ihren wirklichen [[Reichtum,]] als Lebensbereicherung durch gesellschaftliche Sinnbildung. Leben bildet sich daher nicht und entwickelt sich nicht in seiner Beschränkung und Ausrottung (vergl. [[Darwinismus]]), als ob es sich erst aus der Überwindung seines Überflusses ergäbe; es bildet sich immer wieder als neues Leben, wenn die Verbindung, die es eingeht, auch Neues erzeugt, dieses als sein eigenes Erzeugnis und als seine Erneuerung dadurch bildet, dass es ein altes Wesen bewährt und freisetzt, sich darauf gründet, um es in seiner Verwirklichung der Verwesung zu überlassen. Leben entsteht und bestärkt sich nicht als Überlebendes im Kampf der Sinne (es müsste reiner Unsinn sein!), es entsteht aus seiner eigenen [[Fortbestimmung]] in und durch anderes Leben (Fortpflanzung). Es entsteht in der Besinnung seines Werdens, Sinnfindung im Wechsel der Stoffe, worin es erst wirklich (weil praktisch) zum stofflichen Leben kommt. Leben ist nicht teleologisch; es ist prinzipiell unlogisch, fraglos, grundlos, folgenlos. Es ist prinzipienlos begründet; - aber es selbst erklärt sich aus seinem Gewordensein als ein durch sich selbst wie durch andere begeisterter Stoffwechsel. Das Leben hat Sinn, weil es sinnlich ist und weil sinnlich sein heißt, sinnbildend zu sein. Im Sinn hat der Stoff seinen Geist, wie er selbst anderer Stoff nur ist, durch seine Begeisterung, durch sein gesellschaftliches Sein, durch seine Beziehung auf andere. Der Stoff hat seinen Sinn im Leben erkoren, gesucht und gefunden, assimiliert und dissimiliert. Das Leben hat sich selbst als Sinn im Wechsel der Stoffe gebildet, sich Nahrung gegeben, Bewegung verschafft und fortgepflanzt. Es hat in seiner Ausdehnung seinen Sinn bestätigt und bestärkt, indem es sich darin verfeinert und beschränkt. Leben ist der sich selbst fortwährend bildende Sinn. Die Sinnbildung ist die innerste Lebenstätigkeit, die in der pflanzlichen wie tierischen Natur bis hin zum Menschen [[tätig]] und [[leidend]] ist, Wachstum und Siechtum begründet und sich durch immer neue Gestaltungen bestätigt. &#039;&#039;Die Entwicklung der fünf Sinne des [[Menschen]] ist das Resultat der bisherigen Weltgeschichte&#039;&#039; (Marx, MEW 40). Leben entwickelt sich auch in seinem [[Tod.]] Er ist notwendige Erneuerung, Entfaltung und Subjektwerdung des hieraus Geborenen. Von daher ist der Tod nur das verschwindende Moment des Lebens, die &#039;&#039;Kränkung des Individuums&#039;&#039; (Marx), welches ihm verfällt und verwest, sein individuelles [[Wesen]] verliert um sein allgemeines Wesen in der Naturgeschichte der Menschen zu gewinnen. Der Tod beweist nur die Endlichkeit seines [[Daseins]], die Verletzlichkeit des Lebens. Leben ist ohne Tod undenkbar; es gestaltet sich darin, ihn als seine wesentliche Verletzung zu leiden. Jeder [[Schmerz]], welcher im Leben auftritt, zeugt von seinem [[Leiden]] und erzeugt als Lebenstätigkeit, als [[Leidenschaft]], in gleicher Weise sein Wachstum, seine Rückführung auf sich als Erneuerung seines [[Seins]]. Leben ist wirkliches, das heißt tätiges Leiden, den &#039;&#039;Leiden heißt sinnlich sein&#039;&#039; (Marx). Dies ist ganz im Gegensatz zur Larmoyanz der [[Lebensbergung]], dem Räsonieren der Beschädigung, welche Schmerzen auslösen. Diese wendet Leiden in die Reflexion des Beschädigtseins, eigentlich in die reflektierte Schmerzhaftigkeit, in den abgehobenen Schmerz, in die Grundlosigkeit von Verletzung. Die Beschreibung des beschädigten Lebens (siehe &#039;&#039;Minima Moralia&#039;&#039; von [[Adorno]]) erweckt somit auch eher die Hoffnung auf [[Erlösung]], als dass sie Leben ergründet und Schmerz wendet. Leben wird in der subjektiven Philosophie [[(Schopenhauer,]] [[Nietzsche]]) als Ausdruck des [[Willens]] angesehen. Wesentlich würde es sich daraus ergeben, dass mit Willen begabte Wesen Leben gestalten würden - eben weil sie es wollten. Dies zeige sich aus der ganzen [[Geschichte]] der [[Natur]] und der [[Menschheit.]] Bei solcher Lebensbetrachtung aber zeigen sich nur Resultate. Die konkreten Willensverhältnisse bestanden immer aus Kämpfen und Kriegen, die zum Niedergang eines &#039;&#039;Willens&#039;&#039; zugunsten der Macht eines anderen führten. Bleibt die triste altmütterliche Borniertheit: Leben heißt Kämpfen? Willensverhältnisse sind eher paralytisch, als dass sie Leben zeigen. Wille unmittelbar gibt es nicht ohne die Mittel seiner Realisation - und somit kann Wille selbst nicht wesentlich sein: Er besteht nur durch seine [[Mittel]] und ist zweckhafte [[Relation]] einer gegebenen [[Vermittlung]]. Für sich ist der Wille nichts ohne seine Voraussetzung und somit leblos. Nur durch seine Mittel wird ein Wille mächtig - nicht unbedingt gegen anderen Willen, sondern schon gegen jede Macht, die Mittel zur Willensentfaltung bietet. Wille will die Ohnmacht des anderen, kann sich nur mit [[Macht]] durchsetzen (siehe [[Logik der Kultur]], Teil 3). Es ist solche [[subjektive]] [[Ideologie]] daher immer [[reaktionär]], eine Legitimationsideologie von Willkür, die der Machterhaltung dient. In der objektiven Philosophie (z.B. [[Kant]], [[Hegel]], [[Freud]]) wird eher das [[Bedürfnis]] als Lebensgrundlage angesehen, also das Verlangen des Menschen nach Objekten, die er sich für seine Bedürfnisse zurichten muss und denen er erliegt, wenn er ihrer nicht Herr wird. Es ist wesentlich der Standpunkt der [[Aufklärung]], der sich zwischen Selbstentfaltung und [[Selbstbeschränkung]] zerreibt und der [[Geschichte]] die [[Idee]] der Erfüllung und [[Erlösung]] beigibt. Es ist eine mehr oder weniger deutlich formulierte [[Ideologie]] des Fortschrittsglaubens. In den pragmatischen Theorien kommt Leben fast nur noch als Theorie der Lebenserfahrung und des [[Lernens]] zur Verwendung für Lebenshilfen vor. Jeder Lebensbegriff setzt das Begreifen und das Begriffene dem Leben voraus und widerlegt sich somit selbst, wie er auch jede theoretische [[Philosophie]] als [[Theologie]], als Spekulation auf einen Lebensspender, auf einen vorausgesetzten, unerfüllten Lebenssinn beweist. Leben kann keinen [[Begriff]] haben. Es ist [[Sein]] von [[Geist]] und [[Sinn]] in seiner Unmittelbarkeit, Rückhaltlosigkeit und [[Liebe]] als Tätigkeit des Lebens[[mut]]s. Es besteht aus der beständigen Entfaltung und Rückkehr des Lebenskerns durch die Bewegung und Ausbreitung seines Sinns (im weitesten Sinne des Wortes). Leben besteht aus dem Übergang von Stoff und Geist in der Assimilation und Reproduktion als pulsierendes Wesen, das seiner selbst genug ist, und seinen Sinn in seiner Ausbreitung dadurch bestärkt, dass er nichts nötig hat, außer seiner Entfaltung, Bereicherung seines Verhältnisses zu sich selbst. Es selbst ist unlogisch und un[[dialektisch]] (dies im Gegensatz zu Engels &#039;&#039;Dialektik der [[Natur]]&#039;&#039;, siehe auch [[Logik]]) und nur durch seine [[Endlichkeit]] unendlich. Die Verwirklichung von Leben ist die Entwirklichung von [[Tod]], der darin zu einem verschwindenden Moment des Lebens wird. Leben besteht nur in dieser [[Wirklichkeit]] und kann daher weder richtig noch falsch, weder [[Wahrheit]] noch [[Täuschung]] sein. Sie ist menschliche [[Geschichte]], auch wenn sie in [[Zuständen]] des Todes und der [[Barbarei]] in ihrem [[Entschluss]] verharrt, solange deren [[Logik]] nicht [[begriffen]] ist und [[Lebenswerte]] das Leben ersetzen. Dass diese selbst schon tödliche Denkformen eines gegen sich selbst abstrakten Denkens sind, ist eine grundlegende [[Erkenntnis]] des [[Historischen Materialismus]], der sich aus der Erklärung der Welt, aus der Aufklärung gelöst hat (siehe [[Philosophie]]) und den [[Menschen]] in seiner [[Praxis]] als sich selbst äußerndes, aber auch entäußertes [[Wesen]] begreift (siehe [[Arbeit]]). Er setzt sich wesentlich praktisch gegen die [[Entfremdung]] des menschlichen Wesens in der Versteinerung seiner Lebensprozesse, in denen sich in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] die [[fremden Kräften]] der [[Verwertung]] des Lebens (siehe auch [[Ökonomie]], [[Entfremdung]]) als gesellschaftliche Macht im [[Kapital]] etabliert haben (siehe auch t[[ote Arbeit]]). Die [[Lebenszeit]] ist nicht unabhängig von der Lebenswelt und nicht einfach natürlich, weder in der Empfindung für sich, noch in der An[[zahl]] der Jahre. Überhaupt ist [[Zeit]] nur in Beziehung auf [[Geschichte]] und deren Umstände zu begreifen und hat mit dem Leben selbst nur hierdurch zu tun. Das entäußerte Leben ist das [[Erleben]], das vom Leben herausgesetzte Lebensereignis, dessen Sinn alleine im Moment wahr ist, ohne Grund und Folge, ohne Geschichte und Erkenntnis, ganz für sich noch als Moment der [[Wahrnehmung]]. Im Erlebnis fließen [[Ereignisse]] zusammen, die aus ihrer Geschichte herausgenommen sind, noch ganz in der Erlebensweise das Leben nur reflektieren, das sie vorgeben können, weil es vorgegeben ist: Affirmation der Lebensform (siehe [[Lebensraum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst orgamittelbar behzeiugnisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FsterEs ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“ (Hannah Arendt in einer Kolumne von 1942.)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Still ist der [[Tod]], die ewige Endlichkeit, [[Leben]] ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen. [[(K. Marx, MEW 1, 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leben]] entsteht in der Selbstunterscheidung eines [[Wesens]] im Chaos der [[stofflichen]] Vielfalt im [[Verhalten]] zu seiner Verwesung, zu seinem [[Tod]], in der Unterscheidung eines inneren [[Seins]] vom äußeren, das sich im [[Verhältnis]] seiner [[Identität]] zu ihrer Veränderung verwirklicht. Darin entsteht eine [[Beziehung]] von [[Inhalt]] und [[Form]] des [[Seins]], die sich im [[Verhalten]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] äußert, sich selbst immer wieder in seiner [[Vergegenständlichung]] [[aufhebt]] und erneuert, sich durch den Wechsel seines [[Daseins]], durch seine Formverwandlungen in den [[Verhältnissen]] seiner [[Bewegungen]] fortbildet und seine [[natürliche Intelligenz]] im [[Reichtum]] seiner [[Sinne]] findet und [[empfindet]] und sich im [[Verhältnis]] zu sich durch Anderes [[verwirklicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst organisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist [[Emanzipation]] von der [[Versachlichung]], der [[Sinn]] von freier [[Bewegung]]. Die Begeisterung für die [[Sache]] der Menschen ist das schiere Gegenteil zur Materialisierung des Geistes. Beweist diese doch nur die Armut seiner [[Einverleibungen]], zeugt jene vom [[Reichtum]] des menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Mag das Leben sterben: der Tod darf nicht leben. Hat der Geist nicht mehr Recht als der Körper? Allerdings hat man dies oft dahin interpretiert, daß den Geistern von freier Motion die körperliche Motion sogar schädlich und daher zu entziehen sei. [[(MEW 1, Seite 59)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat Marx gegen Hegel gesagt, um ihm die Unendlichkeit des Werdens und Vergehens zu nehmen, die Ewigkeit seiner Begriffe aus den göttlichen [[Prinzipien]] eines Weltgeistes zu nehmen und ihm das Leben als Lebensmacht des wirklichen Menschen, als seine [[Naturmächtigkeit]] entgegen zu stellen, als [[Grund]] seiner Lebenstätigkeit sowie auch als [[Grund]] seiner [[Selbstentfremdung]] zu unterlegen. Leben ist nicht [[logisch]]. Es hat keinen [[Begriff]], aber man muss begreifen, was seiner [[Natur]] widerfährt (siehe auch [[Kritik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess des Lebens wird gerne als [[Dialektik]] der [[Natur]] [[interpretiert]] (siehe [[dialektischer Materialismus]]). Es kann sich zwar äußern, doch es kann nicht [[wirklich]] außer sich sein und also auch nicht [[veräußert]] und nicht [[entäußert]] werden. Weil Leben durch sich selbst ist, hat es weder einen [[subjektiven]], noch einen [[objektien]] [[Begriff]]. Es kann deshalb nur durch seine [[Geschichte]] [[begriffen]] werden (siehe [[historischer Materialismus]]). Entstanden war es ursprünglich aus den [[Elementen]] des kosmischen [[Materials]], dem Sternenstaub der sterbenden Sonnen, nachdem sich in einer [[Umwelt]] von Wasser und Licht aus dessen [[Stoffen]] und [[Energieen]], Aminosäuren, Mineralien und Proteine gebildet hatten. Wahrscheinlich haben sich lediglich die Zusammensetzungen der Ribonukleinsäuren auf den unterschiedlichen Planeten verschieden differenziert. Durch das Zusammenwirken der irdischen [[Elemente]] haben sich unter den [[Bedingungen]] des irdischen [[Materials]] [[Stoffwechselprozesse]] gebildet, die ihre [[Geschichte]] begründet und ihre natürlichen [[stofflichen]] Verbindungen geformt und [[strukturiert]] und im Plasmamantel ihrer Reaktionen entwickelt haben. Daraus sind Erbanlagen von Pflanzen und Tiere und schließlich auch Menschen entstanden, die durch Vermehrung aus einem Lebensminimum ein Lebensmaximum erstreben und durch ihre [[natürlichen Intelligenz]] [[gebildet]] und fortentwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben [[vermittelt]] sich daher schon durch die Geburt der Individuen aus dem [[Dasein]] der [[Natur]] (natus = Geburt), die [[Intelligenz]] der [[Energie]], die es aus der [[Materie]] gewinnt. Leben ist Vielfalt und [[Bewegung]], [[Reichtum]] der [[Sinne]] und Verschwendung ihres Treibens, Schöpfung und Entfaltung, [[Spiel]] und [[Arbeit,]] [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] - [[Bildung]] und [[Entwicklung]] der [[Natur]]. &#039;&#039;Leben ist Bewegung&#039;&#039;, sprach auch Leonardo da Vinci. So ist alles Natürliche vor allem Lebensgeschichte, [[Geschichte]] der [[natürlichen Intelligenz]]. die zwar auch den [[Tod]] als ein inneres Moment hat, niemals aber ein Moment des [[Todes]] ist. Leben kann sich selbst hinterlassen auch wenn es stirbt, weil es durch seine und in seiner [[Geschichte]] sich immer wieder vom [[Tod]] erholt, sich dadurch erhält, dass Leben zwar individuell stirbt, im [[Allgemeinen]] als Gattungswesen aber gerade hierdurch überlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Tod scheint als ein harter Sieg der Gattung über das bestimmte Individuum und ihrer Einheit zu widersprechen; aber das bestimmte Individuum ist nur ein bestimmtes Gattungswesen, als solches sterblich. [[(MEW 40, Seite 539)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist die Entfaltung seiner bestimmten [[Natur]]. Und das [[Wesen]] der [[Natur]] ist ihre [[Intelligenz]], die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] anzueignen und zu [[entwickeln]]. Diese entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden, zu [[empfinden]], und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen. Von daher ist Intelligenz materiell schon in der chemischen Affinität von unterschiedlichen [[Stoffen]] angelegt, die sich zu einem [[Stoffwechsel]] entwickelt hatten und hierfür ihre Nahrung von ihrer Ausscheidung unterscheiden mussten. Schon mit dem [[Stoffwechsel]] war Ausdehnung und also auch Wachstum als wesentlicher Zweck der [[Natur]] entstanden. Das war die Grundlage für jedes [[Wachstum]] der [[Natur]] und hat zur natürlichen Zelle und deren Organisation und Vermehrung geführt und ganze Orgnismen geschaffen. Die haben auch die Organisation und innere [[Beziehungen]] ihrer Organe in einem eigenen Zweck des [[Individuums]] zu seinem Erhalt geschaffen, um mlt ihrer Vermehrung sich auch qualitativ im Zusammenhang mit der ganzen [[Natur]] zu [[bereichern]], indem sie ihr Leben [[intellligent]] gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenz des Lebens besteht durch seine fortwährende q[[Emanzipation]] gegen das Absterben der lebendigen [[Beziehungen]] und Lebenszusammenhänge, um sich auch in ihrer Verwesung zu erneuern. Obwohl tote [[Materie]] die allgemeinste [[Lebensbedingung]] ist, ist sie doch selbst kein Lebensgrund, kein [[Grund]] zu leben. Der [[Tod]] geht zwar dem einzelnen Leben voraus, weil es nicht ohne ihn sein kann, nur durch die Vielfalt der Verhältnisse der Arten und [[Generationen]]lebendig ist. Es kommt aber durch ihn vor allem auf sich zurück. Der Tod steht also nicht gegen das Laben und das Leben ist nicht der &#039;&#039;Vorlauf des Todes&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]). Er ist die Einfältigkeit des Lebens, die sich im Niedergang der Vereinzelung erschöpft. Mag der Mensch hiergegen auch seinen [[Gott]] erfunden haben, den Herrscher des Untergangs suchen, wenn und weil er nichts anderes für sich finden kann. Aber auch wenn er die Not der [[Verzweiflung]] zum Zorn der Gattung, zu seiner Lebensbehauptung auflöst (siehe hierzu auch [[Religion]]), so lebt er doch immer nur durch sich selbst und aus sich selbst in [[eigener]] [[Wirklichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Leben gründet auf seiner [[natürlichen Intelligenz]], die sich mit seinem [[Stoffwechsel]] [[entwickelt]] hat und wodurch es sich als [[Wesen]] der [[Natur]] in [[Bewegung]] gesetzt hat und darin seine [[Energie]] erfährt. Leben ist [[Freiheit]], die sich aus ihrer [[Notwendigkeit]] als [[Einheit]] von [[Materie]] und [[Geist]] hervortut, sich im [[Allgemeinen]] [[wesentlich]] über [[Tod]] und [[Verwesung]] hinaus bestimmt, wiewohl der Tod des einzelnen Wesens als Tribut an seine Gattung nötig ist, sich wie von selbst aus der stofflichen Endlichkeit der [[Natur]], aus der natürlichen Beschränktheit der Chromosomen-Replikation ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem das [[Material]] seiner [[Natur]] ihm zwar vorausgesetzt war, aber durch das Beziehen und Abstoßen, durch ihre stofflichen Kräfte in und mit ihrer [[Intelligenz]] erst zum Leben erweckt, als Leben gebildet wurde, ist Leben stofflich wie geistig allen Lebewesen inne, also selbst als lebendes [[Subjekt]] [[tätig]]. Nicht aus einer &#039;&#039;Logik der Natur&#039;&#039;, sondern als Resultat seiner Naturgeschichte (siehe [[Historischer Materialismus]]), die vielerlei [[Zufälle]] enthält, stellt es sich als eine [[Naturmacht]] des Menschen heraus, die sich schließlich in einem menschlichen [[Gemeinwesen]] verwirklicht, das durch seine geschichtliche [[Form]] objektiv bestimmt ist und sich aus seiner [[gesellschaftlichen]] [[Wesensnot]] zwischen [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] fortbildet, seine [[Geschichte]] erst hierdurch in der [[Dialektik]] der [[Klassenkämpfe]] betrieben hat und immer noch im [[Konkurrenz]]kampf um die [[Produktivität]] der [[Arbeit]] betreibt. Der Kapitalist allerdings vermag sich dem auch durch seinen [[Grund]] und [[Besitz]] immer wieder mal zu entziehen - auch wenn er sein [[Geld]] oder dessen [[Wert]] verloren hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Aprês moi le dâluge! »Nach mir die Sintflut!« ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird. Der Klage über physische und geistige Verkümmrung, vorzeitigen Tod, Tortur der Überarbeit, antwortet es: Sollte diese Qual uns quälen, da sie unsre Lust (den Profit) vermehrt? Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend. [[(K. Marx, Kapital I, MEW 23, 285f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht wahr, dass am Anfang alles nur tot, &#039;&#039;wüst und leer&#039;&#039; ([[Genesis 1. Mose]]) gewesen sei. Es war eine ungeheuere Energie, die immer noch allem inne ist. Und es ist ein [[Unding]], Sache der [[Religion]], den [[Tod]] als ein [[Nichts]] zu [[denken]] - so, als wäre der [[Tod]] das Erste als Wüste, das Leben als Grün ihm zu Folge - durch eine [[Macht]] geschaffen, die ihn überwindet, ihm also schon jenseits des Lebens in einer über ihn erhabenen Ewigkeit vorausgesetzt wäre. Doch tote Materie gibt es nicht, auch wenn alles materiell, [[Energie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] ist. Nichts ist tot, bevor Leben ist und Leben stirbt nicht, ohne sich zu hinterlassen, weil sein [[Dasein]] natürlich materiell, an und für sich [[Natur]] ist. Der [[Tod]] ist dessen bloßes Moment als Moment seiner Entblößung (siehe auch [[Krankheit]]), [[Aufhebung]] seiner Geburt, das Überleben der [[Gattung]] über das Leben des Individuums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Frage nach dem [[Sinn]] des [[Seins]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) kann nur in [[Lebensverhältnissen]] auftreten, in denen sich dessen [[Substanzen]] nicht verwirklichen können, nur gebrochen durch &#039;&#039;die Mächte der Finsternis&#039;&#039; (altes Testament) [[erscheinen]] (siehe auch [[Scheinwelt]]), durch ihre [[Wesensnot]] ihre [[Wirklichkeit]] aufgespalten haben, die [[zertrennt]] in [[isolierten]] Welten [[wirkt]] (siehe auch [[Dialektik]]). Und das hat eine lange [[Geschichte]] hinter sich, die sich nicht durch den [[Tod]] und auch nicht durch ein ewiges Leben (siehe [[Religion]]) und schon gar nicht durch die &#039;&#039;ewigen Lehren&#039;&#039; materialistischer [[Ontologie]] und ihrem [[Geschichtsobjektivismus]] (siehe auch [[Dialektischer Materialismus]]), durch lebende [[Abstraktionen]] aufklären lässt (siehe auch [[Aufklärung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod ist als solcher undenkbar, lediglich ein Synonym für Endlichkeit, die mit dem Leben gegeben ist, weil es in seiner Geschichte sich selbst auch überwinden muss. Das Individuum mag daher sterben, aber den [[Tod]] kann es ohne Leben nicht geben. Ohnedies kann er nicht [[sein]], weil dessen Geburt, das heißt Natur, selbst materiell ist. Materie ist der [[Stoff]] des Lebens, wie sie durch eine allgemeine [[Schlussfolgerung]] als seine [[Substanz]] erkennbar ist. Dieser Stoff ist aber eben nur ein Moment des Stoffwechsels, weder Voraussetzung noch Resultat des Lebens. Nicht durch einen [[Geist]] oder eine [[Idee]] begründet konnte Leben entstehen, sondern aus der [[Materie]], die aus der Zusammensetzung ihrer Elemente im Zusammenwirken ihrer [[Stoffe]] ganz [[zufällig]] einen [[Sinn]] für sich entwickelt hatte, der sich mit dem [[Stoffwechsel]] zu einer Lebenswelt seiner [[Natur]], zu einer [[natürlichen Intelligenz]] des [[Stoffwechsels]] fortentwickelt hat, die von sich selbst zeugt, indem sie sich auch selbst erzeugen und fortbilden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Erdschöpfung hat einen gewaltigen Stoß erhalten durch die Geognosie, d.h. durch die Wissenschaft, welche die Erdbildung, das Werden der Erde, als einen Prozeß, als Selbsterzeugung darstellte. Die generatio aequivoca ist die einzige praktische Widerlegung der Schöpfungstheorie.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Nun ist es zwar leicht, dem einzelnen Individuum zu sagen, was Aristoteles schon sagt: Du bist gezeugt von deinem Vater und deiner Mutter, also hat in dir die Begattung zweier Menschen, also ein Gattungsakt der Menschen den Menschen produziert. Du siehst also, daß der Mensch auch physisch sein Dasein dem Menschen verdankt. Du mußt also nicht nur die eine Seite im Auge behalten, den unendlichen Progreß, wonach du weiter fragst: Wer hat meinen Vater, wer seinen Großvater etc. gezeugt? Du mußt auch die Kreisbewegung, welche in jenem Progreß sinnlich anschaubar ist, festhalten, wonach der Mensch in der Zeugung sich selbst wiederholt, also der Mensch immer Subjekt bleibt. Allein du wirst antworten: Diese Kreisbewegung dir zugestanden, so gestehe du mir den Progreß zu, der mich immer weitertreibt, bis ich frage, wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten: Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? Frage dich, ob jener Progreß als solcher für ein vernünftiges Denken existiert? Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du also vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend denkst, so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst? Quelle: Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) [[(Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 545 bis 547)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist Geburt und [[Tod]], [[Bewegung]], Ruhe und Unruhe durch sich selbst, Vereinigung, Entzweiung, Vermehrung, [[Stoffwechsel]] und [[Gewissheit]] von sich, [[Erkenntnis]] - [[Sinn]] und [[Geist]] im beständigen Werden, in seiner [[Geschichte]], [[Geschlecht]] im Entstehen und Vergehen, der geschichtliche Akt der fortwährenden Selbsterzeugung, der [[Entwicklung]] und Entfaltung in der konkreten [[Sinnlichkeit]] der [[Natur]] (siehe auch [[Sinnbildung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung seiner [[Stoffe]] war durch das rein [[zufällige]] Verschmelzen und Aufeinanderprallen von unbestimmt zusammentreffenden Planeten und Kometen entstanden, aus dem die entsprechenden Mineralien und Gase eine [[Entwicklung]] von [[Leben]] auf der Erde ermöglicht hatten und durch die eine hohe Energie in ihren Urgesteinen gebunden war und die zur Substanz ihres Stoffwechsels geworden war. Hieraus lässt sich aber nicht begründen, dass dieses Verhältnis von Stoff und Energie sich zielgerichtet - quasi [[logisch,]] bzw. teleologisch - zum Leben entwickelt hätte. Solche [[Entwicklung]] könnte nur aus einem bestimmten Zusammentreffen von bestimmten Teilen ergehen, die schon selbst ein [[substanzielles]] Bestreben zueinander und füreinander haben müssten. Doch weil Materie immer schon aus qualitativ unterschiedlichen Elementen besteht, kann sie kein logisches Bestreben durch sich selbst entwickeln. Ihre Entwicklung und Geschichte lässt sich also nur aus dem Zusammentreffen qualitativ unterschiedlicher Elemente erklären, besonders aus Wasser, Mineralien und Gasen, die in den heute noch existenten Verbindungen nur durch den Zufall interplanetarischer Kollisionen in der Erdentstehung zusammenkommen konnten. Diese stoffliche Grundlage enthielt zwar schon alle Möglichkeiten einer Naturentwicklung, aber bei aller vorhandenen [[Energie]] noch keine [[Notwendigkeit]], dahin zu kommen, aus diesem stofflichen Material lebendig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der bloßen [[Materie]] ist [[Energie]] in ständiger [[Bewegung]] und gerät in intensivere oder extensivere [[Zustände]], die sich in einem mäßigeren [[Erregung]]szustand stabilisieren oder sich auch übermäßig verdichten konnten. Säuren und Gase konnten sich unter dem Einfluss von vulkanischer Dichte und irdischer Magnetwellen im Wasser in allen möglichen Energieformen und Aggregatzuständen verbinden und zu Eiweißmolekülen verschmelzen und Zellplasma werden, in denen die ursprünglichen Säuren sich zu DNS und RNS (bzw. DNA und RNA) verbinden konnten, aus der die Doppelhelix der Lebensverbindungen entstand, die Grundlage der Vermehrung und des Zellwachstums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre chemoelektrische Spannungen begannen diese Molekülverbindungen in bestimmter [[Beziehung]] zu pulsieren und andere Stoffe zu binden oder auszusondern und dadurch einen eigenen Energiehaushalt zu entwickeln. Es war die Gunst dieser [[Beziehungen]], die sie zu ihrer Erhaltung und Verfestigung zu einem [[Stoffwechsel]] brachten, der günstigere materielle und energetische Formen wie auch ungünstigere Fülle entstehen ließ und ihre Stoffaufnahme und Ausscheidung zu einem eigenständigen [[Leben]], zur Lebensgeschichte der Natur als Naturgeschichte des Lebens entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber erst mit einem zufällig entstandenen Zusammenkommen von Eisen und Magnesium in den Urschlämmen einer nur im [[Raum]] bestimmten [[Masse]], also in einer überzufällig bestimmten [[Dichte]] der [[Stoffe]] konnte sich Chlorophyll und Hämoglobin bilden, was die Bedingung für den [[Stoffwechsel]] des [[Leben]]s zwischen Pflanzen und Tier ist. Es sind dies die Moleküle für die Träger des Lebens, für die Zellfortbildung ihrer Organismen, die sich überhaupt nur in diesen darin gebunden Metallen unterscheiden und deren Fähigkeiten es ermöglichten, Sauerstoff und Kohlendioxyd zwischen Tier und Pflanze so auszutauschen, so dass hierbei eigene Lebens[[energie]] frei werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Karl Marx noch nicht genau wissen konnte, das erschloss er aus dem sinnlichen Leben selbst, aus der Naturgeschichte der [[Sinne]], wie sie heute leben. Nicht der bloße [[Stoff]], sondern das stoffliche Leben ist der Kern des von ihm formulierten Materialismus, aus welchem sich auch die [[geistigen]] [[Entwicklungen]] begreifen lassen, - nicht als Zufall, wohl aber als [[Sinn]] für sich. [[Sinnbildung]] entsteht nicht durch eine [[Logik]] der Materie, sondern aus der Materie des Lebens in seinem Werden und Vergehen, seiner eigenen [[Bewegung]], seiner Naturgeschichte. Hierin hat der [[Historische Materialismus]] seine Grundlagen. Sie kennt noch keine [[Negation]], keine [[Dialektik]], und unterscheidet sich hierin auch von den Begründungen des so genannten [[Dialektischen Materialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Aufklärung]] ist für [[wissenschaftliche]] [[Erkenntnis]] zwar weitgehend zweifelsfrei, dass Leben durch [[Materie]] sich entwickelt hat, dass es selbst materiell ist. Es ließ sich aber aus der reinen Materie der Natur nicht [[aufklären]], wie es dahin gekommen ist, dass sich [[Natur]] nicht nur bildet und reproduziert und sich selbst fortbildet, sondern sich in ihr zugleich ein Geschick der [[Natur]] erkennen lässt, dass sie sich selbst zu einer [[Intelligenz]] entwickelt hat, die ihr nicht zu- oder angetragen worden sein kann. Weder die [[Entwicklung]] der Natur, noch ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] als [[Kultur]] lässt sich verstehen, will man in ihr nicht selbst eine[[natürliche Intelligenz]] anerkennen, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt (siehe auch [[Evolution]]). Man könnte hier schon anmerken, dass dies die Grundform einer [[Intelligenz]] ist, die sich aus ihrem Mangel herauszusetzen, sich zu [[emanzipieren]] verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennt man dies an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] gelten lassen. Für die einen mag sie zwar noch aus einem übernatürlichen [[Subjekt]], aus einem unpersönlichen [[Gott]] als [[Wesen]] der [[Natur]] zu erklären sein, tatsächlich aber bleibt sie materiell und entfaltet ihren [[Sinn]] immer nur in der [[Beziehung]] auf andere [[Materie]], verhält sich in einem unentwegten Wechsel zu einem [[Sein]] durch anderes, durch fortwährende [[Ergänzung]] und Änderung. Leben wäre demnach aus der [[Intelligenz]] seiner [[Sinnbildung]] heraus zu begreifen, aus einer Art Partnersuche der Elemente, die in der Bestimmung ihres [[Stoffwechsels]] sich bereichern und differenzieren (vergleiche den Stoffwechsel von Sauerstoff und Kohlendioxyd durch den gegensinnigen Bedarf von Magnesium und Eisen zwischen Chlorophyll und Hämoglobin, der die Grundlage des Verhältnisses von Flora und Fauna ausmacht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle, die aus der Variabilität ihrer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden hat, sich aber zugleich auch auftrennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist die Grundlage der Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil [[Materie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] das Maß der [[Geschichte]] ist, kann es von [[Natur]] aus keinen Stillstand geben. Leben ist [[Bewegung]], die [[Sinn]] hat und [[Sinn]] macht. Es findet also statt in [[Raum]] und [[Zeit]], nicht nur als das Verhalten der [[Natur]] sondern als ein natürliches [[Verhältnis]], ein [[Lebensverhältnis]] der [[Sinnbildung]] im [[Stoffwechsel]] seiner unentwegten Veränderung, als Dasein einer permanenten Selbstveränderung, die durch sich selbst zugleich als Anderes und durch Anderes bestimmt ist. Leben ist die [[Selbstentfaltung]] der [[Natur]], Tätigkeit ihres [[Stoffwechsels]], [[Naturempfindung]] und Selbsterneuerung, die nichts sein lässt, was es war und alles hervorbringt, wofür sich [[Sinn]] findet: [[natürliche Intelligenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dieser Prozess ist es die zum [[Subjekt]] gewordene [[Materie]], [[Geschichte]] einer [[Energie]], die sich in ihrer Materialisierung von ihrem Rückstand unterscheidet, Schlacke ausscheidet und sich dadurch materiell bereichert, dass sie sich zu diesem verhält, sich von ihm entfernt, um sich mit ihm zu vereinigen, sich entwickelt, indem es ihn zugleich als [[Stoff]] für sich objektiviert. Im Stoffwechsel vollzieht sich ihre Vervielfältigung und Differenzierung, die durch ihr eigenes Wirken selbst zu einer [[Wirklichkeit]] der [[Intelligenz]] ihrer [[Natur]] geworden ist (siehe [[historischer Materialismus]]). Intelligenz ist nicht funktional und also nicht reproduktiv, sondern immer schon produktiv (siehe [[Evolution]]). Von daher ist Leben selbst zugleich die Lebenserzeugung einer Gattung und ihrer Lebensverhältnisse, - und als menschliches Leben also auch nicht im einzelnen, sondern [[gesellschaftlich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Produktion des Lebens, sowohl des eigenen in der Arbeit wie des fremden in der Zeugung, erscheint nun sogleich als ein doppeltes Verhältnis – einerseits als natürliches, andererseits als gesellschaftliches Verhältnis –, gesellschaftlich in dem Sinne, als hierunter das Zusammenwirken mehrerer Individuen, gleichviel unter welchen Bedingungen, auf welche Weise und zu welchem Zweck, verstanden wird. Hieraus geht hervor, daß eine bestimmte Produktionsweise oder industrielle Stufe stets mit einer bestimmten Weise des Zusammenwirkens oder gesellschaftlichen Stufe vereinigt ist, und diese Weise des Zusammenwirkens ist selbst eine Produktivkraft, daß die Menge den Menschen zugänglichen Produktivkräfte den gesellschaftlichen Zustand bedingt und also die Geschichte der Menschheit stets im Zusammenhange mit der Geschichte der Industrie und des Austausches studiert und bearbeitet werden muß. [[(MEW 3, S. 29f)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Materie überhaupt subjektiv werden, wie Natur entstehen konnte, ist die Frage, deren Beantwortung die Grundlage eines jeden Selbstverständnisses des Lebens ausmacht. Es ist die Frage nach dem [[Sinn]], in dem es sich vollzieht, die Unterscheidung zwischen Reproduktion und Produktion des Lebens, das Ur-Teil seiner [[Geschichte]], seiner Selbstwahrnehmung als Erkenntnis seiner selbst in Anderem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die Frage nach der [[Intelligenz]] des Lebens selbst. Es bereichert sich, indem es sich durch Aneignung auf anderes bezieht, ohne sich im Anderssein und Anderswerden zu widersprechen. Indem es in seiner Änderung sich selbst vermehrt, entspricht es vor allem sich selbst. Nichts widerfährt ihm, weil alles sich in ihm selbst erfährt (dies gegen den [[Darwinismus]]). In seiner Formverwandlung erfüllt sich sein Sinn, der zugleich Sinn für sich bildet, indem er Sinn durch anderes findet und [[empfindet]]. Leben kennt keine [[Negation]], auch wenn es stirbt. In seinem Untergang wird es zum Stoff für anderes Leben, das darin aufgeht. Der [[Tod]] ist ein Moment des Lebens (dies gegen [[Heideggers]] &#039;&#039;Sein zum Tode&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Leben auf der [[Materie]] gründet, ist heute zweifelsfrei. Wie es aber dahin gekommen ist, nicht nur seine Natur zu reproduzieren sondern sich zugleich aus der Natur zu einem Geschick der [[Natur]], zu einer [[Intelligenz]] zu entwickeln, lässt sich nicht aus der Natur entwickeln, erkennt man nicht in ihr selbst eine[[natürliche Intelligenz]] an, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt hat. Erkennt man dies aber an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] überhaupt gelten. Für die einen ist sie allerdings nur aus einem übernatürlichen Subjekt, aus [[Gott]] zu erklären, für den [[Historischen Materialismus]] ist sie selbst schon als [[Geschichte]] einer natürlichen Gesellschaftsbildung zu verstehen, welche als Natur des Menschen in der Natur seiner gesellschaftlichen Intelligenz aufgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle zur DNA, die aus der Variabilität einer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden bleibt, sich aber zugleich auch von ihre trennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist dadurch die Grundlage der seine Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Mit der [[Entwicklung]] des Lebens war jedenfalls die Anlage zu einer bestimmten [[Entwicklung]] entstanden: Die [[Geschichte]] der Natur, in der zugleich die Menschheitsgeschichte als Menschwerdung der [[Natur]] angelegt war. Sie begründete das menschliche Vermögen, durch seine gesellschaftliche [[Verhältnisse]] selbst zu einer [[Naturmacht]] zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange die Menschen noch in der Macht der Natur gebannt blieben, beantworteten vor allem die Naturreligionen die Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Fragen nach einer Begründung des lebendigen [[Seins]]. Mit der Entwicklung komplexer sozialer Verhältnisse traten zunächst andere [[Religionen]] dafür ein, dass sie durch ein überkosmisches Subjekt, durch einen [[Gott]], geschaffen und &#039;&#039;geschenkt&#039;&#039; worden sei. Mit der Entwicklung der Naturwissenschaften ging diese Beantwortung mehr in der weitergehenden Frage auf, welche nach der [[Intelligenz]] des Lebens in ihm selbst, in seinem stofflichen [[Dasein]] sucht: Die Frage, welchen [[Sinn]] es selbst verfolgt, woraus sich auch ergeben würde, wie es entstanden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben muss nicht aus einem höheren Sinn, aus einer vorausgesetzten Intelligenz gebildet sein, wenn man die Grundlagen seiner Intelligenz in der Materie selbst und deren [[Vererbung]] begreifen kann. Dass Leben nur [[zufällig]] entstanden sei, wird heute auch mathematisch verworfen. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass sich lebendige Organismen überhaupt ohne einen Grund hätten bilden können, also nicht durch beliebige Ereignisse entstehen konnten. Schon die ersten Lebewesen, Bakterien, welche selbst noch keinen Zellkern und also auch keinen Organismus hatten, bildeten sich nicht als stoffliche Konstrukte, die zufällig aufeinandertrafen, sondern aus jenen energetischen [[Beziehungen]], welche die [[Stoffe]] auf der Erde aus sich heraus schon dadurch hatten, dass ihre [[Synergie]] Eigenheiten einer Vorform des Lebens hervorbrachte, die zunächst nur als Plasma existierten, die eine bestimmt Diffusion von Stoffen bewirkten, wodurch dieses zu einer Art Haut wurde, die eine Sphäre von der anderen sowohl trennte, die sie auch in hierdurch bestimmten stofflichen Beziehungen vermittelte. Indem sich diese Haut schließlich zusammenzog und eingerundet zusammenschloss, entstand eine Zelle, die durch ihren Stoffwechsel bestimmt war und dadurch lebendig wurde, dass sie ihre Ausscheidungen von dem unterscheiden konnte, wodurch sie im Innern wachsen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Ursprung einer [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), die sich im Verhalten eines Plasmakörpers zu seiner &#039;&#039;Außenwelt&#039;&#039; entwickelte. So entstanden Einzeller, die sich schließlich auch zu komplexen Organismen entwickeln konnten. In der Phylogenese ergab sich aus chemotaktischen Signalwirkungen ein zielgerichtetes Verhalten der Reproduktion, und damit des fundamentalste Verhältnis des Lebens zu sich selbst und über sein [[Sosein]] hinaus sich bestärkend. Chemotaxis ist daher eine der grundlegendsten physiologischen Zellreaktionen, die schon als Grundform einer [[natürlichen Intelligenz]] des Lebens zu verstehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In den frühen Entwicklungsphasen der Phylogenese war das Entstehen von Rezeptorsystemen für die Erkennung von schädlichen und günstigen Substanzen für einzellige Organismen von bedeutendem Vorteil. Umfangreiche Analysen chemotaktischer Abläufe des eukaryontischen Protozoons Tetrahymena pyriformis und der Konsensussequenz auftretender Aminosäuren in der Ursuppe deuten auf eine gute Korrelation zwischen chemotaktischen Eigenschaften dieser relativ einfachen organischen Moleküle und der Entwicklung der Erde hin. Daher nahm man an, dass frühzeitig aufgetretene Moleküle (z. B. Glycin, Glutamin, Prolin) chemisch sehr anziehend wirken und später aufgetretene (z. B. Tyrosin, Tryptophan, Phenylalanin) chemisch abweisend wirken. ([[Wikipedia: Chemotaxis]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist längst bewiesen, dass sich vor allem aus der Beziehung von Sauerstoff und Wasserstoff, die sich in den Schloten der Meeresvulkane mit Methan verbanden und durch die Erdwärme zu Aminosäuren hochkochten, die Grundlagen des Lebens entstanden waren, weil diese Säuren sich in ihrer exakten Molekülstruktur kopieren konnten. Indem die auf diese Weise entstandene Ribonukleinsäure umher treibende Fette anzog und eine Doppelmembran daraus bildete, sind die ersten Lebenszellen, die Schwefelbakterien entstanden. Sie waren von daher eine Energieform von Stoffen, die mit der Entstehung der Erde schon gegeben war. Sie vermehrte sich durch die speziellen Anziehungskräfte eindeutiger Beziehungspaare ihrer Atomstrukturen, die in der Lage waren, sich zu lösen und mit einem neuen Partner gleicher Art als Molekül zu verdoppeln. Die Aminosäurenstruktur ist daher als Grundform des Lebens, das durch bloße Verdopplung gegensinniger Eigenschaften sich schon vermehrte und potenzierte und sich zugleich auch in anderen Stoffbeziehungen, anderen &#039;&#039;Kopien&#039;&#039; seiner Struktur durch die Anwesenheit anderer [[Stoffe]] auch zu anderem entfalten konnte. Die [[Intelligenz]] dieser Entfaltung war zum einen an die Verfügbarkeit von Stoffen gebunden und zugleich ein Streben nach energetischer Komplexität, nach komplexeren Beziehungen ihrer [[Energie]], die sich auch als Lebensenergie fassen lässt, welche sich dadurch vermehrt, dass sie immer vielfältiger wird. Sie beruht auf der Verbrennung vorhandener Stoffe zur Erzeugung einer Vielfalt neuer Stoffe und stofflichen Beziehung, welche schließlich die [[Natur]] des Lebens gebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Verbrennung hat ein bestimmtes Verhältnis zu ihrer Asche, das mehr oder weniger Energie enthielt. Bestimmte Stoffe bildeten optimale Verbrennungsverhältnisse, worin der Verbrennungsrückstand optimierter Stoff und die Verbrennung selbst optimierte Energie war und in diesem Verhältnis affin füreinander blieben. So war eine quantitative Beziehung, also eine Affinität verschiedener Stoffe auf die Welt gekommen, welche sich als stoffliche [[Energie]] aus einer nach ihrer Masse ausgerichteten Verbrennung bildete, die in ihrer Umwelt eine Schlacke hinterließ, die wiederum neue Beziehungen in anderer Verbrennung einging. Die bislang rein stofflichen Beziehungen wurden hierdurch zu einer Art [[Natur]], in welcher die unterschiedlichsten Beziehungen der Stoffe in dieser Ausrichtung bezogen blieben, und worin sich Verbrennung und Rückstand in den verschiedensten Formen und Gestaltungen erneuerten. Die wichtigsten waren Wasser, Luft und Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Organismen hatten sich selbst aus organischen Verschmelzungen von Bakterien, aus Symbiosen ihres Zellstoffwechsels so fortgebildet, dass sie in der Lage waren, neue Zellen nach Maßgabe ihrer Funktionsnotwendigkeit zur Energieerhaltung und -Potenzierung durch Einbeziehung entsprechender Stoffe zu bilden und diese nur dadurch erreichen konnten, dass sie sich in diesem Streben verbinden konnten und kommunizierten. Schon die einfachsten Bakterien bestanden in Schwärmen, die sich kontrahieren und abstießen, je nach Bedarf ihrer Selbsterhaltung und Vermehrung. Sie entwickelten einen Sinn für ihre Umwelt, der intelligent genug war, um sie zu manipulieren und somit diesen Bedarf befriedigen konnten. Z.B. belegt dies heute noch das Meeresleuchten, das nichts anderes als eine Zusammenrottung leuchtender Bakterien ist, die sich durch die kollektive Verstärkung ihrer Leuchtkraft als Nahrung für Fische interessant machten, um in deren Körper leben zu können, ihren Wirt zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entstanden Strukturen, welche durch ihre Funktionalität intelligent waren, weil sie ihren Stoffwechsel ihrer Umgebung anpassen und aus der Schlacke ihrer Beziehung auch neue Stoffe (z.B. Kalk durch Korallen) entwickeln konnten. In den Schlämmen an den Flussufern und Meeresrändern bildete sich durch die Sonneneinstrahlung aus Magnesium und Stickstoff Chlorophyll, das einfache einzellige Pflanzen, als erste die Kieselalgen, hervorbrachte, die durch die Photosynthese in der Lage waren, sich durch die Aufnahme von Kohlendioxyd und die Abgabe von Sauerstoff als Lebensgrundlage eines natürlichen Stoffwechsels zu entwickeln. Die ersten Tiere, Bakterien, die sich als Protozoen (Urtiere) verhielten, fraßen diese. In ihnen entstand aus dem Chlorophyll durch Einbindung von Eisen das Bakteriochlorophyll (anoxygene Phototrophe), das in der Lage war, Kohlendioxyd herzustellen. Es war die Grundform des Hämoglobins, welches sich im Blut der höheren Arten entwickeln sollte. Die Tiere verdauten die Pflanzen durch Verbrennung mit Sauerstoff und schieden das hieraus entstandene Kohlendioxyd und Exkremente mit neuen stofflichen Zusammensetzungen aus, welches sie wiederum zur Lebensgrundlage der Pflanzen werden ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Naturkreislauf war entwickelt. Die weiteren Spannungen in ihrer Beziehung aufeinander mussten schließlich ihrer materiellen Energieform folgen und haben sich von daher zu neuen organischen Formen und schließlich zur Fortentwicklung weiterer Organe (z.B. Greifer, Bewegungsorgane und Sinneszellen) und Organismen [[aufzuheben]] verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen der Natur und des Lebens waren demnach Zellen, die in ihrer Verschmelzung eine Energie bildeten, die größer war, als die, welche in sie eingegangen ist. Sie bildeten eine stoffliche Masse, die eine eigene [[Wirkung]] dadurch hatte, dass ihre [[Stoff]]lichkeit selbst anziehende und abstoßende [[Kräfte]] beinhaltet und die dadurch in [[Bewegung]] geraten war, dass ihre Teile sich wechselseitig beeindruckten. Sie bildeten eine unendliche Bewegung materieller Zusammenhänge, die in der Lage waren, ihre Energie zu verstofflichen und auch neue Stoffe zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die so entstandenen Stoffe befanden sich in einem Zustand beständig wechselnder Energieformen, der sich in atomaren und molekularen Beziehungen ausrichtete. Im Streben nach einem ausgerichteten Zustand war die Verbrennung von Sauerstoff eine der stabilsten stofflichen Beziehungen. Von daher war eine Ausrichtung der Verbrennung zur Optimierung einer Energieform entstanden, die noch rein stofflich und leblos war, die aber allem Leben auf der Erde vorausgesetzt ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten natürlichen Beziehungen waren dadurch entstanden, dass diese Stoffe einander so durchdrungen hatten, dass sie in bestimmten Massenverhältnissen verbrannten und eine Schlacke hinterließen, die selbst wieder als Stoff weiterer Verbrennungen verfügbar war. Durch die Initialzündung des Lebens an den Vulkanschloten der Meere und durch die stoffliche Konzentration in den Schlämmen war es möglich geworden. Seine Entfaltung jedoch hat sich geschichtlich durch die Intelligenz der Lebenstätigkeit selbst entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, wie hierin Leben sich entfalten konnte, lässt sich daher nicht logisch beantworten, weil Leben selbst nur [[subjektiv]] sein kann, weil es nicht [[logisch]], wohl aber intelligent entscheidet, auch wenn es nach Vollzug logisch erscheinen mag. Es gibt von daher keinen Schöpfungsakt als solchen, nicht die Entscheidung einer vorausgesetzten [[Intelligenz]], wohl aber eine [[Intelligenz]] der [[Stoffe]], die in ihrer Affinität beständig wurden und aus ihrer Beständigkeit neue Stoffe bildeten, sie sich hieraus erklärten und also eine bestimmte Entstehungsgeschichte in sich forttrugen. Dies macht wohl die erste wirkliche Grundlage der [[Natur]] und damit allen Lebens aus. Es ist die Wirkung bestimmter Austauschverhältnisse von Stoffen, die in ihrer Verbrennung optimale Energienutzung und für weitere Entwicklungen optimale stoffliche Produkte hinterließen. Die Natur ist demnach ein hieraus entstandenes Streben nach optimaler Verbrennung, der Stoffwechsel selbst die ursprünglichste Bedingung ihrer wesentlichsten Tätigkeit, der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenz der so gebildeten stofflichen Verbindung kam dadurch zu einem eigenständigen Leben, dass sich darin stoffliche Verbindungen ergaben, die ihre stoffliche Beziehung nicht nur vollziehen, sondern sie schließlich irgendwann auch selbst veranlassen konnten, die also ein Streben entwickelten, sich bestimmten Stoffen im Zweck ihrer Natürlichkeit anzunähern, um optimale Verbrennungsverhältnisse fortzutragen und in stofflicher Gestalt, also in der Affinität bestimmter Massenverhältnisse sich diese zu &#039;&#039;merken&#039;&#039;. Leben begründete sich also auf der &#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039; einer Wechselbeziehung der Stoffe, auf einem Stoffwechsel, der veranlasst werden konnte und so die Natur bildete und entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Verbrennung war demnach also eine Kraft entstanden, die keinen unmittelbaren stofflichen [[Grund]] hatte, sondern auf einer Vermittlung gründete, die aus vielen vorausgesetzten stofflichen Verbindungen hervorgegangen war und einen [[Stoff]] bildete, der sich aus ihrer bestimmten Vermittlung in ihrer Verbrennung als bestimmter Stoffwechsel ergeben hatte. Es war so etwas wie eine &#039;&#039;intelligente Stofflichkeit&#039;&#039; entstanden. Indem Sauerstoff zum [[Zweck]] dieses [[Stoffwechsel]] verbrannt wurde, war ein stoffliches [[Subjekt]] entstanden, das an dieser Verbrennung, also an einer Verbindung mit Sauerstoff &#039;&#039;interessiert&#039;&#039; war und hierfür eine stoffliche Verbindung erzeugen konnte, in welcher sich die Schlacke auch wieder regenerieren konnte. Dies aber verlangte die Fähigkeit, aus einem bestimmten toten Stoff Energie zu entwickeln und Asche in einem Verhältnis abzusondern, in welcher sie selbst als erneuerter Stoff für Verbrennungen eingehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Leben gründet auf diesem [[Stoffwechsel]], der sowohl Kraft entfaltet als auch stoffliche Reduktion in einem organischen Zusammenhang, in einem Organismus betreibt. Im Unterschied zum toten Stoff, in welchem sich Masse und Energie lediglich verhalten, war Leben als Subjekt des Stoffwechsels, als ein &#039;&#039;interessierter Stoff&#039;&#039; entstanden, der sich selbst diesem [[Interesse]] adäquat verhalten konnte, weil er selbst ein Verlangen, ein [[notwendiges]] [[Bedürfnis]] nach [[Einverleibung]] eines bestimmten Stoffes entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Lebewesen, die Mitochondrien, worin dies stattfand und auch heute noch stattfindet, hatten somit ein Lebensinteresse, das ihnen einen Sinn für die [[Mittel]] hierfür nötig machte. Sie sind das &#039;&#039;Lebensgeheimnis&#039;&#039; einer jeden lebenden Zelle. Leben entstand also, indem ein [[Stoff]] im anderen [[Sinn]] für sich gefunden hatte. Es begründete sich durch die [[Naturempfindung]], die ein [[Wesen]] ausmacht, das in der Lage ist, andere Stoffe für sich aufzunehmen, sie sich einzuverleiben und in der [[Beziehung]] auf sich zu unterscheiden und die Schlacke, welche diese Beziehung erzeugt, wieder auszuscheiden. Es war wohl diese Selbstunterscheidung, die Beziehung, Bekräftigung und Aussonderung, die Grundform einer [[Erkenntnis]], welche alles Leben begründete. Leben besteht zu allererst aus dieser [[Intelligenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lebenszeichen war demnach ein [[Sinn]], durch welchen Stoffe für den [[Stoffwechsel]] als sinnvoll erkannt wurden. Er entwickelte sich zu einem bestimmten Sinn für einen stofflichen Zusammenhang, einem Grund, für welchen Stoffe sich einfügen lassen und zusammenfügen und wonach sich auch Organe zur [[Empfindung]] anderer Stoffe entwickelten. Es waren die ersten [[Subjekte]], welche sich Stoffe zu ihrem [[Objekt]] machten und sich selbst darin verobjektivierten. In der Empfindung von anderem hatten sie zugleich eine Beziehung zu sich, bildeten sich, wie es durch ihre Natur geboten war, also in der Beziehung zu ihrer Umwelt. Ihre Selbsterhaltung war dadurch zugleich Selbsterzeugung, die zur Selbstentfaltung wurde, indem sich diese Naturwesen zu sich selbst verhalten, sich fortpflanzen und entfalten konnten. Leben ist daher [[Subjektivität]], also Selbsterzeugung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung, Reichhaltigkeit an natürlicher Bezogenheit, an [[Naturempfindungen]], aus denen alle weiteren [[Empfindungen]] sich ergeben, die eigenes Wachstum, also Bewegung durch sich und um seiner selbst Willen begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben setzt nicht das [[Tote]] voraus, denn der Tod ist durch das Leben erst bestimmt als die Individualität seiner Aufhebung, aus der heraus das Leben sich erst wirklich allgemein setzen kann, in der Beschränktheit seiner Individualität, im Sterben der Individuen sich überhaupt fortträgt, fortpflanzt und entfacht. Leben trägt praktisch in sich, was es theoretisch voraussetzt. Es ist entstanden, indem sich in der vorhandenen Materie [[Sinn]] gebildet hatte, Sinn für sich und anderes. Der Sinn ist das lebende Produkt der Naturgeschichte der [[Materie]] als geschichtliche [[Natur]] des Lebens; die Sinnbildung selbst ist Leben als Prozess, Naturgeschichte der Sinnlichkeit. Diese Geschichte ist immer materiell, weil Sinn selbst nur als Verhältnis der Materie besteht, als Verhalten von toter und lebender Materie, als lebender [[Stoff]] im [[Stoffwechsel]] des Lebens. Das Lebende bezieht sich hierbei erkennend auf das [[Tote]], bildet sich in der Kenntnis hiervon, nimmt es auf und stößt es ab und weiß dies in sich (siehe [[Gewissheit]]). Von daher ist diese Erkenntnis grundlegende [[Notwendigkeit]] für jeden Lebensprozess. Leben geht zugrunde, wenn es der bloßen [[Notwendigkeit]] unterworfen bleibt, weil es unmittelbare [[Freiheit]] ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen. [[(K. Marx, MEW 1, 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Lebende das Tote empfindet, zeigt sich an den urtümlichsten und einfachsten Verhältnissen des Stoffwechsels und der Assimilation. Die Fähigkeit, Stoffe für sich adäquat aufzunehmen und zu verdauen und die Schlacke abzusondern, macht den ersten Sinn in der Natur für die Natur aus. Indem Maße, wie lebende Zellen die Asche der Sauerstoffverbrennung nicht ausscheiden können, altern sie und nähern sich ihrem Tod. Ohne Empfindung für das, was dem Leben schadet, ist es nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Nervenzellen verfahren ähnlich, wenn sie sich ein Bild von ihrer Umwelt machen und sogar in der Lage sind, diese zur eigenen Gestalt zu bringen, z.B. in den Tarnfarben, die Tiere aus ihrer Umgebung beziehen und erzeugen können. Schon Hegels System der Sensibilität hat diesen Gedanken aufgenommen, als er das Nerven-, das Blut- und das Verdauungssystem als Totalität der natürlichen Gestalt auffasste, und diese schon als pflanzlichen Sinn begriffen hatte (Hegel, Enzyklopädie §354).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn ist selbst eine [[Erkenntnis]], indem er sich zur toten Materie wesentlich verhält als Sinn für sie, wie er auch die erste Erkenntnis für sich dadurch ist, in diesem Verhalten die Fähigkeit zu haben, Totes von Lebendem zu scheiden und auszuscheiden, sich darin zu bilden und tätig zu sein und als wirkliches, also [[Wirkung]] habendes Leben herauszubilden. So wie das Leben als Sinn der materiellen Natur entstanden ist, so ist der Sinn das Leben mit ihr. Die ganze Sinnbildung kann nichts anderes sein, als eine Naturgeschichte, die sich für sich begeistert hat. Der Geist selbst ist unmittelbar sinnlich, auch wenn er Verhältnisse eingeht, in denen er sich von seiner sinnlichen Natur entfernt, um auf sie wieder zurückzukommen. &#039;&#039;Die Entstehungsgeschichte des Menschen ist die Bildungsgeschichte seiner Sinne&#039;&#039; (Marx). Und diese ist nicht als solche nicht [[bestimmt]], also ohne Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Aufklärung]] versteht jede Bildung als [[Mittel]] zu einem höheren Zweck. In diesem Sinn hatte auch Darwin seine Selektionstheorie entwickelt. Er sah den Zweck schon in der Natur als Prinzip der Selektion, welche die fortschrittlichen Fähigkeiten durch Fortpflanzung vermehrt und ausbreitet. So beflügelte er das moderne Prinzip eines höheren Nutzen der Selektion und wurde in diesem Sinn auch gerne von Reaktionären überinterpretiert. Aber in seinem Denkansatz waren sie auch leicht zu bestätigen, steckt darin doch ein schlichter Utilitarismus der Auslese in einer naturwissenschaftlichen Verkleidung, die eigentlich Naturmythologie ist. Es ist dem [[Darwinismus]] entgegenzuhalten, dass er eine Lebensgeschichte des Untergangs vorstellt. Für ihn ist die Sinnbildung des Lebens zufällig, die Vernichtung von &#039;&#039;Lebensunfähigkeit&#039;&#039; vernünftig. Im Grunde vollstreckt er theoretisch die Vernunft einer Vergänglichkeit von Lebensvielfalt - ein Widersinn in sich. Warum sollte Leben sich entfalten und dann auf das Machbare reduzieren? Es mag verschwenderisch für den erscheinen, der damit haushalten will, aber seiner Sinne ist es damit enthoben. Warum diese sich ändern und warum Leben selbst Sinn bildet, ist dem Darwinismus als [[Verstand]] der [[Aufklärung]] fremd und zugleich Grundlage von einer der schlimmsten Gesellschaftstheorien der Geschichte (siehe auch [[Rassismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist genauso leblos wie die Frage nach dem [[Sinn]] des Atmens, dem Sinn der [[Erkenntnis]], dem Sinn der [[Liebe]] usw. Indem ich atme, erkenne, liebe usw. lebe ich. Das Leben kann keinen anderen Sinn haben als den Sinn, den die Menschen für ihr Leben haben und äußern. Indem sie dies befragen, vollziehen sie den Selbstwiderspruch, der sie an sich [[zweifeln]] lassen müsste, um Selbstkritik zu werden: Atme, erkenne, liebe ich nicht oder vielleicht nicht ganz richtig? Muss ich also mein eigenes Leben verneinen, es als falsches begreifen, um richtig leben zu können (siehe [[Adorno]]: &#039;&#039;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&#039;&#039;)? Was aber kann dann richtiges Leben, richtiges Atmen, richtiges Erkennen, richtiges Lieben usw. sein, das ich nicht kenne, dessen ich nicht fähig bin, das mich fragen lässt und zugleich meine Frage verneint indem sie mich verneint? Es stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens als Suche nach dem richtigen Leben. Diese Frage ist ein Widersinn. Sie kann gar nicht nur Frage sein; sie ist zugleich Antwort: Erscheint das geäußerte Leben sinnlos, so haben die Menschen ihre Sinne nicht [[wirklich]] außer sich, haben nicht ihre Natur verwirklicht und keine [[Wirklichkeit]] ihrer [[Natur]]. Sie sind also selbst von Sinnen, wenn sie ihre Welt nicht als ihre Natur erleben. Ihr Leben ist wirkungslos, also [[unwirklich]] - ein [[Unding]] in sich. Doch Leben kann nicht sinnlos sein, es selbst ist der Sinn, der Unsinn von sich scheidet, ausscheidet und sich über die Ausscheidung bildet. In der Ausscheidung existiert die Asche vergangenen Lebens, der reine Stoff, der kein Leben mehr hat, kein Wesen und daher verwest und wirklich zu [[Unsinn]] geworden ist, nicht mehr waltet und keine Welt mehr hat, tote Natur geworden ist. Über das Leben nachdenken kann also nur heißen, über die Welt und ihre Natur nachzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben kann eben auch unsinnig erscheinen, wo es sich in [[widersprüchlicher]] [[Form]] gestaltet (siehe [[Formbestimmung]]). Es ist hierdurch aber kein falsches Leben, weil es keine falsche Natur geben kann, weil eben richtiges zugleich auch falsch werden kann, sich gegen sich selbst verhalten kann, sich selbst fremd wird, wo es sich gegen sich selbst [[verselbständigt]] (siehe [[Entfremdung]]) und hierdurch unwahr wird (siehe [[Wahrheit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben lässt sich in vielerlei Hinsicht beschreiben, je nach Einsicht in seine Bewegung und Bewegtheit, ohne dass dies widersprüchlich wäre. Einmal ist es vielleicht der Funke, der aus dem [[Wesen]] sprüht, das Sein, das sich die Finsternis gebar (frei nach Goethes Faust S.47), ein andermal ist es der [[Sinn]] der [[Natur]], die sich selbst hervorbringende, reproduzierende und aus sich schöpfende [[Kraft]], die alles erfüllt, das sich als Ursprung seiner [[Wirklichkeit]] [[erkennt]]. Leben erhält sich selbst, pflanzt sich fort, dehnt sich aus, überwindet sich selbst als reine Stofflichkeit und treibt fortwährend zu einer sinnvollen Beziehung der [[Stoffe]], welche sich in einem lebenden [[Subjekt]] vermitteln als sein [[Stoffwechsel]] und seine Sinnbildung als ein und dasselbe. Diese ist daher seine [[notwendige]] und subjektive [[Beziehung]] auf andere Subjekte: [[Gesellschaftlich]] wirkliches Sein der menschlichen Natur im natürlichen Verhältnis der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist die Natur der Geschichte und die [[Geschichte]] der Natur in einem, die als gesellschaftliche Naturgestalt Resultat ihrer Sinnbildung, [[subjektiv]] wie [[objektiv]] gesellschaftlich ist. Leben ist der [[Sinn]], welchen der Stoff in seinem beständigen Wechsel bildet und den er hat, wenn er im Wechsel sich verändert und als anderes ist. Sinn ist die Revolutionierung, die sich selbst erneuernde Wiederkehr des Stoffes, indem er die Menschen zur Natur und die Natur zum Menschen, den Stoff selbst zum Menschensein treibt. Darin besteht die natürliche Identität jeder Gesellschaft, welche die Mittel ihres Geistes als sinnbildenden Stoffwechsel hat, als ihren wirklichen [[Reichtum,]] als Lebensbereicherung durch gesellschaftliche Sinnbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben bildet sich daher nicht und entwickelt sich nicht in seiner Beschränkung und Ausrottung (vergl. [[Darwinismus]]), als ob es sich erst aus der Überwindung seines Überflusses ergäbe; es bildet sich immer wieder als neues Leben, wenn die Verbindung, die es eingeht, auch Neues erzeugt, dieses als sein eigenes Erzeugnis und als seine Erneuerung dadurch bildet, dass es ein altes Wesen bewährt und freisetzt, sich darauf gründet, um es in seiner Verwirklichung der Verwesung zu überlassen. Leben entsteht und bestärkt sich nicht als Überlebendes im Kampf der Sinne (es müsste reiner Unsinn sein!), es entsteht aus seiner eigenen [[Fortbestimmung]] in und durch anderes Leben (Fortpflanzung). Es entsteht in der Besinnung seines Werdens, Sinnfindung im Wechsel der Stoffe, worin es erst wirklich (weil praktisch) zum stofflichen Leben kommt. Leben ist nicht teleologisch; es ist prinzipiell unlogisch, fraglos, grundlos, folgenlos. Es ist prinzipienlos begründet; - aber es selbst erklärt sich aus seinem Gewordensein als ein durch sich selbst wie durch andere begeisterter Stoffwechsel. Das Leben hat Sinn, weil es sinnlich ist und weil sinnlich sein heißt, sinnbildend zu sein. Im Sinn hat der Stoff seinen Geist, wie er selbst anderer Stoff nur ist, durch seine Begeisterung, durch sein gesellschaftliches Sein, durch seine Beziehung auf andere. Der Stoff hat seinen Sinn im Leben erkoren, gesucht und gefunden, assimiliert und dissimiliert. Das Leben hat sich selbst als Sinn im Wechsel der Stoffe gebildet, sich Nahrung gegeben, Bewegung verschafft und fortgepflanzt. Es hat in seiner Ausdehnung seinen Sinn bestätigt und bestärkt, indem es sich darin verfeinert und beschränkt. Leben ist der sich selbst fortwährend bildende Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sinnbildung ist die innerste Lebenstätigkeit, die in der pflanzlichen wie tierischen Natur bis hin zum Menschen [[tätig]] und [[leidend]] ist, Wachstum und Siechtum begründet und sich durch immer neue Gestaltungen bestätigt. &#039;&#039;Die Entwicklung der fünf Sinne des [[Menschen]] ist das Resultat der bisherigen Weltgeschichte&#039;&#039; (Marx, MEW 40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben entwickelt sich auch in seinem [[Tod.]] Er ist notwendige Erneuerung, Entfaltung und Subjektwerdung des hieraus Geborenen. Von daher ist der Tod nur das verschwindende Moment des Lebens, die &#039;&#039;Kränkung des Individuums&#039;&#039; (Marx), welches ihm verfällt und verwest, sein individuelles [[Wesen]] verliert um sein allgemeines Wesen in der Naturgeschichte der Menschen zu gewinnen. Der Tod beweist nur die Endlichkeit seines [[Daseins]], die Verletzlichkeit des Lebens. Leben ist ohne Tod undenkbar; es gestaltet sich darin, ihn als seine wesentliche Verletzung zu leiden. Jeder [[Schmerz]], welcher im Leben auftritt, zeugt von seinem [[Leiden]] und erzeugt als Lebenstätigkeit, als [[Leidenschaft]], in gleicher Weise sein Wachstum, seine Rückführung auf sich als Erneuerung seines [[Seins]]. Leben ist wirkliches, das heißt tätiges Leiden, den &#039;&#039;Leiden heißt sinnlich sein&#039;&#039; (Marx).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ganz im Gegensatz zur Larmoyanz der [[Lebensbergung]], dem Räsonieren der Beschädigung, welche Schmerzen auslösen. Diese wendet Leiden in die Reflexion des Beschädigtseins, eigentlich in die reflektierte Schmerzhaftigkeit, in den abgehobenen Schmerz, in die Grundlosigkeit von Verletzung. Die Beschreibung des beschädigten Lebens (siehe &#039;&#039;Minima Moralia&#039;&#039; von [[Adorno]]) erweckt somit auch eher die Hoffnung auf [[Erlösung]], als dass sie Leben ergründet und Schmerz wendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben wird in der subjektiven Philosophie [[(Schopenhauer,]] [[Nietzsche]]) als Ausdruck des [[Willens]] angesehen. Wesentlich würde es sich daraus ergeben, dass mit Willen begabte Wesen Leben gestalten würden - eben weil sie es wollten. Dies zeige sich aus der ganzen [[Geschichte]] der [[Natur]] und der [[Menschheit.]] Bei solcher Lebensbetrachtung aber zeigen sich nur Resultate. Die konkreten Willensverhältnisse bestanden immer aus Kämpfen und Kriegen, die zum Niedergang eines &#039;&#039;Willens&#039;&#039; zugunsten der Macht eines anderen führten. Bleibt die triste altmütterliche Borniertheit: Leben heißt Kämpfen? Willensverhältnisse sind eher paralytisch, als dass sie Leben zeigen. Wille unmittelbar gibt es nicht ohne die Mittel seiner Realisation - und somit kann Wille selbst nicht wesentlich sein: Er besteht nur durch seine [[Mittel]] und ist zweckhafte [[Relation]] einer gegebenen [[Vermittlung]]. Für sich ist der Wille nichts ohne seine Voraussetzung und somit leblos. Nur durch seine Mittel wird ein Wille mächtig - nicht unbedingt gegen anderen Willen, sondern schon gegen jede Macht, die Mittel zur Willensentfaltung bietet. Wille will die Ohnmacht des anderen, kann sich nur mit [[Macht]] durchsetzen (siehe [[Logik der Kultur]], Teil 3). Es ist solche [[subjektive]] [[Ideologie]] daher immer [[reaktionär]], eine Legitimationsideologie von Willkür, die der Machterhaltung dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der objektiven Philosophie (z.B. [[Kant]], [[Hegel]], [[Freud]]) wird eher das [[Bedürfnis]] als Lebensgrundlage angesehen, also das Verlangen des Menschen nach Objekten, die er sich für seine Bedürfnisse zurichten muss und denen er erliegt, wenn er ihrer nicht Herr wird. Es ist wesentlich der Standpunkt der [[Aufklärung]], der sich zwischen Selbstentfaltung und [[Selbstbeschränkung]] zerreibt und der [[Geschichte]] die [[Idee]] der Erfüllung und [[Erlösung]] beigibt. Es ist eine mehr oder weniger deutlich formulierte [[Ideologie]] des Fortschrittsglaubens. In den pragmatischen Theorien kommt Leben fast nur noch als Theorie der Lebenserfahrung und des [[Lernens]] zur Verwendung für Lebenshilfen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lebensbegriff setzt das Begreifen und das Begriffene dem Leben voraus und widerlegt sich somit selbst, wie er auch jede theoretische [[Philosophie]] als [[Theologie]], als Spekulation auf einen Lebensspender, auf einen vorausgesetzten, unerfüllten Lebenssinn beweist. Leben kann keinen [[Begriff]] haben. Es ist [[Sein]] von [[Geist]] und [[Sinn]] in seiner Unmittelbarkeit, Rückhaltlosigkeit und [[Liebe]] als Tätigkeit des Lebens[[mut]]s. Es besteht aus der beständigen Entfaltung und Rückkehr des Lebenskerns durch die Bewegung und Ausbreitung seines Sinns (im weitesten Sinne des Wortes). Leben besteht aus dem Übergang von Stoff und Geist in der Assimilation und Reproduktion als pulsierendes Wesen, das seiner selbst genug ist, und seinen Sinn in seiner Ausbreitung dadurch bestärkt, dass er nichts nötig hat, außer seiner Entfaltung, Bereicherung seines Verhältnisses zu sich selbst. Es selbst ist unlogisch und un[[dialektisch]] (dies im Gegensatz zu Engels &#039;&#039;Dialektik der [[Natur]]&#039;&#039;, siehe auch [[Logik]]) und nur durch seine [[Endlichkeit]] unendlich. Die Verwirklichung von Leben ist die Entwirklichung von [[Tod]], der darin zu einem verschwindenden Moment des Lebens wird. Leben besteht nur in dieser [[Wirklichkeit]] und kann daher weder richtig noch falsch, weder [[Wahrheit]] noch [[Täuschung]] sein. Sie ist menschliche [[Geschichte]], auch wenn sie in [[Zuständen]] des Todes und der [[Barbarei]] in ihrem [[Entschluss]] verharrt, solange deren [[Logik]] nicht [[begriffen]] ist und [[Lebenswerte]] das Leben ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass diese selbst schon tödliche Denkformen eines gegen sich selbst abstrakten Denkens sind, ist eine grundlegende [[Erkenntnis]] des [[Historischen Materialismus]], der sich aus der Erklärung der Welt, aus der Aufklärung gelöst hat (siehe [[Philosophie]]) und den [[Menschen]] in seiner [[Praxis]] als sich selbst äußerndes, aber auch entäußertes [[Wesen]] begreift (siehe [[Arbeit]]). Er setzt sich wesentlich praktisch gegen die [[Entfremdung]] des menschlichen Wesens in der Versteinerung seiner Lebensprozesse, in denen sich in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] die [[fremden Kräften]] der [[Verwertung]] des Lebens (siehe auch [[Ökonomie]], [[Entfremdung]]) als gesellschaftliche Macht im [[Kapital]] etabliert haben (siehe auch t[[ote Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lebenszeit]] ist nicht unabhängig von der Lebenswelt und nicht einfach natürlich, weder in der Empfindung für sich, noch in der An[[zahl]] der Jahre. Überhaupt ist [[Zeit]] nur in Beziehung auf [[Geschichte]] und deren Umstände zu begreifen und hat mit dem Leben selbst nur hierdurch zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entäußerte Leben ist das [[Erleben]], das vom Leben herausgesetzte Lebensereignis, dessen Sinn alleine im Moment wahr ist, ohne Grund und Folge, ohne Geschichte und Erkenntnis, ganz für sich noch als Moment der [[Wahrnehmung]]. Im Erlebnis fließen [[Ereignisse]] zusammen, die aus ihrer Geschichte herausgenommen sind, noch ganz in der Erlebensweise das Leben nur reflektieren, das sie vorgeben können, weil es vorgegeben ist: Affirmation der Lebensform (siehe [[Lebensraum]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Leben&amp;diff=11631</id>
		<title>Leben</title>
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		<updated>2026-10-18T07:36:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In [[Wahrheit]] ist Leben universal, weil in Wahrheit alles Lebendige nur dudurch sein kann, dass es in aller Natur gemein ist (siehe [[Allgeinheit]]), dass es seine eigene [[Natur]] im anderen mit sich einig weiß, wo es sich mit ihm vereint, weil es nur dadurch ist, dass es selbst schon dadurch [[anders]] ist, dass es sich nur durch anderes Lehen bestimmt weiß, dass es sich nicht nur als Staub der Sternen kennt, sondern als eigenes Wesen in allem andere erkennt, in sich [[isoliert]] findet indem es sch alles in dem zusammen was sich aus seiner bloßen [[Stofflichkeit]], durch sich, durch seine eigen  [[Tätigkeit]] heraussetzt, sich selbst und anderes Leben erzeugt, auch im [[Anderssein]] schon mittelbar als [[eigenes]] Leben bezeugt, indem es seine [[Entwicklung]] selbst gegen das [[Tote]] [[entfaltet]] – auch wenn es im [[Einzelnen]] stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede lebendige Zelle weiß von der anderen. weil sie zu ihrem Leben gehört, weil es [[schmerzt]], wenn sie sich dagegen entzweiten, sich schon durch geteilten Inhalt mitteilen und vervielfältugen kann. Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst mittelbar bereits durch ihre Vervielfältigungen orgnisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihres subatnzielle Differenzen, durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, weil sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes in und und zu seiner Substanz angeeignet und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben. Es ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]]. „Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“ (Hannah Arendt in einer Kolumne von 1942.) Still ist der [[Tod]], die ewige Endlichkeit, [[Leben]] ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]]. &#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen.&#039;&#039; [[(K. Marx, MEW 1, 60)]] [[Leben]] entsteht in der Selbstunterscheidung eines [[Wesens]] im Chaos der [[stofflichen]] Vielfalt im [[Verhalten]] zu seiner Verwesung, zu seinem [[Tod]], in der Unterscheidung eines inneren [[Seins]] vom äußeren, das sich im [[Verhältnis]] seiner [[Identität]] zu ihrer Veränderung verwirklicht. Darin entsteht eine [[Beziehung]] von [[Inhalt]] und [[Form]] des [[Seins]], die sich im [[Verhalten]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] äußert, sich selbst immer wieder in seiner [[Vergegenständlichung]] [[aufhebt]] und erneuert, sich durch den Wechsel seines [[Daseins]], durch seine Formverwandlungen in den [[Verhältnissen]] seiner [[Bewegungen]] fortbildet und seine [[natürliche Intelligenz]] im [[Reichtum]] seiner [[Sinne]] findet und [[empfindet]] und sich im [[Verhältnis]] zu sich durch Anderes [[verwirklicht]]. Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst organisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben. Leben ist [[Emanzipation]] von der [[Versachlichung]], der [[Sinn]] von freier [[Bewegung]]. Die Begeisterung für die [[Sache]] der Menschen ist das schiere Gegenteil zur Materialisierung des Geistes. Beweist diese doch nur die Armut seiner [[Einverleibungen]], zeugt jene vom [[Reichtum]] des menschlichen Lebens. „Mag das Leben sterben: der Tod darf nicht leben. Hat der Geist nicht mehr Recht als der Körper? Allerdings hat man dies oft dahin interpretiert, daß den Geistern von freier Motion die körperliche Motion sogar schädlich und daher zu entziehen sei.&#039;&#039; [[(MEW 1, Seite 59)]] Das hat Marx gegen Hegel gesagt, um ihm die Unendlichkeit des Werdens und Vergehens zu nehmen, die Ewigkeit seiner Begriffe aus den göttlichen [[Prinzipien]] eines Weltgeistes zu nehmen und ihm das Leben als Lebensmacht des wirklichen Menschen, als seine [[Naturmächtigkeit]] entgegen zu stellen, als [[Grund]] seiner Lebenstätigkeit sowie auch als [[Grund]] seiner [[Selbstentfremdung]] zu unterlegen. Leben ist nicht [[logisch]]. Es hat keinen [[Begriff]], aber man muss begreifen, was seiner [[Natur]] widerfährt (siehe auch [[Kritik]]). Der Prozess des Lebens wird gerne als [[Dialektik]] der [[Natur]] [[interpretiert]] (siehe [[dialektischer Materialismus]]). Es kann sich zwar äußern, doch es kann nicht [[wirklich]] außer sich sein und also auch nicht [[veräußert]] und nicht [[entäußert]] werden. Weil Leben durch sich selbst ist, hat es weder einen [[subjektiven]], noch einen [[objektien]] [[Begriff]]. Es kann deshalb nur durch seine [[Geschichte]] [[begriffen]] werden (siehe [[historischer Materialismus]]). Entstanden war es ursprünglich aus den [[Elementen]] des kosmischen [[Materials]], dem Sternenstaub der sterbenden Sonnen, nachdem sich in einer [[Umwelt]] von Wasser und Licht aus dessen [[Stoffen]] und [[Energieen]], Aminosäuren, Mineralien und Proteine gebildet hatten. Wahrscheinlich haben sich lediglich die Zusammensetzungen der Ribonukleinsäuren auf den unterschiedlichen Planeten verschieden differenziert. Durch das Zusammenwirken der irdischen [[Elemente]] haben sich unter den [[Bedingungen]] des irdischen [[Materials]] [[Stoffwechselprozesse]] gebildet, die ihre [[Geschichte]] begründet und ihre natürlichen [[stofflichen]] Verbindungen geformt und [[strukturiert]] und im Plasmamantel ihrer Reaktionen entwickelt haben. Daraus sind Erbanlagen von Pflanzen und Tiere und schließlich auch Menschen entstanden, die durch Vermehrung aus einem Lebensminimum ein Lebensmaximum erstreben und durch ihre [[natürlichen Intelligenz]] [[gebildet]] und fortentwickelt haben. Leben [[vermittelt]] sich daher schon durch die Geburt der Individuen aus dem [[Dasein]] der [[Natur]] (natus = Geburt), die [[Intelligenz]] der [[Energie]], die es aus der [[Materie]] gewinnt. Leben ist Vielfalt und [[Bewegung]], [[Reichtum]] der [[Sinne]] und Verschwendung ihres Treibens, Schöpfung und Entfaltung, [[Spiel]] und [[Arbeit,]] [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] - [[Bildung]] und [[Entwicklung]] der [[Natur]]. &#039;&#039;Leben ist Bewegung&#039;&#039;, sprach auch Leonardo da Vinci. So ist alles Natürliche vor allem Lebensgeschichte, [[Geschichte]] der [[natürlichen Intelligenz]]. die zwar auch den [[Tod]] als ein inneres Moment hat, niemals aber ein Moment des [[Todes]] ist. Leben kann sich selbst hinterlassen auch wenn es stirbt, weil es durch seine und in seiner [[Geschichte]] sich immer wieder vom [[Tod]] erholt, sich dadurch erhält, dass Leben zwar individuell stirbt, im [[Allgemeinen]] als Gattungswesen aber gerade hierdurch überlebt. &#039;&#039;Der Tod scheint als ein harter Sieg der Gattung über das bestimmte Individuum und ihrer Einheit zu widersprechen; aber das bestimmte Individuum ist nur ein bestimmtes Gattungswesen, als solches sterblich.&#039;&#039; [[(MEW 40, Seite 539)]] Leben ist die Entfaltung seiner bestimmten [[Natur]]. Und das [[Wesen]] der [[Natur]] ist ihre [[Intelligenz]], die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] anzueignen und zu [[entwickeln]]. Diese entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden, zu [[empfinden]], und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen. Von daher ist Intelligenz materiell schon in der chemischen Affinität von unterschiedlichen [[Stoffen]] angelegt, die sich zu einem [[Stoffwechsel]] entwickelt hatten und hierfür ihre Nahrung von ihrer Ausscheidung unterscheiden mussten. Schon mit dem [[Stoffwechsel]] war Ausdehnung und also auch Wachstum als wesentlicher Zweck der [[Natur]] entstanden. Das war die Grundlage für jedes [[Wachstum]] der [[Natur]] und hat zur natürlichen Zelle und deren Organisation und Vermehrung geführt und ganze Orgnismen geschaffen. Die haben auch die Organisation und innere [[Beziehungen]] ihrer Organe in einem eigenen Zweck des [[Individuums]] zu seinem Erhalt geschaffen, um mlt ihrer Vermehrung sich auch qualitativ im Zusammenhang mit der ganzen [[Natur]] zu [[bereichern]], indem sie ihr Leben [[intellligent]] gestalten. Die Intelligenz des Lebens besteht durch seine fortwährende q[[Emanzipation]] gegen das Absterben der lebendigen [[Beziehungen]] und Lebenszusammenhänge, um sich auch in ihrer Verwesung zu erneuern. Obwohl tote [[Materie]] die allgemeinste [[Lebensbedingung]] ist, ist sie doch selbst kein Lebensgrund, kein [[Grund]] zu leben. Der [[Tod]] geht zwar dem einzelnen Leben voraus, weil es nicht ohne ihn sein kann, nur durch die Vielfalt der Verhältnisse der Arten und [[Generationen]]lebendig ist. Es kommt aber durch ihn vor allem auf sich zurück. Der Tod steht also nicht gegen das Laben und das Leben ist nicht der &#039;&#039;Vorlauf des Todes&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]). Er ist die Einfältigkeit des Lebens, die sich im Niedergang der Vereinzelung erschöpft. Mag der Mensch hiergegen auch seinen [[Gott]] erfunden haben, den Herrscher des Untergangs suchen, wenn und weil er nichts anderes für sich finden kann. Aber auch wenn er die Not der [[Verzweiflung]] zum Zorn der Gattung, zu seiner Lebensbehauptung auflöst (siehe hierzu auch [[Religion]]), so lebt er doch immer nur durch sich selbst und aus sich selbst in [[eigener]] [[Wirklichkeit]]. Alles Leben gründet auf seiner [[natürlichen Intelligenz]], die sich mit seinem [[Stoffwechsel]] [[entwickelt]] hat und wodurch es sich als [[Wesen]] der [[Natur]] in [[Bewegung]] gesetzt hat und darin seine [[Energie]] erfährt. Leben ist [[Freiheit]], die sich aus ihrer [[Notwendigkeit]] als [[Einheit]] von [[Materie]] und [[Geist]] hervortut, sich im [[Allgemeinen]] [[wesentlich]] über [[Tod]] und [[Verwesung]] hinaus bestimmt, wiewohl der Tod des einzelnen Wesens als Tribut an seine Gattung nötig ist, sich wie von selbst aus der stofflichen Endlichkeit der [[Natur]], aus der natürlichen Beschränktheit der Chromosomen-Replikation ergibt. Indem das [[Material]] seiner [[Natur]] ihm zwar vorausgesetzt war, aber durch das Beziehen und Abstoßen, durch ihre stofflichen Kräfte in und mit ihrer [[Intelligenz]] erst zum Leben erweckt, als Leben gebildet wurde, ist Leben stofflich wie geistig allen Lebewesen inne, also selbst als lebendes [[Subjekt]] [[tätig]]. Nicht aus einer &#039;&#039;Logik der Natur&#039;&#039;, sondern als Resultat seiner Naturgeschichte (siehe [[Historischer Materialismus]]), die vielerlei [[Zufälle]] enthält, stellt es sich als eine [[Naturmacht]] des Menschen heraus, die sich schließlich in einem menschlichen [[Gemeinwesen]] verwirklicht, das durch seine geschichtliche [[Form]] objektiv bestimmt ist und sich aus seiner [[gesellschaftlichen]] [[Wesensnot]] zwischen [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] fortbildet, seine [[Geschichte]] erst hierdurch in der [[Dialektik]] der [[Klassenkämpfe]] betrieben hat und immer noch im [[Konkurrenz]]kampf um die [[Produktivität]] der [[Arbeit]] betreibt. Der Kapitalist allerdings vermag sich dem auch durch seinen [[Grund]] und [[Besitz]] immer wieder mal zu entziehen - auch wenn er sein [[Geld]] oder dessen [[Wert]] verloren hat: &#039;&#039;Aprês moi le dâluge! »Nach mir die Sintflut!« ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird. Der Klage über physische und geistige Verkümmrung, vorzeitigen Tod, Tortur der Überarbeit, antwortet es: Sollte diese Qual uns quälen, da sie unsre Lust (den Profit) vermehrt? Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend.&#039;&#039; [[(K. Marx, Kapital I, MEW 23, 285f)]] Es ist nicht wahr, dass am Anfang alles nur tot, &#039;&#039;wüst und leer&#039;&#039; ([[Genesis 1. Mose]]) gewesen sei. Es war eine ungeheuere Energie, die immer noch allem inne ist. Und es ist ein [[Unding]], Sache der [[Religion]], den [[Tod]] als ein [[Nichts]] zu [[denken]] - so, als wäre der [[Tod]] das Erste als Wüste, das Leben als Grün ihm zu Folge - durch eine [[Macht]] geschaffen, die ihn überwindet, ihm also schon jenseits des Lebens in einer über ihn erhabenen Ewigkeit vorausgesetzt wäre. Doch tote Materie gibt es nicht, auch wenn alles materiell, [[Energie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] ist. Nichts ist tot, bevor Leben ist und Leben stirbt nicht, ohne sich zu hinterlassen, weil sein [[Dasein]] natürlich materiell, an und für sich [[Natur]] ist. Der [[Tod]] ist dessen bloßes Moment als Moment seiner Entblößung (siehe auch [[Krankheit]]), [[Aufhebung]] seiner Geburt, das Überleben der [[Gattung]] über das Leben des Individuums. Die &#039;&#039;Frage nach dem [[Sinn]] des [[Seins]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) kann nur in [[Lebensverhältnissen]] auftreten, in denen sich dessen [[Substanzen]] nicht verwirklichen können, nur gebrochen durch &#039;&#039;die Mächte der Finsternis&#039;&#039; (altes Testament) [[erscheinen]] (siehe auch [[Scheinwelt]]), durch ihre [[Wesensnot]] ihre [[Wirklichkeit]] aufgespalten haben, die [[zertrennt]] in [[isolierten]] Welten [[wirkt]] (siehe auch [[Dialektik]]). Und das hat eine lange [[Geschichte]] hinter sich, die sich nicht durch den [[Tod]] und auch nicht durch ein ewiges Leben (siehe [[Religion]]) und schon gar nicht durch die &#039;&#039;ewigen Lehren&#039;&#039; materialistischer [[Ontologie]] und ihrem [[Geschichtsobjektivismus]] (siehe auch [[Dialektischer Materialismus]]), durch lebende [[Abstraktionen]] aufklären lässt (siehe auch [[Aufklärung]]). Der Tod ist als solcher undenkbar, lediglich ein Synonym für Endlichkeit, die mit dem Leben gegeben ist, weil es in seiner Geschichte sich selbst auch überwinden muss. Das Individuum mag daher sterben, aber den [[Tod]] kann es ohne Leben nicht geben. Ohnedies kann er nicht [[sein]], weil dessen Geburt, das heißt Natur, selbst materiell ist. Materie ist der [[Stoff]] des Lebens, wie sie durch eine allgemeine [[Schlussfolgerung]] als seine [[Substanz]] erkennbar ist. Dieser Stoff ist aber eben nur ein Moment des Stoffwechsels, weder Voraussetzung noch Resultat des Lebens. Nicht durch einen [[Geist]] oder eine [[Idee]] begründet konnte Leben entstehen, sondern aus der [[Materie]], die aus der Zusammensetzung ihrer Elemente im Zusammenwirken ihrer [[Stoffe]] ganz [[zufällig]] einen [[Sinn]] für sich entwickelt hatte, der sich mit dem [[Stoffwechsel]] zu einer Lebenswelt seiner [[Natur]], zu einer [[natürlichen Intelligenz]] des [[Stoffwechsels]] fortentwickelt hat, die von sich selbst zeugt, indem sie sich auch selbst erzeugen und fortbilden kann. &#039;&#039;Die Erdschöpfung hat einen gewaltigen Stoß erhalten durch die Geognosie, d.h. durch die Wissenschaft, welche die Erdbildung, das Werden der Erde, als einen Prozeß, als Selbsterzeugung darstellte. Die generatio aequivoca ist die einzige praktische Widerlegung der Schöpfungstheorie. Nun ist es zwar leicht, dem einzelnen Individuum zu sagen, was Aristoteles schon sagt: Du bist gezeugt von deinem Vater und deiner Mutter, also hat in dir die Begattung zweier Menschen, also ein Gattungsakt der Menschen den Menschen produziert. Du siehst also, daß der Mensch auch physisch sein Dasein dem Menschen verdankt. Du mußt also nicht nur die eine Seite im Auge behalten, den unendlichen Progreß, wonach du weiter fragst: Wer hat meinen Vater, wer seinen Großvater etc. gezeugt? Du mußt auch die Kreisbewegung, welche in jenem Progreß sinnlich anschaubar ist, festhalten, wonach der Mensch in der Zeugung sich selbst wiederholt, also der Mensch immer Subjekt bleibt. Allein du wirst antworten: Diese Kreisbewegung dir zugestanden, so gestehe du mir den Progreß zu, der mich immer weitertreibt, bis ich frage, wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten: Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? Frage dich, ob jener Progreß als solcher für ein vernünftiges Denken existiert? Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du also vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend denkst, so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst?&#039;&#039; Quelle: Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) [[(Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 545 bis 547)]] Leben ist Geburt und [[Tod]], [[Bewegung]], Ruhe und Unruhe durch sich selbst, Vereinigung, Entzweiung, Vermehrung, [[Stoffwechsel]] und [[Gewissheit]] von sich, [[Erkenntnis]] - [[Sinn]] und [[Geist]] im beständigen Werden, in seiner [[Geschichte]], [[Geschlecht]] im Entstehen und Vergehen, der geschichtliche Akt der fortwährenden Selbsterzeugung, der [[Entwicklung]] und Entfaltung in der konkreten [[Sinnlichkeit]] der [[Natur]] (siehe auch [[Sinnbildung]]). Die Zusammensetzung seiner [[Stoffe]] war durch das rein [[zufällige]] Verschmelzen und Aufeinanderprallen von unbestimmt zusammentreffenden Planeten und Kometen entstanden, aus dem die entsprechenden Mineralien und Gase eine [[Entwicklung]] von [[Leben]] auf der Erde ermöglicht hatten und durch die eine hohe Energie in ihren Urgesteinen gebunden war und die zur Substanz ihres Stoffwechsels geworden war. Hieraus lässt sich aber nicht begründen, dass dieses Verhältnis von Stoff und Energie sich zielgerichtet - quasi [[logisch,]] bzw. teleologisch - zum Leben entwickelt hätte. Solche [[Entwicklung]] könnte nur aus einem bestimmten Zusammentreffen von bestimmten Teilen ergehen, die schon selbst ein [[substanzielles]] Bestreben zueinander und füreinander haben müssten. Doch weil Materie immer schon aus qualitativ unterschiedlichen Elementen besteht, kann sie kein logisches Bestreben durch sich selbst entwickeln. Ihre Entwicklung und Geschichte lässt sich also nur aus dem Zusammentreffen qualitativ unterschiedlicher Elemente erklären, besonders aus Wasser, Mineralien und Gasen, die in den heute noch existenten Verbindungen nur durch den Zufall interplanetarischer Kollisionen in der Erdentstehung zusammenkommen konnten. Diese stoffliche Grundlage enthielt zwar schon alle Möglichkeiten einer Naturentwicklung, aber bei aller vorhandenen [[Energie]] noch keine [[Notwendigkeit]], dahin zu kommen, aus diesem stofflichen Material lebendig zu werden. Schon in der bloßen [[Materie]] ist [[Energie]] in ständiger [[Bewegung]] und gerät in intensivere oder extensivere [[Zustände]], die sich in einem mäßigeren [[Erregung]]szustand stabilisieren oder sich auch übermäßig verdichten konnten. Säuren und Gase konnten sich unter dem Einfluss von vulkanischer Dichte und irdischer Magnetwellen im Wasser in allen möglichen Energieformen und Aggregatzuständen verbinden und zu Eiweißmolekülen verschmelzen und Zellplasma werden, in denen die ursprünglichen Säuren sich zu DNS und RNS (bzw. DNA und RNA) verbinden konnten, aus der die Doppelhelix der Lebensverbindungen entstand, die Grundlage der Vermehrung und des Zellwachstums. Durch ihre chemoelektrische Spannungen begannen diese Molekülverbindungen in bestimmter [[Beziehung]] zu pulsieren und andere Stoffe zu binden oder auszusondern und dadurch einen eigenen Energiehaushalt zu entwickeln. Es war die Gunst dieser [[Beziehungen]], die sie zu ihrer Erhaltung und Verfestigung zu einem [[Stoffwechsel]] brachten, der günstigere materielle und energetische Formen wie auch ungünstigere Fülle entstehen ließ und ihre Stoffaufnahme und Ausscheidung zu einem eigenständigen [[Leben]], zur Lebensgeschichte der Natur als Naturgeschichte des Lebens entwickelten. Aber erst mit einem zufällig entstandenen Zusammenkommen von Eisen und Magnesium in den Urschlämmen einer nur im [[Raum]] bestimmten [[Masse]], also in einer überzufällig bestimmten [[Dichte]] der [[Stoffe]] konnte sich Chlorophyll und Hämoglobin bilden, was die Bedingung für den [[Stoffwechsel]] des [[Leben]]s zwischen Pflanzen und Tier ist. Es sind dies die Moleküle für die Träger des Lebens, für die Zellfortbildung ihrer Organismen, die sich überhaupt nur in diesen darin gebunden Metallen unterscheiden und deren Fähigkeiten es ermöglichten, Sauerstoff und Kohlendioxyd zwischen Tier und Pflanze so auszutauschen, so dass hierbei eigene Lebens[[energie]] frei werden konnte. Was Karl Marx noch nicht genau wissen konnte, das erschloss er aus dem sinnlichen Leben selbst, aus der Naturgeschichte der [[Sinne]], wie sie heute leben. Nicht der bloße [[Stoff]], sondern das stoffliche Leben ist der Kern des von ihm formulierten Materialismus, aus welchem sich auch die [[geistigen]] [[Entwicklungen]] begreifen lassen, - nicht als Zufall, wohl aber als [[Sinn]] für sich. [[Sinnbildung]] entsteht nicht durch eine [[Logik]] der Materie, sondern aus der Materie des Lebens in seinem Werden und Vergehen, seiner eigenen [[Bewegung]], seiner Naturgeschichte. Hierin hat der [[Historische Materialismus]] seine Grundlagen. Sie kennt noch keine [[Negation]], keine [[Dialektik]], und unterscheidet sich hierin auch von den Begründungen des so genannten [[Dialektischen Materialismus]]. Seit der [[Aufklärung]] ist für [[wissenschaftliche]] [[Erkenntnis]] zwar weitgehend zweifelsfrei, dass Leben durch [[Materie]] sich entwickelt hat, dass es selbst materiell ist. Es ließ sich aber aus der reinen Materie der Natur nicht [[aufklären]], wie es dahin gekommen ist, dass sich [[Natur]] nicht nur bildet und reproduziert und sich selbst fortbildet, sondern sich in ihr zugleich ein Geschick der [[Natur]] erkennen lässt, dass sie sich selbst zu einer [[Intelligenz]] entwickelt hat, die ihr nicht zu- oder angetragen worden sein kann. Weder die [[Entwicklung]] der Natur, noch ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] als [[Kultur]] lässt sich verstehen, will man in ihr nicht selbst eine[[natürliche Intelligenz]] anerkennen, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt (siehe auch [[Evolution]]). Man könnte hier schon anmerken, dass dies die Grundform einer [[Intelligenz]] ist, die sich aus ihrem Mangel herauszusetzen, sich zu [[emanzipieren]] verstand. Erkennt man dies an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] gelten lassen. Für die einen mag sie zwar noch aus einem übernatürlichen [[Subjekt]], aus einem unpersönlichen [[Gott]] als [[Wesen]] der [[Natur]] zu erklären sein, tatsächlich aber bleibt sie materiell und entfaltet ihren [[Sinn]] immer nur in der [[Beziehung]] auf andere [[Materie]], verhält sich in einem unentwegten Wechsel zu einem [[Sein]] durch anderes, durch fortwährende [[Ergänzung]] und Änderung. Leben wäre demnach aus der [[Intelligenz]] seiner [[Sinnbildung]] heraus zu begreifen, aus einer Art Partnersuche der Elemente, die in der Bestimmung ihres [[Stoffwechsels]] sich bereichern und differenzieren (vergleiche den Stoffwechsel von Sauerstoff und Kohlendioxyd durch den gegensinnigen Bedarf von Magnesium und Eisen zwischen Chlorophyll und Hämoglobin, der die Grundlage des Verhältnisses von Flora und Fauna ausmacht). Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle, die aus der Variabilität ihrer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden hat, sich aber zugleich auch auftrennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist die Grundlage der Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Weil [[Materie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] das Maß der [[Geschichte]] ist, kann es von [[Natur]] aus keinen Stillstand geben. Leben ist [[Bewegung]], die [[Sinn]] hat und [[Sinn]] macht. Es findet also statt in [[Raum]] und [[Zeit]], nicht nur als das Verhalten der [[Natur]] sondern als ein natürliches [[Verhältnis]], ein [[Lebensverhältnis]] der [[Sinnbildung]] im [[Stoffwechsel]] seiner unentwegten Veränderung, als Dasein einer permanenten Selbstveränderung, die durch sich selbst zugleich als Anderes und durch Anderes bestimmt ist. Leben ist die [[Selbstentfaltung]] der [[Natur]], Tätigkeit ihres [[Stoffwechsels]], [[Naturempfindung]] und Selbsterneuerung, die nichts sein lässt, was es war und alles hervorbringt, wofür sich [[Sinn]] findet: [[natürliche Intelligenz]]. Als dieser Prozess ist es die zum [[Subjekt]] gewordene [[Materie]], [[Geschichte]] einer [[Energie]], die sich in ihrer Materialisierung von ihrem Rückstand unterscheidet, Schlacke ausscheidet und sich dadurch materiell bereichert, dass sie sich zu diesem verhält, sich von ihm entfernt, um sich mit ihm zu vereinigen, sich entwickelt, indem es ihn zugleich als [[Stoff]] für sich objektiviert. Im Stoffwechsel vollzieht sich ihre Vervielfältigung und Differenzierung, die durch ihr eigenes Wirken selbst zu einer [[Wirklichkeit]] der [[Intelligenz]] ihrer [[Natur]] geworden ist (siehe [[historischer Materialismus]]). Intelligenz ist nicht funktional und also nicht reproduktiv, sondern immer schon produktiv (siehe [[Evolution]]). Von daher ist Leben selbst zugleich die Lebenserzeugung einer Gattung und ihrer Lebensverhältnisse, - und als menschliches Leben also auch nicht im einzelnen, sondern [[gesellschaftlich]]. &#039;&#039;Die Produktion des Lebens, sowohl des eigenen in der Arbeit wie des fremden in der Zeugung, erscheint nun sogleich als ein doppeltes Verhältnis – einerseits als natürliches, andererseits als gesellschaftliches Verhältnis –, gesellschaftlich in dem Sinne, als hierunter das Zusammenwirken mehrerer Individuen, gleichviel unter welchen Bedingungen, auf welche Weise und zu welchem Zweck, verstanden wird. Hieraus geht hervor, daß eine bestimmte Produktionsweise oder industrielle Stufe stets mit einer bestimmten Weise des Zusammenwirkens oder gesellschaftlichen Stufe vereinigt ist, und diese Weise des Zusammenwirkens ist selbst eine Produktivkraft, daß die Menge den Menschen zugänglichen Produktivkräfte den gesellschaftlichen Zustand bedingt und also die Geschichte der Menschheit stets im Zusammenhange mit der Geschichte der Industrie und des Austausches studiert und bearbeitet werden muß.&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 29f)]]. Wie Materie überhaupt subjektiv werden, wie Natur entstehen konnte, ist die Frage, deren Beantwortung die Grundlage eines jeden Selbstverständnisses des Lebens ausmacht. Es ist die Frage nach dem [[Sinn]], in dem es sich vollzieht, die Unterscheidung zwischen Reproduktion und Produktion des Lebens, das Ur-Teil seiner [[Geschichte]], seiner Selbstwahrnehmung als Erkenntnis seiner selbst in Anderem. Es ist die Frage nach der [[Intelligenz]] des Lebens selbst. Es bereichert sich, indem es sich durch Aneignung auf anderes bezieht, ohne sich im Anderssein und Anderswerden zu widersprechen. Indem es in seiner Änderung sich selbst vermehrt, entspricht es vor allem sich selbst. Nichts widerfährt ihm, weil alles sich in ihm selbst erfährt (dies gegen den [[Darwinismus]]). In seiner Formverwandlung erfüllt sich sein Sinn, der zugleich Sinn für sich bildet, indem er Sinn durch anderes findet und [[empfindet]]. Leben kennt keine [[Negation]], auch wenn es stirbt. In seinem Untergang wird es zum Stoff für anderes Leben, das darin aufgeht. Der [[Tod]] ist ein Moment des Lebens (dies gegen [[Heideggers]] &#039;&#039;Sein zum Tode&#039;&#039;). Dass das Leben auf der [[Materie]] gründet, ist heute zweifelsfrei. Wie es aber dahin gekommen ist, nicht nur seine Natur zu reproduzieren sondern sich zugleich aus der Natur zu einem Geschick der [[Natur]], zu einer [[Intelligenz]] zu entwickeln, lässt sich nicht aus der Natur entwickeln, erkennt man nicht in ihr selbst eine[[natürliche Intelligenz]] an, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt hat. Erkennt man dies aber an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] überhaupt gelten. Für die einen ist sie allerdings nur aus einem übernatürlichen Subjekt, aus [[Gott]] zu erklären, für den [[Historischen Materialismus]] ist sie selbst schon als [[Geschichte]] einer natürlichen Gesellschaftsbildung zu verstehen, welche als Natur des Menschen in der Natur seiner gesellschaftlichen Intelligenz aufgeht. Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle zur DNA, die aus der Variabilität einer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden bleibt, sich aber zugleich auch von ihre trennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist dadurch die Grundlage der seine Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Mit der [[Entwicklung]] des Lebens war jedenfalls die Anlage zu einer bestimmten [[Entwicklung]] entstanden: Die [[Geschichte]] der Natur, in der zugleich die Menschheitsgeschichte als Menschwerdung der [[Natur]] angelegt war. Sie begründete das menschliche Vermögen, durch seine gesellschaftliche [[Verhältnisse]] selbst zu einer [[Naturmacht]] zu werden. Solange die Menschen noch in der Macht der Natur gebannt blieben, beantworteten vor allem die Naturreligionen die Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Fragen nach einer Begründung des lebendigen [[Seins]]. Mit der Entwicklung komplexer sozialer Verhältnisse traten zunächst andere [[Religionen]] dafür ein, dass sie durch ein überkosmisches Subjekt, durch einen [[Gott]], geschaffen und &#039;&#039;geschenkt&#039;&#039; worden sei. Mit der Entwicklung der Naturwissenschaften ging diese Beantwortung mehr in der weitergehenden Frage auf, welche nach der [[Intelligenz]] des Lebens in ihm selbst, in seinem stofflichen [[Dasein]] sucht: Die Frage, welchen [[Sinn]] es selbst verfolgt, woraus sich auch ergeben würde, wie es entstanden war. Leben muss nicht aus einem höheren Sinn, aus einer vorausgesetzten Intelligenz gebildet sein, wenn man die Grundlagen seiner Intelligenz in der Materie selbst und deren [[Vererbung]] begreifen kann. Dass Leben nur [[zufällig]] entstanden sei, wird heute auch mathematisch verworfen. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass sich lebendige Organismen überhaupt ohne einen Grund hätten bilden können, also nicht durch beliebige Ereignisse entstehen konnten. Schon die ersten Lebewesen, Bakterien, welche selbst noch keinen Zellkern und also auch keinen Organismus hatten, bildeten sich nicht als stoffliche Konstrukte, die zufällig aufeinandertrafen, sondern aus jenen energetischen [[Beziehungen]], welche die [[Stoffe]] auf der Erde aus sich heraus schon dadurch hatten, dass ihre [[Synergie]] Eigenheiten einer Vorform des Lebens hervorbrachte, die zunächst nur als Plasma existierten, die eine bestimmt Diffusion von Stoffen bewirkten, wodurch dieses zu einer Art Haut wurde, die eine Sphäre von der anderen sowohl trennte, die sie auch in hierdurch bestimmten stofflichen Beziehungen vermittelte. Indem sich diese Haut schließlich zusammenzog und eingerundet zusammenschloss, entstand eine Zelle, die durch ihren Stoffwechsel bestimmt war und dadurch lebendig wurde, dass sie ihre Ausscheidungen von dem unterscheiden konnte, wodurch sie im Innern wachsen konnte. Es war der Ursprung einer [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), die sich im Verhalten eines Plasmakörpers zu seiner &#039;&#039;Außenwelt&#039;&#039; entwickelte. So entstanden Einzeller, die sich schließlich auch zu komplexen Organismen entwickeln konnten. In der Phylogenese ergab sich aus chemotaktischen Signalwirkungen ein zielgerichtetes Verhalten der Reproduktion, und damit des fundamentalste Verhältnis des Lebens zu sich selbst und über sein [[Sosein]] hinaus sich bestärkend. Chemotaxis ist daher eine der grundlegendsten physiologischen Zellreaktionen, die schon als Grundform einer [[natürlichen Intelligenz]] des Lebens zu verstehen ist. &#039;&#039;In den frühen Entwicklungsphasen der Phylogenese war das Entstehen von Rezeptorsystemen für die Erkennung von schädlichen und günstigen Substanzen für einzellige Organismen von bedeutendem Vorteil. Umfangreiche Analysen chemotaktischer Abläufe des eukaryontischen Protozoons Tetrahymena pyriformis und der Konsensussequenz auftretender Aminosäuren in der Ursuppe deuten auf eine gute Korrelation zwischen chemotaktischen Eigenschaften dieser relativ einfachen organischen Moleküle und der Entwicklung der Erde hin. Daher nahm man an, dass frühzeitig aufgetretene Moleküle (z. B. Glycin, Glutamin, Prolin) chemisch sehr anziehend wirken und später aufgetretene (z. B. Tyrosin, Tryptophan, Phenylalanin) chemisch abweisend wirken.&#039;&#039; ([[Wikipedia: Chemotaxis]]) Es ist längst bewiesen, dass sich vor allem aus der Beziehung von Sauerstoff und Wasserstoff, die sich in den Schloten der Meeresvulkane mit Methan verbanden und durch die Erdwärme zu Aminosäuren hochkochten, die Grundlagen des Lebens entstanden waren, weil diese Säuren sich in ihrer exakten Molekülstruktur kopieren konnten. Indem die auf diese Weise entstandene Ribonukleinsäure umher treibende Fette anzog und eine Doppelmembran daraus bildete, sind die ersten Lebenszellen, die Schwefelbakterien entstanden. Sie waren von daher eine Energieform von Stoffen, die mit der Entstehung der Erde schon gegeben war. Sie vermehrte sich durch die speziellen Anziehungskräfte eindeutiger Beziehungspaare ihrer Atomstrukturen, die in der Lage waren, sich zu lösen und mit einem neuen Partner gleicher Art als Molekül zu verdoppeln. Die Aminosäurenstruktur ist daher als Grundform des Lebens, das durch bloße Verdopplung gegensinniger Eigenschaften sich schon vermehrte und potenzierte und sich zugleich auch in anderen Stoffbeziehungen, anderen &#039;&#039;Kopien&#039;&#039; seiner Struktur durch die Anwesenheit anderer [[Stoffe]] auch zu anderem entfalten konnte. Die [[Intelligenz]] dieser Entfaltung war zum einen an die Verfügbarkeit von Stoffen gebunden und zugleich ein Streben nach energetischer Komplexität, nach komplexeren Beziehungen ihrer [[Energie]], die sich auch als Lebensenergie fassen lässt, welche sich dadurch vermehrt, dass sie immer vielfältiger wird. Sie beruht auf der Verbrennung vorhandener Stoffe zur Erzeugung einer Vielfalt neuer Stoffe und stofflichen Beziehung, welche schließlich die [[Natur]] des Lebens gebildet hat. Jede Verbrennung hat ein bestimmtes Verhältnis zu ihrer Asche, das mehr oder weniger Energie enthielt. Bestimmte Stoffe bildeten optimale Verbrennungsverhältnisse, worin der Verbrennungsrückstand optimierter Stoff und die Verbrennung selbst optimierte Energie war und in diesem Verhältnis affin füreinander blieben. So war eine quantitative Beziehung, also eine Affinität verschiedener Stoffe auf die Welt gekommen, welche sich als stoffliche [[Energie]] aus einer nach ihrer Masse ausgerichteten Verbrennung bildete, die in ihrer Umwelt eine Schlacke hinterließ, die wiederum neue Beziehungen in anderer Verbrennung einging. Die bislang rein stofflichen Beziehungen wurden hierdurch zu einer Art [[Natur]], in welcher die unterschiedlichsten Beziehungen der Stoffe in dieser Ausrichtung bezogen blieben, und worin sich Verbrennung und Rückstand in den verschiedensten Formen und Gestaltungen erneuerten. Die wichtigsten waren Wasser, Luft und Erde. Die ersten Organismen hatten sich selbst aus organischen Verschmelzungen von Bakterien, aus Symbiosen ihres Zellstoffwechsels so fortgebildet, dass sie in der Lage waren, neue Zellen nach Maßgabe ihrer Funktionsnotwendigkeit zur Energieerhaltung und -Potenzierung durch Einbeziehung entsprechender Stoffe zu bilden und diese nur dadurch erreichen konnten, dass sie sich in diesem Streben verbinden konnten und kommunizierten. Schon die einfachsten Bakterien bestanden in Schwärmen, die sich kontrahieren und abstießen, je nach Bedarf ihrer Selbsterhaltung und Vermehrung. Sie entwickelten einen Sinn für ihre Umwelt, der intelligent genug war, um sie zu manipulieren und somit diesen Bedarf befriedigen konnten. Z.B. belegt dies heute noch das Meeresleuchten, das nichts anderes als eine Zusammenrottung leuchtender Bakterien ist, die sich durch die kollektive Verstärkung ihrer Leuchtkraft als Nahrung für Fische interessant machten, um in deren Körper leben zu können, ihren Wirt zu finden. So entstanden Strukturen, welche durch ihre Funktionalität intelligent waren, weil sie ihren Stoffwechsel ihrer Umgebung anpassen und aus der Schlacke ihrer Beziehung auch neue Stoffe (z.B. Kalk durch Korallen) entwickeln konnten. In den Schlämmen an den Flussufern und Meeresrändern bildete sich durch die Sonneneinstrahlung aus Magnesium und Stickstoff Chlorophyll, das einfache einzellige Pflanzen, als erste die Kieselalgen, hervorbrachte, die durch die Photosynthese in der Lage waren, sich durch die Aufnahme von Kohlendioxyd und die Abgabe von Sauerstoff als Lebensgrundlage eines natürlichen Stoffwechsels zu entwickeln. Die ersten Tiere, Bakterien, die sich als Protozoen (Urtiere) verhielten, fraßen diese. In ihnen entstand aus dem Chlorophyll durch Einbindung von Eisen das Bakteriochlorophyll (anoxygene Phototrophe), das in der Lage war, Kohlendioxyd herzustellen. Es war die Grundform des Hämoglobins, welches sich im Blut der höheren Arten entwickeln sollte. Die Tiere verdauten die Pflanzen durch Verbrennung mit Sauerstoff und schieden das hieraus entstandene Kohlendioxyd und Exkremente mit neuen stofflichen Zusammensetzungen aus, welches sie wiederum zur Lebensgrundlage der Pflanzen werden ließ. Der Naturkreislauf war entwickelt. Die weiteren Spannungen in ihrer Beziehung aufeinander mussten schließlich ihrer materiellen Energieform folgen und haben sich von daher zu neuen organischen Formen und schließlich zur Fortentwicklung weiterer Organe (z.B. Greifer, Bewegungsorgane und Sinneszellen) und Organismen [[aufzuheben]] verstanden. Die Voraussetzungen der Natur und des Lebens waren demnach Zellen, die in ihrer Verschmelzung eine Energie bildeten, die größer war, als die, welche in sie eingegangen ist. Sie bildeten eine stoffliche Masse, die eine eigene [[Wirkung]] dadurch hatte, dass ihre [[Stoff]]lichkeit selbst anziehende und abstoßende [[Kräfte]] beinhaltet und die dadurch in [[Bewegung]] geraten war, dass ihre Teile sich wechselseitig beeindruckten. Sie bildeten eine unendliche Bewegung materieller Zusammenhänge, die in der Lage waren, ihre Energie zu verstofflichen und auch neue Stoffe zu bilden. Die so entstandenen Stoffe befanden sich in einem Zustand beständig wechselnder Energieformen, der sich in atomaren und molekularen Beziehungen ausrichtete. Im Streben nach einem ausgerichteten Zustand war die Verbrennung von Sauerstoff eine der stabilsten stofflichen Beziehungen. Von daher war eine Ausrichtung der Verbrennung zur Optimierung einer Energieform entstanden, die noch rein stofflich und leblos war, die aber allem Leben auf der Erde vorausgesetzt ist. Die ersten natürlichen Beziehungen waren dadurch entstanden, dass diese Stoffe einander so durchdrungen hatten, dass sie in bestimmten Massenverhältnissen verbrannten und eine Schlacke hinterließen, die selbst wieder als Stoff weiterer Verbrennungen verfügbar war. Durch die Initialzündung des Lebens an den Vulkanschloten der Meere und durch die stoffliche Konzentration in den Schlämmen war es möglich geworden. Seine Entfaltung jedoch hat sich geschichtlich durch die Intelligenz der Lebenstätigkeit selbst entwickelt. Die Frage, wie hierin Leben sich entfalten konnte, lässt sich daher nicht logisch beantworten, weil Leben selbst nur [[subjektiv]] sein kann, weil es nicht [[logisch]], wohl aber intelligent entscheidet, auch wenn es nach Vollzug logisch erscheinen mag. Es gibt von daher keinen Schöpfungsakt als solchen, nicht die Entscheidung einer vorausgesetzten [[Intelligenz]], wohl aber eine [[Intelligenz]] der [[Stoffe]], die in ihrer Affinität beständig wurden und aus ihrer Beständigkeit neue Stoffe bildeten, sie sich hieraus erklärten und also eine bestimmte Entstehungsgeschichte in sich forttrugen. Dies macht wohl die erste wirkliche Grundlage der [[Natur]] und damit allen Lebens aus. Es ist die Wirkung bestimmter Austauschverhältnisse von Stoffen, die in ihrer Verbrennung optimale Energienutzung und für weitere Entwicklungen optimale stoffliche Produkte hinterließen. Die Natur ist demnach ein hieraus entstandenes Streben nach optimaler Verbrennung, der Stoffwechsel selbst die ursprünglichste Bedingung ihrer wesentlichsten Tätigkeit, der Fortpflanzung. Die Intelligenz der so gebildeten stofflichen Verbindung kam dadurch zu einem eigenständigen Leben, dass sich darin stoffliche Verbindungen ergaben, die ihre stoffliche Beziehung nicht nur vollziehen, sondern sie schließlich irgendwann auch selbst veranlassen konnten, die also ein Streben entwickelten, sich bestimmten Stoffen im Zweck ihrer Natürlichkeit anzunähern, um optimale Verbrennungsverhältnisse fortzutragen und in stofflicher Gestalt, also in der Affinität bestimmter Massenverhältnisse sich diese zu &#039;&#039;merken&#039;&#039;. Leben begründete sich also auf der &#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039; einer Wechselbeziehung der Stoffe, auf einem Stoffwechsel, der veranlasst werden konnte und so die Natur bildete und entwickelte. Aus dieser Verbrennung war demnach also eine Kraft entstanden, die keinen unmittelbaren stofflichen [[Grund]] hatte, sondern auf einer Vermittlung gründete, die aus vielen vorausgesetzten stofflichen Verbindungen hervorgegangen war und einen [[Stoff]] bildete, der sich aus ihrer bestimmten Vermittlung in ihrer Verbrennung als bestimmter Stoffwechsel ergeben hatte. Es war so etwas wie eine &#039;&#039;intelligente Stofflichkeit&#039;&#039; entstanden. Indem Sauerstoff zum [[Zweck]] dieses [[Stoffwechsel]] verbrannt wurde, war ein stoffliches [[Subjekt]] entstanden, das an dieser Verbrennung, also an einer Verbindung mit Sauerstoff &#039;&#039;interessiert&#039;&#039; war und hierfür eine stoffliche Verbindung erzeugen konnte, in welcher sich die Schlacke auch wieder regenerieren konnte. Dies aber verlangte die Fähigkeit, aus einem bestimmten toten Stoff Energie zu entwickeln und Asche in einem Verhältnis abzusondern, in welcher sie selbst als erneuerter Stoff für Verbrennungen eingehen konnte. Alles Leben gründet auf diesem [[Stoffwechsel]], der sowohl Kraft entfaltet als auch stoffliche Reduktion in einem organischen Zusammenhang, in einem Organismus betreibt. Im Unterschied zum toten Stoff, in welchem sich Masse und Energie lediglich verhalten, war Leben als Subjekt des Stoffwechsels, als ein &#039;&#039;interessierter Stoff&#039;&#039; entstanden, der sich selbst diesem [[Interesse]] adäquat verhalten konnte, weil er selbst ein Verlangen, ein [[notwendiges]] [[Bedürfnis]] nach [[Einverleibung]] eines bestimmten Stoffes entwickelt hatte. Die ersten Lebewesen, die Mitochondrien, worin dies stattfand und auch heute noch stattfindet, hatten somit ein Lebensinteresse, das ihnen einen Sinn für die [[Mittel]] hierfür nötig machte. Sie sind das &#039;&#039;Lebensgeheimnis&#039;&#039; einer jeden lebenden Zelle. Leben entstand also, indem ein [[Stoff]] im anderen [[Sinn]] für sich gefunden hatte. Es begründete sich durch die [[Naturempfindung]], die ein [[Wesen]] ausmacht, das in der Lage ist, andere Stoffe für sich aufzunehmen, sie sich einzuverleiben und in der [[Beziehung]] auf sich zu unterscheiden und die Schlacke, welche diese Beziehung erzeugt, wieder auszuscheiden. Es war wohl diese Selbstunterscheidung, die Beziehung, Bekräftigung und Aussonderung, die Grundform einer [[Erkenntnis]], welche alles Leben begründete. Leben besteht zu allererst aus dieser [[Intelligenz]]. Das erste Lebenszeichen war demnach ein [[Sinn]], durch welchen Stoffe für den [[Stoffwechsel]] als sinnvoll erkannt wurden. Er entwickelte sich zu einem bestimmten Sinn für einen stofflichen Zusammenhang, einem Grund, für welchen Stoffe sich einfügen lassen und zusammenfügen und wonach sich auch Organe zur [[Empfindung]] anderer Stoffe entwickelten. Es waren die ersten [[Subjekte]], welche sich Stoffe zu ihrem [[Objekt]] machten und sich selbst darin verobjektivierten. In der Empfindung von anderem hatten sie zugleich eine Beziehung zu sich, bildeten sich, wie es durch ihre Natur geboten war, also in der Beziehung zu ihrer Umwelt. Ihre Selbsterhaltung war dadurch zugleich Selbsterzeugung, die zur Selbstentfaltung wurde, indem sich diese Naturwesen zu sich selbst verhalten, sich fortpflanzen und entfalten konnten. Leben ist daher [[Subjektivität]], also Selbsterzeugung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung, Reichhaltigkeit an natürlicher Bezogenheit, an [[Naturempfindungen]], aus denen alle weiteren [[Empfindungen]] sich ergeben, die eigenes Wachstum, also Bewegung durch sich und um seiner selbst Willen begründen. Leben setzt nicht das [[Tote]] voraus, denn der Tod ist durch das Leben erst bestimmt als die Individualität seiner Aufhebung, aus der heraus das Leben sich erst wirklich allgemein setzen kann, in der Beschränktheit seiner Individualität, im Sterben der Individuen sich überhaupt fortträgt, fortpflanzt und entfacht. Leben trägt praktisch in sich, was es theoretisch voraussetzt. Es ist entstanden, indem sich in der vorhandenen Materie [[Sinn]] gebildet hatte, Sinn für sich und anderes. Der Sinn ist das lebende Produkt der Naturgeschichte der [[Materie]] als geschichtliche [[Natur]] des Lebens; die Sinnbildung selbst ist Leben als Prozess, Naturgeschichte der Sinnlichkeit. Diese Geschichte ist immer materiell, weil Sinn selbst nur als Verhältnis der Materie besteht, als Verhalten von toter und lebender Materie, als lebender [[Stoff]] im [[Stoffwechsel]] des Lebens. Das Lebende bezieht sich hierbei erkennend auf das [[Tote]], bildet sich in der Kenntnis hiervon, nimmt es auf und stößt es ab und weiß dies in sich (siehe [[Gewissheit]]). Von daher ist diese Erkenntnis grundlegende [[Notwendigkeit]] für jeden Lebensprozess. Leben geht zugrunde, wenn es der bloßen [[Notwendigkeit]] unterworfen bleibt, weil es unmittelbare [[Freiheit]] ist: &#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen.&#039;&#039; [[(K. Marx, MEW 1, 60)]] Dass das Lebende das Tote empfindet, zeigt sich an den urtümlichsten und einfachsten Verhältnissen des Stoffwechsels und der Assimilation. Die Fähigkeit, Stoffe für sich adäquat aufzunehmen und zu verdauen und die Schlacke abzusondern, macht den ersten Sinn in der Natur für die Natur aus. Indem Maße, wie lebende Zellen die Asche der Sauerstoffverbrennung nicht ausscheiden können, altern sie und nähern sich ihrem Tod. Ohne Empfindung für das, was dem Leben schadet, ist es nicht möglich. Auch die Nervenzellen verfahren ähnlich, wenn sie sich ein Bild von ihrer Umwelt machen und sogar in der Lage sind, diese zur eigenen Gestalt zu bringen, z.B. in den Tarnfarben, die Tiere aus ihrer Umgebung beziehen und erzeugen können. Schon Hegels System der Sensibilität hat diesen Gedanken aufgenommen, als er das Nerven-, das Blut- und das Verdauungssystem als Totalität der natürlichen Gestalt auffasste, und diese schon als pflanzlichen Sinn begriffen hatte (Hegel, Enzyklopädie §354). Der Sinn ist selbst eine [[Erkenntnis]], indem er sich zur toten Materie wesentlich verhält als Sinn für sie, wie er auch die erste Erkenntnis für sich dadurch ist, in diesem Verhalten die Fähigkeit zu haben, Totes von Lebendem zu scheiden und auszuscheiden, sich darin zu bilden und tätig zu sein und als wirkliches, also [[Wirkung]] habendes Leben herauszubilden. So wie das Leben als Sinn der materiellen Natur entstanden ist, so ist der Sinn das Leben mit ihr. Die ganze Sinnbildung kann nichts anderes sein, als eine Naturgeschichte, die sich für sich begeistert hat. Der Geist selbst ist unmittelbar sinnlich, auch wenn er Verhältnisse eingeht, in denen er sich von seiner sinnlichen Natur entfernt, um auf sie wieder zurückzukommen. &#039;&#039;Die Entstehungsgeschichte des Menschen ist die Bildungsgeschichte seiner Sinne&#039;&#039; (Marx). Und diese ist nicht als solche nicht [[bestimmt]], also ohne Ende. Die [[Aufklärung]] versteht jede Bildung als [[Mittel]] zu einem höheren Zweck. In diesem Sinn hatte auch Darwin seine Selektionstheorie entwickelt. Er sah den Zweck schon in der Natur als Prinzip der Selektion, welche die fortschrittlichen Fähigkeiten durch Fortpflanzung vermehrt und ausbreitet. So beflügelte er das moderne Prinzip eines höheren Nutzen der Selektion und wurde in diesem Sinn auch gerne von Reaktionären überinterpretiert. Aber in seinem Denkansatz waren sie auch leicht zu bestätigen, steckt darin doch ein schlichter Utilitarismus der Auslese in einer naturwissenschaftlichen Verkleidung, die eigentlich Naturmythologie ist. Es ist dem [[Darwinismus]] entgegenzuhalten, dass er eine Lebensgeschichte des Untergangs vorstellt. Für ihn ist die Sinnbildung des Lebens zufällig, die Vernichtung von &#039;&#039;Lebensunfähigkeit&#039;&#039; vernünftig. Im Grunde vollstreckt er theoretisch die Vernunft einer Vergänglichkeit von Lebensvielfalt - ein Widersinn in sich. Warum sollte Leben sich entfalten und dann auf das Machbare reduzieren? Es mag verschwenderisch für den erscheinen, der damit haushalten will, aber seiner Sinne ist es damit enthoben. Warum diese sich ändern und warum Leben selbst Sinn bildet, ist dem Darwinismus als [[Verstand]] der [[Aufklärung]] fremd und zugleich Grundlage von einer der schlimmsten Gesellschaftstheorien der Geschichte (siehe auch [[Rassismus]]). Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist genauso leblos wie die Frage nach dem [[Sinn]] des Atmens, dem Sinn der [[Erkenntnis]], dem Sinn der [[Liebe]] usw. Indem ich atme, erkenne, liebe usw. lebe ich. Das Leben kann keinen anderen Sinn haben als den Sinn, den die Menschen für ihr Leben haben und äußern. Indem sie dies befragen, vollziehen sie den Selbstwiderspruch, der sie an sich [[zweifeln]] lassen müsste, um Selbstkritik zu werden: Atme, erkenne, liebe ich nicht oder vielleicht nicht ganz richtig? Muss ich also mein eigenes Leben verneinen, es als falsches begreifen, um richtig leben zu können (siehe [[Adorno]]: &#039;&#039;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&#039;&#039;)? Was aber kann dann richtiges Leben, richtiges Atmen, richtiges Erkennen, richtiges Lieben usw. sein, das ich nicht kenne, dessen ich nicht fähig bin, das mich fragen lässt und zugleich meine Frage verneint indem sie mich verneint? Es stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens als Suche nach dem richtigen Leben. Diese Frage ist ein Widersinn. Sie kann gar nicht nur Frage sein; sie ist zugleich Antwort: Erscheint das geäußerte Leben sinnlos, so haben die Menschen ihre Sinne nicht [[wirklich]] außer sich, haben nicht ihre Natur verwirklicht und keine [[Wirklichkeit]] ihrer [[Natur]]. Sie sind also selbst von Sinnen, wenn sie ihre Welt nicht als ihre Natur erleben. Ihr Leben ist wirkungslos, also [[unwirklich]] - ein [[Unding]] in sich. Doch Leben kann nicht sinnlos sein, es selbst ist der Sinn, der Unsinn von sich scheidet, ausscheidet und sich über die Ausscheidung bildet. In der Ausscheidung existiert die Asche vergangenen Lebens, der reine Stoff, der kein Leben mehr hat, kein Wesen und daher verwest und wirklich zu [[Unsinn]] geworden ist, nicht mehr waltet und keine Welt mehr hat, tote Natur geworden ist. Über das Leben nachdenken kann also nur heißen, über die Welt und ihre Natur nachzudenken. Leben kann eben auch unsinnig erscheinen, wo es sich in [[widersprüchlicher]] [[Form]] gestaltet (siehe [[Formbestimmung]]). Es ist hierdurch aber kein falsches Leben, weil es keine falsche Natur geben kann, weil eben richtiges zugleich auch falsch werden kann, sich gegen sich selbst verhalten kann, sich selbst fremd wird, wo es sich gegen sich selbst [[verselbständigt]] (siehe [[Entfremdung]]) und hierdurch unwahr wird (siehe [[Wahrheit]]). Leben lässt sich in vielerlei Hinsicht beschreiben, je nach Einsicht in seine Bewegung und Bewegtheit, ohne dass dies widersprüchlich wäre. Einmal ist es vielleicht der Funke, der aus dem [[Wesen]] sprüht, das Sein, das sich die Finsternis gebar (frei nach Goethes Faust S.47), ein andermal ist es der [[Sinn]] der [[Natur]], die sich selbst hervorbringende, reproduzierende und aus sich schöpfende [[Kraft]], die alles erfüllt, das sich als Ursprung seiner [[Wirklichkeit]] [[erkennt]]. Leben erhält sich selbst, pflanzt sich fort, dehnt sich aus, überwindet sich selbst als reine Stofflichkeit und treibt fortwährend zu einer sinnvollen Beziehung der [[Stoffe]], welche sich in einem lebenden [[Subjekt]] vermitteln als sein [[Stoffwechsel]] und seine Sinnbildung als ein und dasselbe. Diese ist daher seine [[notwendige]] und subjektive [[Beziehung]] auf andere Subjekte: [[Gesellschaftlich]] wirkliches Sein der menschlichen Natur im natürlichen Verhältnis der Menschen. Leben ist die Natur der Geschichte und die [[Geschichte]] der Natur in einem, die als gesellschaftliche Naturgestalt Resultat ihrer Sinnbildung, [[subjektiv]] wie [[objektiv]] gesellschaftlich ist. Leben ist der [[Sinn]], welchen der Stoff in seinem beständigen Wechsel bildet und den er hat, wenn er im Wechsel sich verändert und als anderes ist. Sinn ist die Revolutionierung, die sich selbst erneuernde Wiederkehr des Stoffes, indem er die Menschen zur Natur und die Natur zum Menschen, den Stoff selbst zum Menschensein treibt. Darin besteht die natürliche Identität jeder Gesellschaft, welche die Mittel ihres Geistes als sinnbildenden Stoffwechsel hat, als ihren wirklichen [[Reichtum,]] als Lebensbereicherung durch gesellschaftliche Sinnbildung. Leben bildet sich daher nicht und entwickelt sich nicht in seiner Beschränkung und Ausrottung (vergl. [[Darwinismus]]), als ob es sich erst aus der Überwindung seines Überflusses ergäbe; es bildet sich immer wieder als neues Leben, wenn die Verbindung, die es eingeht, auch Neues erzeugt, dieses als sein eigenes Erzeugnis und als seine Erneuerung dadurch bildet, dass es ein altes Wesen bewährt und freisetzt, sich darauf gründet, um es in seiner Verwirklichung der Verwesung zu überlassen. Leben entsteht und bestärkt sich nicht als Überlebendes im Kampf der Sinne (es müsste reiner Unsinn sein!), es entsteht aus seiner eigenen [[Fortbestimmung]] in und durch anderes Leben (Fortpflanzung). Es entsteht in der Besinnung seines Werdens, Sinnfindung im Wechsel der Stoffe, worin es erst wirklich (weil praktisch) zum stofflichen Leben kommt. Leben ist nicht teleologisch; es ist prinzipiell unlogisch, fraglos, grundlos, folgenlos. Es ist prinzipienlos begründet; - aber es selbst erklärt sich aus seinem Gewordensein als ein durch sich selbst wie durch andere begeisterter Stoffwechsel. Das Leben hat Sinn, weil es sinnlich ist und weil sinnlich sein heißt, sinnbildend zu sein. Im Sinn hat der Stoff seinen Geist, wie er selbst anderer Stoff nur ist, durch seine Begeisterung, durch sein gesellschaftliches Sein, durch seine Beziehung auf andere. Der Stoff hat seinen Sinn im Leben erkoren, gesucht und gefunden, assimiliert und dissimiliert. Das Leben hat sich selbst als Sinn im Wechsel der Stoffe gebildet, sich Nahrung gegeben, Bewegung verschafft und fortgepflanzt. Es hat in seiner Ausdehnung seinen Sinn bestätigt und bestärkt, indem es sich darin verfeinert und beschränkt. Leben ist der sich selbst fortwährend bildende Sinn. Die Sinnbildung ist die innerste Lebenstätigkeit, die in der pflanzlichen wie tierischen Natur bis hin zum Menschen [[tätig]] und [[leidend]] ist, Wachstum und Siechtum begründet und sich durch immer neue Gestaltungen bestätigt. &#039;&#039;Die Entwicklung der fünf Sinne des [[Menschen]] ist das Resultat der bisherigen Weltgeschichte&#039;&#039; (Marx, MEW 40). Leben entwickelt sich auch in seinem [[Tod.]] Er ist notwendige Erneuerung, Entfaltung und Subjektwerdung des hieraus Geborenen. Von daher ist der Tod nur das verschwindende Moment des Lebens, die &#039;&#039;Kränkung des Individuums&#039;&#039; (Marx), welches ihm verfällt und verwest, sein individuelles [[Wesen]] verliert um sein allgemeines Wesen in der Naturgeschichte der Menschen zu gewinnen. Der Tod beweist nur die Endlichkeit seines [[Daseins]], die Verletzlichkeit des Lebens. Leben ist ohne Tod undenkbar; es gestaltet sich darin, ihn als seine wesentliche Verletzung zu leiden. Jeder [[Schmerz]], welcher im Leben auftritt, zeugt von seinem [[Leiden]] und erzeugt als Lebenstätigkeit, als [[Leidenschaft]], in gleicher Weise sein Wachstum, seine Rückführung auf sich als Erneuerung seines [[Seins]]. Leben ist wirkliches, das heißt tätiges Leiden, den &#039;&#039;Leiden heißt sinnlich sein&#039;&#039; (Marx). Dies ist ganz im Gegensatz zur Larmoyanz der [[Lebensbergung]], dem Räsonieren der Beschädigung, welche Schmerzen auslösen. Diese wendet Leiden in die Reflexion des Beschädigtseins, eigentlich in die reflektierte Schmerzhaftigkeit, in den abgehobenen Schmerz, in die Grundlosigkeit von Verletzung. Die Beschreibung des beschädigten Lebens (siehe &#039;&#039;Minima Moralia&#039;&#039; von [[Adorno]]) erweckt somit auch eher die Hoffnung auf [[Erlösung]], als dass sie Leben ergründet und Schmerz wendet. Leben wird in der subjektiven Philosophie [[(Schopenhauer,]] [[Nietzsche]]) als Ausdruck des [[Willens]] angesehen. Wesentlich würde es sich daraus ergeben, dass mit Willen begabte Wesen Leben gestalten würden - eben weil sie es wollten. Dies zeige sich aus der ganzen [[Geschichte]] der [[Natur]] und der [[Menschheit.]] Bei solcher Lebensbetrachtung aber zeigen sich nur Resultate. Die konkreten Willensverhältnisse bestanden immer aus Kämpfen und Kriegen, die zum Niedergang eines &#039;&#039;Willens&#039;&#039; zugunsten der Macht eines anderen führten. Bleibt die triste altmütterliche Borniertheit: Leben heißt Kämpfen? Willensverhältnisse sind eher paralytisch, als dass sie Leben zeigen. Wille unmittelbar gibt es nicht ohne die Mittel seiner Realisation - und somit kann Wille selbst nicht wesentlich sein: Er besteht nur durch seine [[Mittel]] und ist zweckhafte [[Relation]] einer gegebenen [[Vermittlung]]. Für sich ist der Wille nichts ohne seine Voraussetzung und somit leblos. Nur durch seine Mittel wird ein Wille mächtig - nicht unbedingt gegen anderen Willen, sondern schon gegen jede Macht, die Mittel zur Willensentfaltung bietet. Wille will die Ohnmacht des anderen, kann sich nur mit [[Macht]] durchsetzen (siehe [[Logik der Kultur]], Teil 3). Es ist solche [[subjektive]] [[Ideologie]] daher immer [[reaktionär]], eine Legitimationsideologie von Willkür, die der Machterhaltung dient. In der objektiven Philosophie (z.B. [[Kant]], [[Hegel]], [[Freud]]) wird eher das [[Bedürfnis]] als Lebensgrundlage angesehen, also das Verlangen des Menschen nach Objekten, die er sich für seine Bedürfnisse zurichten muss und denen er erliegt, wenn er ihrer nicht Herr wird. Es ist wesentlich der Standpunkt der [[Aufklärung]], der sich zwischen Selbstentfaltung und [[Selbstbeschränkung]] zerreibt und der [[Geschichte]] die [[Idee]] der Erfüllung und [[Erlösung]] beigibt. Es ist eine mehr oder weniger deutlich formulierte [[Ideologie]] des Fortschrittsglaubens. In den pragmatischen Theorien kommt Leben fast nur noch als Theorie der Lebenserfahrung und des [[Lernens]] zur Verwendung für Lebenshilfen vor. Jeder Lebensbegriff setzt das Begreifen und das Begriffene dem Leben voraus und widerlegt sich somit selbst, wie er auch jede theoretische [[Philosophie]] als [[Theologie]], als Spekulation auf einen Lebensspender, auf einen vorausgesetzten, unerfüllten Lebenssinn beweist. Leben kann keinen [[Begriff]] haben. Es ist [[Sein]] von [[Geist]] und [[Sinn]] in seiner Unmittelbarkeit, Rückhaltlosigkeit und [[Liebe]] als Tätigkeit des Lebens[[mut]]s. Es besteht aus der beständigen Entfaltung und Rückkehr des Lebenskerns durch die Bewegung und Ausbreitung seines Sinns (im weitesten Sinne des Wortes). Leben besteht aus dem Übergang von Stoff und Geist in der Assimilation und Reproduktion als pulsierendes Wesen, das seiner selbst genug ist, und seinen Sinn in seiner Ausbreitung dadurch bestärkt, dass er nichts nötig hat, außer seiner Entfaltung, Bereicherung seines Verhältnisses zu sich selbst. Es selbst ist unlogisch und un[[dialektisch]] (dies im Gegensatz zu Engels &#039;&#039;Dialektik der [[Natur]]&#039;&#039;, siehe auch [[Logik]]) und nur durch seine [[Endlichkeit]] unendlich. Die Verwirklichung von Leben ist die Entwirklichung von [[Tod]], der darin zu einem verschwindenden Moment des Lebens wird. Leben besteht nur in dieser [[Wirklichkeit]] und kann daher weder richtig noch falsch, weder [[Wahrheit]] noch [[Täuschung]] sein. Sie ist menschliche [[Geschichte]], auch wenn sie in [[Zuständen]] des Todes und der [[Barbarei]] in ihrem [[Entschluss]] verharrt, solange deren [[Logik]] nicht [[begriffen]] ist und [[Lebenswerte]] das Leben ersetzen. Dass diese selbst schon tödliche Denkformen eines gegen sich selbst abstrakten Denkens sind, ist eine grundlegende [[Erkenntnis]] des [[Historischen Materialismus]], der sich aus der Erklärung der Welt, aus der Aufklärung gelöst hat (siehe [[Philosophie]]) und den [[Menschen]] in seiner [[Praxis]] als sich selbst äußerndes, aber auch entäußertes [[Wesen]] begreift (siehe [[Arbeit]]). Er setzt sich wesentlich praktisch gegen die [[Entfremdung]] des menschlichen Wesens in der Versteinerung seiner Lebensprozesse, in denen sich in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] die [[fremden Kräften]] der [[Verwertung]] des Lebens (siehe auch [[Ökonomie]], [[Entfremdung]]) als gesellschaftliche Macht im [[Kapital]] etabliert haben (siehe auch t[[ote Arbeit]]). Die [[Lebenszeit]] ist nicht unabhängig von der Lebenswelt und nicht einfach natürlich, weder in der Empfindung für sich, noch in der An[[zahl]] der Jahre. Überhaupt ist [[Zeit]] nur in Beziehung auf [[Geschichte]] und deren Umstände zu begreifen und hat mit dem Leben selbst nur hierdurch zu tun. Das entäußerte Leben ist das [[Erleben]], das vom Leben herausgesetzte Lebensereignis, dessen Sinn alleine im Moment wahr ist, ohne Grund und Folge, ohne Geschichte und Erkenntnis, ganz für sich noch als Moment der [[Wahrnehmung]]. Im Erlebnis fließen [[Ereignisse]] zusammen, die aus ihrer Geschichte herausgenommen sind, noch ganz in der Erlebensweise das Leben nur reflektieren, das sie vorgeben können, weil es vorgegeben ist: Affirmation der Lebensform (siehe [[Lebensraum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst orgamittelbar behzeiugnisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FsterEs ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“ (Hannah Arendt in einer Kolumne von 1942.)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Still ist der [[Tod]], die ewige Endlichkeit, [[Leben]] ist das Aufgehen in [[Bewegung]], in der Momenthaftigkeit [[sinnlicher]] [[Kraft]], die sich pulsierend über ihre [[Zeit]] hinaus gestaltet, sich durch ihre Fortpflanzung vermehrt, [[bereichert]] und [[begeistert]]. Leben ist [[Freiheit]] des [[Seins]], nicht durch [[Beliebigkeit]] (siehe auch [[Pragmatismus]]), sondern durch [[Befreiung]] aus dem, was einem natürlichen [[Wesen]] [[nötig]] ist. Leben kann daher weder an sich noch für sich [[objektiv]] sein, weder [[Idee]] noch bloßer [[Stoff]], weder [[Materie]] noch [[Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen. [[(K. Marx, MEW 1, 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leben]] entsteht in der Selbstunterscheidung eines [[Wesens]] im Chaos der [[stofflichen]] Vielfalt im [[Verhalten]] zu seiner Verwesung, zu seinem [[Tod]], in der Unterscheidung eines inneren [[Seins]] vom äußeren, das sich im [[Verhältnis]] seiner [[Identität]] zu ihrer Veränderung verwirklicht. Darin entsteht eine [[Beziehung]] von [[Inhalt]] und [[Form]] des [[Seins]], die sich im [[Verhalten]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] äußert, sich selbst immer wieder in seiner [[Vergegenständlichung]] [[aufhebt]] und erneuert, sich durch den Wechsel seines [[Daseins]], durch seine Formverwandlungen in den [[Verhältnissen]] seiner [[Bewegungen]] fortbildet und seine [[natürliche Intelligenz]] im [[Reichtum]] seiner [[Sinne]] findet und [[empfindet]] und sich im [[Verhältnis]] zu sich durch Anderes [[verwirklicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus waren innere wie äußere Differenzierungen entstanden, die sich für sich selbst organisiert haben, aus Zellen zu Organen und aus Organen zu Organismen [[entwickelt]] und durch ihren [[Stoffwechsel]] [[bereichert]] haben, sich durch ihr [[sinnliches]] [[Dasein]], durch ihre [[Sinnbildungen]] [[vergegenständlichen]], indem sie ihre [[Identität]] wechseln, Anderes aneignen und sich hierdurch [[selbst verändert]] und zugleich in ihrem [[Anderssein]] [[vermittelt]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist [[Emanzipation]] von der [[Versachlichung]], der [[Sinn]] von freier [[Bewegung]]. Die Begeisterung für die [[Sache]] der Menschen ist das schiere Gegenteil zur Materialisierung des Geistes. Beweist diese doch nur die Armut seiner [[Einverleibungen]], zeugt jene vom [[Reichtum]] des menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Mag das Leben sterben: der Tod darf nicht leben. Hat der Geist nicht mehr Recht als der Körper? Allerdings hat man dies oft dahin interpretiert, daß den Geistern von freier Motion die körperliche Motion sogar schädlich und daher zu entziehen sei. [[(MEW 1, Seite 59)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat Marx gegen Hegel gesagt, um ihm die Unendlichkeit des Werdens und Vergehens zu nehmen, die Ewigkeit seiner Begriffe aus den göttlichen [[Prinzipien]] eines Weltgeistes zu nehmen und ihm das Leben als Lebensmacht des wirklichen Menschen, als seine [[Naturmächtigkeit]] entgegen zu stellen, als [[Grund]] seiner Lebenstätigkeit sowie auch als [[Grund]] seiner [[Selbstentfremdung]] zu unterlegen. Leben ist nicht [[logisch]]. Es hat keinen [[Begriff]], aber man muss begreifen, was seiner [[Natur]] widerfährt (siehe auch [[Kritik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess des Lebens wird gerne als [[Dialektik]] der [[Natur]] [[interpretiert]] (siehe [[dialektischer Materialismus]]). Es kann sich zwar äußern, doch es kann nicht [[wirklich]] außer sich sein und also auch nicht [[veräußert]] und nicht [[entäußert]] werden. Weil Leben durch sich selbst ist, hat es weder einen [[subjektiven]], noch einen [[objektien]] [[Begriff]]. Es kann deshalb nur durch seine [[Geschichte]] [[begriffen]] werden (siehe [[historischer Materialismus]]). Entstanden war es ursprünglich aus den [[Elementen]] des kosmischen [[Materials]], dem Sternenstaub der sterbenden Sonnen, nachdem sich in einer [[Umwelt]] von Wasser und Licht aus dessen [[Stoffen]] und [[Energieen]], Aminosäuren, Mineralien und Proteine gebildet hatten. Wahrscheinlich haben sich lediglich die Zusammensetzungen der Ribonukleinsäuren auf den unterschiedlichen Planeten verschieden differenziert. Durch das Zusammenwirken der irdischen [[Elemente]] haben sich unter den [[Bedingungen]] des irdischen [[Materials]] [[Stoffwechselprozesse]] gebildet, die ihre [[Geschichte]] begründet und ihre natürlichen [[stofflichen]] Verbindungen geformt und [[strukturiert]] und im Plasmamantel ihrer Reaktionen entwickelt haben. Daraus sind Erbanlagen von Pflanzen und Tiere und schließlich auch Menschen entstanden, die durch Vermehrung aus einem Lebensminimum ein Lebensmaximum erstreben und durch ihre [[natürlichen Intelligenz]] [[gebildet]] und fortentwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben [[vermittelt]] sich daher schon durch die Geburt der Individuen aus dem [[Dasein]] der [[Natur]] (natus = Geburt), die [[Intelligenz]] der [[Energie]], die es aus der [[Materie]] gewinnt. Leben ist Vielfalt und [[Bewegung]], [[Reichtum]] der [[Sinne]] und Verschwendung ihres Treibens, Schöpfung und Entfaltung, [[Spiel]] und [[Arbeit,]] [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] - [[Bildung]] und [[Entwicklung]] der [[Natur]]. &#039;&#039;Leben ist Bewegung&#039;&#039;, sprach auch Leonardo da Vinci. So ist alles Natürliche vor allem Lebensgeschichte, [[Geschichte]] der [[natürlichen Intelligenz]]. die zwar auch den [[Tod]] als ein inneres Moment hat, niemals aber ein Moment des [[Todes]] ist. Leben kann sich selbst hinterlassen auch wenn es stirbt, weil es durch seine und in seiner [[Geschichte]] sich immer wieder vom [[Tod]] erholt, sich dadurch erhält, dass Leben zwar individuell stirbt, im [[Allgemeinen]] als Gattungswesen aber gerade hierdurch überlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Tod scheint als ein harter Sieg der Gattung über das bestimmte Individuum und ihrer Einheit zu widersprechen; aber das bestimmte Individuum ist nur ein bestimmtes Gattungswesen, als solches sterblich. [[(MEW 40, Seite 539)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist die Entfaltung seiner bestimmten [[Natur]]. Und das [[Wesen]] der [[Natur]] ist ihre [[Intelligenz]], die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] anzueignen und zu [[entwickeln]]. Diese entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden, zu [[empfinden]], und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen. Von daher ist Intelligenz materiell schon in der chemischen Affinität von unterschiedlichen [[Stoffen]] angelegt, die sich zu einem [[Stoffwechsel]] entwickelt hatten und hierfür ihre Nahrung von ihrer Ausscheidung unterscheiden mussten. Schon mit dem [[Stoffwechsel]] war Ausdehnung und also auch Wachstum als wesentlicher Zweck der [[Natur]] entstanden. Das war die Grundlage für jedes [[Wachstum]] der [[Natur]] und hat zur natürlichen Zelle und deren Organisation und Vermehrung geführt und ganze Orgnismen geschaffen. Die haben auch die Organisation und innere [[Beziehungen]] ihrer Organe in einem eigenen Zweck des [[Individuums]] zu seinem Erhalt geschaffen, um mlt ihrer Vermehrung sich auch qualitativ im Zusammenhang mit der ganzen [[Natur]] zu [[bereichern]], indem sie ihr Leben [[intellligent]] gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenz des Lebens besteht durch seine fortwährende q[[Emanzipation]] gegen das Absterben der lebendigen [[Beziehungen]] und Lebenszusammenhänge, um sich auch in ihrer Verwesung zu erneuern. Obwohl tote [[Materie]] die allgemeinste [[Lebensbedingung]] ist, ist sie doch selbst kein Lebensgrund, kein [[Grund]] zu leben. Der [[Tod]] geht zwar dem einzelnen Leben voraus, weil es nicht ohne ihn sein kann, nur durch die Vielfalt der Verhältnisse der Arten und [[Generationen]]lebendig ist. Es kommt aber durch ihn vor allem auf sich zurück. Der Tod steht also nicht gegen das Laben und das Leben ist nicht der &#039;&#039;Vorlauf des Todes&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]). Er ist die Einfältigkeit des Lebens, die sich im Niedergang der Vereinzelung erschöpft. Mag der Mensch hiergegen auch seinen [[Gott]] erfunden haben, den Herrscher des Untergangs suchen, wenn und weil er nichts anderes für sich finden kann. Aber auch wenn er die Not der [[Verzweiflung]] zum Zorn der Gattung, zu seiner Lebensbehauptung auflöst (siehe hierzu auch [[Religion]]), so lebt er doch immer nur durch sich selbst und aus sich selbst in [[eigener]] [[Wirklichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Leben gründet auf seiner [[natürlichen Intelligenz]], die sich mit seinem [[Stoffwechsel]] [[entwickelt]] hat und wodurch es sich als [[Wesen]] der [[Natur]] in [[Bewegung]] gesetzt hat und darin seine [[Energie]] erfährt. Leben ist [[Freiheit]], die sich aus ihrer [[Notwendigkeit]] als [[Einheit]] von [[Materie]] und [[Geist]] hervortut, sich im [[Allgemeinen]] [[wesentlich]] über [[Tod]] und [[Verwesung]] hinaus bestimmt, wiewohl der Tod des einzelnen Wesens als Tribut an seine Gattung nötig ist, sich wie von selbst aus der stofflichen Endlichkeit der [[Natur]], aus der natürlichen Beschränktheit der Chromosomen-Replikation ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem das [[Material]] seiner [[Natur]] ihm zwar vorausgesetzt war, aber durch das Beziehen und Abstoßen, durch ihre stofflichen Kräfte in und mit ihrer [[Intelligenz]] erst zum Leben erweckt, als Leben gebildet wurde, ist Leben stofflich wie geistig allen Lebewesen inne, also selbst als lebendes [[Subjekt]] [[tätig]]. Nicht aus einer &#039;&#039;Logik der Natur&#039;&#039;, sondern als Resultat seiner Naturgeschichte (siehe [[Historischer Materialismus]]), die vielerlei [[Zufälle]] enthält, stellt es sich als eine [[Naturmacht]] des Menschen heraus, die sich schließlich in einem menschlichen [[Gemeinwesen]] verwirklicht, das durch seine geschichtliche [[Form]] objektiv bestimmt ist und sich aus seiner [[gesellschaftlichen]] [[Wesensnot]] zwischen [[Freiheit]] und [[Notwendigkeit]] fortbildet, seine [[Geschichte]] erst hierdurch in der [[Dialektik]] der [[Klassenkämpfe]] betrieben hat und immer noch im [[Konkurrenz]]kampf um die [[Produktivität]] der [[Arbeit]] betreibt. Der Kapitalist allerdings vermag sich dem auch durch seinen [[Grund]] und [[Besitz]] immer wieder mal zu entziehen - auch wenn er sein [[Geld]] oder dessen [[Wert]] verloren hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Aprês moi le dâluge! »Nach mir die Sintflut!« ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird. Der Klage über physische und geistige Verkümmrung, vorzeitigen Tod, Tortur der Überarbeit, antwortet es: Sollte diese Qual uns quälen, da sie unsre Lust (den Profit) vermehrt? Im großen und ganzen hängt dies aber auch nicht vom guten oder bösen Willen des einzelnen Kapitalisten ab. Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend. [[(K. Marx, Kapital I, MEW 23, 285f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht wahr, dass am Anfang alles nur tot, &#039;&#039;wüst und leer&#039;&#039; ([[Genesis 1. Mose]]) gewesen sei. Es war eine ungeheuere Energie, die immer noch allem inne ist. Und es ist ein [[Unding]], Sache der [[Religion]], den [[Tod]] als ein [[Nichts]] zu [[denken]] - so, als wäre der [[Tod]] das Erste als Wüste, das Leben als Grün ihm zu Folge - durch eine [[Macht]] geschaffen, die ihn überwindet, ihm also schon jenseits des Lebens in einer über ihn erhabenen Ewigkeit vorausgesetzt wäre. Doch tote Materie gibt es nicht, auch wenn alles materiell, [[Energie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] ist. Nichts ist tot, bevor Leben ist und Leben stirbt nicht, ohne sich zu hinterlassen, weil sein [[Dasein]] natürlich materiell, an und für sich [[Natur]] ist. Der [[Tod]] ist dessen bloßes Moment als Moment seiner Entblößung (siehe auch [[Krankheit]]), [[Aufhebung]] seiner Geburt, das Überleben der [[Gattung]] über das Leben des Individuums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Frage nach dem [[Sinn]] des [[Seins]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) kann nur in [[Lebensverhältnissen]] auftreten, in denen sich dessen [[Substanzen]] nicht verwirklichen können, nur gebrochen durch &#039;&#039;die Mächte der Finsternis&#039;&#039; (altes Testament) [[erscheinen]] (siehe auch [[Scheinwelt]]), durch ihre [[Wesensnot]] ihre [[Wirklichkeit]] aufgespalten haben, die [[zertrennt]] in [[isolierten]] Welten [[wirkt]] (siehe auch [[Dialektik]]). Und das hat eine lange [[Geschichte]] hinter sich, die sich nicht durch den [[Tod]] und auch nicht durch ein ewiges Leben (siehe [[Religion]]) und schon gar nicht durch die &#039;&#039;ewigen Lehren&#039;&#039; materialistischer [[Ontologie]] und ihrem [[Geschichtsobjektivismus]] (siehe auch [[Dialektischer Materialismus]]), durch lebende [[Abstraktionen]] aufklären lässt (siehe auch [[Aufklärung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod ist als solcher undenkbar, lediglich ein Synonym für Endlichkeit, die mit dem Leben gegeben ist, weil es in seiner Geschichte sich selbst auch überwinden muss. Das Individuum mag daher sterben, aber den [[Tod]] kann es ohne Leben nicht geben. Ohnedies kann er nicht [[sein]], weil dessen Geburt, das heißt Natur, selbst materiell ist. Materie ist der [[Stoff]] des Lebens, wie sie durch eine allgemeine [[Schlussfolgerung]] als seine [[Substanz]] erkennbar ist. Dieser Stoff ist aber eben nur ein Moment des Stoffwechsels, weder Voraussetzung noch Resultat des Lebens. Nicht durch einen [[Geist]] oder eine [[Idee]] begründet konnte Leben entstehen, sondern aus der [[Materie]], die aus der Zusammensetzung ihrer Elemente im Zusammenwirken ihrer [[Stoffe]] ganz [[zufällig]] einen [[Sinn]] für sich entwickelt hatte, der sich mit dem [[Stoffwechsel]] zu einer Lebenswelt seiner [[Natur]], zu einer [[natürlichen Intelligenz]] des [[Stoffwechsels]] fortentwickelt hat, die von sich selbst zeugt, indem sie sich auch selbst erzeugen und fortbilden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Erdschöpfung hat einen gewaltigen Stoß erhalten durch die Geognosie, d.h. durch die Wissenschaft, welche die Erdbildung, das Werden der Erde, als einen Prozeß, als Selbsterzeugung darstellte. Die generatio aequivoca ist die einzige praktische Widerlegung der Schöpfungstheorie.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Nun ist es zwar leicht, dem einzelnen Individuum zu sagen, was Aristoteles schon sagt: Du bist gezeugt von deinem Vater und deiner Mutter, also hat in dir die Begattung zweier Menschen, also ein Gattungsakt der Menschen den Menschen produziert. Du siehst also, daß der Mensch auch physisch sein Dasein dem Menschen verdankt. Du mußt also nicht nur die eine Seite im Auge behalten, den unendlichen Progreß, wonach du weiter fragst: Wer hat meinen Vater, wer seinen Großvater etc. gezeugt? Du mußt auch die Kreisbewegung, welche in jenem Progreß sinnlich anschaubar ist, festhalten, wonach der Mensch in der Zeugung sich selbst wiederholt, also der Mensch immer Subjekt bleibt. Allein du wirst antworten: Diese Kreisbewegung dir zugestanden, so gestehe du mir den Progreß zu, der mich immer weitertreibt, bis ich frage, wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten: Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? Frage dich, ob jener Progreß als solcher für ein vernünftiges Denken existiert? Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du also vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend denkst, so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst? Quelle: Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) [[(Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 545 bis 547)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist Geburt und [[Tod]], [[Bewegung]], Ruhe und Unruhe durch sich selbst, Vereinigung, Entzweiung, Vermehrung, [[Stoffwechsel]] und [[Gewissheit]] von sich, [[Erkenntnis]] - [[Sinn]] und [[Geist]] im beständigen Werden, in seiner [[Geschichte]], [[Geschlecht]] im Entstehen und Vergehen, der geschichtliche Akt der fortwährenden Selbsterzeugung, der [[Entwicklung]] und Entfaltung in der konkreten [[Sinnlichkeit]] der [[Natur]] (siehe auch [[Sinnbildung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung seiner [[Stoffe]] war durch das rein [[zufällige]] Verschmelzen und Aufeinanderprallen von unbestimmt zusammentreffenden Planeten und Kometen entstanden, aus dem die entsprechenden Mineralien und Gase eine [[Entwicklung]] von [[Leben]] auf der Erde ermöglicht hatten und durch die eine hohe Energie in ihren Urgesteinen gebunden war und die zur Substanz ihres Stoffwechsels geworden war. Hieraus lässt sich aber nicht begründen, dass dieses Verhältnis von Stoff und Energie sich zielgerichtet - quasi [[logisch,]] bzw. teleologisch - zum Leben entwickelt hätte. Solche [[Entwicklung]] könnte nur aus einem bestimmten Zusammentreffen von bestimmten Teilen ergehen, die schon selbst ein [[substanzielles]] Bestreben zueinander und füreinander haben müssten. Doch weil Materie immer schon aus qualitativ unterschiedlichen Elementen besteht, kann sie kein logisches Bestreben durch sich selbst entwickeln. Ihre Entwicklung und Geschichte lässt sich also nur aus dem Zusammentreffen qualitativ unterschiedlicher Elemente erklären, besonders aus Wasser, Mineralien und Gasen, die in den heute noch existenten Verbindungen nur durch den Zufall interplanetarischer Kollisionen in der Erdentstehung zusammenkommen konnten. Diese stoffliche Grundlage enthielt zwar schon alle Möglichkeiten einer Naturentwicklung, aber bei aller vorhandenen [[Energie]] noch keine [[Notwendigkeit]], dahin zu kommen, aus diesem stofflichen Material lebendig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der bloßen [[Materie]] ist [[Energie]] in ständiger [[Bewegung]] und gerät in intensivere oder extensivere [[Zustände]], die sich in einem mäßigeren [[Erregung]]szustand stabilisieren oder sich auch übermäßig verdichten konnten. Säuren und Gase konnten sich unter dem Einfluss von vulkanischer Dichte und irdischer Magnetwellen im Wasser in allen möglichen Energieformen und Aggregatzuständen verbinden und zu Eiweißmolekülen verschmelzen und Zellplasma werden, in denen die ursprünglichen Säuren sich zu DNS und RNS (bzw. DNA und RNA) verbinden konnten, aus der die Doppelhelix der Lebensverbindungen entstand, die Grundlage der Vermehrung und des Zellwachstums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre chemoelektrische Spannungen begannen diese Molekülverbindungen in bestimmter [[Beziehung]] zu pulsieren und andere Stoffe zu binden oder auszusondern und dadurch einen eigenen Energiehaushalt zu entwickeln. Es war die Gunst dieser [[Beziehungen]], die sie zu ihrer Erhaltung und Verfestigung zu einem [[Stoffwechsel]] brachten, der günstigere materielle und energetische Formen wie auch ungünstigere Fülle entstehen ließ und ihre Stoffaufnahme und Ausscheidung zu einem eigenständigen [[Leben]], zur Lebensgeschichte der Natur als Naturgeschichte des Lebens entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber erst mit einem zufällig entstandenen Zusammenkommen von Eisen und Magnesium in den Urschlämmen einer nur im [[Raum]] bestimmten [[Masse]], also in einer überzufällig bestimmten [[Dichte]] der [[Stoffe]] konnte sich Chlorophyll und Hämoglobin bilden, was die Bedingung für den [[Stoffwechsel]] des [[Leben]]s zwischen Pflanzen und Tier ist. Es sind dies die Moleküle für die Träger des Lebens, für die Zellfortbildung ihrer Organismen, die sich überhaupt nur in diesen darin gebunden Metallen unterscheiden und deren Fähigkeiten es ermöglichten, Sauerstoff und Kohlendioxyd zwischen Tier und Pflanze so auszutauschen, so dass hierbei eigene Lebens[[energie]] frei werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Karl Marx noch nicht genau wissen konnte, das erschloss er aus dem sinnlichen Leben selbst, aus der Naturgeschichte der [[Sinne]], wie sie heute leben. Nicht der bloße [[Stoff]], sondern das stoffliche Leben ist der Kern des von ihm formulierten Materialismus, aus welchem sich auch die [[geistigen]] [[Entwicklungen]] begreifen lassen, - nicht als Zufall, wohl aber als [[Sinn]] für sich. [[Sinnbildung]] entsteht nicht durch eine [[Logik]] der Materie, sondern aus der Materie des Lebens in seinem Werden und Vergehen, seiner eigenen [[Bewegung]], seiner Naturgeschichte. Hierin hat der [[Historische Materialismus]] seine Grundlagen. Sie kennt noch keine [[Negation]], keine [[Dialektik]], und unterscheidet sich hierin auch von den Begründungen des so genannten [[Dialektischen Materialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Aufklärung]] ist für [[wissenschaftliche]] [[Erkenntnis]] zwar weitgehend zweifelsfrei, dass Leben durch [[Materie]] sich entwickelt hat, dass es selbst materiell ist. Es ließ sich aber aus der reinen Materie der Natur nicht [[aufklären]], wie es dahin gekommen ist, dass sich [[Natur]] nicht nur bildet und reproduziert und sich selbst fortbildet, sondern sich in ihr zugleich ein Geschick der [[Natur]] erkennen lässt, dass sie sich selbst zu einer [[Intelligenz]] entwickelt hat, die ihr nicht zu- oder angetragen worden sein kann. Weder die [[Entwicklung]] der Natur, noch ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] als [[Kultur]] lässt sich verstehen, will man in ihr nicht selbst eine[[natürliche Intelligenz]] anerkennen, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt (siehe auch [[Evolution]]). Man könnte hier schon anmerken, dass dies die Grundform einer [[Intelligenz]] ist, die sich aus ihrem Mangel herauszusetzen, sich zu [[emanzipieren]] verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennt man dies an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] gelten lassen. Für die einen mag sie zwar noch aus einem übernatürlichen [[Subjekt]], aus einem unpersönlichen [[Gott]] als [[Wesen]] der [[Natur]] zu erklären sein, tatsächlich aber bleibt sie materiell und entfaltet ihren [[Sinn]] immer nur in der [[Beziehung]] auf andere [[Materie]], verhält sich in einem unentwegten Wechsel zu einem [[Sein]] durch anderes, durch fortwährende [[Ergänzung]] und Änderung. Leben wäre demnach aus der [[Intelligenz]] seiner [[Sinnbildung]] heraus zu begreifen, aus einer Art Partnersuche der Elemente, die in der Bestimmung ihres [[Stoffwechsels]] sich bereichern und differenzieren (vergleiche den Stoffwechsel von Sauerstoff und Kohlendioxyd durch den gegensinnigen Bedarf von Magnesium und Eisen zwischen Chlorophyll und Hämoglobin, der die Grundlage des Verhältnisses von Flora und Fauna ausmacht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle, die aus der Variabilität ihrer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden hat, sich aber zugleich auch auftrennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist die Grundlage der Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil [[Materie]] in [[Raum]] und [[Zeit]] das Maß der [[Geschichte]] ist, kann es von [[Natur]] aus keinen Stillstand geben. Leben ist [[Bewegung]], die [[Sinn]] hat und [[Sinn]] macht. Es findet also statt in [[Raum]] und [[Zeit]], nicht nur als das Verhalten der [[Natur]] sondern als ein natürliches [[Verhältnis]], ein [[Lebensverhältnis]] der [[Sinnbildung]] im [[Stoffwechsel]] seiner unentwegten Veränderung, als Dasein einer permanenten Selbstveränderung, die durch sich selbst zugleich als Anderes und durch Anderes bestimmt ist. Leben ist die [[Selbstentfaltung]] der [[Natur]], Tätigkeit ihres [[Stoffwechsels]], [[Naturempfindung]] und Selbsterneuerung, die nichts sein lässt, was es war und alles hervorbringt, wofür sich [[Sinn]] findet: [[natürliche Intelligenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dieser Prozess ist es die zum [[Subjekt]] gewordene [[Materie]], [[Geschichte]] einer [[Energie]], die sich in ihrer Materialisierung von ihrem Rückstand unterscheidet, Schlacke ausscheidet und sich dadurch materiell bereichert, dass sie sich zu diesem verhält, sich von ihm entfernt, um sich mit ihm zu vereinigen, sich entwickelt, indem es ihn zugleich als [[Stoff]] für sich objektiviert. Im Stoffwechsel vollzieht sich ihre Vervielfältigung und Differenzierung, die durch ihr eigenes Wirken selbst zu einer [[Wirklichkeit]] der [[Intelligenz]] ihrer [[Natur]] geworden ist (siehe [[historischer Materialismus]]). Intelligenz ist nicht funktional und also nicht reproduktiv, sondern immer schon produktiv (siehe [[Evolution]]). Von daher ist Leben selbst zugleich die Lebenserzeugung einer Gattung und ihrer Lebensverhältnisse, - und als menschliches Leben also auch nicht im einzelnen, sondern [[gesellschaftlich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Produktion des Lebens, sowohl des eigenen in der Arbeit wie des fremden in der Zeugung, erscheint nun sogleich als ein doppeltes Verhältnis – einerseits als natürliches, andererseits als gesellschaftliches Verhältnis –, gesellschaftlich in dem Sinne, als hierunter das Zusammenwirken mehrerer Individuen, gleichviel unter welchen Bedingungen, auf welche Weise und zu welchem Zweck, verstanden wird. Hieraus geht hervor, daß eine bestimmte Produktionsweise oder industrielle Stufe stets mit einer bestimmten Weise des Zusammenwirkens oder gesellschaftlichen Stufe vereinigt ist, und diese Weise des Zusammenwirkens ist selbst eine Produktivkraft, daß die Menge den Menschen zugänglichen Produktivkräfte den gesellschaftlichen Zustand bedingt und also die Geschichte der Menschheit stets im Zusammenhange mit der Geschichte der Industrie und des Austausches studiert und bearbeitet werden muß. [[(MEW 3, S. 29f)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Materie überhaupt subjektiv werden, wie Natur entstehen konnte, ist die Frage, deren Beantwortung die Grundlage eines jeden Selbstverständnisses des Lebens ausmacht. Es ist die Frage nach dem [[Sinn]], in dem es sich vollzieht, die Unterscheidung zwischen Reproduktion und Produktion des Lebens, das Ur-Teil seiner [[Geschichte]], seiner Selbstwahrnehmung als Erkenntnis seiner selbst in Anderem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die Frage nach der [[Intelligenz]] des Lebens selbst. Es bereichert sich, indem es sich durch Aneignung auf anderes bezieht, ohne sich im Anderssein und Anderswerden zu widersprechen. Indem es in seiner Änderung sich selbst vermehrt, entspricht es vor allem sich selbst. Nichts widerfährt ihm, weil alles sich in ihm selbst erfährt (dies gegen den [[Darwinismus]]). In seiner Formverwandlung erfüllt sich sein Sinn, der zugleich Sinn für sich bildet, indem er Sinn durch anderes findet und [[empfindet]]. Leben kennt keine [[Negation]], auch wenn es stirbt. In seinem Untergang wird es zum Stoff für anderes Leben, das darin aufgeht. Der [[Tod]] ist ein Moment des Lebens (dies gegen [[Heideggers]] &#039;&#039;Sein zum Tode&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Leben auf der [[Materie]] gründet, ist heute zweifelsfrei. Wie es aber dahin gekommen ist, nicht nur seine Natur zu reproduzieren sondern sich zugleich aus der Natur zu einem Geschick der [[Natur]], zu einer [[Intelligenz]] zu entwickeln, lässt sich nicht aus der Natur entwickeln, erkennt man nicht in ihr selbst eine[[natürliche Intelligenz]] an, die sich durch eine [[Emanzipation]] gegen ihre inneren Gewalten und Mangelerscheinungen differenziert und sich in dieser Bereicherung an Lebensmöglichkeiten entwickelt hat. Erkennt man dies aber an, so muss diese emanzipatorische Intelligenz als Grundlage für die [[Entwicklung]] des [[Lebens]] überhaupt gelten. Für die einen ist sie allerdings nur aus einem übernatürlichen Subjekt, aus [[Gott]] zu erklären, für den [[Historischen Materialismus]] ist sie selbst schon als [[Geschichte]] einer natürlichen Gesellschaftsbildung zu verstehen, welche als Natur des Menschen in der Natur seiner gesellschaftlichen Intelligenz aufgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifellos ist die Basis aller Lebensprozesse die Bildung großer Kohlenstoffmoleküle zur DNA, die aus der Variabilität einer Verbindung in der Alufeinenderfolge von vier Atomen zu einem universalen Informationsträger geworden ist, der zudem an das Negativ seiner Informationskette sich zu einer Doppelhelix stabil verbunden bleibt, sich aber zugleich auch von ihre trennen lässt und somit neue Positive bilden und binden kann. Das so entstandene Gen ist dadurch die Grundlage der seine Fortpflanzungsfähigkeit des Lebens. Es lässt sich zudem durch die Einwirkung von Strahlen oder chemischen Umweltbedingungen beeinflussen, wodurch auch Genmutationen möglich sind, aus der sich sowohl eine Reduktion, wie auch die Vielfalt des Lebens erklären lassen kann. Mit der [[Entwicklung]] des Lebens war jedenfalls die Anlage zu einer bestimmten [[Entwicklung]] entstanden: Die [[Geschichte]] der Natur, in der zugleich die Menschheitsgeschichte als Menschwerdung der [[Natur]] angelegt war. Sie begründete das menschliche Vermögen, durch seine gesellschaftliche [[Verhältnisse]] selbst zu einer [[Naturmacht]] zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange die Menschen noch in der Macht der Natur gebannt blieben, beantworteten vor allem die Naturreligionen die Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Fragen nach einer Begründung des lebendigen [[Seins]]. Mit der Entwicklung komplexer sozialer Verhältnisse traten zunächst andere [[Religionen]] dafür ein, dass sie durch ein überkosmisches Subjekt, durch einen [[Gott]], geschaffen und &#039;&#039;geschenkt&#039;&#039; worden sei. Mit der Entwicklung der Naturwissenschaften ging diese Beantwortung mehr in der weitergehenden Frage auf, welche nach der [[Intelligenz]] des Lebens in ihm selbst, in seinem stofflichen [[Dasein]] sucht: Die Frage, welchen [[Sinn]] es selbst verfolgt, woraus sich auch ergeben würde, wie es entstanden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben muss nicht aus einem höheren Sinn, aus einer vorausgesetzten Intelligenz gebildet sein, wenn man die Grundlagen seiner Intelligenz in der Materie selbst und deren [[Vererbung]] begreifen kann. Dass Leben nur [[zufällig]] entstanden sei, wird heute auch mathematisch verworfen. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass sich lebendige Organismen überhaupt ohne einen Grund hätten bilden können, also nicht durch beliebige Ereignisse entstehen konnten. Schon die ersten Lebewesen, Bakterien, welche selbst noch keinen Zellkern und also auch keinen Organismus hatten, bildeten sich nicht als stoffliche Konstrukte, die zufällig aufeinandertrafen, sondern aus jenen energetischen [[Beziehungen]], welche die [[Stoffe]] auf der Erde aus sich heraus schon dadurch hatten, dass ihre [[Synergie]] Eigenheiten einer Vorform des Lebens hervorbrachte, die zunächst nur als Plasma existierten, die eine bestimmt Diffusion von Stoffen bewirkten, wodurch dieses zu einer Art Haut wurde, die eine Sphäre von der anderen sowohl trennte, die sie auch in hierdurch bestimmten stofflichen Beziehungen vermittelte. Indem sich diese Haut schließlich zusammenzog und eingerundet zusammenschloss, entstand eine Zelle, die durch ihren Stoffwechsel bestimmt war und dadurch lebendig wurde, dass sie ihre Ausscheidungen von dem unterscheiden konnte, wodurch sie im Innern wachsen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Ursprung einer [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), die sich im Verhalten eines Plasmakörpers zu seiner &#039;&#039;Außenwelt&#039;&#039; entwickelte. So entstanden Einzeller, die sich schließlich auch zu komplexen Organismen entwickeln konnten. In der Phylogenese ergab sich aus chemotaktischen Signalwirkungen ein zielgerichtetes Verhalten der Reproduktion, und damit des fundamentalste Verhältnis des Lebens zu sich selbst und über sein [[Sosein]] hinaus sich bestärkend. Chemotaxis ist daher eine der grundlegendsten physiologischen Zellreaktionen, die schon als Grundform einer [[natürlichen Intelligenz]] des Lebens zu verstehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In den frühen Entwicklungsphasen der Phylogenese war das Entstehen von Rezeptorsystemen für die Erkennung von schädlichen und günstigen Substanzen für einzellige Organismen von bedeutendem Vorteil. Umfangreiche Analysen chemotaktischer Abläufe des eukaryontischen Protozoons Tetrahymena pyriformis und der Konsensussequenz auftretender Aminosäuren in der Ursuppe deuten auf eine gute Korrelation zwischen chemotaktischen Eigenschaften dieser relativ einfachen organischen Moleküle und der Entwicklung der Erde hin. Daher nahm man an, dass frühzeitig aufgetretene Moleküle (z. B. Glycin, Glutamin, Prolin) chemisch sehr anziehend wirken und später aufgetretene (z. B. Tyrosin, Tryptophan, Phenylalanin) chemisch abweisend wirken. ([[Wikipedia: Chemotaxis]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist längst bewiesen, dass sich vor allem aus der Beziehung von Sauerstoff und Wasserstoff, die sich in den Schloten der Meeresvulkane mit Methan verbanden und durch die Erdwärme zu Aminosäuren hochkochten, die Grundlagen des Lebens entstanden waren, weil diese Säuren sich in ihrer exakten Molekülstruktur kopieren konnten. Indem die auf diese Weise entstandene Ribonukleinsäure umher treibende Fette anzog und eine Doppelmembran daraus bildete, sind die ersten Lebenszellen, die Schwefelbakterien entstanden. Sie waren von daher eine Energieform von Stoffen, die mit der Entstehung der Erde schon gegeben war. Sie vermehrte sich durch die speziellen Anziehungskräfte eindeutiger Beziehungspaare ihrer Atomstrukturen, die in der Lage waren, sich zu lösen und mit einem neuen Partner gleicher Art als Molekül zu verdoppeln. Die Aminosäurenstruktur ist daher als Grundform des Lebens, das durch bloße Verdopplung gegensinniger Eigenschaften sich schon vermehrte und potenzierte und sich zugleich auch in anderen Stoffbeziehungen, anderen &#039;&#039;Kopien&#039;&#039; seiner Struktur durch die Anwesenheit anderer [[Stoffe]] auch zu anderem entfalten konnte. Die [[Intelligenz]] dieser Entfaltung war zum einen an die Verfügbarkeit von Stoffen gebunden und zugleich ein Streben nach energetischer Komplexität, nach komplexeren Beziehungen ihrer [[Energie]], die sich auch als Lebensenergie fassen lässt, welche sich dadurch vermehrt, dass sie immer vielfältiger wird. Sie beruht auf der Verbrennung vorhandener Stoffe zur Erzeugung einer Vielfalt neuer Stoffe und stofflichen Beziehung, welche schließlich die [[Natur]] des Lebens gebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Verbrennung hat ein bestimmtes Verhältnis zu ihrer Asche, das mehr oder weniger Energie enthielt. Bestimmte Stoffe bildeten optimale Verbrennungsverhältnisse, worin der Verbrennungsrückstand optimierter Stoff und die Verbrennung selbst optimierte Energie war und in diesem Verhältnis affin füreinander blieben. So war eine quantitative Beziehung, also eine Affinität verschiedener Stoffe auf die Welt gekommen, welche sich als stoffliche [[Energie]] aus einer nach ihrer Masse ausgerichteten Verbrennung bildete, die in ihrer Umwelt eine Schlacke hinterließ, die wiederum neue Beziehungen in anderer Verbrennung einging. Die bislang rein stofflichen Beziehungen wurden hierdurch zu einer Art [[Natur]], in welcher die unterschiedlichsten Beziehungen der Stoffe in dieser Ausrichtung bezogen blieben, und worin sich Verbrennung und Rückstand in den verschiedensten Formen und Gestaltungen erneuerten. Die wichtigsten waren Wasser, Luft und Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Organismen hatten sich selbst aus organischen Verschmelzungen von Bakterien, aus Symbiosen ihres Zellstoffwechsels so fortgebildet, dass sie in der Lage waren, neue Zellen nach Maßgabe ihrer Funktionsnotwendigkeit zur Energieerhaltung und -Potenzierung durch Einbeziehung entsprechender Stoffe zu bilden und diese nur dadurch erreichen konnten, dass sie sich in diesem Streben verbinden konnten und kommunizierten. Schon die einfachsten Bakterien bestanden in Schwärmen, die sich kontrahieren und abstießen, je nach Bedarf ihrer Selbsterhaltung und Vermehrung. Sie entwickelten einen Sinn für ihre Umwelt, der intelligent genug war, um sie zu manipulieren und somit diesen Bedarf befriedigen konnten. Z.B. belegt dies heute noch das Meeresleuchten, das nichts anderes als eine Zusammenrottung leuchtender Bakterien ist, die sich durch die kollektive Verstärkung ihrer Leuchtkraft als Nahrung für Fische interessant machten, um in deren Körper leben zu können, ihren Wirt zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entstanden Strukturen, welche durch ihre Funktionalität intelligent waren, weil sie ihren Stoffwechsel ihrer Umgebung anpassen und aus der Schlacke ihrer Beziehung auch neue Stoffe (z.B. Kalk durch Korallen) entwickeln konnten. In den Schlämmen an den Flussufern und Meeresrändern bildete sich durch die Sonneneinstrahlung aus Magnesium und Stickstoff Chlorophyll, das einfache einzellige Pflanzen, als erste die Kieselalgen, hervorbrachte, die durch die Photosynthese in der Lage waren, sich durch die Aufnahme von Kohlendioxyd und die Abgabe von Sauerstoff als Lebensgrundlage eines natürlichen Stoffwechsels zu entwickeln. Die ersten Tiere, Bakterien, die sich als Protozoen (Urtiere) verhielten, fraßen diese. In ihnen entstand aus dem Chlorophyll durch Einbindung von Eisen das Bakteriochlorophyll (anoxygene Phototrophe), das in der Lage war, Kohlendioxyd herzustellen. Es war die Grundform des Hämoglobins, welches sich im Blut der höheren Arten entwickeln sollte. Die Tiere verdauten die Pflanzen durch Verbrennung mit Sauerstoff und schieden das hieraus entstandene Kohlendioxyd und Exkremente mit neuen stofflichen Zusammensetzungen aus, welches sie wiederum zur Lebensgrundlage der Pflanzen werden ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Naturkreislauf war entwickelt. Die weiteren Spannungen in ihrer Beziehung aufeinander mussten schließlich ihrer materiellen Energieform folgen und haben sich von daher zu neuen organischen Formen und schließlich zur Fortentwicklung weiterer Organe (z.B. Greifer, Bewegungsorgane und Sinneszellen) und Organismen [[aufzuheben]] verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen der Natur und des Lebens waren demnach Zellen, die in ihrer Verschmelzung eine Energie bildeten, die größer war, als die, welche in sie eingegangen ist. Sie bildeten eine stoffliche Masse, die eine eigene [[Wirkung]] dadurch hatte, dass ihre [[Stoff]]lichkeit selbst anziehende und abstoßende [[Kräfte]] beinhaltet und die dadurch in [[Bewegung]] geraten war, dass ihre Teile sich wechselseitig beeindruckten. Sie bildeten eine unendliche Bewegung materieller Zusammenhänge, die in der Lage waren, ihre Energie zu verstofflichen und auch neue Stoffe zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die so entstandenen Stoffe befanden sich in einem Zustand beständig wechselnder Energieformen, der sich in atomaren und molekularen Beziehungen ausrichtete. Im Streben nach einem ausgerichteten Zustand war die Verbrennung von Sauerstoff eine der stabilsten stofflichen Beziehungen. Von daher war eine Ausrichtung der Verbrennung zur Optimierung einer Energieform entstanden, die noch rein stofflich und leblos war, die aber allem Leben auf der Erde vorausgesetzt ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten natürlichen Beziehungen waren dadurch entstanden, dass diese Stoffe einander so durchdrungen hatten, dass sie in bestimmten Massenverhältnissen verbrannten und eine Schlacke hinterließen, die selbst wieder als Stoff weiterer Verbrennungen verfügbar war. Durch die Initialzündung des Lebens an den Vulkanschloten der Meere und durch die stoffliche Konzentration in den Schlämmen war es möglich geworden. Seine Entfaltung jedoch hat sich geschichtlich durch die Intelligenz der Lebenstätigkeit selbst entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, wie hierin Leben sich entfalten konnte, lässt sich daher nicht logisch beantworten, weil Leben selbst nur [[subjektiv]] sein kann, weil es nicht [[logisch]], wohl aber intelligent entscheidet, auch wenn es nach Vollzug logisch erscheinen mag. Es gibt von daher keinen Schöpfungsakt als solchen, nicht die Entscheidung einer vorausgesetzten [[Intelligenz]], wohl aber eine [[Intelligenz]] der [[Stoffe]], die in ihrer Affinität beständig wurden und aus ihrer Beständigkeit neue Stoffe bildeten, sie sich hieraus erklärten und also eine bestimmte Entstehungsgeschichte in sich forttrugen. Dies macht wohl die erste wirkliche Grundlage der [[Natur]] und damit allen Lebens aus. Es ist die Wirkung bestimmter Austauschverhältnisse von Stoffen, die in ihrer Verbrennung optimale Energienutzung und für weitere Entwicklungen optimale stoffliche Produkte hinterließen. Die Natur ist demnach ein hieraus entstandenes Streben nach optimaler Verbrennung, der Stoffwechsel selbst die ursprünglichste Bedingung ihrer wesentlichsten Tätigkeit, der Fortpflanzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenz der so gebildeten stofflichen Verbindung kam dadurch zu einem eigenständigen Leben, dass sich darin stoffliche Verbindungen ergaben, die ihre stoffliche Beziehung nicht nur vollziehen, sondern sie schließlich irgendwann auch selbst veranlassen konnten, die also ein Streben entwickelten, sich bestimmten Stoffen im Zweck ihrer Natürlichkeit anzunähern, um optimale Verbrennungsverhältnisse fortzutragen und in stofflicher Gestalt, also in der Affinität bestimmter Massenverhältnisse sich diese zu &#039;&#039;merken&#039;&#039;. Leben begründete sich also auf der &#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039; einer Wechselbeziehung der Stoffe, auf einem Stoffwechsel, der veranlasst werden konnte und so die Natur bildete und entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Verbrennung war demnach also eine Kraft entstanden, die keinen unmittelbaren stofflichen [[Grund]] hatte, sondern auf einer Vermittlung gründete, die aus vielen vorausgesetzten stofflichen Verbindungen hervorgegangen war und einen [[Stoff]] bildete, der sich aus ihrer bestimmten Vermittlung in ihrer Verbrennung als bestimmter Stoffwechsel ergeben hatte. Es war so etwas wie eine &#039;&#039;intelligente Stofflichkeit&#039;&#039; entstanden. Indem Sauerstoff zum [[Zweck]] dieses [[Stoffwechsel]] verbrannt wurde, war ein stoffliches [[Subjekt]] entstanden, das an dieser Verbrennung, also an einer Verbindung mit Sauerstoff &#039;&#039;interessiert&#039;&#039; war und hierfür eine stoffliche Verbindung erzeugen konnte, in welcher sich die Schlacke auch wieder regenerieren konnte. Dies aber verlangte die Fähigkeit, aus einem bestimmten toten Stoff Energie zu entwickeln und Asche in einem Verhältnis abzusondern, in welcher sie selbst als erneuerter Stoff für Verbrennungen eingehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Leben gründet auf diesem [[Stoffwechsel]], der sowohl Kraft entfaltet als auch stoffliche Reduktion in einem organischen Zusammenhang, in einem Organismus betreibt. Im Unterschied zum toten Stoff, in welchem sich Masse und Energie lediglich verhalten, war Leben als Subjekt des Stoffwechsels, als ein &#039;&#039;interessierter Stoff&#039;&#039; entstanden, der sich selbst diesem [[Interesse]] adäquat verhalten konnte, weil er selbst ein Verlangen, ein [[notwendiges]] [[Bedürfnis]] nach [[Einverleibung]] eines bestimmten Stoffes entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Lebewesen, die Mitochondrien, worin dies stattfand und auch heute noch stattfindet, hatten somit ein Lebensinteresse, das ihnen einen Sinn für die [[Mittel]] hierfür nötig machte. Sie sind das &#039;&#039;Lebensgeheimnis&#039;&#039; einer jeden lebenden Zelle. Leben entstand also, indem ein [[Stoff]] im anderen [[Sinn]] für sich gefunden hatte. Es begründete sich durch die [[Naturempfindung]], die ein [[Wesen]] ausmacht, das in der Lage ist, andere Stoffe für sich aufzunehmen, sie sich einzuverleiben und in der [[Beziehung]] auf sich zu unterscheiden und die Schlacke, welche diese Beziehung erzeugt, wieder auszuscheiden. Es war wohl diese Selbstunterscheidung, die Beziehung, Bekräftigung und Aussonderung, die Grundform einer [[Erkenntnis]], welche alles Leben begründete. Leben besteht zu allererst aus dieser [[Intelligenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lebenszeichen war demnach ein [[Sinn]], durch welchen Stoffe für den [[Stoffwechsel]] als sinnvoll erkannt wurden. Er entwickelte sich zu einem bestimmten Sinn für einen stofflichen Zusammenhang, einem Grund, für welchen Stoffe sich einfügen lassen und zusammenfügen und wonach sich auch Organe zur [[Empfindung]] anderer Stoffe entwickelten. Es waren die ersten [[Subjekte]], welche sich Stoffe zu ihrem [[Objekt]] machten und sich selbst darin verobjektivierten. In der Empfindung von anderem hatten sie zugleich eine Beziehung zu sich, bildeten sich, wie es durch ihre Natur geboten war, also in der Beziehung zu ihrer Umwelt. Ihre Selbsterhaltung war dadurch zugleich Selbsterzeugung, die zur Selbstentfaltung wurde, indem sich diese Naturwesen zu sich selbst verhalten, sich fortpflanzen und entfalten konnten. Leben ist daher [[Subjektivität]], also Selbsterzeugung, Selbsterhaltung und Selbstentfaltung, Reichhaltigkeit an natürlicher Bezogenheit, an [[Naturempfindungen]], aus denen alle weiteren [[Empfindungen]] sich ergeben, die eigenes Wachstum, also Bewegung durch sich und um seiner selbst Willen begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben setzt nicht das [[Tote]] voraus, denn der Tod ist durch das Leben erst bestimmt als die Individualität seiner Aufhebung, aus der heraus das Leben sich erst wirklich allgemein setzen kann, in der Beschränktheit seiner Individualität, im Sterben der Individuen sich überhaupt fortträgt, fortpflanzt und entfacht. Leben trägt praktisch in sich, was es theoretisch voraussetzt. Es ist entstanden, indem sich in der vorhandenen Materie [[Sinn]] gebildet hatte, Sinn für sich und anderes. Der Sinn ist das lebende Produkt der Naturgeschichte der [[Materie]] als geschichtliche [[Natur]] des Lebens; die Sinnbildung selbst ist Leben als Prozess, Naturgeschichte der Sinnlichkeit. Diese Geschichte ist immer materiell, weil Sinn selbst nur als Verhältnis der Materie besteht, als Verhalten von toter und lebender Materie, als lebender [[Stoff]] im [[Stoffwechsel]] des Lebens. Das Lebende bezieht sich hierbei erkennend auf das [[Tote]], bildet sich in der Kenntnis hiervon, nimmt es auf und stößt es ab und weiß dies in sich (siehe [[Gewissheit]]). Von daher ist diese Erkenntnis grundlegende [[Notwendigkeit]] für jeden Lebensprozess. Leben geht zugrunde, wenn es der bloßen [[Notwendigkeit]] unterworfen bleibt, weil es unmittelbare [[Freiheit]] ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen. [[(K. Marx, MEW 1, 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Lebende das Tote empfindet, zeigt sich an den urtümlichsten und einfachsten Verhältnissen des Stoffwechsels und der Assimilation. Die Fähigkeit, Stoffe für sich adäquat aufzunehmen und zu verdauen und die Schlacke abzusondern, macht den ersten Sinn in der Natur für die Natur aus. Indem Maße, wie lebende Zellen die Asche der Sauerstoffverbrennung nicht ausscheiden können, altern sie und nähern sich ihrem Tod. Ohne Empfindung für das, was dem Leben schadet, ist es nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Nervenzellen verfahren ähnlich, wenn sie sich ein Bild von ihrer Umwelt machen und sogar in der Lage sind, diese zur eigenen Gestalt zu bringen, z.B. in den Tarnfarben, die Tiere aus ihrer Umgebung beziehen und erzeugen können. Schon Hegels System der Sensibilität hat diesen Gedanken aufgenommen, als er das Nerven-, das Blut- und das Verdauungssystem als Totalität der natürlichen Gestalt auffasste, und diese schon als pflanzlichen Sinn begriffen hatte (Hegel, Enzyklopädie §354).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn ist selbst eine [[Erkenntnis]], indem er sich zur toten Materie wesentlich verhält als Sinn für sie, wie er auch die erste Erkenntnis für sich dadurch ist, in diesem Verhalten die Fähigkeit zu haben, Totes von Lebendem zu scheiden und auszuscheiden, sich darin zu bilden und tätig zu sein und als wirkliches, also [[Wirkung]] habendes Leben herauszubilden. So wie das Leben als Sinn der materiellen Natur entstanden ist, so ist der Sinn das Leben mit ihr. Die ganze Sinnbildung kann nichts anderes sein, als eine Naturgeschichte, die sich für sich begeistert hat. Der Geist selbst ist unmittelbar sinnlich, auch wenn er Verhältnisse eingeht, in denen er sich von seiner sinnlichen Natur entfernt, um auf sie wieder zurückzukommen. &#039;&#039;Die Entstehungsgeschichte des Menschen ist die Bildungsgeschichte seiner Sinne&#039;&#039; (Marx). Und diese ist nicht als solche nicht [[bestimmt]], also ohne Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Aufklärung]] versteht jede Bildung als [[Mittel]] zu einem höheren Zweck. In diesem Sinn hatte auch Darwin seine Selektionstheorie entwickelt. Er sah den Zweck schon in der Natur als Prinzip der Selektion, welche die fortschrittlichen Fähigkeiten durch Fortpflanzung vermehrt und ausbreitet. So beflügelte er das moderne Prinzip eines höheren Nutzen der Selektion und wurde in diesem Sinn auch gerne von Reaktionären überinterpretiert. Aber in seinem Denkansatz waren sie auch leicht zu bestätigen, steckt darin doch ein schlichter Utilitarismus der Auslese in einer naturwissenschaftlichen Verkleidung, die eigentlich Naturmythologie ist. Es ist dem [[Darwinismus]] entgegenzuhalten, dass er eine Lebensgeschichte des Untergangs vorstellt. Für ihn ist die Sinnbildung des Lebens zufällig, die Vernichtung von &#039;&#039;Lebensunfähigkeit&#039;&#039; vernünftig. Im Grunde vollstreckt er theoretisch die Vernunft einer Vergänglichkeit von Lebensvielfalt - ein Widersinn in sich. Warum sollte Leben sich entfalten und dann auf das Machbare reduzieren? Es mag verschwenderisch für den erscheinen, der damit haushalten will, aber seiner Sinne ist es damit enthoben. Warum diese sich ändern und warum Leben selbst Sinn bildet, ist dem Darwinismus als [[Verstand]] der [[Aufklärung]] fremd und zugleich Grundlage von einer der schlimmsten Gesellschaftstheorien der Geschichte (siehe auch [[Rassismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist genauso leblos wie die Frage nach dem [[Sinn]] des Atmens, dem Sinn der [[Erkenntnis]], dem Sinn der [[Liebe]] usw. Indem ich atme, erkenne, liebe usw. lebe ich. Das Leben kann keinen anderen Sinn haben als den Sinn, den die Menschen für ihr Leben haben und äußern. Indem sie dies befragen, vollziehen sie den Selbstwiderspruch, der sie an sich [[zweifeln]] lassen müsste, um Selbstkritik zu werden: Atme, erkenne, liebe ich nicht oder vielleicht nicht ganz richtig? Muss ich also mein eigenes Leben verneinen, es als falsches begreifen, um richtig leben zu können (siehe [[Adorno]]: &#039;&#039;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&#039;&#039;)? Was aber kann dann richtiges Leben, richtiges Atmen, richtiges Erkennen, richtiges Lieben usw. sein, das ich nicht kenne, dessen ich nicht fähig bin, das mich fragen lässt und zugleich meine Frage verneint indem sie mich verneint? Es stellt die Frage nach dem Sinn des Lebens als Suche nach dem richtigen Leben. Diese Frage ist ein Widersinn. Sie kann gar nicht nur Frage sein; sie ist zugleich Antwort: Erscheint das geäußerte Leben sinnlos, so haben die Menschen ihre Sinne nicht [[wirklich]] außer sich, haben nicht ihre Natur verwirklicht und keine [[Wirklichkeit]] ihrer [[Natur]]. Sie sind also selbst von Sinnen, wenn sie ihre Welt nicht als ihre Natur erleben. Ihr Leben ist wirkungslos, also [[unwirklich]] - ein [[Unding]] in sich. Doch Leben kann nicht sinnlos sein, es selbst ist der Sinn, der Unsinn von sich scheidet, ausscheidet und sich über die Ausscheidung bildet. In der Ausscheidung existiert die Asche vergangenen Lebens, der reine Stoff, der kein Leben mehr hat, kein Wesen und daher verwest und wirklich zu [[Unsinn]] geworden ist, nicht mehr waltet und keine Welt mehr hat, tote Natur geworden ist. Über das Leben nachdenken kann also nur heißen, über die Welt und ihre Natur nachzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben kann eben auch unsinnig erscheinen, wo es sich in [[widersprüchlicher]] [[Form]] gestaltet (siehe [[Formbestimmung]]). Es ist hierdurch aber kein falsches Leben, weil es keine falsche Natur geben kann, weil eben richtiges zugleich auch falsch werden kann, sich gegen sich selbst verhalten kann, sich selbst fremd wird, wo es sich gegen sich selbst [[verselbständigt]] (siehe [[Entfremdung]]) und hierdurch unwahr wird (siehe [[Wahrheit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben lässt sich in vielerlei Hinsicht beschreiben, je nach Einsicht in seine Bewegung und Bewegtheit, ohne dass dies widersprüchlich wäre. Einmal ist es vielleicht der Funke, der aus dem [[Wesen]] sprüht, das Sein, das sich die Finsternis gebar (frei nach Goethes Faust S.47), ein andermal ist es der [[Sinn]] der [[Natur]], die sich selbst hervorbringende, reproduzierende und aus sich schöpfende [[Kraft]], die alles erfüllt, das sich als Ursprung seiner [[Wirklichkeit]] [[erkennt]]. Leben erhält sich selbst, pflanzt sich fort, dehnt sich aus, überwindet sich selbst als reine Stofflichkeit und treibt fortwährend zu einer sinnvollen Beziehung der [[Stoffe]], welche sich in einem lebenden [[Subjekt]] vermitteln als sein [[Stoffwechsel]] und seine Sinnbildung als ein und dasselbe. Diese ist daher seine [[notwendige]] und subjektive [[Beziehung]] auf andere Subjekte: [[Gesellschaftlich]] wirkliches Sein der menschlichen Natur im natürlichen Verhältnis der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben ist die Natur der Geschichte und die [[Geschichte]] der Natur in einem, die als gesellschaftliche Naturgestalt Resultat ihrer Sinnbildung, [[subjektiv]] wie [[objektiv]] gesellschaftlich ist. Leben ist der [[Sinn]], welchen der Stoff in seinem beständigen Wechsel bildet und den er hat, wenn er im Wechsel sich verändert und als anderes ist. Sinn ist die Revolutionierung, die sich selbst erneuernde Wiederkehr des Stoffes, indem er die Menschen zur Natur und die Natur zum Menschen, den Stoff selbst zum Menschensein treibt. Darin besteht die natürliche Identität jeder Gesellschaft, welche die Mittel ihres Geistes als sinnbildenden Stoffwechsel hat, als ihren wirklichen [[Reichtum,]] als Lebensbereicherung durch gesellschaftliche Sinnbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben bildet sich daher nicht und entwickelt sich nicht in seiner Beschränkung und Ausrottung (vergl. [[Darwinismus]]), als ob es sich erst aus der Überwindung seines Überflusses ergäbe; es bildet sich immer wieder als neues Leben, wenn die Verbindung, die es eingeht, auch Neues erzeugt, dieses als sein eigenes Erzeugnis und als seine Erneuerung dadurch bildet, dass es ein altes Wesen bewährt und freisetzt, sich darauf gründet, um es in seiner Verwirklichung der Verwesung zu überlassen. Leben entsteht und bestärkt sich nicht als Überlebendes im Kampf der Sinne (es müsste reiner Unsinn sein!), es entsteht aus seiner eigenen [[Fortbestimmung]] in und durch anderes Leben (Fortpflanzung). Es entsteht in der Besinnung seines Werdens, Sinnfindung im Wechsel der Stoffe, worin es erst wirklich (weil praktisch) zum stofflichen Leben kommt. Leben ist nicht teleologisch; es ist prinzipiell unlogisch, fraglos, grundlos, folgenlos. Es ist prinzipienlos begründet; - aber es selbst erklärt sich aus seinem Gewordensein als ein durch sich selbst wie durch andere begeisterter Stoffwechsel. Das Leben hat Sinn, weil es sinnlich ist und weil sinnlich sein heißt, sinnbildend zu sein. Im Sinn hat der Stoff seinen Geist, wie er selbst anderer Stoff nur ist, durch seine Begeisterung, durch sein gesellschaftliches Sein, durch seine Beziehung auf andere. Der Stoff hat seinen Sinn im Leben erkoren, gesucht und gefunden, assimiliert und dissimiliert. Das Leben hat sich selbst als Sinn im Wechsel der Stoffe gebildet, sich Nahrung gegeben, Bewegung verschafft und fortgepflanzt. Es hat in seiner Ausdehnung seinen Sinn bestätigt und bestärkt, indem es sich darin verfeinert und beschränkt. Leben ist der sich selbst fortwährend bildende Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sinnbildung ist die innerste Lebenstätigkeit, die in der pflanzlichen wie tierischen Natur bis hin zum Menschen [[tätig]] und [[leidend]] ist, Wachstum und Siechtum begründet und sich durch immer neue Gestaltungen bestätigt. &#039;&#039;Die Entwicklung der fünf Sinne des [[Menschen]] ist das Resultat der bisherigen Weltgeschichte&#039;&#039; (Marx, MEW 40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben entwickelt sich auch in seinem [[Tod.]] Er ist notwendige Erneuerung, Entfaltung und Subjektwerdung des hieraus Geborenen. Von daher ist der Tod nur das verschwindende Moment des Lebens, die &#039;&#039;Kränkung des Individuums&#039;&#039; (Marx), welches ihm verfällt und verwest, sein individuelles [[Wesen]] verliert um sein allgemeines Wesen in der Naturgeschichte der Menschen zu gewinnen. Der Tod beweist nur die Endlichkeit seines [[Daseins]], die Verletzlichkeit des Lebens. Leben ist ohne Tod undenkbar; es gestaltet sich darin, ihn als seine wesentliche Verletzung zu leiden. Jeder [[Schmerz]], welcher im Leben auftritt, zeugt von seinem [[Leiden]] und erzeugt als Lebenstätigkeit, als [[Leidenschaft]], in gleicher Weise sein Wachstum, seine Rückführung auf sich als Erneuerung seines [[Seins]]. Leben ist wirkliches, das heißt tätiges Leiden, den &#039;&#039;Leiden heißt sinnlich sein&#039;&#039; (Marx).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ganz im Gegensatz zur Larmoyanz der [[Lebensbergung]], dem Räsonieren der Beschädigung, welche Schmerzen auslösen. Diese wendet Leiden in die Reflexion des Beschädigtseins, eigentlich in die reflektierte Schmerzhaftigkeit, in den abgehobenen Schmerz, in die Grundlosigkeit von Verletzung. Die Beschreibung des beschädigten Lebens (siehe &#039;&#039;Minima Moralia&#039;&#039; von [[Adorno]]) erweckt somit auch eher die Hoffnung auf [[Erlösung]], als dass sie Leben ergründet und Schmerz wendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben wird in der subjektiven Philosophie [[(Schopenhauer,]] [[Nietzsche]]) als Ausdruck des [[Willens]] angesehen. Wesentlich würde es sich daraus ergeben, dass mit Willen begabte Wesen Leben gestalten würden - eben weil sie es wollten. Dies zeige sich aus der ganzen [[Geschichte]] der [[Natur]] und der [[Menschheit.]] Bei solcher Lebensbetrachtung aber zeigen sich nur Resultate. Die konkreten Willensverhältnisse bestanden immer aus Kämpfen und Kriegen, die zum Niedergang eines &#039;&#039;Willens&#039;&#039; zugunsten der Macht eines anderen führten. Bleibt die triste altmütterliche Borniertheit: Leben heißt Kämpfen? Willensverhältnisse sind eher paralytisch, als dass sie Leben zeigen. Wille unmittelbar gibt es nicht ohne die Mittel seiner Realisation - und somit kann Wille selbst nicht wesentlich sein: Er besteht nur durch seine [[Mittel]] und ist zweckhafte [[Relation]] einer gegebenen [[Vermittlung]]. Für sich ist der Wille nichts ohne seine Voraussetzung und somit leblos. Nur durch seine Mittel wird ein Wille mächtig - nicht unbedingt gegen anderen Willen, sondern schon gegen jede Macht, die Mittel zur Willensentfaltung bietet. Wille will die Ohnmacht des anderen, kann sich nur mit [[Macht]] durchsetzen (siehe [[Logik der Kultur]], Teil 3). Es ist solche [[subjektive]] [[Ideologie]] daher immer [[reaktionär]], eine Legitimationsideologie von Willkür, die der Machterhaltung dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der objektiven Philosophie (z.B. [[Kant]], [[Hegel]], [[Freud]]) wird eher das [[Bedürfnis]] als Lebensgrundlage angesehen, also das Verlangen des Menschen nach Objekten, die er sich für seine Bedürfnisse zurichten muss und denen er erliegt, wenn er ihrer nicht Herr wird. Es ist wesentlich der Standpunkt der [[Aufklärung]], der sich zwischen Selbstentfaltung und [[Selbstbeschränkung]] zerreibt und der [[Geschichte]] die [[Idee]] der Erfüllung und [[Erlösung]] beigibt. Es ist eine mehr oder weniger deutlich formulierte [[Ideologie]] des Fortschrittsglaubens. In den pragmatischen Theorien kommt Leben fast nur noch als Theorie der Lebenserfahrung und des [[Lernens]] zur Verwendung für Lebenshilfen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Lebensbegriff setzt das Begreifen und das Begriffene dem Leben voraus und widerlegt sich somit selbst, wie er auch jede theoretische [[Philosophie]] als [[Theologie]], als Spekulation auf einen Lebensspender, auf einen vorausgesetzten, unerfüllten Lebenssinn beweist. Leben kann keinen [[Begriff]] haben. Es ist [[Sein]] von [[Geist]] und [[Sinn]] in seiner Unmittelbarkeit, Rückhaltlosigkeit und [[Liebe]] als Tätigkeit des Lebens[[mut]]s. Es besteht aus der beständigen Entfaltung und Rückkehr des Lebenskerns durch die Bewegung und Ausbreitung seines Sinns (im weitesten Sinne des Wortes). Leben besteht aus dem Übergang von Stoff und Geist in der Assimilation und Reproduktion als pulsierendes Wesen, das seiner selbst genug ist, und seinen Sinn in seiner Ausbreitung dadurch bestärkt, dass er nichts nötig hat, außer seiner Entfaltung, Bereicherung seines Verhältnisses zu sich selbst. Es selbst ist unlogisch und un[[dialektisch]] (dies im Gegensatz zu Engels &#039;&#039;Dialektik der [[Natur]]&#039;&#039;, siehe auch [[Logik]]) und nur durch seine [[Endlichkeit]] unendlich. Die Verwirklichung von Leben ist die Entwirklichung von [[Tod]], der darin zu einem verschwindenden Moment des Lebens wird. Leben besteht nur in dieser [[Wirklichkeit]] und kann daher weder richtig noch falsch, weder [[Wahrheit]] noch [[Täuschung]] sein. Sie ist menschliche [[Geschichte]], auch wenn sie in [[Zuständen]] des Todes und der [[Barbarei]] in ihrem [[Entschluss]] verharrt, solange deren [[Logik]] nicht [[begriffen]] ist und [[Lebenswerte]] das Leben ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass diese selbst schon tödliche Denkformen eines gegen sich selbst abstrakten Denkens sind, ist eine grundlegende [[Erkenntnis]] des [[Historischen Materialismus]], der sich aus der Erklärung der Welt, aus der Aufklärung gelöst hat (siehe [[Philosophie]]) und den [[Menschen]] in seiner [[Praxis]] als sich selbst äußerndes, aber auch entäußertes [[Wesen]] begreift (siehe [[Arbeit]]). Er setzt sich wesentlich praktisch gegen die [[Entfremdung]] des menschlichen Wesens in der Versteinerung seiner Lebensprozesse, in denen sich in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] die [[fremden Kräften]] der [[Verwertung]] des Lebens (siehe auch [[Ökonomie]], [[Entfremdung]]) als gesellschaftliche Macht im [[Kapital]] etabliert haben (siehe auch t[[ote Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lebenszeit]] ist nicht unabhängig von der Lebenswelt und nicht einfach natürlich, weder in der Empfindung für sich, noch in der An[[zahl]] der Jahre. Überhaupt ist [[Zeit]] nur in Beziehung auf [[Geschichte]] und deren Umstände zu begreifen und hat mit dem Leben selbst nur hierdurch zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entäußerte Leben ist das [[Erleben]], das vom Leben herausgesetzte Lebensereignis, dessen Sinn alleine im Moment wahr ist, ohne Grund und Folge, ohne Geschichte und Erkenntnis, ganz für sich noch als Moment der [[Wahrnehmung]]. Im Erlebnis fließen [[Ereignisse]] zusammen, die aus ihrer Geschichte herausgenommen sind, noch ganz in der Erlebensweise das Leben nur reflektieren, das sie vorgeben können, weil es vorgegeben ist: Affirmation der Lebensform (siehe [[Lebensraum]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Gewissheit&amp;diff=11630</id>
		<title>Gewissheit</title>
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		<updated>2026-10-15T20:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt der sinnlichen Gewissheit lässt sie unmittelbar als die reichste Erkenntnis, ja als eine Erkenntnis von unendlichem Reichtum erscheinen, für welchen ebensowohl, wenn wir im Raume und in der Zeit, als worin er sich ausbreitet, hinaus-, als wenn wir uns ein Stück aus dieser Fülle nehmen und durch Teilung in dasselbe hineingehen, keine Grenze zu finden ist. Sie erscheint außerdem als die wahrhafteste; denn sie hat von dem Gegenstande noch nichts weggelassen, sondern ihn in seiner ganzen Vollständigkeit vor sich. Diese Gewissheit aber gibt in der Tat sich selbst für die abstrakteste und ärmste Wahrheit aus. Sie sagt von dem, was sie weiß, nur dies aus: es ist.§ (Hegel, Phänomenologie des Geistes)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit ist die zweifelsfreie [[Erkenntnis]], also eindeutiges Erkennen (siehe hiergegen [[Deutung]]), wenn sie nicht nur die [[Anwesenheit]] des Gegenstands, sondern auch seinen bestimmten Gehalt vor sich weiß. Doch dies Anwesende ist nicht selbst unbedingt [[inhaltlich]]; es ist auch die [[Wahrheit]] gegenständlicher Vermittlung im Nachhinein der [[Erkenntnis]], die sich z.B. auch aus einem [[Traum]] begreifen lässt, ohne dass sie [[Wirklichkeit]] werden muss (dies also gänzlich umgekehrt als bei [[Hegel]]), weil sie [[Geschichte]] hat. Allerdings kann sie auch darauf gründen, dass ihr Gegenstand eindeutig und unmittelbar sinnlich ist (z.B. ein heißer Ofen, an dem man sich gewiss verbrennt), oder dass ein Gedanke zu einer Gewissheit sinnlicher Zusammenhänge gelangt, worin er sich bewahrheitet (s.a. [[Beweis]]). In beidem ist die Gewissheit eine Tatsache, also Wissen einer Tat, die unmittelbare sinnliche [[Gegenwärtigkeit]] von [[Stoff]] ist (siehe auch [[Sein]]). Gewissheit ist durch die [[Empfindung]] eines Gegenstands, die sich als [[Gefühl]] für ihn bestätigt, und ihn als [[Wissen]] zweifelsfrei im Gedächtnis bewahren kann, weil und sofern kein Zwiespalt zwischen [[Empfindung]] und [[Gefühl]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit ist die sinnliche Beziehung des [[Lebens]] als [[Selbsterkenntnis]] (siehe auch [[Erkenntnis]]), auf sich als [[Wissen]] über sich. Sie bildet sich in der [[Empfindung]], wenn diese sich in den [[Gefühlen]] der Menschen bewahrheitet. In dieser Einheit bewährt sich der Inhalt der Wahrnehmung, identifiziert sich ihr [[Sinn]] mit seiner [[Wirklichkeit]], wird zu einer Einheit von [[Erkenntnis]] und [[Tätigkeit]], unmittelbare [[Wahrheit]]. Sie ist die [[Identiät]] lebendigen [[Seins]] in dem zum [[Bewusstsein]] gewordenen [[Wissen]]. In der Gewissheit sind alle [[Zweifel]] aufgelöst und es hebt sich darin die [[Wahrnehmung]] in ihrer [[Wahrheit]] auf, wird ein [[Ged�chtnis]], welches sein [[Gewissen]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Ungewissheit herrscht, wird sich die [[Wahrnehmung]] auf das zurückziehen, was sie beeindruckt, was also dadurch gewiss wird, dass es Druck auf die Wahrnehmung ausübt. Solche Gewissheit ist abstrakt, weil sie keinen Sinn vermittelt. Sie ist zwar als [[Eindruck]] wahr, nicht aber als Wahrnehmung, welche [[empfindet]] und [[fühlt]], was [[wahr]] für einen Menschen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Dies allerdings kann höchst kompliziert sein, gerade weil in der Wahrnehmung der ganze Mensch einbegriffen ist, nicht irgendeine Kognition oder Logik oder Position für sich. Die Wahrnehmung selbst ist das ursprünglichste Moment der [[Wahrheit]], das ein Mensch für sich haben kann. Und das ist nicht nur selbst sinnlich, sondern kann auch die Sinne antreiben, wenn die Wahrnehmung nicht zur [[Erkenntnis]] dessen gelangt, worin sie einbegriffen ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit kann nur [[praktisch]] sein, denn eine Seinsgewissheit als solche, also in Absehung (siehe [[Abstraktion]]) von dem, was [[wirklich]] ist, kann keinen [[Sinn]] haben. In der Abstraktion kann nur eines wahr sein: Dass etwas lebendig ist, das nicht wirklich lebt, etwas, das tot erscheint, nicht [[wirklich]] lebend ist, aber in [[Wirklichkeit]] als etwas anderes lebt (siehe [[Schein]]). Es muss ein ungewisser Inhalt in einer gegebenen Form sein, eine [[Formbestimmung]], in welcher sich die [[Macht]] der [[Gegebenheiten]] gegen ihren wirklichen Sinn durchsetzt. Sie muss in der Lage sein, sich [[Eindruck]] zu verschaffen, wo sie nur [[anwesend]] ist. Von daher ist die beeindruckte Wahrnehmung nurmehr reizend und ungewiss. Aber das Ungewisse wird hierdurch zugleich unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gewiss ein [[Reiz]], eine [[Empfindung]] oder ein [[Eindruck]] erscheinen kann, so fraglich auch ist dessen [[Wahrheit]], ob sein [[Sinn]] vielleicht nicht eine [[T�uschung]] sei - dies umso mehr, als Eindrücke auch [[Reize]] oder [[Stimmungen]] sind, die unmittelbar wesenlos sind, im Sein schon verwesen, weil sie schon im Augenblick vergehen, worin sie wirken. Selbst die einfache Gewissheit, ob sie von außen oder innen kommen, macht ein ganz elementares Erkenntnisproblem aus (z.B. im [[Wahnsinn]]), das seine Ungewissheit nur im [[Wissen]] seiner [[Geschichte]] auflösen kann, indem es diese begreift (siehe [[Begriff]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer zum Beispiel [[Stimmen hört]], die kein sprechendes Subjekt erkennen lassen, zweifelt an seinem Wahrheitsvermögen. Indes ist die Wahrheit der Stimmen in der Tat eine andere, als die [[existente]] Gewissheit der Umwelt, wenn auch die Gewissheit des Hörens unbestreitbar ist. Wer Stimmen w�hnt, weil er keinen Sprechenden sieht oder empfindet, der wird zun�chst überprüfen, ob das [[Objekt]] seiner [[Empfindung]] vielleicht wirklich sich verborgen verh�lt oder er muss erkennen, dass er etwas empfindet, das nicht unmittelbar [[gegenst�ndlich]] ist. Die Wahrheit des [[Wahns]] hat eben nicht dieselbe [[Welt]], die allem zukommt; es ist tats�chlich eine hiervon abgetrennte Welt, welche zun�chst in sich geschlossen erscheint, solange ihre Wirkung nicht erschlossen ist. In dieser Ausschließlichkeit ist sie eine grundlos scheindende Wahrnehmung, ein unendlich scheinendes [[Leiden]], das gegensinnige Gewissheiten bewirkt. Die F�higkeit, an der Gewissheit der Welten zu [[zweifeln]], erm�glicht immerhin, wenn auch �ußerst schmerzhaft, eine überaus sinnvolle Bewegung der entzweiten [[Identit�t]], die eine vielleicht ebenso bedeutende Leistung ist, wie die Begründung einer ganzen Philosophie. Von daher ist die Ungewissheit eine Bedingung, sich als wahrnehmender Mensch der Wahrheit zu n�hern, besonders, wenn diese in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] weitgehend aufgebraucht wird. Darin entsteht Gewissheit oft erst in der [[Erkenntnis]] der Gründe eines Ungewissen, eines [[unheimlichen]] Grundes, einer abstrakten Lebensbedingung. Auf der Basis realer Abstraktionen ist die Erkenntnis g�nzlich umgekehrt als auf der Basis unmittelbarer Wahrnehmung: Es verlangt [[Denken]], welche die Erfahrung hintergeht, wenn und weil das Erfahrene [[hintersinnig]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmungen müssen hierbei nicht erkannt sein; sie werden sich dem [[Denken]] erschließen, wenn es nottut. Im Wissen ist alleine die Gewissheit vollzogen, dass etwas Empfundenes wirklich da ist und sich als solches auch in seiner Wirkung bew�hrt hat. Erst durch die [[Not]], welche eine Gewissheit gegen andere bringen kann, wird Denken [[notwendig]] sein. Sofern es sich einem [[Unding]] zuwendet, wird es logisch sein müssen, um es zu begreifen (siehe [[Begriff]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Gewissheit&amp;diff=11629</id>
		<title>Gewissheit</title>
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		<updated>2026-10-15T20:40:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt der sinnlichen Gewissheit lässt sie unmittelbar als die reichste Erkenntnis, ja als eine Erkenntnis von unendlichem Reichtum erscheinen, für welchen ebensowohl, wenn wir im Raume und in der Zeit, als worin er sich ausbreitet, hinaus-, als wenn wir uns ein Stück aus dieser Fülle nehmen und durch Teilung in dasselbe hineingehen, keine Grenze zu finden ist. Sie erscheint außerdem als die wahrhafteste; denn sie hat von dem Gegenstande noch nichts weggelassen, sondern ihn in seiner ganzen Vollständigkeit vor sich. Diese Gewissheit aber gibt in der Tat sich selbst für die abstrakteste und ärmste Wahrheit aus. Sie sagt von dem, was sie weiß, nur dies aus: es ist.§ (Hegel, Phänomenologie des Geistes)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit ist die zweifelsfreie [[Erkenntnis]], also eindeutiges Erkennen (siehe hiergegen [[Deutung]]), wenn sie nicht nur die [[Anwesenheit]] des Gegenstands, sondern auch seinen bestimmten Gehalt vor sich weiß. Doch dies Anwesende ist nicht selbst unbedingt [[inhaltlich]]; es ist auch die [[Wahrheit]] gegenständlicher Vermittlung im Nachhinein der [[Erkenntnis]], die sich z.B. auch aus einem [[Traum]] begreifen lässt, ohne dass sie [[Wirklichkeit]] werden muss (dies also g�nzlich umgekehrt als bei [[Hegel]]), weil sie [[Geschichte]] hat. Allerdings kann sie auch darauf gründen, dass ihr Gegenstand eindeutig und unmittelbar sinnlich ist (z.B. ein heißer Ofen, an dem man sich gewiss verbrennt), oder dass ein Gedanke zu einer Gewissheit sinnlicher Zusammenh�nge gelangt, worin er sich bewahrheitet (s.a. [[Beweis]]). In beidem ist die Gewissheit eine Tatsache, also Wissen einer Tat, die unmittelbare sinnliche [[Gegenwärtigkeit]] von [[Stoff]] ist (siehe auch [[Sein]]). Gewissheit ist durch die [[Empfindung]] eines Gegenstands, die sich als [[Gefüühl]] für ihn best�tigt, und ihn als [[Wissen]] zweifelsfrei im Ged�chtnis bewahren kann, weil und sofern kein Zwiespalt zwischen [[Empfindung]] und [[Gefühl]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit ist die sinnliche Beziehung des [[Lebens]] als [[Selbsterkenntnis]] (siehe auch [[Erkenntnis]]), auf sich als [[Wissen]] über sich. Sie bildet sich in der [[Empfindung]], wenn diese sich in den [[Gefühlen]] der Menschen bewahrheitet. In dieser Einheit bew�hrt sich der Inhalt der Wahrnehmung, identifiziert sich ihr [[Sinn]] mit seiner [[Wirklichkeit]], wird zu einer Einheit von [[Erkenntnis]] und [[T�tigkeit]], unmittelbare [[Wahrheit]]. Sie ist die [[Identit�t]] lebendigen [[Seins]] in dem zum [[Bewusstsein]] gewordenen [[Wissen]]. In der Gewissheit sind alle [[Zweifel]] aufgel�st und es hebt sich darin die [[Wahrnehmung]] in ihrer [[Wahrheit]] auf, wird ein [[Ged�chtnis]], welches sein [[Gewissen]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Ungewissheit herrscht, wird sich die [[Wahrnehmung]] auf das zurückziehen, was sie beeindruckt, was also dadurch gewiss wird, dass es Druck auf die Wahrnehmung ausübt. Solche Gewissheit ist abstrakt, weil sie keinen Sinn vermittelt. Sie ist zwar als [[Eindruck]] wahr, nicht aber als Wahrnehmung, welche [[empfindet]] und [[fühlt]], was [[wahr]] für einen Menschen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Dies allerdings kann höchst kompliziert sein, gerade weil in der Wahrnehmung der ganze Mensch einbegriffen ist, nicht irgendeine Kognition oder Logik oder Position für sich. Die Wahrnehmung selbst ist das ursprünglichste Moment der [[Wahrheit]], das ein Mensch für sich haben kann. Und das ist nicht nur selbst sinnlich, sondern kann auch die Sinne antreiben, wenn die Wahrnehmung nicht zur [[Erkenntnis]] dessen gelangt, worin sie einbegriffen ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit kann nur [[praktisch]] sein, denn eine Seinsgewissheit als solche, also in Absehung (siehe [[Abstraktion]]) von dem, was [[wirklich]] ist, kann keinen [[Sinn]] haben. In der Abstraktion kann nur eines wahr sein: Dass etwas lebendig ist, das nicht wirklich lebt, etwas, das tot erscheint, nicht [[wirklich]] lebend ist, aber in [[Wirklichkeit]] als etwas anderes lebt (siehe [[Schein]]). Es muss ein ungewisser Inhalt in einer gegebenen Form sein, eine [[Formbestimmung]], in welcher sich die [[Macht]] der [[Gegebenheiten]] gegen ihren wirklichen Sinn durchsetzt. Sie muss in der Lage sein, sich [[Eindruck]] zu verschaffen, wo sie nur [[anwesend]] ist. Von daher ist die beeindruckte Wahrnehmung nurmehr reizend und ungewiss. Aber das Ungewisse wird hierdurch zugleich unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gewiss ein [[Reiz]], eine [[Empfindung]] oder ein [[Eindruck]] erscheinen kann, so fraglich auch ist dessen [[Wahrheit]], ob sein [[Sinn]] vielleicht nicht eine [[T�uschung]] sei - dies umso mehr, als Eindr�cke auch [[Reize]] oder [[Stimmungen]] sind, die unmittelbar wesenlos sind, im Sein schon verwesen, weil sie schon im Augenblick vergehen, worin sie wirken. Selbst die einfache Gewissheit, ob sie von au�en oder innen kommen, macht ein ganz elementares Erkenntnisproblem aus (z.B. im [[Wahnsinn]]), das seine Ungewissheit nur im [[Wissen]] seiner [[Geschichte]] aufl�sen kann, indem es diese begreift (siehe [[Begriff]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer zum Beispiel [[Stimmen hört]], die kein sprechendes Subjekt erkennen lassen, zweifelt an seinem Wahrheitsverm�gen. Indes ist die Wahrheit der Stimmen in der Tat eine andere, als die [[existente]] Gewissheit der Umwelt, wenn auch die Gewissheit des Hörens unbestreitbar ist. Wer Stimmen w�hnt, weil er keinen Sprechenden sieht oder empfindet, der wird zun�chst überprüfen, ob das [[Objekt]] seiner [[Empfindung]] vielleicht wirklich sich verborgen verh�lt oder er muss erkennen, dass er etwas empfindet, das nicht unmittelbar [[gegenst�ndlich]] ist. Die Wahrheit des [[Wahns]] hat eben nicht dieselbe [[Welt]], die allem zukommt; es ist tats�chlich eine hiervon abgetrennte Welt, welche zun�chst in sich geschlossen erscheint, solange ihre Wirkung nicht erschlossen ist. In dieser Ausschlie�lichkeit ist sie eine grundlos scheindende Wahrnehmung, ein unendlich scheinendes [[Leiden]], das gegensinnige Gewissheiten bewirkt. Die F�higkeit, an der Gewissheit der Welten zu [[zweifeln]], erm�glicht immerhin, wenn auch �ußerst schmerzhaft, eine überaus sinnvolle Bewegung der entzweiten [[Identit�t]], die eine vielleicht ebenso bedeutende Leistung ist, wie die Begründung einer ganzen Philosophie. Von daher ist die Ungewissheit eine Bedingung, sich als wahrnehmender Mensch der Wahrheit zu n�hern, besonders, wenn diese in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] weitgehend aufgebraucht wird. Darin entsteht Gewissheit oft erst in der [[Erkenntnis]] der Gründe eines Ungewissen, eines [[unheimlichen]] Grundes, einer abstrakten Lebensbedingung. Auf der Basis realer Abstraktionen ist die Erkenntnis g�nzlich umgekehrt als auf der Basis unmittelbarer Wahrnehmung: Es verlangt [[Denken]], welche die Erfahrung hintergeht, wenn und weil das Erfahrene [[hintersinnig]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmungen müssen hierbei nicht erkannt sein; sie werden sich dem [[Denken]] erschließen, wenn es nottut. Im Wissen ist alleine die Gewissheit vollzogen, dass etwas Empfundenes wirklich da ist und sich als solches auch in seiner Wirkung bew�hrt hat. Erst durch die [[Not]], welche eine Gewissheit gegen andere bringen kann, wird Denken [[notwendig]] sein. Sofern es sich einem [[Unding]] zuwendet, wird es logisch sein müssen, um es zu begreifen (siehe [[Begriff]]).&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-10-15T20:32:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt der sinnlichen Gewissheit lässt sie unmittelbar als die reichste Erkenntnis, ja als eine Erkenntnis von unendlichem Reichtum erscheinen, für welchen ebensowohl, wenn wir im Raume und in der Zeit, als worin er sich ausbreitet, hinaus-, als wenn wir uns ein St�ck aus dieser Fülle nehmen und durch Teilung in dasselbe hineingehen, keine Grenze zu finden ist. Sie erscheint außerdem als die wahrhafteste; denn sie hat von dem Gegenstande noch nichts weggelassen, sondern ihn in seiner ganzen Vollständigkeit vor sich. Diese Gewissheit aber gibt in der Tat sich selbst für die abstrakteste und ärmste Wahrheit aus. Sie sagt von dem, was sie wei�, nur dies aus: es ist.§ (Hegel, Phänomenologie des Geistes)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit ist die zweifelsfreie [[Erkenntnis]], also eindeutiges Erkennen (siehe hiergegen [[Deutung]]), wenn sie nicht nur die [[Anwesenheit]] des Gegenstands, sondern auch seinen bestimmten Gehalt vor sich wei�. Doch dies Anwesende ist nicht selbst unbedingt [[inhaltlich]]; es ist auch die [[Wahrheit]] gegenst�ndlicher Vermittlung im Nachhinein der [[Erkenntnis]], die sich z.B. auch aus einem [[Traum]] begreifen l�sst, ohne dass sie [[Wirklichkeit]] werden muss (dies also g�nzlich umgekehrt als bei [[Hegel]]), weil sie [[Geschichte]] hat. Allerdings kann sie auch darauf gr�nden, dass ihr Gegenstand eindeutig und unmittelbar sinnlich ist (z.B. ein hei�er Ofen, an dem man sich gewiss verbrennt), oder dass ein Gedanke zu einer Gewissheit sinnlicher Zusammenh�nge gelangt, worin er sich bewahrheitet (s.a. [[Beweis]]). In beidem ist die Gewissheit eine Tatsache, also Wissen einer Tat, die unmittelbare sinnliche [[Gegenw�rtigkeit]] von [[Stoff]] ist (siehe auch [[Sein]]). Gewissheit ist durch die [[Empfindung]] eines Gegenstands, die sich als [[Gef�hl]] für ihn best�tigt, und ihn als [[Wissen]] zweifelsfrei im Ged�chtnis bewahren kann, weil und sofern kein Zwiespalt zwischen [[Empfindung]] und [[Gef�hl]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit ist die sinnliche Beziehung des [[Lebens]] als [[Selbsterkenntnis]] (siehe auch [[Erkenntnis]]), auf sich als [[Wissen]] �ber sich. Sie bildet sich in der [[Empfindung]], wenn diese sich in den [[Gef�hlen]] der Menschen bewahrheitet. In dieser Einheit bew�hrt sich der Inhalt der Wahrnehmung, identifiziert sich ihr [[Sinn]] mit seiner [[Wirklichkeit]], wird zu einer Einheit von [[Erkenntnis]] und [[T�tigkeit]], unmittelbare [[Wahrheit]]. Sie ist die [[Identit�t]] lebendigen [[Seins]] in dem zum [[Bewusstsein]] gewordenen [[Wissen]]. In der Gewissheit sind alle [[Zweifel]] aufgel�st und es hebt sich darin die [[Wahrnehmung]] in ihrer [[Wahrheit]] auf, wird ein [[Ged�chtnis]], welches sein [[Gewissen]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Ungewissheit herrscht, wird sich die [[Wahrnehmung]] auf das zurückziehen, was sie beeindruckt, was also dadurch gewiss wird, dass es Druck auf die Wahrnehmung aus�bt. Solche Gewissheit ist abstrakt, weil sie keinen Sinn vermittelt. Sie ist zwar als [[Eindruck]] wahr, nicht aber als Wahrnehmung, welche [[empfindet]] und [[f�hlt]], was [[wahr]] für einen Menschen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Dies allerdings kann h�chst kompliziert sein, gerade weil in der Wahrnehmung der ganze Mensch einbegriffen ist, nicht irgendeine Kognition oder Logik oder Position für sich. Die Wahrnehmung selbst ist das urspr�nglichste Moment der [[Wahrheit]], das ein Mensch für sich haben kann. Und das ist nicht nur selbst sinnlich, sondern kann auch die Sinne antreiben, wenn die Wahrnehmung nicht zur [[Erkenntnis]] dessen gelangt, worin sie einbegriffen ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit kann nur [[praktisch]] sein, denn eine Seinsgewissheit als solche, also in Absehung (siehe [[Abstraktion]]) von dem, was [[wirklich]] ist, kann keinen [[Sinn]] haben. In der Abstraktion kann nur eines wahr sein: Dass etwas lebendig ist, das nicht wirklich lebt, etwas, das tot erscheint, nicht [[wirklich]] lebend ist, aber in [[Wirklichkeit]] als etwas anderes lebt (siehe [[Schein]]). Es muss ein ungewisser Inhalt in einer gegebenen Form sein, eine [[Formbestimmung]], in welcher sich die [[Macht]] der [[Gegebenheiten]] gegen ihren wirklichen Sinn durchsetzt. Sie muss in der Lage sein, sich [[Eindruck]] zu verschaffen, wo sie nur [[anwesend]] ist. Von daher ist die beeindruckte Wahrnehmung nurmehr reizend und ungewiss. Aber das Ungewisse wird hierdurch zugleich unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gewiss ein [[Reiz]], eine [[Empfindung]] oder ein [[Eindruck]] erscheinen kann, so fraglich auch ist dessen [[Wahrheit]], ob sein [[Sinn]] vielleicht nicht eine [[T�uschung]] sei - dies umso mehr, als Eindr�cke auch [[Reize]] oder [[Stimmungen]] sind, die unmittelbar wesenlos sind, im Sein schon verwesen, weil sie schon im Augenblick vergehen, worin sie wirken. Selbst die einfache Gewissheit, ob sie von au�en oder innen kommen, macht ein ganz elementares Erkenntnisproblem aus (z.B. im [[Wahnsinn]]), das seine Ungewissheit nur im [[Wissen]] seiner [[Geschichte]] aufl�sen kann, indem es diese begreift (siehe [[Begriff]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer zum Beispiel [[Stimmen hört]], die kein sprechendes Subjekt erkennen lassen, zweifelt an seinem Wahrheitsverm�gen. Indes ist die Wahrheit der Stimmen in der Tat eine andere, als die [[existente]] Gewissheit der Umwelt, wenn auch die Gewissheit des H�rens unbestreitbar ist. Wer Stimmen w�hnt, weil er keinen Sprechenden sieht oder f�hlt, der wird zun�chst �berpr�fen, ob das [[Objekt]] seiner [[Empfindung]] vielleicht wirklich sich verborgen verh�lt oder er muss erkennen, dass er etwas empfindet, das nicht unmittelbar [[gegenst�ndlich]] ist. Die Wahrheit des [[Wahns]] hat eben nicht dieselbe [[Welt]], die allem zukommt; es ist tats�chlich eine hiervon abgetrennte Welt, welche zun�chst in sich geschlossen erscheint, solange ihre Wirkung nicht erschlossen ist. In dieser Ausschlie�lichkeit ist sie eine grundlos scheindende Wahrnehmung, ein unendlich scheinendes [[Leiden]], das gegensinnige Gewissheiten bewirkt. Die F�higkeit, an der Gewissheit der Welten zu [[zweifeln]], erm�glicht immerhin, wenn auch �u�erst schmerzhaft, eine �beraus sinnvolle Bewegung der entzweiten [[Identit�t]], die eine vielleicht ebenso bedeutende Leistung ist, wie die Begr�ndung einer ganzen Philosophie. Von daher ist die Ungewissheit eine Bedingung, sich als wahrnehmender Mensch der Wahrheit zu n�hern, besonders, wenn diese in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] weitgehend aufgebraucht wird. Darin entsteht Gewissheit oft erst in der [[Erkenntnis]] der Gr�nde eines Ungewissen, eines [[unheimlichen]] Grundes, einer abstrakten Lebensbedingung. Auf der Basis realer Abstraktionen ist die Erkenntnis g�nzlich umgekehrt als auf der Basis unmittelbarer Wahrnehmung: Es verlangt [[Denken]], welche die Erfahrung hintergeht, wenn und weil das Erfahrene [[hintersinnig]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmungen m�ssen hierbei nicht erkannt sein; sie werden sich dem [[Denken]] erschließen, wenn es nottut. Im Wissen ist alleine die Gewissheit vollzogen, dass etwas Empfundenes wirklich da ist und sich als solches auch in seiner Wirkung bew�hrt hat. Erst durch die [[Not]], welche eine Gewissheit gegen andere bringen kann, wird Denken [[notwendig]] sein. Sofern es sich einem [[Unding]] zuwendet, wird es logisch sein m�ssen, um es zu begreifen (siehe [[Begriff]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Stimmung&amp;diff=11627</id>
		<title>Stimmung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Stimmung&amp;diff=11627"/>
		<updated>2026-10-15T20:28:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Er ruft spielt süßer den Tod - der Tod ist ein Meister aus Deutschland er ruft streicht dunkler die Geigendann steigt ihr als Rauch in die Luft dann habt ihr ein Grab in den Wolkenda liegt man nicht eng. (Aus der Todesfuge von Paul Celan)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die [[vereinzelten]] [[Beziehungen]] in ihren [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] (z.B. durch den [[Warentausch]]) von einander [[getrennt]] existieren, verlangen sie nach einem wirklichen [[Sinn]] ihrer Getrenntheit im Großen und [[Ganzen]] im Anschein der Form einer [[Identität]] (siehe auch [[Formbestimmung]]). In der [[Getrenntheit]] der [[ausgeschlossenen]] [[Inhalte]] ihrer [[praktischen]] [[Verhältnisse]] bekommt der [[Schmerz]] ihrer [[Getrenntheit]] einen selbständigen [[Sinn]]. Darin beziehen sich ihre [[Empfindungen]] durch ihre [[Form]] von dem aufeinander, was sich in ihnen [[regt]], worin sie also [[erregt]] übereinstimmen: Es ist ihre Stimmung, in der sie einaner anstimmen und [[austauschen]], also auch austauschbar sind. Was sie im Gemeinen ihrer [[Form]] nach gewinnen, das [[entäußert]] sich in den [[Inhalten]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] und [[verkehrt]] sich zu einer Außenwelt, in der die sie keinen [[Sinn]] von und für sich [[empfinden]], weil sie darin ihren [[Sinn]] aufgehoben haben und also auch ohne [[Verständnis]] sind. Ihre [[Erkenntnisse]] entstehen daher vor allem aus Beziehungen, die über ihre [[Abstraktionskraft]] begründet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmungen sind gesellschaftliche [[Beziehungen]] der [[Selbstwahrnehmung]], worin die eine [[Empfindung]] iwie die andere gilt und von daher einen [[Gemeinsinn]] erzeugt, durch dden die [[Abstraktion]] von ihren [[Gewissheiten]] gewinnen (siehe hierzu die [[Fundamentalontologie]] von [[Martin Heidegger]]), über die sie mit ihrer [[Negation]] in ihrem [[Selbstgefühlen]] übereinstimmt. Auch wenn dies ihnen die Grundlage ihrer Wahrnehmung in ihrem unmittelbaren [[Sinn]] tötet (siehe [[tote Empfindung]]), so vergewissert sie die Wahrnehmung ihrer Verhältnisse durch die Wirkungen einer ungewissen Gewissheit, befördert sie zur Teilnahme an der Selbstvergewisserung einer gewissenlosen Welt. Was sie darin empfinden ist vor allem das, was sie für sich an Gewissheit verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt, die wirkliche Bestimmung, erscheint als formell; die ganz abstrakte Formbestimmung erscheint als der konkrete Inhalt.[[(MEW 1, Seite 216)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmung ist die allgemeine Form von [[Empfindungen]], die [[abstrakte]] [[Form]] in der sie übereinstimmen. Sie geraten in Stimmung, wo ihr [[Sinn]] entfallen und seiner Entstehung, seiner [[Bestimmtheit]] entzogen – und nurmehr als [[Regung]] in ihrer [[Form]] da ist (siehe auch [[Dasein]]). Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, was die [[Wahrnehmung]] für sich als eine bestimmte [[Gewissheit]] empfindet, was sie am Ende ihrer [[Wahrnehmung]] für wahr findet, ohne ihm gewahr zu sein. In der Stimmunhg wird die Stimme zu einem Geheimnis. Die Stimmunsmache ist daher auch das pronbate Mittel durch das sinnlose Verhältnisse einer politiischen Kultur (z.B. Famiolie, Erziwhungb Kirche, BILDUNG9g) Dtaat Kirche) mit fremden Bestimmungen erträglich grmscht weerdee können. (siehe auch [[tore W§ahrnhmung]]). Es ist allerdingd nur die Wahrheit einer Scheinwelt, einer Welt mit viel Sinn für nichts und niemand, die sich also auch selbst als eigene [[Wahrnehmung]] in ihrer Stimung für wahr gefunden, die sie außer sich durch sich selbst gefunden hat, die in ihrere Gewissheit bestimmt, aber zugleich in der Stimmung gleichgültig geworden ist. Eine Stimmung ist also lediglich bestimmt, aber zugleich gleichgültig gegen ihre Bestimmtheit, die Substanz einer selbstbezügichen Wahrnehmun, das Kapitall de bürgerlichenKulltu, weil allles stimig gemacht werden kann und als Eigenheit einer Entfremdung von allem, was ihr für wahr gelten kann. Sie ist lediglich die [[Form]] einer gegensinigen WAhrnehmung, der [[Inhaltse]] einer widersprüchlichen Wahrnehmung, einer [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich, als absolute Empfindung der [[Macht]] einer [[Abstraktfionskraft]] (siehe hierzu auch [[Stimmenhören]]). Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als [[Regung]] durch sich [[körperlich]] auszudrücken und räumlich in ihrer [[Erregung]] auszuweiten (siehe auch [[Musik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken. Aber ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stimmung herrscht die [[Form]], und erscheint als [[Inhalt]] ihrer [[Formbestimmung]] selbst als [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich (siehe z.B. [[Massengefühl]]), als Empfindung an und für sich selbst. Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als Regung wahr zu haben und durch sich körperlich auszudrücken und räumlich in ihrer Erregung auszuweiten (siehe auch [[Musik]]). Jeder [[Form]] ist ein [[Inhalt]] vorausgesetzt denn [[Inhalte]] [[existieren]] nur in einer [[Form]], die seine Weirkung hat und brtreibt. In der [[Beziehung]] der [[Formen]] die als bloße Masse in ihrer Inhaltslosigkeit nichts für sich sein können, teilen sich [[Inhalte]] nur [[abstrakt]] mit. So werden sie zu einer [[Formbestimmung]], worin ihr [[Wesen]] im [[Anschein]] der [[Verhältnisse]] ihres [[Verkehrs]] also auch [[verkehrt]] [[erscheinen]] wenn ihre Form allein durch ihr Gemenge mächtig ist (siehe Prominenz), wenn sie also in ihrer [[Isolation]] (siehe [[Ausschließlichkeit]]) eine Masse darstellen, sich in ihrer Inhaltslosigkeit durch ihre Schrankenlosigkeit vervielfältigen. Je öfter derselbe Inhalt für sich durch die Wiederholung seiner leeren Form bestimmt wirksam ist kann er daher durch seine bloße Masse wirksam werden (siehe auch Geld als Zahlungsmittel) sich [[verselbständigen]]. Seine Macht erscheint dann wie ein Wunder und wird so als [[Fetisch]] auf wundervolle Weise wirksam (siehe [[Warenfetischismus]], [[Körperfetischismus]]). An sich ist eine [[Form]] also das [[objektive]] Gefäß (siehe auch [[Objektivität]]) für einen [[subjektiven]] [[Inhalt]] (siehe auch [[Subjektivität]]), was diesen für sich sein lässt und an sich auch verlassen und [[negieren]] kann (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). [[Geschichte]] [[entwickelt]] sich aus den [[Inhalten]] ihrer [[Natur]], aus ihrer Substanz, aus den [[Kräften]] und [[Bewegungen]], die sie [[subjektiv]] [[begründen]] und ihre [[objektive]] [[Gegenständlichkeit]] zu einer [[objektiven]] [[Form]] bilden (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Die Formbestimmung begründet sich aus dem Unvermögen, einer [[abstrakt]] gewordenen Geschichtlichkeit, die im [[Nichts]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] eine [[Abstraktionskraft]] gegen ihren [[Inhalt]] durchsetzen muss. In der [[Gegensätzlichkeit]] einer [[Entwicklung]] ergibt sich eine [[Beziehung]] allein über ihre [[substanzielle]] [[Identität]] in der [[Einheit]] ihrer [[Gegensätze]]. Darin [[verhält]] sich allerdings nur ihre [[Form]] zu ihren [[Inhalten]] als [[Formbestimmung]] ihrer [[Veränderung]], die ihr [[äußerlich]] verblieben ist, weil sie darin [[veräußert]] und zugleich [[entäußert]] – also doppelt außer sich – geraten sind und in dieser [[Form]] als selbständige [[Negation]] außer ihrem [[Inhalt]] geraten sind. Es hat sich hieraus eine [[Kraft]] aus den [[negierten]] [[Inhalten]] ergeben, von denen die [[Form]] selbst [[abstrahiert]] und als [[Formbestimmung]] ihrer [[Abstraktion]] zum [[Inhalt]] der [[Triebkraft]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] [[Antrieb]] wird. Formbestimmungen ergehen aus der [[Abstraktionskraft]], die von der [[substanzielle]] [[Not]] einer [[Getrenntheit]] betrieben werden, so dass diese als [[Wirkung]] ihrer unaufgelösten [[Widersprüche]] der [[Form]] nach in ihrem [[Doppelcharakter]] ein [[abstraktes]] [[Anderssein]] (siehe [[Negation]]) verwirklichen, das als eine dritte und also ihr [[äußerliche]] [[Bestimmung]] ihrer [[Verselbständigung]] fortbesteht (siehe [[Dialektik]]). Wo Lebenszusammenhänge [[isoliert]] werden und dadurch für sich und für einander unter sich [[abstrakt]] geworden sind, wo ihr [[Dasein]] vorwiegend über ihre [[Form]] in [[Beziehung]] tritt, wird die Häufigkeit ihres Auftretens, die [[Verallgemeinerung]] desselben [[Inhalts]] ihrer formalen [[Darstellung]] [[prominent]] gegen ihr[[einzelnes]] [[Dasein]] und von daher zu einer mächtigen (siehe [[Macht]])[[Bestimmung]] ihrer [[Vermittlung]] der [[Form]] über ihren [[Inhalt]]: [[Formbestimmung]] (siehe hierzu z.B. die [[Wertform]]). Dies stärkt die durch ihre [[Form]] bestimmte [[Position]] in Netzwerken in der Beziehung auf viele Andere. Bei der [[Entwicklung]] der Geldform aus der Häufigkeit des Händewechsels des [[Zahlungsmittels]] (W-G) entsteht z.B. durch die Aneinanderreihung der [[Waren]] im [[Tausch]] eine [[prominente]] [[Beziehung]] von [[Geld]] zu [[Geld]] das [[Kaufmittel]] Geld (W-G-G-W), weil sich [[Geld]] substanzeiell gleich bleibt, sich selbst gleich gilt, gegen sich [[gleichgültig]] ist, die [[Dasein]]Ware aber immer verschieden ist, als je [[einzelner]] [[Gebrauchswert]] in [[Beziehung]] tritt. Wenn also derselbe [[einzelne]] [[Inhalt]] mehrfach durch seine [[Form]] [[allgemein]] [[vermittelt]] wird, wird diese [[bestimmend]] für seine [[Existenz]] (siehe hierzu [[Existenzwert]]). Die Formbestimmung ist daher eine [[quantitativ]] bestimmte [[Form]], die [[qualitative]] [[Verhältnisse]] [[existenziell]] ermächtigt und durch ihre [[Masse]] selbst [[bestimmt]]. Von daher hat eine Formbestimung [[Macht]] über ihren [[Inhalt]] (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]). An sich ist jede [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] [[bestimmt]]. Wo aber ein [[Inhalt]] gegen seine [[Form]] [[gleichgültig]], von daher seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existieren kann, ist er nicht formbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]]. Und wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] darstellen, als bloßer [[Körper]], als das [[Material]] seiner [[Natur]] formbestimmend werden. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] zwischen [[Form]] und [[Inhalt]] auf ein substanzielles Verlangen nach dem Unerfüllten, wird zur [[Abstraktionskraft]] einer [[Beziehung]] im bloßen [[Dazwischensein]], wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem was nicht ist, von dem [[Abwesenden]] haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem [[Inhalt]] nach das [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur als [[Abstraktionskraft]] [[verwirklichen]] kann, indem sie sich gegen den Mangel ihres bestimmungslosen [[Daseins]] aus der [[Notwendigkeit]] seiner [[Wesensnot]] antreibt. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. [[Getrennt]] von diesen wird in der [[Ausschlieplichkeit]] ihrer [[Beziehungen]] auf sich selbst, auf ihren [[selbstbezüglichen]] Zusammenhäng die [[Kraft]] ihrer [[Bestimmtheit]] zur [[Abstraktionskraft]] eines [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesens]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist. Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst [[getrennt]] wird, entsteht ein Verlust an [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was zusammengehört, eine [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[nichts]], durch ihre [[nichtig]] [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Eine Formbestimmung ist das Resultat einer Entzweiung, die durch die Verdopplung seiner im [[Allgemeinen]] [[widersinnigen]] [[Beziehung]] gegen seine darin [[isolierte]] [[Einzelheit]] stellt. Weil diese [[Beziehung]] unvermittelt und also [[unmittelbar]] [[abwesend]], also wesenlos ist, teilt sie ihren [[Inhalt]] in eine [[Beziehung]] seiner [[abstrakten Allgemeinheit]] und seiner wie [[zufällig]] [[erscheinenden]] [[Einzelheit]] auf, indem sie ihre [[allgemeine]] [[Form]] zugleich gegen ihre [[einzelne]] und zufällige [[Bestimmung]] außer sich [[auftrennt]] und durch die in ihrer und durch ihre [[abstrakt]] gewordene [[Beziehung]] [[bestimmt]] und in der [[Systematik]] ihrer [[Verallgemeinerung]] außer sich wie durch eine [[fremde Kraft]] einer ihr [[äußerlichen]] [[Ganzheit]] (siehe [[Abstraktionskraft]]) [[fremd bestimmt]] (siehe hierzu die [[allgemeine Wertform]]). Je weniger ein [[Inhalts]] zählt, je [[widersprüchlicher]] er ist, desto mächtiger wird seine [[Form]], worin sich seine Gegensätze vereinen, sich [[substanziell]] bewahren und bewähren müssen. Eine Formbestimmung ist die [[Bestimmung]] eines [[Inhalts]] durch eine [[Form]], die das [[Allgemeine]] seiner Existenz zumindest abstrakt darstellt (siehe hierzu auch [[abstrakt Allgemeines]]). Sie entsteht aus den gegensinnig bestimmten [[Formen]] (siehe [[Dialektik]]), durch die [[Gleichgültigkeit]] der [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]], die ihre [[abstrakte]] [[Beziehung]] verdoppeln indem sie ihre [[abstrakte]] [[Form]] doppelt [[vergegenwärtigen]]. Sie [[bestimmen]] ihre [[Inhalte]] so, wie sie davon zugleich bestimmt sind (vergleiche hierzu z.B. [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] durch seine Funktion als [[Maß der Werte]] und [[Geld]] als [[Kaufmittel]] durch seine Funktion als [[Maßstab der Preise]]). Die wesentliche [[Folge]] der [[gesellschaftlichen]] [[Macht]] einer [[Abstraktion]] ist die [[Verkehrung]] ihrer [[Inhalte]] zur Bestärkung ihrer [[Form]], in der ihre [[Inhalte]] eine verkehrte [[Wirkung]], eine verkehrte [[Wirklichkeit]] erfahren die sie durch ihre [[verselbständigte]] Macht (siehe hierzu [[fremde Kraft]]) [[bestimmen]]. Eine [[Bestimmung]] ist das, was ein [[Wesen]] in einem anderen [[reflektiert]], was der Stimme von einem [[Wesen]] auf dieses erfolgt und hierdurch eine Verneinung (siehe [[Negation]]) seiner [[Subjektivität]] betreibt, indem es [[objektive]] [[Wirkung]] [[erfährt]], hiervon bestimmt ist, also dessen [[wesentliche]] [[Bestimmtheit]] solange [[fortbestimmt]], wie es durch andere [[Reflexionen]] anderer [[Wesen]] also [[wesentlich]] verändert wird und hierdurch seine Negation negiert. Dies macht die Erneuerung seiner [[Eigenschaften]] aus, die seine [[Geschichte]] als Veränderung ihrer [[Eigenheiten]] (siehe auch [[Eigentum]]) [[entwickeln]]. Dieser Prozess ist bei Marx der Prozess einer [[objektiven]] Veränderung durch die ihrer geschichtlichen [[Kraft]] [[bewussten]] [[Subjekte]], bei Hegel eine [[Selbstveränderung]] in der [[fortbestimmten]] [[Entfaltung]] seiner wesentlichen [[Gründe]], deren Rückkunft in einer höheren, weil [[reichere]] Ebene ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]]. Was nottut, verlangt nach einer Änderung, einem[[Anderssein]] der [[Verhältnisse]]. Es muss in diesen begriffen sein, um veränderbar zu werden. Aber der [[Begriff]] sowohl [[gegenständllicher]] als auch [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] kann in [[Wirklichkeit]] nur wahr sein, wenn sich [[Begriff]] und [[Sache]] im [[Verhältnis]] ihrer [[Wirkungen]], in ihrer [[Wirklichkeit]] [[identifizieren]] lassen. Bleibt diese nur [[abstrakt]] durch eine [[fremde Kraf]]t vermittelt, so wird sie von einer [[Abstraktionskraft]] betrieben (siehe auvch [[Trieb]]), die einem ihrem [[Wesen]] [[fremden]], einem [[abwesenden]] [[Grund]] entspringt und daher als leere [[Formbestimmung]] eine übermächtige[[Wirkung]] hat. Diese [[verkehrt]] das [[Verhältnis]] von [[Form]] und [[Inhalt]], indem sie die [[Form]] [[inhaltlich]] bestimmend [[erscheinen]] lässt, als Naturalform ihrer [[Verhältnisse]] (sihe hierzu z.B. [[Autopoiesis]]), die ihr [[Dasein]] [[wie eine]]innerlich [[wirkende]] [[Natur]][[bestimmt]] (siehe hierzu [[Warenfetischismus]]). Formbestimmung ist die [[Erscheinungsform]] der [[Bestimmung]] einer [[abstrakten]] [[Form]], die selbst aus ihr über die Verdopplung ihrer [[Substanz]] durch ihren Widerschein ([[notwendiger Schein]]) als [[Form]] durch sich und für sich, also an und für sich hervorgegangen ist. Wo die [[Form]] sich als Ursprung wie Resultat ihrer [[Inhaltlichen]] [[Beziehung]] [[verhält]], die sich selbst abgebrochen hat und nurmehr in der [[Form]] [[aufgehoben]] ist, weil sie in ihrer [[Inhaltlichen]] [[Entwicklung]] keine ihr angemessene [[Form]] finden kann, da [[verallgemeinert]] sich ihre [[Form]] durch ihre bloße Funktion, durch die [[Tatsache]] ihrer [[Beziehungen]], die sich durch ihren [[Widerspruch]] [[substanziell]] selbst [[abstrakt]] geworden sind. Weil sich diese [[Tatsache]] [[Inhaltlich]] [[widerspricht]], mal dieses, mal jenes sein kann, weil sie im Grunde beliebig ist und keinn Sinn vermitteln kann, müssen sich auch ihre [[Inhalte]] im [[Allgemeinen]] duch einander [[nichten]]. Die Formbestimmung betreibt ihren [[aufgehobenen]] [[Inhalt]] als Residuum, als [[Abstraktionskraft]] der [[Allgemeinheit]] ihrer i[[Inhaltlichen]] [[Beziehungen]], die nicht einfach nur [[Nichts]] sein können und deshalb in ihrer Nichtigkeit (siehe [[Negation]]) in die [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Substanz]] verfallen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]]). Karl Marx hat die Entwicklung einer Formbestimmung an der [[Entwicklung]] der Geldform aus der [[Wertform]] dargestellt, in der die [[Beziehung]] des einfachen und zufälligen [[Inhalts]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]]von [[Waren]] abgebrochen ist und sich die [[inhaltliche]] [[Beziehung]] des [[Zahlungsmittels]] als [[Ware]]gegen [[Geld]] (W-G) zur [[Beziehung]] eines [[Kaufmittels]] als [[Geld]] gegen [[Ware]] (G-W) mit der Aufhäufung der Kaufakte gleichsetzt und somit [[gleichgültig]] gegen ihren [[Inhalt]] wird. Da somit die [[Beziehung]] W-G und G-W im [[Geld]] gleichgesetzt ist, verdoppelt es seine leere Funktionalität (W-G-G-W), die sich allgemein als [[Beziehung]] des Geldes zu sich selbst (G-G) durchsetzt. Von da her wird [[Geld]] als [[Kaufmittel]]mächtig gegen seine Funktion als bloßes [[Zahlungsmittel]] und hierdurch zum [[Subjekt]] des [[Warentauschs]], zu dessn [[allgemeiner]]Formbestimmung. Hierdurch bestärkt die Form sich selbst, weil sich alles im [[Nichts]] nur um sich selbst [[bewegt]] und sich zugleich durch seine abstrakte [[Substanz]] auf alles bezieht, das seine [[Form]] einnehmen und annehmen kann. Während es im [[Allgemeine]]n für alles da ist, ist es für sich gleichbleibend und zugleich durch alles andere in seiner Vermittlung außer sich, also [[objektiv]] als [[Form]] bestärkt, zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] geworden, wodurch sich die [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]] zu ihrer [[Form]] [[verkehrt]] hat (siehe heirzu [[Verkehrung]]). Jede [[Geschichte]] entwickelt mit einer naturhaften [[Notwendigkeit]] ihre [[Form]] durch die [[Inhalte]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Jede Produktform menschlicher [[Arbeit]] ist die gesellschatliche Form ihrer [[Natur]]: [[Naturalform]] ihrer [[Gesellschaft]] (siehe [[Naturbestimmung]]). Eine [[Form]] kann sich nur durch ihre [[wirklichen]] [[Inhalte]] entwickeln, denn jede [[Entwicklung]] geschieht durch einen [[Inhalt]], der seine [[Form]] finden muss, um [[gegenständlich]], also [[objektiv]] da zu sein (siehe [[Dasein]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Nun zeigt uns schon unsere gewöhnliche Sprache, daß wir in unserem Inneren etwas tragen wie ein Prinzip, das diese verschiedenen Gebiete, in denen sich unsere [[Sinn]]e neigen, zusammenfaßt. Wir sprechen zum Beispiel von warmen und kalten Farben, wenn wir auch empfinden, daß das für unsere Verhältnisse zunächst nur vergleichsweise dadurch da ist, daß wir durch den Gesichtssinn die Kälte und Wärme, Hell und Dunkel wahrnehmen und als warme oder kalte Farben. Wir erkennen alles nur aus einer gewissen inneren Verwandtschaft, die wir fühlen, das, was der eine SinnDass im Erleben einer Gesamtstimmung auch verschiedene Sinnesqualitäten gesetzmäßig miteinander korrespondieren können, hat Rudolf Steiner etwa in seinen Ausführungen zur Eurythmie am Beispiel von Lauten und Farben gezeigt. Daraus ergeben sich auch Hinweise für die Farben der Bekleidung, die etwa zur Gesamtstimmung eines bestimmten Gedichtes passen. Die Farbe erscheint hier als „der an der Außenwelt fixierte Gemütsinhalt“. (Über Stimmung – AnthroWiki)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochzeit der [[Beziehungen]] der politischen [[Selbstgefühle]] war die Zeit des [[Biedermeier]], die Herrschaft der [[Selbstgerechtigkeit]] in der Wohnlichkeit (siehe [[Gewohnheit]]) einer eigensinnigen Autorität (siehe [[autoritärer Charakter]]) Darin galt vor allem das [[Selbstgefühl]] intellektueller [[Selbstgerechtigkeit]] dem [[politischen Bewusstsein]], dem durch eine anachronistischen Wendung zur [[Phänomenologie]] ein allgemeines Lebensverständnis (siehe [[Verstand]]) angedient wird. &#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: &#039;&#039;Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?.&#039;&#039; ([[MEW 2, S. 83]]) [[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]]. von ihrer Aussage her (siehe auch [[Sprache]]) wird [[Wahrheit]] ungewiss und von da her zu einem Selbstzweck des [[Denkens]] (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]), zu einer Teleologie zweckhafter [[Beziehungen]], denen ein [[Sinn]] vorangestellt wird, den sie durch nichts erweisen können und der deshalb auch nicht [[bewiesen]] werden kann (siehe hierzu auch [[Gott]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir. (Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, A 289)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auskunft über sich hat Immanuel Kant (1724-1804) selbst gegeben und damit auch getroffen, was seine &#039;&#039;zwei Seiten&#039;&#039; im Wesentlichen ausmachen: Die [[Metaphysik]] seines Vernunftbegriffs in der &#039;&#039;Kritik der reinen [[Vernunft]]&#039;&#039; und dem praktischen [[Nutzen]] seiner [[Moral]] der [[Aufklärung]], die [[Moral]] der Mündigkeit als wesentliche Aussage eines [[emanzipatorischen]] [[Selbstverständnisses]] in seiner &#039;&#039;Kritik der praktischen Vernunft&#039;&#039;. Beides suchte er zu vereinen in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039;. Allerdings ist er als erster [[Philosoph]] einer [[allgemeinen]] [[Begrifflichkeit]] [[bürgerlicher]] [[Verständigung]] (siehe auch [[Verstand]]) auf deren Doppelbödigkeit zwischen [[Vernunft]] und [[Moral]] noch jeweils unvermittelbar einseitig verblieben, einerseits in seiner biologischen [[Anthropologie]], die z.B. den [[Nationalsozialisten]] als [[Begründung]] ihrer [[Rassenlehre]] dienen konnte, und dem praktischen [[Moralismus]] seines &#039;&#039;[[Kategorischen Imperativs]]&#039;&#039; auf der anderen Seite, der einen [[Selbstwiderspruch]] im [[bürgerlichen Bewusstsein]] betreiben sollte. Es war ihm mit seiner Auffassung ihrer [[Dialektik]] nicht möglich eine [[wirklich]] [[emanzipatorische]] [[Philosophie]] zu entwickeln, was ihm von einigen der ihm nachfolgenden Denkern vorgehalten wurde, die in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039; keine [[Beziehung]] anerkennen konnten. Ohne ein [[kritisches]] [[Verhalten]] zur [[Wirklichkeit]] (siehe [[kritische Theorie]]) wird im [[bürgerlichen Bewusstsein]] alles von dem, was eine [[Geschichte]] aufklären könnte, zur [[persönlichen]] [[Selbstbehauptung]] einer [[Vorstellung]] von dem, was es sein könnte oder können soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte wird daher, wie die Wahrheit, zu einer aparten Person, einem metaphysischen Subjekt, dessen bloße Träger die wirklichen menschlichen Individuen sind. Die absolute Kritik bedient sich daher der Phrasen. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Adorno]] war das wahr, was sich [[identisch]] bleibt. Aber in der [[Wirklichkeit]] der [[Kultur]] verfestigen sich immer mehr Unwahrheiten und auch stetige [[Strukturen]] sind nicht einfach wahr (siehe [[Systemtheorie]]). Unwahrheit ist also weder das Identische an sich, noch das Nichtidentische, wie er dies [[verstanden]] wissen wollte um seine [[negative Dialektik]] als Grundlage einer [[kritischen Theorie]] zu verfassen. Wesentlich für eine Befragung der [[Wahrheit]] ist die Feststellung, dass das [[Identische]] an sich schon einen [[Widersinn]] beinhaltet: Eine [[Wahrheit]] an sich gibt es nicht, weil [[Identität]] lediglich eine [[Reflektion]] der [[Erkenntnis]] gegen [[Täuschung]], eine [[Abstraktion]] für sich ist. Sie kann sich nur durch die Entdeckung vertauschter [[Inhalte]] in ihrer [[widersprüchlichen]] [[Wirklichkeit]] bewahrheiten und in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Aufhebung]] verwirklichen, sich in einer erneuerten [[Wirklichkeit]] [[wahr machen]]. [[Wahr]] ist, worin sich [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] in dem einig sind, was sie [[wahrhaben]]. [[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]]. &#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ... Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen?&#039;&#039; [[(MEW 1, S. 6)]] Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]]. Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]] [[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]). Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]]. [[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen. Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]): &#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis &#039;&#039;des Menschen zum Menschen&#039;&#039; ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist.&#039;&#039; [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]] kennbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen? [[(MEW 1, S. 6)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis des Menschen zum Menschen ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist. [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil [[Adorno]] als [[Kritiker]] des [[Positivismus]] zugleich den Ausgangspunkt der [[Kritik]] schon im [[reinen]] [[Denken]] [[begriffen]] haben wollte, hatte er sein Denken gegen jeden positiven Ausgang gestellt und damit eine [[&#039;&#039;Negativen Dialektik&#039;&#039;]] begründet. Hierdurch konnte er sich als durch sich selbst schon freien Denker [[popularisieren]] und seine [[Kritik]] mit seiner alles überwindenden [[Philosophie]] einer [[negativen]] [[Wahrheit]] bestimmen. Und dies durch eine spärlichen, weil [[abstrakt]] verbleibenden Einwand eines freien und also [[unendlichen]] Intellekts einer gedanklichen [[Ewigkeit]], der sich selbst überwinden musste, um seine Positivität aus sich heraus oder durch die Jenseitigkeit einer [[künstlerischen]] [[Empfindung]] zu [[entwickeln]]. So wurde er vor allem selbst zur Kultfigur von [[bildungsbürgerlichen]] Literaturkonsumenten und deformierte im Bezug auf die theoretischen Grundaussagen von Marx mit seinen Rückgriff auf den [[Begriff]] des [[Warenfetischismus]] zum Hinterhalt einer im Grunde antimarxistischen [[Theorie]] bei, die seiner [[Negativen Dialektik]] mit seinem [[Verstand]] von einem richtigen, einem gegen das [[Falsche]] bereinigten [[Leben]] einen [[revolutionären]] [[Totalzitarismus]] des teinen [[Denkens]] einhauchte. Mit seinem [[Verstand]] vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; sollten schließlich die [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] des [[Warentauschs]] und des hierdurch [[fetischisierten]] [[Bewusstseins]] zumindest [[psychologisch]] identifizierbar und ebenso überwindbar sein (siehe hierzu [[Subjektkritik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam zu Adornos Gefallen an einer überlebensgroßen [[Kultur]] der [[Kunst]] die Theorie vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; hinzu, das dem &#039;&#039;falschen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen wäre (siehe [[Leben]]), weil es dessen &#039;&#039;Beschädigungen&#039;&#039; abwenden könne. Dies hatte qllerdings jede [[kritische]] [[Erkenntnis]] von ihrem [[wirklichen]] [[Sinn]] frei geschlagen und sich in dem [[Moralismus]] einer intellektuellen Eigenmächtigkeit durch die [[Selbstgerechtigkeit]] eines [[philosophisch]] abgehobenen [[Bewusstseins]] fortgebildet, wie sie auch schon mal vom [[Existenzialismus]] [[Martin Heideggers]] angelegt war, der allerdings stattdessen eine [[Fundamentalontologie]] der [[Erkenntnis]] von [[Wahrheit]] über den [[Sinn]] des [[Seins]] als sinnliches [[Bewusstsein]] im [[Dasein]] der Menschen entwickelte. Er war von daher in seinem [[reaktionären]] Anliegen vielleicht auch nur &#039;&#039;ehrlicher&#039;&#039; als [[Adorno]], den man als Begründer eines [[reaktionären Marxismus]] ansehen kan. Es scheint, als ob Heidegger ihn wieder abgelöst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Erkenntnis]] unterstellt immer schon eine [[Wirklichkeit]] und [[Wahrheit]]Bestimmung der [[Wahrheit]]politischen Kultur (siehe auch [[Wahrheit]]Stimme), die [[sinnlich gewiss]] wäre, wenn die Menschen darin ihre Entfremdung von sich und von ihrer Gesellschaft durch deren [[realen Abstraktionen]] hindurch erkennen können, Eine Vermittlung der Wahrnehmungen für die [[Erkenntnis]] ihrer einzigartigen Empfindungenrnu. Dies nterstellt aller dings [[Sinne]], in denen und durch diese sich ihrer [[selbst]] unzweifelhaft, ihrer zwischenmenschlichen [[Wahrnehmung]] also ohne jeden [[Zweifel]] [[gewiss]] sind. Das ganze Interesse ihres Erkenntnisvermögenns hat es eben einfach nötig, im Menschen [[ganz]] das zu [[empfinden]], was außer sich und also außer dem ist, was er finden kann, was also nur [[sinnlich gewiss]] ist, wenn diese [[Empfindung den]] in Wahrheit als [[Ganzes]], als das nimmt, was es im Zusammenhang seiner [[Erfahrungen]] wirklich [[wahrhatte]] und sich von daher nicht [[täuschen]] lässt. Worin sie übereinstimmen wid zur Form ihres Zusammenhangs, zur Stimmung, worin sie ihre abstrakten Wahrnehmungen identifizieren. Worin Menschen ihren Gegenstand nicht ganz begreifen können, weil sie voneinander vereinzelt und isoliert leben, sich mit ihrer Wahrnehmng als [[Ganzes]] nicht einer allen gemeinen [[Erkenntnis]] zuwenden können, werden auch die Elemete ihrer Wahrnehmung zerteilt und von dem abgetrennt, was sie in ihren Empfindungen und Gefühlen wirklich wahrhaben. Ähnlich der warenförmigen [[Vermittlung]] der Arbeitsprodukte wird in der [[politischen Kultur]] die Stimmunng zur [[Form]] der [[allengemeinen]] [[Vermittlung]] gesellschaftlicher W[[Selbstveredelung]]ahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Wesen]] kann nur im [[Ganzen]] wahr sein. Um einen [[Sinn]] für das [[Ganze]] zu bilden (siehe [[Sinnbildung]]) ist dessen [[Wesen]] im [[Einzelnen]] wie auch im [[Allgemeinen]] zu [[ergründen]]. Und um schließlich in der [[Auftrennung]] der [[Wahrmehmung]] auch die [[Wesensnot]] der Menschen als [[Entfremdung]] von der [[Natur]] ihres Wesens in ihnen und durc sie selbst er, ihrer Gattung zu erklären, kompliziert sich das [[Wesen]] ihrer [[Erkenntnis]] in den [[Lebensverhältnissen]] der Menschen, worin sie [[isoliert]] [[Einzeln]] zwischen sich und anderen [[existieren]]. In ihrem [[Dazwischensein]] können sie nur [[abstrakt allgemein]] miiteilen und [[vermitteln]] und sollen sich darin dennoch ihrer selbst [[bewusst sein]]. Die Wahrheit eines solchen [[Selbstbewusstseins]] verlangt nach einem [[allgemeinen]], nach einem [[gesellschaftlichen]] [[V]] der [[Erkenntnis]], das über die vereinzelten [[Wahrnehmungen]] hinaus sich auch deren [[abwesenden]] [[Substanzen]] gewiss werden kann. Im Besonderen lässt sich ihre Einzelheit in der Einheit ihrer [[allgemeinen]], ihrer [[abstrakt menschlichen Sinnlichkeit]] auch so [[allgemein]] begreifen, wie sie im [[Allgemeinen]] auch durch das [[Begreifen]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensverhältnisse]] als vereinzelte Sinnlichkeit erkannt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[bürgerliche Gesellschaft]] war die erste [[Gesellschaft]], in der sich die Menschen durch die Modernisierung (siehe [[Moderne]]) ihrer [[Produktionsmittel]] freiwillig isoliert hatten (Marx). Über ihre [[Veräußerungen]] durch moderne [[Technologien]] konnten sie zwar die [[persönlichen]] Bindungen des [[Feudalismus]] überwinden. vereinsamten aber in der [[Vergesellschaftung]] ihrer [[wirklichen]] [[Beziehungen]] durch den [[Warentausch]], durch die [[Gesellschaftlichkeit]] abstrakt bestimmter, also [[entäußerter]] [[Lebensäußerungen]] der [[burgherrlichen]] [[Lebensverhältnisse]]. Ihr gesellschaftlicher Zusammenhang existiert darin eben nur gebrochen in der [[Form]] ihrer Erzeugnisse, einer ungeheueren Warensammlung, in der ihr [[Reichtum]] existiert. Sie kann durch die [[Teilung der Arbeit]] und dem [[Dasein]] der Produkte nur in der [[Form]] unzähliger [[Trennungen]] existieren. Da[[Ganze]] der Getrenntheiten in ihren [[Verhältnissen]] kann daher als solches nur [[wahr]] sein, wenn das [[Einzelne]] darin wenigstens als [[abstrakten]] [[Beziehung]] auf das Ganze bewahrt ist. Und das Einzelne kann im [[Ganzen]] nur [[wahr]] sein, weil es seiner selbst nur im [[Ganzen]] [[wirklich]] ist. Und es ist sich durch seine [[Wirkungen]] im Ganzen gewahr, weil es durch seine [[Einzelheit]] das [[Ganze]] bildet und sich daher auch nur als Einzelnes im [[Ganzen]] erkennen kann - weil es darin eben sich selbst in seiner [[Allgemeinheit]] [[wahrhat]] die aus ihm begründet ist. Denn dies geht ihr [[geschichtlich]] voraus, bevor es allgemein (siehe auch [[Begriff]]) existieren, [[gesellschaftlich]] [[wesentlich]] werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings bewegt sich in der [[Religion]] noch das Allgemeine als [[abstrakter]] Mensch vom Himmel herunter und steigt auch dahin wieder auf. Aber der [[Übermensch]] umarmt den [[wirklichen]] Menschen um seine [[Isolation]] zu beherschen, seine Spaltung (siehe auch [[Teilung]]) zu [[totalisieren]] und sie ihm als allgemeine [[Notwendigkeit]] des [[Lebens]] mitzutilen, Der [[abstrakt allgemein]]e Mensch herrscht durch den [[Tod]] und verachtet den Menschen und seine [[Wirklichkeit]], weil sie die [[Notwendigkeit]] seiner wirklichen [[Wesensnot]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erkenntnis]] kann nur entstehen, wo die Frage nach ihrer [[Wahrheit]] schon in ihrer [[Wahrnehmung]] aufgelöst, wo also [[Täuschung]] ausgeschlossen ist. Aber [[Täuschung]] erscheint heute allmächtig, weil die [[Medien]] und [[Methoden]] der [[Wissenschaften]] selbst schon ihre [[Wahrnehmung]] von vorn herein relativieren, sie wie Produkte einer bloßen [[Gegebenheit]] (siehe hierzu [[Positivismus]]) oder einer Lebenskonstruktion begriffen wissen wollen (siehe hierzu [[Konstruktivismus]]), und sei diese auch nur [[strukturell]] vorauszusetzen (siehe [[Strukturalismus]]). Was durch &#039;&#039;täuschend echte&#039;&#039; Imagination mit den [[Algorithmen]] der &#039;&#039;technischen Intelligenz&#039;&#039; gemacht werden kann, lässt sich leicht [[kulturpolitisch]] normativ verwenden und praktisch jede [[Persönlichkeit]] herstellen oder verfälschen. Wer [[Erkenntnisse]] nur [[persönlich]] machen kann, wird sich jenseits aller [[gegenständliche]] [[Beziehung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] und den Konflikten ihrer [[Selbstwahrnehmungen]] und ihrem [[selbstgerechten]] [[Moralismus]] (siehe [[Spießertum]]) aufreiben müssen - um darin vielleicht eine &#039;&#039;wahre Persönlichkeit&#039;&#039; mit einer durch ihren [[Selbstwert]] [[abgetöteten Wahrnehmung]] zu werden (siehe [[Selbstveredelung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor aller [[Erkenntnis]] muss daher schon ein [[Sinn]] für Wahrheit durch die Auflösung von [[Enttäuschungen]] [[entwickelt]] sein, wie er in einer Gesellschaft [[beliebig]] [[austauschbarer]] [[Beziehungen]] zwangsläufig nötig ist. Um die [[Wahrnehmung]] als Zeugnis des [[Lebens]] zu [[begreifen]] musss ihre [[elementare]] [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]], ihre [[Empfindung]] im [[Verhältnis]] zu ihren [[Gefühlen]] bewahrt und [[sinnlich]] bewährt sein und bedarf von daher auch der [[Analyse]] einer dem entsprechend [[politischen Ästhetik]], eines [[Kults]] der [[Selbstwahrnehmung]] in einer [[Gesellschaft]] der [[Selbstgefühle]], in der die [[Ideale]] über jede [[Wirklichkeit]] herrschen (siehe hierzu auch [[abstrakt menschliche Gesellschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den [[Ideen]] und ihrer [[Wirklichkeit]] herrschen [[Ideologien]], die nicht [[wirklich]] wahr sein könen, weil sie keinen [[Sinn]] durch sich selbst haben und finden, nichts wirklich [[empfinden]] können, weil sie Sinn an sich gegen Sinn für sich, weil sie [[widersinnig]] sind, ihren Sinn aus sich selbst folgern und zugleich sich hierdurch begründen. Wahrheit ist die Auflösung von [[Widersinnigkeiten]] ihrer [[Selbstgerechtigkeit]] (siehe auch [[Moral]]) durch die [[analytische]] Aufklärung und [[Erklärung]] einer tautologischen [[Beziehung]] (siehe [[Selbstbeziehung]]) von [[Grund]] und [[Folge]], die in eine unendlichen Beziehung geraten ist. Darin gelten sich [[Ursache]] und [[Wirkung]] substanziell gleich, sind in ihrer [[Gleichgültigkeit]] [[ausschließlich]] an einander und durch einander identifiziert und daher wesentlich ununterscheidbar geworden (siehe hierzu auch [[Positivismus]]), in ihrer [[Anwesenheit]] zugleich [[abwesend]]. So besteht der Sinn ihrer [[Geschichte]] nur aus bloßen [[Tatsachen]], die sich durch ihre Folgerungen im [[Verhalten]] ihrer [[Verhältnisse]] begründen und antreiben, sich nurmehr im [[Trieb]] ihrer [[Gewohnheiten]] als Produzenten und Produkte ihrer [[Scheinwelt]] bestimmen und wiederfinden, sich in dem [[erkennen]], worin sie sich schon vor aller [[Erfahrung]] [[kennen]] (siehe auch [[Gedankenabstraktion]], [[Realabstraktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit gibt es keinen Anfang und kein Ende der [[Erkenntnis]] - sie selbst macht [[Geschichte]] und ist nur durch sie (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Bevor ein [[Einzelnes]] sich [[kennt]], war es schon in [[allem gemein]] von dem, was ist (siehe [[Sein]]). Im [[Glauben]] an ihre [[persönliche]] [[Selbstverwirklichung]] verwirklichen [[Ideologien]] aber nur den [[Widersinn]] einer [[Selbsttäuschiung]] über ihre persönliche [[Identität]], eine [[Täuschung]], die nicht [[enttäuscht]] sein will und daher in den [[Absichten]] einer ihnen [[fremden]] und daher [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentität]], aus der [[Verkehrung]] ihrer Bewahrheitung gegen das, was sie [[wahrhat]] zu sich kommt (siehe auch [[hermeneutischer Zirkel]]). Die Umkehr solcher [[Wahrnehmung]] kann zunächst nur durch konsistente, also widerspruchsfreie Darstellung ihrer [[Verhältnisse]] bewahrheitet werden, aus der auch der [[Grund]] ihrer [[Selbsttäuschung]] erklärlich wird. Hierdurch wird auch deren [[Absicht]] aus der [[Reduktion]] ihres [[Wesens]] auf die [[Erscheinungen]] aus den [[Tatsachen]] ihres [[Daseins]] deutlich, als Rückbeziehung, als re-ligio auf die Kreisläufe in deren [[Abstraktionen]] bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d&#039;honneur [Ehrenpunkt], ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. “ [[(MEW 1, S. 378f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[widersinn]] der [[Religionen]] erklärt sich aus dem [[Verhalten]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] (siehe hierzu [[Dialektik]]) das aus den [[Reduktionen]] ihrer [[Natur]] gegen die [[einzelnen]] Gründe die [[Formen]] und [[Formbestimmungen]]ihrer [[Wirklichkeit]] ersichtlich wird (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]) und immer zweideutig bleibt. Denn was nicht eindeutig wird, bleibt ungewiss, im Grunde [[abergläubisch]]. Es kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, ist nur zwischen Unterschiedenem identisch (siehe auch [[Dazwischensein]]), aber ohne Wahrheit und also nur [[zweifelhaft]] da. Es existiert im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]], der seine [[Gründe]] und [[Folgerungen]] durch seine in sich schon identifizierten Entgegensetzungen im Kreis dreht, tautologisch ist. In ihrer Beziehung aufeinander müssen sie sich gleichbleiben und also von sich absehen. Darin [[verallgemeinert]] sich beides in einem [[abstrakt Allgemeinem]], in einer Identität der [[Wahrnehmung]] (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]), einer [[Allgemeinheit]], die eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] bewahren und bewähren kann (siehe [[Dialektik]]). Und diese lässt sich auch nur [[abstrakt]] [[entwickeln]], wird geschichtslos und dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammerthales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“ [[(MEW 1, S. 379)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen Inhalt zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] [[objektiv sein soll]], ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Herkunft, [[Klasse]], Alter oder Geschlecht, sondern auch in dem, was für sie als wahr gilt, was sie zwischen [[Wahrheit]] und [[Täuschung]] unterscheiden. Immerhin entsteht durch alles, was ihre [[Wahrnehmung]] mit sich identisch werden lässt die entscheidende [[Substanz]] der [[Sinnbildung]] und des darauf gründenden Urteilskraft, den [[Verstandes]], der Urteilskraft des [[Gefühls]] in einer Welt, in der die [[unmittelbare]] [[Gewissheit]], die wahre [[Selbstgewissheit]] des [[Lebens]] unentwegt gebrochen wird. Die Empathie hierfür wird daher in einem wie [[selbstverständlich]] scheinenden [[Dasein]] (siehe auch [[Scheinwelt]]) zersetzt, welches die [[Empfindungen]] der Menschen nur [[abstrakt]] zusammenführt (siehe auch [[abstrakt menschlicher Sinn]]) und sie durch den [[Glauben]] an ihre [[Ewigkeit]] ersetzt. Darin wird es unmöglich ihnen dessen wahre Zusammenhänge zu eröffnen, die ihre [[Seelen]] aus den dumpfen Ahnungen ihrer naturgetrübten Gedankenwelt heraustreibt und zu einem menschlichen [[Bewusstsein]] [[emanzipiert]]. Denn nur dieses kann die gesellschaftliche Voraussetzung und der [[Inhalt]] eines menschliche [[Selbstbewusstseins]] sein. Und von da her hat dies strenge Folgen für jegliche &#039;&#039;Informationsverarbeitung&#039;&#039; in allen Lebensbereichen, den [[persönlichen]], [[zwischenmenschlichen]] und [[politischen]] überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was ihre lebendige [[wahrnehmung (siehe auchtote Wahrnehmung) ausmacht, ist dieWahrheitihrerWahrnehmungfür sich, das für wahr nehmen ihresLebensund seinerGründein dieser Welt in ihrerGeschichteundGegenwart. Was für die einen einGlaubean das Glück auf Erden oder an einenGottder Schöpfung oder an das Vaterland ihresHeilsist, mag für die anderen einGlaubean die &#039;&#039;FreiheitderWissenschaft&#039;&#039;, an dieVernunfteines Weltgeistes oder an die Botschaften des Internets, der Werbung, den Weltuntergang usw. sein. Letztlich bestehen ihreErkenntnissedaraus, was sich ihnen alsWahrheitfür ihrLebeneröffnet hat, was für sie sich über dessen verschiedene Momente als das bewahrt hat, was für sie gültig geworden ist, was Geltung in ihrem Lebensbereich bekommen hat, die soallgemeinwie aucheinzelnstimmig ist und sich über ihreStimmungenhinweg erheben kann. Eine Wahrnehmungsidentität ist von da her dieWahrheiteinerWahrnehmung, wie sie sich im Lebenszusammenhang der Menschen bewährt und bewahrt und sich darin durch dieUmständeihrer gesellschaftlichen oderzwischenmenschlichen Beziehungenerschlossen hat oder auch verschlossen bleibt. Es ist, was sich alsGanzesauch in einer gebrochenenWahrnehmungerwiesen hat, auch für das gilt, das nicht wahrnehmbar ist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiNert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begriffen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen, den [[Formbestimmungen]] ihrer [[Strukturen]] zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder die in der [[isolierten]] [[Einzelheit]] ihres [[Daseins]] ihre Wahrheit zufällig und positiv begründen will (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann dies alles nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]] und durch seine Selbstbeschränktheit zum Fetisch der Wahrnehmung, zu einer in sich [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentät]] wird. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. So erweist sich, dass es anders ist (siehe [[Anderssein]]) als das, wie es in seiner bloßen [[Anwesenheit]] zu sein scheint, weil es in dem [[abwesend]] ist was seine [[Qualität]] ausmacht, die also [[unmittelbar]] nicht [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist. Es kann also nicht [[wirklich]] [[sein]], was es [[objektiv sein soll]], was es [[sein]], was es [[sein]]wesentlich ist, aber in Wahrheit nicht als dieses da sein kann, weil es durch seine [[sein]]Wesensnotbestimmt ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das [[Ganze]] einer Stimmigkeit, die Übereinstimmung dassen was dessen Zusammenhang ist mit dem was es sein soll. [[Widersinniges]] kann nicht wahr sein. Was letztlich keinen eindeutigen [[Sinn]] finden kann, ihn nicht empfindet, ist zweifelhaft (siehe [[Zweifel]]), kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, weil es keinen [[wrklichen]] [[Sinn]] für das Einfache, keine [[Identität]] (siehe hierzu auch [[Wahrnehmungsidentität]]) im allem gemeinen [[Sinn]] für das [[Einzelne]] hat. Es kann in den unterschiedlichen Sinnhaftgkeiten im [[Allgemeinen]] nur in dem [[identisch]] sein, was zwischen dem Einen und dem Anderen (siehe [[Dazwischensein]]) nur relativ, was also weder das Eine noch das Andere wirklich ist und ist daher [[nur widersinnig]] [[exstent]], also ohne Wahrheit [[da]](siehe z.B. die [[Preise]] der [[Waren]] im [[Warentausch]] als [[Relationen]] der [[Tauschwerte]] im Unterschied zum [[Wert]] einer [[Sache]], zum [[Wesen]] ihrer [[Natur]]). Die Unterschiede der [[Einzelheiten]] existieren im [[Allgemeinen]] nur im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]] (siehe [[Wertform]][[)]] durch ein gemeinsames Drittes ([[abstrakte Arbeit]]) und haben in dessen [[Allgemeinform]] eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] (siehe [[Dialektik]]), sind somit letztlich nur als bloße [[Tatsachen]] wahr. In deren Einfältigkeit existiert das [[Einzelne]] [[getrennt]], [[isoliert]] von seinem Zusammenhang, [[wesentlich]] nur durch sich selbst als Natur für sich, abstrakte Natur, als [[Formbestimmung]] seiner [[Geschichte]]. Es kann sich daher nicht durch sine [[Inhalte]] [[entwickeln]], dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]], wird geschichtslos indem er seine Existenzformen gegen ihre [[Inhalte]] [[verkehrt]], sich von seinem [[Wesen]] [[entfremdet]] (siehe z.B. [[Fetischismus]]), weil er darin seine eigenen [[Äußerungen]] in ihrer wirklichen [[Gegenstandlichkeit]] nicht gesellschaftlich bewahrheiten und also auch nicht als eine [[Entäußerung]] seines praktischen Lebens [[erkennen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch . Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus verleiten, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und im Begreifen dieser Praxis. ([[MEW Bd.3, S. 533]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[praktische]], die [[wirkliche]] [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als einzelne Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen [[Inhalt]] zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] sein soll, ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begrifen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder das auch in der isolierten Einzelheit seines Daseins seine Wahrheit zufällig und positiv begründen kann (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann es nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]]. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. Es ist dann etwas andere als das, wie es darin zu sein scheint, in dem abwesend ist was eine [[Qualität]] ausmacht, die als diese aber nicht [[unmittelbar]] [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist, das also nicht [[wirklich]] [[sein]] kann, was es [[sein]] soll, was es wesentlich, aber in Wahrheit nicht als dieses da ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wahr ist, muss nicht [[wirklich]] sein und was [[wirklich]] ist, muss nicht wahr sein. Aber [[Wirklichkeit]] kann nicht [[unmittelbar]] wahr und [[unmittelbar]] unwahr sein. Sie kann aber zugleich eine [[Unwirklichkeit]] enthalten, sich selbst [[entwirklicht]] haben. Darin ist sie wahr und unwahr zugleich, weil sie zweierlei in einem, also Vertauschtes als Identisches, weil sie also [[Täuschung]] ist. Die Fragen, die aus [[Wahrnehmung]] hervorgehen, sind daher immer Wahrheitsfragen. Ihr [[Zweifel]] formuliert sich als Feststellung: &#039;&#039;Das kann nicht wahr sein!&#039;&#039;. Und er befähigt die Frage, was denn wesentlich wahr und was denn bloße Erscheinung ist. Diese Frage ist die Frage nach dem wahren [[Sein]] im [[Dasein]], nach dem Dritten seiner Wahrheit, denn jede Wahrnehmung setzt die [[körperliche]] oder [[geistige]] [[Gegenwart]] eines [[Gegenstands]] voraus, sein [[Dasein]] in [[Zeit]] und [[Raum]] als Verhältnis natürlicher Wesenskräfte so wie sie durch ihre [[Geschichte]] geworden auf der Welt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Wahrnehmung nicht wahr sein kann, da [[reduziert]] sich ihr Gehalt für den Menschen - nicht einfach nur die Kognition, Sehen, Hören, Riechen usw., sondern das ganze menschliche Leben - auf das, was es nur zu sein scheint[[)]], ohne wesentlich wahr sein zu können. Das aber ist wirklich &#039;&#039;täuschen echt&#039;&#039;. Es ist nicht durch eine Verblendung der Wahrnehmung getäuscht (siehe [[Theodor W. Adorno]]) und auch nicht durch eine allgemeine eine &#039;&#039;Seinsvergessenheit&#039;&#039; der Menschen (siehe [[Martin Heidegger]]), sondern sein wirkliches Lebensverhältnis dort, wo den einzelnen Menschen ihr [[Leben]] auch [[wirklich]] wahr zu sein scheint, ohne dass es für sie im [[Allgemeinen]] auch [[wesentlich]] wahr sein kann, weil es sich von ihnen und sie von sich entzieht, sie [[enteignet]], sich ihnen [[entfremdet]]., wodurch sie sich in ihren [[wirklichen]] [[Lebensverhältnissen]] auch [[selbst fremd]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist nicht auf [[logische]] Sätze oder Aussagen zu [[reduzieren]], weil sie weit über die [[Sprache]] hinausgreift. Sie bestimmt sich rein [[praktisch]] mit der [[Aufhebung]] einer [[Täuschung]], aus dem [[Beweis]], dass etwas, was ist, nicht [[wirklich]] wahr sein kann. Und sie verfolgt dessen [[Sinn]] in der Befragung seines [[Daseins]], was darin unbedingt und also bedingungslos als wesentliches [[Sein]] zu [[erkennen]] ist, was also ein [[Wesen]] hat, auch wenn es [[abwesend]] ist, nicht als dieses [[erscheint]]. und so zum [[Gegenstand]] der [[Kritik]] wird (siehe auch [[Kritische Theorie]]). Darüber hinaus erübrigen sich alle Wahrheitsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme – ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, i. e. Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens – das von der Praxis isoliert ist – ist eine rein scholastische Frage. [[(MEW 3, Seite 5)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings kann auch die Beweisführung selbst trügerisch sein, wenn sie nicht das [[Ganze]] bedenkt, das hierbei wesentlich ist; denn ein [[Wesen]] kann nur ganzes Wesen sein, auch wenn es in vielen [[Teilen]] [[existiert]], in seiner [[Wirklichkeit]] zerteilt ist. Wahr kann also nur sein, was in seiner [[ganzen]] [[sinnlichen Gewissheit]] oder aus Rückschlüssen hieraus zweifelsfrei aufgeklärt ist - oft auch nur, bis wiederum ein [[Zweifel]] hieran entsteht, wenn der Beweis ihr im [[Ganzen]] [[fremd]] wird, also im [[Begrifff]] einer [[Entfremdung]] steht, deren [[Wesen]] noch nicht [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit als solche - eine [[ewige]] Wahrheit - gibt es nicht, weil sie keine [[Substanz]] jenseits dessen hat, was als wahr im [[Ganzen]] seiner [[Wirklichkeit]] [[begriffen]] ist (siehe auch [[Dialektik]]), was also sich [[subjektiv]] mit [[Objektivem]] auch in der Form seiner [[Entfremdung]] als [[Wesen]] in seiner [[Verkehrung]] erkennt (siehe auch [[notwendiger Schein]]), in seiner [[Gegenwärtigkeit]] sich durch seine [[Abstraktion]] im [[Allgemeinen]] (siehe [[abstrakt Allgemeines]]) auch verkehrt [[bewahrheiten]] kann (siehe auch [[Beweis]]). Was in der Vielfalt seiner [[Bestimmungen]] als eins, als etwas [[Ganzes]] auch in seiner [[Abwesenheit]] zu verstehen ist - auch wenn es als dieses nicht ins Auge fällt, nicht mit sich einig [[da sein]] kann - ist in seiner negativen Gegenwart als Teil eines Ganzen durch seinen Mangel an Gegenwart &#039;&#039;ex negativo&#039;&#039; zu entdecken. Wenn es in seiner [[Anwesenheit]] [[widersinnig]] ist, sich selbst schon [[widerspricht]], in sich gegensätzlich ist, lässt es sich als Wahrheit im [[Ganzen]] schlussfolgernd erweisen, wenn seine Gegensätze in Einheit da sind, sich widersinnig verhalten, und als Widerspruch aufgeklärt werden, so dass man sich hierüber nicht mehr hinwegtäuschen kann. Im [[Widerspruch]] ist der Mangel als [[Negation]] selbst schon wesentlich, weil er im Grunde zur [[Nichtung]] führt, wenn er nicht [[aufgehoben]] wird (siehe auch [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit hat daher auch die [[Eigenschaft]] der Wirksamkeit einer [[Kritik]] von [[Widersinnigkeiten]] - die [[Eigenschaft]] einer Aussage, einer [[Wahrnehmung]] oder einer Begrifflichkeit und anderem, die eine [[Täuschung]] entdeckt und ihre vertauschte [[Substanz]] aufdeckt. Dies steht grundsätzlich im Gegensatz zum [[Konstruktivismus]], der sich der [[Täuschung]] allein durch [[Selbstbehauptung]] (siehe auch [[Selbstwahrnehmung]]) zu entziehen sucht und von daher jede objektiv begründete Kritik - vor allem auch der Kritik einer [[ästhetischen]] Kultur - von sich abweist und ausschließt. Kritiklos wird somit in der [[Täuschung]] Unterschiedenes verschmolzen und also austauschbar, [[Gleichgültigkeit]] erzeugt, der [[Sinn]] von [[Erkenntnis]] aufgehoben, [[Geist]]losigkeit durch [[Widersinnigkeit]] produziert und jedwede subjektive [[Substanz]] der [[Erkenntnis]] geleugnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit aber wird ihre [[Identität]] wie ihr Unterschied in ihrem [[Begriff]] bewusst. Denn Wahrheit ist nichts Übersinnliches. Sie ist dem [[Bewusstsein]] notwendig, weil sie in Ihrer [[Wirklichkeit]] erkannt und substanziell begriffen sein muss, um bewusst zu werden und dem entsprechend handeln zu können (siehe [[Begriffssubstanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solches [[Begreifen]] setzt voraus, dass etwas auch bezweifelbar ist, der Zwiespalt ihm also vorausgeht, weshalb nur ein [[Beweis]] den [[Zweifel]] auflösen kann, ihn also gedanklich schon im Begriff aufhebt, seine Wahrheit als Wirklichkeit zu formulieren versteht. Wahrheit setzt daher schon [[Erkenntnis]] voraus, die in der Lage ist, zwiespältig zu sein, setzt also die [[Fähigkeit]] voraus, einen [[Unsinn]] zu erahnen, durch den man zu [[täuschen]] wäre, weil und wo er sich nicht erklären lässt, also etwas anderes [[sein]] muss, als was es [[erscheint]]. - Oder weil man sich hie und da auch mal gerne über das hinwegtäuscht, was man [[wahrhat]], weil der Augenschein [[reiz]]voller ist als der Zweifel hierüber. Aber eine wirksame [[Kritik]] der [[Wirklichkeit]] setzt die Wahrheit ihres [[Begriffs]] voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit oder [[Täuschung]] machen den Unterschied der [[Wahrnehmung]], also das, was sie in die Lage versetzt, durch das Auseinandersetzen ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] durch deren Bedenken zu einer [[Erkenntnis]] zu reifen, sich seiner [[gewiss]] zu werden in dem, was erwiesen werden kann, [[Identität]] im [[Wissen]] zu finden - oder sich im [[Ungewissen]] zu verlieren, sich im Kreis zu drehen, schwindelig oder sogar bewusstlos zu werden (siehe hierzu auch [[Bewusstsein]]). Diese [[Identität]] besteht aus der [[Fähigkeit]], das zu [[denken]], was in dem für wahr genommen wird, was [[wahrgehabt]] ist. Von daher wird ihre [[Erkenntnis]] erst in dem wahr, was daraus zu begreifen ist, was es also besagt. Wahr oder unwahr kann daher letzlich nur der [[Begriff]] dessen sein, was etwas bedeutet. Dieses hebt sich aus der [[Wahrnehmung]] in [[Sprache]] auf, welche die [[Verhältnisse]] und [[Beziehungen]] richtig oder [[falsch]] für wahr nimmt, sie in ihren [[Bedeutungen]] oder [[Gefühlen]] unzweifelhaft oder zweifelhaft darzustellen vermag (siehe [[Zweifel]]) und hierdurch zu einem [[kritischen]] oder unkritischen [[Bewusstsein]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aussage kann über den Zusammenhang von [[Beziehungen]] [[hinwegtäuschen]], wenn sie deren [[Inhalte]] mit ihren [[Formen]] vertauscht, ihren Sinnzusammmenhang in sein Gegenteil [[verkehrt]] oder einen [[Teil]] für etwas [[Ganzes]] erklärt und sich damit im [[Widerspruch]] hierzu [[verallgemeinert]] (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Sie verhindert dann das Begreifen wirklicher Zusammenhänge, indem sie deren [[Beziehungen]] [[isoliert]], ihre [[Wirkungen]] durch sich selbst [[verursacht]] erklärt und damit in in ihrer [[Selbstbezüglichkeit]] zu einer &#039;&#039;täuschend echten&#039;&#039; [[Allgemeinheit]] [[aufhebt]], ihnen einen falschen [[Grund]] zuweist, der keine Schlussfolgerungen mehr zulässt, die ihre [[Erkenntnis]] im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] erhellen könnten (siehe hierzu auch [[Ideologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine solche Begrifflichkeit wird die [[Form]] solcher Beziehungen mit dem [[Inhalt]] ihrer [[Verhältnisse]] [[vertauscht]], weil damit etwas [[Ganzes]] durch sich selbst begriffen sein will (siehe auch [[Positivismus]]). Im [[Begriff]] einer solchen Totalisierung [[erscheinen]] diese dann als etwas ganz anders, als was sie [[wesentlich]] sind (siehe [[hermeneutischer Zirkel]]). Die [[widersinnige]] [[Vernittlung]] ihrer [[Beziehungen]] betreibt dann schon in ihrer Erklärung durch ihre [[Verallgemeinerung]] die [[Verkehrung]] von [[Mittel]] und [[Zweck]] der [[Verhältnisse]] und hebt die Konsistenz ihrer [[Substanz]], ihren wesentlichen Zusammenhang auf. Sie [[verfälscht]] damit ihren [[Begriff]] durch ein Vorurteil (siehe auch [[Gedankenabstraktion]]), wodurch dessen [[Moral]] sich gegen die [[Erkenntnis]] seiner wirklichen Bezogenheiten behauptet die ihre bloße [[Selbstgerechtigkeit]] bestärkt. Wo dies zugleich den wirklichen [[Verhältnissen]] entspricht (siehe auch [[Realabstraktion)]], wird deren [[Täuschung]] verdoppelt, ihre [[Kritik]] verunmöglicht, das [[Bewusstsein]] stumpf, tumb, dumm. Es müsste sich zuerst mit den [[Schmerzen]] seiner Fehlbeurteilungen durch seine eigenen [[Selbstbezogehheiten]] (siehe auch [[Psyche]]), mit seinem [[Erlkenntnisvermögen]] befassen (siehe auch [[Erkennnistheorie]]), bevor es seine [[gegenständliche]] [[Wirklichkeit]] erkennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist daher nicht der Lüge entgegengesetzt, denn Lüge weiß schon ihre Unwahrheit zu formulieren. Wahrheit wendet sich gegen [[Täuschung]] in einer Welt, in welcher die Dinge auch vertauschbar und austauschbar sind, und daher als etwas [[erscheinen]] können, was sie nicht sind. In Wahrheit erscheint ihre Unterschiedenheit in einer ihnen selbst [[fremden]], in einer paradoxen Einheit, in ihrer [[Widersinnigkeit]]. Wo sich [[Zweifel]] hierüber einstellt, ist Wahrheit nötig, auch wenn sie nur zur [[Erkenntnis]] des [[Widerspruchs]] führt, der zweifeln lässt, der eine Inkonsistenz in der Einheit entdeckt, die wahr sein soll, aber nicht wahr sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist die [[Erkenntnis]] eines [[Widerspruchs]] die [[wirklich]] mögliche Wahrheit, über die nachzudenken ist. Und die Methode, ihre [[Logik]] zu ergründen ist die [[Dialektik]], weil sie die Einheit der [[Gegensätze]] als Form ihrer[[Entfremdung]] beschreibt, als ihre [[Entfremdung]] von sich, als eine [[verkehrte]] [[Einheit]] ergründet, die sie gleichgültig macht und ihre [[Gleichgültigkeit]] als [[Bestimmung]] ihrer [[Form]] nötig hat ([[Formbestimmung]]). Es ist die Form vertauschter [[Wesen]], die sich selbst in ihrer Vertauschung bewirken, Ursache und Wirkung zugleich sind, weil ihre Grundlage, ihr substanzieller Grund in ihrer Form verkehrt erscheint, als Verkehrung sich selbst befolgt, prozessierende [[Täuschung]] ihres [[abstrakt]] gewordenen Wesens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Widerspruch ist daher wesentlich ein Selbstwiderspruch, eine sich selbst [[nichtende]] Einheit (siehe [[Nichts]]), die ihre Negativität als [[Position]] bestärkt. Und wer täuschen will, der täuscht daher vor allem sich selbst, da er in seinem [[Leben]] sich selbst von dem trennt, was ihn wesentlich ausmacht, es von sich abscheidet und in der [[Trennung]] zugleich nötig hat. Er gerät in die an ihrer Unendlichkeit verzweifelnde [[Notwendigkeit]], sich in dem zu gewinnen, durch was er sich fortwährend verlieren muss. Wahrheit ist der Zusammenhang, der zerbricht, wo die [[Teile]] nicht mehr zusammen sein können, weil sie vertauscht werden müssen, um ihre [[Form]] zu finden, um [[Wirkung]] zu haben, um [[wirklich]] zu sein. Das Gebrochene hat Täuschung nötig, um sich zu erhalten und sich mit dem Vertauschen in seiner [[Wirklichkeit]] aufrecht zu halten, sich selbst als das auszuhalten, was es nicht ist, seine [[Form]] durch einen fremden [[Inhalt]] zu bestimmen (siehe [[Formbestimmung]]), um darin selbst - wenn auch [[verkehrt]] - [[wirklich]] zu sein. Aber indem sich darin deren [[Erkenntnis]] selbst substanziell ausscheidet, verliert sie ihre [[Substanz]], bescheidet sich mit dem Positiven, das seine [[Negation]] nur noch zu leugnen hat, um sich daran im Jenseits ihrer Wirklichkeit festzuhalten, sich [[allgemein]] durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spekulationen der absoluten Kritik zerstören von daher gerade das, was ihre Wahrheit zu erweisen hätte. Sie suchen sich nur selbst zu beweisen, indem sie die Welt wie ein Beispiel iher [[Logik]] abhandeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist für Herrn Bauer wie für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die absolute Kritik spricht von Wahrheiten, die sich von vornherein von selbst verstehen. (...) Eine Wahrheit, die sich von selber versteht, hat für die absolute Kritik, wie für die göttliche Dialektik, ihr Salz, ihren Sinn, ihren Wert verloren. Sie ist fad geworden wie abgestandnes Wasser. Die absolute Kritik beweist daher einerseits alles, was sich von selbst versteht, und außerdem viele Dinge, die das Glück haben, unverständig zu sein, sich also niemals von selbst verstehen werden. Andrerseits versteht sich ihr alles das von selbst, was einer Entwickelung bedarf. Warum? Weil es sich bei wirklichen Aufgaben von selber versteht, daß sie sich nicht von selber verstehn. (Karl Marx, Hl. Familie, [[(MEW 2, S. 83)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bescheidenheit wird zum Bescheid, dass alles ganz anders wäre. Und das Andere wird in die Unendlichkeit des Ununterscheidbaren gezogen, um es unterschiedslos und also unentscheidbar zu machen. Die Wahrheit herauszufinden, kann daher unendlich schwer sein. Am Ende einer [[Geschichte]] mag sie wesentlich leichter zu erkennen sein, als in deren Verlauf, der zumeist auch subjektiv von [[Täuschungen]] und Lügen durchdrungen ist. Doch objektiv und also auf Dauer herrscht die Stetigkeit der Geschichte vor, an der die Täuschung zerbricht. Lügen haben nur deshalb &#039;&#039;kurze Beine&#039;&#039;, weil Wahrheit immer etwas länger braucht. Sie ist das [[Ganze]] ihrer [[Teile]], die durch [[Trennung]] nur zusammenhalten, weil sie unentbehrlich sind, deren Zusammenhang aber in seiner [[Wirklichkeit]] unwahr bleiben muss, in einer [[Form]] erscheint, die ihm unwesentlich ist, und die daher wesenlos bleiben muss, solange die [[Täuschung]] herrscht. In Wahrheit ist darin die Einheit Not-wendig gespalten und nur durch[[Abstraktion]] vermittelt, also in der Wahrheitsnehmung schon vertauscht, [[Wesen]] und [[Erscheinung]] îm [[Widerspruch]] zu sich. Diesen zu erkennen ist dem Leben notwendig, solange es sich täuschen lässt, da es sich darin verliert und seinen [[Geist]] nur aufgeben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um dies zu überwinden ist [[logisches]] [[Denken]] notwendig, denn Wahrheit als solche gibt es nicht wirklich. Sie wäre bloße [[Religion]]. Aber es gibt sehr wohl eine Wahrheit der Wirklichkeit, eine innere Einheit, [[Schönheit]] und [[Geist]]. Und es gibt sie zugleich als [[Täuschung]], in vertauschte Wahrheiten, [[Identität]] im [[Gegensätzlichen]], [[Widersprüchlichkeiten]]. Und es gibt wahre Aussagen und [[Empfindungen]] hierzu, welche in der Lage sind, die Täuschung zu enttäuschen, sie zu veräußern, aus sich herauszusetzen und durch [[Analyse]] ihre wahren Inhalte zu beschreiben und durch [[Logik]] zu [[beweisen]]. Wahrheit ist eine Frage der [[Erkenntnis]] und nicht des [[Seins]]. Deshalb kann es auch keine &#039;&#039;wahre&#039;&#039; [[Wirklichkeit]] geben (siehe [[Realität]]), die von einer &#039;&#039;falschen&#039;&#039; zu unterscheiden wäre; - auch kein &#039;&#039;richtiges&#039;&#039; [[Leben]] im Unterschied zu einem &#039;&#039;falschen&#039;&#039; (siehe [[Adorno]]). Es gibt eine verkehrte Wirklichkeit im [[Tausch]], nicht aber, weil dieser einfach nur &#039;&#039;falsch&#039;&#039; wäre, sondern weil er in einer bestimmten gesellschaftlichen Form noch nötig ist, solange deren [[Formbestimmung]] herrscht, solange ihre politische Form und ihre substanzielle Form einander in ihrer [[Ausschließlichkeit]] [[bedingen]] und also [[bestimmen]], im [[Widerspruch]] zu einander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Martin Heidegger]] ist Wahrheit das [[eigentliche]] [[Sein]], das im [[Seienden]] verborgen ist, das also nur erkannt wird durch den Denker, der sie &#039;&#039;entbirgt&#039;&#039;. Das [[Eigentliche]] ist in dieser Auffassung hinter allem [[Dasein]], ein von diesem selbst unterschiedenes [[Wesen]], das als solches nicht im [[Dasein]] wirkt, sondern sich in ihm &#039;&#039;lichtet&#039;&#039; ([[Heidegger]] ) und nicht in der [[Wirklichkeit]], sondern vom &#039;&#039;wahrhaftigen Denken&#039;&#039; nur [[erkannt]] werden könne. Das aber ist vor allem die Grundlage für die [[Selbstveredeleung]] eines [[Denkens]], das alles [[fremd]] scheinende als Uneigentliches setzt und es somit als wesenlos behauptet, als eine Form von [[Seinsvergessenheit]]([[Heidegger]]) zu verfassen sucht, dem das Wesen entgangen ist. In diesem Verständnis wird Wahrheit zu etwas [[Übersinnlichem]], zu einer fundamentalen [[Ontologie]] und von daher zu einer vollständig selbständigen [[Objektivität]] der [[Existenz]] schlechthin, die den Menschen vorbestimmt und diese ihm daher sinnlich unterworfen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Wahrheit objektiv wäre, ist genauso unsinnig, wie die Behauptung, dass sie nur subjektiv sei. Es gibt kein an und für sich wahres [[Subjekt]] und keine wahre [[Objektivität]]. Wahrheit kann überhaupt nicht in irgendeiner [[Form]] [[bestimmt]] sein. Wahrheit ergibt sich in der Aufhebung von [[Zweifel]], in der [[Erkenntnis]] von zwiespätigen Beziehungen, in denen sie nicht sein kann. Aber nicht der Untrschied lässt Zweifel aufkommen, sondern die Vermittlung von Einheit. Wahrheit ist die Erkenntnis des Zusammenhangs des Unterschiedenen auf der Grundlage einer innerer Einheit, die niemals wirklich eins sein kann, die aber ihre verschieden Existenzweisen bejaht, eben weil sie organisch immer substanziell einem Ganzen zugehörne. Gerade weil sie substanziell nicht ohne einander sein können ohne selbst anders zu werden, ist die Substanz ihrer Erkenntnis die Wahrheit ihres Zusammenhangs. In [[Wahrheit]] ist alles eins, wie immer es sich in Wirklichkeit verhalten mag. Alle [[Verhältnisse]] haben eine solche [[Substanz]] zu ihrem [[Inhalt]]. Zugliech können sie sich darin aber auch von sich [[entfremden,]] indem sie davon absehen, sich [[gleichgültig]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Aber es erscheint als Einheit, wo es unwesentlich ist, wo seine Wirklichkeit nur als Form für sich sein kann, nicht Form durch ihren Inhalt ist. Es ist also als Form mit sich nur im [[Schein]] einig und sein Wesen ist die substanzielle Einheit hinter ihrer Formbestimmtheit, der Stoff, der nicht wirklich wahr sein kann, weil er nur in seiner [[Entfremdung]] wirklich [[da ist]]. Darin erschein alles mit sich selbst einig, wie verschieden es auch in [[Wirklichkeit]] sein mag. Wahrheit ist [[Identität]] - nicht nur in konsistenten Aussagen, auch nicht in der bloßen Schönheit (siehe [[Ästhetik]]) oder in rein materiellem [[Sein]] als solches oder in der [[Seele]] oder dem puren [[Erleben]] u.dgl.. Wahrheit ist das [[Ganze]] in jedem Moment, wo dieses im Ganzen eins, in seiner [[Erkenntnis]] ungebrochenes, wenn auch in Wahrheit widersprüchliches [[Leben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Ganze ist das Wahre (Hegel) Das Ganze ist das Unwahre (Adorno)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Komplex will sich Adorno von Hegel absetzten, indem er darin einen Totalitarismus des Hegelianischen Denkens sieht, der ja auch immerhin bei den Rechtshegelianern vertreten wird. Doch in der Entgegensetzung des Ganzen dieses schon als als Unwahrheit zu behaupten und hierauf seine [[Negative Dialekti]]k zu begründen, kommt Adorno der Wahrheit ksin bisschen näher, es sei denn, er würde sagen: Es gibt sie nicht. Doch ihn kümmert dann nur noch das Richtige gegen das Falsche und so verheddert er sich in einer Theorie der [[Falschheit]] in einem an sich nur dualistischen Denken, das zwar recht sinnfällig die Phänomene eines &#039;&#039;beschädigten Lebens&#039;&#039; aufgreift, um diesem dann aber nur eine Zukunft in einem &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen. Und Zukunft ist immer unendlich, so dass seine immer wieder zu einem Appell an die Unendlichkeit des Denkens gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit setzt [[Wahrnehmung]] und auch [[Wahrhaben]] ebenso voraus, wie dies ihr auch dadurch zufolge ist, dass Täuschung in der Auflösung ihres Zwiespalts untergeht, die Wahrnehmung der [[Notwendigkeit]] ihres [[Zweifels]] folgt und mit dem Wahrgehabten vereint wird. Diese Notwendigkeit macht nicht für sich Ganzes aus, wird aber ganz im Prozess der Wahrheitsfindung aufgehoben. Das Ganze ist darin wahr, dass es alles darin in Einem ist, in einem Ganzen zusammenhängt, sich als Teil seiner [[Beziehung]] im Ganzen wahrnimmt und als dieses auch wahrhat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann man nicht wahrnehmen, man muss sie [[erkennen]], wo man sich in seiner Wahrnehmung selbst entzweit hat, sich von sich ebenso unterscheidet wie von ihrem [[Gegenstand]]. Wo Täuschung herrscht, da ist Wahrheit eine Notwendigkeit der Wahrnehmung - und steht die Frage hiernach an, so zeigt das eine Not, der Wahrnehmung gegen ihre Wahrheit, das Prinzip, was die Wahrnehmung beherrscht, was ihre [[Formbestimmung]] ausmacht. Es ist die [[Logik]] dessen, was ihr genommen ist, die [[Systematik]] ihrer [[Abstraktion]], die sie für sich erkennen muss, um ihren Gegenstand begreifen zu können, einen Begriff seiner Entäußerung als fremden Zusammenhang, als [[Entfremdung]] erkennen muss, um durch die Wahrnehmung auch wirklich zu werden, tätig und erkennend in einem zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Wahrheitsfrage hat ihren Sinn und Ursprung in der Wahrnehmung, nicht aber den Beweis (dies gegen die [[Phänomenologie]]). Wo diese Frage aufkommt, ist diese im [[Zwiespalt]]. Und so zeigt hierin die Wahrnehmung, dass sie nicht erkennen kann, was sie als Wahrheit nimmt, dass sie etwas [[wahrhat]], das in ihrer Wahrnehmung nicht wahr sein kann. Die Wahrheit ist ihr also noch äußerlich, ihre zweifältige Wahrheit, [[fremde]] [[Identität]]. Es kann Wahrnehmung zwar nicht unwahr sein, aber ihre Wahrheit ist nicht durch sie. Wahrheit kann nicht genommen werden, unterscheidet sich daher wesentlich von den [[Gegebenheiten]]. Sie ist genauso in dem, was wahr gehabt wird. Wahrheit kann nur jeder Mensch für sich haben. Es liegt weder am Verständnis, noch an der Vernunft, ob etwas wahr ist. Jeder Mensch ist im Grunde nicht verstehbar und unvernünftig . Was der andere Mensch wahrhat, lässt sich nicht in der Wahrnehmung erkennen. Wer Schmerzen hat, ist darin zweifellos anders als der, welcher Schmerzen wahrnimmt, auch wenn beide in derselben Wirklichkeit sich zu einander verhalten, der eine vielleicht als Arzt, der andere als Hilfsbedürftiger. Auch ein Blindgeborener ist in gewisser Weise unverstehbar für einen Sehenden und umgekehrt. Nicht nur, weil ihre Wahrnehmung sich unterscheidet, sondern auch, weil sie ihr Leben anders wahrhaben. In der Wahrheit ist jeder Mensch nur für sich wahr, und dies macht ja eben seine Identität aus und er erleidet, was er hieran nicht erkennt, nicht als das nimmt, was es ist. Die Wahrnehmung ist für sich bloße Form einer Wahrheit, weil und sofern sie sich in ihrem Sein noch nicht wirklich bewahrheitet. Die Wahrnehmung ist lediglich das Element der Wahrheit. Sie ist also die [[Elementarform]] der [[Erkenntnis]], ohne für sich und durch sich Erkenntnis zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem der Wahrnehmung ist also nichts anderes als der Zwiespalt ihrer Wahrheit, die Wahrheit, die sie nicht haben kann, weil sie von ihr nur das nehmen kann, was sie nicht wahrhat. Von daher ist die Wahrheit darin praktisch als [[Zweifel]] tätig, der erst die Notwendigkeit einer Erkenntnis enthält. Im Zweifel erfährt der Zwiespalt der Wahrnehmung seine Wahrheit als Wahrnehmung, die gegenständlich, die also sich in ihrem [[Gegenstand]] einig wird. Sie wird darin praktisch, dass sie gegenständlich wird, ohne damit für sich gegenständlich zu sein. Sie gewinnt ihre Erkenntnis in ihrem Gegenstand, weil und sofern darin ihre Subjektivität ihr Objekt erkennt. Zugleich erkennt sie darin ihren Zweifel als wirklich begründet, sich selbst in ihrer Zweifältigkeit, die sie nicht nur äußert, sondern durch die sie auch bedingt ist. Sie erkennt ihre objektive Bedingtheit, und das ist die Arbeit ihrer Erkenntnis. Eine objektive Wahrnehmung gibt es nicht, weil und sofern sie subjektiv durch das bedingt ist, was ein Mensch [[wahrhat]] und weil sie nur wahr sein kann, wenn sie sich darin subjektiv einig wird. Und indem sie sich bedingt erkennt, ist sie praktisch, denn Wahrheit kann wesentlich nur praktisch sein. Aber die Praxis weiß von Wahrheit nur über ihre Resultate, über ihre Wirklichkeit. Insofern ist Wahrnehmung eben nicht einfach subjektiv, einfaches Auffassen, sondern auch unpraktisch, theoretisch. Sie benötigt [[Wissen]] um sich, um außer sich [[Gewissheit]] zu erlangen. Sie ist objektiv und subjektiv in einem. Damit enthält jede Wahrnehmung eine zwiespältige Wahrheit: Waahrheit, die sie nicht sein kann, die sie aber haben muss. Wahrnehmung erkennt ihre Not in dem Außersichsein ihrer Wahrheit. Sie setzt einen äußeren [[Gegenstand]] voraus, also einen Gegenstand, der ein anderes [[Sein]] hat als der wahrnehmende Mensch, und sie hat zugleich die Wahrheit, die ihm durch seine objektive Bestimmtheit [[gegeben]], wie auch dem wahrnehmenden Menschen zu [[eigen]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Suche nach Wahrheit ist für Menschen in ihrem Alltag schon so essenziell und wichtig, dass sie täglich Wahrheitsfragen verfolgen, auch wo sie dies unmittelbar gar nicht nötig hätten (z.B. im Kriminalroman oder Kriminalfilm). Dabei spielt man Untaten, [[Undinge]], [[Fakten]]. Psychologie und [[Logik]] so herbei, dass sie mehr oder weniger gute Beispiele für eine gelungene Wahrheitsfindung abgeben. Und sie zeigen auch schon, was das Material einer Wahheitssuche ist - bis auf das, was Wahrheit ausmacht und was im [[Medium]] untegegangen ist: Die [[Identität]] des Dargestellten im [[Sein]] des Produzenten der Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Kein Wunder, dass ein guter Teil der Ideologievermittlung inzwischen in den täglich ausgestrahlten Filmen erfolgt, welche [[Ideologie]] ganz einfach als praktische Notwendigkeit gegen das Unheil erscheinen lassen, Wahrheitsfindung also als Erkenntnis des [[Bösen]] verkaufen. Es verbleibt das Medium selbst als die Täuschung durch das Gute, das sich als Wahrheitsvermittler auftut. Doch genau das kann nicht wahr sein. Vermittelte Wahrheit ist immer nur die Wahrheit des Mittels.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ergibt sich zunächst aus der Überwindung einer Täuschung, aus der [[Gewissheit]], dass, was täuschte, nicht ist, dass es nur scheinbar oder etwas ganz anderes ist, nicht wirklich da, aber eigentlich doch oder einfach nur Lüge, Ablenkung, Kitsch. Sie ist die Gewissheit von dem, was nicht stimmt, die Stimme der Gewissheit. Wahrheit ist, wo etwas stimmt, wo [[Bestimmungen]] richtig erkannt sind und also sich im [[Urteil]] hierüber richtig scheiden und entscheiden lassen. Wahr ist, was eine richtige Beurteilung ergibt und richtig ist, was dies in seiner Bewährung erweist und [[beweist]]. Doch gerade darin fängt die Befragung der Wahrheit erst an: Was bewährt sich da? Der Augenschein, der Verstand, das Prinzip Hoffnung, die göttliche Idee, die Determinanten der Natur? Die Suche nach Wahrheit befragt also genauer: Was ist von dem, was es sei, und was ist nicht da vom dem was ist. Sie selbst formuliert also schon einen Unterscheid von [[Seiendem]] und [[Sein]], ist selbst schon eine [[Dasein]]sfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter jeder Wahrheitsfrage steckt also immer schon die Frage nach einem Grund für das, was so ist, wie es ist, ein [[Wissen]], dass ohne [[Grund]] nichts sein kann. Die Wahrheitsfrage ist eine Seinsfrage, also unabhängig von der jeweiligen [[Zeit]], zeitlos. Sie ist außerhalb der wirklichen [[Geschichte]], [[Reflektion]] ihrer Wirklichkeit und ihres Grundes. Sie ist die Frage, ob das, was geschah, geschieht oder geschehen wird, wirklich wahr ist. Ist das, was geschieht, auch wirklich so, wie wir es [[denken]]? Sie kann aber auch im Interesse einer Lüge gestellt werden als eine Wahrheitsbehauptung oder Unwahrheitsbehauptung, worin alleine eine Täuschungsabsicht Wirkung erzeugen will, dass das, was ist oder war, nicht gewesen sein könne (vergl. z.B. die Holocaust-Verleugnung). In jedem Fall entsteht die Frage, ob das, was ist, auch so ist, wie es scheint, wie es dem Augenschein nach ist, ob es also das ist, als was es wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits hiervon oder zugleich kann die [[Wahrnehmung]] auch selbst unwahr sein, befangen von ihrem eigenen [[Sein]], im [[Wahn]] oder in zwiespältiger [[Beziehung]] oder ähnlichem. Auch hierzu besteht die Frage nach ihrer Wahrheit: Ist sie wahre Wahrnehmung oder ist die Wahrnehmung selbst geblendet, bedrängt, ungenau, [[verrückt]], irre usw.? So entwickelt sich die Frage nach der Art und Weise des Wahrnehmung, ob, wie wir die Welt wahrnehmen, sie auch so ist, dass wir sie verstehen können, so dass sie sich uns auch erschließt. In allen möglichen Erkenntnistheorien wird daher die Frage verfolgt, ob es eine eigenständige Wahrheit, etwa eine [[Vernunft]] der Wahrnehmung gibt, der wir folgen müssen, um Wahrheit erkennen zu können, oder ob es das Unhinterfragbare an sich, das Undenkbare, einen Gott gibt, der uns lediglich seinen Ratschluss erkennen lässt. Doch all dies widerspricht unserer Fähigkeit, solche Frage überhaupt stellen zu können, unserer Selbstevidenz, die ihr schon vorausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Hinterfragung der Wahrnehmung aber ist das Wahrgenommene nun schon doppelt in Frage gestellt, sowohl für sich wie auch durch die Wahrnehmung: Gibt es das überhaupt, gibt es das [[wirklich]], oder ist es nur scheinbar (siehe [[Schein]]), unwesentlich. Ist es ein wirkliches [[Wesen]] oder ist es wesentlich unwirklich oder ist es beides in einem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am schwersten ist die Frage nach der Wahrheit zu beantworten, wenn sie unmittelbar zwischen den Menschen steht, wenn sie sich um ihre Wahrnehmungen streiten, sich ihre Wahrnehmung streitig machen. Da geht es dann um die Wahrheit des Lebens selbst, um Liebe und Hass, um das, was [[Leben]] und das, was [[Tod]] ist, was die Menschen für sich selbst in Wahrheit sind, was überhaupt in ihnen [[lebend]] und was [[tot]] ist. Es ist für jeden Menschen die innigste Identitätsfrage die Frage, was er überhaupt von seinem Leben kennt und erkennt. Wenn in solcher [[Selbsterkenntnis]] Menschen seelische Macht über andere gewinnen, entsteht im Streit um die Wahrnehmung [[Irrsinn]], pure Gewalt gegen die Wahrheit, gegen [[Identität]] schlechthin. Daran werden die Menschen beiderseits der Wahrheit [[verrückt]]: Die Besiegten und die Sieger. Wer die Wahrheit nicht [[erkennen]] will, der steht in der [[Bestimmung]] einer [[Negation]] seiner Kenntnisnahme, im [[Nichts]], und betreibt durch die Erzeugung von Nichtigkeit [[Vernichtung]]: Abtötung, Abstumpfung, Verdummung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] selbst steckt in allen Wahrheitsfragen, ist die Wahrheitsfrage schlechthin: Was ist wesentlich Leben, was [[Scheinwelt]], was Täuschung? Was verstellt uns unser Sein, was macht es unwesentlich, [[fremd]], tot? Was hat die Kraft hierzu? Ist es ein Unwesen, eine Macht der Phantasie oder der Täuschung? Und worauf sieht es dieses ab, wovon sieht es ab, worauf reduziert es sich, was ist seine [[Absicht]], was macht es wesentlich und was bringt es zur Verwesung? Um das zu erkennen, muss ich es herausfinden. [[Erkenntnis]] hat Wahrheit nötig, ist ihre Formulierung. Was ich erkannt habe, das halte ich auch für wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Erkenntnistheorien zur Wahrheitsfindung, die aber alle in dem Mangel stehen, Wahrheit als prinzipiell vorhanden vorauszusetzen und den Prozess des [[Lebens]] als etwas abgetrennt [[Objektives]], als [[Objektivität]] schlechthin zu unterstellen, somit Wahrheit auf eine Frage der [[Logik]] der [[Wahrnehmung]] zu reduzieren, die sich sprachlich artikuliert, die nur wahre oder falsche Aussage kennt. Aber die Frage nach der Wahrheit ist eine Frage der eigenen [[Identität]], der [[Gewissheit]] darin, worin ich mir in meinem [[Leben]] einig bin, z.B. in der Frage: will ich, meine ich das wirklich, ist das richtig, was ich da sage oder tue oder fühle usw. Die Frage nach der Wahrheit wird gestellt, weil man sich im einzelnen seiner Wahrnehmung und Tätigkeit nicht trauen kann, sich also nur etwas zutrauen kann, wenn man es im [[Ganzen]] erfasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Kleinen, so ist es auch im Großen. Das wirkt auch in jedes einzelne Dasein hinein und macht seine Wahrheit wesentlich aus. Was ich für mich bin, wird auch nur im [[Verhältnis]] zu anderen wahr. Nichts kann wahr sein, das von seinem Gegenüber nichts weiß, dem Zusammenhang, in dem es steht, in dem es selbst gegenständlich ist, [[seiend]] für sich und für andere. In der [[Beziehung]] auf anderes und andere verhalte ich mich auch zu mir, wie ich mich auch zu anderem verhalte, wenn ich mich auf mich [[beziehe]]. Dies verändert keine [[Abwesenheit]] oder [[Anwesenheit]], wenn es wahr ist. Meine Selbstgewissheit hat solche [[Gegenwärtigkeiten]] nur als [[Umstand]], als [[Erleben]], nicht wesentlich. Sie ist nur davon abhängig, wie gewiss ich mir meiner Welt, meiner Zugehörigen, meiner Gesellschaft usw. bin. Die individuelle I[[dentität]] ist immer Teil der [[menschlichen Identität]] überhaupt. &#039;&#039;Wahr ist nur das [[Ganze]]&#039;&#039; (Hegel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die Wahrheitsfrage meist auf [[Sprache]], auf die Qualität von Aussagen reduziert wird, ist ihre sinnliche Grundlage unbefragt, der Wahrnehmungsprozess als selbstverständlich und natürlich vorausgesetzt, der entweder in sich scheitert ([[verrückt]] oder [[irrsinnig]] wird) und von daher aus der Wahrheitsfrage ausscheidet, oder &#039;&#039;konsistent&#039;&#039; ist und Aussagen erzeugt, also Wahrheit diskutierbar macht. Im [[Diskurs]] wird damit Wahrheit als logisch obsiegende Behauptung ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach allem, was bisher mit Wahrheitsbehauptungen angestellt wurde, würde man gerne sagen, dass es Wahrheit nicht gibt. Doch dieser Satz selbst wäre schon widersinnig, weil er dann auch nicht wahr wäre - eben weil es keine Währheit geben dürfte. Es ist wie beim Paradox des Epimenides, der das Problem mit der Wahrheit durch den Satz &#039;&#039;Ich bin ein Lügner&#039;&#039; evident gemacht hat: Wäre er wahr, so wäre er notwendig falsch, denn er kann nur wahr sein, indem er unwahr ist. Das Problem, was Wahrheit, was Täuschung ist, bleibt uns bis in die höchsten Sphären der Philosophie und Mathematik. Schien doch bislang wenigstens in der formalen Logik die Wahrheit einer Schlussfolgerung gesichert. Doch selbst dort herrscht seit der Entdeckung des Russel&#039;schen Widerspruchs die Wahrheitskrise : Die reine Logik kann Spuren von Gedaanken erschließen; als Form des Denkens gibt sie für ihre Wahrheit aber keinen Beweis. Die Form für sich, wie sie jede Struktur, Menge oder [[Zahl]] darstellt, hat ohne ihren Inhalt keine Wahrheit, weder Richtiges noch Falsches, weil sich im Gemenge vieler Formen auch auf die von ihr ausgeschlossene Menge notwendig beziehne muss. So kann es auch keine allgemeingültigen Beziehungsaussagen geben: Der Satz, dass Widerspruchsfreiheit Wahrheit gewährleistet, ist ebenso unsinnig, wie die Behauptung, dass die Erkenntnis einer Widersprüchlichkeit schon die Erkenntnis einer [[Täuschung]] wäre - im Gegenteil: Meist ist sie der Beginn einer Erkenntnis dessen, was wirklich wahr und in Wahrheit wirklich ist. Die [[Logik]] als solche kann sich nicht selbst als Wahrheit voraussetzen, nicht selbst evident sein, ohne sich durch anderes zu begründen. Was aber kann überhaupt wahr sein, wenn es keine reine logische Wahrheit gibt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte fast behaupten, dass Wahrheit nichts anderes sei, als die Erkenntnis von Täuschungen, das Vermögen, Vertauschtes mit Gewissheit zu unterscheiden, zu erkennen, dass etwas in anderem erscheint. Aber Wahrheit bliebe so nur [[subjektiv]], reine Erkenntnistätigkeit, die in einer unendlichen Wahrheitssuche von einer Erkenntnis zur nächsten fortzuschreiten - etwa, wie dies der kritische Rationalismus ausgemacht hatte. Tatsächlich aber zeigt sich eine solche Täuschung, worin etwas Wesentliches anders erscheint als es ist, auch [[objektiv]], z.B. als die [[Gegebenheiten]] des Alltags (siehe z.B. [[Geld]] und [[Kapital]]) oder auch an den Menschen selbst (siehe z.B. Psychische [[Symptome]]). Was einfach wahrgenommen nur praktisch gut und [[nützlich]] scheinen kann, kann zugleich in seiner Güte nicht wirklich wahr sein, sondern erbringt Unnutz und [[Entfremdung]]. und manchmal auch [[Zerstörung]] (siehe Krise). Wodurch ist dies beides, die so gut scheinende Entfremung möglich, die eine so verheerende Unwirklichkeit hat; wodurch erkenne ich sie, ihre Wahrheit? Ist es eine metaphysische Wahrheit, die Leben nicht als das sein lässt, als was es erscheint? Oder ist es die [[Vernunft]], der [[Verstand]], die [[Gewissheit]], die mir die Wahrheit sichert, auch wenn sie mich erschlägt? Oder ist es die [[Dialektik]] an sich oder die Rückführung des [[Seienden]] auf seine [[Ontologie]] ([[Heidegger]])?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst zur [[Mytologie]]: Nichts kann sein, was nicht wahr sein kann, aber das [[Sein]] hat keine Wahrheit für sich. Es gibt viele Wahrheiten, aber die Wahrheit ist nichts jenseits von sich, aber auch nichts durch sich selbst. Kein einziges Computerprogramm könnte funktionieren, wenn es nicht zwischen wahr und unwahr (zutreffend und nicht zutreffend, 1 und 0, an und aus) unterscheiden könnte. Aber was soll wahr daran sein, wenn das Zutreffen ein beliebiges Treffen ist: Es bleibt doch bloßer [[Zufall]], der nur in einer binären Konstruktion gebahnt ist und jenseits davon auch nur als Zahl oder Zahlenwerk oder Information wahr werden kann! Ist eine [[Zahl]] nicht dasselbe wie eine etwas abstraktere Mythologie, oft als Wahrheitspseudonym irgendeiner Statistik, die durch irgendeine andere &#039;&#039;widerlegt&#039;&#039; wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also ist wahr, wenn es kein wahres Sein gibt? Ist es das wahre [[Bewusstsein]], das vernunftbegabte [[Wissen]] der Aufklärung, das Wissen, das durch &#039;&#039;wissenschaftliche Methodik&#039;&#039; geprüft und durch konsistente Theorie interpretiert, beurteilt und hierdurch bewiesen oder abgewiesen, also wahr oder falsch ist? Dann wäre die Vernunft der Wissenschaft der Anker der Wahrheitssuche und das hierdurch geklärte, also das aufgeklärte Wissen die Wahrheit schlechthin, die Wahrheit der Proffession. Als Laien hätten wir ihr Folge zu leisten! Doch Vernunft gilt für den [[Aufklärer]] selbst nur als [[Prinzip]] und hat als solches nur eine Regel, aber längst noch keine Wahrheit. Im Gegenteil: Sie enthält ja geradezu eine gewaltige Täuschung über die notwendige Regelwidrigkeit der Regel, damit sie Sinn haben kann: Wo alle das tun, was notwendig ist, kann nichts wirken, nichts wirklich sein. Gerade deshalb besteht ja auch die Regel, weil sie gegen das Regelwidrige gestellt, hieraus sortiert ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit für sich ist immer unauflösbar, weil es sie nicht durch sich selbst gibt. Der [[Verstand]] mag die Funktion unserer Auffassung erfüllen, aber auch was wir nicht verstehen ist dadurch nicht unwahr, nur weil wir keinen Verstand dafür haben, etwas nicht fassen können. Letztlich geht es doch darum, ob unser Wissen über das was ist, unser bewusstes Sein, unser Bewusstsein, wirklich wahr ist, ob wir in unserer Wirklichkeit uns dessen gewiss sind, was auch in Abwesenheit wahr ist und dies auch wissen. Dies macht das Wissen in uns, das selbstgewisse Sein in der Welt und in uns, im Gefühl, im [[Gedächtnis]], in uns als ganzen Menschen aus. Es geht darum, worin wir uns in der Welt einig sind, worin wir uns selbst in ihr auch erkennen können, was uns darin zu [[eigen]] ist, [[Sinn]] für uns hat und unsere Sinnlichkeit ausfüllt, weil wir darin sinnlich sind und uns äußern, also [[leben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwar keine Wahrheit des Seins (siehe [[Ontologie]]), aber es gibt eine Wahrheit der Erkenntnis darin. Wahrheit ist die Einheit der [[Erkenntnis]] im [[Sein]] mit ihrem [[Gegenstand]]. In Wahrheit ist alles eins. Das Unwahre gibt es nicht (siehe Kritik an [[Adorno]]). Das Resultat der Erkenntnis ist das bewusste Sein als [[Bewusstsein]]. Gegenstand der Wahrheitsfrage ist das [[Fremde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Sein ist in sich, das heißt, in dem, was damit ist, evident falsch. In der Frage nach dem &#039;&#039;Sinn des Lebens&#039;&#039; erschließt sich eine [[Entfremdung]] von dieser Sinnlichkeit, ist der so fragende Mensch sich doch seines [[Lebens]] selbst nicht gewiss und also auch unfähig, wirklich zu [[zweifeln]]. Der Grund für die Frage nach der Wahrheit ist diese [[Entfremdung]] des Lebens selbst, die Hinterfragung, ob es überhaupt ist und ob dies eigentlich [[Leben]], eigentliches Sein, lebendige [[Eigenschaft]] des Menschseins ist - ein Widersinn in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiernach ist die wesentliche Vorraussetzung zur Wahrheitsfindung die Unterscheidung von [[Eigenem]] und [[Fremden]]. Fremdes wäre aber bloß unheimlich, wenn es nichts eigenes wäre und Eigenes wäre unsinnig, wenn es nicht geäußert würde. Fremdes als Form von Eigenem wiederum könnte nicht einfach fremd sein. Es bleibt alles in sich eins, wenn es wahr sein soll, und nur deshalb erkennen wir auch seine Entfremdung: Nur sofern wir uns in der Welt erkennen, können wir auch ihre [[Entfremdung]] von uns erkennen. Die Erkenntnis der Entfremdung ist nichts anderes als die Erkenntnis des Eigenen im Fremden und ich kann dies nur erkennen, wenn ich meine Wahrheit in allem erkenne. Kurz gesagt heißt dies: In Wahrheit ist alles eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheit als Ursprung und Resultat aller [[Erkenntnis]] ist die [[Gewissheit]], im Einzelnen wie wissendes Sein überhaupt. Sie ist die Basis eines jeden [[Wissens]] und dessen Errungenschaft zugleich, dessen Himmel und dessen Hölle. Solche Erkenntnis kann nicht einfach sein, sie selbst ist der geschichtliche Akt des leibhaftigen [[Bewusstseins]], das sich handelnd und fragend verhält, so praktisch ([[praktisches Bewusstsein]]) wie theoretisch ([[theoretisches Bewusstsein]]) als fortschreitende [[Selbstgewissheit]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit kann nur wahr sein, wenn sie keine Ungewissheit enthält. Das mag bei einem heißen Ofen noch leicht auszumachen sein, sind doch die Sinne sich zumindest dort gewiss, wo sie Gefahr für Leib und Leben erkennen. Dies aber ist nicht einmal eine [[Wahrnehmung]] und bedarf keiner Gedanken über Wahrheit: Der heiße Ofen ist so gewiss, wie er schmerzt. Aber wo die Dinge oder Ereignisse nicht so gewiss sein können, ist ihre Wahrheit nicht alleine schon mit einer einzigen Empfindung gegeben. Sie sind für uns ungewiss, soweit sie auch für sich bestimmt erscheinen. Was in unserem Leben täglich aufgeht weil wir selbst darin aufgehen, bewährt sich von selbst. Was wir darin bewirken, ist für uns [[selbstverständliche]] [[Wirklichkeit]] - fast schon [[Gewohnheit]]. Ungewiss und daher im Zweifel ist eine Wirklichkeit, die eine Wirkung auf unsere Selbstgewissheit hat, die nicht unmittelbar sinnlich ist, aber unser Leben voll und ganz betrifft. Da besteht [[Zweifel]] über den [[Grund]] solcher [[Wirklichkeit]] und es muss sich Gewissheit erst einstellen, sich uns erschließen, bevor es uns bewusst sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit jedoch ist unser Leben nicht falsch. Es ist aber als solches unkenntlich, soweit wir es nicht in unserer [[Wirklichkeit]] erschlossen und uns selbst darin lebend erwiesen haben. Es kann uns selbst unwahrhaftig erscheinen, wenn wir Sachen, Bilder, [[Lebenswerte]], [[Gefühle]] oder Gebote in uns aufnehmen, die nicht für uns wahr sein können. Wir müssen also beurteilen können, was für uns wahr ist, was wir daran finden und wie wir es finden. Die Frage nach der Wahrheit verlangt also eine notwendige Reflexion unserer [[Empfindung]] - nicht, weil sie selbst zweifelhaft oder zwiespältig wäre, sondern weil sie nicht unmittelbar als [[Erkenntnis]] in unserer [[Wahrnehmung]] aufgeht. Die Frage nach der Wahrheit ist also die Frage nach einer Vermittlung, die uns nicht gewiss ist und die wir noch nicht wissen, solange wir uns nicht darin gewiss sind, was uns [[fremd]] [[bestimmt]], was also unsere [[Selbstentfremdung]] bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Doch die Frage greift weit, enthält sie doch die Befragung unserers Daseins überhaupt: Wo kommmen wir her, wo gehen wir hin, was ist der Sinn aller Beziehungen, Zusammenhänge und Vermittlungen? Nur ein [[Gott]] kann in Sachverhalten oder in menschlichen Verhältnissen eine Wahrheit vermitteln, die als Gebot einer höheren Ordnung besteht, z.B. als Sünde gegen Gott oder als Erkenntnis Gottes (Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen). Gottesurteile sollen menschliche Beurteilung unmöglich machen, wollen eine höhere Wahrheit verkünden, welcher der Mensch unterworfen sei - und sie sind für Menschen wahr, die sich unterworfen sehen und verstehen. Um sich solchem Urteil zu entwinden, muss erkannt sein, was den Menschen ausmacht, was sein [[Leben]] und [[Sein]] außer Gott ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Um dies zu beurteilen, muss das Leben überhaupt erschlossen sein. Da sind wir noch nicht allzu weit gekommen. Wir wissen, wie es funktioniert und können in dessen Funktionen sogar schon tief eingreifen. Aber die einfachsten und umfänglichsten Probleme des Lebens, Hunger und [[Krankheit]] weltweit, der Gegensatz von [[Armut]] und [[Reichtum]], Krieg und Frieden, die ökonomischen und kulturelle [[Krisen]] und die Zerstörung der Lebensbedingungen, der Artenvielfalt und Ressourcen treiben sich in erschreckendem Ausmaß in einer Art und Weise fort, dass zu fürchten ist, dass wir unsere eigenen Lebensgrundlagen deshalb zu zerstören im Begriff sind, um ihre Zerstörung zu überleben. Das ist ein Widersinn in sich. Man muss sich der ganzen Zusammenhänge des Lebens, seiner [[Ganzheit]] gewahr werden, um zu einem Ur-Teil zu gelangen, zu einem Teil, das alle Wahrheit seines Zusammenhangs enthält. Das umfasst das Wissen um die Gründe, um die Folgen, die darin angelegt sind, die Unterscheidung von Ursache und Wirkung, Form und Inhalt und die Erkenntnis des Wesentlichen, das in allen Erscheinungen des wirklichen Zusammenhangs ist. Im Zusammenhang all dieser Momente kann ich es begreifen und habe einen Begriff von ihm. Ich kann solche Ganzheit als Gefühl haben oder als Erkenntnis im Geist, letztlich ist sie identisch darin, dass ich mir dessen gewahr geworden, also auch mit mir im Verhältnis hierzu einig bin (siehe [[Identität]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das Problem von [[Erkenntnis]] schlechthin. Wann weiß ich, was wahr ist, und wie kann ich es wissen? Die Erkenntnis von allem [[Seienden]], die Erkenntnis des [[Seins]] überhaupt macht diese Frage - selbst als Hinterfragung der Frage nach der Wahrheit. Ist die Frage nach der Wahrheit überhaupt möglich? Muss Wahrheit nicht selbst evident sein? Kann es sein, dass der oder die Fragende sich in der Frage schon selbst betrügt, - so, als gelte es, einen Gottesbeweis der Wahrheit anzutreten? Friedrich [[Nietzsche]] hat den Christenglaube an die Erlösung, an den Gottmenschen, der von sich sagt: &#039;&#039;Ich bin die Wahrheit und das Leben&#039;&#039;, als die größte Lüge der Menschheit bezeichnet. &#039;&#039;Gott ist tot!&#039;&#039; ist ein gewaltiger Protest gegen die Lebenstäuschung einer [[Heil]]serwartung. Doch hat Nietzsche zugleich den Menschen die Fähigkeit zur Wahrheit abgesprochen und das [[Heilsprinzip]] durch den [[Übermenschen]] ersetzt. Die religiöse Spekulation war lediglich profan geworden und damit nicht wahrer, nein, die Entstellung selbst sollte bei ihm zum Prinzip der Wahrheit werden, welche das Verborgene zum Leben bringt: zum Kampf der Kultur zwischen Horde und Herrschaft. Und der wurde zum [[Zynismus]] gegen die Widersprüche der Menschen selbst, zum Herrschaftsbewusstsein der Bohème, das mit der Kritik am [[Glauben]] zugleich die subjektive Kraft jeder gesellschaftlichen Veränderung zerstört: Die [[Menschenliebe]]. Die Kritik der [[Täuschung]] muss die Ent-Täuschung in der Erkenntnis überstehen, dass sie selbst nicht wahrer ist als sie. Es bliebe eine Falle der Erkenntnis, wenn die Frage nach der Wahrheit nicht zur Befragung ihres [[Gegenstands]], der menschlichen Wirklichkeit wird: Was ist wirklich wahr, wenn Wahrheit nicht wirklich ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Wahrheit gibt es nur in der Einheit des [[Ganzen]]. Sie erweist sich als Identität des Vielfachen darin, wenn sie dessen Teilung und Bezogenheit begriffen hat und sich dieser Begiff in allen Bewegungen des Ganzen bewährt. Wahrheit kann also nur die Bewährung des Begriffs sein; und weil er nur durch sie Begriff ist, ist Wahrheit [[Begriff]]. Sie hat kein Sein und keine [[Gegenwärtigkeit]], kein [[Wesen]] für sich und ist nur durch die begriffene [[Bestimmtheit]] seiender [[Beziehungen]] in menschlichen [[Verhältnissen]]. Wahr oder unwahr kann also nur der Zusammenhang von Erkenntnissen sein, die sich widerspruchsfrei oder widersprüchlich begreifen lassen. Die Wahrheit besteht allein in der Fähigkeit, Täuschung nachzuweisen und der Ideologie die [[Schein]]haftigkeit ihrer Begriffe als ihren imanenten Willen zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahr kann nur die Einheit im Begriffenen sein, die im [[Begriff]]der Verhältnisse als Zusammenhang ihrer bewährten [[Beziehungen]] entfaltet ist. Die Gegenwärtigkeit, unmittelbare körperliche An- oder Abwesenheit ist hierbei gleichültig (Ausschwitz muss man nicht erlebt haben, um es als geschichtliche Wahrheit zu erkennen, wenn man die Bestimmungen des Faschismus verstanden hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit mag als Wort ein Begriff der Erkenntnistheorie sein. In [[Wirklichkeit]] existiert sie aber als Prozess auch materiell und sinnlich in der [[Empfindung]], die in der Täuschung lebt, im [[Widerspruch]] von [[Wahrhaben]] und [[Wahrnehmen]], der sich in dem aufhebt, was [[wahrgemacht]] wird. Es ist dies die Form der [[Erkenntnis]], welche als System [[isolierter]] Wahrheiten die [[bürgerliche Kultur]] ausfülltt. Wahr oder unwahr ist so auch ein Sinn, der Sinn für eine Täuschung. Er erweist seine Wahrheit nur praktisch, z.B. in der Kunst oder Sprache oder im [[Gefühl]] im sinnlichen Verhältnis von wesentlicher und scheinhafter Empfindung oder auch als [[Leben]] in fremder Wahrheit ([[Verrücktheit]]). Es gibt keine wahre oder unwahre Empfindung, wohl aber Empfindungen, die [[Absichten]] oder [[Willen]] enthalten und daher nicht ihre [[Bestimmung]] finden, weil sie wahrmachen müssen, was sie fühlen wollen, um sinnliche Identität zu haben (siehe z.B. [[Wahnsinn]], [[Zwang]], [[Sucht]], [[Depression]]). Es sind scheinhafte [[Empfindungen]], in welchen Menschen ihre Widersprüche zu ihren eigenen Gefühlen mächtig verneinen und die in dieser Selbstverneinung auch erweisbar sind als [[objektive Gefühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann in der [[Wahrnehmung]] bedrängt sein durch seelische [[Absichten]]. Dies kann Menschen ihre Wahrheit (Identität) nehmen oder stören ([[Verrücktheit]]), wenn sie diese als als Lebensbedingung haben. Oft ist die Bewahrung der [[persönlichen Integrität]] innerhalb kultivierter Lebensräume der Grund, warum die von solchen Personen abhängigen Menschen verrückt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Relativierung des Wahrheitsverständnises wird neuerdings mehrfach in psychologischer Absicht betont (vergl. [[Foucault]]). Bei [[Nietzsche]] wird dies noch begründet. Er weist sich in seiner Philosophie der Verstellung selbst aus. Und er sagt auch warum. Wahrheit sei relativ, wenn sie einem anderen Prinzip unterliegt, das für Nietzsche und Nachfolger das höchste Prinzip der Natur ist, absoluter Ursprung des Lebens: Der [[Wille]] zur [[Macht]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Stimmung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Er ruft spielt süßer den Tod - der Tod ist ein Meister aus Deutschland er ruft streicht dunkler die Geigendann steigt ihr als Rauch in die Luft dann habt ihr ein Grab in den Wolkenda liegt man nicht eng. (Aus der Todesfuge von Paul Celan)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die [[vereinzelten]] [[Beziehungen]] in ihren [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] (z.B. durch den [[Warentausch]]) von einander [[getrennt]] existieren, verlangen sie nach einem wirklichen [[Sinn]] ihrer Getrenntheit im Großen und [[Ganzen]] im Anschein einer [[Identität]] (siehe auch [[Schein]]). In der [[Getrenntheit]] der [[ausgeschlossenen]] [[Inhalte]] ihrer [[praktischen]] [[Verhältnisse]] bekommt der [[Schmerz]] ihrer [[Getrenntheit]] einen selbständigen [[Sinn]]. Darin beziehen sich ihre [[Empfindungen]] durch ihre [[Form]] von demm aufeinander, was sich in ihnen [[regt]], worin sie also [[erregt]] übereinstimmen: Es ist ihre Stimmung, in der sie einaner anstimmen und [[austauschen]], also auch austauschbar sind. Was sie im Gemeinen ihrer [[Form]] nach gewinnen, das [[entäußert]] sich in den [[Inhalten]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] und [[verkehrt]] sich zu einer Außenwelt, in der die sie keinen [[Sinn]] von und für sich [[empfinden]], weil sie darin ihren [[Sinn]] aufgehoben haben und also auch ohne [[Verständnis]] sind. Ihre [[Erkenntnisse]] entstehen daher vor allem aus Beziehungen, die über ihre [[Abstraktionskraft]] begründet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmungen sind gesellschaftliche [[Beziehungen]] der [[Selbstwahrnehmung]], worin die eine [[Empfindung]] iwie die andere gilt und von daher einen [[Gemeinsinn]] erzeugt, durch dden die [[Abstraktion]] von ihren [[Gewissheiten]] gewinnen (siehe hierzu die [[Fundamentalontologie]] von [[Martin Heidegger]]), über die sie mit ihrer [[Negation]] in ihrem [[Selbstgefühlen]] übereinstimmt. Auch wenn dies ihnen die Grundlage ihrer Wahrnehmung in ihrem unmittelbaren [[Sinn]] tötet (siehe [[tote Empfindung]]), so vergewissert sie die Wahrnehmung ihrer Verhältnisse durch die Wirkungen einer ungewissen Gewissheit, befördert sie zur Teilnahme an der Selbstvergewisserung einer gewissenlosen Welt. Was sie darin empfinden ist vor allem das, was sie für sich an Gewissheit verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt, die wirkliche Bestimmung, erscheint als formell; die ganz abstrakte Formbestimmung erscheint als der konkrete Inhalt.[[(MEW 1, Seite 216)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmung ist die allgemeine Form von [[Empfindungen]], die [[abstrakte]] [[Form]] in der sie übereinstimmen. Sie geraten in Stimmung, wo ihr [[Sinn]] entfallen und seiner Entstehung, seiner [[Bestimmtheit]] entzogen – und nurmehr als [[Regung]] in ihrer [[Form]] da ist (siehe auch [[Dasein]]). Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, was die [[Wahrnehmung]] für sich als eine bestimmte [[Gewissheit]] empfindet, was sie am Ende ihrer [[Wahrnehmung]] für wahr findet, ohne ihm gewahr zu sein. In der Stimmunhg wird die Stimme zu einem Geheimnis. Die Stimmunsmache ist daher auch das pronbate Mittel durch das sinnlose Verhältnisse einer politiischen Kultur (z.B. Famiolie, Erziwhungb Kirche, BILDUNG9g) Dtaat Kirche) mit fremden Bestimmungen erträglich grmscht weerdee können. (siehe auch [[tore W§ahrnhmung]]). Es ist allerdingd nur die Wahrheit einer Scheinwelt, einer Welt mit viel Sinn für nichts und niemand, die sich also auch selbst als eigene [[Wahrnehmung]] in ihrer Stimung für wahr gefunden, die sie außer sich durch sich selbst gefunden hat, die in ihrere Gewissheit bestimmt, aber zugleich in der Stimmung gleichgültig geworden ist. Eine Stimmung ist also lediglich bestimmt, aber zugleich gleichgültig gegen ihre Bestimmtheit, die Substanz einer selbstbezügichen Wahrnehmun, das Kapitall de bürgerlichenKulltu, weil allles stimig gemacht werden kann und als Eigenheit einer Entfremdung von allem, was ihr für wahr gelten kann. Sie ist lediglich die [[Form]] einer gegensinigen WAhrnehmung, der [[Inhaltse]] einer widersprüchlichen Wahrnehmung, einer [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich, als absolute Empfindung der [[Macht]] einer [[Abstraktfionskraft]] (siehe hierzu auch [[Stimmenhören]]). Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als [[Regung]] durch sich [[körperlich]] auszudrücken und räumlich in ihrer [[Erregung]] auszuweiten (siehe auch [[Musik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken. Aber ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stimmung herrscht die [[Form]], und erscheint als [[Inhalt]] ihrer [[Formbestimmung]] selbst als [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich (siehe z.B. [[Massengefühl]]), als Empfindung an und für sich selbst. Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als Regung wahr zu haben und durch sich körperlich auszudrücken und räumlich in ihrer Erregung auszuweiten (siehe auch [[Musik]]). Jeder [[Form]] ist ein [[Inhalt]] vorausgesetzt denn [[Inhalte]] [[existieren]] nur in einer [[Form]], die seine Weirkung hat und brtreibt. In der [[Beziehung]] der [[Formen]] die als bloße Masse in ihrer Inhaltslosigkeit nichts für sich sein können, teilen sich [[Inhalte]] nur [[abstrakt]] mit. So werden sie zu einer [[Formbestimmung]], worin ihr [[Wesen]] im [[Anschein]] der [[Verhältnisse]] ihres [[Verkehrs]] also auch [[verkehrt]] [[erscheinen]] wenn ihre Form allein durch ihr Gemenge mächtig ist (siehe Prominenz), wenn sie also in ihrer [[Isolation]] (siehe [[Ausschließlichkeit]]) eine Masse darstellen, sich in ihrer Inhaltslosigkeit durch ihre Schrankenlosigkeit vervielfältigen. Je öfter derselbe Inhalt für sich durch die Wiederholung seiner leeren Form bestimmt wirksam ist kann er daher durch seine bloße Masse wirksam werden (siehe auch Geld als Zahlungsmittel) sich [[verselbständigen]]. Seine Macht erscheint dann wie ein Wunder und wird so als [[Fetisch]] auf wundervolle Weise wirksam (siehe [[Warenfetischismus]], [[Körperfetischismus]]). An sich ist eine [[Form]] also das [[objektive]] Gefäß (siehe auch [[Objektivität]]) für einen [[subjektiven]] [[Inhalt]] (siehe auch [[Subjektivität]]), was diesen für sich sein lässt und an sich auch verlassen und [[negieren]] kann (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). [[Geschichte]] [[entwickelt]] sich aus den [[Inhalten]] ihrer [[Natur]], aus ihrer Substanz, aus den [[Kräften]] und [[Bewegungen]], die sie [[subjektiv]] [[begründen]] und ihre [[objektive]] [[Gegenständlichkeit]] zu einer [[objektiven]] [[Form]] bilden (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Die Formbestimmung begründet sich aus dem Unvermögen, einer [[abstrakt]] gewordenen Geschichtlichkeit, die im [[Nichts]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] eine [[Abstraktionskraft]] gegen ihren [[Inhalt]] durchsetzen muss. In der [[Gegensätzlichkeit]] einer [[Entwicklung]] ergibt sich eine [[Beziehung]] allein über ihre [[substanzielle]] [[Identität]] in der [[Einheit]] ihrer [[Gegensätze]]. Darin [[verhält]] sich allerdings nur ihre [[Form]] zu ihren [[Inhalten]] als [[Formbestimmung]] ihrer [[Veränderung]], die ihr [[äußerlich]] verblieben ist, weil sie darin [[veräußert]] und zugleich [[entäußert]] – also doppelt außer sich – geraten sind und in dieser [[Form]] als selbständige [[Negation]] außer ihrem [[Inhalt]] geraten sind. Es hat sich hieraus eine [[Kraft]] aus den [[negierten]] [[Inhalten]] ergeben, von denen die [[Form]] selbst [[abstrahiert]] und als [[Formbestimmung]] ihrer [[Abstraktion]] zum [[Inhalt]] der [[Triebkraft]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] [[Antrieb]] wird. Formbestimmungen ergehen aus der [[Abstraktionskraft]], die von der [[substanzielle]] [[Not]] einer [[Getrenntheit]] betrieben werden, so dass diese als [[Wirkung]] ihrer unaufgelösten [[Widersprüche]] der [[Form]] nach in ihrem [[Doppelcharakter]] ein [[abstraktes]] [[Anderssein]] (siehe [[Negation]]) verwirklichen, das als eine dritte und also ihr [[äußerliche]] [[Bestimmung]] ihrer [[Verselbständigung]] fortbesteht (siehe [[Dialektik]]). Wo Lebenszusammenhänge [[isoliert]] werden und dadurch für sich und für einander unter sich [[abstrakt]] geworden sind, wo ihr [[Dasein]] vorwiegend über ihre [[Form]] in [[Beziehung]] tritt, wird die Häufigkeit ihres Auftretens, die [[Verallgemeinerung]] desselben [[Inhalts]] ihrer formalen [[Darstellung]] [[prominent]] gegen ihr[[einzelnes]] [[Dasein]] und von daher zu einer mächtigen (siehe [[Macht]])[[Bestimmung]] ihrer [[Vermittlung]] der [[Form]] über ihren [[Inhalt]]: [[Formbestimmung]] (siehe hierzu z.B. die [[Wertform]]). Dies stärkt die durch ihre [[Form]] bestimmte [[Position]] in Netzwerken in der Beziehung auf viele Andere. Bei der [[Entwicklung]] der Geldform aus der Häufigkeit des Händewechsels des [[Zahlungsmittels]] (W-G) entsteht z.B. durch die Aneinanderreihung der [[Waren]] im [[Tausch]] eine [[prominente]] [[Beziehung]] von [[Geld]] zu [[Geld]] das [[Kaufmittel]] Geld (W-G-G-W), weil sich [[Geld]] substanzeiell gleich bleibt, sich selbst gleich gilt, gegen sich [[gleichgültig]] ist, die [[Dasein]]Ware aber immer verschieden ist, als je [[einzelner]] [[Gebrauchswert]] in [[Beziehung]] tritt. Wenn also derselbe [[einzelne]] [[Inhalt]] mehrfach durch seine [[Form]] [[allgemein]] [[vermittelt]] wird, wird diese [[bestimmend]] für seine [[Existenz]] (siehe hierzu [[Existenzwert]]). Die Formbestimmung ist daher eine [[quantitativ]] bestimmte [[Form]], die [[qualitative]] [[Verhältnisse]] [[existenziell]] ermächtigt und durch ihre [[Masse]] selbst [[bestimmt]]. Von daher hat eine Formbestimung [[Macht]] über ihren [[Inhalt]] (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]). An sich ist jede [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] [[bestimmt]]. Wo aber ein [[Inhalt]] gegen seine [[Form]] [[gleichgültig]], von daher seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existieren kann, ist er nicht formbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]]. Und wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] darstellen, als bloßer [[Körper]], als das [[Material]] seiner [[Natur]] formbestimmend werden. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] zwischen [[Form]] und [[Inhalt]] auf ein substanzielles Verlangen nach dem Unerfüllten, wird zur [[Abstraktionskraft]] einer [[Beziehung]] im bloßen [[Dazwischensein]], wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem was nicht ist, von dem [[Abwesenden]] haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem [[Inhalt]] nach das [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur als [[Abstraktionskraft]] [[verwirklichen]] kann, indem sie sich gegen den Mangel ihres bestimmungslosen [[Daseins]] aus der [[Notwendigkeit]] seiner [[Wesensnot]] antreibt. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. [[Getrennt]] von diesen wird in der [[Ausschlieplichkeit]] ihrer [[Beziehungen]] auf sich selbst, auf ihren [[selbstbezüglichen]] Zusammenhäng die [[Kraft]] ihrer [[Bestimmtheit]] zur [[Abstraktionskraft]] eines [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesens]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist. Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst [[getrennt]] wird, entsteht ein Verlust an [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was zusammengehört, eine [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[nichts]], durch ihre [[nichtig]] [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Eine Formbestimmung ist das Resultat einer Entzweiung, die durch die Verdopplung seiner im [[Allgemeinen]] [[widersinnigen]] [[Beziehung]] gegen seine darin [[isolierte]] [[Einzelheit]] stellt. Weil diese [[Beziehung]] unvermittelt und also [[unmittelbar]] [[abwesend]], also wesenlos ist, teilt sie ihren [[Inhalt]] in eine [[Beziehung]] seiner [[abstrakten Allgemeinheit]] und seiner wie [[zufällig]] [[erscheinenden]] [[Einzelheit]] auf, indem sie ihre [[allgemeine]] [[Form]] zugleich gegen ihre [[einzelne]] und zufällige [[Bestimmung]] außer sich [[auftrennt]] und durch die in ihrer und durch ihre [[abstrakt]] gewordene [[Beziehung]] [[bestimmt]] und in der [[Systematik]] ihrer [[Verallgemeinerung]] außer sich wie durch eine [[fremde Kraft]] einer ihr [[äußerlichen]] [[Ganzheit]] (siehe [[Abstraktionskraft]]) [[fremd bestimmt]] (siehe hierzu die [[allgemeine Wertform]]). Je weniger ein [[Inhalts]] zählt, je [[widersprüchlicher]] er ist, desto mächtiger wird seine [[Form]], worin sich seine Gegensätze vereinen, sich [[substanziell]] bewahren und bewähren müssen. Eine Formbestimmung ist die [[Bestimmung]] eines [[Inhalts]] durch eine [[Form]], die das [[Allgemeine]] seiner Existenz zumindest abstrakt darstellt (siehe hierzu auch [[abstrakt Allgemeines]]). Sie entsteht aus den gegensinnig bestimmten [[Formen]] (siehe [[Dialektik]]), durch die [[Gleichgültigkeit]] der [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]], die ihre [[abstrakte]] [[Beziehung]] verdoppeln indem sie ihre [[abstrakte]] [[Form]] doppelt [[vergegenwärtigen]]. Sie [[bestimmen]] ihre [[Inhalte]] so, wie sie davon zugleich bestimmt sind (vergleiche hierzu z.B. [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] durch seine Funktion als [[Maß der Werte]] und [[Geld]] als [[Kaufmittel]] durch seine Funktion als [[Maßstab der Preise]]). Die wesentliche [[Folge]] der [[gesellschaftlichen]] [[Macht]] einer [[Abstraktion]] ist die [[Verkehrung]] ihrer [[Inhalte]] zur Bestärkung ihrer [[Form]], in der ihre [[Inhalte]] eine verkehrte [[Wirkung]], eine verkehrte [[Wirklichkeit]] erfahren die sie durch ihre [[verselbständigte]] Macht (siehe hierzu [[fremde Kraft]]) [[bestimmen]]. Eine [[Bestimmung]] ist das, was ein [[Wesen]] in einem anderen [[reflektiert]], was der Stimme von einem [[Wesen]] auf dieses erfolgt und hierdurch eine Verneinung (siehe [[Negation]]) seiner [[Subjektivität]] betreibt, indem es [[objektive]] [[Wirkung]] [[erfährt]], hiervon bestimmt ist, also dessen [[wesentliche]] [[Bestimmtheit]] solange [[fortbestimmt]], wie es durch andere [[Reflexionen]] anderer [[Wesen]] also [[wesentlich]] verändert wird und hierdurch seine Negation negiert. Dies macht die Erneuerung seiner [[Eigenschaften]] aus, die seine [[Geschichte]] als Veränderung ihrer [[Eigenheiten]] (siehe auch [[Eigentum]]) [[entwickeln]]. Dieser Prozess ist bei Marx der Prozess einer [[objektiven]] Veränderung durch die ihrer geschichtlichen [[Kraft]] [[bewussten]] [[Subjekte]], bei Hegel eine [[Selbstveränderung]] in der [[fortbestimmten]] [[Entfaltung]] seiner wesentlichen [[Gründe]], deren Rückkunft in einer höheren, weil [[reichere]] Ebene ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]]. Was nottut, verlangt nach einer Änderung, einem[[Anderssein]] der [[Verhältnisse]]. Es muss in diesen begriffen sein, um veränderbar zu werden. Aber der [[Begriff]] sowohl [[gegenständllicher]] als auch [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] kann in [[Wirklichkeit]] nur wahr sein, wenn sich [[Begriff]] und [[Sache]] im [[Verhältnis]] ihrer [[Wirkungen]], in ihrer [[Wirklichkeit]] [[identifizieren]] lassen. Bleibt diese nur [[abstrakt]] durch eine [[fremde Kraf]]t vermittelt, so wird sie von einer [[Abstraktionskraft]] betrieben (siehe auvch [[Trieb]]), die einem ihrem [[Wesen]] [[fremden]], einem [[abwesenden]] [[Grund]] entspringt und daher als leere [[Formbestimmung]] eine übermächtige[[Wirkung]] hat. Diese [[verkehrt]] das [[Verhältnis]] von [[Form]] und [[Inhalt]], indem sie die [[Form]] [[inhaltlich]] bestimmend [[erscheinen]] lässt, als Naturalform ihrer [[Verhältnisse]] (sihe hierzu z.B. [[Autopoiesis]]), die ihr [[Dasein]] [[wie eine]]innerlich [[wirkende]] [[Natur]][[bestimmt]] (siehe hierzu [[Warenfetischismus]]). Formbestimmung ist die [[Erscheinungsform]] der [[Bestimmung]] einer [[abstrakten]] [[Form]], die selbst aus ihr über die Verdopplung ihrer [[Substanz]] durch ihren Widerschein ([[notwendiger Schein]]) als [[Form]] durch sich und für sich, also an und für sich hervorgegangen ist. Wo die [[Form]] sich als Ursprung wie Resultat ihrer [[Inhaltlichen]] [[Beziehung]] [[verhält]], die sich selbst abgebrochen hat und nurmehr in der [[Form]] [[aufgehoben]] ist, weil sie in ihrer [[Inhaltlichen]] [[Entwicklung]] keine ihr angemessene [[Form]] finden kann, da [[verallgemeinert]] sich ihre [[Form]] durch ihre bloße Funktion, durch die [[Tatsache]] ihrer [[Beziehungen]], die sich durch ihren [[Widerspruch]] [[substanziell]] selbst [[abstrakt]] geworden sind. Weil sich diese [[Tatsache]] [[Inhaltlich]] [[widerspricht]], mal dieses, mal jenes sein kann, weil sie im Grunde beliebig ist und keinn Sinn vermitteln kann, müssen sich auch ihre [[Inhalte]] im [[Allgemeinen]] duch einander [[nichten]]. Die Formbestimmung betreibt ihren [[aufgehobenen]] [[Inhalt]] als Residuum, als [[Abstraktionskraft]] der [[Allgemeinheit]] ihrer i[[Inhaltlichen]] [[Beziehungen]], die nicht einfach nur [[Nichts]] sein können und deshalb in ihrer Nichtigkeit (siehe [[Negation]]) in die [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Substanz]] verfallen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]]). Karl Marx hat die Entwicklung einer Formbestimmung an der [[Entwicklung]] der Geldform aus der [[Wertform]] dargestellt, in der die [[Beziehung]] des einfachen und zufälligen [[Inhalts]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]]von [[Waren]] abgebrochen ist und sich die [[inhaltliche]] [[Beziehung]] des [[Zahlungsmittels]] als [[Ware]]gegen [[Geld]] (W-G) zur [[Beziehung]] eines [[Kaufmittels]] als [[Geld]] gegen [[Ware]] (G-W) mit der Aufhäufung der Kaufakte gleichsetzt und somit [[gleichgültig]] gegen ihren [[Inhalt]] wird. Da somit die [[Beziehung]] W-G und G-W im [[Geld]] gleichgesetzt ist, verdoppelt es seine leere Funktionalität (W-G-G-W), die sich allgemein als [[Beziehung]] des Geldes zu sich selbst (G-G) durchsetzt. Von da her wird [[Geld]] als [[Kaufmittel]]mächtig gegen seine Funktion als bloßes [[Zahlungsmittel]] und hierdurch zum [[Subjekt]] des [[Warentauschs]], zu dessn [[allgemeiner]]Formbestimmung. Hierdurch bestärkt die Form sich selbst, weil sich alles im [[Nichts]] nur um sich selbst [[bewegt]] und sich zugleich durch seine abstrakte [[Substanz]] auf alles bezieht, das seine [[Form]] einnehmen und annehmen kann. Während es im [[Allgemeine]]n für alles da ist, ist es für sich gleichbleibend und zugleich durch alles andere in seiner Vermittlung außer sich, also [[objektiv]] als [[Form]] bestärkt, zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] geworden, wodurch sich die [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]] zu ihrer [[Form]] [[verkehrt]] hat (siehe heirzu [[Verkehrung]]). Jede [[Geschichte]] entwickelt mit einer naturhaften [[Notwendigkeit]] ihre [[Form]] durch die [[Inhalte]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Jede Produktform menschlicher [[Arbeit]] ist die gesellschatliche Form ihrer [[Natur]]: [[Naturalform]] ihrer [[Gesellschaft]] (siehe [[Naturbestimmung]]). Eine [[Form]] kann sich nur durch ihre [[wirklichen]] [[Inhalte]] entwickeln, denn jede [[Entwicklung]] geschieht durch einen [[Inhalt]], der seine [[Form]] finden muss, um [[gegenständlich]], also [[objektiv]] da zu sein (siehe [[Dasein]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Nun zeigt uns schon unsere gewöhnliche Sprache, daß wir in unserem Inneren etwas tragen wie ein Prinzip, das diese verschiedenen Gebiete, in denen sich unsere [[Sinn]]e neigen, zusammenfaßt. Wir sprechen zum Beispiel von warmen und kalten Farben, wenn wir auch empfinden, daß das für unsere Verhältnisse zunächst nur vergleichsweise dadurch da ist, daß wir durch den Gesichtssinn die Kälte und Wärme, Hell und Dunkel wahrnehmen und als warme oder kalte Farben. Wir erkennen alles nur aus einer gewissen inneren Verwandtschaft, die wir fühlen, das, was der eine SinnDass im Erleben einer Gesamtstimmung auch verschiedene Sinnesqualitäten gesetzmäßig miteinander korrespondieren können, hat Rudolf Steiner etwa in seinen Ausführungen zur Eurythmie am Beispiel von Lauten und Farben gezeigt. Daraus ergeben sich auch Hinweise für die Farben der Bekleidung, die etwa zur Gesamtstimmung eines bestimmten Gedichtes passen. Die Farbe erscheint hier als „der an der Außenwelt fixierte Gemütsinhalt“. (Über Stimmung – AnthroWiki)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochzeit der [[Beziehungen]] der politischen [[Selbstgefühle]] war die Zeit des [[Biedermeier]], die Herrschaft der [[Selbstgerechtigkeit]] in der Wohnlichkeit (siehe [[Gewohnheit]]) einer eigensinnigen Autorität (siehe [[autoritärer Charakter]]) Darin galt vor allem das [[Selbstgefühl]] intellektueller [[Selbstgerechtigkeit]] dem [[politischen Bewusstsein]], dem durch eine anachronistischen Wendung zur [[Phänomenologie]] ein allgemeines Lebensverständnis (siehe [[Verstand]]) angedient wird. &#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: &#039;&#039;Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?.&#039;&#039; ([[MEW 2, S. 83]]) [[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]]. von ihrer Aussage her (siehe auch [[Sprache]]) wird [[Wahrheit]] ungewiss und von da her zu einem Selbstzweck des [[Denkens]] (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]), zu einer Teleologie zweckhafter [[Beziehungen]], denen ein [[Sinn]] vorangestellt wird, den sie durch nichts erweisen können und der deshalb auch nicht [[bewiesen]] werden kann (siehe hierzu auch [[Gott]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir. (Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, A 289)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auskunft über sich hat Immanuel Kant (1724-1804) selbst gegeben und damit auch getroffen, was seine &#039;&#039;zwei Seiten&#039;&#039; im Wesentlichen ausmachen: Die [[Metaphysik]] seines Vernunftbegriffs in der &#039;&#039;Kritik der reinen [[Vernunft]]&#039;&#039; und dem praktischen [[Nutzen]] seiner [[Moral]] der [[Aufklärung]], die [[Moral]] der Mündigkeit als wesentliche Aussage eines [[emanzipatorischen]] [[Selbstverständnisses]] in seiner &#039;&#039;Kritik der praktischen Vernunft&#039;&#039;. Beides suchte er zu vereinen in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039;. Allerdings ist er als erster [[Philosoph]] einer [[allgemeinen]] [[Begrifflichkeit]] [[bürgerlicher]] [[Verständigung]] (siehe auch [[Verstand]]) auf deren Doppelbödigkeit zwischen [[Vernunft]] und [[Moral]] noch jeweils unvermittelbar einseitig verblieben, einerseits in seiner biologischen [[Anthropologie]], die z.B. den [[Nationalsozialisten]] als [[Begründung]] ihrer [[Rassenlehre]] dienen konnte, und dem praktischen [[Moralismus]] seines &#039;&#039;[[Kategorischen Imperativs]]&#039;&#039; auf der anderen Seite, der einen [[Selbstwiderspruch]] im [[bürgerlichen Bewusstsein]] betreiben sollte. Es war ihm mit seiner Auffassung ihrer [[Dialektik]] nicht möglich eine [[wirklich]] [[emanzipatorische]] [[Philosophie]] zu entwickeln, was ihm von einigen der ihm nachfolgenden Denkern vorgehalten wurde, die in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039; keine [[Beziehung]] anerkennen konnten. Ohne ein [[kritisches]] [[Verhalten]] zur [[Wirklichkeit]] (siehe [[kritische Theorie]]) wird im [[bürgerlichen Bewusstsein]] alles von dem, was eine [[Geschichte]] aufklären könnte, zur [[persönlichen]] [[Selbstbehauptung]] einer [[Vorstellung]] von dem, was es sein könnte oder können soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte wird daher, wie die Wahrheit, zu einer aparten Person, einem metaphysischen Subjekt, dessen bloße Träger die wirklichen menschlichen Individuen sind. Die absolute Kritik bedient sich daher der Phrasen. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Adorno]] war das wahr, was sich [[identisch]] bleibt. Aber in der [[Wirklichkeit]] der [[Kultur]] verfestigen sich immer mehr Unwahrheiten und auch stetige [[Strukturen]] sind nicht einfach wahr (siehe [[Systemtheorie]]). Unwahrheit ist also weder das Identische an sich, noch das Nichtidentische, wie er dies [[verstanden]] wissen wollte um seine [[negative Dialektik]] als Grundlage einer [[kritischen Theorie]] zu verfassen. Wesentlich für eine Befragung der [[Wahrheit]] ist die Feststellung, dass das [[Identische]] an sich schon einen [[Widersinn]] beinhaltet: Eine [[Wahrheit]] an sich gibt es nicht, weil [[Identität]] lediglich eine [[Reflektion]] der [[Erkenntnis]] gegen [[Täuschung]], eine [[Abstraktion]] für sich ist. Sie kann sich nur durch die Entdeckung vertauschter [[Inhalte]] in ihrer [[widersprüchlichen]] [[Wirklichkeit]] bewahrheiten und in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Aufhebung]] verwirklichen, sich in einer erneuerten [[Wirklichkeit]] [[wahr machen]]. [[Wahr]] ist, worin sich [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] in dem einig sind, was sie [[wahrhaben]]. [[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]]. &#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ... Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen?&#039;&#039; [[(MEW 1, S. 6)]] Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]]. Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]] [[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]). Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]]. [[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen. Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]): &#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis &#039;&#039;des Menschen zum Menschen&#039;&#039; ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist.&#039;&#039; [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]] kennbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen? [[(MEW 1, S. 6)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis des Menschen zum Menschen ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist. [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil [[Adorno]] als [[Kritiker]] des [[Positivismus]] zugleich den Ausgangspunkt der [[Kritik]] schon im [[reinen]] [[Denken]] [[begriffen]] haben wollte, hatte er sein Denken gegen jeden positiven Ausgang gestellt und damit eine [[&#039;&#039;Negativen Dialektik&#039;&#039;]] begründet. Hierdurch konnte er sich als durch sich selbst schon freien Denker [[popularisieren]] und seine [[Kritik]] mit seiner alles überwindenden [[Philosophie]] einer [[negativen]] [[Wahrheit]] bestimmen. Und dies durch eine spärlichen, weil [[abstrakt]] verbleibenden Einwand eines freien und also [[unendlichen]] Intellekts einer gedanklichen [[Ewigkeit]], der sich selbst überwinden musste, um seine Positivität aus sich heraus oder durch die Jenseitigkeit einer [[künstlerischen]] [[Empfindung]] zu [[entwickeln]]. So wurde er vor allem selbst zur Kultfigur von [[bildungsbürgerlichen]] Literaturkonsumenten und deformierte im Bezug auf die theoretischen Grundaussagen von Marx mit seinen Rückgriff auf den [[Begriff]] des [[Warenfetischismus]] zum Hinterhalt einer im Grunde antimarxistischen [[Theorie]] bei, die seiner [[Negativen Dialektik]] mit seinem [[Verstand]] von einem richtigen, einem gegen das [[Falsche]] bereinigten [[Leben]] einen [[revolutionären]] [[Totalzitarismus]] des teinen [[Denkens]] einhauchte. Mit seinem [[Verstand]] vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; sollten schließlich die [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] des [[Warentauschs]] und des hierdurch [[fetischisierten]] [[Bewusstseins]] zumindest [[psychologisch]] identifizierbar und ebenso überwindbar sein (siehe hierzu [[Subjektkritik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam zu Adornos Gefallen an einer überlebensgroßen [[Kultur]] der [[Kunst]] die Theorie vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; hinzu, das dem &#039;&#039;falschen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen wäre (siehe [[Leben]]), weil es dessen &#039;&#039;Beschädigungen&#039;&#039; abwenden könne. Dies hatte qllerdings jede [[kritische]] [[Erkenntnis]] von ihrem [[wirklichen]] [[Sinn]] frei geschlagen und sich in dem [[Moralismus]] einer intellektuellen Eigenmächtigkeit durch die [[Selbstgerechtigkeit]] eines [[philosophisch]] abgehobenen [[Bewusstseins]] fortgebildet, wie sie auch schon mal vom [[Existenzialismus]] [[Martin Heideggers]] angelegt war, der allerdings stattdessen eine [[Fundamentalontologie]] der [[Erkenntnis]] von [[Wahrheit]] über den [[Sinn]] des [[Seins]] als sinnliches [[Bewusstsein]] im [[Dasein]] der Menschen entwickelte. Er war von daher in seinem [[reaktionären]] Anliegen vielleicht auch nur &#039;&#039;ehrlicher&#039;&#039; als [[Adorno]], den man als Begründer eines [[reaktionären Marxismus]] ansehen kan. Es scheint, als ob Heidegger ihn wieder abgelöst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Erkenntnis]] unterstellt immer schon eine [[Wirklichkeit]] und [[Wahrheit]]Bestimmung der [[Wahrheit]]politischen Kultur (siehe auch [[Wahrheit]]Stimme), die [[sinnlich gewiss]] wäre, wenn die Menschen darin ihre Entfremdung von sich und von ihrer Gesellschaft durch deren [[realen Abstraktionen]] hindurch erkennen können, Eine Vermittlung der Wahrnehmungen für die [[Erkenntnis]] ihrer einzigartigen Empfindungenrnu. Dies nterstellt aller dings [[Sinne]], in denen und durch diese sich ihrer [[selbst]] unzweifelhaft, ihrer zwischenmenschlichen [[Wahrnehmung]] also ohne jeden [[Zweifel]] [[gewiss]] sind. Das ganze Interesse ihres Erkenntnisvermögenns hat es eben einfach nötig, im Menschen [[ganz]] das zu [[empfinden]], was außer sich und also außer dem ist, was er finden kann, was also nur [[sinnlich gewiss]] ist, wenn diese [[Empfindung den]] in Wahrheit als [[Ganzes]], als das nimmt, was es im Zusammenhang seiner [[Erfahrungen]] wirklich [[wahrhatte]] und sich von daher nicht [[täuschen]] lässt. Worin sie übereinstimmen wid zur Form ihres Zusammenhangs, zur Stimmung, worin sie ihre abstrakten Wahrnehmungen identifizieren. Worin Menschen ihren Gegenstand nicht ganz begreifen können, weil sie voneinander vereinzelt und isoliert leben, sich mit ihrer Wahrnehmng als [[Ganzes]] nicht einer allen gemeinen [[Erkenntnis]] zuwenden können, werden auch die Elemete ihrer Wahrnehmung zerteilt und von dem abgetrennt, was sie in ihren Empfindungen und Gefühlen wirklich wahrhaben. Ähnlich der warenförmigen [[Vermittlung]] der Arbeitsprodukte wird in der [[politischen Kultur]] die Stimmunng zur [[Form]] der [[allengemeinen]] [[Vermittlung]] gesellschaftlicher W[[Selbstveredelung]]ahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Wesen]] kann nur im [[Ganzen]] wahr sein. Um einen [[Sinn]] für das [[Ganze]] zu bilden (siehe [[Sinnbildung]]) ist dessen [[Wesen]] im [[Einzelnen]] wie auch im [[Allgemeinen]] zu [[ergründen]]. Und um schließlich in der [[Auftrennung]] der [[Wahrmehmung]] auch die [[Wesensnot]] der Menschen als [[Entfremdung]] von der [[Natur]] ihres Wesens in ihnen und durc sie selbst er, ihrer Gattung zu erklären, kompliziert sich das [[Wesen]] ihrer [[Erkenntnis]] in den [[Lebensverhältnissen]] der Menschen, worin sie [[isoliert]] [[Einzeln]] zwischen sich und anderen [[existieren]]. In ihrem [[Dazwischensein]] können sie nur [[abstrakt allgemein]] miiteilen und [[vermitteln]] und sollen sich darin dennoch ihrer selbst [[bewusst sein]]. Die Wahrheit eines solchen [[Selbstbewusstseins]] verlangt nach einem [[allgemeinen]], nach einem [[gesellschaftlichen]] [[V]] der [[Erkenntnis]], das über die vereinzelten [[Wahrnehmungen]] hinaus sich auch deren [[abwesenden]] [[Substanzen]] gewiss werden kann. Im Besonderen lässt sich ihre Einzelheit in der Einheit ihrer [[allgemeinen]], ihrer [[abstrakt menschlichen Sinnlichkeit]] auch so [[allgemein]] begreifen, wie sie im [[Allgemeinen]] auch durch das [[Begreifen]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensverhältnisse]] als vereinzelte Sinnlichkeit erkannt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[bürgerliche Gesellschaft]] war die erste [[Gesellschaft]], in der sich die Menschen durch die Modernisierung (siehe [[Moderne]]) ihrer [[Produktionsmittel]] freiwillig isoliert hatten (Marx). Über ihre [[Veräußerungen]] durch moderne [[Technologien]] konnten sie zwar die [[persönlichen]] Bindungen des [[Feudalismus]] überwinden. vereinsamten aber in der [[Vergesellschaftung]] ihrer [[wirklichen]] [[Beziehungen]] durch den [[Warentausch]], durch die [[Gesellschaftlichkeit]] abstrakt bestimmter, also [[entäußerter]] [[Lebensäußerungen]] der [[burgherrlichen]] [[Lebensverhältnisse]]. Ihr gesellschaftlicher Zusammenhang existiert darin eben nur gebrochen in der [[Form]] ihrer Erzeugnisse, einer ungeheueren Warensammlung, in der ihr [[Reichtum]] existiert. Sie kann durch die [[Teilung der Arbeit]] und dem [[Dasein]] der Produkte nur in der [[Form]] unzähliger [[Trennungen]] existieren. Da[[Ganze]] der Getrenntheiten in ihren [[Verhältnissen]] kann daher als solches nur [[wahr]] sein, wenn das [[Einzelne]] darin wenigstens als [[abstrakten]] [[Beziehung]] auf das Ganze bewahrt ist. Und das Einzelne kann im [[Ganzen]] nur [[wahr]] sein, weil es seiner selbst nur im [[Ganzen]] [[wirklich]] ist. Und es ist sich durch seine [[Wirkungen]] im Ganzen gewahr, weil es durch seine [[Einzelheit]] das [[Ganze]] bildet und sich daher auch nur als Einzelnes im [[Ganzen]] erkennen kann - weil es darin eben sich selbst in seiner [[Allgemeinheit]] [[wahrhat]] die aus ihm begründet ist. Denn dies geht ihr [[geschichtlich]] voraus, bevor es allgemein (siehe auch [[Begriff]]) existieren, [[gesellschaftlich]] [[wesentlich]] werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings bewegt sich in der [[Religion]] noch das Allgemeine als [[abstrakter]] Mensch vom Himmel herunter und steigt auch dahin wieder auf. Aber der [[Übermensch]] umarmt den [[wirklichen]] Menschen um seine [[Isolation]] zu beherschen, seine Spaltung (siehe auch [[Teilung]]) zu [[totalisieren]] und sie ihm als allgemeine [[Notwendigkeit]] des [[Lebens]] mitzutilen, Der [[abstrakt allgemein]]e Mensch herrscht durch den [[Tod]] und verachtet den Menschen und seine [[Wirklichkeit]], weil sie die [[Notwendigkeit]] seiner wirklichen [[Wesensnot]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erkenntnis]] kann nur entstehen, wo die Frage nach ihrer [[Wahrheit]] schon in ihrer [[Wahrnehmung]] aufgelöst, wo also [[Täuschung]] ausgeschlossen ist. Aber [[Täuschung]] erscheint heute allmächtig, weil die [[Medien]] und [[Methoden]] der [[Wissenschaften]] selbst schon ihre [[Wahrnehmung]] von vorn herein relativieren, sie wie Produkte einer bloßen [[Gegebenheit]] (siehe hierzu [[Positivismus]]) oder einer Lebenskonstruktion begriffen wissen wollen (siehe hierzu [[Konstruktivismus]]), und sei diese auch nur [[strukturell]] vorauszusetzen (siehe [[Strukturalismus]]). Was durch &#039;&#039;täuschend echte&#039;&#039; Imagination mit den [[Algorithmen]] der &#039;&#039;technischen Intelligenz&#039;&#039; gemacht werden kann, lässt sich leicht [[kulturpolitisch]] normativ verwenden und praktisch jede [[Persönlichkeit]] herstellen oder verfälschen. Wer [[Erkenntnisse]] nur [[persönlich]] machen kann, wird sich jenseits aller [[gegenständliche]] [[Beziehung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] und den Konflikten ihrer [[Selbstwahrnehmungen]] und ihrem [[selbstgerechten]] [[Moralismus]] (siehe [[Spießertum]]) aufreiben müssen - um darin vielleicht eine &#039;&#039;wahre Persönlichkeit&#039;&#039; mit einer durch ihren [[Selbstwert]] [[abgetöteten Wahrnehmung]] zu werden (siehe [[Selbstveredelung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor aller [[Erkenntnis]] muss daher schon ein [[Sinn]] für Wahrheit durch die Auflösung von [[Enttäuschungen]] [[entwickelt]] sein, wie er in einer Gesellschaft [[beliebig]] [[austauschbarer]] [[Beziehungen]] zwangsläufig nötig ist. Um die [[Wahrnehmung]] als Zeugnis des [[Lebens]] zu [[begreifen]] musss ihre [[elementare]] [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]], ihre [[Empfindung]] im [[Verhältnis]] zu ihren [[Gefühlen]] bewahrt und [[sinnlich]] bewährt sein und bedarf von daher auch der [[Analyse]] einer dem entsprechend [[politischen Ästhetik]], eines [[Kults]] der [[Selbstwahrnehmung]] in einer [[Gesellschaft]] der [[Selbstgefühle]], in der die [[Ideale]] über jede [[Wirklichkeit]] herrschen (siehe hierzu auch [[abstrakt menschliche Gesellschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den [[Ideen]] und ihrer [[Wirklichkeit]] herrschen [[Ideologien]], die nicht [[wirklich]] wahr sein könen, weil sie keinen [[Sinn]] durch sich selbst haben und finden, nichts wirklich [[empfinden]] können, weil sie Sinn an sich gegen Sinn für sich, weil sie [[widersinnig]] sind, ihren Sinn aus sich selbst folgern und zugleich sich hierdurch begründen. Wahrheit ist die Auflösung von [[Widersinnigkeiten]] ihrer [[Selbstgerechtigkeit]] (siehe auch [[Moral]]) durch die [[analytische]] Aufklärung und [[Erklärung]] einer tautologischen [[Beziehung]] (siehe [[Selbstbeziehung]]) von [[Grund]] und [[Folge]], die in eine unendlichen Beziehung geraten ist. Darin gelten sich [[Ursache]] und [[Wirkung]] substanziell gleich, sind in ihrer [[Gleichgültigkeit]] [[ausschließlich]] an einander und durch einander identifiziert und daher wesentlich ununterscheidbar geworden (siehe hierzu auch [[Positivismus]]), in ihrer [[Anwesenheit]] zugleich [[abwesend]]. So besteht der Sinn ihrer [[Geschichte]] nur aus bloßen [[Tatsachen]], die sich durch ihre Folgerungen im [[Verhalten]] ihrer [[Verhältnisse]] begründen und antreiben, sich nurmehr im [[Trieb]] ihrer [[Gewohnheiten]] als Produzenten und Produkte ihrer [[Scheinwelt]] bestimmen und wiederfinden, sich in dem [[erkennen]], worin sie sich schon vor aller [[Erfahrung]] [[kennen]] (siehe auch [[Gedankenabstraktion]], [[Realabstraktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit gibt es keinen Anfang und kein Ende der [[Erkenntnis]] - sie selbst macht [[Geschichte]] und ist nur durch sie (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Bevor ein [[Einzelnes]] sich [[kennt]], war es schon in [[allem gemein]] von dem, was ist (siehe [[Sein]]). Im [[Glauben]] an ihre [[persönliche]] [[Selbstverwirklichung]] verwirklichen [[Ideologien]] aber nur den [[Widersinn]] einer [[Selbsttäuschiung]] über ihre persönliche [[Identität]], eine [[Täuschung]], die nicht [[enttäuscht]] sein will und daher in den [[Absichten]] einer ihnen [[fremden]] und daher [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentität]], aus der [[Verkehrung]] ihrer Bewahrheitung gegen das, was sie [[wahrhat]] zu sich kommt (siehe auch [[hermeneutischer Zirkel]]). Die Umkehr solcher [[Wahrnehmung]] kann zunächst nur durch konsistente, also widerspruchsfreie Darstellung ihrer [[Verhältnisse]] bewahrheitet werden, aus der auch der [[Grund]] ihrer [[Selbsttäuschung]] erklärlich wird. Hierdurch wird auch deren [[Absicht]] aus der [[Reduktion]] ihres [[Wesens]] auf die [[Erscheinungen]] aus den [[Tatsachen]] ihres [[Daseins]] deutlich, als Rückbeziehung, als re-ligio auf die Kreisläufe in deren [[Abstraktionen]] bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d&#039;honneur [Ehrenpunkt], ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. “ [[(MEW 1, S. 378f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[widersinn]] der [[Religionen]] erklärt sich aus dem [[Verhalten]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] (siehe hierzu [[Dialektik]]) das aus den [[Reduktionen]] ihrer [[Natur]] gegen die [[einzelnen]] Gründe die [[Formen]] und [[Formbestimmungen]]ihrer [[Wirklichkeit]] ersichtlich wird (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]) und immer zweideutig bleibt. Denn was nicht eindeutig wird, bleibt ungewiss, im Grunde [[abergläubisch]]. Es kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, ist nur zwischen Unterschiedenem identisch (siehe auch [[Dazwischensein]]), aber ohne Wahrheit und also nur [[zweifelhaft]] da. Es existiert im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]], der seine [[Gründe]] und [[Folgerungen]] durch seine in sich schon identifizierten Entgegensetzungen im Kreis dreht, tautologisch ist. In ihrer Beziehung aufeinander müssen sie sich gleichbleiben und also von sich absehen. Darin [[verallgemeinert]] sich beides in einem [[abstrakt Allgemeinem]], in einer Identität der [[Wahrnehmung]] (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]), einer [[Allgemeinheit]], die eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] bewahren und bewähren kann (siehe [[Dialektik]]). Und diese lässt sich auch nur [[abstrakt]] [[entwickeln]], wird geschichtslos und dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammerthales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“ [[(MEW 1, S. 379)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen Inhalt zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] [[objektiv sein soll]], ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Herkunft, [[Klasse]], Alter oder Geschlecht, sondern auch in dem, was für sie als wahr gilt, was sie zwischen [[Wahrheit]] und [[Täuschung]] unterscheiden. Immerhin entsteht durch alles, was ihre [[Wahrnehmung]] mit sich identisch werden lässt die entscheidende [[Substanz]] der [[Sinnbildung]] und des darauf gründenden Urteilskraft, den [[Verstandes]], der Urteilskraft des [[Gefühls]] in einer Welt, in der die [[unmittelbare]] [[Gewissheit]], die wahre [[Selbstgewissheit]] des [[Lebens]] unentwegt gebrochen wird. Die Empathie hierfür wird daher in einem wie [[selbstverständlich]] scheinenden [[Dasein]] (siehe auch [[Scheinwelt]]) zersetzt, welches die [[Empfindungen]] der Menschen nur [[abstrakt]] zusammenführt (siehe auch [[abstrakt menschlicher Sinn]]) und sie durch den [[Glauben]] an ihre [[Ewigkeit]] ersetzt. Darin wird es unmöglich ihnen dessen wahre Zusammenhänge zu eröffnen, die ihre [[Seelen]] aus den dumpfen Ahnungen ihrer naturgetrübten Gedankenwelt heraustreibt und zu einem menschlichen [[Bewusstsein]] [[emanzipiert]]. Denn nur dieses kann die gesellschaftliche Voraussetzung und der [[Inhalt]] eines menschliche [[Selbstbewusstseins]] sein. Und von da her hat dies strenge Folgen für jegliche &#039;&#039;Informationsverarbeitung&#039;&#039; in allen Lebensbereichen, den [[persönlichen]], [[zwischenmenschlichen]] und [[politischen]] überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was ihre lebendige [[wahrnehmung (siehe auchtote Wahrnehmung) ausmacht, ist dieWahrheitihrerWahrnehmungfür sich, das für wahr nehmen ihresLebensund seinerGründein dieser Welt in ihrerGeschichteundGegenwart. Was für die einen einGlaubean das Glück auf Erden oder an einenGottder Schöpfung oder an das Vaterland ihresHeilsist, mag für die anderen einGlaubean die &#039;&#039;FreiheitderWissenschaft&#039;&#039;, an dieVernunfteines Weltgeistes oder an die Botschaften des Internets, der Werbung, den Weltuntergang usw. sein. Letztlich bestehen ihreErkenntnissedaraus, was sich ihnen alsWahrheitfür ihrLebeneröffnet hat, was für sie sich über dessen verschiedene Momente als das bewahrt hat, was für sie gültig geworden ist, was Geltung in ihrem Lebensbereich bekommen hat, die soallgemeinwie aucheinzelnstimmig ist und sich über ihreStimmungenhinweg erheben kann. Eine Wahrnehmungsidentität ist von da her dieWahrheiteinerWahrnehmung, wie sie sich im Lebenszusammenhang der Menschen bewährt und bewahrt und sich darin durch dieUmständeihrer gesellschaftlichen oderzwischenmenschlichen Beziehungenerschlossen hat oder auch verschlossen bleibt. Es ist, was sich alsGanzesauch in einer gebrochenenWahrnehmungerwiesen hat, auch für das gilt, das nicht wahrnehmbar ist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiNert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begriffen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen, den [[Formbestimmungen]] ihrer [[Strukturen]] zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder die in der [[isolierten]] [[Einzelheit]] ihres [[Daseins]] ihre Wahrheit zufällig und positiv begründen will (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann dies alles nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]] und durch seine Selbstbeschränktheit zum Fetisch der Wahrnehmung, zu einer in sich [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentät]] wird. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. So erweist sich, dass es anders ist (siehe [[Anderssein]]) als das, wie es in seiner bloßen [[Anwesenheit]] zu sein scheint, weil es in dem [[abwesend]] ist was seine [[Qualität]] ausmacht, die also [[unmittelbar]] nicht [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist. Es kann also nicht [[wirklich]] [[sein]], was es [[objektiv sein soll]], was es [[sein]], was es [[sein]]wesentlich ist, aber in Wahrheit nicht als dieses da sein kann, weil es durch seine [[sein]]Wesensnotbestimmt ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das [[Ganze]] einer Stimmigkeit, die Übereinstimmung dassen was dessen Zusammenhang ist mit dem was es sein soll. [[Widersinniges]] kann nicht wahr sein. Was letztlich keinen eindeutigen [[Sinn]] finden kann, ihn nicht empfindet, ist zweifelhaft (siehe [[Zweifel]]), kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, weil es keinen [[wrklichen]] [[Sinn]] für das Einfache, keine [[Identität]] (siehe hierzu auch [[Wahrnehmungsidentität]]) im allem gemeinen [[Sinn]] für das [[Einzelne]] hat. Es kann in den unterschiedlichen Sinnhaftgkeiten im [[Allgemeinen]] nur in dem [[identisch]] sein, was zwischen dem Einen und dem Anderen (siehe [[Dazwischensein]]) nur relativ, was also weder das Eine noch das Andere wirklich ist und ist daher [[nur widersinnig]] [[exstent]], also ohne Wahrheit [[da]](siehe z.B. die [[Preise]] der [[Waren]] im [[Warentausch]] als [[Relationen]] der [[Tauschwerte]] im Unterschied zum [[Wert]] einer [[Sache]], zum [[Wesen]] ihrer [[Natur]]). Die Unterschiede der [[Einzelheiten]] existieren im [[Allgemeinen]] nur im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]] (siehe [[Wertform]][[)]] durch ein gemeinsames Drittes ([[abstrakte Arbeit]]) und haben in dessen [[Allgemeinform]] eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] (siehe [[Dialektik]]), sind somit letztlich nur als bloße [[Tatsachen]] wahr. In deren Einfältigkeit existiert das [[Einzelne]] [[getrennt]], [[isoliert]] von seinem Zusammenhang, [[wesentlich]] nur durch sich selbst als Natur für sich, abstrakte Natur, als [[Formbestimmung]] seiner [[Geschichte]]. Es kann sich daher nicht durch sine [[Inhalte]] [[entwickeln]], dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]], wird geschichtslos indem er seine Existenzformen gegen ihre [[Inhalte]] [[verkehrt]], sich von seinem [[Wesen]] [[entfremdet]] (siehe z.B. [[Fetischismus]]), weil er darin seine eigenen [[Äußerungen]] in ihrer wirklichen [[Gegenstandlichkeit]] nicht gesellschaftlich bewahrheiten und also auch nicht als eine [[Entäußerung]] seines praktischen Lebens [[erkennen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch . Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus verleiten, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und im Begreifen dieser Praxis. ([[MEW Bd.3, S. 533]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[praktische]], die [[wirkliche]] [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als einzelne Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen [[Inhalt]] zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] sein soll, ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begrifen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder das auch in der isolierten Einzelheit seines Daseins seine Wahrheit zufällig und positiv begründen kann (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann es nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]]. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. Es ist dann etwas andere als das, wie es darin zu sein scheint, in dem abwesend ist was eine [[Qualität]] ausmacht, die als diese aber nicht [[unmittelbar]] [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist, das also nicht [[wirklich]] [[sein]] kann, was es [[sein]] soll, was es wesentlich, aber in Wahrheit nicht als dieses da ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wahr ist, muss nicht [[wirklich]] sein und was [[wirklich]] ist, muss nicht wahr sein. Aber [[Wirklichkeit]] kann nicht [[unmittelbar]] wahr und [[unmittelbar]] unwahr sein. Sie kann aber zugleich eine [[Unwirklichkeit]] enthalten, sich selbst [[entwirklicht]] haben. Darin ist sie wahr und unwahr zugleich, weil sie zweierlei in einem, also Vertauschtes als Identisches, weil sie also [[Täuschung]] ist. Die Fragen, die aus [[Wahrnehmung]] hervorgehen, sind daher immer Wahrheitsfragen. Ihr [[Zweifel]] formuliert sich als Feststellung: &#039;&#039;Das kann nicht wahr sein!&#039;&#039;. Und er befähigt die Frage, was denn wesentlich wahr und was denn bloße Erscheinung ist. Diese Frage ist die Frage nach dem wahren [[Sein]] im [[Dasein]], nach dem Dritten seiner Wahrheit, denn jede Wahrnehmung setzt die [[körperliche]] oder [[geistige]] [[Gegenwart]] eines [[Gegenstands]] voraus, sein [[Dasein]] in [[Zeit]] und [[Raum]] als Verhältnis natürlicher Wesenskräfte so wie sie durch ihre [[Geschichte]] geworden auf der Welt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Wahrnehmung nicht wahr sein kann, da [[reduziert]] sich ihr Gehalt für den Menschen - nicht einfach nur die Kognition, Sehen, Hören, Riechen usw., sondern das ganze menschliche Leben - auf das, was es nur zu sein scheint[[)]], ohne wesentlich wahr sein zu können. Das aber ist wirklich &#039;&#039;täuschen echt&#039;&#039;. Es ist nicht durch eine Verblendung der Wahrnehmung getäuscht (siehe [[Theodor W. Adorno]]) und auch nicht durch eine allgemeine eine &#039;&#039;Seinsvergessenheit&#039;&#039; der Menschen (siehe [[Martin Heidegger]]), sondern sein wirkliches Lebensverhältnis dort, wo den einzelnen Menschen ihr [[Leben]] auch [[wirklich]] wahr zu sein scheint, ohne dass es für sie im [[Allgemeinen]] auch [[wesentlich]] wahr sein kann, weil es sich von ihnen und sie von sich entzieht, sie [[enteignet]], sich ihnen [[entfremdet]]., wodurch sie sich in ihren [[wirklichen]] [[Lebensverhältnissen]] auch [[selbst fremd]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist nicht auf [[logische]] Sätze oder Aussagen zu [[reduzieren]], weil sie weit über die [[Sprache]] hinausgreift. Sie bestimmt sich rein [[praktisch]] mit der [[Aufhebung]] einer [[Täuschung]], aus dem [[Beweis]], dass etwas, was ist, nicht [[wirklich]] wahr sein kann. Und sie verfolgt dessen [[Sinn]] in der Befragung seines [[Daseins]], was darin unbedingt und also bedingungslos als wesentliches [[Sein]] zu [[erkennen]] ist, was also ein [[Wesen]] hat, auch wenn es [[abwesend]] ist, nicht als dieses [[erscheint]]. und so zum [[Gegenstand]] der [[Kritik]] wird (siehe auch [[Kritische Theorie]]). Darüber hinaus erübrigen sich alle Wahrheitsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme – ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, i. e. Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens – das von der Praxis isoliert ist – ist eine rein scholastische Frage. [[(MEW 3, Seite 5)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings kann auch die Beweisführung selbst trügerisch sein, wenn sie nicht das [[Ganze]] bedenkt, das hierbei wesentlich ist; denn ein [[Wesen]] kann nur ganzes Wesen sein, auch wenn es in vielen [[Teilen]] [[existiert]], in seiner [[Wirklichkeit]] zerteilt ist. Wahr kann also nur sein, was in seiner [[ganzen]] [[sinnlichen Gewissheit]] oder aus Rückschlüssen hieraus zweifelsfrei aufgeklärt ist - oft auch nur, bis wiederum ein [[Zweifel]] hieran entsteht, wenn der Beweis ihr im [[Ganzen]] [[fremd]] wird, also im [[Begrifff]] einer [[Entfremdung]] steht, deren [[Wesen]] noch nicht [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit als solche - eine [[ewige]] Wahrheit - gibt es nicht, weil sie keine [[Substanz]] jenseits dessen hat, was als wahr im [[Ganzen]] seiner [[Wirklichkeit]] [[begriffen]] ist (siehe auch [[Dialektik]]), was also sich [[subjektiv]] mit [[Objektivem]] auch in der Form seiner [[Entfremdung]] als [[Wesen]] in seiner [[Verkehrung]] erkennt (siehe auch [[notwendiger Schein]]), in seiner [[Gegenwärtigkeit]] sich durch seine [[Abstraktion]] im [[Allgemeinen]] (siehe [[abstrakt Allgemeines]]) auch verkehrt [[bewahrheiten]] kann (siehe auch [[Beweis]]). Was in der Vielfalt seiner [[Bestimmungen]] als eins, als etwas [[Ganzes]] auch in seiner [[Abwesenheit]] zu verstehen ist - auch wenn es als dieses nicht ins Auge fällt, nicht mit sich einig [[da sein]] kann - ist in seiner negativen Gegenwart als Teil eines Ganzen durch seinen Mangel an Gegenwart &#039;&#039;ex negativo&#039;&#039; zu entdecken. Wenn es in seiner [[Anwesenheit]] [[widersinnig]] ist, sich selbst schon [[widerspricht]], in sich gegensätzlich ist, lässt es sich als Wahrheit im [[Ganzen]] schlussfolgernd erweisen, wenn seine Gegensätze in Einheit da sind, sich widersinnig verhalten, und als Widerspruch aufgeklärt werden, so dass man sich hierüber nicht mehr hinwegtäuschen kann. Im [[Widerspruch]] ist der Mangel als [[Negation]] selbst schon wesentlich, weil er im Grunde zur [[Nichtung]] führt, wenn er nicht [[aufgehoben]] wird (siehe auch [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit hat daher auch die [[Eigenschaft]] der Wirksamkeit einer [[Kritik]] von [[Widersinnigkeiten]] - die [[Eigenschaft]] einer Aussage, einer [[Wahrnehmung]] oder einer Begrifflichkeit und anderem, die eine [[Täuschung]] entdeckt und ihre vertauschte [[Substanz]] aufdeckt. Dies steht grundsätzlich im Gegensatz zum [[Konstruktivismus]], der sich der [[Täuschung]] allein durch [[Selbstbehauptung]] (siehe auch [[Selbstwahrnehmung]]) zu entziehen sucht und von daher jede objektiv begründete Kritik - vor allem auch der Kritik einer [[ästhetischen]] Kultur - von sich abweist und ausschließt. Kritiklos wird somit in der [[Täuschung]] Unterschiedenes verschmolzen und also austauschbar, [[Gleichgültigkeit]] erzeugt, der [[Sinn]] von [[Erkenntnis]] aufgehoben, [[Geist]]losigkeit durch [[Widersinnigkeit]] produziert und jedwede subjektive [[Substanz]] der [[Erkenntnis]] geleugnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit aber wird ihre [[Identität]] wie ihr Unterschied in ihrem [[Begriff]] bewusst. Denn Wahrheit ist nichts Übersinnliches. Sie ist dem [[Bewusstsein]] notwendig, weil sie in Ihrer [[Wirklichkeit]] erkannt und substanziell begriffen sein muss, um bewusst zu werden und dem entsprechend handeln zu können (siehe [[Begriffssubstanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solches [[Begreifen]] setzt voraus, dass etwas auch bezweifelbar ist, der Zwiespalt ihm also vorausgeht, weshalb nur ein [[Beweis]] den [[Zweifel]] auflösen kann, ihn also gedanklich schon im Begriff aufhebt, seine Wahrheit als Wirklichkeit zu formulieren versteht. Wahrheit setzt daher schon [[Erkenntnis]] voraus, die in der Lage ist, zwiespältig zu sein, setzt also die [[Fähigkeit]] voraus, einen [[Unsinn]] zu erahnen, durch den man zu [[täuschen]] wäre, weil und wo er sich nicht erklären lässt, also etwas anderes [[sein]] muss, als was es [[erscheint]]. - Oder weil man sich hie und da auch mal gerne über das hinwegtäuscht, was man [[wahrhat]], weil der Augenschein [[reiz]]voller ist als der Zweifel hierüber. Aber eine wirksame [[Kritik]] der [[Wirklichkeit]] setzt die Wahrheit ihres [[Begriffs]] voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit oder [[Täuschung]] machen den Unterschied der [[Wahrnehmung]], also das, was sie in die Lage versetzt, durch das Auseinandersetzen ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] durch deren Bedenken zu einer [[Erkenntnis]] zu reifen, sich seiner [[gewiss]] zu werden in dem, was erwiesen werden kann, [[Identität]] im [[Wissen]] zu finden - oder sich im [[Ungewissen]] zu verlieren, sich im Kreis zu drehen, schwindelig oder sogar bewusstlos zu werden (siehe hierzu auch [[Bewusstsein]]). Diese [[Identität]] besteht aus der [[Fähigkeit]], das zu [[denken]], was in dem für wahr genommen wird, was [[wahrgehabt]] ist. Von daher wird ihre [[Erkenntnis]] erst in dem wahr, was daraus zu begreifen ist, was es also besagt. Wahr oder unwahr kann daher letzlich nur der [[Begriff]] dessen sein, was etwas bedeutet. Dieses hebt sich aus der [[Wahrnehmung]] in [[Sprache]] auf, welche die [[Verhältnisse]] und [[Beziehungen]] richtig oder [[falsch]] für wahr nimmt, sie in ihren [[Bedeutungen]] oder [[Gefühlen]] unzweifelhaft oder zweifelhaft darzustellen vermag (siehe [[Zweifel]]) und hierdurch zu einem [[kritischen]] oder unkritischen [[Bewusstsein]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aussage kann über den Zusammenhang von [[Beziehungen]] [[hinwegtäuschen]], wenn sie deren [[Inhalte]] mit ihren [[Formen]] vertauscht, ihren Sinnzusammmenhang in sein Gegenteil [[verkehrt]] oder einen [[Teil]] für etwas [[Ganzes]] erklärt und sich damit im [[Widerspruch]] hierzu [[verallgemeinert]] (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Sie verhindert dann das Begreifen wirklicher Zusammenhänge, indem sie deren [[Beziehungen]] [[isoliert]], ihre [[Wirkungen]] durch sich selbst [[verursacht]] erklärt und damit in in ihrer [[Selbstbezüglichkeit]] zu einer &#039;&#039;täuschend echten&#039;&#039; [[Allgemeinheit]] [[aufhebt]], ihnen einen falschen [[Grund]] zuweist, der keine Schlussfolgerungen mehr zulässt, die ihre [[Erkenntnis]] im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] erhellen könnten (siehe hierzu auch [[Ideologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine solche Begrifflichkeit wird die [[Form]] solcher Beziehungen mit dem [[Inhalt]] ihrer [[Verhältnisse]] [[vertauscht]], weil damit etwas [[Ganzes]] durch sich selbst begriffen sein will (siehe auch [[Positivismus]]). Im [[Begriff]] einer solchen Totalisierung [[erscheinen]] diese dann als etwas ganz anders, als was sie [[wesentlich]] sind (siehe [[hermeneutischer Zirkel]]). Die [[widersinnige]] [[Vernittlung]] ihrer [[Beziehungen]] betreibt dann schon in ihrer Erklärung durch ihre [[Verallgemeinerung]] die [[Verkehrung]] von [[Mittel]] und [[Zweck]] der [[Verhältnisse]] und hebt die Konsistenz ihrer [[Substanz]], ihren wesentlichen Zusammenhang auf. Sie [[verfälscht]] damit ihren [[Begriff]] durch ein Vorurteil (siehe auch [[Gedankenabstraktion]]), wodurch dessen [[Moral]] sich gegen die [[Erkenntnis]] seiner wirklichen Bezogenheiten behauptet die ihre bloße [[Selbstgerechtigkeit]] bestärkt. Wo dies zugleich den wirklichen [[Verhältnissen]] entspricht (siehe auch [[Realabstraktion)]], wird deren [[Täuschung]] verdoppelt, ihre [[Kritik]] verunmöglicht, das [[Bewusstsein]] stumpf, tumb, dumm. Es müsste sich zuerst mit den [[Schmerzen]] seiner Fehlbeurteilungen durch seine eigenen [[Selbstbezogehheiten]] (siehe auch [[Psyche]]), mit seinem [[Erlkenntnisvermögen]] befassen (siehe auch [[Erkennnistheorie]]), bevor es seine [[gegenständliche]] [[Wirklichkeit]] erkennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist daher nicht der Lüge entgegengesetzt, denn Lüge weiß schon ihre Unwahrheit zu formulieren. Wahrheit wendet sich gegen [[Täuschung]] in einer Welt, in welcher die Dinge auch vertauschbar und austauschbar sind, und daher als etwas [[erscheinen]] können, was sie nicht sind. In Wahrheit erscheint ihre Unterschiedenheit in einer ihnen selbst [[fremden]], in einer paradoxen Einheit, in ihrer [[Widersinnigkeit]]. Wo sich [[Zweifel]] hierüber einstellt, ist Wahrheit nötig, auch wenn sie nur zur [[Erkenntnis]] des [[Widerspruchs]] führt, der zweifeln lässt, der eine Inkonsistenz in der Einheit entdeckt, die wahr sein soll, aber nicht wahr sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist die [[Erkenntnis]] eines [[Widerspruchs]] die [[wirklich]] mögliche Wahrheit, über die nachzudenken ist. Und die Methode, ihre [[Logik]] zu ergründen ist die [[Dialektik]], weil sie die Einheit der [[Gegensätze]] als Form ihrer[[Entfremdung]] beschreibt, als ihre [[Entfremdung]] von sich, als eine [[verkehrte]] [[Einheit]] ergründet, die sie gleichgültig macht und ihre [[Gleichgültigkeit]] als [[Bestimmung]] ihrer [[Form]] nötig hat ([[Formbestimmung]]). Es ist die Form vertauschter [[Wesen]], die sich selbst in ihrer Vertauschung bewirken, Ursache und Wirkung zugleich sind, weil ihre Grundlage, ihr substanzieller Grund in ihrer Form verkehrt erscheint, als Verkehrung sich selbst befolgt, prozessierende [[Täuschung]] ihres [[abstrakt]] gewordenen Wesens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Widerspruch ist daher wesentlich ein Selbstwiderspruch, eine sich selbst [[nichtende]] Einheit (siehe [[Nichts]]), die ihre Negativität als [[Position]] bestärkt. Und wer täuschen will, der täuscht daher vor allem sich selbst, da er in seinem [[Leben]] sich selbst von dem trennt, was ihn wesentlich ausmacht, es von sich abscheidet und in der [[Trennung]] zugleich nötig hat. Er gerät in die an ihrer Unendlichkeit verzweifelnde [[Notwendigkeit]], sich in dem zu gewinnen, durch was er sich fortwährend verlieren muss. Wahrheit ist der Zusammenhang, der zerbricht, wo die [[Teile]] nicht mehr zusammen sein können, weil sie vertauscht werden müssen, um ihre [[Form]] zu finden, um [[Wirkung]] zu haben, um [[wirklich]] zu sein. Das Gebrochene hat Täuschung nötig, um sich zu erhalten und sich mit dem Vertauschen in seiner [[Wirklichkeit]] aufrecht zu halten, sich selbst als das auszuhalten, was es nicht ist, seine [[Form]] durch einen fremden [[Inhalt]] zu bestimmen (siehe [[Formbestimmung]]), um darin selbst - wenn auch [[verkehrt]] - [[wirklich]] zu sein. Aber indem sich darin deren [[Erkenntnis]] selbst substanziell ausscheidet, verliert sie ihre [[Substanz]], bescheidet sich mit dem Positiven, das seine [[Negation]] nur noch zu leugnen hat, um sich daran im Jenseits ihrer Wirklichkeit festzuhalten, sich [[allgemein]] durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spekulationen der absoluten Kritik zerstören von daher gerade das, was ihre Wahrheit zu erweisen hätte. Sie suchen sich nur selbst zu beweisen, indem sie die Welt wie ein Beispiel iher [[Logik]] abhandeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist für Herrn Bauer wie für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die absolute Kritik spricht von Wahrheiten, die sich von vornherein von selbst verstehen. (...) Eine Wahrheit, die sich von selber versteht, hat für die absolute Kritik, wie für die göttliche Dialektik, ihr Salz, ihren Sinn, ihren Wert verloren. Sie ist fad geworden wie abgestandnes Wasser. Die absolute Kritik beweist daher einerseits alles, was sich von selbst versteht, und außerdem viele Dinge, die das Glück haben, unverständig zu sein, sich also niemals von selbst verstehen werden. Andrerseits versteht sich ihr alles das von selbst, was einer Entwickelung bedarf. Warum? Weil es sich bei wirklichen Aufgaben von selber versteht, daß sie sich nicht von selber verstehn. (Karl Marx, Hl. Familie, [[(MEW 2, S. 83)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bescheidenheit wird zum Bescheid, dass alles ganz anders wäre. Und das Andere wird in die Unendlichkeit des Ununterscheidbaren gezogen, um es unterschiedslos und also unentscheidbar zu machen. Die Wahrheit herauszufinden, kann daher unendlich schwer sein. Am Ende einer [[Geschichte]] mag sie wesentlich leichter zu erkennen sein, als in deren Verlauf, der zumeist auch subjektiv von [[Täuschungen]] und Lügen durchdrungen ist. Doch objektiv und also auf Dauer herrscht die Stetigkeit der Geschichte vor, an der die Täuschung zerbricht. Lügen haben nur deshalb &#039;&#039;kurze Beine&#039;&#039;, weil Wahrheit immer etwas länger braucht. Sie ist das [[Ganze]] ihrer [[Teile]], die durch [[Trennung]] nur zusammenhalten, weil sie unentbehrlich sind, deren Zusammenhang aber in seiner [[Wirklichkeit]] unwahr bleiben muss, in einer [[Form]] erscheint, die ihm unwesentlich ist, und die daher wesenlos bleiben muss, solange die [[Täuschung]] herrscht. In Wahrheit ist darin die Einheit Not-wendig gespalten und nur durch[[Abstraktion]] vermittelt, also in der Wahrheitsnehmung schon vertauscht, [[Wesen]] und [[Erscheinung]] îm [[Widerspruch]] zu sich. Diesen zu erkennen ist dem Leben notwendig, solange es sich täuschen lässt, da es sich darin verliert und seinen [[Geist]] nur aufgeben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um dies zu überwinden ist [[logisches]] [[Denken]] notwendig, denn Wahrheit als solche gibt es nicht wirklich. Sie wäre bloße [[Religion]]. Aber es gibt sehr wohl eine Wahrheit der Wirklichkeit, eine innere Einheit, [[Schönheit]] und [[Geist]]. Und es gibt sie zugleich als [[Täuschung]], in vertauschte Wahrheiten, [[Identität]] im [[Gegensätzlichen]], [[Widersprüchlichkeiten]]. Und es gibt wahre Aussagen und [[Empfindungen]] hierzu, welche in der Lage sind, die Täuschung zu enttäuschen, sie zu veräußern, aus sich herauszusetzen und durch [[Analyse]] ihre wahren Inhalte zu beschreiben und durch [[Logik]] zu [[beweisen]]. Wahrheit ist eine Frage der [[Erkenntnis]] und nicht des [[Seins]]. Deshalb kann es auch keine &#039;&#039;wahre&#039;&#039; [[Wirklichkeit]] geben (siehe [[Realität]]), die von einer &#039;&#039;falschen&#039;&#039; zu unterscheiden wäre; - auch kein &#039;&#039;richtiges&#039;&#039; [[Leben]] im Unterschied zu einem &#039;&#039;falschen&#039;&#039; (siehe [[Adorno]]). Es gibt eine verkehrte Wirklichkeit im [[Tausch]], nicht aber, weil dieser einfach nur &#039;&#039;falsch&#039;&#039; wäre, sondern weil er in einer bestimmten gesellschaftlichen Form noch nötig ist, solange deren [[Formbestimmung]] herrscht, solange ihre politische Form und ihre substanzielle Form einander in ihrer [[Ausschließlichkeit]] [[bedingen]] und also [[bestimmen]], im [[Widerspruch]] zu einander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Martin Heidegger]] ist Wahrheit das [[eigentliche]] [[Sein]], das im [[Seienden]] verborgen ist, das also nur erkannt wird durch den Denker, der sie &#039;&#039;entbirgt&#039;&#039;. Das [[Eigentliche]] ist in dieser Auffassung hinter allem [[Dasein]], ein von diesem selbst unterschiedenes [[Wesen]], das als solches nicht im [[Dasein]] wirkt, sondern sich in ihm &#039;&#039;lichtet&#039;&#039; ([[Heidegger]] ) und nicht in der [[Wirklichkeit]], sondern vom &#039;&#039;wahrhaftigen Denken&#039;&#039; nur [[erkannt]] werden könne. Das aber ist vor allem die Grundlage für die [[Selbstveredeleung]] eines [[Denkens]], das alles [[fremd]] scheinende als Uneigentliches setzt und es somit als wesenlos behauptet, als eine Form von [[Seinsvergessenheit]]([[Heidegger]]) zu verfassen sucht, dem das Wesen entgangen ist. In diesem Verständnis wird Wahrheit zu etwas [[Übersinnlichem]], zu einer fundamentalen [[Ontologie]] und von daher zu einer vollständig selbständigen [[Objektivität]] der [[Existenz]] schlechthin, die den Menschen vorbestimmt und diese ihm daher sinnlich unterworfen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Wahrheit objektiv wäre, ist genauso unsinnig, wie die Behauptung, dass sie nur subjektiv sei. Es gibt kein an und für sich wahres [[Subjekt]] und keine wahre [[Objektivität]]. Wahrheit kann überhaupt nicht in irgendeiner [[Form]] [[bestimmt]] sein. Wahrheit ergibt sich in der Aufhebung von [[Zweifel]], in der [[Erkenntnis]] von zwiespätigen Beziehungen, in denen sie nicht sein kann. Aber nicht der Untrschied lässt Zweifel aufkommen, sondern die Vermittlung von Einheit. Wahrheit ist die Erkenntnis des Zusammenhangs des Unterschiedenen auf der Grundlage einer innerer Einheit, die niemals wirklich eins sein kann, die aber ihre verschieden Existenzweisen bejaht, eben weil sie organisch immer substanziell einem Ganzen zugehörne. Gerade weil sie substanziell nicht ohne einander sein können ohne selbst anders zu werden, ist die Substanz ihrer Erkenntnis die Wahrheit ihres Zusammenhangs. In [[Wahrheit]] ist alles eins, wie immer es sich in Wirklichkeit verhalten mag. Alle [[Verhältnisse]] haben eine solche [[Substanz]] zu ihrem [[Inhalt]]. Zugliech können sie sich darin aber auch von sich [[entfremden,]] indem sie davon absehen, sich [[gleichgültig]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Aber es erscheint als Einheit, wo es unwesentlich ist, wo seine Wirklichkeit nur als Form für sich sein kann, nicht Form durch ihren Inhalt ist. Es ist also als Form mit sich nur im [[Schein]] einig und sein Wesen ist die substanzielle Einheit hinter ihrer Formbestimmtheit, der Stoff, der nicht wirklich wahr sein kann, weil er nur in seiner [[Entfremdung]] wirklich [[da ist]]. Darin erschein alles mit sich selbst einig, wie verschieden es auch in [[Wirklichkeit]] sein mag. Wahrheit ist [[Identität]] - nicht nur in konsistenten Aussagen, auch nicht in der bloßen Schönheit (siehe [[Ästhetik]]) oder in rein materiellem [[Sein]] als solches oder in der [[Seele]] oder dem puren [[Erleben]] u.dgl.. Wahrheit ist das [[Ganze]] in jedem Moment, wo dieses im Ganzen eins, in seiner [[Erkenntnis]] ungebrochenes, wenn auch in Wahrheit widersprüchliches [[Leben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Ganze ist das Wahre (Hegel) Das Ganze ist das Unwahre (Adorno)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Komplex will sich Adorno von Hegel absetzten, indem er darin einen Totalitarismus des Hegelianischen Denkens sieht, der ja auch immerhin bei den Rechtshegelianern vertreten wird. Doch in der Entgegensetzung des Ganzen dieses schon als als Unwahrheit zu behaupten und hierauf seine [[Negative Dialekti]]k zu begründen, kommt Adorno der Wahrheit ksin bisschen näher, es sei denn, er würde sagen: Es gibt sie nicht. Doch ihn kümmert dann nur noch das Richtige gegen das Falsche und so verheddert er sich in einer Theorie der [[Falschheit]] in einem an sich nur dualistischen Denken, das zwar recht sinnfällig die Phänomene eines &#039;&#039;beschädigten Lebens&#039;&#039; aufgreift, um diesem dann aber nur eine Zukunft in einem &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen. Und Zukunft ist immer unendlich, so dass seine immer wieder zu einem Appell an die Unendlichkeit des Denkens gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit setzt [[Wahrnehmung]] und auch [[Wahrhaben]] ebenso voraus, wie dies ihr auch dadurch zufolge ist, dass Täuschung in der Auflösung ihres Zwiespalts untergeht, die Wahrnehmung der [[Notwendigkeit]] ihres [[Zweifels]] folgt und mit dem Wahrgehabten vereint wird. Diese Notwendigkeit macht nicht für sich Ganzes aus, wird aber ganz im Prozess der Wahrheitsfindung aufgehoben. Das Ganze ist darin wahr, dass es alles darin in Einem ist, in einem Ganzen zusammenhängt, sich als Teil seiner [[Beziehung]] im Ganzen wahrnimmt und als dieses auch wahrhat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann man nicht wahrnehmen, man muss sie [[erkennen]], wo man sich in seiner Wahrnehmung selbst entzweit hat, sich von sich ebenso unterscheidet wie von ihrem [[Gegenstand]]. Wo Täuschung herrscht, da ist Wahrheit eine Notwendigkeit der Wahrnehmung - und steht die Frage hiernach an, so zeigt das eine Not, der Wahrnehmung gegen ihre Wahrheit, das Prinzip, was die Wahrnehmung beherrscht, was ihre [[Formbestimmung]] ausmacht. Es ist die [[Logik]] dessen, was ihr genommen ist, die [[Systematik]] ihrer [[Abstraktion]], die sie für sich erkennen muss, um ihren Gegenstand begreifen zu können, einen Begriff seiner Entäußerung als fremden Zusammenhang, als [[Entfremdung]] erkennen muss, um durch die Wahrnehmung auch wirklich zu werden, tätig und erkennend in einem zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Wahrheitsfrage hat ihren Sinn und Ursprung in der Wahrnehmung, nicht aber den Beweis (dies gegen die [[Phänomenologie]]). Wo diese Frage aufkommt, ist diese im [[Zwiespalt]]. Und so zeigt hierin die Wahrnehmung, dass sie nicht erkennen kann, was sie als Wahrheit nimmt, dass sie etwas [[wahrhat]], das in ihrer Wahrnehmung nicht wahr sein kann. Die Wahrheit ist ihr also noch äußerlich, ihre zweifältige Wahrheit, [[fremde]] [[Identität]]. Es kann Wahrnehmung zwar nicht unwahr sein, aber ihre Wahrheit ist nicht durch sie. Wahrheit kann nicht genommen werden, unterscheidet sich daher wesentlich von den [[Gegebenheiten]]. Sie ist genauso in dem, was wahr gehabt wird. Wahrheit kann nur jeder Mensch für sich haben. Es liegt weder am Verständnis, noch an der Vernunft, ob etwas wahr ist. Jeder Mensch ist im Grunde nicht verstehbar und unvernünftig . Was der andere Mensch wahrhat, lässt sich nicht in der Wahrnehmung erkennen. Wer Schmerzen hat, ist darin zweifellos anders als der, welcher Schmerzen wahrnimmt, auch wenn beide in derselben Wirklichkeit sich zu einander verhalten, der eine vielleicht als Arzt, der andere als Hilfsbedürftiger. Auch ein Blindgeborener ist in gewisser Weise unverstehbar für einen Sehenden und umgekehrt. Nicht nur, weil ihre Wahrnehmung sich unterscheidet, sondern auch, weil sie ihr Leben anders wahrhaben. In der Wahrheit ist jeder Mensch nur für sich wahr, und dies macht ja eben seine Identität aus und er erleidet, was er hieran nicht erkennt, nicht als das nimmt, was es ist. Die Wahrnehmung ist für sich bloße Form einer Wahrheit, weil und sofern sie sich in ihrem Sein noch nicht wirklich bewahrheitet. Die Wahrnehmung ist lediglich das Element der Wahrheit. Sie ist also die [[Elementarform]] der [[Erkenntnis]], ohne für sich und durch sich Erkenntnis zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem der Wahrnehmung ist also nichts anderes als der Zwiespalt ihrer Wahrheit, die Wahrheit, die sie nicht haben kann, weil sie von ihr nur das nehmen kann, was sie nicht wahrhat. Von daher ist die Wahrheit darin praktisch als [[Zweifel]] tätig, der erst die Notwendigkeit einer Erkenntnis enthält. Im Zweifel erfährt der Zwiespalt der Wahrnehmung seine Wahrheit als Wahrnehmung, die gegenständlich, die also sich in ihrem [[Gegenstand]] einig wird. Sie wird darin praktisch, dass sie gegenständlich wird, ohne damit für sich gegenständlich zu sein. Sie gewinnt ihre Erkenntnis in ihrem Gegenstand, weil und sofern darin ihre Subjektivität ihr Objekt erkennt. Zugleich erkennt sie darin ihren Zweifel als wirklich begründet, sich selbst in ihrer Zweifältigkeit, die sie nicht nur äußert, sondern durch die sie auch bedingt ist. Sie erkennt ihre objektive Bedingtheit, und das ist die Arbeit ihrer Erkenntnis. Eine objektive Wahrnehmung gibt es nicht, weil und sofern sie subjektiv durch das bedingt ist, was ein Mensch [[wahrhat]] und weil sie nur wahr sein kann, wenn sie sich darin subjektiv einig wird. Und indem sie sich bedingt erkennt, ist sie praktisch, denn Wahrheit kann wesentlich nur praktisch sein. Aber die Praxis weiß von Wahrheit nur über ihre Resultate, über ihre Wirklichkeit. Insofern ist Wahrnehmung eben nicht einfach subjektiv, einfaches Auffassen, sondern auch unpraktisch, theoretisch. Sie benötigt [[Wissen]] um sich, um außer sich [[Gewissheit]] zu erlangen. Sie ist objektiv und subjektiv in einem. Damit enthält jede Wahrnehmung eine zwiespältige Wahrheit: Waahrheit, die sie nicht sein kann, die sie aber haben muss. Wahrnehmung erkennt ihre Not in dem Außersichsein ihrer Wahrheit. Sie setzt einen äußeren [[Gegenstand]] voraus, also einen Gegenstand, der ein anderes [[Sein]] hat als der wahrnehmende Mensch, und sie hat zugleich die Wahrheit, die ihm durch seine objektive Bestimmtheit [[gegeben]], wie auch dem wahrnehmenden Menschen zu [[eigen]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Suche nach Wahrheit ist für Menschen in ihrem Alltag schon so essenziell und wichtig, dass sie täglich Wahrheitsfragen verfolgen, auch wo sie dies unmittelbar gar nicht nötig hätten (z.B. im Kriminalroman oder Kriminalfilm). Dabei spielt man Untaten, [[Undinge]], [[Fakten]]. Psychologie und [[Logik]] so herbei, dass sie mehr oder weniger gute Beispiele für eine gelungene Wahrheitsfindung abgeben. Und sie zeigen auch schon, was das Material einer Wahheitssuche ist - bis auf das, was Wahrheit ausmacht und was im [[Medium]] untegegangen ist: Die [[Identität]] des Dargestellten im [[Sein]] des Produzenten der Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Kein Wunder, dass ein guter Teil der Ideologievermittlung inzwischen in den täglich ausgestrahlten Filmen erfolgt, welche [[Ideologie]] ganz einfach als praktische Notwendigkeit gegen das Unheil erscheinen lassen, Wahrheitsfindung also als Erkenntnis des [[Bösen]] verkaufen. Es verbleibt das Medium selbst als die Täuschung durch das Gute, das sich als Wahrheitsvermittler auftut. Doch genau das kann nicht wahr sein. Vermittelte Wahrheit ist immer nur die Wahrheit des Mittels.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ergibt sich zunächst aus der Überwindung einer Täuschung, aus der [[Gewissheit]], dass, was täuschte, nicht ist, dass es nur scheinbar oder etwas ganz anderes ist, nicht wirklich da, aber eigentlich doch oder einfach nur Lüge, Ablenkung, Kitsch. Sie ist die Gewissheit von dem, was nicht stimmt, die Stimme der Gewissheit. Wahrheit ist, wo etwas stimmt, wo [[Bestimmungen]] richtig erkannt sind und also sich im [[Urteil]] hierüber richtig scheiden und entscheiden lassen. Wahr ist, was eine richtige Beurteilung ergibt und richtig ist, was dies in seiner Bewährung erweist und [[beweist]]. Doch gerade darin fängt die Befragung der Wahrheit erst an: Was bewährt sich da? Der Augenschein, der Verstand, das Prinzip Hoffnung, die göttliche Idee, die Determinanten der Natur? Die Suche nach Wahrheit befragt also genauer: Was ist von dem, was es sei, und was ist nicht da vom dem was ist. Sie selbst formuliert also schon einen Unterscheid von [[Seiendem]] und [[Sein]], ist selbst schon eine [[Dasein]]sfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter jeder Wahrheitsfrage steckt also immer schon die Frage nach einem Grund für das, was so ist, wie es ist, ein [[Wissen]], dass ohne [[Grund]] nichts sein kann. Die Wahrheitsfrage ist eine Seinsfrage, also unabhängig von der jeweiligen [[Zeit]], zeitlos. Sie ist außerhalb der wirklichen [[Geschichte]], [[Reflektion]] ihrer Wirklichkeit und ihres Grundes. Sie ist die Frage, ob das, was geschah, geschieht oder geschehen wird, wirklich wahr ist. Ist das, was geschieht, auch wirklich so, wie wir es [[denken]]? Sie kann aber auch im Interesse einer Lüge gestellt werden als eine Wahrheitsbehauptung oder Unwahrheitsbehauptung, worin alleine eine Täuschungsabsicht Wirkung erzeugen will, dass das, was ist oder war, nicht gewesen sein könne (vergl. z.B. die Holocaust-Verleugnung). In jedem Fall entsteht die Frage, ob das, was ist, auch so ist, wie es scheint, wie es dem Augenschein nach ist, ob es also das ist, als was es wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits hiervon oder zugleich kann die [[Wahrnehmung]] auch selbst unwahr sein, befangen von ihrem eigenen [[Sein]], im [[Wahn]] oder in zwiespältiger [[Beziehung]] oder ähnlichem. Auch hierzu besteht die Frage nach ihrer Wahrheit: Ist sie wahre Wahrnehmung oder ist die Wahrnehmung selbst geblendet, bedrängt, ungenau, [[verrückt]], irre usw.? So entwickelt sich die Frage nach der Art und Weise des Wahrnehmung, ob, wie wir die Welt wahrnehmen, sie auch so ist, dass wir sie verstehen können, so dass sie sich uns auch erschließt. In allen möglichen Erkenntnistheorien wird daher die Frage verfolgt, ob es eine eigenständige Wahrheit, etwa eine [[Vernunft]] der Wahrnehmung gibt, der wir folgen müssen, um Wahrheit erkennen zu können, oder ob es das Unhinterfragbare an sich, das Undenkbare, einen Gott gibt, der uns lediglich seinen Ratschluss erkennen lässt. Doch all dies widerspricht unserer Fähigkeit, solche Frage überhaupt stellen zu können, unserer Selbstevidenz, die ihr schon vorausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Hinterfragung der Wahrnehmung aber ist das Wahrgenommene nun schon doppelt in Frage gestellt, sowohl für sich wie auch durch die Wahrnehmung: Gibt es das überhaupt, gibt es das [[wirklich]], oder ist es nur scheinbar (siehe [[Schein]]), unwesentlich. Ist es ein wirkliches [[Wesen]] oder ist es wesentlich unwirklich oder ist es beides in einem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am schwersten ist die Frage nach der Wahrheit zu beantworten, wenn sie unmittelbar zwischen den Menschen steht, wenn sie sich um ihre Wahrnehmungen streiten, sich ihre Wahrnehmung streitig machen. Da geht es dann um die Wahrheit des Lebens selbst, um Liebe und Hass, um das, was [[Leben]] und das, was [[Tod]] ist, was die Menschen für sich selbst in Wahrheit sind, was überhaupt in ihnen [[lebend]] und was [[tot]] ist. Es ist für jeden Menschen die innigste Identitätsfrage die Frage, was er überhaupt von seinem Leben kennt und erkennt. Wenn in solcher [[Selbsterkenntnis]] Menschen seelische Macht über andere gewinnen, entsteht im Streit um die Wahrnehmung [[Irrsinn]], pure Gewalt gegen die Wahrheit, gegen [[Identität]] schlechthin. Daran werden die Menschen beiderseits der Wahrheit [[verrückt]]: Die Besiegten und die Sieger. Wer die Wahrheit nicht [[erkennen]] will, der steht in der [[Bestimmung]] einer [[Negation]] seiner Kenntnisnahme, im [[Nichts]], und betreibt durch die Erzeugung von Nichtigkeit [[Vernichtung]]: Abtötung, Abstumpfung, Verdummung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] selbst steckt in allen Wahrheitsfragen, ist die Wahrheitsfrage schlechthin: Was ist wesentlich Leben, was [[Scheinwelt]], was Täuschung? Was verstellt uns unser Sein, was macht es unwesentlich, [[fremd]], tot? Was hat die Kraft hierzu? Ist es ein Unwesen, eine Macht der Phantasie oder der Täuschung? Und worauf sieht es dieses ab, wovon sieht es ab, worauf reduziert es sich, was ist seine [[Absicht]], was macht es wesentlich und was bringt es zur Verwesung? Um das zu erkennen, muss ich es herausfinden. [[Erkenntnis]] hat Wahrheit nötig, ist ihre Formulierung. Was ich erkannt habe, das halte ich auch für wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Erkenntnistheorien zur Wahrheitsfindung, die aber alle in dem Mangel stehen, Wahrheit als prinzipiell vorhanden vorauszusetzen und den Prozess des [[Lebens]] als etwas abgetrennt [[Objektives]], als [[Objektivität]] schlechthin zu unterstellen, somit Wahrheit auf eine Frage der [[Logik]] der [[Wahrnehmung]] zu reduzieren, die sich sprachlich artikuliert, die nur wahre oder falsche Aussage kennt. Aber die Frage nach der Wahrheit ist eine Frage der eigenen [[Identität]], der [[Gewissheit]] darin, worin ich mir in meinem [[Leben]] einig bin, z.B. in der Frage: will ich, meine ich das wirklich, ist das richtig, was ich da sage oder tue oder fühle usw. Die Frage nach der Wahrheit wird gestellt, weil man sich im einzelnen seiner Wahrnehmung und Tätigkeit nicht trauen kann, sich also nur etwas zutrauen kann, wenn man es im [[Ganzen]] erfasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Kleinen, so ist es auch im Großen. Das wirkt auch in jedes einzelne Dasein hinein und macht seine Wahrheit wesentlich aus. Was ich für mich bin, wird auch nur im [[Verhältnis]] zu anderen wahr. Nichts kann wahr sein, das von seinem Gegenüber nichts weiß, dem Zusammenhang, in dem es steht, in dem es selbst gegenständlich ist, [[seiend]] für sich und für andere. In der [[Beziehung]] auf anderes und andere verhalte ich mich auch zu mir, wie ich mich auch zu anderem verhalte, wenn ich mich auf mich [[beziehe]]. Dies verändert keine [[Abwesenheit]] oder [[Anwesenheit]], wenn es wahr ist. Meine Selbstgewissheit hat solche [[Gegenwärtigkeiten]] nur als [[Umstand]], als [[Erleben]], nicht wesentlich. Sie ist nur davon abhängig, wie gewiss ich mir meiner Welt, meiner Zugehörigen, meiner Gesellschaft usw. bin. Die individuelle I[[dentität]] ist immer Teil der [[menschlichen Identität]] überhaupt. &#039;&#039;Wahr ist nur das [[Ganze]]&#039;&#039; (Hegel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die Wahrheitsfrage meist auf [[Sprache]], auf die Qualität von Aussagen reduziert wird, ist ihre sinnliche Grundlage unbefragt, der Wahrnehmungsprozess als selbstverständlich und natürlich vorausgesetzt, der entweder in sich scheitert ([[verrückt]] oder [[irrsinnig]] wird) und von daher aus der Wahrheitsfrage ausscheidet, oder &#039;&#039;konsistent&#039;&#039; ist und Aussagen erzeugt, also Wahrheit diskutierbar macht. Im [[Diskurs]] wird damit Wahrheit als logisch obsiegende Behauptung ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach allem, was bisher mit Wahrheitsbehauptungen angestellt wurde, würde man gerne sagen, dass es Wahrheit nicht gibt. Doch dieser Satz selbst wäre schon widersinnig, weil er dann auch nicht wahr wäre - eben weil es keine Währheit geben dürfte. Es ist wie beim Paradox des Epimenides, der das Problem mit der Wahrheit durch den Satz &#039;&#039;Ich bin ein Lügner&#039;&#039; evident gemacht hat: Wäre er wahr, so wäre er notwendig falsch, denn er kann nur wahr sein, indem er unwahr ist. Das Problem, was Wahrheit, was Täuschung ist, bleibt uns bis in die höchsten Sphären der Philosophie und Mathematik. Schien doch bislang wenigstens in der formalen Logik die Wahrheit einer Schlussfolgerung gesichert. Doch selbst dort herrscht seit der Entdeckung des Russel&#039;schen Widerspruchs die Wahrheitskrise : Die reine Logik kann Spuren von Gedaanken erschließen; als Form des Denkens gibt sie für ihre Wahrheit aber keinen Beweis. Die Form für sich, wie sie jede Struktur, Menge oder [[Zahl]] darstellt, hat ohne ihren Inhalt keine Wahrheit, weder Richtiges noch Falsches, weil sich im Gemenge vieler Formen auch auf die von ihr ausgeschlossene Menge notwendig beziehne muss. So kann es auch keine allgemeingültigen Beziehungsaussagen geben: Der Satz, dass Widerspruchsfreiheit Wahrheit gewährleistet, ist ebenso unsinnig, wie die Behauptung, dass die Erkenntnis einer Widersprüchlichkeit schon die Erkenntnis einer [[Täuschung]] wäre - im Gegenteil: Meist ist sie der Beginn einer Erkenntnis dessen, was wirklich wahr und in Wahrheit wirklich ist. Die [[Logik]] als solche kann sich nicht selbst als Wahrheit voraussetzen, nicht selbst evident sein, ohne sich durch anderes zu begründen. Was aber kann überhaupt wahr sein, wenn es keine reine logische Wahrheit gibt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte fast behaupten, dass Wahrheit nichts anderes sei, als die Erkenntnis von Täuschungen, das Vermögen, Vertauschtes mit Gewissheit zu unterscheiden, zu erkennen, dass etwas in anderem erscheint. Aber Wahrheit bliebe so nur [[subjektiv]], reine Erkenntnistätigkeit, die in einer unendlichen Wahrheitssuche von einer Erkenntnis zur nächsten fortzuschreiten - etwa, wie dies der kritische Rationalismus ausgemacht hatte. Tatsächlich aber zeigt sich eine solche Täuschung, worin etwas Wesentliches anders erscheint als es ist, auch [[objektiv]], z.B. als die [[Gegebenheiten]] des Alltags (siehe z.B. [[Geld]] und [[Kapital]]) oder auch an den Menschen selbst (siehe z.B. Psychische [[Symptome]]). Was einfach wahrgenommen nur praktisch gut und [[nützlich]] scheinen kann, kann zugleich in seiner Güte nicht wirklich wahr sein, sondern erbringt Unnutz und [[Entfremdung]]. und manchmal auch [[Zerstörung]] (siehe Krise). Wodurch ist dies beides, die so gut scheinende Entfremung möglich, die eine so verheerende Unwirklichkeit hat; wodurch erkenne ich sie, ihre Wahrheit? Ist es eine metaphysische Wahrheit, die Leben nicht als das sein lässt, als was es erscheint? Oder ist es die [[Vernunft]], der [[Verstand]], die [[Gewissheit]], die mir die Wahrheit sichert, auch wenn sie mich erschlägt? Oder ist es die [[Dialektik]] an sich oder die Rückführung des [[Seienden]] auf seine [[Ontologie]] ([[Heidegger]])?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst zur [[Mytologie]]: Nichts kann sein, was nicht wahr sein kann, aber das [[Sein]] hat keine Wahrheit für sich. Es gibt viele Wahrheiten, aber die Wahrheit ist nichts jenseits von sich, aber auch nichts durch sich selbst. Kein einziges Computerprogramm könnte funktionieren, wenn es nicht zwischen wahr und unwahr (zutreffend und nicht zutreffend, 1 und 0, an und aus) unterscheiden könnte. Aber was soll wahr daran sein, wenn das Zutreffen ein beliebiges Treffen ist: Es bleibt doch bloßer [[Zufall]], der nur in einer binären Konstruktion gebahnt ist und jenseits davon auch nur als Zahl oder Zahlenwerk oder Information wahr werden kann! Ist eine [[Zahl]] nicht dasselbe wie eine etwas abstraktere Mythologie, oft als Wahrheitspseudonym irgendeiner Statistik, die durch irgendeine andere &#039;&#039;widerlegt&#039;&#039; wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also ist wahr, wenn es kein wahres Sein gibt? Ist es das wahre [[Bewusstsein]], das vernunftbegabte [[Wissen]] der Aufklärung, das Wissen, das durch &#039;&#039;wissenschaftliche Methodik&#039;&#039; geprüft und durch konsistente Theorie interpretiert, beurteilt und hierdurch bewiesen oder abgewiesen, also wahr oder falsch ist? Dann wäre die Vernunft der Wissenschaft der Anker der Wahrheitssuche und das hierdurch geklärte, also das aufgeklärte Wissen die Wahrheit schlechthin, die Wahrheit der Proffession. Als Laien hätten wir ihr Folge zu leisten! Doch Vernunft gilt für den [[Aufklärer]] selbst nur als [[Prinzip]] und hat als solches nur eine Regel, aber längst noch keine Wahrheit. Im Gegenteil: Sie enthält ja geradezu eine gewaltige Täuschung über die notwendige Regelwidrigkeit der Regel, damit sie Sinn haben kann: Wo alle das tun, was notwendig ist, kann nichts wirken, nichts wirklich sein. Gerade deshalb besteht ja auch die Regel, weil sie gegen das Regelwidrige gestellt, hieraus sortiert ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit für sich ist immer unauflösbar, weil es sie nicht durch sich selbst gibt. Der [[Verstand]] mag die Funktion unserer Auffassung erfüllen, aber auch was wir nicht verstehen ist dadurch nicht unwahr, nur weil wir keinen Verstand dafür haben, etwas nicht fassen können. Letztlich geht es doch darum, ob unser Wissen über das was ist, unser bewusstes Sein, unser Bewusstsein, wirklich wahr ist, ob wir in unserer Wirklichkeit uns dessen gewiss sind, was auch in Abwesenheit wahr ist und dies auch wissen. Dies macht das Wissen in uns, das selbstgewisse Sein in der Welt und in uns, im Gefühl, im [[Gedächtnis]], in uns als ganzen Menschen aus. Es geht darum, worin wir uns in der Welt einig sind, worin wir uns selbst in ihr auch erkennen können, was uns darin zu [[eigen]] ist, [[Sinn]] für uns hat und unsere Sinnlichkeit ausfüllt, weil wir darin sinnlich sind und uns äußern, also [[leben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwar keine Wahrheit des Seins (siehe [[Ontologie]]), aber es gibt eine Wahrheit der Erkenntnis darin. Wahrheit ist die Einheit der [[Erkenntnis]] im [[Sein]] mit ihrem [[Gegenstand]]. In Wahrheit ist alles eins. Das Unwahre gibt es nicht (siehe Kritik an [[Adorno]]). Das Resultat der Erkenntnis ist das bewusste Sein als [[Bewusstsein]]. Gegenstand der Wahrheitsfrage ist das [[Fremde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Sein ist in sich, das heißt, in dem, was damit ist, evident falsch. In der Frage nach dem &#039;&#039;Sinn des Lebens&#039;&#039; erschließt sich eine [[Entfremdung]] von dieser Sinnlichkeit, ist der so fragende Mensch sich doch seines [[Lebens]] selbst nicht gewiss und also auch unfähig, wirklich zu [[zweifeln]]. Der Grund für die Frage nach der Wahrheit ist diese [[Entfremdung]] des Lebens selbst, die Hinterfragung, ob es überhaupt ist und ob dies eigentlich [[Leben]], eigentliches Sein, lebendige [[Eigenschaft]] des Menschseins ist - ein Widersinn in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiernach ist die wesentliche Vorraussetzung zur Wahrheitsfindung die Unterscheidung von [[Eigenem]] und [[Fremden]]. Fremdes wäre aber bloß unheimlich, wenn es nichts eigenes wäre und Eigenes wäre unsinnig, wenn es nicht geäußert würde. Fremdes als Form von Eigenem wiederum könnte nicht einfach fremd sein. Es bleibt alles in sich eins, wenn es wahr sein soll, und nur deshalb erkennen wir auch seine Entfremdung: Nur sofern wir uns in der Welt erkennen, können wir auch ihre [[Entfremdung]] von uns erkennen. Die Erkenntnis der Entfremdung ist nichts anderes als die Erkenntnis des Eigenen im Fremden und ich kann dies nur erkennen, wenn ich meine Wahrheit in allem erkenne. Kurz gesagt heißt dies: In Wahrheit ist alles eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheit als Ursprung und Resultat aller [[Erkenntnis]] ist die [[Gewissheit]], im Einzelnen wie wissendes Sein überhaupt. Sie ist die Basis eines jeden [[Wissens]] und dessen Errungenschaft zugleich, dessen Himmel und dessen Hölle. Solche Erkenntnis kann nicht einfach sein, sie selbst ist der geschichtliche Akt des leibhaftigen [[Bewusstseins]], das sich handelnd und fragend verhält, so praktisch ([[praktisches Bewusstsein]]) wie theoretisch ([[theoretisches Bewusstsein]]) als fortschreitende [[Selbstgewissheit]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit kann nur wahr sein, wenn sie keine Ungewissheit enthält. Das mag bei einem heißen Ofen noch leicht auszumachen sein, sind doch die Sinne sich zumindest dort gewiss, wo sie Gefahr für Leib und Leben erkennen. Dies aber ist nicht einmal eine [[Wahrnehmung]] und bedarf keiner Gedanken über Wahrheit: Der heiße Ofen ist so gewiss, wie er schmerzt. Aber wo die Dinge oder Ereignisse nicht so gewiss sein können, ist ihre Wahrheit nicht alleine schon mit einer einzigen Empfindung gegeben. Sie sind für uns ungewiss, soweit sie auch für sich bestimmt erscheinen. Was in unserem Leben täglich aufgeht weil wir selbst darin aufgehen, bewährt sich von selbst. Was wir darin bewirken, ist für uns [[selbstverständliche]] [[Wirklichkeit]] - fast schon [[Gewohnheit]]. Ungewiss und daher im Zweifel ist eine Wirklichkeit, die eine Wirkung auf unsere Selbstgewissheit hat, die nicht unmittelbar sinnlich ist, aber unser Leben voll und ganz betrifft. Da besteht [[Zweifel]] über den [[Grund]] solcher [[Wirklichkeit]] und es muss sich Gewissheit erst einstellen, sich uns erschließen, bevor es uns bewusst sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit jedoch ist unser Leben nicht falsch. Es ist aber als solches unkenntlich, soweit wir es nicht in unserer [[Wirklichkeit]] erschlossen und uns selbst darin lebend erwiesen haben. Es kann uns selbst unwahrhaftig erscheinen, wenn wir Sachen, Bilder, [[Lebenswerte]], [[Gefühle]] oder Gebote in uns aufnehmen, die nicht für uns wahr sein können. Wir müssen also beurteilen können, was für uns wahr ist, was wir daran finden und wie wir es finden. Die Frage nach der Wahrheit verlangt also eine notwendige Reflexion unserer [[Empfindung]] - nicht, weil sie selbst zweifelhaft oder zwiespältig wäre, sondern weil sie nicht unmittelbar als [[Erkenntnis]] in unserer [[Wahrnehmung]] aufgeht. Die Frage nach der Wahrheit ist also die Frage nach einer Vermittlung, die uns nicht gewiss ist und die wir noch nicht wissen, solange wir uns nicht darin gewiss sind, was uns [[fremd]] [[bestimmt]], was also unsere [[Selbstentfremdung]] bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Doch die Frage greift weit, enthält sie doch die Befragung unserers Daseins überhaupt: Wo kommmen wir her, wo gehen wir hin, was ist der Sinn aller Beziehungen, Zusammenhänge und Vermittlungen? Nur ein [[Gott]] kann in Sachverhalten oder in menschlichen Verhältnissen eine Wahrheit vermitteln, die als Gebot einer höheren Ordnung besteht, z.B. als Sünde gegen Gott oder als Erkenntnis Gottes (Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen). Gottesurteile sollen menschliche Beurteilung unmöglich machen, wollen eine höhere Wahrheit verkünden, welcher der Mensch unterworfen sei - und sie sind für Menschen wahr, die sich unterworfen sehen und verstehen. Um sich solchem Urteil zu entwinden, muss erkannt sein, was den Menschen ausmacht, was sein [[Leben]] und [[Sein]] außer Gott ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Um dies zu beurteilen, muss das Leben überhaupt erschlossen sein. Da sind wir noch nicht allzu weit gekommen. Wir wissen, wie es funktioniert und können in dessen Funktionen sogar schon tief eingreifen. Aber die einfachsten und umfänglichsten Probleme des Lebens, Hunger und [[Krankheit]] weltweit, der Gegensatz von [[Armut]] und [[Reichtum]], Krieg und Frieden, die ökonomischen und kulturelle [[Krisen]] und die Zerstörung der Lebensbedingungen, der Artenvielfalt und Ressourcen treiben sich in erschreckendem Ausmaß in einer Art und Weise fort, dass zu fürchten ist, dass wir unsere eigenen Lebensgrundlagen deshalb zu zerstören im Begriff sind, um ihre Zerstörung zu überleben. Das ist ein Widersinn in sich. Man muss sich der ganzen Zusammenhänge des Lebens, seiner [[Ganzheit]] gewahr werden, um zu einem Ur-Teil zu gelangen, zu einem Teil, das alle Wahrheit seines Zusammenhangs enthält. Das umfasst das Wissen um die Gründe, um die Folgen, die darin angelegt sind, die Unterscheidung von Ursache und Wirkung, Form und Inhalt und die Erkenntnis des Wesentlichen, das in allen Erscheinungen des wirklichen Zusammenhangs ist. Im Zusammenhang all dieser Momente kann ich es begreifen und habe einen Begriff von ihm. Ich kann solche Ganzheit als Gefühl haben oder als Erkenntnis im Geist, letztlich ist sie identisch darin, dass ich mir dessen gewahr geworden, also auch mit mir im Verhältnis hierzu einig bin (siehe [[Identität]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das Problem von [[Erkenntnis]] schlechthin. Wann weiß ich, was wahr ist, und wie kann ich es wissen? Die Erkenntnis von allem [[Seienden]], die Erkenntnis des [[Seins]] überhaupt macht diese Frage - selbst als Hinterfragung der Frage nach der Wahrheit. Ist die Frage nach der Wahrheit überhaupt möglich? Muss Wahrheit nicht selbst evident sein? Kann es sein, dass der oder die Fragende sich in der Frage schon selbst betrügt, - so, als gelte es, einen Gottesbeweis der Wahrheit anzutreten? Friedrich [[Nietzsche]] hat den Christenglaube an die Erlösung, an den Gottmenschen, der von sich sagt: &#039;&#039;Ich bin die Wahrheit und das Leben&#039;&#039;, als die größte Lüge der Menschheit bezeichnet. &#039;&#039;Gott ist tot!&#039;&#039; ist ein gewaltiger Protest gegen die Lebenstäuschung einer [[Heil]]serwartung. Doch hat Nietzsche zugleich den Menschen die Fähigkeit zur Wahrheit abgesprochen und das [[Heilsprinzip]] durch den [[Übermenschen]] ersetzt. Die religiöse Spekulation war lediglich profan geworden und damit nicht wahrer, nein, die Entstellung selbst sollte bei ihm zum Prinzip der Wahrheit werden, welche das Verborgene zum Leben bringt: zum Kampf der Kultur zwischen Horde und Herrschaft. Und der wurde zum [[Zynismus]] gegen die Widersprüche der Menschen selbst, zum Herrschaftsbewusstsein der Bohème, das mit der Kritik am [[Glauben]] zugleich die subjektive Kraft jeder gesellschaftlichen Veränderung zerstört: Die [[Menschenliebe]]. Die Kritik der [[Täuschung]] muss die Ent-Täuschung in der Erkenntnis überstehen, dass sie selbst nicht wahrer ist als sie. Es bliebe eine Falle der Erkenntnis, wenn die Frage nach der Wahrheit nicht zur Befragung ihres [[Gegenstands]], der menschlichen Wirklichkeit wird: Was ist wirklich wahr, wenn Wahrheit nicht wirklich ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Wahrheit gibt es nur in der Einheit des [[Ganzen]]. Sie erweist sich als Identität des Vielfachen darin, wenn sie dessen Teilung und Bezogenheit begriffen hat und sich dieser Begiff in allen Bewegungen des Ganzen bewährt. Wahrheit kann also nur die Bewährung des Begriffs sein; und weil er nur durch sie Begriff ist, ist Wahrheit [[Begriff]]. Sie hat kein Sein und keine [[Gegenwärtigkeit]], kein [[Wesen]] für sich und ist nur durch die begriffene [[Bestimmtheit]] seiender [[Beziehungen]] in menschlichen [[Verhältnissen]]. Wahr oder unwahr kann also nur der Zusammenhang von Erkenntnissen sein, die sich widerspruchsfrei oder widersprüchlich begreifen lassen. Die Wahrheit besteht allein in der Fähigkeit, Täuschung nachzuweisen und der Ideologie die [[Schein]]haftigkeit ihrer Begriffe als ihren imanenten Willen zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahr kann nur die Einheit im Begriffenen sein, die im [[Begriff]]der Verhältnisse als Zusammenhang ihrer bewährten [[Beziehungen]] entfaltet ist. Die Gegenwärtigkeit, unmittelbare körperliche An- oder Abwesenheit ist hierbei gleichültig (Ausschwitz muss man nicht erlebt haben, um es als geschichtliche Wahrheit zu erkennen, wenn man die Bestimmungen des Faschismus verstanden hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit mag als Wort ein Begriff der Erkenntnistheorie sein. In [[Wirklichkeit]] existiert sie aber als Prozess auch materiell und sinnlich in der [[Empfindung]], die in der Täuschung lebt, im [[Widerspruch]] von [[Wahrhaben]] und [[Wahrnehmen]], der sich in dem aufhebt, was [[wahrgemacht]] wird. Es ist dies die Form der [[Erkenntnis]], welche als System [[isolierter]] Wahrheiten die [[bürgerliche Kultur]] ausfülltt. Wahr oder unwahr ist so auch ein Sinn, der Sinn für eine Täuschung. Er erweist seine Wahrheit nur praktisch, z.B. in der Kunst oder Sprache oder im [[Gefühl]] im sinnlichen Verhältnis von wesentlicher und scheinhafter Empfindung oder auch als [[Leben]] in fremder Wahrheit ([[Verrücktheit]]). Es gibt keine wahre oder unwahre Empfindung, wohl aber Empfindungen, die [[Absichten]] oder [[Willen]] enthalten und daher nicht ihre [[Bestimmung]] finden, weil sie wahrmachen müssen, was sie fühlen wollen, um sinnliche Identität zu haben (siehe z.B. [[Wahnsinn]], [[Zwang]], [[Sucht]], [[Depression]]). Es sind scheinhafte [[Empfindungen]], in welchen Menschen ihre Widersprüche zu ihren eigenen Gefühlen mächtig verneinen und die in dieser Selbstverneinung auch erweisbar sind als [[objektive Gefühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann in der [[Wahrnehmung]] bedrängt sein durch seelische [[Absichten]]. Dies kann Menschen ihre Wahrheit (Identität) nehmen oder stören ([[Verrücktheit]]), wenn sie diese als als Lebensbedingung haben. Oft ist die Bewahrung der [[persönlichen Integrität]] innerhalb kultivierter Lebensräume der Grund, warum die von solchen Personen abhängigen Menschen verrückt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Relativierung des Wahrheitsverständnises wird neuerdings mehrfach in psychologischer Absicht betont (vergl. [[Foucault]]). Bei [[Nietzsche]] wird dies noch begründet. Er weist sich in seiner Philosophie der Verstellung selbst aus. Und er sagt auch warum. Wahrheit sei relativ, wenn sie einem anderen Prinzip unterliegt, das für Nietzsche und Nachfolger das höchste Prinzip der Natur ist, absoluter Ursprung des Lebens: Der [[Wille]] zur [[Macht]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Stimmung&amp;diff=11625</id>
		<title>Stimmung</title>
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		<updated>2026-10-15T20:21:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Er ruft spielt süßer den Tod - der Tod ist ein Meister aus Deutschland er ruft streicht dunkler die Geigendann steigt ihr als Rauch in die Luft dann habt ihr ein Grab in den Wolkenda liegt man nicht eng. (Aus der Todesfuge von Paul Celan)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die [[vereinzelten]] [[Beziehungen]] in ihren [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] (z.B. durch den [[Warentausch]]) von einander [[getrennt]] existieren, verlangen sie nach einem wirklichen [[Sinn]] ihrer Getrenntheit im Großen und [[Ganzen]] im Anschein einer [[Identität]] (siehe auch [[Schein]]). In der [[Getrenntheit]] der [[ausgeschlossenen]] [[Inhalte]] ihrer [[praktischen]] [[Verhältnisse]] bekommt der [[Schmerz]] ihrer [[Getrenntheit]] einen selbständigen [[Sinn]]. Darin beziehen sich ihre [[Empfindungen]] durch ihre [[Form]] von demm aufeinander, was sich in ihnen [[regt]], worin sie also [[erregt]] übereinstimmen: Es ist ihre Stimmung, in der sie einaner anstimmen und [[austauschen]], also auch austauschbar sind. Was sie im Gemeinen ihrer [[Form]] nach gewinnen, das [[entäußert]] sich in den [[Inhalten]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] und [[verkehrt]] sich zu einer Außenwelt, in der die sie keinen [[Sinn]] von und für sich [[empfinden]], weil sie darin ihren [[Sinn]] aufgehoben haben und also auch ohne [[Verständnis]] sind. Ihre [[Erkenntnise]] entstehen daher vor allem aus Beziehungen, die über ihre [[Abstraktionskraft]] begründet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmungen sind gesellschaftliche [[Beziehungen]] der [[Selbstwahrnehmung]], worin die eine [[Empfindung]] iwie die andere gilt und von daher einen [[Gemeinsinn]] erzeugt, durch dden die [[Abstraktion]] von ihren [[Gewissheiten]] gewinnen (siehe hierzu die [[Fundamentalontologie]] von [[Martin Heidegger]]), über die sie mit ihrer [[Negation]] in ihrem [[Selbstgefühlen]] übereinstimmt. Auch wenn dies ihnen die Grundlage ihrer Wahrnehmung in ihrem unmittelbaren [[Sinn]] tötet (siehe [[tote Empfindung]]), so vergewissert sie die Wahrnehmung ihrer Verhältnisse durch die Wirkungen einer ungewissen Gewissheit, befördert sie zur Teilnahme an der Selbstvergewisserung einer gewissenlosen Welt. Was sie darin empfinden ist vor allem das, was sie für sich an Gewissheit verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt, die wirkliche Bestimmung, erscheint als formell; die ganz abstrakte Formbestimmung erscheint als der konkrete Inhalt.[[(MEW 1, Seite 216)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmung ist die allgemeine Form von [[Empfindungen]], die [[abstrakte]] [[Form]] in der sie übereinstimmen. Sie geraten in Stimmung, wo ihr [[Sinn]] entfallen und seiner Entstehung, seiner [[Bestimmtheit]] entzogen – und nurmehr als [[Regung]] in ihrer [[Form]] da ist (siehe auch [[Dasein]]). Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, was die [[Wahrnehmung]] für sich als eine bestimmte [[Gewissheit]] empfindet, was sie am Ende ihrer [[Wahrnehmung]] für wahr findet, ohne ihm gewahr zu sein. In der Stimmunhg wird die Stimme zu einem Geheimnis. Die Stimmunsmache ist daher auch das pronbate Mittel durch das sinnlose Verhältnisse einer politiischen Kultur (z.B. Famiolie, Erziwhungb Kirche, BILDUNG9g) Dtaat Kirche) mit fremden Bestimmungen erträglich grmscht weerdee können. (siehe auch [[tore W§ahrnhmung]]). Es ist allerdingd nur die Wahrheit einer Scheinwelt, einer Welt mit viel Sinn für nichts und niemand, die sich also auch selbst als eigene [[Wahrnehmung]] in ihrer Stimung für wahr gefunden, die sie außer sich durch sich selbst gefunden hat, die in ihrere Gewissheit bestimmt, aber zugleich in der Stimmung gleichgültig geworden ist. Eine Stimmung ist also lediglich bestimmt, aber zugleich gleichgültig gegen ihre Bestimmtheit, die Substanz einer selbstbezügichen Wahrnehmun, das Kapitall de bürgerlichenKulltu, weil allles stimig gemacht werden kann und als Eigenheit einer Entfremdung von allem, was ihr für wahr gelten kann. Sie ist lediglich die [[Form]] einer gegensinigen WAhrnehmung, der [[Inhaltse]] einer widersprüchlichen Wahrnehmung, einer [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich, als absolute Empfindung der [[Macht]] einer [[Abstraktfionskraft]] (siehe hierzu auch [[Stimmenhören]]). Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als [[Regung]] durch sich [[körperlich]] auszudrücken und räumlich in ihrer [[Erregung]] auszuweiten (siehe auch [[Musik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken. Aber ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stimmung herrscht die [[Form]], und erscheint als [[Inhalt]] ihrer [[Formbestimmung]] selbst als [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich (siehe z.B. [[Massengefühl]]), als Empfindung an und für sich selbst. Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als Regung wahr zu haben und durch sich körperlich auszudrücken und räumlich in ihrer Erregung auszuweiten (siehe auch [[Musik]]). Jeder [[Form]] ist ein [[Inhalt]] vorausgesetzt denn [[Inhalte]] [[existieren]] nur in einer [[Form]], die seine Weirkung hat und brtreibt. In der [[Beziehung]] der [[Formen]] die als bloße Masse in ihrer Inhaltslosigkeit nichts für sich sein können, teilen sich [[Inhalte]] nur [[abstrakt]] mit. So werden sie zu einer [[Formbestimmung]], worin ihr [[Wesen]] im [[Anschein]] der [[Verhältnisse]] ihres [[Verkehrs]] also auch [[verkehrt]] [[erscheinen]] wenn ihre Form allein durch ihr Gemenge mächtig ist (siehe Prominenz), wenn sie also in ihrer [[Isolation]] (siehe [[Ausschließlichkeit]]) eine Masse darstellen, sich in ihrer Inhaltslosigkeit durch ihre Schrankenlosigkeit vervielfältigen. Je öfter derselbe Inhalt für sich durch die Wiederholung seiner leeren Form bestimmt wirksam ist kann er daher durch seine bloße Masse wirksam werden (siehe auch Geld als Zahlungsmittel) sich [[verselbständigen]]. Seine Macht erscheint dann wie ein Wunder und wird so als [[Fetisch]] auf wundervolle Weise wirksam (siehe [[Warenfetischismus]], [[Körperfetischismus]]). An sich ist eine [[Form]] also das [[objektive]] Gefäß (siehe auch [[Objektivität]]) für einen [[subjektiven]] [[Inhalt]] (siehe auch [[Subjektivität]]), was diesen für sich sein lässt und an sich auch verlassen und [[negieren]] kann (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). [[Geschichte]] [[entwickelt]] sich aus den [[Inhalten]] ihrer [[Natur]], aus ihrer Substanz, aus den [[Kräften]] und [[Bewegungen]], die sie [[subjektiv]] [[begründen]] und ihre [[objektive]] [[Gegenständlichkeit]] zu einer [[objektiven]] [[Form]] bilden (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Die Formbestimmung begründet sich aus dem Unvermögen, einer [[abstrakt]] gewordenen Geschichtlichkeit, die im [[Nichts]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] eine [[Abstraktionskraft]] gegen ihren [[Inhalt]] durchsetzen muss. In der [[Gegensätzlichkeit]] einer [[Entwicklung]] ergibt sich eine [[Beziehung]] allein über ihre [[substanzielle]] [[Identität]] in der [[Einheit]] ihrer [[Gegensätze]]. Darin [[verhält]] sich allerdings nur ihre [[Form]] zu ihren [[Inhalten]] als [[Formbestimmung]] ihrer [[Veränderung]], die ihr [[äußerlich]] verblieben ist, weil sie darin [[veräußert]] und zugleich [[entäußert]] – also doppelt außer sich – geraten sind und in dieser [[Form]] als selbständige [[Negation]] außer ihrem [[Inhalt]] geraten sind. Es hat sich hieraus eine [[Kraft]] aus den [[negierten]] [[Inhalten]] ergeben, von denen die [[Form]] selbst [[abstrahiert]] und als [[Formbestimmung]] ihrer [[Abstraktion]] zum [[Inhalt]] der [[Triebkraft]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] [[Antrieb]] wird. Formbestimmungen ergehen aus der [[Abstraktionskraft]], die von der [[substanzielle]] [[Not]] einer [[Getrenntheit]] betrieben werden, so dass diese als [[Wirkung]] ihrer unaufgelösten [[Widersprüche]] der [[Form]] nach in ihrem [[Doppelcharakter]] ein [[abstraktes]] [[Anderssein]] (siehe [[Negation]]) verwirklichen, das als eine dritte und also ihr [[äußerliche]] [[Bestimmung]] ihrer [[Verselbständigung]] fortbesteht (siehe [[Dialektik]]). Wo Lebenszusammenhänge [[isoliert]] werden und dadurch für sich und für einander unter sich [[abstrakt]] geworden sind, wo ihr [[Dasein]] vorwiegend über ihre [[Form]] in [[Beziehung]] tritt, wird die Häufigkeit ihres Auftretens, die [[Verallgemeinerung]] desselben [[Inhalts]] ihrer formalen [[Darstellung]] [[prominent]] gegen ihr[[einzelnes]] [[Dasein]] und von daher zu einer mächtigen (siehe [[Macht]])[[Bestimmung]] ihrer [[Vermittlung]] der [[Form]] über ihren [[Inhalt]]: [[Formbestimmung]] (siehe hierzu z.B. die [[Wertform]]). Dies stärkt die durch ihre [[Form]] bestimmte [[Position]] in Netzwerken in der Beziehung auf viele Andere. Bei der [[Entwicklung]] der Geldform aus der Häufigkeit des Händewechsels des [[Zahlungsmittels]] (W-G) entsteht z.B. durch die Aneinanderreihung der [[Waren]] im [[Tausch]] eine [[prominente]] [[Beziehung]] von [[Geld]] zu [[Geld]] das [[Kaufmittel]] Geld (W-G-G-W), weil sich [[Geld]] substanzeiell gleich bleibt, sich selbst gleich gilt, gegen sich [[gleichgültig]] ist, die [[Dasein]]Ware aber immer verschieden ist, als je [[einzelner]] [[Gebrauchswert]] in [[Beziehung]] tritt. Wenn also derselbe [[einzelne]] [[Inhalt]] mehrfach durch seine [[Form]] [[allgemein]] [[vermittelt]] wird, wird diese [[bestimmend]] für seine [[Existenz]] (siehe hierzu [[Existenzwert]]). Die Formbestimmung ist daher eine [[quantitativ]] bestimmte [[Form]], die [[qualitative]] [[Verhältnisse]] [[existenziell]] ermächtigt und durch ihre [[Masse]] selbst [[bestimmt]]. Von daher hat eine Formbestimung [[Macht]] über ihren [[Inhalt]] (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]). An sich ist jede [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] [[bestimmt]]. Wo aber ein [[Inhalt]] gegen seine [[Form]] [[gleichgültig]], von daher seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existieren kann, ist er nicht formbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]]. Und wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] darstellen, als bloßer [[Körper]], als das [[Material]] seiner [[Natur]] formbestimmend werden. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] zwischen [[Form]] und [[Inhalt]] auf ein substanzielles Verlangen nach dem Unerfüllten, wird zur [[Abstraktionskraft]] einer [[Beziehung]] im bloßen [[Dazwischensein]], wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem was nicht ist, von dem [[Abwesenden]] haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem [[Inhalt]] nach das [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur als [[Abstraktionskraft]] [[verwirklichen]] kann, indem sie sich gegen den Mangel ihres bestimmungslosen [[Daseins]] aus der [[Notwendigkeit]] seiner [[Wesensnot]] antreibt. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. [[Getrennt]] von diesen wird in der [[Ausschlieplichkeit]] ihrer [[Beziehungen]] auf sich selbst, auf ihren [[selbstbezüglichen]] Zusammenhäng die [[Kraft]] ihrer [[Bestimmtheit]] zur [[Abstraktionskraft]] eines [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesens]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist. Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst [[getrennt]] wird, entsteht ein Verlust an [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was zusammengehört, eine [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[nichts]], durch ihre [[nichtig]] [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Eine Formbestimmung ist das Resultat einer Entzweiung, die durch die Verdopplung seiner im [[Allgemeinen]] [[widersinnigen]] [[Beziehung]] gegen seine darin [[isolierte]] [[Einzelheit]] stellt. Weil diese [[Beziehung]] unvermittelt und also [[unmittelbar]] [[abwesend]], also wesenlos ist, teilt sie ihren [[Inhalt]] in eine [[Beziehung]] seiner [[abstrakten Allgemeinheit]] und seiner wie [[zufällig]] [[erscheinenden]] [[Einzelheit]] auf, indem sie ihre [[allgemeine]] [[Form]] zugleich gegen ihre [[einzelne]] und zufällige [[Bestimmung]] außer sich [[auftrennt]] und durch die in ihrer und durch ihre [[abstrakt]] gewordene [[Beziehung]] [[bestimmt]] und in der [[Systematik]] ihrer [[Verallgemeinerung]] außer sich wie durch eine [[fremde Kraft]] einer ihr [[äußerlichen]] [[Ganzheit]] (siehe [[Abstraktionskraft]]) [[fremd bestimmt]] (siehe hierzu die [[allgemeine Wertform]]). Je weniger ein [[Inhalts]] zählt, je [[widersprüchlicher]] er ist, desto mächtiger wird seine [[Form]], worin sich seine Gegensätze vereinen, sich [[substanziell]] bewahren und bewähren müssen. Eine Formbestimmung ist die [[Bestimmung]] eines [[Inhalts]] durch eine [[Form]], die das [[Allgemeine]] seiner Existenz zumindest abstrakt darstellt (siehe hierzu auch [[abstrakt Allgemeines]]). Sie entsteht aus den gegensinnig bestimmten [[Formen]] (siehe [[Dialektik]]), durch die [[Gleichgültigkeit]] der [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]], die ihre [[abstrakte]] [[Beziehung]] verdoppeln indem sie ihre [[abstrakte]] [[Form]] doppelt [[vergegenwärtigen]]. Sie [[bestimmen]] ihre [[Inhalte]] so, wie sie davon zugleich bestimmt sind (vergleiche hierzu z.B. [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] durch seine Funktion als [[Maß der Werte]] und [[Geld]] als [[Kaufmittel]] durch seine Funktion als [[Maßstab der Preise]]). Die wesentliche [[Folge]] der [[gesellschaftlichen]] [[Macht]] einer [[Abstraktion]] ist die [[Verkehrung]] ihrer [[Inhalte]] zur Bestärkung ihrer [[Form]], in der ihre [[Inhalte]] eine verkehrte [[Wirkung]], eine verkehrte [[Wirklichkeit]] erfahren die sie durch ihre [[verselbständigte]] Macht (siehe hierzu [[fremde Kraft]]) [[bestimmen]]. Eine [[Bestimmung]] ist das, was ein [[Wesen]] in einem anderen [[reflektiert]], was der Stimme von einem [[Wesen]] auf dieses erfolgt und hierdurch eine Verneinung (siehe [[Negation]]) seiner [[Subjektivität]] betreibt, indem es [[objektive]] [[Wirkung]] [[erfährt]], hiervon bestimmt ist, also dessen [[wesentliche]] [[Bestimmtheit]] solange [[fortbestimmt]], wie es durch andere [[Reflexionen]] anderer [[Wesen]] also [[wesentlich]] verändert wird und hierdurch seine Negation negiert. Dies macht die Erneuerung seiner [[Eigenschaften]] aus, die seine [[Geschichte]] als Veränderung ihrer [[Eigenheiten]] (siehe auch [[Eigentum]]) [[entwickeln]]. Dieser Prozess ist bei Marx der Prozess einer [[objektiven]] Veränderung durch die ihrer geschichtlichen [[Kraft]] [[bewussten]] [[Subjekte]], bei Hegel eine [[Selbstveränderung]] in der [[fortbestimmten]] [[Entfaltung]] seiner wesentlichen [[Gründe]], deren Rückkunft in einer höheren, weil [[reichere]] Ebene ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]]. Was nottut, verlangt nach einer Änderung, einem[[Anderssein]] der [[Verhältnisse]]. Es muss in diesen begriffen sein, um veränderbar zu werden. Aber der [[Begriff]] sowohl [[gegenständllicher]] als auch [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] kann in [[Wirklichkeit]] nur wahr sein, wenn sich [[Begriff]] und [[Sache]] im [[Verhältnis]] ihrer [[Wirkungen]], in ihrer [[Wirklichkeit]] [[identifizieren]] lassen. Bleibt diese nur [[abstrakt]] durch eine [[fremde Kraf]]t vermittelt, so wird sie von einer [[Abstraktionskraft]] betrieben (siehe auvch [[Trieb]]), die einem ihrem [[Wesen]] [[fremden]], einem [[abwesenden]] [[Grund]] entspringt und daher als leere [[Formbestimmung]] eine übermächtige[[Wirkung]] hat. Diese [[verkehrt]] das [[Verhältnis]] von [[Form]] und [[Inhalt]], indem sie die [[Form]] [[inhaltlich]] bestimmend [[erscheinen]] lässt, als Naturalform ihrer [[Verhältnisse]] (sihe hierzu z.B. [[Autopoiesis]]), die ihr [[Dasein]] [[wie eine]]innerlich [[wirkende]] [[Natur]][[bestimmt]] (siehe hierzu [[Warenfetischismus]]). Formbestimmung ist die [[Erscheinungsform]] der [[Bestimmung]] einer [[abstrakten]] [[Form]], die selbst aus ihr über die Verdopplung ihrer [[Substanz]] durch ihren Widerschein ([[notwendiger Schein]]) als [[Form]] durch sich und für sich, also an und für sich hervorgegangen ist. Wo die [[Form]] sich als Ursprung wie Resultat ihrer [[Inhaltlichen]] [[Beziehung]] [[verhält]], die sich selbst abgebrochen hat und nurmehr in der [[Form]] [[aufgehoben]] ist, weil sie in ihrer [[Inhaltlichen]] [[Entwicklung]] keine ihr angemessene [[Form]] finden kann, da [[verallgemeinert]] sich ihre [[Form]] durch ihre bloße Funktion, durch die [[Tatsache]] ihrer [[Beziehungen]], die sich durch ihren [[Widerspruch]] [[substanziell]] selbst [[abstrakt]] geworden sind. Weil sich diese [[Tatsache]] [[Inhaltlich]] [[widerspricht]], mal dieses, mal jenes sein kann, weil sie im Grunde beliebig ist und keinn Sinn vermitteln kann, müssen sich auch ihre [[Inhalte]] im [[Allgemeinen]] duch einander [[nichten]]. Die Formbestimmung betreibt ihren [[aufgehobenen]] [[Inhalt]] als Residuum, als [[Abstraktionskraft]] der [[Allgemeinheit]] ihrer i[[Inhaltlichen]] [[Beziehungen]], die nicht einfach nur [[Nichts]] sein können und deshalb in ihrer Nichtigkeit (siehe [[Negation]]) in die [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Substanz]] verfallen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]]). Karl Marx hat die Entwicklung einer Formbestimmung an der [[Entwicklung]] der Geldform aus der [[Wertform]] dargestellt, in der die [[Beziehung]] des einfachen und zufälligen [[Inhalts]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]]von [[Waren]] abgebrochen ist und sich die [[inhaltliche]] [[Beziehung]] des [[Zahlungsmittels]] als [[Ware]]gegen [[Geld]] (W-G) zur [[Beziehung]] eines [[Kaufmittels]] als [[Geld]] gegen [[Ware]] (G-W) mit der Aufhäufung der Kaufakte gleichsetzt und somit [[gleichgültig]] gegen ihren [[Inhalt]] wird. Da somit die [[Beziehung]] W-G und G-W im [[Geld]] gleichgesetzt ist, verdoppelt es seine leere Funktionalität (W-G-G-W), die sich allgemein als [[Beziehung]] des Geldes zu sich selbst (G-G) durchsetzt. Von da her wird [[Geld]] als [[Kaufmittel]]mächtig gegen seine Funktion als bloßes [[Zahlungsmittel]] und hierdurch zum [[Subjekt]] des [[Warentauschs]], zu dessn [[allgemeiner]]Formbestimmung. Hierdurch bestärkt die Form sich selbst, weil sich alles im [[Nichts]] nur um sich selbst [[bewegt]] und sich zugleich durch seine abstrakte [[Substanz]] auf alles bezieht, das seine [[Form]] einnehmen und annehmen kann. Während es im [[Allgemeine]]n für alles da ist, ist es für sich gleichbleibend und zugleich durch alles andere in seiner Vermittlung außer sich, also [[objektiv]] als [[Form]] bestärkt, zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] geworden, wodurch sich die [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]] zu ihrer [[Form]] [[verkehrt]] hat (siehe heirzu [[Verkehrung]]). Jede [[Geschichte]] entwickelt mit einer naturhaften [[Notwendigkeit]] ihre [[Form]] durch die [[Inhalte]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Jede Produktform menschlicher [[Arbeit]] ist die gesellschatliche Form ihrer [[Natur]]: [[Naturalform]] ihrer [[Gesellschaft]] (siehe [[Naturbestimmung]]). Eine [[Form]] kann sich nur durch ihre [[wirklichen]] [[Inhalte]] entwickeln, denn jede [[Entwicklung]] geschieht durch einen [[Inhalt]], der seine [[Form]] finden muss, um [[gegenständlich]], also [[objektiv]] da zu sein (siehe [[Dasein]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Nun zeigt uns schon unsere gewöhnliche Sprache, daß wir in unserem Inneren etwas tragen wie ein Prinzip, das diese verschiedenen Gebiete, in denen sich unsere [[Sinn]]e neigen, zusammenfaßt. Wir sprechen zum Beispiel von warmen und kalten Farben, wenn wir auch empfinden, daß das für unsere Verhältnisse zunächst nur vergleichsweise dadurch da ist, daß wir durch den Gesichtssinn die Kälte und Wärme, Hell und Dunkel wahrnehmen und als warme oder kalte Farben. Wir erkennen alles nur aus einer gewissen inneren Verwandtschaft, die wir fühlen, das, was der eine SinnDass im Erleben einer Gesamtstimmung auch verschiedene Sinnesqualitäten gesetzmäßig miteinander korrespondieren können, hat Rudolf Steiner etwa in seinen Ausführungen zur Eurythmie am Beispiel von Lauten und Farben gezeigt. Daraus ergeben sich auch Hinweise für die Farben der Bekleidung, die etwa zur Gesamtstimmung eines bestimmten Gedichtes passen. Die Farbe erscheint hier als „der an der Außenwelt fixierte Gemütsinhalt“. (Über Stimmung – AnthroWiki)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochzeit der [[Beziehungen]] der politischen [[Selbstgefühle]] war die Zeit des [[Biedermeier]], die Herrschaft der [[Selbstgerechtigkeit]] in der Wohnlichkeit (siehe [[Gewohnheit]]) einer eigensinnigen Autorität (siehe [[autoritärer Charakter]]) Darin galt vor allem das [[Selbstgefühl]] intellektueller [[Selbstgerechtigkeit]] dem [[politischen Bewusstsein]], dem durch eine anachronistischen Wendung zur [[Phänomenologie]] ein allgemeines Lebensverständnis (siehe [[Verstand]]) angedient wird. &#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: &#039;&#039;Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?.&#039;&#039; ([[MEW 2, S. 83]]) [[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]]. von ihrer Aussage her (siehe auch [[Sprache]]) wird [[Wahrheit]] ungewiss und von da her zu einem Selbstzweck des [[Denkens]] (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]), zu einer Teleologie zweckhafter [[Beziehungen]], denen ein [[Sinn]] vorangestellt wird, den sie durch nichts erweisen können und der deshalb auch nicht [[bewiesen]] werden kann (siehe hierzu auch [[Gott]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir. (Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, A 289)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auskunft über sich hat Immanuel Kant (1724-1804) selbst gegeben und damit auch getroffen, was seine &#039;&#039;zwei Seiten&#039;&#039; im Wesentlichen ausmachen: Die [[Metaphysik]] seines Vernunftbegriffs in der &#039;&#039;Kritik der reinen [[Vernunft]]&#039;&#039; und dem praktischen [[Nutzen]] seiner [[Moral]] der [[Aufklärung]], die [[Moral]] der Mündigkeit als wesentliche Aussage eines [[emanzipatorischen]] [[Selbstverständnisses]] in seiner &#039;&#039;Kritik der praktischen Vernunft&#039;&#039;. Beides suchte er zu vereinen in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039;. Allerdings ist er als erster [[Philosoph]] einer [[allgemeinen]] [[Begrifflichkeit]] [[bürgerlicher]] [[Verständigung]] (siehe auch [[Verstand]]) auf deren Doppelbödigkeit zwischen [[Vernunft]] und [[Moral]] noch jeweils unvermittelbar einseitig verblieben, einerseits in seiner biologischen [[Anthropologie]], die z.B. den [[Nationalsozialisten]] als [[Begründung]] ihrer [[Rassenlehre]] dienen konnte, und dem praktischen [[Moralismus]] seines &#039;&#039;[[Kategorischen Imperativs]]&#039;&#039; auf der anderen Seite, der einen [[Selbstwiderspruch]] im [[bürgerlichen Bewusstsein]] betreiben sollte. Es war ihm mit seiner Auffassung ihrer [[Dialektik]] nicht möglich eine [[wirklich]] [[emanzipatorische]] [[Philosophie]] zu entwickeln, was ihm von einigen der ihm nachfolgenden Denkern vorgehalten wurde, die in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039; keine [[Beziehung]] anerkennen konnten. Ohne ein [[kritisches]] [[Verhalten]] zur [[Wirklichkeit]] (siehe [[kritische Theorie]]) wird im [[bürgerlichen Bewusstsein]] alles von dem, was eine [[Geschichte]] aufklären könnte, zur [[persönlichen]] [[Selbstbehauptung]] einer [[Vorstellung]] von dem, was es sein könnte oder können soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte wird daher, wie die Wahrheit, zu einer aparten Person, einem metaphysischen Subjekt, dessen bloße Träger die wirklichen menschlichen Individuen sind. Die absolute Kritik bedient sich daher der Phrasen. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Adorno]] war das wahr, was sich [[identisch]] bleibt. Aber in der [[Wirklichkeit]] der [[Kultur]] verfestigen sich immer mehr Unwahrheiten und auch stetige [[Strukturen]] sind nicht einfach wahr (siehe [[Systemtheorie]]). Unwahrheit ist also weder das Identische an sich, noch das Nichtidentische, wie er dies [[verstanden]] wissen wollte um seine [[negative Dialektik]] als Grundlage einer [[kritischen Theorie]] zu verfassen. Wesentlich für eine Befragung der [[Wahrheit]] ist die Feststellung, dass das [[Identische]] an sich schon einen [[Widersinn]] beinhaltet: Eine [[Wahrheit]] an sich gibt es nicht, weil [[Identität]] lediglich eine [[Reflektion]] der [[Erkenntnis]] gegen [[Täuschung]], eine [[Abstraktion]] für sich ist. Sie kann sich nur durch die Entdeckung vertauschter [[Inhalte]] in ihrer [[widersprüchlichen]] [[Wirklichkeit]] bewahrheiten und in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Aufhebung]] verwirklichen, sich in einer erneuerten [[Wirklichkeit]] [[wahr machen]]. [[Wahr]] ist, worin sich [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] in dem einig sind, was sie [[wahrhaben]]. [[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]]. &#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ... Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen?&#039;&#039; [[(MEW 1, S. 6)]] Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]]. Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]] [[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]). Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]]. [[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen. Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]): &#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis &#039;&#039;des Menschen zum Menschen&#039;&#039; ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist.&#039;&#039; [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]] kennbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen? [[(MEW 1, S. 6)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis des Menschen zum Menschen ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist. [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil [[Adorno]] als [[Kritiker]] des [[Positivismus]] zugleich den Ausgangspunkt der [[Kritik]] schon im [[reinen]] [[Denken]] [[begriffen]] haben wollte, hatte er sein Denken gegen jeden positiven Ausgang gestellt und damit eine [[&#039;&#039;Negativen Dialektik&#039;&#039;]] begründet. Hierdurch konnte er sich als durch sich selbst schon freien Denker [[popularisieren]] und seine [[Kritik]] mit seiner alles überwindenden [[Philosophie]] einer [[negativen]] [[Wahrheit]] bestimmen. Und dies durch eine spärlichen, weil [[abstrakt]] verbleibenden Einwand eines freien und also [[unendlichen]] Intellekts einer gedanklichen [[Ewigkeit]], der sich selbst überwinden musste, um seine Positivität aus sich heraus oder durch die Jenseitigkeit einer [[künstlerischen]] [[Empfindung]] zu [[entwickeln]]. So wurde er vor allem selbst zur Kultfigur von [[bildungsbürgerlichen]] Literaturkonsumenten und deformierte im Bezug auf die theoretischen Grundaussagen von Marx mit seinen Rückgriff auf den [[Begriff]] des [[Warenfetischismus]] zum Hinterhalt einer im Grunde antimarxistischen [[Theorie]] bei, die seiner [[Negativen Dialektik]] mit seinem [[Verstand]] von einem richtigen, einem gegen das [[Falsche]] bereinigten [[Leben]] einen [[revolutionären]] [[Totalzitarismus]] des teinen [[Denkens]] einhauchte. Mit seinem [[Verstand]] vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; sollten schließlich die [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] des [[Warentauschs]] und des hierdurch [[fetischisierten]] [[Bewusstseins]] zumindest [[psychologisch]] identifizierbar und ebenso überwindbar sein (siehe hierzu [[Subjektkritik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam zu Adornos Gefallen an einer überlebensgroßen [[Kultur]] der [[Kunst]] die Theorie vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; hinzu, das dem &#039;&#039;falschen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen wäre (siehe [[Leben]]), weil es dessen &#039;&#039;Beschädigungen&#039;&#039; abwenden könne. Dies hatte qllerdings jede [[kritische]] [[Erkenntnis]] von ihrem [[wirklichen]] [[Sinn]] frei geschlagen und sich in dem [[Moralismus]] einer intellektuellen Eigenmächtigkeit durch die [[Selbstgerechtigkeit]] eines [[philosophisch]] abgehobenen [[Bewusstseins]] fortgebildet, wie sie auch schon mal vom [[Existenzialismus]] [[Martin Heideggers]] angelegt war, der allerdings stattdessen eine [[Fundamentalontologie]] der [[Erkenntnis]] von [[Wahrheit]] über den [[Sinn]] des [[Seins]] als sinnliches [[Bewusstsein]] im [[Dasein]] der Menschen entwickelte. Er war von daher in seinem [[reaktionären]] Anliegen vielleicht auch nur &#039;&#039;ehrlicher&#039;&#039; als [[Adorno]], den man als Begründer eines [[reaktionären Marxismus]] ansehen kan. Es scheint, als ob Heidegger ihn wieder abgelöst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Erkenntnis]] unterstellt immer schon eine [[Wirklichkeit]] und [[Wahrheit]]Bestimmung der [[Wahrheit]]politischen Kultur (siehe auch [[Wahrheit]]Stimme), die [[sinnlich gewiss]] wäre, wenn die Menschen darin ihre Entfremdung von sich und von ihrer Gesellschaft durch deren [[realen Abstraktionen]] hindurch erkennen können, Eine Vermittlung der Wahrnehmungen für die [[Erkenntnis]] ihrer einzigartigen Empfindungenrnu. Dies nterstellt aller dings [[Sinne]], in denen und durch diese sich ihrer [[selbst]] unzweifelhaft, ihrer zwischenmenschlichen [[Wahrnehmung]] also ohne jeden [[Zweifel]] [[gewiss]] sind. Das ganze Interesse ihres Erkenntnisvermögenns hat es eben einfach nötig, im Menschen [[ganz]] das zu [[empfinden]], was außer sich und also außer dem ist, was er finden kann, was also nur [[sinnlich gewiss]] ist, wenn diese [[Empfindung den]] in Wahrheit als [[Ganzes]], als das nimmt, was es im Zusammenhang seiner [[Erfahrungen]] wirklich [[wahrhatte]] und sich von daher nicht [[täuschen]] lässt. Worin sie übereinstimmen wid zur Form ihres Zusammenhangs, zur Stimmung, worin sie ihre abstrakten Wahrnehmungen identifizieren. Worin Menschen ihren Gegenstand nicht ganz begreifen können, weil sie voneinander vereinzelt und isoliert leben, sich mit ihrer Wahrnehmng als [[Ganzes]] nicht einer allen gemeinen [[Erkenntnis]] zuwenden können, werden auch die Elemete ihrer Wahrnehmung zerteilt und von dem abgetrennt, was sie in ihren Empfindungen und Gefühlen wirklich wahrhaben. Ähnlich der warenförmigen [[Vermittlung]] der Arbeitsprodukte wird in der [[politischen Kultur]] die Stimmunng zur [[Form]] der [[allengemeinen]] [[Vermittlung]] gesellschaftlicher W[[Selbstveredelung]]ahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Wesen]] kann nur im [[Ganzen]] wahr sein. Um einen [[Sinn]] für das [[Ganze]] zu bilden (siehe [[Sinnbildung]]) ist dessen [[Wesen]] im [[Einzelnen]] wie auch im [[Allgemeinen]] zu [[ergründen]]. Und um schließlich in der [[Auftrennung]] der [[Wahrmehmung]] auch die [[Wesensnot]] der Menschen als [[Entfremdung]] von der [[Natur]] ihres Wesens in ihnen und durc sie selbst er, ihrer Gattung zu erklären, kompliziert sich das [[Wesen]] ihrer [[Erkenntnis]] in den [[Lebensverhältnissen]] der Menschen, worin sie [[isoliert]] [[Einzeln]] zwischen sich und anderen [[existieren]]. In ihrem [[Dazwischensein]] können sie nur [[abstrakt allgemein]] miiteilen und [[vermitteln]] und sollen sich darin dennoch ihrer selbst [[bewusst sein]]. Die Wahrheit eines solchen [[Selbstbewusstseins]] verlangt nach einem [[allgemeinen]], nach einem [[gesellschaftlichen]] [[V]] der [[Erkenntnis]], das über die vereinzelten [[Wahrnehmungen]] hinaus sich auch deren [[abwesenden]] [[Substanzen]] gewiss werden kann. Im Besonderen lässt sich ihre Einzelheit in der Einheit ihrer [[allgemeinen]], ihrer [[abstrakt menschlichen Sinnlichkeit]] auch so [[allgemein]] begreifen, wie sie im [[Allgemeinen]] auch durch das [[Begreifen]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensverhältnisse]] als vereinzelte Sinnlichkeit erkannt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[bürgerliche Gesellschaft]] war die erste [[Gesellschaft]], in der sich die Menschen durch die Modernisierung (siehe [[Moderne]]) ihrer [[Produktionsmittel]] freiwillig isoliert hatten (Marx). Über ihre [[Veräußerungen]] durch moderne [[Technologien]] konnten sie zwar die [[persönlichen]] Bindungen des [[Feudalismus]] überwinden. vereinsamten aber in der [[Vergesellschaftung]] ihrer [[wirklichen]] [[Beziehungen]] durch den [[Warentausch]], durch die [[Gesellschaftlichkeit]] abstrakt bestimmter, also [[entäußerter]] [[Lebensäußerungen]] der [[burgherrlichen]] [[Lebensverhältnisse]]. Ihr gesellschaftlicher Zusammenhang existiert darin eben nur gebrochen in der [[Form]] ihrer Erzeugnisse, einer ungeheueren Warensammlung, in der ihr [[Reichtum]] existiert. Sie kann durch die [[Teilung der Arbeit]] und dem [[Dasein]] der Produkte nur in der [[Form]] unzähliger [[Trennungen]] existieren. Da[[Ganze]] der Getrenntheiten in ihren [[Verhältnissen]] kann daher als solches nur [[wahr]] sein, wenn das [[Einzelne]] darin wenigstens als [[abstrakten]] [[Beziehung]] auf das Ganze bewahrt ist. Und das Einzelne kann im [[Ganzen]] nur [[wahr]] sein, weil es seiner selbst nur im [[Ganzen]] [[wirklich]] ist. Und es ist sich durch seine [[Wirkungen]] im Ganzen gewahr, weil es durch seine [[Einzelheit]] das [[Ganze]] bildet und sich daher auch nur als Einzelnes im [[Ganzen]] erkennen kann - weil es darin eben sich selbst in seiner [[Allgemeinheit]] [[wahrhat]] die aus ihm begründet ist. Denn dies geht ihr [[geschichtlich]] voraus, bevor es allgemein (siehe auch [[Begriff]]) existieren, [[gesellschaftlich]] [[wesentlich]] werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings bewegt sich in der [[Religion]] noch das Allgemeine als [[abstrakter]] Mensch vom Himmel herunter und steigt auch dahin wieder auf. Aber der [[Übermensch]] umarmt den [[wirklichen]] Menschen um seine [[Isolation]] zu beherschen, seine Spaltung (siehe auch [[Teilung]]) zu [[totalisieren]] und sie ihm als allgemeine [[Notwendigkeit]] des [[Lebens]] mitzutilen, Der [[abstrakt allgemein]]e Mensch herrscht durch den [[Tod]] und verachtet den Menschen und seine [[Wirklichkeit]], weil sie die [[Notwendigkeit]] seiner wirklichen [[Wesensnot]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erkenntnis]] kann nur entstehen, wo die Frage nach ihrer [[Wahrheit]] schon in ihrer [[Wahrnehmung]] aufgelöst, wo also [[Täuschung]] ausgeschlossen ist. Aber [[Täuschung]] erscheint heute allmächtig, weil die [[Medien]] und [[Methoden]] der [[Wissenschaften]] selbst schon ihre [[Wahrnehmung]] von vorn herein relativieren, sie wie Produkte einer bloßen [[Gegebenheit]] (siehe hierzu [[Positivismus]]) oder einer Lebenskonstruktion begriffen wissen wollen (siehe hierzu [[Konstruktivismus]]), und sei diese auch nur [[strukturell]] vorauszusetzen (siehe [[Strukturalismus]]). Was durch &#039;&#039;täuschend echte&#039;&#039; Imagination mit den [[Algorithmen]] der &#039;&#039;technischen Intelligenz&#039;&#039; gemacht werden kann, lässt sich leicht [[kulturpolitisch]] normativ verwenden und praktisch jede [[Persönlichkeit]] herstellen oder verfälschen. Wer [[Erkenntnisse]] nur [[persönlich]] machen kann, wird sich jenseits aller [[gegenständliche]] [[Beziehung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] und den Konflikten ihrer [[Selbstwahrnehmungen]] und ihrem [[selbstgerechten]] [[Moralismus]] (siehe [[Spießertum]]) aufreiben müssen - um darin vielleicht eine &#039;&#039;wahre Persönlichkeit&#039;&#039; mit einer durch ihren [[Selbstwert]] [[abgetöteten Wahrnehmung]] zu werden (siehe [[Selbstveredelung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor aller [[Erkenntnis]] muss daher schon ein [[Sinn]] für Wahrheit durch die Auflösung von [[Enttäuschungen]] [[entwickelt]] sein, wie er in einer Gesellschaft [[beliebig]] [[austauschbarer]] [[Beziehungen]] zwangsläufig nötig ist. Um die [[Wahrnehmung]] als Zeugnis des [[Lebens]] zu [[begreifen]] musss ihre [[elementare]] [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]], ihre [[Empfindung]] im [[Verhältnis]] zu ihren [[Gefühlen]] bewahrt und [[sinnlich]] bewährt sein und bedarf von daher auch der [[Analyse]] einer dem entsprechend [[politischen Ästhetik]], eines [[Kults]] der [[Selbstwahrnehmung]] in einer [[Gesellschaft]] der [[Selbstgefühle]], in der die [[Ideale]] über jede [[Wirklichkeit]] herrschen (siehe hierzu auch [[abstrakt menschliche Gesellschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den [[Ideen]] und ihrer [[Wirklichkeit]] herrschen [[Ideologien]], die nicht [[wirklich]] wahr sein könen, weil sie keinen [[Sinn]] durch sich selbst haben und finden, nichts wirklich [[empfinden]] können, weil sie Sinn an sich gegen Sinn für sich, weil sie [[widersinnig]] sind, ihren Sinn aus sich selbst folgern und zugleich sich hierdurch begründen. Wahrheit ist die Auflösung von [[Widersinnigkeiten]] ihrer [[Selbstgerechtigkeit]] (siehe auch [[Moral]]) durch die [[analytische]] Aufklärung und [[Erklärung]] einer tautologischen [[Beziehung]] (siehe [[Selbstbeziehung]]) von [[Grund]] und [[Folge]], die in eine unendlichen Beziehung geraten ist. Darin gelten sich [[Ursache]] und [[Wirkung]] substanziell gleich, sind in ihrer [[Gleichgültigkeit]] [[ausschließlich]] an einander und durch einander identifiziert und daher wesentlich ununterscheidbar geworden (siehe hierzu auch [[Positivismus]]), in ihrer [[Anwesenheit]] zugleich [[abwesend]]. So besteht der Sinn ihrer [[Geschichte]] nur aus bloßen [[Tatsachen]], die sich durch ihre Folgerungen im [[Verhalten]] ihrer [[Verhältnisse]] begründen und antreiben, sich nurmehr im [[Trieb]] ihrer [[Gewohnheiten]] als Produzenten und Produkte ihrer [[Scheinwelt]] bestimmen und wiederfinden, sich in dem [[erkennen]], worin sie sich schon vor aller [[Erfahrung]] [[kennen]] (siehe auch [[Gedankenabstraktion]], [[Realabstraktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit gibt es keinen Anfang und kein Ende der [[Erkenntnis]] - sie selbst macht [[Geschichte]] und ist nur durch sie (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Bevor ein [[Einzelnes]] sich [[kennt]], war es schon in [[allem gemein]] von dem, was ist (siehe [[Sein]]). Im [[Glauben]] an ihre [[persönliche]] [[Selbstverwirklichung]] verwirklichen [[Ideologien]] aber nur den [[Widersinn]] einer [[Selbsttäuschiung]] über ihre persönliche [[Identität]], eine [[Täuschung]], die nicht [[enttäuscht]] sein will und daher in den [[Absichten]] einer ihnen [[fremden]] und daher [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentität]], aus der [[Verkehrung]] ihrer Bewahrheitung gegen das, was sie [[wahrhat]] zu sich kommt (siehe auch [[hermeneutischer Zirkel]]). Die Umkehr solcher [[Wahrnehmung]] kann zunächst nur durch konsistente, also widerspruchsfreie Darstellung ihrer [[Verhältnisse]] bewahrheitet werden, aus der auch der [[Grund]] ihrer [[Selbsttäuschung]] erklärlich wird. Hierdurch wird auch deren [[Absicht]] aus der [[Reduktion]] ihres [[Wesens]] auf die [[Erscheinungen]] aus den [[Tatsachen]] ihres [[Daseins]] deutlich, als Rückbeziehung, als re-ligio auf die Kreisläufe in deren [[Abstraktionen]] bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d&#039;honneur [Ehrenpunkt], ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. “ [[(MEW 1, S. 378f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[widersinn]] der [[Religionen]] erklärt sich aus dem [[Verhalten]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] (siehe hierzu [[Dialektik]]) das aus den [[Reduktionen]] ihrer [[Natur]] gegen die [[einzelnen]] Gründe die [[Formen]] und [[Formbestimmungen]]ihrer [[Wirklichkeit]] ersichtlich wird (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]) und immer zweideutig bleibt. Denn was nicht eindeutig wird, bleibt ungewiss, im Grunde [[abergläubisch]]. Es kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, ist nur zwischen Unterschiedenem identisch (siehe auch [[Dazwischensein]]), aber ohne Wahrheit und also nur [[zweifelhaft]] da. Es existiert im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]], der seine [[Gründe]] und [[Folgerungen]] durch seine in sich schon identifizierten Entgegensetzungen im Kreis dreht, tautologisch ist. In ihrer Beziehung aufeinander müssen sie sich gleichbleiben und also von sich absehen. Darin [[verallgemeinert]] sich beides in einem [[abstrakt Allgemeinem]], in einer Identität der [[Wahrnehmung]] (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]), einer [[Allgemeinheit]], die eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] bewahren und bewähren kann (siehe [[Dialektik]]). Und diese lässt sich auch nur [[abstrakt]] [[entwickeln]], wird geschichtslos und dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammerthales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“ [[(MEW 1, S. 379)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen Inhalt zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] [[objektiv sein soll]], ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Herkunft, [[Klasse]], Alter oder Geschlecht, sondern auch in dem, was für sie als wahr gilt, was sie zwischen [[Wahrheit]] und [[Täuschung]] unterscheiden. Immerhin entsteht durch alles, was ihre [[Wahrnehmung]] mit sich identisch werden lässt die entscheidende [[Substanz]] der [[Sinnbildung]] und des darauf gründenden Urteilskraft, den [[Verstandes]], der Urteilskraft des [[Gefühls]] in einer Welt, in der die [[unmittelbare]] [[Gewissheit]], die wahre [[Selbstgewissheit]] des [[Lebens]] unentwegt gebrochen wird. Die Empathie hierfür wird daher in einem wie [[selbstverständlich]] scheinenden [[Dasein]] (siehe auch [[Scheinwelt]]) zersetzt, welches die [[Empfindungen]] der Menschen nur [[abstrakt]] zusammenführt (siehe auch [[abstrakt menschlicher Sinn]]) und sie durch den [[Glauben]] an ihre [[Ewigkeit]] ersetzt. Darin wird es unmöglich ihnen dessen wahre Zusammenhänge zu eröffnen, die ihre [[Seelen]] aus den dumpfen Ahnungen ihrer naturgetrübten Gedankenwelt heraustreibt und zu einem menschlichen [[Bewusstsein]] [[emanzipiert]]. Denn nur dieses kann die gesellschaftliche Voraussetzung und der [[Inhalt]] eines menschliche [[Selbstbewusstseins]] sein. Und von da her hat dies strenge Folgen für jegliche &#039;&#039;Informationsverarbeitung&#039;&#039; in allen Lebensbereichen, den [[persönlichen]], [[zwischenmenschlichen]] und [[politischen]] überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was ihre lebendige [[wahrnehmung (siehe auchtote Wahrnehmung) ausmacht, ist dieWahrheitihrerWahrnehmungfür sich, das für wahr nehmen ihresLebensund seinerGründein dieser Welt in ihrerGeschichteundGegenwart. Was für die einen einGlaubean das Glück auf Erden oder an einenGottder Schöpfung oder an das Vaterland ihresHeilsist, mag für die anderen einGlaubean die &#039;&#039;FreiheitderWissenschaft&#039;&#039;, an dieVernunfteines Weltgeistes oder an die Botschaften des Internets, der Werbung, den Weltuntergang usw. sein. Letztlich bestehen ihreErkenntnissedaraus, was sich ihnen alsWahrheitfür ihrLebeneröffnet hat, was für sie sich über dessen verschiedene Momente als das bewahrt hat, was für sie gültig geworden ist, was Geltung in ihrem Lebensbereich bekommen hat, die soallgemeinwie aucheinzelnstimmig ist und sich über ihreStimmungenhinweg erheben kann. Eine Wahrnehmungsidentität ist von da her dieWahrheiteinerWahrnehmung, wie sie sich im Lebenszusammenhang der Menschen bewährt und bewahrt und sich darin durch dieUmständeihrer gesellschaftlichen oderzwischenmenschlichen Beziehungenerschlossen hat oder auch verschlossen bleibt. Es ist, was sich alsGanzesauch in einer gebrochenenWahrnehmungerwiesen hat, auch für das gilt, das nicht wahrnehmbar ist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiNert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begriffen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen, den [[Formbestimmungen]] ihrer [[Strukturen]] zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder die in der [[isolierten]] [[Einzelheit]] ihres [[Daseins]] ihre Wahrheit zufällig und positiv begründen will (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann dies alles nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]] und durch seine Selbstbeschränktheit zum Fetisch der Wahrnehmung, zu einer in sich [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentät]] wird. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. So erweist sich, dass es anders ist (siehe [[Anderssein]]) als das, wie es in seiner bloßen [[Anwesenheit]] zu sein scheint, weil es in dem [[abwesend]] ist was seine [[Qualität]] ausmacht, die also [[unmittelbar]] nicht [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist. Es kann also nicht [[wirklich]] [[sein]], was es [[objektiv sein soll]], was es [[sein]], was es [[sein]]wesentlich ist, aber in Wahrheit nicht als dieses da sein kann, weil es durch seine [[sein]]Wesensnotbestimmt ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das [[Ganze]] einer Stimmigkeit, die Übereinstimmung dassen was dessen Zusammenhang ist mit dem was es sein soll. [[Widersinniges]] kann nicht wahr sein. Was letztlich keinen eindeutigen [[Sinn]] finden kann, ihn nicht empfindet, ist zweifelhaft (siehe [[Zweifel]]), kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, weil es keinen [[wrklichen]] [[Sinn]] für das Einfache, keine [[Identität]] (siehe hierzu auch [[Wahrnehmungsidentität]]) im allem gemeinen [[Sinn]] für das [[Einzelne]] hat. Es kann in den unterschiedlichen Sinnhaftgkeiten im [[Allgemeinen]] nur in dem [[identisch]] sein, was zwischen dem Einen und dem Anderen (siehe [[Dazwischensein]]) nur relativ, was also weder das Eine noch das Andere wirklich ist und ist daher [[nur widersinnig]] [[exstent]], also ohne Wahrheit [[da]](siehe z.B. die [[Preise]] der [[Waren]] im [[Warentausch]] als [[Relationen]] der [[Tauschwerte]] im Unterschied zum [[Wert]] einer [[Sache]], zum [[Wesen]] ihrer [[Natur]]). Die Unterschiede der [[Einzelheiten]] existieren im [[Allgemeinen]] nur im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]] (siehe [[Wertform]][[)]] durch ein gemeinsames Drittes ([[abstrakte Arbeit]]) und haben in dessen [[Allgemeinform]] eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] (siehe [[Dialektik]]), sind somit letztlich nur als bloße [[Tatsachen]] wahr. In deren Einfältigkeit existiert das [[Einzelne]] [[getrennt]], [[isoliert]] von seinem Zusammenhang, [[wesentlich]] nur durch sich selbst als Natur für sich, abstrakte Natur, als [[Formbestimmung]] seiner [[Geschichte]]. Es kann sich daher nicht durch sine [[Inhalte]] [[entwickeln]], dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]], wird geschichtslos indem er seine Existenzformen gegen ihre [[Inhalte]] [[verkehrt]], sich von seinem [[Wesen]] [[entfremdet]] (siehe z.B. [[Fetischismus]]), weil er darin seine eigenen [[Äußerungen]] in ihrer wirklichen [[Gegenstandlichkeit]] nicht gesellschaftlich bewahrheiten und also auch nicht als eine [[Entäußerung]] seines praktischen Lebens [[erkennen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch . Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus verleiten, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und im Begreifen dieser Praxis. ([[MEW Bd.3, S. 533]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[praktische]], die [[wirkliche]] [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als einzelne Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen [[Inhalt]] zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] sein soll, ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begrifen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder das auch in der isolierten Einzelheit seines Daseins seine Wahrheit zufällig und positiv begründen kann (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann es nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]]. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. Es ist dann etwas andere als das, wie es darin zu sein scheint, in dem abwesend ist was eine [[Qualität]] ausmacht, die als diese aber nicht [[unmittelbar]] [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist, das also nicht [[wirklich]] [[sein]] kann, was es [[sein]] soll, was es wesentlich, aber in Wahrheit nicht als dieses da ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wahr ist, muss nicht [[wirklich]] sein und was [[wirklich]] ist, muss nicht wahr sein. Aber [[Wirklichkeit]] kann nicht [[unmittelbar]] wahr und [[unmittelbar]] unwahr sein. Sie kann aber zugleich eine [[Unwirklichkeit]] enthalten, sich selbst [[entwirklicht]] haben. Darin ist sie wahr und unwahr zugleich, weil sie zweierlei in einem, also Vertauschtes als Identisches, weil sie also [[Täuschung]] ist. Die Fragen, die aus [[Wahrnehmung]] hervorgehen, sind daher immer Wahrheitsfragen. Ihr [[Zweifel]] formuliert sich als Feststellung: &#039;&#039;Das kann nicht wahr sein!&#039;&#039;. Und er befähigt die Frage, was denn wesentlich wahr und was denn bloße Erscheinung ist. Diese Frage ist die Frage nach dem wahren [[Sein]] im [[Dasein]], nach dem Dritten seiner Wahrheit, denn jede Wahrnehmung setzt die [[körperliche]] oder [[geistige]] [[Gegenwart]] eines [[Gegenstands]] voraus, sein [[Dasein]] in [[Zeit]] und [[Raum]] als Verhältnis natürlicher Wesenskräfte so wie sie durch ihre [[Geschichte]] geworden auf der Welt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Wahrnehmung nicht wahr sein kann, da [[reduziert]] sich ihr Gehalt für den Menschen - nicht einfach nur die Kognition, Sehen, Hören, Riechen usw., sondern das ganze menschliche Leben - auf das, was es nur zu sein scheint[[)]], ohne wesentlich wahr sein zu können. Das aber ist wirklich &#039;&#039;täuschen echt&#039;&#039;. Es ist nicht durch eine Verblendung der Wahrnehmung getäuscht (siehe [[Theodor W. Adorno]]) und auch nicht durch eine allgemeine eine &#039;&#039;Seinsvergessenheit&#039;&#039; der Menschen (siehe [[Martin Heidegger]]), sondern sein wirkliches Lebensverhältnis dort, wo den einzelnen Menschen ihr [[Leben]] auch [[wirklich]] wahr zu sein scheint, ohne dass es für sie im [[Allgemeinen]] auch [[wesentlich]] wahr sein kann, weil es sich von ihnen und sie von sich entzieht, sie [[enteignet]], sich ihnen [[entfremdet]]., wodurch sie sich in ihren [[wirklichen]] [[Lebensverhältnissen]] auch [[selbst fremd]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist nicht auf [[logische]] Sätze oder Aussagen zu [[reduzieren]], weil sie weit über die [[Sprache]] hinausgreift. Sie bestimmt sich rein [[praktisch]] mit der [[Aufhebung]] einer [[Täuschung]], aus dem [[Beweis]], dass etwas, was ist, nicht [[wirklich]] wahr sein kann. Und sie verfolgt dessen [[Sinn]] in der Befragung seines [[Daseins]], was darin unbedingt und also bedingungslos als wesentliches [[Sein]] zu [[erkennen]] ist, was also ein [[Wesen]] hat, auch wenn es [[abwesend]] ist, nicht als dieses [[erscheint]]. und so zum [[Gegenstand]] der [[Kritik]] wird (siehe auch [[Kritische Theorie]]). Darüber hinaus erübrigen sich alle Wahrheitsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme – ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, i. e. Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens – das von der Praxis isoliert ist – ist eine rein scholastische Frage. [[(MEW 3, Seite 5)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings kann auch die Beweisführung selbst trügerisch sein, wenn sie nicht das [[Ganze]] bedenkt, das hierbei wesentlich ist; denn ein [[Wesen]] kann nur ganzes Wesen sein, auch wenn es in vielen [[Teilen]] [[existiert]], in seiner [[Wirklichkeit]] zerteilt ist. Wahr kann also nur sein, was in seiner [[ganzen]] [[sinnlichen Gewissheit]] oder aus Rückschlüssen hieraus zweifelsfrei aufgeklärt ist - oft auch nur, bis wiederum ein [[Zweifel]] hieran entsteht, wenn der Beweis ihr im [[Ganzen]] [[fremd]] wird, also im [[Begrifff]] einer [[Entfremdung]] steht, deren [[Wesen]] noch nicht [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit als solche - eine [[ewige]] Wahrheit - gibt es nicht, weil sie keine [[Substanz]] jenseits dessen hat, was als wahr im [[Ganzen]] seiner [[Wirklichkeit]] [[begriffen]] ist (siehe auch [[Dialektik]]), was also sich [[subjektiv]] mit [[Objektivem]] auch in der Form seiner [[Entfremdung]] als [[Wesen]] in seiner [[Verkehrung]] erkennt (siehe auch [[notwendiger Schein]]), in seiner [[Gegenwärtigkeit]] sich durch seine [[Abstraktion]] im [[Allgemeinen]] (siehe [[abstrakt Allgemeines]]) auch verkehrt [[bewahrheiten]] kann (siehe auch [[Beweis]]). Was in der Vielfalt seiner [[Bestimmungen]] als eins, als etwas [[Ganzes]] auch in seiner [[Abwesenheit]] zu verstehen ist - auch wenn es als dieses nicht ins Auge fällt, nicht mit sich einig [[da sein]] kann - ist in seiner negativen Gegenwart als Teil eines Ganzen durch seinen Mangel an Gegenwart &#039;&#039;ex negativo&#039;&#039; zu entdecken. Wenn es in seiner [[Anwesenheit]] [[widersinnig]] ist, sich selbst schon [[widerspricht]], in sich gegensätzlich ist, lässt es sich als Wahrheit im [[Ganzen]] schlussfolgernd erweisen, wenn seine Gegensätze in Einheit da sind, sich widersinnig verhalten, und als Widerspruch aufgeklärt werden, so dass man sich hierüber nicht mehr hinwegtäuschen kann. Im [[Widerspruch]] ist der Mangel als [[Negation]] selbst schon wesentlich, weil er im Grunde zur [[Nichtung]] führt, wenn er nicht [[aufgehoben]] wird (siehe auch [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit hat daher auch die [[Eigenschaft]] der Wirksamkeit einer [[Kritik]] von [[Widersinnigkeiten]] - die [[Eigenschaft]] einer Aussage, einer [[Wahrnehmung]] oder einer Begrifflichkeit und anderem, die eine [[Täuschung]] entdeckt und ihre vertauschte [[Substanz]] aufdeckt. Dies steht grundsätzlich im Gegensatz zum [[Konstruktivismus]], der sich der [[Täuschung]] allein durch [[Selbstbehauptung]] (siehe auch [[Selbstwahrnehmung]]) zu entziehen sucht und von daher jede objektiv begründete Kritik - vor allem auch der Kritik einer [[ästhetischen]] Kultur - von sich abweist und ausschließt. Kritiklos wird somit in der [[Täuschung]] Unterschiedenes verschmolzen und also austauschbar, [[Gleichgültigkeit]] erzeugt, der [[Sinn]] von [[Erkenntnis]] aufgehoben, [[Geist]]losigkeit durch [[Widersinnigkeit]] produziert und jedwede subjektive [[Substanz]] der [[Erkenntnis]] geleugnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit aber wird ihre [[Identität]] wie ihr Unterschied in ihrem [[Begriff]] bewusst. Denn Wahrheit ist nichts Übersinnliches. Sie ist dem [[Bewusstsein]] notwendig, weil sie in Ihrer [[Wirklichkeit]] erkannt und substanziell begriffen sein muss, um bewusst zu werden und dem entsprechend handeln zu können (siehe [[Begriffssubstanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solches [[Begreifen]] setzt voraus, dass etwas auch bezweifelbar ist, der Zwiespalt ihm also vorausgeht, weshalb nur ein [[Beweis]] den [[Zweifel]] auflösen kann, ihn also gedanklich schon im Begriff aufhebt, seine Wahrheit als Wirklichkeit zu formulieren versteht. Wahrheit setzt daher schon [[Erkenntnis]] voraus, die in der Lage ist, zwiespältig zu sein, setzt also die [[Fähigkeit]] voraus, einen [[Unsinn]] zu erahnen, durch den man zu [[täuschen]] wäre, weil und wo er sich nicht erklären lässt, also etwas anderes [[sein]] muss, als was es [[erscheint]]. - Oder weil man sich hie und da auch mal gerne über das hinwegtäuscht, was man [[wahrhat]], weil der Augenschein [[reiz]]voller ist als der Zweifel hierüber. Aber eine wirksame [[Kritik]] der [[Wirklichkeit]] setzt die Wahrheit ihres [[Begriffs]] voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit oder [[Täuschung]] machen den Unterschied der [[Wahrnehmung]], also das, was sie in die Lage versetzt, durch das Auseinandersetzen ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] durch deren Bedenken zu einer [[Erkenntnis]] zu reifen, sich seiner [[gewiss]] zu werden in dem, was erwiesen werden kann, [[Identität]] im [[Wissen]] zu finden - oder sich im [[Ungewissen]] zu verlieren, sich im Kreis zu drehen, schwindelig oder sogar bewusstlos zu werden (siehe hierzu auch [[Bewusstsein]]). Diese [[Identität]] besteht aus der [[Fähigkeit]], das zu [[denken]], was in dem für wahr genommen wird, was [[wahrgehabt]] ist. Von daher wird ihre [[Erkenntnis]] erst in dem wahr, was daraus zu begreifen ist, was es also besagt. Wahr oder unwahr kann daher letzlich nur der [[Begriff]] dessen sein, was etwas bedeutet. Dieses hebt sich aus der [[Wahrnehmung]] in [[Sprache]] auf, welche die [[Verhältnisse]] und [[Beziehungen]] richtig oder [[falsch]] für wahr nimmt, sie in ihren [[Bedeutungen]] oder [[Gefühlen]] unzweifelhaft oder zweifelhaft darzustellen vermag (siehe [[Zweifel]]) und hierdurch zu einem [[kritischen]] oder unkritischen [[Bewusstsein]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aussage kann über den Zusammenhang von [[Beziehungen]] [[hinwegtäuschen]], wenn sie deren [[Inhalte]] mit ihren [[Formen]] vertauscht, ihren Sinnzusammmenhang in sein Gegenteil [[verkehrt]] oder einen [[Teil]] für etwas [[Ganzes]] erklärt und sich damit im [[Widerspruch]] hierzu [[verallgemeinert]] (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Sie verhindert dann das Begreifen wirklicher Zusammenhänge, indem sie deren [[Beziehungen]] [[isoliert]], ihre [[Wirkungen]] durch sich selbst [[verursacht]] erklärt und damit in in ihrer [[Selbstbezüglichkeit]] zu einer &#039;&#039;täuschend echten&#039;&#039; [[Allgemeinheit]] [[aufhebt]], ihnen einen falschen [[Grund]] zuweist, der keine Schlussfolgerungen mehr zulässt, die ihre [[Erkenntnis]] im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] erhellen könnten (siehe hierzu auch [[Ideologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine solche Begrifflichkeit wird die [[Form]] solcher Beziehungen mit dem [[Inhalt]] ihrer [[Verhältnisse]] [[vertauscht]], weil damit etwas [[Ganzes]] durch sich selbst begriffen sein will (siehe auch [[Positivismus]]). Im [[Begriff]] einer solchen Totalisierung [[erscheinen]] diese dann als etwas ganz anders, als was sie [[wesentlich]] sind (siehe [[hermeneutischer Zirkel]]). Die [[widersinnige]] [[Vernittlung]] ihrer [[Beziehungen]] betreibt dann schon in ihrer Erklärung durch ihre [[Verallgemeinerung]] die [[Verkehrung]] von [[Mittel]] und [[Zweck]] der [[Verhältnisse]] und hebt die Konsistenz ihrer [[Substanz]], ihren wesentlichen Zusammenhang auf. Sie [[verfälscht]] damit ihren [[Begriff]] durch ein Vorurteil (siehe auch [[Gedankenabstraktion]]), wodurch dessen [[Moral]] sich gegen die [[Erkenntnis]] seiner wirklichen Bezogenheiten behauptet die ihre bloße [[Selbstgerechtigkeit]] bestärkt. Wo dies zugleich den wirklichen [[Verhältnissen]] entspricht (siehe auch [[Realabstraktion)]], wird deren [[Täuschung]] verdoppelt, ihre [[Kritik]] verunmöglicht, das [[Bewusstsein]] stumpf, tumb, dumm. Es müsste sich zuerst mit den [[Schmerzen]] seiner Fehlbeurteilungen durch seine eigenen [[Selbstbezogehheiten]] (siehe auch [[Psyche]]), mit seinem [[Erlkenntnisvermögen]] befassen (siehe auch [[Erkennnistheorie]]), bevor es seine [[gegenständliche]] [[Wirklichkeit]] erkennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist daher nicht der Lüge entgegengesetzt, denn Lüge weiß schon ihre Unwahrheit zu formulieren. Wahrheit wendet sich gegen [[Täuschung]] in einer Welt, in welcher die Dinge auch vertauschbar und austauschbar sind, und daher als etwas [[erscheinen]] können, was sie nicht sind. In Wahrheit erscheint ihre Unterschiedenheit in einer ihnen selbst [[fremden]], in einer paradoxen Einheit, in ihrer [[Widersinnigkeit]]. Wo sich [[Zweifel]] hierüber einstellt, ist Wahrheit nötig, auch wenn sie nur zur [[Erkenntnis]] des [[Widerspruchs]] führt, der zweifeln lässt, der eine Inkonsistenz in der Einheit entdeckt, die wahr sein soll, aber nicht wahr sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist die [[Erkenntnis]] eines [[Widerspruchs]] die [[wirklich]] mögliche Wahrheit, über die nachzudenken ist. Und die Methode, ihre [[Logik]] zu ergründen ist die [[Dialektik]], weil sie die Einheit der [[Gegensätze]] als Form ihrer[[Entfremdung]] beschreibt, als ihre [[Entfremdung]] von sich, als eine [[verkehrte]] [[Einheit]] ergründet, die sie gleichgültig macht und ihre [[Gleichgültigkeit]] als [[Bestimmung]] ihrer [[Form]] nötig hat ([[Formbestimmung]]). Es ist die Form vertauschter [[Wesen]], die sich selbst in ihrer Vertauschung bewirken, Ursache und Wirkung zugleich sind, weil ihre Grundlage, ihr substanzieller Grund in ihrer Form verkehrt erscheint, als Verkehrung sich selbst befolgt, prozessierende [[Täuschung]] ihres [[abstrakt]] gewordenen Wesens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Widerspruch ist daher wesentlich ein Selbstwiderspruch, eine sich selbst [[nichtende]] Einheit (siehe [[Nichts]]), die ihre Negativität als [[Position]] bestärkt. Und wer täuschen will, der täuscht daher vor allem sich selbst, da er in seinem [[Leben]] sich selbst von dem trennt, was ihn wesentlich ausmacht, es von sich abscheidet und in der [[Trennung]] zugleich nötig hat. Er gerät in die an ihrer Unendlichkeit verzweifelnde [[Notwendigkeit]], sich in dem zu gewinnen, durch was er sich fortwährend verlieren muss. Wahrheit ist der Zusammenhang, der zerbricht, wo die [[Teile]] nicht mehr zusammen sein können, weil sie vertauscht werden müssen, um ihre [[Form]] zu finden, um [[Wirkung]] zu haben, um [[wirklich]] zu sein. Das Gebrochene hat Täuschung nötig, um sich zu erhalten und sich mit dem Vertauschen in seiner [[Wirklichkeit]] aufrecht zu halten, sich selbst als das auszuhalten, was es nicht ist, seine [[Form]] durch einen fremden [[Inhalt]] zu bestimmen (siehe [[Formbestimmung]]), um darin selbst - wenn auch [[verkehrt]] - [[wirklich]] zu sein. Aber indem sich darin deren [[Erkenntnis]] selbst substanziell ausscheidet, verliert sie ihre [[Substanz]], bescheidet sich mit dem Positiven, das seine [[Negation]] nur noch zu leugnen hat, um sich daran im Jenseits ihrer Wirklichkeit festzuhalten, sich [[allgemein]] durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spekulationen der absoluten Kritik zerstören von daher gerade das, was ihre Wahrheit zu erweisen hätte. Sie suchen sich nur selbst zu beweisen, indem sie die Welt wie ein Beispiel iher [[Logik]] abhandeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist für Herrn Bauer wie für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die absolute Kritik spricht von Wahrheiten, die sich von vornherein von selbst verstehen. (...) Eine Wahrheit, die sich von selber versteht, hat für die absolute Kritik, wie für die göttliche Dialektik, ihr Salz, ihren Sinn, ihren Wert verloren. Sie ist fad geworden wie abgestandnes Wasser. Die absolute Kritik beweist daher einerseits alles, was sich von selbst versteht, und außerdem viele Dinge, die das Glück haben, unverständig zu sein, sich also niemals von selbst verstehen werden. Andrerseits versteht sich ihr alles das von selbst, was einer Entwickelung bedarf. Warum? Weil es sich bei wirklichen Aufgaben von selber versteht, daß sie sich nicht von selber verstehn. (Karl Marx, Hl. Familie, [[(MEW 2, S. 83)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bescheidenheit wird zum Bescheid, dass alles ganz anders wäre. Und das Andere wird in die Unendlichkeit des Ununterscheidbaren gezogen, um es unterschiedslos und also unentscheidbar zu machen. Die Wahrheit herauszufinden, kann daher unendlich schwer sein. Am Ende einer [[Geschichte]] mag sie wesentlich leichter zu erkennen sein, als in deren Verlauf, der zumeist auch subjektiv von [[Täuschungen]] und Lügen durchdrungen ist. Doch objektiv und also auf Dauer herrscht die Stetigkeit der Geschichte vor, an der die Täuschung zerbricht. Lügen haben nur deshalb &#039;&#039;kurze Beine&#039;&#039;, weil Wahrheit immer etwas länger braucht. Sie ist das [[Ganze]] ihrer [[Teile]], die durch [[Trennung]] nur zusammenhalten, weil sie unentbehrlich sind, deren Zusammenhang aber in seiner [[Wirklichkeit]] unwahr bleiben muss, in einer [[Form]] erscheint, die ihm unwesentlich ist, und die daher wesenlos bleiben muss, solange die [[Täuschung]] herrscht. In Wahrheit ist darin die Einheit Not-wendig gespalten und nur durch[[Abstraktion]] vermittelt, also in der Wahrheitsnehmung schon vertauscht, [[Wesen]] und [[Erscheinung]] îm [[Widerspruch]] zu sich. Diesen zu erkennen ist dem Leben notwendig, solange es sich täuschen lässt, da es sich darin verliert und seinen [[Geist]] nur aufgeben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um dies zu überwinden ist [[logisches]] [[Denken]] notwendig, denn Wahrheit als solche gibt es nicht wirklich. Sie wäre bloße [[Religion]]. Aber es gibt sehr wohl eine Wahrheit der Wirklichkeit, eine innere Einheit, [[Schönheit]] und [[Geist]]. Und es gibt sie zugleich als [[Täuschung]], in vertauschte Wahrheiten, [[Identität]] im [[Gegensätzlichen]], [[Widersprüchlichkeiten]]. Und es gibt wahre Aussagen und [[Empfindungen]] hierzu, welche in der Lage sind, die Täuschung zu enttäuschen, sie zu veräußern, aus sich herauszusetzen und durch [[Analyse]] ihre wahren Inhalte zu beschreiben und durch [[Logik]] zu [[beweisen]]. Wahrheit ist eine Frage der [[Erkenntnis]] und nicht des [[Seins]]. Deshalb kann es auch keine &#039;&#039;wahre&#039;&#039; [[Wirklichkeit]] geben (siehe [[Realität]]), die von einer &#039;&#039;falschen&#039;&#039; zu unterscheiden wäre; - auch kein &#039;&#039;richtiges&#039;&#039; [[Leben]] im Unterschied zu einem &#039;&#039;falschen&#039;&#039; (siehe [[Adorno]]). Es gibt eine verkehrte Wirklichkeit im [[Tausch]], nicht aber, weil dieser einfach nur &#039;&#039;falsch&#039;&#039; wäre, sondern weil er in einer bestimmten gesellschaftlichen Form noch nötig ist, solange deren [[Formbestimmung]] herrscht, solange ihre politische Form und ihre substanzielle Form einander in ihrer [[Ausschließlichkeit]] [[bedingen]] und also [[bestimmen]], im [[Widerspruch]] zu einander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Martin Heidegger]] ist Wahrheit das [[eigentliche]] [[Sein]], das im [[Seienden]] verborgen ist, das also nur erkannt wird durch den Denker, der sie &#039;&#039;entbirgt&#039;&#039;. Das [[Eigentliche]] ist in dieser Auffassung hinter allem [[Dasein]], ein von diesem selbst unterschiedenes [[Wesen]], das als solches nicht im [[Dasein]] wirkt, sondern sich in ihm &#039;&#039;lichtet&#039;&#039; ([[Heidegger]] ) und nicht in der [[Wirklichkeit]], sondern vom &#039;&#039;wahrhaftigen Denken&#039;&#039; nur [[erkannt]] werden könne. Das aber ist vor allem die Grundlage für die [[Selbstveredeleung]] eines [[Denkens]], das alles [[fremd]] scheinende als Uneigentliches setzt und es somit als wesenlos behauptet, als eine Form von [[Seinsvergessenheit]]([[Heidegger]]) zu verfassen sucht, dem das Wesen entgangen ist. In diesem Verständnis wird Wahrheit zu etwas [[Übersinnlichem]], zu einer fundamentalen [[Ontologie]] und von daher zu einer vollständig selbständigen [[Objektivität]] der [[Existenz]] schlechthin, die den Menschen vorbestimmt und diese ihm daher sinnlich unterworfen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Wahrheit objektiv wäre, ist genauso unsinnig, wie die Behauptung, dass sie nur subjektiv sei. Es gibt kein an und für sich wahres [[Subjekt]] und keine wahre [[Objektivität]]. Wahrheit kann überhaupt nicht in irgendeiner [[Form]] [[bestimmt]] sein. Wahrheit ergibt sich in der Aufhebung von [[Zweifel]], in der [[Erkenntnis]] von zwiespätigen Beziehungen, in denen sie nicht sein kann. Aber nicht der Untrschied lässt Zweifel aufkommen, sondern die Vermittlung von Einheit. Wahrheit ist die Erkenntnis des Zusammenhangs des Unterschiedenen auf der Grundlage einer innerer Einheit, die niemals wirklich eins sein kann, die aber ihre verschieden Existenzweisen bejaht, eben weil sie organisch immer substanziell einem Ganzen zugehörne. Gerade weil sie substanziell nicht ohne einander sein können ohne selbst anders zu werden, ist die Substanz ihrer Erkenntnis die Wahrheit ihres Zusammenhangs. In [[Wahrheit]] ist alles eins, wie immer es sich in Wirklichkeit verhalten mag. Alle [[Verhältnisse]] haben eine solche [[Substanz]] zu ihrem [[Inhalt]]. Zugliech können sie sich darin aber auch von sich [[entfremden,]] indem sie davon absehen, sich [[gleichgültig]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Aber es erscheint als Einheit, wo es unwesentlich ist, wo seine Wirklichkeit nur als Form für sich sein kann, nicht Form durch ihren Inhalt ist. Es ist also als Form mit sich nur im [[Schein]] einig und sein Wesen ist die substanzielle Einheit hinter ihrer Formbestimmtheit, der Stoff, der nicht wirklich wahr sein kann, weil er nur in seiner [[Entfremdung]] wirklich [[da ist]]. Darin erschein alles mit sich selbst einig, wie verschieden es auch in [[Wirklichkeit]] sein mag. Wahrheit ist [[Identität]] - nicht nur in konsistenten Aussagen, auch nicht in der bloßen Schönheit (siehe [[Ästhetik]]) oder in rein materiellem [[Sein]] als solches oder in der [[Seele]] oder dem puren [[Erleben]] u.dgl.. Wahrheit ist das [[Ganze]] in jedem Moment, wo dieses im Ganzen eins, in seiner [[Erkenntnis]] ungebrochenes, wenn auch in Wahrheit widersprüchliches [[Leben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Ganze ist das Wahre (Hegel) Das Ganze ist das Unwahre (Adorno)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Komplex will sich Adorno von Hegel absetzten, indem er darin einen Totalitarismus des Hegelianischen Denkens sieht, der ja auch immerhin bei den Rechtshegelianern vertreten wird. Doch in der Entgegensetzung des Ganzen dieses schon als als Unwahrheit zu behaupten und hierauf seine [[Negative Dialekti]]k zu begründen, kommt Adorno der Wahrheit ksin bisschen näher, es sei denn, er würde sagen: Es gibt sie nicht. Doch ihn kümmert dann nur noch das Richtige gegen das Falsche und so verheddert er sich in einer Theorie der [[Falschheit]] in einem an sich nur dualistischen Denken, das zwar recht sinnfällig die Phänomene eines &#039;&#039;beschädigten Lebens&#039;&#039; aufgreift, um diesem dann aber nur eine Zukunft in einem &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen. Und Zukunft ist immer unendlich, so dass seine immer wieder zu einem Appell an die Unendlichkeit des Denkens gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit setzt [[Wahrnehmung]] und auch [[Wahrhaben]] ebenso voraus, wie dies ihr auch dadurch zufolge ist, dass Täuschung in der Auflösung ihres Zwiespalts untergeht, die Wahrnehmung der [[Notwendigkeit]] ihres [[Zweifels]] folgt und mit dem Wahrgehabten vereint wird. Diese Notwendigkeit macht nicht für sich Ganzes aus, wird aber ganz im Prozess der Wahrheitsfindung aufgehoben. Das Ganze ist darin wahr, dass es alles darin in Einem ist, in einem Ganzen zusammenhängt, sich als Teil seiner [[Beziehung]] im Ganzen wahrnimmt und als dieses auch wahrhat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann man nicht wahrnehmen, man muss sie [[erkennen]], wo man sich in seiner Wahrnehmung selbst entzweit hat, sich von sich ebenso unterscheidet wie von ihrem [[Gegenstand]]. Wo Täuschung herrscht, da ist Wahrheit eine Notwendigkeit der Wahrnehmung - und steht die Frage hiernach an, so zeigt das eine Not, der Wahrnehmung gegen ihre Wahrheit, das Prinzip, was die Wahrnehmung beherrscht, was ihre [[Formbestimmung]] ausmacht. Es ist die [[Logik]] dessen, was ihr genommen ist, die [[Systematik]] ihrer [[Abstraktion]], die sie für sich erkennen muss, um ihren Gegenstand begreifen zu können, einen Begriff seiner Entäußerung als fremden Zusammenhang, als [[Entfremdung]] erkennen muss, um durch die Wahrnehmung auch wirklich zu werden, tätig und erkennend in einem zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Wahrheitsfrage hat ihren Sinn und Ursprung in der Wahrnehmung, nicht aber den Beweis (dies gegen die [[Phänomenologie]]). Wo diese Frage aufkommt, ist diese im [[Zwiespalt]]. Und so zeigt hierin die Wahrnehmung, dass sie nicht erkennen kann, was sie als Wahrheit nimmt, dass sie etwas [[wahrhat]], das in ihrer Wahrnehmung nicht wahr sein kann. Die Wahrheit ist ihr also noch äußerlich, ihre zweifältige Wahrheit, [[fremde]] [[Identität]]. Es kann Wahrnehmung zwar nicht unwahr sein, aber ihre Wahrheit ist nicht durch sie. Wahrheit kann nicht genommen werden, unterscheidet sich daher wesentlich von den [[Gegebenheiten]]. Sie ist genauso in dem, was wahr gehabt wird. Wahrheit kann nur jeder Mensch für sich haben. Es liegt weder am Verständnis, noch an der Vernunft, ob etwas wahr ist. Jeder Mensch ist im Grunde nicht verstehbar und unvernünftig . Was der andere Mensch wahrhat, lässt sich nicht in der Wahrnehmung erkennen. Wer Schmerzen hat, ist darin zweifellos anders als der, welcher Schmerzen wahrnimmt, auch wenn beide in derselben Wirklichkeit sich zu einander verhalten, der eine vielleicht als Arzt, der andere als Hilfsbedürftiger. Auch ein Blindgeborener ist in gewisser Weise unverstehbar für einen Sehenden und umgekehrt. Nicht nur, weil ihre Wahrnehmung sich unterscheidet, sondern auch, weil sie ihr Leben anders wahrhaben. In der Wahrheit ist jeder Mensch nur für sich wahr, und dies macht ja eben seine Identität aus und er erleidet, was er hieran nicht erkennt, nicht als das nimmt, was es ist. Die Wahrnehmung ist für sich bloße Form einer Wahrheit, weil und sofern sie sich in ihrem Sein noch nicht wirklich bewahrheitet. Die Wahrnehmung ist lediglich das Element der Wahrheit. Sie ist also die [[Elementarform]] der [[Erkenntnis]], ohne für sich und durch sich Erkenntnis zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem der Wahrnehmung ist also nichts anderes als der Zwiespalt ihrer Wahrheit, die Wahrheit, die sie nicht haben kann, weil sie von ihr nur das nehmen kann, was sie nicht wahrhat. Von daher ist die Wahrheit darin praktisch als [[Zweifel]] tätig, der erst die Notwendigkeit einer Erkenntnis enthält. Im Zweifel erfährt der Zwiespalt der Wahrnehmung seine Wahrheit als Wahrnehmung, die gegenständlich, die also sich in ihrem [[Gegenstand]] einig wird. Sie wird darin praktisch, dass sie gegenständlich wird, ohne damit für sich gegenständlich zu sein. Sie gewinnt ihre Erkenntnis in ihrem Gegenstand, weil und sofern darin ihre Subjektivität ihr Objekt erkennt. Zugleich erkennt sie darin ihren Zweifel als wirklich begründet, sich selbst in ihrer Zweifältigkeit, die sie nicht nur äußert, sondern durch die sie auch bedingt ist. Sie erkennt ihre objektive Bedingtheit, und das ist die Arbeit ihrer Erkenntnis. Eine objektive Wahrnehmung gibt es nicht, weil und sofern sie subjektiv durch das bedingt ist, was ein Mensch [[wahrhat]] und weil sie nur wahr sein kann, wenn sie sich darin subjektiv einig wird. Und indem sie sich bedingt erkennt, ist sie praktisch, denn Wahrheit kann wesentlich nur praktisch sein. Aber die Praxis weiß von Wahrheit nur über ihre Resultate, über ihre Wirklichkeit. Insofern ist Wahrnehmung eben nicht einfach subjektiv, einfaches Auffassen, sondern auch unpraktisch, theoretisch. Sie benötigt [[Wissen]] um sich, um außer sich [[Gewissheit]] zu erlangen. Sie ist objektiv und subjektiv in einem. Damit enthält jede Wahrnehmung eine zwiespältige Wahrheit: Waahrheit, die sie nicht sein kann, die sie aber haben muss. Wahrnehmung erkennt ihre Not in dem Außersichsein ihrer Wahrheit. Sie setzt einen äußeren [[Gegenstand]] voraus, also einen Gegenstand, der ein anderes [[Sein]] hat als der wahrnehmende Mensch, und sie hat zugleich die Wahrheit, die ihm durch seine objektive Bestimmtheit [[gegeben]], wie auch dem wahrnehmenden Menschen zu [[eigen]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Suche nach Wahrheit ist für Menschen in ihrem Alltag schon so essenziell und wichtig, dass sie täglich Wahrheitsfragen verfolgen, auch wo sie dies unmittelbar gar nicht nötig hätten (z.B. im Kriminalroman oder Kriminalfilm). Dabei spielt man Untaten, [[Undinge]], [[Fakten]]. Psychologie und [[Logik]] so herbei, dass sie mehr oder weniger gute Beispiele für eine gelungene Wahrheitsfindung abgeben. Und sie zeigen auch schon, was das Material einer Wahheitssuche ist - bis auf das, was Wahrheit ausmacht und was im [[Medium]] untegegangen ist: Die [[Identität]] des Dargestellten im [[Sein]] des Produzenten der Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Kein Wunder, dass ein guter Teil der Ideologievermittlung inzwischen in den täglich ausgestrahlten Filmen erfolgt, welche [[Ideologie]] ganz einfach als praktische Notwendigkeit gegen das Unheil erscheinen lassen, Wahrheitsfindung also als Erkenntnis des [[Bösen]] verkaufen. Es verbleibt das Medium selbst als die Täuschung durch das Gute, das sich als Wahrheitsvermittler auftut. Doch genau das kann nicht wahr sein. Vermittelte Wahrheit ist immer nur die Wahrheit des Mittels.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ergibt sich zunächst aus der Überwindung einer Täuschung, aus der [[Gewissheit]], dass, was täuschte, nicht ist, dass es nur scheinbar oder etwas ganz anderes ist, nicht wirklich da, aber eigentlich doch oder einfach nur Lüge, Ablenkung, Kitsch. Sie ist die Gewissheit von dem, was nicht stimmt, die Stimme der Gewissheit. Wahrheit ist, wo etwas stimmt, wo [[Bestimmungen]] richtig erkannt sind und also sich im [[Urteil]] hierüber richtig scheiden und entscheiden lassen. Wahr ist, was eine richtige Beurteilung ergibt und richtig ist, was dies in seiner Bewährung erweist und [[beweist]]. Doch gerade darin fängt die Befragung der Wahrheit erst an: Was bewährt sich da? Der Augenschein, der Verstand, das Prinzip Hoffnung, die göttliche Idee, die Determinanten der Natur? Die Suche nach Wahrheit befragt also genauer: Was ist von dem, was es sei, und was ist nicht da vom dem was ist. Sie selbst formuliert also schon einen Unterscheid von [[Seiendem]] und [[Sein]], ist selbst schon eine [[Dasein]]sfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter jeder Wahrheitsfrage steckt also immer schon die Frage nach einem Grund für das, was so ist, wie es ist, ein [[Wissen]], dass ohne [[Grund]] nichts sein kann. Die Wahrheitsfrage ist eine Seinsfrage, also unabhängig von der jeweiligen [[Zeit]], zeitlos. Sie ist außerhalb der wirklichen [[Geschichte]], [[Reflektion]] ihrer Wirklichkeit und ihres Grundes. Sie ist die Frage, ob das, was geschah, geschieht oder geschehen wird, wirklich wahr ist. Ist das, was geschieht, auch wirklich so, wie wir es [[denken]]? Sie kann aber auch im Interesse einer Lüge gestellt werden als eine Wahrheitsbehauptung oder Unwahrheitsbehauptung, worin alleine eine Täuschungsabsicht Wirkung erzeugen will, dass das, was ist oder war, nicht gewesen sein könne (vergl. z.B. die Holocaust-Verleugnung). In jedem Fall entsteht die Frage, ob das, was ist, auch so ist, wie es scheint, wie es dem Augenschein nach ist, ob es also das ist, als was es wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits hiervon oder zugleich kann die [[Wahrnehmung]] auch selbst unwahr sein, befangen von ihrem eigenen [[Sein]], im [[Wahn]] oder in zwiespältiger [[Beziehung]] oder ähnlichem. Auch hierzu besteht die Frage nach ihrer Wahrheit: Ist sie wahre Wahrnehmung oder ist die Wahrnehmung selbst geblendet, bedrängt, ungenau, [[verrückt]], irre usw.? So entwickelt sich die Frage nach der Art und Weise des Wahrnehmung, ob, wie wir die Welt wahrnehmen, sie auch so ist, dass wir sie verstehen können, so dass sie sich uns auch erschließt. In allen möglichen Erkenntnistheorien wird daher die Frage verfolgt, ob es eine eigenständige Wahrheit, etwa eine [[Vernunft]] der Wahrnehmung gibt, der wir folgen müssen, um Wahrheit erkennen zu können, oder ob es das Unhinterfragbare an sich, das Undenkbare, einen Gott gibt, der uns lediglich seinen Ratschluss erkennen lässt. Doch all dies widerspricht unserer Fähigkeit, solche Frage überhaupt stellen zu können, unserer Selbstevidenz, die ihr schon vorausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Hinterfragung der Wahrnehmung aber ist das Wahrgenommene nun schon doppelt in Frage gestellt, sowohl für sich wie auch durch die Wahrnehmung: Gibt es das überhaupt, gibt es das [[wirklich]], oder ist es nur scheinbar (siehe [[Schein]]), unwesentlich. Ist es ein wirkliches [[Wesen]] oder ist es wesentlich unwirklich oder ist es beides in einem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am schwersten ist die Frage nach der Wahrheit zu beantworten, wenn sie unmittelbar zwischen den Menschen steht, wenn sie sich um ihre Wahrnehmungen streiten, sich ihre Wahrnehmung streitig machen. Da geht es dann um die Wahrheit des Lebens selbst, um Liebe und Hass, um das, was [[Leben]] und das, was [[Tod]] ist, was die Menschen für sich selbst in Wahrheit sind, was überhaupt in ihnen [[lebend]] und was [[tot]] ist. Es ist für jeden Menschen die innigste Identitätsfrage die Frage, was er überhaupt von seinem Leben kennt und erkennt. Wenn in solcher [[Selbsterkenntnis]] Menschen seelische Macht über andere gewinnen, entsteht im Streit um die Wahrnehmung [[Irrsinn]], pure Gewalt gegen die Wahrheit, gegen [[Identität]] schlechthin. Daran werden die Menschen beiderseits der Wahrheit [[verrückt]]: Die Besiegten und die Sieger. Wer die Wahrheit nicht [[erkennen]] will, der steht in der [[Bestimmung]] einer [[Negation]] seiner Kenntnisnahme, im [[Nichts]], und betreibt durch die Erzeugung von Nichtigkeit [[Vernichtung]]: Abtötung, Abstumpfung, Verdummung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] selbst steckt in allen Wahrheitsfragen, ist die Wahrheitsfrage schlechthin: Was ist wesentlich Leben, was [[Scheinwelt]], was Täuschung? Was verstellt uns unser Sein, was macht es unwesentlich, [[fremd]], tot? Was hat die Kraft hierzu? Ist es ein Unwesen, eine Macht der Phantasie oder der Täuschung? Und worauf sieht es dieses ab, wovon sieht es ab, worauf reduziert es sich, was ist seine [[Absicht]], was macht es wesentlich und was bringt es zur Verwesung? Um das zu erkennen, muss ich es herausfinden. [[Erkenntnis]] hat Wahrheit nötig, ist ihre Formulierung. Was ich erkannt habe, das halte ich auch für wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Erkenntnistheorien zur Wahrheitsfindung, die aber alle in dem Mangel stehen, Wahrheit als prinzipiell vorhanden vorauszusetzen und den Prozess des [[Lebens]] als etwas abgetrennt [[Objektives]], als [[Objektivität]] schlechthin zu unterstellen, somit Wahrheit auf eine Frage der [[Logik]] der [[Wahrnehmung]] zu reduzieren, die sich sprachlich artikuliert, die nur wahre oder falsche Aussage kennt. Aber die Frage nach der Wahrheit ist eine Frage der eigenen [[Identität]], der [[Gewissheit]] darin, worin ich mir in meinem [[Leben]] einig bin, z.B. in der Frage: will ich, meine ich das wirklich, ist das richtig, was ich da sage oder tue oder fühle usw. Die Frage nach der Wahrheit wird gestellt, weil man sich im einzelnen seiner Wahrnehmung und Tätigkeit nicht trauen kann, sich also nur etwas zutrauen kann, wenn man es im [[Ganzen]] erfasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Kleinen, so ist es auch im Großen. Das wirkt auch in jedes einzelne Dasein hinein und macht seine Wahrheit wesentlich aus. Was ich für mich bin, wird auch nur im [[Verhältnis]] zu anderen wahr. Nichts kann wahr sein, das von seinem Gegenüber nichts weiß, dem Zusammenhang, in dem es steht, in dem es selbst gegenständlich ist, [[seiend]] für sich und für andere. In der [[Beziehung]] auf anderes und andere verhalte ich mich auch zu mir, wie ich mich auch zu anderem verhalte, wenn ich mich auf mich [[beziehe]]. Dies verändert keine [[Abwesenheit]] oder [[Anwesenheit]], wenn es wahr ist. Meine Selbstgewissheit hat solche [[Gegenwärtigkeiten]] nur als [[Umstand]], als [[Erleben]], nicht wesentlich. Sie ist nur davon abhängig, wie gewiss ich mir meiner Welt, meiner Zugehörigen, meiner Gesellschaft usw. bin. Die individuelle I[[dentität]] ist immer Teil der [[menschlichen Identität]] überhaupt. &#039;&#039;Wahr ist nur das [[Ganze]]&#039;&#039; (Hegel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die Wahrheitsfrage meist auf [[Sprache]], auf die Qualität von Aussagen reduziert wird, ist ihre sinnliche Grundlage unbefragt, der Wahrnehmungsprozess als selbstverständlich und natürlich vorausgesetzt, der entweder in sich scheitert ([[verrückt]] oder [[irrsinnig]] wird) und von daher aus der Wahrheitsfrage ausscheidet, oder &#039;&#039;konsistent&#039;&#039; ist und Aussagen erzeugt, also Wahrheit diskutierbar macht. Im [[Diskurs]] wird damit Wahrheit als logisch obsiegende Behauptung ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach allem, was bisher mit Wahrheitsbehauptungen angestellt wurde, würde man gerne sagen, dass es Wahrheit nicht gibt. Doch dieser Satz selbst wäre schon widersinnig, weil er dann auch nicht wahr wäre - eben weil es keine Währheit geben dürfte. Es ist wie beim Paradox des Epimenides, der das Problem mit der Wahrheit durch den Satz &#039;&#039;Ich bin ein Lügner&#039;&#039; evident gemacht hat: Wäre er wahr, so wäre er notwendig falsch, denn er kann nur wahr sein, indem er unwahr ist. Das Problem, was Wahrheit, was Täuschung ist, bleibt uns bis in die höchsten Sphären der Philosophie und Mathematik. Schien doch bislang wenigstens in der formalen Logik die Wahrheit einer Schlussfolgerung gesichert. Doch selbst dort herrscht seit der Entdeckung des Russel&#039;schen Widerspruchs die Wahrheitskrise : Die reine Logik kann Spuren von Gedaanken erschließen; als Form des Denkens gibt sie für ihre Wahrheit aber keinen Beweis. Die Form für sich, wie sie jede Struktur, Menge oder [[Zahl]] darstellt, hat ohne ihren Inhalt keine Wahrheit, weder Richtiges noch Falsches, weil sich im Gemenge vieler Formen auch auf die von ihr ausgeschlossene Menge notwendig beziehne muss. So kann es auch keine allgemeingültigen Beziehungsaussagen geben: Der Satz, dass Widerspruchsfreiheit Wahrheit gewährleistet, ist ebenso unsinnig, wie die Behauptung, dass die Erkenntnis einer Widersprüchlichkeit schon die Erkenntnis einer [[Täuschung]] wäre - im Gegenteil: Meist ist sie der Beginn einer Erkenntnis dessen, was wirklich wahr und in Wahrheit wirklich ist. Die [[Logik]] als solche kann sich nicht selbst als Wahrheit voraussetzen, nicht selbst evident sein, ohne sich durch anderes zu begründen. Was aber kann überhaupt wahr sein, wenn es keine reine logische Wahrheit gibt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte fast behaupten, dass Wahrheit nichts anderes sei, als die Erkenntnis von Täuschungen, das Vermögen, Vertauschtes mit Gewissheit zu unterscheiden, zu erkennen, dass etwas in anderem erscheint. Aber Wahrheit bliebe so nur [[subjektiv]], reine Erkenntnistätigkeit, die in einer unendlichen Wahrheitssuche von einer Erkenntnis zur nächsten fortzuschreiten - etwa, wie dies der kritische Rationalismus ausgemacht hatte. Tatsächlich aber zeigt sich eine solche Täuschung, worin etwas Wesentliches anders erscheint als es ist, auch [[objektiv]], z.B. als die [[Gegebenheiten]] des Alltags (siehe z.B. [[Geld]] und [[Kapital]]) oder auch an den Menschen selbst (siehe z.B. Psychische [[Symptome]]). Was einfach wahrgenommen nur praktisch gut und [[nützlich]] scheinen kann, kann zugleich in seiner Güte nicht wirklich wahr sein, sondern erbringt Unnutz und [[Entfremdung]]. und manchmal auch [[Zerstörung]] (siehe Krise). Wodurch ist dies beides, die so gut scheinende Entfremung möglich, die eine so verheerende Unwirklichkeit hat; wodurch erkenne ich sie, ihre Wahrheit? Ist es eine metaphysische Wahrheit, die Leben nicht als das sein lässt, als was es erscheint? Oder ist es die [[Vernunft]], der [[Verstand]], die [[Gewissheit]], die mir die Wahrheit sichert, auch wenn sie mich erschlägt? Oder ist es die [[Dialektik]] an sich oder die Rückführung des [[Seienden]] auf seine [[Ontologie]] ([[Heidegger]])?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst zur [[Mytologie]]: Nichts kann sein, was nicht wahr sein kann, aber das [[Sein]] hat keine Wahrheit für sich. Es gibt viele Wahrheiten, aber die Wahrheit ist nichts jenseits von sich, aber auch nichts durch sich selbst. Kein einziges Computerprogramm könnte funktionieren, wenn es nicht zwischen wahr und unwahr (zutreffend und nicht zutreffend, 1 und 0, an und aus) unterscheiden könnte. Aber was soll wahr daran sein, wenn das Zutreffen ein beliebiges Treffen ist: Es bleibt doch bloßer [[Zufall]], der nur in einer binären Konstruktion gebahnt ist und jenseits davon auch nur als Zahl oder Zahlenwerk oder Information wahr werden kann! Ist eine [[Zahl]] nicht dasselbe wie eine etwas abstraktere Mythologie, oft als Wahrheitspseudonym irgendeiner Statistik, die durch irgendeine andere &#039;&#039;widerlegt&#039;&#039; wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also ist wahr, wenn es kein wahres Sein gibt? Ist es das wahre [[Bewusstsein]], das vernunftbegabte [[Wissen]] der Aufklärung, das Wissen, das durch &#039;&#039;wissenschaftliche Methodik&#039;&#039; geprüft und durch konsistente Theorie interpretiert, beurteilt und hierdurch bewiesen oder abgewiesen, also wahr oder falsch ist? Dann wäre die Vernunft der Wissenschaft der Anker der Wahrheitssuche und das hierdurch geklärte, also das aufgeklärte Wissen die Wahrheit schlechthin, die Wahrheit der Proffession. Als Laien hätten wir ihr Folge zu leisten! Doch Vernunft gilt für den [[Aufklärer]] selbst nur als [[Prinzip]] und hat als solches nur eine Regel, aber längst noch keine Wahrheit. Im Gegenteil: Sie enthält ja geradezu eine gewaltige Täuschung über die notwendige Regelwidrigkeit der Regel, damit sie Sinn haben kann: Wo alle das tun, was notwendig ist, kann nichts wirken, nichts wirklich sein. Gerade deshalb besteht ja auch die Regel, weil sie gegen das Regelwidrige gestellt, hieraus sortiert ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit für sich ist immer unauflösbar, weil es sie nicht durch sich selbst gibt. Der [[Verstand]] mag die Funktion unserer Auffassung erfüllen, aber auch was wir nicht verstehen ist dadurch nicht unwahr, nur weil wir keinen Verstand dafür haben, etwas nicht fassen können. Letztlich geht es doch darum, ob unser Wissen über das was ist, unser bewusstes Sein, unser Bewusstsein, wirklich wahr ist, ob wir in unserer Wirklichkeit uns dessen gewiss sind, was auch in Abwesenheit wahr ist und dies auch wissen. Dies macht das Wissen in uns, das selbstgewisse Sein in der Welt und in uns, im Gefühl, im [[Gedächtnis]], in uns als ganzen Menschen aus. Es geht darum, worin wir uns in der Welt einig sind, worin wir uns selbst in ihr auch erkennen können, was uns darin zu [[eigen]] ist, [[Sinn]] für uns hat und unsere Sinnlichkeit ausfüllt, weil wir darin sinnlich sind und uns äußern, also [[leben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwar keine Wahrheit des Seins (siehe [[Ontologie]]), aber es gibt eine Wahrheit der Erkenntnis darin. Wahrheit ist die Einheit der [[Erkenntnis]] im [[Sein]] mit ihrem [[Gegenstand]]. In Wahrheit ist alles eins. Das Unwahre gibt es nicht (siehe Kritik an [[Adorno]]). Das Resultat der Erkenntnis ist das bewusste Sein als [[Bewusstsein]]. Gegenstand der Wahrheitsfrage ist das [[Fremde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Sein ist in sich, das heißt, in dem, was damit ist, evident falsch. In der Frage nach dem &#039;&#039;Sinn des Lebens&#039;&#039; erschließt sich eine [[Entfremdung]] von dieser Sinnlichkeit, ist der so fragende Mensch sich doch seines [[Lebens]] selbst nicht gewiss und also auch unfähig, wirklich zu [[zweifeln]]. Der Grund für die Frage nach der Wahrheit ist diese [[Entfremdung]] des Lebens selbst, die Hinterfragung, ob es überhaupt ist und ob dies eigentlich [[Leben]], eigentliches Sein, lebendige [[Eigenschaft]] des Menschseins ist - ein Widersinn in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiernach ist die wesentliche Vorraussetzung zur Wahrheitsfindung die Unterscheidung von [[Eigenem]] und [[Fremden]]. Fremdes wäre aber bloß unheimlich, wenn es nichts eigenes wäre und Eigenes wäre unsinnig, wenn es nicht geäußert würde. Fremdes als Form von Eigenem wiederum könnte nicht einfach fremd sein. Es bleibt alles in sich eins, wenn es wahr sein soll, und nur deshalb erkennen wir auch seine Entfremdung: Nur sofern wir uns in der Welt erkennen, können wir auch ihre [[Entfremdung]] von uns erkennen. Die Erkenntnis der Entfremdung ist nichts anderes als die Erkenntnis des Eigenen im Fremden und ich kann dies nur erkennen, wenn ich meine Wahrheit in allem erkenne. Kurz gesagt heißt dies: In Wahrheit ist alles eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheit als Ursprung und Resultat aller [[Erkenntnis]] ist die [[Gewissheit]], im Einzelnen wie wissendes Sein überhaupt. Sie ist die Basis eines jeden [[Wissens]] und dessen Errungenschaft zugleich, dessen Himmel und dessen Hölle. Solche Erkenntnis kann nicht einfach sein, sie selbst ist der geschichtliche Akt des leibhaftigen [[Bewusstseins]], das sich handelnd und fragend verhält, so praktisch ([[praktisches Bewusstsein]]) wie theoretisch ([[theoretisches Bewusstsein]]) als fortschreitende [[Selbstgewissheit]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit kann nur wahr sein, wenn sie keine Ungewissheit enthält. Das mag bei einem heißen Ofen noch leicht auszumachen sein, sind doch die Sinne sich zumindest dort gewiss, wo sie Gefahr für Leib und Leben erkennen. Dies aber ist nicht einmal eine [[Wahrnehmung]] und bedarf keiner Gedanken über Wahrheit: Der heiße Ofen ist so gewiss, wie er schmerzt. Aber wo die Dinge oder Ereignisse nicht so gewiss sein können, ist ihre Wahrheit nicht alleine schon mit einer einzigen Empfindung gegeben. Sie sind für uns ungewiss, soweit sie auch für sich bestimmt erscheinen. Was in unserem Leben täglich aufgeht weil wir selbst darin aufgehen, bewährt sich von selbst. Was wir darin bewirken, ist für uns [[selbstverständliche]] [[Wirklichkeit]] - fast schon [[Gewohnheit]]. Ungewiss und daher im Zweifel ist eine Wirklichkeit, die eine Wirkung auf unsere Selbstgewissheit hat, die nicht unmittelbar sinnlich ist, aber unser Leben voll und ganz betrifft. Da besteht [[Zweifel]] über den [[Grund]] solcher [[Wirklichkeit]] und es muss sich Gewissheit erst einstellen, sich uns erschließen, bevor es uns bewusst sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit jedoch ist unser Leben nicht falsch. Es ist aber als solches unkenntlich, soweit wir es nicht in unserer [[Wirklichkeit]] erschlossen und uns selbst darin lebend erwiesen haben. Es kann uns selbst unwahrhaftig erscheinen, wenn wir Sachen, Bilder, [[Lebenswerte]], [[Gefühle]] oder Gebote in uns aufnehmen, die nicht für uns wahr sein können. Wir müssen also beurteilen können, was für uns wahr ist, was wir daran finden und wie wir es finden. Die Frage nach der Wahrheit verlangt also eine notwendige Reflexion unserer [[Empfindung]] - nicht, weil sie selbst zweifelhaft oder zwiespältig wäre, sondern weil sie nicht unmittelbar als [[Erkenntnis]] in unserer [[Wahrnehmung]] aufgeht. Die Frage nach der Wahrheit ist also die Frage nach einer Vermittlung, die uns nicht gewiss ist und die wir noch nicht wissen, solange wir uns nicht darin gewiss sind, was uns [[fremd]] [[bestimmt]], was also unsere [[Selbstentfremdung]] bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Doch die Frage greift weit, enthält sie doch die Befragung unserers Daseins überhaupt: Wo kommmen wir her, wo gehen wir hin, was ist der Sinn aller Beziehungen, Zusammenhänge und Vermittlungen? Nur ein [[Gott]] kann in Sachverhalten oder in menschlichen Verhältnissen eine Wahrheit vermitteln, die als Gebot einer höheren Ordnung besteht, z.B. als Sünde gegen Gott oder als Erkenntnis Gottes (Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen). Gottesurteile sollen menschliche Beurteilung unmöglich machen, wollen eine höhere Wahrheit verkünden, welcher der Mensch unterworfen sei - und sie sind für Menschen wahr, die sich unterworfen sehen und verstehen. Um sich solchem Urteil zu entwinden, muss erkannt sein, was den Menschen ausmacht, was sein [[Leben]] und [[Sein]] außer Gott ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Um dies zu beurteilen, muss das Leben überhaupt erschlossen sein. Da sind wir noch nicht allzu weit gekommen. Wir wissen, wie es funktioniert und können in dessen Funktionen sogar schon tief eingreifen. Aber die einfachsten und umfänglichsten Probleme des Lebens, Hunger und [[Krankheit]] weltweit, der Gegensatz von [[Armut]] und [[Reichtum]], Krieg und Frieden, die ökonomischen und kulturelle [[Krisen]] und die Zerstörung der Lebensbedingungen, der Artenvielfalt und Ressourcen treiben sich in erschreckendem Ausmaß in einer Art und Weise fort, dass zu fürchten ist, dass wir unsere eigenen Lebensgrundlagen deshalb zu zerstören im Begriff sind, um ihre Zerstörung zu überleben. Das ist ein Widersinn in sich. Man muss sich der ganzen Zusammenhänge des Lebens, seiner [[Ganzheit]] gewahr werden, um zu einem Ur-Teil zu gelangen, zu einem Teil, das alle Wahrheit seines Zusammenhangs enthält. Das umfasst das Wissen um die Gründe, um die Folgen, die darin angelegt sind, die Unterscheidung von Ursache und Wirkung, Form und Inhalt und die Erkenntnis des Wesentlichen, das in allen Erscheinungen des wirklichen Zusammenhangs ist. Im Zusammenhang all dieser Momente kann ich es begreifen und habe einen Begriff von ihm. Ich kann solche Ganzheit als Gefühl haben oder als Erkenntnis im Geist, letztlich ist sie identisch darin, dass ich mir dessen gewahr geworden, also auch mit mir im Verhältnis hierzu einig bin (siehe [[Identität]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das Problem von [[Erkenntnis]] schlechthin. Wann weiß ich, was wahr ist, und wie kann ich es wissen? Die Erkenntnis von allem [[Seienden]], die Erkenntnis des [[Seins]] überhaupt macht diese Frage - selbst als Hinterfragung der Frage nach der Wahrheit. Ist die Frage nach der Wahrheit überhaupt möglich? Muss Wahrheit nicht selbst evident sein? Kann es sein, dass der oder die Fragende sich in der Frage schon selbst betrügt, - so, als gelte es, einen Gottesbeweis der Wahrheit anzutreten? Friedrich [[Nietzsche]] hat den Christenglaube an die Erlösung, an den Gottmenschen, der von sich sagt: &#039;&#039;Ich bin die Wahrheit und das Leben&#039;&#039;, als die größte Lüge der Menschheit bezeichnet. &#039;&#039;Gott ist tot!&#039;&#039; ist ein gewaltiger Protest gegen die Lebenstäuschung einer [[Heil]]serwartung. Doch hat Nietzsche zugleich den Menschen die Fähigkeit zur Wahrheit abgesprochen und das [[Heilsprinzip]] durch den [[Übermenschen]] ersetzt. Die religiöse Spekulation war lediglich profan geworden und damit nicht wahrer, nein, die Entstellung selbst sollte bei ihm zum Prinzip der Wahrheit werden, welche das Verborgene zum Leben bringt: zum Kampf der Kultur zwischen Horde und Herrschaft. Und der wurde zum [[Zynismus]] gegen die Widersprüche der Menschen selbst, zum Herrschaftsbewusstsein der Bohème, das mit der Kritik am [[Glauben]] zugleich die subjektive Kraft jeder gesellschaftlichen Veränderung zerstört: Die [[Menschenliebe]]. Die Kritik der [[Täuschung]] muss die Ent-Täuschung in der Erkenntnis überstehen, dass sie selbst nicht wahrer ist als sie. Es bliebe eine Falle der Erkenntnis, wenn die Frage nach der Wahrheit nicht zur Befragung ihres [[Gegenstands]], der menschlichen Wirklichkeit wird: Was ist wirklich wahr, wenn Wahrheit nicht wirklich ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Wahrheit gibt es nur in der Einheit des [[Ganzen]]. Sie erweist sich als Identität des Vielfachen darin, wenn sie dessen Teilung und Bezogenheit begriffen hat und sich dieser Begiff in allen Bewegungen des Ganzen bewährt. Wahrheit kann also nur die Bewährung des Begriffs sein; und weil er nur durch sie Begriff ist, ist Wahrheit [[Begriff]]. Sie hat kein Sein und keine [[Gegenwärtigkeit]], kein [[Wesen]] für sich und ist nur durch die begriffene [[Bestimmtheit]] seiender [[Beziehungen]] in menschlichen [[Verhältnissen]]. Wahr oder unwahr kann also nur der Zusammenhang von Erkenntnissen sein, die sich widerspruchsfrei oder widersprüchlich begreifen lassen. Die Wahrheit besteht allein in der Fähigkeit, Täuschung nachzuweisen und der Ideologie die [[Schein]]haftigkeit ihrer Begriffe als ihren imanenten Willen zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahr kann nur die Einheit im Begriffenen sein, die im [[Begriff]]der Verhältnisse als Zusammenhang ihrer bewährten [[Beziehungen]] entfaltet ist. Die Gegenwärtigkeit, unmittelbare körperliche An- oder Abwesenheit ist hierbei gleichültig (Ausschwitz muss man nicht erlebt haben, um es als geschichtliche Wahrheit zu erkennen, wenn man die Bestimmungen des Faschismus verstanden hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit mag als Wort ein Begriff der Erkenntnistheorie sein. In [[Wirklichkeit]] existiert sie aber als Prozess auch materiell und sinnlich in der [[Empfindung]], die in der Täuschung lebt, im [[Widerspruch]] von [[Wahrhaben]] und [[Wahrnehmen]], der sich in dem aufhebt, was [[wahrgemacht]] wird. Es ist dies die Form der [[Erkenntnis]], welche als System [[isolierter]] Wahrheiten die [[bürgerliche Kultur]] ausfülltt. Wahr oder unwahr ist so auch ein Sinn, der Sinn für eine Täuschung. Er erweist seine Wahrheit nur praktisch, z.B. in der Kunst oder Sprache oder im [[Gefühl]] im sinnlichen Verhältnis von wesentlicher und scheinhafter Empfindung oder auch als [[Leben]] in fremder Wahrheit ([[Verrücktheit]]). Es gibt keine wahre oder unwahre Empfindung, wohl aber Empfindungen, die [[Absichten]] oder [[Willen]] enthalten und daher nicht ihre [[Bestimmung]] finden, weil sie wahrmachen müssen, was sie fühlen wollen, um sinnliche Identität zu haben (siehe z.B. [[Wahnsinn]], [[Zwang]], [[Sucht]], [[Depression]]). Es sind scheinhafte [[Empfindungen]], in welchen Menschen ihre Widersprüche zu ihren eigenen Gefühlen mächtig verneinen und die in dieser Selbstverneinung auch erweisbar sind als [[objektive Gefühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann in der [[Wahrnehmung]] bedrängt sein durch seelische [[Absichten]]. Dies kann Menschen ihre Wahrheit (Identität) nehmen oder stören ([[Verrücktheit]]), wenn sie diese als als Lebensbedingung haben. Oft ist die Bewahrung der [[persönlichen Integrität]] innerhalb kultivierter Lebensräume der Grund, warum die von solchen Personen abhängigen Menschen verrückt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Relativierung des Wahrheitsverständnises wird neuerdings mehrfach in psychologischer Absicht betont (vergl. [[Foucault]]). Bei [[Nietzsche]] wird dies noch begründet. Er weist sich in seiner Philosophie der Verstellung selbst aus. Und er sagt auch warum. Wahrheit sei relativ, wenn sie einem anderen Prinzip unterliegt, das für Nietzsche und Nachfolger das höchste Prinzip der Natur ist, absoluter Ursprung des Lebens: Der [[Wille]] zur [[Macht]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Stimmung&amp;diff=11624</id>
		<title>Stimmung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Er ruft spielt süßer den Tod - der Tod ist ein Meister aus Deutschland er ruft streicht dunkler die Geigendann steigt ihr als Rauch in die Luft dann habt ihr ein Grab in den Wolkenda liegt man nicht eng. (Aus der Todesfuge von Paul Celan)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die [[vereinzelten]] [[Beziehungen]] in ihren [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] (z.B. durch den [[Warentausch]]) von einander [[getrennt]] existieren, verlangen sie nach einem wirklichen [[Sinn]] ihrer Getrenntheit im Großen und [[Ganzen]] im Anschein einer [[Identität]] (siehe auch [[Schein]]). In der [[Getrenntheit]] der [[ausgeschlossenen]] [[Inhalte]] ihrer [[praktischen]] [[Verhältnisse]] bekommt der [[Schmerz]] ihrer [[Getrenntheit]] einen selbständigen [[Sinn]]. Darin beziehen sich ihre [[Empfindungen]] durch ihre [[Form]] von demm aufeinander, was sich in ihnen [[regt]], worin sie also [[erregt]] übereinstimmen: Es ist ihre Stimmung, in der sie einaner anstimmen und [[austauschen]], also auch austauschbar sind. Was sie im Gemeinen ihrer [[Form]] nach gewinnen, das [[entäußert]] sich in den [[Inhalten]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] und [[verkehrt]] sich zu einer Außenwelt, in der die sie keinen [[Sinn]] von und für sich [[empfinden]], weil sie darin ihren [[Sinn]] aufgehoben haben und also auch ohne [[Verständnis]] sind. Ihre [[Erkenntnise]] entstehen daher vor allem aus Beziehungen, die über ihre [[Abstraktionskraft]] begründet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmungen sind gesellschaftliche [[Beziehungen]] der [[Selbstwahrnehmung]], worin die eine [[Empfindung]] iwie die andere gilt und von daher einen [[Gemeinsinn]] erzeugt, durch dden die [[Abstraktion]] von ihren [[Gewissheiten]] gewinnen (siehe hierzu die [[Fundamentalontologie]] von [[Martin Heidegger]]), über die sie mit ihrer [[Negation]] in ihrem [[Selbstgefühlen]] übereinstimmt. Auch wenn dies ihnen die Grundlage ihrer Wahrnehmung in ihrem unmittelbaren [[Sinn]] tötet (siehe [[tote Empfindung]]), so vergewissert sie die Wahrnehmung ihrer Verhältnisse durch die Wirkungen einer ungewissen Gewissheit, befördert sie zur Teilnahme an der Selbstvergewisserung einer gewissenlosen Welt. Was sie darin empfinden ist vor allem das, was sie für sich an Gewissheit verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt, die wirkliche Bestimmung, erscheint als formell; die ganz abstrakte Formbestimmung erscheint als der konkrete Inhalt.[[(MEW 1, Seite 216)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmung ist dir allgemeine Form von [[Empfindungen]], die [[Form]] in der sie übereinstimmen. Sie geraten in Stimmung, wo ihr [[Sinn]] entfallen und seiner Entstehung, seiner [[Bestimmtheit]] entzogen – und nurmehr als [[Regung]] in ihrer [[Form]] da ist (siehe auch [[Dasein]]). Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, was die [[Wahrnehmung]] für sich als eine bestimmte [[Gewissheit]] empfindet, was sie am Ende ihrer [[Wahrnehmung]] für wahr findet, ohne ihm gewahr zu sein. In der Stimmunhg wird die Stimme zu einem Geheimnis. Die Stimmunsmache ist daher auch das pronbate Mittel durch das sinnlose Verhältnisse einer politiischen Kultur (z.B. Famiolie, Erziwhungb Kirche, BILDUNG9g) Dtaat Kirche) mit fremden Bestimmungen erträglich grmscht weerdee können. (siehe auch [[tore W§ahrnhmung]]). Es ist allerdingd nur die Wahrheit einer Scheinwelt, einer Welt mit viel Sinn für nichts und niemand, die sich also auch selbst als eigene [[Wahrnehmung]] in ihrer Stimung für wahr gefunden, die sie außer sich durch sich selbst gefunden hat, die in ihrere Gewissheit bestimmt, aber zugleich in der Stimmung gleichgültig geworden ist. Eine Stimmung ist also lediglich bestimmt, aber zugleich gleichgültig gegen ihre Bestimmtheit, die Substanz einer selbstbezügichen Wahrnehmun, das Kapitall de bürgerlichenKulltu, weil allles stimig gemacht werden kann und als Eigenheit einer Entfremdung von allem, was ihr für wahr gelten kann. Sie ist lediglich die [[Form]] einer gegensinigen WAhrnehmung, der [[Inhaltse]] einer widersprüchlichen Wahrnehmung, einer [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich, als absolute Empfindung der [[Macht]] einer [[Abstraktfionskraft]] (siehe hierzu auch [[Stimmenhören]]). Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als [[Regung]] durch sich [[körperlich]] auszudrücken und räumlich in ihrer [[Erregung]] auszuweiten (siehe auch [[Musik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken. Aber ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stimmung herrscht die [[Form]], und erscheint als [[Inhalt]] ihrer [[Formbestimmung]] selbst als [[Wahrnehmung]] als Stimme für sich (siehe z.B. [[Massengefühl]]), als Empfindung an und für sich selbst. Die Stimme ist so in der Lage, den Sinn einer Beziehung als Regung wahr zu haben und durch sich körperlich auszudrücken und räumlich in ihrer Erregung auszuweiten (siehe auch [[Musik]]). Jeder [[Form]] ist ein [[Inhalt]] vorausgesetzt denn [[Inhalte]] [[existieren]] nur in einer [[Form]], die seine Weirkung hat und brtreibt. In der [[Beziehung]] der [[Formen]] die als bloße Masse in ihrer Inhaltslosigkeit nichts für sich sein können, teilen sich [[Inhalte]] nur [[abstrakt]] mit. So werden sie zu einer [[Formbestimmung]], worin ihr [[Wesen]] im [[Anschein]] der [[Verhältnisse]] ihres [[Verkehrs]] also auch [[verkehrt]] [[erscheinen]] wenn ihre Form allein durch ihr Gemenge mächtig ist (siehe Prominenz), wenn sie also in ihrer [[Isolation]] (siehe [[Ausschließlichkeit]]) eine Masse darstellen, sich in ihrer Inhaltslosigkeit durch ihre Schrankenlosigkeit vervielfältigen. Je öfter derselbe Inhalt für sich durch die Wiederholung seiner leeren Form bestimmt wirksam ist kann er daher durch seine bloße Masse wirksam werden (siehe auch Geld als Zahlungsmittel) sich [[verselbständigen]]. Seine Macht erscheint dann wie ein Wunder und wird so als [[Fetisch]] auf wundervolle Weise wirksam (siehe [[Warenfetischismus]], [[Körperfetischismus]]). An sich ist eine [[Form]] also das [[objektive]] Gefäß (siehe auch [[Objektivität]]) für einen [[subjektiven]] [[Inhalt]] (siehe auch [[Subjektivität]]), was diesen für sich sein lässt und an sich auch verlassen und [[negieren]] kann (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). [[Geschichte]] [[entwickelt]] sich aus den [[Inhalten]] ihrer [[Natur]], aus ihrer Substanz, aus den [[Kräften]] und [[Bewegungen]], die sie [[subjektiv]] [[begründen]] und ihre [[objektive]] [[Gegenständlichkeit]] zu einer [[objektiven]] [[Form]] bilden (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Die Formbestimmung begründet sich aus dem Unvermögen, einer [[abstrakt]] gewordenen Geschichtlichkeit, die im [[Nichts]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] eine [[Abstraktionskraft]] gegen ihren [[Inhalt]] durchsetzen muss. In der [[Gegensätzlichkeit]] einer [[Entwicklung]] ergibt sich eine [[Beziehung]] allein über ihre [[substanzielle]] [[Identität]] in der [[Einheit]] ihrer [[Gegensätze]]. Darin [[verhält]] sich allerdings nur ihre [[Form]] zu ihren [[Inhalten]] als [[Formbestimmung]] ihrer [[Veränderung]], die ihr [[äußerlich]] verblieben ist, weil sie darin [[veräußert]] und zugleich [[entäußert]] – also doppelt außer sich – geraten sind und in dieser [[Form]] als selbständige [[Negation]] außer ihrem [[Inhalt]] geraten sind. Es hat sich hieraus eine [[Kraft]] aus den [[negierten]] [[Inhalten]] ergeben, von denen die [[Form]] selbst [[abstrahiert]] und als [[Formbestimmung]] ihrer [[Abstraktion]] zum [[Inhalt]] der [[Triebkraft]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] [[Antrieb]] wird. Formbestimmungen ergehen aus der [[Abstraktionskraft]], die von der [[substanzielle]] [[Not]] einer [[Getrenntheit]] betrieben werden, so dass diese als [[Wirkung]] ihrer unaufgelösten [[Widersprüche]] der [[Form]] nach in ihrem [[Doppelcharakter]] ein [[abstraktes]] [[Anderssein]] (siehe [[Negation]]) verwirklichen, das als eine dritte und also ihr [[äußerliche]] [[Bestimmung]] ihrer [[Verselbständigung]] fortbesteht (siehe [[Dialektik]]). Wo Lebenszusammenhänge [[isoliert]] werden und dadurch für sich und für einander unter sich [[abstrakt]] geworden sind, wo ihr [[Dasein]] vorwiegend über ihre [[Form]] in [[Beziehung]] tritt, wird die Häufigkeit ihres Auftretens, die [[Verallgemeinerung]] desselben [[Inhalts]] ihrer formalen [[Darstellung]] [[prominent]] gegen ihr[[einzelnes]] [[Dasein]] und von daher zu einer mächtigen (siehe [[Macht]])[[Bestimmung]] ihrer [[Vermittlung]] der [[Form]] über ihren [[Inhalt]]: [[Formbestimmung]] (siehe hierzu z.B. die [[Wertform]]). Dies stärkt die durch ihre [[Form]] bestimmte [[Position]] in Netzwerken in der Beziehung auf viele Andere. Bei der [[Entwicklung]] der Geldform aus der Häufigkeit des Händewechsels des [[Zahlungsmittels]] (W-G) entsteht z.B. durch die Aneinanderreihung der [[Waren]] im [[Tausch]] eine [[prominente]] [[Beziehung]] von [[Geld]] zu [[Geld]] das [[Kaufmittel]] Geld (W-G-G-W), weil sich [[Geld]] substanzeiell gleich bleibt, sich selbst gleich gilt, gegen sich [[gleichgültig]] ist, die [[Dasein]]Ware aber immer verschieden ist, als je [[einzelner]] [[Gebrauchswert]] in [[Beziehung]] tritt. Wenn also derselbe [[einzelne]] [[Inhalt]] mehrfach durch seine [[Form]] [[allgemein]] [[vermittelt]] wird, wird diese [[bestimmend]] für seine [[Existenz]] (siehe hierzu [[Existenzwert]]). Die Formbestimmung ist daher eine [[quantitativ]] bestimmte [[Form]], die [[qualitative]] [[Verhältnisse]] [[existenziell]] ermächtigt und durch ihre [[Masse]] selbst [[bestimmt]]. Von daher hat eine Formbestimung [[Macht]] über ihren [[Inhalt]] (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]). An sich ist jede [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] [[bestimmt]]. Wo aber ein [[Inhalt]] gegen seine [[Form]] [[gleichgültig]], von daher seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existieren kann, ist er nicht formbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]]. Und wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] darstellen, als bloßer [[Körper]], als das [[Material]] seiner [[Natur]] formbestimmend werden. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] zwischen [[Form]] und [[Inhalt]] auf ein substanzielles Verlangen nach dem Unerfüllten, wird zur [[Abstraktionskraft]] einer [[Beziehung]] im bloßen [[Dazwischensein]], wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem was nicht ist, von dem [[Abwesenden]] haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem [[Inhalt]] nach das [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur als [[Abstraktionskraft]] [[verwirklichen]] kann, indem sie sich gegen den Mangel ihres bestimmungslosen [[Daseins]] aus der [[Notwendigkeit]] seiner [[Wesensnot]] antreibt. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. [[Getrennt]] von diesen wird in der [[Ausschlieplichkeit]] ihrer [[Beziehungen]] auf sich selbst, auf ihren [[selbstbezüglichen]] Zusammenhäng die [[Kraft]] ihrer [[Bestimmtheit]] zur [[Abstraktionskraft]] eines [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesens]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist. Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst [[getrennt]] wird, entsteht ein Verlust an [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was zusammengehört, eine [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[nichts]], durch ihre [[nichtig]] [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Eine Formbestimmung ist das Resultat einer Entzweiung, die durch die Verdopplung seiner im [[Allgemeinen]] [[widersinnigen]] [[Beziehung]] gegen seine darin [[isolierte]] [[Einzelheit]] stellt. Weil diese [[Beziehung]] unvermittelt und also [[unmittelbar]] [[abwesend]], also wesenlos ist, teilt sie ihren [[Inhalt]] in eine [[Beziehung]] seiner [[abstrakten Allgemeinheit]] und seiner wie [[zufällig]] [[erscheinenden]] [[Einzelheit]] auf, indem sie ihre [[allgemeine]] [[Form]] zugleich gegen ihre [[einzelne]] und zufällige [[Bestimmung]] außer sich [[auftrennt]] und durch die in ihrer und durch ihre [[abstrakt]] gewordene [[Beziehung]] [[bestimmt]] und in der [[Systematik]] ihrer [[Verallgemeinerung]] außer sich wie durch eine [[fremde Kraft]] einer ihr [[äußerlichen]] [[Ganzheit]] (siehe [[Abstraktionskraft]]) [[fremd bestimmt]] (siehe hierzu die [[allgemeine Wertform]]). Je weniger ein [[Inhalts]] zählt, je [[widersprüchlicher]] er ist, desto mächtiger wird seine [[Form]], worin sich seine Gegensätze vereinen, sich [[substanziell]] bewahren und bewähren müssen. Eine Formbestimmung ist die [[Bestimmung]] eines [[Inhalts]] durch eine [[Form]], die das [[Allgemeine]] seiner Existenz zumindest abstrakt darstellt (siehe hierzu auch [[abstrakt Allgemeines]]). Sie entsteht aus den gegensinnig bestimmten [[Formen]] (siehe [[Dialektik]]), durch die [[Gleichgültigkeit]] der [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]], die ihre [[abstrakte]] [[Beziehung]] verdoppeln indem sie ihre [[abstrakte]] [[Form]] doppelt [[vergegenwärtigen]]. Sie [[bestimmen]] ihre [[Inhalte]] so, wie sie davon zugleich bestimmt sind (vergleiche hierzu z.B. [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] durch seine Funktion als [[Maß der Werte]] und [[Geld]] als [[Kaufmittel]] durch seine Funktion als [[Maßstab der Preise]]). Die wesentliche [[Folge]] der [[gesellschaftlichen]] [[Macht]] einer [[Abstraktion]] ist die [[Verkehrung]] ihrer [[Inhalte]] zur Bestärkung ihrer [[Form]], in der ihre [[Inhalte]] eine verkehrte [[Wirkung]], eine verkehrte [[Wirklichkeit]] erfahren die sie durch ihre [[verselbständigte]] Macht (siehe hierzu [[fremde Kraft]]) [[bestimmen]]. Eine [[Bestimmung]] ist das, was ein [[Wesen]] in einem anderen [[reflektiert]], was der Stimme von einem [[Wesen]] auf dieses erfolgt und hierdurch eine Verneinung (siehe [[Negation]]) seiner [[Subjektivität]] betreibt, indem es [[objektive]] [[Wirkung]] [[erfährt]], hiervon bestimmt ist, also dessen [[wesentliche]] [[Bestimmtheit]] solange [[fortbestimmt]], wie es durch andere [[Reflexionen]] anderer [[Wesen]] also [[wesentlich]] verändert wird und hierdurch seine Negation negiert. Dies macht die Erneuerung seiner [[Eigenschaften]] aus, die seine [[Geschichte]] als Veränderung ihrer [[Eigenheiten]] (siehe auch [[Eigentum]]) [[entwickeln]]. Dieser Prozess ist bei Marx der Prozess einer [[objektiven]] Veränderung durch die ihrer geschichtlichen [[Kraft]] [[bewussten]] [[Subjekte]], bei Hegel eine [[Selbstveränderung]] in der [[fortbestimmten]] [[Entfaltung]] seiner wesentlichen [[Gründe]], deren Rückkunft in einer höheren, weil [[reichere]] Ebene ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]]. Was nottut, verlangt nach einer Änderung, einem[[Anderssein]] der [[Verhältnisse]]. Es muss in diesen begriffen sein, um veränderbar zu werden. Aber der [[Begriff]] sowohl [[gegenständllicher]] als auch [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] kann in [[Wirklichkeit]] nur wahr sein, wenn sich [[Begriff]] und [[Sache]] im [[Verhältnis]] ihrer [[Wirkungen]], in ihrer [[Wirklichkeit]] [[identifizieren]] lassen. Bleibt diese nur [[abstrakt]] durch eine [[fremde Kraf]]t vermittelt, so wird sie von einer [[Abstraktionskraft]] betrieben (siehe auvch [[Trieb]]), die einem ihrem [[Wesen]] [[fremden]], einem [[abwesenden]] [[Grund]] entspringt und daher als leere [[Formbestimmung]] eine übermächtige[[Wirkung]] hat. Diese [[verkehrt]] das [[Verhältnis]] von [[Form]] und [[Inhalt]], indem sie die [[Form]] [[inhaltlich]] bestimmend [[erscheinen]] lässt, als Naturalform ihrer [[Verhältnisse]] (sihe hierzu z.B. [[Autopoiesis]]), die ihr [[Dasein]] [[wie eine]]innerlich [[wirkende]] [[Natur]][[bestimmt]] (siehe hierzu [[Warenfetischismus]]). Formbestimmung ist die [[Erscheinungsform]] der [[Bestimmung]] einer [[abstrakten]] [[Form]], die selbst aus ihr über die Verdopplung ihrer [[Substanz]] durch ihren Widerschein ([[notwendiger Schein]]) als [[Form]] durch sich und für sich, also an und für sich hervorgegangen ist. Wo die [[Form]] sich als Ursprung wie Resultat ihrer [[Inhaltlichen]] [[Beziehung]] [[verhält]], die sich selbst abgebrochen hat und nurmehr in der [[Form]] [[aufgehoben]] ist, weil sie in ihrer [[Inhaltlichen]] [[Entwicklung]] keine ihr angemessene [[Form]] finden kann, da [[verallgemeinert]] sich ihre [[Form]] durch ihre bloße Funktion, durch die [[Tatsache]] ihrer [[Beziehungen]], die sich durch ihren [[Widerspruch]] [[substanziell]] selbst [[abstrakt]] geworden sind. Weil sich diese [[Tatsache]] [[Inhaltlich]] [[widerspricht]], mal dieses, mal jenes sein kann, weil sie im Grunde beliebig ist und keinn Sinn vermitteln kann, müssen sich auch ihre [[Inhalte]] im [[Allgemeinen]] duch einander [[nichten]]. Die Formbestimmung betreibt ihren [[aufgehobenen]] [[Inhalt]] als Residuum, als [[Abstraktionskraft]] der [[Allgemeinheit]] ihrer i[[Inhaltlichen]] [[Beziehungen]], die nicht einfach nur [[Nichts]] sein können und deshalb in ihrer Nichtigkeit (siehe [[Negation]]) in die [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Substanz]] verfallen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]]). Karl Marx hat die Entwicklung einer Formbestimmung an der [[Entwicklung]] der Geldform aus der [[Wertform]] dargestellt, in der die [[Beziehung]] des einfachen und zufälligen [[Inhalts]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]]von [[Waren]] abgebrochen ist und sich die [[inhaltliche]] [[Beziehung]] des [[Zahlungsmittels]] als [[Ware]]gegen [[Geld]] (W-G) zur [[Beziehung]] eines [[Kaufmittels]] als [[Geld]] gegen [[Ware]] (G-W) mit der Aufhäufung der Kaufakte gleichsetzt und somit [[gleichgültig]] gegen ihren [[Inhalt]] wird. Da somit die [[Beziehung]] W-G und G-W im [[Geld]] gleichgesetzt ist, verdoppelt es seine leere Funktionalität (W-G-G-W), die sich allgemein als [[Beziehung]] des Geldes zu sich selbst (G-G) durchsetzt. Von da her wird [[Geld]] als [[Kaufmittel]]mächtig gegen seine Funktion als bloßes [[Zahlungsmittel]] und hierdurch zum [[Subjekt]] des [[Warentauschs]], zu dessn [[allgemeiner]]Formbestimmung. Hierdurch bestärkt die Form sich selbst, weil sich alles im [[Nichts]] nur um sich selbst [[bewegt]] und sich zugleich durch seine abstrakte [[Substanz]] auf alles bezieht, das seine [[Form]] einnehmen und annehmen kann. Während es im [[Allgemeine]]n für alles da ist, ist es für sich gleichbleibend und zugleich durch alles andere in seiner Vermittlung außer sich, also [[objektiv]] als [[Form]] bestärkt, zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] geworden, wodurch sich die [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]] zu ihrer [[Form]] [[verkehrt]] hat (siehe heirzu [[Verkehrung]]). Jede [[Geschichte]] entwickelt mit einer naturhaften [[Notwendigkeit]] ihre [[Form]] durch die [[Inhalte]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Jede Produktform menschlicher [[Arbeit]] ist die gesellschatliche Form ihrer [[Natur]]: [[Naturalform]] ihrer [[Gesellschaft]] (siehe [[Naturbestimmung]]). Eine [[Form]] kann sich nur durch ihre [[wirklichen]] [[Inhalte]] entwickeln, denn jede [[Entwicklung]] geschieht durch einen [[Inhalt]], der seine [[Form]] finden muss, um [[gegenständlich]], also [[objektiv]] da zu sein (siehe [[Dasein]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Nun zeigt uns schon unsere gewöhnliche Sprache, daß wir in unserem Inneren etwas tragen wie ein Prinzip, das diese verschiedenen Gebiete, in denen sich unsere [[Sinn]]e neigen, zusammenfaßt. Wir sprechen zum Beispiel von warmen und kalten Farben, wenn wir auch empfinden, daß das für unsere Verhältnisse zunächst nur vergleichsweise dadurch da ist, daß wir durch den Gesichtssinn die Kälte und Wärme, Hell und Dunkel wahrnehmen und als warme oder kalte Farben. Wir erkennen alles nur aus einer gewissen inneren Verwandtschaft, die wir fühlen, das, was der eine SinnDass im Erleben einer Gesamtstimmung auch verschiedene Sinnesqualitäten gesetzmäßig miteinander korrespondieren können, hat Rudolf Steiner etwa in seinen Ausführungen zur Eurythmie am Beispiel von Lauten und Farben gezeigt. Daraus ergeben sich auch Hinweise für die Farben der Bekleidung, die etwa zur Gesamtstimmung eines bestimmten Gedichtes passen. Die Farbe erscheint hier als „der an der Außenwelt fixierte Gemütsinhalt“. (Über Stimmung – AnthroWiki)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochzeit der [[Beziehungen]] der politischen [[Selbstgefühle]] war die Zeit des [[Biedermeier]], die Herrschaft der [[Selbstgerechtigkeit]] in der Wohnlichkeit (siehe [[Gewohnheit]]) einer eigensinnigen Autorität (siehe [[autoritärer Charakter]]) Darin galt vor allem das [[Selbstgefühl]] intellektueller [[Selbstgerechtigkeit]] dem [[politischen Bewusstsein]], dem durch eine anachronistischen Wendung zur [[Phänomenologie]] ein allgemeines Lebensverständnis (siehe [[Verstand]]) angedient wird. &#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: &#039;&#039;Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?.&#039;&#039; ([[MEW 2, S. 83]]) [[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]]. von ihrer Aussage her (siehe auch [[Sprache]]) wird [[Wahrheit]] ungewiss und von da her zu einem Selbstzweck des [[Denkens]] (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]), zu einer Teleologie zweckhafter [[Beziehungen]], denen ein [[Sinn]] vorangestellt wird, den sie durch nichts erweisen können und der deshalb auch nicht [[bewiesen]] werden kann (siehe hierzu auch [[Gott]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist ... für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann man weder nehmen noch geben. [[Wahrnehmung]] ist von da her nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme [[anwesender]] [[Gegenstände]], die sie vorfindet. Sie besteht zunächst nur aus dem, was die Menschen darin für sich finden, aus der [[Empfindung]] eines [[Gegenstands]], auf den sie sich [[beziehen]], weil und sofern er ihnen und ihren [[Sinnen]] entspricht. In ihrer [[sinnliche Gewissheit]] erweist sich, wodurch und worin dieser für sie [[wesentlich]] und also gewiss [[wahr]] ist, – warum und wodurch er also ihnen [[substanziell]] &#039;&#039;wesensverwand&#039;&#039; ist. Von daher ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Erkenntnisse]], die [[Form]], worin für die Menschen ihr [[Gegenstand]], ihr gegenständliches [[Sein]] nicht nur für [[wahr]] genomen, sondern auch bei [[Abwesenheit]] [[wirklich]] wahr ist.Wo sich die Menschen mit sich in ihren [[Sachen]] in dem vereinen, was sie durch ihr [[Wesen]] für einander sind und was sie von einander halten, erweist sich auch die [[Wahrheit]] ihrer [[Verhältnisse]] als ihre Welt, und wird im Verlauf ihrer [[Geschichte]] zu ihrer [[Warnehmungsidentität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir. (Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, A 289)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auskunft über sich hat Immanuel Kant (1724-1804) selbst gegeben und damit auch getroffen, was seine &#039;&#039;zwei Seiten&#039;&#039; im Wesentlichen ausmachen: Die [[Metaphysik]] seines Vernunftbegriffs in der &#039;&#039;Kritik der reinen [[Vernunft]]&#039;&#039; und dem praktischen [[Nutzen]] seiner [[Moral]] der [[Aufklärung]], die [[Moral]] der Mündigkeit als wesentliche Aussage eines [[emanzipatorischen]] [[Selbstverständnisses]] in seiner &#039;&#039;Kritik der praktischen Vernunft&#039;&#039;. Beides suchte er zu vereinen in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039;. Allerdings ist er als erster [[Philosoph]] einer [[allgemeinen]] [[Begrifflichkeit]] [[bürgerlicher]] [[Verständigung]] (siehe auch [[Verstand]]) auf deren Doppelbödigkeit zwischen [[Vernunft]] und [[Moral]] noch jeweils unvermittelbar einseitig verblieben, einerseits in seiner biologischen [[Anthropologie]], die z.B. den [[Nationalsozialisten]] als [[Begründung]] ihrer [[Rassenlehre]] dienen konnte, und dem praktischen [[Moralismus]] seines &#039;&#039;[[Kategorischen Imperativs]]&#039;&#039; auf der anderen Seite, der einen [[Selbstwiderspruch]] im [[bürgerlichen Bewusstsein]] betreiben sollte. Es war ihm mit seiner Auffassung ihrer [[Dialektik]] nicht möglich eine [[wirklich]] [[emanzipatorische]] [[Philosophie]] zu entwickeln, was ihm von einigen der ihm nachfolgenden Denkern vorgehalten wurde, die in seiner &#039;&#039;Kritik der Urteilskraft&#039;&#039; keine [[Beziehung]] anerkennen konnten. Ohne ein [[kritisches]] [[Verhalten]] zur [[Wirklichkeit]] (siehe [[kritische Theorie]]) wird im [[bürgerlichen Bewusstsein]] alles von dem, was eine [[Geschichte]] aufklären könnte, zur [[persönlichen]] [[Selbstbehauptung]] einer [[Vorstellung]] von dem, was es sein könnte oder können soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte wird daher, wie die Wahrheit, zu einer aparten Person, einem metaphysischen Subjekt, dessen bloße Träger die wirklichen menschlichen Individuen sind. Die absolute Kritik bedient sich daher der Phrasen. ([[MEW 2, S. 83]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Adorno]] war das wahr, was sich [[identisch]] bleibt. Aber in der [[Wirklichkeit]] der [[Kultur]] verfestigen sich immer mehr Unwahrheiten und auch stetige [[Strukturen]] sind nicht einfach wahr (siehe [[Systemtheorie]]). Unwahrheit ist also weder das Identische an sich, noch das Nichtidentische, wie er dies [[verstanden]] wissen wollte um seine [[negative Dialektik]] als Grundlage einer [[kritischen Theorie]] zu verfassen. Wesentlich für eine Befragung der [[Wahrheit]] ist die Feststellung, dass das [[Identische]] an sich schon einen [[Widersinn]] beinhaltet: Eine [[Wahrheit]] an sich gibt es nicht, weil [[Identität]] lediglich eine [[Reflektion]] der [[Erkenntnis]] gegen [[Täuschung]], eine [[Abstraktion]] für sich ist. Sie kann sich nur durch die Entdeckung vertauschter [[Inhalte]] in ihrer [[widersprüchlichen]] [[Wirklichkeit]] bewahrheiten und in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Aufhebung]] verwirklichen, sich in einer erneuerten [[Wirklichkeit]] [[wahr machen]]. [[Wahr]] ist, worin sich [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] in dem einig sind, was sie [[wahrhaben]]. [[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]]. &#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ... Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen?&#039;&#039; [[(MEW 1, S. 6)]] Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]]. Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]] [[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]). Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]]. [[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen. Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]): &#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis &#039;&#039;des Menschen zum Menschen&#039;&#039; ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist.&#039;&#039; [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]] kennbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänomenologisches]] Denken behauptet hiergegen die [[Wahrheit]] der einzelnen Phänomene, der [[Erscheinungsweisen]] ihres [[Seins]] (siehe auch [[Seiendes]]), in und durch sich selbst zu [[erkennen]]. Das &#039;&#039;Je-Einzelne&#039;&#039;, jede [[vereinzelte]] [[Wahrnehmung]] sei in der Lage, die Wahrheit ihres [[Daseins]] als Ergebnis aus ihrer [[Gegebenheit]] zu [[erkennen]]. Ihr [[Wesen]] wäre demnach [[unmittelbar]] und ohne weitere [[Bestimmung]] zu [[begreifen]], die [[Empfindungen]] ohne Weiteres und ganz voraussetzungslos und [[gleichgültig]] gegen ihre Lebenszusammenhänge als [[Wahrheit]] ihrer [[Gefühle]] zu erkennen. Doch jedes [[Gefühl]] war aus einer [[Beziehung]] von [[Empfindungen]] entstanden und kann sich hiergegen [[verselbständigen]], entrücken und seinem Ursprung [[widersprechen]]: [[verrückt]] werden. Der [[Widerspruch]] der [[Gefühle]] kann sich aber nicht als Gefühl formulieren, weil er [[selbständig]] durch etwas ganz Anderes (siehe [[Anderssein]]) aus [[Empfindungen]] entstanden ist, die darin ihre Spur verloren haben. In der [[Sprache]] aber lässt sich wie in der [[Kunst]] ihr Werden als gewordenes [[Dasein]] aus ihrer [[Geschichte]] [[erkennen]], also auch [[erschließen]] und hieraus [[begreifen]], was darin zu finden und was im [[Gefühl]] verbunden oder zumindest vermengt, bzw. vermischt ist (siehe auch [[Kitsch]]). Im [[einzelnen]] [[Gefühl]] lässt sich aber nichts anderes [[erkennen]] als das, was sich darin anmuten lässt, Mut macht oder aber sich darin auch nur verloren hat. Das [[Einzelne]] kann ohne seinen [[lebendigen]] Zusammenhang nur [[Interpretation]] der &#039;&#039;[[Eigentlichkeit]]&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) einer Sinnesreizung, eine bloße Eidetik von [[Erscheinungen]] sein (siehe hierzu [[Phänomenologie]]). Sie muss über die [[Vereinzelung]] ihrer [[Wahrnehmung]] hinaus gelangen, um [[wirklich]] wahr zu sein. Im [[Einzelnen]] herrscht eine bescheidene Wahrheit als Bescheidung einer [[Abstraktion]], als Bescheid über schlichte [[Tatsachen]] und [[Gegebenheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist allgemein, sie gehört nicht mir, sie gehört allen, sie hat mich, ich habe sie nicht. Mein Eigentum ist die Form, sie ist meine geistige Individualität ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Wesen des Geistes ist die Wahrheit immer selbst, und was macht ihr zu seinem Wesen? Die Bescheidenheit. Nur der Lump ist bescheiden, sagt Goethe, und zu solchem Lumpen wollt ihr den Geist machen? [[(MEW 1, S. 6)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in der [[Wahrnehmung]] im [[Allgemeinen]], in ihrer [[Gesellschaftlichkeit]], [[schlüssig]] ist, worin sie mit sich in ihrem [[Gegenstand]] zum Ende kommt, im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] letztendlich mit sich einig wird, ist sie auch [[wirklich]] [[wahr]]. Also ist Wahrheit die Einheit der [[Sinne]] in der [[Erkenntnis]] der [[Wahrnehmungen]] im [[Begriff]] ihrer [[Beziehung]] zu ihren [[Gegenständen]]: [[Wahrnehmungsidentität]] in der [[Erkenntnis]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]]. Von daher ist sie so [[subjektiv]] wie [[objektiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen lassen sich leicht [[täuschen]], wenn ihre [[Gefühle]] ihren [[Empfindungen]] vorauseilen, ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Gefühle]] bestimmen oder ersetzen und von daher nur [[empfinden]] können, was im Vorurteil ihrer [[Gefühlen]], bzw. den [[Absichten]] ihrer [[Psyche]] dienlich ist. Von daher hat dann das [[Gefühl]] in [[Wahrheit]] eine dominante [[Wirkung]] auf die [[Wahrnehmung]] (siehe auch [[Eindruck]]), weil es zwar nicht unbedingt die Urteilskraft, wohl aber die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen bestärkt (siehe auch [[Urteil]]). Von daher ist der [[Anreiz]] einer &#039;&#039;selbstbestimmten&#039;&#039; [[Wahrnehmung]] ein Instrument mächtiger Kommunikationsinteressen (z.B. der [[Kommunikationsindustrie]]) und des [[Populismus]], der darauf zielt, [[Empfindungen]] durch [[Gefühle]] zu [[vertauschen]], die [[Wahrnehmung]] also zu einer durch sich selbst [[verselbständigten]] [[Wahrnehmung]], einer absoluten [[Selbstwahrnehmung]] zu [[verkehren. Aus ihremVerhältniszu ihrerWirklichkeitentwickeltsich eineUrteilskraftdurchabwesendeBezogenheiten, ein jenseitigeWesenausFormalisierungenabstrakterZusammenhänge aus verbliebenenKenntnissen, welche dieInterpretationenabstrakterErkenntnisseerregenund schützen (sieheCharakterpanzerung). Unwahr ist das, was wir nichtwahrnehmenvon dem, was wirwahrhaben. DieWahrnehmungist daher die einzige Grundlage zur Bildung einerWahrheitzurErkenntnisihresabwesendenWesens.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]] kann also [[getäuscht]] werden wenn sie [[fremde]] [[Absichten]] nicht erkennt und ihre Wahrheit hierdurch ausgetrieben, abgelenkt und auf das Reich der [[Sehnsüchte]] und ihrer [[Vorstellungen]] abgestellt und hierdurch selbst [[abstrahiert]] und [[entwirklicht]] wird. In der Folge und auf Dauer wird die [[Wahrnehmung]] im Großen und [[Ganzen]] von [[fremden]] [[Grundstimmungen]] [[getrieben]] und ihr [[Erkenntnisinteresse]] durch die [[Kraft]] ihrer Bedrängungen entzweit, durch ihre [[Abstraktionskraft]] [[entfremdet]]. Ein [[abstraktes]] [[Erkenntnisinteresse]] tötet den Sinn seiner [[Wahrnehmungen]] ab und macht [[Angst]] und [[deprimiert]] sie. Das [[objektiv]] [[Einzelne]] wird durch den [[subjektiven]] [[Gehalt]] ihrer isolierten [[Wahrnehmung]] [[verallgemeinert]] und mit ihrer [[Objektivität]] [[vertauscht]] oder verfälscht, durch die [[Abstraktionskraft]] der [[Formen]] ihrer Zusammenhänge [[entwirklicht]]. Von daher [[überreizt]], werden ihre [[Inhalte]] durch ihre Form ausgeschlossen (siehe [[Ausschließlichkeit]]), in ihr Gegenteil [[verkehrt]] ([[pervertiert]]), verdrängt (siehe [[verdrängung]]), entstellt (siehe z.B. [[Double-Bind]]), überfrachtet (siehe auch [[Ästhetisierung]]), entfremdet (siehe [[Entfremdung]]), [[einverleibt]] (siehe [[Symbiose]]), erdrückt (siehe [[Depression]]), beeindruckt (siehe [[Eindruck]]), verurteilt (siehe [[ästhetisches Urteil]]) oder in ihr Gegenteil [[verkehrt]] wird (siehe hierzu auch [[Wiederholungszwang]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich genomen ist [[Wahrheit]] die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] identisch bleibt und also wahr ist. Aber es ist eine Unwahrheit nicht einfach das Nichtidentische, wie es [[Adorno]] [[verstanden]] wissen will. Es kann das Gegenteil der Wahrheit nur ihre [[Fremdbestimmung]] durch [[vertauschte]] [[Inhalte]] sein, die sowohl [[politisch]] als [[gesellschaftliche]] Formationen des [[Warentauschs]] oder [[psychisch]] als [[Täuschung]] der [[Wahrnehmung]] von Menschen, die diese zur [[Selbstentfremdung]] [[bestimmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrheit]] kann also nur die [[Identität]] einer [[Erkenntnis]] von dem was ist, mit der [[Wirklichkeit]] seines [[Daseins]], wie es im [[einzelnen]] und [[allgemeinen]] [[Sosein]] auch [[wirklich]] wahr ist. Von daher gibt es keine [[einzelne]] und auch keine [[allgemeine]] [[Wahrheit]] an sich und durch sich. Jede ist nur durch die andere. Und dies macht die [[theoretische]] Konsistenz einer [[Wissenschaft]] aus. Von daher ist [[Wahrheit]] nur im [[Ganzen]] zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin allerdings hatte [[Adorno]] einen [[Totalitarismus]] sehen wollen, dem er ein absolutistisches [[Interesse]] unterstellte und dies deshalb im Gegensatz zum [[historischen Materialismus]] von Karl Marx mit der Behauptung stellte, dass das [[Ganze]] überhaupt nur der Anspruch eines [[totalitären]] Denkens wäre und deshalb die Unwahrheit schlechthin sei. Obwohl er das Denken von Karl Marx und Ludwig Feuerbach im Großen und Ganzen hernahm, wenn er sich damit als kritischer Theoretiker vorstellen konnte (siehe [[Kritische Theorie]]), stellte er deren [[Kritik]] hinterrücks einfach wieder auf den Kopf, Dieses Unterfangen war allerdings längst von Karl Marx in der Auseiandersetzung mit [[Ludwig Feuerbach]] ausführlich beantwortet worden (siehe hierzu auch [[Feuerbachthesen]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Feuerbach ist der einzige, der ein ernsthaftes, ein kritisches Verhältnis zur Hegelschen Dialektik hat und wahrhafte Entdeckungen auf diesem Gebiete gemacht hat, überhaupt der wahre Überwinder der alten Philosophie ist. Die Größe der Leistung und die geräuschlose Einfachheit, womit F[euerbach] sie der Welt gibt, stehn in einem wunderlichen Gegensatz zu dem umgekehrten Verhältnis. Feuerbachs große Tat ist: 1. der Beweis, daß die Philosophie nichts andres ist als die in Gedanken gebrachte und denkend ausgeführte Religion; eine andre Form und Daseinsweise der Entfremdung des menschlichen Wesens; also ebenfalls zu verurteilen ist; 2. die Gründung des wahren Materialismus und der reellen Wissenschaft, indem Feuerbach das gesellschaftliche Verhältnis des Menschen zum Menschen ebenso zum Grundprinzip der Theorie macht; 3. indem er der Negation der Negation, die das absolut Positive zu sein behauptet, das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive entgegenstellt. Feuerbach erklärt die Hegelsche Dialektik – (und begründet dadurch den Ausgang vom Positiven, vom Sinnlich-Gewissen) – folgendermaßen: Hegel geht aus von der Entfremdung (logisch: dem Unendlichen, abstrakt Allgemeinen) der Substanz, der absoluten und fixierten Abstraktion. – D.h. populär ausgedrückt, er geht von der Religion und Theologie aus.verl Drittens: Er hebt das Positive wieder auf, stellt die Abstraktion, das Unendliche, wieder her. Wiederherstellung der Religion und Theologie. Feuerbach faßt also die Negation der Negation nur als Widerspruch der Philosophie mit sich selbst auf, als die Philosophie, welche die Theologie (Transzendenz etc.) bejaht, nachdem sie dieselbe verneint hat, also im Gegensatz zu sich selbst bejaht. Die Position oder Selbstbejahung und Selbstbestätigung, die in der Negation der Negation liegt, wird für eine ihrer selbst noch nicht sichere, darum mit ihrem Gegensatz behaftete, an sich selbst zweifelnde und darum des Beweises bedürftige, also nicht durch ihr Dasein sich selbst beweisende, als nicht eingestandne Position gefaßt und darum ihr direkt und unvermittelt die sinnlich gewisse, auf sich selbst gegründete Position entgegengestellt. Aber indem Hegel die Negation der Negation – der positiven Beziehung nach, die in ihr liegt, als das wahrhaft und einzig Positive, der negativen Beziehung nach, die in ihr liegt, als den einzig wahren Akt und Selbstbetätigungsakt alles Seins – aufgefaßt hat, hat er nur den abstrakten, logischen, spekulativen Ausdruck für die Bewegung der Geschichte gefunden, die noch nicht wirkliche Geschichte des Menschen als eines vorausgesetzten Subjekts, sondern erst Erzeugungsakt, Entstehungsgeschichte des Menschen ist. [[(Marx in MEW 40, Seite 568ff)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil [[Adorno]] als [[Kritiker]] des [[Positivismus]] zugleich den Ausgangspunkt der [[Kritik]] schon im [[reinen]] [[Denken]] [[begriffen]] haben wollte, hatte er sein Denken gegen jeden positiven Ausgang gestellt und damit eine [[&#039;&#039;Negativen Dialektik&#039;&#039;]] begründet. Hierdurch konnte er sich als durch sich selbst schon freien Denker [[popularisieren]] und seine [[Kritik]] mit seiner alles überwindenden [[Philosophie]] einer [[negativen]] [[Wahrheit]] bestimmen. Und dies durch eine spärlichen, weil [[abstrakt]] verbleibenden Einwand eines freien und also [[unendlichen]] Intellekts einer gedanklichen [[Ewigkeit]], der sich selbst überwinden musste, um seine Positivität aus sich heraus oder durch die Jenseitigkeit einer [[künstlerischen]] [[Empfindung]] zu [[entwickeln]]. So wurde er vor allem selbst zur Kultfigur von [[bildungsbürgerlichen]] Literaturkonsumenten und deformierte im Bezug auf die theoretischen Grundaussagen von Marx mit seinen Rückgriff auf den [[Begriff]] des [[Warenfetischismus]] zum Hinterhalt einer im Grunde antimarxistischen [[Theorie]] bei, die seiner [[Negativen Dialektik]] mit seinem [[Verstand]] von einem richtigen, einem gegen das [[Falsche]] bereinigten [[Leben]] einen [[revolutionären]] [[Totalzitarismus]] des teinen [[Denkens]] einhauchte. Mit seinem [[Verstand]] vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; sollten schließlich die [[wirklichen]] [[Verhältnissen]] des [[Warentauschs]] und des hierdurch [[fetischisierten]] [[Bewusstseins]] zumindest [[psychologisch]] identifizierbar und ebenso überwindbar sein (siehe hierzu [[Subjektkritik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam zu Adornos Gefallen an einer überlebensgroßen [[Kultur]] der [[Kunst]] die Theorie vom &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; hinzu, das dem &#039;&#039;falschen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen wäre (siehe [[Leben]]), weil es dessen &#039;&#039;Beschädigungen&#039;&#039; abwenden könne. Dies hatte qllerdings jede [[kritische]] [[Erkenntnis]] von ihrem [[wirklichen]] [[Sinn]] frei geschlagen und sich in dem [[Moralismus]] einer intellektuellen Eigenmächtigkeit durch die [[Selbstgerechtigkeit]] eines [[philosophisch]] abgehobenen [[Bewusstseins]] fortgebildet, wie sie auch schon mal vom [[Existenzialismus]] [[Martin Heideggers]] angelegt war, der allerdings stattdessen eine [[Fundamentalontologie]] der [[Erkenntnis]] von [[Wahrheit]] über den [[Sinn]] des [[Seins]] als sinnliches [[Bewusstsein]] im [[Dasein]] der Menschen entwickelte. Er war von daher in seinem [[reaktionären]] Anliegen vielleicht auch nur &#039;&#039;ehrlicher&#039;&#039; als [[Adorno]], den man als Begründer eines [[reaktionären Marxismus]] ansehen kan. Es scheint, als ob Heidegger ihn wieder abgelöst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Erkenntnis]] unterstellt immer schon eine [[Wirklichkeit]] und [[Wahrheit]]Bestimmung der [[Wahrheit]]politischen Kultur (siehe auch [[Wahrheit]]Stimme), die [[sinnlich gewiss]] wäre, wenn die Menschen darin ihre Entfremdung von sich und von ihrer Gesellschaft durch deren [[realen Abstraktionen]] hindurch erkennen können, Eine Vermittlung der Wahrnehmungen für die [[Erkenntnis]] ihrer einzigartigen Empfindungenrnu. Dies nterstellt aller dings [[Sinne]], in denen und durch diese sich ihrer [[selbst]] unzweifelhaft, ihrer zwischenmenschlichen [[Wahrnehmung]] also ohne jeden [[Zweifel]] [[gewiss]] sind. Das ganze Interesse ihres Erkenntnisvermögenns hat es eben einfach nötig, im Menschen [[ganz]] das zu [[empfinden]], was außer sich und also außer dem ist, was er finden kann, was also nur [[sinnlich gewiss]] ist, wenn diese [[Empfindung den]] in Wahrheit als [[Ganzes]], als das nimmt, was es im Zusammenhang seiner [[Erfahrungen]] wirklich [[wahrhatte]] und sich von daher nicht [[täuschen]] lässt. Worin sie übereinstimmen wid zur Form ihres Zusammenhangs, zur Stimmung, worin sie ihre abstrakten Wahrnehmungen identifizieren. Worin Menschen ihren Gegenstand nicht ganz begreifen können, weil sie voneinander vereinzelt und isoliert leben, sich mit ihrer Wahrnehmng als [[Ganzes]] nicht einer allen gemeinen [[Erkenntnis]] zuwenden können, werden auch die Elemete ihrer Wahrnehmung zerteilt und von dem abgetrennt, was sie in ihren Empfindungen und Gefühlen wirklich wahrhaben. Ähnlich der warenförmigen [[Vermittlung]] der Arbeitsprodukte wird in der [[politischen Kultur]] die Stimmunng zur [[Form]] der [[allengemeinen]] [[Vermittlung]] gesellschaftlicher W[[Selbstveredelung]]ahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Wesen]] kann nur im [[Ganzen]] wahr sein. Um einen [[Sinn]] für das [[Ganze]] zu bilden (siehe [[Sinnbildung]]) ist dessen [[Wesen]] im [[Einzelnen]] wie auch im [[Allgemeinen]] zu [[ergründen]]. Und um schließlich in der [[Auftrennung]] der [[Wahrmehmung]] auch die [[Wesensnot]] der Menschen als [[Entfremdung]] von der [[Natur]] ihres Wesens in ihnen und durc sie selbst er, ihrer Gattung zu erklären, kompliziert sich das [[Wesen]] ihrer [[Erkenntnis]] in den [[Lebensverhältnissen]] der Menschen, worin sie [[isoliert]] [[Einzeln]] zwischen sich und anderen [[existieren]]. In ihrem [[Dazwischensein]] können sie nur [[abstrakt allgemein]] miiteilen und [[vermitteln]] und sollen sich darin dennoch ihrer selbst [[bewusst sein]]. Die Wahrheit eines solchen [[Selbstbewusstseins]] verlangt nach einem [[allgemeinen]], nach einem [[gesellschaftlichen]] [[V]] der [[Erkenntnis]], das über die vereinzelten [[Wahrnehmungen]] hinaus sich auch deren [[abwesenden]] [[Substanzen]] gewiss werden kann. Im Besonderen lässt sich ihre Einzelheit in der Einheit ihrer [[allgemeinen]], ihrer [[abstrakt menschlichen Sinnlichkeit]] auch so [[allgemein]] begreifen, wie sie im [[Allgemeinen]] auch durch das [[Begreifen]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensverhältnisse]] als vereinzelte Sinnlichkeit erkannt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[bürgerliche Gesellschaft]] war die erste [[Gesellschaft]], in der sich die Menschen durch die Modernisierung (siehe [[Moderne]]) ihrer [[Produktionsmittel]] freiwillig isoliert hatten (Marx). Über ihre [[Veräußerungen]] durch moderne [[Technologien]] konnten sie zwar die [[persönlichen]] Bindungen des [[Feudalismus]] überwinden. vereinsamten aber in der [[Vergesellschaftung]] ihrer [[wirklichen]] [[Beziehungen]] durch den [[Warentausch]], durch die [[Gesellschaftlichkeit]] abstrakt bestimmter, also [[entäußerter]] [[Lebensäußerungen]] der [[burgherrlichen]] [[Lebensverhältnisse]]. Ihr gesellschaftlicher Zusammenhang existiert darin eben nur gebrochen in der [[Form]] ihrer Erzeugnisse, einer ungeheueren Warensammlung, in der ihr [[Reichtum]] existiert. Sie kann durch die [[Teilung der Arbeit]] und dem [[Dasein]] der Produkte nur in der [[Form]] unzähliger [[Trennungen]] existieren. Da[[Ganze]] der Getrenntheiten in ihren [[Verhältnissen]] kann daher als solches nur [[wahr]] sein, wenn das [[Einzelne]] darin wenigstens als [[abstrakten]] [[Beziehung]] auf das Ganze bewahrt ist. Und das Einzelne kann im [[Ganzen]] nur [[wahr]] sein, weil es seiner selbst nur im [[Ganzen]] [[wirklich]] ist. Und es ist sich durch seine [[Wirkungen]] im Ganzen gewahr, weil es durch seine [[Einzelheit]] das [[Ganze]] bildet und sich daher auch nur als Einzelnes im [[Ganzen]] erkennen kann - weil es darin eben sich selbst in seiner [[Allgemeinheit]] [[wahrhat]] die aus ihm begründet ist. Denn dies geht ihr [[geschichtlich]] voraus, bevor es allgemein (siehe auch [[Begriff]]) existieren, [[gesellschaftlich]] [[wesentlich]] werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings bewegt sich in der [[Religion]] noch das Allgemeine als [[abstrakter]] Mensch vom Himmel herunter und steigt auch dahin wieder auf. Aber der [[Übermensch]] umarmt den [[wirklichen]] Menschen um seine [[Isolation]] zu beherschen, seine Spaltung (siehe auch [[Teilung]]) zu [[totalisieren]] und sie ihm als allgemeine [[Notwendigkeit]] des [[Lebens]] mitzutilen, Der [[abstrakt allgemein]]e Mensch herrscht durch den [[Tod]] und verachtet den Menschen und seine [[Wirklichkeit]], weil sie die [[Notwendigkeit]] seiner wirklichen [[Wesensnot]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erkenntnis]] kann nur entstehen, wo die Frage nach ihrer [[Wahrheit]] schon in ihrer [[Wahrnehmung]] aufgelöst, wo also [[Täuschung]] ausgeschlossen ist. Aber [[Täuschung]] erscheint heute allmächtig, weil die [[Medien]] und [[Methoden]] der [[Wissenschaften]] selbst schon ihre [[Wahrnehmung]] von vorn herein relativieren, sie wie Produkte einer bloßen [[Gegebenheit]] (siehe hierzu [[Positivismus]]) oder einer Lebenskonstruktion begriffen wissen wollen (siehe hierzu [[Konstruktivismus]]), und sei diese auch nur [[strukturell]] vorauszusetzen (siehe [[Strukturalismus]]). Was durch &#039;&#039;täuschend echte&#039;&#039; Imagination mit den [[Algorithmen]] der &#039;&#039;technischen Intelligenz&#039;&#039; gemacht werden kann, lässt sich leicht [[kulturpolitisch]] normativ verwenden und praktisch jede [[Persönlichkeit]] herstellen oder verfälschen. Wer [[Erkenntnisse]] nur [[persönlich]] machen kann, wird sich jenseits aller [[gegenständliche]] [[Beziehung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] und den Konflikten ihrer [[Selbstwahrnehmungen]] und ihrem [[selbstgerechten]] [[Moralismus]] (siehe [[Spießertum]]) aufreiben müssen - um darin vielleicht eine &#039;&#039;wahre Persönlichkeit&#039;&#039; mit einer durch ihren [[Selbstwert]] [[abgetöteten Wahrnehmung]] zu werden (siehe [[Selbstveredelung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor aller [[Erkenntnis]] muss daher schon ein [[Sinn]] für Wahrheit durch die Auflösung von [[Enttäuschungen]] [[entwickelt]] sein, wie er in einer Gesellschaft [[beliebig]] [[austauschbarer]] [[Beziehungen]] zwangsläufig nötig ist. Um die [[Wahrnehmung]] als Zeugnis des [[Lebens]] zu [[begreifen]] musss ihre [[elementare]] [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]], ihre [[Empfindung]] im [[Verhältnis]] zu ihren [[Gefühlen]] bewahrt und [[sinnlich]] bewährt sein und bedarf von daher auch der [[Analyse]] einer dem entsprechend [[politischen Ästhetik]], eines [[Kults]] der [[Selbstwahrnehmung]] in einer [[Gesellschaft]] der [[Selbstgefühle]], in der die [[Ideale]] über jede [[Wirklichkeit]] herrschen (siehe hierzu auch [[abstrakt menschliche Gesellschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den [[Ideen]] und ihrer [[Wirklichkeit]] herrschen [[Ideologien]], die nicht [[wirklich]] wahr sein könen, weil sie keinen [[Sinn]] durch sich selbst haben und finden, nichts wirklich [[empfinden]] können, weil sie Sinn an sich gegen Sinn für sich, weil sie [[widersinnig]] sind, ihren Sinn aus sich selbst folgern und zugleich sich hierdurch begründen. Wahrheit ist die Auflösung von [[Widersinnigkeiten]] ihrer [[Selbstgerechtigkeit]] (siehe auch [[Moral]]) durch die [[analytische]] Aufklärung und [[Erklärung]] einer tautologischen [[Beziehung]] (siehe [[Selbstbeziehung]]) von [[Grund]] und [[Folge]], die in eine unendlichen Beziehung geraten ist. Darin gelten sich [[Ursache]] und [[Wirkung]] substanziell gleich, sind in ihrer [[Gleichgültigkeit]] [[ausschließlich]] an einander und durch einander identifiziert und daher wesentlich ununterscheidbar geworden (siehe hierzu auch [[Positivismus]]), in ihrer [[Anwesenheit]] zugleich [[abwesend]]. So besteht der Sinn ihrer [[Geschichte]] nur aus bloßen [[Tatsachen]], die sich durch ihre Folgerungen im [[Verhalten]] ihrer [[Verhältnisse]] begründen und antreiben, sich nurmehr im [[Trieb]] ihrer [[Gewohnheiten]] als Produzenten und Produkte ihrer [[Scheinwelt]] bestimmen und wiederfinden, sich in dem [[erkennen]], worin sie sich schon vor aller [[Erfahrung]] [[kennen]] (siehe auch [[Gedankenabstraktion]], [[Realabstraktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit gibt es keinen Anfang und kein Ende der [[Erkenntnis]] - sie selbst macht [[Geschichte]] und ist nur durch sie (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Bevor ein [[Einzelnes]] sich [[kennt]], war es schon in [[allem gemein]] von dem, was ist (siehe [[Sein]]). Im [[Glauben]] an ihre [[persönliche]] [[Selbstverwirklichung]] verwirklichen [[Ideologien]] aber nur den [[Widersinn]] einer [[Selbsttäuschiung]] über ihre persönliche [[Identität]], eine [[Täuschung]], die nicht [[enttäuscht]] sein will und daher in den [[Absichten]] einer ihnen [[fremden]] und daher [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentität]], aus der [[Verkehrung]] ihrer Bewahrheitung gegen das, was sie [[wahrhat]] zu sich kommt (siehe auch [[hermeneutischer Zirkel]]). Die Umkehr solcher [[Wahrnehmung]] kann zunächst nur durch konsistente, also widerspruchsfreie Darstellung ihrer [[Verhältnisse]] bewahrheitet werden, aus der auch der [[Grund]] ihrer [[Selbsttäuschung]] erklärlich wird. Hierdurch wird auch deren [[Absicht]] aus der [[Reduktion]] ihres [[Wesens]] auf die [[Erscheinungen]] aus den [[Tatsachen]] ihres [[Daseins]] deutlich, als Rückbeziehung, als re-ligio auf die Kreisläufe in deren [[Abstraktionen]] bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d&#039;honneur [Ehrenpunkt], ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. “ [[(MEW 1, S. 378f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[widersinn]] der [[Religionen]] erklärt sich aus dem [[Verhalten]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] (siehe hierzu [[Dialektik]]) das aus den [[Reduktionen]] ihrer [[Natur]] gegen die [[einzelnen]] Gründe die [[Formen]] und [[Formbestimmungen]]ihrer [[Wirklichkeit]] ersichtlich wird (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]) und immer zweideutig bleibt. Denn was nicht eindeutig wird, bleibt ungewiss, im Grunde [[abergläubisch]]. Es kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, ist nur zwischen Unterschiedenem identisch (siehe auch [[Dazwischensein]]), aber ohne Wahrheit und also nur [[zweifelhaft]] da. Es existiert im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]], der seine [[Gründe]] und [[Folgerungen]] durch seine in sich schon identifizierten Entgegensetzungen im Kreis dreht, tautologisch ist. In ihrer Beziehung aufeinander müssen sie sich gleichbleiben und also von sich absehen. Darin [[verallgemeinert]] sich beides in einem [[abstrakt Allgemeinem]], in einer Identität der [[Wahrnehmung]] (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]), einer [[Allgemeinheit]], die eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] bewahren und bewähren kann (siehe [[Dialektik]]). Und diese lässt sich auch nur [[abstrakt]] [[entwickeln]], wird geschichtslos und dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammerthales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“ [[(MEW 1, S. 379)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen Inhalt zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] [[objektiv sein soll]], ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Herkunft, [[Klasse]], Alter oder Geschlecht, sondern auch in dem, was für sie als wahr gilt, was sie zwischen [[Wahrheit]] und [[Täuschung]] unterscheiden. Immerhin entsteht durch alles, was ihre [[Wahrnehmung]] mit sich identisch werden lässt die entscheidende [[Substanz]] der [[Sinnbildung]] und des darauf gründenden Urteilskraft, den [[Verstandes]], der Urteilskraft des [[Gefühls]] in einer Welt, in der die [[unmittelbare]] [[Gewissheit]], die wahre [[Selbstgewissheit]] des [[Lebens]] unentwegt gebrochen wird. Die Empathie hierfür wird daher in einem wie [[selbstverständlich]] scheinenden [[Dasein]] (siehe auch [[Scheinwelt]]) zersetzt, welches die [[Empfindungen]] der Menschen nur [[abstrakt]] zusammenführt (siehe auch [[abstrakt menschlicher Sinn]]) und sie durch den [[Glauben]] an ihre [[Ewigkeit]] ersetzt. Darin wird es unmöglich ihnen dessen wahre Zusammenhänge zu eröffnen, die ihre [[Seelen]] aus den dumpfen Ahnungen ihrer naturgetrübten Gedankenwelt heraustreibt und zu einem menschlichen [[Bewusstsein]] [[emanzipiert]]. Denn nur dieses kann die gesellschaftliche Voraussetzung und der [[Inhalt]] eines menschliche [[Selbstbewusstseins]] sein. Und von da her hat dies strenge Folgen für jegliche &#039;&#039;Informationsverarbeitung&#039;&#039; in allen Lebensbereichen, den [[persönlichen]], [[zwischenmenschlichen]] und [[politischen]] überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was ihre lebendige [[wahrnehmung (siehe auchtote Wahrnehmung) ausmacht, ist dieWahrheitihrerWahrnehmungfür sich, das für wahr nehmen ihresLebensund seinerGründein dieser Welt in ihrerGeschichteundGegenwart. Was für die einen einGlaubean das Glück auf Erden oder an einenGottder Schöpfung oder an das Vaterland ihresHeilsist, mag für die anderen einGlaubean die &#039;&#039;FreiheitderWissenschaft&#039;&#039;, an dieVernunfteines Weltgeistes oder an die Botschaften des Internets, der Werbung, den Weltuntergang usw. sein. Letztlich bestehen ihreErkenntnissedaraus, was sich ihnen alsWahrheitfür ihrLebeneröffnet hat, was für sie sich über dessen verschiedene Momente als das bewahrt hat, was für sie gültig geworden ist, was Geltung in ihrem Lebensbereich bekommen hat, die soallgemeinwie aucheinzelnstimmig ist und sich über ihreStimmungenhinweg erheben kann. Eine Wahrnehmungsidentität ist von da her dieWahrheiteinerWahrnehmung, wie sie sich im Lebenszusammenhang der Menschen bewährt und bewahrt und sich darin durch dieUmständeihrer gesellschaftlichen oderzwischenmenschlichen Beziehungenerschlossen hat oder auch verschlossen bleibt. Es ist, was sich alsGanzesauch in einer gebrochenenWahrnehmungerwiesen hat, auch für das gilt, das nicht wahrnehmbar ist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiNert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begriffen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen, den [[Formbestimmungen]] ihrer [[Strukturen]] zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder die in der [[isolierten]] [[Einzelheit]] ihres [[Daseins]] ihre Wahrheit zufällig und positiv begründen will (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann dies alles nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]] und durch seine Selbstbeschränktheit zum Fetisch der Wahrnehmung, zu einer in sich [[verkehrten]] [[Wahrnehmungsidentät]] wird. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. So erweist sich, dass es anders ist (siehe [[Anderssein]]) als das, wie es in seiner bloßen [[Anwesenheit]] zu sein scheint, weil es in dem [[abwesend]] ist was seine [[Qualität]] ausmacht, die also [[unmittelbar]] nicht [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist. Es kann also nicht [[wirklich]] [[sein]], was es [[objektiv sein soll]], was es [[sein]], was es [[sein]]wesentlich ist, aber in Wahrheit nicht als dieses da sein kann, weil es durch seine [[sein]]Wesensnotbestimmt ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das [[Ganze]] einer Stimmigkeit, die Übereinstimmung dassen was dessen Zusammenhang ist mit dem was es sein soll. [[Widersinniges]] kann nicht wahr sein. Was letztlich keinen eindeutigen [[Sinn]] finden kann, ihn nicht empfindet, ist zweifelhaft (siehe [[Zweifel]]), kann durch sich selbst nicht einfach wahr sein, weil es keinen [[wrklichen]] [[Sinn]] für das Einfache, keine [[Identität]] (siehe hierzu auch [[Wahrnehmungsidentität]]) im allem gemeinen [[Sinn]] für das [[Einzelne]] hat. Es kann in den unterschiedlichen Sinnhaftgkeiten im [[Allgemeinen]] nur in dem [[identisch]] sein, was zwischen dem Einen und dem Anderen (siehe [[Dazwischensein]]) nur relativ, was also weder das Eine noch das Andere wirklich ist und ist daher [[nur widersinnig]] [[exstent]], also ohne Wahrheit [[da]](siehe z.B. die [[Preise]] der [[Waren]] im [[Warentausch]] als [[Relationen]] der [[Tauschwerte]] im Unterschied zum [[Wert]] einer [[Sache]], zum [[Wesen]] ihrer [[Natur]]). Die Unterschiede der [[Einzelheiten]] existieren im [[Allgemeinen]] nur im [[Dasein]] eines [[Widerspruchs]] (siehe [[Wertform]][[)]] durch ein gemeinsames Drittes ([[abstrakte Arbeit]]) und haben in dessen [[Allgemeinform]] eine nur [[abstrakte]] [[Substanz]] (siehe [[Dialektik]]), sind somit letztlich nur als bloße [[Tatsachen]] wahr. In deren Einfältigkeit existiert das [[Einzelne]] [[getrennt]], [[isoliert]] von seinem Zusammenhang, [[wesentlich]] nur durch sich selbst als Natur für sich, abstrakte Natur, als [[Formbestimmung]] seiner [[Geschichte]]. Es kann sich daher nicht durch sine [[Inhalte]] [[entwickeln]], dreht sich im Kreis einer [[schlechten Unendlichkeit]], wird geschichtslos indem er seine Existenzformen gegen ihre [[Inhalte]] [[verkehrt]], sich von seinem [[Wesen]] [[entfremdet]] (siehe z.B. [[Fetischismus]]), weil er darin seine eigenen [[Äußerungen]] in ihrer wirklichen [[Gegenstandlichkeit]] nicht gesellschaftlich bewahrheiten und also auch nicht als eine [[Entäußerung]] seines praktischen Lebens [[erkennen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch . Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus verleiten, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und im Begreifen dieser Praxis. ([[MEW Bd.3, S. 533]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen kann sich nur durch die [[praktische]], die [[wirkliche]] [[Substanz]] ihres [[Lebens]] als das bewahrheiten, wodurch sie ihr [[Leben]] erzeugen und bezeugen, wodurch sie mit sich in den Mitteln für ihre Zwecke einig sind sich hierdurch als einzelne Mensch in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Allgemeinheit]] bewähren. Wahr ist, was darin seinen [[Inhalt]] zweifelsfrei formuliert, worin also [[Form]] und [[Inhalt]] ihres [[gegenständlichen]] [[Daseins]] sich nicht [[widersprechen]], die [[Teile]] in ihrem ganzen Zusammenhang sich in der [[Geschichte]] sowohl in ihrer [[Anwesenheit]] als das bewähren, was sie auch bei ihrer [[Abwesenheit]] für die Menschen sind und daher in ihrer [[einzelnen]] [[Wirklichkeit]] auch als das für [[wahr genommen]] werden kann, was sie in ihrer [[Wirkung]] im [[Allgemeinen]] sind. Über das, was der [[Wahrnehmung]] der Menschen ohne [[Not]] als das [[zufällt]], was sie auch [[wahrhaben]], muss man nichts entscheiden. Nur wo es austauschbar und für die Menschen [[gleichgültig]] wird herrscht eine [[Täuschung]] in einer [[Scheinwelt]] vor, deren Unnatur [[enttäuscht]] werden muss, um sich darin nicht sich selbst zu vertauschen, um nicht seine [[Wahrnehmung abzutöten]]. Und hieraus bedingt muss man mehr wissen, was daran [[verkehrt]] ist, was also als das nicht so ist wie es von [[Natur]] aus ist (siehe [[Sosein]]). Und Wahrheit ist dann auch nur zu [[erkennen]], wo ihre Erschließung als [[Schlussfolgerung]] aus ihrem [[Dasein]] [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Logik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im [[Zweifel]], ob es auch [[wesentlich]] das ist, was es in seiner [[Wirklichkeit]] sein soll, ob es als das erscheint, was es [[wesentlich]] ist, entsteht die Frage nach seiner [[Wahrheit]], also über das, was daran [[wirklich]] wahr ist. Aus ihrer Beantwortung resultiert das [[Urteil]] über das, was richtig oder [[falsch]] ist an ihm ist, was entweder offensichtlich und unbestreitbar [[da ist]] oder was ihm [[wesentlich]] zugrunde liegt und durch die [[Schlussfolgerung]] aus einer [[dialektischen]] [[Analyse]] erst zu [[beweisen]] ist. Es ist darin dann etwas Essenzielles zu formulieren, eine [[Substanz]], die ganz [[allgemein]] genommen in jedem einzelnen Moment sich als etwas [[verstehen]] lässt, das sich letztlich durchsetzt, etwas, das hinter dem steht, was in seiner Äußerung immer wieder als deren inneres [[Wesen]] durchscheint - was sich aber im Besonderen nicht [[unmittelbar]] [[erkennen]] lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher geht es dann um die Wahrheit eines [[Urteils]] über ein [[Wesen]], das [[falsch]] verstanden sein kann, wenn es nur als [[Wahrnehmung]] hiervon [[verallgemeiert]] wird und hierdurch als ein eigenes Wesen begrifen wird, dem andere durch ihre allgemeinen Formbeziehungen zu Folge sind (siehe [[Strukturalismus]]) oder das auch in der isolierten Einzelheit seines Daseins seine Wahrheit zufällig und positiv begründen kann (siehe auh [[Positivismus]]). Wenn aber hierüber nachgedacht wird, kann es nur wahr sein, wenn es sich in den Zusammenhängen [[erklärt]], worin es [[erscheint]] und sich [[ausdrückt]]. Es ist also anders als das, wofür und für wen es in [[Wirklichkeit]] unmittelbar da ist. Es ist dann etwas andere als das, wie es darin zu sein scheint, in dem abwesend ist was eine [[Qualität]] ausmacht, die als diese aber nicht [[unmittelbar]] [[existiert]], in ihrer [[Existenz]] über sich selbst [[hinwegtäuscht]], weil darin etwas vertauscht erscheint, in seinem [[Dasein]] [[verkehrt]] da ist, das also nicht [[wirklich]] [[sein]] kann, was es [[sein]] soll, was es wesentlich, aber in Wahrheit nicht als dieses da ist. Zwischen seinem [[Wesen]] und seiner [[Erscheinung]] steht eine Vermittlung, die in der Form seiner Existenz eine [[Formbestimmung]] mitteilt, wodurch so nicht sein kann, wie es zu sein scheint, das eine [[substanzielle]] Wahrheit formuliert, die so wie sie ist (sie [[Sosein]]), [[unmittelbar]] nur [[Eindruck]] macht, nicht [[wirklich]] wahr sein kann und die zugleich in dem, was sie zu sein [[scheint]], auch ganz anders ist, so dass das in seiner [[Vermittlung]], seinem [[wirklichen]] Zusammenhang erst [[analysiert]] werden muss, bevor seine [[wirkliche]] Wahrheit [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wahr ist, muss nicht [[wirklich]] sein und was [[wirklich]] ist, muss nicht wahr sein. Aber [[Wirklichkeit]] kann nicht [[unmittelbar]] wahr und [[unmittelbar]] unwahr sein. Sie kann aber zugleich eine [[Unwirklichkeit]] enthalten, sich selbst [[entwirklicht]] haben. Darin ist sie wahr und unwahr zugleich, weil sie zweierlei in einem, also Vertauschtes als Identisches, weil sie also [[Täuschung]] ist. Die Fragen, die aus [[Wahrnehmung]] hervorgehen, sind daher immer Wahrheitsfragen. Ihr [[Zweifel]] formuliert sich als Feststellung: &#039;&#039;Das kann nicht wahr sein!&#039;&#039;. Und er befähigt die Frage, was denn wesentlich wahr und was denn bloße Erscheinung ist. Diese Frage ist die Frage nach dem wahren [[Sein]] im [[Dasein]], nach dem Dritten seiner Wahrheit, denn jede Wahrnehmung setzt die [[körperliche]] oder [[geistige]] [[Gegenwart]] eines [[Gegenstands]] voraus, sein [[Dasein]] in [[Zeit]] und [[Raum]] als Verhältnis natürlicher Wesenskräfte so wie sie durch ihre [[Geschichte]] geworden auf der Welt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Wahrnehmung nicht wahr sein kann, da [[reduziert]] sich ihr Gehalt für den Menschen - nicht einfach nur die Kognition, Sehen, Hören, Riechen usw., sondern das ganze menschliche Leben - auf das, was es nur zu sein scheint[[)]], ohne wesentlich wahr sein zu können. Das aber ist wirklich &#039;&#039;täuschen echt&#039;&#039;. Es ist nicht durch eine Verblendung der Wahrnehmung getäuscht (siehe [[Theodor W. Adorno]]) und auch nicht durch eine allgemeine eine &#039;&#039;Seinsvergessenheit&#039;&#039; der Menschen (siehe [[Martin Heidegger]]), sondern sein wirkliches Lebensverhältnis dort, wo den einzelnen Menschen ihr [[Leben]] auch [[wirklich]] wahr zu sein scheint, ohne dass es für sie im [[Allgemeinen]] auch [[wesentlich]] wahr sein kann, weil es sich von ihnen und sie von sich entzieht, sie [[enteignet]], sich ihnen [[entfremdet]]., wodurch sie sich in ihren [[wirklichen]] [[Lebensverhältnissen]] auch [[selbst fremd]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist nicht auf [[logische]] Sätze oder Aussagen zu [[reduzieren]], weil sie weit über die [[Sprache]] hinausgreift. Sie bestimmt sich rein [[praktisch]] mit der [[Aufhebung]] einer [[Täuschung]], aus dem [[Beweis]], dass etwas, was ist, nicht [[wirklich]] wahr sein kann. Und sie verfolgt dessen [[Sinn]] in der Befragung seines [[Daseins]], was darin unbedingt und also bedingungslos als wesentliches [[Sein]] zu [[erkennen]] ist, was also ein [[Wesen]] hat, auch wenn es [[abwesend]] ist, nicht als dieses [[erscheint]]. und so zum [[Gegenstand]] der [[Kritik]] wird (siehe auch [[Kritische Theorie]]). Darüber hinaus erübrigen sich alle Wahrheitsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme – ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, i. e. Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens – das von der Praxis isoliert ist – ist eine rein scholastische Frage. [[(MEW 3, Seite 5)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings kann auch die Beweisführung selbst trügerisch sein, wenn sie nicht das [[Ganze]] bedenkt, das hierbei wesentlich ist; denn ein [[Wesen]] kann nur ganzes Wesen sein, auch wenn es in vielen [[Teilen]] [[existiert]], in seiner [[Wirklichkeit]] zerteilt ist. Wahr kann also nur sein, was in seiner [[ganzen]] [[sinnlichen Gewissheit]] oder aus Rückschlüssen hieraus zweifelsfrei aufgeklärt ist - oft auch nur, bis wiederum ein [[Zweifel]] hieran entsteht, wenn der Beweis ihr im [[Ganzen]] [[fremd]] wird, also im [[Begrifff]] einer [[Entfremdung]] steht, deren [[Wesen]] noch nicht [[erkannt]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit als solche - eine [[ewige]] Wahrheit - gibt es nicht, weil sie keine [[Substanz]] jenseits dessen hat, was als wahr im [[Ganzen]] seiner [[Wirklichkeit]] [[begriffen]] ist (siehe auch [[Dialektik]]), was also sich [[subjektiv]] mit [[Objektivem]] auch in der Form seiner [[Entfremdung]] als [[Wesen]] in seiner [[Verkehrung]] erkennt (siehe auch [[notwendiger Schein]]), in seiner [[Gegenwärtigkeit]] sich durch seine [[Abstraktion]] im [[Allgemeinen]] (siehe [[abstrakt Allgemeines]]) auch verkehrt [[bewahrheiten]] kann (siehe auch [[Beweis]]). Was in der Vielfalt seiner [[Bestimmungen]] als eins, als etwas [[Ganzes]] auch in seiner [[Abwesenheit]] zu verstehen ist - auch wenn es als dieses nicht ins Auge fällt, nicht mit sich einig [[da sein]] kann - ist in seiner negativen Gegenwart als Teil eines Ganzen durch seinen Mangel an Gegenwart &#039;&#039;ex negativo&#039;&#039; zu entdecken. Wenn es in seiner [[Anwesenheit]] [[widersinnig]] ist, sich selbst schon [[widerspricht]], in sich gegensätzlich ist, lässt es sich als Wahrheit im [[Ganzen]] schlussfolgernd erweisen, wenn seine Gegensätze in Einheit da sind, sich widersinnig verhalten, und als Widerspruch aufgeklärt werden, so dass man sich hierüber nicht mehr hinwegtäuschen kann. Im [[Widerspruch]] ist der Mangel als [[Negation]] selbst schon wesentlich, weil er im Grunde zur [[Nichtung]] führt, wenn er nicht [[aufgehoben]] wird (siehe auch [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit hat daher auch die [[Eigenschaft]] der Wirksamkeit einer [[Kritik]] von [[Widersinnigkeiten]] - die [[Eigenschaft]] einer Aussage, einer [[Wahrnehmung]] oder einer Begrifflichkeit und anderem, die eine [[Täuschung]] entdeckt und ihre vertauschte [[Substanz]] aufdeckt. Dies steht grundsätzlich im Gegensatz zum [[Konstruktivismus]], der sich der [[Täuschung]] allein durch [[Selbstbehauptung]] (siehe auch [[Selbstwahrnehmung]]) zu entziehen sucht und von daher jede objektiv begründete Kritik - vor allem auch der Kritik einer [[ästhetischen]] Kultur - von sich abweist und ausschließt. Kritiklos wird somit in der [[Täuschung]] Unterschiedenes verschmolzen und also austauschbar, [[Gleichgültigkeit]] erzeugt, der [[Sinn]] von [[Erkenntnis]] aufgehoben, [[Geist]]losigkeit durch [[Widersinnigkeit]] produziert und jedwede subjektive [[Substanz]] der [[Erkenntnis]] geleugnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit aber wird ihre [[Identität]] wie ihr Unterschied in ihrem [[Begriff]] bewusst. Denn Wahrheit ist nichts Übersinnliches. Sie ist dem [[Bewusstsein]] notwendig, weil sie in Ihrer [[Wirklichkeit]] erkannt und substanziell begriffen sein muss, um bewusst zu werden und dem entsprechend handeln zu können (siehe [[Begriffssubstanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solches [[Begreifen]] setzt voraus, dass etwas auch bezweifelbar ist, der Zwiespalt ihm also vorausgeht, weshalb nur ein [[Beweis]] den [[Zweifel]] auflösen kann, ihn also gedanklich schon im Begriff aufhebt, seine Wahrheit als Wirklichkeit zu formulieren versteht. Wahrheit setzt daher schon [[Erkenntnis]] voraus, die in der Lage ist, zwiespältig zu sein, setzt also die [[Fähigkeit]] voraus, einen [[Unsinn]] zu erahnen, durch den man zu [[täuschen]] wäre, weil und wo er sich nicht erklären lässt, also etwas anderes [[sein]] muss, als was es [[erscheint]]. - Oder weil man sich hie und da auch mal gerne über das hinwegtäuscht, was man [[wahrhat]], weil der Augenschein [[reiz]]voller ist als der Zweifel hierüber. Aber eine wirksame [[Kritik]] der [[Wirklichkeit]] setzt die Wahrheit ihres [[Begriffs]] voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit oder [[Täuschung]] machen den Unterschied der [[Wahrnehmung]], also das, was sie in die Lage versetzt, durch das Auseinandersetzen ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] durch deren Bedenken zu einer [[Erkenntnis]] zu reifen, sich seiner [[gewiss]] zu werden in dem, was erwiesen werden kann, [[Identität]] im [[Wissen]] zu finden - oder sich im [[Ungewissen]] zu verlieren, sich im Kreis zu drehen, schwindelig oder sogar bewusstlos zu werden (siehe hierzu auch [[Bewusstsein]]). Diese [[Identität]] besteht aus der [[Fähigkeit]], das zu [[denken]], was in dem für wahr genommen wird, was [[wahrgehabt]] ist. Von daher wird ihre [[Erkenntnis]] erst in dem wahr, was daraus zu begreifen ist, was es also besagt. Wahr oder unwahr kann daher letzlich nur der [[Begriff]] dessen sein, was etwas bedeutet. Dieses hebt sich aus der [[Wahrnehmung]] in [[Sprache]] auf, welche die [[Verhältnisse]] und [[Beziehungen]] richtig oder [[falsch]] für wahr nimmt, sie in ihren [[Bedeutungen]] oder [[Gefühlen]] unzweifelhaft oder zweifelhaft darzustellen vermag (siehe [[Zweifel]]) und hierdurch zu einem [[kritischen]] oder unkritischen [[Bewusstsein]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aussage kann über den Zusammenhang von [[Beziehungen]] [[hinwegtäuschen]], wenn sie deren [[Inhalte]] mit ihren [[Formen]] vertauscht, ihren Sinnzusammmenhang in sein Gegenteil [[verkehrt]] oder einen [[Teil]] für etwas [[Ganzes]] erklärt und sich damit im [[Widerspruch]] hierzu [[verallgemeinert]] (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Sie verhindert dann das Begreifen wirklicher Zusammenhänge, indem sie deren [[Beziehungen]] [[isoliert]], ihre [[Wirkungen]] durch sich selbst [[verursacht]] erklärt und damit in in ihrer [[Selbstbezüglichkeit]] zu einer &#039;&#039;täuschend echten&#039;&#039; [[Allgemeinheit]] [[aufhebt]], ihnen einen falschen [[Grund]] zuweist, der keine Schlussfolgerungen mehr zulässt, die ihre [[Erkenntnis]] im [[Ganzen]] ihrer [[Wirklichkeit]] erhellen könnten (siehe hierzu auch [[Ideologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine solche Begrifflichkeit wird die [[Form]] solcher Beziehungen mit dem [[Inhalt]] ihrer [[Verhältnisse]] [[vertauscht]], weil damit etwas [[Ganzes]] durch sich selbst begriffen sein will (siehe auch [[Positivismus]]). Im [[Begriff]] einer solchen Totalisierung [[erscheinen]] diese dann als etwas ganz anders, als was sie [[wesentlich]] sind (siehe [[hermeneutischer Zirkel]]). Die [[widersinnige]] [[Vernittlung]] ihrer [[Beziehungen]] betreibt dann schon in ihrer Erklärung durch ihre [[Verallgemeinerung]] die [[Verkehrung]] von [[Mittel]] und [[Zweck]] der [[Verhältnisse]] und hebt die Konsistenz ihrer [[Substanz]], ihren wesentlichen Zusammenhang auf. Sie [[verfälscht]] damit ihren [[Begriff]] durch ein Vorurteil (siehe auch [[Gedankenabstraktion]]), wodurch dessen [[Moral]] sich gegen die [[Erkenntnis]] seiner wirklichen Bezogenheiten behauptet die ihre bloße [[Selbstgerechtigkeit]] bestärkt. Wo dies zugleich den wirklichen [[Verhältnissen]] entspricht (siehe auch [[Realabstraktion)]], wird deren [[Täuschung]] verdoppelt, ihre [[Kritik]] verunmöglicht, das [[Bewusstsein]] stumpf, tumb, dumm. Es müsste sich zuerst mit den [[Schmerzen]] seiner Fehlbeurteilungen durch seine eigenen [[Selbstbezogehheiten]] (siehe auch [[Psyche]]), mit seinem [[Erlkenntnisvermögen]] befassen (siehe auch [[Erkennnistheorie]]), bevor es seine [[gegenständliche]] [[Wirklichkeit]] erkennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist daher nicht der Lüge entgegengesetzt, denn Lüge weiß schon ihre Unwahrheit zu formulieren. Wahrheit wendet sich gegen [[Täuschung]] in einer Welt, in welcher die Dinge auch vertauschbar und austauschbar sind, und daher als etwas [[erscheinen]] können, was sie nicht sind. In Wahrheit erscheint ihre Unterschiedenheit in einer ihnen selbst [[fremden]], in einer paradoxen Einheit, in ihrer [[Widersinnigkeit]]. Wo sich [[Zweifel]] hierüber einstellt, ist Wahrheit nötig, auch wenn sie nur zur [[Erkenntnis]] des [[Widerspruchs]] führt, der zweifeln lässt, der eine Inkonsistenz in der Einheit entdeckt, die wahr sein soll, aber nicht wahr sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist die [[Erkenntnis]] eines [[Widerspruchs]] die [[wirklich]] mögliche Wahrheit, über die nachzudenken ist. Und die Methode, ihre [[Logik]] zu ergründen ist die [[Dialektik]], weil sie die Einheit der [[Gegensätze]] als Form ihrer[[Entfremdung]] beschreibt, als ihre [[Entfremdung]] von sich, als eine [[verkehrte]] [[Einheit]] ergründet, die sie gleichgültig macht und ihre [[Gleichgültigkeit]] als [[Bestimmung]] ihrer [[Form]] nötig hat ([[Formbestimmung]]). Es ist die Form vertauschter [[Wesen]], die sich selbst in ihrer Vertauschung bewirken, Ursache und Wirkung zugleich sind, weil ihre Grundlage, ihr substanzieller Grund in ihrer Form verkehrt erscheint, als Verkehrung sich selbst befolgt, prozessierende [[Täuschung]] ihres [[abstrakt]] gewordenen Wesens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Widerspruch ist daher wesentlich ein Selbstwiderspruch, eine sich selbst [[nichtende]] Einheit (siehe [[Nichts]]), die ihre Negativität als [[Position]] bestärkt. Und wer täuschen will, der täuscht daher vor allem sich selbst, da er in seinem [[Leben]] sich selbst von dem trennt, was ihn wesentlich ausmacht, es von sich abscheidet und in der [[Trennung]] zugleich nötig hat. Er gerät in die an ihrer Unendlichkeit verzweifelnde [[Notwendigkeit]], sich in dem zu gewinnen, durch was er sich fortwährend verlieren muss. Wahrheit ist der Zusammenhang, der zerbricht, wo die [[Teile]] nicht mehr zusammen sein können, weil sie vertauscht werden müssen, um ihre [[Form]] zu finden, um [[Wirkung]] zu haben, um [[wirklich]] zu sein. Das Gebrochene hat Täuschung nötig, um sich zu erhalten und sich mit dem Vertauschen in seiner [[Wirklichkeit]] aufrecht zu halten, sich selbst als das auszuhalten, was es nicht ist, seine [[Form]] durch einen fremden [[Inhalt]] zu bestimmen (siehe [[Formbestimmung]]), um darin selbst - wenn auch [[verkehrt]] - [[wirklich]] zu sein. Aber indem sich darin deren [[Erkenntnis]] selbst substanziell ausscheidet, verliert sie ihre [[Substanz]], bescheidet sich mit dem Positiven, das seine [[Negation]] nur noch zu leugnen hat, um sich daran im Jenseits ihrer Wirklichkeit festzuhalten, sich [[allgemein]] durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spekulationen der absoluten Kritik zerstören von daher gerade das, was ihre Wahrheit zu erweisen hätte. Sie suchen sich nur selbst zu beweisen, indem sie die Welt wie ein Beispiel iher [[Logik]] abhandeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Wahrheit ist für Herrn Bauer wie für Hegel ein Automaton, das sich selbst beweist. Der Mensch hat ihr zu folgen. Wie bei Hegel ist das Resultat der wirklichen Entwickelung nichts anderes als die bewiesene, d.h. zum Bewußtsein gebrachte Wahrheit. Die absolute Kritik kann daher mit dem borniertesten Theologen fragen: Wozu wäre die Geschichte, wenn es nicht ihre Aufgabe wäre, grade diese einfachsten aller Wahrheiten (wie die Bewegung der Erde um die Sonne) zu beweisen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie nach den frühern Teleologen die Pflanzen da sind, um von den Tieren, die Tiere, um von den Menschen gegessen zu werden, so ist die Geschichte da, um zum Konsumtionsakt des theoretischen Essens, des Beweisens zu dienen. Der Mensch ist da, damit die Geschichte, und die Geschichte ist da, damit der Beweis der Wahrheiten da ist. In dieser kritisch trivialisierten Form wiederholt sich die spekulative Weisheit, daß der Mensch, daß die Geschichte da ist, damit die Wahrheit zum Selbstbewußtsein komme. ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die absolute Kritik spricht von Wahrheiten, die sich von vornherein von selbst verstehen. (...) Eine Wahrheit, die sich von selber versteht, hat für die absolute Kritik, wie für die göttliche Dialektik, ihr Salz, ihren Sinn, ihren Wert verloren. Sie ist fad geworden wie abgestandnes Wasser. Die absolute Kritik beweist daher einerseits alles, was sich von selbst versteht, und außerdem viele Dinge, die das Glück haben, unverständig zu sein, sich also niemals von selbst verstehen werden. Andrerseits versteht sich ihr alles das von selbst, was einer Entwickelung bedarf. Warum? Weil es sich bei wirklichen Aufgaben von selber versteht, daß sie sich nicht von selber verstehn. (Karl Marx, Hl. Familie, [[(MEW 2, S. 83)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bescheidenheit wird zum Bescheid, dass alles ganz anders wäre. Und das Andere wird in die Unendlichkeit des Ununterscheidbaren gezogen, um es unterschiedslos und also unentscheidbar zu machen. Die Wahrheit herauszufinden, kann daher unendlich schwer sein. Am Ende einer [[Geschichte]] mag sie wesentlich leichter zu erkennen sein, als in deren Verlauf, der zumeist auch subjektiv von [[Täuschungen]] und Lügen durchdrungen ist. Doch objektiv und also auf Dauer herrscht die Stetigkeit der Geschichte vor, an der die Täuschung zerbricht. Lügen haben nur deshalb &#039;&#039;kurze Beine&#039;&#039;, weil Wahrheit immer etwas länger braucht. Sie ist das [[Ganze]] ihrer [[Teile]], die durch [[Trennung]] nur zusammenhalten, weil sie unentbehrlich sind, deren Zusammenhang aber in seiner [[Wirklichkeit]] unwahr bleiben muss, in einer [[Form]] erscheint, die ihm unwesentlich ist, und die daher wesenlos bleiben muss, solange die [[Täuschung]] herrscht. In Wahrheit ist darin die Einheit Not-wendig gespalten und nur durch[[Abstraktion]] vermittelt, also in der Wahrheitsnehmung schon vertauscht, [[Wesen]] und [[Erscheinung]] îm [[Widerspruch]] zu sich. Diesen zu erkennen ist dem Leben notwendig, solange es sich täuschen lässt, da es sich darin verliert und seinen [[Geist]] nur aufgeben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um dies zu überwinden ist [[logisches]] [[Denken]] notwendig, denn Wahrheit als solche gibt es nicht wirklich. Sie wäre bloße [[Religion]]. Aber es gibt sehr wohl eine Wahrheit der Wirklichkeit, eine innere Einheit, [[Schönheit]] und [[Geist]]. Und es gibt sie zugleich als [[Täuschung]], in vertauschte Wahrheiten, [[Identität]] im [[Gegensätzlichen]], [[Widersprüchlichkeiten]]. Und es gibt wahre Aussagen und [[Empfindungen]] hierzu, welche in der Lage sind, die Täuschung zu enttäuschen, sie zu veräußern, aus sich herauszusetzen und durch [[Analyse]] ihre wahren Inhalte zu beschreiben und durch [[Logik]] zu [[beweisen]]. Wahrheit ist eine Frage der [[Erkenntnis]] und nicht des [[Seins]]. Deshalb kann es auch keine &#039;&#039;wahre&#039;&#039; [[Wirklichkeit]] geben (siehe [[Realität]]), die von einer &#039;&#039;falschen&#039;&#039; zu unterscheiden wäre; - auch kein &#039;&#039;richtiges&#039;&#039; [[Leben]] im Unterschied zu einem &#039;&#039;falschen&#039;&#039; (siehe [[Adorno]]). Es gibt eine verkehrte Wirklichkeit im [[Tausch]], nicht aber, weil dieser einfach nur &#039;&#039;falsch&#039;&#039; wäre, sondern weil er in einer bestimmten gesellschaftlichen Form noch nötig ist, solange deren [[Formbestimmung]] herrscht, solange ihre politische Form und ihre substanzielle Form einander in ihrer [[Ausschließlichkeit]] [[bedingen]] und also [[bestimmen]], im [[Widerspruch]] zu einander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Martin Heidegger]] ist Wahrheit das [[eigentliche]] [[Sein]], das im [[Seienden]] verborgen ist, das also nur erkannt wird durch den Denker, der sie &#039;&#039;entbirgt&#039;&#039;. Das [[Eigentliche]] ist in dieser Auffassung hinter allem [[Dasein]], ein von diesem selbst unterschiedenes [[Wesen]], das als solches nicht im [[Dasein]] wirkt, sondern sich in ihm &#039;&#039;lichtet&#039;&#039; ([[Heidegger]] ) und nicht in der [[Wirklichkeit]], sondern vom &#039;&#039;wahrhaftigen Denken&#039;&#039; nur [[erkannt]] werden könne. Das aber ist vor allem die Grundlage für die [[Selbstveredeleung]] eines [[Denkens]], das alles [[fremd]] scheinende als Uneigentliches setzt und es somit als wesenlos behauptet, als eine Form von [[Seinsvergessenheit]]([[Heidegger]]) zu verfassen sucht, dem das Wesen entgangen ist. In diesem Verständnis wird Wahrheit zu etwas [[Übersinnlichem]], zu einer fundamentalen [[Ontologie]] und von daher zu einer vollständig selbständigen [[Objektivität]] der [[Existenz]] schlechthin, die den Menschen vorbestimmt und diese ihm daher sinnlich unterworfen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Wahrheit objektiv wäre, ist genauso unsinnig, wie die Behauptung, dass sie nur subjektiv sei. Es gibt kein an und für sich wahres [[Subjekt]] und keine wahre [[Objektivität]]. Wahrheit kann überhaupt nicht in irgendeiner [[Form]] [[bestimmt]] sein. Wahrheit ergibt sich in der Aufhebung von [[Zweifel]], in der [[Erkenntnis]] von zwiespätigen Beziehungen, in denen sie nicht sein kann. Aber nicht der Untrschied lässt Zweifel aufkommen, sondern die Vermittlung von Einheit. Wahrheit ist die Erkenntnis des Zusammenhangs des Unterschiedenen auf der Grundlage einer innerer Einheit, die niemals wirklich eins sein kann, die aber ihre verschieden Existenzweisen bejaht, eben weil sie organisch immer substanziell einem Ganzen zugehörne. Gerade weil sie substanziell nicht ohne einander sein können ohne selbst anders zu werden, ist die Substanz ihrer Erkenntnis die Wahrheit ihres Zusammenhangs. In [[Wahrheit]] ist alles eins, wie immer es sich in Wirklichkeit verhalten mag. Alle [[Verhältnisse]] haben eine solche [[Substanz]] zu ihrem [[Inhalt]]. Zugliech können sie sich darin aber auch von sich [[entfremden,]] indem sie davon absehen, sich [[gleichgültig]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Aber es erscheint als Einheit, wo es unwesentlich ist, wo seine Wirklichkeit nur als Form für sich sein kann, nicht Form durch ihren Inhalt ist. Es ist also als Form mit sich nur im [[Schein]] einig und sein Wesen ist die substanzielle Einheit hinter ihrer Formbestimmtheit, der Stoff, der nicht wirklich wahr sein kann, weil er nur in seiner [[Entfremdung]] wirklich [[da ist]]. Darin erschein alles mit sich selbst einig, wie verschieden es auch in [[Wirklichkeit]] sein mag. Wahrheit ist [[Identität]] - nicht nur in konsistenten Aussagen, auch nicht in der bloßen Schönheit (siehe [[Ästhetik]]) oder in rein materiellem [[Sein]] als solches oder in der [[Seele]] oder dem puren [[Erleben]] u.dgl.. Wahrheit ist das [[Ganze]] in jedem Moment, wo dieses im Ganzen eins, in seiner [[Erkenntnis]] ungebrochenes, wenn auch in Wahrheit widersprüchliches [[Leben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Ganze ist das Wahre (Hegel) Das Ganze ist das Unwahre (Adorno)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Komplex will sich Adorno von Hegel absetzten, indem er darin einen Totalitarismus des Hegelianischen Denkens sieht, der ja auch immerhin bei den Rechtshegelianern vertreten wird. Doch in der Entgegensetzung des Ganzen dieses schon als als Unwahrheit zu behaupten und hierauf seine [[Negative Dialekti]]k zu begründen, kommt Adorno der Wahrheit ksin bisschen näher, es sei denn, er würde sagen: Es gibt sie nicht. Doch ihn kümmert dann nur noch das Richtige gegen das Falsche und so verheddert er sich in einer Theorie der [[Falschheit]] in einem an sich nur dualistischen Denken, das zwar recht sinnfällig die Phänomene eines &#039;&#039;beschädigten Lebens&#039;&#039; aufgreift, um diesem dann aber nur eine Zukunft in einem &#039;&#039;richtigen Leben&#039;&#039; entgegen zu stellen. Und Zukunft ist immer unendlich, so dass seine immer wieder zu einem Appell an die Unendlichkeit des Denkens gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit setzt [[Wahrnehmung]] und auch [[Wahrhaben]] ebenso voraus, wie dies ihr auch dadurch zufolge ist, dass Täuschung in der Auflösung ihres Zwiespalts untergeht, die Wahrnehmung der [[Notwendigkeit]] ihres [[Zweifels]] folgt und mit dem Wahrgehabten vereint wird. Diese Notwendigkeit macht nicht für sich Ganzes aus, wird aber ganz im Prozess der Wahrheitsfindung aufgehoben. Das Ganze ist darin wahr, dass es alles darin in Einem ist, in einem Ganzen zusammenhängt, sich als Teil seiner [[Beziehung]] im Ganzen wahrnimmt und als dieses auch wahrhat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann man nicht wahrnehmen, man muss sie [[erkennen]], wo man sich in seiner Wahrnehmung selbst entzweit hat, sich von sich ebenso unterscheidet wie von ihrem [[Gegenstand]]. Wo Täuschung herrscht, da ist Wahrheit eine Notwendigkeit der Wahrnehmung - und steht die Frage hiernach an, so zeigt das eine Not, der Wahrnehmung gegen ihre Wahrheit, das Prinzip, was die Wahrnehmung beherrscht, was ihre [[Formbestimmung]] ausmacht. Es ist die [[Logik]] dessen, was ihr genommen ist, die [[Systematik]] ihrer [[Abstraktion]], die sie für sich erkennen muss, um ihren Gegenstand begreifen zu können, einen Begriff seiner Entäußerung als fremden Zusammenhang, als [[Entfremdung]] erkennen muss, um durch die Wahrnehmung auch wirklich zu werden, tätig und erkennend in einem zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Wahrheitsfrage hat ihren Sinn und Ursprung in der Wahrnehmung, nicht aber den Beweis (dies gegen die [[Phänomenologie]]). Wo diese Frage aufkommt, ist diese im [[Zwiespalt]]. Und so zeigt hierin die Wahrnehmung, dass sie nicht erkennen kann, was sie als Wahrheit nimmt, dass sie etwas [[wahrhat]], das in ihrer Wahrnehmung nicht wahr sein kann. Die Wahrheit ist ihr also noch äußerlich, ihre zweifältige Wahrheit, [[fremde]] [[Identität]]. Es kann Wahrnehmung zwar nicht unwahr sein, aber ihre Wahrheit ist nicht durch sie. Wahrheit kann nicht genommen werden, unterscheidet sich daher wesentlich von den [[Gegebenheiten]]. Sie ist genauso in dem, was wahr gehabt wird. Wahrheit kann nur jeder Mensch für sich haben. Es liegt weder am Verständnis, noch an der Vernunft, ob etwas wahr ist. Jeder Mensch ist im Grunde nicht verstehbar und unvernünftig . Was der andere Mensch wahrhat, lässt sich nicht in der Wahrnehmung erkennen. Wer Schmerzen hat, ist darin zweifellos anders als der, welcher Schmerzen wahrnimmt, auch wenn beide in derselben Wirklichkeit sich zu einander verhalten, der eine vielleicht als Arzt, der andere als Hilfsbedürftiger. Auch ein Blindgeborener ist in gewisser Weise unverstehbar für einen Sehenden und umgekehrt. Nicht nur, weil ihre Wahrnehmung sich unterscheidet, sondern auch, weil sie ihr Leben anders wahrhaben. In der Wahrheit ist jeder Mensch nur für sich wahr, und dies macht ja eben seine Identität aus und er erleidet, was er hieran nicht erkennt, nicht als das nimmt, was es ist. Die Wahrnehmung ist für sich bloße Form einer Wahrheit, weil und sofern sie sich in ihrem Sein noch nicht wirklich bewahrheitet. Die Wahrnehmung ist lediglich das Element der Wahrheit. Sie ist also die [[Elementarform]] der [[Erkenntnis]], ohne für sich und durch sich Erkenntnis zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem der Wahrnehmung ist also nichts anderes als der Zwiespalt ihrer Wahrheit, die Wahrheit, die sie nicht haben kann, weil sie von ihr nur das nehmen kann, was sie nicht wahrhat. Von daher ist die Wahrheit darin praktisch als [[Zweifel]] tätig, der erst die Notwendigkeit einer Erkenntnis enthält. Im Zweifel erfährt der Zwiespalt der Wahrnehmung seine Wahrheit als Wahrnehmung, die gegenständlich, die also sich in ihrem [[Gegenstand]] einig wird. Sie wird darin praktisch, dass sie gegenständlich wird, ohne damit für sich gegenständlich zu sein. Sie gewinnt ihre Erkenntnis in ihrem Gegenstand, weil und sofern darin ihre Subjektivität ihr Objekt erkennt. Zugleich erkennt sie darin ihren Zweifel als wirklich begründet, sich selbst in ihrer Zweifältigkeit, die sie nicht nur äußert, sondern durch die sie auch bedingt ist. Sie erkennt ihre objektive Bedingtheit, und das ist die Arbeit ihrer Erkenntnis. Eine objektive Wahrnehmung gibt es nicht, weil und sofern sie subjektiv durch das bedingt ist, was ein Mensch [[wahrhat]] und weil sie nur wahr sein kann, wenn sie sich darin subjektiv einig wird. Und indem sie sich bedingt erkennt, ist sie praktisch, denn Wahrheit kann wesentlich nur praktisch sein. Aber die Praxis weiß von Wahrheit nur über ihre Resultate, über ihre Wirklichkeit. Insofern ist Wahrnehmung eben nicht einfach subjektiv, einfaches Auffassen, sondern auch unpraktisch, theoretisch. Sie benötigt [[Wissen]] um sich, um außer sich [[Gewissheit]] zu erlangen. Sie ist objektiv und subjektiv in einem. Damit enthält jede Wahrnehmung eine zwiespältige Wahrheit: Waahrheit, die sie nicht sein kann, die sie aber haben muss. Wahrnehmung erkennt ihre Not in dem Außersichsein ihrer Wahrheit. Sie setzt einen äußeren [[Gegenstand]] voraus, also einen Gegenstand, der ein anderes [[Sein]] hat als der wahrnehmende Mensch, und sie hat zugleich die Wahrheit, die ihm durch seine objektive Bestimmtheit [[gegeben]], wie auch dem wahrnehmenden Menschen zu [[eigen]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Suche nach Wahrheit ist für Menschen in ihrem Alltag schon so essenziell und wichtig, dass sie täglich Wahrheitsfragen verfolgen, auch wo sie dies unmittelbar gar nicht nötig hätten (z.B. im Kriminalroman oder Kriminalfilm). Dabei spielt man Untaten, [[Undinge]], [[Fakten]]. Psychologie und [[Logik]] so herbei, dass sie mehr oder weniger gute Beispiele für eine gelungene Wahrheitsfindung abgeben. Und sie zeigen auch schon, was das Material einer Wahheitssuche ist - bis auf das, was Wahrheit ausmacht und was im [[Medium]] untegegangen ist: Die [[Identität]] des Dargestellten im [[Sein]] des Produzenten der Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Kein Wunder, dass ein guter Teil der Ideologievermittlung inzwischen in den täglich ausgestrahlten Filmen erfolgt, welche [[Ideologie]] ganz einfach als praktische Notwendigkeit gegen das Unheil erscheinen lassen, Wahrheitsfindung also als Erkenntnis des [[Bösen]] verkaufen. Es verbleibt das Medium selbst als die Täuschung durch das Gute, das sich als Wahrheitsvermittler auftut. Doch genau das kann nicht wahr sein. Vermittelte Wahrheit ist immer nur die Wahrheit des Mittels.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ergibt sich zunächst aus der Überwindung einer Täuschung, aus der [[Gewissheit]], dass, was täuschte, nicht ist, dass es nur scheinbar oder etwas ganz anderes ist, nicht wirklich da, aber eigentlich doch oder einfach nur Lüge, Ablenkung, Kitsch. Sie ist die Gewissheit von dem, was nicht stimmt, die Stimme der Gewissheit. Wahrheit ist, wo etwas stimmt, wo [[Bestimmungen]] richtig erkannt sind und also sich im [[Urteil]] hierüber richtig scheiden und entscheiden lassen. Wahr ist, was eine richtige Beurteilung ergibt und richtig ist, was dies in seiner Bewährung erweist und [[beweist]]. Doch gerade darin fängt die Befragung der Wahrheit erst an: Was bewährt sich da? Der Augenschein, der Verstand, das Prinzip Hoffnung, die göttliche Idee, die Determinanten der Natur? Die Suche nach Wahrheit befragt also genauer: Was ist von dem, was es sei, und was ist nicht da vom dem was ist. Sie selbst formuliert also schon einen Unterscheid von [[Seiendem]] und [[Sein]], ist selbst schon eine [[Dasein]]sfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter jeder Wahrheitsfrage steckt also immer schon die Frage nach einem Grund für das, was so ist, wie es ist, ein [[Wissen]], dass ohne [[Grund]] nichts sein kann. Die Wahrheitsfrage ist eine Seinsfrage, also unabhängig von der jeweiligen [[Zeit]], zeitlos. Sie ist außerhalb der wirklichen [[Geschichte]], [[Reflektion]] ihrer Wirklichkeit und ihres Grundes. Sie ist die Frage, ob das, was geschah, geschieht oder geschehen wird, wirklich wahr ist. Ist das, was geschieht, auch wirklich so, wie wir es [[denken]]? Sie kann aber auch im Interesse einer Lüge gestellt werden als eine Wahrheitsbehauptung oder Unwahrheitsbehauptung, worin alleine eine Täuschungsabsicht Wirkung erzeugen will, dass das, was ist oder war, nicht gewesen sein könne (vergl. z.B. die Holocaust-Verleugnung). In jedem Fall entsteht die Frage, ob das, was ist, auch so ist, wie es scheint, wie es dem Augenschein nach ist, ob es also das ist, als was es wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits hiervon oder zugleich kann die [[Wahrnehmung]] auch selbst unwahr sein, befangen von ihrem eigenen [[Sein]], im [[Wahn]] oder in zwiespältiger [[Beziehung]] oder ähnlichem. Auch hierzu besteht die Frage nach ihrer Wahrheit: Ist sie wahre Wahrnehmung oder ist die Wahrnehmung selbst geblendet, bedrängt, ungenau, [[verrückt]], irre usw.? So entwickelt sich die Frage nach der Art und Weise des Wahrnehmung, ob, wie wir die Welt wahrnehmen, sie auch so ist, dass wir sie verstehen können, so dass sie sich uns auch erschließt. In allen möglichen Erkenntnistheorien wird daher die Frage verfolgt, ob es eine eigenständige Wahrheit, etwa eine [[Vernunft]] der Wahrnehmung gibt, der wir folgen müssen, um Wahrheit erkennen zu können, oder ob es das Unhinterfragbare an sich, das Undenkbare, einen Gott gibt, der uns lediglich seinen Ratschluss erkennen lässt. Doch all dies widerspricht unserer Fähigkeit, solche Frage überhaupt stellen zu können, unserer Selbstevidenz, die ihr schon vorausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Hinterfragung der Wahrnehmung aber ist das Wahrgenommene nun schon doppelt in Frage gestellt, sowohl für sich wie auch durch die Wahrnehmung: Gibt es das überhaupt, gibt es das [[wirklich]], oder ist es nur scheinbar (siehe [[Schein]]), unwesentlich. Ist es ein wirkliches [[Wesen]] oder ist es wesentlich unwirklich oder ist es beides in einem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am schwersten ist die Frage nach der Wahrheit zu beantworten, wenn sie unmittelbar zwischen den Menschen steht, wenn sie sich um ihre Wahrnehmungen streiten, sich ihre Wahrnehmung streitig machen. Da geht es dann um die Wahrheit des Lebens selbst, um Liebe und Hass, um das, was [[Leben]] und das, was [[Tod]] ist, was die Menschen für sich selbst in Wahrheit sind, was überhaupt in ihnen [[lebend]] und was [[tot]] ist. Es ist für jeden Menschen die innigste Identitätsfrage die Frage, was er überhaupt von seinem Leben kennt und erkennt. Wenn in solcher [[Selbsterkenntnis]] Menschen seelische Macht über andere gewinnen, entsteht im Streit um die Wahrnehmung [[Irrsinn]], pure Gewalt gegen die Wahrheit, gegen [[Identität]] schlechthin. Daran werden die Menschen beiderseits der Wahrheit [[verrückt]]: Die Besiegten und die Sieger. Wer die Wahrheit nicht [[erkennen]] will, der steht in der [[Bestimmung]] einer [[Negation]] seiner Kenntnisnahme, im [[Nichts]], und betreibt durch die Erzeugung von Nichtigkeit [[Vernichtung]]: Abtötung, Abstumpfung, Verdummung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] selbst steckt in allen Wahrheitsfragen, ist die Wahrheitsfrage schlechthin: Was ist wesentlich Leben, was [[Scheinwelt]], was Täuschung? Was verstellt uns unser Sein, was macht es unwesentlich, [[fremd]], tot? Was hat die Kraft hierzu? Ist es ein Unwesen, eine Macht der Phantasie oder der Täuschung? Und worauf sieht es dieses ab, wovon sieht es ab, worauf reduziert es sich, was ist seine [[Absicht]], was macht es wesentlich und was bringt es zur Verwesung? Um das zu erkennen, muss ich es herausfinden. [[Erkenntnis]] hat Wahrheit nötig, ist ihre Formulierung. Was ich erkannt habe, das halte ich auch für wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Erkenntnistheorien zur Wahrheitsfindung, die aber alle in dem Mangel stehen, Wahrheit als prinzipiell vorhanden vorauszusetzen und den Prozess des [[Lebens]] als etwas abgetrennt [[Objektives]], als [[Objektivität]] schlechthin zu unterstellen, somit Wahrheit auf eine Frage der [[Logik]] der [[Wahrnehmung]] zu reduzieren, die sich sprachlich artikuliert, die nur wahre oder falsche Aussage kennt. Aber die Frage nach der Wahrheit ist eine Frage der eigenen [[Identität]], der [[Gewissheit]] darin, worin ich mir in meinem [[Leben]] einig bin, z.B. in der Frage: will ich, meine ich das wirklich, ist das richtig, was ich da sage oder tue oder fühle usw. Die Frage nach der Wahrheit wird gestellt, weil man sich im einzelnen seiner Wahrnehmung und Tätigkeit nicht trauen kann, sich also nur etwas zutrauen kann, wenn man es im [[Ganzen]] erfasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Kleinen, so ist es auch im Großen. Das wirkt auch in jedes einzelne Dasein hinein und macht seine Wahrheit wesentlich aus. Was ich für mich bin, wird auch nur im [[Verhältnis]] zu anderen wahr. Nichts kann wahr sein, das von seinem Gegenüber nichts weiß, dem Zusammenhang, in dem es steht, in dem es selbst gegenständlich ist, [[seiend]] für sich und für andere. In der [[Beziehung]] auf anderes und andere verhalte ich mich auch zu mir, wie ich mich auch zu anderem verhalte, wenn ich mich auf mich [[beziehe]]. Dies verändert keine [[Abwesenheit]] oder [[Anwesenheit]], wenn es wahr ist. Meine Selbstgewissheit hat solche [[Gegenwärtigkeiten]] nur als [[Umstand]], als [[Erleben]], nicht wesentlich. Sie ist nur davon abhängig, wie gewiss ich mir meiner Welt, meiner Zugehörigen, meiner Gesellschaft usw. bin. Die individuelle I[[dentität]] ist immer Teil der [[menschlichen Identität]] überhaupt. &#039;&#039;Wahr ist nur das [[Ganze]]&#039;&#039; (Hegel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass die Wahrheitsfrage meist auf [[Sprache]], auf die Qualität von Aussagen reduziert wird, ist ihre sinnliche Grundlage unbefragt, der Wahrnehmungsprozess als selbstverständlich und natürlich vorausgesetzt, der entweder in sich scheitert ([[verrückt]] oder [[irrsinnig]] wird) und von daher aus der Wahrheitsfrage ausscheidet, oder &#039;&#039;konsistent&#039;&#039; ist und Aussagen erzeugt, also Wahrheit diskutierbar macht. Im [[Diskurs]] wird damit Wahrheit als logisch obsiegende Behauptung ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach allem, was bisher mit Wahrheitsbehauptungen angestellt wurde, würde man gerne sagen, dass es Wahrheit nicht gibt. Doch dieser Satz selbst wäre schon widersinnig, weil er dann auch nicht wahr wäre - eben weil es keine Währheit geben dürfte. Es ist wie beim Paradox des Epimenides, der das Problem mit der Wahrheit durch den Satz &#039;&#039;Ich bin ein Lügner&#039;&#039; evident gemacht hat: Wäre er wahr, so wäre er notwendig falsch, denn er kann nur wahr sein, indem er unwahr ist. Das Problem, was Wahrheit, was Täuschung ist, bleibt uns bis in die höchsten Sphären der Philosophie und Mathematik. Schien doch bislang wenigstens in der formalen Logik die Wahrheit einer Schlussfolgerung gesichert. Doch selbst dort herrscht seit der Entdeckung des Russel&#039;schen Widerspruchs die Wahrheitskrise : Die reine Logik kann Spuren von Gedaanken erschließen; als Form des Denkens gibt sie für ihre Wahrheit aber keinen Beweis. Die Form für sich, wie sie jede Struktur, Menge oder [[Zahl]] darstellt, hat ohne ihren Inhalt keine Wahrheit, weder Richtiges noch Falsches, weil sich im Gemenge vieler Formen auch auf die von ihr ausgeschlossene Menge notwendig beziehne muss. So kann es auch keine allgemeingültigen Beziehungsaussagen geben: Der Satz, dass Widerspruchsfreiheit Wahrheit gewährleistet, ist ebenso unsinnig, wie die Behauptung, dass die Erkenntnis einer Widersprüchlichkeit schon die Erkenntnis einer [[Täuschung]] wäre - im Gegenteil: Meist ist sie der Beginn einer Erkenntnis dessen, was wirklich wahr und in Wahrheit wirklich ist. Die [[Logik]] als solche kann sich nicht selbst als Wahrheit voraussetzen, nicht selbst evident sein, ohne sich durch anderes zu begründen. Was aber kann überhaupt wahr sein, wenn es keine reine logische Wahrheit gibt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte fast behaupten, dass Wahrheit nichts anderes sei, als die Erkenntnis von Täuschungen, das Vermögen, Vertauschtes mit Gewissheit zu unterscheiden, zu erkennen, dass etwas in anderem erscheint. Aber Wahrheit bliebe so nur [[subjektiv]], reine Erkenntnistätigkeit, die in einer unendlichen Wahrheitssuche von einer Erkenntnis zur nächsten fortzuschreiten - etwa, wie dies der kritische Rationalismus ausgemacht hatte. Tatsächlich aber zeigt sich eine solche Täuschung, worin etwas Wesentliches anders erscheint als es ist, auch [[objektiv]], z.B. als die [[Gegebenheiten]] des Alltags (siehe z.B. [[Geld]] und [[Kapital]]) oder auch an den Menschen selbst (siehe z.B. Psychische [[Symptome]]). Was einfach wahrgenommen nur praktisch gut und [[nützlich]] scheinen kann, kann zugleich in seiner Güte nicht wirklich wahr sein, sondern erbringt Unnutz und [[Entfremdung]]. und manchmal auch [[Zerstörung]] (siehe Krise). Wodurch ist dies beides, die so gut scheinende Entfremung möglich, die eine so verheerende Unwirklichkeit hat; wodurch erkenne ich sie, ihre Wahrheit? Ist es eine metaphysische Wahrheit, die Leben nicht als das sein lässt, als was es erscheint? Oder ist es die [[Vernunft]], der [[Verstand]], die [[Gewissheit]], die mir die Wahrheit sichert, auch wenn sie mich erschlägt? Oder ist es die [[Dialektik]] an sich oder die Rückführung des [[Seienden]] auf seine [[Ontologie]] ([[Heidegger]])?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst zur [[Mytologie]]: Nichts kann sein, was nicht wahr sein kann, aber das [[Sein]] hat keine Wahrheit für sich. Es gibt viele Wahrheiten, aber die Wahrheit ist nichts jenseits von sich, aber auch nichts durch sich selbst. Kein einziges Computerprogramm könnte funktionieren, wenn es nicht zwischen wahr und unwahr (zutreffend und nicht zutreffend, 1 und 0, an und aus) unterscheiden könnte. Aber was soll wahr daran sein, wenn das Zutreffen ein beliebiges Treffen ist: Es bleibt doch bloßer [[Zufall]], der nur in einer binären Konstruktion gebahnt ist und jenseits davon auch nur als Zahl oder Zahlenwerk oder Information wahr werden kann! Ist eine [[Zahl]] nicht dasselbe wie eine etwas abstraktere Mythologie, oft als Wahrheitspseudonym irgendeiner Statistik, die durch irgendeine andere &#039;&#039;widerlegt&#039;&#039; wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also ist wahr, wenn es kein wahres Sein gibt? Ist es das wahre [[Bewusstsein]], das vernunftbegabte [[Wissen]] der Aufklärung, das Wissen, das durch &#039;&#039;wissenschaftliche Methodik&#039;&#039; geprüft und durch konsistente Theorie interpretiert, beurteilt und hierdurch bewiesen oder abgewiesen, also wahr oder falsch ist? Dann wäre die Vernunft der Wissenschaft der Anker der Wahrheitssuche und das hierdurch geklärte, also das aufgeklärte Wissen die Wahrheit schlechthin, die Wahrheit der Proffession. Als Laien hätten wir ihr Folge zu leisten! Doch Vernunft gilt für den [[Aufklärer]] selbst nur als [[Prinzip]] und hat als solches nur eine Regel, aber längst noch keine Wahrheit. Im Gegenteil: Sie enthält ja geradezu eine gewaltige Täuschung über die notwendige Regelwidrigkeit der Regel, damit sie Sinn haben kann: Wo alle das tun, was notwendig ist, kann nichts wirken, nichts wirklich sein. Gerade deshalb besteht ja auch die Regel, weil sie gegen das Regelwidrige gestellt, hieraus sortiert ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit für sich ist immer unauflösbar, weil es sie nicht durch sich selbst gibt. Der [[Verstand]] mag die Funktion unserer Auffassung erfüllen, aber auch was wir nicht verstehen ist dadurch nicht unwahr, nur weil wir keinen Verstand dafür haben, etwas nicht fassen können. Letztlich geht es doch darum, ob unser Wissen über das was ist, unser bewusstes Sein, unser Bewusstsein, wirklich wahr ist, ob wir in unserer Wirklichkeit uns dessen gewiss sind, was auch in Abwesenheit wahr ist und dies auch wissen. Dies macht das Wissen in uns, das selbstgewisse Sein in der Welt und in uns, im Gefühl, im [[Gedächtnis]], in uns als ganzen Menschen aus. Es geht darum, worin wir uns in der Welt einig sind, worin wir uns selbst in ihr auch erkennen können, was uns darin zu [[eigen]] ist, [[Sinn]] für uns hat und unsere Sinnlichkeit ausfüllt, weil wir darin sinnlich sind und uns äußern, also [[leben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwar keine Wahrheit des Seins (siehe [[Ontologie]]), aber es gibt eine Wahrheit der Erkenntnis darin. Wahrheit ist die Einheit der [[Erkenntnis]] im [[Sein]] mit ihrem [[Gegenstand]]. In Wahrheit ist alles eins. Das Unwahre gibt es nicht (siehe Kritik an [[Adorno]]). Das Resultat der Erkenntnis ist das bewusste Sein als [[Bewusstsein]]. Gegenstand der Wahrheitsfrage ist das [[Fremde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Sein ist in sich, das heißt, in dem, was damit ist, evident falsch. In der Frage nach dem &#039;&#039;Sinn des Lebens&#039;&#039; erschließt sich eine [[Entfremdung]] von dieser Sinnlichkeit, ist der so fragende Mensch sich doch seines [[Lebens]] selbst nicht gewiss und also auch unfähig, wirklich zu [[zweifeln]]. Der Grund für die Frage nach der Wahrheit ist diese [[Entfremdung]] des Lebens selbst, die Hinterfragung, ob es überhaupt ist und ob dies eigentlich [[Leben]], eigentliches Sein, lebendige [[Eigenschaft]] des Menschseins ist - ein Widersinn in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiernach ist die wesentliche Vorraussetzung zur Wahrheitsfindung die Unterscheidung von [[Eigenem]] und [[Fremden]]. Fremdes wäre aber bloß unheimlich, wenn es nichts eigenes wäre und Eigenes wäre unsinnig, wenn es nicht geäußert würde. Fremdes als Form von Eigenem wiederum könnte nicht einfach fremd sein. Es bleibt alles in sich eins, wenn es wahr sein soll, und nur deshalb erkennen wir auch seine Entfremdung: Nur sofern wir uns in der Welt erkennen, können wir auch ihre [[Entfremdung]] von uns erkennen. Die Erkenntnis der Entfremdung ist nichts anderes als die Erkenntnis des Eigenen im Fremden und ich kann dies nur erkennen, wenn ich meine Wahrheit in allem erkenne. Kurz gesagt heißt dies: In Wahrheit ist alles eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheit als Ursprung und Resultat aller [[Erkenntnis]] ist die [[Gewissheit]], im Einzelnen wie wissendes Sein überhaupt. Sie ist die Basis eines jeden [[Wissens]] und dessen Errungenschaft zugleich, dessen Himmel und dessen Hölle. Solche Erkenntnis kann nicht einfach sein, sie selbst ist der geschichtliche Akt des leibhaftigen [[Bewusstseins]], das sich handelnd und fragend verhält, so praktisch ([[praktisches Bewusstsein]]) wie theoretisch ([[theoretisches Bewusstsein]]) als fortschreitende [[Selbstgewissheit]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissheit kann nur wahr sein, wenn sie keine Ungewissheit enthält. Das mag bei einem heißen Ofen noch leicht auszumachen sein, sind doch die Sinne sich zumindest dort gewiss, wo sie Gefahr für Leib und Leben erkennen. Dies aber ist nicht einmal eine [[Wahrnehmung]] und bedarf keiner Gedanken über Wahrheit: Der heiße Ofen ist so gewiss, wie er schmerzt. Aber wo die Dinge oder Ereignisse nicht so gewiss sein können, ist ihre Wahrheit nicht alleine schon mit einer einzigen Empfindung gegeben. Sie sind für uns ungewiss, soweit sie auch für sich bestimmt erscheinen. Was in unserem Leben täglich aufgeht weil wir selbst darin aufgehen, bewährt sich von selbst. Was wir darin bewirken, ist für uns [[selbstverständliche]] [[Wirklichkeit]] - fast schon [[Gewohnheit]]. Ungewiss und daher im Zweifel ist eine Wirklichkeit, die eine Wirkung auf unsere Selbstgewissheit hat, die nicht unmittelbar sinnlich ist, aber unser Leben voll und ganz betrifft. Da besteht [[Zweifel]] über den [[Grund]] solcher [[Wirklichkeit]] und es muss sich Gewissheit erst einstellen, sich uns erschließen, bevor es uns bewusst sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit jedoch ist unser Leben nicht falsch. Es ist aber als solches unkenntlich, soweit wir es nicht in unserer [[Wirklichkeit]] erschlossen und uns selbst darin lebend erwiesen haben. Es kann uns selbst unwahrhaftig erscheinen, wenn wir Sachen, Bilder, [[Lebenswerte]], [[Gefühle]] oder Gebote in uns aufnehmen, die nicht für uns wahr sein können. Wir müssen also beurteilen können, was für uns wahr ist, was wir daran finden und wie wir es finden. Die Frage nach der Wahrheit verlangt also eine notwendige Reflexion unserer [[Empfindung]] - nicht, weil sie selbst zweifelhaft oder zwiespältig wäre, sondern weil sie nicht unmittelbar als [[Erkenntnis]] in unserer [[Wahrnehmung]] aufgeht. Die Frage nach der Wahrheit ist also die Frage nach einer Vermittlung, die uns nicht gewiss ist und die wir noch nicht wissen, solange wir uns nicht darin gewiss sind, was uns [[fremd]] [[bestimmt]], was also unsere [[Selbstentfremdung]] bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Doch die Frage greift weit, enthält sie doch die Befragung unserers Daseins überhaupt: Wo kommmen wir her, wo gehen wir hin, was ist der Sinn aller Beziehungen, Zusammenhänge und Vermittlungen? Nur ein [[Gott]] kann in Sachverhalten oder in menschlichen Verhältnissen eine Wahrheit vermitteln, die als Gebot einer höheren Ordnung besteht, z.B. als Sünde gegen Gott oder als Erkenntnis Gottes (Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen). Gottesurteile sollen menschliche Beurteilung unmöglich machen, wollen eine höhere Wahrheit verkünden, welcher der Mensch unterworfen sei - und sie sind für Menschen wahr, die sich unterworfen sehen und verstehen. Um sich solchem Urteil zu entwinden, muss erkannt sein, was den Menschen ausmacht, was sein [[Leben]] und [[Sein]] außer Gott ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Um dies zu beurteilen, muss das Leben überhaupt erschlossen sein. Da sind wir noch nicht allzu weit gekommen. Wir wissen, wie es funktioniert und können in dessen Funktionen sogar schon tief eingreifen. Aber die einfachsten und umfänglichsten Probleme des Lebens, Hunger und [[Krankheit]] weltweit, der Gegensatz von [[Armut]] und [[Reichtum]], Krieg und Frieden, die ökonomischen und kulturelle [[Krisen]] und die Zerstörung der Lebensbedingungen, der Artenvielfalt und Ressourcen treiben sich in erschreckendem Ausmaß in einer Art und Weise fort, dass zu fürchten ist, dass wir unsere eigenen Lebensgrundlagen deshalb zu zerstören im Begriff sind, um ihre Zerstörung zu überleben. Das ist ein Widersinn in sich. Man muss sich der ganzen Zusammenhänge des Lebens, seiner [[Ganzheit]] gewahr werden, um zu einem Ur-Teil zu gelangen, zu einem Teil, das alle Wahrheit seines Zusammenhangs enthält. Das umfasst das Wissen um die Gründe, um die Folgen, die darin angelegt sind, die Unterscheidung von Ursache und Wirkung, Form und Inhalt und die Erkenntnis des Wesentlichen, das in allen Erscheinungen des wirklichen Zusammenhangs ist. Im Zusammenhang all dieser Momente kann ich es begreifen und habe einen Begriff von ihm. Ich kann solche Ganzheit als Gefühl haben oder als Erkenntnis im Geist, letztlich ist sie identisch darin, dass ich mir dessen gewahr geworden, also auch mit mir im Verhältnis hierzu einig bin (siehe [[Identität]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit ist das Problem von [[Erkenntnis]] schlechthin. Wann weiß ich, was wahr ist, und wie kann ich es wissen? Die Erkenntnis von allem [[Seienden]], die Erkenntnis des [[Seins]] überhaupt macht diese Frage - selbst als Hinterfragung der Frage nach der Wahrheit. Ist die Frage nach der Wahrheit überhaupt möglich? Muss Wahrheit nicht selbst evident sein? Kann es sein, dass der oder die Fragende sich in der Frage schon selbst betrügt, - so, als gelte es, einen Gottesbeweis der Wahrheit anzutreten? Friedrich [[Nietzsche]] hat den Christenglaube an die Erlösung, an den Gottmenschen, der von sich sagt: &#039;&#039;Ich bin die Wahrheit und das Leben&#039;&#039;, als die größte Lüge der Menschheit bezeichnet. &#039;&#039;Gott ist tot!&#039;&#039; ist ein gewaltiger Protest gegen die Lebenstäuschung einer [[Heil]]serwartung. Doch hat Nietzsche zugleich den Menschen die Fähigkeit zur Wahrheit abgesprochen und das [[Heilsprinzip]] durch den [[Übermenschen]] ersetzt. Die religiöse Spekulation war lediglich profan geworden und damit nicht wahrer, nein, die Entstellung selbst sollte bei ihm zum Prinzip der Wahrheit werden, welche das Verborgene zum Leben bringt: zum Kampf der Kultur zwischen Horde und Herrschaft. Und der wurde zum [[Zynismus]] gegen die Widersprüche der Menschen selbst, zum Herrschaftsbewusstsein der Bohème, das mit der Kritik am [[Glauben]] zugleich die subjektive Kraft jeder gesellschaftlichen Veränderung zerstört: Die [[Menschenliebe]]. Die Kritik der [[Täuschung]] muss die Ent-Täuschung in der Erkenntnis überstehen, dass sie selbst nicht wahrer ist als sie. Es bliebe eine Falle der Erkenntnis, wenn die Frage nach der Wahrheit nicht zur Befragung ihres [[Gegenstands]], der menschlichen Wirklichkeit wird: Was ist wirklich wahr, wenn Wahrheit nicht wirklich ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit ist alles eins. Wahrheit gibt es nur in der Einheit des [[Ganzen]]. Sie erweist sich als Identität des Vielfachen darin, wenn sie dessen Teilung und Bezogenheit begriffen hat und sich dieser Begiff in allen Bewegungen des Ganzen bewährt. Wahrheit kann also nur die Bewährung des Begriffs sein; und weil er nur durch sie Begriff ist, ist Wahrheit [[Begriff]]. Sie hat kein Sein und keine [[Gegenwärtigkeit]], kein [[Wesen]] für sich und ist nur durch die begriffene [[Bestimmtheit]] seiender [[Beziehungen]] in menschlichen [[Verhältnissen]]. Wahr oder unwahr kann also nur der Zusammenhang von Erkenntnissen sein, die sich widerspruchsfrei oder widersprüchlich begreifen lassen. Die Wahrheit besteht allein in der Fähigkeit, Täuschung nachzuweisen und der Ideologie die [[Schein]]haftigkeit ihrer Begriffe als ihren imanenten Willen zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahr kann nur die Einheit im Begriffenen sein, die im [[Begriff]]der Verhältnisse als Zusammenhang ihrer bewährten [[Beziehungen]] entfaltet ist. Die Gegenwärtigkeit, unmittelbare körperliche An- oder Abwesenheit ist hierbei gleichültig (Ausschwitz muss man nicht erlebt haben, um es als geschichtliche Wahrheit zu erkennen, wenn man die Bestimmungen des Faschismus verstanden hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit mag als Wort ein Begriff der Erkenntnistheorie sein. In [[Wirklichkeit]] existiert sie aber als Prozess auch materiell und sinnlich in der [[Empfindung]], die in der Täuschung lebt, im [[Widerspruch]] von [[Wahrhaben]] und [[Wahrnehmen]], der sich in dem aufhebt, was [[wahrgemacht]] wird. Es ist dies die Form der [[Erkenntnis]], welche als System [[isolierter]] Wahrheiten die [[bürgerliche Kultur]] ausfülltt. Wahr oder unwahr ist so auch ein Sinn, der Sinn für eine Täuschung. Er erweist seine Wahrheit nur praktisch, z.B. in der Kunst oder Sprache oder im [[Gefühl]] im sinnlichen Verhältnis von wesentlicher und scheinhafter Empfindung oder auch als [[Leben]] in fremder Wahrheit ([[Verrücktheit]]). Es gibt keine wahre oder unwahre Empfindung, wohl aber Empfindungen, die [[Absichten]] oder [[Willen]] enthalten und daher nicht ihre [[Bestimmung]] finden, weil sie wahrmachen müssen, was sie fühlen wollen, um sinnliche Identität zu haben (siehe z.B. [[Wahnsinn]], [[Zwang]], [[Sucht]], [[Depression]]). Es sind scheinhafte [[Empfindungen]], in welchen Menschen ihre Widersprüche zu ihren eigenen Gefühlen mächtig verneinen und die in dieser Selbstverneinung auch erweisbar sind als [[objektive Gefühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit kann in der [[Wahrnehmung]] bedrängt sein durch seelische [[Absichten]]. Dies kann Menschen ihre Wahrheit (Identität) nehmen oder stören ([[Verrücktheit]]), wenn sie diese als als Lebensbedingung haben. Oft ist die Bewahrung der [[persönlichen Integrität]] innerhalb kultivierter Lebensräume der Grund, warum die von solchen Personen abhängigen Menschen verrückt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Relativierung des Wahrheitsverständnises wird neuerdings mehrfach in psychologischer Absicht betont (vergl. [[Foucault]]). Bei [[Nietzsche]] wird dies noch begründet. Er weist sich in seiner Philosophie der Verstellung selbst aus. Und er sagt auch warum. Wahrheit sei relativ, wenn sie einem anderen Prinzip unterliegt, das für Nietzsche und Nachfolger das höchste Prinzip der Natur ist, absoluter Ursprung des Lebens: Der [[Wille]] zur [[Macht]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Formbestimmung&amp;diff=11623</id>
		<title>Formbestimmung</title>
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		<updated>2026-10-15T20:15:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im [[Widerspruch]] wird der [[Inhalt]] seiner [[Foem]] aufgehoben. Doch wo der [[Inhalt]] zerstört ist, da herrscht das [[Nichts]] durch die [[Kraft]] seiner [[Nichtungen]], durch seine [[Abstraktionskraft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist jeder Inhalt nur durch die [[Form]] [[gegenständlich]] - sei er sinnlich oder geistig, materiell oder immateriell und bestünde er auch nur aus einem Buch, einer Kapelle, einem Konzert, einem Film, einem Haus, einem Spiegelei oder was auch immer. In der [[Form]] eines [[Gegenstands]] ist dessen Inhalt objektiv und daher können sich auch nur hierüber [[Inhalte]] mitteilen, [[vermitteln]], und [[nutzen]] lassen. Wenn ihre [[Vermittlung]] aber nicht ihrer [[Natur]] gemäß sich verhält, das [[einzelne]] Dasein der [[Naturalformen]] nicht in ihrer [[gesellschaftlichen]][[Form]][[allgemein]] [[verwirklicht]] ist, so [[verwirklicht]] die [[Verallgemeinerung]] der bestimmten [[Inhalte]] mit ihren Inhalten eine [[Reduktion]] ihrer [[Gewissheit]], ein [[abstrakt Allgemeines]], das die [[Wirklichkeit]] ihrer einzelnen Formen durch das [[bestimmt]], wovon es mit oder ohne [[Absicht]], [[subjektiv]] oder [[objekiv]], [[ideologisch]] oder [[wirklich]] absieht (siehe auch [[Bewertung]]). Als diese [[Formbestimmung]], ist es eine durch die [[Abwesenheit]] ihrer [[Naturalform]] wirksame [[Abstraktion,]] die durch die [[Reduktion]] der darin vermittelten gesellschaftlichen [[Beziehungen]] zu einer [[abstrakten]] [[Naturalform]], zu einer [[Abstraktionskraft]] wird. Wo ein [[Sinn]] seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existiert, weil er nicht verfügbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]] ist, wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] Beziehung darstellen, als bloßer [[Körper]], als [[Stoff]] seiner [[Natur]]. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] auf ein substanzielles Verlangen, wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem Inhalt nach ds [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur verwirklichen kann, wenn sie sich gegen das durch seinen Mangel bestimmte [[Dasein]] antreibt. Sie muss ihre inhaltliche [[Not]] wenden und wird daher als [[Formbestimmung]] mächtiger als diese - eben [[notwendig]]. Um ihren [[Begriff]] zu [[erschließen]] muss sie als bestimmte [[Negation]] und zugleich gleichgültig gegen ihre Beziehung ent-deckt sein (siehe auch [[Kritik]]). Und so hat ihre [[Analyse]] die [[Bedingung]] ihrer [[Erkenntnis]] (siehe auch [[Kritische Theorie]]) erfüllt, wie Marx z.B. bei der Analyse der Geldform die Formbestimmung der [[Gebauchswerte]] ent-decken konnt. &#039;&#039;Der Gebrauchswert, wogegen sich das Geld als der Möglichkeit nach Kapital, austauschen kann, kann nur der Gebrauchswert sein, woraus der Tauschwert selbst wird, sich erzeugt und vermehrt. Dies aber ist nur die Arbeit. Der Tauschwert kann sich nur als solcher realisieren, indem er dem Gebrauchswert - nicht diesem oder jenem - sondern dem Gebrauchswert in Bezug auf ihn selbst - gegenübertritt. Dieser ist die Arbeit. Das Arbeitsvermögen selbst ist der Gebrauchswert, dessen Konsumtion unmittelbar mit der Vergegenständlichung der Arbeit, also der Setzung des Tauschwerts zusammenfällt. Für das Geld als Kapital ist das Arbeitsverrnögen der uninittelbare Gebrauchswert, gegen den es sich auszutauschen hat. Bei der einfachen Zirkulation war der Inhalt des Gebrauchswerts gleichgültig, fiel außerhalb die ökonomische Formbeziehung. Hier ist er wesentliches ökonomisches Moment derselben. Indem der Tauschwert nur dadurch als an sich im Austausch festhaltender zunächst bestimmt ist, daß er sich austauscht mit dem seiner eignen Formbestimmung nach ihm gegenüberstehnden Gebrauchswert.&#039;&#039; [[(MEW 42, S. 944)]] Die [[Abstraktionskraft]] [[bestimmt]] ihre [[Verhältnisse]] mit einer ihnen [[fremden]] [[Wirkung]] (siehe hierzu auch [[fremde Kraft]]) und verleiht jedem einzelnen darin bezogenen [[Körper]] einen dem entsprecheden [[Doppelcharakter]], der in seinen Verhältnissen auch deren Formen verdoppelt. Eine [[Formbestimmung]] ist eine aus der [[Form]] der gesellschaftlichen Verhältnisse herausgesetzte [[Bestimmung]], eine durch deren Verdopplung hervorgerufene [[Abstraktion]] ihrer [[Substanz]] (siehe hierzu [[Begriffssubstanz]]), die aus der [[Reduktion]] ihrer Inhalte eine [[Abstraktionskraft]] entwickelt. Mit jeder von ihrem [[Inhalt]] [[isolierten]] [[Quantifizierung]] (siehe hierzu auch [[Dialektik]]) vergrößert sie die eigentümlichen Entfremdungsmacht ihrer [[Abstraktionskraft]]. Wo sich in der [[Allgemeinheit]] der Beziehungen die gegensinnigen [[Naturalformen]] der [[Gebrauchswerte]] in ihrem [[Wert]] aufheben, der eine Inhalt durch einen beliebig anderen vertauscht und ersetzt werden kann, da heben sie einander in ihren wirklichen [[Beziehungen]] auf und [[widersprechen]] ihrer Entstehung und gesellschaftlichen Bezogenheit. Wiewohl ihre [[Naturalformen]] immer Träger der gesellschaftlichen Form bleiben, werden sie durch ihre [[Gleichgültigkeit]] füreinander unwirklich und können sich nur darin [[verallgemeinern]], dass ihre [[Beziehungen]] durch [[nichts]] anderes begründet sind, als durch die bloße [[Tatsache]] ihrer [[Existenz,]] als [[isolierte]] [[Form]] für sich, in der von allem [[Inhalt]] abgesehen wird. Sie verlieren darin ihr sinnliches [[Wesen]], weil dieses in ihrer allgemeinen [[Wirklichkeit]] [[abwesend]] ist. Durch die [[Bestimmungen]] ihrer [[Abstraktion,]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer denaturierten [[Beziehungen]] wird dann ihre Allgemeinform zu einer Formbestimmung, die ihre natürlichen [[Beziehungen]] nur noch [[abstrakt]] vermittelt (siehe hierzu z.B. auch das [[Verhältnis]] von [[Gebrauchswert]] und [[Tauschwert]]). Weil diese Allgemeinform also bodenlos, leer geworden ist, weil sie sich von ihrem wesentlichen [[Inhalt]] gelöst hat (siehe auch [[Verselbständigung]]) und diesen nicht mehr bestärken kann, verwirklicht sie nur noch die [[Wesensnot]] ihrer [[abwesenden]], ihrer [[unwirklich]] gewordenen [[Beziehungen]] (siehe auch [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]], [[abstrakt menschliche Gesellschaft]]). Sie bildet sich darin als eine leere [[Negation]] (siehe z.B. [[Wert]]), als Entleerung bis zu einem Vakuum fort (siehe z.B. [[Negativverwertung]]), wodurch sie durch [[Nichts]] gefüllt wird und nur noch ihre [[Nichtung]] betreiben kann. Und wo dann ihrem [[Sinn]] nicht die ihm entsprechenden [[Form]] entspricht, weil er nicht verfügbar, deformiert oder ganz zerstört, seine [[Natur]] einfach [[abwesend]] ist, wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur im [[Schmerz]] seines [[substanziellen]] [[Daseins]] [[wahr]] sein. Ohne seinen [[wirklichen]] [[Gegenstand]] stellt er sich in einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] als bloßer [[Körper]] dar, als reiner [[Stoff]] (siehe auch [[Körper]]) seiner [[Natur]], auf den die aus ihm entwickelte Formbestimmung zugreift und durch ihn das [[abstrakte]] [[Wesen]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], des im [[Allgemeinen]] beliebigen [[Andersseins]] [[vermittelt]], die ihren [[Begriff]] als das wesentlich [[materialisiert]], was nicht mehr wirklich zu greifen ist. Formbestimmung ergibt sich dem Verhältnis gegensätzlicher selbständiger Positionen, die keine Inhaltliche [[Beziehung]] realisieren können und daher über ihre [[Form]] vermittelt werden, um eine [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]] durch eine doppelte [[Bestimmung]] ihrer [[Form]] zu halten, die ihre inhaltliche Substanz durch ihre doppelt bestimmte [[Form]] verdoppeln müssen. Im &#039;&#039;Kapital&#039;&#039; hatte Marx seine Argumentation daraus bezogen, dass er zeigen konnte, dass immer zuerst eine Doppelform aus unvermittelbaren [[Inhalten]] entsteht, durch deren Allgemeinform schließlich ein selbständiges [[Ganzes]] ihrer [[abstrakten]] [[Beziehung]] entsteht. So hatte er z.B. die Entstehung der totalen [[Wertform]] des [[Geldes]] aus der doppelten Beziehung des [[Geldes]] im Warenhandel begründen können, weil das [[Geld]] beirm Handel auf den Warenmärkten doppelt so oft vorkommt, wie die einfache Warenform. Als [[Kaufmittel]] W-G und [[Zahlungsmittel]] G-W kann die Ware nicht auf sich zurückkommen, sich nicht verallgemeinern, wohl aber die Geldform, die alleine ihre erste [[Beziehung]] W-G mit ihrer zweiten G-W verbinden kann wodurch sich der einzelne Pol der Wertbeziehungen sich nur durch den anderen verallgemeinern kann: W-G-G-W lässt einzelne [[Waren]] zurück, die sich alle nur über das [[Geld]] in G-G vermitteln. Der ganze Markt muss sich daher verdoppeln, damit beide [[Formen]] ihren [[Wert]] ausdrücken können, einerseits als einzelne [[Waren]], die ihren [[Wert]] als eigenständiges [[Wertmaß]] in [[Geld]] ausdrücken müssen, andererseits als der [[allgemeine]] [[Maßstab der Preise]] durch die Wertsumme des vorhandenen [[Geldes]]. Die Formbestimmung ist somit der Grund für die hiernach bestimmten [[Inhalte]] ihres Verhältnisses und ihrer [[widersprüchlichen]] Entwicklung. Formbestimmung entsteht in der [[Notwendigkeit]], [[isolierte]] [[Beziehungen]] abstrakt zu vermitteln, weil diese nur als [[Form]] für sich und durch sich existieren und keine [[Form]] füreinander haben, die ihrem [[Inhalt]] entspricht. Formbestimmung [[bestimmt]] sie [[äußerllich]] in dem Zweck füreinander, in dem sie [[inhaltlich]] voneinander absehen, also nur [[abstrakt allgemein]] durch eine allgemeine [[Abstraktion]] aufeinander bezogen sind. Eine Formbestimmung entsteht also durch die allgemeinen Vermittlung ihrer Inhalte in Verhältnissen, in denen sie sich nicht wiurklich aufeinander beziehen können. Sie bewirkt die Veränderung von [[Inhalten]] durch die [[Macht]], die eine [[Form]] durch formelle [[Beziehungen]], durch die Form von [[Abstraktionen]], durch die [[Abwesenheit]] der konkreten [[Inhalte]] anderer Formen, die eine [[Macht]] durch ihre [[Negation]] haben, als das, was hiervon nicht wirklich ist, weil es nicht wesentlich als das da ist, als was es erscheint. Dieses [[abstrakte]] [[Wesen]] vollzieht in der [[abstrakten Allgemeinheit]] seines [[Daseins]] die Verdopplung der [[Beziehung]] mächtiger [[Inhalte]] durch ihre formellen Zusammenhänge, durch die negative [[Substanz]] ihrer [[Synergie]] (siehe hierzu auch [[Wert]]). Es ist das, was der [[Strukturalismus]] dazu gebracht hat, aus den [[Strukturen]] selbst seine Ableitungen positiv zu begründen (siehe hierzu auch [[Wertkritik]]), Wo [[Formen]] ihrem [[Inhalt]] nicht entsprechen können, verlieren sie daher mit ihrer Quantifizierung an [[Qualität]]. [[Qualität]] ist die Einheit von [[Substanz]] und [[Inhalt]], das bestimmte [[Sein]], wie es da ist, wie es im [[Wesen]] des [[Begriffs]] der [[Inhalt]] an sich und [[Form]] für anderes ist. Aber als [[Form]] seines [[Daseins]] verselbständigt es sich, wo sie nicht oder nicht ganz inhaltlich bestimmt ist, wo sie ihren Inhalt nicht wirklich und ganz darstellt und darin substanziell mangelhaft wird, nach einer ihr äußeren Einheit verlangt, um Form für andere zu sein. Sie speist sich dann aus dem Dasein ihrer bloßen Substanz, um von ihrem [[Inhalt]] überhaupt absehen, ihn [[abwesend]] ertragen zu können. Der Inhalt stellt sich daher in seiner [[Negation]] als [[Formbestimmung]] dar, die als eine ihm [[entfremdete]] [[Macht]] wirksam wird (siehe auch [[Wirklichkeit]]). In der [[Negation]] wird die [[Form]] eines [[ausgeschlossenen]] [[Inhalts]] in [[abstrakten]] [[Verhältnissen]] [[bestimmend]] weil darin sich die Seinsinhalte [[aufgehoben]] und auf ihre leere [[Substanz]] [[reduziert]] haben und somit auch in ihrer [[Abwesenheit]] noch [[da sind]]. Im allgemeinen Verhältnis wird diese abstrakte [[Substanz]] schließlich zu einer [[Formbestimmung]] ihres qualitativen [[Daseins]], in welchem sie an und für sich selbständig, also verselbständigt durch sich erscheinen kann. Darin aber bleibt ihr wirklicher Inhalt abwesend, denn er muss in dieser Form [[wesentlich]] [[abwesend]] sein, um sich aus seiner Masse als Maß für sich zu erhalten. Dies ist der Grund, warum mit zunehmender Quantität seiner Verhältnisse sich neue Verbindungen von Form und Inhalt und also neue Qualitäten ergeben können. Jede Form ist zunächst allein durch ihren [[Inhalt]] [[bestimmt]]. Die [[Form]] eines Tanks z.B. ist zuförderst durch die Art und das nötige Quantum des Inhalts bestimmt, wieweit er z. B. für den Betrieb in einem PKW oder den Wasservorrat einer Kommune reichen muss usw.. Von seinem [[Nutzen]], also von seinem [[Gebrauchswert]] her ergibt sich nichts, was seine [[Beziehung]] auf sein [[Wesen]], seine Herkunft und sein [[Dasein]] für den [[Warentausch]] auf dem Markt verweist. Dazu wäre es nötig, den [[Aufwand]] für seine Herstellung, die in ihm [[veräußerte]] [[Arbeit]] zu kennen, und zu [[wissen]], wie begehrt, wie groß die [[Nachfrage]] nach ihm ist. Aber auch dann [[erkennt]] man an ihm selbst nur, dass er einen [[Wert]] haben muss, für den er entweder adäquat zu erstehen, oder besonders billig oder teuer ist, dass sein [[Preis]] also für eine bestimmte [[Nachfrage]] auf dem Markt, also für ein ihm ganz [[äußerliches]] [[Verhältnis]] rein [[quantitativer]] Relationen auf dem Warenmarkt existiert, mit einem [[Preis]] für einen [[Tauschwert]] bezahlt wird, für den er produziert worden war. Darüber wird ersichtlich, dass an ihm eine andere [[Eigenschaft]] bestimmend ist, die ihm nicht unmittelbar entspricht, ihm im Grunde [[gleichgültig]] sein kann, dass er ein Prädikat hat, das auf ihn bezogen [[widersinnig]] ist, weil es nicht seinem [[Inhalt]] entwachsen sein kann, sondern an ihm ein gemeinsames Drittes dieses [[Verhältnissses]] formuliert, dass er also unter einer Formbestimmung entstanden ist, einen äußeren [[Grund]] hat, für den er produziert wurde, um seinem [[Inhalt]], einem [[Bedürfnis]] nach [[nützlichen]] [[Dingen]] genügen zu können (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Jede [[Entwicklung]] geschieht im [[Grund]] durch einen [[Inhalt]], der seine [[Form]] findet, die er in der [[natürlichen]] [[Folge]] seiner [[Substanz]] bekommt. Von daher hat jeder Inhalt eine Form und ist durch sie [[gegenständlich]] - sei er sinnlich oder geistig, materiell oder immateriell oder bestünde er auch nur aus einem Buch, einem Konzert, einem Film, einem Haus, einem Spiegelei oder was auch immer. In der [[Form]] eines [[Gegenstands]] erst können sich [[Inhalte]] mitteilen, vermitteln, und nutzen lassen, weil sie sich darin wirklich ins [[Verhältnis]] zu ihrer Entstehung setzen, ihre [[Beziehungen]] [[entwickeln]] können. Doch in [[Verhältnissen]], in denen sich ihre [[Beziehungen]] nicht vermitteln lassen, weil sie [[isoliert]] voneinander [[existieren]], in denen sie also füreinander abstrakt in ihrer [[Wesensnot]] verbleiben müssen, werden sie als [[Abstraktion]] von ihrem Inhalt wirksam (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). [[Getrennt]] von einander reflektieren sie an einander, was sie für sich nicht sind, nicht sein können, weil es [[abwesend]] ist: das [[Allgemeine]] ihrer Inhalte in ihrer [[Substanz]], die ihnen abgeht, sie [[gleichgültig]] gegeneinander werden lässt. Ihre [[Beziehung]] zu einander ist daher gedoppelt: Als inhaltliche Beziehung, die nicht wirklich wahr sein kann und deshalb zugleich eine Abwesenheit in ihrem [[Verhältnis]] reflektiert. Diese erscheint als Formbestimmung, die sich aus dem darin ausgeschlossenen Inhalt nur [[negativ]] mitteilt, als ausgeschlosenes Drittes, das eine substanzielle [[Notwendigkeit]] der Beziehungen in abstrakten Verhältnissen aus deren [[Abwesenheit]] heraus formuliert und von daher ihre Form bestimmt, sie [[verkehrt]] [[erscheinen]] lässt (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Durch ihre Formbestimmung haben deren Inhalte einen ihnen nicht angemessenen Inhalt, einen ihnen nicht gemäßen [[Doppelcharakter]], eine [[fremde]] [[Wirkung]] (siehe heirzu auch [[fremde Kraft]]), die ihren Inhalt selbst äußerlich werden lässt, ihn ihrer Form [[entäußert]]. In höchster [[Abstraktion]] bewahren sich alle [[Inhalt]] für sich als bloße [[Form]] ihrer [[Substanz]]. Dies ist letztlich das Resultut ihrer [[Abstraktion]], die Inhaltslosigkeit ihrer [[Substanz]], die alleine als [[objektive]] [[Form]] nur [[existiert]] und durch die Absehung von ihrem [[Inhalt]] (z.B. als [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]]) formbestimmend wird (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Weil Inhalte darin für einander [[gleichgültig]] sind und also nur noch durch ihr [[Quantum]] existieren (siehe hierzu auch [[Dialektik]]), wird mit der vollständigen Absehung von allen [[Inhalten]] eine [[ausschließlich]] quantitativ bestimmte [[Form]] (siehe auch [[abstrakt Allgemeines]]), deren [[Ausschließlichkeit]] in ihren [[Verhältnissen]] alle [[Beziehungen]] bestimmt. Äußerliches hat seinen Inhalt außer sich, hat sich also von ihm dadurch [[getrennt]], dass er ihn nur noch abstrakt [[wahrhat]]. Mit einer [[Abstraktion]] wird von der Vielfalt an [[Eigenschaften]] einer Sache oder eines Gedankens oder Verhältnisse abgesehen, so dass die bestimmten [[Inhalte]] mit dem Maß der [[Abstraktion]] immer unbestimmter werden und von daher das [[Qualitative]] sich in seiner Bestimmtheit [[reduziert]] und sich immer ausschließlicher nur [[quantitativ]] darstellt, sich in höchster Abstraktion überhaupt nur noch als [[Quantum]] bewahrt und in der vollständigen Absehung von allen [[Inhalten]] zu einer [[ausschließlich]] quantitativ bestimmten [[Form]] wird, deren Ausschließlichkeit in ihren [[Verhältnissen]] alle [[Beziehungen]] bestimmt. Was durch die Vielfalt seiner [[Eigenschaften]], durch die [[Ergänzungen]] ihrer einzelnen [[Beziehungen]] ein ungeteiltes [[Ganzes]] wäre oder war, wird durch die Formbestimmung in seiner [[Allgemeinheit]] unterbrochen, zerteilt und getrennt, und von daher zu [[isolierten]] Ganzheiten, die sich nur [[gleichgültig]] zu einander verhalten können (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Was als Form im Einzelnen z.B. durch seine [[Nützlichkeit]] noch durchaus in seinen Inhalt bestimmt erscheinen kann, wird daher erst durch seine [[Abstraktion im Allgemeinen]] seiner Verhältniisse bestimmend, als [[Abstraktion]] wirksam. Eine Formbestimmung ist also nicht unbedingt schon in einem [[einzelnen]] Ding, z.B. seiner Gebrauchsweise erkennbar. Diese Bestimmung besteht aber in der [[Allgemeinheit]] seiner Beziehungen, z.B. im [[gesellschaflichen]] [[Verhältnis]] der [[Gebrauchswerte]] als [[Tauschwerte]], wodurch sich der Aufwand seiner Erzeugung in seinem Dasein als Wertträger darstellt, den die Dinge auf dem Markt haben, eben das, was ihre Form in ihrem gesellschaftlichen Verhältnis bestimmt, dem [[Warentausch]], für den die [[Arbeit]] in Gang gesetzt worden war, die sich nur im [[Kauf]] und [[Verkauf]] der [[Waren]] bewähren, also in ihrer [[Wahrheit]] als benötigte Werte bestätigen können - eben weil sie wirklich gebraucht werden und sich zugleich in ihrem [[Wert]] so darstellen ließen, dass sie auch eingetauscht wurden, eintauschbar waren. Die Grundlage hierfür ist die [[Abstraktion]] des Tauschverhältnisses, durch die sich ihr Wert bestimmt und ihrem Dasein einen zweiten Charakter zuweist (siehe [[Doppelcharakter]]). Um bei einer aus dem [[Widersinn]] einer doppelten Bestimmtheit erkannten [[Abstraktion]] dessen Antrieb zu beschreiben, muss das [[begriffen]] sein, was in ihrer Inhaltslosigkeit durch ihre [[Allgemeinheit]] wirksam bleibt: Die reine [[Anwesenheit]] ihrer Form, ihres [[körperlichen]] [[Dasein]], durch die alles [[Abwesende]] ersetzt wird. Dies macht ihre Formbestimmung schließlich aus, die in den Formen ihres Daseins als eine [[fremde Kraft]] [[wirksam]] wird. Das [[abstrakt Allgemeine]] ist die bloße [[Substanz]], die nach Abzug aller [[Inhalte]] eines [[Verhältnisses]] als reine [[Form]] seiner [[Beziehungen]] verbleibt - eben solange, wie diese Beziehung überhaupt noch existiert. Es hat ein solches [[Ding]] als [[Ware]] selbst durch seine allgemeine [[Beziehung]] also eine weitere [[Bestimmung]], die nicht durch es selbst in seiner besonderen Form besteht, und so ist dies eine Formbestimmung, die [[Bestimmung]] durch einen Inhalt, der zugleich die Notwendigkeit einer anderen [[Form]] aus ihren Verhältnissen reflektiert, in der ihre Besonderheiten als solche nicht aufgehen können. Es ist die Form eines Inhalts, die zugleich den Inhalt einer anderen Form in sich zur [[Bestimmung]]hat, ohne die sie nicht wirklich sein kann, ohne die Grundlage ihrer [[Geschichte]], ihrer Entstehung und Bestimmung, ihrer [[Substanz]] zu verlieren, und von der sie dennoch [[getrennt]] ist, weil sie im einzelnen substanziell andeers ist, als das, wodurch sie sich allgemein identifizieren lässt (siehe z.B. [[Wertform]], [[Wertsubstanz]]). Von daher hat sie einen [[Doppelcharakter]], der einmal ihrem abgetrennten Dasein als Gebrauchsding entstammt, zum anderen ihrem gesellschaftlichen Dasein als Wertding, wie es auf dem Markt bestimmt wird und hierdurch nur mit sich selbst im Widerspruch da sein kann, als Form, die ihrem Inhalt widerspricht und daher eine Position gegen ihn beziehen muss. Wo und wenn eine [[Position]] des [[Gegebenen]] nicht sein kann was sie ist, also einen Mangel hat, kann sie nur negativ sein, was sie ist. In der [[Negation]], in die sie hierdurch verwiesen ist, muss sie von ihren [[Inhalten]] abstrahieren. Aber inhaltslos wirkt sie alleine in dieser [[Abstraktion]], also in der [[Substanz]], die keinen konkreten Inhalt mehr haben kann. Von daher bestimmt sie lediglich ihre Form aus ihrer Abstraktheit heraus (z.B. als [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]]). Sie wird zu einer [[Formbestimmung]], die ihren Inhalt [[verkehrt]] entwickeln muss - bis er schließlich als Resultat einer Metamorphose wieder zu einer neuen [[Gegebenheit]] wird und also transformiert durch das existieren kann, was ihr [[abstrakt allgemein]] geblieben ist (siehe z.B. [[Warenfetischismus]]). Ein [[Widerspruch]] von Form und Inhalte entsteht also aus einer Doppelform, aus dem [[Doppelcharakter]] einer [[Form]], die zugleich Formbestimmung ist. Inhaltlich ist jede [[Beziehung]], auch wenn sie substanziell anders begründet ist. Aber in [[Wahrheit]] hat der Inhalt seine [[Substanz]] nur in seinem organischen Zusammenhang. Auch wenn er nur in seinem Verhalten, dem [[Verhältnis]] zu anderem wirklich wird, stellt er diesen Zusammenhang durch sich selbst dar und her, also auch wo er nicht [[wirklich]] ist. Und weil jede Beziehung sich auf vielerlei Inhalte bezieht, kann auch ein ihr [[fremder]] Inhalt zu seiner Form und also zur Formbestimmung ihrer Verhältnisse werden. Inhalt kann also auch durch eine Form bestimmt sein, also dadurch bestimmt sein, in welcher Form er sein muss. So wird zum Beispiel eine [[Ware]], die nur zum Gelderwerb produziert wird, durch diesen formbestimmt, weil sie als [[Elementarform]] der Arbeitsprodukte menschlichen [[Reichtum]] darstellt. In der und durch die Formbestimmung [[trennt]] sich ihre [[Substanz]] von ihrem [[Inhalt]] dadurch, dass sie das wesentliche Konzentrat der inhaltlichen Zusammenhänge als etwas anderes darstellt, als es ist, sich in ihrem [[Dasein]] von ihrem wirklichen [[Sein]] enthebt und in seiner [[Entfremdung]] [[verselbständigt]]. Was ihre [[Beziehung]] wesentlich ausmacht erscheint dann in [[fremder]] [[Form]]. So machen z.B. die [[Gebrauchswerte]] die [[Inhalte]] des menschlichen [[Reichtums]] aus, substanziell jedoch ist es die [[Arbeit]] der Menschen, die sie hierfür verausgabt haben. Durch den Gebrauchswert, der sich im Warentausch verhält, erscheint der Reichtum als bloße Eigenschaft einer [[Sache]], einer Sache, die ein ganzes gesellschaftliches Verhältnis verbirgt, das aber nur substanziell erkennbar ist. Und daraus ist daher erst der [[Begriff]] zu entwickeln, der dies erklärt. Denn erst der [[Begriff]] der [[Arbeit]] erklärt diese [[Verkehrung]], worin [[Arbeit]] in ihrer [[Sache]] nur [[fremd]] erscheint. eben dann, wenn [[Arbeit]] nur [[abstrakt]] vermittelt da ist, bzw. existiert. Dann ist die [[Begriffssubstanz]] des menschlichen Reichtums nicht wirkliche [[Arbeit]], sondern [[abstrakt menschliche Arbeit]]. Eine Formbestimmung macht eine Form doppelt bestimmt, weil sie Form ist, die durch einen [[Inhalt]], der einer anderen [[Form]] als solche zukommt, weil sie nur darin allgemein sein kann. Es ist eine bestimmte Form, die zugleich einer Form an sich zukommt, die nicht nur Form ihres Inhalts an sich, sondern zugleich mit eigener [[Substanz]] für sich bestimmt ist, mit diesem also einerseits [[identisch]] und zugleich von diesem unterschieden und [[getrennt]] ist (siehe [[Dialektik]]). Solche Form reflektiert ihre Substanz in einer ihr [[fremden]] Form, die ihrem konkreten Inhalt widerspricht und zu ihrer Verwirklichung strebt. Dieser Widerspruch enthält einen Gegensatz von Wirklichkeitsform und zu verwirklichender Form, der sich darin noch permanent aufhebt und die Form als [[Ganze]]s anachronistisch sein lässt. In solcher[[Aufhebung]] herrscht die [[Abstraktion]] als Einheit von Entstehen und Vergehen. Indem sie in der Formbestimmung also nur [[abstrakte]] [[Bestimmung]] sein kann, reduziert sich diese auf das Mindeste, auf einen [[Durchschnitt]] von Werden und Vergehen und betreibt darin ihre [[Entfremdung]] von sich und ihrem Inhalt. Eine Formbestimmung ist daher eine [[Fremdbestimmung]], die wirksam ist, wo der [[Inhalt]] einer [[Form]] sich nicht in ihr und durch sie konkret gestaltet, nicht ihre [[wirkliche]] [[Bestimmung]] sein kann, weil sie eine ihm fremde [[Notwendigkeit]] zu tragen hat, die zugleich [[abstrakt]] seinem [[Wesen]] entspricht (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Es begründet sich Formbestimmung also durch einen zweifachen Inhalt, durch die Verdopplung einer [[Form]], durch die [[Reflexion]] eines ihr äußerlichen [[Inhalts]], durch eine [[Bestimmung]], die einer [[Form]] zugegeben wird und ihren Inhalt vermittelt, der [[gleichgültig]] gegen ihren für sich bestimmten [[Inhalt]], aber in dieser [[Getrenntheit]] zugleich diesen bestimmend ist. In solcher Gleichgültigkeit wirkt eine [[Abstraktion]], weil sie für sich nicht sein kann, ohne bestimmt zu sein. In dieser bestimmten und zugleich hiergegen gleichgültigen [[Beziehung]] [[entwirklicht]] die Formbestimmung alle bestimmten Inhalte der Form, da sie hiervon unterschiedene Inhalte [[vermittelt]], von denen sie zugleich absieht, also einen Zweck verfolgt, der eine eigene [[Substanz]] hat, die zwar nicht für sich wahr sein kann, weil sie gleichgültig ist, aber dennoch [[wirklich]], weil bestimmend ist: die Substanz einer [[Abstraktion]] ist. Sie nutzt die [[Form]] eines [[Verhältnisses]]zur [[Vermittlung]] ihrer Zwecke und [[reflektiert]] darin ihre [[Bestimmtheit]] als [[Bestimmung]] dieser Form. Sie vermittelt damit also Inhalte in einem ihr [[fremden]] Zweck, der die Absehung von den konkreten Bestimmungen dieser Inhalte nötig macht, der also real eine [[Abstraktion]] bestimmt und vollzieht (siehe [[Realabstraktion]]), zugleich aber nur durch deren [[Beziehung]] wirklich sein kann. Von daher kann man Formbestimmung auch als [[logische]] Formulierung für [[Entfremdung]] begreifen. Die formbestimmte Vermittlung ist damit [[gleichgültig]] gegen ihren Inhalt und dadurch im [[Widerspruch]] zu sich selbst als [[Form]] - [[zwiespätig]]. Durch ihre reale [[Abstraktion]] trennt sie ihre eigenen Inhalte von sich ab und bewahrt diese nur in der Selbständigkeit ihrer [[Abstraktion]], bewahrt damit sich als Formbestimmung durch die [[Vermittlung]] gegensinniger Zwecke als deren [[Formation]]. Durch sie hat sie ihr Material und ist zugleich ihre [[notwendige]] Form, ihr eigenes durch sich bestimmtes Element ([[Elementarform]]), worin sie sich [[fortbestimmt]] als eine [[Kraft]], die ihren Stoff nur [[abstrakt]] für sich hat (siehe [[fremde Kraft]]). Darin ist sie selbständige [[Vermittlung]], ein [[Mittel]], das seinen [[Zwecken]] fremd ist, nicht nur äußerlich, sondern von äußerer Substanz, also Fremdbestimmung. Sie erlangt diese Selbständigkeit durch den politischen Charakter ([[Politik]]) der [[Nutzung]] ihrer [[Substanz]]. Marx hat in seinem Buch &#039;&#039;Das Kapital&#039;&#039; nachgewiesen, dass die Grundform des Kapitalismus die Formbestimmung der [[Ware]] als [[Wertform]] ist. Die Substanz dieser Bestimmung, die er als [[abstrakt menschliche Arbeit]]ausführt, zeigt den [[Trieb]] dieser Formbestimmung als Verhältnis des [[Werts]] zu sich selbst, als Wertverwertung, die letztlich den [[System]]zusammenhang des Kapitalismus ausmacht. Die Grundlage dafür, dass die Ware nicht als Form von Reichtum, als menschliches Produkt ohne Formbestimmung, also als menschliche Sache existiert, ist das politische Verhältnis, das alle Güter nur als Waren gesellschaftlich sein lässt: Das [[Besitz]]verhältnis, das sie im Tauschhandel realisieren. Sein Buch hat daher den Untertitel &#039;&#039;Zur Kritik der politischen Ökonomie&#039;&#039;. Es besagt grundlegend und im Einklang mit den sogenannten &#039;&#039;Frühschriften&#039;&#039; von Marx, dass nur in der Überwindung des Besitzverhältnisses menschlicher Reichtum, Lebensvielfalt des Menschen, wirklich aufgehen kann. Von seiten der Wertkritiker wird [[Formbestimmung]] absolut, also als [[Wirklichkeit]] erzeugende und nicht mehr sie vermittelnde [[Abstraktion]] verstanden. Mit diesem Verstand wird Wert schon selbst zu einem unmittelbaren [[Subjekt]], das Macht hat, weil es unbegriffen, also gar nicht [[wirklich]] selbst da ist als [[unwirkliche]] Wirklichkeit, sondern als ein an und für sich ideller [[Grund]] der seine Wirkung auf die Menschen hat. Der Gegenstand ihrer Kritik ist die [[Abstraktion]] an sich, nicht als Kategorie eines Verhältnisses, als [[Substanz]] einer Formbestimmung, die wirkliche [[Inhalte]] abstrakt vermittelt, sondern selbst konkret, z.B. als wirklich abstrakter Reichtum, wirklich abstrakte Gesellschaft, die keine andere Form hat, als die [[Formbestimmung]]. Doch das ist ein Widersinn in sich: Wie kann eine [[Bestimmung]] selbst das Bestimmte sein, ohne seine [[Form]] zu verdoppeln? Die Verhältnisse, in denen sich die [[Tauschwerte]] aneinander in ihrem wirklichen Wertsein reflektieren und von daher in ihren [[Preisen]] wesentlich [[Wert]] idealisieren, werden dann zum Objekt einer ihnen entsprechenden &#039;&#039;Halluzination&#039;&#039;, einer durch Vorstellung &#039;&#039;fetischisierten&#039;&#039; Idealität, die im Grunde nichts anderes wie [[Ideologie]] ist. Der [[Warenfetischismus]] ist dann auch nicht die Wirkung eines unwirklichen Verhältnisses auf die Menschen, ihre subjektive Objektivität, eine [[Verkehrung]] ihrer wirklichen Beziehungen zu ihren Sachen, sondern die bloße Wirklichkeit einer [[Idee]] in ihrem unmittelbaren Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder [[Form]] ist ein [[Inhalt]] vorausgesetzt denn [[Inhalte]] [[existieren]] nur in einer [[Form]], die seine Weirkung hat und brtreibt. In der [[Beziehung]] der [[Formen]] die als bloße Masse in ihrer Inhaltslosigkeit nichts für sich sein können, teilen sich [[Inhalte]] nur [[abstrakt]] mit. So werden sie zu einer [[Formbestimmung]], worin ihr [[Wesen]] im [[Anschein]] der [[Verhältnisse]] ihres [[Verkehrs]] also auch [[verkehrt]] [[erscheinen]] wenn ihre Form allein durch ihr Gemenge mächtig ist (siehe Prominenz), wenn sie also in ihrer [[Isolation]] (siehe [[Ausschließlichkeit]]) eine Masse darstellen, sich in ihrer Inhaltslosigkeit durch ihre Schrankenlosigkeit vervielfältigen. Je öfter derselbe Inhalt für sich durch die Wiederholung seiner leeren Form bestimmt wirksam ist kann er daher durch seine bloße Masse wirksam werden (siehe auch Geld als Zahlungsmittel) sich [[verselbständigen]]. Seine Macht erscheint dann wie ein Wunder und wird so als [[Fetisch]] auf wundervolle Weise wirksam (siehe [[Warenfetischismus]], [[Körperfetischismus]]). An sich ist eine [[Form]] also das [[objektive]] Gefäß (siehe auch [[Objektivität]]) für einen [[subjektiven]] [[Inhalt]] (siehe auch [[Subjektivität]]), was diesen für sich sein lässt und an sich auch verlassen und [[negieren]] kann (siehe hierzu auch [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte]] [[entwickelt]] sich aus den [[Inhalten]] ihrer [[Natur]], aus ihrer Substanz, aus den [[Kräften]] und [[Bewegungen]], die sie [[subjektiv]] [[begründen]] und ihre [[objektive]] [[Gegenständlichkeit]] zu einer [[objektiven]] [[Form]] bilden (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Die Formbestimmung begründet sich aus dem Unvermögen, einer [[abstrakt]] gewordenen Geschichtlichkeit, die im [[Nichts]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] eine [[Abstraktionskraft]] gegen ihren [[Inhalt]] durchsetzen muss. In der [[Gegensätzlichkeit]] einer [[Entwicklung]] ergibt sich eine [[Beziehung]] allein über ihre [[substanzielle]] [[Identität]] in der [[Einheit]] ihrer [[Gegensätze]]. Darin [[verhält]] sich allerdings nur ihre [[Form]] zu ihren [[Inhalten]] als [[Formbestimmung]] ihrer [[Veränderung]], die ihr [[äußerlich]] verblieben ist, weil sie darin [[veräußert]] und zugleich [[entäußert]] – also doppelt außer sich – geraten sind und in dieser [[Form]] als selbständige [[Negation]] außer ihrem [[Inhalt]] geraten sind. Es hat sich hieraus eine [[Kraft]] aus den [[negierten]] [[Inhalten]] ergeben, von denen die [[Form]] selbst [[abstrahiert]] und als [[Formbestimmung]] ihrer [[Abstraktion]] zum [[Inhalt]] der [[Triebkraft]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] [[Antrieb]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formbestimmungen ergehen aus der [[Abstraktionskraft]], die von der [[substanzielle]] [[Not]] einer [[Getrenntheit]] betrieben werden, so dass diese als [[Wirkung]] ihrer unaufgelösten [[Widersprüche]] der [[Form]] nach in ihrem [[Doppelcharakter]] ein [[abstraktes]] [[Anderssein]] (siehe [[Negation]]) verwirklichen, das als eine dritte und also ihr [[äußerliche]] [[Bestimmung]] ihrer [[Verselbständigung]] fortbesteht (siehe [[Dialektik]]). Wo Lebenszusammenhänge [[isoliert]] werden und dadurch für sich und für einander unter sich [[abstrakt]] geworden sind, wo ihr [[Dasein]] vorwiegend über ihre [[Form]] in [[Beziehung]] tritt, wird die Häufigkeit ihres Auftretens, die [[Verallgemeinerung]] desselben [[Inhalts]] ihrer formalen [[Darstellung]] [[prominent]] gegen ihr[[einzelnes]] [[Dasein]] und von daher zu einer mächtigen (siehe [[Macht]])[[Bestimmung]] ihrer [[Vermittlung]] der [[Form]] über ihren [[Inhalt]]: [[Formbestimmung]] (siehe hierzu z.B. die [[Wertform]]). Dies stärkt die durch ihre [[Form]] bestimmte [[Position]] in Netzwerken in der Beziehung auf viele Andere. Bei der [[Entwicklung]] der Geldform aus der Häufigkeit des Händewechsels des [[Zahlungsmittels]] (W-G) entsteht z.B. durch die Aneinanderreihung der [[Waren]] im [[Tausch]] eine [[prominente]] [[Beziehung]] von [[Geld]] zu [[Geld]] das [[Kaufmittel]] Geld (W-G-G-W), weil sich [[Geld]] substanzeiell gleich bleibt, sich selbst gleich gilt, gegen sich [[gleichgültig]] ist, die [[Dasein]]Ware aber immer verschieden ist, als je [[einzelner]] [[Gebrauchswert]] in [[Beziehung]] tritt. Wenn also derselbe [[einzelne]] [[Inhalt]] mehrfach durch seine [[Form]] [[allgemein]] [[vermittelt]] wird, wird diese [[bestimmend]] für seine [[Existenz]] (siehe hierzu [[Existenzwert]]). Die Formbestimmung ist daher eine [[quantitativ]] bestimmte [[Form]], die [[qualitative]] [[Verhältnisse]] [[existenziell]] ermächtigt und durch ihre [[Masse]] selbst [[bestimmt]]. Von daher hat eine Formbestimung [[Macht]] über ihren [[Inhalt]] (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]). An sich ist jede [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] [[bestimmt]]. Wo aber ein [[Inhalt]] gegen seine [[Form]] [[gleichgültig]], von daher seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existieren kann, ist er nicht formbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]]. Und wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] darstellen, als bloßer [[Körper]], als das [[Material]] seiner [[Natur]] formbestimmend werden. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] zwischen [[Form]] und [[Inhalt]] auf ein substanzielles Verlangen nach dem Unerfüllten, wird zur [[Abstraktionskraft]] einer [[Beziehung]] im bloßen [[Dazwischensein]], wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem was nicht ist, von dem [[Abwesenden]] haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem [[Inhalt]] nach das [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur als [[Abstraktionskraft]] [[verwirklichen]] kann, indem sie sich gegen den Mangel ihres bestimmungslosen [[Daseins]] aus der [[Notwendigkeit]] seiner [[Wesensnot]] antreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. [[Getrennt]] von diesen wird in der [[Ausschlieplichkeit]] ihrer [[Beziehungen]] auf sich selbst, auf ihren [[selbstbezüglichen]] Zusammenhäng die [[Kraft]] ihrer [[Bestimmtheit]] zur [[Abstraktionskraft]] eines [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesens]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist. Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst [[getrennt]] wird, entsteht ein Verlust an [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was zusammengehört, eine [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[nichts]], durch ihre [[nichtig]] [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Formbestimmung ist das Resultat einer Entzweiung, die durch die Verdopplung seiner im [[Allgemeinen]] [[widersinnigen]] [[Beziehung]] gegen seine darin [[isolierte]] [[Einzelheit]] stellt. Weil diese [[Beziehung]] unvermittelt und also [[unmittelbar]] [[abwesend]], also wesenlos ist, teilt sie ihren [[Inhalt]] in eine [[Beziehung]] seiner [[abstrakten Allgemeinheit]] und seiner wie [[zufällig]] [[erscheinenden]] [[Einzelheit]] auf, indem sie ihre [[allgemeine]] [[Form]] zugleich gegen ihre [[einzelne]] und zufällige [[Bestimmung]] außer sich [[auftrennt]] und durch die in ihrer und durch ihre [[abstrakt]] gewordene [[Beziehung]] [[bestimmt]] und in der [[Systematik]] ihrer [[Verallgemeinerung]] außer sich wie durch eine [[fremde Kraft]] einer ihr [[äußerlichen]] [[Ganzheit]] (siehe [[Abstraktionskraft]]) [[fremd bestimmt]] (siehe hierzu die [[allgemeine Wertform]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je weniger ein [[Inhalts]] zählt, je [[widersprüchlicher]] er ist, desto mächtiger wird seine [[Form]], worin sich seine Gegensätze vereinen, sich [[substanziell]] bewahren und bewähren müssen. Eine Formbestimmung ist die [[Bestimmung]] eines [[Inhalts]] durch eine [[Form]], die das [[Allgemeine]] seiner Existenz zumindest abstrakt darstellt (siehe hierzu auch [[abstrakt Allgemeines]]). Sie entsteht aus den gegensinnig bestimmten [[Formen]] (siehe [[Dialektik]]), durch die [[Gleichgültigkeit]] der [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]], die ihre [[abstrakte]] [[Beziehung]] verdoppeln indem sie ihre [[abstrakte]] [[Form]] doppelt [[vergegenwärtigen]]. Sie [[bestimmen]] ihre [[Inhalte]] so, wie sie davon zugleich bestimmt sind (vergleiche hierzu z.B. [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] durch seine Funktion als [[Maß der Werte]] und [[Geld]] als [[Kaufmittel]] durch seine Funktion als [[Maßstab der Preise]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentliche [[Folge]] der [[gesellschaftlichen]] [[Macht]] einer [[Abstraktion]] ist die [[Verkehrung]] ihrer [[Inhalte]] zur Bestärkung ihrer [[Form]], in der ihre [[Inhalte]] eine verkehrte [[Wirkung]], eine verkehrte [[Wirklichkeit]] erfahren die sie durch ihre [[verselbständigte]] Macht (siehe hierzu [[fremde Kraft]]) [[bestimmen]]. Eine [[Bestimmung]] ist das, was ein [[Wesen]] in einem anderen [[reflektiert]], was der Stimme von einem [[Wesen]] auf dieses erfolgt und hierdurch eine Verneinung (siehe [[Negation]]) seiner [[Subjektivität]] betreibt, indem es [[objektive]] [[Wirkung]] [[erfährt]], hiervon bestimmt ist, also dessen [[wesentliche]] [[Bestimmtheit]] solange [[fortbestimmt]], wie es durch andere [[Reflexionen]] anderer [[Wesen]] also [[wesentlich]] verändert wird und hierdurch seine Negation negiert. Dies macht die Erneuerung seiner [[Eigenschaften]] aus, die seine [[Geschichte]] als Veränderung ihrer [[Eigenheiten]] (siehe auch [[Eigentum]]) [[entwickeln]]. Dieser Prozess ist bei Marx der Prozess einer [[objektiven]] Veränderung durch die ihrer geschichtlichen [[Kraft]] [[bewussten]] [[Subjekte]], bei Hegel eine [[Selbstveränderung]] in der [[fortbestimmten]] [[Entfaltung]] seiner wesentlichen [[Gründe]], deren Rückkunft in einer höheren, weil [[reichere]] Ebene ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nottut, verlangt nach einer Änderung, einem[[Anderssein]] der [[Verhältnisse]]. Es muss in diesen begriffen sein, um veränderbar zu werden. Aber der [[Begriff]] sowohl [[gegenständllicher]] als auch [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] kann in [[Wirklichkeit]] nur wahr sein, wenn sich [[Begriff]] und [[Sache]] im [[Verhältnis]] ihrer [[Wirkungen]], in ihrer [[Wirklichkeit]] [[identifizieren]] lassen. Bleibt diese nur [[abstrakt]] durch eine [[fremde Kraf]]t vermittelt, so wird sie von einer [[Abstraktionskraft]] betrieben (siehe auvch [[Trieb]]), die einem ihrem [[Wesen]] [[fremden]], einem [[abwesenden]] [[Grund]] entspringt und daher als leere [[Formbestimmung]] eine übermächtige[[Wirkung]] hat. Diese [[verkehrt]] das [[Verhältnis]] von [[Form]] und [[Inhalt]], indem sie die [[Form]] [[inhaltlich]] bestimmend [[erscheinen]] lässt, als Naturalform ihrer [[Verhältnisse]] (sihe hierzu z.B. [[Autopoiesis]]), die ihr [[Dasein]] [[wie eine]]innerlich [[wirkende]] [[Natur]][[bestimmt]] (siehe hierzu [[Warenfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formbestimmung ist die [[Erscheinungsform]] der [[Bestimmung]] einer [[abstrakten]] [[Form]], die selbst aus ihr über die Verdopplung ihrer [[Substanz]] durch ihren Widerschein ([[notwendiger Schein]]) als [[Form]] durch sich und für sich, also an und für sich hervorgegangen ist. Wo die [[Form]] sich als Ursprung wie Resultat ihrer [[Inhaltlichen]] [[Beziehung]] [[verhält]], die sich selbst abgebrochen hat und nurmehr in der [[Form]] [[aufgehoben]] ist, weil sie in ihrer [[Inhaltlichen]] [[Entwicklung]] keine ihr angemessene [[Form]] finden kann, da [[verallgemeinert]] sich ihre [[Form]] durch ihre bloße Funktion, durch die [[Tatsache]] ihrer [[Beziehungen]], die sich durch ihren [[Widerspruch]] [[substanziell]] selbst [[abstrakt]] geworden sind. Weil sich diese [[Tatsache]] [[Inhaltlich]] [[widerspricht]], mal dieses, mal jenes sein kann, weil sie im Grunde beliebig ist und keinn Sinn vermitteln kann, müssen sich auch ihre [[Inhalte]] im [[Allgemeinen]] duch einander [[nichten]]. Die Formbestimmung betreibt ihren [[aufgehobenen]] [[Inhalt]] als Residuum, als [[Abstraktionskraft]] der [[Allgemeinheit]] ihrer i[[Inhaltlichen]] [[Beziehungen]], die nicht einfach nur [[Nichts]] sein können und deshalb in ihrer Nichtigkeit (siehe [[Negation]]) in die [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Substanz]] verfallen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Marx hat die Entwicklung einer Formbestimmung an der [[Entwicklung]] der Geldform aus der [[Wertform]] dargestellt, in der die [[Beziehung]] des einfachen und zufälligen [[Inhalts]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]]von [[Waren]] abgebrochen ist und sich die [[inhaltliche]] [[Beziehung]] des [[Zahlungsmittels]] als [[Ware]]gegen [[Geld]] (W-G) zur [[Beziehung]] eines [[Kaufmittels]] als [[Geld]] gegen [[Ware]] (G-W) mit der Aufhäufung der Kaufakte gleichsetzt und somit [[gleichgültig]] gegen ihren [[Inhalt]] wird. Da somit die [[Beziehung]] W-G und G-W im [[Geld]] gleichgesetzt ist, verdoppelt es seine leere Funktionalität (W-G-G-W), die sich allgemein als [[Beziehung]] des Geldes zu sich selbst (G-G) durchsetzt. Von da her wird [[Geld]] als [[Kaufmittel]]mächtig gegen seine Funktion als bloßes [[Zahlungsmittel]] und hierdurch zum [[Subjekt]] des [[Warentauschs]], zu dessn [[allgemeiner]]Formbestimmung. Hierdurch bestärkt die Form sich selbst, weil sich alles im [[Nichts]] nur um sich selbst [[bewegt]] und sich zugleich durch seine abstrakte [[Substanz]] auf alles bezieht, das seine [[Form]] einnehmen und annehmen kann. Während es im [[Allgemeine]]n für alles da ist, ist es für sich gleichbleibend und zugleich durch alles andere in seiner Vermittlung außer sich, also [[objektiv]] als [[Form]] bestärkt, zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] geworden, wodurch sich die [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]] zu ihrer [[Form]] [[verkehrt]] hat (siehe heirzu [[Verkehrung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede [[Geschichte]] entwickelt mit einer naturhaften [[Notwendigkeit]] ihre [[Form]] durch die [[Inhalte]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Jede Produktform menschlicher [[Arbeit]] ist die gesellschatliche Form ihrer [[Natur]]: [[Naturalform]] ihrer [[Gesellschaft]] (siehe [[Naturbestimmung]]). Eine [[Form]] kann sich nur durch ihre [[wirklichen]] [[Inhalte]] entwickeln, denn jede [[Entwicklung]] geschieht durch einen [[Inhalt]], der seine [[Form]] finden muss, um [[gegenständlich]], also [[objektiv]] da zu sein (siehe [[Dasein]]). Von daher ist jeder Inhalt nur durch die [[Form]] [[gegenständlich]] - sei er sinnlich oder geistig, materiell oder immateriell und bestünde er auch nur aus einem Buch, einer Kapelle, einem Konzert, einem Film, einem Haus, einem Spiegelei oder was auch immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Form]] eines [[Gegenstands]] ist dessen Inhalt objektiv und daher können sich auch nur hierüber [[Inhalte]] mitteilen, [[vermitteln]], und [[nutzen]] lassen. Wenn ihre [[Vermittlung]] aber nicht ihrer [[Natur]] gemäß sich verhält, das [[einzelne]] Dasein der [[Naturalformen]] nicht in ihrer [[gesellschaftlichen]][[Form]][[allgemein]] [[verwirklicht]] ist, so [[verwirklicht]] die [[Verallgemeinerung]] der bestimmten [[Inhalte]] mit ihren Inhalten eine [[Reduktion]] ihrer [[Gewissheit]], ein [[abstrakt Allgemeines]], das die [[Wirklichkeit]] ihrer einzelnen Formen durch das [[bestimmt]], wovon es mit oder ohne [[Absicht]], [[subjektiv]] oder [[objekiv]], [[ideologisch]] oder [[wirklich]] absieht (siehe auch [[Bewertung]]). Als diese [[Formbestimmung]], ist es eine durch die [[Abwesenheit]] ihrer [[Naturalform]] wirksame [[Abstraktion,]] die durch die [[Reduktion]] der darin vermittelten gesellschaftlichen [[Beziehungen]] zu einer [[abstrakten]] [[Naturalform]], zu einer [[Abstraktionskraft]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein [[Sinn]] seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existiert, weil er nicht verfügbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]] ist, wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] Beziehung darstellen, als bloßer [[Körper]], als [[Stoff]] seiner [[Natur]]. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] auf ein substanzielles Verlangen, wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem Inhalt nach ds [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur verwirklichen kann, wenn sie sich gegen das durch seinen Mangel bestimmte [[Dasein]] antreibt. Sie muss ihre inhaltliche [[Not]] wenden und wird daher als [[Formbestimmung]] mächtiger als diese - eben [[notwendig]]. Um ihren [[Begriff]] zu [[erschließen]] muss sie als bestimmte [[Negation]] und zugleich gleichgültig gegen ihre Beziehung ent-deckt sein (siehe auch [[Kritik]]). Und so hat ihre [[Analyse]] die [[Bedingung]] ihrer [[Erkenntnis]] (siehe auch [[Kritische Theorie]]) erfüllt, wie Marx z.B. bei der Analyse der Geldform die Formbestimmung der [[Gebauchswerte]] ent-decken konnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Gebrauchswert, wogegen sich das Geld als der Möglichkeit nach Kapital, austauschen kann, kann nur der Gebrauchswert sein, woraus der Tauschwert selbst wird, sich erzeugt und vermehrt. Dies aber ist nur die Arbeit. Der Tauschwert kann sich nur als solcher realisieren, indem er dem Gebrauchswert - nicht diesem oder jenem - sondern dem Gebrauchswert in Bezug auf ihn selbst - gegenübertritt. Dieser ist die Arbeit. Das Arbeitsvermögen selbst ist der Gebrauchswert, dessen Konsumtion unmittelbar mit der Vergegenständlichung der Arbeit, also der Setzung des Tauschwerts zusammenfällt. Für das Geld als Kapital ist das Arbeitsverrnögen der uninittelbare Gebrauchswert, gegen den es sich auszutauschen hat. Bei der einfachen Zirkulation war der Inhalt des Gebrauchswerts gleichgültig, fiel außerhalb die ökonomische Formbeziehung. Hier ist er wesentliches ökonomisches Moment derselben. Indem der Tauschwert nur dadurch als an sich im Austausch festhaltender zunächst bestimmt ist, daß er sich austauscht mit dem seiner eignen Formbestimmung nach ihm gegenüberstehnden Gebrauchswert. [[(MEW 42, S. 944)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Abstraktionskraft]] [[bestimmt]] ihre [[Verhältnisse]] mit einer ihnen [[fremden]] [[Wirkung]] (siehe hierzu auch [[fremde Kraft]]) und verleiht jedem einzelnen darin bezogenen [[Körper]] einen dem entsprecheden [[Doppelcharakter]], der in seinen Verhältnissen auch deren Formen verdoppelt. Eine [[Formbestimmung]] ist eine aus der [[Form]] der gesellschaftlichen Verhältnisse herausgesetzte [[Bestimmung]], eine durch deren Verdopplung hervorgerufene [[Abstraktion]] ihrer [[Substanz]] (siehe hierzu [[Begriffssubstanz]]), die aus der [[Reduktion]] ihrer Inhalte eine [[Abstraktionskraft]] entwickelt. Mit jeder von ihrem [[Inhalt]] [[isolierten]] [[Quantifizierung]] (siehe hierzu auch [[Dialektik]]) vergrößert sie die eigentümlichen Entfremdungsmacht ihrer [[Abstraktionskraft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo sich in der [[Allgemeinheit]] der Beziehungen die gegensinnigen [[Naturalformen]] der [[Gebrauchswerte]] in ihrem [[Wert]] aufheben, der eine Inhalt durch einen beliebig anderen vertauscht und ersetzt werden kann, da heben sie einander in ihren wirklichen [[Beziehungen]] auf und [[widersprechen]] ihrer Entstehung und gesellschaftlichen Bezogenheit. Wiewohl ihre [[Naturalformen]] immer Träger der gesellschaftlichen Form bleiben, werden sie durch ihre [[Gleichgültigkeit]] füreinander unwirklich und können sich nur darin [[verallgemeinern]], dass ihre [[Beziehungen]] durch [[nichts]] anderes begründet sind, als durch die bloße [[Tatsache]] ihrer [[Existenz,]] als [[isolierte]] [[Form]] für sich, in der von allem [[Inhalt]] abgesehen wird. Sie verlieren darin ihr sinnliches [[Wesen]], weil dieses in ihrer allgemeinen [[Wirklichkeit]] [[abwesend]] ist. Durch die [[Bestimmungen]] ihrer [[Abstraktion,]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer denaturierten [[Beziehungen]] wird dann ihre Allgemeinform zu einer Formbestimmung, die ihre natürlichen [[Beziehungen]] nur noch [[abstrakt]] vermittelt (siehe hierzu z.B. auch das [[Verhältnis]] von [[Gebrauchswert]] und [[Tauschwert]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil diese Allgemeinform also bodenlos, leer geworden ist, weil sie sich von ihrem wesentlichen [[Inhalt]] gelöst hat (siehe auch [[Verselbständigung]]) und diesen nicht mehr bestärken kann, verwirklicht sie nur noch die [[Wesensnot]] ihrer [[abwesenden]], ihrer [[unwirklich]] gewordenen [[Beziehungen]] (siehe auch [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]], [[abstrakt menschliche Gesellschaft]]). Sie bildet sich darin als eine leere [[Negation]] (siehe z.B. [[Wert]]), als Entleerung bis zu einem Vakuum fort (siehe z.B. [[Negativverwertung]]), wodurch sie durch [[Nichts]] gefüllt wird und nur noch ihre [[Nichtung]] betreiben kann. Und wo dann ihrem [[Sinn]] nicht die ihm entsprechenden [[Form]] entspricht, weil er nicht verfügbar, deformiert oder ganz zerstört, seine [[Natur]] einfach [[abwesend]] ist, wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur im [[Schmerz]] seines [[substanziellen]] [[Daseins]] [[wahr]] sein. Ohne seinen [[wirklichen]] [[Gegenstand]] stellt er sich in einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] als bloßer [[Körper]] dar, als reiner [[Stoff]] (siehe auch [[Körper]]) seiner [[Natur]], auf den die aus ihm entwickelte Formbestimmung zugreift und durch ihn das [[abstrakte]] [[Wesen]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], des im [[Allgemeinen]] beliebigen [[Andersseins]] [[vermittelt]], die ihren [[Begriff]] als das wesentlich [[materialisiert]], was nicht mehr wirklich zu greifen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formbestimmung ergibt sich dem Verhältnis gegensätzlicher selbständiger Positionen, die keine Inhaltliche [[Beziehung]] realisieren können und daher über ihre [[Form]] vermittelt werden, um eine [[Beziehung]] ihrer [[Inhalte]] durch eine doppelte [[Bestimmung]] ihrer [[Form]] zu halten, die ihre inhaltliche Substanz durch ihre doppelt bestimmte [[Form]] verdoppeln müssen. Im &#039;&#039;Kapital&#039;&#039; hatte Marx seine Argumentation daraus bezogen, dass er zeigen konnte, dass immer zuerst eine Doppelform aus unvermittelbaren [[Inhalten]] entsteht, durch deren Allgemeinform schließlich ein selbständiges [[Ganzes]] ihrer [[abstrakten]] [[Beziehung]] entsteht. So hatte er z.B. die Entstehung der totalen [[Wertform]] des [[Geldes]] aus der doppelten Beziehung des [[Geldes]] im Warenhandel begründen können, weil das [[Geld]] beirm Handel auf den Warenmärkten doppelt so oft vorkommt, wie die einfache Warenform. Als [[Kaufmittel]] W-G und [[Zahlungsmittel]] G-W kann die Ware nicht auf sich zurückkommen, sich nicht verallgemeinern, wohl aber die Geldform, die alleine ihre erste [[Beziehung]] W-G mit ihrer zweiten G-W verbinden kann wodurch sich der einzelne Pol der Wertbeziehungen sich nur durch den anderen verallgemeinern kann: W-G-G-W lässt einzelne [[Waren]] zurück, die sich alle nur über das [[Geld]] in G-G vermitteln. Der ganze Markt muss sich daher verdoppeln, damit beide [[Formen]] ihren [[Wert]] ausdrücken können, einerseits als einzelne [[Waren]], die ihren [[Wert]] als eigenständiges [[Wertmaß]] in [[Geld]] ausdrücken müssen, andererseits als der [[allgemeine]] [[Maßstab der Preise]] durch die Wertsumme des vorhandenen [[Geldes]]. Die Formbestimmung ist somit der Grund für die hiernach bestimmten [[Inhalte]] ihres Verhältnisses und ihrer [[widersprüchlichen]] Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formbestimmung entsteht in der [[Notwendigkeit]], [[isolierte]] [[Beziehungen]] abstrakt zu vermitteln, weil diese nur als [[Form]] für sich und durch sich existieren und keine [[Form]] füreinander haben, die ihrem [[Inhalt]] entspricht. Formbestimmung [[bestimmt]] sie [[äußerllich]] in dem Zweck füreinander, in dem sie [[inhaltlich]] voneinander absehen, also nur [[abstrakt allgemein]] durch eine allgemeine [[Abstraktion]] aufeinander bezogen sind. Eine Formbestimmung entsteht also durch die allgemeinen Vermittlung ihrer Inhalte in Verhältnissen, in denen sie sich nicht wiurklich aufeinander beziehen können. Sie bewirkt die Veränderung von [[Inhalten]] durch die [[Macht]], die eine [[Form]] durch formelle [[Beziehungen]], durch die Form von [[Abstraktionen]], durch die [[Abwesenheit]] der konkreten [[Inhalte]] anderer Formen, die eine [[Macht]] durch ihre [[Negation]] haben, als das, was hiervon nicht wirklich ist, weil es nicht wesentlich als das da ist, als was es erscheint. Dieses [[abstrakte]] [[Wesen]] vollzieht in der [[abstrakten Allgemeinheit]] seines [[Daseins]] die Verdopplung der [[Beziehung]] mächtiger [[Inhalte]] durch ihre formellen Zusammenhänge, durch die negative [[Substanz]] ihrer [[Synergie]] (siehe hierzu auch [[Wert]]). Es ist das, was der [[Strukturalismus]] dazu gebracht hat, aus den [[Strukturen]] selbst seine Ableitungen positiv zu begründen (siehe hierzu auch [[Wertkritik]]),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo [[Formen]] ihrem [[Inhalt]] nicht entsprechen können, verlieren sie daher mit ihrer Quantifizierung an [[Qualität]]. [[Qualität]] ist die Einheit von [[Substanz]] und [[Inhalt]], das bestimmte [[Sein]], wie es da ist, wie es im [[Wesen]] des [[Begriffs]] der [[Inhalt]] an sich und [[Form]] für anderes ist. Aber als [[Form]] seines [[Daseins]] verselbständigt es sich, wo sie nicht oder nicht ganz inhaltlich bestimmt ist, wo sie ihren Inhalt nicht wirklich und ganz darstellt und darin substanziell mangelhaft wird, nach einer ihr äußeren Einheit verlangt, um Form für andere zu sein. Sie speist sich dann aus dem Dasein ihrer bloßen Substanz, um von ihrem [[Inhalt]] überhaupt absehen, ihn [[abwesend]] ertragen zu können. Der Inhalt stellt sich daher in seiner [[Negation]] als [[Formbestimmung]] dar, die als eine ihm [[entfremdete]] [[Macht]] wirksam wird (siehe auch [[Wirklichkeit]]). In der [[Negation]] wird die [[Form]] eines [[ausgeschlossenen]] [[Inhalts]] in [[abstrakten]] [[Verhältnissen]] [[bestimmend]] weil darin sich die Seinsinhalte [[aufgehoben]] und auf ihre leere [[Substanz]] [[reduziert]] haben und somit auch in ihrer [[Abwesenheit]] noch [[da sind]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen Verhältnis wird diese abstrakte [[Substanz]] schließlich zu einer [[Formbestimmung]] ihres qualitativen [[Daseins]], in welchem sie an und für sich selbständig, also verselbständigt durch sich erscheinen kann. Darin aber bleibt ihr wirklicher Inhalt abwesend, denn er muss in dieser Form [[wesentlich]] [[abwesend]] sein, um sich aus seiner Masse als Maß für sich zu erhalten. Dies ist der Grund, warum mit zunehmender Quantität seiner Verhältnisse sich neue Verbindungen von Form und Inhalt und also neue Qualitäten ergeben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Form ist zunächst allein durch ihren [[Inhalt]] [[bestimmt]]. Die [[Form]] eines Tanks z.B. ist zuförderst durch die Art und das nötige Quantum des Inhalts bestimmt, wieweit er z. B. für den Betrieb in einem PKW oder den Wasservorrat einer Kommune reichen muss usw.. Von seinem [[Nutzen]], also von seinem [[Gebrauchswert]] her ergibt sich nichts, was seine [[Beziehung]] auf sein [[Wesen]], seine Herkunft und sein [[Dasein]] für den [[Warentausch]] auf dem Markt verweist. Dazu wäre es nötig, den [[Aufwand]] für seine Herstellung, die in ihm [[veräußerte]] [[Arbeit]] zu kennen, und zu [[wissen]], wie begehrt, wie groß die [[Nachfrage]] nach ihm ist. Aber auch dann [[erkennt]] man an ihm selbst nur, dass er einen [[Wert]] haben muss, für den er entweder adäquat zu erstehen, oder besonders billig oder teuer ist, dass sein [[Preis]] also für eine bestimmte [[Nachfrage]] auf dem Markt, also für ein ihm ganz [[äußerliches]] [[Verhältnis]] rein [[quantitativer]] Relationen auf dem Warenmarkt existiert, mit einem [[Preis]] für einen [[Tauschwert]] bezahlt wird, für den er produziert worden war. Darüber wird ersichtlich, dass an ihm eine andere [[Eigenschaft]] bestimmend ist, die ihm nicht unmittelbar entspricht, ihm im Grunde [[gleichgültig]] sein kann, dass er ein Prädikat hat, das auf ihn bezogen [[widersinnig]] ist, weil es nicht seinem [[Inhalt]] entwachsen sein kann, sondern an ihm ein gemeinsames Drittes dieses [[Verhältnissses]] formuliert, dass er also unter einer Formbestimmung entstanden ist, einen äußeren [[Grund]] hat, für den er produziert wurde, um seinem [[Inhalt]], einem [[Bedürfnis]] nach [[nützlichen]] [[Dingen]] genügen zu können (siehe hierzu auch [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede [[Entwicklung]] geschieht im [[Grund]] durch einen [[Inhalt]], der seine [[Form]] findet, die er in der [[natürlichen]] [[Folge]] seiner [[Substanz]] bekommt. Von daher hat jeder Inhalt eine Form und ist durch sie [[gegenständlich]] - sei er sinnlich oder geistig, materiell oder immateriell oder bestünde er auch nur aus einem Buch, einem Konzert, einem Film, einem Haus, einem Spiegelei oder was auch immer. In der [[Form]] eines [[Gegenstands]] erst können sich [[Inhalte]] mitteilen, vermitteln, und nutzen lassen, weil sie sich darin wirklich ins [[Verhältnis]] zu ihrer Entstehung setzen, ihre [[Beziehungen]] [[entwickeln]] können. Doch in [[Verhältnissen]], in denen sich ihre [[Beziehungen]] nicht vermitteln lassen, weil sie [[isoliert]] voneinander [[existieren]], in denen sie also füreinander abstrakt in ihrer [[Wesensnot]] verbleiben müssen, werden sie als [[Abstraktion]] von ihrem Inhalt wirksam (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). [[Getrennt]] von einander reflektieren sie an einander, was sie für sich nicht sind, nicht sein können, weil es [[abwesend]] ist: das [[Allgemeine]] ihrer Inhalte in ihrer [[Substanz]], die ihnen abgeht, sie [[gleichgültig]] gegeneinander werden lässt. Ihre [[Beziehung]] zu einander ist daher gedoppelt: Als inhaltliche Beziehung, die nicht wirklich wahr sein kann und deshalb zugleich eine Abwesenheit in ihrem [[Verhältnis]] reflektiert. Diese erscheint als Formbestimmung, die sich aus dem darin ausgeschlossenen Inhalt nur [[negativ]] mitteilt, als ausgeschlosenes Drittes, das eine substanzielle [[Notwendigkeit]] der Beziehungen in abstrakten Verhältnissen aus deren [[Abwesenheit]] heraus formuliert und von daher ihre Form bestimmt, sie [[verkehrt]] [[erscheinen]] lässt (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Durch ihre Formbestimmung haben deren Inhalte einen ihnen nicht angemessenen Inhalt, einen ihnen nicht gemäßen [[Doppelcharakter]], eine [[fremde]] [[Wirkung]] (siehe heirzu auch [[fremde Kraft]]), die ihren Inhalt selbst äußerlich werden lässt, ihn ihrer Form [[entäußert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In höchster [[Abstraktion]] bewahren sich alle [[Inhalt]] für sich als bloße [[Form]] ihrer [[Substanz]]. Dies ist letztlich das Resultut ihrer [[Abstraktion]], die Inhaltslosigkeit ihrer [[Substanz]], die alleine als [[objektive]] [[Form]] nur [[existiert]] und durch die Absehung von ihrem [[Inhalt]] (z.B. als [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]]) formbestimmend wird (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Weil Inhalte darin für einander [[gleichgültig]] sind und also nur noch durch ihr [[Quantum]] existieren (siehe hierzu auch [[Dialektik]]), wird mit der vollständigen Absehung von allen [[Inhalten]] eine [[ausschließlich]] quantitativ bestimmte [[Form]] (siehe auch [[abstrakt Allgemeines]]), deren [[Ausschließlichkeit]] in ihren [[Verhältnissen]] alle [[Beziehungen]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerliches hat seinen Inhalt außer sich, hat sich also von ihm dadurch [[getrennt]], dass er ihn nur noch abstrakt [[wahrhat]]. Mit einer [[Abstraktion]] wird von der Vielfalt an [[Eigenschaften]] einer Sache oder eines Gedankens oder Verhältnisse abgesehen, so dass die bestimmten [[Inhalte]] mit dem Maß der [[Abstraktion]] immer unbestimmter werden und von daher das [[Qualitative]] sich in seiner Bestimmtheit [[reduziert]] und sich immer ausschließlicher nur [[quantitativ]] darstellt, sich in höchster Abstraktion überhaupt nur noch als [[Quantum]] bewahrt und in der vollständigen Absehung von allen [[Inhalten]] zu einer [[ausschließlich]] quantitativ bestimmten [[Form]] wird, deren Ausschließlichkeit in ihren [[Verhältnissen]] alle [[Beziehungen]] bestimmt. Was durch die Vielfalt seiner [[Eigenschaften]], durch die [[Ergänzungen]] ihrer einzelnen [[Beziehungen]] ein ungeteiltes [[Ganzes]] wäre oder war, wird durch die Formbestimmung in seiner [[Allgemeinheit]] unterbrochen, zerteilt und getrennt, und von daher zu [[isolierten]] Ganzheiten, die sich nur [[gleichgültig]] zu einander verhalten können (siehe hierzu auch [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was als Form im Einzelnen z.B. durch seine [[Nützlichkeit]] noch durchaus in seinen Inhalt bestimmt erscheinen kann, wird daher erst durch seine [[Abstraktion im Allgemeinen]] seiner Verhältniisse bestimmend, als [[Abstraktion]] wirksam. Eine Formbestimmung ist also nicht unbedingt schon in einem [[einzelnen]] Ding, z.B. seiner Gebrauchsweise erkennbar. Diese Bestimmung besteht aber in der [[Allgemeinheit]] seiner Beziehungen, z.B. im [[gesellschaflichen]] [[Verhältnis]] der [[Gebrauchswerte]] als [[Tauschwerte]], wodurch sich der Aufwand seiner Erzeugung in seinem Dasein als Wertträger darstellt, den die Dinge auf dem Markt haben, eben das, was ihre Form in ihrem gesellschaftlichen Verhältnis bestimmt, dem [[Warentausch]], für den die [[Arbeit]] in Gang gesetzt worden war, die sich nur im [[Kauf]] und [[Verkauf]] der [[Waren]] bewähren, also in ihrer [[Wahrheit]] als benötigte Werte bestätigen können - eben weil sie wirklich gebraucht werden und sich zugleich in ihrem [[Wert]] so darstellen ließen, dass sie auch eingetauscht wurden, eintauschbar waren. Die Grundlage hierfür ist die [[Abstraktion]] des Tauschverhältnisses, durch die sich ihr Wert bestimmt und ihrem Dasein einen zweiten Charakter zuweist (siehe [[Doppelcharakter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um bei einer aus dem [[Widersinn]] einer doppelten Bestimmtheit erkannten [[Abstraktion]] dessen Antrieb zu beschreiben, muss das [[begriffen]] sein, was in ihrer Inhaltslosigkeit durch ihre [[Allgemeinheit]] wirksam bleibt: Die reine [[Anwesenheit]] ihrer Form, ihres [[körperlichen]] [[Dasein]], durch die alles [[Abwesende]] ersetzt wird. Dies macht ihre Formbestimmung schließlich aus, die in den Formen ihres Daseins als eine [[fremde Kraft]] [[wirksam]] wird. Das [[abstrakt Allgemeine]] ist die bloße [[Substanz]], die nach Abzug aller [[Inhalte]] eines [[Verhältnisses]] als reine [[Form]] seiner [[Beziehungen]] verbleibt - eben solange, wie diese Beziehung überhaupt noch existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat ein solches [[Ding]] als [[Ware]] selbst durch seine allgemeine [[Beziehung]] also eine weitere [[Bestimmung]], die nicht durch es selbst in seiner besonderen Form besteht, und so ist dies eine Formbestimmung, die [[Bestimmung]] durch einen Inhalt, der zugleich die Notwendigkeit einer anderen [[Form]] aus ihren Verhältnissen reflektiert, in der ihre Besonderheiten als solche nicht aufgehen können. Es ist die Form eines Inhalts, die zugleich den Inhalt einer anderen Form in sich zur [[Bestimmung]]hat, ohne die sie nicht wirklich sein kann, ohne die Grundlage ihrer [[Geschichte]], ihrer Entstehung und Bestimmung, ihrer [[Substanz]] zu verlieren, und von der sie dennoch [[getrennt]] ist, weil sie im einzelnen substanziell andeers ist, als das, wodurch sie sich allgemein identifizieren lässt (siehe z.B. [[Wertform]], [[Wertsubstanz]]). Von daher hat sie einen [[Doppelcharakter]], der einmal ihrem abgetrennten Dasein als Gebrauchsding entstammt, zum anderen ihrem gesellschaftlichen Dasein als Wertding, wie es auf dem Markt bestimmt wird und hierdurch nur mit sich selbst im Widerspruch da sein kann, als Form, die ihrem Inhalt widerspricht und daher eine Position gegen ihn beziehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wenn eine [[Position]] des [[Gegebenen]] nicht sein kann was sie ist, also einen Mangel hat, kann sie nur negativ sein, was sie ist. In der [[Negation]], in die sie hierdurch verwiesen ist, muss sie von ihren [[Inhalten]] abstrahieren. Aber inhaltslos wirkt sie alleine in dieser [[Abstraktion]], also in der [[Substanz]], die keinen konkreten Inhalt mehr haben kann. Von daher bestimmt sie lediglich ihre Form aus ihrer Abstraktheit heraus (z.B. als [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]]). Sie wird zu einer [[Formbestimmung]], die ihren Inhalt [[verkehrt]] entwickeln muss - bis er schließlich als Resultat einer Metamorphose wieder zu einer neuen [[Gegebenheit]] wird und also transformiert durch das existieren kann, was ihr [[abstrakt allgemein]] geblieben ist (siehe z.B. [[Warenfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Widerspruch]] von Form und Inhalte entsteht also aus einer Doppelform, aus dem [[Doppelcharakter]] einer [[Form]], die zugleich Formbestimmung ist. Inhaltlich ist jede [[Beziehung]], auch wenn sie substanziell anders begründet ist. Aber in [[Wahrheit]] hat der Inhalt seine [[Substanz]] nur in seinem organischen Zusammenhang. Auch wenn er nur in seinem Verhalten, dem [[Verhältnis]] zu anderem wirklich wird, stellt er diesen Zusammenhang durch sich selbst dar und her, also auch wo er nicht [[wirklich]] ist. Und weil jede Beziehung sich auf vielerlei Inhalte bezieht, kann auch ein ihr [[fremder]] Inhalt zu seiner Form und also zur Formbestimmung ihrer Verhältnisse werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt kann also auch durch eine Form bestimmt sein, also dadurch bestimmt sein, in welcher Form er sein muss. So wird zum Beispiel eine [[Ware]], die nur zum Gelderwerb produziert wird, durch diesen formbestimmt, weil sie als [[Elementarform]] der Arbeitsprodukte menschlichen [[Reichtum]] darstellt. In der und durch die Formbestimmung [[trennt]] sich ihre [[Substanz]] von ihrem [[Inhalt]] dadurch, dass sie das wesentliche Konzentrat der inhaltlichen Zusammenhänge als etwas anderes darstellt, als es ist, sich in ihrem [[Dasein]] von ihrem wirklichen [[Sein]] enthebt und in seiner [[Entfremdung]] [[verselbständigt]]. Was ihre [[Beziehung]] wesentlich ausmacht erscheint dann in [[fremder]] [[Form]]. So machen z.B. die [[Gebrauchswerte]] die [[Inhalte]] des menschlichen [[Reichtums]] aus, substanziell jedoch ist es die [[Arbeit]] der Menschen, die sie hierfür verausgabt haben. Durch den Gebrauchswert, der sich im Warentausch verhält, erscheint der Reichtum als bloße Eigenschaft einer [[Sache]], einer Sache, die ein ganzes gesellschaftliches Verhältnis verbirgt, das aber nur substanziell erkennbar ist. Und daraus ist daher erst der [[Begriff]] zu entwickeln, der dies erklärt. Denn erst der [[Begriff]] der [[Arbeit]] erklärt diese [[Verkehrung]], worin [[Arbeit]] in ihrer [[Sache]] nur [[fremd]] erscheint. eben dann, wenn [[Arbeit]] nur [[abstrakt]] vermittelt da ist, bzw. existiert. Dann ist die [[Begriffssubstanz]] des menschlichen Reichtums nicht wirkliche [[Arbeit]], sondern [[abstrakt menschliche Arbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Formbestimmung macht eine Form doppelt bestimmt, weil sie Form ist, die durch einen [[Inhalt]], der einer anderen [[Form]] als solche zukommt, weil sie nur darin allgemein sein kann. Es ist eine bestimmte Form, die zugleich einer Form an sich zukommt, die nicht nur Form ihres Inhalts an sich, sondern zugleich mit eigener [[Substanz]] für sich bestimmt ist, mit diesem also einerseits [[identisch]] und zugleich von diesem unterschieden und [[getrennt]] ist (siehe [[Dialektik]]). Solche Form reflektiert ihre Substanz in einer ihr [[fremden]] Form, die ihrem konkreten Inhalt widerspricht und zu ihrer Verwirklichung strebt. Dieser Widerspruch enthält einen Gegensatz von Wirklichkeitsform und zu verwirklichender Form, der sich darin noch permanent aufhebt und die Form als [[Ganze]]s anachronistisch sein lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In solcher[[Aufhebung]] herrscht die [[Abstraktion]] als Einheit von Entstehen und Vergehen. Indem sie in der Formbestimmung also nur [[abstrakte]] [[Bestimmung]] sein kann, reduziert sich diese auf das Mindeste, auf einen [[Durchschnitt]] von Werden und Vergehen und betreibt darin ihre [[Entfremdung]] von sich und ihrem Inhalt. Eine Formbestimmung ist daher eine [[Fremdbestimmung]], die wirksam ist, wo der [[Inhalt]] einer [[Form]] sich nicht in ihr und durch sie konkret gestaltet, nicht ihre [[wirkliche]] [[Bestimmung]] sein kann, weil sie eine ihm fremde [[Notwendigkeit]] zu tragen hat, die zugleich [[abstrakt]] seinem [[Wesen]] entspricht (siehe [[abstrakt Allgemeines]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es begründet sich Formbestimmung also durch einen zweifachen Inhalt, durch die Verdopplung einer [[Form]], durch die [[Reflexion]] eines ihr äußerlichen [[Inhalts]], durch eine [[Bestimmung]], die einer [[Form]] zugegeben wird und ihren Inhalt vermittelt, der [[gleichgültig]] gegen ihren für sich bestimmten [[Inhalt]], aber in dieser [[Getrenntheit]] zugleich diesen bestimmend ist. In solcher Gleichgültigkeit wirkt eine [[Abstraktion]], weil sie für sich nicht sein kann, ohne bestimmt zu sein. In dieser bestimmten und zugleich hiergegen gleichgültigen [[Beziehung]] [[entwirklicht]] die Formbestimmung alle bestimmten Inhalte der Form, da sie hiervon unterschiedene Inhalte [[vermittelt]], von denen sie zugleich absieht, also einen Zweck verfolgt, der eine eigene [[Substanz]] hat, die zwar nicht für sich wahr sein kann, weil sie gleichgültig ist, aber dennoch [[wirklich]], weil bestimmend ist: die Substanz einer [[Abstraktion]] ist. Sie nutzt die [[Form]] eines [[Verhältnisses]]zur [[Vermittlung]] ihrer Zwecke und [[reflektiert]] darin ihre [[Bestimmtheit]] als [[Bestimmung]] dieser Form. Sie vermittelt damit also Inhalte in einem ihr [[fremden]] Zweck, der die Absehung von den konkreten Bestimmungen dieser Inhalte nötig macht, der also real eine [[Abstraktion]] bestimmt und vollzieht (siehe [[Realabstraktion]]), zugleich aber nur durch deren [[Beziehung]] wirklich sein kann. Von daher kann man Formbestimmung auch als [[logische]] Formulierung für [[Entfremdung]] begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die formbestimmte Vermittlung ist damit [[gleichgültig]] gegen ihren Inhalt und dadurch im [[Widerspruch]] zu sich selbst als [[Form]] - [[zwiespätig]]. Durch ihre reale [[Abstraktion]] trennt sie ihre eigenen Inhalte von sich ab und bewahrt diese nur in der Selbständigkeit ihrer [[Abstraktion]], bewahrt damit sich als Formbestimmung durch die [[Vermittlung]] gegensinniger Zwecke als deren [[Formation]]. Durch sie hat sie ihr Material und ist zugleich ihre [[notwendige]] Form, ihr eigenes durch sich bestimmtes Element ([[Elementarform]]), worin sie sich [[fortbestimmt]] als eine [[Kraft]], die ihren Stoff nur [[abstrakt]] für sich hat (siehe [[fremde Kraft]]). Darin ist sie selbständige [[Vermittlung]], ein [[Mittel]], das seinen [[Zwecken]] fremd ist, nicht nur äußerlich, sondern von äußerer Substanz, also Fremdbestimmung. Sie erlangt diese Selbständigkeit durch den politischen Charakter ([[Politik]]) der [[Nutzung]] ihrer [[Substanz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx hat in seinem Buch &#039;&#039;Das Kapital&#039;&#039; nachgewiesen, dass die Grundform des Kapitalismus die Formbestimmung der [[Ware]] als [[Wertform]] ist. Die Substanz dieser Bestimmung, die er als [[abstrakt menschliche Arbeit]]ausführt, zeigt den [[Trieb]] dieser Formbestimmung als Verhältnis des [[Werts]] zu sich selbst, als Wertverwertung, die letztlich den [[System]]zusammenhang des Kapitalismus ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundlage dafür, dass die Ware nicht als Form von Reichtum, als menschliches Produkt ohne Formbestimmung, also als menschliche Sache existiert, ist das politische Verhältnis, das alle Güter nur als Waren gesellschaftlich sein lässt: Das [[Besitz]]verhältnis, das sie im Tauschhandel realisieren. Sein Buch hat daher den Untertitel &#039;&#039;Zur Kritik der politischen Ökonomie&#039;&#039;. Es besagt grundlegend und im Einklang mit den sogenannten &#039;&#039;Frühschriften&#039;&#039; von Marx, dass nur in der Überwindung des Besitzverhältnisses menschlicher Reichtum, Lebensvielfalt des Menschen, wirklich aufgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seiten der Wertkritiker wird [[Formbestimmung]] absolut, also als [[Wirklichkeit]] erzeugende und nicht mehr sie vermittelnde [[Abstraktion]] verstanden. Mit diesem Verstand wird Wert schon selbst zu einem unmittelbaren [[Subjekt]], das Macht hat, weil es unbegriffen, also gar nicht [[wirklich]] selbst da ist als [[unwirkliche]] Wirklichkeit, sondern als ein an und für sich ideller [[Grund]] der seine Wirkung auf die Menschen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegenstand ihrer Kritik ist die [[Abstraktion]] an sich, nicht als Kategorie eines Verhältnisses, als [[Substanz]] einer Formbestimmung, die wirkliche [[Inhalte]] abstrakt vermittelt, sondern selbst konkret, z.B. als wirklich abstrakter Reichtum, wirklich abstrakte Gesellschaft, die keine andere Form hat, als die [[Formbestimmung]]. Doch das ist ein Widersinn in sich: Wie kann eine [[Bestimmung]] selbst das Bestimmte sein, ohne seine [[Form]] zu verdoppeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhältnisse, in denen sich die [[Tauschwerte]] aneinander in ihrem wirklichen Wertsein reflektieren und von daher in ihren [[Preisen]] wesentlich [[Wert]] idealisieren, werden dann zum Objekt einer ihnen entsprechenden &#039;&#039;Halluzination&#039;&#039;, einer durch Vorstellung &#039;&#039;fetischisierten&#039;&#039; Idealität, die im Grunde nichts anderes wie [[Ideologie]] ist. Der [[Warenfetischismus]] ist dann auch nicht die Wirkung eines unwirklichen Verhältnisses auf die Menschen, ihre subjektive Objektivität, eine [[Verkehrung]] ihrer wirklichen Beziehungen zu ihren Sachen, sondern die bloße Wirklichkeit einer [[Idee]] in ihrem unmittelbaren Leben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Gesellschaft</title>
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		<updated>2026-10-15T20:05:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seit jeher ist die menschliche Gesellschaft die [[Form]] der Überwindung der [[Not]], welche die [[Natur]] den Lebewesen im Auseinanderfallen ihrer Beziehungen (siehe [[Getrenntheit]]), in den Zusammenhänge ihrer menschlichen Potenz einer Naturmacht auferlegt, welche im Großen und [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]] nicht [[substanziell]] am wesentlichen [[Sinn]] ihrer [[Gemeinschaft]] teilhaben können, wenn diese als Mangel ihre innere [[Natur]], als Mangel an [[Macht]] über ihr [[Leben]] erschien, als Herrschaft über ihre [[wahre]] Lebenskraft. Die Bedingung der Überwindung ihrer gesellschalftichen Macht ist die Aufhebung dieser Not. &#039;&#039;Was nötig ist, das fügt sich&#039;&#039; war der Spruch einer schlichten Selbstbescheidung der bisheriggen Naturgeschichte der bisherigen Gesellschaften (siehe [[Nützlichkeit]]). Sie bildete sich als Affirmation einer [[Geschichte]] der Formationen ihres [[Stoffwechsels]], die von ihren Herrschern als Mittel ihrer [[Macht]] genutzt worden waren. Der Ausgang der Emanzipation des Menschen von seinem Naturwesen ist daher der [[Zweifel]] an den [[Abstraktion]] von einem menschlichen Naturwesen. Dies hat die [[Kritik]] der [[Kulte]] durch menschliche [[Wirklichkeit]] zur [[notwendigen]] Folge, indem sie wirklich menschliche Geschichte bestimmt und begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das [[Zusammenwirken]] des mennschlichen Naturwesen, dem Wesen der Menschen einer [[bestimmten]] [[Kultur]] und von daher die allen gemeine (siehe [[Allgemeinheit]]) [[Gegenständlichkeit]] ihrer wechselseitigen [[Wertschätzungen]] durch das Recht ihrer [[politischen]] [[Gegenwärtigkeit]] einer angemessenen [[Form]] der [[Vergegenwärtigung]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensinhalte]]. Der [[Wert]] ihrer gesellschaftlichen [[Beziehung]] bemisst sich daher am [[Produkt]] ihrer [[Lebensäußerung]], ob diese nur [[fiktiv]] oder auch [[wirklich]] so da ist (siehe [[Dasein]]), wie sie darin ihr [[Leben]] [[erkennen]]. Sie [[existierten]] daher immer schon mit der [[Sinnbildung]] der gesellschaftlich [[wirksamen]] Lebenszusammenhänge – gleich, warum und wie diese entstanden waren und ob sie von [[ästhetischer]] oder [[sachlicher]] [[Natur]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die bürgerlichen Produktions- und Verkehrsverhältnisse, die bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor. Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Empörung der modernen Produktivkräfte gegen die modernen Produktionsverhältnisse, gegen die Eigentumsverhältnisse, welche die Lebensbedingungen der Bourgeoisie und ihrer Herrschaft sind. Es genügt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. In den Handelskrisen wird ein großer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkräfte regelmäßig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zu viel Zivilisation, zu viel Lebensmittel, zu viel Industrie, zu viel Handel besitzt. Die Produktivkräfte, die ihr zur Verfügung stehen, dienen nicht mehr zur Beförderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig für diese Verhältnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis überwinden, bringen sie die ganze bürgerliche Gesellschaft in Unordnung, gefährden sie die Existenz des bürgerlichen Eigentums. Die bürgerlichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. – Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, daß sie vielseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert. [[(Manifest der Kommunistischen Partei, 1847/48, Karl Marx und Friedrich Engels in MEW 4, S. 467f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen begann mit der [[Entwicklung]] ihrer [[Fähigkeit]], den [[Unsinn]] einer ihnen [[äußerlichen]] [[Kultur]] im [[Glauben]] an ihre übermenschlichen Persönlichkeiten, an die [[Götter]]. Der Ausgang der menschlichen gründet darauf as Wesen ihrer übermenschlichen MAcht zu [[bezweifeln]], aus einem an sich [[abwesenden]] [[Wesen]] zu [[bestimmen]] und von daher der [[Notwendigkeit]] zu folgen, einen [[Verstand]] über ihren [[individuellen]] [[Tod]] hinaus zu [[emanzipieren]] (siehe auch [[Selbstbewusstsein]]) und damit die Kränkung des [[individuellen]] [[Daseins]] durch einen [[gesellschaftlichen]] [[Sinn]] des [[Seins]] [[aufzuheben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft ist ein [[Gemeinwesen]], weil der Mensch sich nicht auf seine [[Einzelheit]] [[reduzieren]] lassen kann, weil er darin umkommen würde, auch wenn ihm verhießen wird, dass er allein &#039;&#039;seines Glückes Schmied&#039;&#039; sei (siehe auch [[Ideologie]]). Gesellschaft besteht nicht aus dem Zusammenkommen von [[einzelnen]] [[Individuen]] (siehe [[Gemeinschaft]]). Sie ist das [[Zusammenwirken]] von Menschen in einem bestimmten [[Lebensraum]] zu einer bestimmten [[Lebenszeit]] und [[Lebenswirklichkeit]], zur Bereicherung und Entfaltung des Vermögens der [[Bedingungen]] ihrer [[Arbeit]], der [[Mittel]] und [[Vermittlung]] ihres [[Lebens]], der [[Produktivkraft]] ihrer [[Lebensbedingung]], ihrer Naturaneigung durch die [[geschichtlich]] [[gebildete]] [[Naturmacht]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]). Im [[kulturellen]], im [[geistigen]] und [[materiellen]] [[Reichtum]] ihres [[Lebens]] (siehe [[Zivilisation]]) äußert sich die durch ihr bisheriges Wirken geschaffene [[Geschichte]] der Menschen in [[Raum]] und [[Zeit]] der [[Verwirklichung]] ihres gesellschaftlichen [[Wesens]] (siehe [[Wirklichkeit]]). Ihr darin [[objektiv]] geschaffener Lebenszusammenhang, den sie [[subjektiv]] als Existenzform ihres [[Gattungswesen]], als eine gesellschaftlich [[objektivierte]] [[Kraft]] eines [[allgemeinen]] Lebenszusammenhangs in [[Form]] und [[Inhalt]] ihres organischen [[Lebens]] in ihrem [[allgemeinen]] [[Dasein]], so wie es als ihre äußere [[Natur]] zu gestalten vermocht hatten, [[bereichert]] sowohl ihr [[einzelnen]] wie zugleich das gesellschaftliche Vermögen ihrer [[Lebensubstanzen]]. Doch dieses ist in ihrer Entwicklung noch immer nur in der [[Armut]] und Armseligkeit ihrer gesellschaftlichen [[Formationen]], der allgemeinen [[Formbestimmung]] der [[Elemente]] (siehe [[Elementarform]]) ihres gesellschaftlichen [[Reichtums]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. [[(MEW 4, S. 462).]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit das Stammeswesen der Naturgesellschaften überwunden ist, muss eine menschliche [[Gesellschaft]] die [[einzelnen]] Menschen in einer der [[politischen]] [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] entsprechend verfassten [[Rechtsform]] im Großen und [[Ganzen]] so auf einander beziehen kann dass ihre [[objektives]] [[Lebensverhältnis]] in der [[Allgemeinheit]] ihrer gesellschaftlich [[Form]] auch dem entsprechend aufgehen. An sich wäre demnach Gesellschaft ein [[objektives]] [[Verhältnis]] im [[Verhalten]] von [[Arbeiten]] und [[Bedürfnissen]], wodurch diese auf ihre [[Arbeit]] zurückkommen. Demnach wäre die Anzahl der Menschen und ihrer [[Bedürfnisse]] durch deren [[Befriedigung]] über ihre Produkte [[befriedet]]: Je mehr Menschen in einer Gesellschaft [[Bedürfnisse]] haben und hierfür [[arbeiten]], desto zufriedener könnten sie darin sein, wenn in der Rechnung auch die [[Bedürfnisse]] ihres Bevölkerungswachstums dem [[Wirtschaftswachstum]] und auch den Sozialleistungen für Kinder und Altersrente und auch bei [[Arbeitslosigkeit]] entsprechen würde. Doch durch die [[Verwertung]] der [[Bedürfnisse]] und [[Arbeiten]] konzentriert sich der [[politische Wille]] nurmehr auf einen [[Mehrwert]], der über den [[Warentausch]] zwischen dem [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] und dem [[Geld]] als [[Kaufmittel]] (siehe [[Kapital]]) entzogen wird und lediglich dessen [[Besitzer]] bereichert und die [[Ohnmacht]] der Einzahler vertieft (siehe [[Kapitalismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen als [[einzelne]] [[Subjekte]], als [[Individuen]] ihrer [[Geschichte]] sind, ist darin als allen gemeiner, als [[allgemeiner]] [[Lebensinhalt]] [[gegeben]], wie sie ihn [[notwendig]] und [[wirklich]] haben müssen und erzeugen, worin sie sich in ihrem [[praktischen]] [[Leben]] [[erkennen]] und [[verwirklichen]]. Etwas [[Allgemeines]] kann aber nur das [[sein]], was allem auch [[wirklich]] gemein ist: Ihre [[Natur]], wie sie für sie da ist (siehe Dasein). Doch diese kann es in [[Wirklichkeit]] nur geben, wo jeder [[Einzelne]] im dem allen Gemeinen, in seiner [[Gesellschaft]] sich auch [[gesellschaftlich]] [[verwirklichen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Indem daher überall einerseits dem Menschen in der Gesellschaft die gegenständliche Wirklichkeit als Wirklichkeit der menschlichen Wesenskräfte, als menschliche Wirklichkeit und darum als Wirklichkeit seiner eignen Wesenskräfte wird, werden ihm alle Gegenstände als die Vergegenständlichung seiner selbst, als die seine Individualität bestätigenden und verwirklichenden Gegenstände, als seine Gegenstände, d.h. Gegenstand wird er selbst. Wie sie ihm als seine werden, das hängt von der Natur des Gegenstandes und der Natur der ihr entsprechenden Wesenskraft ab; denn eben die Bestimmtheit dieses Verhältnisses bildet die besondre, wirkliche Weise der Bejahung. Dem Auge wird ein Gegenstand anders als dem Ohr, und der Gegenstand des Auges ist ein andrer als der des Ohrs. Die Eigentümlichkeit jeder Wesenskraft ist grade ihr eigentümliches Wesen, also auch die eigentümliche Weise ihrer Vergegenständlichung, ihres gegenständlich-wirklichen, lebendigen Seins. Nicht nur im Denken, sondern mit allen Sinnen wird daher der Mensch in der gegenständlichen Welt bejaht. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Fragen der praktischen [[Erkenntnisse]] der [[einzelnen]] Momente ihres [[Lebens]], die zu den Problemen eines Lebenszusammenhangs der Menschen diskutiert werden, muss immer wieder der Gehalt, die [[Substanz]] ihrer [[allgemeinen]] Lebensgrundlagen als das [[Allgemeine]] ihres [[einzelnen]] [[Daseins]] hergenommen werden. Es ist die Frage nach ihrem [[Sein]], wie sie schon von Platon gestellt war. Die Diskussionen hierüber standen oft im Kontext einer Suche nach dem &#039;&#039;Sinn des Seins&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) oder dem [[allgemeinen]] [[Inhalt]] der menschlichen [[Geschichte]] überhaupt im Vorlauf ihres Untergangs, ihres Todes ([[Martin Heidegger]]): [[Verwirklicht]] sich darin die Schöpfung einer höheren Macht, einer [[göttlichen]] Sinnstiftung? Oder vollstreckt darin die [[Natur]] selbst ihre [[Logik]] als [[Geschichte]] der menschlichen Lebensnöte, ihre Lebensnotwendigkeiten (siehe [[dialektischer Materialismus]])? Was treibt sie an? Woraus bezieht sie ihre Gestalt, das [[Ganze]] ihrer [[Teile]]? Woher nimmt sie ihre [[Energie]], woraus bezieht sie ihre wesentliche [[Kraft]]? Ihren [[allgemeiner]] [[Wille]]? Die [[Religionen]] wollten dies alles beantwortet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Je tiefer wir in der Geschichte zurückgehen, je mehr erscheint das Individuum, daher auch das produzierende Individuum, als unselbständig, einem größren Ganzen angehörig: erst noch in ganz natürlicher Weise in der Familie und der zum Stamm erweiterten Familie; später in dem aus dem Gegensatz und Verschmelzung der Stämme hervorgehenden Gemeinwesen in seinen verschiednen Formen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Kulturen hatten dies in der [[Gemeinschaft]] ihrer [[Naturaneignung]] als vergemeinschaftete [[Gewalt]] der Menschen, als ihre [[Naturgewalt]] im lebendigen Zusammenhang ihrer natürlichen [[Kraft]] [[vergegenständlicht]]. Doch diese Vergemeinschaftung konnte es nur geben, wo die Menschen ihre [[Arbeit]] in und mit ihren [[Bedürfnissen]] [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] fanden, ihre einzelnen [[Kräfte]] als gemeinschaftliche [[Wirkung]] [[vermittelt]] hatten und ihre [[Produktionsmittel]] auch [[wirklich]] [[gesellschaftlich]] geteilt wurden. Die [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] konnte daher nur solange [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] werden, wie ihre [[Arbeit]] sich darin auch [[gesellschaftlich]] eingefunden und [[entwickelt]] hatte. Doch dies war bisher nur in [[einzelnen]] [[Beziehungen]] möglich. Deren [[Verhältnisse]] bestanden nur aus [[Teilen]] solcher [[Beziehungen]], nur zum [[Teil]] auch [[gesellschaftlich]], durch die [[Beziehung]] [[gesellschaftlicher]] [[Einzelheiten]] als Vereinzelung einer [[gesellschaftlichen]] [[Teilung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Trennung]] der Einzelarbeiten in [[isolierten]] Kulturen war zwar ihre [[Kraft]] auf ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] konzentriert, zugleich jedoch auch nur vereinfacht, monokultiviert, ihre [[Beziehungen]] nur [[abstrakt allgemein]] [[verwirklicht]]. Die [[Geschichte]] der [[privat]] [[vermittelten]] [[Gesellschaften]] war daher eine [[Geschichte]] der [[Teilung der Arbeit]], der [[Trennung]] der einzelnen [[Gesellschaftlichkeit]] ihrer [[Arbeiten]] im Gemenge ihrer [[privaten]] [[Bedürfnisse]]. Noch heute lassen sich solche [[Kulturen]] in kulturellen Darstellungen als romantische Geste ihrer geschichtlich nicht [[verwirklichten]] und immer noch nicht [[wirklichen]] Lebenszusammenhänge [[wahrnehmen]], weil die Menschen in ihren [[Lebensbedingungen]] zwischen [[Arbeit]] und [[Konsum]] in [[Klassen]] zerteilt waren. Und weil in der bisherige [[Geschichte]] ihre gesellschaftlicher Zusammenhang nur in den [[Klassen]] ihrer jeweiligen [[Kulturen]] [[verwirklicht]] wurde, in denen die [[gesellschaftliche]] [[Existenz]] der Produkte nur in der [[Masse]] von [[privaten]] [[Bedürfnissen]] verwirklicht werden konnte, die einer [[Geldmasse]] der [[produktiven]] [[Konsumtion]] ihrer [[Arbeit]] unterworfen waren. Ihre bisherige [[Weltgeschichte]] war daher nur eine &#039;&#039;Geschichte von [[Klassenkämpfen]]&#039;&#039; (siehe [[historischer Materialismus]]), die ihre [[Gesellschaft]] nur [[abstrakt allgemein]] als eine [[Gemeinschaft]] der [[Abstraktionen]] verwirklicht haben - die also in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionen]], in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionakraft]] [[entwickelt]] und [[verwirklicht]] werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Marx entsteht Gesellschaft nicht einfach durch eine Produktionsgemeinschaft zur Erzeugung [[nützlicher]] [[Dinge]], wie das der so genannte [[Realsozialismus]] [[verstanden]] hatte und wie es die [[Monetaristen]] aller Zeiten [[begreifen]] und das gesellschaftliche [[Produkt]] wie zum [[Konsum]] eines Kuchen auffassen, der für den genehmen [[Nutzen]] eines Jeden lediglich [[gerecht]] zu verteilen sei. Schon jedes Tier weiß, was ihm [[nützlich]] ist. Es verrichtet zum Teil auch eine [[Arbeit]], die seine [[Beziehung]] zur [[Natur]] in sich und außer sich verändert. Und auch der Mensch, wie er sich aus der Wildnis heraus entwickelt hatte, wusste sich und sein [[Leben]] schon so zu gestalten, dass es ihm genehm und reichhaltiger werden konnte. Es war allerdings eine [[Arbeit,]] die zugleich noch den reinen [[naturbestimmungen]] des menschlichen Lebens geschuldet war. Aber auch wenn der [[Nutzen]] menschlicher [[Arbeit]] immer eine Bedingung seiner [[Wirtschaft]] ist, so ist er keine [[unmittelbar]] menschliche Arbeit und von daher kein konstituierendes Moment des [[Reichtums]] der menschlichen [[Verhältnisse]], der menschlichen [[Gesellschaften]] zur [[Bereicherung]] und [[Befriedigung]] menschlicher [[Bedürfnisse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frage, was den [[Kapitalismus]] ausmacht - und was ihn von seiner Grundlage, von der [[bürgerlichen Gesellschaft]] abhebt und unterscheidet - war in der Auseinandersetzung von Marx mit Lassalle über das [[Mehrprodukt]] und den [[Mehrwert]], den [[Profit]] als Ertrag aus der [[Geldverwertung]] (Marx) bzw. als &#039;&#039;Ertrag aus der Arbeit&#039;&#039; (Lassalle) bei dessen Gothaer Programm zur Gründung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands aufgekommen. Damit einher ging die Frage um das [[Wesen]] der menschlichen [[Gesellschaft]] und ihres [[Reichtums]], mit der sich die Lassalle&#039;sche Sozialdemokratie vom Gesellschaftsverständnis des &#039;&#039;Kommunistischen Bundes&#039;&#039; ablösen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Erst in dem 18. Jahrhundert, in der bürgerlichen Gesellschaft, treten die verschiednen Formen des gesellschaftlichen Zusammenhangs dem einzelnen als bloßes Mittel für seine Privatzwecke entgegen, als äußerliche Notwendigkeit. Aber die Epoche, die diesen Standpunkt erzeugt, den des vereinzelten einzelnen, ist grade die der bisher entwickeltsten gesellschaftlichen (allgemeinen von diesem Standpunkt aus) Verhältnisse. Der Mensch ist ... nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann. Die Produktion des vereinzelten Einzelnen außerhalb der Gesellschaft ... ist ein ebensolches Unding als Sprachentwicklung ohne zusammen lebende und zusammen sprechende Individuen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihrem [[Sinn]] entsprechend ist jedes menschliche [[Bedürfnis]] ein inhärentes Moment menschlicher [[Arbeit]], wird von dieser befriedigt und zugleich auch erzeugt. Und so kann diese [[Arbeit]] auch nicht einfach nur brauchbare [[Dinge]], nicht irgendeinen [[Nutzen]] für die Menschen im [[Allgemeinen]] oder für ihre [[Wirtschaft]] besorgen. Durch ihre [[Arbeit]] erzeugen die Menschen ihre [[Sache]], vergegenständlichen sich darin selbst - nicht als reproduzierbarer Mensch, nicht durch irgendeinen [[Nutzen]], etwa für eine [[abstrakte]] [[Wirtschaftlichkeit]] der [[Arbeit]], für deren [[Produktivität]] oder den [[Konsum]]. Sie erzeugen vor allem [[Sinn]] durch sich und für sich, sinnvollen [[Nutzen]], der nicht einfach nur zum Verbrauch oder zur stofflichen [[Reproduktion]] ihres [[Leben]] hinreicht, sondern ihr eigenes [[Leben]] äußert und gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Was ist „nutzbringende“ Arbeit? Doch nur die Arbeit, die den bezweckten Nutzeffekt hervorbringt. Ein Wilder - und der Mensch ist ein Wilder, nachdem er aufgehört hat, Affe zu sein - der ein Tier mit einem Stein erlegt, der Früchte sammelt etc., verrichtet „nutzbringende“ Arbeit.“ [[(Karl Marx, Marx-Engels-Werke 19, Seite 16)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nützliche Arbeit]] ist sowohl für Tiere als auch für Menschen eine unabhängige Existenzbedingung, eine [[naturbestimmung]] um den [[Stoffwechsel]] zwischen ihrem natürlichen [[Wesen]] und ihrer äußeren [[Natur]] zu [[vermitteln]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit ... eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln. [[(MEW 23, S.57)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Menschen und seine [[Gesellschaft]] ist nicht der einfache [[Nutzen]], sondern die Universalität seiner Produktion, die sein [[Leben]] zu immer neuen und verfeinerten Lebensgenuß entwickelt. &#039;&#039;Während der Mensch selbst frei vom physischen [[Bedürfnis]] produziert&#039;&#039; produziert er erst wahrhaft &#039;&#039;in der [[Freiheit]] von demselben&#039;&#039;. Seine Vielfältigkeit schafft seinen gesellschaftlichen [[Reichtum]], seine [[Intelligenz]] bereichert er mit der Verfeinerung der Naturstoffe und der [[Bildung]] neuer [[Beziehungen]] ihrer [[Natur]] für sich (siehe auch [[Naturmacht]]) macht menschliches Leben an sich und durch sich schöner, gibt ihm einen [[Sinn]], der über den bornierten [[Nutzen]] seiner sinnlichen [[Tätigkeit]] hinausgreift: Der Sinn für ein [[schönes]] [[Leben]], das vermittelst der gesellschaftlichen Mitteilung, der menschlichen [[Sprache]] [[gebildet]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sprache]] ist selbst schon ein gesellschaftliches Gebilde, das im Lauf der Zeit, also in der Zeit ihrer Bildungsgeschichte seit tausenden von Jahren entstanden ist. Sie ist als [[Form]] der Mitteilung das lebendige [[Mittel]] der Information und zugleich das Medium der Auseinandersetzung, des auseinander Setzens von [[Inhalten]] der [[gesellschaftlichen]] [[Sinnbildung]] der Menschen und ihrer [[Wahrnehmung]], und so auch der [[Kultur]] einer [[zwischenmenschlichen]], einer &#039;&#039;intersubjektiven&#039;&#039; Mit-Teilung ihrer [[Beziehungen]] und [[Verhältnisse]] im [[Ganzen]], Ort der [[Vermittlung]] von [[Wahrnehmung]], [[Information]] und [[Wissen]]: politischer Ort des [[praktischen Bewusstseins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bildung]] ihres [[Reichtums]] haben die Menschen ihre Lebensverhältnisse durch die [[Naturmacht]] ihrer [[Gesellschaft]] gegründet; - nicht weil sie darin [[objektiv]], als [[objektive]] Natur bestimmt wären, sondern weil es ihr [[Reichtum]] als ihr gesellschaftliches [[Eigentum]] ist, durch den ihre [[Geschichte]] zu einer menschlichen, zu einer [[subjektiven]] [[Geschichte]] wurde, in der ihr [[Leben]] seine geschichtliche [[Form]] über das bloß Naturnotwendige hat, sich seiner [[Sinnbilung]] (siehe auch [[Kultur]]) entsprechend objektiviert. Soweit ihre [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] bestimmt und noch nicht durch einen [[Widerspruch]] hiergegen zur [[Formbestimmung]] seines Gegenteils geworden ist (siehe auch [[Entfremdung]]) formuliert sie immer schon menschliche [[Geschichte]] als [[Gegenständlichkeit]] der menschlichen [[Natur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch ist unmittelbar Naturwesen ... Aber der Mensch ist nicht nur Naturwesen, sondern ist menschliches Naturwesen; d.h. für sich selbst seiendes Wesen, darum Gattungswesen, als welcher er sich sowohl in seinem Sein als in seinem Wissen bestätigen und betätigen muß ([[Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 578f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist die objektive Form des Lebenszusammenhangs von Menschen als [[Lebenverhältnis]] ihrer [[Geschichte]], als geschichtliches Niveau ihrer Menschwerdung. Sie entsteht im Kreislauf der Naturaneignung der Menschen, im [[Verhältnis]] ihrer [[Bedürfnisse]] zu ihrer [[Tätigkeit]], dem [[Sinn]] ihres Verlangens als [[Grund]] der [[Sinnbildung]] ihrer [[Kultur]] und dem [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]]. Die [[Geschichte]] der menschlichen Gesellschaft ist die [[Geschichte]] der [[Naturmacht]] des Menschen, die [[Geschichte]] der [[Produktivität]] seiner [[Arbeit]] und der [[Reichhaltigkeit]] seiner [[sinnlichen]] [[Beziehungen]]: [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Verhältnisse]] des Zusammenwirkens seiner [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. In den Gesellschaften der Menschen vergegenständlichen sich ihre [[kulturellen]] und [[wirtschaftlichen]] [[Beziehungen]] als [[Gegenstände]] ihrer [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. Sie [[verwirklichen]] darin ihre sozialen [[Verhältnisse]] im Lebens[[ausdruck]] ihrer [[Bedürfnisse]] und als [[Lebensäußerung]] ihres [[Arbeit]]svermögens in einem: Als gesellschaftliche Existenzform der [[Geschichte]] ihrer [[Produktivkraft]] für ihre [[Wahrnehmung]], im [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]] für den sinnlichen [[Reichtum]] ihre [[Lebens]] (siehe hierzu auch [[historischer Materialismus]]). Hierfür nötig ist eine gesellschaftliche Vermittlungsform der [[einzelnen]] [[Bedürfnisse]] wie der [[Arbeit]] hierfür, aus dem sich das [[Allgemeine]] ihrer Lebenszusammenhänge ergibt. Es verlangt also ein dem entsprechendes [[politisches]] [[Verhältnis]] von [[Inhalt]] und [[Form]] ihrer hieraus begründeten [[Beziehungen]]. Diese Gesellschaftform hat sich alllerdings in der bisherigen [[Geschichte]] noch nicht ergeben (siehe hierzu auch [[Kommunismus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau zu unterscheiden ist Gesellschaft von jeglicher Form bloßer [[Gemeinschaft.]] Darin verhalten sich Menschen zu einander als [[Lebensumstände]] eines bestimmten Lebenszusammenhangs. In Gesellschaft verhalten sie sich zu ihren [[Lebensbedingungen]]. Der Lebenszusammenhang einer jeden menschlichen Gesellschaft, ganz gleich, in welcher Form und welchen Verhältnissen sie sich verwirklicht, gründet auf ihrer [[Geschichte]], in welcher sich der [[Nutzen]] ihrer Erzeugnisse mit dem [[Sinn]] vereint, den die Menschen unentwegt bilden und woraus und worin ihr Lebensreichtum substanziell entstanden ist und besteht. Gesellschaftliche [[Sinnbildung]] ist die Geschichte und die [[Beziehung]] menschlicher [[Lebensäußerung]] zu den [[Gegenständen]] ihres [[Lebens]], Lebensproduktion, die Geschichte der menschlichen [[Bedürfnisse]] und der [[Arbeit]], durch die sie entstehen und befriedigt werden. [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Arbeit]] von Menschen gestaltet [[Kultur]] und [[Reichtum]], ist ihre gesellschaftliche [[Substanz]], macht ihre [[Wirtschaft]] und [[Sinnbildung]] aus (siehe hierzu [[historischer Materialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist daher immer selbst schon eine gegenständliche [[Bildung]], ein menschliches Lebenswerk, das in den [[Formen]] der [[Verhältnisse]] ihrer bisherigen Geschichte sich auch in ihren [[Beziehungen]] und [[Bedingungen]] fortbildet. Die Menschen stellen immer nützliche Dinge her und bilden immer sinnvolle Zusammenhänge, denn sie können nur nutzen, was sinnvoll für sie ist und nur erzeugen, wofür sie einen Sinn gebildet haben - organisch geht immer das Eine aus dem Anderen hervor. Der gesellschaftliche Lebenszusammenhang ist schon vor aller Erfahrung das Lebensverhältnis menschlicher [[Beziehungen]]. Aber jede Beziehung kann nur sein, wo Eins zum Anderen zieht und dieses sich hierzu auch wirklich verhält, eine wirklich objektive [[Form]] für ihre subjektiven [[Inhalte]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Klassenkämpfen]] geht es um epochale [[Widersprüche]] der Lebensformen. Wo Beziehungen keine objektive Form finden, wo sie versprengt und hierdurch gesellschaftlich [[isoliert]] werden, wo sie in sich selbst zurückfallen, sich in ihrer [[Verselbständigung]] nur noch auf sich [[reduzieren]], wo sie von ihrem wirklichen Sinn absehen, um für die Fortexistenz einer [[abstrakten Gesellschaft]] allgemein nützlich zu sein, da wird der Zerfall zu einem gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem das Tote lebt, weil das Leben unentwegt abgetötet werden muss, um einen gesellschaftlichen [[Unsinn]] zu verewigen. Weil in einer solchen [[abstrakten Allgemeinheit]] nur der Zusammenhang eines Zerfalls sich verwirklichen kann, kann Gesellschaft nicht wirklich gesellschaftlich sein. Sie existiert in einer [[Form]], in der ihre Beziehungen nicht wirklich durch sich selbst wahr sein können, in der das Allgemeine ihrer Verhältnisse ihrem Inhalt vorausgesetzt ist und dessen Vermittlung abstrakt bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Allgemeine schon da sein muss, bevor es wirklich existiert, da zergehen die Notwendigkeiten schon leicht in den unzähligen Sinnfälligkeiten der Ereignisse. Alles erscheint sinnig, bevor es wirklich sein kann, weil es nur Allgemeines im Sinn hat. Davon zehrt jede Ideologie. Und sie sinkt wie eine betörende Nebelschwade in die Niederungen des Alltags. Alles, was für sich bodenlos, in jeder Beziehung nichtig und für jeden Verstand selbstverständlich ist, erscheint darin gut versichert, gut gepflegt und gut bewacht. Es weicht die Konturen auf, in denen alles in Nichts zergeht, lässt Löcher in reizvollem Glanz leuchten, neue Reflektionen sprießen. Und dieser Reiz kann auch nichts anderes sein, als der Widerschein einer Bodenlosigkeit, die nur noch sich selbst erfüllt, Verlangen nach mehr erzeugt, und damit süchtig nach nichts mehr macht, als das, was ist. Aber die Welt wird wieder rund, - und so &#039;&#039;dreht sich alles hübsch im Kreise, wie angenagelt, rührt sich kaum&#039;&#039; (Heinrich Heine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es auch hier wie überall: Eine Gesellschaft besteht nicht aus einer Ansammlung von [[Individuen]], die nebeneinander produzieren und konsumieren, auch nicht als [[Verein]] bzw. Community von [[Individualisten]], die [[selbstlos]] und füreinander frei geschaffene Erzeugnisse hervorbringen, durch die sie einander in gleichem [[Recht]] [[nützlich]] sind. Und sie ist auch nicht ein Interessensverband von [[selbstorganisierten]] Lebensgemeinschaften oder [[Genossenschaften]], die sich im Zweck einer günstigen Bewirtschaftung und Erwirtschaftung ihrer [[Lebensmittel]] treffen. Gesellschaft ist all dem schon durch die Verfügbarkeit des [[Reichtums]] aus ihrer bisherigen [[Geschichte]], als Produkt der menschlichen Geschichtsbildung vorausgesetzt und setzt sich selbst fort durch das [[notwendige]] Zusammenwirken der Menschen, durch die [[Kraft]] ihrer [[Subjektivität]], die sich gegen ihre [[objektiven]] [[Wesensnöte]] aufrichtet, ihre [[Bedürfnisse]] und ihrer [[Produktivität]] zum Zweck ihrer [[Emanzipation]] aus der Beschränktheit ihrer einzelnen [[Existenz]], die [[Synergie]] ihrer [[Lebensproduktion]] als [[Naturmacht]], als wirkungsmächtige Lebenserzeugung, als Lebenserhaltung durch ihre gesellschaftliche [[Ergänzung]] über die bornierte Selbsterhaltung ihrer bloßen [[Zivilisation]] hinaus, als [[Naturmächtigkeit]] ihres sozialen Verhältnisses, ihrer Lebens[[wirklichkeit]] in einer menschlichen [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Basis einer jeden menschlichen Gesellschaft ist die Selbstverständlichkeit der Lebenserhaltung der Menschen, die darin zusammenwirken, deren Aufwände für ihre Lebenserhaltung also in einem gesellschaftlichen [[Verhältnis]] auf ihre [[Bedürfnisse]] [[bezogen]] sind und in ihren Verhältnissen als Verhalten von [[Notwendigkeit]] in [[Freiheit]] entwickelt werden. Ihre natürliche [[Beziehung]] ist daher ihre Teilhabe an einem Verhältnis, in welchem sie einander [[ergänzen]] und die [[Synergie]] ihres Verhältnisses für ihre Fortbildung (siehe [[Sinnbildung]]), für ihre [[Geschichte]] nutzen (siehe auch [[Ergänzungswirtschaft]]). Ihr Auskommen als [[arbeitende]] Menschen sollte daher durch ein Einkommen bestätigt und bestärkt werden, das ihre sinnlichen Verhältnisse bewahrheitet, bewährt und bereichert (siehe [[Reichtum]]). Solange dies gelingt, sind sie einander verträglich und stehen auch ohne ausdrücklichen [[Vertrag]] in ihrem Tun und Lassen in Einklang. Doch [[Gesellschaft]] verlangt das Eingeständnis ihrer [[Notwendigkeit]] und kann nur durch sie hindurch [[Freiheit]] in ihrer Überwindung, in der Verwirklichung seiner [[Lebensäußerungen]], in seiner Selbstvergegenständlichung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch verliert sich nur dann nicht in seinem Gegenstand, wenn dieser ihm als menschlicher Gegenstand oder gegenständlicher Mensch wird. Dies ist nur möglich, indem er ihm als gesellschaftlicher Gegenstand und er selbst sich als gesellschaftliches Wesen, wie die Gesellschaft als Wesen für ihn in diesem Gegenstand wird. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist also nicht nur der wirkliche, sondern auch der notwendige Lebenszusammenhang der Menschen, wie er sich [[geschichtlich]] [[entwickelt]] hat und in welcher Form auch immer dieser da ist. Im [[Dasein]] der Menschen setzt sich ihr [[Sein]] als gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] ins [[Verhältnis]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Von daher ist jedes ihrer Verhältnisse [[substanziell]] gesellschaftlich, also immer in einem ganzen Zusammenhang, in dem sie sich [[ergänzen]] und fortentwickeln, auch wenn er gebrochen oder [[widersprüchlich]] ist (siehe hierzu auch [[Doppelcharakter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber der gesellschaftliche Zusammenhang nicht mehr ist, wo er durch [[Krise]], Krieg oder [[Barbarei]] oder Selbstsucht zerstört ist, [[genichtet]], aufgelöst oder ausgebeutet, abwesend in irgendeiner Form, die [[fremd bestimmt]] ist, da ist er negativ wirksam, weil Gesellschaft überhaupt den substanziellen Zusammenhang des menschlichen [[Lebens]] ausmacht. Wo die Menschen ihre Gesellschaft nicht wirklich haben oder erkennen können, bleibt sie dennoch ihre einzig wirkliche Lebensform und ist dann allerdings als Grundlage ihrer [[Wirklichkeit]] negativ wirksam. Wenn Menschen darin verelenden, wenn Gesellschaft für sie nicht wirklich menschlich da ist, ergibt sich aus ihrer [[Negation]] eine Totalität ihrer [[Abwesenheit]], der Sog ihrer Zerstörung, der sich aus dem menschlichen Vakuum ergibt, in welchem sich ihr Zusammenhang [[nichtig]] macht. Ihr Elend setzt sich dann als politische Gewalt fort, indem aus dem gesellschaftlichen Elend von Individuen eine gewalttätige Kultur entsteht, [[Fanatismus]], [[Rassismus]] und politische Macht, die sich in der [[Meinung]]sbildung verallgemeinert und durch politischen [[Populismus]] zur Wahl gelangt, um als [[Kulturstaat]] verwirklicht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft erweist sich von da her immer als ein ganzes [[Verhältnis]] der Menschen, das Verhalten zu ihrer [[Natur]], ein [[Ganzes]], worin sie einander [[ergänzen]], nicht als Staat, Nation oder dergleichen, nicht politisch, sondern als Organismus, als Lebensform überhaupt und weltweit. Ihr wechselseitiges [[Ergänzen]] ist nicht [[Zweck]] sondern [[Tätigkeit]], Ausdruck ihrer [[Intelligenz]], die durch ihre unterschiedlichen, ihre individuellen [[Sinnbildungen]] schon ihre [[Synergie]] tätigt, durch die sie [[Geschichte]] macht. Diese Gesellschaft gibt es daher nur in und durch ihre Lebenspraxis, durch ihre [[Geschichte]] im historischen [[Dasein]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]) und als dieses Dasein für sie, als ihr [[Verhältnis]] zu sich selbst durch andere und als [[Verhältnis]] zu anderen als Verhältnis zu sich, als [[Beziehung]] des Menschen auf sich als gesellschaftliches Naturwesen. Und das ist ein kompliziertes [[Verhältnis]] zwischen dem einzelnen [[Individuum]] und seiner menschlichen [[Allgemeinheit]] in einer gesellschaftlichen [[Form]], die sich auch als [[Vertrag]]sform verstehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tiere sind auf irgendeine Art und Weise in Gesellschaft, z.B. als Herde, Volk oder Rudel u.a.. Auch sie haben eine gesellschaftliche [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), auch sie haben schon Werkzeuge und einen [[Sinn]] für ihre natürlichen [[Gegenstände]]. Doch erst die Menschen müssen sich in ihrer Gesellschaft [[bewusst]] aufeinander beziehen, um einander nicht zu gefährden, denn sie vergegenständlichen ihre [[Natur]] zu einer menschlichen Gesellschaft, durch die Fähigkeit einer gedanklichen Vorfertigung, durch Denken, wodurch sie planvoll ihren [[Reichtum]], den Lebensreichtum ihres gesellschaftlichen [[Lebens]] erzeugen, entwickeln und aneignen. Diese Gesellschaft ist eine aus ihrer [[Natur]] heraustretende und doch aus ihrer Natur entwickelte Gestaltungskraft, die sich nicht mehr innerhalb der Natur[[notwendigkeiten]] entfaltet, sondern sich als [[Naturmacht]] selbst verhält. Sie ist aus dem objekthaften [[Leben]] in der Natur hervorgegangen und hat sich zu einem lebenden [[Subjekt]] gebildet, ist somit ein [[subjektives]] wie [[objektives]] gegenständliches Verhältnis der Menschen. Sie ist die Lebensform einer Lebensenergie, welche die Zusammenhänge und die [[Stoffe]] der Natur [[intelligent]] und planend für sich zusammenbringt und ihnen eine Entwicklungsmacht, eine [[Produktivkraft]] verleiht, die sich aus ihrer [[Geist]]eskraft heraus entwickelt und verhält. Sie entfaltet ihre Naturenergie als geistiges Verhältnis zu einem gesellschaftlichen Subjekt und erzeugt eine Gegenständlichkeit, die Natur als [[Kultur]], als Lebenszusammenhang der menschlichen Kultur, die sich durch ihre politischen Entscheidungen zu ihrem [[Fortschritt]] oder auch zu ihrem Niedergang [[bestimmen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das lebende Zusammenwirken der Menschen, [[notwendige]] [[Wirklichkeit]] des Menschseins, menschliche [[Synergie]] in der Erzeugung ihres Selbsterhalts und ihres [[Lebens]]. Sie beruht auf dem besonderen [[Verhältnis]] der Menschen zu ihrer [[Natur]], die ihnen gegenständlich und also [[Gegenstand]] ihres [[Stoffwechsels]] und ihrer [[Arbeit]], ihrer [[Sinnbildung]] und [[Kultur]] ist. Ihre Gesellschaft selbst ist die [[Naturmächtigkeit]] ihres Lebenszusammenhangs, durch welche ihr Erhalt und Fortbestand gesichert und die Entwicklung ihrer Lebensvielfalt, die Vielfältigkeit ihres sinnlichen [[Lebens]], ihr geistiger und materieller [[Reichtum]] geschaffen und gebildet wird. Menschliche [[Gesellschaft]] gründet auf den [[Notwendigkeiten]] ihrer [[Naturmächtigkeit]], begründet sich also immer aus ihrer [[Produktivkraft]]. Diese erfordert eine gesellschaftliche Organisation ihrer Nutzung und Fortbildung und verlangt ein hierauf gerichtetes Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Mensch seine Sachen und Güter produziert, hat er sich schon im menschlichen Dasein, wie es sich als menschliche Gesellschaft in jedweder [[Form]] darstellt, in seinem Menschsein unter Menschen erkannt - wenn auch nicht immer als dies schon begriffen. Er ist nicht erst durch seine Produkte, seine gegenständlichen [[Veräußerungen]] objektiv, sondern praktisch immer schon durch sein gesellschaftliches [[Dasein]] in seiner [[Kultur]]. Diese ist daher nicht einfach ein &#039;&#039;Überbau&#039;&#039; über seine Lebensproduktion, sondern deren I[[nhalt]] und von daher weder [[Ideologie]] noch Widerschein (siehe [[Widerspiegelungstheorie]]), sondern praktischer Lebensinhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus veranlassen, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und in dem Begreifen dieser Praxis&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 7)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben ist zum einen Resultat der bisherigen Gesellschaften, welche diesen [[Reichtum]] der Menschen durch den Aufwand ihrer Naturkraft, ihrer [[Arbeit]], geschaffen haben, Resultat der Lebensproduktion der Menschen, Produkt ihrer [[Sinn]]esgeschichte, menschliche [[Kultur]], wie sie sich in den gegenwärtigen [[Verhältnissen]] darstellt; zum anderen sind diese Verhältnisse das gesellschaftliche [[Leben]] in der gegenwärtigen [[Form]], worin die Menschen ihre Naturmacht reproduzieren, entwickeln und fortentwickeln, die Gestalt ihrer Lebensproduktion, ihrer Werkzeuge und ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Sinnbildung]] kann nur in Gesellschaft geschehen, weil der Mensch für sich als Einzelwesen seiner [[Natur]] nicht mächtig ist, keinen anderen [[Sinn]] haben kann als den der Selbsterhaltung, den Sinn für seine Notdurft, notdürftige Sinnlichket. Ohne Gesellschaft können Menschen nicht [[wirklich]] [[leben]], wie auch keine Gesellschaft Bestand hat, in der sie sich als Einzelne nicht einfinden können. Gesellschaft bietet ihnen die Grundlagen ihres Daseins, wie diese zugleich der [[Grund]] ihres [[Daseins]] sind. Sie muss ihre [[Allgemeinheit]] sicherstellen, weil sie nur durch deren Sicherheit sich selbst sicher sein kann. Was über ihre einzelnes [[Sein]] hinausgeht, muss allgemein da sein, weil das [[Einzelne]] [[allgemein]] nur durch sie ein [[Ganzes]] sein kann. Gesellschaft stellt die [[Bedingungen]] ihrer Versorgung her, ihre Kindheits- und Altersversorgung, Vorsorge, Produktions- und [[Lebensbedingungen]], Verkehrswege, [[Bildung]], [[Kultur]], Wohnungsbau, usw. Und es sind zugleich immer die Menschen, die hierfür da sind, arbeiten, [[konsumieren]] und verkehren. Als [[Ganzes]] stellt Gesellschaft daher die [[Geschichte]] der Menschen überhaupt oder in einem bestimmten [[Kultur]]kreis dar, wie sie auch ihr lebendes [[Verhältnis]] ist und also wiederum Gesellschaft bildend ist. In jedem Individuum ist das Ensemble seiner gesellschaftlichen Verhältnisse, wie sich auch die Individuen in der Gesellschaft individuell versammeln, als wirkliches Verhalten von Teil und Ganzem ihres Zusammenhangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der gesellschaftlichen Gestaltung ist durch die Entwicklung ihrer [[Produktivität]] bestimmt, weil diese - anders als bei anderen natürlichen Spezies - die Verfügung über Natur, also die [[Naturmächtigkeit]] des Menschen ausmacht. In den bisherigen Formen der menschlichen Gesellschaft war die Bildung und Ausbildung der menschlichen [[Sinne]] wesentlich durch die Entwicklung ihrer [[Bedürfnisse]] bestimmt, die davon abhängig war, wie die Mittel zu ihrer [[Befriedigung]] verteilt waren, wie sich also Produktivkraft in den Produktionsverhältnissen entwickeln konnte. In dieser Geschichte haben die Menschen ihre [[Wirtschaft]], ihre [[Kultur]] und ihre sozialen Beziehungen als gesellschaftliche [[Form]], also als Art und Weise, worin die Inhalte ihres geschichtlichen Menschseins als Geschichte ihres Gattungswesens stattgefunden hat, zu bestimmten Formen ihres [[Gemeinwesen]] gebildet, welche ihre jeweilige Produktionsepoche ausmacht und heute als bürgerliche Ordung, als [[Staat]] historische [[Existenzformen]] ihrer Gemeinform ist. Die gesellschaftliche Form selbst stelt den Entwicklungsstand der Produktivkräfte dar, auch wenn sich darin ein Widerspruch zwischen Produktivvermögen und Produktionsverhältnis entfaltet (siehe [[Sozialprodukt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was ist die Gesellschaft, welches immer auch ihre Form sei? Das Produkt des wechselseitigen Handelns der Menschen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Steht es den Menschen frei, diese oder jene Gesellschaftsform zu wählen? Keineswegs. Setzen Sie (Adressat des Schreibens, Annenkow) einen bestimmten Entwicklungsstand der Produktivkräfte der Menschen voraus, und Sie erhalten eine bestimmte Form des Verkehrs ... und der Konsumtion. Setzen Sie bestimmte Stufen der Entwicklung der Produktion, des Verkehrs und der Konsumtion voraus, und Sie erhalten eine entsprechende soziale Ordnung, eine entsprechende Organisation der Familie, der Stände oder der Klassen, mit einem Wort eine entsprechende Gesellschaft ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Setzen Sie eine solche Gesellschaft voraus, und Sie erhalten eine entsprechende politische Ordnung (Staatsapparat), die nur der offizielle Ausdruck der Gesellschaft ist. [[(K. Marx, Brief an Annenkow (1846), MEW 4, 548.)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv, also im menschlichen [[Subjekt]] begriffen, ist Gesellschaft die wirkliche Beziehung seines [[Leidens]] und seiner [[Tätigkeit]], die sich objektiv als Gegenständlichkeit seines Werdens, als seine bestimmte menschliche Geschichte äußert. Von daher ist das [[Private]] auch immer ein Raub an gesellschaftlicher Gegenständlichkeit, am menschlichen Vermögen, weil es sich aus der Vermittlung von Individuum und Gesellschaft herausnimmt und sich das Produkt gesellschaftlichen Zusammenwirkens aneignet, ohne dessen [[Wirkung]] als Form des menschlichen Reichtums zurückzugeben. Zerstörung von Gesellschaft entwickelt sich aus der [[politisch]]en [[Macht]] des [[Besitz]]ums, das in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] sich über den [[Ware]]nmarkt durchsetzt (siehe auch [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Diese vollzieht sich in der Realabstraktion von gesellschaftlichen Lebenszusammenhängen, indem sie deren Vielfalt reduziert und deren Einfalt quantifiziert (siehe hierzu auch [[Wert]]). Von da her ist die bürgerliche Gesellschaft auch in der Lage, die bisherige Bildungsgeschichte der Menschen in die [[Barbarei]] des immer absoluter werdenden Privatinteresses umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftlichkeit der [[Menschen]] zeigt sich nicht losgelöst in überhistorischen Inhalten, z.B. Kultur an sich, [[Natur]] an sich, Trieb, [[Arbeit]] an sich usw.. Sie drückt sich immer in der historischen Gestaltung des ganzen Menschseins, in der Bewältigungsform der natürlichen Not der Menschen als gesellschaftliche Basis ihres Zusammenhangs ([[Stoffwechsel]]), also in der jeweiligen historischen Form aus, in der Form, worin sich die Aneignung und Entfaltung ihrer [[Natur]] ereignet, worin sich ihre [[Arbeit]] auf ihre [[Bedürfnisse]], ihre Sinnesäußerung auf ihre [[Selbstwahrnehmung]] und ihr geschichtlich gewordenes [[Sein]] sich auf ihren [[Willen]] bezieht (siehe hierzu auch [[bürgerliche Gesellschaft]]). In diesem Sinne vesteht sich der [[historischer Materialismus]] und begreift sich selbst als Moment der bestimmten Lebensform im [[Bewusstsein]] der gesellschaftlichen Geschichte dieses [[Lebens]]. Geselschaft kann erst [[wirklich]] werden, ihr adäquates [[Dasein]] finden, wenn die konkreten Lebensverhältnisse der Menschen ihre [[Wirklichkeit]] ausmachen. Eine Vorstellung hiervon bietet der [[Kommunalismus]] (siehe auch [[Kommunismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Zusammenwirken der Menschen ist also niemals grundlos, weil es in sich nicht einfach positiv gesellschaftlich bestimmt sein kann. Es müssen die Aufwände nicht nur durch ihre Bedürfnisse entwickelt werden, sondern auch Bedürfnisse durch die [[Wirklichkeit]] ihres Aufwands an [[Arbeit,]] durch das menschenmögliche [[Verhältnis]] von [[Sinn]] und [[Nutzen]] bemessen sein. Gesellschaft muss immer wieder die [[Notwendigkeit]] ihrer [[Natur]] aufheben indem sie Vorsorge und Reichtum zu einer gesellschaftlich Existenz bringt, die Ressourcen, Stoffe und Energien hierfür verfügbar macht, Verkehr, Kommunikation und Produktion zur rechten Zeit am rechten Ort zusammentreffen lässt und die ökonomischen Aufwände politisch auf ihre wirklichen Notwendigkeiten und Bedürfnisse bezieht und zur [[Entscheidung]] bringt. Gesellschaftlihe Entwicklung der Menschen ist daher immer zugleich auch Entwicklung ihrer [[Natur]], die [[Sinnbildung]] als [[Emanzipation]] ihrer Lebensnotwendigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Gesellschaft ist also in ihrer [[Geschichte]] auch begrenzt durch ein Gebiet, auf dem sie sich definiert und das Fläche, Raum und Natur, also auch Bodenschätze bietet. Aber sie ist zugleich Teil der Weltbevölkerung, also einer allen Menschen gemeinen Gesellschaft, hat also auch Teil aller Schätze, die Menschen und Natur zur Erwirtschaftung des gesellschaftlichen Reichtums der Weltbevölkerung zur Verfügung haben. Wie sich diese verschiedenen Ebenen und Beziehungen und Wechselwirkungen, also die Wirklichkeit der menschlichen Verhältnisse auf der Welt so gliedern können, dass alle Teile widerspruchfrei existieren können, das ist die große Frage einer humanen Politik, die nur durch die Form einer [[Ergänzungswirtschaft]] aufzulösen sein wird (siehe hierzu auch [[internationale Kommunalwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Gesellschaftsformen, das ineinander Übergehen einer Form in eine andere als Form der Produktionsweise des Lebens der Menschen (z.B. Stammeskulturen, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, [[Kapitalismus]]). Allein diese Form macht den Begriff einer bestimmten Gesellschaft aus. Die [[Begriffssubstanz]] der Gesellschaftsform begreift das [[Wesen]] ihres Zusammenhangs, in welchem die [[Wirklichkeit]] dieser Form sich begründet. So ist im [[Kapitalismus]] die [[Arbeitszeit]] zur [[Substanz]] aller menschlichen [[Beziehungen]], zur [[Wertsubstanz]] geworden (siehe [[Arbeitswerttheorie]]). Der menschliche Reichtum hat darin [[Wertform]], existiert gesellschaftlich also nur als Aufhäufung von [[Arbeitszeit]] dar, [[gleichgültig]], wieviel [[Sinn]] diese für die einzelnen Menschen [[wirklich]] hat. Was sie in dieser Gesellschaftsform an Gütern des [[Lebens]] erhalten, wird ihnen durch das Einbringen und Verwerten ihrer Arbeitszeit gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits der gesellschaftlichen Form ist [[Kultur]] die lebendige [[Substanz]] einer Gesellschaft, welche diese Form ausfüllt, [[Inhalt]] und [[Sinn]] des menschlichen Zusammenwirkens. Dies bringt angesichts gesellschaftlicher [[Krisen]] die [[populistische]] Rechte dazu, an die Kultur wie an einen selbständigen Träger des Gemeinwesens zu appellieren und dieses mit dem [[Nationalstaat]] gleichzusetzen, aus ihm einen [[Kulturstaat]] zu fordern und die [[Staatskultur]] zur [[Gesinnung]]skultur schlechthin zu machen. Diese hat aber nichts mehr mit einem Gemeinwesen zu tun, da es sich hierbei um eine Verkehrung des menschlichen Zusammenwirkens zu einer Kulturmacht der Staatsgewalt handelt (siehe hierzu auch [[Faschismus]]). Auch ist der Nationalstaat keine Gesellschaft. Er hat immer nur die politische Form bürgerlicher Produktionsweisen zu institutionalisieren und gründet auf den Befestigungsinteressen des Marktgeschehens (siehe auch [[Bürger]]). Indem der [[Nationalsozialismus]] behauptet, Gesellschaft durch den Staat wieder herzustellen, hat er eine Selektion von Menschen als Staatsbürger und &#039;&#039;lebensunwertem Leben&#039;&#039; (sihe [[Euthanasie]]) schon dem Begriff nach nötig (siehe [[Hitler-Formel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es auch Kulturen, die sich nicht in einer Gesellschaft darstellen, sondern als entzweite Gesellschaften einer Produktionsform, der kapitalistischen Produktionsform. Dies hat die [[Globalisierung]], die weltweite Ausweitung des Warenmarktes ergeben: Zur einen Seite die [[Dienstleistungsgesellschaft]], in der sich vorwiegend die [[Geldbesitzer]] zueinander verhalten, und zur anderen die geldlose Gesellschaft, in der die [[Besitzer]] von [[Bodenschätzen]] (z.B. Gold, Silber, Öl, Kupfer usw.), [[Arbeitskräften]] (Familienarbeit z.B. für [[transnationale Konzerne]]) und Natur (z.B. Regenwald) nach Maßgabe des Weltmarktes existieren: die sogenannte Dritte Welt. Aus diesem Gegensatz von Geldbesitz und Naturbesitz ergeben sich die kulturellen Verzerrungen der [[Fremdarbeit]], die zur gesellschaftlichen Eigenständigkeit der [[bürgerlichen Kultur]], zur Kultur der Bürger als eigenständige Gesellschaftsform führt (siehe [[zwischenmenschliche Verhältnisse]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Gesellschaft&amp;diff=11621</id>
		<title>Gesellschaft</title>
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		<updated>2026-10-15T20:03:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seit jeher ist die menschliche Gesellschaft die [[Form]] der Überwindung der [[Not]], welche die [[Natur]] den Lebewesen im Auseinanderfallen ihrer Beziehungen (siehe [[Getrenntheit]]), in den Zusammenhänge ihrer menschlichen Potenz ihrer Naturmacht auferlegt, welche im Großen und [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]] nicht [[substanziell]] am wesentlichen [[Sinn]] ihrer [[Gemeinschaft]] teilhaben können, indem diese als Mangel ihre innere [[Natur]], als Mangel an [[Macht]] über ihr [[Leben]] erschien, als Herrschaft über ihre [[wahre]] Lebenskraft. Die Bedingung der Überwindung ihrer gesellschalftichen Macht ist die Aufhebung dieser Not. &#039;&#039;Was nötig ist, das fügt sich&#039;&#039; war der Spruch einer schlichten Selbstbescheidung der bisheriggen Naturgeschichte der bisherigen Gesellschaften (siehe [[Nützlichkeit]]). Sie bildete sich als Affirmation einer [[Geschichte]] der Formationen ihres [[Stoffwechsels]], die von ihren Herrschern als Mittel ihrer [[Macht]] genutzt worden waren. Der Ausgang der Emanzipation des Menschen von seinem Naturwesen ist daher der [[Zweifel]] an den [[Abstraktion]] von einem menschlichen Naturwesen. Dies hat die [[Kritik]] der [[Kulte]] durch menschliche [[Wirklichkeit]] zur [[notwendigen]] Folge, indem sie wirklich menschliche Geschichte bestimmt und begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das [[Zusammenwirken]] des mennschlichen Naturwesen, dem Wesen der Menschen einer [[bestimmten]] [[Kultur]] und von daher die allen gemeine (siehe [[Allgemeinheit]]) [[Gegenständlichkeit]] ihrer wechselseitigen [[Wertschätzungen]] durch das Recht ihrer [[politischen]] [[Gegenwärtigkeit]] einer angemessenen [[Form]] der [[Vergegenwärtigung]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensinhalte]]. Der [[Wert]] ihrer gesellschaftlichen [[Beziehung]] bemisst sich daher am [[Produkt]] ihrer [[Lebensäußerung]], ob diese nur [[fiktiv]] oder auch [[wirklich]] so da ist (siehe [[Dasein]]), wie sie darin ihr [[Leben]] [[erkennen]]. Sie [[existierten]] daher immer schon mit der [[Sinnbildung]] der gesellschaftlich [[wirksamen]] Lebenszusammenhänge – gleich, warum und wie diese entstanden waren und ob sie von [[ästhetischer]] oder [[sachlicher]] [[Natur]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die bürgerlichen Produktions- und Verkehrsverhältnisse, die bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor. Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Empörung der modernen Produktivkräfte gegen die modernen Produktionsverhältnisse, gegen die Eigentumsverhältnisse, welche die Lebensbedingungen der Bourgeoisie und ihrer Herrschaft sind. Es genügt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. In den Handelskrisen wird ein großer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkräfte regelmäßig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zu viel Zivilisation, zu viel Lebensmittel, zu viel Industrie, zu viel Handel besitzt. Die Produktivkräfte, die ihr zur Verfügung stehen, dienen nicht mehr zur Beförderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig für diese Verhältnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis überwinden, bringen sie die ganze bürgerliche Gesellschaft in Unordnung, gefährden sie die Existenz des bürgerlichen Eigentums. Die bürgerlichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. – Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, daß sie vielseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert. [[(Manifest der Kommunistischen Partei, 1847/48, Karl Marx und Friedrich Engels in MEW 4, S. 467f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen begann mit der [[Entwicklung]] ihrer [[Fähigkeit]], den [[Unsinn]] einer ihnen [[äußerlichen]] [[Kultur]] im [[Glauben]] an ihre übermenschlichen Persönlichkeiten, an die [[Götter]]. Der Ausgang der menschlichen gründet darauf as Wesen ihrer übermenschlichen MAcht zu [[bezweifeln]], aus einem an sich [[abwesenden]] [[Wesen]] zu [[bestimmen]] und von daher der [[Notwendigkeit]] zu folgen, einen [[Verstand]] über ihren [[individuellen]] [[Tod]] hinaus zu [[emanzipieren]] (siehe auch [[Selbstbewusstsein]]) und damit die Kränkung des [[individuellen]] [[Daseins]] durch einen [[gesellschaftlichen]] [[Sinn]] des [[Seins]] [[aufzuheben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft ist ein [[Gemeinwesen]], weil der Mensch sich nicht auf seine [[Einzelheit]] [[reduzieren]] lassen kann, weil er darin umkommen würde, auch wenn ihm verhießen wird, dass er allein &#039;&#039;seines Glückes Schmied&#039;&#039; sei (siehe auch [[Ideologie]]). Gesellschaft besteht nicht aus dem Zusammenkommen von [[einzelnen]] [[Individuen]] (siehe [[Gemeinschaft]]). Sie ist das [[Zusammenwirken]] von Menschen in einem bestimmten [[Lebensraum]] zu einer bestimmten [[Lebenszeit]] und [[Lebenswirklichkeit]], zur Bereicherung und Entfaltung des Vermögens der [[Bedingungen]] ihrer [[Arbeit]], der [[Mittel]] und [[Vermittlung]] ihres [[Lebens]], der [[Produktivkraft]] ihrer [[Lebensbedingung]], ihrer Naturaneigung durch die [[geschichtlich]] [[gebildete]] [[Naturmacht]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]). Im [[kulturellen]], im [[geistigen]] und [[materiellen]] [[Reichtum]] ihres [[Lebens]] (siehe [[Zivilisation]]) äußert sich die durch ihr bisheriges Wirken geschaffene [[Geschichte]] der Menschen in [[Raum]] und [[Zeit]] der [[Verwirklichung]] ihres gesellschaftlichen [[Wesens]] (siehe [[Wirklichkeit]]). Ihr darin [[objektiv]] geschaffener Lebenszusammenhang, den sie [[subjektiv]] als Existenzform ihres [[Gattungswesen]], als eine gesellschaftlich [[objektivierte]] [[Kraft]] eines [[allgemeinen]] Lebenszusammenhangs in [[Form]] und [[Inhalt]] ihres organischen [[Lebens]] in ihrem [[allgemeinen]] [[Dasein]], so wie es als ihre äußere [[Natur]] zu gestalten vermocht hatten, [[bereichert]] sowohl ihr [[einzelnen]] wie zugleich das gesellschaftliche Vermögen ihrer [[Lebensubstanzen]]. Doch dieses ist in ihrer Entwicklung noch immer nur in der [[Armut]] und Armseligkeit ihrer gesellschaftlichen [[Formationen]], der allgemeinen [[Formbestimmung]] der [[Elemente]] (siehe [[Elementarform]]) ihres gesellschaftlichen [[Reichtums]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. [[(MEW 4, S. 462).]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit das Stammeswesen der Naturgesellschaften überwunden ist, muss eine menschliche [[Gesellschaft]] die [[einzelnen]] Menschen in einer der [[politischen]] [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] entsprechend verfassten [[Rechtsform]] im Großen und [[Ganzen]] so auf einander beziehen kann dass ihre [[objektives]] [[Lebensverhältnis]] in der [[Allgemeinheit]] ihrer gesellschaftlich [[Form]] auch dem entsprechend aufgehen. An sich wäre demnach Gesellschaft ein [[objektives]] [[Verhältnis]] im [[Verhalten]] von [[Arbeiten]] und [[Bedürfnissen]], wodurch diese auf ihre [[Arbeit]] zurückkommen. Demnach wäre die Anzahl der Menschen und ihrer [[Bedürfnisse]] durch deren [[Befriedigung]] über ihre Produkte [[befriedet]]: Je mehr Menschen in einer Gesellschaft [[Bedürfnisse]] haben und hierfür [[arbeiten]], desto zufriedener könnten sie darin sein, wenn in der Rechnung auch die [[Bedürfnisse]] ihres Bevölkerungswachstums dem [[Wirtschaftswachstum]] und auch den Sozialleistungen für Kinder und Altersrente und auch bei [[Arbeitslosigkeit]] entsprechen würde. Doch durch die [[Verwertung]] der [[Bedürfnisse]] und [[Arbeiten]] konzentriert sich der [[politische Wille]] nurmehr auf einen [[Mehrwert]], der über den [[Warentausch]] zwischen dem [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] und dem [[Geld]] als [[Kaufmittel]] (siehe [[Kapital]]) entzogen wird und lediglich dessen [[Besitzer]] bereichert und die [[Ohnmacht]] der Einzahler vertieft (siehe [[Kapitalismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen als [[einzelne]] [[Subjekte]], als [[Individuen]] ihrer [[Geschichte]] sind, ist darin als allen gemeiner, als [[allgemeiner]] [[Lebensinhalt]] [[gegeben]], wie sie ihn [[notwendig]] und [[wirklich]] haben müssen und erzeugen, worin sie sich in ihrem [[praktischen]] [[Leben]] [[erkennen]] und [[verwirklichen]]. Etwas [[Allgemeines]] kann aber nur das [[sein]], was allem auch [[wirklich]] gemein ist: Ihre [[Natur]], wie sie für sie da ist (siehe Dasein). Doch diese kann es in [[Wirklichkeit]] nur geben, wo jeder [[Einzelne]] im dem allen Gemeinen, in seiner [[Gesellschaft]] sich auch [[gesellschaftlich]] [[verwirklichen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Indem daher überall einerseits dem Menschen in der Gesellschaft die gegenständliche Wirklichkeit als Wirklichkeit der menschlichen Wesenskräfte, als menschliche Wirklichkeit und darum als Wirklichkeit seiner eignen Wesenskräfte wird, werden ihm alle Gegenstände als die Vergegenständlichung seiner selbst, als die seine Individualität bestätigenden und verwirklichenden Gegenstände, als seine Gegenstände, d.h. Gegenstand wird er selbst. Wie sie ihm als seine werden, das hängt von der Natur des Gegenstandes und der Natur der ihr entsprechenden Wesenskraft ab; denn eben die Bestimmtheit dieses Verhältnisses bildet die besondre, wirkliche Weise der Bejahung. Dem Auge wird ein Gegenstand anders als dem Ohr, und der Gegenstand des Auges ist ein andrer als der des Ohrs. Die Eigentümlichkeit jeder Wesenskraft ist grade ihr eigentümliches Wesen, also auch die eigentümliche Weise ihrer Vergegenständlichung, ihres gegenständlich-wirklichen, lebendigen Seins. Nicht nur im Denken, sondern mit allen Sinnen wird daher der Mensch in der gegenständlichen Welt bejaht. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Fragen der praktischen [[Erkenntnisse]] der [[einzelnen]] Momente ihres [[Lebens]], die zu den Problemen eines Lebenszusammenhangs der Menschen diskutiert werden, muss immer wieder der Gehalt, die [[Substanz]] ihrer [[allgemeinen]] Lebensgrundlagen als das [[Allgemeine]] ihres [[einzelnen]] [[Daseins]] hergenommen werden. Es ist die Frage nach ihrem [[Sein]], wie sie schon von Platon gestellt war. Die Diskussionen hierüber standen oft im Kontext einer Suche nach dem &#039;&#039;Sinn des Seins&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) oder dem [[allgemeinen]] [[Inhalt]] der menschlichen [[Geschichte]] überhaupt im Vorlauf ihres Untergangs, ihres Todes ([[Martin Heidegger]]): [[Verwirklicht]] sich darin die Schöpfung einer höheren Macht, einer [[göttlichen]] Sinnstiftung? Oder vollstreckt darin die [[Natur]] selbst ihre [[Logik]] als [[Geschichte]] der menschlichen Lebensnöte, ihre Lebensnotwendigkeiten (siehe [[dialektischer Materialismus]])? Was treibt sie an? Woraus bezieht sie ihre Gestalt, das [[Ganze]] ihrer [[Teile]]? Woher nimmt sie ihre [[Energie]], woraus bezieht sie ihre wesentliche [[Kraft]]? Ihren [[allgemeiner]] [[Wille]]? Die [[Religionen]] wollten dies alles beantwortet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Je tiefer wir in der Geschichte zurückgehen, je mehr erscheint das Individuum, daher auch das produzierende Individuum, als unselbständig, einem größren Ganzen angehörig: erst noch in ganz natürlicher Weise in der Familie und der zum Stamm erweiterten Familie; später in dem aus dem Gegensatz und Verschmelzung der Stämme hervorgehenden Gemeinwesen in seinen verschiednen Formen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Kulturen hatten dies in der [[Gemeinschaft]] ihrer [[Naturaneignung]] als vergemeinschaftete [[Gewalt]] der Menschen, als ihre [[Naturgewalt]] im lebendigen Zusammenhang ihrer natürlichen [[Kraft]] [[vergegenständlicht]]. Doch diese Vergemeinschaftung konnte es nur geben, wo die Menschen ihre [[Arbeit]] in und mit ihren [[Bedürfnissen]] [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] fanden, ihre einzelnen [[Kräfte]] als gemeinschaftliche [[Wirkung]] [[vermittelt]] hatten und ihre [[Produktionsmittel]] auch [[wirklich]] [[gesellschaftlich]] geteilt wurden. Die [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] konnte daher nur solange [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] werden, wie ihre [[Arbeit]] sich darin auch [[gesellschaftlich]] eingefunden und [[entwickelt]] hatte. Doch dies war bisher nur in [[einzelnen]] [[Beziehungen]] möglich. Deren [[Verhältnisse]] bestanden nur aus [[Teilen]] solcher [[Beziehungen]], nur zum [[Teil]] auch [[gesellschaftlich]], durch die [[Beziehung]] [[gesellschaftlicher]] [[Einzelheiten]] als Vereinzelung einer [[gesellschaftlichen]] [[Teilung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Trennung]] der Einzelarbeiten in [[isolierten]] Kulturen war zwar ihre [[Kraft]] auf ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] konzentriert, zugleich jedoch auch nur vereinfacht, monokultiviert, ihre [[Beziehungen]] nur [[abstrakt allgemein]] [[verwirklicht]]. Die [[Geschichte]] der [[privat]] [[vermittelten]] [[Gesellschaften]] war daher eine [[Geschichte]] der [[Teilung der Arbeit]], der [[Trennung]] der einzelnen [[Gesellschaftlichkeit]] ihrer [[Arbeiten]] im Gemenge ihrer [[privaten]] [[Bedürfnisse]]. Noch heute lassen sich solche [[Kulturen]] in kulturellen Darstellungen als romantische Geste ihrer geschichtlich nicht [[verwirklichten]] und immer noch nicht [[wirklichen]] Lebenszusammenhänge [[wahrnehmen]], weil die Menschen in ihren [[Lebensbedingungen]] zwischen [[Arbeit]] und [[Konsum]] in [[Klassen]] zerteilt waren. Und weil in der bisherige [[Geschichte]] ihre gesellschaftlicher Zusammenhang nur in den [[Klassen]] ihrer jeweiligen [[Kulturen]] [[verwirklicht]] wurde, in denen die [[gesellschaftliche]] [[Existenz]] der Produkte nur in der [[Masse]] von [[privaten]] [[Bedürfnissen]] verwirklicht werden konnte, die einer [[Geldmasse]] der [[produktiven]] [[Konsumtion]] ihrer [[Arbeit]] unterworfen waren. Ihre bisherige [[Weltgeschichte]] war daher nur eine &#039;&#039;Geschichte von [[Klassenkämpfen]]&#039;&#039; (siehe [[historischer Materialismus]]), die ihre [[Gesellschaft]] nur [[abstrakt allgemein]] als eine [[Gemeinschaft]] der [[Abstraktionen]] verwirklicht haben - die also in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionen]], in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionakraft]] [[entwickelt]] und [[verwirklicht]] werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Marx entsteht Gesellschaft nicht einfach durch eine Produktionsgemeinschaft zur Erzeugung [[nützlicher]] [[Dinge]], wie das der so genannte [[Realsozialismus]] [[verstanden]] hatte und wie es die [[Monetaristen]] aller Zeiten [[begreifen]] und das gesellschaftliche [[Produkt]] wie zum [[Konsum]] eines Kuchen auffassen, der für den genehmen [[Nutzen]] eines Jeden lediglich [[gerecht]] zu verteilen sei. Schon jedes Tier weiß, was ihm [[nützlich]] ist. Es verrichtet zum Teil auch eine [[Arbeit]], die seine [[Beziehung]] zur [[Natur]] in sich und außer sich verändert. Und auch der Mensch, wie er sich aus der Wildnis heraus entwickelt hatte, wusste sich und sein [[Leben]] schon so zu gestalten, dass es ihm genehm und reichhaltiger werden konnte. Es war allerdings eine [[Arbeit,]] die zugleich noch den reinen [[naturbestimmungen]] des menschlichen Lebens geschuldet war. Aber auch wenn der [[Nutzen]] menschlicher [[Arbeit]] immer eine Bedingung seiner [[Wirtschaft]] ist, so ist er keine [[unmittelbar]] menschliche Arbeit und von daher kein konstituierendes Moment des [[Reichtums]] der menschlichen [[Verhältnisse]], der menschlichen [[Gesellschaften]] zur [[Bereicherung]] und [[Befriedigung]] menschlicher [[Bedürfnisse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frage, was den [[Kapitalismus]] ausmacht - und was ihn von seiner Grundlage, von der [[bürgerlichen Gesellschaft]] abhebt und unterscheidet - war in der Auseinandersetzung von Marx mit Lassalle über das [[Mehrprodukt]] und den [[Mehrwert]], den [[Profit]] als Ertrag aus der [[Geldverwertung]] (Marx) bzw. als &#039;&#039;Ertrag aus der Arbeit&#039;&#039; (Lassalle) bei dessen Gothaer Programm zur Gründung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands aufgekommen. Damit einher ging die Frage um das [[Wesen]] der menschlichen [[Gesellschaft]] und ihres [[Reichtums]], mit der sich die Lassalle&#039;sche Sozialdemokratie vom Gesellschaftsverständnis des &#039;&#039;Kommunistischen Bundes&#039;&#039; ablösen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Erst in dem 18. Jahrhundert, in der bürgerlichen Gesellschaft, treten die verschiednen Formen des gesellschaftlichen Zusammenhangs dem einzelnen als bloßes Mittel für seine Privatzwecke entgegen, als äußerliche Notwendigkeit. Aber die Epoche, die diesen Standpunkt erzeugt, den des vereinzelten einzelnen, ist grade die der bisher entwickeltsten gesellschaftlichen (allgemeinen von diesem Standpunkt aus) Verhältnisse. Der Mensch ist ... nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann. Die Produktion des vereinzelten Einzelnen außerhalb der Gesellschaft ... ist ein ebensolches Unding als Sprachentwicklung ohne zusammen lebende und zusammen sprechende Individuen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihrem [[Sinn]] entsprechend ist jedes menschliche [[Bedürfnis]] ein inhärentes Moment menschlicher [[Arbeit]], wird von dieser befriedigt und zugleich auch erzeugt. Und so kann diese [[Arbeit]] auch nicht einfach nur brauchbare [[Dinge]], nicht irgendeinen [[Nutzen]] für die Menschen im [[Allgemeinen]] oder für ihre [[Wirtschaft]] besorgen. Durch ihre [[Arbeit]] erzeugen die Menschen ihre [[Sache]], vergegenständlichen sich darin selbst - nicht als reproduzierbarer Mensch, nicht durch irgendeinen [[Nutzen]], etwa für eine [[abstrakte]] [[Wirtschaftlichkeit]] der [[Arbeit]], für deren [[Produktivität]] oder den [[Konsum]]. Sie erzeugen vor allem [[Sinn]] durch sich und für sich, sinnvollen [[Nutzen]], der nicht einfach nur zum Verbrauch oder zur stofflichen [[Reproduktion]] ihres [[Leben]] hinreicht, sondern ihr eigenes [[Leben]] äußert und gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Was ist „nutzbringende“ Arbeit? Doch nur die Arbeit, die den bezweckten Nutzeffekt hervorbringt. Ein Wilder - und der Mensch ist ein Wilder, nachdem er aufgehört hat, Affe zu sein - der ein Tier mit einem Stein erlegt, der Früchte sammelt etc., verrichtet „nutzbringende“ Arbeit.“ [[(Karl Marx, Marx-Engels-Werke 19, Seite 16)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nützliche Arbeit]] ist sowohl für Tiere als auch für Menschen eine unabhängige Existenzbedingung, eine [[naturbestimmung]] um den [[Stoffwechsel]] zwischen ihrem natürlichen [[Wesen]] und ihrer äußeren [[Natur]] zu [[vermitteln]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit ... eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln. [[(MEW 23, S.57)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Menschen und seine [[Gesellschaft]] ist nicht der einfache [[Nutzen]], sondern die Universalität seiner Produktion, die sein [[Leben]] zu immer neuen und verfeinerten Lebensgenuß entwickelt. &#039;&#039;Während der Mensch selbst frei vom physischen [[Bedürfnis]] produziert&#039;&#039; produziert er erst wahrhaft &#039;&#039;in der [[Freiheit]] von demselben&#039;&#039;. Seine Vielfältigkeit schafft seinen gesellschaftlichen [[Reichtum]], seine [[Intelligenz]] bereichert er mit der Verfeinerung der Naturstoffe und der [[Bildung]] neuer [[Beziehungen]] ihrer [[Natur]] für sich (siehe auch [[Naturmacht]]) macht menschliches Leben an sich und durch sich schöner, gibt ihm einen [[Sinn]], der über den bornierten [[Nutzen]] seiner sinnlichen [[Tätigkeit]] hinausgreift: Der Sinn für ein [[schönes]] [[Leben]], das vermittelst der gesellschaftlichen Mitteilung, der menschlichen [[Sprache]] [[gebildet]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sprache]] ist selbst schon ein gesellschaftliches Gebilde, das im Lauf der Zeit, also in der Zeit ihrer Bildungsgeschichte seit tausenden von Jahren entstanden ist. Sie ist als [[Form]] der Mitteilung das lebendige [[Mittel]] der Information und zugleich das Medium der Auseinandersetzung, des auseinander Setzens von [[Inhalten]] der [[gesellschaftlichen]] [[Sinnbildung]] der Menschen und ihrer [[Wahrnehmung]], und so auch der [[Kultur]] einer [[zwischenmenschlichen]], einer &#039;&#039;intersubjektiven&#039;&#039; Mit-Teilung ihrer [[Beziehungen]] und [[Verhältnisse]] im [[Ganzen]], Ort der [[Vermittlung]] von [[Wahrnehmung]], [[Information]] und [[Wissen]]: politischer Ort des [[praktischen Bewusstseins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bildung]] ihres [[Reichtums]] haben die Menschen ihre Lebensverhältnisse durch die [[Naturmacht]] ihrer [[Gesellschaft]] gegründet; - nicht weil sie darin [[objektiv]], als [[objektive]] Natur bestimmt wären, sondern weil es ihr [[Reichtum]] als ihr gesellschaftliches [[Eigentum]] ist, durch den ihre [[Geschichte]] zu einer menschlichen, zu einer [[subjektiven]] [[Geschichte]] wurde, in der ihr [[Leben]] seine geschichtliche [[Form]] über das bloß Naturnotwendige hat, sich seiner [[Sinnbilung]] (siehe auch [[Kultur]]) entsprechend objektiviert. Soweit ihre [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] bestimmt und noch nicht durch einen [[Widerspruch]] hiergegen zur [[Formbestimmung]] seines Gegenteils geworden ist (siehe auch [[Entfremdung]]) formuliert sie immer schon menschliche [[Geschichte]] als [[Gegenständlichkeit]] der menschlichen [[Natur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch ist unmittelbar Naturwesen ... Aber der Mensch ist nicht nur Naturwesen, sondern ist menschliches Naturwesen; d.h. für sich selbst seiendes Wesen, darum Gattungswesen, als welcher er sich sowohl in seinem Sein als in seinem Wissen bestätigen und betätigen muß ([[Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 578f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist die objektive Form des Lebenszusammenhangs von Menschen als [[Lebenverhältnis]] ihrer [[Geschichte]], als geschichtliches Niveau ihrer Menschwerdung. Sie entsteht im Kreislauf der Naturaneignung der Menschen, im [[Verhältnis]] ihrer [[Bedürfnisse]] zu ihrer [[Tätigkeit]], dem [[Sinn]] ihres Verlangens als [[Grund]] der [[Sinnbildung]] ihrer [[Kultur]] und dem [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]]. Die [[Geschichte]] der menschlichen Gesellschaft ist die [[Geschichte]] der [[Naturmacht]] des Menschen, die [[Geschichte]] der [[Produktivität]] seiner [[Arbeit]] und der [[Reichhaltigkeit]] seiner [[sinnlichen]] [[Beziehungen]]: [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Verhältnisse]] des Zusammenwirkens seiner [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. In den Gesellschaften der Menschen vergegenständlichen sich ihre [[kulturellen]] und [[wirtschaftlichen]] [[Beziehungen]] als [[Gegenstände]] ihrer [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. Sie [[verwirklichen]] darin ihre sozialen [[Verhältnisse]] im Lebens[[ausdruck]] ihrer [[Bedürfnisse]] und als [[Lebensäußerung]] ihres [[Arbeit]]svermögens in einem: Als gesellschaftliche Existenzform der [[Geschichte]] ihrer [[Produktivkraft]] für ihre [[Wahrnehmung]], im [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]] für den sinnlichen [[Reichtum]] ihre [[Lebens]] (siehe hierzu auch [[historischer Materialismus]]). Hierfür nötig ist eine gesellschaftliche Vermittlungsform der [[einzelnen]] [[Bedürfnisse]] wie der [[Arbeit]] hierfür, aus dem sich das [[Allgemeine]] ihrer Lebenszusammenhänge ergibt. Es verlangt also ein dem entsprechendes [[politisches]] [[Verhältnis]] von [[Inhalt]] und [[Form]] ihrer hieraus begründeten [[Beziehungen]]. Diese Gesellschaftform hat sich alllerdings in der bisherigen [[Geschichte]] noch nicht ergeben (siehe hierzu auch [[Kommunismus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau zu unterscheiden ist Gesellschaft von jeglicher Form bloßer [[Gemeinschaft.]] Darin verhalten sich Menschen zu einander als [[Lebensumstände]] eines bestimmten Lebenszusammenhangs. In Gesellschaft verhalten sie sich zu ihren [[Lebensbedingungen]]. Der Lebenszusammenhang einer jeden menschlichen Gesellschaft, ganz gleich, in welcher Form und welchen Verhältnissen sie sich verwirklicht, gründet auf ihrer [[Geschichte]], in welcher sich der [[Nutzen]] ihrer Erzeugnisse mit dem [[Sinn]] vereint, den die Menschen unentwegt bilden und woraus und worin ihr Lebensreichtum substanziell entstanden ist und besteht. Gesellschaftliche [[Sinnbildung]] ist die Geschichte und die [[Beziehung]] menschlicher [[Lebensäußerung]] zu den [[Gegenständen]] ihres [[Lebens]], Lebensproduktion, die Geschichte der menschlichen [[Bedürfnisse]] und der [[Arbeit]], durch die sie entstehen und befriedigt werden. [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Arbeit]] von Menschen gestaltet [[Kultur]] und [[Reichtum]], ist ihre gesellschaftliche [[Substanz]], macht ihre [[Wirtschaft]] und [[Sinnbildung]] aus (siehe hierzu [[historischer Materialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist daher immer selbst schon eine gegenständliche [[Bildung]], ein menschliches Lebenswerk, das in den [[Formen]] der [[Verhältnisse]] ihrer bisherigen Geschichte sich auch in ihren [[Beziehungen]] und [[Bedingungen]] fortbildet. Die Menschen stellen immer nützliche Dinge her und bilden immer sinnvolle Zusammenhänge, denn sie können nur nutzen, was sinnvoll für sie ist und nur erzeugen, wofür sie einen Sinn gebildet haben - organisch geht immer das Eine aus dem Anderen hervor. Der gesellschaftliche Lebenszusammenhang ist schon vor aller Erfahrung das Lebensverhältnis menschlicher [[Beziehungen]]. Aber jede Beziehung kann nur sein, wo Eins zum Anderen zieht und dieses sich hierzu auch wirklich verhält, eine wirklich objektive [[Form]] für ihre subjektiven [[Inhalte]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Klassenkämpfen]] geht es um epochale [[Widersprüche]] der Lebensformen. Wo Beziehungen keine objektive Form finden, wo sie versprengt und hierdurch gesellschaftlich [[isoliert]] werden, wo sie in sich selbst zurückfallen, sich in ihrer [[Verselbständigung]] nur noch auf sich [[reduzieren]], wo sie von ihrem wirklichen Sinn absehen, um für die Fortexistenz einer [[abstrakten Gesellschaft]] allgemein nützlich zu sein, da wird der Zerfall zu einem gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem das Tote lebt, weil das Leben unentwegt abgetötet werden muss, um einen gesellschaftlichen [[Unsinn]] zu verewigen. Weil in einer solchen [[abstrakten Allgemeinheit]] nur der Zusammenhang eines Zerfalls sich verwirklichen kann, kann Gesellschaft nicht wirklich gesellschaftlich sein. Sie existiert in einer [[Form]], in der ihre Beziehungen nicht wirklich durch sich selbst wahr sein können, in der das Allgemeine ihrer Verhältnisse ihrem Inhalt vorausgesetzt ist und dessen Vermittlung abstrakt bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Allgemeine schon da sein muss, bevor es wirklich existiert, da zergehen die Notwendigkeiten schon leicht in den unzähligen Sinnfälligkeiten der Ereignisse. Alles erscheint sinnig, bevor es wirklich sein kann, weil es nur Allgemeines im Sinn hat. Davon zehrt jede Ideologie. Und sie sinkt wie eine betörende Nebelschwade in die Niederungen des Alltags. Alles, was für sich bodenlos, in jeder Beziehung nichtig und für jeden Verstand selbstverständlich ist, erscheint darin gut versichert, gut gepflegt und gut bewacht. Es weicht die Konturen auf, in denen alles in Nichts zergeht, lässt Löcher in reizvollem Glanz leuchten, neue Reflektionen sprießen. Und dieser Reiz kann auch nichts anderes sein, als der Widerschein einer Bodenlosigkeit, die nur noch sich selbst erfüllt, Verlangen nach mehr erzeugt, und damit süchtig nach nichts mehr macht, als das, was ist. Aber die Welt wird wieder rund, - und so &#039;&#039;dreht sich alles hübsch im Kreise, wie angenagelt, rührt sich kaum&#039;&#039; (Heinrich Heine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es auch hier wie überall: Eine Gesellschaft besteht nicht aus einer Ansammlung von [[Individuen]], die nebeneinander produzieren und konsumieren, auch nicht als [[Verein]] bzw. Community von [[Individualisten]], die [[selbstlos]] und füreinander frei geschaffene Erzeugnisse hervorbringen, durch die sie einander in gleichem [[Recht]] [[nützlich]] sind. Und sie ist auch nicht ein Interessensverband von [[selbstorganisierten]] Lebensgemeinschaften oder [[Genossenschaften]], die sich im Zweck einer günstigen Bewirtschaftung und Erwirtschaftung ihrer [[Lebensmittel]] treffen. Gesellschaft ist all dem schon durch die Verfügbarkeit des [[Reichtums]] aus ihrer bisherigen [[Geschichte]], als Produkt der menschlichen Geschichtsbildung vorausgesetzt und setzt sich selbst fort durch das [[notwendige]] Zusammenwirken der Menschen, durch die [[Kraft]] ihrer [[Subjektivität]], die sich gegen ihre [[objektiven]] [[Wesensnöte]] aufrichtet, ihre [[Bedürfnisse]] und ihrer [[Produktivität]] zum Zweck ihrer [[Emanzipation]] aus der Beschränktheit ihrer einzelnen [[Existenz]], die [[Synergie]] ihrer [[Lebensproduktion]] als [[Naturmacht]], als wirkungsmächtige Lebenserzeugung, als Lebenserhaltung durch ihre gesellschaftliche [[Ergänzung]] über die bornierte Selbsterhaltung ihrer bloßen [[Zivilisation]] hinaus, als [[Naturmächtigkeit]] ihres sozialen Verhältnisses, ihrer Lebens[[wirklichkeit]] in einer menschlichen [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Basis einer jeden menschlichen Gesellschaft ist die Selbstverständlichkeit der Lebenserhaltung der Menschen, die darin zusammenwirken, deren Aufwände für ihre Lebenserhaltung also in einem gesellschaftlichen [[Verhältnis]] auf ihre [[Bedürfnisse]] [[bezogen]] sind und in ihren Verhältnissen als Verhalten von [[Notwendigkeit]] in [[Freiheit]] entwickelt werden. Ihre natürliche [[Beziehung]] ist daher ihre Teilhabe an einem Verhältnis, in welchem sie einander [[ergänzen]] und die [[Synergie]] ihres Verhältnisses für ihre Fortbildung (siehe [[Sinnbildung]]), für ihre [[Geschichte]] nutzen (siehe auch [[Ergänzungswirtschaft]]). Ihr Auskommen als [[arbeitende]] Menschen sollte daher durch ein Einkommen bestätigt und bestärkt werden, das ihre sinnlichen Verhältnisse bewahrheitet, bewährt und bereichert (siehe [[Reichtum]]). Solange dies gelingt, sind sie einander verträglich und stehen auch ohne ausdrücklichen [[Vertrag]] in ihrem Tun und Lassen in Einklang. Doch [[Gesellschaft]] verlangt das Eingeständnis ihrer [[Notwendigkeit]] und kann nur durch sie hindurch [[Freiheit]] in ihrer Überwindung, in der Verwirklichung seiner [[Lebensäußerungen]], in seiner Selbstvergegenständlichung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch verliert sich nur dann nicht in seinem Gegenstand, wenn dieser ihm als menschlicher Gegenstand oder gegenständlicher Mensch wird. Dies ist nur möglich, indem er ihm als gesellschaftlicher Gegenstand und er selbst sich als gesellschaftliches Wesen, wie die Gesellschaft als Wesen für ihn in diesem Gegenstand wird. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist also nicht nur der wirkliche, sondern auch der notwendige Lebenszusammenhang der Menschen, wie er sich [[geschichtlich]] [[entwickelt]] hat und in welcher Form auch immer dieser da ist. Im [[Dasein]] der Menschen setzt sich ihr [[Sein]] als gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] ins [[Verhältnis]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Von daher ist jedes ihrer Verhältnisse [[substanziell]] gesellschaftlich, also immer in einem ganzen Zusammenhang, in dem sie sich [[ergänzen]] und fortentwickeln, auch wenn er gebrochen oder [[widersprüchlich]] ist (siehe hierzu auch [[Doppelcharakter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber der gesellschaftliche Zusammenhang nicht mehr ist, wo er durch [[Krise]], Krieg oder [[Barbarei]] oder Selbstsucht zerstört ist, [[genichtet]], aufgelöst oder ausgebeutet, abwesend in irgendeiner Form, die [[fremd bestimmt]] ist, da ist er negativ wirksam, weil Gesellschaft überhaupt den substanziellen Zusammenhang des menschlichen [[Lebens]] ausmacht. Wo die Menschen ihre Gesellschaft nicht wirklich haben oder erkennen können, bleibt sie dennoch ihre einzig wirkliche Lebensform und ist dann allerdings als Grundlage ihrer [[Wirklichkeit]] negativ wirksam. Wenn Menschen darin verelenden, wenn Gesellschaft für sie nicht wirklich menschlich da ist, ergibt sich aus ihrer [[Negation]] eine Totalität ihrer [[Abwesenheit]], der Sog ihrer Zerstörung, der sich aus dem menschlichen Vakuum ergibt, in welchem sich ihr Zusammenhang [[nichtig]] macht. Ihr Elend setzt sich dann als politische Gewalt fort, indem aus dem gesellschaftlichen Elend von Individuen eine gewalttätige Kultur entsteht, [[Fanatismus]], [[Rassismus]] und politische Macht, die sich in der [[Meinung]]sbildung verallgemeinert und durch politischen [[Populismus]] zur Wahl gelangt, um als [[Kulturstaat]] verwirklicht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft erweist sich von da her immer als ein ganzes [[Verhältnis]] der Menschen, das Verhalten zu ihrer [[Natur]], ein [[Ganzes]], worin sie einander [[ergänzen]], nicht als Staat, Nation oder dergleichen, nicht politisch, sondern als Organismus, als Lebensform überhaupt und weltweit. Ihr wechselseitiges [[Ergänzen]] ist nicht [[Zweck]] sondern [[Tätigkeit]], Ausdruck ihrer [[Intelligenz]], die durch ihre unterschiedlichen, ihre individuellen [[Sinnbildungen]] schon ihre [[Synergie]] tätigt, durch die sie [[Geschichte]] macht. Diese Gesellschaft gibt es daher nur in und durch ihre Lebenspraxis, durch ihre [[Geschichte]] im historischen [[Dasein]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]) und als dieses Dasein für sie, als ihr [[Verhältnis]] zu sich selbst durch andere und als [[Verhältnis]] zu anderen als Verhältnis zu sich, als [[Beziehung]] des Menschen auf sich als gesellschaftliches Naturwesen. Und das ist ein kompliziertes [[Verhältnis]] zwischen dem einzelnen [[Individuum]] und seiner menschlichen [[Allgemeinheit]] in einer gesellschaftlichen [[Form]], die sich auch als [[Vertrag]]sform verstehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tiere sind auf irgendeine Art und Weise in Gesellschaft, z.B. als Herde, Volk oder Rudel u.a.. Auch sie haben eine gesellschaftliche [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), auch sie haben schon Werkzeuge und einen [[Sinn]] für ihre natürlichen [[Gegenstände]]. Doch erst die Menschen müssen sich in ihrer Gesellschaft [[bewusst]] aufeinander beziehen, um einander nicht zu gefährden, denn sie vergegenständlichen ihre [[Natur]] zu einer menschlichen Gesellschaft, durch die Fähigkeit einer gedanklichen Vorfertigung, durch Denken, wodurch sie planvoll ihren [[Reichtum]], den Lebensreichtum ihres gesellschaftlichen [[Lebens]] erzeugen, entwickeln und aneignen. Diese Gesellschaft ist eine aus ihrer [[Natur]] heraustretende und doch aus ihrer Natur entwickelte Gestaltungskraft, die sich nicht mehr innerhalb der Natur[[notwendigkeiten]] entfaltet, sondern sich als [[Naturmacht]] selbst verhält. Sie ist aus dem objekthaften [[Leben]] in der Natur hervorgegangen und hat sich zu einem lebenden [[Subjekt]] gebildet, ist somit ein [[subjektives]] wie [[objektives]] gegenständliches Verhältnis der Menschen. Sie ist die Lebensform einer Lebensenergie, welche die Zusammenhänge und die [[Stoffe]] der Natur [[intelligent]] und planend für sich zusammenbringt und ihnen eine Entwicklungsmacht, eine [[Produktivkraft]] verleiht, die sich aus ihrer [[Geist]]eskraft heraus entwickelt und verhält. Sie entfaltet ihre Naturenergie als geistiges Verhältnis zu einem gesellschaftlichen Subjekt und erzeugt eine Gegenständlichkeit, die Natur als [[Kultur]], als Lebenszusammenhang der menschlichen Kultur, die sich durch ihre politischen Entscheidungen zu ihrem [[Fortschritt]] oder auch zu ihrem Niedergang [[bestimmen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das lebende Zusammenwirken der Menschen, [[notwendige]] [[Wirklichkeit]] des Menschseins, menschliche [[Synergie]] in der Erzeugung ihres Selbsterhalts und ihres [[Lebens]]. Sie beruht auf dem besonderen [[Verhältnis]] der Menschen zu ihrer [[Natur]], die ihnen gegenständlich und also [[Gegenstand]] ihres [[Stoffwechsels]] und ihrer [[Arbeit]], ihrer [[Sinnbildung]] und [[Kultur]] ist. Ihre Gesellschaft selbst ist die [[Naturmächtigkeit]] ihres Lebenszusammenhangs, durch welche ihr Erhalt und Fortbestand gesichert und die Entwicklung ihrer Lebensvielfalt, die Vielfältigkeit ihres sinnlichen [[Lebens]], ihr geistiger und materieller [[Reichtum]] geschaffen und gebildet wird. Menschliche [[Gesellschaft]] gründet auf den [[Notwendigkeiten]] ihrer [[Naturmächtigkeit]], begründet sich also immer aus ihrer [[Produktivkraft]]. Diese erfordert eine gesellschaftliche Organisation ihrer Nutzung und Fortbildung und verlangt ein hierauf gerichtetes Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Mensch seine Sachen und Güter produziert, hat er sich schon im menschlichen Dasein, wie es sich als menschliche Gesellschaft in jedweder [[Form]] darstellt, in seinem Menschsein unter Menschen erkannt - wenn auch nicht immer als dies schon begriffen. Er ist nicht erst durch seine Produkte, seine gegenständlichen [[Veräußerungen]] objektiv, sondern praktisch immer schon durch sein gesellschaftliches [[Dasein]] in seiner [[Kultur]]. Diese ist daher nicht einfach ein &#039;&#039;Überbau&#039;&#039; über seine Lebensproduktion, sondern deren I[[nhalt]] und von daher weder [[Ideologie]] noch Widerschein (siehe [[Widerspiegelungstheorie]]), sondern praktischer Lebensinhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus veranlassen, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und in dem Begreifen dieser Praxis&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 7)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben ist zum einen Resultat der bisherigen Gesellschaften, welche diesen [[Reichtum]] der Menschen durch den Aufwand ihrer Naturkraft, ihrer [[Arbeit]], geschaffen haben, Resultat der Lebensproduktion der Menschen, Produkt ihrer [[Sinn]]esgeschichte, menschliche [[Kultur]], wie sie sich in den gegenwärtigen [[Verhältnissen]] darstellt; zum anderen sind diese Verhältnisse das gesellschaftliche [[Leben]] in der gegenwärtigen [[Form]], worin die Menschen ihre Naturmacht reproduzieren, entwickeln und fortentwickeln, die Gestalt ihrer Lebensproduktion, ihrer Werkzeuge und ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Sinnbildung]] kann nur in Gesellschaft geschehen, weil der Mensch für sich als Einzelwesen seiner [[Natur]] nicht mächtig ist, keinen anderen [[Sinn]] haben kann als den der Selbsterhaltung, den Sinn für seine Notdurft, notdürftige Sinnlichket. Ohne Gesellschaft können Menschen nicht [[wirklich]] [[leben]], wie auch keine Gesellschaft Bestand hat, in der sie sich als Einzelne nicht einfinden können. Gesellschaft bietet ihnen die Grundlagen ihres Daseins, wie diese zugleich der [[Grund]] ihres [[Daseins]] sind. Sie muss ihre [[Allgemeinheit]] sicherstellen, weil sie nur durch deren Sicherheit sich selbst sicher sein kann. Was über ihre einzelnes [[Sein]] hinausgeht, muss allgemein da sein, weil das [[Einzelne]] [[allgemein]] nur durch sie ein [[Ganzes]] sein kann. Gesellschaft stellt die [[Bedingungen]] ihrer Versorgung her, ihre Kindheits- und Altersversorgung, Vorsorge, Produktions- und [[Lebensbedingungen]], Verkehrswege, [[Bildung]], [[Kultur]], Wohnungsbau, usw. Und es sind zugleich immer die Menschen, die hierfür da sind, arbeiten, [[konsumieren]] und verkehren. Als [[Ganzes]] stellt Gesellschaft daher die [[Geschichte]] der Menschen überhaupt oder in einem bestimmten [[Kultur]]kreis dar, wie sie auch ihr lebendes [[Verhältnis]] ist und also wiederum Gesellschaft bildend ist. In jedem Individuum ist das Ensemble seiner gesellschaftlichen Verhältnisse, wie sich auch die Individuen in der Gesellschaft individuell versammeln, als wirkliches Verhalten von Teil und Ganzem ihres Zusammenhangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der gesellschaftlichen Gestaltung ist durch die Entwicklung ihrer [[Produktivität]] bestimmt, weil diese - anders als bei anderen natürlichen Spezies - die Verfügung über Natur, also die [[Naturmächtigkeit]] des Menschen ausmacht. In den bisherigen Formen der menschlichen Gesellschaft war die Bildung und Ausbildung der menschlichen [[Sinne]] wesentlich durch die Entwicklung ihrer [[Bedürfnisse]] bestimmt, die davon abhängig war, wie die Mittel zu ihrer [[Befriedigung]] verteilt waren, wie sich also Produktivkraft in den Produktionsverhältnissen entwickeln konnte. In dieser Geschichte haben die Menschen ihre [[Wirtschaft]], ihre [[Kultur]] und ihre sozialen Beziehungen als gesellschaftliche [[Form]], also als Art und Weise, worin die Inhalte ihres geschichtlichen Menschseins als Geschichte ihres Gattungswesens stattgefunden hat, zu bestimmten Formen ihres [[Gemeinwesen]] gebildet, welche ihre jeweilige Produktionsepoche ausmacht und heute als bürgerliche Ordung, als [[Staat]] historische [[Existenzformen]] ihrer Gemeinform ist. Die gesellschaftliche Form selbst stelt den Entwicklungsstand der Produktivkräfte dar, auch wenn sich darin ein Widerspruch zwischen Produktivvermögen und Produktionsverhältnis entfaltet (siehe [[Sozialprodukt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was ist die Gesellschaft, welches immer auch ihre Form sei? Das Produkt des wechselseitigen Handelns der Menschen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Steht es den Menschen frei, diese oder jene Gesellschaftsform zu wählen? Keineswegs. Setzen Sie (Adressat des Schreibens, Annenkow) einen bestimmten Entwicklungsstand der Produktivkräfte der Menschen voraus, und Sie erhalten eine bestimmte Form des Verkehrs ... und der Konsumtion. Setzen Sie bestimmte Stufen der Entwicklung der Produktion, des Verkehrs und der Konsumtion voraus, und Sie erhalten eine entsprechende soziale Ordnung, eine entsprechende Organisation der Familie, der Stände oder der Klassen, mit einem Wort eine entsprechende Gesellschaft ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Setzen Sie eine solche Gesellschaft voraus, und Sie erhalten eine entsprechende politische Ordnung (Staatsapparat), die nur der offizielle Ausdruck der Gesellschaft ist. [[(K. Marx, Brief an Annenkow (1846), MEW 4, 548.)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv, also im menschlichen [[Subjekt]] begriffen, ist Gesellschaft die wirkliche Beziehung seines [[Leidens]] und seiner [[Tätigkeit]], die sich objektiv als Gegenständlichkeit seines Werdens, als seine bestimmte menschliche Geschichte äußert. Von daher ist das [[Private]] auch immer ein Raub an gesellschaftlicher Gegenständlichkeit, am menschlichen Vermögen, weil es sich aus der Vermittlung von Individuum und Gesellschaft herausnimmt und sich das Produkt gesellschaftlichen Zusammenwirkens aneignet, ohne dessen [[Wirkung]] als Form des menschlichen Reichtums zurückzugeben. Zerstörung von Gesellschaft entwickelt sich aus der [[politisch]]en [[Macht]] des [[Besitz]]ums, das in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] sich über den [[Ware]]nmarkt durchsetzt (siehe auch [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Diese vollzieht sich in der Realabstraktion von gesellschaftlichen Lebenszusammenhängen, indem sie deren Vielfalt reduziert und deren Einfalt quantifiziert (siehe hierzu auch [[Wert]]). Von da her ist die bürgerliche Gesellschaft auch in der Lage, die bisherige Bildungsgeschichte der Menschen in die [[Barbarei]] des immer absoluter werdenden Privatinteresses umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftlichkeit der [[Menschen]] zeigt sich nicht losgelöst in überhistorischen Inhalten, z.B. Kultur an sich, [[Natur]] an sich, Trieb, [[Arbeit]] an sich usw.. Sie drückt sich immer in der historischen Gestaltung des ganzen Menschseins, in der Bewältigungsform der natürlichen Not der Menschen als gesellschaftliche Basis ihres Zusammenhangs ([[Stoffwechsel]]), also in der jeweiligen historischen Form aus, in der Form, worin sich die Aneignung und Entfaltung ihrer [[Natur]] ereignet, worin sich ihre [[Arbeit]] auf ihre [[Bedürfnisse]], ihre Sinnesäußerung auf ihre [[Selbstwahrnehmung]] und ihr geschichtlich gewordenes [[Sein]] sich auf ihren [[Willen]] bezieht (siehe hierzu auch [[bürgerliche Gesellschaft]]). In diesem Sinne vesteht sich der [[historischer Materialismus]] und begreift sich selbst als Moment der bestimmten Lebensform im [[Bewusstsein]] der gesellschaftlichen Geschichte dieses [[Lebens]]. Geselschaft kann erst [[wirklich]] werden, ihr adäquates [[Dasein]] finden, wenn die konkreten Lebensverhältnisse der Menschen ihre [[Wirklichkeit]] ausmachen. Eine Vorstellung hiervon bietet der [[Kommunalismus]] (siehe auch [[Kommunismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Zusammenwirken der Menschen ist also niemals grundlos, weil es in sich nicht einfach positiv gesellschaftlich bestimmt sein kann. Es müssen die Aufwände nicht nur durch ihre Bedürfnisse entwickelt werden, sondern auch Bedürfnisse durch die [[Wirklichkeit]] ihres Aufwands an [[Arbeit,]] durch das menschenmögliche [[Verhältnis]] von [[Sinn]] und [[Nutzen]] bemessen sein. Gesellschaft muss immer wieder die [[Notwendigkeit]] ihrer [[Natur]] aufheben indem sie Vorsorge und Reichtum zu einer gesellschaftlich Existenz bringt, die Ressourcen, Stoffe und Energien hierfür verfügbar macht, Verkehr, Kommunikation und Produktion zur rechten Zeit am rechten Ort zusammentreffen lässt und die ökonomischen Aufwände politisch auf ihre wirklichen Notwendigkeiten und Bedürfnisse bezieht und zur [[Entscheidung]] bringt. Gesellschaftlihe Entwicklung der Menschen ist daher immer zugleich auch Entwicklung ihrer [[Natur]], die [[Sinnbildung]] als [[Emanzipation]] ihrer Lebensnotwendigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Gesellschaft ist also in ihrer [[Geschichte]] auch begrenzt durch ein Gebiet, auf dem sie sich definiert und das Fläche, Raum und Natur, also auch Bodenschätze bietet. Aber sie ist zugleich Teil der Weltbevölkerung, also einer allen Menschen gemeinen Gesellschaft, hat also auch Teil aller Schätze, die Menschen und Natur zur Erwirtschaftung des gesellschaftlichen Reichtums der Weltbevölkerung zur Verfügung haben. Wie sich diese verschiedenen Ebenen und Beziehungen und Wechselwirkungen, also die Wirklichkeit der menschlichen Verhältnisse auf der Welt so gliedern können, dass alle Teile widerspruchfrei existieren können, das ist die große Frage einer humanen Politik, die nur durch die Form einer [[Ergänzungswirtschaft]] aufzulösen sein wird (siehe hierzu auch [[internationale Kommunalwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Gesellschaftsformen, das ineinander Übergehen einer Form in eine andere als Form der Produktionsweise des Lebens der Menschen (z.B. Stammeskulturen, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, [[Kapitalismus]]). Allein diese Form macht den Begriff einer bestimmten Gesellschaft aus. Die [[Begriffssubstanz]] der Gesellschaftsform begreift das [[Wesen]] ihres Zusammenhangs, in welchem die [[Wirklichkeit]] dieser Form sich begründet. So ist im [[Kapitalismus]] die [[Arbeitszeit]] zur [[Substanz]] aller menschlichen [[Beziehungen]], zur [[Wertsubstanz]] geworden (siehe [[Arbeitswerttheorie]]). Der menschliche Reichtum hat darin [[Wertform]], existiert gesellschaftlich also nur als Aufhäufung von [[Arbeitszeit]] dar, [[gleichgültig]], wieviel [[Sinn]] diese für die einzelnen Menschen [[wirklich]] hat. Was sie in dieser Gesellschaftsform an Gütern des [[Lebens]] erhalten, wird ihnen durch das Einbringen und Verwerten ihrer Arbeitszeit gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits der gesellschaftlichen Form ist [[Kultur]] die lebendige [[Substanz]] einer Gesellschaft, welche diese Form ausfüllt, [[Inhalt]] und [[Sinn]] des menschlichen Zusammenwirkens. Dies bringt angesichts gesellschaftlicher [[Krisen]] die [[populistische]] Rechte dazu, an die Kultur wie an einen selbständigen Träger des Gemeinwesens zu appellieren und dieses mit dem [[Nationalstaat]] gleichzusetzen, aus ihm einen [[Kulturstaat]] zu fordern und die [[Staatskultur]] zur [[Gesinnung]]skultur schlechthin zu machen. Diese hat aber nichts mehr mit einem Gemeinwesen zu tun, da es sich hierbei um eine Verkehrung des menschlichen Zusammenwirkens zu einer Kulturmacht der Staatsgewalt handelt (siehe hierzu auch [[Faschismus]]). Auch ist der Nationalstaat keine Gesellschaft. Er hat immer nur die politische Form bürgerlicher Produktionsweisen zu institutionalisieren und gründet auf den Befestigungsinteressen des Marktgeschehens (siehe auch [[Bürger]]). Indem der [[Nationalsozialismus]] behauptet, Gesellschaft durch den Staat wieder herzustellen, hat er eine Selektion von Menschen als Staatsbürger und &#039;&#039;lebensunwertem Leben&#039;&#039; (sihe [[Euthanasie]]) schon dem Begriff nach nötig (siehe [[Hitler-Formel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es auch Kulturen, die sich nicht in einer Gesellschaft darstellen, sondern als entzweite Gesellschaften einer Produktionsform, der kapitalistischen Produktionsform. Dies hat die [[Globalisierung]], die weltweite Ausweitung des Warenmarktes ergeben: Zur einen Seite die [[Dienstleistungsgesellschaft]], in der sich vorwiegend die [[Geldbesitzer]] zueinander verhalten, und zur anderen die geldlose Gesellschaft, in der die [[Besitzer]] von [[Bodenschätzen]] (z.B. Gold, Silber, Öl, Kupfer usw.), [[Arbeitskräften]] (Familienarbeit z.B. für [[transnationale Konzerne]]) und Natur (z.B. Regenwald) nach Maßgabe des Weltmarktes existieren: die sogenannte Dritte Welt. Aus diesem Gegensatz von Geldbesitz und Naturbesitz ergeben sich die kulturellen Verzerrungen der [[Fremdarbeit]], die zur gesellschaftlichen Eigenständigkeit der [[bürgerlichen Kultur]], zur Kultur der Bürger als eigenständige Gesellschaftsform führt (siehe [[zwischenmenschliche Verhältnisse]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Gesellschaft</title>
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		<updated>2026-10-15T20:01:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seit jeher ist die menschliche Gesellschaft die [[Form]] der Überwindung der [[Not]], welche die [[Natur]] den Lebewesen im Auseinanderfallen (siehe [[Getrenntheit]]) Zusammenhänge ihrer menschlichen Potenz auferlegt, welche im Großen und [[Ganzen]] ihrer [[Verhältnisse]] nicht [[substanziell]] am wesentlichen [[Sinn]] ihrer [[Gemeinschaft]] teilhaben können, indem diese als Mangel ihre innere [[Natur]], als Mangel an [[Macht]] über ihr [[Leben]] erschien, als Herrschaft über ihre [[wahre]] Lebenskraft. Die Bedingung der Überwindung ihrer gesellschalftichen Macht ist die Aufhebung dieser Not. &#039;&#039;Was nötig ist, das fügt sich&#039;&#039; war der Spruch einer schlichten Selbstbescheidung der bisheriggen Naturgeschichte der bisherigen Gesellschaften (siehe [[Nützlichkeit]]). Sie bildete sich als Affirmation einer [[Geschichte]] der Formationen ihres [[Stoffwechsels]], die von ihren Herrschern als Mittel ihrer [[Macht]] genutzt worden waren. Der Ausgang der Emanzipation des Menschen von seinem Naturwesen ist daher der [[Zweifel]] an den [[Abstraktion]] von einem menschlichen Naturwesen. Dies hat die [[Kritik]] der [[Kulte]] durch menschliche [[Wirklichkeit]] zur [[notwendigen]] Folge, indem sie wirklich menschliche Geschichte bestimmt und begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das [[Zusammenwirken]] des mennschlichen Naturwesen, dem Wesen der Menschen einer [[bestimmten]] [[Kultur]] und von daher die allen gemeine (siehe [[Allgemeinheit]]) [[Gegenständlichkeit]] ihrer wechselseitigen [[Wertschätzungen]] durch das Recht ihrer [[politischen]] [[Gegenwärtigkeit]] einer angemessenen [[Form]] der [[Vergegenwärtigung]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensinhalte]]. Der [[Wert]] ihrer gesellschaftlichen [[Beziehung]] bemisst sich daher am [[Produkt]] ihrer [[Lebensäußerung]], ob diese nur [[fiktiv]] oder auch [[wirklich]] so da ist (siehe [[Dasein]]), wie sie darin ihr [[Leben]] [[erkennen]]. Sie [[existierten]] daher immer schon mit der [[Sinnbildung]] der gesellschaftlich [[wirksamen]] Lebenszusammenhänge – gleich, warum und wie diese entstanden waren und ob sie von [[ästhetischer]] oder [[sachlicher]] [[Natur]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die bürgerlichen Produktions- und Verkehrsverhältnisse, die bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor. Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Empörung der modernen Produktivkräfte gegen die modernen Produktionsverhältnisse, gegen die Eigentumsverhältnisse, welche die Lebensbedingungen der Bourgeoisie und ihrer Herrschaft sind. Es genügt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. In den Handelskrisen wird ein großer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkräfte regelmäßig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zu viel Zivilisation, zu viel Lebensmittel, zu viel Industrie, zu viel Handel besitzt. Die Produktivkräfte, die ihr zur Verfügung stehen, dienen nicht mehr zur Beförderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig für diese Verhältnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis überwinden, bringen sie die ganze bürgerliche Gesellschaft in Unordnung, gefährden sie die Existenz des bürgerlichen Eigentums. Die bürgerlichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. – Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, daß sie vielseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert. [[(Manifest der Kommunistischen Partei, 1847/48, Karl Marx und Friedrich Engels in MEW 4, S. 467f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen begann mit der [[Entwicklung]] ihrer [[Fähigkeit]], den [[Unsinn]] einer ihnen [[äußerlichen]] [[Kultur]] im [[Glauben]] an ihre übermenschlichen Persönlichkeiten, an die [[Götter]]. Der Ausgang der menschlichen gründet darauf as Wesen ihrer übermenschlichen MAcht zu [[bezweifeln]], aus einem an sich [[abwesenden]] [[Wesen]] zu [[bestimmen]] und von daher der [[Notwendigkeit]] zu folgen, einen [[Verstand]] über ihren [[individuellen]] [[Tod]] hinaus zu [[emanzipieren]] (siehe auch [[Selbstbewusstsein]]) und damit die Kränkung des [[individuellen]] [[Daseins]] durch einen [[gesellschaftlichen]] [[Sinn]] des [[Seins]] [[aufzuheben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft ist ein [[Gemeinwesen]], weil der Mensch sich nicht auf seine [[Einzelheit]] [[reduzieren]] lassen kann, weil er darin umkommen würde, auch wenn ihm verhießen wird, dass er allein &#039;&#039;seines Glückes Schmied&#039;&#039; sei (siehe auch [[Ideologie]]). Gesellschaft besteht nicht aus dem Zusammenkommen von [[einzelnen]] [[Individuen]] (siehe [[Gemeinschaft]]). Sie ist das [[Zusammenwirken]] von Menschen in einem bestimmten [[Lebensraum]] zu einer bestimmten [[Lebenszeit]] und [[Lebenswirklichkeit]], zur Bereicherung und Entfaltung des Vermögens der [[Bedingungen]] ihrer [[Arbeit]], der [[Mittel]] und [[Vermittlung]] ihres [[Lebens]], der [[Produktivkraft]] ihrer [[Lebensbedingung]], ihrer Naturaneigung durch die [[geschichtlich]] [[gebildete]] [[Naturmacht]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]). Im [[kulturellen]], im [[geistigen]] und [[materiellen]] [[Reichtum]] ihres [[Lebens]] (siehe [[Zivilisation]]) äußert sich die durch ihr bisheriges Wirken geschaffene [[Geschichte]] der Menschen in [[Raum]] und [[Zeit]] der [[Verwirklichung]] ihres gesellschaftlichen [[Wesens]] (siehe [[Wirklichkeit]]). Ihr darin [[objektiv]] geschaffener Lebenszusammenhang, den sie [[subjektiv]] als Existenzform ihres [[Gattungswesen]], als eine gesellschaftlich [[objektivierte]] [[Kraft]] eines [[allgemeinen]] Lebenszusammenhangs in [[Form]] und [[Inhalt]] ihres organischen [[Lebens]] in ihrem [[allgemeinen]] [[Dasein]], so wie es als ihre äußere [[Natur]] zu gestalten vermocht hatten, [[bereichert]] sowohl ihr [[einzelnen]] wie zugleich das gesellschaftliche Vermögen ihrer [[Lebensubstanzen]]. Doch dieses ist in ihrer Entwicklung noch immer nur in der [[Armut]] und Armseligkeit ihrer gesellschaftlichen [[Formationen]], der allgemeinen [[Formbestimmung]] der [[Elemente]] (siehe [[Elementarform]]) ihres gesellschaftlichen [[Reichtums]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. [[(MEW 4, S. 462).]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit das Stammeswesen der Naturgesellschaften überwunden ist, muss eine menschliche [[Gesellschaft]] die [[einzelnen]] Menschen in einer der [[politischen]] [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] entsprechend verfassten [[Rechtsform]] im Großen und [[Ganzen]] so auf einander beziehen kann dass ihre [[objektives]] [[Lebensverhältnis]] in der [[Allgemeinheit]] ihrer gesellschaftlich [[Form]] auch dem entsprechend aufgehen. An sich wäre demnach Gesellschaft ein [[objektives]] [[Verhältnis]] im [[Verhalten]] von [[Arbeiten]] und [[Bedürfnissen]], wodurch diese auf ihre [[Arbeit]] zurückkommen. Demnach wäre die Anzahl der Menschen und ihrer [[Bedürfnisse]] durch deren [[Befriedigung]] über ihre Produkte [[befriedet]]: Je mehr Menschen in einer Gesellschaft [[Bedürfnisse]] haben und hierfür [[arbeiten]], desto zufriedener könnten sie darin sein, wenn in der Rechnung auch die [[Bedürfnisse]] ihres Bevölkerungswachstums dem [[Wirtschaftswachstum]] und auch den Sozialleistungen für Kinder und Altersrente und auch bei [[Arbeitslosigkeit]] entsprechen würde. Doch durch die [[Verwertung]] der [[Bedürfnisse]] und [[Arbeiten]] konzentriert sich der [[politische Wille]] nurmehr auf einen [[Mehrwert]], der über den [[Warentausch]] zwischen dem [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] und dem [[Geld]] als [[Kaufmittel]] (siehe [[Kapital]]) entzogen wird und lediglich dessen [[Besitzer]] bereichert und die [[Ohnmacht]] der Einzahler vertieft (siehe [[Kapitalismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen als [[einzelne]] [[Subjekte]], als [[Individuen]] ihrer [[Geschichte]] sind, ist darin als allen gemeiner, als [[allgemeiner]] [[Lebensinhalt]] [[gegeben]], wie sie ihn [[notwendig]] und [[wirklich]] haben müssen und erzeugen, worin sie sich in ihrem [[praktischen]] [[Leben]] [[erkennen]] und [[verwirklichen]]. Etwas [[Allgemeines]] kann aber nur das [[sein]], was allem auch [[wirklich]] gemein ist: Ihre [[Natur]], wie sie für sie da ist (siehe Dasein). Doch diese kann es in [[Wirklichkeit]] nur geben, wo jeder [[Einzelne]] im dem allen Gemeinen, in seiner [[Gesellschaft]] sich auch [[gesellschaftlich]] [[verwirklichen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Indem daher überall einerseits dem Menschen in der Gesellschaft die gegenständliche Wirklichkeit als Wirklichkeit der menschlichen Wesenskräfte, als menschliche Wirklichkeit und darum als Wirklichkeit seiner eignen Wesenskräfte wird, werden ihm alle Gegenstände als die Vergegenständlichung seiner selbst, als die seine Individualität bestätigenden und verwirklichenden Gegenstände, als seine Gegenstände, d.h. Gegenstand wird er selbst. Wie sie ihm als seine werden, das hängt von der Natur des Gegenstandes und der Natur der ihr entsprechenden Wesenskraft ab; denn eben die Bestimmtheit dieses Verhältnisses bildet die besondre, wirkliche Weise der Bejahung. Dem Auge wird ein Gegenstand anders als dem Ohr, und der Gegenstand des Auges ist ein andrer als der des Ohrs. Die Eigentümlichkeit jeder Wesenskraft ist grade ihr eigentümliches Wesen, also auch die eigentümliche Weise ihrer Vergegenständlichung, ihres gegenständlich-wirklichen, lebendigen Seins. Nicht nur im Denken, sondern mit allen Sinnen wird daher der Mensch in der gegenständlichen Welt bejaht. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Fragen der praktischen [[Erkenntnisse]] der [[einzelnen]] Momente ihres [[Lebens]], die zu den Problemen eines Lebenszusammenhangs der Menschen diskutiert werden, muss immer wieder der Gehalt, die [[Substanz]] ihrer [[allgemeinen]] Lebensgrundlagen als das [[Allgemeine]] ihres [[einzelnen]] [[Daseins]] hergenommen werden. Es ist die Frage nach ihrem [[Sein]], wie sie schon von Platon gestellt war. Die Diskussionen hierüber standen oft im Kontext einer Suche nach dem &#039;&#039;Sinn des Seins&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) oder dem [[allgemeinen]] [[Inhalt]] der menschlichen [[Geschichte]] überhaupt im Vorlauf ihres Untergangs, ihres Todes ([[Martin Heidegger]]): [[Verwirklicht]] sich darin die Schöpfung einer höheren Macht, einer [[göttlichen]] Sinnstiftung? Oder vollstreckt darin die [[Natur]] selbst ihre [[Logik]] als [[Geschichte]] der menschlichen Lebensnöte, ihre Lebensnotwendigkeiten (siehe [[dialektischer Materialismus]])? Was treibt sie an? Woraus bezieht sie ihre Gestalt, das [[Ganze]] ihrer [[Teile]]? Woher nimmt sie ihre [[Energie]], woraus bezieht sie ihre wesentliche [[Kraft]]? Ihren [[allgemeiner]] [[Wille]]? Die [[Religionen]] wollten dies alles beantwortet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Je tiefer wir in der Geschichte zurückgehen, je mehr erscheint das Individuum, daher auch das produzierende Individuum, als unselbständig, einem größren Ganzen angehörig: erst noch in ganz natürlicher Weise in der Familie und der zum Stamm erweiterten Familie; später in dem aus dem Gegensatz und Verschmelzung der Stämme hervorgehenden Gemeinwesen in seinen verschiednen Formen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Kulturen hatten dies in der [[Gemeinschaft]] ihrer [[Naturaneignung]] als vergemeinschaftete [[Gewalt]] der Menschen, als ihre [[Naturgewalt]] im lebendigen Zusammenhang ihrer natürlichen [[Kraft]] [[vergegenständlicht]]. Doch diese Vergemeinschaftung konnte es nur geben, wo die Menschen ihre [[Arbeit]] in und mit ihren [[Bedürfnissen]] [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] fanden, ihre einzelnen [[Kräfte]] als gemeinschaftliche [[Wirkung]] [[vermittelt]] hatten und ihre [[Produktionsmittel]] auch [[wirklich]] [[gesellschaftlich]] geteilt wurden. Die [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] konnte daher nur solange [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] werden, wie ihre [[Arbeit]] sich darin auch [[gesellschaftlich]] eingefunden und [[entwickelt]] hatte. Doch dies war bisher nur in [[einzelnen]] [[Beziehungen]] möglich. Deren [[Verhältnisse]] bestanden nur aus [[Teilen]] solcher [[Beziehungen]], nur zum [[Teil]] auch [[gesellschaftlich]], durch die [[Beziehung]] [[gesellschaftlicher]] [[Einzelheiten]] als Vereinzelung einer [[gesellschaftlichen]] [[Teilung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Trennung]] der Einzelarbeiten in [[isolierten]] Kulturen war zwar ihre [[Kraft]] auf ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] konzentriert, zugleich jedoch auch nur vereinfacht, monokultiviert, ihre [[Beziehungen]] nur [[abstrakt allgemein]] [[verwirklicht]]. Die [[Geschichte]] der [[privat]] [[vermittelten]] [[Gesellschaften]] war daher eine [[Geschichte]] der [[Teilung der Arbeit]], der [[Trennung]] der einzelnen [[Gesellschaftlichkeit]] ihrer [[Arbeiten]] im Gemenge ihrer [[privaten]] [[Bedürfnisse]]. Noch heute lassen sich solche [[Kulturen]] in kulturellen Darstellungen als romantische Geste ihrer geschichtlich nicht [[verwirklichten]] und immer noch nicht [[wirklichen]] Lebenszusammenhänge [[wahrnehmen]], weil die Menschen in ihren [[Lebensbedingungen]] zwischen [[Arbeit]] und [[Konsum]] in [[Klassen]] zerteilt waren. Und weil in der bisherige [[Geschichte]] ihre gesellschaftlicher Zusammenhang nur in den [[Klassen]] ihrer jeweiligen [[Kulturen]] [[verwirklicht]] wurde, in denen die [[gesellschaftliche]] [[Existenz]] der Produkte nur in der [[Masse]] von [[privaten]] [[Bedürfnissen]] verwirklicht werden konnte, die einer [[Geldmasse]] der [[produktiven]] [[Konsumtion]] ihrer [[Arbeit]] unterworfen waren. Ihre bisherige [[Weltgeschichte]] war daher nur eine &#039;&#039;Geschichte von [[Klassenkämpfen]]&#039;&#039; (siehe [[historischer Materialismus]]), die ihre [[Gesellschaft]] nur [[abstrakt allgemein]] als eine [[Gemeinschaft]] der [[Abstraktionen]] verwirklicht haben - die also in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionen]], in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionakraft]] [[entwickelt]] und [[verwirklicht]] werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Marx entsteht Gesellschaft nicht einfach durch eine Produktionsgemeinschaft zur Erzeugung [[nützlicher]] [[Dinge]], wie das der so genannte [[Realsozialismus]] [[verstanden]] hatte und wie es die [[Monetaristen]] aller Zeiten [[begreifen]] und das gesellschaftliche [[Produkt]] wie zum [[Konsum]] eines Kuchen auffassen, der für den genehmen [[Nutzen]] eines Jeden lediglich [[gerecht]] zu verteilen sei. Schon jedes Tier weiß, was ihm [[nützlich]] ist. Es verrichtet zum Teil auch eine [[Arbeit]], die seine [[Beziehung]] zur [[Natur]] in sich und außer sich verändert. Und auch der Mensch, wie er sich aus der Wildnis heraus entwickelt hatte, wusste sich und sein [[Leben]] schon so zu gestalten, dass es ihm genehm und reichhaltiger werden konnte. Es war allerdings eine [[Arbeit,]] die zugleich noch den reinen [[naturbestimmungen]] des menschlichen Lebens geschuldet war. Aber auch wenn der [[Nutzen]] menschlicher [[Arbeit]] immer eine Bedingung seiner [[Wirtschaft]] ist, so ist er keine [[unmittelbar]] menschliche Arbeit und von daher kein konstituierendes Moment des [[Reichtums]] der menschlichen [[Verhältnisse]], der menschlichen [[Gesellschaften]] zur [[Bereicherung]] und [[Befriedigung]] menschlicher [[Bedürfnisse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frage, was den [[Kapitalismus]] ausmacht - und was ihn von seiner Grundlage, von der [[bürgerlichen Gesellschaft]] abhebt und unterscheidet - war in der Auseinandersetzung von Marx mit Lassalle über das [[Mehrprodukt]] und den [[Mehrwert]], den [[Profit]] als Ertrag aus der [[Geldverwertung]] (Marx) bzw. als &#039;&#039;Ertrag aus der Arbeit&#039;&#039; (Lassalle) bei dessen Gothaer Programm zur Gründung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands aufgekommen. Damit einher ging die Frage um das [[Wesen]] der menschlichen [[Gesellschaft]] und ihres [[Reichtums]], mit der sich die Lassalle&#039;sche Sozialdemokratie vom Gesellschaftsverständnis des &#039;&#039;Kommunistischen Bundes&#039;&#039; ablösen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Erst in dem 18. Jahrhundert, in der bürgerlichen Gesellschaft, treten die verschiednen Formen des gesellschaftlichen Zusammenhangs dem einzelnen als bloßes Mittel für seine Privatzwecke entgegen, als äußerliche Notwendigkeit. Aber die Epoche, die diesen Standpunkt erzeugt, den des vereinzelten einzelnen, ist grade die der bisher entwickeltsten gesellschaftlichen (allgemeinen von diesem Standpunkt aus) Verhältnisse. Der Mensch ist ... nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann. Die Produktion des vereinzelten Einzelnen außerhalb der Gesellschaft ... ist ein ebensolches Unding als Sprachentwicklung ohne zusammen lebende und zusammen sprechende Individuen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihrem [[Sinn]] entsprechend ist jedes menschliche [[Bedürfnis]] ein inhärentes Moment menschlicher [[Arbeit]], wird von dieser befriedigt und zugleich auch erzeugt. Und so kann diese [[Arbeit]] auch nicht einfach nur brauchbare [[Dinge]], nicht irgendeinen [[Nutzen]] für die Menschen im [[Allgemeinen]] oder für ihre [[Wirtschaft]] besorgen. Durch ihre [[Arbeit]] erzeugen die Menschen ihre [[Sache]], vergegenständlichen sich darin selbst - nicht als reproduzierbarer Mensch, nicht durch irgendeinen [[Nutzen]], etwa für eine [[abstrakte]] [[Wirtschaftlichkeit]] der [[Arbeit]], für deren [[Produktivität]] oder den [[Konsum]]. Sie erzeugen vor allem [[Sinn]] durch sich und für sich, sinnvollen [[Nutzen]], der nicht einfach nur zum Verbrauch oder zur stofflichen [[Reproduktion]] ihres [[Leben]] hinreicht, sondern ihr eigenes [[Leben]] äußert und gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Was ist „nutzbringende“ Arbeit? Doch nur die Arbeit, die den bezweckten Nutzeffekt hervorbringt. Ein Wilder - und der Mensch ist ein Wilder, nachdem er aufgehört hat, Affe zu sein - der ein Tier mit einem Stein erlegt, der Früchte sammelt etc., verrichtet „nutzbringende“ Arbeit.“ [[(Karl Marx, Marx-Engels-Werke 19, Seite 16)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nützliche Arbeit]] ist sowohl für Tiere als auch für Menschen eine unabhängige Existenzbedingung, eine [[naturbestimmung]] um den [[Stoffwechsel]] zwischen ihrem natürlichen [[Wesen]] und ihrer äußeren [[Natur]] zu [[vermitteln]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit ... eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln. [[(MEW 23, S.57)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Menschen und seine [[Gesellschaft]] ist nicht der einfache [[Nutzen]], sondern die Universalität seiner Produktion, die sein [[Leben]] zu immer neuen und verfeinerten Lebensgenuß entwickelt. &#039;&#039;Während der Mensch selbst frei vom physischen [[Bedürfnis]] produziert&#039;&#039; produziert er erst wahrhaft &#039;&#039;in der [[Freiheit]] von demselben&#039;&#039;. Seine Vielfältigkeit schafft seinen gesellschaftlichen [[Reichtum]], seine [[Intelligenz]] bereichert er mit der Verfeinerung der Naturstoffe und der [[Bildung]] neuer [[Beziehungen]] ihrer [[Natur]] für sich (siehe auch [[Naturmacht]]) macht menschliches Leben an sich und durch sich schöner, gibt ihm einen [[Sinn]], der über den bornierten [[Nutzen]] seiner sinnlichen [[Tätigkeit]] hinausgreift: Der Sinn für ein [[schönes]] [[Leben]], das vermittelst der gesellschaftlichen Mitteilung, der menschlichen [[Sprache]] [[gebildet]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sprache]] ist selbst schon ein gesellschaftliches Gebilde, das im Lauf der Zeit, also in der Zeit ihrer Bildungsgeschichte seit tausenden von Jahren entstanden ist. Sie ist als [[Form]] der Mitteilung das lebendige [[Mittel]] der Information und zugleich das Medium der Auseinandersetzung, des auseinander Setzens von [[Inhalten]] der [[gesellschaftlichen]] [[Sinnbildung]] der Menschen und ihrer [[Wahrnehmung]], und so auch der [[Kultur]] einer [[zwischenmenschlichen]], einer &#039;&#039;intersubjektiven&#039;&#039; Mit-Teilung ihrer [[Beziehungen]] und [[Verhältnisse]] im [[Ganzen]], Ort der [[Vermittlung]] von [[Wahrnehmung]], [[Information]] und [[Wissen]]: politischer Ort des [[praktischen Bewusstseins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bildung]] ihres [[Reichtums]] haben die Menschen ihre Lebensverhältnisse durch die [[Naturmacht]] ihrer [[Gesellschaft]] gegründet; - nicht weil sie darin [[objektiv]], als [[objektive]] Natur bestimmt wären, sondern weil es ihr [[Reichtum]] als ihr gesellschaftliches [[Eigentum]] ist, durch den ihre [[Geschichte]] zu einer menschlichen, zu einer [[subjektiven]] [[Geschichte]] wurde, in der ihr [[Leben]] seine geschichtliche [[Form]] über das bloß Naturnotwendige hat, sich seiner [[Sinnbilung]] (siehe auch [[Kultur]]) entsprechend objektiviert. Soweit ihre [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] bestimmt und noch nicht durch einen [[Widerspruch]] hiergegen zur [[Formbestimmung]] seines Gegenteils geworden ist (siehe auch [[Entfremdung]]) formuliert sie immer schon menschliche [[Geschichte]] als [[Gegenständlichkeit]] der menschlichen [[Natur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch ist unmittelbar Naturwesen ... Aber der Mensch ist nicht nur Naturwesen, sondern ist menschliches Naturwesen; d.h. für sich selbst seiendes Wesen, darum Gattungswesen, als welcher er sich sowohl in seinem Sein als in seinem Wissen bestätigen und betätigen muß ([[Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 578f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist die objektive Form des Lebenszusammenhangs von Menschen als [[Lebenverhältnis]] ihrer [[Geschichte]], als geschichtliches Niveau ihrer Menschwerdung. Sie entsteht im Kreislauf der Naturaneignung der Menschen, im [[Verhältnis]] ihrer [[Bedürfnisse]] zu ihrer [[Tätigkeit]], dem [[Sinn]] ihres Verlangens als [[Grund]] der [[Sinnbildung]] ihrer [[Kultur]] und dem [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]]. Die [[Geschichte]] der menschlichen Gesellschaft ist die [[Geschichte]] der [[Naturmacht]] des Menschen, die [[Geschichte]] der [[Produktivität]] seiner [[Arbeit]] und der [[Reichhaltigkeit]] seiner [[sinnlichen]] [[Beziehungen]]: [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Verhältnisse]] des Zusammenwirkens seiner [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. In den Gesellschaften der Menschen vergegenständlichen sich ihre [[kulturellen]] und [[wirtschaftlichen]] [[Beziehungen]] als [[Gegenstände]] ihrer [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. Sie [[verwirklichen]] darin ihre sozialen [[Verhältnisse]] im Lebens[[ausdruck]] ihrer [[Bedürfnisse]] und als [[Lebensäußerung]] ihres [[Arbeit]]svermögens in einem: Als gesellschaftliche Existenzform der [[Geschichte]] ihrer [[Produktivkraft]] für ihre [[Wahrnehmung]], im [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]] für den sinnlichen [[Reichtum]] ihre [[Lebens]] (siehe hierzu auch [[historischer Materialismus]]). Hierfür nötig ist eine gesellschaftliche Vermittlungsform der [[einzelnen]] [[Bedürfnisse]] wie der [[Arbeit]] hierfür, aus dem sich das [[Allgemeine]] ihrer Lebenszusammenhänge ergibt. Es verlangt also ein dem entsprechendes [[politisches]] [[Verhältnis]] von [[Inhalt]] und [[Form]] ihrer hieraus begründeten [[Beziehungen]]. Diese Gesellschaftform hat sich alllerdings in der bisherigen [[Geschichte]] noch nicht ergeben (siehe hierzu auch [[Kommunismus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau zu unterscheiden ist Gesellschaft von jeglicher Form bloßer [[Gemeinschaft.]] Darin verhalten sich Menschen zu einander als [[Lebensumstände]] eines bestimmten Lebenszusammenhangs. In Gesellschaft verhalten sie sich zu ihren [[Lebensbedingungen]]. Der Lebenszusammenhang einer jeden menschlichen Gesellschaft, ganz gleich, in welcher Form und welchen Verhältnissen sie sich verwirklicht, gründet auf ihrer [[Geschichte]], in welcher sich der [[Nutzen]] ihrer Erzeugnisse mit dem [[Sinn]] vereint, den die Menschen unentwegt bilden und woraus und worin ihr Lebensreichtum substanziell entstanden ist und besteht. Gesellschaftliche [[Sinnbildung]] ist die Geschichte und die [[Beziehung]] menschlicher [[Lebensäußerung]] zu den [[Gegenständen]] ihres [[Lebens]], Lebensproduktion, die Geschichte der menschlichen [[Bedürfnisse]] und der [[Arbeit]], durch die sie entstehen und befriedigt werden. [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Arbeit]] von Menschen gestaltet [[Kultur]] und [[Reichtum]], ist ihre gesellschaftliche [[Substanz]], macht ihre [[Wirtschaft]] und [[Sinnbildung]] aus (siehe hierzu [[historischer Materialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist daher immer selbst schon eine gegenständliche [[Bildung]], ein menschliches Lebenswerk, das in den [[Formen]] der [[Verhältnisse]] ihrer bisherigen Geschichte sich auch in ihren [[Beziehungen]] und [[Bedingungen]] fortbildet. Die Menschen stellen immer nützliche Dinge her und bilden immer sinnvolle Zusammenhänge, denn sie können nur nutzen, was sinnvoll für sie ist und nur erzeugen, wofür sie einen Sinn gebildet haben - organisch geht immer das Eine aus dem Anderen hervor. Der gesellschaftliche Lebenszusammenhang ist schon vor aller Erfahrung das Lebensverhältnis menschlicher [[Beziehungen]]. Aber jede Beziehung kann nur sein, wo Eins zum Anderen zieht und dieses sich hierzu auch wirklich verhält, eine wirklich objektive [[Form]] für ihre subjektiven [[Inhalte]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Klassenkämpfen]] geht es um epochale [[Widersprüche]] der Lebensformen. Wo Beziehungen keine objektive Form finden, wo sie versprengt und hierdurch gesellschaftlich [[isoliert]] werden, wo sie in sich selbst zurückfallen, sich in ihrer [[Verselbständigung]] nur noch auf sich [[reduzieren]], wo sie von ihrem wirklichen Sinn absehen, um für die Fortexistenz einer [[abstrakten Gesellschaft]] allgemein nützlich zu sein, da wird der Zerfall zu einem gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem das Tote lebt, weil das Leben unentwegt abgetötet werden muss, um einen gesellschaftlichen [[Unsinn]] zu verewigen. Weil in einer solchen [[abstrakten Allgemeinheit]] nur der Zusammenhang eines Zerfalls sich verwirklichen kann, kann Gesellschaft nicht wirklich gesellschaftlich sein. Sie existiert in einer [[Form]], in der ihre Beziehungen nicht wirklich durch sich selbst wahr sein können, in der das Allgemeine ihrer Verhältnisse ihrem Inhalt vorausgesetzt ist und dessen Vermittlung abstrakt bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Allgemeine schon da sein muss, bevor es wirklich existiert, da zergehen die Notwendigkeiten schon leicht in den unzähligen Sinnfälligkeiten der Ereignisse. Alles erscheint sinnig, bevor es wirklich sein kann, weil es nur Allgemeines im Sinn hat. Davon zehrt jede Ideologie. Und sie sinkt wie eine betörende Nebelschwade in die Niederungen des Alltags. Alles, was für sich bodenlos, in jeder Beziehung nichtig und für jeden Verstand selbstverständlich ist, erscheint darin gut versichert, gut gepflegt und gut bewacht. Es weicht die Konturen auf, in denen alles in Nichts zergeht, lässt Löcher in reizvollem Glanz leuchten, neue Reflektionen sprießen. Und dieser Reiz kann auch nichts anderes sein, als der Widerschein einer Bodenlosigkeit, die nur noch sich selbst erfüllt, Verlangen nach mehr erzeugt, und damit süchtig nach nichts mehr macht, als das, was ist. Aber die Welt wird wieder rund, - und so &#039;&#039;dreht sich alles hübsch im Kreise, wie angenagelt, rührt sich kaum&#039;&#039; (Heinrich Heine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es auch hier wie überall: Eine Gesellschaft besteht nicht aus einer Ansammlung von [[Individuen]], die nebeneinander produzieren und konsumieren, auch nicht als [[Verein]] bzw. Community von [[Individualisten]], die [[selbstlos]] und füreinander frei geschaffene Erzeugnisse hervorbringen, durch die sie einander in gleichem [[Recht]] [[nützlich]] sind. Und sie ist auch nicht ein Interessensverband von [[selbstorganisierten]] Lebensgemeinschaften oder [[Genossenschaften]], die sich im Zweck einer günstigen Bewirtschaftung und Erwirtschaftung ihrer [[Lebensmittel]] treffen. Gesellschaft ist all dem schon durch die Verfügbarkeit des [[Reichtums]] aus ihrer bisherigen [[Geschichte]], als Produkt der menschlichen Geschichtsbildung vorausgesetzt und setzt sich selbst fort durch das [[notwendige]] Zusammenwirken der Menschen, durch die [[Kraft]] ihrer [[Subjektivität]], die sich gegen ihre [[objektiven]] [[Wesensnöte]] aufrichtet, ihre [[Bedürfnisse]] und ihrer [[Produktivität]] zum Zweck ihrer [[Emanzipation]] aus der Beschränktheit ihrer einzelnen [[Existenz]], die [[Synergie]] ihrer [[Lebensproduktion]] als [[Naturmacht]], als wirkungsmächtige Lebenserzeugung, als Lebenserhaltung durch ihre gesellschaftliche [[Ergänzung]] über die bornierte Selbsterhaltung ihrer bloßen [[Zivilisation]] hinaus, als [[Naturmächtigkeit]] ihres sozialen Verhältnisses, ihrer Lebens[[wirklichkeit]] in einer menschlichen [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Basis einer jeden menschlichen Gesellschaft ist die Selbstverständlichkeit der Lebenserhaltung der Menschen, die darin zusammenwirken, deren Aufwände für ihre Lebenserhaltung also in einem gesellschaftlichen [[Verhältnis]] auf ihre [[Bedürfnisse]] [[bezogen]] sind und in ihren Verhältnissen als Verhalten von [[Notwendigkeit]] in [[Freiheit]] entwickelt werden. Ihre natürliche [[Beziehung]] ist daher ihre Teilhabe an einem Verhältnis, in welchem sie einander [[ergänzen]] und die [[Synergie]] ihres Verhältnisses für ihre Fortbildung (siehe [[Sinnbildung]]), für ihre [[Geschichte]] nutzen (siehe auch [[Ergänzungswirtschaft]]). Ihr Auskommen als [[arbeitende]] Menschen sollte daher durch ein Einkommen bestätigt und bestärkt werden, das ihre sinnlichen Verhältnisse bewahrheitet, bewährt und bereichert (siehe [[Reichtum]]). Solange dies gelingt, sind sie einander verträglich und stehen auch ohne ausdrücklichen [[Vertrag]] in ihrem Tun und Lassen in Einklang. Doch [[Gesellschaft]] verlangt das Eingeständnis ihrer [[Notwendigkeit]] und kann nur durch sie hindurch [[Freiheit]] in ihrer Überwindung, in der Verwirklichung seiner [[Lebensäußerungen]], in seiner Selbstvergegenständlichung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch verliert sich nur dann nicht in seinem Gegenstand, wenn dieser ihm als menschlicher Gegenstand oder gegenständlicher Mensch wird. Dies ist nur möglich, indem er ihm als gesellschaftlicher Gegenstand und er selbst sich als gesellschaftliches Wesen, wie die Gesellschaft als Wesen für ihn in diesem Gegenstand wird. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist also nicht nur der wirkliche, sondern auch der notwendige Lebenszusammenhang der Menschen, wie er sich [[geschichtlich]] [[entwickelt]] hat und in welcher Form auch immer dieser da ist. Im [[Dasein]] der Menschen setzt sich ihr [[Sein]] als gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] ins [[Verhältnis]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Von daher ist jedes ihrer Verhältnisse [[substanziell]] gesellschaftlich, also immer in einem ganzen Zusammenhang, in dem sie sich [[ergänzen]] und fortentwickeln, auch wenn er gebrochen oder [[widersprüchlich]] ist (siehe hierzu auch [[Doppelcharakter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber der gesellschaftliche Zusammenhang nicht mehr ist, wo er durch [[Krise]], Krieg oder [[Barbarei]] oder Selbstsucht zerstört ist, [[genichtet]], aufgelöst oder ausgebeutet, abwesend in irgendeiner Form, die [[fremd bestimmt]] ist, da ist er negativ wirksam, weil Gesellschaft überhaupt den substanziellen Zusammenhang des menschlichen [[Lebens]] ausmacht. Wo die Menschen ihre Gesellschaft nicht wirklich haben oder erkennen können, bleibt sie dennoch ihre einzig wirkliche Lebensform und ist dann allerdings als Grundlage ihrer [[Wirklichkeit]] negativ wirksam. Wenn Menschen darin verelenden, wenn Gesellschaft für sie nicht wirklich menschlich da ist, ergibt sich aus ihrer [[Negation]] eine Totalität ihrer [[Abwesenheit]], der Sog ihrer Zerstörung, der sich aus dem menschlichen Vakuum ergibt, in welchem sich ihr Zusammenhang [[nichtig]] macht. Ihr Elend setzt sich dann als politische Gewalt fort, indem aus dem gesellschaftlichen Elend von Individuen eine gewalttätige Kultur entsteht, [[Fanatismus]], [[Rassismus]] und politische Macht, die sich in der [[Meinung]]sbildung verallgemeinert und durch politischen [[Populismus]] zur Wahl gelangt, um als [[Kulturstaat]] verwirklicht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft erweist sich von da her immer als ein ganzes [[Verhältnis]] der Menschen, das Verhalten zu ihrer [[Natur]], ein [[Ganzes]], worin sie einander [[ergänzen]], nicht als Staat, Nation oder dergleichen, nicht politisch, sondern als Organismus, als Lebensform überhaupt und weltweit. Ihr wechselseitiges [[Ergänzen]] ist nicht [[Zweck]] sondern [[Tätigkeit]], Ausdruck ihrer [[Intelligenz]], die durch ihre unterschiedlichen, ihre individuellen [[Sinnbildungen]] schon ihre [[Synergie]] tätigt, durch die sie [[Geschichte]] macht. Diese Gesellschaft gibt es daher nur in und durch ihre Lebenspraxis, durch ihre [[Geschichte]] im historischen [[Dasein]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]) und als dieses Dasein für sie, als ihr [[Verhältnis]] zu sich selbst durch andere und als [[Verhältnis]] zu anderen als Verhältnis zu sich, als [[Beziehung]] des Menschen auf sich als gesellschaftliches Naturwesen. Und das ist ein kompliziertes [[Verhältnis]] zwischen dem einzelnen [[Individuum]] und seiner menschlichen [[Allgemeinheit]] in einer gesellschaftlichen [[Form]], die sich auch als [[Vertrag]]sform verstehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tiere sind auf irgendeine Art und Weise in Gesellschaft, z.B. als Herde, Volk oder Rudel u.a.. Auch sie haben eine gesellschaftliche [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), auch sie haben schon Werkzeuge und einen [[Sinn]] für ihre natürlichen [[Gegenstände]]. Doch erst die Menschen müssen sich in ihrer Gesellschaft [[bewusst]] aufeinander beziehen, um einander nicht zu gefährden, denn sie vergegenständlichen ihre [[Natur]] zu einer menschlichen Gesellschaft, durch die Fähigkeit einer gedanklichen Vorfertigung, durch Denken, wodurch sie planvoll ihren [[Reichtum]], den Lebensreichtum ihres gesellschaftlichen [[Lebens]] erzeugen, entwickeln und aneignen. Diese Gesellschaft ist eine aus ihrer [[Natur]] heraustretende und doch aus ihrer Natur entwickelte Gestaltungskraft, die sich nicht mehr innerhalb der Natur[[notwendigkeiten]] entfaltet, sondern sich als [[Naturmacht]] selbst verhält. Sie ist aus dem objekthaften [[Leben]] in der Natur hervorgegangen und hat sich zu einem lebenden [[Subjekt]] gebildet, ist somit ein [[subjektives]] wie [[objektives]] gegenständliches Verhältnis der Menschen. Sie ist die Lebensform einer Lebensenergie, welche die Zusammenhänge und die [[Stoffe]] der Natur [[intelligent]] und planend für sich zusammenbringt und ihnen eine Entwicklungsmacht, eine [[Produktivkraft]] verleiht, die sich aus ihrer [[Geist]]eskraft heraus entwickelt und verhält. Sie entfaltet ihre Naturenergie als geistiges Verhältnis zu einem gesellschaftlichen Subjekt und erzeugt eine Gegenständlichkeit, die Natur als [[Kultur]], als Lebenszusammenhang der menschlichen Kultur, die sich durch ihre politischen Entscheidungen zu ihrem [[Fortschritt]] oder auch zu ihrem Niedergang [[bestimmen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das lebende Zusammenwirken der Menschen, [[notwendige]] [[Wirklichkeit]] des Menschseins, menschliche [[Synergie]] in der Erzeugung ihres Selbsterhalts und ihres [[Lebens]]. Sie beruht auf dem besonderen [[Verhältnis]] der Menschen zu ihrer [[Natur]], die ihnen gegenständlich und also [[Gegenstand]] ihres [[Stoffwechsels]] und ihrer [[Arbeit]], ihrer [[Sinnbildung]] und [[Kultur]] ist. Ihre Gesellschaft selbst ist die [[Naturmächtigkeit]] ihres Lebenszusammenhangs, durch welche ihr Erhalt und Fortbestand gesichert und die Entwicklung ihrer Lebensvielfalt, die Vielfältigkeit ihres sinnlichen [[Lebens]], ihr geistiger und materieller [[Reichtum]] geschaffen und gebildet wird. Menschliche [[Gesellschaft]] gründet auf den [[Notwendigkeiten]] ihrer [[Naturmächtigkeit]], begründet sich also immer aus ihrer [[Produktivkraft]]. Diese erfordert eine gesellschaftliche Organisation ihrer Nutzung und Fortbildung und verlangt ein hierauf gerichtetes Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Mensch seine Sachen und Güter produziert, hat er sich schon im menschlichen Dasein, wie es sich als menschliche Gesellschaft in jedweder [[Form]] darstellt, in seinem Menschsein unter Menschen erkannt - wenn auch nicht immer als dies schon begriffen. Er ist nicht erst durch seine Produkte, seine gegenständlichen [[Veräußerungen]] objektiv, sondern praktisch immer schon durch sein gesellschaftliches [[Dasein]] in seiner [[Kultur]]. Diese ist daher nicht einfach ein &#039;&#039;Überbau&#039;&#039; über seine Lebensproduktion, sondern deren I[[nhalt]] und von daher weder [[Ideologie]] noch Widerschein (siehe [[Widerspiegelungstheorie]]), sondern praktischer Lebensinhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus veranlassen, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und in dem Begreifen dieser Praxis&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 7)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben ist zum einen Resultat der bisherigen Gesellschaften, welche diesen [[Reichtum]] der Menschen durch den Aufwand ihrer Naturkraft, ihrer [[Arbeit]], geschaffen haben, Resultat der Lebensproduktion der Menschen, Produkt ihrer [[Sinn]]esgeschichte, menschliche [[Kultur]], wie sie sich in den gegenwärtigen [[Verhältnissen]] darstellt; zum anderen sind diese Verhältnisse das gesellschaftliche [[Leben]] in der gegenwärtigen [[Form]], worin die Menschen ihre Naturmacht reproduzieren, entwickeln und fortentwickeln, die Gestalt ihrer Lebensproduktion, ihrer Werkzeuge und ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Sinnbildung]] kann nur in Gesellschaft geschehen, weil der Mensch für sich als Einzelwesen seiner [[Natur]] nicht mächtig ist, keinen anderen [[Sinn]] haben kann als den der Selbsterhaltung, den Sinn für seine Notdurft, notdürftige Sinnlichket. Ohne Gesellschaft können Menschen nicht [[wirklich]] [[leben]], wie auch keine Gesellschaft Bestand hat, in der sie sich als Einzelne nicht einfinden können. Gesellschaft bietet ihnen die Grundlagen ihres Daseins, wie diese zugleich der [[Grund]] ihres [[Daseins]] sind. Sie muss ihre [[Allgemeinheit]] sicherstellen, weil sie nur durch deren Sicherheit sich selbst sicher sein kann. Was über ihre einzelnes [[Sein]] hinausgeht, muss allgemein da sein, weil das [[Einzelne]] [[allgemein]] nur durch sie ein [[Ganzes]] sein kann. Gesellschaft stellt die [[Bedingungen]] ihrer Versorgung her, ihre Kindheits- und Altersversorgung, Vorsorge, Produktions- und [[Lebensbedingungen]], Verkehrswege, [[Bildung]], [[Kultur]], Wohnungsbau, usw. Und es sind zugleich immer die Menschen, die hierfür da sind, arbeiten, [[konsumieren]] und verkehren. Als [[Ganzes]] stellt Gesellschaft daher die [[Geschichte]] der Menschen überhaupt oder in einem bestimmten [[Kultur]]kreis dar, wie sie auch ihr lebendes [[Verhältnis]] ist und also wiederum Gesellschaft bildend ist. In jedem Individuum ist das Ensemble seiner gesellschaftlichen Verhältnisse, wie sich auch die Individuen in der Gesellschaft individuell versammeln, als wirkliches Verhalten von Teil und Ganzem ihres Zusammenhangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der gesellschaftlichen Gestaltung ist durch die Entwicklung ihrer [[Produktivität]] bestimmt, weil diese - anders als bei anderen natürlichen Spezies - die Verfügung über Natur, also die [[Naturmächtigkeit]] des Menschen ausmacht. In den bisherigen Formen der menschlichen Gesellschaft war die Bildung und Ausbildung der menschlichen [[Sinne]] wesentlich durch die Entwicklung ihrer [[Bedürfnisse]] bestimmt, die davon abhängig war, wie die Mittel zu ihrer [[Befriedigung]] verteilt waren, wie sich also Produktivkraft in den Produktionsverhältnissen entwickeln konnte. In dieser Geschichte haben die Menschen ihre [[Wirtschaft]], ihre [[Kultur]] und ihre sozialen Beziehungen als gesellschaftliche [[Form]], also als Art und Weise, worin die Inhalte ihres geschichtlichen Menschseins als Geschichte ihres Gattungswesens stattgefunden hat, zu bestimmten Formen ihres [[Gemeinwesen]] gebildet, welche ihre jeweilige Produktionsepoche ausmacht und heute als bürgerliche Ordung, als [[Staat]] historische [[Existenzformen]] ihrer Gemeinform ist. Die gesellschaftliche Form selbst stelt den Entwicklungsstand der Produktivkräfte dar, auch wenn sich darin ein Widerspruch zwischen Produktivvermögen und Produktionsverhältnis entfaltet (siehe [[Sozialprodukt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was ist die Gesellschaft, welches immer auch ihre Form sei? Das Produkt des wechselseitigen Handelns der Menschen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Steht es den Menschen frei, diese oder jene Gesellschaftsform zu wählen? Keineswegs. Setzen Sie (Adressat des Schreibens, Annenkow) einen bestimmten Entwicklungsstand der Produktivkräfte der Menschen voraus, und Sie erhalten eine bestimmte Form des Verkehrs ... und der Konsumtion. Setzen Sie bestimmte Stufen der Entwicklung der Produktion, des Verkehrs und der Konsumtion voraus, und Sie erhalten eine entsprechende soziale Ordnung, eine entsprechende Organisation der Familie, der Stände oder der Klassen, mit einem Wort eine entsprechende Gesellschaft ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Setzen Sie eine solche Gesellschaft voraus, und Sie erhalten eine entsprechende politische Ordnung (Staatsapparat), die nur der offizielle Ausdruck der Gesellschaft ist. [[(K. Marx, Brief an Annenkow (1846), MEW 4, 548.)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv, also im menschlichen [[Subjekt]] begriffen, ist Gesellschaft die wirkliche Beziehung seines [[Leidens]] und seiner [[Tätigkeit]], die sich objektiv als Gegenständlichkeit seines Werdens, als seine bestimmte menschliche Geschichte äußert. Von daher ist das [[Private]] auch immer ein Raub an gesellschaftlicher Gegenständlichkeit, am menschlichen Vermögen, weil es sich aus der Vermittlung von Individuum und Gesellschaft herausnimmt und sich das Produkt gesellschaftlichen Zusammenwirkens aneignet, ohne dessen [[Wirkung]] als Form des menschlichen Reichtums zurückzugeben. Zerstörung von Gesellschaft entwickelt sich aus der [[politisch]]en [[Macht]] des [[Besitz]]ums, das in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] sich über den [[Ware]]nmarkt durchsetzt (siehe auch [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Diese vollzieht sich in der Realabstraktion von gesellschaftlichen Lebenszusammenhängen, indem sie deren Vielfalt reduziert und deren Einfalt quantifiziert (siehe hierzu auch [[Wert]]). Von da her ist die bürgerliche Gesellschaft auch in der Lage, die bisherige Bildungsgeschichte der Menschen in die [[Barbarei]] des immer absoluter werdenden Privatinteresses umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftlichkeit der [[Menschen]] zeigt sich nicht losgelöst in überhistorischen Inhalten, z.B. Kultur an sich, [[Natur]] an sich, Trieb, [[Arbeit]] an sich usw.. Sie drückt sich immer in der historischen Gestaltung des ganzen Menschseins, in der Bewältigungsform der natürlichen Not der Menschen als gesellschaftliche Basis ihres Zusammenhangs ([[Stoffwechsel]]), also in der jeweiligen historischen Form aus, in der Form, worin sich die Aneignung und Entfaltung ihrer [[Natur]] ereignet, worin sich ihre [[Arbeit]] auf ihre [[Bedürfnisse]], ihre Sinnesäußerung auf ihre [[Selbstwahrnehmung]] und ihr geschichtlich gewordenes [[Sein]] sich auf ihren [[Willen]] bezieht (siehe hierzu auch [[bürgerliche Gesellschaft]]). In diesem Sinne vesteht sich der [[historischer Materialismus]] und begreift sich selbst als Moment der bestimmten Lebensform im [[Bewusstsein]] der gesellschaftlichen Geschichte dieses [[Lebens]]. Geselschaft kann erst [[wirklich]] werden, ihr adäquates [[Dasein]] finden, wenn die konkreten Lebensverhältnisse der Menschen ihre [[Wirklichkeit]] ausmachen. Eine Vorstellung hiervon bietet der [[Kommunalismus]] (siehe auch [[Kommunismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Zusammenwirken der Menschen ist also niemals grundlos, weil es in sich nicht einfach positiv gesellschaftlich bestimmt sein kann. Es müssen die Aufwände nicht nur durch ihre Bedürfnisse entwickelt werden, sondern auch Bedürfnisse durch die [[Wirklichkeit]] ihres Aufwands an [[Arbeit,]] durch das menschenmögliche [[Verhältnis]] von [[Sinn]] und [[Nutzen]] bemessen sein. Gesellschaft muss immer wieder die [[Notwendigkeit]] ihrer [[Natur]] aufheben indem sie Vorsorge und Reichtum zu einer gesellschaftlich Existenz bringt, die Ressourcen, Stoffe und Energien hierfür verfügbar macht, Verkehr, Kommunikation und Produktion zur rechten Zeit am rechten Ort zusammentreffen lässt und die ökonomischen Aufwände politisch auf ihre wirklichen Notwendigkeiten und Bedürfnisse bezieht und zur [[Entscheidung]] bringt. Gesellschaftlihe Entwicklung der Menschen ist daher immer zugleich auch Entwicklung ihrer [[Natur]], die [[Sinnbildung]] als [[Emanzipation]] ihrer Lebensnotwendigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Gesellschaft ist also in ihrer [[Geschichte]] auch begrenzt durch ein Gebiet, auf dem sie sich definiert und das Fläche, Raum und Natur, also auch Bodenschätze bietet. Aber sie ist zugleich Teil der Weltbevölkerung, also einer allen Menschen gemeinen Gesellschaft, hat also auch Teil aller Schätze, die Menschen und Natur zur Erwirtschaftung des gesellschaftlichen Reichtums der Weltbevölkerung zur Verfügung haben. Wie sich diese verschiedenen Ebenen und Beziehungen und Wechselwirkungen, also die Wirklichkeit der menschlichen Verhältnisse auf der Welt so gliedern können, dass alle Teile widerspruchfrei existieren können, das ist die große Frage einer humanen Politik, die nur durch die Form einer [[Ergänzungswirtschaft]] aufzulösen sein wird (siehe hierzu auch [[internationale Kommunalwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Gesellschaftsformen, das ineinander Übergehen einer Form in eine andere als Form der Produktionsweise des Lebens der Menschen (z.B. Stammeskulturen, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, [[Kapitalismus]]). Allein diese Form macht den Begriff einer bestimmten Gesellschaft aus. Die [[Begriffssubstanz]] der Gesellschaftsform begreift das [[Wesen]] ihres Zusammenhangs, in welchem die [[Wirklichkeit]] dieser Form sich begründet. So ist im [[Kapitalismus]] die [[Arbeitszeit]] zur [[Substanz]] aller menschlichen [[Beziehungen]], zur [[Wertsubstanz]] geworden (siehe [[Arbeitswerttheorie]]). Der menschliche Reichtum hat darin [[Wertform]], existiert gesellschaftlich also nur als Aufhäufung von [[Arbeitszeit]] dar, [[gleichgültig]], wieviel [[Sinn]] diese für die einzelnen Menschen [[wirklich]] hat. Was sie in dieser Gesellschaftsform an Gütern des [[Lebens]] erhalten, wird ihnen durch das Einbringen und Verwerten ihrer Arbeitszeit gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits der gesellschaftlichen Form ist [[Kultur]] die lebendige [[Substanz]] einer Gesellschaft, welche diese Form ausfüllt, [[Inhalt]] und [[Sinn]] des menschlichen Zusammenwirkens. Dies bringt angesichts gesellschaftlicher [[Krisen]] die [[populistische]] Rechte dazu, an die Kultur wie an einen selbständigen Träger des Gemeinwesens zu appellieren und dieses mit dem [[Nationalstaat]] gleichzusetzen, aus ihm einen [[Kulturstaat]] zu fordern und die [[Staatskultur]] zur [[Gesinnung]]skultur schlechthin zu machen. Diese hat aber nichts mehr mit einem Gemeinwesen zu tun, da es sich hierbei um eine Verkehrung des menschlichen Zusammenwirkens zu einer Kulturmacht der Staatsgewalt handelt (siehe hierzu auch [[Faschismus]]). Auch ist der Nationalstaat keine Gesellschaft. Er hat immer nur die politische Form bürgerlicher Produktionsweisen zu institutionalisieren und gründet auf den Befestigungsinteressen des Marktgeschehens (siehe auch [[Bürger]]). Indem der [[Nationalsozialismus]] behauptet, Gesellschaft durch den Staat wieder herzustellen, hat er eine Selektion von Menschen als Staatsbürger und &#039;&#039;lebensunwertem Leben&#039;&#039; (sihe [[Euthanasie]]) schon dem Begriff nach nötig (siehe [[Hitler-Formel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es auch Kulturen, die sich nicht in einer Gesellschaft darstellen, sondern als entzweite Gesellschaften einer Produktionsform, der kapitalistischen Produktionsform. Dies hat die [[Globalisierung]], die weltweite Ausweitung des Warenmarktes ergeben: Zur einen Seite die [[Dienstleistungsgesellschaft]], in der sich vorwiegend die [[Geldbesitzer]] zueinander verhalten, und zur anderen die geldlose Gesellschaft, in der die [[Besitzer]] von [[Bodenschätzen]] (z.B. Gold, Silber, Öl, Kupfer usw.), [[Arbeitskräften]] (Familienarbeit z.B. für [[transnationale Konzerne]]) und Natur (z.B. Regenwald) nach Maßgabe des Weltmarktes existieren: die sogenannte Dritte Welt. Aus diesem Gegensatz von Geldbesitz und Naturbesitz ergeben sich die kulturellen Verzerrungen der [[Fremdarbeit]], die zur gesellschaftlichen Eigenständigkeit der [[bürgerlichen Kultur]], zur Kultur der Bürger als eigenständige Gesellschaftsform führt (siehe [[zwischenmenschliche Verhältnisse]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Gesellschaft&amp;diff=11619</id>
		<title>Gesellschaft</title>
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		<updated>2026-10-15T19:59:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seit jeher ist die menschliche Gesellschaft die [[Form]] der Überwindung der [[Not]], welche die [[Natur]] den Lebewesen im Auseinanderfallen (siehe [[Getrenntheit]]) Zusammenhänge ihrer menschlichen Potenz auferlegt, welche im der [[Ganzen]] nicht [[substanziell]] am wesentlichen [[Sinn]] ihrer [[Gemeinschaft]] teilhaben können, indem diese als Mangel ihre innere [[Natur]], als Mangel an [[Macht]] über ihr [[Leben]] erschien, als Herrschaft über ihre [[wahre]] Lebenskraft. Die Bedingung der Überwindung ihrer gesellschalftichen Macht ist die Aufhebung dieser Not. &#039;&#039;Was nötig ist, das fügt sich&#039;&#039; war der Spruch einer schlichten Selbstbescheidung der bisheriggen Naturgeschichte der bisherigen Gesellschaften (siehe [[Nützlichkeit]]). Sie bildete sich als Affirmation einer [[Geschichte]] der Formationen ihres [[Stoffwechsels]], die von ihren Herrschern als Mittel ihrer [[Macht]] genutzt worden waren. Der Ausgang der Emanzipation des Menschen von seinem Naturwesen ist daher der [[Zweifel]] an den [[Abstraktion]] von einem menschlichen Naturwesen. Dies hat die [[Kritik]] der [[Kulte]] durch menschliche [[Wirklichkeit]] zur [[notwendigen]] Folge, indem sie wirklich menschliche Geschichte bestimmt und begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das [[Zusammenwirken]] des mennschlichen Naturwesen, dem Wesen der Menschen einer [[bestimmten]] [[Kultur]] und von daher die allen gemeine (siehe [[Allgemeinheit]]) [[Gegenständlichkeit]] ihrer wechselseitigen [[Wertschätzungen]] durch das Recht ihrer [[politischen]] [[Gegenwärtigkeit]] einer angemessenen [[Form]] der [[Vergegenwärtigung]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensinhalte]]. Der [[Wert]] ihrer gesellschaftlichen [[Beziehung]] bemisst sich daher am [[Produkt]] ihrer [[Lebensäußerung]], ob diese nur [[fiktiv]] oder auch [[wirklich]] so da ist (siehe [[Dasein]]), wie sie darin ihr [[Leben]] [[erkennen]]. Sie [[existierten]] daher immer schon mit der [[Sinnbildung]] der gesellschaftlich [[wirksamen]] Lebenszusammenhänge – gleich, warum und wie diese entstanden waren und ob sie von [[ästhetischer]] oder [[sachlicher]] [[Natur]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die bürgerlichen Produktions- und Verkehrsverhältnisse, die bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor. Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Empörung der modernen Produktivkräfte gegen die modernen Produktionsverhältnisse, gegen die Eigentumsverhältnisse, welche die Lebensbedingungen der Bourgeoisie und ihrer Herrschaft sind. Es genügt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. In den Handelskrisen wird ein großer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkräfte regelmäßig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zu viel Zivilisation, zu viel Lebensmittel, zu viel Industrie, zu viel Handel besitzt. Die Produktivkräfte, die ihr zur Verfügung stehen, dienen nicht mehr zur Beförderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig für diese Verhältnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis überwinden, bringen sie die ganze bürgerliche Gesellschaft in Unordnung, gefährden sie die Existenz des bürgerlichen Eigentums. Die bürgerlichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. – Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, daß sie vielseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert. [[(Manifest der Kommunistischen Partei, 1847/48, Karl Marx und Friedrich Engels in MEW 4, S. 467f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen begann mit der [[Entwicklung]] ihrer [[Fähigkeit]], den [[Unsinn]] einer ihnen [[äußerlichen]] [[Kultur]] im [[Glauben]] an ihre übermenschlichen Persönlichkeiten, an die [[Götter]]. Der Ausgang der menschlichen gründet darauf as Wesen ihrer übermenschlichen MAcht zu [[bezweifeln]], aus einem an sich [[abwesenden]] [[Wesen]] zu [[bestimmen]] und von daher der [[Notwendigkeit]] zu folgen, einen [[Verstand]] über ihren [[individuellen]] [[Tod]] hinaus zu [[emanzipieren]] (siehe auch [[Selbstbewusstsein]]) und damit die Kränkung des [[individuellen]] [[Daseins]] durch einen [[gesellschaftlichen]] [[Sinn]] des [[Seins]] [[aufzuheben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft ist ein [[Gemeinwesen]], weil der Mensch sich nicht auf seine [[Einzelheit]] [[reduzieren]] lassen kann, weil er darin umkommen würde, auch wenn ihm verhießen wird, dass er allein &#039;&#039;seines Glückes Schmied&#039;&#039; sei (siehe auch [[Ideologie]]). Gesellschaft besteht nicht aus dem Zusammenkommen von [[einzelnen]] [[Individuen]] (siehe [[Gemeinschaft]]). Sie ist das [[Zusammenwirken]] von Menschen in einem bestimmten [[Lebensraum]] zu einer bestimmten [[Lebenszeit]] und [[Lebenswirklichkeit]], zur Bereicherung und Entfaltung des Vermögens der [[Bedingungen]] ihrer [[Arbeit]], der [[Mittel]] und [[Vermittlung]] ihres [[Lebens]], der [[Produktivkraft]] ihrer [[Lebensbedingung]], ihrer Naturaneigung durch die [[geschichtlich]] [[gebildete]] [[Naturmacht]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]). Im [[kulturellen]], im [[geistigen]] und [[materiellen]] [[Reichtum]] ihres [[Lebens]] (siehe [[Zivilisation]]) äußert sich die durch ihr bisheriges Wirken geschaffene [[Geschichte]] der Menschen in [[Raum]] und [[Zeit]] der [[Verwirklichung]] ihres gesellschaftlichen [[Wesens]] (siehe [[Wirklichkeit]]). Ihr darin [[objektiv]] geschaffener Lebenszusammenhang, den sie [[subjektiv]] als Existenzform ihres [[Gattungswesen]], als eine gesellschaftlich [[objektivierte]] [[Kraft]] eines [[allgemeinen]] Lebenszusammenhangs in [[Form]] und [[Inhalt]] ihres organischen [[Lebens]] in ihrem [[allgemeinen]] [[Dasein]], so wie es als ihre äußere [[Natur]] zu gestalten vermocht hatten, [[bereichert]] sowohl ihr [[einzelnen]] wie zugleich das gesellschaftliche Vermögen ihrer [[Lebensubstanzen]]. Doch dieses ist in ihrer Entwicklung noch immer nur in der [[Armut]] und Armseligkeit ihrer gesellschaftlichen [[Formationen]], der allgemeinen [[Formbestimmung]] der [[Elemente]] (siehe [[Elementarform]]) ihres gesellschaftlichen [[Reichtums]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. [[(MEW 4, S. 462).]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit das Stammeswesen der Naturgesellschaften überwunden ist, muss eine menschliche [[Gesellschaft]] die [[einzelnen]] Menschen in einer der [[politischen]] [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] entsprechend verfassten [[Rechtsform]] im Großen und [[Ganzen]] so auf einander beziehen kann dass ihre [[objektives]] [[Lebensverhältnis]] in der [[Allgemeinheit]] ihrer gesellschaftlich [[Form]] auch dem entsprechend aufgehen. An sich wäre demnach Gesellschaft ein [[objektives]] [[Verhältnis]] im [[Verhalten]] von [[Arbeiten]] und [[Bedürfnissen]], wodurch diese auf ihre [[Arbeit]] zurückkommen. Demnach wäre die Anzahl der Menschen und ihrer [[Bedürfnisse]] durch deren [[Befriedigung]] über ihre Produkte [[befriedet]]: Je mehr Menschen in einer Gesellschaft [[Bedürfnisse]] haben und hierfür [[arbeiten]], desto zufriedener könnten sie darin sein, wenn in der Rechnung auch die [[Bedürfnisse]] ihres Bevölkerungswachstums dem [[Wirtschaftswachstum]] und auch den Sozialleistungen für Kinder und Altersrente und auch bei [[Arbeitslosigkeit]] entsprechen würde. Doch durch die [[Verwertung]] der [[Bedürfnisse]] und [[Arbeiten]] konzentriert sich der [[politische Wille]] nurmehr auf einen [[Mehrwert]], der über den [[Warentausch]] zwischen dem [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] und dem [[Geld]] als [[Kaufmittel]] (siehe [[Kapital]]) entzogen wird und lediglich dessen [[Besitzer]] bereichert und die [[Ohnmacht]] der Einzahler vertieft (siehe [[Kapitalismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen als [[einzelne]] [[Subjekte]], als [[Individuen]] ihrer [[Geschichte]] sind, ist darin als allen gemeiner, als [[allgemeiner]] [[Lebensinhalt]] [[gegeben]], wie sie ihn [[notwendig]] und [[wirklich]] haben müssen und erzeugen, worin sie sich in ihrem [[praktischen]] [[Leben]] [[erkennen]] und [[verwirklichen]]. Etwas [[Allgemeines]] kann aber nur das [[sein]], was allem auch [[wirklich]] gemein ist: Ihre [[Natur]], wie sie für sie da ist (siehe Dasein). Doch diese kann es in [[Wirklichkeit]] nur geben, wo jeder [[Einzelne]] im dem allen Gemeinen, in seiner [[Gesellschaft]] sich auch [[gesellschaftlich]] [[verwirklichen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Indem daher überall einerseits dem Menschen in der Gesellschaft die gegenständliche Wirklichkeit als Wirklichkeit der menschlichen Wesenskräfte, als menschliche Wirklichkeit und darum als Wirklichkeit seiner eignen Wesenskräfte wird, werden ihm alle Gegenstände als die Vergegenständlichung seiner selbst, als die seine Individualität bestätigenden und verwirklichenden Gegenstände, als seine Gegenstände, d.h. Gegenstand wird er selbst. Wie sie ihm als seine werden, das hängt von der Natur des Gegenstandes und der Natur der ihr entsprechenden Wesenskraft ab; denn eben die Bestimmtheit dieses Verhältnisses bildet die besondre, wirkliche Weise der Bejahung. Dem Auge wird ein Gegenstand anders als dem Ohr, und der Gegenstand des Auges ist ein andrer als der des Ohrs. Die Eigentümlichkeit jeder Wesenskraft ist grade ihr eigentümliches Wesen, also auch die eigentümliche Weise ihrer Vergegenständlichung, ihres gegenständlich-wirklichen, lebendigen Seins. Nicht nur im Denken, sondern mit allen Sinnen wird daher der Mensch in der gegenständlichen Welt bejaht. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Fragen der praktischen [[Erkenntnisse]] der [[einzelnen]] Momente ihres [[Lebens]], die zu den Problemen eines Lebenszusammenhangs der Menschen diskutiert werden, muss immer wieder der Gehalt, die [[Substanz]] ihrer [[allgemeinen]] Lebensgrundlagen als das [[Allgemeine]] ihres [[einzelnen]] [[Daseins]] hergenommen werden. Es ist die Frage nach ihrem [[Sein]], wie sie schon von Platon gestellt war. Die Diskussionen hierüber standen oft im Kontext einer Suche nach dem &#039;&#039;Sinn des Seins&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) oder dem [[allgemeinen]] [[Inhalt]] der menschlichen [[Geschichte]] überhaupt im Vorlauf ihres Untergangs, ihres Todes ([[Martin Heidegger]]): [[Verwirklicht]] sich darin die Schöpfung einer höheren Macht, einer [[göttlichen]] Sinnstiftung? Oder vollstreckt darin die [[Natur]] selbst ihre [[Logik]] als [[Geschichte]] der menschlichen Lebensnöte, ihre Lebensnotwendigkeiten (siehe [[dialektischer Materialismus]])? Was treibt sie an? Woraus bezieht sie ihre Gestalt, das [[Ganze]] ihrer [[Teile]]? Woher nimmt sie ihre [[Energie]], woraus bezieht sie ihre wesentliche [[Kraft]]? Ihren [[allgemeiner]] [[Wille]]? Die [[Religionen]] wollten dies alles beantwortet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Je tiefer wir in der Geschichte zurückgehen, je mehr erscheint das Individuum, daher auch das produzierende Individuum, als unselbständig, einem größren Ganzen angehörig: erst noch in ganz natürlicher Weise in der Familie und der zum Stamm erweiterten Familie; später in dem aus dem Gegensatz und Verschmelzung der Stämme hervorgehenden Gemeinwesen in seinen verschiednen Formen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Kulturen hatten dies in der [[Gemeinschaft]] ihrer [[Naturaneignung]] als vergemeinschaftete [[Gewalt]] der Menschen, als ihre [[Naturgewalt]] im lebendigen Zusammenhang ihrer natürlichen [[Kraft]] [[vergegenständlicht]]. Doch diese Vergemeinschaftung konnte es nur geben, wo die Menschen ihre [[Arbeit]] in und mit ihren [[Bedürfnissen]] [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] fanden, ihre einzelnen [[Kräfte]] als gemeinschaftliche [[Wirkung]] [[vermittelt]] hatten und ihre [[Produktionsmittel]] auch [[wirklich]] [[gesellschaftlich]] geteilt wurden. Die [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] konnte daher nur solange [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] werden, wie ihre [[Arbeit]] sich darin auch [[gesellschaftlich]] eingefunden und [[entwickelt]] hatte. Doch dies war bisher nur in [[einzelnen]] [[Beziehungen]] möglich. Deren [[Verhältnisse]] bestanden nur aus [[Teilen]] solcher [[Beziehungen]], nur zum [[Teil]] auch [[gesellschaftlich]], durch die [[Beziehung]] [[gesellschaftlicher]] [[Einzelheiten]] als Vereinzelung einer [[gesellschaftlichen]] [[Teilung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Trennung]] der Einzelarbeiten in [[isolierten]] Kulturen war zwar ihre [[Kraft]] auf ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] konzentriert, zugleich jedoch auch nur vereinfacht, monokultiviert, ihre [[Beziehungen]] nur [[abstrakt allgemein]] [[verwirklicht]]. Die [[Geschichte]] der [[privat]] [[vermittelten]] [[Gesellschaften]] war daher eine [[Geschichte]] der [[Teilung der Arbeit]], der [[Trennung]] der einzelnen [[Gesellschaftlichkeit]] ihrer [[Arbeiten]] im Gemenge ihrer [[privaten]] [[Bedürfnisse]]. Noch heute lassen sich solche [[Kulturen]] in kulturellen Darstellungen als romantische Geste ihrer geschichtlich nicht [[verwirklichten]] und immer noch nicht [[wirklichen]] Lebenszusammenhänge [[wahrnehmen]], weil die Menschen in ihren [[Lebensbedingungen]] zwischen [[Arbeit]] und [[Konsum]] in [[Klassen]] zerteilt waren. Und weil in der bisherige [[Geschichte]] ihre gesellschaftlicher Zusammenhang nur in den [[Klassen]] ihrer jeweiligen [[Kulturen]] [[verwirklicht]] wurde, in denen die [[gesellschaftliche]] [[Existenz]] der Produkte nur in der [[Masse]] von [[privaten]] [[Bedürfnissen]] verwirklicht werden konnte, die einer [[Geldmasse]] der [[produktiven]] [[Konsumtion]] ihrer [[Arbeit]] unterworfen waren. Ihre bisherige [[Weltgeschichte]] war daher nur eine &#039;&#039;Geschichte von [[Klassenkämpfen]]&#039;&#039; (siehe [[historischer Materialismus]]), die ihre [[Gesellschaft]] nur [[abstrakt allgemein]] als eine [[Gemeinschaft]] der [[Abstraktionen]] verwirklicht haben - die also in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionen]], in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionakraft]] [[entwickelt]] und [[verwirklicht]] werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Marx entsteht Gesellschaft nicht einfach durch eine Produktionsgemeinschaft zur Erzeugung [[nützlicher]] [[Dinge]], wie das der so genannte [[Realsozialismus]] [[verstanden]] hatte und wie es die [[Monetaristen]] aller Zeiten [[begreifen]] und das gesellschaftliche [[Produkt]] wie zum [[Konsum]] eines Kuchen auffassen, der für den genehmen [[Nutzen]] eines Jeden lediglich [[gerecht]] zu verteilen sei. Schon jedes Tier weiß, was ihm [[nützlich]] ist. Es verrichtet zum Teil auch eine [[Arbeit]], die seine [[Beziehung]] zur [[Natur]] in sich und außer sich verändert. Und auch der Mensch, wie er sich aus der Wildnis heraus entwickelt hatte, wusste sich und sein [[Leben]] schon so zu gestalten, dass es ihm genehm und reichhaltiger werden konnte. Es war allerdings eine [[Arbeit,]] die zugleich noch den reinen [[naturbestimmungen]] des menschlichen Lebens geschuldet war. Aber auch wenn der [[Nutzen]] menschlicher [[Arbeit]] immer eine Bedingung seiner [[Wirtschaft]] ist, so ist er keine [[unmittelbar]] menschliche Arbeit und von daher kein konstituierendes Moment des [[Reichtums]] der menschlichen [[Verhältnisse]], der menschlichen [[Gesellschaften]] zur [[Bereicherung]] und [[Befriedigung]] menschlicher [[Bedürfnisse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frage, was den [[Kapitalismus]] ausmacht - und was ihn von seiner Grundlage, von der [[bürgerlichen Gesellschaft]] abhebt und unterscheidet - war in der Auseinandersetzung von Marx mit Lassalle über das [[Mehrprodukt]] und den [[Mehrwert]], den [[Profit]] als Ertrag aus der [[Geldverwertung]] (Marx) bzw. als &#039;&#039;Ertrag aus der Arbeit&#039;&#039; (Lassalle) bei dessen Gothaer Programm zur Gründung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands aufgekommen. Damit einher ging die Frage um das [[Wesen]] der menschlichen [[Gesellschaft]] und ihres [[Reichtums]], mit der sich die Lassalle&#039;sche Sozialdemokratie vom Gesellschaftsverständnis des &#039;&#039;Kommunistischen Bundes&#039;&#039; ablösen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Erst in dem 18. Jahrhundert, in der bürgerlichen Gesellschaft, treten die verschiednen Formen des gesellschaftlichen Zusammenhangs dem einzelnen als bloßes Mittel für seine Privatzwecke entgegen, als äußerliche Notwendigkeit. Aber die Epoche, die diesen Standpunkt erzeugt, den des vereinzelten einzelnen, ist grade die der bisher entwickeltsten gesellschaftlichen (allgemeinen von diesem Standpunkt aus) Verhältnisse. Der Mensch ist ... nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann. Die Produktion des vereinzelten Einzelnen außerhalb der Gesellschaft ... ist ein ebensolches Unding als Sprachentwicklung ohne zusammen lebende und zusammen sprechende Individuen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihrem [[Sinn]] entsprechend ist jedes menschliche [[Bedürfnis]] ein inhärentes Moment menschlicher [[Arbeit]], wird von dieser befriedigt und zugleich auch erzeugt. Und so kann diese [[Arbeit]] auch nicht einfach nur brauchbare [[Dinge]], nicht irgendeinen [[Nutzen]] für die Menschen im [[Allgemeinen]] oder für ihre [[Wirtschaft]] besorgen. Durch ihre [[Arbeit]] erzeugen die Menschen ihre [[Sache]], vergegenständlichen sich darin selbst - nicht als reproduzierbarer Mensch, nicht durch irgendeinen [[Nutzen]], etwa für eine [[abstrakte]] [[Wirtschaftlichkeit]] der [[Arbeit]], für deren [[Produktivität]] oder den [[Konsum]]. Sie erzeugen vor allem [[Sinn]] durch sich und für sich, sinnvollen [[Nutzen]], der nicht einfach nur zum Verbrauch oder zur stofflichen [[Reproduktion]] ihres [[Leben]] hinreicht, sondern ihr eigenes [[Leben]] äußert und gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Was ist „nutzbringende“ Arbeit? Doch nur die Arbeit, die den bezweckten Nutzeffekt hervorbringt. Ein Wilder - und der Mensch ist ein Wilder, nachdem er aufgehört hat, Affe zu sein - der ein Tier mit einem Stein erlegt, der Früchte sammelt etc., verrichtet „nutzbringende“ Arbeit.“ [[(Karl Marx, Marx-Engels-Werke 19, Seite 16)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nützliche Arbeit]] ist sowohl für Tiere als auch für Menschen eine unabhängige Existenzbedingung, eine [[naturbestimmung]] um den [[Stoffwechsel]] zwischen ihrem natürlichen [[Wesen]] und ihrer äußeren [[Natur]] zu [[vermitteln]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit ... eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln. [[(MEW 23, S.57)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Menschen und seine [[Gesellschaft]] ist nicht der einfache [[Nutzen]], sondern die Universalität seiner Produktion, die sein [[Leben]] zu immer neuen und verfeinerten Lebensgenuß entwickelt. &#039;&#039;Während der Mensch selbst frei vom physischen [[Bedürfnis]] produziert&#039;&#039; produziert er erst wahrhaft &#039;&#039;in der [[Freiheit]] von demselben&#039;&#039;. Seine Vielfältigkeit schafft seinen gesellschaftlichen [[Reichtum]], seine [[Intelligenz]] bereichert er mit der Verfeinerung der Naturstoffe und der [[Bildung]] neuer [[Beziehungen]] ihrer [[Natur]] für sich (siehe auch [[Naturmacht]]) macht menschliches Leben an sich und durch sich schöner, gibt ihm einen [[Sinn]], der über den bornierten [[Nutzen]] seiner sinnlichen [[Tätigkeit]] hinausgreift: Der Sinn für ein [[schönes]] [[Leben]], das vermittelst der gesellschaftlichen Mitteilung, der menschlichen [[Sprache]] [[gebildet]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sprache]] ist selbst schon ein gesellschaftliches Gebilde, das im Lauf der Zeit, also in der Zeit ihrer Bildungsgeschichte seit tausenden von Jahren entstanden ist. Sie ist als [[Form]] der Mitteilung das lebendige [[Mittel]] der Information und zugleich das Medium der Auseinandersetzung, des auseinander Setzens von [[Inhalten]] der [[gesellschaftlichen]] [[Sinnbildung]] der Menschen und ihrer [[Wahrnehmung]], und so auch der [[Kultur]] einer [[zwischenmenschlichen]], einer &#039;&#039;intersubjektiven&#039;&#039; Mit-Teilung ihrer [[Beziehungen]] und [[Verhältnisse]] im [[Ganzen]], Ort der [[Vermittlung]] von [[Wahrnehmung]], [[Information]] und [[Wissen]]: politischer Ort des [[praktischen Bewusstseins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bildung]] ihres [[Reichtums]] haben die Menschen ihre Lebensverhältnisse durch die [[Naturmacht]] ihrer [[Gesellschaft]] gegründet; - nicht weil sie darin [[objektiv]], als [[objektive]] Natur bestimmt wären, sondern weil es ihr [[Reichtum]] als ihr gesellschaftliches [[Eigentum]] ist, durch den ihre [[Geschichte]] zu einer menschlichen, zu einer [[subjektiven]] [[Geschichte]] wurde, in der ihr [[Leben]] seine geschichtliche [[Form]] über das bloß Naturnotwendige hat, sich seiner [[Sinnbilung]] (siehe auch [[Kultur]]) entsprechend objektiviert. Soweit ihre [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] bestimmt und noch nicht durch einen [[Widerspruch]] hiergegen zur [[Formbestimmung]] seines Gegenteils geworden ist (siehe auch [[Entfremdung]]) formuliert sie immer schon menschliche [[Geschichte]] als [[Gegenständlichkeit]] der menschlichen [[Natur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch ist unmittelbar Naturwesen ... Aber der Mensch ist nicht nur Naturwesen, sondern ist menschliches Naturwesen; d.h. für sich selbst seiendes Wesen, darum Gattungswesen, als welcher er sich sowohl in seinem Sein als in seinem Wissen bestätigen und betätigen muß ([[Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 578f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist die objektive Form des Lebenszusammenhangs von Menschen als [[Lebenverhältnis]] ihrer [[Geschichte]], als geschichtliches Niveau ihrer Menschwerdung. Sie entsteht im Kreislauf der Naturaneignung der Menschen, im [[Verhältnis]] ihrer [[Bedürfnisse]] zu ihrer [[Tätigkeit]], dem [[Sinn]] ihres Verlangens als [[Grund]] der [[Sinnbildung]] ihrer [[Kultur]] und dem [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]]. Die [[Geschichte]] der menschlichen Gesellschaft ist die [[Geschichte]] der [[Naturmacht]] des Menschen, die [[Geschichte]] der [[Produktivität]] seiner [[Arbeit]] und der [[Reichhaltigkeit]] seiner [[sinnlichen]] [[Beziehungen]]: [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Verhältnisse]] des Zusammenwirkens seiner [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. In den Gesellschaften der Menschen vergegenständlichen sich ihre [[kulturellen]] und [[wirtschaftlichen]] [[Beziehungen]] als [[Gegenstände]] ihrer [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. Sie [[verwirklichen]] darin ihre sozialen [[Verhältnisse]] im Lebens[[ausdruck]] ihrer [[Bedürfnisse]] und als [[Lebensäußerung]] ihres [[Arbeit]]svermögens in einem: Als gesellschaftliche Existenzform der [[Geschichte]] ihrer [[Produktivkraft]] für ihre [[Wahrnehmung]], im [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]] für den sinnlichen [[Reichtum]] ihre [[Lebens]] (siehe hierzu auch [[historischer Materialismus]]). Hierfür nötig ist eine gesellschaftliche Vermittlungsform der [[einzelnen]] [[Bedürfnisse]] wie der [[Arbeit]] hierfür, aus dem sich das [[Allgemeine]] ihrer Lebenszusammenhänge ergibt. Es verlangt also ein dem entsprechendes [[politisches]] [[Verhältnis]] von [[Inhalt]] und [[Form]] ihrer hieraus begründeten [[Beziehungen]]. Diese Gesellschaftform hat sich alllerdings in der bisherigen [[Geschichte]] noch nicht ergeben (siehe hierzu auch [[Kommunismus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau zu unterscheiden ist Gesellschaft von jeglicher Form bloßer [[Gemeinschaft.]] Darin verhalten sich Menschen zu einander als [[Lebensumstände]] eines bestimmten Lebenszusammenhangs. In Gesellschaft verhalten sie sich zu ihren [[Lebensbedingungen]]. Der Lebenszusammenhang einer jeden menschlichen Gesellschaft, ganz gleich, in welcher Form und welchen Verhältnissen sie sich verwirklicht, gründet auf ihrer [[Geschichte]], in welcher sich der [[Nutzen]] ihrer Erzeugnisse mit dem [[Sinn]] vereint, den die Menschen unentwegt bilden und woraus und worin ihr Lebensreichtum substanziell entstanden ist und besteht. Gesellschaftliche [[Sinnbildung]] ist die Geschichte und die [[Beziehung]] menschlicher [[Lebensäußerung]] zu den [[Gegenständen]] ihres [[Lebens]], Lebensproduktion, die Geschichte der menschlichen [[Bedürfnisse]] und der [[Arbeit]], durch die sie entstehen und befriedigt werden. [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Arbeit]] von Menschen gestaltet [[Kultur]] und [[Reichtum]], ist ihre gesellschaftliche [[Substanz]], macht ihre [[Wirtschaft]] und [[Sinnbildung]] aus (siehe hierzu [[historischer Materialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist daher immer selbst schon eine gegenständliche [[Bildung]], ein menschliches Lebenswerk, das in den [[Formen]] der [[Verhältnisse]] ihrer bisherigen Geschichte sich auch in ihren [[Beziehungen]] und [[Bedingungen]] fortbildet. Die Menschen stellen immer nützliche Dinge her und bilden immer sinnvolle Zusammenhänge, denn sie können nur nutzen, was sinnvoll für sie ist und nur erzeugen, wofür sie einen Sinn gebildet haben - organisch geht immer das Eine aus dem Anderen hervor. Der gesellschaftliche Lebenszusammenhang ist schon vor aller Erfahrung das Lebensverhältnis menschlicher [[Beziehungen]]. Aber jede Beziehung kann nur sein, wo Eins zum Anderen zieht und dieses sich hierzu auch wirklich verhält, eine wirklich objektive [[Form]] für ihre subjektiven [[Inhalte]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Klassenkämpfen]] geht es um epochale [[Widersprüche]] der Lebensformen. Wo Beziehungen keine objektive Form finden, wo sie versprengt und hierdurch gesellschaftlich [[isoliert]] werden, wo sie in sich selbst zurückfallen, sich in ihrer [[Verselbständigung]] nur noch auf sich [[reduzieren]], wo sie von ihrem wirklichen Sinn absehen, um für die Fortexistenz einer [[abstrakten Gesellschaft]] allgemein nützlich zu sein, da wird der Zerfall zu einem gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem das Tote lebt, weil das Leben unentwegt abgetötet werden muss, um einen gesellschaftlichen [[Unsinn]] zu verewigen. Weil in einer solchen [[abstrakten Allgemeinheit]] nur der Zusammenhang eines Zerfalls sich verwirklichen kann, kann Gesellschaft nicht wirklich gesellschaftlich sein. Sie existiert in einer [[Form]], in der ihre Beziehungen nicht wirklich durch sich selbst wahr sein können, in der das Allgemeine ihrer Verhältnisse ihrem Inhalt vorausgesetzt ist und dessen Vermittlung abstrakt bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Allgemeine schon da sein muss, bevor es wirklich existiert, da zergehen die Notwendigkeiten schon leicht in den unzähligen Sinnfälligkeiten der Ereignisse. Alles erscheint sinnig, bevor es wirklich sein kann, weil es nur Allgemeines im Sinn hat. Davon zehrt jede Ideologie. Und sie sinkt wie eine betörende Nebelschwade in die Niederungen des Alltags. Alles, was für sich bodenlos, in jeder Beziehung nichtig und für jeden Verstand selbstverständlich ist, erscheint darin gut versichert, gut gepflegt und gut bewacht. Es weicht die Konturen auf, in denen alles in Nichts zergeht, lässt Löcher in reizvollem Glanz leuchten, neue Reflektionen sprießen. Und dieser Reiz kann auch nichts anderes sein, als der Widerschein einer Bodenlosigkeit, die nur noch sich selbst erfüllt, Verlangen nach mehr erzeugt, und damit süchtig nach nichts mehr macht, als das, was ist. Aber die Welt wird wieder rund, - und so &#039;&#039;dreht sich alles hübsch im Kreise, wie angenagelt, rührt sich kaum&#039;&#039; (Heinrich Heine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es auch hier wie überall: Eine Gesellschaft besteht nicht aus einer Ansammlung von [[Individuen]], die nebeneinander produzieren und konsumieren, auch nicht als [[Verein]] bzw. Community von [[Individualisten]], die [[selbstlos]] und füreinander frei geschaffene Erzeugnisse hervorbringen, durch die sie einander in gleichem [[Recht]] [[nützlich]] sind. Und sie ist auch nicht ein Interessensverband von [[selbstorganisierten]] Lebensgemeinschaften oder [[Genossenschaften]], die sich im Zweck einer günstigen Bewirtschaftung und Erwirtschaftung ihrer [[Lebensmittel]] treffen. Gesellschaft ist all dem schon durch die Verfügbarkeit des [[Reichtums]] aus ihrer bisherigen [[Geschichte]], als Produkt der menschlichen Geschichtsbildung vorausgesetzt und setzt sich selbst fort durch das [[notwendige]] Zusammenwirken der Menschen, durch die [[Kraft]] ihrer [[Subjektivität]], die sich gegen ihre [[objektiven]] [[Wesensnöte]] aufrichtet, ihre [[Bedürfnisse]] und ihrer [[Produktivität]] zum Zweck ihrer [[Emanzipation]] aus der Beschränktheit ihrer einzelnen [[Existenz]], die [[Synergie]] ihrer [[Lebensproduktion]] als [[Naturmacht]], als wirkungsmächtige Lebenserzeugung, als Lebenserhaltung durch ihre gesellschaftliche [[Ergänzung]] über die bornierte Selbsterhaltung ihrer bloßen [[Zivilisation]] hinaus, als [[Naturmächtigkeit]] ihres sozialen Verhältnisses, ihrer Lebens[[wirklichkeit]] in einer menschlichen [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Basis einer jeden menschlichen Gesellschaft ist die Selbstverständlichkeit der Lebenserhaltung der Menschen, die darin zusammenwirken, deren Aufwände für ihre Lebenserhaltung also in einem gesellschaftlichen [[Verhältnis]] auf ihre [[Bedürfnisse]] [[bezogen]] sind und in ihren Verhältnissen als Verhalten von [[Notwendigkeit]] in [[Freiheit]] entwickelt werden. Ihre natürliche [[Beziehung]] ist daher ihre Teilhabe an einem Verhältnis, in welchem sie einander [[ergänzen]] und die [[Synergie]] ihres Verhältnisses für ihre Fortbildung (siehe [[Sinnbildung]]), für ihre [[Geschichte]] nutzen (siehe auch [[Ergänzungswirtschaft]]). Ihr Auskommen als [[arbeitende]] Menschen sollte daher durch ein Einkommen bestätigt und bestärkt werden, das ihre sinnlichen Verhältnisse bewahrheitet, bewährt und bereichert (siehe [[Reichtum]]). Solange dies gelingt, sind sie einander verträglich und stehen auch ohne ausdrücklichen [[Vertrag]] in ihrem Tun und Lassen in Einklang. Doch [[Gesellschaft]] verlangt das Eingeständnis ihrer [[Notwendigkeit]] und kann nur durch sie hindurch [[Freiheit]] in ihrer Überwindung, in der Verwirklichung seiner [[Lebensäußerungen]], in seiner Selbstvergegenständlichung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch verliert sich nur dann nicht in seinem Gegenstand, wenn dieser ihm als menschlicher Gegenstand oder gegenständlicher Mensch wird. Dies ist nur möglich, indem er ihm als gesellschaftlicher Gegenstand und er selbst sich als gesellschaftliches Wesen, wie die Gesellschaft als Wesen für ihn in diesem Gegenstand wird. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist also nicht nur der wirkliche, sondern auch der notwendige Lebenszusammenhang der Menschen, wie er sich [[geschichtlich]] [[entwickelt]] hat und in welcher Form auch immer dieser da ist. Im [[Dasein]] der Menschen setzt sich ihr [[Sein]] als gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] ins [[Verhältnis]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Von daher ist jedes ihrer Verhältnisse [[substanziell]] gesellschaftlich, also immer in einem ganzen Zusammenhang, in dem sie sich [[ergänzen]] und fortentwickeln, auch wenn er gebrochen oder [[widersprüchlich]] ist (siehe hierzu auch [[Doppelcharakter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber der gesellschaftliche Zusammenhang nicht mehr ist, wo er durch [[Krise]], Krieg oder [[Barbarei]] oder Selbstsucht zerstört ist, [[genichtet]], aufgelöst oder ausgebeutet, abwesend in irgendeiner Form, die [[fremd bestimmt]] ist, da ist er negativ wirksam, weil Gesellschaft überhaupt den substanziellen Zusammenhang des menschlichen [[Lebens]] ausmacht. Wo die Menschen ihre Gesellschaft nicht wirklich haben oder erkennen können, bleibt sie dennoch ihre einzig wirkliche Lebensform und ist dann allerdings als Grundlage ihrer [[Wirklichkeit]] negativ wirksam. Wenn Menschen darin verelenden, wenn Gesellschaft für sie nicht wirklich menschlich da ist, ergibt sich aus ihrer [[Negation]] eine Totalität ihrer [[Abwesenheit]], der Sog ihrer Zerstörung, der sich aus dem menschlichen Vakuum ergibt, in welchem sich ihr Zusammenhang [[nichtig]] macht. Ihr Elend setzt sich dann als politische Gewalt fort, indem aus dem gesellschaftlichen Elend von Individuen eine gewalttätige Kultur entsteht, [[Fanatismus]], [[Rassismus]] und politische Macht, die sich in der [[Meinung]]sbildung verallgemeinert und durch politischen [[Populismus]] zur Wahl gelangt, um als [[Kulturstaat]] verwirklicht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft erweist sich von da her immer als ein ganzes [[Verhältnis]] der Menschen, das Verhalten zu ihrer [[Natur]], ein [[Ganzes]], worin sie einander [[ergänzen]], nicht als Staat, Nation oder dergleichen, nicht politisch, sondern als Organismus, als Lebensform überhaupt und weltweit. Ihr wechselseitiges [[Ergänzen]] ist nicht [[Zweck]] sondern [[Tätigkeit]], Ausdruck ihrer [[Intelligenz]], die durch ihre unterschiedlichen, ihre individuellen [[Sinnbildungen]] schon ihre [[Synergie]] tätigt, durch die sie [[Geschichte]] macht. Diese Gesellschaft gibt es daher nur in und durch ihre Lebenspraxis, durch ihre [[Geschichte]] im historischen [[Dasein]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]) und als dieses Dasein für sie, als ihr [[Verhältnis]] zu sich selbst durch andere und als [[Verhältnis]] zu anderen als Verhältnis zu sich, als [[Beziehung]] des Menschen auf sich als gesellschaftliches Naturwesen. Und das ist ein kompliziertes [[Verhältnis]] zwischen dem einzelnen [[Individuum]] und seiner menschlichen [[Allgemeinheit]] in einer gesellschaftlichen [[Form]], die sich auch als [[Vertrag]]sform verstehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tiere sind auf irgendeine Art und Weise in Gesellschaft, z.B. als Herde, Volk oder Rudel u.a.. Auch sie haben eine gesellschaftliche [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), auch sie haben schon Werkzeuge und einen [[Sinn]] für ihre natürlichen [[Gegenstände]]. Doch erst die Menschen müssen sich in ihrer Gesellschaft [[bewusst]] aufeinander beziehen, um einander nicht zu gefährden, denn sie vergegenständlichen ihre [[Natur]] zu einer menschlichen Gesellschaft, durch die Fähigkeit einer gedanklichen Vorfertigung, durch Denken, wodurch sie planvoll ihren [[Reichtum]], den Lebensreichtum ihres gesellschaftlichen [[Lebens]] erzeugen, entwickeln und aneignen. Diese Gesellschaft ist eine aus ihrer [[Natur]] heraustretende und doch aus ihrer Natur entwickelte Gestaltungskraft, die sich nicht mehr innerhalb der Natur[[notwendigkeiten]] entfaltet, sondern sich als [[Naturmacht]] selbst verhält. Sie ist aus dem objekthaften [[Leben]] in der Natur hervorgegangen und hat sich zu einem lebenden [[Subjekt]] gebildet, ist somit ein [[subjektives]] wie [[objektives]] gegenständliches Verhältnis der Menschen. Sie ist die Lebensform einer Lebensenergie, welche die Zusammenhänge und die [[Stoffe]] der Natur [[intelligent]] und planend für sich zusammenbringt und ihnen eine Entwicklungsmacht, eine [[Produktivkraft]] verleiht, die sich aus ihrer [[Geist]]eskraft heraus entwickelt und verhält. Sie entfaltet ihre Naturenergie als geistiges Verhältnis zu einem gesellschaftlichen Subjekt und erzeugt eine Gegenständlichkeit, die Natur als [[Kultur]], als Lebenszusammenhang der menschlichen Kultur, die sich durch ihre politischen Entscheidungen zu ihrem [[Fortschritt]] oder auch zu ihrem Niedergang [[bestimmen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das lebende Zusammenwirken der Menschen, [[notwendige]] [[Wirklichkeit]] des Menschseins, menschliche [[Synergie]] in der Erzeugung ihres Selbsterhalts und ihres [[Lebens]]. Sie beruht auf dem besonderen [[Verhältnis]] der Menschen zu ihrer [[Natur]], die ihnen gegenständlich und also [[Gegenstand]] ihres [[Stoffwechsels]] und ihrer [[Arbeit]], ihrer [[Sinnbildung]] und [[Kultur]] ist. Ihre Gesellschaft selbst ist die [[Naturmächtigkeit]] ihres Lebenszusammenhangs, durch welche ihr Erhalt und Fortbestand gesichert und die Entwicklung ihrer Lebensvielfalt, die Vielfältigkeit ihres sinnlichen [[Lebens]], ihr geistiger und materieller [[Reichtum]] geschaffen und gebildet wird. Menschliche [[Gesellschaft]] gründet auf den [[Notwendigkeiten]] ihrer [[Naturmächtigkeit]], begründet sich also immer aus ihrer [[Produktivkraft]]. Diese erfordert eine gesellschaftliche Organisation ihrer Nutzung und Fortbildung und verlangt ein hierauf gerichtetes Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Mensch seine Sachen und Güter produziert, hat er sich schon im menschlichen Dasein, wie es sich als menschliche Gesellschaft in jedweder [[Form]] darstellt, in seinem Menschsein unter Menschen erkannt - wenn auch nicht immer als dies schon begriffen. Er ist nicht erst durch seine Produkte, seine gegenständlichen [[Veräußerungen]] objektiv, sondern praktisch immer schon durch sein gesellschaftliches [[Dasein]] in seiner [[Kultur]]. Diese ist daher nicht einfach ein &#039;&#039;Überbau&#039;&#039; über seine Lebensproduktion, sondern deren I[[nhalt]] und von daher weder [[Ideologie]] noch Widerschein (siehe [[Widerspiegelungstheorie]]), sondern praktischer Lebensinhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus veranlassen, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und in dem Begreifen dieser Praxis&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 7)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben ist zum einen Resultat der bisherigen Gesellschaften, welche diesen [[Reichtum]] der Menschen durch den Aufwand ihrer Naturkraft, ihrer [[Arbeit]], geschaffen haben, Resultat der Lebensproduktion der Menschen, Produkt ihrer [[Sinn]]esgeschichte, menschliche [[Kultur]], wie sie sich in den gegenwärtigen [[Verhältnissen]] darstellt; zum anderen sind diese Verhältnisse das gesellschaftliche [[Leben]] in der gegenwärtigen [[Form]], worin die Menschen ihre Naturmacht reproduzieren, entwickeln und fortentwickeln, die Gestalt ihrer Lebensproduktion, ihrer Werkzeuge und ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Sinnbildung]] kann nur in Gesellschaft geschehen, weil der Mensch für sich als Einzelwesen seiner [[Natur]] nicht mächtig ist, keinen anderen [[Sinn]] haben kann als den der Selbsterhaltung, den Sinn für seine Notdurft, notdürftige Sinnlichket. Ohne Gesellschaft können Menschen nicht [[wirklich]] [[leben]], wie auch keine Gesellschaft Bestand hat, in der sie sich als Einzelne nicht einfinden können. Gesellschaft bietet ihnen die Grundlagen ihres Daseins, wie diese zugleich der [[Grund]] ihres [[Daseins]] sind. Sie muss ihre [[Allgemeinheit]] sicherstellen, weil sie nur durch deren Sicherheit sich selbst sicher sein kann. Was über ihre einzelnes [[Sein]] hinausgeht, muss allgemein da sein, weil das [[Einzelne]] [[allgemein]] nur durch sie ein [[Ganzes]] sein kann. Gesellschaft stellt die [[Bedingungen]] ihrer Versorgung her, ihre Kindheits- und Altersversorgung, Vorsorge, Produktions- und [[Lebensbedingungen]], Verkehrswege, [[Bildung]], [[Kultur]], Wohnungsbau, usw. Und es sind zugleich immer die Menschen, die hierfür da sind, arbeiten, [[konsumieren]] und verkehren. Als [[Ganzes]] stellt Gesellschaft daher die [[Geschichte]] der Menschen überhaupt oder in einem bestimmten [[Kultur]]kreis dar, wie sie auch ihr lebendes [[Verhältnis]] ist und also wiederum Gesellschaft bildend ist. In jedem Individuum ist das Ensemble seiner gesellschaftlichen Verhältnisse, wie sich auch die Individuen in der Gesellschaft individuell versammeln, als wirkliches Verhalten von Teil und Ganzem ihres Zusammenhangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der gesellschaftlichen Gestaltung ist durch die Entwicklung ihrer [[Produktivität]] bestimmt, weil diese - anders als bei anderen natürlichen Spezies - die Verfügung über Natur, also die [[Naturmächtigkeit]] des Menschen ausmacht. In den bisherigen Formen der menschlichen Gesellschaft war die Bildung und Ausbildung der menschlichen [[Sinne]] wesentlich durch die Entwicklung ihrer [[Bedürfnisse]] bestimmt, die davon abhängig war, wie die Mittel zu ihrer [[Befriedigung]] verteilt waren, wie sich also Produktivkraft in den Produktionsverhältnissen entwickeln konnte. In dieser Geschichte haben die Menschen ihre [[Wirtschaft]], ihre [[Kultur]] und ihre sozialen Beziehungen als gesellschaftliche [[Form]], also als Art und Weise, worin die Inhalte ihres geschichtlichen Menschseins als Geschichte ihres Gattungswesens stattgefunden hat, zu bestimmten Formen ihres [[Gemeinwesen]] gebildet, welche ihre jeweilige Produktionsepoche ausmacht und heute als bürgerliche Ordung, als [[Staat]] historische [[Existenzformen]] ihrer Gemeinform ist. Die gesellschaftliche Form selbst stelt den Entwicklungsstand der Produktivkräfte dar, auch wenn sich darin ein Widerspruch zwischen Produktivvermögen und Produktionsverhältnis entfaltet (siehe [[Sozialprodukt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was ist die Gesellschaft, welches immer auch ihre Form sei? Das Produkt des wechselseitigen Handelns der Menschen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Steht es den Menschen frei, diese oder jene Gesellschaftsform zu wählen? Keineswegs. Setzen Sie (Adressat des Schreibens, Annenkow) einen bestimmten Entwicklungsstand der Produktivkräfte der Menschen voraus, und Sie erhalten eine bestimmte Form des Verkehrs ... und der Konsumtion. Setzen Sie bestimmte Stufen der Entwicklung der Produktion, des Verkehrs und der Konsumtion voraus, und Sie erhalten eine entsprechende soziale Ordnung, eine entsprechende Organisation der Familie, der Stände oder der Klassen, mit einem Wort eine entsprechende Gesellschaft ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Setzen Sie eine solche Gesellschaft voraus, und Sie erhalten eine entsprechende politische Ordnung (Staatsapparat), die nur der offizielle Ausdruck der Gesellschaft ist. [[(K. Marx, Brief an Annenkow (1846), MEW 4, 548.)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv, also im menschlichen [[Subjekt]] begriffen, ist Gesellschaft die wirkliche Beziehung seines [[Leidens]] und seiner [[Tätigkeit]], die sich objektiv als Gegenständlichkeit seines Werdens, als seine bestimmte menschliche Geschichte äußert. Von daher ist das [[Private]] auch immer ein Raub an gesellschaftlicher Gegenständlichkeit, am menschlichen Vermögen, weil es sich aus der Vermittlung von Individuum und Gesellschaft herausnimmt und sich das Produkt gesellschaftlichen Zusammenwirkens aneignet, ohne dessen [[Wirkung]] als Form des menschlichen Reichtums zurückzugeben. Zerstörung von Gesellschaft entwickelt sich aus der [[politisch]]en [[Macht]] des [[Besitz]]ums, das in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] sich über den [[Ware]]nmarkt durchsetzt (siehe auch [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Diese vollzieht sich in der Realabstraktion von gesellschaftlichen Lebenszusammenhängen, indem sie deren Vielfalt reduziert und deren Einfalt quantifiziert (siehe hierzu auch [[Wert]]). Von da her ist die bürgerliche Gesellschaft auch in der Lage, die bisherige Bildungsgeschichte der Menschen in die [[Barbarei]] des immer absoluter werdenden Privatinteresses umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftlichkeit der [[Menschen]] zeigt sich nicht losgelöst in überhistorischen Inhalten, z.B. Kultur an sich, [[Natur]] an sich, Trieb, [[Arbeit]] an sich usw.. Sie drückt sich immer in der historischen Gestaltung des ganzen Menschseins, in der Bewältigungsform der natürlichen Not der Menschen als gesellschaftliche Basis ihres Zusammenhangs ([[Stoffwechsel]]), also in der jeweiligen historischen Form aus, in der Form, worin sich die Aneignung und Entfaltung ihrer [[Natur]] ereignet, worin sich ihre [[Arbeit]] auf ihre [[Bedürfnisse]], ihre Sinnesäußerung auf ihre [[Selbstwahrnehmung]] und ihr geschichtlich gewordenes [[Sein]] sich auf ihren [[Willen]] bezieht (siehe hierzu auch [[bürgerliche Gesellschaft]]). In diesem Sinne vesteht sich der [[historischer Materialismus]] und begreift sich selbst als Moment der bestimmten Lebensform im [[Bewusstsein]] der gesellschaftlichen Geschichte dieses [[Lebens]]. Geselschaft kann erst [[wirklich]] werden, ihr adäquates [[Dasein]] finden, wenn die konkreten Lebensverhältnisse der Menschen ihre [[Wirklichkeit]] ausmachen. Eine Vorstellung hiervon bietet der [[Kommunalismus]] (siehe auch [[Kommunismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Zusammenwirken der Menschen ist also niemals grundlos, weil es in sich nicht einfach positiv gesellschaftlich bestimmt sein kann. Es müssen die Aufwände nicht nur durch ihre Bedürfnisse entwickelt werden, sondern auch Bedürfnisse durch die [[Wirklichkeit]] ihres Aufwands an [[Arbeit,]] durch das menschenmögliche [[Verhältnis]] von [[Sinn]] und [[Nutzen]] bemessen sein. Gesellschaft muss immer wieder die [[Notwendigkeit]] ihrer [[Natur]] aufheben indem sie Vorsorge und Reichtum zu einer gesellschaftlich Existenz bringt, die Ressourcen, Stoffe und Energien hierfür verfügbar macht, Verkehr, Kommunikation und Produktion zur rechten Zeit am rechten Ort zusammentreffen lässt und die ökonomischen Aufwände politisch auf ihre wirklichen Notwendigkeiten und Bedürfnisse bezieht und zur [[Entscheidung]] bringt. Gesellschaftlihe Entwicklung der Menschen ist daher immer zugleich auch Entwicklung ihrer [[Natur]], die [[Sinnbildung]] als [[Emanzipation]] ihrer Lebensnotwendigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Gesellschaft ist also in ihrer [[Geschichte]] auch begrenzt durch ein Gebiet, auf dem sie sich definiert und das Fläche, Raum und Natur, also auch Bodenschätze bietet. Aber sie ist zugleich Teil der Weltbevölkerung, also einer allen Menschen gemeinen Gesellschaft, hat also auch Teil aller Schätze, die Menschen und Natur zur Erwirtschaftung des gesellschaftlichen Reichtums der Weltbevölkerung zur Verfügung haben. Wie sich diese verschiedenen Ebenen und Beziehungen und Wechselwirkungen, also die Wirklichkeit der menschlichen Verhältnisse auf der Welt so gliedern können, dass alle Teile widerspruchfrei existieren können, das ist die große Frage einer humanen Politik, die nur durch die Form einer [[Ergänzungswirtschaft]] aufzulösen sein wird (siehe hierzu auch [[internationale Kommunalwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Gesellschaftsformen, das ineinander Übergehen einer Form in eine andere als Form der Produktionsweise des Lebens der Menschen (z.B. Stammeskulturen, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, [[Kapitalismus]]). Allein diese Form macht den Begriff einer bestimmten Gesellschaft aus. Die [[Begriffssubstanz]] der Gesellschaftsform begreift das [[Wesen]] ihres Zusammenhangs, in welchem die [[Wirklichkeit]] dieser Form sich begründet. So ist im [[Kapitalismus]] die [[Arbeitszeit]] zur [[Substanz]] aller menschlichen [[Beziehungen]], zur [[Wertsubstanz]] geworden (siehe [[Arbeitswerttheorie]]). Der menschliche Reichtum hat darin [[Wertform]], existiert gesellschaftlich also nur als Aufhäufung von [[Arbeitszeit]] dar, [[gleichgültig]], wieviel [[Sinn]] diese für die einzelnen Menschen [[wirklich]] hat. Was sie in dieser Gesellschaftsform an Gütern des [[Lebens]] erhalten, wird ihnen durch das Einbringen und Verwerten ihrer Arbeitszeit gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits der gesellschaftlichen Form ist [[Kultur]] die lebendige [[Substanz]] einer Gesellschaft, welche diese Form ausfüllt, [[Inhalt]] und [[Sinn]] des menschlichen Zusammenwirkens. Dies bringt angesichts gesellschaftlicher [[Krisen]] die [[populistische]] Rechte dazu, an die Kultur wie an einen selbständigen Träger des Gemeinwesens zu appellieren und dieses mit dem [[Nationalstaat]] gleichzusetzen, aus ihm einen [[Kulturstaat]] zu fordern und die [[Staatskultur]] zur [[Gesinnung]]skultur schlechthin zu machen. Diese hat aber nichts mehr mit einem Gemeinwesen zu tun, da es sich hierbei um eine Verkehrung des menschlichen Zusammenwirkens zu einer Kulturmacht der Staatsgewalt handelt (siehe hierzu auch [[Faschismus]]). Auch ist der Nationalstaat keine Gesellschaft. Er hat immer nur die politische Form bürgerlicher Produktionsweisen zu institutionalisieren und gründet auf den Befestigungsinteressen des Marktgeschehens (siehe auch [[Bürger]]). Indem der [[Nationalsozialismus]] behauptet, Gesellschaft durch den Staat wieder herzustellen, hat er eine Selektion von Menschen als Staatsbürger und &#039;&#039;lebensunwertem Leben&#039;&#039; (sihe [[Euthanasie]]) schon dem Begriff nach nötig (siehe [[Hitler-Formel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es auch Kulturen, die sich nicht in einer Gesellschaft darstellen, sondern als entzweite Gesellschaften einer Produktionsform, der kapitalistischen Produktionsform. Dies hat die [[Globalisierung]], die weltweite Ausweitung des Warenmarktes ergeben: Zur einen Seite die [[Dienstleistungsgesellschaft]], in der sich vorwiegend die [[Geldbesitzer]] zueinander verhalten, und zur anderen die geldlose Gesellschaft, in der die [[Besitzer]] von [[Bodenschätzen]] (z.B. Gold, Silber, Öl, Kupfer usw.), [[Arbeitskräften]] (Familienarbeit z.B. für [[transnationale Konzerne]]) und Natur (z.B. Regenwald) nach Maßgabe des Weltmarktes existieren: die sogenannte Dritte Welt. Aus diesem Gegensatz von Geldbesitz und Naturbesitz ergeben sich die kulturellen Verzerrungen der [[Fremdarbeit]], die zur gesellschaftlichen Eigenständigkeit der [[bürgerlichen Kultur]], zur Kultur der Bürger als eigenständige Gesellschaftsform führt (siehe [[zwischenmenschliche Verhältnisse]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Gesellschaft</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seit jeher ist die menschliche Gesellschaft die [[Form]] der Überwindung der [[Not]], welche die Natur den Lebenwesen auferlegt, welche nicht [[substanziell]]am wesentlichen [[Sinn]] ihrer [[Gemeinschaft]] teilhaben können, indem diese als als Mangel ihre innere [[Natur]], als Mangel an [[Macht]] über ihr [[Leben]] erschien, als Herrschaft über ihre [[wahre]] Lebenskraft. Die Bedingung der Überwindung ihrer gesellschalftichen Macht ist die Aufhebung dieser Not. &#039;&#039;Was nötig ist, das fügt sich&#039;&#039; war der Spruch einer schlichten Selbstbescheidung der bisheriggen Naturgeschichte der bisherigen Gesellschaften (siehe [[Nützlichkeit]]). Sie bildete sich als Affirmation einer [[Geschichte]] der Formationen ihres [[Stoffwechsels]], die von ihren Herrschern als Mittel ihrer [[Macht]] genutzt worden waren. Der Ausgang der Emanzipation des Menschen von seinem Naturwesen ist daher der [[Zweifel]] an den [[Abstraktion]] von einem menschlichen Naturwesen. Dies hat die [[Kritik]] der [[Kulte]] durch menschliche [[Wirklichkeit]] zur [[notwendigen]] Folge, indem sie wirklich menschliche Geschichte bestimmt und begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das [[Zusammenwirken]] des mennschlichen Naturwesen, dem Wesen der Menschen einer [[bestimmten]] [[Kultur]] und von daher die allen gemeine (siehe [[Allgemeinheit]]) [[Gegenständlichkeit]] ihrer wechselseitigen [[Wertschätzungen]] durch das Recht ihrer [[politischen]] [[Gegenwärtigkeit]] einer angemessenen [[Form]] der [[Vergegenwärtigung]] ihrer [[wirklichen]] [[Lebensinhalte]]. Der [[Wert]] ihrer gesellschaftlichen [[Beziehung]] bemisst sich daher am [[Produkt]] ihrer [[Lebensäußerung]], ob diese nur [[fiktiv]] oder auch [[wirklich]] so da ist (siehe [[Dasein]]), wie sie darin ihr [[Leben]] [[erkennen]]. Sie [[existierten]] daher immer schon mit der [[Sinnbildung]] der gesellschaftlich [[wirksamen]] Lebenszusammenhänge – gleich, warum und wie diese entstanden waren und ob sie von [[ästhetischer]] oder [[sachlicher]] [[Natur]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die bürgerlichen Produktions- und Verkehrsverhältnisse, die bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor. Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Empörung der modernen Produktivkräfte gegen die modernen Produktionsverhältnisse, gegen die Eigentumsverhältnisse, welche die Lebensbedingungen der Bourgeoisie und ihrer Herrschaft sind. Es genügt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. In den Handelskrisen wird ein großer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkräfte regelmäßig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zu viel Zivilisation, zu viel Lebensmittel, zu viel Industrie, zu viel Handel besitzt. Die Produktivkräfte, die ihr zur Verfügung stehen, dienen nicht mehr zur Beförderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig für diese Verhältnisse geworden, sie werden von ihnen gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis überwinden, bringen sie die ganze bürgerliche Gesellschaft in Unordnung, gefährden sie die Existenz des bürgerlichen Eigentums. Die bürgerlichen Verhältnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen. – Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, daß sie vielseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert. [[(Manifest der Kommunistischen Partei, 1847/48, Karl Marx und Friedrich Engels in MEW 4, S. 467f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der Menschen begann mit der [[Entwicklung]] ihrer [[Fähigkeit]], den [[Unsinn]] einer ihnen [[äußerlichen]] [[Kultur]] im [[Glauben]] an ihre übermenschlichen Persönlichkeiten, an die [[Götter]]. Der Ausgang der menschlichen gründet darauf as Wesen ihrer übermenschlichen MAcht zu [[bezweifeln]], aus einem an sich [[abwesenden]] [[Wesen]] zu [[bestimmen]] und von daher der [[Notwendigkeit]] zu folgen, einen [[Verstand]] über ihren [[individuellen]] [[Tod]] hinaus zu [[emanzipieren]] (siehe auch [[Selbstbewusstsein]]) und damit die Kränkung des [[individuellen]] [[Daseins]] durch einen [[gesellschaftlichen]] [[Sinn]] des [[Seins]] [[aufzuheben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft ist ein [[Gemeinwesen]], weil der Mensch sich nicht auf seine [[Einzelheit]] [[reduzieren]] lassen kann, weil er darin umkommen würde, auch wenn ihm verhießen wird, dass er allein &#039;&#039;seines Glückes Schmied&#039;&#039; sei (siehe auch [[Ideologie]]). Gesellschaft besteht nicht aus dem Zusammenkommen von [[einzelnen]] [[Individuen]] (siehe [[Gemeinschaft]]). Sie ist das [[Zusammenwirken]] von Menschen in einem bestimmten [[Lebensraum]] zu einer bestimmten [[Lebenszeit]] und [[Lebenswirklichkeit]], zur Bereicherung und Entfaltung des Vermögens der [[Bedingungen]] ihrer [[Arbeit]], der [[Mittel]] und [[Vermittlung]] ihres [[Lebens]], der [[Produktivkraft]] ihrer [[Lebensbedingung]], ihrer Naturaneigung durch die [[geschichtlich]] [[gebildete]] [[Naturmacht]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]). Im [[kulturellen]], im [[geistigen]] und [[materiellen]] [[Reichtum]] ihres [[Lebens]] (siehe [[Zivilisation]]) äußert sich die durch ihr bisheriges Wirken geschaffene [[Geschichte]] der Menschen in [[Raum]] und [[Zeit]] der [[Verwirklichung]] ihres gesellschaftlichen [[Wesens]] (siehe [[Wirklichkeit]]). Ihr darin [[objektiv]] geschaffener Lebenszusammenhang, den sie [[subjektiv]] als Existenzform ihres [[Gattungswesen]], als eine gesellschaftlich [[objektivierte]] [[Kraft]] eines [[allgemeinen]] Lebenszusammenhangs in [[Form]] und [[Inhalt]] ihres organischen [[Lebens]] in ihrem [[allgemeinen]] [[Dasein]], so wie es als ihre äußere [[Natur]] zu gestalten vermocht hatten, [[bereichert]] sowohl ihr [[einzelnen]] wie zugleich das gesellschaftliche Vermögen ihrer [[Lebensubstanzen]]. Doch dieses ist in ihrer Entwicklung noch immer nur in der [[Armut]] und Armseligkeit ihrer gesellschaftlichen [[Formationen]], der allgemeinen [[Formbestimmung]] der [[Elemente]] (siehe [[Elementarform]]) ihres gesellschaftlichen [[Reichtums]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. [[(MEW 4, S. 462).]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit das Stammeswesen der Naturgesellschaften überwunden ist, muss eine menschliche [[Gesellschaft]] die [[einzelnen]] Menschen in einer der [[politischen]] [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] entsprechend verfassten [[Rechtsform]] im Großen und [[Ganzen]] so auf einander beziehen kann dass ihre [[objektives]] [[Lebensverhältnis]] in der [[Allgemeinheit]] ihrer gesellschaftlich [[Form]] auch dem entsprechend aufgehen. An sich wäre demnach Gesellschaft ein [[objektives]] [[Verhältnis]] im [[Verhalten]] von [[Arbeiten]] und [[Bedürfnissen]], wodurch diese auf ihre [[Arbeit]] zurückkommen. Demnach wäre die Anzahl der Menschen und ihrer [[Bedürfnisse]] durch deren [[Befriedigung]] über ihre Produkte [[befriedet]]: Je mehr Menschen in einer Gesellschaft [[Bedürfnisse]] haben und hierfür [[arbeiten]], desto zufriedener könnten sie darin sein, wenn in der Rechnung auch die [[Bedürfnisse]] ihres Bevölkerungswachstums dem [[Wirtschaftswachstum]] und auch den Sozialleistungen für Kinder und Altersrente und auch bei [[Arbeitslosigkeit]] entsprechen würde. Doch durch die [[Verwertung]] der [[Bedürfnisse]] und [[Arbeiten]] konzentriert sich der [[politische Wille]] nurmehr auf einen [[Mehrwert]], der über den [[Warentausch]] zwischen dem [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] und dem [[Geld]] als [[Kaufmittel]] (siehe [[Kapital]]) entzogen wird und lediglich dessen [[Besitzer]] bereichert und die [[Ohnmacht]] der Einzahler vertieft (siehe [[Kapitalismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen als [[einzelne]] [[Subjekte]], als [[Individuen]] ihrer [[Geschichte]] sind, ist darin als allen gemeiner, als [[allgemeiner]] [[Lebensinhalt]] [[gegeben]], wie sie ihn [[notwendig]] und [[wirklich]] haben müssen und erzeugen, worin sie sich in ihrem [[praktischen]] [[Leben]] [[erkennen]] und [[verwirklichen]]. Etwas [[Allgemeines]] kann aber nur das [[sein]], was allem auch [[wirklich]] gemein ist: Ihre [[Natur]], wie sie für sie da ist (siehe Dasein). Doch diese kann es in [[Wirklichkeit]] nur geben, wo jeder [[Einzelne]] im dem allen Gemeinen, in seiner [[Gesellschaft]] sich auch [[gesellschaftlich]] [[verwirklichen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Indem daher überall einerseits dem Menschen in der Gesellschaft die gegenständliche Wirklichkeit als Wirklichkeit der menschlichen Wesenskräfte, als menschliche Wirklichkeit und darum als Wirklichkeit seiner eignen Wesenskräfte wird, werden ihm alle Gegenstände als die Vergegenständlichung seiner selbst, als die seine Individualität bestätigenden und verwirklichenden Gegenstände, als seine Gegenstände, d.h. Gegenstand wird er selbst. Wie sie ihm als seine werden, das hängt von der Natur des Gegenstandes und der Natur der ihr entsprechenden Wesenskraft ab; denn eben die Bestimmtheit dieses Verhältnisses bildet die besondre, wirkliche Weise der Bejahung. Dem Auge wird ein Gegenstand anders als dem Ohr, und der Gegenstand des Auges ist ein andrer als der des Ohrs. Die Eigentümlichkeit jeder Wesenskraft ist grade ihr eigentümliches Wesen, also auch die eigentümliche Weise ihrer Vergegenständlichung, ihres gegenständlich-wirklichen, lebendigen Seins. Nicht nur im Denken, sondern mit allen Sinnen wird daher der Mensch in der gegenständlichen Welt bejaht. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Fragen der praktischen [[Erkenntnisse]] der [[einzelnen]] Momente ihres [[Lebens]], die zu den Problemen eines Lebenszusammenhangs der Menschen diskutiert werden, muss immer wieder der Gehalt, die [[Substanz]] ihrer [[allgemeinen]] Lebensgrundlagen als das [[Allgemeine]] ihres [[einzelnen]] [[Daseins]] hergenommen werden. Es ist die Frage nach ihrem [[Sein]], wie sie schon von Platon gestellt war. Die Diskussionen hierüber standen oft im Kontext einer Suche nach dem &#039;&#039;Sinn des Seins&#039;&#039; ([[Martin Heidegger]]) oder dem [[allgemeinen]] [[Inhalt]] der menschlichen [[Geschichte]] überhaupt im Vorlauf ihres Untergangs, ihres Todes ([[Martin Heidegger]]): [[Verwirklicht]] sich darin die Schöpfung einer höheren Macht, einer [[göttlichen]] Sinnstiftung? Oder vollstreckt darin die [[Natur]] selbst ihre [[Logik]] als [[Geschichte]] der menschlichen Lebensnöte, ihre Lebensnotwendigkeiten (siehe [[dialektischer Materialismus]])? Was treibt sie an? Woraus bezieht sie ihre Gestalt, das [[Ganze]] ihrer [[Teile]]? Woher nimmt sie ihre [[Energie]], woraus bezieht sie ihre wesentliche [[Kraft]]? Ihren [[allgemeiner]] [[Wille]]? Die [[Religionen]] wollten dies alles beantwortet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Je tiefer wir in der Geschichte zurückgehen, je mehr erscheint das Individuum, daher auch das produzierende Individuum, als unselbständig, einem größren Ganzen angehörig: erst noch in ganz natürlicher Weise in der Familie und der zum Stamm erweiterten Familie; später in dem aus dem Gegensatz und Verschmelzung der Stämme hervorgehenden Gemeinwesen in seinen verschiednen Formen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Kulturen hatten dies in der [[Gemeinschaft]] ihrer [[Naturaneignung]] als vergemeinschaftete [[Gewalt]] der Menschen, als ihre [[Naturgewalt]] im lebendigen Zusammenhang ihrer natürlichen [[Kraft]] [[vergegenständlicht]]. Doch diese Vergemeinschaftung konnte es nur geben, wo die Menschen ihre [[Arbeit]] in und mit ihren [[Bedürfnissen]] [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] fanden, ihre einzelnen [[Kräfte]] als gemeinschaftliche [[Wirkung]] [[vermittelt]] hatten und ihre [[Produktionsmittel]] auch [[wirklich]] [[gesellschaftlich]] geteilt wurden. Die [[Entwicklung]] ihrer [[Produktivkraft]] konnte daher nur solange [[gesellschaftlich]] [[verwirklicht]] werden, wie ihre [[Arbeit]] sich darin auch [[gesellschaftlich]] eingefunden und [[entwickelt]] hatte. Doch dies war bisher nur in [[einzelnen]] [[Beziehungen]] möglich. Deren [[Verhältnisse]] bestanden nur aus [[Teilen]] solcher [[Beziehungen]], nur zum [[Teil]] auch [[gesellschaftlich]], durch die [[Beziehung]] [[gesellschaftlicher]] [[Einzelheiten]] als Vereinzelung einer [[gesellschaftlichen]] [[Teilung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Trennung]] der Einzelarbeiten in [[isolierten]] Kulturen war zwar ihre [[Kraft]] auf ihre [[gesellschaftliche]] [[Form]] konzentriert, zugleich jedoch auch nur vereinfacht, monokultiviert, ihre [[Beziehungen]] nur [[abstrakt allgemein]] [[verwirklicht]]. Die [[Geschichte]] der [[privat]] [[vermittelten]] [[Gesellschaften]] war daher eine [[Geschichte]] der [[Teilung der Arbeit]], der [[Trennung]] der einzelnen [[Gesellschaftlichkeit]] ihrer [[Arbeiten]] im Gemenge ihrer [[privaten]] [[Bedürfnisse]]. Noch heute lassen sich solche [[Kulturen]] in kulturellen Darstellungen als romantische Geste ihrer geschichtlich nicht [[verwirklichten]] und immer noch nicht [[wirklichen]] Lebenszusammenhänge [[wahrnehmen]], weil die Menschen in ihren [[Lebensbedingungen]] zwischen [[Arbeit]] und [[Konsum]] in [[Klassen]] zerteilt waren. Und weil in der bisherige [[Geschichte]] ihre gesellschaftlicher Zusammenhang nur in den [[Klassen]] ihrer jeweiligen [[Kulturen]] [[verwirklicht]] wurde, in denen die [[gesellschaftliche]] [[Existenz]] der Produkte nur in der [[Masse]] von [[privaten]] [[Bedürfnissen]] verwirklicht werden konnte, die einer [[Geldmasse]] der [[produktiven]] [[Konsumtion]] ihrer [[Arbeit]] unterworfen waren. Ihre bisherige [[Weltgeschichte]] war daher nur eine &#039;&#039;Geschichte von [[Klassenkämpfen]]&#039;&#039; (siehe [[historischer Materialismus]]), die ihre [[Gesellschaft]] nur [[abstrakt allgemein]] als eine [[Gemeinschaft]] der [[Abstraktionen]] verwirklicht haben - die also in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionen]], in der [[Logik]] ihrer [[Abstraktionakraft]] [[entwickelt]] und [[verwirklicht]] werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Marx entsteht Gesellschaft nicht einfach durch eine Produktionsgemeinschaft zur Erzeugung [[nützlicher]] [[Dinge]], wie das der so genannte [[Realsozialismus]] [[verstanden]] hatte und wie es die [[Monetaristen]] aller Zeiten [[begreifen]] und das gesellschaftliche [[Produkt]] wie zum [[Konsum]] eines Kuchen auffassen, der für den genehmen [[Nutzen]] eines Jeden lediglich [[gerecht]] zu verteilen sei. Schon jedes Tier weiß, was ihm [[nützlich]] ist. Es verrichtet zum Teil auch eine [[Arbeit]], die seine [[Beziehung]] zur [[Natur]] in sich und außer sich verändert. Und auch der Mensch, wie er sich aus der Wildnis heraus entwickelt hatte, wusste sich und sein [[Leben]] schon so zu gestalten, dass es ihm genehm und reichhaltiger werden konnte. Es war allerdings eine [[Arbeit,]] die zugleich noch den reinen [[naturbestimmungen]] des menschlichen Lebens geschuldet war. Aber auch wenn der [[Nutzen]] menschlicher [[Arbeit]] immer eine Bedingung seiner [[Wirtschaft]] ist, so ist er keine [[unmittelbar]] menschliche Arbeit und von daher kein konstituierendes Moment des [[Reichtums]] der menschlichen [[Verhältnisse]], der menschlichen [[Gesellschaften]] zur [[Bereicherung]] und [[Befriedigung]] menschlicher [[Bedürfnisse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frage, was den [[Kapitalismus]] ausmacht - und was ihn von seiner Grundlage, von der [[bürgerlichen Gesellschaft]] abhebt und unterscheidet - war in der Auseinandersetzung von Marx mit Lassalle über das [[Mehrprodukt]] und den [[Mehrwert]], den [[Profit]] als Ertrag aus der [[Geldverwertung]] (Marx) bzw. als &#039;&#039;Ertrag aus der Arbeit&#039;&#039; (Lassalle) bei dessen Gothaer Programm zur Gründung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands aufgekommen. Damit einher ging die Frage um das [[Wesen]] der menschlichen [[Gesellschaft]] und ihres [[Reichtums]], mit der sich die Lassalle&#039;sche Sozialdemokratie vom Gesellschaftsverständnis des &#039;&#039;Kommunistischen Bundes&#039;&#039; ablösen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Erst in dem 18. Jahrhundert, in der bürgerlichen Gesellschaft, treten die verschiednen Formen des gesellschaftlichen Zusammenhangs dem einzelnen als bloßes Mittel für seine Privatzwecke entgegen, als äußerliche Notwendigkeit. Aber die Epoche, die diesen Standpunkt erzeugt, den des vereinzelten einzelnen, ist grade die der bisher entwickeltsten gesellschaftlichen (allgemeinen von diesem Standpunkt aus) Verhältnisse. Der Mensch ist ... nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann. Die Produktion des vereinzelten Einzelnen außerhalb der Gesellschaft ... ist ein ebensolches Unding als Sprachentwicklung ohne zusammen lebende und zusammen sprechende Individuen. [[(Grundrisse, MEW 42, S. 20).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihrem [[Sinn]] entsprechend ist jedes menschliche [[Bedürfnis]] ein inhärentes Moment menschlicher [[Arbeit]], wird von dieser befriedigt und zugleich auch erzeugt. Und so kann diese [[Arbeit]] auch nicht einfach nur brauchbare [[Dinge]], nicht irgendeinen [[Nutzen]] für die Menschen im [[Allgemeinen]] oder für ihre [[Wirtschaft]] besorgen. Durch ihre [[Arbeit]] erzeugen die Menschen ihre [[Sache]], vergegenständlichen sich darin selbst - nicht als reproduzierbarer Mensch, nicht durch irgendeinen [[Nutzen]], etwa für eine [[abstrakte]] [[Wirtschaftlichkeit]] der [[Arbeit]], für deren [[Produktivität]] oder den [[Konsum]]. Sie erzeugen vor allem [[Sinn]] durch sich und für sich, sinnvollen [[Nutzen]], der nicht einfach nur zum Verbrauch oder zur stofflichen [[Reproduktion]] ihres [[Leben]] hinreicht, sondern ihr eigenes [[Leben]] äußert und gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Was ist „nutzbringende“ Arbeit? Doch nur die Arbeit, die den bezweckten Nutzeffekt hervorbringt. Ein Wilder - und der Mensch ist ein Wilder, nachdem er aufgehört hat, Affe zu sein - der ein Tier mit einem Stein erlegt, der Früchte sammelt etc., verrichtet „nutzbringende“ Arbeit.“ [[(Karl Marx, Marx-Engels-Werke 19, Seite 16)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nützliche Arbeit]] ist sowohl für Tiere als auch für Menschen eine unabhängige Existenzbedingung, eine [[naturbestimmung]] um den [[Stoffwechsel]] zwischen ihrem natürlichen [[Wesen]] und ihrer äußeren [[Natur]] zu [[vermitteln]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit ... eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln. [[(MEW 23, S.57)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Menschen und seine [[Gesellschaft]] ist nicht der einfache [[Nutzen]], sondern die Universalität seiner Produktion, die sein [[Leben]] zu immer neuen und verfeinerten Lebensgenuß entwickelt. &#039;&#039;Während der Mensch selbst frei vom physischen [[Bedürfnis]] produziert&#039;&#039; produziert er erst wahrhaft &#039;&#039;in der [[Freiheit]] von demselben&#039;&#039;. Seine Vielfältigkeit schafft seinen gesellschaftlichen [[Reichtum]], seine [[Intelligenz]] bereichert er mit der Verfeinerung der Naturstoffe und der [[Bildung]] neuer [[Beziehungen]] ihrer [[Natur]] für sich (siehe auch [[Naturmacht]]) macht menschliches Leben an sich und durch sich schöner, gibt ihm einen [[Sinn]], der über den bornierten [[Nutzen]] seiner sinnlichen [[Tätigkeit]] hinausgreift: Der Sinn für ein [[schönes]] [[Leben]], das vermittelst der gesellschaftlichen Mitteilung, der menschlichen [[Sprache]] [[gebildet]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sprache]] ist selbst schon ein gesellschaftliches Gebilde, das im Lauf der Zeit, also in der Zeit ihrer Bildungsgeschichte seit tausenden von Jahren entstanden ist. Sie ist als [[Form]] der Mitteilung das lebendige [[Mittel]] der Information und zugleich das Medium der Auseinandersetzung, des auseinander Setzens von [[Inhalten]] der [[gesellschaftlichen]] [[Sinnbildung]] der Menschen und ihrer [[Wahrnehmung]], und so auch der [[Kultur]] einer [[zwischenmenschlichen]], einer &#039;&#039;intersubjektiven&#039;&#039; Mit-Teilung ihrer [[Beziehungen]] und [[Verhältnisse]] im [[Ganzen]], Ort der [[Vermittlung]] von [[Wahrnehmung]], [[Information]] und [[Wissen]]: politischer Ort des [[praktischen Bewusstseins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bildung]] ihres [[Reichtums]] haben die Menschen ihre Lebensverhältnisse durch die [[Naturmacht]] ihrer [[Gesellschaft]] gegründet; - nicht weil sie darin [[objektiv]], als [[objektive]] Natur bestimmt wären, sondern weil es ihr [[Reichtum]] als ihr gesellschaftliches [[Eigentum]] ist, durch den ihre [[Geschichte]] zu einer menschlichen, zu einer [[subjektiven]] [[Geschichte]] wurde, in der ihr [[Leben]] seine geschichtliche [[Form]] über das bloß Naturnotwendige hat, sich seiner [[Sinnbilung]] (siehe auch [[Kultur]]) entsprechend objektiviert. Soweit ihre [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] bestimmt und noch nicht durch einen [[Widerspruch]] hiergegen zur [[Formbestimmung]] seines Gegenteils geworden ist (siehe auch [[Entfremdung]]) formuliert sie immer schon menschliche [[Geschichte]] als [[Gegenständlichkeit]] der menschlichen [[Natur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch ist unmittelbar Naturwesen ... Aber der Mensch ist nicht nur Naturwesen, sondern ist menschliches Naturwesen; d.h. für sich selbst seiendes Wesen, darum Gattungswesen, als welcher er sich sowohl in seinem Sein als in seinem Wissen bestätigen und betätigen muß ([[Marx-Engels-Werke Bd.40, S. 578f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist die objektive Form des Lebenszusammenhangs von Menschen als [[Lebenverhältnis]] ihrer [[Geschichte]], als geschichtliches Niveau ihrer Menschwerdung. Sie entsteht im Kreislauf der Naturaneignung der Menschen, im [[Verhältnis]] ihrer [[Bedürfnisse]] zu ihrer [[Tätigkeit]], dem [[Sinn]] ihres Verlangens als [[Grund]] der [[Sinnbildung]] ihrer [[Kultur]] und dem [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]]. Die [[Geschichte]] der menschlichen Gesellschaft ist die [[Geschichte]] der [[Naturmacht]] des Menschen, die [[Geschichte]] der [[Produktivität]] seiner [[Arbeit]] und der [[Reichhaltigkeit]] seiner [[sinnlichen]] [[Beziehungen]]: [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Verhältnisse]] des Zusammenwirkens seiner [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. In den Gesellschaften der Menschen vergegenständlichen sich ihre [[kulturellen]] und [[wirtschaftlichen]] [[Beziehungen]] als [[Gegenstände]] ihrer [[Wirtschaft]] und [[Kultur]]. Sie [[verwirklichen]] darin ihre sozialen [[Verhältnisse]] im Lebens[[ausdruck]] ihrer [[Bedürfnisse]] und als [[Lebensäußerung]] ihres [[Arbeit]]svermögens in einem: Als gesellschaftliche Existenzform der [[Geschichte]] ihrer [[Produktivkraft]] für ihre [[Wahrnehmung]], im [[Nutzen]] ihrer [[Arbeit]] für den sinnlichen [[Reichtum]] ihre [[Lebens]] (siehe hierzu auch [[historischer Materialismus]]). Hierfür nötig ist eine gesellschaftliche Vermittlungsform der [[einzelnen]] [[Bedürfnisse]] wie der [[Arbeit]] hierfür, aus dem sich das [[Allgemeine]] ihrer Lebenszusammenhänge ergibt. Es verlangt also ein dem entsprechendes [[politisches]] [[Verhältnis]] von [[Inhalt]] und [[Form]] ihrer hieraus begründeten [[Beziehungen]]. Diese Gesellschaftform hat sich alllerdings in der bisherigen [[Geschichte]] noch nicht ergeben (siehe hierzu auch [[Kommunismus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau zu unterscheiden ist Gesellschaft von jeglicher Form bloßer [[Gemeinschaft.]] Darin verhalten sich Menschen zu einander als [[Lebensumstände]] eines bestimmten Lebenszusammenhangs. In Gesellschaft verhalten sie sich zu ihren [[Lebensbedingungen]]. Der Lebenszusammenhang einer jeden menschlichen Gesellschaft, ganz gleich, in welcher Form und welchen Verhältnissen sie sich verwirklicht, gründet auf ihrer [[Geschichte]], in welcher sich der [[Nutzen]] ihrer Erzeugnisse mit dem [[Sinn]] vereint, den die Menschen unentwegt bilden und woraus und worin ihr Lebensreichtum substanziell entstanden ist und besteht. Gesellschaftliche [[Sinnbildung]] ist die Geschichte und die [[Beziehung]] menschlicher [[Lebensäußerung]] zu den [[Gegenständen]] ihres [[Lebens]], Lebensproduktion, die Geschichte der menschlichen [[Bedürfnisse]] und der [[Arbeit]], durch die sie entstehen und befriedigt werden. [[Sinn]] und [[Nutzen]] der [[Arbeit]] von Menschen gestaltet [[Kultur]] und [[Reichtum]], ist ihre gesellschaftliche [[Substanz]], macht ihre [[Wirtschaft]] und [[Sinnbildung]] aus (siehe hierzu [[historischer Materialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist daher immer selbst schon eine gegenständliche [[Bildung]], ein menschliches Lebenswerk, das in den [[Formen]] der [[Verhältnisse]] ihrer bisherigen Geschichte sich auch in ihren [[Beziehungen]] und [[Bedingungen]] fortbildet. Die Menschen stellen immer nützliche Dinge her und bilden immer sinnvolle Zusammenhänge, denn sie können nur nutzen, was sinnvoll für sie ist und nur erzeugen, wofür sie einen Sinn gebildet haben - organisch geht immer das Eine aus dem Anderen hervor. Der gesellschaftliche Lebenszusammenhang ist schon vor aller Erfahrung das Lebensverhältnis menschlicher [[Beziehungen]]. Aber jede Beziehung kann nur sein, wo Eins zum Anderen zieht und dieses sich hierzu auch wirklich verhält, eine wirklich objektive [[Form]] für ihre subjektiven [[Inhalte]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Klassenkämpfen]] geht es um epochale [[Widersprüche]] der Lebensformen. Wo Beziehungen keine objektive Form finden, wo sie versprengt und hierdurch gesellschaftlich [[isoliert]] werden, wo sie in sich selbst zurückfallen, sich in ihrer [[Verselbständigung]] nur noch auf sich [[reduzieren]], wo sie von ihrem wirklichen Sinn absehen, um für die Fortexistenz einer [[abstrakten Gesellschaft]] allgemein nützlich zu sein, da wird der Zerfall zu einem gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem das Tote lebt, weil das Leben unentwegt abgetötet werden muss, um einen gesellschaftlichen [[Unsinn]] zu verewigen. Weil in einer solchen [[abstrakten Allgemeinheit]] nur der Zusammenhang eines Zerfalls sich verwirklichen kann, kann Gesellschaft nicht wirklich gesellschaftlich sein. Sie existiert in einer [[Form]], in der ihre Beziehungen nicht wirklich durch sich selbst wahr sein können, in der das Allgemeine ihrer Verhältnisse ihrem Inhalt vorausgesetzt ist und dessen Vermittlung abstrakt bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Allgemeine schon da sein muss, bevor es wirklich existiert, da zergehen die Notwendigkeiten schon leicht in den unzähligen Sinnfälligkeiten der Ereignisse. Alles erscheint sinnig, bevor es wirklich sein kann, weil es nur Allgemeines im Sinn hat. Davon zehrt jede Ideologie. Und sie sinkt wie eine betörende Nebelschwade in die Niederungen des Alltags. Alles, was für sich bodenlos, in jeder Beziehung nichtig und für jeden Verstand selbstverständlich ist, erscheint darin gut versichert, gut gepflegt und gut bewacht. Es weicht die Konturen auf, in denen alles in Nichts zergeht, lässt Löcher in reizvollem Glanz leuchten, neue Reflektionen sprießen. Und dieser Reiz kann auch nichts anderes sein, als der Widerschein einer Bodenlosigkeit, die nur noch sich selbst erfüllt, Verlangen nach mehr erzeugt, und damit süchtig nach nichts mehr macht, als das, was ist. Aber die Welt wird wieder rund, - und so &#039;&#039;dreht sich alles hübsch im Kreise, wie angenagelt, rührt sich kaum&#039;&#039; (Heinrich Heine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es auch hier wie überall: Eine Gesellschaft besteht nicht aus einer Ansammlung von [[Individuen]], die nebeneinander produzieren und konsumieren, auch nicht als [[Verein]] bzw. Community von [[Individualisten]], die [[selbstlos]] und füreinander frei geschaffene Erzeugnisse hervorbringen, durch die sie einander in gleichem [[Recht]] [[nützlich]] sind. Und sie ist auch nicht ein Interessensverband von [[selbstorganisierten]] Lebensgemeinschaften oder [[Genossenschaften]], die sich im Zweck einer günstigen Bewirtschaftung und Erwirtschaftung ihrer [[Lebensmittel]] treffen. Gesellschaft ist all dem schon durch die Verfügbarkeit des [[Reichtums]] aus ihrer bisherigen [[Geschichte]], als Produkt der menschlichen Geschichtsbildung vorausgesetzt und setzt sich selbst fort durch das [[notwendige]] Zusammenwirken der Menschen, durch die [[Kraft]] ihrer [[Subjektivität]], die sich gegen ihre [[objektiven]] [[Wesensnöte]] aufrichtet, ihre [[Bedürfnisse]] und ihrer [[Produktivität]] zum Zweck ihrer [[Emanzipation]] aus der Beschränktheit ihrer einzelnen [[Existenz]], die [[Synergie]] ihrer [[Lebensproduktion]] als [[Naturmacht]], als wirkungsmächtige Lebenserzeugung, als Lebenserhaltung durch ihre gesellschaftliche [[Ergänzung]] über die bornierte Selbsterhaltung ihrer bloßen [[Zivilisation]] hinaus, als [[Naturmächtigkeit]] ihres sozialen Verhältnisses, ihrer Lebens[[wirklichkeit]] in einer menschlichen [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Basis einer jeden menschlichen Gesellschaft ist die Selbstverständlichkeit der Lebenserhaltung der Menschen, die darin zusammenwirken, deren Aufwände für ihre Lebenserhaltung also in einem gesellschaftlichen [[Verhältnis]] auf ihre [[Bedürfnisse]] [[bezogen]] sind und in ihren Verhältnissen als Verhalten von [[Notwendigkeit]] in [[Freiheit]] entwickelt werden. Ihre natürliche [[Beziehung]] ist daher ihre Teilhabe an einem Verhältnis, in welchem sie einander [[ergänzen]] und die [[Synergie]] ihres Verhältnisses für ihre Fortbildung (siehe [[Sinnbildung]]), für ihre [[Geschichte]] nutzen (siehe auch [[Ergänzungswirtschaft]]). Ihr Auskommen als [[arbeitende]] Menschen sollte daher durch ein Einkommen bestätigt und bestärkt werden, das ihre sinnlichen Verhältnisse bewahrheitet, bewährt und bereichert (siehe [[Reichtum]]). Solange dies gelingt, sind sie einander verträglich und stehen auch ohne ausdrücklichen [[Vertrag]] in ihrem Tun und Lassen in Einklang. Doch [[Gesellschaft]] verlangt das Eingeständnis ihrer [[Notwendigkeit]] und kann nur durch sie hindurch [[Freiheit]] in ihrer Überwindung, in der Verwirklichung seiner [[Lebensäußerungen]], in seiner Selbstvergegenständlichung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Mensch verliert sich nur dann nicht in seinem Gegenstand, wenn dieser ihm als menschlicher Gegenstand oder gegenständlicher Mensch wird. Dies ist nur möglich, indem er ihm als gesellschaftlicher Gegenstand und er selbst sich als gesellschaftliches Wesen, wie die Gesellschaft als Wesen für ihn in diesem Gegenstand wird. [[(MEW 40, S. 541).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist also nicht nur der wirkliche, sondern auch der notwendige Lebenszusammenhang der Menschen, wie er sich [[geschichtlich]] [[entwickelt]] hat und in welcher Form auch immer dieser da ist. Im [[Dasein]] der Menschen setzt sich ihr [[Sein]] als gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] ins [[Verhältnis]] ihrer Lebens[[substanzen]]. Von daher ist jedes ihrer Verhältnisse [[substanziell]] gesellschaftlich, also immer in einem ganzen Zusammenhang, in dem sie sich [[ergänzen]] und fortentwickeln, auch wenn er gebrochen oder [[widersprüchlich]] ist (siehe hierzu auch [[Doppelcharakter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber der gesellschaftliche Zusammenhang nicht mehr ist, wo er durch [[Krise]], Krieg oder [[Barbarei]] oder Selbstsucht zerstört ist, [[genichtet]], aufgelöst oder ausgebeutet, abwesend in irgendeiner Form, die [[fremd bestimmt]] ist, da ist er negativ wirksam, weil Gesellschaft überhaupt den substanziellen Zusammenhang des menschlichen [[Lebens]] ausmacht. Wo die Menschen ihre Gesellschaft nicht wirklich haben oder erkennen können, bleibt sie dennoch ihre einzig wirkliche Lebensform und ist dann allerdings als Grundlage ihrer [[Wirklichkeit]] negativ wirksam. Wenn Menschen darin verelenden, wenn Gesellschaft für sie nicht wirklich menschlich da ist, ergibt sich aus ihrer [[Negation]] eine Totalität ihrer [[Abwesenheit]], der Sog ihrer Zerstörung, der sich aus dem menschlichen Vakuum ergibt, in welchem sich ihr Zusammenhang [[nichtig]] macht. Ihr Elend setzt sich dann als politische Gewalt fort, indem aus dem gesellschaftlichen Elend von Individuen eine gewalttätige Kultur entsteht, [[Fanatismus]], [[Rassismus]] und politische Macht, die sich in der [[Meinung]]sbildung verallgemeinert und durch politischen [[Populismus]] zur Wahl gelangt, um als [[Kulturstaat]] verwirklicht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gesellschaft erweist sich von da her immer als ein ganzes [[Verhältnis]] der Menschen, das Verhalten zu ihrer [[Natur]], ein [[Ganzes]], worin sie einander [[ergänzen]], nicht als Staat, Nation oder dergleichen, nicht politisch, sondern als Organismus, als Lebensform überhaupt und weltweit. Ihr wechselseitiges [[Ergänzen]] ist nicht [[Zweck]] sondern [[Tätigkeit]], Ausdruck ihrer [[Intelligenz]], die durch ihre unterschiedlichen, ihre individuellen [[Sinnbildungen]] schon ihre [[Synergie]] tätigt, durch die sie [[Geschichte]] macht. Diese Gesellschaft gibt es daher nur in und durch ihre Lebenspraxis, durch ihre [[Geschichte]] im historischen [[Dasein]] der Menschen (siehe [[Historischer Materialismus]]) und als dieses Dasein für sie, als ihr [[Verhältnis]] zu sich selbst durch andere und als [[Verhältnis]] zu anderen als Verhältnis zu sich, als [[Beziehung]] des Menschen auf sich als gesellschaftliches Naturwesen. Und das ist ein kompliziertes [[Verhältnis]] zwischen dem einzelnen [[Individuum]] und seiner menschlichen [[Allgemeinheit]] in einer gesellschaftlichen [[Form]], die sich auch als [[Vertrag]]sform verstehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tiere sind auf irgendeine Art und Weise in Gesellschaft, z.B. als Herde, Volk oder Rudel u.a.. Auch sie haben eine gesellschaftliche [[Intelligenz]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]), auch sie haben schon Werkzeuge und einen [[Sinn]] für ihre natürlichen [[Gegenstände]]. Doch erst die Menschen müssen sich in ihrer Gesellschaft [[bewusst]] aufeinander beziehen, um einander nicht zu gefährden, denn sie vergegenständlichen ihre [[Natur]] zu einer menschlichen Gesellschaft, durch die Fähigkeit einer gedanklichen Vorfertigung, durch Denken, wodurch sie planvoll ihren [[Reichtum]], den Lebensreichtum ihres gesellschaftlichen [[Lebens]] erzeugen, entwickeln und aneignen. Diese Gesellschaft ist eine aus ihrer [[Natur]] heraustretende und doch aus ihrer Natur entwickelte Gestaltungskraft, die sich nicht mehr innerhalb der Natur[[notwendigkeiten]] entfaltet, sondern sich als [[Naturmacht]] selbst verhält. Sie ist aus dem objekthaften [[Leben]] in der Natur hervorgegangen und hat sich zu einem lebenden [[Subjekt]] gebildet, ist somit ein [[subjektives]] wie [[objektives]] gegenständliches Verhältnis der Menschen. Sie ist die Lebensform einer Lebensenergie, welche die Zusammenhänge und die [[Stoffe]] der Natur [[intelligent]] und planend für sich zusammenbringt und ihnen eine Entwicklungsmacht, eine [[Produktivkraft]] verleiht, die sich aus ihrer [[Geist]]eskraft heraus entwickelt und verhält. Sie entfaltet ihre Naturenergie als geistiges Verhältnis zu einem gesellschaftlichen Subjekt und erzeugt eine Gegenständlichkeit, die Natur als [[Kultur]], als Lebenszusammenhang der menschlichen Kultur, die sich durch ihre politischen Entscheidungen zu ihrem [[Fortschritt]] oder auch zu ihrem Niedergang [[bestimmen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft ist das lebende Zusammenwirken der Menschen, [[notwendige]] [[Wirklichkeit]] des Menschseins, menschliche [[Synergie]] in der Erzeugung ihres Selbsterhalts und ihres [[Lebens]]. Sie beruht auf dem besonderen [[Verhältnis]] der Menschen zu ihrer [[Natur]], die ihnen gegenständlich und also [[Gegenstand]] ihres [[Stoffwechsels]] und ihrer [[Arbeit]], ihrer [[Sinnbildung]] und [[Kultur]] ist. Ihre Gesellschaft selbst ist die [[Naturmächtigkeit]] ihres Lebenszusammenhangs, durch welche ihr Erhalt und Fortbestand gesichert und die Entwicklung ihrer Lebensvielfalt, die Vielfältigkeit ihres sinnlichen [[Lebens]], ihr geistiger und materieller [[Reichtum]] geschaffen und gebildet wird. Menschliche [[Gesellschaft]] gründet auf den [[Notwendigkeiten]] ihrer [[Naturmächtigkeit]], begründet sich also immer aus ihrer [[Produktivkraft]]. Diese erfordert eine gesellschaftliche Organisation ihrer Nutzung und Fortbildung und verlangt ein hierauf gerichtetes Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Mensch seine Sachen und Güter produziert, hat er sich schon im menschlichen Dasein, wie es sich als menschliche Gesellschaft in jedweder [[Form]] darstellt, in seinem Menschsein unter Menschen erkannt - wenn auch nicht immer als dies schon begriffen. Er ist nicht erst durch seine Produkte, seine gegenständlichen [[Veräußerungen]] objektiv, sondern praktisch immer schon durch sein gesellschaftliches [[Dasein]] in seiner [[Kultur]]. Diese ist daher nicht einfach ein &#039;&#039;Überbau&#039;&#039; über seine Lebensproduktion, sondern deren I[[nhalt]] und von daher weder [[Ideologie]] noch Widerschein (siehe [[Widerspiegelungstheorie]]), sondern praktischer Lebensinhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus veranlassen, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und in dem Begreifen dieser Praxis&#039;&#039; [[(MEW 3, S. 7)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben ist zum einen Resultat der bisherigen Gesellschaften, welche diesen [[Reichtum]] der Menschen durch den Aufwand ihrer Naturkraft, ihrer [[Arbeit]], geschaffen haben, Resultat der Lebensproduktion der Menschen, Produkt ihrer [[Sinn]]esgeschichte, menschliche [[Kultur]], wie sie sich in den gegenwärtigen [[Verhältnissen]] darstellt; zum anderen sind diese Verhältnisse das gesellschaftliche [[Leben]] in der gegenwärtigen [[Form]], worin die Menschen ihre Naturmacht reproduzieren, entwickeln und fortentwickeln, die Gestalt ihrer Lebensproduktion, ihrer Werkzeuge und ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Sinnbildung]] kann nur in Gesellschaft geschehen, weil der Mensch für sich als Einzelwesen seiner [[Natur]] nicht mächtig ist, keinen anderen [[Sinn]] haben kann als den der Selbsterhaltung, den Sinn für seine Notdurft, notdürftige Sinnlichket. Ohne Gesellschaft können Menschen nicht [[wirklich]] [[leben]], wie auch keine Gesellschaft Bestand hat, in der sie sich als Einzelne nicht einfinden können. Gesellschaft bietet ihnen die Grundlagen ihres Daseins, wie diese zugleich der [[Grund]] ihres [[Daseins]] sind. Sie muss ihre [[Allgemeinheit]] sicherstellen, weil sie nur durch deren Sicherheit sich selbst sicher sein kann. Was über ihre einzelnes [[Sein]] hinausgeht, muss allgemein da sein, weil das [[Einzelne]] [[allgemein]] nur durch sie ein [[Ganzes]] sein kann. Gesellschaft stellt die [[Bedingungen]] ihrer Versorgung her, ihre Kindheits- und Altersversorgung, Vorsorge, Produktions- und [[Lebensbedingungen]], Verkehrswege, [[Bildung]], [[Kultur]], Wohnungsbau, usw. Und es sind zugleich immer die Menschen, die hierfür da sind, arbeiten, [[konsumieren]] und verkehren. Als [[Ganzes]] stellt Gesellschaft daher die [[Geschichte]] der Menschen überhaupt oder in einem bestimmten [[Kultur]]kreis dar, wie sie auch ihr lebendes [[Verhältnis]] ist und also wiederum Gesellschaft bildend ist. In jedem Individuum ist das Ensemble seiner gesellschaftlichen Verhältnisse, wie sich auch die Individuen in der Gesellschaft individuell versammeln, als wirkliches Verhalten von Teil und Ganzem ihres Zusammenhangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte]] der gesellschaftlichen Gestaltung ist durch die Entwicklung ihrer [[Produktivität]] bestimmt, weil diese - anders als bei anderen natürlichen Spezies - die Verfügung über Natur, also die [[Naturmächtigkeit]] des Menschen ausmacht. In den bisherigen Formen der menschlichen Gesellschaft war die Bildung und Ausbildung der menschlichen [[Sinne]] wesentlich durch die Entwicklung ihrer [[Bedürfnisse]] bestimmt, die davon abhängig war, wie die Mittel zu ihrer [[Befriedigung]] verteilt waren, wie sich also Produktivkraft in den Produktionsverhältnissen entwickeln konnte. In dieser Geschichte haben die Menschen ihre [[Wirtschaft]], ihre [[Kultur]] und ihre sozialen Beziehungen als gesellschaftliche [[Form]], also als Art und Weise, worin die Inhalte ihres geschichtlichen Menschseins als Geschichte ihres Gattungswesens stattgefunden hat, zu bestimmten Formen ihres [[Gemeinwesen]] gebildet, welche ihre jeweilige Produktionsepoche ausmacht und heute als bürgerliche Ordung, als [[Staat]] historische [[Existenzformen]] ihrer Gemeinform ist. Die gesellschaftliche Form selbst stelt den Entwicklungsstand der Produktivkräfte dar, auch wenn sich darin ein Widerspruch zwischen Produktivvermögen und Produktionsverhältnis entfaltet (siehe [[Sozialprodukt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was ist die Gesellschaft, welches immer auch ihre Form sei? Das Produkt des wechselseitigen Handelns der Menschen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Steht es den Menschen frei, diese oder jene Gesellschaftsform zu wählen? Keineswegs. Setzen Sie (Adressat des Schreibens, Annenkow) einen bestimmten Entwicklungsstand der Produktivkräfte der Menschen voraus, und Sie erhalten eine bestimmte Form des Verkehrs ... und der Konsumtion. Setzen Sie bestimmte Stufen der Entwicklung der Produktion, des Verkehrs und der Konsumtion voraus, und Sie erhalten eine entsprechende soziale Ordnung, eine entsprechende Organisation der Familie, der Stände oder der Klassen, mit einem Wort eine entsprechende Gesellschaft ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Setzen Sie eine solche Gesellschaft voraus, und Sie erhalten eine entsprechende politische Ordnung (Staatsapparat), die nur der offizielle Ausdruck der Gesellschaft ist. [[(K. Marx, Brief an Annenkow (1846), MEW 4, 548.)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv, also im menschlichen [[Subjekt]] begriffen, ist Gesellschaft die wirkliche Beziehung seines [[Leidens]] und seiner [[Tätigkeit]], die sich objektiv als Gegenständlichkeit seines Werdens, als seine bestimmte menschliche Geschichte äußert. Von daher ist das [[Private]] auch immer ein Raub an gesellschaftlicher Gegenständlichkeit, am menschlichen Vermögen, weil es sich aus der Vermittlung von Individuum und Gesellschaft herausnimmt und sich das Produkt gesellschaftlichen Zusammenwirkens aneignet, ohne dessen [[Wirkung]] als Form des menschlichen Reichtums zurückzugeben. Zerstörung von Gesellschaft entwickelt sich aus der [[politisch]]en [[Macht]] des [[Besitz]]ums, das in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] sich über den [[Ware]]nmarkt durchsetzt (siehe auch [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Diese vollzieht sich in der Realabstraktion von gesellschaftlichen Lebenszusammenhängen, indem sie deren Vielfalt reduziert und deren Einfalt quantifiziert (siehe hierzu auch [[Wert]]). Von da her ist die bürgerliche Gesellschaft auch in der Lage, die bisherige Bildungsgeschichte der Menschen in die [[Barbarei]] des immer absoluter werdenden Privatinteresses umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftlichkeit der [[Menschen]] zeigt sich nicht losgelöst in überhistorischen Inhalten, z.B. Kultur an sich, [[Natur]] an sich, Trieb, [[Arbeit]] an sich usw.. Sie drückt sich immer in der historischen Gestaltung des ganzen Menschseins, in der Bewältigungsform der natürlichen Not der Menschen als gesellschaftliche Basis ihres Zusammenhangs ([[Stoffwechsel]]), also in der jeweiligen historischen Form aus, in der Form, worin sich die Aneignung und Entfaltung ihrer [[Natur]] ereignet, worin sich ihre [[Arbeit]] auf ihre [[Bedürfnisse]], ihre Sinnesäußerung auf ihre [[Selbstwahrnehmung]] und ihr geschichtlich gewordenes [[Sein]] sich auf ihren [[Willen]] bezieht (siehe hierzu auch [[bürgerliche Gesellschaft]]). In diesem Sinne vesteht sich der [[historischer Materialismus]] und begreift sich selbst als Moment der bestimmten Lebensform im [[Bewusstsein]] der gesellschaftlichen Geschichte dieses [[Lebens]]. Geselschaft kann erst [[wirklich]] werden, ihr adäquates [[Dasein]] finden, wenn die konkreten Lebensverhältnisse der Menschen ihre [[Wirklichkeit]] ausmachen. Eine Vorstellung hiervon bietet der [[Kommunalismus]] (siehe auch [[Kommunismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Zusammenwirken der Menschen ist also niemals grundlos, weil es in sich nicht einfach positiv gesellschaftlich bestimmt sein kann. Es müssen die Aufwände nicht nur durch ihre Bedürfnisse entwickelt werden, sondern auch Bedürfnisse durch die [[Wirklichkeit]] ihres Aufwands an [[Arbeit,]] durch das menschenmögliche [[Verhältnis]] von [[Sinn]] und [[Nutzen]] bemessen sein. Gesellschaft muss immer wieder die [[Notwendigkeit]] ihrer [[Natur]] aufheben indem sie Vorsorge und Reichtum zu einer gesellschaftlich Existenz bringt, die Ressourcen, Stoffe und Energien hierfür verfügbar macht, Verkehr, Kommunikation und Produktion zur rechten Zeit am rechten Ort zusammentreffen lässt und die ökonomischen Aufwände politisch auf ihre wirklichen Notwendigkeiten und Bedürfnisse bezieht und zur [[Entscheidung]] bringt. Gesellschaftlihe Entwicklung der Menschen ist daher immer zugleich auch Entwicklung ihrer [[Natur]], die [[Sinnbildung]] als [[Emanzipation]] ihrer Lebensnotwendigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Gesellschaft ist also in ihrer [[Geschichte]] auch begrenzt durch ein Gebiet, auf dem sie sich definiert und das Fläche, Raum und Natur, also auch Bodenschätze bietet. Aber sie ist zugleich Teil der Weltbevölkerung, also einer allen Menschen gemeinen Gesellschaft, hat also auch Teil aller Schätze, die Menschen und Natur zur Erwirtschaftung des gesellschaftlichen Reichtums der Weltbevölkerung zur Verfügung haben. Wie sich diese verschiedenen Ebenen und Beziehungen und Wechselwirkungen, also die Wirklichkeit der menschlichen Verhältnisse auf der Welt so gliedern können, dass alle Teile widerspruchfrei existieren können, das ist die große Frage einer humanen Politik, die nur durch die Form einer [[Ergänzungswirtschaft]] aufzulösen sein wird (siehe hierzu auch [[internationale Kommunalwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Gesellschaftsformen, das ineinander Übergehen einer Form in eine andere als Form der Produktionsweise des Lebens der Menschen (z.B. Stammeskulturen, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, [[Kapitalismus]]). Allein diese Form macht den Begriff einer bestimmten Gesellschaft aus. Die [[Begriffssubstanz]] der Gesellschaftsform begreift das [[Wesen]] ihres Zusammenhangs, in welchem die [[Wirklichkeit]] dieser Form sich begründet. So ist im [[Kapitalismus]] die [[Arbeitszeit]] zur [[Substanz]] aller menschlichen [[Beziehungen]], zur [[Wertsubstanz]] geworden (siehe [[Arbeitswerttheorie]]). Der menschliche Reichtum hat darin [[Wertform]], existiert gesellschaftlich also nur als Aufhäufung von [[Arbeitszeit]] dar, [[gleichgültig]], wieviel [[Sinn]] diese für die einzelnen Menschen [[wirklich]] hat. Was sie in dieser Gesellschaftsform an Gütern des [[Lebens]] erhalten, wird ihnen durch das Einbringen und Verwerten ihrer Arbeitszeit gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits der gesellschaftlichen Form ist [[Kultur]] die lebendige [[Substanz]] einer Gesellschaft, welche diese Form ausfüllt, [[Inhalt]] und [[Sinn]] des menschlichen Zusammenwirkens. Dies bringt angesichts gesellschaftlicher [[Krisen]] die [[populistische]] Rechte dazu, an die Kultur wie an einen selbständigen Träger des Gemeinwesens zu appellieren und dieses mit dem [[Nationalstaat]] gleichzusetzen, aus ihm einen [[Kulturstaat]] zu fordern und die [[Staatskultur]] zur [[Gesinnung]]skultur schlechthin zu machen. Diese hat aber nichts mehr mit einem Gemeinwesen zu tun, da es sich hierbei um eine Verkehrung des menschlichen Zusammenwirkens zu einer Kulturmacht der Staatsgewalt handelt (siehe hierzu auch [[Faschismus]]). Auch ist der Nationalstaat keine Gesellschaft. Er hat immer nur die politische Form bürgerlicher Produktionsweisen zu institutionalisieren und gründet auf den Befestigungsinteressen des Marktgeschehens (siehe auch [[Bürger]]). Indem der [[Nationalsozialismus]] behauptet, Gesellschaft durch den Staat wieder herzustellen, hat er eine Selektion von Menschen als Staatsbürger und &#039;&#039;lebensunwertem Leben&#039;&#039; (sihe [[Euthanasie]]) schon dem Begriff nach nötig (siehe [[Hitler-Formel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es auch Kulturen, die sich nicht in einer Gesellschaft darstellen, sondern als entzweite Gesellschaften einer Produktionsform, der kapitalistischen Produktionsform. Dies hat die [[Globalisierung]], die weltweite Ausweitung des Warenmarktes ergeben: Zur einen Seite die [[Dienstleistungsgesellschaft]], in der sich vorwiegend die [[Geldbesitzer]] zueinander verhalten, und zur anderen die geldlose Gesellschaft, in der die [[Besitzer]] von [[Bodenschätzen]] (z.B. Gold, Silber, Öl, Kupfer usw.), [[Arbeitskräften]] (Familienarbeit z.B. für [[transnationale Konzerne]]) und Natur (z.B. Regenwald) nach Maßgabe des Weltmarktes existieren: die sogenannte Dritte Welt. Aus diesem Gegensatz von Geldbesitz und Naturbesitz ergeben sich die kulturellen Verzerrungen der [[Fremdarbeit]], die zur gesellschaftlichen Eigenständigkeit der [[bürgerlichen Kultur]], zur Kultur der Bürger als eigenständige Gesellschaftsform führt (siehe [[zwischenmenschliche Verhältnisse]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Selbstbeziehung&amp;diff=11617</id>
		<title>Selbstbeziehung</title>
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		<updated>2026-10-15T19:35:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der einzelne und [[vereinzelte]] Jäger und Fischer, womit Smith und Ricardo beginnen, gehört zu den phantasielosen [[Einbildungen]] der 18.-Jahrhundert-Robinsonaden, die keineswegs, wie Kulturhistoriker sich einbilden, bloß einen Rückschlag gegen Überverfeinerung und Rückkehr zu einem mißverstandnen Naturleben ausdrücken. So wenig wie Rousseaus contrat social, der die von [[Natur]] independenten [[Subjekte]] durch Vertrag in [[Verhältnis]] und Verbindung bringt, auf solchem Naturalismus beruht. Dieser [[Schein]] ist nur der [[ästhetische]] Schein der kleinen und großen Robinsonaden. Es ist vielmehr die Vorwegnahme der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die seit dem 16. Jahrhundert sich vorbereitete und im 18. Riesenschritte zu ihrer Reife machte. In dieser [[Gesellschaft]] der freien [[Konkurrenz]] erscheint der [[Einzelne]] losgelöst von den Naturbanden usw. die ihn in früheren Geschichtsepochen zum Zubehör eines bestimmten begrenzten menschlichen Konglomerats machen. [[(MEW 13, Seite 615*f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] begründen ihre [[Selbstbeziehung]] als Existenzform ihrer [[Selbstverwertung]] (siehe [[Selbstwert]]) im einfachen [[Dazwischensein]]. Doch darin vollzieht sich keine [[wirkliche]] [[Beziehung]] zwischen Menschen, denn sie kann nur die [[Tautologie]] einer [[Beziehung]] sein, die in allem – also ganz allgemein]] – inhaltlich nur auf sich zurückkommen (bzw. &#039;&#039;zurückfallen&#039;&#039;) kann, keinen [[substanziellen]] [[Grund]] durch sich hat und im Grunde sich nur autistisch verhält und in der Selbstoptimierung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verbraucht, aus denen sie sich begründet. In dieser [[verallgemeinerten]] [[Einzelheit]] spiegelt sich das [[bürgerliche Subjekt]] in sich selbst außer sich und gewinnt seinen [[Selbstwert]] durch die Selbstoptimierung einer monadischen [[Wahrnehmung]], die ihre Dimension auf sich selbst beschränkt, also sich nur eindimensional bewahren und bewähren kann was sie für wahr hält also ein [[Unsinn]] im wahrsten Sinne des Wortes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein [[Wesen]], welches seine [[Natur]] nicht außer sich hat, ist kein natürliches Wesen, nimmt nicht teil am Wesen der Natur. Ein Wesen, welches keinen [[Gegenstand]] außer sich hat, ist kein gegenständliches Wesen. Ein [[Wesen]], welches nicht selbst Gegenstand für ein drittes Wesen ist, hat kein Wesen zu seinem [[Gegenstand, d.h. verhält sich nicht gegenständlich, sein [[Sein]] ist kein gegenständliches. Ein ungegenständliches Wesen ist ein Unwesen. (Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) - [[MEW 40, S. 578)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Selbstbeziehung ist schon nach dem Wortsinn ihres [[Begriffs]] ein [[widersinniger]] [[Begriff]]. Als [[Beziehung]] ist er zwischen sich und Anderen (siehe hierzu [[Dazwischensein]]) und behauptet an sich diese [[Beziehung]] als Rekurs auf sich, also auf eine [[Beziehung]], deren [[Subjekt]] außer sich ist (siehe [[Selbstlosigkeit]]) und die durch sich [[selbst]] [[wahr]] wird, sobald sie sich aus sich heraus [[verwirklicht]]. Für sich verdoppelt eine [[Selbstbeziehung]] daher die [[Beziehung]] auf Andere zu einer [[eigenen]] [[Beziehung]] außer sich, zu einer [[objektiven Beziehung]]. Weil sie sich im Anderen als [[Selbstwahrnehmung]] reflektiert und sich hierüber angleicht, wird sie sich selbst gleich und von daher zu einer [[gleichgültigen]] [[Beziehung]] auf andere, die wie eine [[objektive]] [[Beziehung]] [[erscheint]] (siehe [[Selbstlosigkeit]]), die also durch ihr darin gewonnenes [[Selbstgefühl]] als [[eigentlich]] menschliche [[Beziehung]] (siehe [[Eigentlichkeit]]) der [[Selbstwahrnehmung]] zukommt. Diese wird dadurch zur [[Selbstbehauptung]], dass ein Mensch in seiner Individualität selbst unmittelbares [[Subjekt]] wie [[Objekt]] seiner [[Beziehungen]] sein könne. Allerdings ist dies nur in [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnissen]] der Fall, worin viele Menschen sich wechselseitig als das [[Material]] ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]]: In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen sie einander als Menschen erkennen, sobald sie ihre [[Wahrnehmung]] von ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] unterscheiden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstbeziehung]] wird überall als [[individuelle]] [[Beziehung]] im [[Individualismus]] der [[privaten Persönlichkeiten]] unterstellt. Sie ist der Kern der [[bürgerlichen Kultur]] und des darin [[verbürgten]] [[Rechts]] und seiner [[politischen Ökonomie]], der [[Ideologie]] des [[Privateigentums]]. Im Grundverständnis des [[Menschenbilds]] der [[Bürgerlichen Wissenschaften]] existiert die [[Subjektivität]] des Menschen als [[bürgerliches Subjekt]], ihrem [[Verständnis]] des menschlichen [[Subjekts]] zufolge als allgemein menschliches [[Individuum]] schlechthin. Die Individualität dieses [[bürgerlichen Subjekts]] (siehe auch [[Individualisierung]]) ist ihr [[Objektsein]] als Mensch schlechthin, als das [[Material]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]]. Die damit verfasste [[subjektive]] [[Objektivität]] ist die Unterstellung einer natürlichen Selbstentfaltung der &#039;&#039;freien&#039;&#039; und also unabhängigen [[Persönlichkeit]], der [[Privatperson]], in der [[Allgemeinheit]] ihrer übernatürlichen [[Autopoisis]], durch die sich Menschen ihrem innersten von allen anderen Menschen in ihrer [[Einzelheit]] abgetrennten, ihrem [[isolierten]] und isolierbaren [[Wesen]], ihrem Privatwesen zufolge zu sich selbst und zu anderen Menschen [[verhalten]] würden (siehe auch die  [[Ideologie]]) der [[Bürgerliche Psychologen]]. Und auch die Soziologen gehen davon aus, dass das [[Individuum]] für sich selbst Grund seiner [[Beziehungen]] sei, für sich selbst [[existiere]] und sich durch sich selbst [[verwirklichen]] könne und durch seine schlichte Vergemeinschaftung, durch die [[Verallgemeinerung]] seines an und für sich [[isolierten]] Individualwesens seine [[Gesellschaft]] schaffen würde. Weil es hierdurch zu einem [[politischen]] [[Objekt]] und also zu einem Objekt der [[politischen Kultur]] geworden ist, ist man auch um seine Funktionalität besorgt, hinter seinem Individualwesen her und verhilft ihm zum Beispiel durch Individualtherapie und entsprechender Fürsorge zum Überstehen seiner [[isolierten]] [[Existenz]] in den Konkurrenzverhältnissen der [[Bürgerlichen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unter den [[Bedingungen der privaten Existenz]] seiner Selbsterhaltung, durch sein Einkommen ja auch objektiv]] auf sich selbst, auf sein Auskommen in seinen abgetrennten [[Lebensverhältnissen]] verwiesen. Seine [[Selbstbezogenheiten]] weisen ja auch [[wirklich]] darauf hin, dass die Individuen sich zu sich selbst [[verhalten]] können müssen und sich hierdurch - wenn auch nur durch [[abstrakt]] andere, durch einander - auf sich selbst [[beziehen]]. Sie unterstellen damit aber immerhin auch schon einen [[allgemeinen]], also gesellschaftlichen Menschen, der als dieser allerdings nur [[abstrakt allgemein]] bleibt und also auch nicht wirklich [[unmittelbar]] existiert. Tatsächlich kann sich das burgherrliche Individuum in der Reflexion oder Spekulation hierauf ja auch [[selbst wahrnehmen]], sich [[selbst erfahren]], sich [[selbst behaupten]] und sich zumindest in seiner Selbstreflexion auf sich selbst beziehen. Doch alle Selbstbezogenheit setzt voraus, das es sich selbst äußerlich vergenwärtigen muss, und sich von sich selbst unterscheiden kann, dass unterschiedliche [[Eigenschaften]] seines [[Wesen]] sich in seiner [[Psyche]] zu sich selbst verhalten können muss. Doch es sind nur die Unterschiede seiner [[Selbstwahrnehmungen]], die zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] getrennt wiurden, wodurch es sich auf sich selbst beziehen kann und beziehen muss, weil es durch sich selbst sein muss und nicht für sich selbst alleine wahr sein kann (siehe auch [[bürgerliches Subjekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[natürliches]] [[Selbst]], das sich einfach nur auf sich selbst [[beziehen]] könnte, kann eben nur eine Tautologie sein, eine [[widersinnige]] [[Existenz]] durch sich ohne sich haben, kann in seiner Allgemeinheit nichts anderes (siehe [[Anderssein]]) als [[nichts]] sein, weil sie sich in der [[Verselbständigung]] ihrer zirkulären [[Nichtigkeit]] nur selbst zerstören, sich unentwegt [[nichten]] müsste, wo sie etwas sein sollte. Ein positiv verstandenes Selbst ist daher schon an und für sich ein [[Unding]], weil es nur aus sich selbst, aus seiner [[Einzelheit]] heraus [[allgemein]] sein müsste. Es könnte sich auch nur so begreifen und daher nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] für sein Leben haben, müsste sich immer selbst gleich bleiben und müsste sich von daher immer wieder selbst unentwegt allgemein aufheben, sich ständig austauschen und sich über sich selbst [[täuschen]] (siehe hierzu auch [[Tauschwert]]). weil es nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vereinzelte Subjekt solcher Theorie kann seine [[Gesellschaft]] durch seine [[isolierte]] Existenz nur aus einem [[abstrakten Sinn]], aus den [[Einverleibungen]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] beziehen. Ein [[Selbst]] als solches kann es eben nicht wirklich geben, weil es eine bloße [[Reflektion]] der [[Wahrnehmung]] ist, der Widerschein einer objektiven [[Wirkung]], die [[Gefühle]] auf sich selbst duch andere haben und in [[Wirklichkeit]] als [[objektive Gefühle]] existieren, die sich aus der [[Selbstverwertung]] ergeben und durch ihre gesellschaftliche Allgemeinheit die vereinzelten [[Selbstwahrnehmungen]] bestätigen und also ihre [[Selbstbezogenheiten]] durch ihre [[Verallgemeinerungen]] [[reproduzieren]] und schließlich über ihre [[objektivierten Gefühle]] als [[objektivierte Selbstgefühle]] zur gesellschaftlichen Grundlage eines allgemeinen [[Narzissmus]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist nur möglich über die [[Anwesenheit]] anderer Menschen, die einem Menschen eine [[beliebige]] [[Gegenwärtigkeit]] von irgendeiner menschlichen Art vermitteln. Sie ist eine zirkuläre [[Beziehung]], die sich in den [[Formen]] der [[Selbstwahrnehmung]] - in ihren Echoräumen - durch die wechselseitigen [[Einverleibungen]] von [[zwischenmenschlicher]] [[Anwesenheit]] [[verselbständigt]] hat (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist eine [[Konstruktion]] der [[bürgerlichen]] [[Selbstwahrnehmung]], ein Konstrukt (siehe [[Konstruktivismus]]) ihrer allseiten Natürlichkeit, ein Urzustand ihrer [[Natur]], der sich wie von [[selbst verwirklichen]] könnte, wäre er nicht von [[übermenschlichen]] [[Mächten]] der [[Kultur]] [[fremdbestimmt]] (siehe hierzu auch [[Psychoanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein solcher Urzustand erklärt nichts. Er schiebt bloß die Frage in eine graue, nebelhafte Ferne. Er unterstellt in der Form der Tatsache, des Ereignisses, was er deduzieren soll, nämlich das notwendige Verhältnis zwischen zwei Dingen .... So erklärt die Theologie den Ursprung des Bösen durch den Sündenfall, d.h., er unterstellt als ein Faktum, in der Form der Geschichte, was er erklären soll. [[(MEW 40, Seite 511)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo eine Selbstbeziehung in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] die [[allgemein]] [[ausschließliche]] [[Wahrnehmung]] ist, da ist sie eine [[Beziehung]] auf sich selbst die [[notwendige]] [[Selbsttäuschung]]. Doch wäre diese praktisch schon ein Vermögen der Selbsbeziehung, eine Tautologie, eine [[schlechte Unendlichkeit]]und die ist schon rein sprachlich ein [[Unding]], behauptet das doch eine [[Beziehung]], also eine Verbindung verschiedener Subjekte, die zugleich nicht als Beziehung aus Unterschiedenem besteht, sondern sich selbst gleichbleibt, sich durch seine Beziehung substanziell verdoppelt. Es müsste von einem [[Selbst]] begründet sei, das für sich immer gleich bleiben könne und auf sich zugleich bezogen sein müsse, das also eine quasi absolute Identität als ein Drittes verwirklichen könnte. Darin formuliert sich ein [[Widersinn]] des Wortes, heißt das doch, dass man selbst doppelt existiere, denn [[Beziehung]] gibt es nur zwischen eigenständigen und voneinander unterscheidbaren [[Wesen]], also z.B. mindestens zwischen zwei [[Personen]], die sich gegenseitig durch ihre unterschiedliches [[Dasein]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Selbstbeziehung]] an sich ist ein [[Widersinn]], ein [[Unding]] der [[Selbstwahrnehmung]], weil darin ein einziges Subjekt sich als einziges Objekt wahrhaben müsste. Wo ein Mensch der [[Stoff]] seiner Beziehung auf sch selbst bliebe, so wäre er [[nichts]], nicht [[wirklich]] da. Selbstbeziehung kann nur durch eine [[Beziehung]] auf sich durch andere sein, durch die [[Einverleibung]] der [[Anwesenheit]] von Menschen, deren [[Gegenwärtigkeit]] konsumiert wird, die also in einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]] entgegenwärtigt werden, die leibhaftig zur [[Nutzung]] der [[Selbstwahrnehmung]] verfügbar sind. Eine [[Einverleibung]] setzt eine [[ohnmächtige]] [[Wahrnehmung]] voraus, die ihren [[Sinn]] nur in der Äußerlichkeit ihrer [[Beziehung]], in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und [[empfinden]] kann, in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und empfinden kann. Es ist die Lebensform einer [[abstrakten Sinnlichkeit]], die Vereinigung fremder mit eigener [[Körperlichkeit]], wodurch die [[Selbstwahrnehmung]] durch deren Konsum bestärkt und zugleich abhängig, Subjekt wie Objekt in einem, also zu einm objektivn Subjekt wird (siehe auch[[tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Begriff]] Selbstbeziehung kann daher nicht wahr sein, denn er soll eine [[Beziehung]] auf sich selbst bezeichnen, die ein [[Selbst]] als ein wahrnehmendes [[Subjekt]] und zugleich das [[Selbst]] als Objekt der [[Wahrnehmung]] unterstellt. Aber tatsächlich gibt es dieses in einer verselbständigten Wirklichkeit, in der sich durch die [[isolierte]] [[Einzelheit]] die [[Abstraktion]] von sich selbst [[allgemein]] macht, indem sie hierfür für sich zugleich von sich absieht, also [[ausschließlich]] [[abstrakt allgemein]], als ein totalisiertes [[Selbst]] [[Wahrheit]] nehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar ein [[Widersinn]] in sich, denn [[Wahrheit]] kann nicht genommen werden, wo sie [[gegeben]] sein soll. Sie bliebe [[ausschließlich]] für sich und könnte auch nur als [[Verhältnis]] einer [[Person]] zu sich selbst sein, blnker Selbstverlust. Doch in der Wirklichkeit der [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] gibt es eine [[Wahrnehmung]] zwischen sich und anderen, z.B. als ein [[Bild]] von sich, als [[Selbstgefühl]], als [[Trieb]], als [[Ich]], das aus sich selbst begründet erscheinen könnte (siehe hierzu auch [[Autopoiesis]]), wenn es sich in seiner [[Allgemeinheit]] selbst dort findet, wo es durch die [[Empfindungen]] anderer Menschen entstanden ist. Wenn diese [[Person]] selbst schon eine solche Beziehung zu sich finden kann, so ist das die ihr mögliche [[Selbsttäuschung]] über den wahren [[Charakter]] ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], wie er sich aus den der Verwirklichung ihrer [[Selbstbehauptung]] durch ihre [[Egozentrik]] und [[Selbstveredelung]] als [[Beziehung]] an sich und zugleich durch sich dann ergibt, wenn es [[Ereignisse]] gibt, wodurch diese ausschließlich sich selbst erlebt (siehe [[Ereignisproduktion]]). Darin lässt sich ihr [[Leben]] [[objektiv]] gegen alle Unterschiede zwischen sich und anderen [[gleichgültig]] machen, sodass es sich auch [[tatsächlich]] als [[Selbstverwirklichung]] durch ihren [[abstrakt menschlichen Sinn]] [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist Selbstbeziehung ein [[Begriff]] der [[Selbsttäuschung]], der Selbstwahrnhmung in einer [[Scheinwelt]] der Selbstigkeiten von [[Personen]], wo es diese Unterschiedslosigkeiten doch auch [[wirklich]] gibt, eben in einer [[Selbstempfindung]] durch andere, in den Empfindungen von Menschen als Seinesgleichen und doch Anderes, als [[Empfindung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die Menschen sich in anderen [[subjektiv]] so finden, wie sie sich [[objektiv]] [[erleben]]. Darin reflektieren sie sich als einzelnen Allgemeinmenschen (siehe [[Verallgemeinerung]]), der sich vor allem selbst gefunden hat, weil ihm seine [[menschliche Identität]] im [[zwischenmenschlichen]] [[Erleben]] so [[erscheint]], wie die [[Ereignisse]] seiner [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] dies ihm [[ermöglichen]] (siehe auch [[Eventkultur]]). Es ist das unentwegte Wiedererkennen seiner selbst in anderen Menschen, das genau so unentwegt [[enttäuscht]] wird, weil darin nur gefunden werden kann, was man von sich selbst darin [[wahrhaben]] kann. Und das kann nicht [[unmittelbar]] menschlich sein, weil menschliche [[Wahrheit]] unmittelbar gewiss sein muss, also keine [[Gewissheit]] durch andere Menschen finden noch durch sie haben kann, weder vermittelbar noch unmittelbar ganz gewiss ist. Weil jede menschliche [[Empfindung]] von daher immer so gesellschaftlich ist, wie der einzelne Mensch in [[Gesellschaft]] sich bewahrheiten kann, empfindet er sich auch so fremd, wie Gesellschaft menschliche [[Entfremdung]] vermittelt und wie sich Empfindungen in den Gefühlen der Menschen von daher in einem [[Selbstgefühl]] mitteilen und [[verselbständigen]]. und hierin ihrem [[ästhetischen Willen]] folgen. Dieser ist der [[Trieb]] der [[Selbstwahrnehmung]], die für sich keine [[Wahrheit]] findet und nur außer sich ihren [[Sinn]] [[wahrhaben]] kann. Durch das [[Erleben]] von [[Ereignissen]] wird von der [[Wahrnehmung]] ein [[Leben]] [[einverleibt]], worin sie die [[Wahrheit]] für ihre [[Absichten]] findet, wodurch sie [[empfindet]], was sie für sich [[wahrhaben]] will, was die [[notwendige]] [[Beziehung]] ihres [[ästhetischen Willens]] verwirklicht und somit ihre [[Gefühle]] in dem [[Sinn]] bereichert, nach dem sie außer sich verlangen und den sie für ihr [[Selbstgefühl]] [[begehren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich jedes Individuum in einer nur [[abstrakt]] menschlich existenten [[Gesellschaft]] zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] gespalten findet, wird Selbstbezogenheit (siehe auch [[Egozentrik]]) zum Verwirklichungsprinzip seiner [[Selbstgefühl]]e. Darin ist ein Mensch getrieben (siehe [[Trieb]]), einen [[abwesenden]] Lebenszusammenhang durch sich selbst, durch seine hiervon [[isolierte]] [[Beziehung]] auf sich zu ersetzen, sich selbst durch seine Empfindungen und Gefühle, letztlich also in seinem [[Selbstgefühl]] zu verwirklichen (siehe [[Selbstverwirklichung]]), durch das er einen [[Selbstwert]] gewinnt, der die in seiner [[Scheinwelt]] aufgehobene [[Selbstachtung]] ersetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist jede Selbstbeziehung schon durch ihren wesentlichen [[Widerspruch]] beschränkt (siehe auch [[tote Wahrnehmung]]), denn sie selbst kann nur allmächtig sein wollen, insofern sie immer nur in der [[Konkurrenz]] der [[Selbstgefühle]] möglich ist. Sie muss unentwegt sich selbst suchen, ihre [[Empfindungen]] finden, weil sie sich unentwegt verliert. Ihren Frieden findet sie daher auch nur in einer mächtigen [[Identifikation]] (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]), die sich [[ausschließlich]] [[psychisch]] gegen die gegenständliche Welt überhaupt richtet, die aus einer übermenschlichen [[Liebe]] zu einer Liebesmacht [[aufgehoben]], in einer [[Scheinwelt]] ihrer [[Liebe]] unendlich bestimmt sein kann (siehe auch [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinn tauschen die Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihr [[Leben]] dadurch aus, dass sie durch die [[Anwesenheit]] [[bestimmter]] anderer Menschen sich auch selbst begründen und also auch sich darin selbst [[bestimmen]] können. Selbstbeziehung unterstellt, dass es eine [[Beziehung]] auf andere gibt, in der die Beziehung auf sich bestimmt ist, die also in [[Wirklichkeit]] eine Beziehung auf sich selbst ist, indem sie die [[Anwesenheit]] anderer [[nutzt]], um zu sich selbst zu kommen. Vermittelst solcher Beziehung ist ein Mensch für sich durch die Beziehung anderer auf ihn und er bezieht sich durch die Beziehung auf andere auch letztlich nur auf sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff von einem &#039;&#039;[[Selbst]]&#039;&#039; vermittelt in sich schon die doppelte Wendung einer Beziehung, die Beziehung durch ein &#039;&#039;Selbst&#039;&#039;, das nur für sich ist, und zugleich selbstlos sein muss, um bezogen zu sein, das also aus einem vertauschten Selbst, aus einem [[Selbst]] des Andersseins besteht. Eine Selbstbeziehung ist eine [[entäußerte]] Beziehung, eine Beziehung durch Andere in der [[Absicht]] des Anderswerdens durch ein anderes [[Sein]]. Es ist eine [[Selbstverneinung]] durch den Aus[[tausch]] seiner durch anderes, [[Selbstentfremdung]] im [[Begriff]] einer umfangreichen [[Selbsttäuschung]]. Alles Äußere erscheint darin als [[Eigenes]], weil es über diese Beziehungsform [[einverleibt]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstbeziehung ist daher die aufgehobene Unterscheidung der eigenen [[Identität]] von ihrem [[Mittel]], dem anderen Menschen. Das &#039;&#039;Ich&#039;&#039; wird darin ein ideelles &#039;&#039;Du&#039;&#039;, um [[absolutes]] Ich zu sein. Die Grundform hierbei ist schon im Hauptgebot des Christentums formuliert: &#039;&#039;Liebe deinen Nächsten wie dich selbst&#039;&#039;. Die Selbstverliebtheit wird dadurch zum Hintergrund der Beziehung auf andere, also dieser vorausgesetzt und als Maß bestimmt. Was hierbei an Liebe gemeint sein muss, ist die Eigenliebe des durch sich selbst beseelten Menschen, der darin seine Gotteskindschaft vollzieht und sich als deren [[Objekt]] äußert. Der Liebeskreis ist durch die in der Eigenliebe hintergangene [[Subjektivität]] der [[Liebe]] unendlich, kennt weder Herkunft noch Gegenstand, ist sich selbst als Anlass genug, [[Totalität]] für sich. Die [[Objektivität]] solcher Bezogenheit erscheint unmittelbar subjektiv und stellt alle Auseinandersetzungen hierzu in eine absurd objektivierte Notwendigkeit einer &#039;&#039;Liebesbeziehung&#039;&#039;, als welche die Beziehungen auf andere von da her erscheinen muss (siehe hierzu den Song der Haindlings &#039;&#039;Liebe&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Selbstbeziehung muss der Mensch viel [[Selbstlosigkeit]] aufbringen, um sich auch wirklich auf sich selbst beziehen zu können. Er muss die [[Anwesenheit]] von Menschen erheischen, um für sich und mit sich identisch zu sein, menschliche Identität zu haben - nicht im Bezug auf andere, sondern in der [[Vermittlung]] durch andere. [[Gefühle]] hat er in der [[Leben]] anderer für ihn: Als [[Selbstgefühl]]. Nur dadurch, dass er in der [[Wahrnehmung]] anderer Menschen sich [[wahrhat]], hat er auch [[Gefühl]] für sie. Es ist die Bedingung seiner [[zwischenmenschlichen Beziehung]], seiner [[Liebe]] und [[Selbstverwirklichung]]; er ist lieb, um Liebe zu bekommen. Als [[erkennendes]] [[Verhältnis]] wird Liebe darin obsolet, dass sie nur aus der [[Anwesenheit]] von Liebesgefühlen besteht, flüchtig wie eine Situation, wie ein [[Ereignis]], das genauso auch nicht sein kann, weil es wie ein Schicksal ist und Geschick erfordert. Das eigene Leben scheint darin nur gegeben zu sein, für sich nichts und daher auch in der beständigen Gefahr der [[Vernichtung]]. Diese lässt den Menschen beständig besorgt sein, dass ihm nichts vom Leben verbleibt, wenn es nicht in der Gestalt anderer Menschen anwesend ist. In der Lebensvielfalt solcher [[Anwesenheiten]] wird die Not der eigenen [[Isolation]] gewendet, ohne die das [[Leben]] [[Angst]] macht. Die [[Wahrheit]] jeder Selbstbezogenheit ist [[Lebensangst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] sind in der Abtrennung von ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit für die einzelnen Menschen Selbstbeziehungen, in denen jeder seine [[Egozentrik]] verwirklicht und darin auch wirklich für andere da ist. Sie kleidet sich daher besonders gut in Altruismus, weil sie darin ihre [[Selbstgerechtigkeit]] feiern kann..&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Selbstbeziehung&amp;diff=11616</id>
		<title>Selbstbeziehung</title>
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		<updated>2026-10-15T19:33:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der einzelne und [[vereinzelte]] Jäger und Fischer, womit Smith und Ricardo beginnen, gehört zu den phantasielosen [[Einbildungen]] der 18.-Jahrhundert-Robinsonaden, die keineswegs, wie Kulturhistoriker sich einbilden, bloß einen Rückschlag gegen Überverfeinerung und Rückkehr zu einem mißverstandnen Naturleben ausdrücken. So wenig wie Rousseaus contrat social, der die von [[Natur]] independenten [[Subjekte]] durch Vertrag in [[Verhältnis]] und Verbindung bringt, auf solchem Naturalismus beruht. Dieser [[Schein]] ist nur der [[ästhetische]] Schein der kleinen und großen Robinsonaden. Es ist vielmehr die Vorwegnahme der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die seit dem 16. Jahrhundert sich vorbereitete und im 18. Riesenschritte zu ihrer Reife machte. In dieser [[Gesellschaft]] der freien [[Konkurrenz]] erscheint der [[Einzelne]] losgelöst von den Naturbanden usw. die ihn in früheren Geschichtsepochen zum Zubehör eines bestimmten begrenzten menschlichen Konglomerats machen. [[(MEW 13, Seite 615*f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] begründen ihre [[Selbstbeziehung]] als Existenzform ihrer [[Selbstverwertung]] (siehe [[Selbstwert) im einfachen [[Dazwischensein]]. Doch darin vollzieht sich keine [[wirkliche]] [[Beziehung]] zwischen Menschen, denn sie kann nur die [[Tautologie]] einer [[Beziehung]] sein, die in allem – also ganz allgemein]] – inhaltlich nur auf sich zurückkommen (bzw. &#039;&#039;zurückfallen&#039;&#039;) kann, keinen [[substanziellen]] [[Grund]] durch sich hat und im Grunde sich nur autistisch verhält und in der Selbstoptimierung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verbraucht, aus denen sie sich begründet. In dieser [[verallgemeinerten]] [[Einzelheit]] spiegelt sich das [[bürgerliche Subjekt]] in sich selbst außer sich und gewinnt seinen [[Selbstwert]] durch die Selbstoptimierung einer monadischen [[Wahrnehmung]], die ihre Dimension auf sich selbst beschränkt, also sich nur eindimensional bewahren und bewähren kann was sie für wahr hält also ein [[Unsinn]] im wahrsten Sinne des Wortes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein [[Wesen]], welches seine [[Natur]] nicht außer sich hat, ist kein natürliches Wesen, nimmt nicht teil am Wesen der Natur. Ein Wesen, welches keinen [[Gegenstand]] außer sich hat, ist kein gegenständliches Wesen. Ein [[Wesen]], welches nicht selbst Gegenstand für ein drittes Wesen ist, hat kein Wesen zu seinem [[Gegenstand, d.h. verhält sich nicht gegenständlich, sein [[Sein]] ist kein gegenständliches. Ein ungegenständliches Wesen ist ein Unwesen. (Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) - [[MEW 40, S. 578)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Selbstbeziehung ist schon nach dem Wortsinn ihres [[Begriffs]] ein [[widersinniger]] [[Begriff]]. Als [[Beziehung]] ist er zwischen sich und Anderen (siehe hierzu [[Dazwischensein]]) und behauptet an sich diese [[Beziehung]] als Rekurs auf sich, also auf eine [[Beziehung]], deren [[Subjekt]] außer sich ist (siehe [[Selbstlosigkeit]]) und die durch sich [[selbst]] [[wahr]] wird, sobald sie sich aus sich heraus [[verwirklicht]]. Für sich verdoppelt eine [[Selbstbeziehung]] daher die [[Beziehung]] auf Andere zu einer [[eigenen]] [[Beziehung]] außer sich, zu einer [[objektiven Beziehung]]. Weil sie sich im Anderen als [[Selbstwahrnehmung]] reflektiert und sich hierüber angleicht, wird sie sich selbst gleich und von daher zu einer [[gleichgültigen]] [[Beziehung]] auf andere, die wie eine [[objektive]] [[Beziehung]] [[erscheint]] (siehe [[Selbstlosigkeit]]), die also durch ihr darin gewonnenes [[Selbstgefühl]] als [[eigentlich]] menschliche [[Beziehung]] (siehe [[Eigentlichkeit]]) der [[Selbstwahrnehmung]] zukommt. Diese wird dadurch zur [[Selbstbehauptung]], dass ein Mensch in seiner Individualität selbst unmittelbares [[Subjekt]] wie [[Objekt]] seiner [[Beziehungen]] sein könne. Allerdings ist dies nur in [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnissen]] der Fall, worin viele Menschen sich wechselseitig als das [[Material]] ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]]: In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen sie einander als Menschen erkennen, sobald sie ihre [[Wahrnehmung]] von ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] unterscheiden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstbeziehung]] wird überall als [[individuelle]] [[Beziehung]] im [[Individualismus]] der [[privaten Persönlichkeiten]] unterstellt. Sie ist der Kern der [[bürgerlichen Kultur]] und des darin [[verbürgten]] [[Rechts]] und seiner [[politischen Ökonomie]], der [[Ideologie]] des [[Privateigentums]]. Im Grundverständnis des [[Menschenbilds]] der [[Bürgerlichen Wissenschaften]] existiert die [[Subjektivität]] des Menschen als [[bürgerliches Subjekt]], ihrem [[Verständnis]] des menschlichen [[Subjekts]] zufolge als allgemein menschliches [[Individuum]] schlechthin. Die Individualität dieses [[bürgerlichen Subjekts]] (siehe auch [[Individualisierung]]) ist ihr [[Objektsein]] als Mensch schlechthin, als das [[Material]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]]. Die damit verfasste [[subjektive]] [[Objektivität]] ist die Unterstellung einer natürlichen Selbstentfaltung der &#039;&#039;freien&#039;&#039; und also unabhängigen [[Persönlichkeit]], der [[Privatperson]], in der [[Allgemeinheit]] ihrer übernatürlichen [[Autopoisis]], durch die sich Menschen ihrem innersten von allen anderen Menschen in ihrer [[Einzelheit]] abgetrennten, ihrem [[isolierten]] und isolierbaren [[Wesen]], ihrem Privatwesen zufolge zu sich selbst und zu anderen Menschen [[verhalten]] würden (siehe auch die  [[Ideologie]]) der [[Bürgerliche Psychologen]]. Und auch die Soziologen gehen davon aus, dass das [[Individuum]] für sich selbst Grund seiner [[Beziehungen]] sei, für sich selbst [[existiere]] und sich durch sich selbst [[verwirklichen]] könne und durch seine schlichte Vergemeinschaftung, durch die [[Verallgemeinerung]] seines an und für sich [[isolierten]] Individualwesens seine [[Gesellschaft]] schaffen würde. Weil es hierdurch zu einem [[politischen]] [[Objekt]] und also zu einem Objekt der [[politischen Kultur]] geworden ist, ist man auch um seine Funktionalität besorgt, hinter seinem Individualwesen her und verhilft ihm zum Beispiel durch Individualtherapie und entsprechender Fürsorge zum Überstehen seiner [[isolierten]] [[Existenz]] in den Konkurrenzverhältnissen der [[Bürgerlichen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unter den [[Bedingungen der privaten Existenz]] seiner Selbsterhaltung, durch sein Einkommen ja auch objektiv]] auf sich selbst, auf sein Auskommen in seinen abgetrennten [[Lebensverhältnissen]] verwiesen. Seine [[Selbstbezogenheiten]] weisen ja auch [[wirklich]] darauf hin, dass die Individuen sich zu sich selbst [[verhalten]] können müssen und sich hierdurch - wenn auch nur durch [[abstrakt]] andere, durch einander - auf sich selbst [[beziehen]]. Sie unterstellen damit aber immerhin auch schon einen [[allgemeinen]], also gesellschaftlichen Menschen, der als dieser allerdings nur [[abstrakt allgemein]] bleibt und also auch nicht wirklich [[unmittelbar]] existiert. Tatsächlich kann sich das burgherrliche Individuum in der Reflexion oder Spekulation hierauf ja auch [[selbst wahrnehmen]], sich [[selbst erfahren]], sich [[selbst behaupten]] und sich zumindest in seiner Selbstreflexion auf sich selbst beziehen. Doch alle Selbstbezogenheit setzt voraus, das es sich selbst äußerlich vergenwärtigen muss, und sich von sich selbst unterscheiden kann, dass unterschiedliche [[Eigenschaften]] seines [[Wesen]] sich in seiner [[Psyche]] zu sich selbst verhalten können muss. Doch es sind nur die Unterschiede seiner [[Selbstwahrnehmungen]], die zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] getrennt wiurden, wodurch es sich auf sich selbst beziehen kann und beziehen muss, weil es durch sich selbst sein muss und nicht für sich selbst alleine wahr sein kann (siehe auch [[bürgerliches Subjekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[natürliches]] [[Selbst]], das sich einfach nur auf sich selbst [[beziehen]] könnte, kann eben nur eine Tautologie sein, eine [[widersinnige]] [[Existenz]] durch sich ohne sich haben, kann in seiner Allgemeinheit nichts anderes (siehe [[Anderssein]]) als [[nichts]] sein, weil sie sich in der [[Verselbständigung]] ihrer zirkulären [[Nichtigkeit]] nur selbst zerstören, sich unentwegt [[nichten]] müsste, wo sie etwas sein sollte. Ein positiv verstandenes Selbst ist daher schon an und für sich ein [[Unding]], weil es nur aus sich selbst, aus seiner [[Einzelheit]] heraus [[allgemein]] sein müsste. Es könnte sich auch nur so begreifen und daher nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] für sein Leben haben, müsste sich immer selbst gleich bleiben und müsste sich von daher immer wieder selbst unentwegt allgemein aufheben, sich ständig austauschen und sich über sich selbst [[täuschen]] (siehe hierzu auch [[Tauschwert]]). weil es nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vereinzelte Subjekt solcher Theorie kann seine [[Gesellschaft]] durch seine [[isolierte]] Existenz nur aus einem [[abstrakten Sinn]], aus den [[Einverleibungen]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] beziehen. Ein [[Selbst]] als solches kann es eben nicht wirklich geben, weil es eine bloße [[Reflektion]] der [[Wahrnehmung]] ist, der Widerschein einer objektiven [[Wirkung]], die [[Gefühle]] auf sich selbst duch andere haben und in [[Wirklichkeit]] als [[objektive Gefühle]] existieren, die sich aus der [[Selbstverwertung]] ergeben und durch ihre gesellschaftliche Allgemeinheit die vereinzelten [[Selbstwahrnehmungen]] bestätigen und also ihre [[Selbstbezogenheiten]] durch ihre [[Verallgemeinerungen]] [[reproduzieren]] und schließlich über ihre [[objektivierten Gefühle]] als [[objektivierte Selbstgefühle]] zur gesellschaftlichen Grundlage eines allgemeinen [[Narzissmus]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist nur möglich über die [[Anwesenheit]] anderer Menschen, die einem Menschen eine [[beliebige]] [[Gegenwärtigkeit]] von irgendeiner menschlichen Art vermitteln. Sie ist eine zirkuläre [[Beziehung]], die sich in den [[Formen]] der [[Selbstwahrnehmung]] - in ihren Echoräumen - durch die wechselseitigen [[Einverleibungen]] von [[zwischenmenschlicher]] [[Anwesenheit]] [[verselbständigt]] hat (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist eine [[Konstruktion]] der [[bürgerlichen]] [[Selbstwahrnehmung]], ein Konstrukt (siehe [[Konstruktivismus]]) ihrer allseiten Natürlichkeit, ein Urzustand ihrer [[Natur]], der sich wie von [[selbst verwirklichen]] könnte, wäre er nicht von [[übermenschlichen]] [[Mächten]] der [[Kultur]] [[fremdbestimmt]] (siehe hierzu auch [[Psychoanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein solcher Urzustand erklärt nichts. Er schiebt bloß die Frage in eine graue, nebelhafte Ferne. Er unterstellt in der Form der Tatsache, des Ereignisses, was er deduzieren soll, nämlich das notwendige Verhältnis zwischen zwei Dingen .... So erklärt die Theologie den Ursprung des Bösen durch den Sündenfall, d.h., er unterstellt als ein Faktum, in der Form der Geschichte, was er erklären soll. [[(MEW 40, Seite 511)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo eine Selbstbeziehung in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] die [[allgemein]] [[ausschließliche]] [[Wahrnehmung]] ist, da ist sie eine [[Beziehung]] auf sich selbst die [[notwendige]] [[Selbsttäuschung]]. Doch wäre diese praktisch schon ein Vermögen der Selbsbeziehung, eine Tautologie, eine [[schlechte Unendlichkeit]]und die ist schon rein sprachlich ein [[Unding]], behauptet das doch eine [[Beziehung]], also eine Verbindung verschiedener Subjekte, die zugleich nicht als Beziehung aus Unterschiedenem besteht, sondern sich selbst gleichbleibt, sich durch seine Beziehung substanziell verdoppelt. Es müsste von einem [[Selbst]] begründet sei, das für sich immer gleich bleiben könne und auf sich zugleich bezogen sein müsse, das also eine quasi absolute Identität als ein Drittes verwirklichen könnte. Darin formuliert sich ein [[Widersinn]] des Wortes, heißt das doch, dass man selbst doppelt existiere, denn [[Beziehung]] gibt es nur zwischen eigenständigen und voneinander unterscheidbaren [[Wesen]], also z.B. mindestens zwischen zwei [[Personen]], die sich gegenseitig durch ihre unterschiedliches [[Dasein]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Selbstbeziehung]] an sich ist ein [[Widersinn]], ein [[Unding]] der [[Selbstwahrnehmung]], weil darin ein einziges Subjekt sich als einziges Objekt wahrhaben müsste. Wo ein Mensch der [[Stoff]] seiner Beziehung auf sch selbst bliebe, so wäre er [[nichts]], nicht [[wirklich]] da. Selbstbeziehung kann nur durch eine [[Beziehung]] auf sich durch andere sein, durch die [[Einverleibung]] der [[Anwesenheit]] von Menschen, deren [[Gegenwärtigkeit]] konsumiert wird, die also in einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]] entgegenwärtigt werden, die leibhaftig zur [[Nutzung]] der [[Selbstwahrnehmung]] verfügbar sind. Eine [[Einverleibung]] setzt eine [[ohnmächtige]] [[Wahrnehmung]] voraus, die ihren [[Sinn]] nur in der Äußerlichkeit ihrer [[Beziehung]], in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und [[empfinden]] kann, in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und empfinden kann. Es ist die Lebensform einer [[abstrakten Sinnlichkeit]], die Vereinigung fremder mit eigener [[Körperlichkeit]], wodurch die [[Selbstwahrnehmung]] durch deren Konsum bestärkt und zugleich abhängig, Subjekt wie Objekt in einem, also zu einm objektivn Subjekt wird (siehe auch[[tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Begriff]] Selbstbeziehung kann daher nicht wahr sein, denn er soll eine [[Beziehung]] auf sich selbst bezeichnen, die ein [[Selbst]] als ein wahrnehmendes [[Subjekt]] und zugleich das [[Selbst]] als Objekt der [[Wahrnehmung]] unterstellt. Aber tatsächlich gibt es dieses in einer verselbständigten Wirklichkeit, in der sich durch die [[isolierte]] [[Einzelheit]] die [[Abstraktion]] von sich selbst [[allgemein]] macht, indem sie hierfür für sich zugleich von sich absieht, also [[ausschließlich]] [[abstrakt allgemein]], als ein totalisiertes [[Selbst]] [[Wahrheit]] nehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar ein [[Widersinn]] in sich, denn [[Wahrheit]] kann nicht genommen werden, wo sie [[gegeben]] sein soll. Sie bliebe [[ausschließlich]] für sich und könnte auch nur als [[Verhältnis]] einer [[Person]] zu sich selbst sein, blnker Selbstverlust. Doch in der Wirklichkeit der [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] gibt es eine [[Wahrnehmung]] zwischen sich und anderen, z.B. als ein [[Bild]] von sich, als [[Selbstgefühl]], als [[Trieb]], als [[Ich]], das aus sich selbst begründet erscheinen könnte (siehe hierzu auch [[Autopoiesis]]), wenn es sich in seiner [[Allgemeinheit]] selbst dort findet, wo es durch die [[Empfindungen]] anderer Menschen entstanden ist. Wenn diese [[Person]] selbst schon eine solche Beziehung zu sich finden kann, so ist das die ihr mögliche [[Selbsttäuschung]] über den wahren [[Charakter]] ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], wie er sich aus den der Verwirklichung ihrer [[Selbstbehauptung]] durch ihre [[Egozentrik]] und [[Selbstveredelung]] als [[Beziehung]] an sich und zugleich durch sich dann ergibt, wenn es [[Ereignisse]] gibt, wodurch diese ausschließlich sich selbst erlebt (siehe [[Ereignisproduktion]]). Darin lässt sich ihr [[Leben]] [[objektiv]] gegen alle Unterschiede zwischen sich und anderen [[gleichgültig]] machen, sodass es sich auch [[tatsächlich]] als [[Selbstverwirklichung]] durch ihren [[abstrakt menschlichen Sinn]] [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist Selbstbeziehung ein [[Begriff]] der [[Selbsttäuschung]], der Selbstwahrnhmung in einer [[Scheinwelt]] der Selbstigkeiten von [[Personen]], wo es diese Unterschiedslosigkeiten doch auch [[wirklich]] gibt, eben in einer [[Selbstempfindung]] durch andere, in den Empfindungen von Menschen als Seinesgleichen und doch Anderes, als [[Empfindung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die Menschen sich in anderen [[subjektiv]] so finden, wie sie sich [[objektiv]] [[erleben]]. Darin reflektieren sie sich als einzelnen Allgemeinmenschen (siehe [[Verallgemeinerung]]), der sich vor allem selbst gefunden hat, weil ihm seine [[menschliche Identität]] im [[zwischenmenschlichen]] [[Erleben]] so [[erscheint]], wie die [[Ereignisse]] seiner [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] dies ihm [[ermöglichen]] (siehe auch [[Eventkultur]]). Es ist das unentwegte Wiedererkennen seiner selbst in anderen Menschen, das genau so unentwegt [[enttäuscht]] wird, weil darin nur gefunden werden kann, was man von sich selbst darin [[wahrhaben]] kann. Und das kann nicht [[unmittelbar]] menschlich sein, weil menschliche [[Wahrheit]] unmittelbar gewiss sein muss, also keine [[Gewissheit]] durch andere Menschen finden noch durch sie haben kann, weder vermittelbar noch unmittelbar ganz gewiss ist. Weil jede menschliche [[Empfindung]] von daher immer so gesellschaftlich ist, wie der einzelne Mensch in [[Gesellschaft]] sich bewahrheiten kann, empfindet er sich auch so fremd, wie Gesellschaft menschliche [[Entfremdung]] vermittelt und wie sich Empfindungen in den Gefühlen der Menschen von daher in einem [[Selbstgefühl]] mitteilen und [[verselbständigen]]. und hierin ihrem [[ästhetischen Willen]] folgen. Dieser ist der [[Trieb]] der [[Selbstwahrnehmung]], die für sich keine [[Wahrheit]] findet und nur außer sich ihren [[Sinn]] [[wahrhaben]] kann. Durch das [[Erleben]] von [[Ereignissen]] wird von der [[Wahrnehmung]] ein [[Leben]] [[einverleibt]], worin sie die [[Wahrheit]] für ihre [[Absichten]] findet, wodurch sie [[empfindet]], was sie für sich [[wahrhaben]] will, was die [[notwendige]] [[Beziehung]] ihres [[ästhetischen Willens]] verwirklicht und somit ihre [[Gefühle]] in dem [[Sinn]] bereichert, nach dem sie außer sich verlangen und den sie für ihr [[Selbstgefühl]] [[begehren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich jedes Individuum in einer nur [[abstrakt]] menschlich existenten [[Gesellschaft]] zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] gespalten findet, wird Selbstbezogenheit (siehe auch [[Egozentrik]]) zum Verwirklichungsprinzip seiner [[Selbstgefühl]]e. Darin ist ein Mensch getrieben (siehe [[Trieb]]), einen [[abwesenden]] Lebenszusammenhang durch sich selbst, durch seine hiervon [[isolierte]] [[Beziehung]] auf sich zu ersetzen, sich selbst durch seine Empfindungen und Gefühle, letztlich also in seinem [[Selbstgefühl]] zu verwirklichen (siehe [[Selbstverwirklichung]]), durch das er einen [[Selbstwert]] gewinnt, der die in seiner [[Scheinwelt]] aufgehobene [[Selbstachtung]] ersetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist jede Selbstbeziehung schon durch ihren wesentlichen [[Widerspruch]] beschränkt (siehe auch [[tote Wahrnehmung]]), denn sie selbst kann nur allmächtig sein wollen, insofern sie immer nur in der [[Konkurrenz]] der [[Selbstgefühle]] möglich ist. Sie muss unentwegt sich selbst suchen, ihre [[Empfindungen]] finden, weil sie sich unentwegt verliert. Ihren Frieden findet sie daher auch nur in einer mächtigen [[Identifikation]] (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]), die sich [[ausschließlich]] [[psychisch]] gegen die gegenständliche Welt überhaupt richtet, die aus einer übermenschlichen [[Liebe]] zu einer Liebesmacht [[aufgehoben]], in einer [[Scheinwelt]] ihrer [[Liebe]] unendlich bestimmt sein kann (siehe auch [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinn tauschen die Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihr [[Leben]] dadurch aus, dass sie durch die [[Anwesenheit]] [[bestimmter]] anderer Menschen sich auch selbst begründen und also auch sich darin selbst [[bestimmen]] können. Selbstbeziehung unterstellt, dass es eine [[Beziehung]] auf andere gibt, in der die Beziehung auf sich bestimmt ist, die also in [[Wirklichkeit]] eine Beziehung auf sich selbst ist, indem sie die [[Anwesenheit]] anderer [[nutzt]], um zu sich selbst zu kommen. Vermittelst solcher Beziehung ist ein Mensch für sich durch die Beziehung anderer auf ihn und er bezieht sich durch die Beziehung auf andere auch letztlich nur auf sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff von einem &#039;&#039;[[Selbst]]&#039;&#039; vermittelt in sich schon die doppelte Wendung einer Beziehung, die Beziehung durch ein &#039;&#039;Selbst&#039;&#039;, das nur für sich ist, und zugleich selbstlos sein muss, um bezogen zu sein, das also aus einem vertauschten Selbst, aus einem [[Selbst]] des Andersseins besteht. Eine Selbstbeziehung ist eine [[entäußerte]] Beziehung, eine Beziehung durch Andere in der [[Absicht]] des Anderswerdens durch ein anderes [[Sein]]. Es ist eine [[Selbstverneinung]] durch den Aus[[tausch]] seiner durch anderes, [[Selbstentfremdung]] im [[Begriff]] einer umfangreichen [[Selbsttäuschung]]. Alles Äußere erscheint darin als [[Eigenes]], weil es über diese Beziehungsform [[einverleibt]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstbeziehung ist daher die aufgehobene Unterscheidung der eigenen [[Identität]] von ihrem [[Mittel]], dem anderen Menschen. Das &#039;&#039;Ich&#039;&#039; wird darin ein ideelles &#039;&#039;Du&#039;&#039;, um [[absolutes]] Ich zu sein. Die Grundform hierbei ist schon im Hauptgebot des Christentums formuliert: &#039;&#039;Liebe deinen Nächsten wie dich selbst&#039;&#039;. Die Selbstverliebtheit wird dadurch zum Hintergrund der Beziehung auf andere, also dieser vorausgesetzt und als Maß bestimmt. Was hierbei an Liebe gemeint sein muss, ist die Eigenliebe des durch sich selbst beseelten Menschen, der darin seine Gotteskindschaft vollzieht und sich als deren [[Objekt]] äußert. Der Liebeskreis ist durch die in der Eigenliebe hintergangene [[Subjektivität]] der [[Liebe]] unendlich, kennt weder Herkunft noch Gegenstand, ist sich selbst als Anlass genug, [[Totalität]] für sich. Die [[Objektivität]] solcher Bezogenheit erscheint unmittelbar subjektiv und stellt alle Auseinandersetzungen hierzu in eine absurd objektivierte Notwendigkeit einer &#039;&#039;Liebesbeziehung&#039;&#039;, als welche die Beziehungen auf andere von da her erscheinen muss (siehe hierzu den Song der Haindlings &#039;&#039;Liebe&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Selbstbeziehung muss der Mensch viel [[Selbstlosigkeit]] aufbringen, um sich auch wirklich auf sich selbst beziehen zu können. Er muss die [[Anwesenheit]] von Menschen erheischen, um für sich und mit sich identisch zu sein, menschliche Identität zu haben - nicht im Bezug auf andere, sondern in der [[Vermittlung]] durch andere. [[Gefühle]] hat er in der [[Leben]] anderer für ihn: Als [[Selbstgefühl]]. Nur dadurch, dass er in der [[Wahrnehmung]] anderer Menschen sich [[wahrhat]], hat er auch [[Gefühl]] für sie. Es ist die Bedingung seiner [[zwischenmenschlichen Beziehung]], seiner [[Liebe]] und [[Selbstverwirklichung]]; er ist lieb, um Liebe zu bekommen. Als [[erkennendes]] [[Verhältnis]] wird Liebe darin obsolet, dass sie nur aus der [[Anwesenheit]] von Liebesgefühlen besteht, flüchtig wie eine Situation, wie ein [[Ereignis]], das genauso auch nicht sein kann, weil es wie ein Schicksal ist und Geschick erfordert. Das eigene Leben scheint darin nur gegeben zu sein, für sich nichts und daher auch in der beständigen Gefahr der [[Vernichtung]]. Diese lässt den Menschen beständig besorgt sein, dass ihm nichts vom Leben verbleibt, wenn es nicht in der Gestalt anderer Menschen anwesend ist. In der Lebensvielfalt solcher [[Anwesenheiten]] wird die Not der eigenen [[Isolation]] gewendet, ohne die das [[Leben]] [[Angst]] macht. Die [[Wahrheit]] jeder Selbstbezogenheit ist [[Lebensangst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] sind in der Abtrennung von ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit für die einzelnen Menschen Selbstbeziehungen, in denen jeder seine [[Egozentrik]] verwirklicht und darin auch wirklich für andere da ist. Sie kleidet sich daher besonders gut in Altruismus, weil sie darin ihre [[Selbstgerechtigkeit]] feiern kann..&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Selbstbeziehung&amp;diff=11615</id>
		<title>Selbstbeziehung</title>
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		<updated>2026-10-15T19:30:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der einzelne und [[vereinzelte]] Jäger und Fischer, womit Smith und Ricardo beginnen, gehört zu den phantasielosen [[Einbildungen]] der 18.-Jahrhundert-Robinsonaden, die keineswegs, wie Kulturhistoriker sich einbilden, bloß einen Rückschlag gegen Überverfeinerung und Rückkehr zu einem mißverstandnen Naturleben ausdrücken. So wenig wie Rousseaus contrat social, der die von [[Natur]] independenten [[Subjekte]] durch Vertrag in [[Verhältnis]] und Verbindung bringt, auf solchem Naturalismus beruht. Dieser [[Schein]] ist nur der [[ästhetische]] Schein der kleinen und großen Robinsonaden. Es ist vielmehr die Vorwegnahme der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die seit dem 16. Jahrhundert sich vorbereitete und im 18. Riesenschritte zu ihrer Reife machte. In dieser [[Gesellschaft]] der freien [[Konkurrenz]] erscheint der [[Einzelne]] losgelöst von den Naturbanden usw. die ihn in früheren Geschichtsepochen zum Zubehör eines bestimmten begrenzten menschlichen Konglomerats machen. [[(MEW 13, Seite 615*f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] begründen ihre [[Selbstbeziehung]] als Existenzform ihrer [[Selbstverwertung]] (siehe [[Selbstwert) im einfachen [[Dazwischensein]]. Doch darin vollzieht sich keine [[wirkliche]] [[Beziehung]] zwischen Menschen, denn sie kann nur die [[Tautologie]] einer [[Beziehung]] sein, die in allem – also ganz allgemein]] – inhaltlich nur auf sich zurückkommen (bzw. &#039;&#039;zurückfallen&#039;&#039;) kann, keinen [[substanziellen]] [[Grund]] durch sich hat und im Grunde sich nur autistisch verhält und in der Selbstoptimierung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verbraucht, aus denen sie sich begründet. In dieser [[verallgemeinerten]] [[Einzelheit]] spiegelt sich das [[bürgerliche Subjekt]] in sich selbst außer sich und gewinnt seinen [[Selbstwert]] durch die Selbstoptimierung einer monadischen Wahrnehmung, die Ihre Dimension auf sich selbst beschränkt, also sich nur eindimensional bewahren und bewähren kann was sie für wahr hält also ein [[Unsinn]] im wahrsten Sinne des Wortes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein [[Wesen]], welches seine [[Natur]] nicht außer sich hat, ist kein natürliches Wesen, nimmt nicht teil am Wesen der Natur. Ein Wesen, welches keinen [[Gegenstand]] außer sich hat, ist kein gegenständliches Wesen. Ein [[Wesen]], welches nicht selbst Gegenstand für ein drittes Wesen ist, hat kein Wesen zu seinem [[Gegenstand, d.h. verhält sich nicht gegenständlich, sein [[Sein]] ist kein gegenständliches. Ein ungegenständliches Wesen ist ein Unwesen. (Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) - [[MEW 40, S. 578)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Selbstbeziehung ist schon nach dem Wortsinn ihres [[Begriffs]] ein [[widersinniger]] [[Begriff]]. Als [[Beziehung]] ist er zwischen sich und Anderen (siehe hierzu [[Dazwischensein]]) und behauptet an sich diese [[Beziehung]] als Rekurs auf sich, also auf eine [[Beziehung]], deren [[Subjekt]] außer sich ist (siehe [[Selbstlosigkeit]]) und die durch sich [[selbst]] [[wahr]] wird, sobald sie sich aus sich heraus [[verwirklicht]]. Für sich verdoppelt eine [[Selbstbeziehung]] daher die [[Beziehung]] auf Andere zu einer [[eigenen]] [[Beziehung]] außer sich, zu einer [[objektiven Beziehung]]. Weil sie sich im Anderen als [[Selbstwahrnehmung]] reflektiert und sich hierüber angleicht, wird sie sich selbst gleich und von daher zu einer [[gleichgültigen]] [[Beziehung]] auf andere, die wie eine [[objektive]] [[Beziehung]] [[erscheint]] (siehe [[Selbstlosigkeit]]), die also durch ihr darin gewonnenes [[Selbstgefühl]] als [[eigentlich]] menschliche [[Beziehung]] (siehe [[Eigentlichkeit]]) der [[Selbstwahrnehmung]] zukommt. Diese wird dadurch zur [[Selbstbehauptung]], dass ein Mensch in seiner Individualität selbst unmittelbares [[Subjekt]] wie [[Objekt]] seiner [[Beziehungen]] sein könne. Allerdings ist dies nur in [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnissen]] der Fall, worin viele Menschen sich wechselseitig als das [[Material]] ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]]: In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen sie einander als Menschen erkennen, sobald sie ihre [[Wahrnehmung]] von ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] unterscheiden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstbeziehung]] wird überall als [[individuelle]] [[Beziehung]] im [[Individualismus]] der [[privaten Persönlichkeiten]] unterstellt. Sie ist der Kern der [[bürgerlichen Kultur]] und des darin [[verbürgten]] [[Rechts]] und seiner [[politischen Ökonomie]], der [[Ideologie]] des [[Privateigentums]]. Im Grundverständnis des [[Menschenbilds]] der [[Bürgerlichen Wissenschaften]] existiert die [[Subjektivität]] des Menschen als [[bürgerliches Subjekt]], ihrem [[Verständnis]] des menschlichen [[Subjekts]] zufolge als allgemein menschliches [[Individuum]] schlechthin. Die Individualität dieses [[bürgerlichen Subjekts]] (siehe auch [[Individualisierung]]) ist ihr [[Objektsein]] als Mensch schlechthin, als das [[Material]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]]. Die damit verfasste [[subjektive]] [[Objektivität]] ist die Unterstellung einer natürlichen Selbstentfaltung der &#039;&#039;freien&#039;&#039; und also unabhängigen [[Persönlichkeit]], der [[Privatperson]], in der [[Allgemeinheit]] ihrer übernatürlichen [[Autopoisis]], durch die sich Menschen ihrem innersten von allen anderen Menschen in ihrer [[Einzelheit]] abgetrennten, ihrem [[isolierten]] und isolierbaren [[Wesen]], ihrem Privatwesen zufolge zu sich selbst und zu anderen Menschen [[verhalten]] würden (siehe auch die  [[Ideologie]]) der [[Bürgerliche Psychologen]]. Und auch die Soziologen gehen davon aus, dass das [[Individuum]] für sich selbst Grund seiner [[Beziehungen]] sei, für sich selbst [[existiere]] und sich durch sich selbst [[verwirklichen]] könne und durch seine schlichte Vergemeinschaftung, durch die [[Verallgemeinerung]] seines an und für sich [[isolierten]] Individualwesens seine [[Gesellschaft]] schaffen würde. Weil es hierdurch zu einem [[politischen]] [[Objekt]] und also zu einem Objekt der [[politischen Kultur]] geworden ist, ist man auch um seine Funktionalität besorgt, hinter seinem Individualwesen her und verhilft ihm zum Beispiel durch Individualtherapie und entsprechender Fürsorge zum Überstehen seiner [[isolierten]] [[Existenz]] in den Konkurrenzverhältnissen der [[Bürgerlichen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unter den [[Bedingungen der privaten Existenz]] seiner Selbsterhaltung, durch sein Einkommen ja auch objektiv]] auf sich selbst, auf sein Auskommen in seinen abgetrennten [[Lebensverhältnissen]] verwiesen. Seine [[Selbstbezogenheiten]] weisen ja auch [[wirklich]] darauf hin, dass die Individuen sich zu sich selbst [[verhalten]] können müssen und sich hierdurch - wenn auch nur durch [[abstrakt]] andere, durch einander - auf sich selbst [[beziehen]]. Sie unterstellen damit aber immerhin auch schon einen [[allgemeinen]], also gesellschaftlichen Menschen, der als dieser allerdings nur [[abstrakt allgemein]] bleibt und also auch nicht wirklich [[unmittelbar]] existiert. Tatsächlich kann sich das burgherrliche Individuum in der Reflexion oder Spekulation hierauf ja auch [[selbst wahrnehmen]], sich [[selbst erfahren]], sich [[selbst behaupten]] und sich zumindest in seiner Selbstreflexion auf sich selbst beziehen. Doch alle Selbstbezogenheit setzt voraus, das es sich selbst äußerlich vergenwärtigen muss, und sich von sich selbst unterscheiden kann, dass unterschiedliche [[Eigenschaften]] seines [[Wesen]] sich in seiner [[Psyche]] zu sich selbst verhalten können muss. Doch es sind nur die Unterschiede seiner [[Selbstwahrnehmungen]], die zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] getrennt wiurden, wodurch es sich auf sich selbst beziehen kann und beziehen muss, weil es durch sich selbst sein muss und nicht für sich selbst alleine wahr sein kann (siehe auch [[bürgerliches Subjekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[natürliches]] [[Selbst]], das sich einfach nur auf sich selbst [[beziehen]] könnte, kann eben nur eine Tautologie sein, eine [[widersinnige]] [[Existenz]] durch sich ohne sich haben, kann in seiner Allgemeinheit nichts anderes (siehe [[Anderssein]]) als [[nichts]] sein, weil sie sich in der [[Verselbständigung]] ihrer zirkulären [[Nichtigkeit]] nur selbst zerstören, sich unentwegt [[nichten]] müsste, wo sie etwas sein sollte. Ein positiv verstandenes Selbst ist daher schon an und für sich ein [[Unding]], weil es nur aus sich selbst, aus seiner [[Einzelheit]] heraus [[allgemein]] sein müsste. Es könnte sich auch nur so begreifen und daher nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] für sein Leben haben, müsste sich immer selbst gleich bleiben und müsste sich von daher immer wieder selbst unentwegt allgemein aufheben, sich ständig austauschen und sich über sich selbst [[täuschen]] (siehe hierzu auch [[Tauschwert]]). weil es nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vereinzelte Subjekt solcher Theorie kann seine [[Gesellschaft]] durch seine [[isolierte]] Existenz nur aus einem [[abstrakten Sinn]], aus den [[Einverleibungen]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] beziehen. Ein [[Selbst]] als solches kann es eben nicht wirklich geben, weil es eine bloße [[Reflektion]] der [[Wahrnehmung]] ist, der Widerschein einer objektiven [[Wirkung]], die [[Gefühle]] auf sich selbst duch andere haben und in [[Wirklichkeit]] als [[objektive Gefühle]] existieren, die sich aus der [[Selbstverwertung]] ergeben und durch ihre gesellschaftliche Allgemeinheit die vereinzelten [[Selbstwahrnehmungen]] bestätigen und also ihre [[Selbstbezogenheiten]] durch ihre [[Verallgemeinerungen]] [[reproduzieren]] und schließlich über ihre [[objektivierten Gefühle]] als [[objektivierte Selbstgefühle]] zur gesellschaftlichen Grundlage eines allgemeinen [[Narzissmus]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist nur möglich über die [[Anwesenheit]] anderer Menschen, die einem Menschen eine [[beliebige]] [[Gegenwärtigkeit]] von irgendeiner menschlichen Art vermitteln. Sie ist eine zirkuläre [[Beziehung]], die sich in den [[Formen]] der [[Selbstwahrnehmung]] - in ihren Echoräumen - durch die wechselseitigen [[Einverleibungen]] von [[zwischenmenschlicher]] [[Anwesenheit]] [[verselbständigt]] hat (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist eine [[Konstruktion]] der [[bürgerlichen]] [[Selbstwahrnehmung]], ein Konstrukt (siehe [[Konstruktivismus]]) ihrer allseiten Natürlichkeit, ein Urzustand ihrer [[Natur]], der sich wie von [[selbst verwirklichen]] könnte, wäre er nicht von [[übermenschlichen]] [[Mächten]] der [[Kultur]] [[fremdbestimmt]] (siehe hierzu auch [[Psychoanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein solcher Urzustand erklärt nichts. Er schiebt bloß die Frage in eine graue, nebelhafte Ferne. Er unterstellt in der Form der Tatsache, des Ereignisses, was er deduzieren soll, nämlich das notwendige Verhältnis zwischen zwei Dingen .... So erklärt die Theologie den Ursprung des Bösen durch den Sündenfall, d.h., er unterstellt als ein Faktum, in der Form der Geschichte, was er erklären soll. [[(MEW 40, Seite 511)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo eine Selbstbeziehung in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] die [[allgemein]] [[ausschließliche]] [[Wahrnehmung]] ist, da ist sie eine [[Beziehung]] auf sich selbst die [[notwendige]] [[Selbsttäuschung]]. Doch wäre diese praktisch schon ein Vermögen der Selbsbeziehung, eine Tautologie, eine [[schlechte Unendlichkeit]]und die ist schon rein sprachlich ein [[Unding]], behauptet das doch eine [[Beziehung]], also eine Verbindung verschiedener Subjekte, die zugleich nicht als Beziehung aus Unterschiedenem besteht, sondern sich selbst gleichbleibt, sich durch seine Beziehung substanziell verdoppelt. Es müsste von einem [[Selbst]] begründet sei, das für sich immer gleich bleiben könne und auf sich zugleich bezogen sein müsse, das also eine quasi absolute Identität als ein Drittes verwirklichen könnte. Darin formuliert sich ein [[Widersinn]] des Wortes, heißt das doch, dass man selbst doppelt existiere, denn [[Beziehung]] gibt es nur zwischen eigenständigen und voneinander unterscheidbaren [[Wesen]], also z.B. mindestens zwischen zwei [[Personen]], die sich gegenseitig durch ihre unterschiedliches [[Dasein]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Selbstbeziehung]] an sich ist ein [[Widersinn]], ein [[Unding]] der [[Selbstwahrnehmung]], weil darin ein einziges Subjekt sich als einziges Objekt wahrhaben müsste. Wo ein Mensch der [[Stoff]] seiner Beziehung auf sch selbst bliebe, so wäre er [[nichts]], nicht [[wirklich]] da. Selbstbeziehung kann nur durch eine [[Beziehung]] auf sich durch andere sein, durch die [[Einverleibung]] der [[Anwesenheit]] von Menschen, deren [[Gegenwärtigkeit]] konsumiert wird, die also in einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]] entgegenwärtigt werden, die leibhaftig zur [[Nutzung]] der [[Selbstwahrnehmung]] verfügbar sind. Eine [[Einverleibung]] setzt eine [[ohnmächtige]] [[Wahrnehmung]] voraus, die ihren [[Sinn]] nur in der Äußerlichkeit ihrer [[Beziehung]], in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und [[empfinden]] kann, in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und empfinden kann. Es ist die Lebensform einer [[abstrakten Sinnlichkeit]], die Vereinigung fremder mit eigener [[Körperlichkeit]], wodurch die [[Selbstwahrnehmung]] durch deren Konsum bestärkt und zugleich abhängig, Subjekt wie Objekt in einem, also zu einm objektivn Subjekt wird (siehe auch[[tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Begriff]] Selbstbeziehung kann daher nicht wahr sein, denn er soll eine [[Beziehung]] auf sich selbst bezeichnen, die ein [[Selbst]] als ein wahrnehmendes [[Subjekt]] und zugleich das [[Selbst]] als Objekt der [[Wahrnehmung]] unterstellt. Aber tatsächlich gibt es dieses in einer verselbständigten Wirklichkeit, in der sich durch die [[isolierte]] [[Einzelheit]] die [[Abstraktion]] von sich selbst [[allgemein]] macht, indem sie hierfür für sich zugleich von sich absieht, also [[ausschließlich]] [[abstrakt allgemein]], als ein totalisiertes [[Selbst]] [[Wahrheit]] nehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar ein [[Widersinn]] in sich, denn [[Wahrheit]] kann nicht genommen werden, wo sie [[gegeben]] sein soll. Sie bliebe [[ausschließlich]] für sich und könnte auch nur als [[Verhältnis]] einer [[Person]] zu sich selbst sein, blnker Selbstverlust. Doch in der Wirklichkeit der [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] gibt es eine [[Wahrnehmung]] zwischen sich und anderen, z.B. als ein [[Bild]] von sich, als [[Selbstgefühl]], als [[Trieb]], als [[Ich]], das aus sich selbst begründet erscheinen könnte (siehe hierzu auch [[Autopoiesis]]), wenn es sich in seiner [[Allgemeinheit]] selbst dort findet, wo es durch die [[Empfindungen]] anderer Menschen entstanden ist. Wenn diese [[Person]] selbst schon eine solche Beziehung zu sich finden kann, so ist das die ihr mögliche [[Selbsttäuschung]] über den wahren [[Charakter]] ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], wie er sich aus den der Verwirklichung ihrer [[Selbstbehauptung]] durch ihre [[Egozentrik]] und [[Selbstveredelung]] als [[Beziehung]] an sich und zugleich durch sich dann ergibt, wenn es [[Ereignisse]] gibt, wodurch diese ausschließlich sich selbst erlebt (siehe [[Ereignisproduktion]]). Darin lässt sich ihr [[Leben]] [[objektiv]] gegen alle Unterschiede zwischen sich und anderen [[gleichgültig]] machen, sodass es sich auch [[tatsächlich]] als [[Selbstverwirklichung]] durch ihren [[abstrakt menschlichen Sinn]] [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist Selbstbeziehung ein [[Begriff]] der [[Selbsttäuschung]], der Selbstwahrnhmung in einer [[Scheinwelt]] der Selbstigkeiten von [[Personen]], wo es diese Unterschiedslosigkeiten doch auch [[wirklich]] gibt, eben in einer [[Selbstempfindung]] durch andere, in den Empfindungen von Menschen als Seinesgleichen und doch Anderes, als [[Empfindung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die Menschen sich in anderen [[subjektiv]] so finden, wie sie sich [[objektiv]] [[erleben]]. Darin reflektieren sie sich als einzelnen Allgemeinmenschen (siehe [[Verallgemeinerung]]), der sich vor allem selbst gefunden hat, weil ihm seine [[menschliche Identität]] im [[zwischenmenschlichen]] [[Erleben]] so [[erscheint]], wie die [[Ereignisse]] seiner [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] dies ihm [[ermöglichen]] (siehe auch [[Eventkultur]]). Es ist das unentwegte Wiedererkennen seiner selbst in anderen Menschen, das genau so unentwegt [[enttäuscht]] wird, weil darin nur gefunden werden kann, was man von sich selbst darin [[wahrhaben]] kann. Und das kann nicht [[unmittelbar]] menschlich sein, weil menschliche [[Wahrheit]] unmittelbar gewiss sein muss, also keine [[Gewissheit]] durch andere Menschen finden noch durch sie haben kann, weder vermittelbar noch unmittelbar ganz gewiss ist. Weil jede menschliche [[Empfindung]] von daher immer so gesellschaftlich ist, wie der einzelne Mensch in [[Gesellschaft]] sich bewahrheiten kann, empfindet er sich auch so fremd, wie Gesellschaft menschliche [[Entfremdung]] vermittelt und wie sich Empfindungen in den Gefühlen der Menschen von daher in einem [[Selbstgefühl]] mitteilen und [[verselbständigen]]. und hierin ihrem [[ästhetischen Willen]] folgen. Dieser ist der [[Trieb]] der [[Selbstwahrnehmung]], die für sich keine [[Wahrheit]] findet und nur außer sich ihren [[Sinn]] [[wahrhaben]] kann. Durch das [[Erleben]] von [[Ereignissen]] wird von der [[Wahrnehmung]] ein [[Leben]] [[einverleibt]], worin sie die [[Wahrheit]] für ihre [[Absichten]] findet, wodurch sie [[empfindet]], was sie für sich [[wahrhaben]] will, was die [[notwendige]] [[Beziehung]] ihres [[ästhetischen Willens]] verwirklicht und somit ihre [[Gefühle]] in dem [[Sinn]] bereichert, nach dem sie außer sich verlangen und den sie für ihr [[Selbstgefühl]] [[begehren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich jedes Individuum in einer nur [[abstrakt]] menschlich existenten [[Gesellschaft]] zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] gespalten findet, wird Selbstbezogenheit (siehe auch [[Egozentrik]]) zum Verwirklichungsprinzip seiner [[Selbstgefühl]]e. Darin ist ein Mensch getrieben (siehe [[Trieb]]), einen [[abwesenden]] Lebenszusammenhang durch sich selbst, durch seine hiervon [[isolierte]] [[Beziehung]] auf sich zu ersetzen, sich selbst durch seine Empfindungen und Gefühle, letztlich also in seinem [[Selbstgefühl]] zu verwirklichen (siehe [[Selbstverwirklichung]]), durch das er einen [[Selbstwert]] gewinnt, der die in seiner [[Scheinwelt]] aufgehobene [[Selbstachtung]] ersetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist jede Selbstbeziehung schon durch ihren wesentlichen [[Widerspruch]] beschränkt (siehe auch [[tote Wahrnehmung]]), denn sie selbst kann nur allmächtig sein wollen, insofern sie immer nur in der [[Konkurrenz]] der [[Selbstgefühle]] möglich ist. Sie muss unentwegt sich selbst suchen, ihre [[Empfindungen]] finden, weil sie sich unentwegt verliert. Ihren Frieden findet sie daher auch nur in einer mächtigen [[Identifikation]] (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]), die sich [[ausschließlich]] [[psychisch]] gegen die gegenständliche Welt überhaupt richtet, die aus einer übermenschlichen [[Liebe]] zu einer Liebesmacht [[aufgehoben]], in einer [[Scheinwelt]] ihrer [[Liebe]] unendlich bestimmt sein kann (siehe auch [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinn tauschen die Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihr [[Leben]] dadurch aus, dass sie durch die [[Anwesenheit]] [[bestimmter]] anderer Menschen sich auch selbst begründen und also auch sich darin selbst [[bestimmen]] können. Selbstbeziehung unterstellt, dass es eine [[Beziehung]] auf andere gibt, in der die Beziehung auf sich bestimmt ist, die also in [[Wirklichkeit]] eine Beziehung auf sich selbst ist, indem sie die [[Anwesenheit]] anderer [[nutzt]], um zu sich selbst zu kommen. Vermittelst solcher Beziehung ist ein Mensch für sich durch die Beziehung anderer auf ihn und er bezieht sich durch die Beziehung auf andere auch letztlich nur auf sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff von einem &#039;&#039;[[Selbst]]&#039;&#039; vermittelt in sich schon die doppelte Wendung einer Beziehung, die Beziehung durch ein &#039;&#039;Selbst&#039;&#039;, das nur für sich ist, und zugleich selbstlos sein muss, um bezogen zu sein, das also aus einem vertauschten Selbst, aus einem [[Selbst]] des Andersseins besteht. Eine Selbstbeziehung ist eine [[entäußerte]] Beziehung, eine Beziehung durch Andere in der [[Absicht]] des Anderswerdens durch ein anderes [[Sein]]. Es ist eine [[Selbstverneinung]] durch den Aus[[tausch]] seiner durch anderes, [[Selbstentfremdung]] im [[Begriff]] einer umfangreichen [[Selbsttäuschung]]. Alles Äußere erscheint darin als [[Eigenes]], weil es über diese Beziehungsform [[einverleibt]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstbeziehung ist daher die aufgehobene Unterscheidung der eigenen [[Identität]] von ihrem [[Mittel]], dem anderen Menschen. Das &#039;&#039;Ich&#039;&#039; wird darin ein ideelles &#039;&#039;Du&#039;&#039;, um [[absolutes]] Ich zu sein. Die Grundform hierbei ist schon im Hauptgebot des Christentums formuliert: &#039;&#039;Liebe deinen Nächsten wie dich selbst&#039;&#039;. Die Selbstverliebtheit wird dadurch zum Hintergrund der Beziehung auf andere, also dieser vorausgesetzt und als Maß bestimmt. Was hierbei an Liebe gemeint sein muss, ist die Eigenliebe des durch sich selbst beseelten Menschen, der darin seine Gotteskindschaft vollzieht und sich als deren [[Objekt]] äußert. Der Liebeskreis ist durch die in der Eigenliebe hintergangene [[Subjektivität]] der [[Liebe]] unendlich, kennt weder Herkunft noch Gegenstand, ist sich selbst als Anlass genug, [[Totalität]] für sich. Die [[Objektivität]] solcher Bezogenheit erscheint unmittelbar subjektiv und stellt alle Auseinandersetzungen hierzu in eine absurd objektivierte Notwendigkeit einer &#039;&#039;Liebesbeziehung&#039;&#039;, als welche die Beziehungen auf andere von da her erscheinen muss (siehe hierzu den Song der Haindlings &#039;&#039;Liebe&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Selbstbeziehung muss der Mensch viel [[Selbstlosigkeit]] aufbringen, um sich auch wirklich auf sich selbst beziehen zu können. Er muss die [[Anwesenheit]] von Menschen erheischen, um für sich und mit sich identisch zu sein, menschliche Identität zu haben - nicht im Bezug auf andere, sondern in der [[Vermittlung]] durch andere. [[Gefühle]] hat er in der [[Leben]] anderer für ihn: Als [[Selbstgefühl]]. Nur dadurch, dass er in der [[Wahrnehmung]] anderer Menschen sich [[wahrhat]], hat er auch [[Gefühl]] für sie. Es ist die Bedingung seiner [[zwischenmenschlichen Beziehung]], seiner [[Liebe]] und [[Selbstverwirklichung]]; er ist lieb, um Liebe zu bekommen. Als [[erkennendes]] [[Verhältnis]] wird Liebe darin obsolet, dass sie nur aus der [[Anwesenheit]] von Liebesgefühlen besteht, flüchtig wie eine Situation, wie ein [[Ereignis]], das genauso auch nicht sein kann, weil es wie ein Schicksal ist und Geschick erfordert. Das eigene Leben scheint darin nur gegeben zu sein, für sich nichts und daher auch in der beständigen Gefahr der [[Vernichtung]]. Diese lässt den Menschen beständig besorgt sein, dass ihm nichts vom Leben verbleibt, wenn es nicht in der Gestalt anderer Menschen anwesend ist. In der Lebensvielfalt solcher [[Anwesenheiten]] wird die Not der eigenen [[Isolation]] gewendet, ohne die das [[Leben]] [[Angst]] macht. Die [[Wahrheit]] jeder Selbstbezogenheit ist [[Lebensangst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] sind in der Abtrennung von ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit für die einzelnen Menschen Selbstbeziehungen, in denen jeder seine [[Egozentrik]] verwirklicht und darin auch wirklich für andere da ist. Sie kleidet sich daher besonders gut in Altruismus, weil sie darin ihre [[Selbstgerechtigkeit]] feiern kann..&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Objektive_Gef%C3%BChle&amp;diff=11614</id>
		<title>Objektive Gefühle</title>
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		<updated>2026-10-15T19:27:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Objektive Gefühle sind die in [[Kulturgütern]] verkörperten [[Gefühle]], nachdem sie den [[Körper]] ihrer [[Empfindungen]] und [[Gewohnheiten]] verlassen haben und in [[ästhetischen]] [[Formationen]] wie [[Bräuchen]], [[Sitten]] [[Kunstwerken]], [[Veranstaltungen]], [[Ritualen]] (z.B. als [[Bild]], Gebäude, Infrastruktur, Küche, [[Sport]], [[Familie]], [[Archtektur]], [[Musik]], [[Tanzen]], [[Kulten]], [[Lebenshaltungen]], [[Liturgien]] usw.) fortbestehen. Wo in einem bestimmten [[Lebensraum]] [[Gefühle]] [[geäußert]] oder [[veräußert]] sind, existieren sie auch selbständig durch ihre [[Medien]] und Gestaltungen [[objektiv]] fort. Auf diese Weise [[existieren]] sie als [[Form]] von und für [[Gefühle]], die in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] selbst zugleich [[Gegenstand]] ihrer [[Empfindungen]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gefühle]] verwandeln sich durch ihre Äußerung selbst schon zu einer [[Form]] der [[Zwischenmenschlichkeit]] kultureller Beziehungen (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]), die sich durch die [[Formbestimmung]] ihrer [[gesellschaftlichn]] Wirkung zu einem [[Verhältnis]] von [[Stimmungen]] [[verselbständigt]] und hierdurch eine [[ästhetische]] Gestalt für die [[Wahrnehmung]] in ihren [[Verhältnissen]] geworden ist und in der [[zwischenmenschlichen Beziehung]] für [[isolierte]] [[Gefühle]] auch zu einer [[allgemeinen]] [[Wahrnehmung]] geworden ist. Hierdurch reflektieren und [[verallgemeinern]] sich die getrennten [[einzelnen]] und besonderen [[GefÜhle]] in ihrem [[isolierten]] [[Dasein]] durch die [[Empfindungen]] ihrer [[einzelnen]] oder [[vereinzelten]] [[prominent]] gewordenen [[Selbstwahrnehmungen]] so, wie es ihrem [[ästhetischen Willen]] zufolge möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], worin die [[Gefühle]] der Menschen einen besonderen [[Wert]] für ihre [[Beziehungen]] darstellen, weil sie darin ihren [[Selbstwert]] [[verwirklicht]] finden, [[erscheinen]] sie sich auch selbst durch ihre [[Gefühle]] [[objektiv]] als ästhetisches Verhältnis. Denn sie finden darin geäußert, was sie für sich außer sich [[empfinden]]. Und darin [[verdichten]] sich die [[Wahrnehmungen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] und verbleiben in ihrem [[Gedächtnis]] als [[Form]] eines Zusammenhangs der [[Erinnerungen]] von [[Empfindungen]], so wie sie sich in in den [[Umständen]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] [[ereignet]] haben und sich in ihren [[Beziehungen]] auf sich selbst und auf andere [[vergegenwärtigen]], bzw. [[ungegenwärtig]] als [[Sehnsucht]] verbleiben und sich darin oft auch verfestigen und zu einem [[Selbstgefühl]] objektivieren (siehe [[objektives Selbstgefühl]]), verfestigen und an einander teilhaben (siehe hierzu auch [[Kult]]). Darin [[verhalten]] sich Gefühle nicht mehr nur als [[Selbstwahrnehmung]] in subjektiver [[Selbstbezogenheit]], sondern vor allem [[objektiv]], als ein [[objektives GefÜhl]] zu sich und für sich, somit zugleich als [[wirkliches]] Gefühl in einer wechselseitigen [[Gegenständlichkeit]] von und fÜr und durch ihre [[Empfindungen]] - allerdings nur durch das besondere [[GefÜhl]], das sich aus einer verallgemeinerten Gefühlswelt mit allen anderen als [[Empfindung]] fÜr sich außer sich mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin wird anderes [[Leben]] zu eigenem und [[Eigenes]] nur mit Anderem lebendig - ganz gleich, wie [[isoliert]] es fÜr sich [[exstiert]]. Aber hierdurch vereint sich [[eigener]] [[Sinn]] mit [[fremder]] [[Sinnlichkeit]], wodurch die [[eigenen]] [[Eigenschaften]] und Eigenheiten [[widersinnig]] existieren, wenn sie sich nicht mehr an ihren Objekten unterscheiden, an ihren [[objektiven Gefühlen]] keinen Sinn mehr finden oder [[empfinden]] können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gefühle]], die in einer [[Kultur]] außerhalb der sie erzeugenden [[Subjekte]] existieren (siehe z.B. [[Kunst]], [[Musik]], [[Kult]], [[Religion]], [[Politik]], [[,), sindobjektivdadurch, dass die Menschen derenInhalteteilen und auch ihreBeziehungendarin eineFormfür sich finden und von daher auch auf solchenobjektiven Gefühlengründen können. Und weil dann in denzwischenmenschlichen VerhältnissendieGefÜhleder Menschen diezwischenmenschlichen Beziehungenbestimmen,vergegenständlichensich diese schon durch ihre Äußerung zuobjektiven Gefühlenund veräußern sich so zu einer Kultur der objektivenSelbstwahrnehmung. Sie verwandeln sich sozusagen durch ihreeigenständigeästhetischeGestalt zu einerallgemeinenWahrnehmung, an der sich die hiervon getrennten einzelnen und besonderenGefÜhlein ihremisoliertenDaseinso reflektieren, wie es ihremästhetischen Willenzufolge möglich ist. Darin verhalten sie sichobjektivnicht mehr nur alsSelbstwahrnehmungsondern alsobjektives GefÜhl, somit zugleich als gegenständliches Gefühl in einer wechselseitigenGegenständlichkeitvon und fÜr und durch ihreEmpfindungen- allerdings durch das jeweiligeGefÜhl, das sich aus einer verallgemeinerten Gefühlswelt mit allen anderen, alsEmpfindungfÜr sich außer sich mitteilt. Darin wird anderesLebenzu eigenem undEigenesnur mit Anderem lebendig - ganz gleich, wieisoliertes fÜr sichexstiert. Aber hierdurch vereint sicheigenerSinnmitfremderSinnlichkeit, wodurch dieeigenenEigenschaftenund Eigenheitenwidersinnigexistieren, wenn sie sich nicht mehr an ihren Objekten unterscheiden, an ihrenobjektiven Gefühlenkeinen Sinn mehr finden oderempfindenkönnen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und von da her wird ihre Zwischenmenshclickeit selst zu einem [[ästhetischen Verhältnis]] der [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] [[GefÜhle]] entstanden sind, die ihren [[Gegenstand]] hinter sich gelassen haben, weil sie sich nicht mehr gegenständlich mitteilen und [[vermitteln]] können, weil ihnen durch die [[Einverleibung]] ihrer [[Selbstgefühle]] und der somit entstandenen [[verselbständigung]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] der Zusammenhang ihrer [[Empfindungen]] entzogen worden war, da besteht ihre [[Selbstwahrnehmungen]] nurmehr als das Verlangen einer [[toten Wahrnehmung]], als [[Sehnsucht]] nach einer ungeteilten [[Wahrnehmung]] fort, nach einer absolut selbständigen [[Ästhetik]] der [[Form]] ihres substanziellen [[Daseins]] irgendeiner [[Haptik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr [[ästhetischer Wille]] reflektiert den Fortbestand der [[Abwesenheit]] eines sinnlichen Gehalts der [[Wahrnehmung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kultur [[veräußern]] sich die [[Gefühle]] und stellen diese durch das, was sie [[ausdrücken]] außer sich - [[getrennt]] von den [[Inhalten]] der [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] dar. Darin werden sie zu einer [[allgemeinen]] [[Form]] für andere, zu etwas [[allgemeinem]], zu einem [[allgemeinen]] [[Format]] einer [[allgemeinen]] [[Selbstbezogenheit]], als ein [[abstrakt Allgemeines]] der [[Selbstwahrnehmung]] [[objektiv]] dar, die durch die Macht des [[allgemein]] ausgedrückten vereinzelten, aus seiner [[isolierten]] [[Existenz]] heraus geäußerten [[Gefühls]] auf jeden einzelnen Menschen einen [[Eindruck]] macht, der sich seiner [[Zwischenmenschlichkeit]] versichert, um für sich Geltung in seinem [[Selbstwert]] zu erlangen, seinem ihm nötigen [[Geltungsstreben]] zu genügen (siehe auch [[Kult]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[ästhetischen Verhältnis]] der [[SelbstgefÜhle]] entstehen mangels [[substanzieller]] [[Inhalte]] immer wieder [[Zweifel]] an der [[Gewissheit]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die [[Form]] fÜr den [[Inhalt]] der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße [[Form]] ihres [[Andersseins]], unerfÜlltes Verlangen nach der Änderung ihrer [[Inhalte]] sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer [[allgemeinen]] [[Form]] ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem [[objektiven Gefühl]], in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem [[objektiven Selbstgefühl]] zu [[verallgemeinern]], das die Menschen nurmehr in dem [[erkennen]] können, was es mit ihnen macht un wozu es sie treibt (siehe hierzu auch [[Massengefühl]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenständliche [[Wahrnehmung]] der Menschen ist in den [[Verhältnissen]] des [[Geldbesitzes]] (siehe auch [[Existenzwert]]) gebrochen zwischen der [[abstrakten Allgemeinheit]] der [[Geldform (siehe auch Weltgeld]]und der [[Einzelheit]] der [[persönlichen]] [[Existenz]]zwischen den Menschen (siehe [[Dazwischensein]]). Weil von da her in den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] die [[GefÜhle]] der Menschen die [[zwischenmenschlichen Beziehunge]]n bestimmen, [[vergegenständlichen]] sich diese zu einer Kultur der [[Selbstwahrnehmung]], Darin verhalten sich diese [[objektiv]] nicht mehr nur als [[Selbstwahrnehmung]]sondern sondern als [[objektives GefÜhl]], somit zugleich als wechselseitige [[Gegenständlichkeit]] von[[und fÜr Empfindungen]] - allerdings durch das jeweilige [[GefÜhl]] der anderen als [[Empfindung]] fÜr sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein objektives [[GefÜhl]] ist die [[Objektform]] eines [[GefÜhls]], also das, was als GefÜhl objektiviert ist, in den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] vergegenständlicht existiert (z.B. als Bild, Musik, Architektur, Tanz, Litertur usw) und sich zugleich in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] gesellschaftlich bewährt, indem es wirklichen [[Sinn]] außer sich vermittelt. Weil sich in den [[GefÜhlen]] der Menschen gesellschaftlicher [[Sinn]] formuliert, so bewährt sich in den individuellen [[GefÜhlen]] auch der gesellschaftlichen Ausdruck als [[Form]] ihrer [[Kultur]]. Ihre [[Wahrnehmung]] verleiht dem, was sie in der [[Gegenständlichkeit]] der Produkte und Umgangsformen der Menschen (siehe auch [[Umgang]]) und ihrer [[Sitten]] und [[Bräuche]] verstehen, weil sie es hierdurch für sich genommen [[objektiv]] [[wahrhaben]]. Sie werden sich dadurch in ihren [[GefÜhlen]] so [[objektiv]] wie sie sich zugleich [[subjektiv]] in ihren [[Empfindungen]] auch im [[Ungewissen]] bestätigt und bestärkt [[wissen]], jenseits ihrer wirklichen Beziehungen [[verstanden]] fÜhlen. Und es wird auf diese Weise auch ihre [[Wahrnehmung]] als ihre einzelne wie allgemeine [[Wahrheit]] objektiv, zum Kulturgut einer gesellschaftlichen [[Wahrheit]], wie sie aus der Selbstreflektion der Menschen ergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objektive GefÜhle sind gesellschaftlich [[gegenständliche]], kulturell [[vergegenständlichte]] und doch [[subjektive]] [[GefÜhle]], in denen sich [[Selbstwahrnehmungen]] kultivieren und ihre [[Kultur]] in ihrem [[zwischenmenschlichen Verhältnis]] bis hin zum [[Kult]] ihrer vergemeinschafteten [[Selbstwahrnehmung]] (z.B. als Musik, [[Architektur]], [[Kunst]], [[Mode]]) [[vergegenständlichen]], objektivieren. Darin reflektieren sich die [[Selbstempfindungen]] schließlich auch zur [[Bildung]] ihrer [[SelbstgefÜhle]]. Diese sind daher nichts anderes als die Reflektion von vergesellschaflteten GefÜhlsäußerungen, die hierÜber - also außer sich - zu sich selbst durch die [[Moden]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] kommen. [[Mode]] ist das Produkt geäußerter und [[veräußerter]] [[SelbstgefÜhle]], die als [[allgemeines]] LebensgfÜhl ener bestimmten [[Zeit]] in einem bestimmten [[Lebensraum]] die [[Kultur]] [[zwischenmenschliche Beziehungen]] vermitelt, ihre Objektivität als ein [[verallgemeinertes]] [[GefÜhl]] durch sich und fÜr sich, als ein [[objektives]] GefÜhl vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[GefÜhle]] sind zum einen Reflexion ihrer [[Empfindung]]en, zum anderen [[Tätigkeit]] der [[Wahrnehmung]]. Im [[SelbstgefÜhl]] [[ereignet]] sich seine [[Wahrheit]] in dem, was es [[wahrhat]] durch das, was es [[wahr nimmt]]. Es äußert sich in allem was die [[Empfindung]] von [[Kultur]]ausmacht, was den [[Sinn]] ihrer Äußerungen ergibt und sich in ihen [[GefÜhlen]] darstellt. Hierdurch sind [[GefÜhl]]e immer auch schon [[gegenständlich]], [[subjektiv]] als [[SelbsgefÜhle]] in der [[Form]] ihrer Selbstreflektion (siehe [[Selbstbeziehungen]]) und [[objektiv]] als [[Stimmungen]] der [[Wahrnehmung]] in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Menschen ihre Kultur allerdings als [[Objektform]] ihrer [[Selbstbeziehung]] [[wahr machen]], werden [[GefÜhle]] zur objektiven [[Bestimmung]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]], in der sie sich nur [[selbst]] so [[wahrhaben]], wie hierdurch ihre [[Selbstwahrnehmung]] zu einem [[SelbstgefÜhl]] werden kann. Alle [[Ereignisse]] sind daher in ihrem [[Lebensraum]] von unmittelbar [[sinnlicher]] [[Substanz]] fÜr das, was hierbei fÜr [[wahr]] genommen wird, was innerlich wie äußerlich gewahr, also eins mit der objektiven Form in iihrem Echoraum zur [[Gewohnheit]]wird (siehe herzu auch [[Wohnen]]). Es bildet sich darin ihr [[Sinn]] so, wie er sich durch die [[Formbestmmungen]] Über [[zwischenmenschlichen]] [[Ereignisse]] regt (siehe [[Regung]]), die hier stattfinden (siehe hierzu auch [[Ereignisproduktion]] bzw. [[Eventkulrur]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder menschliche [[Sinn]] ist so [[subjektiv]] wie er auch [[objektiv]] ist. Von daher ist er immer schon gesellschaftlich kulturell gegenwärtig in den objektiven GefÜhlen, welche aus den [[Beziehungen]] der Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] hervorgehen. [[Objektiv]] sind [[GefÜhle]], die gegenständlich als [[Form]] der [[Selbstwahrnehmung]] verkörpert sind, die durch ein Trägermaterial (siehe auch [[Medien]]) existieren (z.B. als [[Persönlichkeiten]] der [[Erziehung]], als Kunstwerk in Bildern, Töne, Filme, Architektur, Farbmischungen, Kirchen) oder auch als Lebensform (wie z.B. als Wohnraum, als [[Mode]], als Musik, als Literatur, als [[Liturgie]], als [[Kult]] usw. oder auch als [[Gemeinsinn]] in [[Vereinen]], Gemeinden, [[Familien]] usw.). Da sie [[veräußert]] sind, haben sie als solche auch eine [[Wirkung]] dadurch, dass sie [[Gegenstand]] von [[Empfindungen]] sind, die durch ihr besonderes [[Erleben]] [[Eindruck]] machen (siehe auch [[Eventkultur]]), die sich von da her auch In vorhandenen [[GefÜhlen]] in ihrem [[Geltungsstreben]] fortbestimmen und diese auch [[entgegenwärtigen]] können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[GefÜhl]] ist eine [[Bewegung]], die Motion der [[Empfindung]] (siehe auch [[Emotion]]). Was sich darin regt, entspringt dem [[wahrnehmenden]] Menschen durch das, was er fÜr sich dabei [[wahr hat]]. Dies macht den Unterschied zur [[Empfindung]], die völlig unmittelbare Sinnestätigkeit der [[Wahrnehmung]] ist und unmittelbare [[Gewissheit]] nur durch das haben kann, was sie durch ihr Organ kennt und darin [[erkennt]], wie es im Unterschied zum [[Gewohnten]] fÜr ihren Lebensorganismus auch wirklich ist. Denn in dessen Erfahrungen entstehen GefÜhle, die auch objektiv fortbestehen können, wenn sie sie sich in objektiver Form vergegenwärtigen (z.B. als Vernstaltung, Kult, [[Kunst]] usw.). Was im [[Gewohnten]] wahr sein mag, ist fÜr die ungegenwärtige [[Empfindung]] unwirklich. Deshalb kann ein objektives GefÜhl - wo es eine gegenständliche [[Form]] der [[Kultur]] findet - zu einer Art objektives [[Gedächtnis]] werden, weil es sich subjektiv nicht erhalten könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unwirkliches]] kann nur im GefÜhl [[erkannt]] werden, weil erst darin das [[Ganze]] der [[Wahrnehmung]] vollzogen, [[erinnert]] und bedacht wird (siehe auch [[Gedächtnis]]). Von daher lassen sich GefÜhle [[täuschen]], nicht aber die [[Empfindung]]en, aus denen sie sich gebildet haben. Jede Täuschung ist eine Vertauschung von Inhalten innerhalb einer identischen Form. Und so werden GefÜhle dadurch getäuscht, dass ihre Empfindungen vertauscht werden. So ist es möglich, dass GefÜhle gänzlich selbständig werden, dass sie ihren subjektiven Gehalt, ihre Tätigkeit selbst in den Dienst einer objektiven [[Notwendigkeit]] stellen. Notrwendig aber wird das nur, wo Empfindungen nicht subjektiv sein können, was sie objektiv sind. Dies ist der Grund, warum GefÜhle objektiv werden können, dass sie sich selbst so empfinden, wie sie sich erleben, um sich Über ihre [[Empfindung]]en zu täuschen. In den[[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] ist dies gang und gebe, sobald sie Verhältnisse schaffen, die durch ihre [[Ausschließlichkeit]] bestimmt sind. Und sie sind davon in dem Maß bestimmt, in dem sie sich Über das täuschen, was sie wahrhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erleben]] wird [[Leben]] in seiner Wirkung wahrgenommen, dessen viele unterschiedliche Bildungselemente als [[Wirkung]] auf sich als [[Ganzes]] empfunden werden. Deren [[Eigenschaften]] ergeben hierbei unmitelbar einen [[objektiven]] [[GefÜhl]]szusammenhang, der sich wie eine innere [[Wahrheit]] der [[Empfindung]] in den Menschen [[ereignet]]. Was Menschen in ihrer [[Sinnbildung]] erzeugen, wird hierbei wie eine Umwelt der [[Wahrnehmung]] konsumiert, wesentlich also durch [[Kulturkonsum]] angeeignet (z.B. Tourismus, Musikkonzerte usw.) und je nach [[Umstand]] der [[Wahrnehmung]] als mehr oder weniger [[reizvoll]] [[erinnert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objektive GefÜhle können von daher auch andere GefÜhle bestimmen oder sie zu einer [[Empfindung]] oder [[Stimmung]] bringen, deren wirkliche Ursache durch sie aufgelöst wird (z.B. bei der [[Befriedung]] von [[BedÜrfnissen]], die unbefriedigbar sind). Von daher können sich durch objektive GefÜhle [[Empfindungen]] in [[SelbstgefÜhl]] wandeln, wenn sie als [[Erlebnis]] reflektiert und in ihrer [[Absicht]] verwirklicht werden. So erscheint dieses [[GefÜhl]] vor jeder [[Empfindung]] und vertauscht sie zu einer [[ästhetischen]] [[Selbstwahrnehmung]]. Dies ist oft ausdrÜcklich verlangt (z.B. als [[Kulturkonsum]] in Massenkonzerten) und bewirkt eine [[Selbstvergegenwärtigung]] durch die Selbstobjektivierung, einer [[Selbstveredelung]] in ihrer [[Selbstbehauptung]] (siehe auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche [[GefÜhle]] reflektieren menschliche [[GefÜhle]] jenseits ihrer [[Gegenwärtigkeit]]. Sie mögen der [[Selbsttäuschung]] dienen. Sie sind aber nur wirksam, soweit sie auch GefÜhl repräsentieren, sind selbst also nicht vorgetäuscht. Es gibt keine falschen GefÜhle, auch nicht in der [[Täuschung]], ist darin doch gerade nur das vertauscht, was man fÜhlt und eben nur dadurch zur Täuschung fähig, dass es auch fÜr sich empfunden wird. Eine Täuschung hat ihren [[Grund]] letztlich im [[Subjekt]]. GefÜhle mögen zwar zwiespältig sein und die Frage aufwerfen, was nun in der Beziehung zu den [[Empfindungen]] wahr und was Täuschung sei, aber sie können nicht selbst unwahr sein, auch wenn sie verkehrt sind. Auch in ihrer [[Verkehrung]] besteht ihre [[Empfindung]] als [[SelbstgefÜhl]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und darum ist schwer einzusehen, warum GefÜhle [[objektiv]] sein sollen. Vorgetäuschte GefÜhle sind mit Empfindungen vertauscht und als solche durch ihre Vermittlung selbst erzeugte GefÜhle. Sie sind ebenso wie alle anderen GefÜhle - auch wie enttäuschte GefÜhle - substanzielle Grundlage der [[Erkenntnis]], auch wenn ihre Vermittlung erst noch begriffen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der bloßen [[Objektform]], wie sie z.B. in der Architektur oder [[Kunst]] vergegenständlicht sind, können GefÜhle nicht von den Menschen unabhängig sein. Sie können zwar mächtig [[Eindruck]] machen, nicht aber den Menschen objektiv [[bestimmt]] gegenÜbertreten, wirklich objektiv fÜr sich und also mächtig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Sinn können GefÜhle von daher eigentlich nicht objektiv sein und es schiene widersinnig, von objektiven GefÜhlen zu reden, wäre dieser Schein nicht [[Wirklichkeit]]. GefÜhle werden objektiv, wenn sie als eigenständige Notwendigkeit erscheinen, von einem [[Objekt]] bestimmt sind, das eine Lebensnotwendigkeit darstellt und zugleich ausschließlicher [[Gegenstand]] der Wahrnehmung ist. Objektiv werden GefÜhle also erst dann, wenn Über ihren [[Gegenstand]] nur zu fÜhlen ist, was objektive [[Notwendigkeit]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das setzt voraus, dass objektive Notwendigkeit eine subjektive Not aufhebt, also eine objektive Notwendung zugleich die Aufhebung einer subjektiven Not betreibt und darin [[Subjekt]] und Objekt [[wirklich]] ununterschieden und also ohne [[Bewusstsein]] auch ununterscheidbar sind. Objektiv sind GefÜhle dann total, wenn menschliche [[Wirklichkeit]] ausschließlich nur zu fÜhlen ist, sie in einem [[Lebensraum]] eingeschlossen ist, der nichts anderes zulässt, als eine [[Beziehung]] von Subjekten als Objekte ihrer GefÜhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung eines einzelnen Menschen macht immer einen Werdegang von objektiven zu subjektiven Gefühlen aus. Eltern sind der Form nach zu allererst Subjekte, welche ein Kind hervorbringen, das objektiv von ihnen abhängig ist. Von daher erfährt es sie auch als objektives Subjekt seiner Beziehung auf die Welt überhaupt. In dieser Beziehungen erscheint objektives Fühlen noch naturnotwendig, wiewohl hierbei zweifellos ein Mensch fühlt, weil er schon vor seiner Geburt [[Sinn]] hat für das, was seine Eltern ihm zu vermitteln haben, und sei es auch nur ein Sinn für die Brust der Mutter oder ähnlich anderes. Aber sosehr dies auch als [[Naturempfindung]] erscheint, so schnell wird darin auch eine menschliche [[Beziehung]] wach. Schon im Mutterleib bezieht sich das Kind auf Menschen, auf seine Muttter und alles, was es vom menschliche Leben sonst auch mitbekommt (Geräusche, Licht, BerÜhrungen, Musik, Sprache usw.). Es hat EindrÜcke, die ohne andere Menschen nicht vorhanden wären. Aber in dieser natÜrlichen Unterschiedslosgkeit des leiblichen GefÜhls bestehen doch alle GefÜhle zugleich subjektiv, keimt darin eine werdende Subjektivität aus der Symbiose der Naturbeziehung zu einem eigenständig werdenen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objektive GefÜhle können Macht Über Menschen erlangen, wenn sie in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] als Lebensträger bestimmt sind oder sich als solche [[bestimmen]] können, also Lebensbedingungen fÜr sich nÜtzen können, um die ihnen entsprechenden Beziehungen sich per [[MitgefÜhl]] einverleiben können. Sie empfinden ihre Wirkung auf andere durch das GefÜhl, das sie veräußern. In solcher Beziehung wirkt dieses daher als [[objektives SelbstgefÜhl]] und kann allerlei VerÜckungen in der [[Wahrnehmung]] oder sogar auch vollständige [[VerrÜcktheit]] bewirken.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Erleben</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Erleben setzt [[Wirklichkeit]] und von daher [[Lebenspraxis]] voraus (siehe [[Praxis]]). Es reflektiert einen [[Kulturkonsum]] von [[Lebendigem]]. Im Erleben wird fremde [[Subjektivität]] [[einverleibt]] (siehe z.B. [[Tourismus]], Erlebnispark, Streichelzoo usw.). Es ist eine für sich genommene, also äußere [[Form]] des [[Lebens]], das darin auf ein [[Ereignis]] bezogen wird, dessen Zusammenhang keinen Lebenszusammenhang vermittelt, weil es nur in einem [[Ereignis]] durch sich und für sich wahr ist, also von seinem [[wirklichen]] [[Leben]] getrennt ist und demzufolge [[isoliert]] wie eine [[Konstruktion]] (siehe [[Konstruktivismue]]) von Lebensereignissen erscheint (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]). Es ist die Form einer [[Verselbständigung]] des [[Lebens]], des [[Konsums]] einer [[Sinnbildung]], worin [[Leben]] [[einverleibt]], aber nicht [[wirklich]] [[geäußert]] ist. Und wo [[Leben]] ohne entsprechende [[Empfindungen]] auf [[Ereignisse]] [[reduziert]] ist, durch irgendeine [[Ereignisproduktion]] auf seinen Moment zusammengefasst und [[verallgemeinert]] wird, ist die [[Wahrnehmung]] schon abgeschlossen, bevor sie [[inhaltlich]] erkannt werden kann, sich ohne die [[Aufmerksamkeit]] eines erkennenden [[Subjekts]], also ohne [[Empfindung]] mit viel [[Gefühl]] bewegt wird (siehe [[Emotion]]). Darin verbleibt sie als bloße [[Erinnerung]], wodurch sie für sich im Jenseits ihrer [[Geschichte]] als abgebrochene Vergangenheit bleibt (siehe z.B. das [[Befriedigungserlebnis]] für die [[Psychoanalyse]]). Darin bleibt nur das, was erlebt wurde, was als leere Form eines Lebens im [[Begriff]] des Vergehens, wie es [[wahr gehabt]] werde und von daher rein strukturell und ohne [[Beziehung]] und [[Geschichte]] lediglich in seiner Aufhäufung, in der [[Prominenz]] seiner Lebenseerfahrung als [[Geschichte]] in der [[Masse]] von [[Erfahrungen]] bedacht werden kann (siehe auch [[Systemtheorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Entgegnung zu den &#039;&#039;Lebensphilosophien&#039;&#039; der [[Idealisten]] will Heinrich Rickert eine Kritik des Erlebens gefunden haben, die in seiner theoretischen [[Verallgemeinerung]] gegen den unbeschränkten [[Kulturkonsum]] (siehe auch [[Tittytainment]]) als wesentliche [[Kulturkritik]] gelten soll. Doch in [[Wahrheit]] vollzieht &#039;&#039;das Erleben&#039;&#039; lediglich die reflexive [[Form]] der [[Individualität]] einer [[Isolation]], einer dem entsprechenden [[Erfahrung]]. Sie betreibt folglich eine Bestärkung der [[vereinzelten]] [[Selbstbezogenheiten]] des [[Lebens]] im Er-Leben, worin sich [[Leben]] extatisch (siehe [[Existenz]]) über die [[Selbstwahrnehmung]] so [[vermittelt]] wie sie sich [[ereignet]] und sich darin blindlings ihre [[Lebensbedingungen]] als [[Selbstwert]] für sich aneignet. Weil es in dieser [[Form]] der [[Selbstwahrnehmung]] seiner [[körperlichen]] [[Existenz]] so [[objektiv]] wie [[subjektiv]] im substanziellen Zusammmenhang seiner persönlichen Existenz [[veräußert]] und sich in der Form seiner Lebenswelt [[Verselbständigt]]. Solche Erfahrung macht im Erleben keinen [[wirklichen]] [[Sinn]] und also auch keine [[Geschichte]], deren [[Vernunft]] erkennbar sein könnte, weil sie sich nicht von selbst [[verstehen]] lässt. Ohne [[Verstand]] [[Erkenntnis]] kann sich deshalb darin auch nichts wirklich auseinandersetzen und [[entwickeln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erleben besteht aus bloßen Momenten [[vereinzelter]] [[Selbstwahrnehmungen]] und kann seine [[Bedingtheit]] durch die [[Isolation]] seiner [[Lebensumstände]] nur bestärken und [[totalisieren]]. Darin bestärkt sich eine bloße Reaktion. Die Wahrnehmung wird quasi selbst reaktionär (siehe hierzu [[reaktionäres Bewusstsein]]). Denn im Erleben kann nur [[wahr]] sein, was man im [[Reiz]] des Erlebens spürt. Durch die darin aufgehobene [[Regung]], durch die Unterschiedslosigkeit seiner in ihrer [[Erregung]] [[vernutzten]] [[Empfindungen]] wird die [[Wahrnehmung]] [[gleichgültig]] gegen ihre [[Geschichte]], Denn sie [[erinnert]] nicht, wie sie enstanden ist, weil nur [[wahrgenommen]] wird, was &#039;&#039;ins Auge fällt&#039;&#039;, was einfach nur in ihrer [[Gegebenheit]] [[zufällt]], wie es aus [[fremden]] [[Gründen]] erzeugt wurde und daher als [[Ganzes]] nur [[zufällig]], &#039;&#039;irgendwie&#039;&#039; als [[gegeben]] [[erscheint]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Erlebnisse]] in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] teilen sich die Menschen die [[Reize]] ihres [[Lebens]] mit. Das auf diese Weise produzierte Erleben ist eine reflektive [[Form]] des [[Lebens]] (siehe auch [[Ereignisproduktion]]): Er-Leben, worin sich [[Leben]] allerdings nur [[monadisch]] [[vermittelt]], [[reduziert]] es sich auf die Art und Weise wie es sich [[ereignet]]. Weil es in dieser [[Form]] so [[objektiv]] wie [[subjektiv]] ist (siehe auch [[Konsum]]), kann es sich durch Erleben nicht [[entwickeln]]. Es kann lediglich seine [[Bedingtheit]] nur durch seine [[Lebensumstände]] besondern oder bestärken und von daher als ein abgesondertes [[Leben]] [[totalisieren]] (siehe auch [[heile Welt]]). Denn im Erleben kann nur [[wahr]] sein, was man vom [[Reiz]] des Erlebens spürt. Durch die im Reiz aufgehobene [[Regung]], durch die Unterschiedslosigkeit seiner in ihrer [[Erregung]] [[vernutzten]] [[Empfindungen]] wird die [[Wahrnehmung]] [[gleichgültig]] gegen ihre [[Geschichte]], Denn sie [[erinnert]] nicht, wie sie enstanden ist, weil nur [[wahrgenommen]] wird, was &#039;&#039;ins Auge fällt&#039;&#039;, was einfach nur [[zufällt]], wie es aus [[fremden]] [[Gründen]] erzeugt ist und daher als [[Ganzes]] nur [[zufällig]], &#039;&#039;irgendwie&#039;&#039; als [[gegeben]] [[erscheint]], also an und für sich auch nur ein bloßer [[Zufall]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erleben hat zwar [[Ursachen]]. Deren [[Wirkung]] aber besteht aus den bloßen [[Ereignissen]] einer ungegenständlichen [[Wahrnehmung]]. Es ist lediglich der [[Eindruck]] ihrer [[Wirkung]] (siehe auch [[Reiz]]), der bleibt - eine [[Wahrnehmung]] mit Folgen für für das reine [[Selbstgefühl]], das die Inhalte seiner [[Empfindungen]] außer sich lässt und daher nur sich selbst ohne [[Grund]] außer sich weiß. Es ist lediglich die [[Selbstwahrnehmung]] einer [[abstrakten]] [[Selbstgewissheit]], die hierbei belebt wird. Und die ist die [[Wirkung]] einer nur reizvollen ohne einen bestimmten [[Gegenstand]], wird also nur für sich und durch sich für [[wahr]] genommen, auch wenn dabei [[Leben]] als etwas ganz anderes [[wahrgehabt]] wird. Immerhin ist das Erleben selbst das wesentliche Mittel einer Kultur, die sich über die [[Produktion]] von kulturell bestimmten [[Ereignissen]] erhält und im [[Belieben]] kulturell [[gestimmter]] Menschen begründet ist (siehe auch [[Eventkultur]]), die sich lediglich als Träger einer [[Normalität]] eines [[gegebenen]] Lebens verstehen können, das für sie als [[Norm]] ihres [[Verhaltens]] als dem entsprechend [[gestimmten]] [[Verhältnissen]] [[prominent]] geworden ist (siehe [[Mode]]). Deshalb zielt auch ihre [[Ereignis]]produktion auf die Produktion von [[Selbstgefühlen]], die durch zwischenmenschlich bestimmte [[Erlebnisse]] erzeugt werden. Und von daher werden die damit bewirkten [[Empfindungen]] zum Mittel der [[Selbstbeziehung]] über [[Gefühle]], die ohne dies keinen [[Sinn]] mehr für sich finden können und ohnedies ihre [[Langeweile]] als [[Ausdruck]] einer[[toten Wahrnehmung]] forttreiben müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur mit der [[Wahrnehmung]] der eigenen Produkte finden die Menschen ihr [[Leben]] als ihre [[Wahrheit]] so, wie sie darin ihr [[Leben]] [[empfinden]] als etwas, das für sie da ist. Da gibt es keine [[zweifelhafte]] Wahrnehmungen der Menschen, die darin ihr [[Leben]] geäußert haben. Ihr bloßes [[Dasein]] ist ihr bestimmtes [[Sein]], das Erleben ihrer [[Wirklichkeit]] als Sein für sich. Wo keine wirklichen [[Gegenstände]] als Produkte menschlicher Lebensäußerung sinnlich gewiss sind, bleiben diese auch zwiespältig, zweifelhaft, und die Menschen erfahren sich als deren Objekte, befinden sich in der Beziehung zu sich selbst passiv in der [[Wahrnehmung]], in einer [[Wahrheit]], die ihr Leben nur in seiner Geschichtslosigkit nehmen können. Ohne wirklichen Gegenstand ist deren [[Empfindung]] daher auch nur ein bloßes Gefühl von Leben wie es durch dessen [[Ereignisse]] gegeben ist, ganz gleich, welchen [[Sinn]] es haben mag. Im Erleben wird [[Leben]] nur in der [[Wirkung]] von Ereignissen wahrgenommen, deren unterschiedliche Elemente als [[Wirkung]] auf den Menschen als [[Ganzes]] seiner Wahrnehmung empfunden werden. Deren [[Eigenschaften]] ergeben hierbei unmitelbar einen [[objektiven]] [[Gefühl]]szusammenhang, der sich wie eine innere [[Wahrheit]] der [[Empfindung]] in den Menschen [[ereignet]]. Was Menschen in ihrer [[Sinnbildung]] erzeugen, wird hierbei wie eine Umwelt der [[Wahrnehmung]] konsumiert, wesentlich also durch [[Kulturkonsum]] angeeignet (z.B. Tourismus, Musikkonzerte usw.) und je nach [[Umstand]] der [[Wahrnehmung]] als mehr oder weniger [[reizvoll]] durch ihre [[Eindrücke]] [[erinnert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Erleben von [[Ereignissen]] wird von der [[Wahrnehmung]] ein [[Leben]] als [[Erlebnis]] [[einverleibt]], worin sie die [[Wahrheit]] für ihre [[Absichten]] findet, wodurch sie [[empfindet]], was sie für sich [[wahrhaben]] will, was die [[notwendige]] [[Beziehung]] ihres [[ästhetischen Willens]] verwirklicht und somit ihre [[Gefühle]] in dem [[Sinn]] bereichert, nach dem sie außer sich verlangen und den sie für ihr [[Selbstgefühl]] [[begehren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erlebnis]] konzentrieren sich viele [[Empfindungen]] zu einem [[Gefühl]], wie es sich aus dem [[Ereignis]] ergibt, durch welche das Erlebnis bestimmt ist. Es findet hierbei eine passive [[Sinnbildung]] statt, die durch das Zusammenströmen verschiedenster [[Eindrücke]] auf die [[Wahrnehmung]] [[Gefühle]] erzeugt, die ihre [[Empfindungen]] bedrängen und zu einem Wahrnehmungshintergrund gestalten, der sich nicht aus einer gegenständlichn [[Wahrnehmung]], sondern aus dem bildet, was dem [[Ereignis]] und der [[Gegenwart]] eines wahrnehmenden Menschen zu eigen ist. Was darin lebt, wird zu einer Gewohnheit der Wahrnehmung, zu einem [[Selbstgefühl]], das sich von seien [[Empfindungen]] abgetrennt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Gleichgültigkeit]], worin die Wahrnehmung diesen Verlust überwindet, wird sie von außen her belebt, animiert und das vertrieben, was ihr [[körperliches]] Leben noch als [[zwischenmenschliche]] [[Wahrheit]] erhält. Waren sie im [[Besitz]] des allgemeinen [[Kaufmittels]] in der [[Beliebigkeit]] der daraus möglichen [[Beziehungen]], in ihrem gewöhnlichen [[Verhalten]] oder in Einkaufssituationen vielleicht noch gelangweilt, so wird der &#039;&#039;Erlebnispark&#039;&#039; oder der &#039;&#039;Erlebnismarkt&#039;&#039; oder ein Park voller [[Erlebnisse]] (z.B. Vergnügungsparkt) zu einem [[Anreiz]], der ihre [[Aufmerksamkeit]] und [[Wahrnehmung]] so einfangen kann, dass nicht mehr der [[Gegenstand]] ihrer Lebenstätigkeit, sondern das [[Ereignis]] selbst dem Unterhalt als Unterhaltung dient, also selbst zu einem [[Mittel]] ihrer [[Subsistenz]], zu einem [[Lebensmittel]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Erleben]] von [[Ereignissen]] hinterlässt in der [[Wahrnehmung]] Spuren, die aus dem Abruch der Ereignisse, aus dem [[abwesenden]] Zusammenhang der Ereignisfolge in ihrer plötzlichen [[Abwesenheit]] verbleiben. Ihre [[Gegenwart]] erfährt ihre [[Geschichte]] im Abbruch, in der [[Abtrennung]] aller verursachten [[Regungen]] von ihrem [[Sinn]], den sie in der Folge des [[Erlebens]] dann nurmehr als [[Erregungen]] wahrhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Kultur]], die sich in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] bildet, besteht aus vielerlei [[Wahrnehmungen]] und [[Selbstwahrnehmungen]], die sich aus den [[Ereignissen]] im Erleben zwischen den Menschen ergeben. Solche Wahrnehmungen reflektieren ihre [[Ereignisse]] so, wie sie in ihrer [[Wirkung]] schon [[gewollt]] und bemessen sind, für die [[Erkenntnis]] also schon in dem Augenblik vergangen sind, in dem sie entstehen, und also enden, ohne etwas anderes zu hinterlassen, als den Moment der Wahrnehmung selbst. Sie abstrahieren von jeder [[Geschichte]] und bestehen nur in dem fort, worin sie schon bei ihrer Entstehung nicht [[wirklich]] begründet sein können, also im Grunde ihre Lebenswirklichkeit darin aufheben und nur in der [[Form]] [[erinnert]] werden können, wie sie vergangen sind. Sie beziehen sich auf keine [[Gegenstände]], sondern auf [[Ereignisse]], wie sie im bloßen [[Erleben]] stattfinden, ohne dass sie irgendeinen Zusammenhang erkennen lassen außer dem, was die [[Form]] dieser [[Verhältnisse]] ausmacht. Diese Form ist die [[unmittelbare]] Existenzform einer umstandslosen Begegnung, durch die Menschen sich [[erleben]], also sich als Menschen [[wahrhaben]], ohne [[wirklich]] menschlich da zu sein. Sie sehen sich in ihrer einzelnen [[Selbstwahrnehmung]] allgemein bestärkt, ohne dass sie sich als Mensch wirklich anders mitteilen können, als durch ihr bloßes [[Dasein]] in einem zeitlosen [[Raum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erleben vollzieht sich in der [[Nutzung]], dem Gebrauch und Verbrauch lebendiger [[Sinne]] zur Belebung eigener [[Regungen]] und Regsamkeit. Es gründet auf der Verausgabung von [[Sinn]] zur [[Einverleibung]] von Lebensäußerungen, die vor allem [[zwischenmenschliche Beziehungen]] versinnlichen und beleben. Erleben ist daher nicht unmittelbares, sondern reflektiertes [[Leben]], [[Ausdruck]] dessen, was gelebt wird, ein [[Leben]], wie es für sich genommen, also [[isoliert]] [[zwischen den Menschen]] sie [[beeindruckt]]. In dieser [[Ereignis]]haftigkeit verliert sich sein Zusammenhang. [[Leben]] wird darin selbst zu einem unmittelbaren Lebens[[ausdruck]], der sich selbst be[[eindruckt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leben]] ist aber nur in seiner [[Geschichte]] [[wirklich]] und lässt sich nur darin wirklich [[begreifen]]. Im Erleben ist sie vergangen und vergeht auch darin. Es erfährt deren Momente für sich so, wie sie für sich zu vestehen sind, wie sie also der Verstand auffassen kann oder will, wo ihr Zusammenhang [[abwesend]] ist. Das Erleben ist der [[Reiz]] des [[Lebens]]. Es reflektiert dessen [[Empfindung]] als [[Gefühl]] für sich und [[erscheint]] daher durch die Momenthaftigkeit seiner [[Ereignisse]] [[frei]] und losgelöst von all seinen [[Notwendigkeiten]]. Unmittelbar, das heißt als Lebensäußerung selbst, gibt es nichts zu erleben. Wo ich lebe, mich äußere, male, bastle, ackere, singe usw. würde ich nicht sagen, dass ich mein Malen, Arbeiten, Singen usw. erlebe. Erleben setzt eine [[Gegebenheit]] des [[Lebens]] voraus. Im Erleben hat man sein [[Leben]] für sich an dem [[Ereignis]], worin es erscheint: [[Leben]], wie es im einzelnen [[Erlebnis]] widerscheint und einen lebendigen [[Eindruck]] hinterlässt. Von daher entspricht das Erleben einer Vereinzelung des Lebens, ist ein [[abgetrenntes]], apartes Leben in der bloßen Form des Erlebens, worin sich vor allem dessen [[Regungen]] als [[Erregungen]] gestalten, die durch die [[Reize]] ausgelöst werden, die sie haben können. Aus der [[Form]], mit denen hierdurch Regungen bestimmt werden (siehe [[Formbestimmung]]), bildet sich der [[Eindruck]] und die [[Dichte]] es Erlebens. Man kann bei ein und dem selben [[Tun]] alles mögliche erleben. Alles Lebensmögliche erscheint daher auch erstrebenswert, denn das [[Mögliche]] ist die Voraussetzung des Erlebens, die [[Bedingung]] dafür, dass sich etwas ereignet, dass etwas zufällt, weil das Mögliche lediglich als [[Zufall]] sich ereignen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber alles, was hier &#039;&#039;beiher spielt&#039;&#039;, was nur Beispiel wäre, kann innerhalb des Möglichen auch notwendig werden. Das Erleben wird zu einer eigenständigen [[Form]], wenn das [[Mögliche]] keinen [[Sinn]] mehr hat, keine wirkliche [[Beziehung]] eröffnet und daher aus seiner Leere heraus bestimmte [[Inhalte]] finden muss, die nicht [[wirklich]] [[gegenständlich]] sind, aber zum [[Ereignis]] werden können, das selbst lebendig erscheint, sofern es mit dem [[Leben]] verbunden ist. Das Erleben ist daher ein Leben, von dem es zugleich absieht, hat einen [[Sinn]], der nicht [[wirklich]] sinnlich sein kann, nur [[abstrakt menschlicher Sinn]] ist. Die aus den Möglichkeiten des Tuns erwachsenden [[Erlebnisse]] müssen zu diesem keine [[Beziehung]] haben, weil sie ihre [[Substanz]] direkt aus der Art und Weise gewinnen, in welcher die Menschen hierbei leben, wie sie also ihre [[Anwesenheit]] gestalten. So wird z.B. das Einkaufszentrum zugleich zu einem Erlebnispark, wo andere Ereignisse zählen, als das bloße Einkaufen (z.B. Kinder ablenken und beschäftigen, Ruhe vermiteln, Anreize schaffen usw.). Erlebt wird, wie sich die Menschen hierbei fühlen, was sie anreizt, was ihre [[Aufmerksamkeit]] erweckt und körperliche Genugtuung verschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erleben ist eine selbständige [[Leiden]]sform des [[Lebens]], eine [[Objektform]] von dem, was lebendig ist und von daher erlebt werden kann. Es unterstellt gegenständliches Leben, etwas, das erlebt wird, und ist von daher auch aus diesem herausragend ([[Existenz]]). Das Erleben unterscheidet sich vom [[Leben]] daher zunächst darin, dass es aus dem Leben herausgesetzt ist und dass Leben sich im Erleben zwar in seiner Einzelheit reflektiert, dem [[Sinn]] nach ihm aber zugleich von ihm [[ausgeschlossen]], also unterworfen ist, dass es eben er-lebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist das Erleben die Wahrnehmungsform des Lebens, sein Widerschein in den Ereignissen, die erlebt werden - eben als lebende [[Reflexion]] von Lebensereignissen in den Menschen selbst, die [[Gefühle]] hinterlassen, worin sich auch Verlassenheit subjektiviert, Gefühle, die ein verlassenes Subjekt zu einem [[isolierten]] Individuum machen. Das Erleben ist als solches daher nicht substanzielles Leben, sondern die Verselbständigung des Lebens zu einer isolierten [[Wahrnehmung]]. Diese bezeugt zwar [[Leben]], ist aber selbst kein Lebenserzeugnis und zeugt auch nicht Leben. Sie bezeugt ein Leben, das im Gefühl von dem, was in der [[Wahrnehmung]] wahrgehabt wird, abgetrennt bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche [[Wahrnehmung]] bringt nichts anderes hervor als eine Art und Weise, worin Leben sich als [[Erlebnis]], als einzelnes [[Ereignis]] darstellt. Es wird für sich reflektiert, wo es durch sich selbst in seiner [[Isolation]] besonders erscheint, für sich reizvoll ist. Erleben ist daher eine Heraussetzung und Besonderung des Lebens, wo es auf sich selbst bezogen ist und setzt von daher [[Selbstwahrnehmung]] voraus, wie es zugleich deren Inhalte bestimmt. Die [[Wahrnehmung]] des Erlebens ist daher auch die [[Elementarform]] der Selbstwahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erleben ist eine Lebensform, worin Leben reizvoll erfahren wird, wo in ihm [[Reize]] wahrgenommen und geschaffen werden, die Anreize für die Selbstwahrnehmung sind, erregend und füllend, weil sie ohne dies leer erscheint. Wer etwas erlebt hat, hat sicher dabei auch gelebt, aber als Erlebnis ist Leben nur [[abstrakt]] gefasst und wird unter Absehung jeglicher Zusammenhänge und [[Geschichte]], also ohne [[Grund]] und unbegründet erfahren. Im Erleben sind die Sinne wie im Leben beteiligt, aber sie reagieren nur auf das, was sie reizt und dadurch [[lebenswert]] erscheint, also der Selbstwahrnehmung wert gibt: [[Selbstwert]]. Das Erleben verhält sich in den [[Reizen]] des Lebens selbständig. Es ist die [[Reaktion]] des Lebens auf die Regungen, die es wahrnimmt. Von daher ist es die Form, worin die [[Wahrnehmung]] lebt, ästhetische Form des [[Lebens]]. Im Erleben vollzieht sich [[Ästhetik]] praktisch und sinnlich als [[Form]] erregter [[Regungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aus seinem [[Leben]] erzählt, wird nichts anderes erzählen als [[Geschichten]], eine Folge von [[Taten]], welche [[Ursachen]] und [[Wirkungen]] haben, ohne dass sie notwendig der [[Reflexion]] bedürften. Erst als Erlebnisse gefasst bekommen sie eine eigene [[Substanz]], welche die [[Wahrnehmung]] selbständig macht, welche sie also von ihrer unmittelbaren Geschichte isolieren. Erleben reflektiert immer [[Selbstwahrnehmung]], also die Hinzufügung einer [[Bewertung]] der Geschichte durch die Art und Weise, in der sie gelebt, also vom [[Subjekt]] der Wahrnehmung erllebt wurde, durch die Weise oder Form, in welcher Leben sich durch seine Vermittlung in seiner [[Form]] bestimmen lässt (siehe [[Formbestimmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erleben ist Leben in abgeschlossener Substantivierung als [[Erlebnis]], also nicht durch sich selbst, durch Lebensäußerung und in der [[Geschichte]] des eigenen Werdens und Eigenwerdens, sondern durch [[Ereignisse]], die in den [[Gegebenheiten]] des [[Lebens]] sich zutragen und zugetragen werden. Erleben ist Reflexion des Leben als anderes Leben, wie es [[wahrgenommen]] und [[wahrgehabt]] wird, Leben in der [[Gegenständlichkeit]] der [[Erfahrung]], Leben als Wahrnehmungsgegenstand des Erlebens. Erleben ist Lebens[[ausdruck]], der auf Lebens[[eindrücken]] gründet und als solche durch das Subjekt der Wahrnehmung bewertet und bestimmt werden, [[Mittel]] seines [[Selbstwertes]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstwahrnehmung, die sich im Erleben gestaltet, gestaltet das Leben zugleich so, wie es für den wahrnehmenden Menschen [[Wert]] hat, wie es also seiner Selbstverwirklichung, seiner abstrakten Identitaet als [[Wert]] für sich dient. Im Erleben ist die [[Wahrheit]] des [[Lebens]], wie sie für die [[Wahrnehmung]] selbst ist, wie die Wahrnehmung für sich Leben erfährt. Als Wahrnehmung seiner [[selbst]] ist das Erleben die [[Subjektivität]] einer Wahrheit, die genommen wird, um abgetrennte [[Identitaet]] jenseits ihres Gegenstandes zu bekommen, zu haben und zu erhalten: [[Selbstwahrnehmung]] an und für sich. Wahrheit wird hierdurch zum [[Umstand]] der Wahrnehmung, zu einer Sache, wie sie für die Wahrnehmung schon wahr ist, bevor sie [[erkannt]] wird. Sie muss gar nicht mehr erkannt werden, weil sie für sich selbst schon ist, einfache Wahrheit von Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen usw., wie dies für sich ist, Selbstgefühl als Wahrheit seiner selbst. Es ist eine Wahrheit der Umstände, die im Grunde umständlich, aber zugleich auch ganz einfach ist, abstrakte Wahrheit für Vieles: So wie die Welt für die Wahrnehmung ist, so ist sie überhaupt auch als Selbstwahrnehmung wahr, als Umstand, der zugleich in ihr [[geborgen]] ist, Wahrheit, die sich von selbst versteht, die gar nicht sein muss, weil sie sich selbst in der Wahrnehmung erweist, als Gefühl für das Wahre seiner selbst, Weltgeborgenheit der Sinne, aber auch Verborgenheit der Welt, wie sie in Wahrheit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Erleben scheint vor allem der Unterschied von [[Subjekt]] und Objekt aufgelöst. Die [[Bedingung]] des Erlebens erscheint als [[Notwendigkeit]] des Lebens selbst, als Bereicherung der Wahrnehmung, die sich objektiv selbst wahrhat, weil sie in den Reizen, die ihr begegnen und nach denen sie verlangt, nicht sich selbst als Gegenstand weiß, sondern die Welt als Gegenstand der Selbstwahrnehmung sich ihr auftut, als wäre sie die ihre. Es ist eine Kinderwelt, in welcher alles geborgen ist, was ohne dies außer sich wäre, Fremdheit nicht mehr erkennbar ist und an ihrer Stelle [[Selbstgewissheit]] als Eigenwelt geboten ist  [[heile Welt]] der [[Selbstbezogenheit]]. Das Fremde dient als Reiz und ist gerade durch seine eigentümliche Nähe reizvoll. Die Wahrnehmung verhält sich wie ein Tourist, dem allein schon dadurch alles vertraut ist, weil er es erlebt hat, in räumlicher Nähe und [[Anwesenheit]] sich verdichten konnte, [[Dichtung]] für sich selbst ist..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmung ist damit aber doppelt: Sinnestätigkeit des Auffassens und Erkennens, wie auch Selbstbestätigung des wahrnehmenden Subjekts, Maß und Allgemeinheit seiner Selbstbezogenheit. Die Umstände der Wahrnehmung, die Form ihrer [[Anwesenheit]] und [[Dichte]], betreiben ihre Wahrheit, werden zum Trieb der Selbstwahrnehmung. Was sie Erleben, das sind sie dann auch. Die Wahrnehmung wird zum Objekt ihres Erlebens, zur Erfüllung des eigenen Lebens darin, was dem Leben Anreiz bietet. Was die Menschen erleben, das macht sie dann auch aus, weil es sie mit Ereignissen ausfüllt, die jede Eigenheit ersetzen. Die Gegebenheiten werden zu Begebenheiten, zu Ereignissen, die Geschichte machen, ohne dass diese Geschichte durch die Menschen bestimmt ist. Die Ereignisse sind Events, die den Anschein von Geschichte haben, die in Wahrheit nichts anderes erzeugt, als was schon da ist. Es entsteht hieraus die im Ereignis bestimmte Geschichte, die sich alleine in der Beziehung der Menschen zu sich selbst, also jenseits ihrer Wirklichkeit ereignet, Sinnesgeschichte ohne wirklichen Sinn. Die Menschen sind getrieben, sich den [[Reizen]] zu überlassen, die ihr Leben anzeizen. Alles, was sie auf diese Weise belebt, erscheint unmittelbar als ihr Lebensakt. Die Selbstwahrnehmung erfüllt Leben, das selbst nicht sein kann. Gleich, ob durch Medien, Kunst, Konzert oder Disko, das Selbsterleben darin ersetzt jede Frage, die Leben aufwerfen kann. Das Idol macht das Leben, wie es der Ideo-Logie entspricht. Die als musikalische Anmache erlebten Lebensweisheiten wiegen schwerer als tausend Fragen, welche im Denken arbeiten. Das Leben wird in dem Maße gedankenlos, wie es im Erleben sich erfüllen und ausfüllen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem das Erleben die Wahrnehmung nun bemisst, ist es auch eine Anmaßung gegen sie. Es macht sich zum Maß der Ereignisse, welche für sie sein sollen und wird damit zum Agens ihrer Interesssen. Jedes Erlebnis geschieht somit schon aus Anmaßung an die Wahrnehmung, als ihre Herrichtung zu einem bestimmten Sein, worin die Beziehung der Wahrnehmungen nicht mehr ist, wie sie aus Leib und Seele und ihren natürlichen Gegenstängen wird, sondern wie sie für das Erleben sein muss, damit Wahrnehmung auch hierin bestimmt ist. Das Erleben macht das Sollen der Wahrnehmung aus und bestimmt sie zum Wahrmachen von Ereignissen, zu einer Aufmerksamkeit für das, was sie außer sich wahr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen bemessen sich nun an dem, was sie in ihrer Wahrnehmung füreinander sind, nicht mehr, was sie empfinden und fühlen, sondern was sie für ihre Empfindungen und für ihre Gefühle sind, was sie hierfür haben und brauchen. Ihre Wahrnehmung wird damit zu ihrer Lebensform.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Geldbesitz</title>
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		<updated>2026-10-15T19:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was durch das Geld für mich ist, was ich zahlen, d.h., was das Geld kaufen kann, das bin ich, der Besitzer des Geldes selbst. So groß die Kraft des Geldes, so groß ist meine Kraft. Die Eigenschaften des Geldes sind meine - seines Besitzers - Eigenschaften und Wesenskräfte. Das, was ich bin und vermag, ist also keineswegs durch meine Individualität bestimmt. Ich bin häßlich, aber ich kann mir die schönste Frau kaufen. Also bin ich nicht häßlich, denn die Wirkung der Häßlichkeit, ihre abschreckende Kraft ist durch das Geld vernichtet. Ich - meiner Individualität nach - bin lahm, aber das Geld verschafft mir 24 Füße; ich bin also nicht lahm; ich bin ein schlechter, unehrlicher, gewissenloser, geistloser Mensch, aber das Geld ist geehrt, also auch sein Besitzer. Das Geld ist das höchste Gut, also ist sein Besitzer gut, das Geld überhebt mich überdem der Mühe, unehrlich zu sein; ich werde also als ehrlich präsumiert; ich bin geistlos, aber das Geld ist der wirkliche Geist aller Dinge, wie sollte sein Besitzer geistlos sein? Zudem kann er sich die geistreichen Leute kaufen, und wer die Macht über die Geistreichen hat, ist der nicht geistreicher als der Geistreiche? Ich, der durch das Geld alles, wonach ein menschliches Herz sich sehnt, vermag, besitze ich nicht alle menschlichen Vermögen? Verwandelt also mein Geld nicht alle meine Unvermögen in ihr Gegenteil? [[(MEW 40, S. 564f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egal, ob [[Geldbesitzer]] oder [[Geldbesitzerin]], beide existieren im [[Glauben]], dass [[Geld]] sich durch [[Geld]] ersetzen lässt (siehe [[Geldfetisch]]), dass sich ihr [[Kaufmittel]] im [[Zahlungmittel]] gleich bleibt, also allseitig vergleichbar ist, ganz gleich, ob es z.B. einen [[Lohn]] darstellt oder eins bloße Wertdarstellung – z.B. als [[Zahlungsversprechen]] in einer [[Zahlungspflicht]] - [[vermittelt]]. Monetär ist dann eben alles gleich, weil und wo [[Geld]] selbst zu einer [[absolut]] gewordene Vergleichbarkeit des [[Warentauschs]] geworden ist, als [[Kaufmittel]] selbst ein [[abstrakt allgemeines]] [[Zahlungsmittel]] also in seinem [[Dasein]] als [[Vorstellung]] wie [[Wirklichkeit]] zugleich [[existiert]] (siehe [[Warenfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wirklichkeit]] des [[Geldbesitzes]] sind alle [[Widersprüche]] im rein [[quantitviven]] [[Beziehen]] aufgelöst. So herrscht dort die simple [[Qualität]] der [[Einfalt]], die [[Scheinwelt]] der [[Positivisten]], die sich nurmehr durch die Raffinessen des [[Opportunismus]] entwickeln können (siehe auch [[Tittytainment]]). Aber während die meisten Menschen über [[Geld]] nur als [[Zahlungsmittel]] für ihren Selbsterhalt, für ihre [[Reproduktion]] als Mensch im [[Lebensstandard]] einer [[Waren]]produziernden [[Gesellschaft]] verfügen, haben die Geldbesitzer ein [[Kaufmittel]], ein &#039;&#039;gesellschaftliches Faustpfand&#039;&#039; zur Hand, mit dem sie nach [[Belieben]] über die Produkte frei verfügen können, die auf den Märkten im [[Warentausch]] geboten werden. Dieses Geld ist zwar auch Produkt einer nützlichen Arbeit, weil es zum Einkauf von [[Gebrauchswerten]] dient. Es stellt aber einen [[Wert]] dar, der über die [[Wertgröße]] einer [[notwendigen Arbeit]] hinausgeht. Von daher leben Geldbesitzer in einer anderen [[Klasse]] als die Besitzlosen. Während die einen für Geld als [[Lohn]] arbeiten müssen, um leben zu können, verfügen die anderen über Geld als Mittel einer unabhängigen Lebensgestaltung und Entwicklung. Sie verfügen über Geld als ein Privateigentum das gesellschaftliche Vermögen, Gesellschaft in ihrem Sinn und Zweck zu bestimmen, während die anderen ihr Geld nur über die gesellschaftliche Verwertung ihrer [[Arbeitskraft]] erwerben können, ohnmächtig gegen den [[Reichtum]]der anderen existieren. In diesem [[Klassengegensatz]] tragen sie zwar die Potenzen der [[Arbeit]], ein Mehrprodukt zu schaffen und [[Reichtum]] zu bilden, durch den sich ihr gesellschaftliches Dasein verändert, scheitern aber notwendig an dessen Aneignung durch das Vermögen der Geldbesitzer, die ihre Existenz und ihr [[Leben]] bestimmen. Solange der Warenmarkt die Teilhabe der Menschen durch die gegensinnige Funktionen ihres Geldes als allgemeines [[Privateigentum]] einerseits als [[Zahlungsmittel]], andererseits als [[Kaufmittel]] bestimmt, sind es nicht dieselben Menschen, die über ihre [[gesellschaftliche]] [[Geschichte]] verfügen können. Sie verfügen damit über eine kräftig drängenden [[Formbestimmung]]der subjektiven [[Beziehungen]] und die wird schließlich auch deren [[Inhalte]] selbst unmittelbar, also ohne weitere [[Vermittlung]] aufzehren. In seiner [[triebhaft]] gewordenen [[Selbstbezogenheit]] wird Geld durch sich selbst ebenso kräftig nach außen gewendet und die [[Gewissheit]] und [[Aufmerksamkeit]] auf seine [[Gegenstände]] [[nichtig]], weil dahin nurmehr das [[Bedürfnis]] des [[Geldes]] - und somit auch die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen im &#039;&#039;Sinn des [[Habens]]&#039;&#039; (Marx) - [[angetrieben]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Bedürfnis des Geldes ist daher das wahre, von der Nationalökonomie produzierte Bedürfnis und das einzige Bedürfnis, das sie produziert. - Die Quantität des Geldes wird immer mehr seine einzige mächtige Eigenschaft; wie es alles Wesen auf seine Abstraktion reduziert, so reduziert es sich in seiner eignen Bewegung als quantitatives Wesen. Die Maßlosigkeit und Unmäßigkeit wird sein wahres Maß. - Subjektiv selbst erscheint dies so, teils daß die Ausdehnung der Produkte und der Bedürfnisse zum erfinderischen und stets kalkulierenden Sklaven unmenschlicher, raffinierter, unnatürlicher und eingebildeter Gelüste wird - das Privateigentum weiß das rohe Bedürfnis nicht zum menschlichen Bedürfnis zu machen; sein Idealismus ist die Einbildung, die Willkür, die Laune, und ein Eunuche schmeichelt nicht niederträchtiger seinem Despoten und sucht durch keine infameren Mittel seine abgestumpfte Genußfähigkeit zu irritieren, um sich selbst die Gunst zu erschleichen, wie der Industrieeunuche, der Produzent, um sich Silberpfennige zu erschleichen, aus der Tasche des christlich geliebten Nachbarn die Goldvogel herauszulocken - (jedes Produkt ist ein Köder, womit man das Wesen des andern, sein Geld, an sich locken will, jedes wirkliche oder mögliche Bedürfnis ist eine Schwachheit, die die Fliege an die Leimstange heranführen wird - allgemeine Ausbeutung des gemeinschaftlichen menschlichen Wesens, wie jede Unvollkommenheit des Menschen ein Band mit dem Himmel ist, eine Seite, wo sein Herz dem Priester zugänglich; jede Not ist die Gelegenheit, um unter dem liebenswürdigsten Schein zum Nachbarn zu treten und ihm zu sagen: Lieber Freund, ich gebe dir, was dir nötig ist; aber du kennst die conditio sine qua non; du weißt, mit welcher Tinte du dich mir zu verschreiben hast; ich prelle dich, indem ich dir einen Genuß verschaffe) -, sich seinen verworfensten Einfällen fügt, den Kuppler zwischen ihm und seinem Bedürfnis spielt, krankhafte Gelüste in ihm erregt, jede Schwachheit ihm ablauert, um dann das Handgeld für diesen Liebesdienst zu verlangen. ([[Karl Marx in MEW 40 Seite 547f).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Geldbesitz ist das [[Haben]] eine [[Selbstverständlichkeit]], denn der [[Gebrauchswert]] des [[Geldes]] ist [[ausschließlich]], dass man aus und mit [[Geld]] alles machen kann, über was eine [[Waren]] produzierende [[Gesellschaft]] verfügt und was dies alles [[möglich]] macht. So [[versteht]] es sich auch von selbst, dass zwischen den Menschen jeder Mensch brauchbar wird, der sich in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] [[nützlich]] machen kann. Die Sache selbst und auch ihr [[Gebrauchswert]] fällt hinter den Zweck einer Optimierung dieses [[Nutzens]], so dass sich die Menschen darin auch selbst und für sich selbst unmittelbar vergegenständlichen. In ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] sind sie sich aber nciht wirklicher [[Gegenstand]] ihrer [[Beziehungen]], sondern [[Gegenstand]] einer [[Gemeinschaft]] der [[Nutzung]] und Vernutzung des menschlichen [[Lebens]] in [[Beziehungen]] als [[Objekte]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]]. Sie gelten sich als wechselseitige [[Objekte]] ihrer hieraus [[bedingten]] [[Lebensäußerungen]], [[Einverleibungen]] ihres [[Lebens]] in und durch das [[Erleben]] von [[Beziehungen]] als [[subjektive]] [[Objekte]] in Objekt-Objekt-Verhältnissen, die nur für sich selbst in einem [[Verhältnis]] von [[Selbstbezogenheiten]] [[Sinn]] machen können und hiernach auch die [[Ereignisse]] ihres [[Lebens]] ausrichten (siehe [[Eventkultur]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldbesitz ist festgehaltenes, aus der [[Zirkulation]] der [[Waren]] herausgenommenes [[Geld]], das als Potenzial des [[Einkaufs]] von Waren jeglicher Art, also als gegen alle [[Waren]] gleich geltendes, als [[gleichgültig]] gestelltes [[Kaufmittel]] erhalten geblieben ist. Das setzt einen Markt vorraus, in welchem ein [[Reichtum]] herrscht, über den durch [[Geld]] verfügt wird, weil und solange es einen adäquaten [[Wert]] der [[Waren]] darzustellen vermag oder durch Zahlungsverpflichtungen (siehe [[Schuldgeldsystem]]) zumindest politisch &#039;&#039;gedeckt&#039;&#039; ist. Solange ein Mensch [[Geld]] [[besitzt]], ist er im Beistz eines [[Geldwerts]], anteilig zum [[Wert]] der gesamten zirkulierenden, also sich im [[Warentausch]] auf den Märkten befindlichen oder zur [[Produktion]] durch [[Kredite]] In dieser [[Beziehung]] verpflichteten [[Waren]] funktioniert. Im Geldbesitz ist [[Geld]] ein [[Zahlungsmittel]] (W-G), das als [[Maßstab der Preise]] die [[Nachfrage]] vermittelt, weil es das, was dort als Erzeugnis aus der [[Arbeit]], für die [[Geld]] auch ein [[Kaufmittel]] (G-W) für die vielfältigen [[Angebote]] wäre, blind voraussetzt. Damit Geld zu Kapital werden kann, muss der Kreislauf von [[Zahlungsmittel]] (W-G) und [[Kaufmittel]] (G-W) vielfach vollzogen werden um mehr Geld (G&#039;) aus dem Kreislauf (W-G-G-W) als [[unbezahlte Arbeit]] entziehen zu können (siehe [[Mehrwert]]). In diesem ewigen Kreislauf geht es nicht um den einzelnen Gewinn, &#039;&#039;sondern nur [um] die rastlose Bewegung des Gewinnens&#039;&#039; [[(MEW 23, S. 167)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In der Tat also ist G – W – G&#039; die allgemeine Formel des Kapitals [[(MEW 23, S. 170)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Als bewusster Träger dieser Bewegung wird der Geldbesitzer Kapitalist. Seine Person, oder vielmehr seine Tasche, ist der Ausgangspunkt und der Rückkehrpunkt des Geldes. (…) [Der] Kapitalist [funktioniert] als personifiziertes, mit Willen und Bewusstsein begabtes Kapital. [[(MEW 23, S. 167)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geldbesitzer hat damit eine gesellschaftliche Funktion zur Hand, in der sich der Gesamtwert aller produzierten und noch nicht verkauften Waren reflektiert. Er muss es nicht unbedingt für seinen Lebensunterhalt ausgeben, es also nicht als [[Kaufmittel]] verwenden. Er kann es als [[Zahlungsmittel]] festhalten, es aus der [[Zirkulation]] des [[Warentauschs]] zwischen [[Produktion]] und [[Konsumtion]] herausnehmen, um sich als [[Subjekt]] eines Marktes auf alles und jeden [[beliebig]] [[beziehen]] zu können, um durch das, was er an [[Geld]] hat, auf alles zu reflektieren, was ihm dafür geboten werden kann. An sich tauscht man mit [[Geld]] [[Waren]], erwirbt es durch [[Verkauf]] und [[kauft]] damit ein, was man zum [[Leben]] braucht oder über was man verfügen will. Mit [[Geld]] lässt sich ein [[Wert]] darstellen und auch bezahlen. Soweit es sich aus seiner [[Produktion]] der veräußerbaren Ware bei ihrem [[Verkauf]] als [[Maß der Werte]] bestimmt, ist es ein [[Kaufmittel]]. Aus seiner im [[Warentausch]], in seiner [[Zirkulation]] erworbenen Fähigkeit, seinen [[Wert]] als [[Maßstab der Preise]] beim [[Einkauf]] darzustellen, ist es ein [[Zahlungsmittel]]. Geld ist als gesellschaftliche Vermittlung aller Lebensäußerungen immer beides: [[Kaufmittel]] und [[Zahlungsmittel]] in einem. Somit existiert in ihm das Mittel der [[Täuschung]] über den gesellschaftlichen Lebenszusammenhang, über das Lebensverhältnis der Menschen überhaupt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Da das Geld als der existierende und sich betätigende Begriff des Wertes alle Dinge verwechselt, vertauscht, so ist es die allgemeine Verwechslung und Vertauschung aller Dinge, also die verkehrte Welt, die Verwechslung und Vertauschung aller natürlichen und menschlichen Qualitäten.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer die Tapferkeit kaufen kann, der ist tapfer, wenn er auch feig ist. Da das Geld nicht gegen eine bestimmte Qualität, gegen ein bestimmtes Ding, menschliche Wesenskräfte, sondern gegen die ganze menschliche und natürliche gegenständliche Welt sich austauscht, so tauscht es also – vom Standpunkt seines Besitzers angesehn – jede Eigenschaft gegen jede – auch ihr widersprechende Eigenschaft und Gegenstand – aus; es ist die Verbrüderung der Unmöglichkeiten, es zwingt das sich Widersprechende zum Kuß.[[(MEW 40, S. 566f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldbesitz ist festgehaltenes [[Geld]], den es nur in der [[Form]] von Geld als [[Kaufmittel]] geben kann (siehe auch [[Formbestimmung]]), denn nur wo Geldbesitz als ein Mehr an Geld, das über die Bezahlung des Lebensunterhalts, also über das Geld als [[Kaufmittel]] hinausreicht, können sich die Menschen über ihr Geld als [[Zahlungsmittel]] auf ihren [[gesellschaftlichen]] [[Reichtum]] beziehen, da dieses sie zu Subjekten der Märkte macht (siehe auch [[Geldschöpfung]]). Jeder einzelne Mensch ist zwar in dieser Vermittlung vor allem [[objektiv]] [[bestimmt]], weil er [[subjektiv]] unmittelbar ohne [[Geld]] keine Beziehung zu einem [[gesellschaft]]lichen [[Gegenstand]] hat, aber durch seine [[Subjektivität]] ist er nicht mehr objektiv verworfen sondern selbst Werträger. Weil in einer [[marktwirtschaftlich]] vermittelten [[Gesellschaft]] das Geld als [[Subjekt]] aller Tauschbeziehungen fungiert, die er nur durch Geld erwerben kann, kann er durch sein Geldvermögen als Geldbesitzer sich auch gesellschaftlih subjektiv [[beliebig]] verhalten - auch wenn sein [[Dasein]] nur [[privat]] existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist [[Geld]] sein [[allgemein abstraktes]] [[Lebensmittel]] und besteht bei seinem Entstehen schon im Verschwinden, weil es als bloßes [[Kaufmittel]] Leben [[vermittelt]] hat. Als solches kann man es nicht [[besitzen]], weil es immer schon ausgegeben wird, sobald es eingenommen ist, weil es eigentlich lediglich das [[reproduziert]], was damit so leben muss, wie es ihm in den [[Verhältnissen]] des [[Warentauschs]] [[gegeben]] ist. Wer es als allgemeines [[Zahlungsmittel]] für sich festhalten kann, weil er oder sie außer Geld auch die soziale Potenz, die politische Macht eines [[Privateigentums]] erworben hat, mehr Geld zu erwerben als ihm zu seiner [[Reproduktion]] nötig ist, besitzt zugleich einen [[Mehrwert]] des [[Geldes]] als bloßes [[Zahlungsmittel]] und ist also Geldbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Geld aus dem [[Warentausch]] hervorgegangen ist und für sich genommen als ein allgemeines [[Zahlungsmittel]] zum [[Subjekt]] der [[Marktwirtschaft]] gewoden ist, macht Geldbesitz ein [[Leben]] möglich, das alle besitzen wollen, das aber für sich [[nichts]] sein kann, weil es durch Geldbesitz schon vergangenes Leben ist. Aufgehäuft als [[allgemeines]] [[Zahlungsmittel]] ist Geld das [[Subjekt]] aller [[Lebensmittel]] und somit [[objektiv]] [[allgemeine]] Lebensvermittlung. [[Leben]] wird darin aber nur vorgestellt und also zu einem [[Leben]] in der [[Vorstellung]], weil es sich darin weder [[gebildet]] hat noch wirklich für alle [[da sein]] kann. Durch [[Geld]] ist lediglich die [[Beziehung]] auf eine [[gesellschaftlich]] existente [[Preis]]summe der Produkte, die auf ihren [[Tauschwert]] [[reduziert]] und [[veräußert]] sind, und lässt den Geldbesitzer am [[Wert]] von Produkten teilhaben, für die es [[gleichgültig]] ist, wie er zu [[Geld]] gekommen ist. In der Darstellung von [[Preisen]] teilt sich der Anteil am [[Geldwert]] mit, worin alle existenten Lebens- und [[Produktionsmittel]] quantifiziert sind. Solange [[Geld]] dies noch repräsentiert, solange es also kein [[Schuldgeld]], [[Buchgeld]] oder [[fiktives Kapital]] darstellt, kann man es als Vermittler eines [[abstrakt]] [[allgemeinen]] [[Lebensmittels]] [[begreifen]]. In diesem [[Mittel]] sein wird es aber selbst nur [[vermittelt]], ist also nicht unmittelbar hierauf bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld ist zunächst das Maß der Proportionen der [[Preise]] in ihrem [[Verhältnis]] beim Austausch der Sachen auf den Warenmärkten (siehe [[Maß der Werte]]), die Realisierung von [[Angebot und Nachfrage]] im Verhältnis ihres [[Daseins]] zu ihrem [[Nutzen]], das für die [[Grenznutzentheorie]] als das einzige [[Verhältnis]] des Geldes überhaupt wahrgenommen wird. Es ist aber nicht nur [[Kaufmittel]], wie es [[unmittelbar]] erscheint, sondern zugleich auch [[Zahlungsmittel]], das auch die Kosten ihrer Erzeugung und Aneignung im Anteil einer [[durchschnittlichen]] Preissumme der Waren überhaupt bestimmt (siehe [[Maßstab der Preise]]). Als Darstellung ihres [[Tauschwert]]s, eben als ihr Wertmaß, ist es aomit als Wertträger zugleich auch der Maßstab ihrer quantitativen Beziehung und als dieses das gesellschaftlich mächtigere Mittel ihres Verkehrs im [[Warentausch]]. Es wird zum Maßstab dadurch, dass es sich in doppelter Weise als Wertträger verhält, also im Händewechsel der Warenbeitzer doppelt, einmal als [[Zahlungsmittel]] und einmal als [[Kaufmittel]] vorkommt und von daher als Wertträger Macht über den [[Besitzer]] von [[Gebrauchswerten]], dem Verkäufer bekommt. Der Geldbesitzer bekommt hierdurch eine höhere politische Stellung und bestimmt die Wertdarstellung durch sein doppeltes und auch doppelt so häufiges Auftreten bei der Bildung der Preissumme, in welcher sich die Warenwerte ausdrücken müssen, weil sich nur darin ihr [[Wert]] wirklich formulieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber durch diese Funktion des Geldes belebt Geldbesitz alles, auch wenn es für sich tot ist, weil mit ihm [[erlebt]] wird, was ihm als [[Leben]] vorausgesetzt ist und durch Geld jeder Einzelne zu einer gesellschaftlichen Existenz kommt und ihm zugleich Gesellschaft verliehen wird. Ob [[Geld]] geliehen, erdient, ergaunert oder &#039;&#039;abgeschöpft&#039;&#039; ist (siehe [[Geldschöpfung]]): Es verleiht jedem eine gesellschaftliche Identität, in der er nur Geldbesitzer und sonst nichts anderes sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Geld  als das äußere, nicht aus dem Menschen als Menschen und nicht von der menschlichen Gesellschaft als Gesellschaft herkommende, allgemeine  Mittel und Vermögen, die Vorstellung in die Wirklichkeit und die Wirklichkeit zu einer bloßen Vorstellung zu machen, verwandelt ebenso sehr die wirklichen menschlichen und natürlichen Wesenskräfte in bloß abstrakte Vorstellungen und darum Unvollkommenheiten, qualvolle Hirngespinste, wie es andererseits die wirklichen Unvollkommenheiten und Hirngespinste, die wirklich ohnmächtigen, nur in der Einbildung des Individuums existierenden Wesenskräfte desselben zu wirklichen Wesenskräften und Vermögen verwandelt. Schon dieser Bestimmung nach ist es also schon die allgemeine Verkehrung der Individualitäten, die sie in ihr Gegenteil umkehrt und ihren Eigenschaften widersprechende Eigenschaften beilegt. [[(MEW 40, S. 566)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Geld]] kann man fast alles [[haben]], weil es das allgemein abstrakte [[Mittel]], das Mittel für alles [[mögliche]], für jeden beliebigen [[Zweck]] ist. Und so wie es von diesem getrennt ist, so erscheint auch diese [[Wirkung]] von Belebung Geld ganz allgemein als [[Mittel]] des [[Erlebens]], als Überlebensmittel einer Leblosigkeit, und ist in Gesellschaften, in welchen sich das [[Leben]] nicht mehr erzeugt sondern nurmehr erlebt wird, also reflektiert ist als [[Reiz]] oder Anreiz, der beleben soll, zugleich das höchste [[Kulturgut]] (siehe [[Dienstleistungsgesellschaft]]). Dort ist es nicht nur [[nützlich]] für die Lebenserhaltung, sondern das Mittel der Lebensmöglichkeiten schlechthin. Leben wird damit unendlich möglich, also unbestimmt, und jedes dem anderen gleich, alles Leben für sich unendlich und zu anderen [[gleichgültig]], im eigentlichen Sinn beliebig bis auf die Tatsache, dass man irgendetwas tun muss, was einem Geldgeber [[nützlich]] ist, um sich von ihm Geld zu erdienen oder zu ergaunern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Geld durch Erwerb von Arbeit aus fremden Ländern schon gesellschaftlich vorhanden ist, besteht es als selbstverständliche Existenzgrundlage. Hieraus ist keine bestimmt [[Tätigkeit]] mehr zu ermitteln und auch kein [[Stoffwechsel]] scheint Geld als solches nötig zu haben, weil das Geld selbst dieser [[Gesellschaft]], [[Nation]] oder [[Klasse]] zugrunde liegt, Resultat fremder Lebensverhältnisse ist, die darin aufgehen (siehe [[Devisenmarkt]]). Und wo keine bestimmte Tätigkeit mehr wahrnehmbar ist, die Geld erwirkt, wird die gesellschaftliche [[Macht]] des Geldes als bloße [[Naturmacht]] der [[Existenz]] erfahren: [[Geld]] muss man einfach [[haben]] - und wer es nicht erwerben kann, ist vom gesellschaftlichen Leben selbst ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arbeit]], die zur Erzeugung der Lebensmittel aufgewendet sein muss, hat demnach in dieser Gesellschaft keine gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] mehr und dient lediglich dem Gelderwerb, nicht mehr der gesellschaftlichen Entwicklung. Von daher ist dann auch gerne die Rede vom Ende der [[Geschichte]]. Durch Geld wird darin Leben im wahrsten Sinne des Wortes [[besessen]], das dem [[Geld]] notwendig vorrausgesetzt ist und eine Not wendet, die im Geldbesitz nicht mehr [[sein]] muss. Geldbesitz setzt also eine Lebensnotwendigkeit voraus, die durch ihn aufgehoben ist. Das Leben wird im [[Erleben]] zwar wahrgenommen, was jedoch an Leben darin [[wahrgehabt]] wird, ist von der [[Wahrnehmung]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl Geld als [[Reichtum]] erscheint, bedeutet es für sich genommen Verarmung an Leben. Geldbesitz ist die Verfügung über abstrakten Reichtum, über die geronnene [[Abstraktion]] von [[Arbeit]] (siehe [[abstrakt menschliche Arbeit]]) als Lebensgrundlage, das Außer-sich-Sein der Arbeit als allgemeine [[Ware]], die als [[Besitz]] festgehalten ist, weil durch sie jede andere Ware erworben werden kann. Im Geld ist die Lebenstätigkeit gegenständlich ohne zu leben, allgemeines Mittel, ohne Leben zu vermitteln, äußeres Mitteil eines [[Ganzen]], welches sich nur jenseits des Lebens als [[Abstraktion]] hiervon verbindet. Der Geldbesitzer bezieht sich im Geld auf andere, indem er sich auf sich selbst bezieht als [[Besitzer]] eines Vermögens, das Mittel aller Beziehungen in veräußerter Welt ist und das er in der Tasche hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Seitdem der materielle Reichtum, diese Summe der Erzeugnisse produktiver menschlicher Arbeit, im Geld seinen abstrakten, anonymen Repräsentanten gefunden hat, seitdem der unmittelbare Zweck der produktiven Arbeit nicht mehr die Vermehrung des dinglichen Reichtums, die Herstellung von Gütern, sondern diese nur Mittel zu einem weiteren eigentlichen Zweck: der Vermehrung von Geldreichtum geworden ist, seitdem es genügt, Geld zu besitzen, um reicher werden zu können- seither hat das Reichwerden im engeren, materiellen Sinne aufgehört, notwendig auch ein Reicherwerden im geistigen, kulturellen Sinne nach sich zu ziehen. [[(MEW 23, S. 674)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldbesitz ist der Besitz des gesellschaftlichen Faustpfands aller bürgerlichen Verhältnisse, der allgemeinen Ware Geld. Der Geldbesitzer ist der[[Bürger]] schlechthin. Er fühlt sich unmittelbar gesellschaftlich durch die Allseitigkeit seiner [[Beziehungen]], die er &#039;&#039;in der Tasche hat&#039;&#039;. In ihm verkehrt sich daher auch die Vorstellung von seiner [[Individualität]], die er als absolut ansieht. So wie sie im Geld [[objektiv]], so ist sie bei ihm auch [[subjektiv]]: alles bezieht sich auf ihn und er kann gleichgültig gegen jede Beziehung sein, ohne Anfang und ohne Ende, ohne wirkliches Subjekt und ohne Objektivität, nutzen, was ihm nützlich ist und sich einverleiben, was seinem leiblichen Wohl dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher hat er keine wirkliche Beziehung auf Sachen oder Menschen, sondern eine allgemeine Beziehungswirklichkeit und setzt für sich den Sinn seiner Beziehungen abstrakt und allgemein. In dieser [[Gleichgültigkeit]] gegen alle Bestimmtheit, also in der reinen Quantität seiner Lebensereignisse verliert sich seder wirkliche Sinn und jede [[Geschichte]]. Die Reihe der Erlebnisse ist so beliebig wie die Anwendung von Geld für eine Geldbesitzer beliebig sein kann. So ist ihm auch Kultur bloße Erlebniskultur (siehe [[Eventkultur]]) und kann auch als [[Gegenstand]] seines Konsums nur [[abstrakt]] für ihn sein (siehe [[Kulturkonsum]]). Er leidet sie nicht und lebt für sich auch gämzöich uinkultuviert. Dennoch ist sie sein Umstand und Umgang: Wo sonst könnte er die Beziehung auf sich, seine allgemeine Selbstbezogenheit nutzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Geld aber nur festgehaltene [[Ware]] ist, fürchtet der Geldbesitzer alle wirklichen Bewegungen der Warenwelt. Er ist hiervon vollständig abhängig und sieht sich dennoch mächtig, weil allseitig und allgemein, in jeder Weise allem gleich geltend und gerecht. Sein Verhältnis zu allen anderen besteht aus einer Betsimmtheit, die keinen Sinn hat, sich erlebt, während sie sich äußert und bezieht, sie ist Selbstbeziehung als reine [[Gleichgültigkeit]] gegen jede [[Bestimmtheit]] ist. Der Geldbesitzer besitzt eben nicht nur Geld, sondern auch sich und ist von daher in seiner ausschließlichen [[Formbestimmung]] vom Geld besessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihm also sinnlich reine Form, ist ihm objektiv eine große Sorge. Die Lebenszusammenhänge erkennt er nur als Bedrohung seiner Selbstbezogenheit. Was sich dort &#039;&#039;zusammenbraut&#039;&#039; kann nur einen Sinn haben, ihn auszuschließen oder sich konkret zu wissen. Er weiß sich so nur als Objekt der Lebenszusammenhänge, solange, bis er sie bestimmen kann, sobald er also mit seinem Geld seinem [[Willen]] zur [[Macht]] verhilft. Er muss alle Beziehungen in sein Geld verwickeln, damit er über ihre Geschichte verfügen kann. Die Menschen wissen das nicht, aber sie tun es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Geldbesitz ist [[Wissen]] nicht nur unnötig sondern auch unmöglich, da es keine [[Gewissheit]] über seine Beziehungen enthalten kann, da es also nur ungewiss und formbestimmt und rein funktional, ohne [[Gewissen]] ist. Es besteht allein aus dem Wissen um die [[Notwendigkeiten]] des Lebens, die es als Lebensnotwendigkeit erscheinen lassen will: Wo sonst kann Leben geregelt werden außer durch die Not der vielen Wendigkeiten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So objektiv sich dieses Wissen gibt, so subjektiv ist es: Es ist die Funktion einer Egozentrik, die alle Ereignisse zu kontrollieren sucht. In seiner Unterschiedslosigkeit zerstört es seine innere Notwendigkeit, die Not seiner Bessenheit, indem es immer mehr Beziehungen auf Menschen und Kultur horten muss. Die Not wendet sich dadurch, dass es sich in seiner Notwendigkeit leidet, dass ihre Sinnlosigkeit leidet und nicht leiden kann. Es ist die Absurdität des Geldbesitzes, dass die Abstraktion, die Geld ausdrückt, konkret gelitten wird wie eine fremde MAcht, die sich dem eigenen Willen entgegenhält. Das Leiden ist die Unerfüllbarkeit der Sinne, ist Leiden an ihrem Anspruch auf Verwirklichung und Wirklichkeit. Im [[Dekonstruktivismus]] hat dieser Anspruch seine [[Ideologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Globalisierung]]des [[fiktiven Kapitals]] wurde das Verhältnis von Wertbildung und Preisbildung umgekehrt, die Mehrwertproduktion zu einer [[Negativverwertung]] des [[fiktiven Kapitals]] getrieben und durch ein [[Schuldgeldsystem]] der [[Realwirtschaft]] entzogen und totalisiert. Jeder [[Schuldner]] muss [[Mehrwert]] im Nachhinein seiner Geldaufnahme schaffen, um seine Zahlungsversprechen einzulösen und das darin fiktiv formulierte Kapital als Geldwert zu realisieren. Es ist damit der Prozess der Machtverhältnisse im Verhältnis der [[Produuktion]] zur [[Geldzirkulation]] zwar umgekehrt, bleibt aber nach wie vor bestimmt durch die Mehrwertproduktion, weil [[fiktives Kapital]] die Mehrarbeit als [[unbezahlte Arbeit]] zur Wertdeckung des Geldes erzwingt. Nicht mehr das Produkt stellt jetzt allerdings die Macht des Kapitals dar, das teuer verkauft wird, um Mehrwert zu realisieren, sondern die Kaufkraft des Geldes, das durch die [[Preisbildung]] über [[Eigentumstitel]] - wie z.B. Wertpapiere, Gebühren, Mieten oder Termin- und Derrivatenhandel - dem zirkuliernden [[Kaufmittel]] [[Wert]] enztieht, um die Wertdeckung von [[fiktivem Kapital]] zu erfüllen. Dessen Macht verhält sich dann über den Konsum relativ wertloser Güter gegen die Ohnmacht der [[Arbeit]] als Notwendigkeit der Schuldentilgung durch [[unbezahlte Arbeit]] im Nachhinein. Die Klassengegensätze sind damit nicht verschwunden. Sie haben sich in ihrer Existenzform zu einem [[Existenzwert]] der Armut gegen den Reichtum an [[fiktivem Kapital]] totalisiert und sich in Staaten und Agenturen der Schuldpflichtigkeit (z.B. über ein gigantisches Maß an [[Staatsverschuldungen]]) institutionalisiert. Der allgemeinste Klassengegensatz besteht zwischen Gläubigerstaaten und Schuldnerstaaten. Sie betreiben insgesamt die [[Ausbeutung]] von Mensch und [[Natur,]] die sich über ein weltweites [[Schuldgeldsystem]] vervielfacht hat, das seine Schulden über den [[Existenwert]] von [[Eigentumstitel]], über eine rücksichtslose [[Austeritätspolitik]] gegen die politisch erzeugte und allgemeine grassierende [[Armut]] auf der Welt eintreibt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Geldbesitz&amp;diff=11611</id>
		<title>Geldbesitz</title>
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		<updated>2026-10-15T19:19:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was durch das Geld für mich ist, was ich zahlen, d.h., was das Geld kaufen kann, das bin ich, der Besitzer des Geldes selbst. So groß die Kraft des Geldes, so groß ist meine Kraft. Die Eigenschaften des Geldes sind meine - seines Besitzers - Eigenschaften und Wesenskräfte. Das, was ich bin und vermag, ist also keineswegs durch meine Individualität bestimmt. Ich bin häßlich, aber ich kann mir die schönste Frau kaufen. Also bin ich nicht häßlich, denn die Wirkung der Häßlichkeit, ihre abschreckende Kraft ist durch das Geld vernichtet. Ich - meiner Individualität nach - bin lahm, aber das Geld verschafft mir 24 Füße; ich bin also nicht lahm; ich bin ein schlechter, unehrlicher, gewissenloser, geistloser Mensch, aber das Geld ist geehrt, also auch sein Besitzer. Das Geld ist das höchste Gut, also ist sein Besitzer gut, das Geld überhebt mich überdem der Mühe, unehrlich zu sein; ich werde also als ehrlich präsumiert; ich bin geistlos, aber das Geld ist der wirkliche Geist aller Dinge, wie sollte sein Besitzer geistlos sein? Zudem kann er sich die geistreichen Leute kaufen, und wer die Macht über die Geistreichen hat, ist der nicht geistreicher als der Geistreiche? Ich, der durch das Geld alles, wonach ein menschliches Herz sich sehnt, vermag, besitze ich nicht alle menschlichen Vermögen? Verwandelt also mein Geld nicht alle meine Unvermögen in ihr Gegenteil? [[(MEW 40, S. 564f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egal, ob [[Geldbesitzer]] oder [[Geldbesitzerin]], beide existieren im [[Glauben]] , dass [[Geld]] sich durch [[Geld]] ersetzen lässt (siehe [[Geldfetisch]]), dass sich ihr [[Kaufmittel]] im [[Zahlungmittel]] gleich bleibt, also allseitig vergleichbar ist, ganz gleich, ob es z.B. einen [[Lohn]] darstellt oder eins bloße Wertdarstellung – z.B. als [[Zahlungsversprechen]] in einer [[Zahlungspflicht]] - [[vermittelt]]. Monetär ist dann eben alles gleich, weil und wo [[Geld]] selbst zu einer [[absolut]] gewordene Vergleichbarkeit des [[Warentauschs]] geworden ist, als [[Kaufmittel]] selbst ein [[abstrakt allgemeines]] [[Zahlungsmittel]] also in seinem [[Dasein]] als [[Vorstellung]] wie [[Wirklichkeit]] zugleich [[existiert]] (siehe [[Warenfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wirklichkeit]] des [[Geldbesitzes]] sind alle [[Widersprüche]] im rein [[quantitviven]] [[Beziehen]] aufgelöst. So herrscht dort die simple [[Qualität]] der [[Einfalt]], die [[Scheinwelt]] der [[Positivisten]], die sich nurmehr durch die Raffinessen des [[Opportunismus]] entwickeln können (siehe auch [[Tittytainment]]). Aber während die meisten Menschen über [[Geld]] nur als [[Zahlungsmittel]] für ihren Selbsterhalt, für ihre [[Reproduktion]] als Mensch im [[Lebensstandard]] einer [[Waren]]produziernden [[Gesellschaft]] verfügen, haben die Geldbesitzer ein [[Kaufmittel]], ein &#039;&#039;gesellschaftliches Faustpfand&#039;&#039; zur Hand, mit dem sie nach [[Belieben]] über die Produkte frei verfügen können, die auf den Märkten im [[Warentausch]] geboten werden. Dieses Geld ist zwar auch Produkt einer nützlichen Arbeit, weil es zum Einkauf von [[Gebrauchswerten]] dient. Es stellt aber einen [[Wert]] dar, der über die [[Wertgröße]] einer [[notwendigen Arbeit]] hinausgeht. Von daher leben Geldbesitzer in einer anderen [[Klasse]] als die Besitzlosen. Während die einen für Geld als [[Lohn]] arbeiten müssen, um leben zu können, verfügen die anderen über Geld als Mittel einer unabhängigen Lebensgestaltung und Entwicklung. Sie verfügen über Geld als ein Privateigentum das gesellschaftliche Vermögen, Gesellschaft in ihrem Sinn und Zweck zu bestimmen, während die anderen ihr Geld nur über die gesellschaftliche Verwertung ihrer [[Arbeitskraft]] erwerben können, ohnmächtig gegen den [[Reichtum]]der anderen existieren. In diesem [[Klassengegensatz]] tragen sie zwar die Potenzen der [[Arbeit]], ein Mehrprodukt zu schaffen und [[Reichtum]] zu bilden, durch den sich ihr gesellschaftliches Dasein verändert, scheitern aber notwendig an dessen Aneignung durch das Vermögen der Geldbesitzer, die ihre Existenz und ihr [[Leben]] bestimmen. Solange der Warenmarkt die Teilhabe der Menschen durch die gegensinnige Funktionen ihres Geldes als allgemeines [[Privateigentum]] einerseits als [[Zahlungsmittel]], andererseits als [[Kaufmittel]] bestimmt, sind es nicht dieselben Menschen, die über ihre [[gesellschaftliche]] [[Geschichte]] verfügen können. Sie verfügen damit über eine kräftig drängenden [[Formbestimmung]]der subjektiven [[Beziehungen]] und die wird schließlich auch deren [[Inhalte]] selbst unmittelbar, also ohne weitere [[Vermittlung]] aufzehren. In seiner [[triebhaft]] gewordenen [[Selbstbezogenheit]] wird Geld durch sich selbst ebenso kräftig nach außen gewendet und die [[Gewissheit]] und [[Aufmerksamkeit]] auf seine [[Gegenstände]] [[nichtig]], weil dahin nurmehr das [[Bedürfnis]] des [[Geldes]] - und somit auch die [[Selbstwahrnehmung]] der Menschen im &#039;&#039;Sinn des [[Habens]]&#039;&#039; (Marx) - [[angetrieben]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Bedürfnis des Geldes ist daher das wahre, von der Nationalökonomie produzierte Bedürfnis und das einzige Bedürfnis, das sie produziert. - Die Quantität des Geldes wird immer mehr seine einzige mächtige Eigenschaft; wie es alles Wesen auf seine Abstraktion reduziert, so reduziert es sich in seiner eignen Bewegung als quantitatives Wesen. Die Maßlosigkeit und Unmäßigkeit wird sein wahres Maß. - Subjektiv selbst erscheint dies so, teils daß die Ausdehnung der Produkte und der Bedürfnisse zum erfinderischen und stets kalkulierenden Sklaven unmenschlicher, raffinierter, unnatürlicher und eingebildeter Gelüste wird - das Privateigentum weiß das rohe Bedürfnis nicht zum menschlichen Bedürfnis zu machen; sein Idealismus ist die Einbildung, die Willkür, die Laune, und ein Eunuche schmeichelt nicht niederträchtiger seinem Despoten und sucht durch keine infameren Mittel seine abgestumpfte Genußfähigkeit zu irritieren, um sich selbst die Gunst zu erschleichen, wie der Industrieeunuche, der Produzent, um sich Silberpfennige zu erschleichen, aus der Tasche des christlich geliebten Nachbarn die Goldvogel herauszulocken - (jedes Produkt ist ein Köder, womit man das Wesen des andern, sein Geld, an sich locken will, jedes wirkliche oder mögliche Bedürfnis ist eine Schwachheit, die die Fliege an die Leimstange heranführen wird - allgemeine Ausbeutung des gemeinschaftlichen menschlichen Wesens, wie jede Unvollkommenheit des Menschen ein Band mit dem Himmel ist, eine Seite, wo sein Herz dem Priester zugänglich; jede Not ist die Gelegenheit, um unter dem liebenswürdigsten Schein zum Nachbarn zu treten und ihm zu sagen: Lieber Freund, ich gebe dir, was dir nötig ist; aber du kennst die conditio sine qua non; du weißt, mit welcher Tinte du dich mir zu verschreiben hast; ich prelle dich, indem ich dir einen Genuß verschaffe) -, sich seinen verworfensten Einfällen fügt, den Kuppler zwischen ihm und seinem Bedürfnis spielt, krankhafte Gelüste in ihm erregt, jede Schwachheit ihm ablauert, um dann das Handgeld für diesen Liebesdienst zu verlangen. ([[Karl Marx in MEW 40 Seite 547f).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Geldbesitz ist das [[Haben]] eine [[Selbstverständlichkeit]], denn der [[Gebrauchswert]] des [[Geldes]] ist [[ausschließlich]], dass man aus und mit [[Geld]] alles machen kann, über was eine [[Waren]] produzierende [[Gesellschaft]] verfügt und was dies alles [[möglich]] macht. So [[versteht]] es sich auch von selbst, dass zwischen den Menschen jeder Mensch brauchbar wird, der sich in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] [[nützlich]] machen kann. Die Sache selbst und auch ihr [[Gebrauchswert]] fällt hinter den Zweck einer Optimierung dieses [[Nutzens]], so dass sich die Menschen darin auch selbst und für sich selbst unmittelbar vergegenständlichen. In ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] sind sie sich aber nciht wirklicher [[Gegenstand]] ihrer [[Beziehungen]], sondern [[Gegenstand]] einer [[Gemeinschaft]] der [[Nutzung]] und Vernutzung des menschlichen [[Lebens]] in [[Beziehungen]] als [[Objekte]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]]. Sie gelten sich als wechselseitige [[Objekte]] ihrer hieraus [[bedingten]] [[Lebensäußerungen]], [[Einverleibungen]] ihres [[Lebens]] in und durch das [[Erleben]] von [[Beziehungen]] als [[subjektive]] [[Objekte]] in Objekt-Objekt-Verhältnissen, die nur für sich selbst in einem [[Verhältnis]] von [[Selbstbezogenheiten]] [[Sinn]] machen können und hiernach auch die [[Ereignisse]] ihres [[Lebens]] ausrichten (siehe [[Eventkultur]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldbesitz ist festgehaltenes, aus der [[Zirkulation]] der [[Waren]] herausgenommenes [[Geld]], das als Potenzial des [[Einkaufs]] von Waren jeglicher Art, also als gegen alle [[Waren]] gleich geltendes, als [[gleichgültig]] gestelltes [[Kaufmittel]] erhalten geblieben ist. Das setzt einen Markt vorraus, in welchem ein [[Reichtum]] herrscht, über den durch [[Geld]] verfügt wird, weil und solange es einen adäquaten [[Wert]] der [[Waren]] darzustellen vermag oder durch Zahlungsverpflichtungen (siehe [[Schuldgeldsystem]]) zumindest politisch &#039;&#039;gedeckt&#039;&#039; ist. Solange ein Mensch [[Geld]] [[besitzt]], ist er im Beistz eines [[Geldwerts]], anteilig zum [[Wert]] der gesamten zirkulierenden, also sich im [[Warentausch]] auf den Märkten befindlichen oder zur [[Produktion]] durch [[Kredite]] In dieser [[Beziehung]] verpflichteten [[Waren]] funktioniert. Im Geldbesitz ist [[Geld]] ein [[Zahlungsmittel]] (W-G), das als [[Maßstab der Preise]] die [[Nachfrage]] vermittelt, weil es das, was dort als Erzeugnis aus der [[Arbeit]], für die [[Geld]] auch ein [[Kaufmittel]] (G-W) für die vielfältigen [[Angebote]] wäre, blind voraussetzt. Damit Geld zu Kapital werden kann, muss der Kreislauf von [[Zahlungsmittel]] (W-G) und [[Kaufmittel]] (G-W) vielfach vollzogen werden um mehr Geld (G&#039;) aus dem Kreislauf (W-G-G-W) als [[unbezahlte Arbeit]] entziehen zu können (siehe [[Mehrwert]]). In diesem ewigen Kreislauf geht es nicht um den einzelnen Gewinn, &#039;&#039;sondern nur [um] die rastlose Bewegung des Gewinnens&#039;&#039; [[(MEW 23, S. 167)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In der Tat also ist G – W – G&#039; die allgemeine Formel des Kapitals [[(MEW 23, S. 170)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Als bewusster Träger dieser Bewegung wird der Geldbesitzer Kapitalist. Seine Person, oder vielmehr seine Tasche, ist der Ausgangspunkt und der Rückkehrpunkt des Geldes. (…) [Der] Kapitalist [funktioniert] als personifiziertes, mit Willen und Bewusstsein begabtes Kapital. [[(MEW 23, S. 167)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geldbesitzer hat damit eine gesellschaftliche Funktion zur Hand, in der sich der Gesamtwert aller produzierten und noch nicht verkauften Waren reflektiert. Er muss es nicht unbedingt für seinen Lebensunterhalt ausgeben, es also nicht als [[Kaufmittel]] verwenden. Er kann es als [[Zahlungsmittel]] festhalten, es aus der [[Zirkulation]] des [[Warentauschs]] zwischen [[Produktion]] und [[Konsumtion]] herausnehmen, um sich als [[Subjekt]] eines Marktes auf alles und jeden [[beliebig]] [[beziehen]] zu können, um durch das, was er an [[Geld]] hat, auf alles zu reflektieren, was ihm dafür geboten werden kann. An sich tauscht man mit [[Geld]] [[Waren]], erwirbt es durch [[Verkauf]] und [[kauft]] damit ein, was man zum [[Leben]] braucht oder über was man verfügen will. Mit [[Geld]] lässt sich ein [[Wert]] darstellen und auch bezahlen. Soweit es sich aus seiner [[Produktion]] der veräußerbaren Ware bei ihrem [[Verkauf]] als [[Maß der Werte]] bestimmt, ist es ein [[Kaufmittel]]. Aus seiner im [[Warentausch]], in seiner [[Zirkulation]] erworbenen Fähigkeit, seinen [[Wert]] als [[Maßstab der Preise]] beim [[Einkauf]] darzustellen, ist es ein [[Zahlungsmittel]]. Geld ist als gesellschaftliche Vermittlung aller Lebensäußerungen immer beides: [[Kaufmittel]] und [[Zahlungsmittel]] in einem. Somit existiert in ihm das Mittel der [[Täuschung]] über den gesellschaftlichen Lebenszusammenhang, über das Lebensverhältnis der Menschen überhaupt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Da das Geld als der existierende und sich betätigende Begriff des Wertes alle Dinge verwechselt, vertauscht, so ist es die allgemeine Verwechslung und Vertauschung aller Dinge, also die verkehrte Welt, die Verwechslung und Vertauschung aller natürlichen und menschlichen Qualitäten.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer die Tapferkeit kaufen kann, der ist tapfer, wenn er auch feig ist. Da das Geld nicht gegen eine bestimmte Qualität, gegen ein bestimmtes Ding, menschliche Wesenskräfte, sondern gegen die ganze menschliche und natürliche gegenständliche Welt sich austauscht, so tauscht es also – vom Standpunkt seines Besitzers angesehn – jede Eigenschaft gegen jede – auch ihr widersprechende Eigenschaft und Gegenstand – aus; es ist die Verbrüderung der Unmöglichkeiten, es zwingt das sich Widersprechende zum Kuß.[[(MEW 40, S. 566f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldbesitz ist festgehaltenes [[Geld]], den es nur in der [[Form]] von Geld als [[Kaufmittel]] geben kann (siehe auch [[Formbestimmung]]), denn nur wo Geldbesitz als ein Mehr an Geld, das über die Bezahlung des Lebensunterhalts, also über das Geld als [[Kaufmittel]] hinausreicht, können sich die Menschen über ihr Geld als [[Zahlungsmittel]] auf ihren [[gesellschaftlichen]] [[Reichtum]] beziehen, da dieses sie zu Subjekten der Märkte macht (siehe auch [[Geldschöpfung]]). Jeder einzelne Mensch ist zwar in dieser Vermittlung vor allem [[objektiv]] [[bestimmt]], weil er [[subjektiv]] unmittelbar ohne [[Geld]] keine Beziehung zu einem [[gesellschaft]]lichen [[Gegenstand]] hat, aber durch seine [[Subjektivität]] ist er nicht mehr objektiv verworfen sondern selbst Werträger. Weil in einer [[marktwirtschaftlich]] vermittelten [[Gesellschaft]] das Geld als [[Subjekt]] aller Tauschbeziehungen fungiert, die er nur durch Geld erwerben kann, kann er durch sein Geldvermögen als Geldbesitzer sich auch gesellschaftlih subjektiv [[beliebig]] verhalten - auch wenn sein [[Dasein]] nur [[privat]] existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist [[Geld]] sein [[allgemein abstraktes]] [[Lebensmittel]] und besteht bei seinem Entstehen schon im Verschwinden, weil es als bloßes [[Kaufmittel]] Leben [[vermittelt]] hat. Als solches kann man es nicht [[besitzen]], weil es immer schon ausgegeben wird, sobald es eingenommen ist, weil es eigentlich lediglich das [[reproduziert]], was damit so leben muss, wie es ihm in den [[Verhältnissen]] des [[Warentauschs]] [[gegeben]] ist. Wer es als allgemeines [[Zahlungsmittel]] für sich festhalten kann, weil er oder sie außer Geld auch die soziale Potenz, die politische Macht eines [[Privateigentums]] erworben hat, mehr Geld zu erwerben als ihm zu seiner [[Reproduktion]] nötig ist, besitzt zugleich einen [[Mehrwert]] des [[Geldes]] als bloßes [[Zahlungsmittel]] und ist also Geldbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Geld aus dem [[Warentausch]] hervorgegangen ist und für sich genommen als ein allgemeines [[Zahlungsmittel]] zum [[Subjekt]] der [[Marktwirtschaft]] gewoden ist, macht Geldbesitz ein [[Leben]] möglich, das alle besitzen wollen, das aber für sich [[nichts]] sein kann, weil es durch Geldbesitz schon vergangenes Leben ist. Aufgehäuft als [[allgemeines]] [[Zahlungsmittel]] ist Geld das [[Subjekt]] aller [[Lebensmittel]] und somit [[objektiv]] [[allgemeine]] Lebensvermittlung. [[Leben]] wird darin aber nur vorgestellt und also zu einem [[Leben]] in der [[Vorstellung]], weil es sich darin weder [[gebildet]] hat noch wirklich für alle [[da sein]] kann. Durch [[Geld]] ist lediglich die [[Beziehung]] auf eine [[gesellschaftlich]] existente [[Preis]]summe der Produkte, die auf ihren [[Tauschwert]] [[reduziert]] und [[veräußert]] sind, und lässt den Geldbesitzer am [[Wert]] von Produkten teilhaben, für die es [[gleichgültig]] ist, wie er zu [[Geld]] gekommen ist. In der Darstellung von [[Preisen]] teilt sich der Anteil am [[Geldwert]] mit, worin alle existenten Lebens- und [[Produktionsmittel]] quantifiziert sind. Solange [[Geld]] dies noch repräsentiert, solange es also kein [[Schuldgeld]], [[Buchgeld]] oder [[fiktives Kapital]] darstellt, kann man es als Vermittler eines [[abstrakt]] [[allgemeinen]] [[Lebensmittels]] [[begreifen]]. In diesem [[Mittel]] sein wird es aber selbst nur [[vermittelt]], ist also nicht unmittelbar hierauf bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld ist zunächst das Maß der Proportionen der [[Preise]] in ihrem [[Verhältnis]] beim Austausch der Sachen auf den Warenmärkten (siehe [[Maß der Werte]]), die Realisierung von [[Angebot und Nachfrage]] im Verhältnis ihres [[Daseins]] zu ihrem [[Nutzen]], das für die [[Grenznutzentheorie]] als das einzige [[Verhältnis]] des Geldes überhaupt wahrgenommen wird. Es ist aber nicht nur [[Kaufmittel]], wie es [[unmittelbar]] erscheint, sondern zugleich auch [[Zahlungsmittel]], das auch die Kosten ihrer Erzeugung und Aneignung im Anteil einer [[durchschnittlichen]] Preissumme der Waren überhaupt bestimmt (siehe [[Maßstab der Preise]]). Als Darstellung ihres [[Tauschwert]]s, eben als ihr Wertmaß, ist es aomit als Wertträger zugleich auch der Maßstab ihrer quantitativen Beziehung und als dieses das gesellschaftlich mächtigere Mittel ihres Verkehrs im [[Warentausch]]. Es wird zum Maßstab dadurch, dass es sich in doppelter Weise als Wertträger verhält, also im Händewechsel der Warenbeitzer doppelt, einmal als [[Zahlungsmittel]] und einmal als [[Kaufmittel]] vorkommt und von daher als Wertträger Macht über den [[Besitzer]] von [[Gebrauchswerten]], dem Verkäufer bekommt. Der Geldbesitzer bekommt hierdurch eine höhere politische Stellung und bestimmt die Wertdarstellung durch sein doppeltes und auch doppelt so häufiges Auftreten bei der Bildung der Preissumme, in welcher sich die Warenwerte ausdrücken müssen, weil sich nur darin ihr [[Wert]] wirklich formulieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber durch diese Funktion des Geldes belebt Geldbesitz alles, auch wenn es für sich tot ist, weil mit ihm [[erlebt]] wird, was ihm als [[Leben]] vorausgesetzt ist und durch Geld jeder Einzelne zu einer gesellschaftlichen Existenz kommt und ihm zugleich Gesellschaft verliehen wird. Ob [[Geld]] geliehen, erdient, ergaunert oder &#039;&#039;abgeschöpft&#039;&#039; ist (siehe [[Geldschöpfung]]): Es verleiht jedem eine gesellschaftliche Identität, in der er nur Geldbesitzer und sonst nichts anderes sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Geld  als das äußere, nicht aus dem Menschen als Menschen und nicht von der menschlichen Gesellschaft als Gesellschaft herkommende, allgemeine  Mittel und Vermögen, die Vorstellung in die Wirklichkeit und die Wirklichkeit zu einer bloßen Vorstellung zu machen, verwandelt ebenso sehr die wirklichen menschlichen und natürlichen Wesenskräfte in bloß abstrakte Vorstellungen und darum Unvollkommenheiten, qualvolle Hirngespinste, wie es andererseits die wirklichen Unvollkommenheiten und Hirngespinste, die wirklich ohnmächtigen, nur in der Einbildung des Individuums existierenden Wesenskräfte desselben zu wirklichen Wesenskräften und Vermögen verwandelt. Schon dieser Bestimmung nach ist es also schon die allgemeine Verkehrung der Individualitäten, die sie in ihr Gegenteil umkehrt und ihren Eigenschaften widersprechende Eigenschaften beilegt. [[(MEW 40, S. 566)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Geld]] kann man fast alles [[haben]], weil es das allgemein abstrakte [[Mittel]], das Mittel für alles [[mögliche]], für jeden beliebigen [[Zweck]] ist. Und so wie es von diesem getrennt ist, so erscheint auch diese [[Wirkung]] von Belebung Geld ganz allgemein als [[Mittel]] des [[Erlebens]], als Überlebensmittel einer Leblosigkeit, und ist in Gesellschaften, in welchen sich das [[Leben]] nicht mehr erzeugt sondern nurmehr erlebt wird, also reflektiert ist als [[Reiz]] oder Anreiz, der beleben soll, zugleich das höchste [[Kulturgut]] (siehe [[Dienstleistungsgesellschaft]]). Dort ist es nicht nur [[nützlich]] für die Lebenserhaltung, sondern das Mittel der Lebensmöglichkeiten schlechthin. Leben wird damit unendlich möglich, also unbestimmt, und jedes dem anderen gleich, alles Leben für sich unendlich und zu anderen [[gleichgültig]], im eigentlichen Sinn beliebig bis auf die Tatsache, dass man irgendetwas tun muss, was einem Geldgeber [[nützlich]] ist, um sich von ihm Geld zu erdienen oder zu ergaunern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Geld durch Erwerb von Arbeit aus fremden Ländern schon gesellschaftlich vorhanden ist, besteht es als selbstverständliche Existenzgrundlage. Hieraus ist keine bestimmt [[Tätigkeit]] mehr zu ermitteln und auch kein [[Stoffwechsel]] scheint Geld als solches nötig zu haben, weil das Geld selbst dieser [[Gesellschaft]], [[Nation]] oder [[Klasse]] zugrunde liegt, Resultat fremder Lebensverhältnisse ist, die darin aufgehen (siehe [[Devisenmarkt]]). Und wo keine bestimmte Tätigkeit mehr wahrnehmbar ist, die Geld erwirkt, wird die gesellschaftliche [[Macht]] des Geldes als bloße [[Naturmacht]] der [[Existenz]] erfahren: [[Geld]] muss man einfach [[haben]] - und wer es nicht erwerben kann, ist vom gesellschaftlichen Leben selbst ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arbeit]], die zur Erzeugung der Lebensmittel aufgewendet sein muss, hat demnach in dieser Gesellschaft keine gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] mehr und dient lediglich dem Gelderwerb, nicht mehr der gesellschaftlichen Entwicklung. Von daher ist dann auch gerne die Rede vom Ende der [[Geschichte]]. Durch Geld wird darin Leben im wahrsten Sinne des Wortes [[besessen]], das dem [[Geld]] notwendig vorrausgesetzt ist und eine Not wendet, die im Geldbesitz nicht mehr [[sein]] muss. Geldbesitz setzt also eine Lebensnotwendigkeit voraus, die durch ihn aufgehoben ist. Das Leben wird im [[Erleben]] zwar wahrgenommen, was jedoch an Leben darin [[wahrgehabt]] wird, ist von der [[Wahrnehmung]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl Geld als [[Reichtum]] erscheint, bedeutet es für sich genommen Verarmung an Leben. Geldbesitz ist die Verfügung über abstrakten Reichtum, über die geronnene [[Abstraktion]] von [[Arbeit]] (siehe [[abstrakt menschliche Arbeit]]) als Lebensgrundlage, das Außer-sich-Sein der Arbeit als allgemeine [[Ware]], die als [[Besitz]] festgehalten ist, weil durch sie jede andere Ware erworben werden kann. Im Geld ist die Lebenstätigkeit gegenständlich ohne zu leben, allgemeines Mittel, ohne Leben zu vermitteln, äußeres Mitteil eines [[Ganzen]], welches sich nur jenseits des Lebens als [[Abstraktion]] hiervon verbindet. Der Geldbesitzer bezieht sich im Geld auf andere, indem er sich auf sich selbst bezieht als [[Besitzer]] eines Vermögens, das Mittel aller Beziehungen in veräußerter Welt ist und das er in der Tasche hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Seitdem der materielle Reichtum, diese Summe der Erzeugnisse produktiver menschlicher Arbeit, im Geld seinen abstrakten, anonymen Repräsentanten gefunden hat, seitdem der unmittelbare Zweck der produktiven Arbeit nicht mehr die Vermehrung des dinglichen Reichtums, die Herstellung von Gütern, sondern diese nur Mittel zu einem weiteren eigentlichen Zweck: der Vermehrung von Geldreichtum geworden ist, seitdem es genügt, Geld zu besitzen, um reicher werden zu können- seither hat das Reichwerden im engeren, materiellen Sinne aufgehört, notwendig auch ein Reicherwerden im geistigen, kulturellen Sinne nach sich zu ziehen. [[(MEW 23, S. 674)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldbesitz ist der Besitz des gesellschaftlichen Faustpfands aller bürgerlichen Verhältnisse, der allgemeinen Ware Geld. Der Geldbesitzer ist der[[Bürger]] schlechthin. Er fühlt sich unmittelbar gesellschaftlich durch die Allseitigkeit seiner [[Beziehungen]], die er &#039;&#039;in der Tasche hat&#039;&#039;. In ihm verkehrt sich daher auch die Vorstellung von seiner [[Individualität]], die er als absolut ansieht. So wie sie im Geld [[objektiv]], so ist sie bei ihm auch [[subjektiv]]: alles bezieht sich auf ihn und er kann gleichgültig gegen jede Beziehung sein, ohne Anfang und ohne Ende, ohne wirkliches Subjekt und ohne Objektivität, nutzen, was ihm nützlich ist und sich einverleiben, was seinem leiblichen Wohl dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher hat er keine wirkliche Beziehung auf Sachen oder Menschen, sondern eine allgemeine Beziehungswirklichkeit und setzt für sich den Sinn seiner Beziehungen abstrakt und allgemein. In dieser [[Gleichgültigkeit]] gegen alle Bestimmtheit, also in der reinen Quantität seiner Lebensereignisse verliert sich seder wirkliche Sinn und jede [[Geschichte]]. Die Reihe der Erlebnisse ist so beliebig wie die Anwendung von Geld für eine Geldbesitzer beliebig sein kann. So ist ihm auch Kultur bloße Erlebniskultur (siehe [[Eventkultur]]) und kann auch als [[Gegenstand]] seines Konsums nur [[abstrakt]] für ihn sein (siehe [[Kulturkonsum]]). Er leidet sie nicht und lebt für sich auch gämzöich uinkultuviert. Dennoch ist sie sein Umstand und Umgang: Wo sonst könnte er die Beziehung auf sich, seine allgemeine Selbstbezogenheit nutzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Geld aber nur festgehaltene [[Ware]] ist, fürchtet der Geldbesitzer alle wirklichen Bewegungen der Warenwelt. Er ist hiervon vollständig abhängig und sieht sich dennoch mächtig, weil allseitig und allgemein, in jeder Weise allem gleich geltend und gerecht. Sein Verhältnis zu allen anderen besteht aus einer Betsimmtheit, die keinen Sinn hat, sich erlebt, während sie sich äußert und bezieht, sie ist Selbstbeziehung als reine [[Gleichgültigkeit]] gegen jede [[Bestimmtheit]] ist. Der Geldbesitzer besitzt eben nicht nur Geld, sondern auch sich und ist von daher in seiner ausschließlichen [[Formbestimmung]] vom Geld besessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ihm also sinnlich reine Form, ist ihm objektiv eine große Sorge. Die Lebenszusammenhänge erkennt er nur als Bedrohung seiner Selbstbezogenheit. Was sich dort &#039;&#039;zusammenbraut&#039;&#039; kann nur einen Sinn haben, ihn auszuschließen oder sich konkret zu wissen. Er weiß sich so nur als Objekt der Lebenszusammenhänge, solange, bis er sie bestimmen kann, sobald er also mit seinem Geld seinem [[Willen]] zur [[Macht]] verhilft. Er muss alle Beziehungen in sein Geld verwickeln, damit er über ihre Geschichte verfügen kann. Die Menschen wissen das nicht, aber sie tun es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Geldbesitz ist [[Wissen]] nicht nur unnötig sondern auch unmöglich, da es keine [[Gewissheit]] über seine Beziehungen enthalten kann, da es also nur ungewiss und formbestimmt und rein funktional, ohne [[Gewissen]] ist. Es besteht allein aus dem Wissen um die [[Notwendigkeiten]] des Lebens, die es als Lebensnotwendigkeit erscheinen lassen will: Wo sonst kann Leben geregelt werden außer durch die Not der vielen Wendigkeiten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So objektiv sich dieses Wissen gibt, so subjektiv ist es: Es ist die Funktion einer Egozentrik, die alle Ereignisse zu kontrollieren sucht. In seiner Unterschiedslosigkeit zerstört es seine innere Notwendigkeit, die Not seiner Bessenheit, indem es immer mehr Beziehungen auf Menschen und Kultur horten muss. Die Not wendet sich dadurch, dass es sich in seiner Notwendigkeit leidet, dass ihre Sinnlosigkeit leidet und nicht leiden kann. Es ist die Absurdität des Geldbesitzes, dass die Abstraktion, die Geld ausdrückt, konkret gelitten wird wie eine fremde MAcht, die sich dem eigenen Willen entgegenhält. Das Leiden ist die Unerfüllbarkeit der Sinne, ist Leiden an ihrem Anspruch auf Verwirklichung und Wirklichkeit. Im [[Dekonstruktivismus]] hat dieser Anspruch seine [[Ideologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Globalisierung]]des [[fiktiven Kapitals]] wurde das Verhältnis von Wertbildung und Preisbildung umgekehrt, die Mehrwertproduktion zu einer [[Negativverwertung]] des [[fiktiven Kapitals]] getrieben und durch ein [[Schuldgeldsystem]] der [[Realwirtschaft]] entzogen und totalisiert. Jeder [[Schuldner]] muss [[Mehrwert]] im Nachhinein seiner Geldaufnahme schaffen, um seine Zahlungsversprechen einzulösen und das darin fiktiv formulierte Kapital als Geldwert zu realisieren. Es ist damit der Prozess der Machtverhältnisse im Verhältnis der [[Produuktion]] zur [[Geldzirkulation]] zwar umgekehrt, bleibt aber nach wie vor bestimmt durch die Mehrwertproduktion, weil [[fiktives Kapital]] die Mehrarbeit als [[unbezahlte Arbeit]] zur Wertdeckung des Geldes erzwingt. Nicht mehr das Produkt stellt jetzt allerdings die Macht des Kapitals dar, das teuer verkauft wird, um Mehrwert zu realisieren, sondern die Kaufkraft des Geldes, das durch die [[Preisbildung]] über [[Eigentumstitel]] - wie z.B. Wertpapiere, Gebühren, Mieten oder Termin- und Derrivatenhandel - dem zirkuliernden [[Kaufmittel]] [[Wert]] enztieht, um die Wertdeckung von [[fiktivem Kapital]] zu erfüllen. Dessen Macht verhält sich dann über den Konsum relativ wertloser Güter gegen die Ohnmacht der [[Arbeit]] als Notwendigkeit der Schuldentilgung durch [[unbezahlte Arbeit]] im Nachhinein. Die Klassengegensätze sind damit nicht verschwunden. Sie haben sich in ihrer Existenzform zu einem [[Existenzwert]] der Armut gegen den Reichtum an [[fiktivem Kapital]] totalisiert und sich in Staaten und Agenturen der Schuldpflichtigkeit (z.B. über ein gigantisches Maß an [[Staatsverschuldungen]]) institutionalisiert. Der allgemeinste Klassengegensatz besteht zwischen Gläubigerstaaten und Schuldnerstaaten. Sie betreiben insgesamt die [[Ausbeutung]] von Mensch und [[Natur,]] die sich über ein weltweites [[Schuldgeldsystem]] vervielfacht hat, das seine Schulden über den [[Existenwert]] von [[Eigentumstitel]], über eine rücksichtslose [[Austeritätspolitik]] gegen die politisch erzeugte und allgemeine grassierende [[Armut]] auf der Welt eintreibt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Psychokratie</title>
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		<updated>2026-10-15T19:15:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es ist grotesk und tragisch, dass Intellektuelle, indem sie sich an die Institutionen der Macht anbinden, unter dem Schein der Hilfeleistung die Opfer der Macht vollends entwaffnen: In der Pose des Samariters geben sie ihnen den tödlichen Kuss. (Basaglia &amp;amp; Basaglia-Ongaro, 1980, S. 22)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die [[Gefühle]] der Menschen für ihre [[Beziehungen]] wesentlich [[formbestimmend]] sind und daher auch eine [[politische]] Macht ihres [[ästhetischen Willens]] über sich einnehmen, scheiden sich die Menschen durch die Inhalte ihrer [[Wahrnehmungen]] in die einen, die eine ästhetische Macht vertreten oder verkörpern, von denen, die ihre [[Gefühle]] nicht gut oder nur schlecht [[vermitteln]] können, weil sie von ihren [[Empfindungen]] bestimmt sind. [[Ohnmächtig]] gegen solche [[Esoterik]] [[Verhältnisse]] lassen sie sich leicht von [[fremden]] [[Gefühlen]] bestimmen und können ihnen [[hörig]] werden - z.B. [[Sekte]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychokratie heißt [[Seele]]nherrschaft und meint gesellschaftliche [[Verhältnisse]], die es einer auf irgendeiner materiellen Ebene vermögenden Klasse erlauben, immaterieille Werte der [[Esoterik]] zu absoluten [[Lebenswerten]] zu erheben. Psychokraten sind Gurus, die mindestens drei Eigenschaften vereinen: Die Liebesspendung, die Todesverachtung und die Selbstinszenierung. Damit verstehen sie die [[psychischen]] [[Beziehungen]] oder [[Nöte]] von Menschen für ihre [[Interessen]] zu nutzen, indem sie diese durch psychische [[Kräfte]] handhaben (siehe [[Psyche]]) oder Verhältnisformen inszenieren, durch die diese schon vor alller [[Erfahrung]] gebunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grundverständnis des [[Menschenbildes]] der [[Bürgerlichen Wissenschaften]] (siehe auch [[Ideologie]]) existiert die [[Subjektivität]] des Menschen - ihrem [[Verständnis]] des menschlichen [[Subjekts]] zufolge - als menschliches [[Individuum]]. Die Individualität des [[bürgerlichen Subjekts]] (siehe auch [[Individualisierung]]) ist ihr [[Objekt]] als Mensch schlechthin. Die damit verfasste [[subjektive]] [[Objektivität]] ist die Unterstellung einer natürlichen Selbstentfaltung der &#039;&#039;freien&#039;&#039; und also unabhängigen [[Persönlichkeit]], die [[Autopoisis]], durch die sich Menschen ihrem inneren Privatwesen zufolge zu sich selbst und zu anderen Menschen verhalten würden. [[Bürgerliche]] [[Psychologen]] und Soziologen gehen davon aus, dass das [[Individuum]] für sich selbst existiern und sich durch sich[[selbst verwirklichen]]könne und durch seine schlichte Vergemeinschaftung, durch die [[Verallgemeinerung]] seines Individualwesens seine [[Gesellschaft]] schaffen würde. Man ist daher unentwegt hinter seinem Individualwesen her und verhilft ihm zum Beispiel durch Individualtherapie und entsprechender Fürsorge zum Überstehen seiner [[isolierten]] [[Existenz]] in den [[Konkurrenzverhältnissen]] der [[Bürgerlichen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer solchen politischen Herrschaftsform ist eine Lebensstruktur vorausgesetzt, in welcher psychische Abhängigkeiten erzeugt und vertieft werden, die durch geistige Manipulationen oder [[Einverleibungen]] den Menschen ein [[Verhalten]] aufzwingen, das zum eigenen Machterhalt erwünscht ist und deren Ohnmacht auf sie zurückwirft und vermehrt z.B. durch [[Populismus]], [[Täuschung]], [[Hörigkeit]] oder [[Sucht]]. (siehe auch [[Tittytainment]]). Das setzt voraus, dass Menschen durch [[psychische]] Beeindruckung in ihre [[Lebensräumen]] (siehe auch [[Lebensburg]]) diesen Interessen schon durch Gewöhnung oder institutionelle Macht unterworfen sind. Ihr Leben kann dieser nur [[einverleibt]] werden, weil schon darin ein psychisches Machtgefälle besteht, das den [[Absichten]] einer beherrschenden Seite [[Macht]] über [[Bedürfnisse]] verleiht, welche die [[Ohnmacht]] der anderen für sich produziert und potenziert, indem sie diese erzieht (siehe [[erzieherische Beziehung]]) und in ihrer Anleitung über ihre [[Medien]] - z.B. [[Presse]], Unterhaltung, Haushalt, [[Religion]], [[Kult]] oder [[Gemeinsinn]] - psychisch lenkt und sie darin zu leiten und zu beherrschen oder auch zu unterdrücken versteht (siehe hierzu z.B. auch [[Sekte]], [[Familie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite unterstellt dies Menschen, die aus sich heraus kein eigenes Verlangen nach [[wirklicher]] [[Gegenständlichkeit]], keine wirklichen [[Bedürfnisse]] mehr bilden können, weil sie diese nicht [[erkennen]] können, weil sie schon [[allgemein]] von [[unwirklich]] wirkenden Kräften beherrscht sind. Das Unvermögen kann zur Bestimmung werden und verdient alle [[Aufmerksamkeit]]. Vor allem darf es nicht zum Vorwurf einer bloßen Moral oder aus einem Imperativ heraus, also durch eine [[Gedankenabstraktion]] verdreht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn ohne eine solche [[Erkenntnis]] müssen Menschen sich schon im Selbstbehelf zu einer [[Masse]] (siehe [[Massenmensch]]) in einer Gesellschaftsform vermengen, deren Zusammenhang durch [[fremde Kraft]] (siehe auch [[Entfremdung]]), im Allgemeinen durch [[Geldbesitz]] bestimmt ist, deren existenzielle Macht nicht unbedingt [[unmittelbar]] wirkt, aber durch Probleme des Finanzsystems, durch [[Staatsverschuldung]] und Machtpolitik manifest ist (siehe hierzu auch [[Dienstleistungesellschaft]]). Darin treten die Menschen lediglich als Humankapital auf, das entsprchend bearbeitet, zur Funktion für das [[Ganze]] gebracht werden muss, um ein [[feudalkapitalistisches]] System zu stabilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Macht]] über diese beruht auf der Transformation von Seligkeiten des [[Selbsterlebens]], die solchen [[Massemenschen]] durch [[Kulturkonsum]] (z.B. durch [[Tittytainment]]) ermöglicht werden (s.a. [[Massenpsyche]]). Die Mittel hierfür bieten die öffentlichen und privaten [[Medien]], die [[Regenerations]]- und [[Gesundheit]]sindustrie, [[Sekten]] oder auch teilweise &#039;&#039;fast seriöse Psychologie&#039;&#039;, wie sie z.B. nach Anwendung von [[Hellinger]] geboten wird. Die Unterhalter, Munter- und Gesundmacher stellen sich wie ein &#039;&#039;[[Großer Bruder]]&#039;&#039; des Betroffenen ihm zur Seite und behandeln ihn mit psychologischen und oft auch mit [[esoterischen]] Beratungen, um ihn zugleich über sich hinaus zutragen und mit einer Allgemeinseele zu vervollständigen (siehe auch [[Volksseele]]), die eine lebensleitende Funktion bekommt und dem Betroffenen als seelische Prothese, als Ergänzungsseele dient. Weil sie mystifizierten Inhalten folgt und oft selbst nurmehr abergläubisch agiert, sind Menschen damit auch mit minimalem Aufwand beliebig zu leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[psychischen]] Phänomene des Kapitalismus, soweit sie nicht nur die entsprechenden Interessen einer Formation der notwendig egoistischen Bedürfnisse des [[Privateigentums]] entsprechen, sondern tatsächlich eine eigenständige Subjektivität der [[Selbstbezogenheit]] entfalten, lassen sich nicht unmittelbar aus den Existenzformen einer Waren produzierenden Wirtschaft, aus dem Verhältnis der Waren und dem [[Fetisch]] ihrer geselschaftlicihen Erscheinungsform erklären, wie das die so genannte [[Subjektkritik]] versucht. Das verlangt nach einer [[kritische Theorie]] der [[politischen Kultur,]] die aus der [[Zirkulation]] des Geldes und seiner Kapitalfiktionen und der hieraus begründeten [[Ohnmacht]]der Menschen begründet ist (siehe hierzu [[Feudalkapitalismus]]). Dort erst lassen sich [[psychisch]] begründete Beziehungen aus dem Entzug der [[Selbstachtung]] des bürgerlichen Subjekts und ihre Verkehrung zu einem [[Geldungsstreben]], zu einem Treiben der [[Selbstwert]]optimierung erklären. Weil unter den Bedingungen fiktiver gesellschaftlicher Verhältnisse (siehe [[fiktives Kapital]]) diese sich nurmehr in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] der Erlebensformen der [[Wahrnehmung]] einer durch lebensbestimmende [[Ereignisse]] [[zwischen]] den Menschen wirkenden Gesellschaftlichkeit darstellen können, treiben sie ihre widersprüchliche Objektivität in die Subjekte dieser gesellschaftlichen Form. Die hat zwar noch den zirkulierenden Geldwert zu ihrer Bedingung, aber nicht mehr die realwirtschaftlichen [[Verhältnisse]] zu ihrer Grundlage. Die Menschen machen sich selbst zur Formation ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], zum [[Material]] ihrer Lebensbedingungen und betreibn hieraus ihre [[Selbstbeziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]] durch die [[Ästhetik]] ihrer [[Gefühle]]. Sie grönden somit auf einer anderen [[Substanz]], als jene der wirtschaftlich nur noch fiktiven Geldbeziehungen eines [[Schuldgeldsystems]] (siehe hierzu Pfreundschuh, &#039;&#039;[[Die Kultur des Kapitals - Zur Kritik der politischen Kultur]]&#039;&#039;).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Selbstbeziehung&amp;diff=11609</id>
		<title>Selbstbeziehung</title>
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		<updated>2026-10-15T19:10:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der einzelne und [[vereinzelte]] Jäger und Fischer, womit Smith und Ricardo beginnen, gehört zu den phantasielosen [[Einbildungen]] der 18.-Jahrhundert-Robinsonaden, die keineswegs, wie Kulturhistoriker sich einbilden, bloß einen Rückschlag gegen Überverfeinerung und Rückkehr zu einem mißverstandnen Naturleben ausdrücken. So wenig wie Rousseaus contrat social, der die von [[Natur]] independenten [[Subjekte]] durch Vertrag in [[Verhältnis]] und Verbindung bringt, auf solchem Naturalismus beruht. Dieser [[Schein]] ist nur der [[ästhetische]] Schein der kleinen und großen Robinsonaden. Es ist vielmehr die Vorwegnahme der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die seit dem 16. Jahrhundert sich vorbereitete und im 18. Riesenschritte zu ihrer Reife machte. In dieser [[Gesellschaft]] der freien [[Konkurrenz]] erscheint der [[Einzelne]] losgelöst von den Naturbanden usw. die ihn in früheren Geschichtsepochen zum Zubehör eines bestimmten begrenzten menschlichen Konglomerats machen. [[(MEW 13, Seite 615*f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] begründen ihre [[Selbstbeziehung]] als Existenzform ihrer [[Selbstverwertung]] (siehe [[Selbstwert). Doch darin vollzieht sich keine [[wirkliche]] [[Beziehung]] zwischen Menschen, denn sie kann nur die [[Tautologie]] einer [[Beziehung]] sein, die in allem – also ganz allgemein]] – inhaltlich nur auf sich zurückkommen (bzw. &#039;&#039;zurückfallen&#039;&#039;) kann, keinen [[substanziellen]] [[Grund]] durch sich hat und im Grunde sich nur autistisch verhält und in der Selbstoptimierung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verbraucht, aus denen sie sich begründet. In dieser [[verallgemeinerten]] [[Einzelheit]] spiegelt sich das [[bürgerliche Subjekt]] in sich selbst außer sich und gewinnt seinen [[Selbstwert]] durch die Selbstoptimierung einer monadischen Wahrnehmung, die Ihre Dimension auf sich selbst beschränkt, also sich nur eindimensional bewahren und bewähren kann was sie für wahr hält also ein [[Unsinn]] im wahrsten Sinne des Wortes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein [[Wesen]], welches seine [[Natur]] nicht außer sich hat, ist kein natürliches Wesen, nimmt nicht teil am Wesen der Natur. Ein Wesen, welches keinen [[Gegenstand]] außer sich hat, ist kein gegenständliches Wesen. Ein [[Wesen]], welches nicht selbst Gegenstand für ein drittes Wesen ist, hat kein Wesen zu seinem [[Gegenstand, d.h. verhält sich nicht gegenständlich, sein [[Sein]] ist kein gegenständliches. Ein ungegenständliches Wesen ist ein Unwesen. (Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) - [[MEW 40, S. 578)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Selbstbeziehung ist schon nach dem Wortsinn ihres [[Begriffs]] ein [[widersinniger]] [[Begriff]]. Als [[Beziehung]] ist er zwischen sich und Anderen (siehe hierzu [[Dazwischensein]]) und behauptet an sich diese [[Beziehung]] als Rekurs auf sich, also auf eine [[Beziehung]], deren [[Subjekt]] außer sich ist (siehe [[Selbstlosigkeit]]) und die durch sich [[selbst]] [[wahr]] wird, sobald sie sich aus sich heraus [[verwirklicht]]. Für sich verdoppelt eine [[Selbstbeziehung]] daher die [[Beziehung]] auf Andere zu einer [[eigenen]] [[Beziehung]] außer sich, zu einer [[objektiven Beziehung]]. Weil sie sich im Anderen als [[Selbstwahrnehmung]] reflektiert und sich hierüber angleicht, wird sie sich selbst gleich und von daher zu einer [[gleichgültigen]] [[Beziehung]] auf andere, die wie eine [[objektive]] [[Beziehung]] [[erscheint]] (siehe [[Selbstlosigkeit]]), die also durch ihr darin gewonnenes [[Selbstgefühl]] als [[eigentlich]] menschliche [[Beziehung]] (siehe [[Eigentlichkeit]]) der [[Selbstwahrnehmung]] zukommt. Diese wird dadurch zur [[Selbstbehauptung]], dass ein Mensch in seiner Individualität selbst unmittelbares [[Subjekt]] wie [[Objekt]] seiner [[Beziehungen]] sein könne. Allerdings ist dies nur in [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnissen]] der Fall, worin viele Menschen sich wechselseitig als das [[Material]] ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]]: In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen sie einander als Menschen erkennen, sobald sie ihre [[Wahrnehmung]] von ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] unterscheiden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstbeziehung]] wird überall als [[individuelle]] [[Beziehung]] im [[Individualismus]] der [[privaten Persönlichkeiten]] unterstellt. Sie ist der Kern der [[bürgerlichen Kultur]] und des darin [[verbürgten]] [[Rechts]] und seiner [[politischen Ökonomie]], der [[Ideologie]] des [[Privateigentums]]. Im Grundverständnis des [[Menschenbilds]] der [[Bürgerlichen Wissenschaften]] existiert die [[Subjektivität]] des Menschen als [[bürgerliches Subjekt]], ihrem [[Verständnis]] des menschlichen [[Subjekts]] zufolge als allgemein menschliches [[Individuum]] schlechthin. Die Individualität dieses [[bürgerlichen Subjekts]] (siehe auch [[Individualisierung]]) ist ihr [[Objektsein]] als Mensch schlechthin, als das [[Material]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]]. Die damit verfasste [[subjektive]] [[Objektivität]] ist die Unterstellung einer natürlichen Selbstentfaltung der &#039;&#039;freien&#039;&#039; und also unabhängigen [[Persönlichkeit]], der [[Privatperson]], in der [[Allgemeinheit]] ihrer übernatürlichen [[Autopoisis]], durch die sich Menschen ihrem innersten von allen anderen Menschen in ihrer [[Einzelheit]] abgetrennten, ihrem [[isolierten]] und isolierbaren [[Wesen]], ihrem Privatwesen zufolge zu sich selbst und zu anderen Menschen [[verhalten]] würden (siehe auch die  [[Ideologie]]) der [[Bürgerliche Psychologen]]. Und auch die Soziologen gehen davon aus, dass das [[Individuum]] für sich selbst Grund seiner [[Beziehungen]] sei, für sich selbst [[existiere]] und sich durch sich selbst [[verwirklichen]] könne und durch seine schlichte Vergemeinschaftung, durch die [[Verallgemeinerung]] seines an und für sich [[isolierten]] Individualwesens seine [[Gesellschaft]] schaffen würde. Weil es hierdurch zu einem [[politischen]] [[Objekt]] und also zu einem Objekt der [[politischen Kultur]] geworden ist, ist man auch um seine Funktionalität besorgt, hinter seinem Individualwesen her und verhilft ihm zum Beispiel durch Individualtherapie und entsprechender Fürsorge zum Überstehen seiner [[isolierten]] [[Existenz]] in den Konkurrenzverhältnissen der [[Bürgerlichen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unter den [[Bedingungen der privaten Existenz]] seiner Selbsterhaltung, durch sein Einkommen ja auch objektiv]] auf sich selbst, auf sein Auskommen in seinen abgetrennten [[Lebensverhältnissen]] verwiesen. Seine [[Selbstbezogenheiten]] weisen ja auch [[wirklich]] darauf hin, dass die Individuen sich zu sich selbst [[verhalten]] können müssen und sich hierdurch - wenn auch nur durch [[abstrakt]] andere, durch einander - auf sich selbst [[beziehen]]. Sie unterstellen damit aber immerhin auch schon einen [[allgemeinen]], also gesellschaftlichen Menschen, der als dieser allerdings nur [[abstrakt allgemein]] bleibt und also auch nicht wirklich [[unmittelbar]] existiert. Tatsächlich kann sich das burgherrliche Individuum in der Reflexion oder Spekulation hierauf ja auch [[selbst wahrnehmen]], sich [[selbst erfahren]], sich [[selbst behaupten]] und sich zumindest in seiner Selbstreflexion auf sich selbst beziehen. Doch alle Selbstbezogenheit setzt voraus, das es sich selbst äußerlich vergenwärtigen muss, und sich von sich selbst unterscheiden kann, dass unterschiedliche [[Eigenschaften]] seines [[Wesen]] sich in seiner [[Psyche]] zu sich selbst verhalten können muss. Doch es sind nur die Unterschiede seiner [[Selbstwahrnehmungen]], die zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] getrennt wiurden, wodurch es sich auf sich selbst beziehen kann und beziehen muss, weil es durch sich selbst sein muss und nicht für sich selbst alleine wahr sein kann (siehe auch [[bürgerliches Subjekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[natürliches]] [[Selbst]], das sich einfach nur auf sich selbst [[beziehen]] könnte, kann eben nur eine Tautologie sein, eine [[widersinnige]] [[Existenz]] durch sich ohne sich haben, kann in seiner Allgemeinheit nichts anderes (siehe [[Anderssein]]) als [[nichts]] sein, weil sie sich in der [[Verselbständigung]] ihrer zirkulären [[Nichtigkeit]] nur selbst zerstören, sich unentwegt [[nichten]] müsste, wo sie etwas sein sollte. Ein positiv verstandenes Selbst ist daher schon an und für sich ein [[Unding]], weil es nur aus sich selbst, aus seiner [[Einzelheit]] heraus [[allgemein]] sein müsste. Es könnte sich auch nur so begreifen und daher nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] für sein Leben haben, müsste sich immer selbst gleich bleiben und müsste sich von daher immer wieder selbst unentwegt allgemein aufheben, sich ständig austauschen und sich über sich selbst [[täuschen]] (siehe hierzu auch [[Tauschwert]]). weil es nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vereinzelte Subjekt solcher Theorie kann seine [[Gesellschaft]] durch seine [[isolierte]] Existenz nur aus einem [[abstrakten Sinn]], aus den [[Einverleibungen]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] beziehen. Ein [[Selbst]] als solches kann es eben nicht wirklich geben, weil es eine bloße [[Reflektion]] der [[Wahrnehmung]] ist, der Widerschein einer objektiven [[Wirkung]], die [[Gefühle]] auf sich selbst duch andere haben und in [[Wirklichkeit]] als [[objektive Gefühle]] existieren, die sich aus der [[Selbstverwertung]] ergeben und durch ihre gesellschaftliche Allgemeinheit die vereinzelten [[Selbstwahrnehmungen]] bestätigen und also ihre [[Selbstbezogenheiten]] durch ihre [[Verallgemeinerungen]] [[reproduzieren]] und schließlich über ihre [[objektivierten Gefühle]] als [[objektivierte Selbstgefühle]] zur gesellschaftlichen Grundlage eines allgemeinen [[Narzissmus]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist nur möglich über die [[Anwesenheit]] anderer Menschen, die einem Menschen eine [[beliebige]] [[Gegenwärtigkeit]] von irgendeiner menschlichen Art vermitteln. Sie ist eine zirkuläre [[Beziehung]], die sich in den [[Formen]] der [[Selbstwahrnehmung]] - in ihren Echoräumen - durch die wechselseitigen [[Einverleibungen]] von [[zwischenmenschlicher]] [[Anwesenheit]] [[verselbständigt]] hat (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist eine [[Konstruktion]] der [[bürgerlichen]] [[Selbstwahrnehmung]], ein Konstrukt (siehe [[Konstruktivismus]]) ihrer allseiten Natürlichkeit, ein Urzustand ihrer [[Natur]], der sich wie von [[selbst verwirklichen]] könnte, wäre er nicht von [[übermenschlichen]] [[Mächten]] der [[Kultur]] [[fremdbestimmt]] (siehe hierzu auch [[Psychoanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein solcher Urzustand erklärt nichts. Er schiebt bloß die Frage in eine graue, nebelhafte Ferne. Er unterstellt in der Form der Tatsache, des Ereignisses, was er deduzieren soll, nämlich das notwendige Verhältnis zwischen zwei Dingen .... So erklärt die Theologie den Ursprung des Bösen durch den Sündenfall, d.h., er unterstellt als ein Faktum, in der Form der Geschichte, was er erklären soll. [[(MEW 40, Seite 511)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo eine Selbstbeziehung in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] die [[allgemein]] [[ausschließliche]] [[Wahrnehmung]] ist, da ist sie eine [[Beziehung]] auf sich selbst die [[notwendige]] [[Selbsttäuschung]]. Doch wäre diese praktisch schon ein Vermögen der Selbsbeziehung, eine Tautologie, eine [[schlechte Unendlichkeit]]und die ist schon rein sprachlich ein [[Unding]], behauptet das doch eine [[Beziehung]], also eine Verbindung verschiedener Subjekte, die zugleich nicht als Beziehung aus Unterschiedenem besteht, sondern sich selbst gleichbleibt, sich durch seine Beziehung substanziell verdoppelt. Es müsste von einem [[Selbst]] begründet sei, das für sich immer gleich bleiben könne und auf sich zugleich bezogen sein müsse, das also eine quasi absolute Identität als ein Drittes verwirklichen könnte. Darin formuliert sich ein [[Widersinn]] des Wortes, heißt das doch, dass man selbst doppelt existiere, denn [[Beziehung]] gibt es nur zwischen eigenständigen und voneinander unterscheidbaren [[Wesen]], also z.B. mindestens zwischen zwei [[Personen]], die sich gegenseitig durch ihre unterschiedliches [[Dasein]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Selbstbeziehung]] an sich ist ein [[Widersinn]], ein [[Unding]] der [[Selbstwahrnehmung]], weil darin ein einziges Subjekt sich als einziges Objekt wahrhaben müsste. Wo ein Mensch der [[Stoff]] seiner Beziehung auf sch selbst bliebe, so wäre er [[nichts]], nicht [[wirklich]] da. Selbstbeziehung kann nur durch eine [[Beziehung]] auf sich durch andere sein, durch die [[Einverleibung]] der [[Anwesenheit]] von Menschen, deren [[Gegenwärtigkeit]] konsumiert wird, die also in einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]] entgegenwärtigt werden, die leibhaftig zur [[Nutzung]] der [[Selbstwahrnehmung]] verfügbar sind. Eine [[Einverleibung]] setzt eine [[ohnmächtige]] [[Wahrnehmung]] voraus, die ihren [[Sinn]] nur in der Äußerlichkeit ihrer [[Beziehung]], in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und [[empfinden]] kann, in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und empfinden kann. Es ist die Lebensform einer [[abstrakten Sinnlichkeit]], die Vereinigung fremder mit eigener [[Körperlichkeit]], wodurch die [[Selbstwahrnehmung]] durch deren Konsum bestärkt und zugleich abhängig, Subjekt wie Objekt in einem, also zu einm objektivn Subjekt wird (siehe auch[[tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Begriff]] Selbstbeziehung kann daher nicht wahr sein, denn er soll eine [[Beziehung]] auf sich selbst bezeichnen, die ein [[Selbst]] als ein wahrnehmendes [[Subjekt]] und zugleich das [[Selbst]] als Objekt der [[Wahrnehmung]] unterstellt. Aber tatsächlich gibt es dieses in einer verselbständigten Wirklichkeit, in der sich durch die [[isolierte]] [[Einzelheit]] die [[Abstraktion]] von sich selbst [[allgemein]] macht, indem sie hierfür für sich zugleich von sich absieht, also [[ausschließlich]] [[abstrakt allgemein]], als ein totalisiertes [[Selbst]] [[Wahrheit]] nehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar ein [[Widersinn]] in sich, denn [[Wahrheit]] kann nicht genommen werden, wo sie [[gegeben]] sein soll. Sie bliebe [[ausschließlich]] für sich und könnte auch nur als [[Verhältnis]] einer [[Person]] zu sich selbst sein, blnker Selbstverlust. Doch in der Wirklichkeit der [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] gibt es eine [[Wahrnehmung]] zwischen sich und anderen, z.B. als ein [[Bild]] von sich, als [[Selbstgefühl]], als [[Trieb]], als [[Ich]], das aus sich selbst begründet erscheinen könnte (siehe hierzu auch [[Autopoiesis]]), wenn es sich in seiner [[Allgemeinheit]] selbst dort findet, wo es durch die [[Empfindungen]] anderer Menschen entstanden ist. Wenn diese [[Person]] selbst schon eine solche Beziehung zu sich finden kann, so ist das die ihr mögliche [[Selbsttäuschung]] über den wahren [[Charakter]] ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], wie er sich aus den der Verwirklichung ihrer [[Selbstbehauptung]] durch ihre [[Egozentrik]] und [[Selbstveredelung]] als [[Beziehung]] an sich und zugleich durch sich dann ergibt, wenn es [[Ereignisse]] gibt, wodurch diese ausschließlich sich selbst erlebt (siehe [[Ereignisproduktion]]). Darin lässt sich ihr [[Leben]] [[objektiv]] gegen alle Unterschiede zwischen sich und anderen [[gleichgültig]] machen, sodass es sich auch [[tatsächlich]] als [[Selbstverwirklichung]] durch ihren [[abstrakt menschlichen Sinn]] [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist Selbstbeziehung ein [[Begriff]] der [[Selbsttäuschung]], der Selbstwahrnhmung in einer [[Scheinwelt]] der Selbstigkeiten von [[Personen]], wo es diese Unterschiedslosigkeiten doch auch [[wirklich]] gibt, eben in einer [[Selbstempfindung]] durch andere, in den Empfindungen von Menschen als Seinesgleichen und doch Anderes, als [[Empfindung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die Menschen sich in anderen [[subjektiv]] so finden, wie sie sich [[objektiv]] [[erleben]]. Darin reflektieren sie sich als einzelnen Allgemeinmenschen (siehe [[Verallgemeinerung]]), der sich vor allem selbst gefunden hat, weil ihm seine [[menschliche Identität]] im [[zwischenmenschlichen]] [[Erleben]] so [[erscheint]], wie die [[Ereignisse]] seiner [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] dies ihm [[ermöglichen]] (siehe auch [[Eventkultur]]). Es ist das unentwegte Wiedererkennen seiner selbst in anderen Menschen, das genau so unentwegt [[enttäuscht]] wird, weil darin nur gefunden werden kann, was man von sich selbst darin [[wahrhaben]] kann. Und das kann nicht [[unmittelbar]] menschlich sein, weil menschliche [[Wahrheit]] unmittelbar gewiss sein muss, also keine [[Gewissheit]] durch andere Menschen finden noch durch sie haben kann, weder vermittelbar noch unmittelbar ganz gewiss ist. Weil jede menschliche [[Empfindung]] von daher immer so gesellschaftlich ist, wie der einzelne Mensch in [[Gesellschaft]] sich bewahrheiten kann, empfindet er sich auch so fremd, wie Gesellschaft menschliche [[Entfremdung]] vermittelt und wie sich Empfindungen in den Gefühlen der Menschen von daher in einem [[Selbstgefühl]] mitteilen und [[verselbständigen]]. und hierin ihrem [[ästhetischen Willen]] folgen. Dieser ist der [[Trieb]] der [[Selbstwahrnehmung]], die für sich keine [[Wahrheit]] findet und nur außer sich ihren [[Sinn]] [[wahrhaben]] kann. Durch das [[Erleben]] von [[Ereignissen]] wird von der [[Wahrnehmung]] ein [[Leben]] [[einverleibt]], worin sie die [[Wahrheit]] für ihre [[Absichten]] findet, wodurch sie [[empfindet]], was sie für sich [[wahrhaben]] will, was die [[notwendige]] [[Beziehung]] ihres [[ästhetischen Willens]] verwirklicht und somit ihre [[Gefühle]] in dem [[Sinn]] bereichert, nach dem sie außer sich verlangen und den sie für ihr [[Selbstgefühl]] [[begehren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich jedes Individuum in einer nur [[abstrakt]] menschlich existenten [[Gesellschaft]] zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] gespalten findet, wird Selbstbezogenheit (siehe auch [[Egozentrik]]) zum Verwirklichungsprinzip seiner [[Selbstgefühl]]e. Darin ist ein Mensch getrieben (siehe [[Trieb]]), einen [[abwesenden]] Lebenszusammenhang durch sich selbst, durch seine hiervon [[isolierte]] [[Beziehung]] auf sich zu ersetzen, sich selbst durch seine Empfindungen und Gefühle, letztlich also in seinem [[Selbstgefühl]] zu verwirklichen (siehe [[Selbstverwirklichung]]), durch das er einen [[Selbstwert]] gewinnt, der die in seiner [[Scheinwelt]] aufgehobene [[Selbstachtung]] ersetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist jede Selbstbeziehung schon durch ihren wesentlichen [[Widerspruch]] beschränkt (siehe auch [[tote Wahrnehmung]]), denn sie selbst kann nur allmächtig sein wollen, insofern sie immer nur in der [[Konkurrenz]] der [[Selbstgefühle]] möglich ist. Sie muss unentwegt sich selbst suchen, ihre [[Empfindungen]] finden, weil sie sich unentwegt verliert. Ihren Frieden findet sie daher auch nur in einer mächtigen [[Identifikation]] (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]), die sich [[ausschließlich]] [[psychisch]] gegen die gegenständliche Welt überhaupt richtet, die aus einer übermenschlichen [[Liebe]] zu einer Liebesmacht [[aufgehoben]], in einer [[Scheinwelt]] ihrer [[Liebe]] unendlich bestimmt sein kann (siehe auch [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinn tauschen die Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihr [[Leben]] dadurch aus, dass sie durch die [[Anwesenheit]] [[bestimmter]] anderer Menschen sich auch selbst begründen und also auch sich darin selbst [[bestimmen]] können. Selbstbeziehung unterstellt, dass es eine [[Beziehung]] auf andere gibt, in der die Beziehung auf sich bestimmt ist, die also in [[Wirklichkeit]] eine Beziehung auf sich selbst ist, indem sie die [[Anwesenheit]] anderer [[nutzt]], um zu sich selbst zu kommen. Vermittelst solcher Beziehung ist ein Mensch für sich durch die Beziehung anderer auf ihn und er bezieht sich durch die Beziehung auf andere auch letztlich nur auf sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff von einem &#039;&#039;[[Selbst]]&#039;&#039; vermittelt in sich schon die doppelte Wendung einer Beziehung, die Beziehung durch ein &#039;&#039;Selbst&#039;&#039;, das nur für sich ist, und zugleich selbstlos sein muss, um bezogen zu sein, das also aus einem vertauschten Selbst, aus einem [[Selbst]] des Andersseins besteht. Eine Selbstbeziehung ist eine [[entäußerte]] Beziehung, eine Beziehung durch Andere in der [[Absicht]] des Anderswerdens durch ein anderes [[Sein]]. Es ist eine [[Selbstverneinung]] durch den Aus[[tausch]] seiner durch anderes, [[Selbstentfremdung]] im [[Begriff]] einer umfangreichen [[Selbsttäuschung]]. Alles Äußere erscheint darin als [[Eigenes]], weil es über diese Beziehungsform [[einverleibt]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstbeziehung ist daher die aufgehobene Unterscheidung der eigenen [[Identität]] von ihrem [[Mittel]], dem anderen Menschen. Das &#039;&#039;Ich&#039;&#039; wird darin ein ideelles &#039;&#039;Du&#039;&#039;, um [[absolutes]] Ich zu sein. Die Grundform hierbei ist schon im Hauptgebot des Christentums formuliert: &#039;&#039;Liebe deinen Nächsten wie dich selbst&#039;&#039;. Die Selbstverliebtheit wird dadurch zum Hintergrund der Beziehung auf andere, also dieser vorausgesetzt und als Maß bestimmt. Was hierbei an Liebe gemeint sein muss, ist die Eigenliebe des durch sich selbst beseelten Menschen, der darin seine Gotteskindschaft vollzieht und sich als deren [[Objekt]] äußert. Der Liebeskreis ist durch die in der Eigenliebe hintergangene [[Subjektivität]] der [[Liebe]] unendlich, kennt weder Herkunft noch Gegenstand, ist sich selbst als Anlass genug, [[Totalität]] für sich. Die [[Objektivität]] solcher Bezogenheit erscheint unmittelbar subjektiv und stellt alle Auseinandersetzungen hierzu in eine absurd objektivierte Notwendigkeit einer &#039;&#039;Liebesbeziehung&#039;&#039;, als welche die Beziehungen auf andere von da her erscheinen muss (siehe hierzu den Song der Haindlings &#039;&#039;Liebe&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Selbstbeziehung muss der Mensch viel [[Selbstlosigkeit]] aufbringen, um sich auch wirklich auf sich selbst beziehen zu können. Er muss die [[Anwesenheit]] von Menschen erheischen, um für sich und mit sich identisch zu sein, menschliche Identität zu haben - nicht im Bezug auf andere, sondern in der [[Vermittlung]] durch andere. [[Gefühle]] hat er in der [[Leben]] anderer für ihn: Als [[Selbstgefühl]]. Nur dadurch, dass er in der [[Wahrnehmung]] anderer Menschen sich [[wahrhat]], hat er auch [[Gefühl]] für sie. Es ist die Bedingung seiner [[zwischenmenschlichen Beziehung]], seiner [[Liebe]] und [[Selbstverwirklichung]]; er ist lieb, um Liebe zu bekommen. Als [[erkennendes]] [[Verhältnis]] wird Liebe darin obsolet, dass sie nur aus der [[Anwesenheit]] von Liebesgefühlen besteht, flüchtig wie eine Situation, wie ein [[Ereignis]], das genauso auch nicht sein kann, weil es wie ein Schicksal ist und Geschick erfordert. Das eigene Leben scheint darin nur gegeben zu sein, für sich nichts und daher auch in der beständigen Gefahr der [[Vernichtung]]. Diese lässt den Menschen beständig besorgt sein, dass ihm nichts vom Leben verbleibt, wenn es nicht in der Gestalt anderer Menschen anwesend ist. In der Lebensvielfalt solcher [[Anwesenheiten]] wird die Not der eigenen [[Isolation]] gewendet, ohne die das [[Leben]] [[Angst]] macht. Die [[Wahrheit]] jeder Selbstbezogenheit ist [[Lebensangst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] sind in der Abtrennung von ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit für die einzelnen Menschen Selbstbeziehungen, in denen jeder seine [[Egozentrik]] verwirklicht und darin auch wirklich für andere da ist. Sie kleidet sich daher besonders gut in Altruismus, weil sie darin ihre [[Selbstgerechtigkeit]] feiern kann..&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Selbstbeziehung&amp;diff=11608</id>
		<title>Selbstbeziehung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Selbstbeziehung&amp;diff=11608"/>
		<updated>2026-10-15T19:07:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der einzelne und [[vereinzelte]] Jäger und Fischer, womit Smith und Ricardo beginnen, gehört zu den phantasielosen [[Einbildungen]] der 18.-Jahrhundert-Robinsonaden, die keineswegs, wie Kulturhistoriker sich einbilden, bloß einen Rückschlag gegen Überverfeinerung und Rückkehr zu einem mißverstandnen Naturleben ausdrücken. So wenig wie Rousseaus contrat social, der die von [[Natur]] independenten [[Subjekte]] durch Vertrag in [[Verhältnis]] und Verbindung bringt, auf solchem Naturalismus beruht. Dieser [[Schein]] ist nur der [[ästhetische]] Schein der kleinen und großen Robinsonaden. Es ist vielmehr die Vorwegnahme der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die seit dem 16. Jahrhundert sich vorbereitete und im 18. Riesenschritte zu ihrer Reife machte. In dieser [[Gesellschaft]] der freien [[Konkurrenz]] erscheint der [[Einzelne]] losgelöst von den Naturbanden usw. die ihn in früheren Geschichtsepochen zum Zubehör eines bestimmten begrenzten menschlichen Konglomerats machen. [[(MEW 13, Seite 615*f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] begründen ihre [[Selbstbeziehung]] als Existenzform ihrer [[Selbstverwertung (siehe [[Selbstwert). Doch darin vollzieht sich keine [[wirkliche]] [[Beziehung]] zwischen Menschen, denn sie kann nur die [[Tautologie]] einer [[Beziehung]] sein, die in allem – also ganz allgemein]] – inhaltlich nur auf sich zurückkommen (bzw. &#039;&#039;zurückfallen&#039;&#039;) kann, keinen [[substanziellen]] [[Grund]] durch sich hat und im Grunde sich nur autistisch verhält und in der Selbstoptimierung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verbraucht, aus denen sie sich begründet. In dieser [[verallgemeinerten]] [[Einzelheit]] spiegelt sich das [[bürgerliche Subjekt]] in sich selbst außer sich und gewinnt seinen [[Selbstwert]] durch die Selbstoptimierung einer monadischen Wahrnehmung, die Ihre Dimension auf sich selbst beschränkt, also sich nur eindimensional bewahren und bewähren kann was sie für wahr hält also ein [[Unsinn]] im wahrsten Sinne des Wortes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein Wesen, welches seine Natur nicht außer sich hat, ist kein natürliches Wesen, nimmt nicht teil am Wesen der Natur. Ein Wesen, welches keinen [[Gegenstand außer sich hat, ist kein gegenständliches Wesen. Ein [[Wesen, welches nicht selbst Gegenstand für ein drittes Wesen ist, hat kein Wesen zu seinem [[Gegenstand, d.h. verhält sich nicht gegenständlich, sein [[Sein]] ist kein gegenständliches. Ein ungegenständliches Wesen ist ein Unwesen. (Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) - [[MEW 40, S. 578)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Selbstbeziehung ist schon nach dem Wortsinn ihres [[Begriffs]] ein [[widersinniger]] [[Begriff]]. Als [[Beziehung]] ist er zwischen sich und Anderen (siehe hierzu [[Dazwischensein]]) und behauptet an sich diese [[Beziehung]] als Rekurs auf sich, also auf eine [[Beziehung]], deren [[Subjekt]] außer sich ist (siehe [[Selbstlosigkeit]]) und die durch sich [[selbst]] [[wahr]] wird, sobald sie sich aus sich heraus [[verwirklicht]]. Für sich verdoppelt eine [[Selbstbeziehung]] daher die [[Beziehung]] auf Andere zu einer [[eigenen]] [[Beziehung]] außer sich, zu einer [[objektiven Beziehung]]. Weil sie sich im Anderen als [[Selbstwahrnehmung]] reflektiert und sich hierüber angleicht, wird sie sich selbst gleich und von daher zu einer [[gleichgültigen]] [[Beziehung]] auf andere, die wie eine [[objektive]] [[Beziehung]] [[erscheint]] (siehe [[Selbstlosigkeit]]), die also durch ihr darin gewonnenes [[Selbstgefühl]] als [[eigentlich]] menschliche [[Beziehung]] (siehe [[Eigentlichkeit]]) der [[Selbstwahrnehmung]] zukommt. Diese wird dadurch zur [[Selbstbehauptung]], dass ein Mensch in seiner Individualität selbst unmittelbares [[Subjekt]] wie [[Objekt]] seiner [[Beziehungen]] sein könne. Allerdings ist dies nur in [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnissen]] der Fall, worin viele Menschen sich wechselseitig als das [[Material]] ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]]: In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen sie einander als Menschen erkennen, sobald sie ihre [[Wahrnehmung]] von ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] unterscheiden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstbeziehung]] wird überall als [[individuelle]] [[Beziehung]] im [[Individualismus]] der [[privaten Persönlichkeiten]] unterstellt. Sie ist der Kern der [[bürgerlichen Kultur]] und des darin [[verbürgten]] [[Rechts]] und seiner [[politischen Ökonomie]], der [[Ideologie]] des [[Privateigentums]]. Im Grundverständnis des [[Menschenbilds]] der [[Bürgerlichen Wissenschaften]] existiert die [[Subjektivität]] des Menschen als [[bürgerliches Subjekt]], ihrem [[Verständnis]] des menschlichen [[Subjekts]] zufolge als allgemein menschliches [[Individuum]] schlechthin. Die Individualität dieses [[bürgerlichen Subjekts]] (siehe auch [[Individualisierung]]) ist ihr [[Objektsein]] als Mensch schlechthin, als das [[Material]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]]. Die damit verfasste [[subjektive]] [[Objektivität]] ist die Unterstellung einer natürlichen Selbstentfaltung der &#039;&#039;freien&#039;&#039; und also unabhängigen [[Persönlichkeit]], der [[Privatperson]], in der [[Allgemeinheit]] ihrer übernatürlichen [[Autopoisis]], durch die sich Menschen ihrem innersten von allen anderen Menschen in ihrer [[Einzelheit]] abgetrennten, ihrem [[isolierten]] und isolierbaren [[Wesen]], ihrem Privatwesen zufolge zu sich selbst und zu anderen Menschen [[verhalten]] würden (siehe auch die  [[Ideologie]]) der [[Bürgerliche Psychologen]]. Und auch die Soziologen gehen davon aus, dass das [[Individuum]] für sich selbst Grund seiner [[Beziehungen]] sei, für sich selbst [[existiere]] und sich durch sich selbst [[verwirklichen]] könne und durch seine schlichte Vergemeinschaftung, durch die [[Verallgemeinerung]] seines an und für sich [[isolierten]] Individualwesens seine [[Gesellschaft]] schaffen würde. Weil es hierdurch zu einem [[politischen]] [[Objekt]] und also zu einem Objekt der [[politischen Kultur]] geworden ist, ist man auch um seine Funktionalität besorgt, hinter seinem Individualwesen her und verhilft ihm zum Beispiel durch Individualtherapie und entsprechender Fürsorge zum Überstehen seiner [[isolierten]] [[Existenz]] in den Konkurrenzverhältnissen der [[Bürgerlichen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unter den [[Bedingungen der privaten Existenz]] seiner Selbsterhaltung, durch sein Einkommen ja auch objektiv]] auf sich selbst, auf sein Auskommen in seinen abgetrennten [[Lebensverhältnissen]] verwiesen. Seine [[Selbstbezogenheiten]] weisen ja auch [[wirklich]] darauf hin, dass die Individuen sich zu sich selbst [[verhalten]] können müssen und sich hierdurch - wenn auch nur durch [[abstrakt]] andere, durch einander - auf sich selbst [[beziehen]]. Sie unterstellen damit aber immerhin auch schon einen [[allgemeinen]], also gesellschaftlichen Menschen, der als dieser allerdings nur [[abstrakt allgemein]] bleibt und also auch nicht wirklich [[unmittelbar]] existiert. Tatsächlich kann sich das burgherrliche Individuum in der Reflexion oder Spekulation hierauf ja auch [[selbst wahrnehmen]], sich [[selbst erfahren]], sich [[selbst behaupten]] und sich zumindest in seiner Selbstreflexion auf sich selbst beziehen. Doch alle Selbstbezogenheit setzt voraus, das es sich selbst äußerlich vergenwärtigen muss, und sich von sich selbst unterscheiden kann, dass unterschiedliche [[Eigenschaften]] seines [[Wesen]] sich in seiner [[Psyche]] zu sich selbst verhalten können muss. Doch es sind nur die Unterschiede seiner [[Selbstwahrnehmungen]], die zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] getrennt wiurden, wodurch es sich auf sich selbst beziehen kann und beziehen muss, weil es durch sich selbst sein muss und nicht für sich selbst alleine wahr sein kann (siehe auch [[bürgerliches Subjekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[natürliches]] [[Selbst]], das sich einfach nur auf sich selbst [[beziehen]] könnte, kann eben nur eine Tautologie sein, eine [[widersinnige]] [[Existenz]] durch sich ohne sich haben, kann in seiner Allgemeinheit nichts anderes (siehe [[Anderssein]]) als [[nichts]] sein, weil sie sich in der [[Verselbständigung]] ihrer zirkulären [[Nichtigkeit]] nur selbst zerstören, sich unentwegt [[nichten]] müsste, wo sie etwas sein sollte. Ein positiv verstandenes Selbst ist daher schon an und für sich ein [[Unding]], weil es nur aus sich selbst, aus seiner [[Einzelheit]] heraus [[allgemein]] sein müsste. Es könnte sich auch nur so begreifen und daher nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] für sein Leben haben, müsste sich immer selbst gleich bleiben und müsste sich von daher immer wieder selbst unentwegt allgemein aufheben, sich ständig austauschen und sich über sich selbst [[täuschen]] (siehe hierzu auch [[Tauschwert]]). weil es nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vereinzelte Subjekt solcher Theorie kann seine [[Gesellschaft]] durch seine [[isolierte]] Existenz nur aus einem [[abstrakten Sinn]], aus den [[Einverleibungen]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] beziehen. Ein [[Selbst]] als solches kann es eben nicht wirklich geben, weil es eine bloße [[Reflektion]] der [[Wahrnehmung]] ist, der Widerschein einer objektiven [[Wirkung]], die [[Gefühle]] auf sich selbst duch andere haben und in [[Wirklichkeit]] als [[objektive Gefühle]] existieren, die sich aus der [[Selbstverwertung]] ergeben und durch ihre gesellschaftliche Allgemeinheit die vereinzelten [[Selbstwahrnehmungen]] bestätigen und also ihre [[Selbstbezogenheiten]] durch ihre [[Verallgemeinerungen]] [[reproduzieren]] und schließlich über ihre [[objektivierten Gefühle]] als [[objektivierte Selbstgefühle]] zur gesellschaftlichen Grundlage eines allgemeinen [[Narzissmus]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist nur möglich über die [[Anwesenheit]] anderer Menschen, die einem Menschen eine [[beliebige]] [[Gegenwärtigkeit]] von irgendeiner menschlichen Art vermitteln. Sie ist eine zirkuläre [[Beziehung]], die sich in den [[Formen]] der [[Selbstwahrnehmung]] - in ihren Echoräumen - durch die wechselseitigen [[Einverleibungen]] von [[zwischenmenschlicher]] [[Anwesenheit]] [[verselbständigt]] hat (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist eine [[Konstruktion]] der [[bürgerlichen]] [[Selbstwahrnehmung]], ein Konstrukt (siehe [[Konstruktivismus]]) ihrer allseiten Natürlichkeit, ein Urzustand ihrer [[Natur]], der sich wie von [[selbst verwirklichen]] könnte, wäre er nicht von [[übermenschlichen]] [[Mächten]] der [[Kultur]] [[fremdbestimmt]] (siehe hierzu auch [[Psychoanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein solcher Urzustand erklärt nichts. Er schiebt bloß die Frage in eine graue, nebelhafte Ferne. Er unterstellt in der Form der Tatsache, des Ereignisses, was er deduzieren soll, nämlich das notwendige Verhältnis zwischen zwei Dingen .... So erklärt die Theologie den Ursprung des Bösen durch den Sündenfall, d.h., er unterstellt als ein Faktum, in der Form der Geschichte, was er erklären soll. [[(MEW 40, Seite 511)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo eine Selbstbeziehung in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] die [[allgemein]] [[ausschließliche]] [[Wahrnehmung]] ist, da ist sie eine [[Beziehung]] auf sich selbst die [[notwendige]] [[Selbsttäuschung]]. Doch wäre diese praktisch schon ein Vermögen der Selbsbeziehung, eine Tautologie, eine [[schlechte Unendlichkeit]]und die ist schon rein sprachlich ein [[Unding]], behauptet das doch eine [[Beziehung]], also eine Verbindung verschiedener Subjekte, die zugleich nicht als Beziehung aus Unterschiedenem besteht, sondern sich selbst gleichbleibt, sich durch seine Beziehung substanziell verdoppelt. Es müsste von einem [[Selbst]] begründet sei, das für sich immer gleich bleiben könne und auf sich zugleich bezogen sein müsse, das also eine quasi absolute Identität als ein Drittes verwirklichen könnte. Darin formuliert sich ein [[Widersinn]] des Wortes, heißt das doch, dass man selbst doppelt existiere, denn [[Beziehung]] gibt es nur zwischen eigenständigen und voneinander unterscheidbaren [[Wesen]], also z.B. mindestens zwischen zwei [[Personen]], die sich gegenseitig durch ihre unterschiedliches [[Dasein]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Selbstbeziehung]] an sich ist ein [[Widersinn]], ein [[Unding]] der [[Selbstwahrnehmung]], weil darin ein einziges Subjekt sich als einziges Objekt wahrhaben müsste. Wo ein Mensch der [[Stoff]] seiner Beziehung auf sch selbst bliebe, so wäre er [[nichts]], nicht [[wirklich]] da. Selbstbeziehung kann nur durch eine [[Beziehung]] auf sich durch andere sein, durch die [[Einverleibung]] der [[Anwesenheit]] von Menschen, deren [[Gegenwärtigkeit]] konsumiert wird, die also in einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]] entgegenwärtigt werden, die leibhaftig zur [[Nutzung]] der [[Selbstwahrnehmung]] verfügbar sind. Eine [[Einverleibung]] setzt eine [[ohnmächtige]] [[Wahrnehmung]] voraus, die ihren [[Sinn]] nur in der Äußerlichkeit ihrer [[Beziehung]], in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und [[empfinden]] kann, in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und empfinden kann. Es ist die Lebensform einer [[abstrakten Sinnlichkeit]], die Vereinigung fremder mit eigener [[Körperlichkeit]], wodurch die [[Selbstwahrnehmung]] durch deren Konsum bestärkt und zugleich abhängig, Subjekt wie Objekt in einem, also zu einm objektivn Subjekt wird (siehe auch[[tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Begriff]] Selbstbeziehung kann daher nicht wahr sein, denn er soll eine [[Beziehung]] auf sich selbst bezeichnen, die ein [[Selbst]] als ein wahrnehmendes [[Subjekt]] und zugleich das [[Selbst]] als Objekt der [[Wahrnehmung]] unterstellt. Aber tatsächlich gibt es dieses in einer verselbständigten Wirklichkeit, in der sich durch die [[isolierte]] [[Einzelheit]] die [[Abstraktion]] von sich selbst [[allgemein]] macht, indem sie hierfür für sich zugleich von sich absieht, also [[ausschließlich]] [[abstrakt allgemein]], als ein totalisiertes [[Selbst]] [[Wahrheit]] nehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar ein [[Widersinn]] in sich, denn [[Wahrheit]] kann nicht genommen werden, wo sie [[gegeben]] sein soll. Sie bliebe [[ausschließlich]] für sich und könnte auch nur als [[Verhältnis]] einer [[Person]] zu sich selbst sein, blnker Selbstverlust. Doch in der Wirklichkeit der [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] gibt es eine [[Wahrnehmung]] zwischen sich und anderen, z.B. als ein [[Bild]] von sich, als [[Selbstgefühl]], als [[Trieb]], als [[Ich]], das aus sich selbst begründet erscheinen könnte (siehe hierzu auch [[Autopoiesis]]), wenn es sich in seiner [[Allgemeinheit]] selbst dort findet, wo es durch die [[Empfindungen]] anderer Menschen entstanden ist. Wenn diese [[Person]] selbst schon eine solche Beziehung zu sich finden kann, so ist das die ihr mögliche [[Selbsttäuschung]] über den wahren [[Charakter]] ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], wie er sich aus den der Verwirklichung ihrer [[Selbstbehauptung]] durch ihre [[Egozentrik]] und [[Selbstveredelung]] als [[Beziehung]] an sich und zugleich durch sich dann ergibt, wenn es [[Ereignisse]] gibt, wodurch diese ausschließlich sich selbst erlebt (siehe [[Ereignisproduktion]]). Darin lässt sich ihr [[Leben]] [[objektiv]] gegen alle Unterschiede zwischen sich und anderen [[gleichgültig]] machen, sodass es sich auch [[tatsächlich]] als [[Selbstverwirklichung]] durch ihren [[abstrakt menschlichen Sinn]] [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist Selbstbeziehung ein [[Begriff]] der [[Selbsttäuschung]], der Selbstwahrnhmung in einer [[Scheinwelt]] der Selbstigkeiten von [[Personen]], wo es diese Unterschiedslosigkeiten doch auch [[wirklich]] gibt, eben in einer [[Selbstempfindung]] durch andere, in den Empfindungen von Menschen als Seinesgleichen und doch Anderes, als [[Empfindung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die Menschen sich in anderen [[subjektiv]] so finden, wie sie sich [[objektiv]] [[erleben]]. Darin reflektieren sie sich als einzelnen Allgemeinmenschen (siehe [[Verallgemeinerung]]), der sich vor allem selbst gefunden hat, weil ihm seine [[menschliche Identität]] im [[zwischenmenschlichen]] [[Erleben]] so [[erscheint]], wie die [[Ereignisse]] seiner [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] dies ihm [[ermöglichen]] (siehe auch [[Eventkultur]]). Es ist das unentwegte Wiedererkennen seiner selbst in anderen Menschen, das genau so unentwegt [[enttäuscht]] wird, weil darin nur gefunden werden kann, was man von sich selbst darin [[wahrhaben]] kann. Und das kann nicht [[unmittelbar]] menschlich sein, weil menschliche [[Wahrheit]] unmittelbar gewiss sein muss, also keine [[Gewissheit]] durch andere Menschen finden noch durch sie haben kann, weder vermittelbar noch unmittelbar ganz gewiss ist. Weil jede menschliche [[Empfindung]] von daher immer so gesellschaftlich ist, wie der einzelne Mensch in [[Gesellschaft]] sich bewahrheiten kann, empfindet er sich auch so fremd, wie Gesellschaft menschliche [[Entfremdung]] vermittelt und wie sich Empfindungen in den Gefühlen der Menschen von daher in einem [[Selbstgefühl]] mitteilen und [[verselbständigen]]. und hierin ihrem [[ästhetischen Willen]] folgen. Dieser ist der [[Trieb]] der [[Selbstwahrnehmung]], die für sich keine [[Wahrheit]] findet und nur außer sich ihren [[Sinn]] [[wahrhaben]] kann. Durch das [[Erleben]] von [[Ereignissen]] wird von der [[Wahrnehmung]] ein [[Leben]] [[einverleibt]], worin sie die [[Wahrheit]] für ihre [[Absichten]] findet, wodurch sie [[empfindet]], was sie für sich [[wahrhaben]] will, was die [[notwendige]] [[Beziehung]] ihres [[ästhetischen Willens]] verwirklicht und somit ihre [[Gefühle]] in dem [[Sinn]] bereichert, nach dem sie außer sich verlangen und den sie für ihr [[Selbstgefühl]] [[begehren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich jedes Individuum in einer nur [[abstrakt]] menschlich existenten [[Gesellschaft]] zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] gespalten findet, wird Selbstbezogenheit (siehe auch [[Egozentrik]]) zum Verwirklichungsprinzip seiner [[Selbstgefühl]]e. Darin ist ein Mensch getrieben (siehe [[Trieb]]), einen [[abwesenden]] Lebenszusammenhang durch sich selbst, durch seine hiervon [[isolierte]] [[Beziehung]] auf sich zu ersetzen, sich selbst durch seine Empfindungen und Gefühle, letztlich also in seinem [[Selbstgefühl]] zu verwirklichen (siehe [[Selbstverwirklichung]]), durch das er einen [[Selbstwert]] gewinnt, der die in seiner [[Scheinwelt]] aufgehobene [[Selbstachtung]] ersetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist jede Selbstbeziehung schon durch ihren wesentlichen [[Widerspruch]] beschränkt (siehe auch [[tote Wahrnehmung]]), denn sie selbst kann nur allmächtig sein wollen, insofern sie immer nur in der [[Konkurrenz]] der [[Selbstgefühle]] möglich ist. Sie muss unentwegt sich selbst suchen, ihre [[Empfindungen]] finden, weil sie sich unentwegt verliert. Ihren Frieden findet sie daher auch nur in einer mächtigen [[Identifikation]] (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]), die sich [[ausschließlich]] [[psychisch]] gegen die gegenständliche Welt überhaupt richtet, die aus einer übermenschlichen [[Liebe]] zu einer Liebesmacht [[aufgehoben]], in einer [[Scheinwelt]] ihrer [[Liebe]] unendlich bestimmt sein kann (siehe auch [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinn tauschen die Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihr [[Leben]] dadurch aus, dass sie durch die [[Anwesenheit]] [[bestimmter]] anderer Menschen sich auch selbst begründen und also auch sich darin selbst [[bestimmen]] können. Selbstbeziehung unterstellt, dass es eine [[Beziehung]] auf andere gibt, in der die Beziehung auf sich bestimmt ist, die also in [[Wirklichkeit]] eine Beziehung auf sich selbst ist, indem sie die [[Anwesenheit]] anderer [[nutzt]], um zu sich selbst zu kommen. Vermittelst solcher Beziehung ist ein Mensch für sich durch die Beziehung anderer auf ihn und er bezieht sich durch die Beziehung auf andere auch letztlich nur auf sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff von einem &#039;&#039;[[Selbst]]&#039;&#039; vermittelt in sich schon die doppelte Wendung einer Beziehung, die Beziehung durch ein &#039;&#039;Selbst&#039;&#039;, das nur für sich ist, und zugleich selbstlos sein muss, um bezogen zu sein, das also aus einem vertauschten Selbst, aus einem [[Selbst]] des Andersseins besteht. Eine Selbstbeziehung ist eine [[entäußerte]] Beziehung, eine Beziehung durch Andere in der [[Absicht]] des Anderswerdens durch ein anderes [[Sein]]. Es ist eine [[Selbstverneinung]] durch den Aus[[tausch]] seiner durch anderes, [[Selbstentfremdung]] im [[Begriff]] einer umfangreichen [[Selbsttäuschung]]. Alles Äußere erscheint darin als [[Eigenes]], weil es über diese Beziehungsform [[einverleibt]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstbeziehung ist daher die aufgehobene Unterscheidung der eigenen [[Identität]] von ihrem [[Mittel]], dem anderen Menschen. Das &#039;&#039;Ich&#039;&#039; wird darin ein ideelles &#039;&#039;Du&#039;&#039;, um [[absolutes]] Ich zu sein. Die Grundform hierbei ist schon im Hauptgebot des Christentums formuliert: &#039;&#039;Liebe deinen Nächsten wie dich selbst&#039;&#039;. Die Selbstverliebtheit wird dadurch zum Hintergrund der Beziehung auf andere, also dieser vorausgesetzt und als Maß bestimmt. Was hierbei an Liebe gemeint sein muss, ist die Eigenliebe des durch sich selbst beseelten Menschen, der darin seine Gotteskindschaft vollzieht und sich als deren [[Objekt]] äußert. Der Liebeskreis ist durch die in der Eigenliebe hintergangene [[Subjektivität]] der [[Liebe]] unendlich, kennt weder Herkunft noch Gegenstand, ist sich selbst als Anlass genug, [[Totalität]] für sich. Die [[Objektivität]] solcher Bezogenheit erscheint unmittelbar subjektiv und stellt alle Auseinandersetzungen hierzu in eine absurd objektivierte Notwendigkeit einer &#039;&#039;Liebesbeziehung&#039;&#039;, als welche die Beziehungen auf andere von da her erscheinen muss (siehe hierzu den Song der Haindlings &#039;&#039;Liebe&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Selbstbeziehung muss der Mensch viel [[Selbstlosigkeit]] aufbringen, um sich auch wirklich auf sich selbst beziehen zu können. Er muss die [[Anwesenheit]] von Menschen erheischen, um für sich und mit sich identisch zu sein, menschliche Identität zu haben - nicht im Bezug auf andere, sondern in der [[Vermittlung]] durch andere. [[Gefühle]] hat er in der [[Leben]] anderer für ihn: Als [[Selbstgefühl]]. Nur dadurch, dass er in der [[Wahrnehmung]] anderer Menschen sich [[wahrhat]], hat er auch [[Gefühl]] für sie. Es ist die Bedingung seiner [[zwischenmenschlichen Beziehung]], seiner [[Liebe]] und [[Selbstverwirklichung]]; er ist lieb, um Liebe zu bekommen. Als [[erkennendes]] [[Verhältnis]] wird Liebe darin obsolet, dass sie nur aus der [[Anwesenheit]] von Liebesgefühlen besteht, flüchtig wie eine Situation, wie ein [[Ereignis]], das genauso auch nicht sein kann, weil es wie ein Schicksal ist und Geschick erfordert. Das eigene Leben scheint darin nur gegeben zu sein, für sich nichts und daher auch in der beständigen Gefahr der [[Vernichtung]]. Diese lässt den Menschen beständig besorgt sein, dass ihm nichts vom Leben verbleibt, wenn es nicht in der Gestalt anderer Menschen anwesend ist. In der Lebensvielfalt solcher [[Anwesenheiten]] wird die Not der eigenen [[Isolation]] gewendet, ohne die das [[Leben]] [[Angst]] macht. Die [[Wahrheit]] jeder Selbstbezogenheit ist [[Lebensangst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] sind in der Abtrennung von ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit für die einzelnen Menschen Selbstbeziehungen, in denen jeder seine [[Egozentrik]] verwirklicht und darin auch wirklich für andere da ist. Sie kleidet sich daher besonders gut in Altruismus, weil sie darin ihre [[Selbstgerechtigkeit]] feiern kann..&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Selbstbeziehung&amp;diff=11607</id>
		<title>Selbstbeziehung</title>
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		<updated>2026-10-15T19:02:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der einzelne und [[vereinzelte]] Jäger und Fischer, womit Smith und Ricardo beginnen, gehört zu den phantasielosen [[Einbildungen]] der 18.-Jahrhundert-Robinsonaden, die keineswegs, wie Kulturhistoriker sich einbilden, bloß einen Rückschlag gegen Überverfeinerung und Rückkehr zu einem mißverstandnen Naturleben ausdrücken. So wenig wie Rousseaus contrat social, der die von [[Natur]] independenten [[Subjekte]] durch Vertrag in [[Verhältnis]] und Verbindung bringt, auf solchem Naturalismus beruht. Dieser [[Schein]] ist nur der [[ästhetische]] Schein der kleinen und großen Robinsonaden. Es ist vielmehr die Vorwegnahme der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die seit dem 16. Jahrhundert sich vorbereitete und im 18. Riesenschritte zu ihrer Reife machte. In dieser [[Gesellschaft]] der freien [[Konkurrenz]] erscheint der [[Einzelne]] losgelöst von den Naturbanden usw. die ihn in früheren Geschichtsepochen zum Zubehör eines bestimmten begrenzten menschlichen Konglomerats machen. [[(MEW 13, Seite 615*f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] begründen ihre [[Selbstbeziehung]] als Existenzform ihrer [[Selbstverwertung (siehe [[Selbstwert). Doch darin vollzieht sich keine [[wirkliche]] [[Beziehung]] zwischen Menschen, denn sie kann nur die [[Tautologie einer [[Beziehung sein, die in allem – also ganz allgemein]] – inhaltlich nur auf sich zurückkommen (bzw. &#039;&#039;zurückfallen&#039;&#039;) kann, keinen [[substanziellen]] [[Grund]] durch sich hat und im Grunde sich nur autistisch verhält und in der Selbstoptimierung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verbraucht, aus denen sie sich begründet. In dieser [[verallgemeinerten [[Einzelheit spiegelt sich das [[bürgerliche Subjekt]] in sich selbst außer sich und gewinnt seinen [[Selbstwert durch die Selbstoptimierung einer monadischen Wahrnehmung, die Ihre Dimension auf sich selbst beschränkt, also sich nur eindimensional bewahren und bewähren kann was sie für wahr hält also ein [[Unsinn im wahrsten Sinne des Wortes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein Wesen, welches seine Natur nicht außer sich hat, ist kein natürliches Wesen, nimmt nicht teil am Wesen der Natur. Ein Wesen, welches keinen [[Gegenstand außer sich hat, ist kein gegenständliches Wesen. Ein [[Wesen, welches nicht selbst Gegenstand für ein drittes Wesen ist, hat kein Wesen zu seinem [[Gegenstand, d.h. verhält sich nicht gegenständlich, sein [[Sein ist kein gegenständliches. Ein ungegenständliches Wesen ist ein Unwesen. (Karl Marx in Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844) - [[MEW 40, S. 578)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Selbstbeziehung ist schon nach dem Wortsinn ihres [[Begriffs]] ein [[widersinniger]] [[Begriff]]. Als [[Beziehung]] ist er zwischen sich und Anderen (siehe hierzu [[Dazwischensein]]) und behauptet an sich diese [[Beziehung]] als Rekurs auf sich, also auf eine [[Beziehung]], deren [[Subjekt]] außer sich ist (siehe [[Selbstlosigkeit]]) und die durch sich [[selbst]] [[wahr]] wird, sobald sie sich aus sich heraus [[verwirklicht]]. Für sich verdoppelt eine [[Selbstbeziehung]] daher die [[Beziehung]] auf Andere zu einer [[eigenen]] [[Beziehung]] außer sich, zu einer [[objektiven Beziehung]]. Weil sie sich im Anderen als [[Selbstwahrnehmung]] reflektiert und sich hierüber angleicht, wird sie sich selbst gleich und von daher zu einer [[gleichgültigen]] [[Beziehung]] auf andere, die wie eine [[objektive]] [[Beziehung]] [[erscheint]] (siehe [[Selbstlosigkeit]]), die also durch ihr darin gewonnenes [[Selbstgefühl]] als [[eigentlich]] menschliche [[Beziehung]] (siehe [[Eigentlichkeit]]) der [[Selbstwahrnehmung]] zukommt. Diese wird dadurch zur [[Selbstbehauptung]], dass ein Mensch in seiner Individualität selbst unmittelbares [[Subjekt]] wie [[Objekt]] seiner [[Beziehungen]] sein könne. Allerdings ist dies nur in [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnissen]] der Fall, worin viele Menschen sich wechselseitig als das [[Material]] ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]]: In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen sie einander als Menschen erkennen, sobald sie ihre [[Wahrnehmung]] von ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] unterscheiden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstbeziehung]] wird überall als [[individuelle]] [[Beziehung]] im [[Individualismus]] der [[privaten Persönlichkeiten]] unterstellt. Sie ist der Kern der [[bürgerlichen Kultur]] und des darin [[verbürgten]] [[Rechts]] und seiner [[politischen Ökonomie]], der [[Ideologie]] des [[Privateigentums]]. Im Grundverständnis des [[Menschenbilds]] der [[Bürgerlichen Wissenschaften]] existiert die [[Subjektivität]] des Menschen als [[bürgerliches Subjekt]], ihrem [[Verständnis]] des menschlichen [[Subjekts]] zufolge als allgemein menschliches [[Individuum]] schlechthin. Die Individualität dieses [[bürgerlichen Subjekts]] (siehe auch [[Individualisierung]]) ist ihr [[Objektsein]] als Mensch schlechthin, als das [[Material]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]]. Die damit verfasste [[subjektive]] [[Objektivität]] ist die Unterstellung einer natürlichen Selbstentfaltung der &#039;&#039;freien&#039;&#039; und also unabhängigen [[Persönlichkeit]], der [[Privatperson]], in der [[Allgemeinheit]] ihrer übernatürlichen [[Autopoisis]], durch die sich Menschen ihrem innersten von allen anderen Menschen in ihrer [[Einzelheit]] abgetrennten, ihrem [[isolierten]] und isolierbaren [[Wesen]], ihrem Privatwesen zufolge zu sich selbst und zu anderen Menschen [[verhalten]] würden (siehe auch die  [[Ideologie]]) der [[Bürgerliche Psychologen]]. Und auch die Soziologen gehen davon aus, dass das [[Individuum]] für sich selbst Grund seiner [[Beziehungen]] sei, für sich selbst [[existiere]] und sich durch sich selbst [[verwirklichen]] könne und durch seine schlichte Vergemeinschaftung, durch die [[Verallgemeinerung]] seines an und für sich [[isolierten]] Individualwesens seine [[Gesellschaft]] schaffen würde. Weil es hierdurch zu einem [[politischen]] [[Objekt]] und also zu einem Objekt der [[politischen Kultur]] geworden ist, ist man auch um seine Funktionalität besorgt, hinter seinem Individualwesen her und verhilft ihm zum Beispiel durch Individualtherapie und entsprechender Fürsorge zum Überstehen seiner [[isolierten]] [[Existenz]] in den Konkurrenzverhältnissen der [[Bürgerlichen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unter den [[Bedingungen der privaten Existenz]] seiner Selbsterhaltung, durch sein Einkommen ja auch objektiv]] auf sich selbst, auf sein Auskommen in seinen abgetrennten [[Lebensverhältnissen]] verwiesen. Seine [[Selbstbezogenheiten]] weisen ja auch [[wirklich]] darauf hin, dass die Individuen sich zu sich selbst [[verhalten]] können müssen und sich hierdurch - wenn auch nur durch [[abstrakt]] andere, durch einander - auf sich selbst [[beziehen]]. Sie unterstellen damit aber immerhin auch schon einen [[allgemeinen]], also gesellschaftlichen Menschen, der als dieser allerdings nur [[abstrakt allgemein]] bleibt und also auch nicht wirklich [[unmittelbar]] existiert. Tatsächlich kann sich das burgherrliche Individuum in der Reflexion oder Spekulation hierauf ja auch [[selbst wahrnehmen]], sich [[selbst erfahren]], sich [[selbst behaupten]] und sich zumindest in seiner Selbstreflexion auf sich selbst beziehen. Doch alle Selbstbezogenheit setzt voraus, das es sich selbst äußerlich vergenwärtigen muss, und sich von sich selbst unterscheiden kann, dass unterschiedliche [[Eigenschaften]] seines [[Wesen]] sich in seiner [[Psyche]] zu sich selbst verhalten können muss. Doch es sind nur die Unterschiede seiner [[Selbstwahrnehmungen]], die zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] getrennt wiurden, wodurch es sich auf sich selbst beziehen kann und beziehen muss, weil es durch sich selbst sein muss und nicht für sich selbst alleine wahr sein kann (siehe auch [[bürgerliches Subjekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[natürliches]] [[Selbst]], das sich einfach nur auf sich selbst [[beziehen]] könnte, kann eben nur eine Tautologie sein, eine [[widersinnige]] [[Existenz]] durch sich ohne sich haben, kann in seiner Allgemeinheit nichts anderes (siehe [[Anderssein]]) als [[nichts]] sein, weil sie sich in der [[Verselbständigung]] ihrer zirkulären [[Nichtigkeit]] nur selbst zerstören, sich unentwegt [[nichten]] müsste, wo sie etwas sein sollte. Ein positiv verstandenes Selbst ist daher schon an und für sich ein [[Unding]], weil es nur aus sich selbst, aus seiner [[Einzelheit]] heraus [[allgemein]] sein müsste. Es könnte sich auch nur so begreifen und daher nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] für sein Leben haben, müsste sich immer selbst gleich bleiben und müsste sich von daher immer wieder selbst unentwegt allgemein aufheben, sich ständig austauschen und sich über sich selbst [[täuschen]] (siehe hierzu auch [[Tauschwert]]). weil es nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vereinzelte Subjekt solcher Theorie kann seine [[Gesellschaft]] durch seine [[isolierte]] Existenz nur aus einem [[abstrakten Sinn]], aus den [[Einverleibungen]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] beziehen. Ein [[Selbst]] als solches kann es eben nicht wirklich geben, weil es eine bloße [[Reflektion]] der [[Wahrnehmung]] ist, der Widerschein einer objektiven [[Wirkung]], die [[Gefühle]] auf sich selbst duch andere haben und in [[Wirklichkeit]] als [[objektive Gefühle]] existieren, die sich aus der [[Selbstverwertung]] ergeben und durch ihre gesellschaftliche Allgemeinheit die vereinzelten [[Selbstwahrnehmungen]] bestätigen und also ihre [[Selbstbezogenheiten]] durch ihre [[Verallgemeinerungen]] [[reproduzieren]] und schließlich über ihre [[objektivierten Gefühle]] als [[objektivierte Selbstgefühle]] zur gesellschaftlichen Grundlage eines allgemeinen [[Narzissmus]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist nur möglich über die [[Anwesenheit]] anderer Menschen, die einem Menschen eine [[beliebige]] [[Gegenwärtigkeit]] von irgendeiner menschlichen Art vermitteln. Sie ist eine zirkuläre [[Beziehung]], die sich in den [[Formen]] der [[Selbstwahrnehmung]] - in ihren Echoräumen - durch die wechselseitigen [[Einverleibungen]] von [[zwischenmenschlicher]] [[Anwesenheit]] [[verselbständigt]] hat (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbeziehung ist eine [[Konstruktion]] der [[bürgerlichen]] [[Selbstwahrnehmung]], ein Konstrukt (siehe [[Konstruktivismus]]) ihrer allseiten Natürlichkeit, ein Urzustand ihrer [[Natur]], der sich wie von [[selbst verwirklichen]] könnte, wäre er nicht von [[übermenschlichen]] [[Mächten]] der [[Kultur]] [[fremdbestimmt]] (siehe hierzu auch [[Psychoanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein solcher Urzustand erklärt nichts. Er schiebt bloß die Frage in eine graue, nebelhafte Ferne. Er unterstellt in der Form der Tatsache, des Ereignisses, was er deduzieren soll, nämlich das notwendige Verhältnis zwischen zwei Dingen .... So erklärt die Theologie den Ursprung des Bösen durch den Sündenfall, d.h., er unterstellt als ein Faktum, in der Form der Geschichte, was er erklären soll. [[(MEW 40, Seite 511)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo eine Selbstbeziehung in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] die [[allgemein]] [[ausschließliche]] [[Wahrnehmung]] ist, da ist sie eine [[Beziehung]] auf sich selbst die [[notwendige]] [[Selbsttäuschung]]. Doch wäre diese praktisch schon ein Vermögen der Selbsbeziehung, eine Tautologie, eine [[schlechte Unendlichkeit]]und die ist schon rein sprachlich ein [[Unding]], behauptet das doch eine [[Beziehung]], also eine Verbindung verschiedener Subjekte, die zugleich nicht als Beziehung aus Unterschiedenem besteht, sondern sich selbst gleichbleibt, sich durch seine Beziehung substanziell verdoppelt. Es müsste von einem [[Selbst]] begründet sei, das für sich immer gleich bleiben könne und auf sich zugleich bezogen sein müsse, das also eine quasi absolute Identität als ein Drittes verwirklichen könnte. Darin formuliert sich ein [[Widersinn]] des Wortes, heißt das doch, dass man selbst doppelt existiere, denn [[Beziehung]] gibt es nur zwischen eigenständigen und voneinander unterscheidbaren [[Wesen]], also z.B. mindestens zwischen zwei [[Personen]], die sich gegenseitig durch ihre unterschiedliches [[Dasein]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Selbstbeziehung]] an sich ist ein [[Widersinn]], ein [[Unding]] der [[Selbstwahrnehmung]], weil darin ein einziges Subjekt sich als einziges Objekt wahrhaben müsste. Wo ein Mensch der [[Stoff]] seiner Beziehung auf sch selbst bliebe, so wäre er [[nichts]], nicht [[wirklich]] da. Selbstbeziehung kann nur durch eine [[Beziehung]] auf sich durch andere sein, durch die [[Einverleibung]] der [[Anwesenheit]] von Menschen, deren [[Gegenwärtigkeit]] konsumiert wird, die also in einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]] entgegenwärtigt werden, die leibhaftig zur [[Nutzung]] der [[Selbstwahrnehmung]] verfügbar sind. Eine [[Einverleibung]] setzt eine [[ohnmächtige]] [[Wahrnehmung]] voraus, die ihren [[Sinn]] nur in der Äußerlichkeit ihrer [[Beziehung]], in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und [[empfinden]] kann, in der [[Tatsache]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] finden und empfinden kann. Es ist die Lebensform einer [[abstrakten Sinnlichkeit]], die Vereinigung fremder mit eigener [[Körperlichkeit]], wodurch die [[Selbstwahrnehmung]] durch deren Konsum bestärkt und zugleich abhängig, Subjekt wie Objekt in einem, also zu einm objektivn Subjekt wird (siehe auch[[tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Begriff]] Selbstbeziehung kann daher nicht wahr sein, denn er soll eine [[Beziehung]] auf sich selbst bezeichnen, die ein [[Selbst]] als ein wahrnehmendes [[Subjekt]] und zugleich das [[Selbst]] als Objekt der [[Wahrnehmung]] unterstellt. Aber tatsächlich gibt es dieses in einer verselbständigten Wirklichkeit, in der sich durch die [[isolierte]] [[Einzelheit]] die [[Abstraktion]] von sich selbst [[allgemein]] macht, indem sie hierfür für sich zugleich von sich absieht, also [[ausschließlich]] [[abstrakt allgemein]], als ein totalisiertes [[Selbst]] [[Wahrheit]] nehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar ein [[Widersinn]] in sich, denn [[Wahrheit]] kann nicht genommen werden, wo sie [[gegeben]] sein soll. Sie bliebe [[ausschließlich]] für sich und könnte auch nur als [[Verhältnis]] einer [[Person]] zu sich selbst sein, blnker Selbstverlust. Doch in der Wirklichkeit der [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] gibt es eine [[Wahrnehmung]] zwischen sich und anderen, z.B. als ein [[Bild]] von sich, als [[Selbstgefühl]], als [[Trieb]], als [[Ich]], das aus sich selbst begründet erscheinen könnte (siehe hierzu auch [[Autopoiesis]]), wenn es sich in seiner [[Allgemeinheit]] selbst dort findet, wo es durch die [[Empfindungen]] anderer Menschen entstanden ist. Wenn diese [[Person]] selbst schon eine solche Beziehung zu sich finden kann, so ist das die ihr mögliche [[Selbsttäuschung]] über den wahren [[Charakter]] ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], wie er sich aus den der Verwirklichung ihrer [[Selbstbehauptung]] durch ihre [[Egozentrik]] und [[Selbstveredelung]] als [[Beziehung]] an sich und zugleich durch sich dann ergibt, wenn es [[Ereignisse]] gibt, wodurch diese ausschließlich sich selbst erlebt (siehe [[Ereignisproduktion]]). Darin lässt sich ihr [[Leben]] [[objektiv]] gegen alle Unterschiede zwischen sich und anderen [[gleichgültig]] machen, sodass es sich auch [[tatsächlich]] als [[Selbstverwirklichung]] durch ihren [[abstrakt menschlichen Sinn]] [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist Selbstbeziehung ein [[Begriff]] der [[Selbsttäuschung]], der Selbstwahrnhmung in einer [[Scheinwelt]] der Selbstigkeiten von [[Personen]], wo es diese Unterschiedslosigkeiten doch auch [[wirklich]] gibt, eben in einer [[Selbstempfindung]] durch andere, in den Empfindungen von Menschen als Seinesgleichen und doch Anderes, als [[Empfindung]] in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die Menschen sich in anderen [[subjektiv]] so finden, wie sie sich [[objektiv]] [[erleben]]. Darin reflektieren sie sich als einzelnen Allgemeinmenschen (siehe [[Verallgemeinerung]]), der sich vor allem selbst gefunden hat, weil ihm seine [[menschliche Identität]] im [[zwischenmenschlichen]] [[Erleben]] so [[erscheint]], wie die [[Ereignisse]] seiner [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] dies ihm [[ermöglichen]] (siehe auch [[Eventkultur]]). Es ist das unentwegte Wiedererkennen seiner selbst in anderen Menschen, das genau so unentwegt [[enttäuscht]] wird, weil darin nur gefunden werden kann, was man von sich selbst darin [[wahrhaben]] kann. Und das kann nicht [[unmittelbar]] menschlich sein, weil menschliche [[Wahrheit]] unmittelbar gewiss sein muss, also keine [[Gewissheit]] durch andere Menschen finden noch durch sie haben kann, weder vermittelbar noch unmittelbar ganz gewiss ist. Weil jede menschliche [[Empfindung]] von daher immer so gesellschaftlich ist, wie der einzelne Mensch in [[Gesellschaft]] sich bewahrheiten kann, empfindet er sich auch so fremd, wie Gesellschaft menschliche [[Entfremdung]] vermittelt und wie sich Empfindungen in den Gefühlen der Menschen von daher in einem [[Selbstgefühl]] mitteilen und [[verselbständigen]]. und hierin ihrem [[ästhetischen Willen]] folgen. Dieser ist der [[Trieb]] der [[Selbstwahrnehmung]], die für sich keine [[Wahrheit]] findet und nur außer sich ihren [[Sinn]] [[wahrhaben]] kann. Durch das [[Erleben]] von [[Ereignissen]] wird von der [[Wahrnehmung]] ein [[Leben]] [[einverleibt]], worin sie die [[Wahrheit]] für ihre [[Absichten]] findet, wodurch sie [[empfindet]], was sie für sich [[wahrhaben]] will, was die [[notwendige]] [[Beziehung]] ihres [[ästhetischen Willens]] verwirklicht und somit ihre [[Gefühle]] in dem [[Sinn]] bereichert, nach dem sie außer sich verlangen und den sie für ihr [[Selbstgefühl]] [[begehren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich jedes Individuum in einer nur [[abstrakt]] menschlich existenten [[Gesellschaft]] zwischen seinen [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] gespalten findet, wird Selbstbezogenheit (siehe auch [[Egozentrik]]) zum Verwirklichungsprinzip seiner [[Selbstgefühl]]e. Darin ist ein Mensch getrieben (siehe [[Trieb]]), einen [[abwesenden]] Lebenszusammenhang durch sich selbst, durch seine hiervon [[isolierte]] [[Beziehung]] auf sich zu ersetzen, sich selbst durch seine Empfindungen und Gefühle, letztlich also in seinem [[Selbstgefühl]] zu verwirklichen (siehe [[Selbstverwirklichung]]), durch das er einen [[Selbstwert]] gewinnt, der die in seiner [[Scheinwelt]] aufgehobene [[Selbstachtung]] ersetzen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist jede Selbstbeziehung schon durch ihren wesentlichen [[Widerspruch]] beschränkt (siehe auch [[tote Wahrnehmung]]), denn sie selbst kann nur allmächtig sein wollen, insofern sie immer nur in der [[Konkurrenz]] der [[Selbstgefühle]] möglich ist. Sie muss unentwegt sich selbst suchen, ihre [[Empfindungen]] finden, weil sie sich unentwegt verliert. Ihren Frieden findet sie daher auch nur in einer mächtigen [[Identifikation]] (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]), die sich [[ausschließlich]] [[psychisch]] gegen die gegenständliche Welt überhaupt richtet, die aus einer übermenschlichen [[Liebe]] zu einer Liebesmacht [[aufgehoben]], in einer [[Scheinwelt]] ihrer [[Liebe]] unendlich bestimmt sein kann (siehe auch [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinn tauschen die Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihr [[Leben]] dadurch aus, dass sie durch die [[Anwesenheit]] [[bestimmter]] anderer Menschen sich auch selbst begründen und also auch sich darin selbst [[bestimmen]] können. Selbstbeziehung unterstellt, dass es eine [[Beziehung]] auf andere gibt, in der die Beziehung auf sich bestimmt ist, die also in [[Wirklichkeit]] eine Beziehung auf sich selbst ist, indem sie die [[Anwesenheit]] anderer [[nutzt]], um zu sich selbst zu kommen. Vermittelst solcher Beziehung ist ein Mensch für sich durch die Beziehung anderer auf ihn und er bezieht sich durch die Beziehung auf andere auch letztlich nur auf sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff von einem &#039;&#039;[[Selbst]]&#039;&#039; vermittelt in sich schon die doppelte Wendung einer Beziehung, die Beziehung durch ein &#039;&#039;Selbst&#039;&#039;, das nur für sich ist, und zugleich selbstlos sein muss, um bezogen zu sein, das also aus einem vertauschten Selbst, aus einem [[Selbst]] des Andersseins besteht. Eine Selbstbeziehung ist eine [[entäußerte]] Beziehung, eine Beziehung durch Andere in der [[Absicht]] des Anderswerdens durch ein anderes [[Sein]]. Es ist eine [[Selbstverneinung]] durch den Aus[[tausch]] seiner durch anderes, [[Selbstentfremdung]] im [[Begriff]] einer umfangreichen [[Selbsttäuschung]]. Alles Äußere erscheint darin als [[Eigenes]], weil es über diese Beziehungsform [[einverleibt]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstbeziehung ist daher die aufgehobene Unterscheidung der eigenen [[Identität]] von ihrem [[Mittel]], dem anderen Menschen. Das &#039;&#039;Ich&#039;&#039; wird darin ein ideelles &#039;&#039;Du&#039;&#039;, um [[absolutes]] Ich zu sein. Die Grundform hierbei ist schon im Hauptgebot des Christentums formuliert: &#039;&#039;Liebe deinen Nächsten wie dich selbst&#039;&#039;. Die Selbstverliebtheit wird dadurch zum Hintergrund der Beziehung auf andere, also dieser vorausgesetzt und als Maß bestimmt. Was hierbei an Liebe gemeint sein muss, ist die Eigenliebe des durch sich selbst beseelten Menschen, der darin seine Gotteskindschaft vollzieht und sich als deren [[Objekt]] äußert. Der Liebeskreis ist durch die in der Eigenliebe hintergangene [[Subjektivität]] der [[Liebe]] unendlich, kennt weder Herkunft noch Gegenstand, ist sich selbst als Anlass genug, [[Totalität]] für sich. Die [[Objektivität]] solcher Bezogenheit erscheint unmittelbar subjektiv und stellt alle Auseinandersetzungen hierzu in eine absurd objektivierte Notwendigkeit einer &#039;&#039;Liebesbeziehung&#039;&#039;, als welche die Beziehungen auf andere von da her erscheinen muss (siehe hierzu den Song der Haindlings &#039;&#039;Liebe&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Selbstbeziehung muss der Mensch viel [[Selbstlosigkeit]] aufbringen, um sich auch wirklich auf sich selbst beziehen zu können. Er muss die [[Anwesenheit]] von Menschen erheischen, um für sich und mit sich identisch zu sein, menschliche Identität zu haben - nicht im Bezug auf andere, sondern in der [[Vermittlung]] durch andere. [[Gefühle]] hat er in der [[Leben]] anderer für ihn: Als [[Selbstgefühl]]. Nur dadurch, dass er in der [[Wahrnehmung]] anderer Menschen sich [[wahrhat]], hat er auch [[Gefühl]] für sie. Es ist die Bedingung seiner [[zwischenmenschlichen Beziehung]], seiner [[Liebe]] und [[Selbstverwirklichung]]; er ist lieb, um Liebe zu bekommen. Als [[erkennendes]] [[Verhältnis]] wird Liebe darin obsolet, dass sie nur aus der [[Anwesenheit]] von Liebesgefühlen besteht, flüchtig wie eine Situation, wie ein [[Ereignis]], das genauso auch nicht sein kann, weil es wie ein Schicksal ist und Geschick erfordert. Das eigene Leben scheint darin nur gegeben zu sein, für sich nichts und daher auch in der beständigen Gefahr der [[Vernichtung]]. Diese lässt den Menschen beständig besorgt sein, dass ihm nichts vom Leben verbleibt, wenn es nicht in der Gestalt anderer Menschen anwesend ist. In der Lebensvielfalt solcher [[Anwesenheiten]] wird die Not der eigenen [[Isolation]] gewendet, ohne die das [[Leben]] [[Angst]] macht. Die [[Wahrheit]] jeder Selbstbezogenheit ist [[Lebensangst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischenmenschliche Verhältnisse]] sind in der Abtrennung von ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit für die einzelnen Menschen Selbstbeziehungen, in denen jeder seine [[Egozentrik]] verwirklicht und darin auch wirklich für andere da ist. Sie kleidet sich daher besonders gut in Altruismus, weil sie darin ihre [[Selbstgerechtigkeit]] feiern kann..&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Lohn&amp;diff=11606</id>
		<title>Lohn</title>
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		<updated>2026-09-22T12:08:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: Änderung von Wolfram (Diskussion) wurde auf die letzte Version von Python zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Seit Lassalles Tode hat sich die wissenschaftliche Einsicht in unsrer Partei Bahn gebrochen, daß der Arbeitslohn nicht das ist, was er zu sein scheint, nämlich der Wert respektive Preis der Arbeit, sondern nur eine maskierte Form für den Wert resp. Preis der Arbeitskraft. Damit war die ganze bisherige bürgerliche Auffassung des Arbeitslohnes sowie die ganze bisher gegen selbe gerichtete Kritik ein für allemal über den Haufen geworfen und klargestellt, daß der Lohnarbeiter nur die Erlaubnis hat, für sein eignes Leben zu arbeiten, d.h. zu leben, soweit er gewisse Zeit umsonst für den Kapitalisten (daher auch für dessen Mitzehrer am Mehrwert) arbeitet; daß das ganze kapitalistische Produktionssystem sich darum dreht, diese Gratisarbeit zu verlängern durch Ausdehnung des Arbeitstages oder durch Entwicklung der Produktivität, größere Spannung der Arbeitskraft etc.; daß also das System der Lohnarbeit ein System der Sklaverei, und zwar einer Sklaverei ist, die im selben Maß härter wird, wie sich die gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit entwickeln, ob nun der Arbeiter bessere oder schlechtere Zahlung empfange. [[(MEW 19, S.26f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wert]] einer [[Arbeit]] ist der [[Preis]] für die [[Reproduktion]] ihrer Quelle, der menschlichen [[Arbeitskraft]] und dem Verschleiß ihrer [[Arbeitsmittel]]. Während letztrer unverkürzt in das Produkt eingeht und vom [[Käufer]] bezahlt wird, bestimmt sich der Lohn nicht aus dem [[Wert]] eines erbrachten [[Aufwands]] für eine [[Arbeitsleistung]], sondern aus ihrem [[Preis]], also aus dem, wieviel Kräfte gleicher Art sich hierfür [[anbieten]] (siehe [[Klasse]]). In einer Gesellschaftsformation des Privatrechts, einer [[Rechtsform]] des [[Privateigentums]], in der die Menschen als [[Privatpersonen]] ihr [[Leben]] verdienen müssen und also nicht als lebende Menschen [[gesellschaftlich]] zusammenwirken, können sie keine gemeinschaftliche [[Wirklichkeit]] ihres [[Lebens]] als ein [[wirkliches]] [[Gemeinwesen]] bilden. [[Kapitalismus]] ist im [[Wesentlichen]] das [[System]] einer von sich selbst [[absehenden]] [[Wertbildung]], einer sich erzeugenden und sich selbst [[verwertenden]] [[Not]], die sich durch die [[Ausbeutung]] der Menschen und ihrer Lebenswirklichkeit erhält, bestärkt und vertieft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Objektiv]] ist ein Arbeitslohn der [[Preis]] zur [[Nutzung]] einer menschlichen [[Arbeitskraft]], der die Kosten der [[Reproduktion]] ihres [[Lebensstandards]] tragen sollte.[[Subjektiv]] ist Lohnarbeit ieine [[Arbeit]], die durch das [[Geld]] [[bestimmt]] ist, das ein Mensch dafür bekommt, dass er seine [[Arbeitskraft]] für eine bestimmmte Zeitdauer (siehe [[Arbeitsazeit]]) oder ein bestimmtes Arbeitsquantum [[veräußert]], - zur Verfügung eines [[Käufers]] seiner [[Kraft]] [[verkauft]]. Hierbei nutzt dieser die Funktion des [[Geldes]] als [[Kaufmittel]], während der Arbeitsmensch das [[Geld]] nur als [[Zahlungsmittel]] zum Selbsterhalt (siehe [[Reproduktion]]) seiner [[Existenz]], nur als abhängiges und daher [[variables Kapital]] erwerben kann (siehe hierzu auch [[Klassengegensatz]]). Subjektiv wie objektiv stelt Lohn die [[Wertgröße]] einer [[bezahlten Arbeit]] als [[Tauschwert]] für ihren [[Gebrauchswert]] dar. Es ist das Entgeld für den [[Aufwand]] einer [[Lohnarbeit]], den jemand auf sich nehmen muss, um dafür das [[Geld]] zum [[Einkauf]] der [[Lebensmittel]] zu seiner [[Reproduktion]] im [[Verhältnis]] zum gegenwärtigen [[Lebensstandard]] zu bekommen, den Lebensunterhalt der Arbeitsleute zu bezahlen (siehe [[bezahlte Arbeit]]). Sie müssen dafür einen [[Wert]] bilden, den die Produkte ihrer [[Arbeit]] im [[Warentausch]] haben, sodass durch Lohnarbeit auch [[Mehrwert]] (siehe auch [[unbezahlte Arbeit]]) gebildet wird, der durch ihre [[Preise]] der Arbeitsprodukte mit ihrem Abverkauf realisiert wird (siehe [[Wertrealisation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lohn stellt sichalso der [[Wert]] als [[Preis]] für die [[Reproduktion]] der [[Arbeitskraft]] dar, der als [[Arbeitslohn]] für [[Lohnarbeit]] bezahlt werden muss, um die [[Arbeit]] überhaupt, also auch [[unbezahlte Arbeit]] zu verwerten und [[Wertwachstum]] zu erzeugen. Lohn ist immer [[Arbeitslohn]] unter der [[Bedingung]] der Verwertbarkeit von menschlicher [[Arbeit]] in der [[Wertform]] von [[abstrakt menschlicher Arbeit]]. Diese besteht daher in einer Existenzform einer [[Klassengesellschaft]], die zur [[Lebensbedingung]] den [[Besitz an Geld]] hat. Geld ist nicht das [[Lebensmittel]], für das gearbeitet wird, sondern einzig das gesellschaftliche Mittel, wodurch dieses zur [[Reproduktion]] der arbeitenden Menschen erworben werden kann. Es setzt die [[Trennung]] von [[Leben]] und [[Arbeit]] voraus, dass sie entlohnt werden kann, also auch den Ausschluss der Menschen, die keine [[Lohnarbeit]] eingehen können und die damit wirklich von der gesellschaftlichen Vermittlung der [[Lebensmittel]] ausgeschlossen sind (siehe [[Arbeitslosigkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Notwendigkeit]] des [[Geldbesitzes]] macht die Menschen, die nichts besitzen außer ihrer Arbeitskraft, von diesem als allgemeines [[Kaufmittel]] abhängig und unterworfen, weil sie [[Geld]] nur als [[Zahlungsmittel]] für ihre [[Reproduktion]] erwerben können. Sie können nur zu [[Lebensmittel]] gelangen, die durch [[Geld]] vermittelt werden und verkaufen aus diesem Grund ihre [[Arbeitskraft]], überlassen sie der Verwendung durch eine Arbeitsstätte nach Massgabe dessen, was sie von dort an Lohn erhalten (siehe [[Lohnarbeit]]). Objektiv ist dieses also ihr Reproduktionsmittel, der Geldbetrag, der sie am [[Leben]] hält - oder anders ausgedrückt: Der [[Wert]] ihrer [[Reproduktion]], der ihnen als Geld für die [[fremde]] Verwendung ihrer [[Kraft]] gegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihrem Reproduktionswert zählt auch der Wert der Rohstoffe und ihres Lebensraums, wie er als Grundbesitz oder Staatsgebiet politisch bestimmt ist. Von daher wird der Lohn auch zum Träger eines Mehrwerts, der nicht als Mehrprodukt existiert, sondern durch unmittelbare Auspressung von de facto [[unbezahlter Mehrarbeit]] fz.B. ür Miete, Rohstoff (siehe [[Rohstoffhandel]]) und [[Steuern]] erzielt wird (siehe hierzu auch [[Feudalkapital]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Maschinen sind keine Lohnempfänger. Das allgemeine Steigen der Löhne wird somit die Industrien weniger treffen, welche im Verhältnis zu den anderen mehr Maschinen als Arbeiter verwenden. Da indes die Konkurrenz stets die Tendenz hat, die Profite auszugleichen, können Profite, die sich über den Durchschnittssatz erheben, nur vorübergehend sein. So wird, von einigen Schwankungen abgesehen, ein allgemeines Steigen der Löhne, anstatt nach Herrn Proudhon einer allgemeinen Verteuerung, vielmehr ein teilweises Sinken der Preise zur Folge haben, das heißt ein Sinken des Marktpreises der Waren, die vorzugsweise mit Hilfe von Maschinen hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Steigen und Fallen des Profits und der Löhne drücken nur das Verhältnis aus, in welchem Kapitalisten und Arbeiter an dem Produkt eines Arbeitstages teilnehmen, ohne in den meisten Fällen den Preis des Produkts zu beeinflussen. Daß aber &#039;&#039;Arbeitseinstellungen, die Lohnerhöhung zur Folge haben, auf eine allgemeine Preissteigerung, sogar auf eine Teuerung, hinauslaufen&#039;&#039; [Proudhon] - sind Ideen, die nur dem Hirn eines unverstandenen Poeten entspringen können.&#039;&#039; [[(MEW 4, S. 176)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Preis</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Ware ist Tauschwert, aber sie hat einen Preis. [[(Karl Marx, MEW 42, 121)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Preis]] einer [[Ware]] ist so, wie und warum ihr [[Wert]] in ihrem [[Anderssein]] als [[Form]] für sich durch Andere als [[Ware]] verausgabt, bzw. [[veräußert]] und also als [[Wertquantum]] festgehalten ist (siehe [[Sosein]]). Er verwirklicht ihren [[Wert]] nach Maßgabe des Marktes ([[Geld]] als [[Maßstab der Preise]]) [[zwischen]] [[Angebot und Nachfrage]]. Darin stellt sich ihr [[Wert]] in der [[Relation]] eines [[Tauschwerts]] zur Gessamtheit der zirkulierenden [[Tauschwerte]] so dar, wie er sich in der [[Nachfrage]] nach einem [[Gebrauchswert]] [[verwerten]] lässt (siehe [[Geld]] als [[Maß der Werte]]). Er formuliert im Nachhinein der Tauschakte im [[Warentausch]] die [[gültige]] [[Relation]] (siehe auch [[Quantität]]) einer durch den Warenhandel bestimmtem Geldmasse (siehe [[Masse]]) zwischen [[Geldwert]] und [[sachlichem]] [[Bedarf]] an [[Gebrauchswerten]] von [[Waren]] auf dem [[Warenmarkt]] (siehe [[Wertrealisierung]]). Die Preise vermitteln also das [[Dasein]] der [[Werte]] als [[quantitatve]] [[Verhältnisse]] ihrer [[Tauschwerte]] zwischen [[Angeboten und Nachfragen]] dar. Ihrem [[Wesen]] nach sind sie die entsprechende Erscheinungsform der [[Wertform]] weil und insofern sie ihren [[Wert]] als ihre [[abstrakte]] [[gesellschaftliche]] [[Substanz]] (siehe [[abstrakt Allgemeines]]) einer [[gesellschaftlichen]] [[Arbeit]] in ihren [[Realtionen]] zueinander für ihre private Exxistenzform realisieren. Preise entstehen also in den [[Verhältnisse]] des [[Warentauschs]] durch ihr [[Verhalten]] zwischen [[Angebot und Nachfrage]] je nach dem, wie sie durch dieses eine gesellschaftliche Gültigkeit als ihren [[Wert]] relativ zum [[Wert]] der anderen [[Waren]] [[formaulieren]] (siehe [[Form]]). Ihre Preise sind daher nur die [[Darstellung]] der [[Verhältnisse]] der [[gesellschaftlichen]] [[Wertformen]] der [[Waren]] im [[Warentausch]]. Non da her ist der [[Tauschwert]] immer schon [[Wert]] und ihr Preis ihnen [[äußerlich]] und lediglich dadurch [[Form]] durch sich selbst, dass sie [[gekauft]] und [[verkauft]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Position im [[Tauschhandel]] bestimmt sich die Funktion des [[Geldes]] zwischen seinem [[Dasein]] als [[Maß der Werte]] und seinem [[Dasein]] als [[Maßstab der Preise]]: Was man bezahlt. das hat seinen [[Preis]] (siehe [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]]). Was man dafür bekommt, das ist dann ein [[Wert]] (wodurch [[Geld]] zum [[Kaufmittel]] wird).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Preis oder die Geldform der Waren ist ... eine von ihrer handgreiflich reellen Körperform unterschiedene, also nur ideelle oder vorgestellte Form. Der Wert von Eisen, Leinwand, Weizen usw. existiert, obgleich unsichtbar, in diesen Dingen selbst; er wird vorgestellt durch ihre Gleichheit mit Gold, eine Beziehung zum Gold, die sozusagen nur in ihren Köpfen spukt. [[(Karl Marx, MEW 3, 110)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werte entstehen in der [[Ptoduktion]] der [[Lebensbedingungen]] (siehe auch [[Lebensmittel]]), Preise werden erst im [[Warentausch]] geschaffen. Subjektiv ist der [[Preis]] eine [[Spekulation]] auf das [[Verhältnis]] von [[Angebot und Nachfrage]]. [[Objektiv]] stellt er einen [[Wert]] seiner Herstellung als [[Relation]] zum [[Durchschnitt]] der Preise dar. Im bloßen [[Verhalten]] der Preise als [[Maß der Werte]] vereint sich das [[Geld]] im vollzogenen [[Warentausch]] mit seiner Funktion als [[Maßstab der Preise]]. Von daher oszillieren sie als Wertausdruck um den [[Wert]] des Tauschmittels (siehe [[Tauschwert]]). Darin tritt die [[Wertform]] in das eigentümliche [[Verhältnis]] ihrer einzelnen Funktion als [[Wertmaß]]. Für die Erklärung der [[Preisbildung]] und ihrer [[Wirkung]] auf die [[Profitrate]] ist das von zentraler Bedeutung für die [[Geltung]] der [[Preisbildungen]] (siehe auch [[tendenzieller Fall der Profitrate]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wenn nun, allgemeiner gesprochen und mit Einschluß etwas längerer Perioden, alle Gattungen von Waren zu ihren respektiven Werten verkauft werden, so ist es Unsinn zu unterstellen, daß die ständigen und in verschiednen Geschäftszweigen üblichen Profite - nicht etwa der Profit in einzelnen Fällen - aus einem Aufschlag auf die Preise der Waren entspringen oder daraus, daß sie zu einem Preis weit über ihrem Wert verkauft werden. Die Absurdität dieser Vorstellung springt in die Augen, sobald sie verallgemeinert wird. Was einer als Verkäufer ständig gewönne, würde er als Käufer ebenso ständig verlieren. Es würde zu nichts führen, wollte man sagen, daß es Menschen gibt, die Käufer sind, ohne Verkäufer zu sein, oder Konsumenten, ohne Produzenten zu sein. Was diese Leute den Produzenten zahlen, müssen sie zunächst umsonst von ihnen erhalten. Wenn einer erst euer Geld nimmt und es dann dadurch zurückgibt, daß er eure Waren kauft, so werdet ihr euch nie dadurch bereichern, daß ihr eure Waren diesem selben Mann zu teuer verkauft. Ein derartiger Umsatz könnte einen Verlust verringern, würde aber niemals dazu verhelfen, einen Gewinn zu realisieren. [[(MEW 16 S, 129]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles hat einen [[Preis]], was von [[Wert]] ist, nichts aber hat dadurch Wert, dass ihm im [[Warentausch]] ein [[Preis]] zugemessen wird. Nicht weil darin der [[Preis]] seiner Erzeugung seinen Wert [[vermitteln]] würde macht den Wert, sondern weil die Form seiner [[Existente]] ein Maß seiner Übereignung nötig hat, wo es nur [[vereinzelt]] [[existieren]] kann (siehe hierzu auch [[Kapitalismus]]). Vom Standpunkt des [[Einkäufers]] stellt der [[Preis]] einer [[Ware]] (siehe [[Tauschwert]]) die [[Bedingung]] für die Anwendung seines [[Geldes]] als [[Zahlungsmittel]] (Ware gegen Geld: W-G) dar, - ob es sich für ihn auch als [[nützlich]] erweist, ob es sich durch die [[Aneignung]] einer [[Sache]] oder einer [[Dienstleistung]] [[verwirklichen]] kann und seinen [[Aufwendungen]] zum Gelderwerb und ihren [[Bedingungen]] Genüge leistet. Vom Standpunkt des [[Verkäufers]] stell der Preis einer [[Ware]] einen Erfolg oder Mißerfolg seines [[Geldbesitzes]] als [[Kaufmittel]] (Geld gegen Ware: G-W) dar. Was die [[Waren]] kosten, stellt also nicht [[unmittelbar]] ihren [[allgemeinen]] [[Wert]] dar, sondern lediglich die [[Relationen]], welche ihre [[allgemeine Wertform]] für die gegensinnnigen [[Positionen]] der Warenbesitzer [[vermittelt]]. Von daher kann ein Preis überhaupt auch die [[Wirklichkeit]] des [[Geldwerts]] und seiner [[Verwertung]] bestimmen - je nachdem welche aktuelle [[Beziehung]] er zu einem Produkt hat, je nachdem welche Summe er zu welchem Zeitpunkt aus dem Verweil der [[Arbeitsprodukte]] auf dem Markt, für ihren [[Existenzwert]] einbringt (siehe hierzu auch [[Terminhandel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Preis der Waren verkörpert der [[Tauschwert]] als ihr Preis nicht ihren [[Wert]], sondern nur das [[quantitative]] Verhältnis ihrer [[Existenz]] zwischen [[Angebot]] und [[Nachfrage]], die Relation der Preise in einem aktuellen organischen Verhältnis von [[Arbeit]] und [[Konsum]] als Wertverhältnis (siehe [[Wert]]) eines gesellschaftlichen Bedarfs, als das Verhalten seiner [[Wertform]] dar. Der Preis einer [[Ware]] folgt zunächst nur einer [[subjektiven]] [[Vorstellung]] über eine [[Nachfrage]], die ihn rein [[quantitativ]] in dem Maß [[bewertet]], wodurch sie ersetzbar erscheint und dessen Erfolg beim [[Warentausch]], also mit dem [[Verkauf]] der [[Ware]] sich als [[Quantum]] eines gesellschaftlichen Vermögens, einem gesellschaftlich anerkannten [[Wert]] im [[Maßstab der Preise]] durch ihren [[Einkauf]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch [[objektv]] stellt jeder Preis einen [[Tauschwert]] dar, der den Doppelharakter der Ware aufzulösen hat, zum Einen durch den Entstehungskosten eines Produkts, und also den [[Wert]] seiner Reproduzierbarkeit (siehe [[Reproduktion]]) vermittelt, zum Anderen die [[Wertrealisierung]] der menschlichen [[Arbeit]]auf dem Markt, welche die Spekulation auf das gesellschaftliche Vermögen ihrer [[Wertsubstanz]] - azf die Preissumme im Allgemeinen - im Verhältnis zu ihrer aktuellen [[Wertgröße]] wie sie in der Nachfrage nach der Lage der [[Konkurrenz]] der [[Wertschätzungen]] der Arbitsprodukte zu verhandeln wwäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ergibt sich jeder Preis einerseits im Verhältnis der Kostpreise der Privatarbeitn, der vergangenen Kosten der [[Reproduktion]] unter gleichen [[Bedingungen]], zum gegenwärtigen Vermögen der [[Produktion]], das aus dem gesellschaftlichen Vermögen des [[Warentauschs]] aus der gegenwärtig [[zirkulierenden]] [[Masse]] der Produkte auf dem Markt zu beziehen ist. Er formuliert die [[gegenwärtigen]] Wertpotenziale in der [[Beziehung]] auf ihre Entstehung, auf ihre Vergangenheit im Vermögen ihrer gegenwärtigen [[Tauschwerte]]. Im Preis der einzelnen [[Gebrauchswerte]] verhält sich die Warenproduktion zur Warenzirkulation wie das Vermögen ihrer [[Reproduktion]] zum [[Reichtum]] ihrer [[Produktion]], zum Produktivvermögen einer Geselschaft im [[Allgemeinen]]. Und dies in umgkehrter, also [[verkehrter]] Form: Je produktiver die [[Arbeit]], desto wertloser werden ihre Produkte mit den Reproduktionskosten ihrer Entstehung und desto mächtiger wird der [[Wert]] des gesellschaftlichen [[Reichtums]] und der [[Glaube]] an das aktuelle Potenzial seiner [[Geld]]form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Idealerweise oder seinem [[Begriff]] nach stellt der Preis die [[Wertgröße]] einer [[Ware]] in [[Geld]]form relativ zum Preis der anderen Waren dar. Der Preis der zum [[Verkauf]] anstehenden [[Waren]] – also der anteilige [[Verkäufen]]Geldwert einer auf dem Markt [[zirkulierenden]], also noch nicht [[verkauften]] Produkte einer Warensammlung – kann nur einlösen, als was die einzelnen [[Waren]] in ihrer Privatform als [[Gebrauchswerte]] zur [[gesellschaftlichen]] Preissumme der schon [[verkauften]] Produkte aus [[Privaterbeiten]] auch wirklich hergeben können. Es pendeln sich daher die Preise über die verschiedensten Warenumsätze von [[Verkäufen]] hinweg durch das [[Zahlungsmittel]] [[Geld]] in der [[einzelnen]] [[Beziehung]] einer Ware zum zirkuliernden [[Geld]] (W-G) und [[den Einkäufen]] durch das [[Kaufmittel]] [[Geld]] in der [[allgemeinen]] [[Beziehung]] des existierenden gesellschaftlichen Vermögens an [[Geld]] zur Ware (G-W), wie sie sich über eine größere [[Zeitdauer]] hinweg [[durchschnittlich]] verhalten und hirdurch ihre [[tatsächliche]] [[Wertgröße]] finden. Der Preis ist eine formalisierte [[Wertschätzung]], die sich aus den [[Gewohnheiten]] der [[Wertrealisation ergibt]], wie sie aus den Vergangenen [[Tauschhandlungen]] sich diese für die [[Gegenwart]] ergeben hatten und worauf die Wertproduktion immer schon spekuliert und von daher auch auf ihre Marktrisiken eingeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was im Nachhinein erst wirklich werden kann, muss auch schon im Vorhinein ideell als Wertvorstellung in die [[Arbeit]] eingehen. Von daher verhalten sich [[Wert]] und Preis in ihrer [[Wirklichkeit]] gerade umgekehrt wie in ihrer logischen Beziehung. Denn der [[Wert]] von Waren entsteht durch ihre [[Produktion]], ihr Preis durch ihre [[Zirkulation]], durch ihr Verhalten zwischen [[Angebot und Nachfrage]] im [[Warentausch]]. Er erscheint zunächst auf einem Preisschild [[zufällig]], je nach Markt- und Selbsteinschätzung eines [[Verkäufers]] - als ihr relativer [[Tauschwert]], als [[Vorstellung]], als Reflexion eines [[Werts,]] der an der Ware sich durch ein Preisschild darstellt und dies nur kann, weil die Ware als [[Tauschwert]], [[relativ]] zu allen anderen [[Waren]] auf dem Markt existiert und nur als dieser in [[Beziehung]] auf andere [[Ware]] in den [[Verhältnissen]] des [[Warentauschs]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waren werden produziert, um verkauft zu werden. Von daher stellen sie einen [[Tauschwert]] als [[Wertschätzung]] dar schon bevor sie einen Preis haben können. Der [[Tauschwert]] soll einen [[Wert]] ausdrücken, wo eine [[Ware]] auf den Markt kommt, den ihr Preis aber nicht für sich verwirklichen kann, weil die [[Ware]] als [[Produkt]] immer nur einen [[Wert]] hat, der sich erst auf dem Warenmarkt praktisch realsiert, für den sie produziert wurde,.Dort erst wird in der [[Zirkulation]] der produzierten Waren ihr [[quantitatives]] [[Dasein]] selbst zum Kriterium ihrer Realisation als Werte.,weil sie erst dort ihre Relationen auf die gesamte Produktion finden können, weil erst mit ihrm [[Verkauf]] realisiert wird, ob ein [[Gebrauchswert]] gesellschaftlich [[notwendige Arbeit]] realisiert hat. Sie können daher im Einzelnen immer auch Preise haben, die sowohl unter ihrem Wert wie auch darüber liegen, weil sie sich jedoch erst im [[allgemeinen]] [[Durchschnitt]] im [[Verkauf]] bewahrheiten können, ob und inwieweit ihre Produktion nötig oder erfolgreich war (siehe auch [[notwendige Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aber der [[Preis]] einer jeden [[Ware]] ihren [[Tauschwert]] schon vor ihrem [[Verkauf]] darstellen muss, bezieht er sich wie dieser auf die Wertdarstellung im [[Warentausch]], auf den allgemeinen [[Maßstab der Preis]], welche die Preissumme der Warenwelt als Wert des [[Sozialprodukts]]verkörpert und wodurch deren [[quantitatives]] [[Verhallten]] zwischen [[Angebot und Nachfrage]]. sich auch relativiert. Die Ware existiert nicht durch beliebige Verhältnisse. Um sich in ihrer [[Existenz]] adäquat zu bleiben, muss sie daher zwischen ihrem Werden und Vergehen, ihrem [[Dasein]] als Wertding, als [[Arbeitsprodukt]], und dem [[gesellschaftlich]] existenten Verlangen nach den [[Produkten]] einer gesellschaftlichen [[Arbeit]] verhandelt und behandelt werden. Denn sie kann ihren [[Wert nur realisieren]], wenn sie auch verkauft wird. Von daher bewegt sich jeder [[Preis]] zwischen [[Angebot und Nachfrage]] als eine Zahl, die als eine &#039;&#039;werthaltige&#039;&#039; Relation des einen zum anderen verwirklicht werden soll. Von daher kann der [[Terminhandel]] zu einem Mitttel der [[Ausbeutung]] der [[Verkäufer]] über ihre [[Preisbildung]] werden, das sich als [[Klassengegensatz]] zwischen [[Schuldner]] und [[Gläubiger]] verhält und im [[Derivatenhandel]] eine eigenständige [[Macht]] eines nur [[fiktiven Kapitals]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Preis]] ist von dieser Seite her eine [[quantitative]] Größe, die den [[Widersinn]] der [[Tauschwerte]] vollzieht, dass sie in einer zirkulierenden Wertsumme als [[Maßstab der Preise]] fungieren und hierbei zugleich selbst ein Wertmaß, ein [[Maß der Werte]] sind. Jeder [[Tauschwert]] ist von seinem Wertsein bestimmt, erscheint als Preis jedoch [[gleichgültig]] gegen seine Bestimmtheit. Die [[Preise]] müssen sich [[objektiv]] als Wertquantum einer [[bestimmten]] [[Arbeit]] [[gesellschaftlich]] so auf andere Mengen [[beziehen]], wie es sich im [[quantitativen]] [[Verhältnis]] der [[Waren]] als Proportionen ihrer Austauschbarkeit in der Waren[[zirkulation]] zwischen ihrem [[Erscheinen]] und ihrem Heraustreten aus ihrem bloßen [[Dasein]] als [[Gebrauchswert]] zum [[wirklichen]] Verbrauch ihrer dinglichen [[Eigenschaften]] (siehe [[Warenkörper]]) herausstellt. Jeden [[Ware]] existiert für ein bestimmtes [[Bedürfnis]] und durch eine bestimmte Arbeit. Aber die [[Waren]] haben im [[Allgemeinen]] nur solange einen [[Wert]], wie sie zur Bezahlung von [[Dingen]] als [[Kaufmittel]] dienen und noch nicht verkauft, nicht als [[Zahlungsmitel]] [[verwirklicht]] sind (siehe hierzu auch [[Realwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich ergibt sich der Preis daher als reelle [[Wertgröße]] erst aus der Preissumme der im [[Tausch]] gehandelten Waren. Marx erörtert dies an dem in Gold ideell ausgedrückten Wertquantum, das seine reellen Preise in der Geldzirkulation erst finden kann, wenn sich alle Preise darin als Summe wertadäquat erwiesen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Voraussetzung der Geldzirkulation ist die Warenzirkulation, und zwar zirkuliert das Geld Waren, die Preise haben, d.h. ideell schon bestimmten Goldquantitäten gleichgesetzt sind. In der Preisbestimmung der Waren selbst ist die Wertgröße des als Maßeinheit dienenden Goldquantums oder der Wert des Goldes als gegeben vorausgesetzt. Unter dieser Voraussetzung also ist das für die Zirkulation erheischte Quantum Gold zunächst bestimmt durch die Gesamtsumme der zu realisierenden Warenpreise. Diese Gesamtsumme selbst aber ist bestimmt 1. durch den Preisgrad, die relative Höhe oder Niedrigkeit der in Gold geschätzten Tauschwerte der Waren und 2. durch die Masse der zu bestimmten Preisen zirkulierenden Waren, also durch die Masse der Käufe und Verkäufe zu gegebenen Preisen. [[(Karl Marx, MEW 13, 84)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preis der Waren scheint zufällig zu sein, weil er im einezlnen eine ideelle Unterstellung eines Wertes ist, die als solche sich im Einzelnen nicht verwirklichen kann. Da scheint er noch aus der subjektiven Einschätzung von [[Angebot und Nachfrage]] zu entszehen, in der er einfach nur vermutet wird. Aber die [[Konkurrenz]] der Angebote zwingt ihn schließlich immer dahin, die aus dem [[Durchschnitt]] der Wertbemessungen realisierte [[Wertgröße]] in der Preissumme der gehandelten [[Waren]] zu ermessen (siehe [[Geld]]). Der Preis osziliert in der Warenzrikulation um den [[Wert]], der aus der Warenproduktion hieraus verwirklicht werden muss, um den gehandelten [[Gebrauchswerten]] ihren Wertausdruck zu verleihen, mit dem sie den [[Warentausch]] [[aufheben]] und in der [[Konsumtion]] verschwinden. Erst in seinem Untergang, also nach der Realisierung der Gebrauchswerte als [[Wert]], vereint sich der im Verzehr der Waren vernutzte [[Wert]] mit dem im Handel verzehrten Preis der Warensammlung, die das Verhältnis der [[Kaufakte]] mit dem der [[Verkausfsake]] ausdrückt und das Tauschverhältnis sowohl untergehen lässt, wie auch neu begründet, insgesamt also verstetigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preis, der sich zwischen [[Angebot und Nachfrage]] bildet, und den die [[Grenznutzentheorie]] zum ausschließlich bestimmenden Verhältnis ihres Werts verkürzt hat, ist nicht ohne seine objektive Begründung aus der Produktion zu begreifen. Aber schon in dieser Subjektivität des Tauschakts drückt sich der [[Tauschwert]] einer [[Ware]] in der [[Geldform]] aus, in der die Ware in [[relativer Wertform]] austauschbar und von daher auf ihre Allgemeinform, auf den Geldwert bezogen ist. Denn wo der Preis illusorisch bliebe, würde der Markt nicht betreten werden und der Anbieter mit seiner Ware schnell von dort verhuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preis ist von daher die einfachste und einzelne Form, worin ihr [[Wert]] als Maß ihrer Austauschbarkeit, den sie als Produkt menschlicher Arbeit hat, auf dem Warenmarkt als quantitativ bestimmtes Verhältnis relativ zu anderen Waren und zur Gesamtheit der Waren erscheint. Im [[Geld]] stellt sich der Wert einer Ware einerseits relativ in der [[Preisbildung]] zwischen [[Angebot und Nachfrage]] heraus. Zum anderen stellt es den [[Wert]] einer Ware gesellschaftlich als [[Wertgöße]] dar, die sie auf dem Warenmarkt auch allgemein als Teil der Preissumme der erzeugten Güter hat, als [[Teil]] einer verausgabte Menge an [[Arbeit]], die [[durchschnittlich]] in den Produkten steckt und wodurch sie in eine gesellschaftliche [[Beziehung]] zur durchschnittlichen Verausgabung von Arbeit versetzt werden. Von daher ist der Preis keine unmittelbare Form, so als ob der Wert darin sich reell unvermittelt darstellen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preis, bzw. der [[Tauschwert]] einer Ware, ist eine selbständige Erscheinungsform ihres Werts, die Darstellung einer Nachfrage, die erst durch die [[Konkurrenz]] der Waren auf dem Markt, also in [[Warentausch]] oder der Warenzirkulation zu ihrem Wert oder in die Nähe ihres Werts findet, den sie aus ihrer Ezeugung, also als Produkt menschlicher Arbeit hat, bezieht. Diese ist der Preisbildung auf dem Markt vorausgesetzt, wohingegen der Preis erst durch den Warenhandel entsteht. Die Ware ist beides in einem: als Produkt dem Verhältnis der Waren vorausgesetzt, als Preis ihm zur Folge, doch als Preis zugleich die Produktion bestimmend, da alles, was hier zu verwerten ist, auch als Kosten preisförmig in sie eingeht. Das hat vielerlei Konsequenzen in der Wertdarstellung, z.B. im Unterschied von Reproduktionskosten (z.B. [[Lohn]] der [[Arbeitskraft]]) und Wert der Selbsterhaltung (z.B. Wert der Lebensmittel für die Arbeitskraft, bzw. [[variablem Kapital]]), von [[Profit]] und [[Mehrwert]], von [[Profitrate]] und [[Mehrwertrate]], [[Mehrwert]] und [[Zins]] usw.. Desgleichen unterscheidet sich auch das [[Mehrprodukt]] vom [[Mehrwert]] je nachdem, wieweit es sich in seinen Preisen warenförmig realisiert oder als reiner [[Geldwert]] in den Finanzmarkt eingeht. Und das macht die Schwierigkeit aus, die verschiedene theoretische Interpretationen zu selbständigen Auffassungen gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Unsere Analyse bewies, daß die Wertform oder der Wertausdruck der Ware aus der Natur des Warenwerts entspringt, nicht umgekehrt Wert und Wertgröße aus ihrer Ausdrucksweise als Tauschwert. Dies ist jedoch der Wahn sowohl der Merkantilisten und ihrer modernen Aufwärmer, wie Ferrier, Ganilh usw. , als auch ihrer Antipoden, der modernen Freihandels-Commis-Voyageurs, wie Bastiat und Konsorten. Die Merkantilisten legen das Hauptgewicht auf die qualitative Seite des Wertausdrucks, daher auf die Äquivalentform der Ware, die im Geld ihre fertige Gestalt besitzt - die modernen Freihandelshausierer dagegen, die ihre Ware um jeden Preis losschlagen müssen, auf die quantitative Seite der relativen Wertform. Für sie existiert folglich weder Wert noch Wertgröße der Ware außer in dem Ausdruck durch das Austauschverhältnis, daher nur im Zettel des täglichen Preiskurants. Der Schotte Macleod, in seiner Funktion, die kreuzverwirrten Vorstellungen von Lombardstreet möglichst gelehrt herauszuputzen, bildet die gelungene Synthese zwischen den abergläubigen Merkantilisten und den aufgeklärten Freihandelshausierern. [[(MEW 23, S. 75)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv genommen sind Preise zunächst nur Vermutungen, die auf der Funktion des Geldes als Wertmaß beruhen, also ausdrücken, wie es einzeln im Vergleich zu anderen Waren in der Konkurrenz der Preise auftritt. Zugleich beziehtes sich selbst auch allgemein als [[Maß der Werte]] auf jede einzelne Ware und muss erweisen und bewähren, wie der Preis einer [[Ware]] sich allgemein bewähren kann, der sich aus dem Bedarf an ihr bestimmt, sich also dadurch bestimmt, wieweit ihr Wert im [[konkurrierenden]] [[Verhältnis]] von [[Angebot und Nachfrage]] realisierbar ist, und was er anteilig an der gesamten verfügbaren Geldmenge, am Gesamtwert der Waren darstellt. Hier wird der Preis aus der Funktion des Geldes zugleich zum [[Maßstab der Preise]]. Geld stellt den Wert eines Produkts vor, wie man ihn sich im Tauschakt selbst vorstellt, und es realisiert einen Wert, was hierbei einzubringen ist, durch den Preis, der bezahlt wird. Es ist also das, was Wert darstellt und zugleich das, was sich an Wert im Preis realisieren lässt, also mal weniger, mal mehr als ihr Wert einbringt. Es ist ebenso ideell wie reell, Maß der Werte, wie auch Maßstab der Preise in einem: Ist der Bedarf mangels Angebot groß, so gehen die Preise oft weit über ihren Wert hinaus, und ist er gering oder sind zu viele Waren auf dem Markt, dann wird auch unter Wert verkauft. Es ist lediglich eine Frage der [[Konkurrenz]] - sowohl der Anbieter untereinander als auch der Nachfrager untereinander -, wie und wodurch sich die realisiert (siehe [[Preisbildung]]). Die im Geld dargestellte Wertgröße und der Preise als Wertmaß befinden sich in einer ständigen Oszillation um den Wert, wodurch der Maßstab des Wertverhältnisses sich zwischen Himmel und Erde bewegen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unmittelbare [[Preisbestimmung]] bei Angebot und Nachfrage kann sich daher auch einmal von der [[Wertgröße]] vollkommen frei machen, um ein andermal wieder schlagartig sogar unter ihren Wert zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein Ding kann ... formell einen Preis haben, ohne einen Wert zu haben. Der Preisausdruck wird hier imaginär wie gewisse Größen der Mathematik. Andrerseits kann auch die imaginäre Preisform, wie z.B. der Preis des unkultivierten Bodens, der keinen Wert hat, weil keine menschliche Arbeit in ihm vergegenständlicht ist, ein wirkliches Wertverhältnis oder von ihm abgeleitete Beziehung verbergen. [[(MEW 23, S. 117)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist gleichgültig, wie viel Aufwand die Herstellung eines Produkts gekostet hat. In der Nachfrage herrscht eben nicht der Vergleich unterschiedlicher Werte, sondern das Bedürfnis und das Vermögen, eine Sache zu erstehen oder zu nutzen, also auch die politische Macht der Bewertung, der [[Privatbesitz]] an Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Man bemerkt das z.B. an den Mieten, die in München weit über die Hälfte des durchschnittlichen Monatslohns hinausgehen. Hier herrscht eben große Nachfrage. Und wer hat, dem wird gegeben. Der Wert eines Hauses ist hier etwa nach 15 Jahren amortisiert, d.h. durch Einnahmen oder Mietersparnis ausgeglichen. Aber ist ein Mensch erst mal Hausbesitzer, so ist er auch vom Geld besessen: Er nimmt, was er kriegen kann, ob innerhalb der 15 Jahre Amortisationszeit oder darüber hinaus. Er kann eben immer das nehmen, was er kriegt. Und er kriegt, was den Preis seines Privatbesitzes ausmacht: Nämlich das, was die Leute noch bezahlen können, um am Vermögen einer Wohnung gesellschaftlich teilzuhaben. Und das hängt eben davon ab, was sie dort durch ihre Arbeit verdienen können, wo sie wohnen müssen, um das zu verdienen, was sie zahlen können. Der Preis ihrer Wohnung ist also nicht durch den Wert eines Hauses bestimmt, sondern durch den Mietzins, der dort durch die gesellschaftlich bestimmte Lage des Hauses zu bekommen ist.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Seite der Produktion steht der [[Kostpreis]] als Bedingung jeder [[Preisbildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Produktionspreis der Ware ist ... gleich ihrem Kostpreis plus dem, entsprechend der allgemeinen Profitrate, prozentig ihm zugesetzten Profit oder gleich ihrem Kostpreis plus dem Durchschnittsprofit. ([[MEW 25, S. 167]])&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Lohn&amp;diff=11604</id>
		<title>Lohn</title>
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		<updated>2026-09-20T15:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Seit Lassalles Tode hat sich die wissenschaftliche Einsicht in unsrer Partei Bahn gebrochen, daß der Arbeitslohn nicht das ist, was er zu sein scheint, nämlich der Wert respektive Preis der Arbeit, sondern nur eine maskierte Form für den Wert resp. Preis der Arbeitskraft. Damit war die ganze bisherige bürgerliche Auffassung des Arbeitslohnes sowie die ganze bisher gegen selbe gerichtete Kritik ein für allemal über den Haufen geworfen und klargestellt, daß der Lohnarbeiter nur die Erlaubnis hat, für sein eignes Leben zu arbeiten, d.h. zu leben, soweit er gewisse Zeit umsonst für den Kapitalisten (daher auch für dessen Mitzehrer am Mehrwert) arbeitet; daß das ganze kapitalistische Produktionssystem sich darum dreht, diese Gratisarbeit zu verlängern durch Ausdehnung des Arbeitstages oder durch Entwicklung der Produktivität, größere Spannung der Arbeitskraft etc.; daß also das System der Lohnarbeit ein System der Sklaverei, und zwar einer Sklaverei ist, die im selben Maß härter wird, wie sich die gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit entwickeln, ob nun der Arbeiter bessere oder schlechtere Zahlung empfange. [[(MEW 19, S.26f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wert]] einer [[Arbeit]] stellt sich dar als der [[Preis]] für die [[Reproduktion]] ihrer Quelle, der menschlichen [[Arbeitskraft]] und dem Verschleiß ihrer [[Arbeitsmittel]]. Während letztrer unverkürzt in das Produkt eingeht und vom [[Käufer]] bezahlt wird, bestimmt sich der Lohn nicht aus dem [[Wert]] eines erbrachten [[Aufwands]] für eine [[Arbeitsleistung]], sondern aus ihrem [[Preis]], also aus dem, wieviel Kräfte gleicher Art sich hierfür [[anbieten]] (siehe [[Klasse]]). In einer Gesellschaftsformation des Privatrechts, einer [[Rechtsform]] des [[Privateigentums]], in der die Menschen als [[Privatpersonen]] ihr [[Leben]] verdienen müssen und also nicht als lebende Menschen [[gesellschaftlich]] zusammenwirken, können sie keine gemeinschaftliche [[Wirklichkeit]] ihres [[Lebens]] als ein [[wirkliches]] [[Gemeinwesen]] bilden. [[Kapitalismus]] ist im [[Wesentlichen]] das [[System]] einer von sich selbst [[absehenden]] [[Wertbildung]], einer sich erzeugenden und sich selbst [[verwertenden]] [[Not]], die sich durch die [[Ausbeutung]] der Menschen und ihrer Lebenswirklichkeit erhält, bestärkt und vertieft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Objektiv]] ist ein Arbeitslohn der [[Preis]] zur [[Nutzung]] einer menschlichen [[Arbeitskraft]], der die Kosten der [[Reproduktion]] ihres [[Lebensstandards]] tragen sollte.[[Subjektiv]] ist Lohnarbeit ieine [[Arbeit]], die durch das [[Geld]] [[bestimmt]] ist, das ein Mensch dafür bekommt, dass er seine [[Arbeitskraft]] für eine bestimmmte Zeitdauer (siehe [[Arbeitsazeit]]) oder ein bestimmtes Arbeitsquantum [[veräußert]], - zur Verfügung eines [[Käufers]] seiner [[Kraft]] [[verkauft]]. Hierbei nutzt dieser die Funktion des [[Geldes]] als [[Kaufmittel]], während der Arbeitsmensch das [[Geld]] nur als [[Zahlungsmittel]] zum Selbsterhalt (siehe [[Reproduktion]]) seiner [[Existenz]], nur als abhängiges und daher [[variables Kapital]] erwerben kann (siehe hierzu auch [[Klassengegensatz]]). Subjektiv wie objektiv stelt Lohn die [[Wertgröße]] einer [[bezahlten Arbeit]] als [[Tauschwert]] für ihren [[Gebrauchswert]] dar. Es ist das Entgeld für den [[Aufwand]] einer [[Lohnarbeit]], den jemand auf sich nehmen muss, um dafür das [[Geld]] zum [[Einkauf]] der [[Lebensmittel]] zu seiner [[Reproduktion]] im [[Verhältnis]] zum gegenwärtigen [[Lebensstandard]] zu bekommen, den Lebensunterhalt der Arbeitsleute zu bezahlen (siehe [[bezahlte Arbeit]]). Sie müssen dafür einen [[Wert]] bilden, den die Produkte ihrer [[Arbeit]] im [[Warentausch]] haben, sodass durch Lohnarbeit auch [[Mehrwert]] (siehe auch [[unbezahlte Arbeit]]) gebildet wird, der durch ihre [[Preise]] der Arbeitsprodukte mit ihrem Abverkauf realisiert wird (siehe [[Wertrealisation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lohn stellt sichalso der [[Wert]] als [[Preis]] für die [[Reproduktion]] der [[Arbeitskraft]] dar, der als [[Arbeitslohn]] für [[Lohnarbeit]] bezahlt werden muss, um die [[Arbeit]] überhaupt, also auch [[unbezahlte Arbeit]] zu verwerten und [[Wertwachstum]] zu erzeugen. Lohn ist immer [[Arbeitslohn]] unter der [[Bedingung]] der Verwertbarkeit von menschlicher [[Arbeit]] in der [[Wertform]] von [[abstrakt menschlicher Arbeit]]. Diese besteht daher in einer Existenzform einer [[Klassengesellschaft]], die zur [[Lebensbedingung]] den [[Besitz an Geld]] hat. Geld ist nicht das [[Lebensmittel]], für das gearbeitet wird, sondern einzig das gesellschaftliche Mittel, wodurch dieses zur [[Reproduktion]] der arbeitenden Menschen erworben werden kann. Es setzt die [[Trennung]] von [[Leben]] und [[Arbeit]] voraus, dass sie entlohnt werden kann, also auch den Ausschluss der Menschen, die keine [[Lohnarbeit]] eingehen können und die damit wirklich von der gesellschaftlichen Vermittlung der [[Lebensmittel]] ausgeschlossen sind (siehe [[Arbeitslosigkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Notwendigkeit]] des [[Geldbesitzes]] macht die Menschen, die nichts besitzen außer ihrer Arbeitskraft, von diesem als allgemeines [[Kaufmittel]] abhängig und unterworfen, weil sie [[Geld]] nur als [[Zahlungsmittel]] für ihre [[Reproduktion]] erwerben können. Sie können nur zu [[Lebensmittel]] gelangen, die durch [[Geld]] vermittelt werden und verkaufen aus diesem Grund ihre [[Arbeitskraft]], überlassen sie der Verwendung durch eine Arbeitsstätte nach Massgabe dessen, was sie von dort an Lohn erhalten (siehe [[Lohnarbeit]]). Objektiv ist dieses also ihr Reproduktionsmittel, der Geldbetrag, der sie am [[Leben]] hält - oder anders ausgedrückt: Der [[Wert]] ihrer [[Reproduktion]], der ihnen als Geld für die [[fremde]] Verwendung ihrer [[Kraft]] gegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihrem Reproduktionswert zählt auch der Wert der Rohstoffe und ihres Lebensraums, wie er als Grundbesitz oder Staatsgebiet politisch bestimmt ist. Von daher wird der Lohn auch zum Träger eines Mehrwerts, der nicht als Mehrprodukt existiert, sondern durch unmittelbare Auspressung von de facto [[unbezahlter Mehrarbeit]] fz.B. ür Miete, Rohstoff (siehe [[Rohstoffhandel]]) und [[Steuern]] erzielt wird (siehe hierzu auch [[Feudalkapital]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Maschinen sind keine Lohnempfänger. Das allgemeine Steigen der Löhne wird somit die Industrien weniger treffen, welche im Verhältnis zu den anderen mehr Maschinen als Arbeiter verwenden. Da indes die Konkurrenz stets die Tendenz hat, die Profite auszugleichen, können Profite, die sich über den Durchschnittssatz erheben, nur vorübergehend sein. So wird, von einigen Schwankungen abgesehen, ein allgemeines Steigen der Löhne, anstatt nach Herrn Proudhon einer allgemeinen Verteuerung, vielmehr ein teilweises Sinken der Preise zur Folge haben, das heißt ein Sinken des Marktpreises der Waren, die vorzugsweise mit Hilfe von Maschinen hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Steigen und Fallen des Profits und der Löhne drücken nur das Verhältnis aus, in welchem Kapitalisten und Arbeiter an dem Produkt eines Arbeitstages teilnehmen, ohne in den meisten Fällen den Preis des Produkts zu beeinflussen. Daß aber &#039;&#039;Arbeitseinstellungen, die Lohnerhöhung zur Folge haben, auf eine allgemeine Preissteigerung, sogar auf eine Teuerung, hinauslaufen&#039;&#039; [Proudhon] - sind Ideen, die nur dem Hirn eines unverstandenen Poeten entspringen können.&#039;&#039; [[(MEW 4, S. 176)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitskraft&amp;diff=11603</id>
		<title>Arbeitskraft</title>
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		<updated>2026-09-20T15:43:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Verhältnis (der Arbeit) ist das Verhältnis des Arbeiters zu seiner eignen Tätigkeit als einer fremden, ihm nicht angehörigen, die Tätigkeit als Leiden, die Kraft als Ohnmacht, die Zeugung als Entmannung, die eigne physische und geistige Energie des Arbeiters, sein persönliches Leben – denn was ist Leben anderes als Tätigkeit – als eine wider ihn selbst, gewendete, von ihm unabhängige, ihm nicht gehörige Tätigkeit. [[(MEW 40, S. 515)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An sich bildet sich eine [[Kraft]] aus dem, was sie bezweckt, was sie soll und will. Damit bliebe sie unveräußerlich und unvergleichbar, weil sie durch sich selbst und ihre Arbeitsmittel [[bestimmt]] wäre (siehe [[Arbeit]]), [[frei]] im [[räumlichen]] und [[zeitlichen]] Verlauf ihrer [[Bewegung]]. [[Getrennt]] hiervon (siehe auch [[Isolation]]), also [[abstrakt]] genommen, als reine [[Kraft]] der [[Arbeit]] unterscheidet sich die menschliche Kraftäußerung wesentlich von der [[maschinellen]] (siehe auch [[Automation]]). Sie muss sich durch ihre Erzeugnisse [[reproduzieren]] und kann hierdurch zugleich ihr [[Leben]] gestalten, wie es für sie [[wesentlich]] und also [[anwesend]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne diese [[Beziehung]] auf ihr [[wirkliches]] [[Leben]] werden Menschen wie auch [[Maschinen]] (siehe [[Technologie]]) produktiv im Prozess ihrer [[Verwertung]] für eine ihnen [[fremde]] [[Entwicklung]] eingesetzt (siehe [[Geschichte]]) und sind von daher [[politisch]] der [[Verwertungslogik]] der [[Kapitalistischen]] [[Gesellschaft]] überantwortet. In dieser [[Logik]] unterscheiden sie sich von [[Maschinen]] nun auch dadurch, dass sie sich für einen [[Lohn]] [[veräußern]] müssen, der lediglich dem [[Wert]] der [[Lebensmittel]] und Gebühren entspricht, wodurch sie ihr [[Leben]] [[reproduzieren]] ([[bezahlte Arbeit]]) und sich hierüber zugleich für jeden ihnen [[fremden]] Zweck in den Dienst von [[Geldbesitzer]] stellen müssen, die ihre [[Arbeit]] in einer [[Zeit]] (siehe [[Arbeitszeit]]) für sich [[nutzen]], durch die sie sowohl ihren [[Lebensunterhalt]] finanzieren und zugleich die [[Reproduktion]] des [[Kapitalbesitz]] (siehe [[konstantes Kapital]]) und einen [[Mehrwert]] aus [[unbezahlter Arbeit]] (siehe hierzu auch [[Ausbeutung]]) zur Verwertung des [[Wertwachstums]] über den Finanzmarkt beizubringen haben (siehe [[Arbeitstag]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem die Arbeitskraft von einem [[Geldbesitzer]] als Bestandteil seines [[variablen Kapitals]] [[gekauft]] und vom arbeitenden Menschen hierfür [[verkauft]] wird, ist sie [[Lohnarbeit]], [[Subjekt]] wie [[Objekt]] ihrer Selbsterhaltung (siehe [[Reproduktion]]), einerseits als Moment der Warenproduktion wie andererseits auch der [[Geldzirkulation]] über die [[Warenzirkulation]]. Im [[Warentausch]] hat ihre [[Reproduktion]] einen [[Preis]], der sich in ihrem [[Arbeitslohn]] darstellt (siehe auch [[bezahlte Arbeit]]), während sie für den Käufer ihrer [[Kraft]] einen [[Wert]] durch ihre Tätigkeit erzeugt. Organisch hat sie also einen [[Gebrauchwert]] für den Arbeitsprozess, der zugleich einen [[Wert]] produziert, der über ihren [[Preis]] hinausgeht (siehe auch [[Mehrwert]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wert]] der [[Arbeitskraft]] ist der Wert der Produkte, die zu ihrer Reproduktion nötig sind. Er resultiert einerseits aus der [[Konkurrenz]] der &#039;&#039;Arbeitnehmer&#039;&#039; als durchschnittliches [[Angebot]] an kaufbarer [[Kraft]] (je mehr [[Arbeitslose]] und Niedriglöhner, desto preiswerter für den [[Käufer]]) und andererseits durch den [[Preis]] der Lebenshaltung ([[Lebensmittel]], [[Wohnen]], Lebensvorsorge, Infrastruktur), der sich aus der [[Konkurrenz]] der [[Verkäufer]] von absolut notwendigen [[Mitteln]] für den Lebensuntehalt ergibt. Jedoch geht der Wert der [[Arbeit]], die mit dem [[Arbeitslohn]] bezahlt gilt (siehe [[bezahlte Arbeit]]) darüber hinaus und existiert als [[unbezahlte Arbeit]] in einem [[Mehrwert]] der Produktion. Dieser realisiert sich erst im Nachhinein der [[Arbeit]] und der [[Lohn]]abschlüsse .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im organischen Prozess der [[Arbeit]] [[reproduzieren]] sich die arbeitenden Menschen durch ihre [[bezahlte Arbeit]] und produzieren zugleich durch ihre [[unbezahlte Arbeit]] einen [[Mehrwert]] für den [[Geldbesitzer]]. Was sie für sich tun bleibt für sich, was sie für das [[Geld]] tun, kommt auf sie als ein [[politische]] [[Macht]] eines ihnen [[fremden]] [[Eigentums]] zurück, das ihre [[Arbeit]] bestimmt. Weil die Arbeitskraft als [[Ware]] gehandelt wird, ist sie gezwungen, ihre [[Selbstentfremdung]] zu erzeugen und sich der [[Macht]] eines ihr fremden [[Reichtums]] zu unterwerfen, der ihre ganz Existenz durch ihren [[Existenzwert]] bestimmt .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Warentausch]] ist das [[politische]] [[Verhältnis]] einer [[gesellschaftlichen]] [[Form]], in welcher die voneinander [[getrennten]], die [[isolierten]] [[Elemente]] des [[gesellschaftlichen]] [[Reichtums]] aufeinander bezogen werden. Jede [[Ware]] stellt durch ihren [[Gebrauchwsert]] eine [[private]] [[Beziehung]] dar, die [[gesellschaftlich]] durch den [[Tauschwert]] eines [[Zahlungsmittels]] vermittelt ist. Die Arbeitskraft von Menschen wird als [[Ware]] gehandelt und ist als [[Gebrauchwsert]] für den [[Käufer]] deren dingliche [[Eigenschaft]], einen [[Wert]] zu erzeugen, der [[mehr Wert]] ist, als ihre [[Reproduktion]] kostet, als die Waren [[Wert]] sind, die sie konsumieren muss. Ihr [[Preis]], also der [[Wert]], den sie für den kostet, der sie [[benutzt]], unterscheidet sich daher von dem [[Wert]], den ihr Verbrauch darstellt. Objektiv steht der [[Wert]] der Arbeitskraft in einem poltisch [[bestimmten]] [[Verhältnis]] zu ihren Kosten, einem [[Verhältnis]], das für den [[Nutzer]], den [[Einkäufer]] als [[Besitzer]] eines [[Kaufmittels]], als [[Geldbesitzer]] mehr [[Wert]] erzeugt, als sie für den [[Verkäufer]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maschinen]] verzehren [[Stoff]] (siehe hierzu auch [[Stoff pro Arbeit]]) und [[Energie]], Menschen ihre [[Kraft]] in einer [[Arbeit]], deren Produkte ihnen durch ihren [[Preis]] lediglich die [[Energie]] zuführen, die sie in der [[Arbeit]] verausgaben müssen. Arbeitskraft ist im einfachen Sinne eine natürliche [[Kraft]], die von Menschen für eine eigenständige [[Form]] der [[Arbeit]] aufgewendet wird - also nicht für eine menschlich bestimmte Arbeit, sondern eine [[formbestimmte]] [[Arbeit]] von Menschen, eine Arbeit, die für eine Lebensform aufgewendet werden muss - einerseits um sich selbst am [[Leben]] zu halten und andererseits hierfür [[Reichtum]] zu schaffen, seine [[Formbestimmungen]] also zu [[reproduzieren]] und fort zu entwickeln. Um solche Arbeitskraft zu bilden und zu erhalten müssen Menschen in ihrer [[Befähigung]] zur [[Arbeit]], in ihrem Arbeitsvermögen ausgebildet sein - nicht unbedingt, um als Mensch gebildet zu erscheinen (siehe Bildungsbürger), sondern als Mensch mit einer gesellschaftlich [[Kraft]]notwendigen [[Form]] seiner [[Kraft]]. Wie deren [[Bildung]] ist auch ihre Ausübung durch diese [[Form bestimmt]], ist selbst schon als [[Kraft]] der Menschen zu dieser [[Form]] [[veräußerlicht]], als [[Entäußerung]] des Menschen an ihm selbst als Quelle der [[Wertbildung]] fixiert. Nur deshalb kann man von einer Arbeitskraft als eigenständiges [[Subjekt]], als Organ des [[Kapitals]] sprechen: Es ist die [[Formbestimmtheit]] einer bestimmten produktiven [[Subjektivität]], einer Subjektivität in Warenform, welche das Subjekt der [[Arbeit]] durch die [[Formen]] des [[Geldes]] als [[Zahlungmittel]] des [[Geldbesitzers]], der gesellschaftlich ausgepressten [[Kaufmittels]], dem [[Subjekt]] des Marktes einerseits von seiner [[Tätigkeit]] als [[Objekt]] der Geldverwertung abtrennt, um ihr Geld als [[Kaufmittel]] ihrer Lebenserhaltung zu vermehren, indem sie ihr [[Zahlungmittel]] entwerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Was dem Geldbesitzer auf dem Warenmarkt direkt gegenübertritt, ist in der Tat nicht die Arbeit, sondern der Arbeiter. Was letztrer verkauft, ist seine Arbeitskraft. Sobald seine Arbeit wirklich beginnt, hat sie bereits aufgehört, ihm zu gehören, kann also nicht mehr von ihm verkauft werden. Die Arbeit ist die Substanz und das immanente Maß der Werte, aber sie selbst hat keinen Wert. [[(MEW 23, S. 559)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kraft]] des arbeitenden Menschen wird veräußert und - täglich immer wieder neu - nicht nur verausgabt, sondern auch wirklich verbraucht und regeneriert. Sie wird daher nicht nur &#039;&#039;gemietet&#039;&#039;, sondern wirklich als menschliche [[Energie]]menge aufgebraucht, und deshalb wie eine [[Ware]] nach dem bewertet, was ihre [[Produktion]] und [[Reproduktion]] nötig hat. Für die Bestimmung ihres Kostpreises für den kapitalistischen Produktionsprozess ist die äußerste [[Bedingung]], dass sie jeden Morgen erneuert und am Abend auch wirklich verausgabt, also vollständig verbraucht sein soll. In ihrer [[Nutzung]] ist der [[Wert]] ihrer Vernutzung, also der [[Kostpreis]] ihrer [[Regeneration]] (Nahrung, [[Wohnen]], [[Familie]] usw.) für ihren untersten [[Preis]] bestimmend. Ausreichende Nahrung und ausreichender Schlaf sind daher die äußerste Lebensbedingung dieser Kraft, von der auch die gesellschaftliche Erneuerung abhängt. Geht der Lohn oder die Sozialleistung unter diesen [[Wert]], so ist auch die gesellschaftliche Erneuerung bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Preis, der [[Lohn]], bezieht sich daher immer auf das Material und die Zeitdauer ihrer Erneuerung, der hierfür notwendigen [[Arbeitszeit]] (siehe auch [[notwendige Arbeit]]). Das Kalkül der [[politischen Ökonomie]] in der [[Bestimmung]] ihres Werts zielt als erstes darauf, dass beides optimal für den [[Verwertung]]sprozess ist. An zweiter Stelle steht die [[Regeneration]] ihrer Population, also das Nachwachsen einer arbeitsfähigen Generation im Maßstab der Notwendigkeiten des gesellschaftlichen Produktionsprozesses. Und an dritter Stelle geht es um die Minimierung ihrer Kosten im Arbeitsprozess durch Minimierung des [[Arbeitslohns]]. Von daher sind auch die sogenannten Sozialleistungen ein wesentliches Kalkül: Sie müssen den unterst möglichen Preis der [[Reproduktion]] eines Menschenlebens finanzieren, der gewöhnlich die absolute Untergrenze des Arbeitslohns bestimmt. Damit die Arbeitsleute ihre Forderungen hieran bemessen und also relativ hierzu ihren Lohn bemessen und um diesen zugleich[[konkurrieren]], beginnt der Lohnkampf an dieser Untergrenze. Der unterste Preis der Arbeit lässt allerdings nur noch die Menschen zur Arbeit gehen, die darin deren &#039;&#039;soziale Vorteile&#039;&#039;, die Überwindung ihrer gesellschaftlichen [[Isolation]] nutzen müssen, die das wesentliche [[Leiden]] der [[Arbeitslosen]] ausmacht,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Tageswert der Arbeitskraft betrug [zum Beispiel] 3 sh., weil in ihr selbst ein halber Arbeitstag vergegenständlicht ist, d.h. weil die täglich zur Produktion der Arbeitskraft nötigen Lebensmittel einen halben Arbeitstag kosten. Aber die vergangne Arbeit, die in der Arbeitskraft steckt, und die lebendige Arbeit, die sie leisten kann, ihre täglichen Erhaltungskosten und ihre tägliche Verausgabung, sind zwei ganz verschiedne Größen. Die erstere bestimmt ihren Tauschwert, die andre bildet ihren Gebrauchswert. Daß ein halber Arbeitstag nötig, um ihn während 24 Stunden am Leben zu erhalten, hindert den Arbeiter keineswegs, einen ganzen Tag zu arbeiten. Der Wert der Arbeitskraft und ihre Verwertung im Arbeitsprozeß sind also zwei verschiedne Größen. Diese Wertdifferenz hatte der Kapitalist im Auge, als er die Arbeitskraft kaufte. Ihre nützliche Eigenschaft, Garn oder Stiefel zu machen, war nur eine conditio sine qua non, weil Arbeit in nützlicher Form verausgabt werden muß, um Wert zu bilden. Was aber entschied, war spezifische Gebrauchswert dieser Ware, Quelle von Wert zu sein und von mehr Wert, als sie selbst hat. Dies ist der spezifische Dienst, den der Kapitalist von ihr erwartet. [[(MEW 23, S. 207 f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Arbeitskraft steckt alles, was im Arbeitsprozess an [[Sinn]], [[Geist]], [[Intelligenz]], Vermögen, Fähigkeit, Nerv und Schweiß usw. veräußert wird. Arbeit ist zum einen eine [[notwendige]] Tätigkeit zum Selbsterhalt, zugleich aber auch der Produktionsprozess von [[Reichtum]], dem Material der [[Freiheit]], durch welches die [[Gesellschaft]] der Menschen sich über die Gewalten der [[Natur]] emanzipiert hat, selbst zu einer [[Naturmacht]] geworden ist. Indem die Arbeitskraft zur Reproduktion von Mensch und Gesellschaft eingesetzt wird, erzeugt sie zugleich Produkte, die über dies hinausgehen, [[Mehrprodukte]], die ein Wachstum der Wirtschaftsleistung darstellen (siehe [[Wirtschaftswachstum]]). Der Kraftaufwand zur [[Reproduktion]] nutzt damit in seiner Anwendung zugleich die [[Kraft]], welche gesellschaftlichen [[Reichtum]] bildet. Im arbeitenden Menschen stellt sich daher die [[Enteignung]] des Menschen von seinem Produkt als die gesellschaftliche [[Entfremdung]] schlechthin dar, welche der lebendigen Arbeit des Menschen zugefügt und in toter Form als Macht der [[toten Arbeit]] in der [[Form]] des [[Kapitals]] objektiviert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;An dem Arbeiter existiert es also subjektiv, daß das Kapital der sich ganz abhanden gekommene Mensch ist, wie es am Kapital objektiv existiert, daß die Arbeit der sich abhanden gekommene Mensch ist. [[(MEW 40, S. 523)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil jede [[Ware]] nur den [[Wert]] hat, der zu ihrer Erzeugung an [[durchschnittlicher]] [[Arbeitszeit]] gesellschaftlich aufgewendet werden muss und die auch ihre Reproduktion wiederum benötigt, besteht auf dem Arbeitsmarkt der Widerspruch des [[Geldwerts]] im [[Arbeitslohn]] darin, dass dieser den Wert der Arbeitskraft als [[Preis]] ihrer [[Reproduktion]] bezahlt (siehe [[bezahlte Arbeit]]), für den Käufer der Arbeitskraft aber durch ihre Anwendung mehr Wert entsteht (siehe [[Mehrwert]]), weil die Anwendungszeit der [[Arbeitskraft]] über ihren Preis genauso hinweggreift (siehe [[unbezahlte Arbeit]]), wie über die Anwendung der Technologie, Verwaltung und Immobilien des Unternehmens - zumindest solange es konkurrenzfähig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff von Kraft wird solche Tätigkeit daher auch schon als der [[Arbeit]] äußerlich gefasst, als ihre [[Wirkung]], als bestimmte [[Wirklichkeit]] von Arbeit, die zweierlei in einem bewirkt: Selbsterhaltung und Bereicherung. Als dies beides existieren daher auch ihre Produkte auf dem Markt, stehen dort als [[Ware]] in [[Wertform]] den Menschen gegenüber. Ihre Artbeikraft vermittelt sich daher in einem Produkt, das von ihrem [[Sinn]] schon abgesehen hat und hiervon [[getrennt]] und [[gesellschaftlich]] als [[Angebot]] zum [[Kauf]], als [[Preis]], der sich aus der [[Konkurrenz]] der [[Verkäufer]] bildet, auf das rein [[Notwendige]] [[reduziert]] ist, auch wenn es [[privat]] durch seine Aneignung (siehe [[Privateigentum]]) eine Bereicherung bieten kann - nicht für den Erzeuger, wohl aber für den Käufer dieser Produkte, die seiner Veräußerung gänzlich äußerlich begegnen .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitskraft kann man daher als Formulierung eines äußerlichen Daseins des arbeitenden Menschen ansehen, dem die subjektiven Momente der Produktion, die [[Freiheit]] der Gestaltung und Ausbildung seines Lebens im Arbeitsprodukt genommen sind, der also nicht sein eigenes Leben in der Arbeit äußert, sondern äußerliches Dasein enteigneten Lebens formuliert. Er ist &#039;&#039;bei der Arbeit außer sich und außer der Arbeit bei sich&#039;&#039; (Marx).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Teilung]] seiner Lebenstätigkeit in ein Reich der [[Notwendigkeit]] und ein Reich der [[Freiheit]] macht seine [[Entfremdung]] und seinen [[Schmerz]] aus, der ihn durch sein Wertsein für den Arbeitsprozess bestimmt, in welchem er unter herrschenden [[Lebensbedingungen]] [[Lohn]] erhält, nur um Über-[[Leben]], um [[existieren]] zu können. Am arbeitenden Menschen zeigt sich die Spaltung zwischen dem individuellen [[Dasein]] und der [[Wirklichkeit]] dieser Gesellschaftsform, in seinem [[Wert]] für diese und dem [[Preis]] seiner Arbeitskraft, - zwischen dem Reichtum, den er bildet, den er als [[Mehrwert]] produziert, und dem [[Geld]], dass er als Lohn für den Selbsterhalt ausbezahlt bekommt. Der [[Wert]] seiner Tätigkeit existiert auf dem Markt lediglich als [[Ware]], also als Wert seiner Lebensmittel, als sein [[Reproduktion]]swert, um den die Lohnabhängigen [[konkurrieren]]. Der Wert, den er neu Bildet, existiert zugleich als gesellschaftliches [[Mehrprodukt]], als [[Mehrwert]] aus Arbeit, die nicht bezahlt wird, aus [[unbezahlter Arbeit]] in einem Produkt, das ihm nicht gehört - nicht ihm als gesellschaftlich wirkender Mensch, noch ihm als Individuum einer Gesellschaft, in der er arbeitet und sie fortbildet. Seine menschliche Kraft und Macht ist in der [[Geld]]form, die er dafür erhält, die Produktion seiner Ohnmacht in dieser, die ihren Reichtum nur über [[Geldbesitz]] vermittelt. Die widersprüchliche [[Beziehung]] zwischen [[Wert]] und [[Preis]] der Arbeitskraft erzeugt alle [[Widersprüche]] des Wertquantums, das diese Gesellschaft zwischen [[Produktion]] und [[Zirkulation]] des Werts bewegt und der sich in der Unmöglichkeit darstellt, auf Dauer das zu produzieren, was auch von den Menschen wirklich konsumiert werden kann, das [[variable Kapital]] so anzuwenden, dass darin das [[konstante Kapital]] als [[Produktivkraft]] einer [[Gesellschaft]] den [[Reichtum]] und die Reichhaltigkeit ihrer Entwicklung hervorbringen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Wert der Arbeitskraft, gleich dem jeder andren Ware, ist bestimmt durch die zur Produktion, also auch Reproduktion, dieses spezifischen Artikels notwendige Arbeitszeit. So sie Wert, repräsentiert die Arbeitskraft selbst nur ein bestimmtes Quantum in ihr vergegenständlichter gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit. Die Arbeitskraft existiert nur als Anlage des lebendigen Individuums. Ihre Produktion setzt also seine Existenz voraus. Die Existenz des Individuums gegeben, besteht die Produktion der Arbeitskraft in seiner eignen Reproduktion oder Erhaltung. Zu seiner Erhaltung bedarf das lebendige Individuum einer gewissen Summe von Lebensmitteln. Die zur Produktion der Arbeitskraft notwendige Arbeitszeit löst sich also auf in die zur Produktion dieser Lebensmittel notwendige Arbeitszeit, oder der Wert der Arbeitskraft ist der Wert der zur Erhaltung ihres Besitzers notwendigen Lebensmittel. Die Arbeitskraft verwirklicht sich jedoch nur durch ihre Äußerung, betätigt sich nur in der Arbeit. Durch ihre Betätigung, die Arbeit, wird aber ein bestimmtes Quantum von menschlichem Muskel, Nerv, Hirn usw. verausgabt, das wieder ersetzt werden muß. Diese vermehrte Ausgabe bedingt eine vermehrte Einnahme. Wenn der Eigentümer der Arbeitskraft heute gearbeitet hat, muß er denselben Prozeß morgen unter denselben Bedingungen von Kraft und Gesundheit wiederholen können. Die Summe der Lebensmittel muß also hinreichen, das arbeitende Individuum als arbeitendes Individuum in seinem normalen Lebenszustand zu erhalten. Die natürlichen Bedürfnisse selbst, wie Nahrung, Kleidung, Heizung, Wohnung usw., sind verschieden je nach den klimatischen und andren natürlichen Eigentümlichkeiten eines Landes. Andrerseits ist der Umfang sog. notwendiger Bedürfnisse, wie die Art ihrer Befriedigung, selbst ein historisches Produkt und hängt daher großenteils von der Kulturstufe eines Landes, unter andrem auch wesentlich davon ab, unter welchen Bedingungen, und daher mit welchen Gewohnheiten und Lebensansprüchen die Klasse der freien Arbeiter sich gebildet hat.(44) Im Gegensatz zu den andren Waren enthält also die Wertbestimmung der Arbeitskraft ein historisches und moralisches Element. Für ein bestimmtes Land, zu einer bestimmten Periode jedoch, ist der Durchschnitts-Umkreis der notwendigen Lebensmittel gegeben. [[(MEW 23, S. 184 f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besitzverhältnis stellt die Arbeitskraft, welche die gesellschaftliche Bedingung für jeden Reichtum darstellt, in die Privatheit der Subsistenz und das Kapital, welches durch gesellschaftliche Arbeit erzeugt wird, in den Genuss privater &#039;&#039;Gewinne&#039;&#039; aus solcher Arbeit. Es ist dies der von Marx in seinen ökonomischen Schriften dargestellte Widerspruch von gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung. Die Arbeitskraft, wiewohl für das Kapital Quelle allen Reichtums (siehe [[Mehrwert]]), kann unter den Bestimmungen des Kapitalismus für sich nur in der Selbsterhaltung tätig sein. Es liegt im Widerspruch dieser Gesellschaftsform, dass die lebendige Arbeit im Reichtum des Kapitals ihre Unterwerfung produziert und vermehrt, und daher immer wieder (je nach Krisenlage des Kapitalismus) zur [[Armut]] (siehe [[Arbeitslosigkeit]]) getrieben wird (siehe [[Proletariat]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Globalisierung]] des [[fiktiven Kapitals]] haben sich die [[Beziehungen]] des [[Arbeitslohns]] zur [[Existenz]] der arbeitenden Bevölkerung allerdings auch verändert. Nach wie vor findet die [[Ausbeutung]] von Menschen durch das Kapital im Produktionsprozess über die ganzen Zeitverhältnisse ihres [[Lebens]] statt, doch nicht mehr unbedingt über ihre bloßen [[Arbeitszeiten]]. Doch zunehmend verteilt sie sich über ihre ganze [[Existenz]], die vor allem durch immer mehr Unkosten immer teurer wird, weil diese nicht mehr nur die [[Lebensmittel]] zur [[Reproduktion]] der [[Arbeitskraft]] betreffen, sondern für die bloßen Umstände und Strukturen ihres [[Lebens]] bezahlen müssen. Nicht mehr nur, weil ihre [[Arbeitskraft]] als [[Ware]] in den Produktionsprozess eingeht, aus welchem sich [[Mehrwert]] aus [[unbezahlter Arbeit]] für den Kapitalmarkt beziehen lässt, sondern weil der Kapitalmarkt selbst die Kosten des Lebens der Menschen über ihre schlichte [[Existenz]] schon durch einen [[Existenzwert]] ihrer Währung bestimmt, um hierüber seine [[Produzenten]] und [[Konsumenten]] als Bürgen der Nationalstaaten in der [[Konkurrenz]] ihrer Währungen zu nutzen und [[negierte]] Lebenssubstanz aus dessen [[Preisbildung]] bezieht (siehe hierzu auch [[Negativverwertung]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Wertwachstum&amp;diff=11602</id>
		<title>Wertwachstum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Wertwachstum&amp;diff=11602"/>
		<updated>2026-09-20T15:39:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Sofern jede einzelne Transaktion [der Kapitalakkumulation] fortwährend dem Gesetz des Warenaustausches entspricht, der Kapitalist stets die Arbeitskraft kauft, der Arbeiter sie stets verkauft, und wir wollen annehmen selbst zu ihrem wirklichen Wert, schlägt offenbar das auf Warenproduktion und Warenzirkulation beruhende Gesetz der Aneignung oder Gesetz des Privateigentums durch seine eigne, innere, unvermeidliche Dialektik in sein direktes Gegenteil um. Der Austausch von Äquivalenten, der als die ursprüngliche Operation erschien, hat sich so gedreht, daß nur zum Schein ausgetauscht wird, indem erstens der gegen Arbeitskraft ausgetauschte Kapitalteil selbst nur ein Teil des ohne Äquivalent angeeigneten fremden Arbeitsproduktes ist und zweitens von seinem Produzenten, dem Arbeiter, nicht nur ersetzt, sondern mit neuem Surplus ersetzt werden muß. Das Verhältnis des Austausches zwischen Kapitalist und Arbeiter wird also nur ein dem Zirkulationsprozeß angehöriger Schein, bloße Form, die dem Inhalt selbst fremd ist und ihn nur mystifiziert. Der beständige Kauf und Verkauf der Arbeitskraft ist die Form. Der Inhalt ist, daß der Kapitalist einen Teil der bereits vergegenständlichten fremden Arbeit, die er sich unaufhörlich ohne Äquivalent aneignet, stets wieder gegen größeres Quantum lebendiger fremder Arbeit umsetzt. ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Eigentum erscheint jetzt auf Seite des Kapitalisten als das Recht auf Aneignung, auf den [[Einkauf]] fremder [[unbezahlter Arbeit]] oder ihr Produkt, auf Seite des Arbeiters als Unmöglichkeit, sich sein eignes Produkt anzueignen. Die Scheidung zwischen Eigentum und Arbeit wird zur notwendigen Konsequenz eines Gesetzes, das scheinbar von ihrer Identität ausging. [[(Karl Marx  Band 23, Das Kapital, Bd. I, S. 609f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreislauf des [[Geldes]] bewegt sich zwischen [[Einkauf]] (Geld gegen Ware: G-W) und [[Verkauf]] (Ware gegen Geld: W-G) von [[Waren]], worin [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] auf sich als [[Kaufmittel]] zurückkommt (W-G-G-W). Es bezahlt alle Güter des Lebensbedarfs und erfährt hierbei einen [[Mehrwert]] über die [[Nutzung]] seiner gesellschaftlichen [[Verhältnisse]] durch eine unbezahlte [[Mehrproduktion]] (siehe [[unbezahlte Arbeit]]) in der [[bürgerlichen Gesellschaft]]. Während es für [[Lebensmittel]] [[veräußert]] wird, erfährt es über deren [[Produktion]] einen [[Mehrwert]], eine [[eigenständige]] politische Macht, die es als [[Zahlungsmittel]] seiner [[Reproduktion]] immer wieder erneuert und zu seiner Vermehrung fortbestimmt. Wertwachstum ist das Anwachsen des [[Mehrwerts]], also die Aufhäufung von [[unbezahlter Arbeit]] in der Geldform. Da [[bezahlte Arbeit]] über den Einkauf von Lebensmittel und der Reproduktion durch die Augfzehrung von Gebrauchswerten aufgeht, kann das Wertwachstum nur das Anwachsen eines Geldwerts durch [[unbezahlter Arbeit]] sein. Es bezieht sich daher immer auf die geschichtlichen [[Bedingungen]] ihres [[Daseins]], der Verwertungsbedingung des [[Wirtschaftswachstums]], das für das [[Kapital]] nötig ist, um in der [[Konkurrenz]] der Einzelkapitale zumindest seinen [[Wert]] zu halten und sein [[Existenzrisiko]] zu mindern. Das [[Wertwachstum]] erzeugt einen gewaltigen [[Widerspruch]] in der [[Wertrealisation]], in der es sichals [[Form]] der [[bezahlten Arbeit]] zum [[Mehrwert]] als [[Form]] [[unbezahlter Arbeit]] verhält. Das [[Wirtschaftswachstum]] ist aber nicht die Bedingung des Wertwachstums, sondern umgekehrt: Nicht weil die Technologie der [[Produktionsmittel]] den Aufwand an menschlicher [[Arbeit]] entlastet, wächst der Wert der Produkte, sondern weil das [[Wirtschaftswachstum]] ihren Aufwand durch die Entwicklung der Technologie relativ zum Produkt veringert, wird diese - und damit ihr Wert - reduziert. Was der Kapitalismus für die Entwicklung seines [[Mehrwerts]] nötig hat, treibt ihn daher immer wieder auch in seine [[Verwertungskrisen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Wertwachstum nur über den Teil der Arbeit sich entwickelt, der nicht zur gesellschaftlichen [[Reproduktion]] der bezahlten Arbeit angewnadt, sodern darin nur verdurchschnittlicht wird, geht der Wert des [[Wirtschaftswachstums]] nicht in die [[Produktion]] der organischen [[Entwicklung]] der so genannten [[Realwirtschaft]] ein, sondern alleine in die [[Produktion]] einer unbezahlten Mehrarbeit, die auf den Geldmärkten gegen ihre Entwertung mit &#039;&#039;Frischgeld&#039;&#039; aus [[unbezahlter Arbeit]] gesellschaftlich in [[Wert]] gehalten werden muss. Durch die [[Konkurrenz]] der [[Preise]] bei einem erhöhten Warenumsatz verliert das Wertwachstum zunehmend an Kraft und reduziert daher den [[Wert]] der Produkte in der Beziehung auf den Wert des Gesamtkapitals, der zu einem [[Fall der Profitrate]] führt. Das Wertwachstum bewirkt also ein unlösbares Problem der Wertrealisation, denn es kann auf Dauer kein Anwachsen einer wirklich vorhandenen Wertmasse dicherstellen, wie es zur Erhaltung des Geldwerts nötig ist. Indem durch das Anwachsen der [[unbezahlter Arbeit]] der Lohn aus bezahlter Arbeit immer weniger den Geldwert der umlaufenden Geldmenge durch die Aufhäufung [[toter Arbeit]] als Gesamtkapital halten kann, zwingt der Wertschwund einer Geldsumme der bezahlbaren Preise das Kapital zur verschärften Ausbeutung der menschlichen Arbeit, zur Aneignung von immer mehr unbezahlter Arbeit, die als Verkürzung der [[Lebensarbeitszeit]] den Lebensstabdard der Menschen reduziert und zugleich nur die Entwertung der Arbeitsprodukte potenziert. Resultat ist eine gesellschaftliche Krise durch Überproduktion die entweder durch Produktvernichtung oder [[Überbevölkerung]] oder in der Form eines [[fiktiven Kapitals]] auf den Finanzplätzen des [[Kreditwesens]] überwunden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts sinkender [[Preise]] und [[Zinsen]] könnte man allerdings meinen, dass es kein Wertwachstum mehr geben könne, dass im Gegenteil der [[Wert]] tendenziell selbst am Verschwinden - bzw. am &#039;&#039;Schmelzen&#039;&#039; (so Robert Kurz in seiner [[Wertkritik]]) - wäre. Doch [[Geld]] ist nicht [[Wert]]. Es ist lediglich Wertträger, durch den [[Preise]] gebildet werden, [[Wert]] hierdurch lediglich realisiert, also [[wirklich]] und wirksam wird. Während Geld in der Waren[[zirkulation]] der Arbeitsprodukte entsteht und sich darin verhält, entsteht [[Wert]] in der [[Arbeitszeit]] von Menschen bei der Anwendung ihrer [[Arbeitskraft]]. Das Wertwachstum zeigt sich daher nicht unmittelbar im Verhalten der Geldwerte, sondern im Anwachsen der zur Produktion benötigten [[Arbeitszeit]]. Das Paradoxon des Kapitalismus ist, dass mit zunehmender [[Automation]], mit wachsender Wirtschaftskraft ([[Produktivkraft]]), der [[Aufwand]] für die [[Produktion]] sinkt und dennoch mehr [[Arbeitszeit]], also Wertwachstum nötig ist, um Geld in Wert zu halten, um die [[Arbeitskraft]] durch den Entzug von Lebenszeit politisch und um die Konsumenten über den [[Wert]] ihrer [[Lebensmittel]] ökonomisch zu beherrschen und um damit den Niedergang des Kapitalismus (durch [[Deflation]] auf der Seite der [[Geldbesitzer]], [[Inflation]] auf der Seite der arbeitenden Menschen) zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum resultiert also nicht aus Profiten oder [[Geldgier]]. Im Gegenteil: Es entsteht aus den [[Notwendigkeiten]] einer [[Produktion]], die einerseits [[Mehrwert]] erbringen muss, um ihren [[Wert]] als [[Kapital]] zu erhalten, um ihre [[Risiken]], Rohstoffe und Technologien im Einklang mit der Ausdehnung der Märkte und Vermehrung der Bevölkerung zu ersetzen, andererseits in der Waren[[zirkulation]] auf dem Markt, die immer auch einen relativen Wertverlust erfährt, den die [[Konkurrenz]] dort mit jeder Produktivitätssteigerung, also durch das [[Wirtschaftswachstum]] erzeugt. Ein [[Produkt]] oder eine [[Arbeitskraft]] kann schlagartig weniger wert sein, wenn die [[Produktivkraft]] der Arbeit zunimmt und schon morgen billigere [[Preise]] für ein Produkt oder alle Produkte realisiert, die heute noch als hoch gelten. Nicht die [[Preisbildung]] erwirkt den Verlust. Es ist immer die organische Seite der [[Kapitalentwicklung]], die den [[Wert]] schwinden lässt (siehe hierzu auch den [[Fall der Profitrate]]). Von daher macht das [[Wirtschaftswachstum]] das [[Wertwachstum]] zwar nötig, steht ihm aber zugleich in der Waren[[zirkulation]] diametral entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht leicht zu verstehen. Wenn die [[Wertgröße]] nichts anderes ist als die [[durchschnittlich]] aufgewendete [[Arbeitszeit]] einer [[Gesellschaft]] für die Herstellung eines Produkts, so sollte man denken, dass der [[Wert]] nur wachsen kann durch Vermehrung der Produkte. Das ist dann ein [[Mehrwert]], der sich in einem gesellschaftlichen [[Mehrprodukt]] darstellt, das zwar auch temporäre [[Krisen]] durch Überproduktion verursacht, aber &#039;&#039;von selbst&#039;&#039; oder von &#039;&#039;unsichtbarer Hand&#039;&#039; (A. Smith) geleitet sich auf das durchschnittlich notwendige Quantum der gesellschaftlichen Mehrproduktion einpendeln würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mehrwert stelle ja auch &#039;&#039;nur&#039;&#039; ein temporäres Wertwachstum dar, weil er in Investitionen, Neuanschaffungen oder Zerstörung der [[Mehrprodukt]]e aufginge und sich hernach selbst als Teil der [[Produktion]] (z.B. in neuer Technologie, höherem [[Lebensstandard]] oder vorteilhafter Marktposition) wiederfindet, seinen Wert also im [[Durchschnitt]] der Arbeitsaufwände und realisierten Kauferlösen durch [[Preis]]minderungen wieder reduziert. Die Entwicklung der Technologie, die [[Automation]] und die Rationalisierung der [[Produktivkräfte]], würde sich demnach früher oder später auch wieder in ihrem [[Wirtschaftswachstum]] dem [[Wertwachstum]] adäquat darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der [[Mehrwert]] als solcher existiert im [[Geld]] nur als Preissumme, die zwar auch ein [[Mehrprodukt]] darstellt, aber darüber hinaus vor allem in [[Eigentumstitel]] [[zirkuliert]], die sich auf den Kapital-, Finanz- und Aktienmärkten dadurch vermehren, dass sie den Wert von [[Arbeit]] ohne Realisation in einem Produkt oder Teilprodukt durch die bloße [[politische]] Macht ihres Besitzanspruchs, also durch die Verfügung über die Arbeits- und Zirkulationszeiten einnehmen und somit den Mehrwert in ihrer politischen Formation darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zeiten des realökonomischen [[Wachstums]], in denen die Entwicklung der [[Produktivität]] mehr oder weniger als Vorschuss in die [[Produktion]], also in Investitionen hierfür eingeht, kann das [[Wertwachstum]] des Mehrwerts dem [[Wirtschaftswachstum]] temporär durchaus entsprechen. Aber substanziell treibt es über die [[Konkurrenz]] der Einzelkapitale mit ihrer zunehmenden Produktivität die Entwertung der menschlichen [[Arbeit]] voran und befördert mit der konkurrierenden Preisbildung der Waren und der Technologieentwicklung die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus als [[Ganzes]] (siehe hierzu den [[Fall der Profitrate]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Dienstleistungsgesellschaften]] kann diese zunächst durch reine [[Lohn]]abgaben an den Nationalstaat kompensiert werden, also [[Wertwachstum]] durch Lohnabgaben ([[Steuern]], [[Mieten]], Gebühren etc.) bewirken. Auf Dauer aber muss der [[Mehrwert]] international dadurch gewonnen werden, dass die produktiveren Nationen den [[Preis]] der [[Arbeit]] der ärmeren bestimmen können. Die [[Globalisierung]] des [[Kapitals]] hat dies in einem Ausmaß fortgetrieben, dass Geld als reiner Schuldtitel (siehe [[fiktives Kapital]]) vorgeschossen und in einem [[Schuldgeldsystem]] zirkuliert, das den [[Kapitalismus]] der [[bürgerlichen Gesellschaft]] zu einem [[Feudalkapitalismus]] entwickelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser beruht nicht mehr auf einem unmittelbaren Handel mit Löhnen und Arbeitskosten, sondern auf der direkten politischen (und schließlich dann auch militärischen) [[Ausbeutung]] der [[Armut]]. International verbraucht das wie jede Arbeit [[Arbeitskraft]] und Naturressourcen, findet aber keine stoffliche Realität auf den Warenmärkten, weil es vor allem deren [[Preise]] mindert, um seine Finanzkraft zu bestärken, um durch deren Reduktion die Abhängigkeit vom [[Geld]] als solches, um also die Geldmacht pro Produkt, die politische Gewalt des [[Geld]]es zu vergrößern (siehe [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Und das ändert nichts daran, dass dieser [[Wert]] nur [[Mehrwert]] darstellt, weil er aus [[unbezahlter Arbeit]] entsteht, ein Mehr an Arbeit, die sich aus der Kapitalmacht erpressen lässt - gleich ob diese zur Herstellung von Produkten oder für [[Dienstleistungen]] oder zum Wertausgleich (z.B. Schuldentilgung) hergenommen wird (siehe hierzu auch [[Schuldgeldsystem]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kapital, das durch [[unbezahlte Arbeit]] in die Lage versetzt wird, sich selbst zu erzeugen, also &#039;&#039;Kapital durch Kapital (zu) erzeugen&#039;&#039; [[(Karl Marx, MEW 23, S. 208)]], schließt den [[Warentausch]] - sowohl von Waren zu Waren als auch Waren zu Arbeitskraft - im [[Kapital]] selbst ab. Die arbeitenden Menschen produzieren nicht nur ihre eigenen Lebensbedingungen und nicht nur die Materialien des Kapitals, sondern auch einen [[Wert]], der gar nicht wirklich für die Existenzformen des Kapitalismus existiert, sondern als bloße Eigentumsformation existiert, als Recht des [[Privateigentums]], durch [[Geld]] die Lebenszusammenhänge einer ganzen [[Gesellschaft]] zu bestimmen. Indem &#039;&#039;der Kapitalist einen Teil der bereits vergegenständlichten fremden Arbeit, die er sich unaufhörlich ohne Äquivalent aneignet, stets wieder gegen größeres Quantum lebendiger fremder Arbeit umsetzt&#039;&#039; [[(MEW 23, S. 609)]], hebt er den Äquivalententausch innerhalb der Marktwirtschaft auf. Er existiert nach seiner vollen Entwicklung nur noch als &#039;&#039;Schein, bloße Form, die dem Inhalt selbst fremd ist und ihn nur mystifiziert.&#039;&#039; [[(MEW 23, S. 609)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alleine dass dieses Verhältnis fortexistieren und hierdurch das darin zirkulierende Geld seinen Wert darstellen kann, müssen Menschen eine Mehrarbeit erbringen, die sich nur in der Verfügungsmacht über sie, in der Verstärkung ihrer Abhängigkeit verwirklicht. [[Wert]] muss daher immer mehr werden, nur damit die Verfügung über die Produktion, der Geldwert erhalten bleibt, ohne dass dieses ausschließlich als [[wirkliches]] Äquivalent für die zirkulierenden [[Waren]] fungieren muss. Mit jedem Kapitalumschlag muss [[Mehrwert]] entstehen, muss also [[Wert]] wachsen, nur damit alles so bleibt, wie es war, damit also die aktuellen Wertverhältnisse ihren durchschnittlichen Arbeitsaufwand im Geldwert darstellen können, ohne hierfür dem Markt auch Äquivalente zur Verfügung zu stellen. Der Geldwert hat sich durch die Kapital[[akkumulation]] von seinem Warenwert abgelöst und damit sich das [[Wirtschaftswachstum]] als organische Grundlage unterstellt. Was Fortschritt im wirtschaftlichen Sinne ist, wie z.B. das Wachstum der [[Produktivkraft]] durch die Entwicklung der Technologie, wird vollständig für das Wertwachstum aufgesogen und teilweise auch von ihm selbst bestimmt (siehe z.B. Atomkraftwerte usw.). Hieraus entsteht schließlich das Kreditwesen als eigenständige Finanzwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wertwachstum ist im Wesentlichen das Mehrwerden von [[Wert]], das zunächst durch die Erzeugung eines [[Mehrprodukts]] und dessen Veräußerung als [[Mehrwert]] entstanden war, das also innerhalb eines Kapitalumschlags die Wertmasse durch den Eintrag von menschlicher Arbeit in die Produktform der Waren auf dem Markt vermehrt hatte, die den Wert der Reproduktion der vorhanden Materialien und Arbeitskräfte übersteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die kapitalistische Produktion, wenn wir sie im einzelnen betrachten und von dem Prozeß der Zirkulation und den Überwucherungen der Konkurrenz absehn, geht äußerst sparsam um mit der verwirklichten, in Waren vergegenständlichten Arbeit. Dagegen ist sie, weit mehr als jede andre Produktionsweise, eine Vergeuderin von Menschen, von lebendiger Arbeit, eine Vergeuderin nicht nur von Fleisch und Blut, sondern auch von Nerven und Hirn. Es ist in der Tat nur durch die ungeheuerste Verschwendung von individueller Entwicklung, daß die Entwicklung der Menschheit überhaupt gesichert und durchgeführt wird in der Geschichtsepoche, die der bewußten Rekonstitution der menschlichen Gesellschaft unmittelbar vorausgeht. Da die ganze Ökonomisierung, von der hier die Rede, entspringt aus dem gesellschaftlichen Charakter der Arbeit, so ist es in der Tat gerade dieser unmittelbar gesellschaftliche Charakter der Arbeit, der diese Verschwendung von Leben und Gesundheit der Arbeiter erzeugt.&#039;&#039; [[(Karl Marx  Band 25, &#039;&#039;Das Kapital&#039;&#039;, Bd. III, S. 87  114)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum wird aus der Differenz des Geldwerts (der realen Preissumme des gesellschaftlichen Produkts und der Arbeitsktraft auf den Märkten) zur [[Wertmasse]] des Gesamtkapitals nötig, wo die Preisverhältnisse die Wertverhältnisse nicht adäquat darstellen. Dies beginnt schon mit jedem aufgeschatzten Geld, das zunächst durch die [[Mehrproduktion]] des konstanten Kapitals in der Erzeugung von [[Mehrwert]] ausgeglichen wird. Im Zusammenhang des Gesamtkapitals erfährt dieses im[[tendenziellen Fall der Profitrate]] aber die Schranke seiner zirkulierenden Wertmasse und muss dann die Wertproduktion durch das Geldvermögen des Kapitals selbst unter Druck setzen, um dieses ungedeckte Vermögen (siehe [[fiktives Kapital]]) durch verschärfte [[Ausbeutung]] zu decken, also durch die Steigerung der [[Mehrwertrate]] &#039;&#039;aufzufrischen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit es sich nicht einfach und real als [[Mehrprodukt]] darstellt, kann sich Wertwachstum daher auch in der Anwendung der Geldform darstellen, wenn es durch die zunehmende Macht an [[Geldbesitz]], also durch Aufhäufung von Geld die Verwertungsbedingungen selbst bestimmt. Dieses Geld drängt auf Realisation eines Werts, der nicht sachlich in Warenkapital darstellbar ist, sondern in der Realisation von Beschleunigungen des Kapitalumschlags durch Zeitverkürzungen (allgemeine Zirkulationsvorteile) oder durch Aneignung der Rendite im [[Finanzkapital]] (durch politischen Druck auf die Preissumme des vorhandenen Werts) eingebracht wird. Dies wird weitgehend durch [[Schuldgeld]] (z.B. durch Aktien- und Kreditwerte) betrieben, indem durch bloße [[Eigentumstitel]] die Abgaben für die Gläubiger (z.B. [[Mieten]] und Steuern zum Schuldenausgleich der [[Staatsverschuldung]]) erhöht und als Preisunterschiede besonders der Löhne verwertet werden, die als Lohnabzug im Nachhinein der Produktion oder [[Dienstleistung]] funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verselbständigung des Mehrwerts gegen das [[Mehrprodukt]] durch die erweiterte Kapitalakkumulation wird auch das gesamte [[Wirtschaftswachstum]] zu einer eigenständigen Größe, die sich als [[Maßstab der Preise]] zunehmend auch in den Werten von [[Grundeigentum]], Lizenzen, Wertpapieren (s.a. [[Aktien]]) usw. ausdrückt und weniger in den wertmäßig realisierten Produkten der kapitalistischen Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Zwang zum Wertwachstum durch das Finanzkapital steht eine Entwicklung der organischen Produktionsbedingungen, welche die Verwertung selbst beschränken, einerseits aus der Entwicklung der [[Produktivkräfte]], welche die [[Konkurrenz]]auf den Märkten verschärfen und das vorhandene Kapital entwerten, andererseits aber zugleich von den gesellschaftlichen Verhältnissen absehen, innerhalb derer die kapitalistische Produktion stattfindet. Im [[Fall der Profitrate]] zeigt sich die ungeheuerliche Kollision von dem [[Wirtschaftswachstum]] der Produktion auf der einen Seite, und den [[Notwendigkeiten]] des Wertwachstums auf der anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Gleichzeitig mit dem Fall der Profitrate wächst die Masse der Kapitale, und geht Hand in Hand mit ihr eine Entwertung des vorhandnen Kapitals, welche diesen Fall aufhält und der Akkumulation von Kapitalwert einen beschleunigenden Antrieb gibt. Gleichzeitig mit der Entwicklung der Produktivkraft entwickelt sich die höhere Zusammensetzung des Kapitals, die relative Abnahme des variablen Teils gegen den konstanten. Diese verschiednen Einflüsse machen sich bald mehr nebeneinander im Raum, bald mehr nacheinander in der Zeit geltend; periodisch macht sich der Konflikt der widerstreitenden Agentien in Krisen Luft. Die Krisen sind immer nur momentane gewaltsame Lösungen der vorhandnen Widersprüche, gewaltsame Eruptionen, die das gestörte Gleichgewicht für den Augenblick wiederherstellen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Widerspruch, ganz allgemein ausgedrückt, besteht darin, daß die kapitalistische Produktionsweise eine Tendenz einschließt nach absoluter Entwicklung der Produktivkräfte, abgesehn vom Wert und dem in ihm eingeschloßnen Mehrwert, auch abgesehn von den gesellschaftlichen Verhältnissen, innerhalb deren die kapitalistische Produktion stattfindet; während sie andrerseits die Erhaltung des existierenden Kapitalwerts und seine Verwertung im höchsten Maß (d.h. stets beschleunigten Anwachs dieses Werts) zum Ziel hat. Ihr spezifischer Charakter ist auf den vorhandnen Kapitalwert als Mittel zur größtmöglichen Verwertung dieses Werts gerichtet. Die Methoden, wodurch sie dies erreicht, schließen ein: Abnahme der Profitrate, Entwertung des vorhandnen Kapitals und Entwicklung der Produktivkräfte der Arbeit auf Kosten der schon produzierten Produktivkräfte. [[(Marx in Marx-Engels-Werke Bd.25, S. 259)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftswachstum ist ein &#039;&#039;stehender Begriff&#039;&#039; der Ökonomie, der meist als [[Wirtschaftswachstum]] ausgegeben bzw. damit verwechselt wird und die [[Notwendigkeit]] des Kapitalismus für diesen Zweck alternativlos behaupten soll, weil nur er von Jahr zu Jahr das Bruttoinlandsprodukt zu steigern vermögen das Kapitalwachstum gewährleisten können soll, gerade wenn der Niedergang der [[Profitrate]] von dessen Endlichkeit kündet. Gerade aus letztrem Grund erweckt das Wertwachstum höchste Aufmerksamkeit bei den Ökonomen, denn der Puls des [[Kapitals]] gibt immer wieder Anlass zur Sorge und jede Beruhigung der [[Krise]] verstärkt die Illusion seines ewigen Fortbestehens, und wenn dies zunehmend auch nur zur Entwicklung von [[fiktivem Kapital]] gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was eigentlich ist dieses Wertwachstum, wenn es bei geringster Rückentwicklung die Doktoren des Kapitalismus derart ängstigt? Wäre es das Wachstum des [[Mehrprodukts]], so wäre Sorge nicht nötig. Der Lebensstandard muss nicht beständig wachsen. Der [[Wert]] müsste auch nicht wachsen, wenn er nur die Arbeitsmenge einer gegebene [[Waren]]menge (siehe [[Wertmasse]]) ausdrücken würde. Es geht offensichtlich um etwas anderes, wiewohl genau dies von der bürgerlichen Ökonomie, von der politischen Ökonomie, geleugnet wird: Um einen Wert, der die gesamte Konjunktur beherrscht und der zugleich davon abhängig ist, wie die Märkte funktionieren, wie ihre Prosperität ist. Das Wertwachstum ist ein Index für die Stabilität des Werts und seiner politischen Repräsentation. Beides schwindet, wenn das Wertwachstum &#039;&#039;unterschwellig&#039;&#039; wird. Es geht also nur um den Schwund des [[Mehrwerts]], der sich vom Mehrprodukt verselbständigt, unabhängig gemacht hat. Wenn der Wertzuwachs sinkt, so zeigt das an, dass auch die [[Profitrate]] fällt; und wenn die fällt, dann entsteht Entwertung, also ein Vorgang, der im Denkschema der politischen Ökonomie weitgehend verdrängt, also dem Schicksal überantwortet gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davor muss ein Ökonom wirklich Angst haben. Es könnte ja sein, das dieses wundersame Modell der Geldvermehrung doch einen Haken hat! Marx hat den schon vor 150 Jahren in der Auseinandersetzung mit den damaligen Mehrwerttheorien ([[MEW 26.1]], [[MEW 26.2]]) herausgearbeitet, die vom theoretischen Gehalt her noch wesentlich gründlicher waren, als der tumbe Glaube an die &#039;&#039;Regelmechanismen&#039;&#039; der Ökonomie, wie sie der [[Neoliberalismus]] zur Schau stellt. Obwohl sein hierfür entscheidendes Buch ([[MEW 25]]) gerade an der Stelle abbricht, wo seine Theorie sich abrundet, erschließt sich aus dem unvollendeten Gesamtwerk die Revenue des Wertverhältnisses aus den Klassen der [[Besitzer]] von Arbeitskraft, [[Kapital]] und Boden als ein Verhältnis von Bewertungen ihrer Besitztümer: Als [[Macht]]verhältnis, das mit bloßer innerer [[Logik]] abläuft und die darin involvierten Menschen und Sachen systematisch unterwirft. Darin wird klargestellt: Nicht das Mehrprodukt stellt das Wertwachstum dar, sondern der Wert, der dem Besitz an Technik (Produktionsmittel) und Grund (Gebäude und Rohstoffe) beigemessen wird und der sich nur bei stabiler Verwertungslage, also bei entsprechendem Wertwachstum verwirklichen kann. Letztlich und von massivster Bedeutung für die Verwertungslage des Kapitals ist eben der Rückhalt des Ganzen: Der [[Wert]], der dem [[Grundbesitz]] und seiner Materialien (Immobilien, Rohstoffe) beigemessen wird, weil dies allein den Kapitalismus als ganzes gesellschaftliches Verhältnis sichert. Dies ist die Basis des wirklichen Wertverhältnisses, der absolute Wert seines Verkehrs (worin sich z.B. die Mieten, Pacht, Gebäudewert usw. bemessen - jede Bank und Versicherung sichert sich darin). Es ist der [[Verkehrswert]] des ganzen Kapitalverhältnisses, der darin zu erkennen ist, dass auf der einen Seite privater [[Reichtum]] die Rechtstitel des Besitzstands ausfüllt, dem die weitaus größte Zahl der Menschen unterworfen ist, um leben und arbeiten, und das heißt hier nur: sich ernähren und reproduzieren zu können. Der Wertzuwachs bedeutet Machterhalt des Besitzrechts und Machtzuwachs für die Besitzer von Grund, Wohnung, Arbeitsmittel und Rohstoffe, und bringt den meisten Menschen, weil sie eben nur im Besitz ihrer [[Arbeitskraft]] und einer kleinen Altersvorsorge sind und bleiben, nur den Zuwachs an Ohnmacht, Vernutzung und Isolation von gesellschaftlicher Wirklichkeit, also vor allem die [[Armut]] an Lebensvermittlung und Lebenspotenzen, - sei es innerhalb eines [[Kultur]]kreises oder in einem anderen oder in beidem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum ist das Wachstum an [[Bewertung]] von Besitz, das Wachstum [[politischer]] [[Macht]], welche in den Sachen, die die Welt beherrschen, [[gegenständlich]] wird als die gesellschaftliche [[Macht]], welche die [[Wertform]] der darin aufgehäuften [[abstrakten Arbeit]] hat. Das Wertwachstum ist für das [[Kapital]] unabdingbar, weil es nur darin seine Prosperität als Verwerter der Werte in [[Mehrwert]] hat, erhält und entwickelt. Wertwachstum ist vom Wachstum an Produktivität und an der Erzeugung eines Mehrprodukts zu unterscheiden, wie auch der Geldwert vom Wert des Kapitals unterschieden ist. Als Geldwert stellt sich das Wertwachstum in den Profiten der einzelnen angewandten Kapitale pro Produktionsprozess einer Produktsparte dar. Darin rentiert sich das Einzelkapital, wenn auch letztlich nur in Masse. Es ist die allgemeine Voraussetzung, dass auf Mehrwert in der Form von [[Profiten]] überhaupt spekuliert wird. Doch das Wertwachstum selbst tritt nur ein, wo die Produkte mehr Wert haben, als in ihre Erzeugung eingegangen ist, wo also der Wert der Arbeitskraft optimal reduziert und ihre Anwendung optimal maximiert ist, wo also die Arbeit selbst so [[ausgebeutet]] wird, dass der Wert der Produkte, so er sich realisieren lässt, Mehrwert darstellt. Wertwachstum ist als Resultat des Kapitalumschlags das Wachstum an Marktausdehnung für ein Mehrprodukt, das konsumiert werden muss, um Wert zu realisieren. Aber erst nach wirklichem Abkauf bestärkt es die Verfügungspotenzen des Kapitals, das dann erst sich sachlich als werthafte Produktmenge, also als vor allem wertmäßig realisiertes Mehrprodukt darstellt, das in die Kapitalakkumulation (Erweiterung oder Forcierung der Technologie) oder in eine kontinuierliche Erweiterung der Märkte oder als relative Verteuerung von Miete und Pacht eingeht, welche die Masse des Kapitals vergrößert und damit die privaten Potenzen gegen die Gesellschaft der Menschen bestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum ist also das ausschließliche Verhältnis, welches das Kapital zu sich hat. Es regelt sich nicht im Verhältnis der Produkte, ob sie nun wirklich mehr oder weniger sind, als zur einfachen Reproduktion der Menschen in einer Gesellschaft nötig ist (der Lebensstandard an Gütern löst sich immer in einem Durchschnitt auf), und es bestimmt sich daher auch nicht aus der natürlichen Fähigkeit der Arbeitskraft und der Produktionsmittel, mehr zu erzeugen ([[Mehrprodukt]]), als bei der Produktion verbraucht wird (an Energie, Lebensmittel, Technik und Verschleiß). Es bestimmt sich aus dem [[Preis]], zu dem die Produkte verkaufbar sind. Dieser ergibt sich auf der Oberfläche des Wertverhältnisses, wie es die Situation von Angebot und Nachfrage, also des Verhältnisses der [[Konkurrenz]] der Verkäufer zu denen der Käufer ausdrückt und sich in [[Profiten]] und [[Surplus-Profiten]] niederschlägt wie der Bodensatz einer aufgequirlten Wertbrühe. Das ist nur manchmal dem Quantum der Mehrprodukte analog (in Phasen der Neueinführung von Lebensstandards). Es ist aber nicht wesentlich für das Wertwachstum. Der Preis der Mieten etwa regelt sich nicht aus dem Aufwand, Wohnungen zur Verfügung zu stellen, oder an der Menge des Angebots überhaupt, sondern aus dem Wert, den Verkehr in einer bestimmten Gegend hat, also die Notwendigkeit, gerade dort eine Wohnung oder einen Laden oder ein Büro usw. haben zu müssen. Wert ist immer gesellschaftlich und wird von der gesellschaftlichen Potenz des Käufers und Verkäufers über den Preis bestimmt. In ihm drückt sich ein gesellschaftliches Wertverhältnis aus, das so lange wächst, wie sich das Verhältnis der [[Besitzenden]] zu den (Sach-)Besitzlosen als &#039;&#039;Lage auf dem Markt&#039;&#039;, als Konkurrenzsituation zugunsten der Besitzenden entwickelt - solange, bis die für ein Wertwachstum erforderlichen Preise nicht mehr bezahlbar sind und die Grenze der Ausbeutbarkeit erreicht ist ([[Krise]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ergibt sich also das Wertwachstum nicht unmittelbar aus dem [[Mehrwert]] oder aus dem [[Mehrprodukt]], das eine Gesellschaft erarbeitet, also nicht aus der realen Verausgabung von Arbeitskraft und Produktivkraft (Maschinen, Automaten und Genius), welche über die Reproduktion der Menschen hinauswächst, sondern aus dem Wert, den die Produktivität des Kapitals gewinnt (z.B. als Konkurrenzlage der Maschinenbesitzer im Verhältnis zur Konkurrenzlage der [[Eigentümer]] von Naturalien wie Rohstoffe, Arbeitskraft usw.). Die tollsten Maschinen können wertlos sein, wenn ihre Verwendung im gesellschaftliche Durchschnitt &#039;&#039;normal&#039;&#039; oder gar hinfällig geworden ist. Wertwachstum ist somit gleichbedeutend mit dem Anwachsen des Wertes, den allgemeine gesellschaftliche Potenzen (z.B. Automaten) in privater Hand gegenüber den natürlichen Potenzen, wie sie sich gesellschaftlich anbieten müssen, haben. Es ist dies der Grund, warum Wertwachstum immer auch ein Wachstum an [[Armut]] bedeutet, weil es nicht die Arbeit denaturiert, sondern die Eigenschaften des Menschen - nicht in dem Sinn, dass die Menschen unnatürlich werden, sondern dass sie der Natur des Wertes voll und ganz unterworfen werden. Sie verlieren die Wirklichkeit ihrer Eigenschaften, ihr menschliches Eigentum und die menschliche Eigenschaft ihrer Gesellschaft in dem Maße, wie das Wertwachstum sich vollstreckt. Das hängt davon ab, wieweit es dem Kapital gelingt, das [[Besitzverhältnis]] der Menschen zu bestimmen, die Umsatzgeschwindigkeit ihres Vermögens (z.B. des Arbeitsvermögen, des Verkehrsvermögens oder des Vermögens an Wissen und Information) und ihrer Existenz zu erhöhen und ihren gesellschaftlichen Verkehr zur [[Ausbeutung]] von Mensch und [[Natur]] zu optimieren. Wertwachstum beruht also mit einem Wort darauf, dass menschliche Armut in dem Maße erzeugt wird, wie das Kapital an [[Macht]] gewinnt. Ob diese Armut sachlicher, geistiger oder körperlicher Natur ist, tut nichts zur Sache: Das Wertwachstum erbringt die Verarmung des menschlichen [[Lebens]] gegenüber der Verfügbarkeit des gesellschaftlichen [[Reichtums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wertwachstum verläuft im [[Prinzip]] wie eine [[Sucht]], die immer mehr Mittel vernutzen muss, um ihren Zweck zu erreichen, der nichts anderes ist, als den Mühen und dem [[Leiden]] dieses [[Lebens]] zu entkommen. In diesem Prinzip muss der Wertzuwachs jenes Leben durch die Überlebensmittel substituieren, die es letztlich abtötet. Es ist das Prinzip der [[Realabstraktion]] einer grenzenlosen Habsucht, die ihre Not nirgendwo erkennen kann außer im Nichthaben, im Unerreichten und Unerreichbaren, in der Spekulation auf ein Anderssein - auch um den Preis des Lebens selbst. Es [[entleibt]] das Leben der [[Kulturen]] und betreibt die Menschen als Organe seiner substantiellen und räumlichen Markterweiterung (siehe [[Tittytainment]]). Die Ökonomie des Kapitalismus ist die politische Ökonomie für ein Monster, das jeder wirklichen [[Wirtschaft]]lichkeit spottet und einzig Handlanger der politischen Spekulation des Kapitals ist. Diese ist nichts als die Spekulation auf eine Bewertung, die absolut abhängig ist vom Machtpotential des Kapitals und besonders vom [[Verkehrswert]] des Bodens, seiner Rohstoffe und Immobilien, die sich in diesem Machtverhältnis wirklich nur durch die Potenzierung ihrer Macht erneuern können: Als ausschließliches Politikum des Kapitals. Dass das Kapital seine immanenten Zwänge, die sich als Krisen hervortun, letztlich nur durch Erweiterung des &#039;&#039;Einflussbereichs&#039;&#039; des Kapitals, also auch durch Kriege und Weltkriege erfüllen kann, wird jeder bürgerliche Ökonom weit von sich weisen, - schließlich weiß er es ja anders, solange er anders ist, solange er eben am bescheidenen &#039;&#039;Glück der Spekulation&#039;&#039; teilhat.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Wertwachstum&amp;diff=11601</id>
		<title>Wertwachstum</title>
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		<updated>2026-09-20T15:27:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Sofern jede einzelne Transaktion [der Kapitalakkumulation] fortwährend dem Gesetz des Warenaustausches entspricht, der Kapitalist stets die Arbeitskraft kauft, der Arbeiter sie stets verkauft, und wir wollen annehmen selbst zu ihrem wirklichen Wert, schlägt offenbar das auf Warenproduktion und Warenzirkulation beruhende Gesetz der Aneignung oder Gesetz des Privateigentums durch seine eigne, innere, unvermeidliche Dialektik in sein direktes Gegenteil um. Der Austausch von Äquivalenten, der als die ursprüngliche Operation erschien, hat sich so gedreht, daß nur zum Schein ausgetauscht wird, indem erstens der gegen Arbeitskraft ausgetauschte Kapitalteil selbst nur ein Teil des ohne Äquivalent angeeigneten fremden Arbeitsproduktes ist und zweitens von seinem Produzenten, dem Arbeiter, nicht nur ersetzt, sondern mit neuem Surplus ersetzt werden muß. Das Verhältnis des Austausches zwischen Kapitalist und Arbeiter wird also nur ein dem Zirkulationsprozeß angehöriger Schein, bloße Form, die dem Inhalt selbst fremd ist und ihn nur mystifiziert. Der beständige Kauf und Verkauf der Arbeitskraft ist die Form. Der Inhalt ist, daß der Kapitalist einen Teil der bereits vergegenständlichten fremden Arbeit, die er sich unaufhörlich ohne Äquivalent aneignet, stets wieder gegen größeres Quantum lebendiger fremder Arbeit umsetzt. ...&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Eigentum erscheint jetzt auf Seite des Kapitalisten als das Recht, fremde [[Einkauf]]unbezahlte Arbeit oder ihr Produkt, auf Seite des Arbeiters als Unmöglichkeit, sich sein eignes Produkt anzueignen. Die Scheidung zwischen Eigentum und Arbeit wird zur notwendigen Konsequenz eines Gesetzes, das scheinbar von ihrer Identität ausging. [[(Karl Marx  Band 23, Das Kapital, Bd. I, S. 609f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreislauf des [[Geldes]] bewegt sich zwischen [[Einkauf]] (Geld gegen Ware: G-W) und [[Verkauf]] (Ware gegen Geld: W-G) von [[Waren]], worin [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] auf sich als [[Kaufmittel]] zurückkommt (W-G-G-W). Es bezahlt alle Güter des Lebensbedarfs und erfährt hierbei einen [[Mehrwert]] über die [[Nutzung]] seiner gesellschaftlichen [[Verhältnisse]] durch eine unbezahlte [[Mehrproduktion]] (siehe [[unbezahlte Arbeit]]) in der [[bürgerlichen Gesellschaft]]. Während es für [[Lebensmittel]] [[veräußert]] wird, erfährt es über deren [[Produktion]] einen [[Mehrwert]], eine [[eigenständige]] politische Macht, die es als [[Zahlungsmittel]] seiner [[Reproduktion]] immer wieder erneuert und zu seiner Vermehrung fortbestimmt. Wertwachstum ist das Anwachsen des [[Mehrwerts]], also die Aufhäufung von [[unbezahlter Arbeit]] in der Geldform. Da [[bezahlte Arbeit]] über den Einkauf von Lebensmittel und der Reproduktion durch die Augfzehrung von Gebrauchswerten aufgeht, kann das Wertwachstum nur das Anwachsen eines Geldwerts durch [[unbezahlter Arbeit]] sein. Es bezieht sich daher immer auf die geschichtlichen [[Bedingungen]] ihres [[Daseins]], der Verwertungsbedingung des [[Wirtschaftswachstums]], das für das [[Kapital]] nötig ist, um in der [[Konkurrenz]] der Einzelkapitale zumindest seinen [[Wert]] zu halten und sein [[Existenzrisiko]] zu mindern. Das [[Wertwachstum]] erzeugt einen gewaltigen [[Widerspruch]] in der [[Wertrealisation]], in der es sichals [[Form]] der [[bezahlten Arbeit]] zum [[Mehrwert]] als [[Form]] [[unbezahlter Arbeit]] verhält. Das [[Wirtschaftswachstum]] ist aber nicht die Bedingung des Wertwachstums, sondern umgekehrt: Nicht weil die Technologie der [[Produktionsmittel]] den Aufwand an menschlicher [[Arbeit]] entlastet, wächst der Wert der Produkte, sondern weil das [[Wirtschaftswachstum]] ihren Aufwand durch die Entwicklung der Technologie relativ zum Produkt veringert, wird diese - und damit ihr Wert - reduziert. Was der Kapitalismus für die Entwicklung seines [[Mehrwerts]] nötig hat, treibt ihn daher immer wieder auch in seine [[Verwertungskrisen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Wertwachstum nur über den Teil der Arbeit sich entwickelt, der nicht zur gesellschaftlichen [[Reproduktion]] der bezahlten Arbeit angewnadt, sodern darin nur verdurchschnittlicht wird, geht der Wert des [[Wirtschaftswachstums]] nicht in die [[Produktion]] der organischen [[Entwicklung]] der so genannten [[Realwirtschaft]] ein, sondern alleine in die [[Produktion]] einer unbezahlten Mehrarbeit, die auf den Geldmärkten gegen ihre Entwertung mit &#039;&#039;Frischgeld&#039;&#039; aus [[unbezahlter Arbeit]] gesellschaftlich in [[Wert]] gehalten werden muss. Durch die [[Konkurrenz]] der [[Preise]] bei einem erhöhten Warenumsatz verliert das Wertwachstum zunehmend an Kraft und reduziert daher den [[Wert]] der Produkte in der Beziehung auf den Wert des Gesamtkapitals, der zu einem [[Fall der Profitrate]] führt. Das Wertwachstum bewirkt also ein unlösbares Problem der Wertrealisation, denn es kann auf Dauer kein Anwachsen einer wirklich vorhandenen Wertmasse dicherstellen, wie es zur Erhaltung des Geldwerts nötig ist. Indem durch das Anwachsen der [[unbezahlter Arbeit]] der Lohn aus bezahlter Arbeit immer weniger den Geldwert der umlaufenden Geldmenge durch die Aufhäufung [[toter Arbeit]] als Gesamtkapital halten kann, zwingt der Wertschwund einer Geldsumme der bezahlbaren Preise das Kapital zur verschärften Ausbeutung der menschlichen Arbeit, zur Aneignung von immer mehr unbezahlter Arbeit, die als Verkürzung der [[Lebensarbeitszeit]] den Lebensstabdard der Menschen reduziert und zugleich nur die Entwertung der Arbeitsprodukte potenziert. Resultat ist eine gesellschaftliche Krise durch Überproduktion die entweder durch Produktvernichtung oder [[Überbevölkerung]] oder in der Form eines [[fiktiven Kapitals]] auf den Finanzplätzen des [[Kreditwesens]] überwunden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts sinkender [[Preise]] und [[Zinsen]] könnte man allerdings meinen, dass es kein Wertwachstum mehr geben könne, dass im Gegenteil der [[Wert]] tendenziell selbst am Verschwinden - bzw. am &#039;&#039;Schmelzen&#039;&#039; (so Robert Kurz in seiner [[Wertkritik]]) - wäre. Doch [[Geld]] ist nicht [[Wert]]. Es ist lediglich Wertträger, durch den [[Preise]] gebildet werden, [[Wert]] hierdurch lediglich realisiert, also [[wirklich]] und wirksam wird. Während Geld in der Waren[[zirkulation]] der Arbeitsprodukte entsteht und sich darin verhält, entsteht [[Wert]] in der [[Arbeitszeit]] von Menschen bei der Anwendung ihrer [[Arbeitskraft]]. Das Wertwachstum zeigt sich daher nicht unmittelbar im Verhalten der Geldwerte, sondern im Anwachsen der zur Produktion benötigten [[Arbeitszeit]]. Das Paradoxon des Kapitalismus ist, dass mit zunehmender [[Automation]], mit wachsender Wirtschaftskraft ([[Produktivkraft]]), der [[Aufwand]] für die [[Produktion]] sinkt und dennoch mehr [[Arbeitszeit]], also Wertwachstum nötig ist, um Geld in Wert zu halten, um die [[Arbeitskraft]] durch den Entzug von Lebenszeit politisch und um die Konsumenten über den [[Wert]] ihrer [[Lebensmittel]] ökonomisch zu beherrschen und um damit den Niedergang des Kapitalismus (durch [[Deflation]] auf der Seite der [[Geldbesitzer]], [[Inflation]] auf der Seite der arbeitenden Menschen) zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum resultiert also nicht aus Profiten oder [[Geldgier]]. Im Gegenteil: Es entsteht aus den [[Notwendigkeiten]] einer [[Produktion]], die einerseits [[Mehrwert]] erbringen muss, um ihren [[Wert]] als [[Kapital]] zu erhalten, um ihre [[Risiken]], Rohstoffe und Technologien im Einklang mit der Ausdehnung der Märkte und Vermehrung der Bevölkerung zu ersetzen, andererseits in der Waren[[zirkulation]] auf dem Markt, die immer auch einen relativen Wertverlust erfährt, den die [[Konkurrenz]] dort mit jeder Produktivitätssteigerung, also durch das [[Wirtschaftswachstum]] erzeugt. Ein [[Produkt]] oder eine [[Arbeitskraft]] kann schlagartig weniger wert sein, wenn die [[Produktivkraft]] der Arbeit zunimmt und schon morgen billigere [[Preise]] für ein Produkt oder alle Produkte realisiert, die heute noch als hoch gelten. Nicht die [[Preisbildung]] erwirkt den Verlust. Es ist immer die organische Seite der [[Kapitalentwicklung]], die den [[Wert]] schwinden lässt (siehe hierzu auch den [[Fall der Profitrate]]). Von daher macht das [[Wirtschaftswachstum]] das [[Wertwachstum]] zwar nötig, steht ihm aber zugleich in der Waren[[zirkulation]] diametral entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht leicht zu verstehen. Wenn die [[Wertgröße]] nichts anderes ist als die [[durchschnittlich]] aufgewendete [[Arbeitszeit]] einer [[Gesellschaft]] für die Herstellung eines Produkts, so sollte man denken, dass der [[Wert]] nur wachsen kann durch Vermehrung der Produkte. Das ist dann ein [[Mehrwert]], der sich in einem gesellschaftlichen [[Mehrprodukt]] darstellt, das zwar auch temporäre [[Krisen]] durch Überproduktion verursacht, aber &#039;&#039;von selbst&#039;&#039; oder von &#039;&#039;unsichtbarer Hand&#039;&#039; (A. Smith) geleitet sich auf das durchschnittlich notwendige Quantum der gesellschaftlichen Mehrproduktion einpendeln würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mehrwert stelle ja auch &#039;&#039;nur&#039;&#039; ein temporäres Wertwachstum dar, weil er in Investitionen, Neuanschaffungen oder Zerstörung der [[Mehrprodukt]]e aufginge und sich hernach selbst als Teil der [[Produktion]] (z.B. in neuer Technologie, höherem [[Lebensstandard]] oder vorteilhafter Marktposition) wiederfindet, seinen Wert also im [[Durchschnitt]] der Arbeitsaufwände und realisierten Kauferlösen durch [[Preis]]minderungen wieder reduziert. Die Entwicklung der Technologie, die [[Automation]] und die Rationalisierung der [[Produktivkräfte]], würde sich demnach früher oder später auch wieder in ihrem [[Wirtschaftswachstum]] dem [[Wertwachstum]] adäquat darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der [[Mehrwert]] als solcher existiert im [[Geld]] nur als Preissumme, die zwar auch ein [[Mehrprodukt]] darstellt, aber darüber hinaus vor allem in [[Eigentumstitel]] [[zirkuliert]], die sich auf den Kapital-, Finanz- und Aktienmärkten dadurch vermehren, dass sie den Wert von [[Arbeit]] ohne Realisation in einem Produkt oder Teilprodukt durch die bloße [[politische]] Macht ihres Besitzanspruchs, also durch die Verfügung über die Arbeits- und Zirkulationszeiten einnehmen und somit den Mehrwert in ihrer politischen Formation darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zeiten des realökonomischen [[Wachstums]], in denen die Entwicklung der [[Produktivität]] mehr oder weniger als Vorschuss in die [[Produktion]], also in Investitionen hierfür eingeht, kann das [[Wertwachstum]] des Mehrwerts dem [[Wirtschaftswachstum]] temporär durchaus entsprechen. Aber substanziell treibt es über die [[Konkurrenz]] der Einzelkapitale mit ihrer zunehmenden Produktivität die Entwertung der menschlichen [[Arbeit]] voran und befördert mit der konkurrierenden Preisbildung der Waren und der Technologieentwicklung die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus als [[Ganzes]] (siehe hierzu den [[Fall der Profitrate]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Dienstleistungsgesellschaften]] kann diese zunächst durch reine [[Lohn]]abgaben an den Nationalstaat kompensiert werden, also [[Wertwachstum]] durch Lohnabgaben ([[Steuern]], [[Mieten]], Gebühren etc.) bewirken. Auf Dauer aber muss der [[Mehrwert]] international dadurch gewonnen werden, dass die produktiveren Nationen den [[Preis]] der [[Arbeit]] der ärmeren bestimmen können. Die [[Globalisierung]] des [[Kapitals]] hat dies in einem Ausmaß fortgetrieben, dass Geld als reiner Schuldtitel (siehe [[fiktives Kapital]]) vorgeschossen und in einem [[Schuldgeldsystem]] zirkuliert, das den [[Kapitalismus]] der [[bürgerlichen Gesellschaft]] zu einem [[Feudalkapitalismus]] entwickelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser beruht nicht mehr auf einem unmittelbaren Handel mit Löhnen und Arbeitskosten, sondern auf der direkten politischen (und schließlich dann auch militärischen) [[Ausbeutung]] der [[Armut]]. International verbraucht das wie jede Arbeit [[Arbeitskraft]] und Naturressourcen, findet aber keine stoffliche Realität auf den Warenmärkten, weil es vor allem deren [[Preise]] mindert, um seine Finanzkraft zu bestärken, um durch deren Reduktion die Abhängigkeit vom [[Geld]] als solches, um also die Geldmacht pro Produkt, die politische Gewalt des [[Geld]]es zu vergrößern (siehe [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Und das ändert nichts daran, dass dieser [[Wert]] nur [[Mehrwert]] darstellt, weil er aus [[unbezahlter Arbeit]] entsteht, ein Mehr an Arbeit, die sich aus der Kapitalmacht erpressen lässt - gleich ob diese zur Herstellung von Produkten oder für [[Dienstleistungen]] oder zum Wertausgleich (z.B. Schuldentilgung) hergenommen wird (siehe hierzu auch [[Schuldgeldsystem]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kapital, das durch [[unbezahlte Arbeit]] in die Lage versetzt wird, sich selbst zu erzeugen, also &#039;&#039;Kapital durch Kapital (zu) erzeugen&#039;&#039; [[(Karl Marx, MEW 23, S. 208)]], schließt den [[Warentausch]] - sowohl von Waren zu Waren als auch Waren zu Arbeitskraft - im [[Kapital]] selbst ab. Die arbeitenden Menschen produzieren nicht nur ihre eigenen Lebensbedingungen und nicht nur die Materialien des Kapitals, sondern auch einen [[Wert]], der gar nicht wirklich für die Existenzformen des Kapitalismus existiert, sondern als bloße Eigentumsformation existiert, als Recht des [[Privateigentums]], durch [[Geld]] die Lebenszusammenhänge einer ganzen [[Gesellschaft]] zu bestimmen. Indem &#039;&#039;der Kapitalist einen Teil der bereits vergegenständlichten fremden Arbeit, die er sich unaufhörlich ohne Äquivalent aneignet, stets wieder gegen größeres Quantum lebendiger fremder Arbeit umsetzt&#039;&#039; [[(MEW 23, S. 609)]], hebt er den Äquivalententausch innerhalb der Marktwirtschaft auf. Er existiert nach seiner vollen Entwicklung nur noch als &#039;&#039;Schein, bloße Form, die dem Inhalt selbst fremd ist und ihn nur mystifiziert.&#039;&#039; [[(MEW 23, S. 609)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alleine dass dieses Verhältnis fortexistieren und hierdurch das darin zirkulierende Geld seinen Wert darstellen kann, müssen Menschen eine Mehrarbeit erbringen, die sich nur in der Verfügungsmacht über sie, in der Verstärkung ihrer Abhängigkeit verwirklicht. [[Wert]] muss daher immer mehr werden, nur damit die Verfügung über die Produktion, der Geldwert erhalten bleibt, ohne dass dieses ausschließlich als [[wirkliches]] Äquivalent für die zirkulierenden [[Waren]] fungieren muss. Mit jedem Kapitalumschlag muss [[Mehrwert]] entstehen, muss also [[Wert]] wachsen, nur damit alles so bleibt, wie es war, damit also die aktuellen Wertverhältnisse ihren durchschnittlichen Arbeitsaufwand im Geldwert darstellen können, ohne hierfür dem Markt auch Äquivalente zur Verfügung zu stellen. Der Geldwert hat sich durch die Kapital[[akkumulation]] von seinem Warenwert abgelöst und damit sich das [[Wirtschaftswachstum]] als organische Grundlage unterstellt. Was Fortschritt im wirtschaftlichen Sinne ist, wie z.B. das Wachstum der [[Produktivkraft]] durch die Entwicklung der Technologie, wird vollständig für das Wertwachstum aufgesogen und teilweise auch von ihm selbst bestimmt (siehe z.B. Atomkraftwerte usw.). Hieraus entsteht schließlich das Kreditwesen als eigenständige Finanzwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wertwachstum ist im Wesentlichen das Mehrwerden von [[Wert]], das zunächst durch die Erzeugung eines [[Mehrprodukts]] und dessen Veräußerung als [[Mehrwert]] entstanden war, das also innerhalb eines Kapitalumschlags die Wertmasse durch den Eintrag von menschlicher Arbeit in die Produktform der Waren auf dem Markt vermehrt hatte, die den Wert der Reproduktion der vorhanden Materialien und Arbeitskräfte übersteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die kapitalistische Produktion, wenn wir sie im einzelnen betrachten und von dem Prozeß der Zirkulation und den Überwucherungen der Konkurrenz absehn, geht äußerst sparsam um mit der verwirklichten, in Waren vergegenständlichten Arbeit. Dagegen ist sie, weit mehr als jede andre Produktionsweise, eine Vergeuderin von Menschen, von lebendiger Arbeit, eine Vergeuderin nicht nur von Fleisch und Blut, sondern auch von Nerven und Hirn. Es ist in der Tat nur durch die ungeheuerste Verschwendung von individueller Entwicklung, daß die Entwicklung der Menschheit überhaupt gesichert und durchgeführt wird in der Geschichtsepoche, die der bewußten Rekonstitution der menschlichen Gesellschaft unmittelbar vorausgeht. Da die ganze Ökonomisierung, von der hier die Rede, entspringt aus dem gesellschaftlichen Charakter der Arbeit, so ist es in der Tat gerade dieser unmittelbar gesellschaftliche Charakter der Arbeit, der diese Verschwendung von Leben und Gesundheit der Arbeiter erzeugt.&#039;&#039; [[(Karl Marx  Band 25, &#039;&#039;Das Kapital&#039;&#039;, Bd. III, S. 87  114)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum wird aus der Differenz des Geldwerts (der realen Preissumme des gesellschaftlichen Produkts und der Arbeitsktraft auf den Märkten) zur [[Wertmasse]] des Gesamtkapitals nötig, wo die Preisverhältnisse die Wertverhältnisse nicht adäquat darstellen. Dies beginnt schon mit jedem aufgeschatzten Geld, das zunächst durch die [[Mehrproduktion]] des konstanten Kapitals in der Erzeugung von [[Mehrwert]] ausgeglichen wird. Im Zusammenhang des Gesamtkapitals erfährt dieses im[[tendenziellen Fall der Profitrate]] aber die Schranke seiner zirkulierenden Wertmasse und muss dann die Wertproduktion durch das Geldvermögen des Kapitals selbst unter Druck setzen, um dieses ungedeckte Vermögen (siehe [[fiktives Kapital]]) durch verschärfte [[Ausbeutung]] zu decken, also durch die Steigerung der [[Mehrwertrate]] &#039;&#039;aufzufrischen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit es sich nicht einfach und real als [[Mehrprodukt]] darstellt, kann sich Wertwachstum daher auch in der Anwendung der Geldform darstellen, wenn es durch die zunehmende Macht an [[Geldbesitz]], also durch Aufhäufung von Geld die Verwertungsbedingungen selbst bestimmt. Dieses Geld drängt auf Realisation eines Werts, der nicht sachlich in Warenkapital darstellbar ist, sondern in der Realisation von Beschleunigungen des Kapitalumschlags durch Zeitverkürzungen (allgemeine Zirkulationsvorteile) oder durch Aneignung der Rendite im [[Finanzkapital]] (durch politischen Druck auf die Preissumme des vorhandenen Werts) eingebracht wird. Dies wird weitgehend durch [[Schuldgeld]] (z.B. durch Aktien- und Kreditwerte) betrieben, indem durch bloße [[Eigentumstitel]] die Abgaben für die Gläubiger (z.B. [[Mieten]] und Steuern zum Schuldenausgleich der [[Staatsverschuldung]]) erhöht und als Preisunterschiede besonders der Löhne verwertet werden, die als Lohnabzug im Nachhinein der Produktion oder [[Dienstleistung]] funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verselbständigung des Mehrwerts gegen das [[Mehrprodukt]] durch die erweiterte Kapitalakkumulation wird auch das gesamte [[Wirtschaftswachstum]] zu einer eigenständigen Größe, die sich als [[Maßstab der Preise]] zunehmend auch in den Werten von [[Grundeigentum]], Lizenzen, Wertpapieren (s.a. [[Aktien]]) usw. ausdrückt und weniger in den wertmäßig realisierten Produkten der kapitalistischen Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Zwang zum Wertwachstum durch das Finanzkapital steht eine Entwicklung der organischen Produktionsbedingungen, welche die Verwertung selbst beschränken, einerseits aus der Entwicklung der [[Produktivkräfte]], welche die [[Konkurrenz]]auf den Märkten verschärfen und das vorhandene Kapital entwerten, andererseits aber zugleich von den gesellschaftlichen Verhältnissen absehen, innerhalb derer die kapitalistische Produktion stattfindet. Im [[Fall der Profitrate]] zeigt sich die ungeheuerliche Kollision von dem [[Wirtschaftswachstum]] der Produktion auf der einen Seite, und den [[Notwendigkeiten]] des Wertwachstums auf der anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Gleichzeitig mit dem Fall der Profitrate wächst die Masse der Kapitale, und geht Hand in Hand mit ihr eine Entwertung des vorhandnen Kapitals, welche diesen Fall aufhält und der Akkumulation von Kapitalwert einen beschleunigenden Antrieb gibt. Gleichzeitig mit der Entwicklung der Produktivkraft entwickelt sich die höhere Zusammensetzung des Kapitals, die relative Abnahme des variablen Teils gegen den konstanten. Diese verschiednen Einflüsse machen sich bald mehr nebeneinander im Raum, bald mehr nacheinander in der Zeit geltend; periodisch macht sich der Konflikt der widerstreitenden Agentien in Krisen Luft. Die Krisen sind immer nur momentane gewaltsame Lösungen der vorhandnen Widersprüche, gewaltsame Eruptionen, die das gestörte Gleichgewicht für den Augenblick wiederherstellen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Widerspruch, ganz allgemein ausgedrückt, besteht darin, daß die kapitalistische Produktionsweise eine Tendenz einschließt nach absoluter Entwicklung der Produktivkräfte, abgesehn vom Wert und dem in ihm eingeschloßnen Mehrwert, auch abgesehn von den gesellschaftlichen Verhältnissen, innerhalb deren die kapitalistische Produktion stattfindet; während sie andrerseits die Erhaltung des existierenden Kapitalwerts und seine Verwertung im höchsten Maß (d.h. stets beschleunigten Anwachs dieses Werts) zum Ziel hat. Ihr spezifischer Charakter ist auf den vorhandnen Kapitalwert als Mittel zur größtmöglichen Verwertung dieses Werts gerichtet. Die Methoden, wodurch sie dies erreicht, schließen ein: Abnahme der Profitrate, Entwertung des vorhandnen Kapitals und Entwicklung der Produktivkräfte der Arbeit auf Kosten der schon produzierten Produktivkräfte. [[(Marx in Marx-Engels-Werke Bd.25, S. 259)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftswachstum ist ein &#039;&#039;stehender Begriff&#039;&#039; der Ökonomie, der meist als [[Wirtschaftswachstum]] ausgegeben bzw. damit verwechselt wird und die [[Notwendigkeit]] des Kapitalismus für diesen Zweck alternativlos behaupten soll, weil nur er von Jahr zu Jahr das Bruttoinlandsprodukt zu steigern vermögen das Kapitalwachstum gewährleisten können soll, gerade wenn der Niedergang der [[Profitrate]] von dessen Endlichkeit kündet. Gerade aus letztrem Grund erweckt das Wertwachstum höchste Aufmerksamkeit bei den Ökonomen, denn der Puls des [[Kapitals]] gibt immer wieder Anlass zur Sorge und jede Beruhigung der [[Krise]] verstärkt die Illusion seines ewigen Fortbestehens, und wenn dies zunehmend auch nur zur Entwicklung von [[fiktivem Kapital]] gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was eigentlich ist dieses Wertwachstum, wenn es bei geringster Rückentwicklung die Doktoren des Kapitalismus derart ängstigt? Wäre es das Wachstum des [[Mehrprodukts]], so wäre Sorge nicht nötig. Der Lebensstandard muss nicht beständig wachsen. Der [[Wert]] müsste auch nicht wachsen, wenn er nur die Arbeitsmenge einer gegebene [[Waren]]menge (siehe [[Wertmasse]]) ausdrücken würde. Es geht offensichtlich um etwas anderes, wiewohl genau dies von der bürgerlichen Ökonomie, von der politischen Ökonomie, geleugnet wird: Um einen Wert, der die gesamte Konjunktur beherrscht und der zugleich davon abhängig ist, wie die Märkte funktionieren, wie ihre Prosperität ist. Das Wertwachstum ist ein Index für die Stabilität des Werts und seiner politischen Repräsentation. Beides schwindet, wenn das Wertwachstum &#039;&#039;unterschwellig&#039;&#039; wird. Es geht also nur um den Schwund des [[Mehrwerts]], der sich vom Mehrprodukt verselbständigt, unabhängig gemacht hat. Wenn der Wertzuwachs sinkt, so zeigt das an, dass auch die [[Profitrate]] fällt; und wenn die fällt, dann entsteht Entwertung, also ein Vorgang, der im Denkschema der politischen Ökonomie weitgehend verdrängt, also dem Schicksal überantwortet gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davor muss ein Ökonom wirklich Angst haben. Es könnte ja sein, das dieses wundersame Modell der Geldvermehrung doch einen Haken hat! Marx hat den schon vor 150 Jahren in der Auseinandersetzung mit den damaligen Mehrwerttheorien ([[MEW 26.1]], [[MEW 26.2]]) herausgearbeitet, die vom theoretischen Gehalt her noch wesentlich gründlicher waren, als der tumbe Glaube an die &#039;&#039;Regelmechanismen&#039;&#039; der Ökonomie, wie sie der [[Neoliberalismus]] zur Schau stellt. Obwohl sein hierfür entscheidendes Buch ([[MEW 25]]) gerade an der Stelle abbricht, wo seine Theorie sich abrundet, erschließt sich aus dem unvollendeten Gesamtwerk die Revenue des Wertverhältnisses aus den Klassen der [[Besitzer]] von Arbeitskraft, [[Kapital]] und Boden als ein Verhältnis von Bewertungen ihrer Besitztümer: Als [[Macht]]verhältnis, das mit bloßer innerer [[Logik]] abläuft und die darin involvierten Menschen und Sachen systematisch unterwirft. Darin wird klargestellt: Nicht das Mehrprodukt stellt das Wertwachstum dar, sondern der Wert, der dem Besitz an Technik (Produktionsmittel) und Grund (Gebäude und Rohstoffe) beigemessen wird und der sich nur bei stabiler Verwertungslage, also bei entsprechendem Wertwachstum verwirklichen kann. Letztlich und von massivster Bedeutung für die Verwertungslage des Kapitals ist eben der Rückhalt des Ganzen: Der [[Wert]], der dem [[Grundbesitz]] und seiner Materialien (Immobilien, Rohstoffe) beigemessen wird, weil dies allein den Kapitalismus als ganzes gesellschaftliches Verhältnis sichert. Dies ist die Basis des wirklichen Wertverhältnisses, der absolute Wert seines Verkehrs (worin sich z.B. die Mieten, Pacht, Gebäudewert usw. bemessen - jede Bank und Versicherung sichert sich darin). Es ist der [[Verkehrswert]] des ganzen Kapitalverhältnisses, der darin zu erkennen ist, dass auf der einen Seite privater [[Reichtum]] die Rechtstitel des Besitzstands ausfüllt, dem die weitaus größte Zahl der Menschen unterworfen ist, um leben und arbeiten, und das heißt hier nur: sich ernähren und reproduzieren zu können. Der Wertzuwachs bedeutet Machterhalt des Besitzrechts und Machtzuwachs für die Besitzer von Grund, Wohnung, Arbeitsmittel und Rohstoffe, und bringt den meisten Menschen, weil sie eben nur im Besitz ihrer [[Arbeitskraft]] und einer kleinen Altersvorsorge sind und bleiben, nur den Zuwachs an Ohnmacht, Vernutzung und Isolation von gesellschaftlicher Wirklichkeit, also vor allem die [[Armut]] an Lebensvermittlung und Lebenspotenzen, - sei es innerhalb eines [[Kultur]]kreises oder in einem anderen oder in beidem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum ist das Wachstum an [[Bewertung]] von Besitz, das Wachstum [[politischer]] [[Macht]], welche in den Sachen, die die Welt beherrschen, [[gegenständlich]] wird als die gesellschaftliche [[Macht]], welche die [[Wertform]] der darin aufgehäuften [[abstrakten Arbeit]] hat. Das Wertwachstum ist für das [[Kapital]] unabdingbar, weil es nur darin seine Prosperität als Verwerter der Werte in [[Mehrwert]] hat, erhält und entwickelt. Wertwachstum ist vom Wachstum an Produktivität und an der Erzeugung eines Mehrprodukts zu unterscheiden, wie auch der Geldwert vom Wert des Kapitals unterschieden ist. Als Geldwert stellt sich das Wertwachstum in den Profiten der einzelnen angewandten Kapitale pro Produktionsprozess einer Produktsparte dar. Darin rentiert sich das Einzelkapital, wenn auch letztlich nur in Masse. Es ist die allgemeine Voraussetzung, dass auf Mehrwert in der Form von [[Profiten]] überhaupt spekuliert wird. Doch das Wertwachstum selbst tritt nur ein, wo die Produkte mehr Wert haben, als in ihre Erzeugung eingegangen ist, wo also der Wert der Arbeitskraft optimal reduziert und ihre Anwendung optimal maximiert ist, wo also die Arbeit selbst so [[ausgebeutet]] wird, dass der Wert der Produkte, so er sich realisieren lässt, Mehrwert darstellt. Wertwachstum ist als Resultat des Kapitalumschlags das Wachstum an Marktausdehnung für ein Mehrprodukt, das konsumiert werden muss, um Wert zu realisieren. Aber erst nach wirklichem Abkauf bestärkt es die Verfügungspotenzen des Kapitals, das dann erst sich sachlich als werthafte Produktmenge, also als vor allem wertmäßig realisiertes Mehrprodukt darstellt, das in die Kapitalakkumulation (Erweiterung oder Forcierung der Technologie) oder in eine kontinuierliche Erweiterung der Märkte oder als relative Verteuerung von Miete und Pacht eingeht, welche die Masse des Kapitals vergrößert und damit die privaten Potenzen gegen die Gesellschaft der Menschen bestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertwachstum ist also das ausschließliche Verhältnis, welches das Kapital zu sich hat. Es regelt sich nicht im Verhältnis der Produkte, ob sie nun wirklich mehr oder weniger sind, als zur einfachen Reproduktion der Menschen in einer Gesellschaft nötig ist (der Lebensstandard an Gütern löst sich immer in einem Durchschnitt auf), und es bestimmt sich daher auch nicht aus der natürlichen Fähigkeit der Arbeitskraft und der Produktionsmittel, mehr zu erzeugen ([[Mehrprodukt]]), als bei der Produktion verbraucht wird (an Energie, Lebensmittel, Technik und Verschleiß). Es bestimmt sich aus dem [[Preis]], zu dem die Produkte verkaufbar sind. Dieser ergibt sich auf der Oberfläche des Wertverhältnisses, wie es die Situation von Angebot und Nachfrage, also des Verhältnisses der [[Konkurrenz]] der Verkäufer zu denen der Käufer ausdrückt und sich in [[Profiten]] und [[Surplus-Profiten]] niederschlägt wie der Bodensatz einer aufgequirlten Wertbrühe. Das ist nur manchmal dem Quantum der Mehrprodukte analog (in Phasen der Neueinführung von Lebensstandards). Es ist aber nicht wesentlich für das Wertwachstum. Der Preis der Mieten etwa regelt sich nicht aus dem Aufwand, Wohnungen zur Verfügung zu stellen, oder an der Menge des Angebots überhaupt, sondern aus dem Wert, den Verkehr in einer bestimmten Gegend hat, also die Notwendigkeit, gerade dort eine Wohnung oder einen Laden oder ein Büro usw. haben zu müssen. Wert ist immer gesellschaftlich und wird von der gesellschaftlichen Potenz des Käufers und Verkäufers über den Preis bestimmt. In ihm drückt sich ein gesellschaftliches Wertverhältnis aus, das so lange wächst, wie sich das Verhältnis der [[Besitzenden]] zu den (Sach-)Besitzlosen als &#039;&#039;Lage auf dem Markt&#039;&#039;, als Konkurrenzsituation zugunsten der Besitzenden entwickelt - solange, bis die für ein Wertwachstum erforderlichen Preise nicht mehr bezahlbar sind und die Grenze der Ausbeutbarkeit erreicht ist ([[Krise]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ergibt sich also das Wertwachstum nicht unmittelbar aus dem [[Mehrwert]] oder aus dem [[Mehrprodukt]], das eine Gesellschaft erarbeitet, also nicht aus der realen Verausgabung von Arbeitskraft und Produktivkraft (Maschinen, Automaten und Genius), welche über die Reproduktion der Menschen hinauswächst, sondern aus dem Wert, den die Produktivität des Kapitals gewinnt (z.B. als Konkurrenzlage der Maschinenbesitzer im Verhältnis zur Konkurrenzlage der [[Eigentümer]] von Naturalien wie Rohstoffe, Arbeitskraft usw.). Die tollsten Maschinen können wertlos sein, wenn ihre Verwendung im gesellschaftliche Durchschnitt &#039;&#039;normal&#039;&#039; oder gar hinfällig geworden ist. Wertwachstum ist somit gleichbedeutend mit dem Anwachsen des Wertes, den allgemeine gesellschaftliche Potenzen (z.B. Automaten) in privater Hand gegenüber den natürlichen Potenzen, wie sie sich gesellschaftlich anbieten müssen, haben. Es ist dies der Grund, warum Wertwachstum immer auch ein Wachstum an [[Armut]] bedeutet, weil es nicht die Arbeit denaturiert, sondern die Eigenschaften des Menschen - nicht in dem Sinn, dass die Menschen unnatürlich werden, sondern dass sie der Natur des Wertes voll und ganz unterworfen werden. Sie verlieren die Wirklichkeit ihrer Eigenschaften, ihr menschliches Eigentum und die menschliche Eigenschaft ihrer Gesellschaft in dem Maße, wie das Wertwachstum sich vollstreckt. Das hängt davon ab, wieweit es dem Kapital gelingt, das [[Besitzverhältnis]] der Menschen zu bestimmen, die Umsatzgeschwindigkeit ihres Vermögens (z.B. des Arbeitsvermögen, des Verkehrsvermögens oder des Vermögens an Wissen und Information) und ihrer Existenz zu erhöhen und ihren gesellschaftlichen Verkehr zur [[Ausbeutung]] von Mensch und [[Natur]] zu optimieren. Wertwachstum beruht also mit einem Wort darauf, dass menschliche Armut in dem Maße erzeugt wird, wie das Kapital an [[Macht]] gewinnt. Ob diese Armut sachlicher, geistiger oder körperlicher Natur ist, tut nichts zur Sache: Das Wertwachstum erbringt die Verarmung des menschlichen [[Lebens]] gegenüber der Verfügbarkeit des gesellschaftlichen [[Reichtums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wertwachstum verläuft im [[Prinzip]] wie eine [[Sucht]], die immer mehr Mittel vernutzen muss, um ihren Zweck zu erreichen, der nichts anderes ist, als den Mühen und dem [[Leiden]] dieses [[Lebens]] zu entkommen. In diesem Prinzip muss der Wertzuwachs jenes Leben durch die Überlebensmittel substituieren, die es letztlich abtötet. Es ist das Prinzip der [[Realabstraktion]] einer grenzenlosen Habsucht, die ihre Not nirgendwo erkennen kann außer im Nichthaben, im Unerreichten und Unerreichbaren, in der Spekulation auf ein Anderssein - auch um den Preis des Lebens selbst. Es [[entleibt]] das Leben der [[Kulturen]] und betreibt die Menschen als Organe seiner substantiellen und räumlichen Markterweiterung (siehe [[Tittytainment]]). Die Ökonomie des Kapitalismus ist die politische Ökonomie für ein Monster, das jeder wirklichen [[Wirtschaft]]lichkeit spottet und einzig Handlanger der politischen Spekulation des Kapitals ist. Diese ist nichts als die Spekulation auf eine Bewertung, die absolut abhängig ist vom Machtpotential des Kapitals und besonders vom [[Verkehrswert]] des Bodens, seiner Rohstoffe und Immobilien, die sich in diesem Machtverhältnis wirklich nur durch die Potenzierung ihrer Macht erneuern können: Als ausschließliches Politikum des Kapitals. Dass das Kapital seine immanenten Zwänge, die sich als Krisen hervortun, letztlich nur durch Erweiterung des &#039;&#039;Einflussbereichs&#039;&#039; des Kapitals, also auch durch Kriege und Weltkriege erfüllen kann, wird jeder bürgerliche Ökonom weit von sich weisen, - schließlich weiß er es ja anders, solange er anders ist, solange er eben am bescheidenen &#039;&#039;Glück der Spekulation&#039;&#039; teilhat.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Nichts</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im [[Widerspruch]] wird der [[Inhalt]] seiner [[Form]] aufgehoben. Doch wo der [[Inhalt]] zerstört ist, da herrscht das [[Nichts]] durch die [[Kraft]] seiner [[Nichtungen]], durch seine [[Abstraktionskraft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;So ist denn alles, was entsteht, wert, dass es zugrunde geht. (Mephisto in Goethes Faust)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts kann es nicht geben. Doch es macht [[Wirkung]], wo etwas schlicht [[negiert]] ist, das nichts Anderes werden kann, als seinen [[Antrieb]] durch ein negativ [[bestimmtes]] [[Sein]] mit der [[Kraft]] einer sinnlosen [[Negation]] aufzubrauchen (siehe [[Abstraktionskraft]]). Es betraibt eine [[Nichtung]] (siehe quch [[Todestrieb]]), die durch eine bloße [[Masse]] entsteht, in der sich mit ihrer zunehmenden [[Verdichtung]] ihre [[Inhalte]] auflösen und sich auf das leere [[Dasein]] ihrer [[Elemente]] [[reduziert]]. Ohne dies wäre Nichts lediglich &#039;&#039;Platzhalter&#039;&#039; einer [[totalen]] Leere, [[absolute]] [[Abstraktion]], die [[Totalität]] einer [[Geschichte]] ohne Anfang und Ende, ohne Geburt und [[Tod]] (siehe auch [[Idealismus]]), eine [[substanzlose]] [[Abstraktion]] ohne [[Sinn]] und [[Zweck]], ein [[widersinniges]] [[Sein]] in einer [[auschließlichen]] Ausgeschlossenheit des [[Lebens]] – die formmale [[Logik]] eines [[Todes]] (siehe [[Martin Heideggers]] [[Fundametalontologie]]) im Jenseits jedweder [[Geschichte]] wie ein &#039;&#039;Reiter ohne Pferd&#039;&#039; (Bertold Brecht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es überhaupt einen [[Sinn]] hat, darüber [[nachzudenken]], dann über die Frage, wie überhaupt eine reine [[Inhaltslosigkeit]] sein kann, wie sie im reinen [[Sosein]] seiner bloßen [[Substanz]] einfach mal so [[da sein]] kann (siehe [[abstrakt menschlicher Sinn]]). So behauptet man einfach: &#039;&#039;Es ist so&#039;&#039;, – wie immer es [[da sein]] mag, auch wenn es sich nur in einer endlosen [[Langeweile]] äußert (siehe z.B. [[Positivismus]]). In [[Wahrheit]] entsteht dadurch lediglich die Frage, wie ein [[allgemein]] [[ausgeschlossenes]] [[Sein]] einer schlichten Tautologie, also ohne wirklichen Anfang und Ende überhaupt sein kann (siehe [[abstrakt Allgemeines]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nichts als solches kann zwar eine [[negative]] [[Kraft]] haben (siehe [[Abstraktionskraft]]), kann aber selbst, also für sich nichts [[Wirkliches]] sein, dessen Entstehung aus einer [[Geschichte]] zu erzählen wäre. Es ist lediglich ein allgemein [[abwesendes]] [[Sein]], das [[Dazwischensein]] in einem [[Widerspruch]] (siehe [[Dialektik]]), der [[Begriff]] für die [[Wahrheit]] einer Nichtigkeit eines [[Verhältnisses]] (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]), einer vollständigen [[Aufgehobenheit]] (siehe [[Entwirklichung]] ), die sich als totale Ausweglosigkeit [[verwirklicht]] und die [[Kraft]] einer [[abstrakten]] [[Notwendigkeit]] betreibt (siehe [[Abstraktionskraft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist das rein [[Abwesende]], was aus einer [[Trennung]] von [[Beziehungen]] erfolgt. Im Vakuum seiner Bezogenheiten wirkt es rein negativ als [[Abstraktionskraft]], die als eine [[negative]] [[Kraft]] das abwesende Wesen ihre [[geschichtlichen]] [[Beziehung]] enthält. Sie [[verkörpert]] in ihrer [[Unwirklichkeit]], was von ihr in völliger Beziehungslosigkeit, in der [[Gleichgültigkeit]] gegen ihren [[Inhalt]] als bloß [[allgemeine]] [[Tatsache]] verblieben ist (siehe auch [[abstrakt Allgemeines]]). Aber dies kann nur eine [[unwirkliche]] [[Wahrheit]] sein, - es ist als die [[Wahrheit]] unverwirklicher Verhältnisse - so [[logisch]] wie das &#039;&#039;Schwarzes Loch&#039;&#039; der Astrophysik. Es ist das total [[Abwesende]], das [[absolut]] [[Unwirkliche]] aller [[Wirklichkeit]], das durch seine [[Abwesenheit]] umso [[energischer]] [[wirksam]] ist, wo es nicht sein kann, weil darin alles [[Wesen]] verschwindet (siehe [[Abstraktionskraft]]), untergeht im Sog einer [[totalen]] [[Abstraktion]] des [[Sinnlichen]] schlechthin, wo es sinnlich sein muss was es nicht ist: Die reine [[Negation]], die zwischen allem ein reines [[Dasein]] im [[Dazwischensein]] von allem ist, was zwischen dem Einen und dem Anderen unentwegt wechselt, was also im einen durch das Andere immer schon nichts sein kann, [[Negation]] der [[Negation]], also [[absolute]] [[Negation]]. [[Total]] negativ ist es durch die [[isolierte]] [[Einzelheit]] zwischen allem [[Existenten]], durch die bloße Unvermittelbarkeit ihrer [[Ereignishaftigkeit]], durch deren [[verselbständigten]] [[Inhalte]], die sich im [[Allgemeinen]] gegenseitig in ihrer gegenseitigen [[Nichtung]] erdrücken (siehe auch [[Depression]]) und im Großen und [[Ganzen]] ein totales [[Anderssein]] durch ihre Selbstveränderung erfordern, die totale [[Aufhebung]] ihrer [[isolierten]] [[Selbstbezogenheit]] nötig haben, weil und wo sie [[absolut]] außer sich, vollständig [[entäußert]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bleibt ist die bloße im [[Allgemeine]] [[aufgehobene]] [[Substanz]] ihres [[Daseins]], als [[Tatsache]], die da bleibt als reine [[Form]] des [[Daseins]], auch wenn die [[Inhalte der [[Form]]Existenz sich gegenseitig nichten, im [[Allgemeinen]] total abstrakt, weil sie von allem absehen was sein sollte, im [[abstrakt Allgemeinen]] aber nicht [[anwesend]], nicht wirklich wahr sein kann. Auch wenn und wo es eine nichtende Wirkung gibt, so gibt es darin letztlich nur das Abwesende, das in der Nichtung abstrakt verbleibt und daher in der Besonderheit seines reinen Andersseins als das Allgemeine, das total andere Wesen aller darin verwirklichten Absichten auch nur abstrakt vermittelt werden kann. Weil es jedoch nur außer sich [[Trieb]] ist (siehe [[Dialektik]]) und daher die reine Form als Bestimmung der darin vertauschten, als bloße [[Form]]  verkehrt zusammen wirkenden Inhalte, durch seine bloße Äußerlichkeit als [[Formbestimmung]] ist und wirkt, ist ihr Antrieb (siehe [[Trieb]]) die [[Kraft]] eines [[abstrakt allgemeinen]] [[Daseins]], also seine [[Kraft]] aufbrauchen (siehe auch [[Entwirklichung]]).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Begriff]] war für Hegels [[Wesenslogik]] die gedankliche [[Negation]] des [[Seins]]. Für eine [[Logik]] der Weltgeschichte, die sich im Weltgeist durch eine bloß logische Entgegensetzung seiner Idee es Seins von selbst entfaltet habe, würde diese sich entäußern, also durch ihr Nichtsein erst wahr sein können. Deshalb gilt ihm das Nichts als Implikat einer jeden [[Geschichte]], die sich im [[Widerspruch]] ihrer eigenen [[Substanz]] begründen würde (siehe auch [[Dialektik]]) und hat mit ihrem logischen Gegenteil des [[Seins]] den [[Grund]] ihres [[Anderswerdens]], ihrer Veränderungen im [[Sinn]] des [[Seins]], ihre [[Ontologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[historische Materialismus]] wurde von Marx [[Geschichte]] aus der [[Tätigkeit]] der Menschen begründet (siehe auch [[Arbeit]]) und das Nichts zu einem Subjekt der Entfremdung des Menschen von sich und seiner Gattung. Somit erklärt sich diese aus der [[Negation]] in ihren [[abstrakten]] [[Verhältnissen]], welche die Seinsinhalte in sich [[aufheben]] und aufgelöst haben, wo und weil ihre [[Formen]] (noch) nicht ihrem [[Inhalt]] entsprechen, dieser darin also [[wesentlich]] [[abwesend]] ist. Von daher kann es sich immer nur um einen seienden Gegensatz handel, dem Gegensatz von [[Anwesenheit]] und [[Abwesenheit]] eines [[Wesens]]. Und dieser ist letztlich das Resultut ihrer [[Abstraktion]], die Inhaltslosigkeit ihrer [[Substanz]], die alleine als [[objektive]] [[Form]] nur [[existiert]] und durch die Absehung von ihrem [[Inhalt]] (z.B. als [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]]) [[formbestimmend]] geworden ist (siehe [[abstrakt Allgemeines]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nichts ist der Inbegriff eines [[Widersinns]], einer sich selbst betreibenden [[Nichtung]], - nicht Zerstörung von etwas, sondern Aufhebung eines [[Widerspruchs]] seiner Nichtigkeit außer sich, durch sich und ausschließlich für sich selbst, wie es nur durch eine sich selbst [[aufhebende]] [[Abstraktion]] möglich ist (siehe z.B. [[Wert]]), wo sie allgemein wird (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Weil [[Martin Heidegger]] den Sinn des Seins nicht aus der Befragung eines Unsinns erkennen konnte, sochte er ihn aus der leeren Abstraktion aller Existenzen zu begreifen. Und so erfand er ein Nichts als das Verborgene schlechthin, der Inbegriff seine [[Fundamentalontologie]] die sich durch nichts im Nichts begründen wissen sollte und demnach zum allgemeinen [[Grund]] aller [[philosophischen]] wie theologischen [[Angst]] wird, indem das Nichts in das Dasein gerät:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Hineingehaltenheit des Daseins in das Nichts auf dem Grunde der verborgenen Angst macht den Menschen zum Platzhalter des Nichts. (Heidegger in seiner Freiburger Antrittsvorlesung Was ist Metaphysik? 1929)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts existiert jedoch nur formal in der Verneinung bzw. Leugnung ihres Inhalts, eben als reine Form aller Abwesenden Inhalte, also in der Absehung von jedem [[Inhalt]] zu [[begreifen]] als [[logisches]] Implikat des Schlussfolgerns (siehe [[Dialektik]]): Wo nichts ist, kann alles sein und wo alles ist, kann Nichts nicht sein. So ist denn Nichts immer die [[Negation]], die alles beherrscht, weil alles sich in Nichts auflöst, wo es nicht sein kann, und Nichts nicht sein kann, wo es alles ist. So bewährt sich das [[Allgemeine]] in der doppelten Verneinung und setzt sich in dem durch, was es nicht sein kann - eben wenn und weil es bloße Absehung, [[Abstraktion]] ist (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Wovon wir absehen, das bestätigt sich in nichts, weil es uns [[gleichgültig]] wird, wohl aber unsere [[Absichten]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen bestimmt es das Zunichte gehen von etwas, das da ist, in diesem [[Dasein]] aber nicht [[wirklich]] wahr sein kann. Es wird in seinem konkreten Dasein zu einem [[Wesen]], das schon gewesen ist, bevor es da war, im Dasein also schon am Verwesen ist. Von daher formuliert das Nichts die Wirkung eines [[Widerspruchs]] in dem was ist und zugleich nicht da ist, im Einzelnen also nur in seiner [[Abwesenheit]] und durch sie wirksam ist, weil es sich im Allgemeinen nur [[aufheben]] kann. Es ist dies die allgemeine Wirkung einer [[Abstraktion]], einer [[Abstraktion]], wo sie [[allgemein]] zur Wirkung kommt (siehe [[Realabstraktion]]). Sie ist durch ihre [[Allgemeinheit]] gegen das Einzelne das bestimmende Moment der [[Dialektik]] auch bei Marx geblieben (siehe hierzu auch [[Entfremdung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses &#039;&#039;negative Prinzip&#039;&#039; (Marx) hat [[Hegel]] allerdings zur Grundlage seiner Wesenslogik gemacht, die sich bei ihm selbst schon idealiter begründet verstehen soll, als [[Idee]] einer Nichtigkeit gegen sich das Werdende begründen soll und also seinen [[Idealismus]] ausmacht und entfaltet. in Hegels [[Logik]] formuliert &#039;&#039;das Nichts&#039;&#039; die idealisierte [[Substanz]] einer Beliebigkeit an [[Wirklichkeit]], einer [[Gleichgültigkeit]], die erst in den &#039;&#039;Diremtionen des Geistes&#039;&#039; zum [[Leben]] findet. Es sei in [[Wahrheit]] reine Unbestimmtheit, die Nichtigkeit, welche durch ihre [[Nichtungen]] [[Gleichgültigkeit]] sowohl verwirklicht wie auch erzeugt, weil sie sich in die Bestimmtheit einlässt unddiese auch wiederum durch ihre Allgemeinheit aufhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aber ist in sich ein logischer Widersüpruch, denn sie setzt schon alles voraus, wodurch Beliebigkeit überhaupt erst entstehen kann, die [[Nichtung]], durch die sie sich begründet, den Sog der substanziellen Entleerung, die nach unendlicher Fülle verlangt (siehe [[Trieb]]). Ein Nichts kann es in [[Wahrheit]] nicht geben. Aber es ist in der Tat Moment eines Zusammenhangs, nicht dessen [[wirkliche]] Erklärung, sondern eine [[theoretische]] Kategorie der [[Logik]], die in der [[Notwendigkeit]] geschlussfolgert ist, eine [[Unwirklichkeit]] zu umschreiben, wo ihre [[aufhebende]] [[Wirkung]] erkennbar ist. Von daher ist das Nichts lediglich [[ideel]] des Gegenteils vom [[Sein]], ein spekulatives Konstrukt gegen einen allmächtigen Seinsbegriff, durch den alles wäre, wenn es nicht auch ein Nichts geben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ein mächtiges Sein wäre nur religiös zu begründen, wodurch durch die Spekulation entsteht, das alles im Grunde übersinnlich ist, und das Sein von daher alles wäre und jede [[Gewissheit]] unnötig sei. Es bliebe also mit dem Nichts der rein idealisierte logische Konflikt formuliert, ein [[Widerspruch]], der [[eigentlich]] nicht sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch gerade daraus besteht der sinnliche [[Grund]] von allem [[Sein]], das ein theoretisches Bewusstsein nötig hat, wenn diese in [[Zweifel]] steht. Das macht die Grundlage des [[historischen Materialismus]] aus, mit dem Karl Marx Hegel &#039;&#039;vom Kopf auf die Füße gestellt hat&#039;&#039; und die [[Widersprüche]] der [[Wirklichkeit]] zur Grundlage seiner [[Analysen]] gemacht hat (siehe [[Kritik der politischen Ökonomie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch real daran ist die [[Negation]], denn es gibt immer etwas, weil [[Geschichte]] immer weiter geht. Selbst wenn alles vernichtet wäre, so wäre es nur vergangen und würde weiterhin in der [[Geschichte]] und ihrem [[Gedächtnis]] davon zeugen, dass es war, eben weil es nicht mehr ist, und dass alles was ist, diese Geschichte voraussetzt und durch diese [[Aufhebung]] erst geworden ist. Ein Nichts kann nur sein, indem es herstellbar ist durch eine [[Nichtung]], durch eine Dopplung von etwas, das dadurch nicht sein kann, dass es nur aufgehoben durch seine doppelte [[Wirklichkeit]] da ist, dass es also dadurch existiert, dass es eine Nichtung von dem was ist, betreibt, dass es eine vernichtende [[Wirkung]] dadurch hat, dass es nicht ist, dass seine [[Abwesenheit]] eine [[Kraft]] der [[Negation]] hat, indem sie Nichtigkeiten erzeugt. Und weil [[Kraft]] nur substanziell sein kann, setzt dies also eine [[Substanz]] voraus, die ihre [[Gegenwärtigkeit]] negiert, die über sich selbst dadurch hinwegtäuscht, dass sie von sich selbst absieht, sich von ihrer [[Absicht]] durch ihre [[Gleichgültigkeit]] gegen sich und gegen ihre Sache [[trennt]]. Indem sie damit ihre [[Gegenwart]] sich selbst [[entfremdet]], verdoppelt solche Kraft deren [[Abstraktion]]. Weil sie von der Sache agesehen hat und nun von sich absieht und sich somit in ihrer [[Negation]] verkehrt, kann sie auch nur nur als [[Verkehrung]] existieren, wird für sich selbst absurd (siehe auch [[Trieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist vielleicht das Schwierigste zu begreifen und darüber zu reden, dass es etwas gibt, das [[Wirkung]] durch sein Nichtsein hat, dass es Inhaltslosigkeit schechthin gibt, die aus einer unbestimmbaren, einer leeren Aufgehobenheit besteht., ein Leere, die uns umtreibt, weil wir nicht erkennen können, woraus sie besteht. Es ist etwas, das nur durch seine [[aufgehobene]] [[Beziehungen]] [[Wirkung]] hat. Man kann das fühlen, leiden, erkennen, und sogar betreiben, indem Nichtigkeiten auch produziert werden können, die wie eine leere Füllung Wirkung haben, die das, was ist, schon nichtig machen, bevor es wirklich sein kann, weil es in der [[Getrenntheit]] von allem selbst schon sich aufheben muss und auch aufgehoben wird, wo es ist (siehe Hegels [[Bedgriff]] des [[Schmerzes]]). Es ist letztlich die reine [[Abstraktion]] des Seienden, die dadurch ist, die ihr [[Sein]] nur dadurch hat, dass ihr Nichtsein, gelitten wird. Es ist die logische Grundlage der [[Dialektik]], die dies dadurch erkennen kann, dass es das Seiende hierauf bezogen begriffen hat, z.B. als &#039;&#039;[[abstrakt menschliche Arbeit]]&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[abstrakt menschlicher Sinn]]&#039;&#039;, was dadurch Wirkung hat, dass eine [[abstrakt allgemeine Substanz]] seiner eigenen Aufgehobenheit betrieben wird (siehe [[Aufhebung]]). Z.B. dass man nicht arbeitet, um bestimmte Dinge oder Welten zu erzeugen, sondern [[arbeiten]] muss, um überhauppt leben zu können; - oder dass man sich produzieren muss, um überhaupt als [[anwesend]] wahrgenommen zu werden, um nicht zu vereinsamen, um sinnlich da zu sein ([[Dasein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Wahrheit]] ist nichts durch nichts, Aber Nichts ist alles, wenn es nicht ist. Das ist das Problem, das Problem mit der Substanz, die Frage, was ist substanziell. Nichts gibt es nicht, weil der Mensch sich selbst nicht als nicht seiend denken kann. Das ist der einfache Umkehrschluss von Descartes: Indem ich denke bin ich - also kann ich mich nicht als Nichts denken (siehe [[Sein]]). Nichts ist eine reine, also logische Spekulation, welche die [[Logik]] in sich reflektiert, die reine Form eines Gedankens, der sich selbst ausschließt. Von da her kann Nichts nur gedankliche [[Negation]] sein, die zugleich alles in seinem Nicht-Sein unterstellen muss, wie Nichts, was in allem ist. Es ist das formell notwendige Implikat einer Logik, die jenseits aller Geschichte als Form für sich genommen wird. Nichts ist im Unterschied zur [[Nichtung]] alles, was nicht gegenwärtig ist, kann also gleichermaßen ein Zuviel sein, das sich selbst aufhebt, sich nichtig setzt, weil es widersinnig ist, oder es es kann auch das aufgehobene Gedachte, das unendliche Implikat von allem sein, was nicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den wirklichen Menschen ist Nichts immer nur als Sein möglich, also vernichtend, nicht werdend: Wo etwas ist, kann nichts werden, wenn dieses nichts ist. Wo etwas nicht beantwortet wird, da geht es unter, weil kein anderes Wort (= Antwort) es in Beziehung hält, also Beziehung nicht ist. Nur in der [[Beziehung]] kann Sein zugleich nicht sein, weil Sein und Nichts überhaupt nur logische Formen der Bezogenheit sind. Wo jemand missachtet wird, ist er verachtet, wo ein Mensch nicht Mensch sein kann, da ist es unmenschlich (siehe auch [[Nihilismus]]). Indem sich dies zum Verhalten entscheidet, kann es nur die Zerstörung erbringen, der es sich entgegensetzt: Ein Mensch der seiner selbst durch Nichts gerecht wird, ist notwendig selbstgerecht. Als das hervorgekehrte Gute erzeugt er alles Andere zum Bösen, den Menschen als Unmensch. Aber er vernichtet sich selbst, wenn er Unmenschen zu vernichten glaubt (siehe [[Übermensch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hervorkehrung von etwas aus dem Nichts verläuft in der Substanz einer Abstraktion: Wo von etwas abgesehen wird, was ohne Wesen ist, erscheint das, wovon abgesehen ist, als Wesen einer [[Abstraktion]], als [[Unwesen]], das alles bestimmt. Wo von Wesentlichem abgesehen wird, erscheint es reduziert auf ein [[Dasein]] für dieses Unwesen: Es ist für sich nicht ganz wesentlich, also kein Ganzes. Und weil die Summe der Teile längst kein Ganzes ist, ist dieses auch wesentlich verschwunden in der ganzen Abstraktion, in der Substanz des Abstraktseins (siehe [[Begriffssubstanz]]). Mag dies bei einer [[Gedankenabstraktion]] nur ideelle Folgen haben, so ist dies bei einer [[Realabstraktion]] unmittelbar wirksam (siehe [[Nichtung]]), weil es eine ganze Beschränkung von Vermittlung auf ihre Abstraktion hin ist (siehe [[Vernichtungslogik]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Wert</title>
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		<updated>2026-09-20T14:14:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Unser wechselseitiger Wert ist für uns der Wert unsrer wechselseitigen Gegenstände. Also ist der Mensch selbst uns wechselseitig wertlos. ... Gesetzt, wir hätten als Menschen produziert: Jeder von uns hätte in seiner Produktion sich selbst und den andren doppelt bejaht. Ich hätte 1. in meiner Produktion meine Individualität, ihre Eigentümlichkeit vergegenständlicht und daher sowohl während der Tätigkeit eine individuelle Lebensäußerung genossen, als im Anschauen des Gegenstandes die individuelle Freude, meine Persönlichkeit als gegenständliche, sinnlich anschaubare und darum überallen Zweifel erhabene Macht zu wissen. 2. In deinem Genuß oder deinem Gebrauch meines Produkts hätte ich unmittelbar den Genuß, sowohl des Bewußtseins, in meiner Arbeit ein menschliches Bedürfnis befriedigt, also das menschliche Wesen vergegenständlicht und daher dem Bedürfnis eines andren menschlichen Wesens seinen entsprechenden Gegenstand verschafft zu haben, 3. für dich der Mittler zwischen dir und der Gattung gewesen zu sein, also von dir selbst als eine Ergänzung deines eignen Wesens und als ein notwendiger Teil deiner selbst gewußt und empfunden zu werden, also sowohl in deinem Denken wie in deiner Liebe mich bestätigt zu wissen, 4. in meiner individuellen Lebensäußerung unmittelbar deine Lebensäußerung geschaffen zu haben, also in meiner individuellen Tätigkeit unmittelbar mein wahres Wesen, mein menschliches, mein Gemeinwesen bestätigt und verwirklicht zu haben. Unsere Produktionen wären ebenso viele Spiegel, woraus unser Wesen sich entgegenleuchtete. [[(MEW 40, S. 462f.)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wert beruht auf der substanziellen gesellschaftlichen [[Vereinzelung]] der [[Existenz]] und begründet daher den [[Begriff]] der [[Notwendigkeit]] der [[Bewertung]] einer [[Not]] der Unverbindlichkeiten des [[Beliebens]], die ihre [[gesellschaftliche]] [[Substanz]] aufzehren und sich in der [[abstrakten Allgemeinheit]] einer [[Norm]] fixieren, die über alle [[Einzelheiten]] erhaben sein soll (siehe [[Norm]]). Wert entsteht, wo über etwas Einzigartiges in einer [[Masse]] [[gleichgültiger]] [[Beziehungen]] verfügt wird – wo es seltene Bestimmtheit durch einen Mangel ihrer [[Allgemeinheit]] [[erfährt]]. Eine [[Wertschätzung]] beruht also darauf, dass etwas [[nötig]] ist, das nicht so [[da ist]], wie es seinem Wesen nach [[da sein]] sollte. In seinem Wert ist die [[Abwesenheit]] eines [[notwendigen]] Zusammenhangs und zugleich das Sollen seiner [[Natur]] wie ihr [[politischer Wille]] dargestellt (siehe [[Lebensnotwendigkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwischen]] bestimmten [[Inhalten]] gibt es in der Ungegenwärtigkeit des [[Wesens]] ihres [[gesellschaftlichen]] [[Daseins]] nur ihre [[Wertform]], in welcher ihr Zusammhaang existiert: Die Vermittlung der hierfür notwendigen [[Substanz]], ihrer Beziehung welche die auch in ihrer Gegensätzlichkeit – auch in der Einheit ihrer [[Abstraktionen]] inne ist. Das [[Bestimmte]], das sich im Gegensatz, im [[Dazwischensein]] aufhebt, indem es sich teilt und im Allgemeinen [[Anderes sein]] aufteilt und daher nichts sein kann, als sich in der [[Abgetrenntheit]] seiner Existenz durch seine Nichtigkeit auf diese zu [[beziehen]] (siehe [[Dialektik]]). Um überhaupt in der [[Nichtung]] seines [[vereinzelten]] [[Daseins]] [[Wert]] zu sein und [[Wert]] zu haben, um sein zu können oder als [[Wert]] darin zu bleiben (siehe auch [[Isolation]]). Wo z.B. der Gegensatz von [[Gebrauchswert]] und [[Tauschwert]] herrscht, kann nur ein gemeinsames Drittes, ein [[gesellschaftlicher]] [[Wert]] von beidem ihren Zusammenhang erklären, indem sie ihre [[Widersinnigkeit]] inhaltlich durch ihren [[Begriff]] begreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselseitige [[Gegenständlichkeit]] existiert im [[Warentausch]] durch die bloße [[Eigenschaftlichkeit]] der [[Waren]], dass sie darin einen [[Gebrauchswert]] haben, der durch ihren [[Tauschwert]] [[veräußert]] wird, dass sie also zwischen ihrem [[Dasein]] als [[Gebrauchswert]] und ihrem [[Tauschwert]] einen [[gesellschaftlichen]] [[Wert]] heben (siehe [[Dazwischensein]]), [[gesellschaftlich]] [[wert]] sind, weil sie hierüber ihren [[Nutzen]] [[reproduzieren]] und daraus zugleich ihren [[Preis]] durch ihren [[gesellschaftlichen]] Handel beziehen. [[Reichtum]] ist das, was über die [[Notwendigkeit]] der [[Reproduktion]], über die [[gewohnten]][[Verhältnisse]] des [[Stoffwechsels]] hinaus dem Menschen über die Güter seines [[Lebens]] verbleibt als Mittel der [[Produktion]] eines erweiterten [[Lebensstandards]], einer in der Erneuerung neu erfahrbare Reichhaltigkleit seiner Lebensbedürfnisse, als [[Produktionsmittel]] des [[Lebens]], der [[Naturmächtigkeit]] des [[gesellschaftlichen]] Menschen. Von da her ist Reichtum aber vor allem und wesentlich Vielfalt, unentwegtes [[Beziehen]] und [[Verhalten]] als Grundlage einer jeden weiteren [[Entwicklung]] und [[Sinnbildung]] der [[Tätigkeiten]] und [[Arbeit]] der Menschen, Grundlage ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der reiche Mensch ist zugleich der einer Totalität der menschlichen Lebensäußerung bedürftige Mensch. Der Mensch, in dem seine eigene Verwirklichung als innere Notwendigkeit, als innere Not existiert. [[(MEW 40, S.544)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich im [[Reichtum]] einer [[Gesellschaft]] die Vielfalt ihrer menschlichen [[Beziehungen]] im [[Verhältnis]] ihrer wechselseitigen [[Bedürfnisse]], als &#039;&#039;Wert unsrer wechselseitigen Gegenstände&#039;&#039; [[(MEW 40, S.544)]] darstellt, ist im [[Wert]] der [[Produkte]] einer [[burgherrlichen Gesellschaft]] nur ihre [[Einfalt]] [[gesellschaftlich]] [[gegenwärtig]] (siehe [[Privatarbeit]]). Durch den [[Warentausch]] von deren [[Produktion]] [[getrennt]], [[isoliert]] von den [[Bedürfnissen]] der Menschen (siehe hierzu [[Teilung der Arbeit]]) stellt sich der [[gesellschaftliche]] [[Reichtum]] einer [[bürgerlichen Gesellschaft]] des [[Kapitalismus]] als bloße [[Notwendigkeit]] einer [[Kultur]] ihrer Lebenswelt, als Mangel an [[Wirklichkeit]] dar, derer sie bedürfen um sich als [[gesellschsftliche]] [[Macht]] zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht entsteht, wo [[Ohnmacht]] herrscht, wo Menschen dadurch [[bestimmt]] werden, dass sie füreinander [[gleichgültig]], also in derselben [[Geltung]] für einander sein sollen (siehe [[Geld]]). Macht setzt also eine [[Gleichgültigkeit]] gegen ihre [[Bestimmtheit]] voraus, die [[Gleichheit]] einer unbestimmt [[scheinenden]] [[Beziehung]], die sich im [[Vergleich]] von bestimmten Unterschieden durchsetzt und sich in ihrem [[Widerspruch]] [[entwickelt]], weil es das Unterschiedslose [[verallgemeinert]], also im [[Allgemeinen]] kein [[Wesen]] außer sich selbst haben kann (siehe auch [[Kapitalismus]]) und sich daher zu einem [[Unwesen]] [[verkehrt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Bewertung]] [[bezieht]] sich daher nicht auf ein [[Wesen]], das durch sich schon so wertvoll wäre, dass es den [[Gewohnheiten]] der [[Wahrnehmungen]] entsprechen könnte. Sie reflektiert das [[Abwesende]] eines [[Reichtums]], der nicht so [[da ist]], wie er zu sein [[scheint]] (siehe hierzu auch [[Täuschung]]). Denn Wert ist in sich schon zweierlei, hat etwas, das als [[Ressource]] des [[Lebens]] für die Menschen [[notwendig]] und zugleich aber nicht [[wirklich]] für sie da ist, nicht das ist, was es für sie sein soll. Es ist offenbar von ihnen [[getrennt]] [[begründet]], wird also von ihnen nur als etwas [[bewertet]], was [[substanziell]] in ihrem [[wirklichen]] [[Leben]] nicht [[unmittelbar]] [[wahr]] sein kann (siehe [[Dasein]]). So bezieht sich eine jede [[Bewertung]] auf die [[einzelnen]] [[gesellschaftlichen]] [[Eigenschaften]] ihres [[Gegenstands]], wie er zur [[Nutzung]] eines [[Gebrauchswerts]] [[angeboten]] wird, ganz gleich, ob diese sich [[materiell]] oder [[ideell]] [[verhalten]]. Einen [[Wert]] hat jeder [[Gegenstand]] durch das, was er von dem darstellt, das hierfür [[nötig]] ist, das aber eben nicht da (siehe [[Dasein]]), also [[abwesend]] ist. [[Objektiv]] ist jeder [[Wert]] [[Ausdruck]] einer [[Beziehung]], die nicht [[unmittelbar]] [[wirklich]] so [[da ist]], wie sie [[erscheint]], die also lediglich als [[Verhältnis]] von [[Bewertungen]] existiert. Eine Bewertung ergeht also zunächst aus einem gesellschaftlich wirksamen [[Urteil]], einer politischen Idee, die ihr [[Wissen]] und [[Bewusstsein]] aus einem [[allgemein]] gewordenen [[Verhältnis]] von [[einzelnen]] [[Werten]] im [[Allgemeinen]] bezieht (siehe auch [[Wertform]]), wie sie über die bisherige [[Geschichte]] eines politisch [[bestimmten]] [[Lebensraums]] überkommen und nach Maßgabe ihrer [[politisch]] [[bestimmten]] [[Existenzform]] vergegenwärtigt werden (siehe hierzu [[historischer Materialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Wert ist also etwas in einer [[Bedeutung]], die sich nicht durch einen konkreten [[Sinn]] [[vermittelt]]. Wert hat nicht der Sinn, sondern der [[Zweck]], der für das [[Leben]] der Menschen [[unmittelbar]] [[notwendig]] und [[nützlich]] ist, im [[Allgemeinen]] aber in seiner [[Abwesenheit]] nur [[vermittelt]] werden kann (siehe hierzu auch [[Mittel]]). [[Subjektiv]] erscheint Wert daher zunächst als bloße [[Wertschätzung]], [[objektiv]] in dem [[Preis]], den eine [[einzelne]] [[Sache]] oder eine [[Leistung]] nötig hat, um auf Anderes übertragen, bzw. eingetauscht zu werden. Dies allerdings setzt seine [[Austauschbarkeit]] über ein [[allgemeines]], aber zugleich [[abwesendes]] [[gesellschaftliches]] [[Wesen]] voraus. Von daher erweist sich der Wert einer [[Sache]] aus der Realisierung einer [[Wertschätzung]] – ganz gleich, woraus diese ergangen ist. Wert ist genauso [[subjektiv]], wie er auch [[objektiv]] gültig geworden war, gerade weil er das [[allgemein]] gleich gültige (siehe [[Geltung]]), die [[Macht]] der in ihrer [[Gleichgültigkeit]] versachlichter Lebenszusammenhänge zu formulieren vermag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Wert eines Dings ist gerade so viel, wie es einbringen wird. [[(Butler, zitiert nach Marx in MEW 23, S.51)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wert stellt sich von daher nur im [[Verhältnis]] einer [[Wertform]] zur anderen so dar, wie sie ihrem [[allgemeinen]] Wertsein genügen kann. Die eine [[Form]] ist in ihrer [[einzelnen]] [[Preisform]] [[relativ]] zu allen anderen Preisen als [[relative Wertform]], bezieht sich aber [[gesellschaftlich]] zugleich auf alle anderen in einer [[allgemeinen Wertform]], – in jedem [[Tausch]] wie ein [[allgemeines Äquivalent]], in dem sich der lebende [[Aufwand]] der gesellschaftliche [[Bedingtheit]] ihrer Erzeugung ausdrückt. Darin verhalten sich die [[einzelnen]] [[Preise]] [[relativ]] zu einander im Zweck und Maß ihrer [[existenziellen]] [[Bedingtheit]] als Wertmaß, als [[Maß der Werte]], in ihrer Summe zugleich als [[Maßstab der Preise:]] Als politische [[Bedingung]] für den einzelnen Menschen, als [[gesellschaftlicher]] [[Lebensstandard]] ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Existenz]] (siehe auch [[Angebot und Nachfrage]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Ware ist Tauschwert, aber sie hat einen Preis. [[(Karl Marx, MEW 42, 121).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher hat alles einen [[Preis]], was [[Wert]] ist, nichts aber ist dadurch von Wert, dass ihm im [[Warentausch]] ein [[Preis]] zugemessen wird. Nicht weil darin der [[Preis]] seiner Erzeugung seinen Wert [[vermitteln]] würde macht den Wert, sondern weil das [[Existente]] ein Maß seiner Übereignung nötig hat, wo es nur [[vereinzelt]] [[existieren]] kann, wo [[Eigentum]] einer [[privaten]] [[Rechtsform]] folgt, wo es also als [[Privateigentum]] [[gesellschaftlich]] [[vermittelt]] wird. Die [[politisch]] Form des [[Eigentums]] drückt sich in der [[Form]] und [[Größe]] der [[Preise]] aus, indem sie deren [[Wert]] in einem [[Tauschverhältnis]] ausdrücken, worin sie über ihre [[wahren]] Existenzbedingungen [[hinwegtäuschen]]. Diese reflektieren daher nicht einfach einen bloßen Mangel an [[Mittel]], sondern vor allem ihr [[gesellschaftliches]] [[Dasein]] in der [[Vermittlung]] einer [[Gewohnheit]] ihres Tauschverhaltens, worin die [[Tauschwerte]] als Relationen einer [[Wertgröße]] aufeinander [[bezogen]] werden. Nicht der Mangel macht etwas wertvoll, sondern die Verfügbarkeit über seine [[Existenz]], der potenzielle [[Besitz]] im [[Allgemeinen]] (siehe auch [[Existenzwert]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht allein der bloße [[Arbeitsaufwand]] an sich, sondern die [[gesellschaftliche]] Realisierung seiner [[Existenz]] schafft Wert. So können Naturstoffe (wie z.B. Rohöl und Wasser, [[Grund]] und Boden) oder die [[Mittel]] einfachster Existenzbedingung (wie z.B. [[Mieten]] oder [[Lizenzen]]) horrende [[Preise]] weit über die Kosten für ihre Bergung hinaus haben. [[Natur]] an sich hat denndoch keinen [[Wert]]. Deren [[Wertschätzung]] ist auch nicht durch ihren [[Nutzen]] bestimmt (siehe auch [[Gebrauchswert]]), sondern durch das gesellschaftliche Potenzial ihres [[Besitzes]] - durch die Rechtsform des [[Privateigentums]] (siehe hierzu [[Existenzwert]]). An sich ist jeder [[Stoff]] eine [[allgemeine]] [[Ressource]] des [[Lebens]] und hat als organisches Mittel der Produktion schon einen [[Existenzwert]] - ganz gleich welcher [[Aufwand]] zu seiner Bergung nötigt ist. Aber nicht alles, was da ist, könnte [[Wert]] haben, nur wenn es dem [[Wert]] das [[Material]] seiner Verwertung liefert. In der [[Wertform]] [[verallgemeinert]] sich nur seine [[abstrakte]] [[Beziehung]] auf alles Andere und [[täuscht]] über die [[gesellschaftliche]] [[Substanz]] der [[Ressourcen]] des [[Lebens]] hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Rechtsform des [[Privateigentums]] lässt sich jeder [[Wert]] in seinen [[Preisen]] als etwas [[Ganzes]] darstellen, obwohl es nur als [[Teil]] einer [[gesellschaftliche]] [[Form]] [[wirklich]] [[da sein]] kann. Indem das [[Teil]] dem [[Ganzen]] seiner reinen Gesellschaftsform nützt, sich selbst für die ganze [[Wahrheit]] hält, löst sich darin alle [[Gewissheit]] auf. So [[verwirklicht]] sich durch seinen [[Wert]] eine finstere [[Bestimmung]], die eine unheimliche [[Wirkung]] dadurch hat, dass sie nicht [[wirklich]] [[wahr]] sein kann, weil sie [[zwischen]] allem ist und nichts für sich sein kann. Und weil sie als [[Teil]] etwas [[Ganzes]] verkörpern soll (siehe auch [[Körper]]) ist sie im Ganzen [[nichtig]] und fällt von ihm ab wie ein abgefallener Engel, teuflisch in seinem [[Widersinn]] verfinstert. Das hatte auch schon der Teufel in Goethes Faust wunderbar formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Mephisto: Bescheidne Wahrheit sprech ich dir. Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt Gewöhnlich für ein Ganzes hält- Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht, Und doch gelingt’s ihm nicht, da es, so viel es strebt, Verhaftet an den Körpern klebt. Von Körpern strömt’s, die Körper macht es schön, Ein Körper hemmt’s auf seinem Gange; So, hoff ich, dauert es nicht lange, Und mit den Körpern wird’s zugrunde gehn. Faust: Nun kenn ich deine würd’gen Pflichten! Du kannst im Großen nichts vernichten Und fängst es nun im Kleinen an. (Goethe: Faust I, Studierzimmer)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nicht [[wirklich]] so da ist, wie es im [[Ganzen]] [[zwischen]] allem als [[Teil]] einer bloßen [[Vermittlung]] [[existiert]] (siehe [[Dasein]]), hat es einen [[Wert]], durch alles, zwischen dem es bloßes [[Mittel]] ist. Und diesen kann man nicht fassen, nicht ergreifen. Man kann seinen [[Wert]] [[unmittelbar]] höchstens schätzen (siehe [[Wertschätzung]]). Aus seiner [[Nichtigkeit]] entsteht ein [[allgemeiner]] [[Zweck]]. Denn gerade weil und solange er nur vermittelt ist er nicht [[wirklich]] [[da]] und braucht schon im Vorhinein seiner [[Existenz]] einen [[Aufwand]], um sich aus dem [[Nichts]] zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, Ist wert, daß es zugrunde geht. (Goethe: Faust I, Studierzimmer)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wert]] hat kein [[wirkliches]] [[Wesen]] und ist wesentlich nur durch die Verneinung seiner Existenz, durch seine [[Abwesenheit]], die sich im Großen und [[Ganzen]] - also [[allgemein]] - mitteilt. Was Wirkung hat und darin nicht [[wirklich]] [[erkennbar]] ist, kann sich nur als [[Tatsache]] des [[Lebens]] [[substanziell]] [[vermitteln]] (siehe [[Sein]]). [[Wert]] hat, was der [[Bewertung]] einer [[Wertschätzung]] von dem entspricht, was es für die [[Existenz]] der Menschen potenziell [[bedeutet]], was für ihre [[Existenz]] als [[Tatsache]] des [[Lebens]] [[substanziell]] nötig, in [[Wahrheit]] aber nur [[abstrakt]] da sein kann (siehe hierzu auch [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]], [[abstrakt menschliche Gesellschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher hat [[Wert]], was sich in dem darstellt, was [[notwendig]] zu sein hat, was aufzubringen ist, wenn es [[nichts]] wirklich Ganzes gibt, weil es &#039;&#039;einfach nur&#039;&#039; für das [[Leben]] [[sein]] muss – ob als Vermögen von [[Sachen]] oder [[Tätigkeiten]] – also dem was der [[Aufwand]] hierfür geistig und materiell kostet. [[Wert]] ist in sich schon zweierlei, hat etwas, das als [[Ressource]] des [[Lebens]] für die Menschen [[notwendig]] und zugleich nicht [[wirklich]] für sie [[da ist]], also [[getrennt]] von ihnen ist, - etwas, das für ihre [[Existenz]] [[allgemein]] nötig ist und durch seine [[Abwesenheit]] einen [[Existenzwert]] hat (siehe hierzu [[Kapitalismus]]). [[Wert]] stellt ganz [[allgemein]] immer einen [[notwendigen]] [[Aufwand]] dar, der im abgetrennt [[Einzelnen]] Sein einer [[Sache]] oder [[Leistung]] als das [[Material]] gesellschaftlicher [[Existenz]] eingeht oder eingegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellt sich als [[Produkt]] einer menschlichen [[Arbeit]] dar und ist nur solange [[anwesend]], wie es noch nicht im [[Konsum]] mit der [[Einverleibung]] ihrer [[Produkte]] untergegangen ist: [[Wert]] stellt daher einen gesellschaftlichen Arbeitsaufwand dar, der durch Menschen (also nicht durch [[Maschinen]]) erbracht wurde und zu erbringen ist, weil er auch nur durch Menschen [[realisiert]] werden kann. In der [[bürgerlichen Gesellschaft]] existiert er im [[Dazwischensein]] von [[Arbeit]] und [[Konsum]] als [[Ware]], die ganz [[allgemein]] [[verkauft]] wird, solange sie im [[Einzelnen]] [[gekauft]] wird (&#039;&#039;Autos kaufen keine Autos&#039;&#039; - Henry Ford).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange [[Arbeit]] und [[Konsum]] voneinander getrennt sind ist die [[Beziehung]] der [[Arbeit]] zu der des [[Konsums]] gespalten (siehe [[Teilung der Arbeit]]) und existiert in [[selbständigen]] [[Verhältnissen]], die in ihrer [[Einzelheit]] nur durch ihren [[Wert]] [[gesellschaftlich]] verbunden sind. In jedem [[Verhältnis]], worin sich die [[Positionen]] nicht sinnvoll aufeinander [[beziehen]] lassen, sich nur im [[Dazwischensein]] ihrer [[Existenzen]] gegen einander [[verhalten]], verbleibt ihre [[Beziehung]] ohne [[wirklichen]] Rückhalt. In ihrer [[Ausschließlichkeit]] verschwindet sie in dem, was nur außer sich Sinn macht, in der [[Abwesenheit]] ihres Zwecks, der durch [[nichts]] [[gegenwärtig]] ist, also auch nicht [[wirklich]] [[wahr]] [[sein]] kann. In solcher [[Wirklichkeit]] [[beziehen]] sich ihre [[Inhalte]] füreinander wesenlos, wesentlich abwesend. Und so verhalten sie sich zu einander aus der [[Abwesenheit]] ihrer [[Beziehung]], aus dem [[Nichts]] ihrer [[Wirkungen]] nurmehr [[abstrakt]], wirken nurmehr durch das, was sie nicht wirklich sein können, [[verhalten]] sich durch ihre [[Abstraktion]] von sich, die ohne Sinn für einander sich im allgemeinen wie eine [[fremden Kraft]] entwickelt (siehe hierzu [[Abstraktionskraft]]), durch die auch ihre [[unmittelbaren]] [[Beziehungen]] sich in einer [[Wirklichkeit]] außer sich [[verhalten]] und entwickeln. Sie [[vermitteln]] die [[Wahrheit]] ihrer [[Beziehungen]] im [[Allgemeinen]] außer sich, indem sie sich durch das [[verhalten]], dessen Sinn und Zweck darin [[abwesend]] bleibt, sich nur durch einen [[Wert]] vermitteln lässt, der aus dem Mangel ihrer [[Verhältnisse]] sich wie von selbst ergibt. Dieser Wert reflektiert einfach nur was hierfür [[nötig]] ist, um überhaupt eine [[Beziehung]] von &#039;&#039;irgendeiner Art&#039;&#039; zu haben und verbleibt im [[Allgemeinen]] ganz [[gleichgültig]] gegen die [[Inhalte]] ihrer [[einzelnen]] [[Beziehungen]] als ihre [[abstrakte allgemeine]] [[Substanz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Form]] eines [[allgemeinen]] [[Äquivalents]], in der [[Geldform]] (siehe [[Äquivalentform]]) realisiert sich der [[Wert]] als [[Subjekt]] einer [[Gesellschaft]], in der der [[Tauschwert]] dessen [[relative]] und [[einzelne]] [[Dasein]] (siehe [[relative Wertform]]) in den [[Preisen]] der [[Gebrauchswerte]] darstellt. Daher stellt jeder [[Wert]] das [[Quantum]] einer [[substanziellen]] [[Beziehung]], ihre [[unbedingte]] [[Bedeutung]] für die Menschen dar. Doch weil diese [[Beziehung]] zunächst nur [[ideell]] ist und sich daher nicht [[unmittelbar]] identifizieren lässt, unterliegt sie ihrer [[Vermittlung]], also den Mitteln, durch die sie überhaupt und schlechterdings [[existiert]], [[tatsächlich]] da ist (siehe [[Dasein]]). Darin stellt sie sich zwar in ihrer [[Bedeutung]] wesentlich vor, doch sie ist als deren bloße [[Vorstellung]] [[getrennt]] von ihrem [[substanziellem]] und also sinnlichem [[Sein]]. Als dieses nur [[vorgestellte]], dieses an und für sich [[substanzlose]] [[Wesen]] ist sie in ihrer [[Wirkung]] und [[Wirklichkeit]] lediglich das Maß, die [[Quantifizierung]] einer [[Bewertung]]. Und so existiert jeder Wert zunächst nur durch seine [[Wertgröße]], durch die [[Masse]] seiner [[Beziehungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Bei jener Kompensation des Geldes und Metallwerts, wie bei der Darstellung der Produktionskosten als des einzigen Momentes in der Wertbestimmung, begeht Mill - wie überhaupt die Schule von Ricardo - den Fehler, daß sie das abstrakte Gesetz, ohne den Wechsel oder die beständige Aufhebung dieses Gesetzes - wodurch es erst wird - ausspricht. Wenn es ein beständiges Gesetz ist, daß z.B. die Produktionskosten in letzter Instanz - oder vielmehr bei der sporadisch zufällig 1*) eintreffenden Deckung von Nachfrage und Zufuhr - den Preis (Wert) 2*) bestimmen, so ist es ein ebenso beständiges Gesetz, daß dies Verhältnis sich nicht deckt, also daß Wert und Produktionskosten in keinem notwendigen Verhältnis stehn. Ja, Nachfrage und Zufuhr decken sich immer nur momentan durch das vorhergegangne Schwanken von Nachfrage und Zufuhr, durch das Mißverhältnis zwischen Produktionskosten und Tauschwert, wie diese Schwankung und dies Mißverhältnis ebenso wieder der momentanen Deckung folgt. Diese wirkliche Bewegung, wovon jenes Gesetz nur ein abstraktes, zufälliges und einseitiges Moment ist, wird von der neuren Nationalökonomie zum Akzidens gemacht, zum Unwesentlichen. Warum? Weil bei den scharfen und exakten Formeln, worauf sie die Nationalökonomie reduzieren, die Grundformel, wollten sie jene Bewegung abstrakt aussprechen, heißen müßte: Das Gesetz ist in der Nationalökonomie durch sein Gegenteil, die Gesetzlosigkeit, bestimmt. Das wahre Gesetz der Nationalökonomie ist der Zufall, aus dessen Bewegung wir, die Wissenschaftlichen, einige Momente willkürlich in der Form von Gesetzen fixieren. Sehr gut und das Wesen der Sache in einen Begriff gebracht, ist es, wenn Mill das Geld als den Vermittler des Austausches bezeichnet. Das Wesen des Geldes ist zunächst nicht, daß in ihm das Eigentum entäußert wird, sondern daß die vermittelnde Tätigkeit oder Bewegung, der menschliche, gesellschaftliche Akt, wodurch sich die Produkte des Menschen wechselseitig ergänzen, entfremdet und die Eigenschaft eines materiellen Dings außer dem Menschen, des Geldes wird. Indem der Mensch diese vermittelnde Tätigkeit selbst entäußert, ist er hier nur als sich abhanden gekommner, entmenschter Mensch tätig; die Beziehung selbst der Sachen, die menschliche Operation mit denselben, wird zur Operation eines Wesens außer dem Menschen und über dem Menschen.[[(Karl Marx, MEW 40, 445f).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt ja schon am [[Wesen]] einer [[verselbständigten]], also beziehungslosen [[Masse]], dass sie mit anwachsender Vermehrung das verliert, was ihr zugrunde liegt, dass ihre [[qualitativen]] [[Beziehungen]] sich in der [[Form]] ihrer [[Quantifizierung]] verlieren wo sie in ihrer [[Beziehungslosigkeit]] immer allgemeiner werden (siehe auch [[abstrakt Allgemeines]]). Mit ihrer allgemeinen Vereinigung abstrahieren sie von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen [[Substanz]], denn je mehr sie sich darin vereinen, desto [[gleichgültiger]] wird ihnen deren Bestimmtheit. Sie werden gegen ihre [[inhaltlicheBestimmunggleichgültig. Und je umfassender und dichter solcheVerhältnissesind, desto gleichgültiger werden sie also in ihrenBeziehungen, von denen sie im Maß ihrerVerallgemeinerungabstrahierenmüssen. Mit zunehmender Einfältigkeit ihrerqualitativenBestimmungwerden sie auch ebenso allgemein wesenloser, ihre konkreteSubstanzimmerabstrakter,abwesender(siehe z.B.abstrakt menschliche Arbeit). In derFormder anwachsendenDichteihrerVerhältnissewird diese zu ihrerBestimmung(sieheFormbestimmung). Und diese kehrt schließlich dieDialektikvonallgemeinerFormundeinzelnemInhaltum. So bleibt Wert als reineFormbestimmungdesgesellschaftlichenStoffwechselsim Wechsel seinerRessourcenim Wesentlichen nurmehrBewegungals sich selbstbestimmendeForm, als reineFormbestimmungeines sich selbst fremden, einesentfremdetenLebens, alsWesenseinerSelbstentfremdung, alsgesellschaftlicheBewegungeiner reinenWesensnot.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Denn die Bewegung, worin {der Wert} Mehrwert zusetzt, ist seine eigne Bewegung, seine Verwertung also Selbstverwertung. Er hat die okkulte Qualität erhalten, Wert zu setzen, weil er Wert ist. Er wirft lebendige Junge oder legt wenigstens goldne Eier. Als das übergreifende Subjekt eines solchen Prozesses, worin er Geldform und Warenform bald annimmt, bald abstreift, sich aber in diesem Wechsel erhält und ausreckt, bedarf der Wert vor allem einer selbständigen Form, wodurch seine Identität mit sich selbst konstatiert wird.“ [[(K. Marx, Kapital I, MEW 23, 168f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies lässt sich auch schon ganz [[allgemein]] an der [[Wesensnot]] einer substanziellen [[Abstraktion]] darstellen: Einen [[Wert]] findet jedes [[Wesen]] in dem, was es [[nötig]] hat, was es also in seiner [[Wesensnot]] [[wesentlich]] und also im [[Ganzen]] benötigt, weil und soweit dieses [[Wesen]] [[abwesend]] ist. Und insofern hat jeder [[Gegenstand]] seinen [[Wert]] dadurch, dass er [[wesentlich]] nicht [[wirklichgegenwärtigist, dass seine Beziehung also durch seinabwesendesWesendessenGegenwärtigkeitnötighat. JedeBewertungbezieht sich auf etwas, dasSinnvermittelt, in dieserVermittlungaber nichtgegenwärtigist. Wert entsteht durch das, was nicht wirklich da ist, weil und wo dieMitteldesLebens(siehe auchLebensmittel)abwesendsind und von da her eineLebenspflichtzu ihrer Erzeugung entstanden war - weil ihreGegenwartnegiertist undunmittelbarsinnloserscheint. DerenAbwesenheiterfordert einen dem entsprechendenAufwand, der seinem nicht gegenwärtigenDaseineinen Wert verleiht, der das haben soll, weil es durch die Entstehungsgeschichte einesAbwesensanwesendist und sein Werdenverkörpert(siehe hierzuKapitalismus). Wert ist von daher dieIdealisierungderAnwesenheiteinerAbwesenheit, ein Rückgriff auf das, was darin als wertvoll angesehen werden muss, weil es im Zusammenhang seinergesellschaftlichenExistenzWirkung hat und also auchwirklichda seinsollte, aber so nicht da ist, unbegründet und also unabhängig zu sein scheint - eben weil es nicht als daserscheint, was es sein soll und sein unabhängiges Sollen in seinemgesellschaftlichenVerhaltenbeurteilt werden muss (sieheKapitalismus).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang stand die [[Abstraktion]], die ihre [[Wirklichkeit]] entzweit, weil sie die [[Inhalte]] auf die [[Substanz]] ihrer [[Beziehungen]] [[reduziert]]. Weil in einem [[abstrakten]] [[Verhältnis]] sich daher die [[Form]] zunehmend entleert, sich von ihrem [[Inhalt]] ablösen muss, [[bestimmt]] sich das mit der [[Trennung]] von [[Form]] und [[Inhalt]] seiner [[Beziehungen]] gespaltene Verhältnis nun auch [[wirklich]] [[abstrakt]]. Das somit veränderte [[Verhältnis]] [[reduziert]] die [[Qualität]] seiner [[Beziehungen]] und [[bestimmt]] schließlich sich selbst über die [[Masse]] ([[Quantität]]) ihrer [[Form]]. Diese entleert nun selbst ihre [[Verhältnisse]] und [[nichtet]] ihre [[inhalte]] durch das [[abstrakte]] [[Verhalten]] ihrer [[Vermittlung]] und wandelt ihre abstrakte [[Substanz]] zum [[Inhalt]] ihrer [[Form]]. Mit ihrer zunehmenden [[Verallgemeinerung]] [[bestimmt]] das schließlich auch die [[Inhalte]] ihrer [[Beziehungen]], die durch ihre [[Form]] (siehe [[Formbestimung]]) verkehren, weil sie durch ihre Allgemeinform selbst auch die [[Verkehrung]] des [[Wesens]] der einzelnen [[Beziehungen]] zu ihren von einander [[isolierten]] [[Inhalten]] betreiben. Das [[abwesende]] [[Wesen]] vermittelt dann das [[anwesende]] un bestimmt seine [[Beziehungen]]. Diese [[Schlussfolgerung]] hat Marx am Beispiel der [[Wertform]] aufgezeigt, wie und warum die [[abstrakt allgemeinen]] [[Beziehungen]] einer [[Äquivalentform]] durch die [[allgemeinen]] [[Bestimmungen]] der Gleichsetzung von [[Waren]], also über ihre an und für sich [[gleichgültige]] [[Vermittlung]] einer im [[Allgemeinen]] [[verselbständigten]] [[Form]]. So entsteht die [[allgemein]] besonderte [[Geldform]], die das [[abstrakt Allgemeine]] der [[Äquivalenzen]] als [[Wert]] der [[Tauschwerte]], die über ihre einfache [[Wertformen]] als [[Preise]] gegen die hierdurch vereinzelten [[Inhalte]] der [[Gebrauchswerte]][[bestimmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werturteil verfolgt daher vor allem eine politiche [[Absicht]], die vom wirklichen [[Zweck]] und [[Mittel]] absieht, um beides im Großen und [[Ganzen]] zwischen ihrem konkreten [[Sinn]] und konkreten [[Nutzen]] zu [[vermitteln]], um ein Verhältnis von [[Sinn]] und [[Nutzen]] ihrer gegenwärtigen Lebenswelt im Großen und [[Ganzen]] als Zusammenhang der [[Lebensäußerungen]] der Menschen herzustellen. Dieser muss allerdings von den konkreten Inhalten absehen, weil sie nur durch ihre [[Abwesenheit]] zusammenwirken können, sich ihre ganzen [[Wirklichkeit]] nur im [[Dazwischensein]] von [[Sinn]] und [[Nutzen]] vergegenwärtigen kann. Die Abstraktion selbst muss daher ihren [[Wert]] verwirklichen, der den gegenwärtigen [[Aufwand]] im Zustand seiner [[entgegenwärtigten]] [[Arbeit]] bestimmen und den [[Sinn]] und [[Zweck]] ihrer vergangenen Gegenwart erfüllen soll. Dieser Wert stellt daher den vergangenen [[Nutzen]] einer [[Arbeit]] und ihrer [[Kultur]] sinnlich in ihrer abstrakten Mitte gegenwärtig dar, die einen vergangenen [[Zweck]] ihrer Herstellung zu [[vergegenwärtigen]] haben müsste, um ihre [[Wertbildung]] zu bewahrheiten hätte z.B. als ein [[Verhältnis]] zwischen [[Sinn]] und [[Nutzen]], zwischen [[Inhalt]] und [[Form]] des gesellschaftlichen [[Daseins]], wodurch es sich überhaupt in seinem gesellschaftlichen Zusammenhang darstellen könnte. Aber dies hängt natürlich immer auch vom Entwicklungsstand einer [[Gesellschaft]] und ihrer wesentlichen Lebensgrundlage ab, sieht also zwangsläufig vom [[Grund]] und [[Boden]] ihrer gegenwärtigen [[Verhältnisse]] ab und bestimmt sich aus der [[Form]] einer vergangenen Welt, die einzige Grundlage zur [[Beurteilung]] der gegensärtigen existiert. Jedes Werturteil reflektiert eine zertrennte Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Subjekte und ihrer Objekte, zwischen Sinn und Nutzen ihres Daseins und wäre demnach zeitlos, jenseits aller wirklichen Geschichte. Doch Sinn ist nicht per se nützlich und Nutzen nicht unbedingt sinnlich. In ihrer Vermittlung ist daher ihr Verhältnis zu bewerten, um deren abstrakte Beziehung darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im der [[bürgerlichen Gesellschaft]] vollzieht sich diese Bewertung über den [[Warentausch]], also in der [[Beziehung]] der [[Gebrauchswerte]] die sich [[gesellschaftlich]] als [[Verhältnis]] von [[Tauschwerten]] darstellt. Diese verwirklichen ihren [[Wert]] in den [[Relationen]] der Tauschverhältnisse, wodurch sich ein [[gesellschaftlicher]] Maßstab als [[Maß der Werte]] vergangener [[Arbeit]] über den [[Maßstab ihrer Preise]] durchsetzt - auch wenn sich die [[Preise]] nicht als Vermittler von vergangener und gegenwärtiger [[Arbeit]] in einem wirklichen [[Wert]] einig werden, diesen also nur als [[abstrakte]] [[Beziehungen]] realisieren können. In den gegenwärtigen Relationen der [[Tauschwerte]] vonmitteln sich daher immer ihre abstrakte gesellschaftliche Beziehungen zu ihren [[Gebrauchswerten]], worin sich ihr Wert als eine [[abstrakte Allgemeinheit]] Einheit verwirklicht, indem hierfür ihr Vergleich und die [[Konkurrenz]] der [[Angebote]] auf dem Markt entscheidend wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gleichsetzung der [[Waren]] durch ihre [[Wertform]] werden diese unbestimmt und als Wertdinge unbestimmbar, denn zwischen den Dingen (siehe auch [[Dazwischensein]]) ist der [[Wert]] nichts, was unmittelbar von und für Menschen sein kann. Er ist eine reine [[Abstraktion]] von allem, was natürlich bestimmt ist und durch den [[Konsum]] im Menschen als sein organisches Substrat zur privaten Einverleibung verschwindet, einen Sog der [[Gleichgültigkeit]] gegen den gesellschaftlich existenten [[Warenkörper]] und seine Erzeugung betreibt. Er ist daher auch nicht unmittelbar in seinem [[Wert]] messbar oder sinnlich [[wahrzunehmen]]. Als [[Formbestimmung]] der Dinge, wie sie sich auf dem Markt [[verhalten]] und ins [[Verhältnis]] ihrer [[Austauschbarkeit]] versetzen, greift er ihre Naturstofflichkeit so auf, wie sie nicht unbedingt für den Menschen, sondern für den Markt da ist, für den sie eine [[Form]] annehmen, die nicht ihrer [[Natur]] folgt, sondern sich dem Markt anpassen muss. Ihr [[Wert]] ist in seiner allgemeinen [[Äquivalentform]] zu einer ökonomischen [[Formbestimmung]] geworden, die blindwütig &#039;&#039;hinter dem Rücken&#039;&#039; der Menschen fungiert und die [[Gebrauchswerte]], die Dinge einer [[wirtschaftlichen]] [[Nutzung]] ihrer [[wahrnehmbaren]] [[Existenz]] entrückt, sie durch ihr [[abwesendes]] [[Wesen]] selbst verrückt macht. So natürlich sie erscheinen, so [[unwesentlich]] ist dabei ihre [[Natur]], steht geradezu auf dem Kopf, weil sie bloßes Moment einer ihr äußerlichen [[Bestimmung]] ist, einem ihr [[fremden]] [[Wesen]] folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wert]] stellt von da her ein [[politisches]] [[Verhältnis]] unterschiedlicher [[Existenzen]] in ihrer gegenseitigen [[Wertschätzung]] zu einander so dar, wie sie sich als Träger eines [[gesellschaftlich]] [[gegenständlichen]] [[Verhältnisses]] in seiner herrschenden Verfassung, der Rechtsform seiner [[Verträge]] und Erträge [[verhält]] (siehe hierzu [[bürgerliche Gesellschaft]], [[bewertet]] und sich dem entsprechend politisch wie auch wirtschaftlich mitteilt und vermittelt (siehe hierzu [[Kritik der politischen Ökonomie]]). Ein jeder [[Wert]] formuliert das [[Verhältnis]] eines existenziellen Verlangens (siehe [[Bedürfnis]]) zur [[gesellschaftlichen]] [[Notwendigkeit]], worin sich der [[Aufwand]] und das [[Material]] der [[Arbeit]] hierfür zu bewähren hat. Ihr Wert soll die [[gesellschaftliche]] [[Notwendigkeit]] seiner Existenzwerdung als [[Notwendigkeit]] [[bewahrheiten]], sich als [[Verhältnis]] durch das [[Verhalten]] der einzelnen [[Existenzen]] [[privat]] bestimmter [[Arbeiten]] (siehe [[Privatarbeit]]) zur Gesamtheit der [[allgemeinen]] [[Notwendigkeit]] ihrer [[Existenz]], des [[Lebensstandards]] erweisen, dem [[geschichtlich]] entwickelten [[Reichtum]] ihrer [[Kultur]] im Ausmaß und Maßstab ihrer [[gegenwärtigen]] [[Wertrealisierung]] durch den [[Warentausch]] in ihrer [[Wertform]]. Im [[gesellschaftlichen]] Wert der [[Existenzen]] (siehe auch [[Existenzwert]]) vermitteln sich die einzelnen Lebensäußerungen von Menschen in ihrer Rückbeziehungen auf ihre politische Existenz. Darin verwirklichen die vielen [[Privatarbeiten]] einen gesellschaftlichen Lebenszusammenhang ihrer darin [[vergegenständlichten]] [[Wertschätzungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv stellt die [[Gegenwärigkeit einerNotsich als Mangel imVerhältnisder]] [[gesellschaftlich]] [[notwendigen]] [[objektiven]] [[Mittel]] dar, welcher [[Gegenstände]] des [[Lebens]] nötig hat, deren [[qualitativer]] [[Zweck]] (siehe [[Gebrauchswert]]) seine [[gesellschaftliche]][[Wertsubstanz]] im [[Maß der Werte]] vermittelt. Deren Wert ist aber zugleich der [[Begriff]] eines [[allgemeinen]] [[Verhältnisses]] von [[isolierten]] - also [[privaten]] [[Bewertungen]] im [[Maßstab ihrer Preise]], die sich in den Relationen ihrer [[Tauschwerte]] durch ihre [[Konkurrenz]] im [[Warentausch]] bemessen. Sie sind einerseits [[subjektiv]] als Ausdruck eines [[Verlangens]], die [[Wertschätzung]] eines [[unmittelbar]] [[einzelnen]] [[Bedürfnisses]], andererseits [[objektiv]] als [[Ausdruck]] des Werts einer [[Beziehung]], die nicht [[unmittelbar]] [[wirklich]] so [[da ist,]] wie sie [[erscheint]], die also lediglich durch ihre Preise als [[Verhältnis]] von [[Wertschätzungen]] existiert. Im [[wirtschaftlichen]] [[Verhältnis]] des [[Warentauschs]] stellt sich die [[subjektive]] [[Beziehung]] einer [[Ware]] in einem [[Gebrauchswert]] dar, dessen [[objektive]] [[Beziehung]] durch den Wert seines [[Verhältnisses]] zu seinen Preisen erscheint, sich durch ihren [[Tauschwert]] sowohl objektiv als auch subjktiv vermittelt. Beides lässt sich nicht [[wirklich]] aufeinanander beziehen, weil dieses [[Verhältnis]] selbst keinen Wert einer [[Ware]] bilden kann, weil beides nichts [[wirklich]]miteinander zu tun hat, sondern erst im Nachhinein ihres [[Verhaltens]] auf dem Markt ihren Wert aus den [[Wertbildungen]] von [[Bewertungen]] formuliert (siehe [[Wertform]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher gibt es keinen [[allgemeinen]] Wert - und daher auch keinen besonderen Wert als [[Gebrauchswert]] an sich (siehe [[Logik]]). Dieser hat seinen Wert in seiner [[isolierten]] Körperform nur durch sein [[Dasein]] als [[Eigenschaft]] einer [[Ware]] auf dem Markt, steht daher immer schon in einer [[allgemeinen]] [[Beziehung]] von [[Sinn]] und [[Nutzen]] der Güter, die dort getauscht werden und ist von daher eine einzelne [[gegenständliche]]Gestalt eines gesellschaftlichen Verhältnisses einer bewirtschafteten [[Kultur]] des [[Warentauschs.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner [[Einzelheit]] als [[Gebrauchswert]], der mit dem Gebrauch von [[Waren]] Stück um Stück oder auch im Ganzen vergeht und also durch sich selbst nichts sein und bleiben kann, ist er doch als [[Körper]] einer gesellschaftlichen [[Beziehung]] in ihrer Privatform eines Wertes gegenwärtig und bewahrt darin seine [[gesellschaftliche]] [[Natur]], die es unter [[kapitalistischen]] [[Lebensbedingungen]]in keiner anderen Form geben kann. Auch einen [[allgemeinen]] Wert als [[Tauschwert]] an sich kann es schon deshalb nicht geben, weil [[nichts]] durch sich selbst [[sein]] kann, das für sich schon alles sein soll (siehe [[Dialektik]]). Wert stellt eine dem Menschen entfremdete menschliche [[Beziehung]], [[negierte]] [[Menschenliebe]] dar. Er formuliert etwas, das [[notwendig]] für die Menschen und zugleich [[getrennt]] von ihnen ist (siehe [[Schmerz]]). [[Wert]] stellt einen [[Aufwand]] dar, der in eine [[Sache]] oder Leistung eingegangen und darin als Produkt einer menschlichen [[Arbeit]] dargestellt und solange existent ist, wie er noch nicht im Konsum mit der [[Einverleibung]] der Produkte untergegangen ist: Wert stellt daher einen gesellschaftlichen Arbeitsaufwand dar, der durch Menschen (also nicht durch [[Maschinen]]) erbracht wurde, weil er auch nur durch Menschen realisiert wird (&#039;&#039;Autos kaufen keine Autos&#039;&#039; - Henry Ford). Die menschliche [[Arbeit]] als solche ist Wertbildner, weil und sofern sie [[Waren]] herstellt, die im [[Warentausch]] ihre Wertgegenständlichkeit im [[Verhältnis]] ihrer [[Wertformen]] in der [[Wertgröße]] eines [[durchschnittlichen]] menschlichen Arbeitsaufwand zur Erhaltung und Entwicklung ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Existenz]] in einem geschichtlich über viele Epochen hinweg gebildeten allgemeinen [[Lebensstandards]] realisiert. Es ist eine Größe des [[Daseins]], die sich nicht aus konkreten [[Beziehungen]] ergibt, sondern sich in der [[bürgerlichen Gesellschaft]]über die Wertsumme eines gesellschaftlichen [[Reichtums]] in der [[Durchschnittsbildung]] ihrer Produkten relativiert und vermittelt, die einen [[Wert]] darstellen, solange sie sich in ihrem gesellschaftlichen [[Verhältnis]] zwischen [[Produktion]] und [[Konsumtion]] durch den [[Warentausch]] [[verhalten]] (siehe auch [[Dazwischensein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber im [[Warentausch]] ausgetauscht wird ist das Tauschmittel [[Geld]] auf der einen Seite und die [[Gebrauchswerte]] als Produkte einer [[Arbeit]] auf der anderen, wodurch beides [[substanziell]] extrem verschieden ist. Dies stellt sich im [[Warentausch]] als [[Verhältnis]] von vielen Einzelheiten ([[Gebrauchswerte]]) dar, das durch die Vermittlung von einer einfachen und daher [[abstrakten Allgemeinheit]] ([[Geld]]) gleichgesetzt und damit austauschbar wird. Während jedoch die [[Gebrauchswerte]] nur einmal in ein [[Tauschverhältnis]] geraten, sich nur einmal dahin bewegen bis sie stofflich verbraucht sind, bewegt sich das [[Geld]] unendlich oft in der [[Beziehung]] auf alle [[Waren]], ohne sich hierbei sonderlich stofflich zu verbrauchen. Demnach vermittelt es unendlich viele [[Werte]], während die einzelne [[Ware]] sofort vom Markt verschwindet, ihr [[Wert]] also in ihrem stofflichn Verbrauch [[abwesend]] wird, während dieser im Geld als Wertmaß in der zirkulierenden Preissumme [[anwesend]] bleibt, soweit diese durch andere Waren durch deren [[Tauschwerte]] in der [[Zirkulation]] von [[Ware]] und [[Geld]] erhalten bleibt. Entscheidend für die &#039;&#039;Kaufkraft&#039;&#039;, für den gesellschaftlichen Wert des [[Geldes]] ist seine Funktion als [[Kaufmittel,]] als [[Maß der Werte]] im Verhältnis zu seiner Funktion als [[Zahlungsmittel]] in der vorhandenen Masse der [[Preise]] als [[Maßstab der Preise]]. [[Geld]] ist beides und darin unterscheiden sich die [[Tauschwerte]] des [[Geldes]] von ihrem [[Wert]]. Die &#039;&#039;Gerechtigkeit&#039;&#039; der &#039;&#039;unsichbaren Hand des Markts&#039;&#039; besteht also nur aus einer Ignoranz gegen die Erzeugung der Warenwerte (siehe hierzu auch [[Verteilungsgerechtigkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Wert an sich, einen konkreten Wert gibt es daher nicht. Nichts stellt allein durch sich schon einen Wert dar. Wert kann etwas nur haben, wenn es [[ungewiss]], zugleich aber als [[Mittel]] eines ihm äußerlichen [[Zwecks]] in einem gesellschaftlichen Verhältnis nötig ist. Wert entsteht, wo eine konkrete [[Vermittlung]] fehlt, wo etwas nicht [[wirklich]] als das da ist, was für ein [[bestimmtes]] [[Verhältnis]] [[notwendig]] da sein muss, was aber konkret [[abwesend]] ist, wo es wesentlich ist und sein soll. Es ist nur durch die Eigenschaften seines Wertes für andere, also durch sein [[Anderssein]] wirklich da. Wert hat ein [[Wesen]], das den Menschen [[fremd]] und nur durch seine [[Abwesenheit]] als bloße [[Tatsache]] des [[Daseins]], das als schlichter [[Grund]] in der [[Abstraktion]] seines [[Seins]] wesentlich da ist (siehe [[Entfremdung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo etwas Abwesendes wesentlich ist, kann es nur das Wesen einer [[Abstraktion]] sein - eben das, was [[tatsächlich]] bleibt, bloße [[Tatsache]] ist, wenn man von allem absieht, was [[wirklich]] da ist (siehe [[Dasein]]). Es ist das reine [[Material]], die bloße [[Substanz]] der [[Elemente]]. die ihre [[Wirklichkeit]] und [[Macht]] aus ihrer [[Elementarform]] beziehen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]] in der [[Elementarform]], der Warenform des [[Reichtums]] der [[bürgerlichen Gesellschaft]]). Aber ein abwesendes [[Wesen]] ist ein [[Unwesen]], ein [[Wesen]] der [[Abstraktion]], das Wirkungen hat, die ihren [[Grund]] nurmehr außer sich haben können und hierdurch wie durch einen Zauber, wie ein [[Dämon]] der [[Sachwelt]] [[erscheinen]], die für die Menschen zu einem [[Fetisch]] wird, weil er das [[Verhältnis]] einer ihnen entzogenen, einer [[entfremdeten]] [[Vermittlung]] verkörpert, als [[Körper]] einer [[Entfremdung]] wirkt. Der [[Fetisch]] steht deshalb für einen magisch-kultischen [[Gegenstand]] (siehe auch [[Warenfetiscismus]], [[Kapitalfetisch]]), dessen wesentliches Sein nur aus dem [[Dasein]] seiner [[abstrakten]] [[Vermittlung]] [[vorgestellt]] werden kann, in der ihre [[Inhalte]] nur in einer [[verkehrten]] [[Form]] [[wahrnehmbar]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes [[Leben]] wird durch eine [[Bewertung]] zu [[nichts]], weil ihm damit sein [[wesentliches]] [[Sein]] durch ein [[Urteil]] über sein [[Dasein]] (siehe auch [[ästhetisches Urteil]]) veräußerlicht, gemaßregelt ist - und zwar aus dem einen [[Grund]], dass seine [[Entwertung]] schon [[objektiv]] existiert, bevor es [[subjektiv]] sein kann. Nur hierdurch ist überhaupt seine [[Bewertung]] möglich. Und nötig ist dies, wo eine höhere [[Ordnung]] als [[Prinzip]] eines [[entäußerten]] [[Lebens]] herrschen soll, um [[Leben]] darin abhängig und [[hörig]] zu machen. Wert ist der [[gesellschalftliche]] Rückstand eines [[Lebens]], das sich nur außer sich verwirklichen, das nicht konkret wahr sein kann, weil es sich in seinen Lebensverhältnissen nur gegen sich [[verhalten]], in seinen [[wirklichen]][[Verhältnissen]] nur [[abstrakt]], als bloße [[Tatsache]] seiner [[Negation]] sein und als deren [[Notwendigkeit]] mitteilen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wert ist das Resultat einer Schätzung in einem [[Verhältnis]], worin etwas nötig ist, das nicht als das [[da ist]], als was es hierfür [[sein]] muss, nicht [[wirklich]] das ist, was hierfür nötig ist. Jede [[Wertschätzung]] ist die [[Beziehung]] auf einen Schatz (siehe auch [[Schatzbildung]]), der seinen [[Wert]] dadurch hat, dass er eine gesellschaftliche [[Bewertung]] erfahren hat, weil er etwas darstellt, das für die [[Lebensverhältnisse]] einer [[Gesellschaft]] und deren [[Entwicklung]] nötig ist und einen bestimmten [[Aufwand]] hierfür [[veräußert]], ohne als [[Lebensäußerung]] dieser [[Gesellschaft]] wirklich da zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit dieser [[Aufwand]] in den einzelnen [[Verhältnissen]] aufgeht und umgesetzt wird, soweit er sich darin praktisch im Gebrauch und Verbrauch realisiert, entsteht und vergeht jede [[Beziehung]] durch und mit diesem, hat keine eigene [[Substanz]] und verbleibt auch ohne diese als eine vereinzelte [[Lebensäußerung]], die selbst [[Lebensverhältnis]] ist. Schon in die dieser Vereinzelung stellt sie einen Lebensreichtum dar, der über das hinausreicht, was einfach nur lebensnotwendig, [[Reichtum]] für die Lebensvielfalt von und für Menschen ist. Einen [[Wert]] hat etwas aber nur dadurch, dass es nicht [[wirklich]] im [[Gebrauch]] ist, dass es auch nicht für ein [[Leben]] da ist, das dadurch sinnlich reicher, in seinem [[Nutzen]] für die Menschen sinnvoller wird, [[Leben]] aus dem [[Notwendigen]] befreit (siehe [[Freiheit]]), es in seinem Dasein [[emanzipiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Endlich kann kein Ding Wert sein, ohne Gebrauchsgegenstand zu sein. Ist es nutzlos, so ist auch die in ihm enthaltene Arbeit nutzlos ... und bildet daher keinen Wert. [[(MEW Bd. 23, S. 55)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wert hat etwas, das zwar durch seinen [[Gebrauchswert]] [[nützlich]] ist, das aber nicht das ist, für was dieser [[Nutzen]][[gesellschaftlich]] [[notwendig]] da zu sein hat. In seiner gesellschaftlichen Vermittlung ist etwas [[Wesentliches]][[abwesend]], hat ein [[Wesen]], das mit seiner Entstehung schon außer sich geraten ist. Es existiert nicht dort, wo es [[wesentlich]] [[notwendig]] ist und als dieses [[Wesen]] da sein muss, damit die [[Beziehungen]] in einer [[Gesellschaft]] sich erhalten und [[verhalten]], um ihre [[Verhältnisse]] in ihrer [[Wirklichkeit]] bewahren und [[bewähren]] zu können (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Ohne diese kann sich mit der [[Abwesenheit]] ihrer qualitativen gesellschaftlichen Bezogenheit nur die [[Not]] ihres [[Wesens]] entwickeln (siehe [[Wesensnot]]). [[Gesellschaftlich]] verhalten sie sich zu einander nur in einem quantitativen Verhalten als Relationen ihrer Austauschbarkeit durch ihre [[Preise]], wodurch sie ihren [[Tauschwert]] darstellen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Tauschwert erscheint zunächst als das quantitative Verhältnis, die Proportion, worin sich Gebrauchswerte einer Art gegen Gebrauchswerte anderer Art austauschen, ein Verhältnis, das beständig mit Zeit und Ort wechselt. Der Tauschwert scheint daher etwas Zufälliges und rein Relatives, ein der Ware innerlicher, immanenter Tauschwert (valeur intrinsèque) also eine contradictio in adjecto.. [[(MEW Bd. 23, S. 50 f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren [[wirklichen]] [[Verhältnisse]] [[beziehen]] sie sich [[widersinnig]] auf sich selbst - nicht [[wirklich]] auf Andere, sondern nur durch ihr [[abwesendes]], ihr [[abstraktes]] Wesen, durch die [[Substanz]] ihrer [[Natur]], wie sie immer [[tatsächlich]] [[gegeben]], wenn auch nicht [[wirklich]] da ist (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[(==&amp;gt; Weitere Ausführungen]])&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Kaufmittel&amp;diff=11598</id>
		<title>Kaufmittel</title>
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		<updated>2026-09-20T14:07:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nach seiner Position im [[Tauschhandel]] bestimmt sich die Funktion des [[Geldes]] zwischen seinem [[Dasein]] als [[Maß der Werte]] und seinem [[Dasein]] als [[Maßstab der Preise]]: Was man bezahlt. das hat seinen [[Preis]] (siehe [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]]). Was man dafür bekommt, das ist dann ein [[Wert]] (wodurch [[Geld]] zum [[Kaufmittel]] wird). Die [[Geldzirkulation]] vollzieht das Verhalten des [[Geldes]] als [[Zahlungsmittel]] im [[Wertmaß]] als Verhältnis des [[Geldes]] im [[Kaufmittel]], daher zugleich das [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]], als [[Maßstab der Preise]] zur einfachen [[Wertrealisation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Des Geld, indem es die Eigenschaft besitzt, alles zu kaufen, indem es die Eigenschaft besitzt, alle Gegenstände sich anzueignen, ist also der Gegenstand im eminenten Besitz. Die Universalität seiner Eigenschaft ist die Allmacht seines Wesens; es gilt daher als allmächtiges Wesen ... Das Geld ist der Kuppler zwischen dem Bedürfnis und dem Gegenstand, zwischen dem Leben und dem Lebensmittel des Menschen. Was mir aber mein Leben vermittelt, das vermittelt mir auch das Dasein der andren Menschen für mich. Das ist für mich der andre Mensch. [[(Marx in MEW 40, S. 563)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Käufer verwandelt Geld zurück in Ware, bevor er Ware in Geld verwandelt hat, oder vollzieht die zweite Warenmetamorphose vor der ersten. Die Ware des Verkäufers zirkuliert, realisiert ihren Preis aber nur in einem privatrechtlichen Titel auf Geld. Sie verwandelt sich in Gebrauchswert, bevor sie sich in Geld verwandelt hat. Die Vollziehung ihrer ersten Metamorphose folgt erst nachträglich. [[(Marx in MEW 23, S. 140f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]], das in der Warenzirkulation der [[Verkäufe]] (W-G) entsteht, entsteht das [[Geld]] als [[Kaufmittel]] in der [[Geldzirkulation]] (G-W-G), den [[Verhältnissen]] der [[Einkäufe]] die sich wertmäßig immer wieder nur in der Geldform vergegenwärtigen (z.B. G-W-G-G-W-G-G-W-G-G-W-G-G-W-G als G-G-G-G-G-G-G-G) und darin [[prominent]] werden, weil und sofern sie sich nur wie Geld zu [[Geld]], also als [[totales]] [[Zahlungsmittel]] [[verhalten]] und sich nicht mehr durch seinen [[allgemeinen]] [[Wert]] in seinem [[einzelnen]] [[Gebrauchswert]] begrenzen und lediglich als [[Masse]] in einer Geldsumme [[verallgemeinerter]] [[Proportionen]] der [[Preise]] fungiert. Als [[Zahlungsmittel]] bezieht sich [[Geld]] [[unmittelbar]] eben nur auf einen [[Gebrauchswert]] mit dessen Aufzehrung es seinen [[Wert]] verliert, während es als [[Kaufmittel]] den [[Wert]] einer umlaufenden Geldmenge im [[Geldbesitz]] darstellt, der seinen [[Wert]] über die [[Geldzirkulation]] bewahrt wird. Die Zirkulation &#039;&#039;schwitzt&#039;&#039; somit immer wieder einen &#039;&#039;überflüssigen&#039;&#039; [[Wert]] als Handelsprofit aus und [[inflationiert]] ihn deshalb auch im [[Geldhandel]] (&#039;&#039;The Winner takes it All&#039;&#039;), wodurch der [[Mehrwert]] seine eigentümliche Existenzform erfährt (siehe auch [[Kapitalfetisch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aber menschliche [[Bedürfnisse]] nur in Einheit mit menschlicher [[Arbeit]] zu [[verstehen]] sind (siehe hierzu [[Stoffwechsel]]), weil sie nur zwischen [[Produktion]] und [[Konsumtion]] adäquat [[existieren]] können, stellt sich ihre [[Trennung]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]], als [[Trennung]] der Arbeit zwischen [[Gebrauchswert]] und [[Tauschwert]] dar und kann nur in der [[Geldform]] ihrer [[abstrakten]] Zusammenhänge [[vermittelt]] werden. Von daher kann der arbeitende Mensch seine [[Bedürfnisse]] nur durch [[Geld]] [[befriedigen]] und der [[bedürftige]] Mensch nur durch einen [[Arbeitslohn]] sein &#039;&#039;[[Leben]] verdienen, indem er sich selbst nur im Maß seines [[Selbstverlustes]] durch seinen [[Arbeitslohn]] [[gesellschaftlich]] und zugleich in seiner  [[privaten]] [[Existenzform]] [[vergegenwärtigen]] kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geld]] als Kaufmittel ist ein [[Geld]], das den Konsumenten gegen [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] freistellt, wenn es in der [[Zirkulation]] seiner [[allgemeinen Wertform]] festgehalten werden kann, sobald es über seine Funktion als [[Zahlungsmittel]] hinaus die [[Notwendigkeiten]] der [[existenziellen]] [[Reproduktion]] erfüllt hat und darüber hinaus [[aufgeschatzt]] werden kann. Von daher stellt es einen [[Geldbesitz]] dar, der seinem [[GeBesitzerld]] ein [[beliebiges]] [[Verhalten]] zu allen [[Waren]] als reiner [[Tauschwert]] erlaubt. Denn [[Geld]] stellt sowohl einen [[Tauschwert]] durch die einzelnen [[Preise]] der Waren in ihrer [[relativen Wertform]] dar, als auch den [[gesellschaftlichen]] [[Wert]] der Arbeitsprodukte in deren [[allgemeiner Wertform]] als ihre [[Äquivalentform]]. Im [[Geldwert]] der [[Realwirtschaft]] vermittelt sich somit eine [[Beziehung]] der Wertdarstellungen über das [[Zahlungsmittel]] [[Geld]], das beim [[Verkauf]] von [[Waren]] eingetauscht wird (Ware gegen Geld W-G).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bezahlung der [[Einkäufe]] von Waren fungiert [[Geld]] im [[Allgemeinen]] doppelbödig (siehe [[Doppelcharakter]]): einmal als ein [[Zahlungsmittel]] (Ware gegen Geld W-G), das zugleich in seiner Funktion als [[allgemeinen Wertform]] als [[Kaufmittel]] (Geld gegen Ware G-W) existiert. Im [[Einzelnen]] fungiert Geld daher durch seinen [[Tauschwert]] als relativer [[Preis]] einer Ware, die damit bezahlt wird. Sofern [[Geld]] festgehalten werden kann, wenn es ganz [[allgemein]] [[mehr Wert]] hat als die Preissumme der verkauften Produkte, wird [[Geld]] zu einem Wertspeicher seiner [[Eigenschaften]] als [[Kaufmittel]], der auch als eigenständige Wertform zu einer [[allgemeine Wertform]] aufgehäuft, in seiner leeren [[Form]] [[akummuliert]] und damit zu einer politischen Macht des Geldes werden kann. In dieser [[Form]] stellt [[Geld]] dann eine [[abstrakte Allgemeinheit]] der [[veräußerten]] [[Werte]] dar (siehe hierzu [[Kapital]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gewöhnlichen [[Warentausch]] [[vermittelt]] [[Geld]] also den [[Wert]] der [[Waren]] in zweierlei Funktionalität indem es der [[Formbestimmung]] der [[Wertform]] im [[Allgemeinen]] nachgeht und ihr zugleich durch ihren [[Preis]] im Besonderen vorauseilt. Es ist das allgemeine [[Tauschmittel]], wodurch sich die [[Produkte]] der [[Arbeit]] über ihren [[Tauschwert]]durch dessen [[quantitativ]] bestimmte [[Form]] zum [[Mittel]] ihres durch dessen unmittelbare [[Körperform]] [[qualitativ]] bestimmten [[Konsums]] verwandeln und als [[Gebrauchswerte]] aufeinandender [[beziehen]] lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Wertmaß (Geld als [[Maß der Werte]]) verhält sich hierdurch zum [[Zahlungsmittel]] [[Geld]] zum Einkauf im Verhältnis ihrer Preise (Geld als [[Maßstab der Preise]]). So kann sich im Nachhinein der Produktion beim [[Warentausch]] die [[Preisbildung]] auf den [[gesellschaftlichen]] [[Wert]] der Produkte, das qualitative Verhältnis der [[Gebrauchswerte]] (siehe hierzu [[Warenkörper]]) auf das [[quantitative]] Verhältnis der Tauschwerte als Äquivalente ihrer [[Wertform]], der [[gesellschaftlichen]] [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] beim [[Warentausch]] beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Marx hat die [[Entwicklung]] dieser [[Formbestimmungen]] an der [[Entwicklung]] der Geldform aus der [[Wertform]] der gegensätzlichen Seinsweisen von Wert und Gebrauchwert dargestellt, in der die [[Beziehung]] ihres getrennten Ursprungs sich als gesellschaftlicher Zusammenhang vermittelt, der ihre Trennung übrwindet, ohne sie aufzuheben. Es ist die Vermittlung des einfachen und zufälligen [[Inhalts]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]]von [[Waren]], deren gesellschaftliche Beziehung durch die Form ihres [[Daseins]] abgebrochen ist und sich die [[inhaltliche]] [[Beziehung]] des [[Zahlungsmittels]] als [[Ware]] gegen [[Geld]] (W-G) nur durch die [[Beziehung]] eines [[Kaufmittels]] als [[Geld]] gegen [[Ware]] (G-W) mitteit. Während erstre durch sich bestimmt erscheint, wird letztre durch die Aufhäufung der Kaufakte (G-W-W-G) über ihr [[Dasein]] als Geldform (W-G-G-W) gleichgesetzt und durch die Verdopplung der Wertgestalt des Geldes (G-G) [[gleichgültig]] gegen ihren [[Inhalt]], ihrer organischen (natürlichen) [[Substanz]] wird. Da somit die an sich getrennte [[Beziehung]] W-G und G-W im [[Geld]] formal gleichgesetzt ist, verdoppelt es seine leere Funktionalität (W-G-G-W), die sich allgemein und letztendlich als [[Beziehung]] des Geldes zu sich selbst (G-G) durchsetzt und durch dessen politische Form und Macht über ihre organische Verwendung im Arbeitsprozess zu mehr Geld (G-G&#039;) wird. Von da her wird [[Geld]] in seinem [[Dasein]] als [[Kaufmittel]]mächtig gegen seine ursprüngliche Funktion als bloßes [[Zahlungsmittel]] und wird hierdurch zum [[Subjekt]] des [[Warentauschs]], zu dessen [[allgemeiner]][[Formbestimmung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wert]]des [[Geldes]] als [[Zahlungsmittel]] stellt vergangenen [[Nutzen]] einer [[Arbeit]] dar, der seinen vergangenen [[Sinn]] zu [[vergegenwärtigen]] haben müsste, um seinen [[Geldwerte]] als [[Kaufmittel]] zu bewahrheiten (siehe z.B. das [[Verhältnis]] der [[Tauschwerte]] zu ihrem [[Wert]], in denen das [[Maß der Werte]] vergangener [[Arbeit]] nur über den [[Maßstab ihrer Preise]] gegenwärtiger Relationen der [[Tauschwerte]] von [[Gebrauchswerten]] verwirklicht werden kann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Geld]] vermitteln die [[Waren]] ihren [[Wert]] als [[Tauschwert]], wie er sich aus der Warenzirkulation als diese bewegende und durch sie bewegte Geldmenge ergibt. In der Beziehung einer [[Ware]] zu Geld (W - G) fungiert Geld als [[Maßstab der Preise]] durch sie Summe der ausgepreisten [[Waren]] als eine zirkulierende Wertsumme die als [[Angebot]] der [[Preise]] den [[Wert]] der Kosten der Warenproduktion (siehe hierzu auch [[Lebensstandard]]) im Vorhinein bestimmt. . In der Beziehung des [[Geldes]] zu jeder einzelnen [[Ware]] (G - W) fungiert sie als [[Notwendigkeit]] des [[Geldes]], durch das [[Geld]] als [[Maß der Werte]] im Nachhinein der Produktion seinen [[Wert zu realisieren]]. [[Geld]] geht daher in die Warenzirkulation einmal ein als Vorschuss, als [[Kaufmittel]], durch das [[Gebrauchswerte]] (z.B. auch die [[Arbeitskraft]]) erstanden werden können, zum anderen als [[Zahlugsmittel]], durch das es den [[Preis]] als Anteil der zirkulierenden Geldmenge formuliert. Durch die [[Verallgemeinerung]] der [[Einkäufe]] und [[Verkäufe]] von [[Waren]], die nach jedem Tausch mit ihrem [[Gebrauchswert]] aus der Warenzirkulation verschwinden, wird die Geldform der zirkulierenden Geldmenge insgsamt verdoppelt zu G - W - G und als [[Kaufmittel]] zum [[Subjekt]] des Marktes, als [[Zahlugsmittel]] zu dessen [[Objekt]]. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, dass Geld als Vorschuss ([[Kapital]]) in die [[Produktion]] angewendet [[mehr Wert]] erzielt, als es zuvor hatte (G - W - G&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;G - W. Zweite oder Schlußmetamorphose der Ware: Kauf. - Weil die entäußerte Gestalt aller andren Waren oder das Produkt ihrer allgemeinen Veräußerung, ist Geld die absolut veräußerliche Ware. Es liest alle Preise rückwärts und spiegelt sich so in allen Warenleibern als dem hingebenden Material seiner eignen Warenwerdung. Zugleich zeigen die Preise, die Liebesaugen, womit ihm die Waren winken, die Schranke seiner Verwandlungsfähigkeit, nämlich seine eigne Quantität. Da die Ware in ihrer Geldwerdung verschwindet, sieht man dem Geld nicht an, wie es in die Hände seines Besitzers gelangt oder was in es verwandelt ist. Non olet Es stinkt nicht, wessen Ursprungs auch immer. Wenn es einerseits verkaufte Ware repräsentiert, so andrerseits kaufbare Ware. [[(MEW 23, S. 124)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser doppelten Funktion nimmt es also zwei unterschiedliche Positionen seiner Wertform ein: Beim [[Einkauf]] (Geld gegen Ware, G-W) als [[Kaufmittel]], beim [[Verkauf]] (Ware gegen Geld, W-G) als [[Zahlungsmittel]]. Als [[Kaufmittel]] bezieht Geld seine Funktion aus der [[Produktion]] von Waren, aus der [[Freiheit]], die Geld dem [[Geldbesitzer]] verleiht, um existieren zu können; als [[Zahlungsmittel]] bezieht es seine Funktion aus der [[Notwendigkeit,]] zur Befriedigung von [[Bedürfnissen]] Geld ausgeben zu müssen. Aus der Produktion bezieht Geld seine Macht als Marktsubjekt, aus der [[Zirkulation]] der Warenwerte existiert es, um Bedürfnisse jedweder Art befriedigen zu können. Soweit es sich nach der [[Produktion]] der veräußerten Ware bei ihrem [[Verkauf]] als [[Beziehung]] der Ware gegen Geld (W-G) verhält, ist es ein [[Zahlungsmittel]], das seinen Wert in Geld reell darstellen muss, um als zirkulierende Wertform im Verhältnis zu ihrer Produktion gültig zu sein, also als [[Maß der Werte]] zu funktionieren. Sobald es aber durch die Preise auf dem Markt zirkuliert, die es unmittelbar nur durch Vorstellungen, also ideell in der Beziehung Geld gegen Ware (G-W) bestimmen kann, weil es sich aus der zirkulierende Geldmenge, aus einer Preissumme reflektiert, ist es als [[Zahlungsmittel]] ein [[Maßstab der Preise]], dessen Wert sich erst im Nachhinein der [[Produktion]] in der [[Zirkulation]] der Waren auf dem Markt als adäquate Wertform der realisierten Einkäufe erweisen kann (siehe hierzu auch [[Kreditwesen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Umlauf des Geldes zeigt beständige, eintönige Wiederholung desselben Prozesses. Die Ware steht stets auf Seite des Verkäufers, das Geld stets auf Seite des Käufers, als Kaufmittel. Es funktioniert als Kaufmittel, indem es den Preis der Ware realisiert. Indem es ihn realisiert, überträgt es die Ware aus der Hand des Verkäufers, während es sich gleichzeitig aus der Hand des Käufers in die des Verkäufers entfernt, um denselben Prozeß mit einer andren Ware zu wiederholen. Daß diese einseitige Form der Geldbewegung aus der doppelseitigen Formbewegung der Ware entspringt, ist verhüllt. Die Natur der Warenzirkulation selbst erzeugt den entgegengesetzten Schein. Die erste Metamorphose der Ware ist nicht nur als Bewegung des Geldes, sondern als ihre eigne Bewegung sichtbar, aber ihre zweite Metamorphose ist nur als Bewegung des Geldes sichtbar. In ihrer ersten Zirkulationshälfte wechselt die Ware den Platz mit dem Geld. Damit fällt zugleich ihre Gebrauchsgestalt der Zirkulation heraus, in die Konsumtion. Ihre Wertgestalt oder Geldlarve tritt an ihre Stelle. Die zweite Zirkulationshälfte durchläuft sie nicht mehr in ihrer eignen Naturalhaut, sondern in ihrer Goldhaut. Die Kontinuität der Bewegung fällt damit ganz auf die Seite des Geldes und dieselbe Bewegung, die für die Ware zwei entgegengesetzte Prozesse einschließt, schließt als eigne Bewegung des Geldes stets denselben Prozeß ein, seinen Stellenwechsel mit stets andrer Ware. Das Resultat der Warenzirkulation, Ersatz von Ware durch andre Ware, erscheint nicht durch ihren eignen Formwechsel vermittelt, sondern durch die Funktion des Geldes als Zirkulationsmittel, welches die an und für sich bewegungslosen Waren zirkuliert, sie aus der Hand, worin sie Nicht-Gebrauchswerte, in die Hand überträgt, worin sie Gebrauchswerte, stets in entgegengesetzter Richtung zu seinem eignen Lauf. Es entfernt die Waren beständig aus der Zirkulationssphäre, indem es beständig an ihre Zirkulationsstelle tritt und sich damit von seinem eignen Ausgangspunkt entfernt. Obgleich daher die Geldbewegung nur Ausdruck der Warenzirkulation, erscheint umgekehrt die Warenzirkulation nur als Resultat der Geldbewegung. [[(MEW 23, Seite 129f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als durch menschliche Arbeit begründete Wertgestalt ist Geld beim Einkauf von [[Gebrauchswerten]] immer schon im Vorhinein des [[Warentauschs]] ein geltendes [[Maß der Werte]]. Als ein allgemeines Mittel der Einkäufe ist es aber zugleich auch abhängig von den Preisen, welche die Verkäufe auf dem Warenmarkt in den Verhältnissen der [[Tauschwerte]] gebildet hatten.[[Geld]] ist ein Werträger als [[Zahlungsmittel]] für jede einzelne [[Ware]] und trägt zugleich als [[Kaufmittel]] den Geldwert aller Waren im Anteil der Preissumme, die es als [[Maßstab der Preise]] formuliert. In diesem Maßstab ist Geld durch den Gesamtwert der zirkulierenden [[Waren]] in ihrer wertgerechten Preissumme gesellschaftlich wirksam, während es als [[Kaufmittel]] den Aufwand der Arbeit als [[Maß der Werte]] realisiert und also den [[Geldwert]] bestimmt. Jeder [[Geldbesitzer]] hat damit eine doppelte gesellschaftliche Funktion zur Hand, in der sich der Gesamtwert aller produzierten und noch nicht verkauften Waren reflektiert. Als durch menschliche Arbeit begründete Wertgestalt (W-G) existiert Geld daher schon im Vorhinein des Warentauschs als ein geltendes [[Maß der Werte]], das Seinesn Tauschwert in der Preisbildung erst finden muss. Aus seiner im [[Warentausch]], in seiner [[Zirkulation]] erworbenen Fähigkeit, sich gegen jede andere Ware einzutauschen (G-W), kann es im Nachhinein der Tauschakte seinen [[Wert]] schließlich als Teil einer Preissumme darstellen. Als [[Maß der Werte]], als das es beim [[Einkauf]] funktioniert ist es daher unmittelbar ein reales [[Kaufmittel]], das aber ideell sich immer auch als [[Maßstab der Preise]], als Zahlungsmittel reflektieren lassen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Insofern Kauf und Verkauf, die beiden wesentlichen Momente der Zirkulation, gleichgültig gegeneinander sind, in Raum und Zeit getrennt, brauchen sie keineswegs zusammenzufallen. Ihre Gleichgültigkeit kann zur Befestigung und scheinbaren Selbständigkeit des einen gegen das andere fortgehen. (So dass einer nur kauft, ohne zu verkaufen – Warenhortung –, oder dass einer nur verkauft, ohne zu kaufen – Geldhortung, Schatzbildung.) Indem Kauf und Verkauf aber beide wesentlich Momente eines Ganzen bilden (der Warenproduzent verkauft seine Ware, um mit dem Geld andere Ware zu kaufen, die seine Bedürfnisse befriedigt), muss ein Moment eintreten, wo die selbständige Gestalt gewaltsam gebrochen und die innere Einheit äußerlich durch eine gewaltsame Explosion hergestellt wird. So liegt schon in der Bestimmung des Geldes als Mittler, in dem Auseinanderfallen des Austauschs in zwei Akte, der Keim der Krisen ... ([[K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, MEW 42, S. 128]].)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Kind weiß ja schon sowieso, daß für [[Geld]] alles zu [[haben]] ist - eben weil man damit alles bekommen, nämlich [[kaufen]] kann, soweit und soviel man Geld in der Tasche oder auf dem Konto hat. Geld ist in diesem Fall ein [[Kaufmittel]], also ein Wert, den man besitzt, um einen [[Gebrauchswert]] zu erstehen, der auf dem Markt nur existiert, weil er für Geld produziert wurde. Geld ist als [[Kaufmittel]] ein Wertmaß seiner Produktion, indem es als [[Maß der Werte]] angewandt wird. Dabei ist es das [[Subjekt]] der Beziehung vom [[Käufer]] zum [[Verkäufer]]. Als Zahlungsmittel fungiert es als [[Maßstab der Preise]] und ist hierdurch objektiv durch die Marktverhältnisse bestimmt, also nur als [[Objekt]] der Beziehung vom [[Verkäufer]] zum [[Käufer]] gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kaufmittel wird Geld als Wertmaß seiner Produktion, als [[Maß der Werte]] angewandt und ist dabei das [[Subjekt]] der Beziehung vom [[Käufer]] zum [[Verkäufer]]. Als [[Zahlungsmittel]] fungiert es als [[Maßstab der Preise]] und ist hierdurch objektiv durch die Marktverhältnisse bestimmt, also nur als [[Objekt]] der Beziehung vom [[Verkäufer]] zum [[Käufer]] gegenwärtig. Als Kaufmittel bestimmt es sich aus der [[Produktion]], als [[Zahlungsmittel]] aus der [[Zirkulation]] der [[Waren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Weil die entäußerte Gestalt aller andren Waren oder das Produkt ihrer allgemeinen Veräußerung, ist Geld die absolut veräußerliche Ware. Es liest alle Preise rückwärts und spiegelt sich so in allen Warenleibern als dem hingebenden Material seiner eignen Warenwerdung. [[(MEW 23, S.124)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld ist das [[allgemein]] [[objektive]] Mittel aller [[Veräußerungen]] und von daher zugleich auch die Lebensmitte der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die [[äußerliche]] [[Vermittlung]] von Aufwand und Befriedigung, von [[Not]] und Friede, von [[Notwendigkeit]] und [[Freiheit]]. Als allgemeinstes [[Lebensmittel]] dieser [[Gesellschaft]] bestimmen sich alle [[Verhältnisse]] der Menschen nach ihm, nach seinem [[Wert]], den es für sie als [[Käufer]] und [[Verkäufer]] auf den Märkten der [[Marktwirtschaft]] hat. Es wird zu deren Maßstab dadurch, dass es sich in doppelter Weise als Wertträger verhält, also im Händewechsel der Warenbeitzer doppelt, einmal als [[Kaufmittel]] und einmal als [[Zahlungsmittel]] vorkommt und von daher als Wertträger Macht über den [[Besitzer]] von [[Gebrauchswerten]], dem Verkäufer bekommt. Denn als Zahlungsmittel entsteht es durch ein ohnmächtiges Bedürfnis, das dem Markt Lebenssubstanz zuführen muss, um an Geld zu gelangen; als [[Kaufmittel]] stellt es die Macht der Märkte dar, die sich im Außmaß solcher Ohnmacht bestärken. Der Geldbesitzer bekommt hierdurch eine höhere politische Stellung und bestimmt die Wertdarstellung durch sein doppeltes und auch doppelt so häufiges Auftreten bei der Bildung der Preissumme, in welcher sich die Warenwerte ausdrücken müssen, weil sich nur darin ihr [[Wert]] wirklich formulieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geld]] muss also immer schon als [[Zahlungsmittel]][[zirkulieren]], seinen [[Wert]] haben, um als Kaufmittel, als [[Preis]]schild auf den Waren, als [[Tauschwert]] fungieren zu können. Es muss also schon [[Zahlungsmittel]] gewesen sein, bevor es Kaufmittel werden kann. Auch wenn es als selbständiges [[Mittel]], als eigenständige materielle Form der [[gesellschaftlichen]] [[Vermittlung]] und Mitte im [[Warentausch]] erscheint, hat es durchaus gegensinnige Funktionen zwischen seinem [[Dasein]] als [[Maß der Werte]] und als [[Maßstab der Preise]]. In seiner Funktion als Kaufmittel hat es eine gänzlich andere, eine gesellschaftlich mächtigere [[Beziehung]] zu den [[Gebrauchswerten]], als es sie beim [[Verkauf]] hat. Während es dort aus dem Bedürfnis des Warenbesitzers kommt, seine Produkte für Geld anzubieten, ist es im Kauf das Subjekt der Beziehung des Geldbesitzers auf vorhandene Waren überhaupt. Sie gelten ihm alle gleich, weil sie ihm wirklich [[gleichgültig]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Realisierung des Preises oder der nur ideellen Wertform der Ware ist daher zugleich umgekehrt Realisierung des nur ideellen Gebrauchswerts des Geldes, die Verwandlung von Ware in Geld zugleich Verwandlung von Geld in Ware. Der eine Prozeß ist zweiseitiger Prozeß, vom Pol des Warenbesitzers Verkauf, vom Gegenpol des Geldbesitzers Kauf. Oder Verkauf ist Kauf, W - G zugleich G - W.&#039;&#039; [[(MEW 23, S.123)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl von gleichem [[Wert]] wie als [[Zahlungsmittel]] bezieht sich Geld als Kaufmtitel allgemein als ganzes Mittel auf den ganzen Warenmarkt. Es ist nicht nur Wertausdruck als Wertmaß, sondern vor allem der Maßstab aller Tauschverhältnisse, [[Maßstab der Preise]]. Waren die [[Preise]] zunächst ein Verhältnis von [[Angebot und Nachfrage]], werden sie im Geld als Kaufmittel nun durch die Gesamtkeit der Warenwerte, durch die Preissumme der vorhandenen Produkte bestimmt, weil sie nur relativ hierzu [[Wert]] haben und [[Wertgröße]] darstellen können. Wo sich das nicht durchhalten lässt, weil sich Preise und Werte verschieden entwickeln und verschiedene Beziehungen eingehen, kommt es deshalb zur Krise des ganzen Geldverhältnisses, zur kapitalistischen Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es kann keine Krise existieren, ohne dass Kauf und Verkauf sich voneinander trennen und in Widerspruch treten oder dass die im Geld als Zahlungsmittel enthaltenen Widersprüche erscheinen, ohne dass also die Krise zugleich in der einfachen Form  dem Widerspruch von Kauf und Verkauf, dem Widerspruch des Gelds als Zahlungsmittel  hervortritt. [[K. Marx, Theorien über den Mehrwert II, MEW 26.2, 512f]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehung von Einkauf und Verkauf ist eine gegenläufige Wertbeziehung der Waren: während im Verkauf ihr Wert durch das Geld des Käufers realisiert, also erst allgemein wirklich wird, wird Geld im Einkauf selbst unmittelbar mächtig und realisiert seine Potenz als Faustpfand der Wertverhälltnisse. In diesem Widerspruch verlauft die Wirklichkeit der bürgerlichen Gesellschaft und er sind darin zugleich auch ihre [[Krisen]] angelegt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Kaufmittel&amp;diff=11597</id>
		<title>Kaufmittel</title>
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		<updated>2026-09-20T14:03:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nach seiner Position im [[Tauschhandel]] bestimmt sich die Funktion des [[Geldes]] zwischen seinem [[Dasein]] als [[Maß der Werte]] und seinem [[Dasein]] als [[Maßstab der Preise]]: Was man bezahlt. das hat seinen [[Preis]] (siehe [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]]). Was man dafür bekommt, das ist dann ein [[Wert]] (wodurch [[Geld]] zum [[Kaufmittel]] wird). Die [[Geldzirkulation]] vollzieht das Verhalten des [[Geldes]] als [[Zahlungsmittel]] im [[Wertmaß]] als Verhältnis des [[Geldes]] im [[Kaufmittel]], daher zugleich das [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]], als [[Maßstab der Preise]] zur einfachen [[Wertrealisation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Des Geld, indem es die Eigenschaft besitzt, alles zu kaufen, indem es die Eigenschaft besitzt, alle Gegenstände sich anzueignen, ist also der Gegenstand im eminenten Besitz. Die Universalität seiner Eigenschaft ist die Allmacht seines Wesens; es gilt daher als allmächtiges Wesen ... Das Geld ist der Kuppler zwischen dem Bedürfnis und dem Gegenstand, zwischen dem Leben und dem Lebensmittel des Menschen. Was mir aber mein Leben vermittelt, das vermittelt mir auch das Dasein der andren Menschen für mich. Das ist für mich der andre Mensch. [[(Marx in MEW 40, S. 563)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Käufer verwandelt Geld zurück in Ware, bevor er Ware in Geld verwandelt hat, oder vollzieht die zweite Warenmetamorphose vor der ersten. Die Ware des Verkäufers zirkuliert, realisiert ihren Preis aber nur in einem privatrechtlichen Titel auf Geld. Sie verwandelt sich in Gebrauchswert, bevor sie sich in Geld verwandelt hat. Die Vollziehung ihrer ersten Metamorphose folgt erst nachträglich. [[(Marx in MEW 23, S. 140f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]], das in der Warenzirkulation der [[Verkäufe]] (W-G) entsteht, entsteht das [[Geld]] als [[Kaufmittel]] in der [[Geldzirkulation]] (G-W-G), den [[Verhältnissen]] der [[Einkäufe]] die sich wertmäßig immer wieder nur in der Geldform vergegenwärtigen (z.B. G-W-G-G-W-G-G-W-G-G-W-G-G-W-G als G-G-G-G-G-G-G-G) und darin [[prominent]] werden, weil und sofern sie sich nur wie Geld zu [[Geld]], also als [[totales]] [[Zahlungsmittel]] [[verhalten]] und sich nicht mehr durch seinen [[allgemeinen]] [[Wert]] in seinem [[einzelnen]] [[Gebrauchswert]] begrenzen und lediglich als [[Masse]] in einer Geldsumme [[verallgemeinerter]] [[Proportionen]] der [[Preise]] fungiert. Als [[Zahlungsmittel]] bezieht sich [[Geld]] [[unmittelbar]] eben nur auf einen [[Gebrauchswert]] mit dessen Aufzehrung es seinen [[Wert]] verliert, während es als [[Kaufmittel]] den [[Wert]] einer umlaufenden Geldmenge im [[Geldbesitz]] darstellt, der seinen [[Wert]] über die [[Geldzirkulation]] bewahrt wird. Die Zirkulation &#039;&#039;schwitzt&#039;&#039; somit immer wieder einen &#039;&#039;überflüssigen&#039;&#039; [[Wert]] als Handelsprofit aus und [[inflationiert]] ihn deshalb auch im [[Geldhandel]] (&#039;&#039;The Winner takes it All&#039;&#039;), wodurch der [[Mehrwert]] seine eigentümliche Existenzform erfährt (siehe auch [[Kapitalfetisch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aber menschliche [[Bedürfnisse]] nur in Einheit mit menschlicher [[Arbeit]] zu [[verstehen]] sind (siehe hierzu [[Stoffwechsel]]), weil sie nur zwischen [[Produktion]] und [[Konsumtion]] adäquat [[existieren]] können, stellt sich ihre [[Trennung]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]], als [[Trennung]] der Arbeit zwischen [[Gebrauchswert]] und [[Tauschwert]] dar und kann nur in der [[Geldform]] ihrer [[abstrakten]] Zusammenhänge [[vermittelt]] werden. Von daher kann der arbeitende Mensch seine [[Bedürfnisse]] nur durch [[Geld]] [[befriedigen]] und der [[bedürftige]] Mensch nur durch einen [[Arbeitslohn]] sein &#039;&#039;[[Leben]] verdienen, indem er sich selbst nur im Maß seines [[Gelbstverlustes]] durch seinen [[Arbeitslohn]] [[gesellschaftlich]] und zugleich in seiner  [[privaten]] [[Existenzform]] [[vergegenwärtigen]] kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geld]] als Kaufmittel ist ein [[Geld]], das den Konsumenten gegen [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] freistellt, wenn es in der [[Zirkulation]] seiner [[allgemeinen Wertform]] festgehalten werden kann, sobald es über seine Funktion als [[Zahlungsmittel]] hinaus die [[Notwendigkeiten]] der [[existenziellen]] [[Reproduktion]] erfüllt hat und darüber hinaus [[aufgeschatzt]] werden kann. Von daher stellt es einen [[Geldbesitz]] dar, der seinem [[GeBesitzerld]] ein [[beliebiges]] [[Verhalten]] zu allen [[Waren]] als reiner [[Tauschwert]] erlaubt. Denn [[Geld]] stellt sowohl einen [[Tauschwert]] durch die einzelnen [[Preise]] der Waren in ihrer [[relativen Wertform]] dar, als auch den [[gesellschaftlichen]] [[Wert]] der Arbeitsprodukte in deren [[allgemeiner Wertform]] als ihre [[Äquivalentform]]. Im [[Geldwert]] der [[Realwirtschaft]] vermittelt sich somit eine [[Beziehung]] der Wertdarstellungen über das [[Zahlungsmittel]] [[Geld]], das beim [[Verkauf]] von [[Waren]] eingetauscht wird (Ware gegen Geld W-G).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bezahlung der [[Einkäufe]] von Waren fungiert [[Geld]] im [[Allgemeinen]] doppelbödig (siehe [[Doppelcharakter]]): einmal als ein [[Zahlungsmittel]] (Ware gegen Geld W-G), das zugleich in seiner Funktion als [[allgemeinen Wertform]] als [[Kaufmittel]] (Geld gegen Ware G-W) existiert. Im [[Einzelnen]] fungiert Geld daher durch seinen [[Tauschwert]] als relativer [[Preis]] einer Ware, die damit bezahlt wird. Sofern [[Geld]] festgehalten werden kann, wenn es ganz [[allgemein]] [[mehr Wert]] hat als die Preissumme der verkauften Produkte, wird [[Geld]] zu einem Wertspeicher seiner [[Eigenschaften]] als [[Kaufmittel]], der auch als eigenständige Wertform zu einer [[allgemeine Wertform]] aufgehäuft, in seiner leeren [[Form]] [[akummuliert]] und damit zu einer politischen Macht des Geldes werden kann. In dieser [[Form]] stellt [[Geld]] dann eine [[abstrakte Allgemeinheit]] der [[veräußerten]] [[Werte]] dar (siehe hierzu [[Kapital]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gewöhnlichen [[Warentausch]] [[vermittelt]] [[Geld]] also den [[Wert]] der [[Waren]] in zweierlei Funktionalität indem es der [[Formbestimmung]] der [[Wertform]] im [[Allgemeinen]] nachgeht und ihr zugleich durch ihren [[Preis]] im Besonderen vorauseilt. Es ist das allgemeine [[Tauschmittel]], wodurch sich die [[Produkte]] der [[Arbeit]] über ihren [[Tauschwert]]durch dessen [[quantitativ]] bestimmte [[Form]] zum [[Mittel]] ihres durch dessen unmittelbare [[Körperform]] [[qualitativ]] bestimmten [[Konsums]] verwandeln und als [[Gebrauchswerte]] aufeinandender [[beziehen]] lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Wertmaß (Geld als [[Maß der Werte]]) verhält sich hierdurch zum [[Zahlungsmittel]] [[Geld]] zum Einkauf im Verhältnis ihrer Preise (Geld als [[Maßstab der Preise]]). So kann sich im Nachhinein der Produktion beim [[Warentausch]] die [[Preisbildung]] auf den [[gesellschaftlichen]] [[Wert]] der Produkte, das qualitative Verhältnis der [[Gebrauchswerte]] (siehe hierzu [[Warenkörper]]) auf das [[quantitative]] Verhältnis der Tauschwerte als Äquivalente ihrer [[Wertform]], der [[gesellschaftlichen]] [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] beim [[Warentausch]] beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Marx hat die [[Entwicklung]] dieser [[Formbestimmungen]] an der [[Entwicklung]] der Geldform aus der [[Wertform]] der gegensätzlichen Seinsweisen von Wert und Gebrauchwert dargestellt, in der die [[Beziehung]] ihres getrennten Ursprungs sich als gesellschaftlicher Zusammenhang vermittelt, der ihre Trennung übrwindet, ohne sie aufzuheben. Es ist die Vermittlung des einfachen und zufälligen [[Inhalts]] zwischen [[Einkauf]] und [[Verkauf]]von [[Waren]], deren gesellschaftliche Beziehung durch die Form ihres [[Daseins]] abgebrochen ist und sich die [[inhaltliche]] [[Beziehung]] des [[Zahlungsmittels]] als [[Ware]] gegen [[Geld]] (W-G) nur durch die [[Beziehung]] eines [[Kaufmittels]] als [[Geld]] gegen [[Ware]] (G-W) mitteit. Während erstre durch sich bestimmt erscheint, wird letztre durch die Aufhäufung der Kaufakte (G-W-W-G) über ihr [[Dasein]] als Geldform (W-G-G-W) gleichgesetzt und durch die Verdopplung der Wertgestalt des Geldes (G-G) [[gleichgültig]] gegen ihren [[Inhalt]], ihrer organischen (natürlichen) [[Substanz]] wird. Da somit die an sich getrennte [[Beziehung]] W-G und G-W im [[Geld]] formal gleichgesetzt ist, verdoppelt es seine leere Funktionalität (W-G-G-W), die sich allgemein und letztendlich als [[Beziehung]] des Geldes zu sich selbst (G-G) durchsetzt und durch dessen politische Form und Macht über ihre organische Verwendung im Arbeitsprozess zu mehr Geld (G-G&#039;) wird. Von da her wird [[Geld]] in seinem [[Dasein]] als [[Kaufmittel]]mächtig gegen seine ursprüngliche Funktion als bloßes [[Zahlungsmittel]] und wird hierdurch zum [[Subjekt]] des [[Warentauschs]], zu dessen [[allgemeiner]][[Formbestimmung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wert]]des [[Geldes]] als [[Zahlungsmittel]] stellt vergangenen [[Nutzen]] einer [[Arbeit]] dar, der seinen vergangenen [[Sinn]] zu [[vergegenwärtigen]] haben müsste, um seinen [[Geldwerte]] als [[Kaufmittel]] zu bewahrheiten (siehe z.B. das [[Verhältnis]] der [[Tauschwerte]] zu ihrem [[Wert]], in denen das [[Maß der Werte]] vergangener [[Arbeit]] nur über den [[Maßstab ihrer Preise]] gegenwärtiger Relationen der [[Tauschwerte]] von [[Gebrauchswerten]] verwirklicht werden kann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Geld]] vermitteln die [[Waren]] ihren [[Wert]] als [[Tauschwert]], wie er sich aus der Warenzirkulation als diese bewegende und durch sie bewegte Geldmenge ergibt. In der Beziehung einer [[Ware]] zu Geld (W - G) fungiert Geld als [[Maßstab der Preise]] durch sie Summe der ausgepreisten [[Waren]] als eine zirkulierende Wertsumme die als [[Angebot]] der [[Preise]] den [[Wert]] der Kosten der Warenproduktion (siehe hierzu auch [[Lebensstandard]]) im Vorhinein bestimmt. . In der Beziehung des [[Geldes]] zu jeder einzelnen [[Ware]] (G - W) fungiert sie als [[Notwendigkeit]] des [[Geldes]], durch das [[Geld]] als [[Maß der Werte]] im Nachhinein der Produktion seinen [[Wert zu realisieren]]. [[Geld]] geht daher in die Warenzirkulation einmal ein als Vorschuss, als [[Kaufmittel]], durch das [[Gebrauchswerte]] (z.B. auch die [[Arbeitskraft]]) erstanden werden können, zum anderen als [[Zahlugsmittel]], durch das es den [[Preis]] als Anteil der zirkulierenden Geldmenge formuliert. Durch die [[Verallgemeinerung]] der [[Einkäufe]] und [[Verkäufe]] von [[Waren]], die nach jedem Tausch mit ihrem [[Gebrauchswert]] aus der Warenzirkulation verschwinden, wird die Geldform der zirkulierenden Geldmenge insgsamt verdoppelt zu G - W - G und als [[Kaufmittel]] zum [[Subjekt]] des Marktes, als [[Zahlugsmittel]] zu dessen [[Objekt]]. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, dass Geld als Vorschuss ([[Kapital]]) in die [[Produktion]] angewendet [[mehr Wert]] erzielt, als es zuvor hatte (G - W - G&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;G - W. Zweite oder Schlußmetamorphose der Ware: Kauf. - Weil die entäußerte Gestalt aller andren Waren oder das Produkt ihrer allgemeinen Veräußerung, ist Geld die absolut veräußerliche Ware. Es liest alle Preise rückwärts und spiegelt sich so in allen Warenleibern als dem hingebenden Material seiner eignen Warenwerdung. Zugleich zeigen die Preise, die Liebesaugen, womit ihm die Waren winken, die Schranke seiner Verwandlungsfähigkeit, nämlich seine eigne Quantität. Da die Ware in ihrer Geldwerdung verschwindet, sieht man dem Geld nicht an, wie es in die Hände seines Besitzers gelangt oder was in es verwandelt ist. Non olet Es stinkt nicht, wessen Ursprungs auch immer. Wenn es einerseits verkaufte Ware repräsentiert, so andrerseits kaufbare Ware. [[(MEW 23, S. 124)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser doppelten Funktion nimmt es also zwei unterschiedliche Positionen seiner Wertform ein: Beim [[Einkauf]] (Geld gegen Ware, G-W) als [[Kaufmittel]], beim [[Verkauf]] (Ware gegen Geld, W-G) als [[Zahlungsmittel]]. Als [[Kaufmittel]] bezieht Geld seine Funktion aus der [[Produktion]] von Waren, aus der [[Freiheit]], die Geld dem [[Geldbesitzer]] verleiht, um existieren zu können; als [[Zahlungsmittel]] bezieht es seine Funktion aus der [[Notwendigkeit,]] zur Befriedigung von [[Bedürfnissen]] Geld ausgeben zu müssen. Aus der Produktion bezieht Geld seine Macht als Marktsubjekt, aus der [[Zirkulation]] der Warenwerte existiert es, um Bedürfnisse jedweder Art befriedigen zu können. Soweit es sich nach der [[Produktion]] der veräußerten Ware bei ihrem [[Verkauf]] als [[Beziehung]] der Ware gegen Geld (W-G) verhält, ist es ein [[Zahlungsmittel]], das seinen Wert in Geld reell darstellen muss, um als zirkulierende Wertform im Verhältnis zu ihrer Produktion gültig zu sein, also als [[Maß der Werte]] zu funktionieren. Sobald es aber durch die Preise auf dem Markt zirkuliert, die es unmittelbar nur durch Vorstellungen, also ideell in der Beziehung Geld gegen Ware (G-W) bestimmen kann, weil es sich aus der zirkulierende Geldmenge, aus einer Preissumme reflektiert, ist es als [[Zahlungsmittel]] ein [[Maßstab der Preise]], dessen Wert sich erst im Nachhinein der [[Produktion]] in der [[Zirkulation]] der Waren auf dem Markt als adäquate Wertform der realisierten Einkäufe erweisen kann (siehe hierzu auch [[Kreditwesen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der Umlauf des Geldes zeigt beständige, eintönige Wiederholung desselben Prozesses. Die Ware steht stets auf Seite des Verkäufers, das Geld stets auf Seite des Käufers, als Kaufmittel. Es funktioniert als Kaufmittel, indem es den Preis der Ware realisiert. Indem es ihn realisiert, überträgt es die Ware aus der Hand des Verkäufers, während es sich gleichzeitig aus der Hand des Käufers in die des Verkäufers entfernt, um denselben Prozeß mit einer andren Ware zu wiederholen. Daß diese einseitige Form der Geldbewegung aus der doppelseitigen Formbewegung der Ware entspringt, ist verhüllt. Die Natur der Warenzirkulation selbst erzeugt den entgegengesetzten Schein. Die erste Metamorphose der Ware ist nicht nur als Bewegung des Geldes, sondern als ihre eigne Bewegung sichtbar, aber ihre zweite Metamorphose ist nur als Bewegung des Geldes sichtbar. In ihrer ersten Zirkulationshälfte wechselt die Ware den Platz mit dem Geld. Damit fällt zugleich ihre Gebrauchsgestalt der Zirkulation heraus, in die Konsumtion. Ihre Wertgestalt oder Geldlarve tritt an ihre Stelle. Die zweite Zirkulationshälfte durchläuft sie nicht mehr in ihrer eignen Naturalhaut, sondern in ihrer Goldhaut. Die Kontinuität der Bewegung fällt damit ganz auf die Seite des Geldes und dieselbe Bewegung, die für die Ware zwei entgegengesetzte Prozesse einschließt, schließt als eigne Bewegung des Geldes stets denselben Prozeß ein, seinen Stellenwechsel mit stets andrer Ware. Das Resultat der Warenzirkulation, Ersatz von Ware durch andre Ware, erscheint nicht durch ihren eignen Formwechsel vermittelt, sondern durch die Funktion des Geldes als Zirkulationsmittel, welches die an und für sich bewegungslosen Waren zirkuliert, sie aus der Hand, worin sie Nicht-Gebrauchswerte, in die Hand überträgt, worin sie Gebrauchswerte, stets in entgegengesetzter Richtung zu seinem eignen Lauf. Es entfernt die Waren beständig aus der Zirkulationssphäre, indem es beständig an ihre Zirkulationsstelle tritt und sich damit von seinem eignen Ausgangspunkt entfernt. Obgleich daher die Geldbewegung nur Ausdruck der Warenzirkulation, erscheint umgekehrt die Warenzirkulation nur als Resultat der Geldbewegung. [[(MEW 23, Seite 129f)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als durch menschliche Arbeit begründete Wertgestalt ist Geld beim Einkauf von [[Gebrauchswerten]] immer schon im Vorhinein des [[Warentauschs]] ein geltendes [[Maß der Werte]]. Als ein allgemeines Mittel der Einkäufe ist es aber zugleich auch abhängig von den Preisen, welche die Verkäufe auf dem Warenmarkt in den Verhältnissen der [[Tauschwerte]] gebildet hatten.[[Geld]] ist ein Werträger als [[Zahlungsmittel]] für jede einzelne [[Ware]] und trägt zugleich als [[Kaufmittel]] den Geldwert aller Waren im Anteil der Preissumme, die es als [[Maßstab der Preise]] formuliert. In diesem Maßstab ist Geld durch den Gesamtwert der zirkulierenden [[Waren]] in ihrer wertgerechten Preissumme gesellschaftlich wirksam, während es als [[Kaufmittel]] den Aufwand der Arbeit als [[Maß der Werte]] realisiert und also den [[Geldwert]] bestimmt. Jeder [[Geldbesitzer]] hat damit eine doppelte gesellschaftliche Funktion zur Hand, in der sich der Gesamtwert aller produzierten und noch nicht verkauften Waren reflektiert. Als durch menschliche Arbeit begründete Wertgestalt (W-G) existiert Geld daher schon im Vorhinein des Warentauschs als ein geltendes [[Maß der Werte]], das Seinesn Tauschwert in der Preisbildung erst finden muss. Aus seiner im [[Warentausch]], in seiner [[Zirkulation]] erworbenen Fähigkeit, sich gegen jede andere Ware einzutauschen (G-W), kann es im Nachhinein der Tauschakte seinen [[Wert]] schließlich als Teil einer Preissumme darstellen. Als [[Maß der Werte]], als das es beim [[Einkauf]] funktioniert ist es daher unmittelbar ein reales [[Kaufmittel]], das aber ideell sich immer auch als [[Maßstab der Preise]], als Zahlungsmittel reflektieren lassen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Insofern Kauf und Verkauf, die beiden wesentlichen Momente der Zirkulation, gleichgültig gegeneinander sind, in Raum und Zeit getrennt, brauchen sie keineswegs zusammenzufallen. Ihre Gleichgültigkeit kann zur Befestigung und scheinbaren Selbständigkeit des einen gegen das andere fortgehen. (So dass einer nur kauft, ohne zu verkaufen – Warenhortung –, oder dass einer nur verkauft, ohne zu kaufen – Geldhortung, Schatzbildung.) Indem Kauf und Verkauf aber beide wesentlich Momente eines Ganzen bilden (der Warenproduzent verkauft seine Ware, um mit dem Geld andere Ware zu kaufen, die seine Bedürfnisse befriedigt), muss ein Moment eintreten, wo die selbständige Gestalt gewaltsam gebrochen und die innere Einheit äußerlich durch eine gewaltsame Explosion hergestellt wird. So liegt schon in der Bestimmung des Geldes als Mittler, in dem Auseinanderfallen des Austauschs in zwei Akte, der Keim der Krisen ... ([[K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, MEW 42, S. 128]].)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Kind weiß ja schon sowieso, daß für [[Geld]] alles zu [[haben]] ist - eben weil man damit alles bekommen, nämlich [[kaufen]] kann, soweit und soviel man Geld in der Tasche oder auf dem Konto hat. Geld ist in diesem Fall ein [[Kaufmittel]], also ein Wert, den man besitzt, um einen [[Gebrauchswert]] zu erstehen, der auf dem Markt nur existiert, weil er für Geld produziert wurde. Geld ist als [[Kaufmittel]] ein Wertmaß seiner Produktion, indem es als [[Maß der Werte]] angewandt wird. Dabei ist es das [[Subjekt]] der Beziehung vom [[Käufer]] zum [[Verkäufer]]. Als Zahlungsmittel fungiert es als [[Maßstab der Preise]] und ist hierdurch objektiv durch die Marktverhältnisse bestimmt, also nur als [[Objekt]] der Beziehung vom [[Verkäufer]] zum [[Käufer]] gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kaufmittel wird Geld als Wertmaß seiner Produktion, als [[Maß der Werte]] angewandt und ist dabei das [[Subjekt]] der Beziehung vom [[Käufer]] zum [[Verkäufer]]. Als [[Zahlungsmittel]] fungiert es als [[Maßstab der Preise]] und ist hierdurch objektiv durch die Marktverhältnisse bestimmt, also nur als [[Objekt]] der Beziehung vom [[Verkäufer]] zum [[Käufer]] gegenwärtig. Als Kaufmittel bestimmt es sich aus der [[Produktion]], als [[Zahlungsmittel]] aus der [[Zirkulation]] der [[Waren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Weil die entäußerte Gestalt aller andren Waren oder das Produkt ihrer allgemeinen Veräußerung, ist Geld die absolut veräußerliche Ware. Es liest alle Preise rückwärts und spiegelt sich so in allen Warenleibern als dem hingebenden Material seiner eignen Warenwerdung. [[(MEW 23, S.124)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld ist das [[allgemein]] [[objektive]] Mittel aller [[Veräußerungen]] und von daher zugleich auch die Lebensmitte der [[bürgerlichen Gesellschaft]], die [[äußerliche]] [[Vermittlung]] von Aufwand und Befriedigung, von [[Not]] und Friede, von [[Notwendigkeit]] und [[Freiheit]]. Als allgemeinstes [[Lebensmittel]] dieser [[Gesellschaft]] bestimmen sich alle [[Verhältnisse]] der Menschen nach ihm, nach seinem [[Wert]], den es für sie als [[Käufer]] und [[Verkäufer]] auf den Märkten der [[Marktwirtschaft]] hat. Es wird zu deren Maßstab dadurch, dass es sich in doppelter Weise als Wertträger verhält, also im Händewechsel der Warenbeitzer doppelt, einmal als [[Kaufmittel]] und einmal als [[Zahlungsmittel]] vorkommt und von daher als Wertträger Macht über den [[Besitzer]] von [[Gebrauchswerten]], dem Verkäufer bekommt. Denn als Zahlungsmittel entsteht es durch ein ohnmächtiges Bedürfnis, das dem Markt Lebenssubstanz zuführen muss, um an Geld zu gelangen; als [[Kaufmittel]] stellt es die Macht der Märkte dar, die sich im Außmaß solcher Ohnmacht bestärken. Der Geldbesitzer bekommt hierdurch eine höhere politische Stellung und bestimmt die Wertdarstellung durch sein doppeltes und auch doppelt so häufiges Auftreten bei der Bildung der Preissumme, in welcher sich die Warenwerte ausdrücken müssen, weil sich nur darin ihr [[Wert]] wirklich formulieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geld]] muss also immer schon als [[Zahlungsmittel]][[zirkulieren]], seinen [[Wert]] haben, um als Kaufmittel, als [[Preis]]schild auf den Waren, als [[Tauschwert]] fungieren zu können. Es muss also schon [[Zahlungsmittel]] gewesen sein, bevor es Kaufmittel werden kann. Auch wenn es als selbständiges [[Mittel]], als eigenständige materielle Form der [[gesellschaftlichen]] [[Vermittlung]] und Mitte im [[Warentausch]] erscheint, hat es durchaus gegensinnige Funktionen zwischen seinem [[Dasein]] als [[Maß der Werte]] und als [[Maßstab der Preise]]. In seiner Funktion als Kaufmittel hat es eine gänzlich andere, eine gesellschaftlich mächtigere [[Beziehung]] zu den [[Gebrauchswerten]], als es sie beim [[Verkauf]] hat. Während es dort aus dem Bedürfnis des Warenbesitzers kommt, seine Produkte für Geld anzubieten, ist es im Kauf das Subjekt der Beziehung des Geldbesitzers auf vorhandene Waren überhaupt. Sie gelten ihm alle gleich, weil sie ihm wirklich [[gleichgültig]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Realisierung des Preises oder der nur ideellen Wertform der Ware ist daher zugleich umgekehrt Realisierung des nur ideellen Gebrauchswerts des Geldes, die Verwandlung von Ware in Geld zugleich Verwandlung von Geld in Ware. Der eine Prozeß ist zweiseitiger Prozeß, vom Pol des Warenbesitzers Verkauf, vom Gegenpol des Geldbesitzers Kauf. Oder Verkauf ist Kauf, W - G zugleich G - W.&#039;&#039; [[(MEW 23, S.123)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl von gleichem [[Wert]] wie als [[Zahlungsmittel]] bezieht sich Geld als Kaufmtitel allgemein als ganzes Mittel auf den ganzen Warenmarkt. Es ist nicht nur Wertausdruck als Wertmaß, sondern vor allem der Maßstab aller Tauschverhältnisse, [[Maßstab der Preise]]. Waren die [[Preise]] zunächst ein Verhältnis von [[Angebot und Nachfrage]], werden sie im Geld als Kaufmittel nun durch die Gesamtkeit der Warenwerte, durch die Preissumme der vorhandenen Produkte bestimmt, weil sie nur relativ hierzu [[Wert]] haben und [[Wertgröße]] darstellen können. Wo sich das nicht durchhalten lässt, weil sich Preise und Werte verschieden entwickeln und verschiedene Beziehungen eingehen, kommt es deshalb zur Krise des ganzen Geldverhältnisses, zur kapitalistischen Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es kann keine Krise existieren, ohne dass Kauf und Verkauf sich voneinander trennen und in Widerspruch treten oder dass die im Geld als Zahlungsmittel enthaltenen Widersprüche erscheinen, ohne dass also die Krise zugleich in der einfachen Form  dem Widerspruch von Kauf und Verkauf, dem Widerspruch des Gelds als Zahlungsmittel  hervortritt. [[K. Marx, Theorien über den Mehrwert II, MEW 26.2, 512f]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehung von Einkauf und Verkauf ist eine gegenläufige Wertbeziehung der Waren: während im Verkauf ihr Wert durch das Geld des Käufers realisiert, also erst allgemein wirklich wird, wird Geld im Einkauf selbst unmittelbar mächtig und realisiert seine Potenz als Faustpfand der Wertverhälltnisse. In diesem Widerspruch verlauft die Wirklichkeit der bürgerlichen Gesellschaft und er sind darin zugleich auch ihre [[Krisen]] angelegt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Abwesenheit</title>
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		<updated>2026-09-20T13:37:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Paralyse der Kritik – eine Gesellschaft ohne Opposition: Dient nicht die Bedrohung durch eine atomare Katastrophe, die das Menschengeschlecht auslöschen könnte, ebensosehr dazu, gerade diejenigen Kräfte zu schützen, die diese Gefahr verewigen? Die Anstrengungen, eine solche Katastrophe zu verhindern, überschatten die Suche nach ihren etwaigen Ursachen in der gegenwärtigen Industriegesellschaft. Diese Ursachen werden von der Öffentlichkeit nicht festgestellt, bloßgelegt und angegriffen, weil sie gegenüber der nur zu offenkundigen Bedrohung von außen zurücktreten — für den Westen vom Osten, für den Osten vom Westen. Gleich offenkundig ist das Bedürfnis, vorbereitet zu sein, sich am Rande des Abgrundes zu bewegen, der Herausforderung ins Auge zu sehen. Wir unterwerfen uns der friedlichen Produktion von Destruktionsmitteln, der zur Perfektion getriebenen Verschwendung und dem Umstand, daß wir zu einer Verteidigung erzogen werden, welche gleichermaßen die Verteidiger verunstaltet wie das, was sie verteidigen. (Marcuse 1935, deutsche Ausgabe 1967 im Hermann Luchterhand Verlag, Neuwied: Der eindimensionale Mensch – Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Immanuel Kant]] hatte eine &#039;&#039;Kluft&#039;&#039; zwischen dem [[Subjekt]] der [[Erkenntnis]] und ihrem [[Gegenstand]] erkannt, die z.B. von Hegel mit einem [[Nichts]] seiner [[Logik]] als Form ihrer Bewegung, un also begreifbar gelten sollte. Doch dieses [[Nichts]] ist an und für sich unbegreifbar, also [[sinnlich]] nicht zu erschließen – &#039;&#039;apriorisch&#039;&#039;. Denn ein [[Nichts]] als solches kann es nicht geben. Es ist höchstens eine totale Leere, eine unterstellte [[Negation]] im Kopf seiner &#039;&#039;Erkenntnis&#039;&#039;, reine [[Inhaltslosigkeit]] einer [[Spekulation]] im [[nichtung]] [[Sein]] einer leeren [[Substanz]] ihrer [[Elemente]], ein [[allgemein]] [[ausgeschlossenes]] [[Sein]], ein [[abstrakt Allgemeines]] ohne [[Sein]]. Ein vorgestelltes Nichts als solches kann zwar eine [[negative]] [[Kraft]] formulieren wollen (siehe [[Abstraktionskraft]]), kann aber selbst, also für sich nichts [[Wirkliches]] sein, dessen Entstehung aus einer [[Geschichte]] zu erzählen wäre. Es ist lediglich ein allgemein abwesendes Sein, das [[Dazwischensein]] in einem [[Widerspruch]] (siehe [[Dialektik]]), der [[Begriff]] für die [[Wahrheit]] einer Nichtigkeit eines [[Verhältnisses]] (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]), einer vollständigen [[Aufgehobenheit]] (siehe [[Entwirklichung]] ), die sich als totale Ausweglosigkeit [[verwirklicht]] und die [[Kraft]] einer [[abstrakten]] [[Notwendigkeit]] betreibt (siehe [[Abstraktionskraft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Macht zu sehen, ohne gesehen zu werden ... [ist] ... das höchste Insignium der Macht (Jacques Derrida Der verschuldete Staat, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Frankfurt/M.: Fischer 1995 (Original 1993), S. 25).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst [[getrennt]] wird (siehe [[Teilung der Arbeit]]), gewinnt das abwesende [[Sein]] [[Macht]] über das [[Dasein]]. Es entsteht ein Verlust an seiner [[Substanz]], eine [[Ohnmacht]] im [[Dasein]] seiner [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was ihren Zusammenhang bestimmt, eine Kraft der abwesenden [[Substanz]] (siehe [[Abstraktionskraft]]) aus der [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[Nichts]] durch ihre [[nichtig]] [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. Ihre [[Kraft]] wird zur [[Abstraktionskraft]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo etwas Abwesendes wesentlich ist, kann es nur das [[Wesen]] einer [[Abstraktion]] sein - eben das, was [[tatsächlich]] bleibt, bloße [[Tatsache]] ist, wenn man von allem absieht, was [[wirklich]] da ist (siehe [[Dasein]]). Es ist das reine [[Material]], die bloße [[Substanz]] der Elemente. die ihre [[Wirklichkeit]] und Macht aus ihrer [[Elementarform]] beziehen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]] in der [[Elementarform]], der Warenform des [[Reichtums]] der [[bürgerlichen Gesellschaft]]). Ein abwesendes [[Wesen]] ist ein [[Unwesen]], ein [[Wesen]] der [[Abstraktion]], das Wirkungen hat, die ihren [[Grund]] nurmehr außer sich haben können und hierdurch wie durch einen Zauber, wie der [[Dämonie]] einer Sachwelt wirken, die für die Menschen zu einem [[Fetisch]] wird, weil er das [[Verhältnis]] einer ihnen entzogenen, einer [[entfremdeten]] [[Vermittlung]] verkörpert, als [[Körper]] einer [[Entfremdung]] wirkt. Der [[Fetisch]] steht deshalb für einen magisch-kultischen [[Gegenstand]] (siehe auch [[Warenfetiscismus]], [[Kapitalfetisch]]), dessen wesentliches Sein nur aus dem [[Dasein]] seiner [[abstrakten]] [[Vermittlung]] vorgestellt werden kann, in der ihre [[Inhalte]] nur in einer [[verkehrten]] [[Form]] [[wahrnehmbar]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald eine Abwesenheit [[erkannt]] wird, ist auch ein [[Wesen]] erkannt, das einfach nicht da ist, [[Sein]] und [[Dasein]] desselben nicht übereinstimmen. Ein [[wesentlichliches]] [[Verhältnis]] lässt sich allerdings nicht ohne [[Not]] abwenden, abwesend machen. Das Abwesende strebt immer zugleich zu seinem Anwesen, nach [[Anwesenheit]]. Ohne diese gerät es auf Dauer in einen wesentlichen, in einen substanziellem Mangel und von daher in [[Not]], die [[notwendiges]] Handeln erfordert. [[Substanz]] ist das [[Sein]] in dem, was hiervon da ist (siehe [[Dasein]]), was bleibt, wenn man von allen [[Inhalten]], von allem da [[Seienden]] absieht. Und Not ist nichts anderes als das, was bei Abwesenheit not tut, wenn es nicht ist eine Abwendung erfordert. Was der Möglichkeit nach noch frei bliebe, wird dann durch eine Abwesenheit, durch einen Mangel bestimmt, der für das [[Sein]] bedrohlich wirkt und von aher nach eine Abwendung verlangt. Was notwendig für ein [[Verhältnis]] ist, lässt deshalb keine [[Freiheit]] zu, weil dessen [[Ganzes]] im Verhältnis des Mangels vom Niedergang bedroht ist. Von daher ist die [[Not]] zwar zwingend, tritt aber dennoch nicht als [[Zwang]] äußerlich auf, sondern als substanziell inneres Verlangen, als notwendiges [[Bedürfnis]]., wie es der [[Substanz]] des Lebens entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo sich die [[Beziehungen]] der Anwesenden in ihren [[Verhältnissen]] wesentlich entleeren, wo sie inhaltslos, immer abstrakter füreinander werden, scheint ihr [[Sinn]] letztendlich [[abwesend]] zu sein (siehe z.B. [[abstrakt menschlicher Sinn]]). Abwesend ist was [[wesentlich]], aber nicht wirklich da ist (siehe [[Dasein]]). Das [[Abwesende]] ist nicht [[wirklich]] da, aber es wirkt, weil und sofern es [[wesen]]tlich ist, für das [[Sein]] nötig, sein [[Dasein]] also [[notwendig]] ist.. Es ist eine unwirkliche [[Notwendigkeit]], die sich hinter dem Rücken des [[Anwesenden]] durchsetzt, gerade weil es nicht da sein kann, weil es [[wesen]]tlich nur [[abstrakt]] da ist, aber im [[Allgemeinen]] sein muss (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Unwirkliches gibt es von daher durch eine [[Wirkung]], die sich gegen ihre eigene [[Substanz]] verhält. So z.B. die Wirkung von [[Konkurrenz]]verhalten, das einem abwesenden [[Wert]] in einem wirklichen Wertverhältnis zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein Wesen, das als [[Beziehung]] zwar [[wahr gehabt]] wird, aber nur in [[entgegenwärtigter]] [[Form]] [[da ist]]. Das bestimmt die Beziehung selbst zu einem Anwesen, das nurmehr in seiner formellen [[Bestimmtheit]] zu erfüllen ist. Es bestimmt sich in der [[Notwendigkeit]], sich durch Vergegenwärtigungen jedweder Art anwesend zu machen - zumindest solange es nicht [[aufgehoben]] wird. Das treibt [[Anwesenheiten]] hervor, die sich dem wirklichen Dasein im [[Allgemeinen]] einziehen, um im Einzalnen noch da zu sein und sich auf diese Weise einem Sog der [[Abstraktion]] unterwerfen, weil sie von daher selbst nur im Sog der [[Negation]] Wirkung haben. Indem sie dem [[abstrakt Allgemeinen]] ihrer [[Beziehung]] folgen, werden sie für sich selbst [[gleichgültig]], denn ihre Verhältnisse sind nurmehr durch das Abwesende bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses hat eben durch [[nichts]] anderes als durch seine [[Abwesenheit]] Wirkung. Weil und solange es substanziell zugehörig ist, muss es zwar nicht unbedingt da sein, wohl aber [[Substanz]] haben, z.B. in einer bloßen Form außer sich sein (siehe [[Sein]]), die eine [[Gegenwart]] verlangt. Das formelle Sein erscheint dann zwar nur als bloßer Lebensumstand, als bloße [[Anwesenheit]], auf die man aber nicht verzichten kann, weil sie [[notwendig]] ist., weil man ohne sie [[Not]] leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist damit nicht unwesentlich geworden, sondern gerade darin wesentlich, dass sie für die [[Wahrnehmung]] unerkennbar ist. In der Abwesenheit kehrt sich das Wesentliche von [[Anwesenheit]] heraus, die darin bloßes [[Ereignis]], Abfolge von [[Erlebnissen]] war. In der Abwesenheit kehrt sich das implizierte Wesen der [[Wahrnehmung]] in seiner [[Negation]] hervor, der [[abstrakt menschliche Sinn]], der menschliche Sinnlichkeit unterstellt, zur Bedingung und [[Substanz]] hat und die [[Begriffssubstanz]] der [[bürgerlichen Kultur]] ist. Als diese erscheint das Bedürfnis nach Anwesenheit als [[Naturempfindung]], als bloßes Verlangen nach menschlicher Nähe und Leiblichkeit, Verlangen nach der [[körperlichen]] [[Anwesenheit]] von Menschen, die in ihrer bestimmten [[Gewissheit]] [[gleichgültig]] sind. In seiner [[Wirklichkeit]] aber hat es diese [[Abstraktion]] als [[Stoff]] seiner [[Selbstwahrnehmung]] und erfährt in der Abwesenheit von Menschen seine Stofflosigkeit, seine [[Entleibung]]. In solcher [[Isolation]] wird seine [[Gesellschaft]]lichkeit als bloße [[Naturbestimmung]] erfahren, Lebensermangelung, welche das Leben [[einsam]] macht und als Lebensbedürfnis, als Bedürfnis schlechthin in der vollen [[Verkehrung]] seines [[Sinnes]] erscheint. Abwesenheit macht sich von daher durch ihren [[Trieb]] geltend, der nicht mehr erkennen lässt, was da treibt, weil es nichts [[Bestimmtes]] mehr sein kann, wiewohl es zwingend zu etwas drängt, das nurmehr der [[Form]] nach zur Befriedigung dieses [[Triebs]] geeignet ist. In seiner Inhaltslosigkeit ist dieser Trieb des Abwesenden der Begriff der [[Formbestimmung]] überhaupt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Abwesenheit</title>
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		<updated>2026-09-20T13:36:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Paralyse der Kritik – eine Gesellschaft ohne Opposition:Dient nicht die Bedrohung durch eine atomare Katastrophe, die das Menschengeschlecht auslöschen könnte, ebensosehr dazu, gerade diejenigen Kräfte zu schützen, die diese Gefahr verewigen? Die Anstrengungen, eine solche Katastrophe zu verhindern, überschatten die Suche nach ihren etwaigen Ursachen in der gegenwärtigen Industriegesellschaft. Diese Ursachen werden von der Öffentlichkeit nicht festgestellt, bloßgelegt und angegriffen, weil sie gegenüber der nur zu offenkundigen Be- drohung von außen zurücktreten — für den Westen vom Osten, für den Osten vom Westen. Gleich offenkundig ist das Bedürfnis, vorbereitet zu sein, sich am Rande des Abgrundes zu bewegen, der Herausforderung ins Auge zu sehen. Wir unterwerfen uns der friedlichen Produktion von Destruktionsmitteln, der zur Perfektion getriebenen Verschwendung und dem Umstand, daß wir zu einer Verteidigung erzogen werden, welche gleichermaßen die Verteidiger verunstaltet wie das, was sie verteidigen. (Marcuse 1935, deutsche Ausgabe 1967 im Hermann Luchterhand Verlag, Neuwied: Der eindimensionale Mensch – Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Immanuel Kant]] hatte eine &#039;&#039;Kluft&#039;&#039; zwischen dem [[Subjekt]] der [[Erkenntnis]] und ihrem [[Gegenstand]] erkannt, die z.B. von Hegel mit einem [[Nichts]] seiner [[Logik]] als Form ihrer Bewegung, un also begreifbar gelten sollte. Doch dieses [[Nichts]] ist an und für sich unbegreifbar, also [[sinnlich]] nicht zu erschließen – &#039;&#039;apriorisch&#039;&#039;. Denn ein [[Nichts]] als solches kann es nicht geben. Es ist höchstens eine totale Leere, eine unterstellte [[Negation]] im Kopf seiner &#039;&#039;Erkenntnis&#039;&#039;, reine [[Inhaltslosigkeit]] einer [[Spekulation]] im [[nichtung]] [[Sein]] einer leeren [[Substanz]] ihrer [[Elemente]], ein [[allgemein]] [[ausgeschlossenes]] [[Sein]], ein [[abstrakt Allgemeines]] ohne [[Sein]]. Ein vorgestelltes Nichts als solches kann zwar eine [[negative]] [[Kraft]] formulieren wollen (siehe [[Abstraktionskraft]]), kann aber selbst, also für sich nichts [[Wirkliches]] sein, dessen Entstehung aus einer [[Geschichte]] zu erzählen wäre. Es ist lediglich ein allgemein abwesendes Sein, das [[Dazwischensein]] in einem [[Widerspruch]] (siehe [[Dialektik]]), der [[Begriff]] für die [[Wahrheit]] einer Nichtigkeit eines [[Verhältnisses]] (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]), einer vollständigen [[Aufgehobenheit]] (siehe [[Entwirklichung]] ), die sich als totale Ausweglosigkeit [[verwirklicht]] und die [[Kraft]] einer [[abstrakten]] [[Notwendigkeit]] betreibt (siehe [[Abstraktionskraft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Macht zu sehen, ohne gesehen zu werden ... [ist] ... das höchste Insignium der Macht (Jacques Derrida Der verschuldete Staat, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Frankfurt/M.: Fischer 1995 (Original 1993), S. 25).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst [[getrennt]] wird (siehe [[Teilung der Arbeit]]), gewinnt das abwesende [[Sein]] [[Macht]] über das [[Dasein]]. Es entsteht ein Verlust an seiner [[Substanz]], eine [[Ohnmacht]] im [[Dasein]] seiner [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was ihren Zusammenhang bestimmt, eine Kraft der abwesenden [[Substanz]] (siehe [[Abstraktionskraft]]) aus der [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[Nichts]] durch ihre [[nichtig]] [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. Ihre [[Kraft]] wird zur [[Abstraktionskraft]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo etwas Abwesendes wesentlich ist, kann es nur das [[Wesen]] einer [[Abstraktion]] sein - eben das, was [[tatsächlich]] bleibt, bloße [[Tatsache]] ist, wenn man von allem absieht, was [[wirklich]] da ist (siehe [[Dasein]]). Es ist das reine [[Material]], die bloße [[Substanz]] der Elemente. die ihre [[Wirklichkeit]] und Macht aus ihrer [[Elementarform]] beziehen (siehe z.B.[[abstrakt menschliche Arbeit]] in der [[Elementarform]], der Warenform des [[Reichtums]] der [[bürgerlichen Gesellschaft]]). Ein abwesendes [[Wesen]] ist ein [[Unwesen]], ein [[Wesen]] der [[Abstraktion]], das Wirkungen hat, die ihren [[Grund]] nurmehr außer sich haben können und hierdurch wie durch einen Zauber, wie der [[Dämonie]] einer Sachwelt wirken, die für die Menschen zu einem [[Fetisch]] wird, weil er das [[Verhältnis]] einer ihnen entzogenen, einer [[entfremdeten]] [[Vermittlung]] verkörpert, als [[Körper]] einer [[Entfremdung]] wirkt. Der [[Fetisch]] steht deshalb für einen magisch-kultischen [[Gegenstand]] (siehe auch [[Warenfetiscismus]], [[Kapitalfetisch]]), dessen wesentliches Sein nur aus dem [[Dasein]] seiner [[abstrakten]] [[Vermittlung]] vorgestellt werden kann, in der ihre [[Inhalte]] nur in einer [[verkehrten]] [[Form]] [[wahrnehmbar]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald eine Abwesenheit [[erkannt]] wird, ist auch ein [[Wesen]] erkannt, das einfach nicht da ist, [[Sein]] und [[Dasein]] desselben nicht übereinstimmen. Ein [[wesentlichliches]] [[Verhältnis]] lässt sich allerdings nicht ohne [[Not]] abwenden, abwesend machen. Das Abwesende strebt immer zugleich zu seinem Anwesen, nach [[Anwesenheit]]. Ohne diese gerät es auf Dauer in einen wesentlichen, in einen substanziellem Mangel und von daher in [[Not]], die [[notwendiges]] Handeln erfordert. [[Substanz]] ist das [[Sein]] in dem, was hiervon da ist (siehe [[Dasein]]), was bleibt, wenn man von allen [[Inhalten]], von allem da [[Seienden]] absieht. Und Not ist nichts anderes als das, was bei Abwesenheit not tut, wenn es nicht ist eine Abwendung erfordert. Was der Möglichkeit nach noch frei bliebe, wird dann durch eine Abwesenheit, durch einen Mangel bestimmt, der für das [[Sein]] bedrohlich wirkt und von aher nach eine Abwendung verlangt. Was notwendig für ein [[Verhältnis]] ist, lässt deshalb keine [[Freiheit]] zu, weil dessen [[Ganzes]] im Verhältnis des Mangels vom Niedergang bedroht ist. Von daher ist die [[Not]] zwar zwingend, tritt aber dennoch nicht als [[Zwang]] äußerlich auf, sondern als substanziell inneres Verlangen, als notwendiges [[Bedürfnis]]., wie es der [[Substanz]] des Lebens entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo sich die [[Beziehungen]] der Anwesenden in ihren [[Verhältnissen]] wesentlich entleeren, wo sie inhaltslos, immer abstrakter füreinander werden, scheint ihr [[Sinn]] letztendlich [[abwesend]] zu sein (siehe z.B. [[abstrakt menschlicher Sinn]]). Abwesend ist was [[wesentlich]], aber nicht wirklich da ist (siehe [[Dasein]]). Das [[Abwesende]] ist nicht [[wirklich]] da, aber es wirkt, weil und sofern es [[wesen]]tlich ist, für das [[Sein]] nötig, sein [[Dasein]] also [[notwendig]] ist.. Es ist eine unwirkliche [[Notwendigkeit]], die sich hinter dem Rücken des [[Anwesenden]] durchsetzt, gerade weil es nicht da sein kann, weil es [[wesen]]tlich nur [[abstrakt]] da ist, aber im [[Allgemeinen]] sein muss (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Unwirkliches gibt es von daher durch eine [[Wirkung]], die sich gegen ihre eigene [[Substanz]] verhält. So z.B. die Wirkung von [[Konkurrenz]]verhalten, das einem abwesenden [[Wert]] in einem wirklichen Wertverhältnis zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein Wesen, das als [[Beziehung]] zwar [[wahr gehabt]] wird, aber nur in [[entgegenwärtigter]] [[Form]] [[da ist]]. Das bestimmt die Beziehung selbst zu einem Anwesen, das nurmehr in seiner formellen [[Bestimmtheit]] zu erfüllen ist. Es bestimmt sich in der [[Notwendigkeit]], sich durch Vergegenwärtigungen jedweder Art anwesend zu machen - zumindest solange es nicht [[aufgehoben]] wird. Das treibt [[Anwesenheiten]] hervor, die sich dem wirklichen Dasein im [[Allgemeinen]] einziehen, um im Einzalnen noch da zu sein und sich auf diese Weise einem Sog der [[Abstraktion]] unterwerfen, weil sie von daher selbst nur im Sog der [[Negation]] Wirkung haben. Indem sie dem [[abstrakt Allgemeinen]] ihrer [[Beziehung]] folgen, werden sie für sich selbst [[gleichgültig]], denn ihre Verhältnisse sind nurmehr durch das Abwesende bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses hat eben durch [[nichts]] anderes als durch seine [[Abwesenheit]] Wirkung. Weil und solange es substanziell zugehörig ist, muss es zwar nicht unbedingt da sein, wohl aber [[Substanz]] haben, z.B. in einer bloßen Form außer sich sein (siehe [[Sein]]), die eine [[Gegenwart]] verlangt. Das formelle Sein erscheint dann zwar nur als bloßer Lebensumstand, als bloße [[Anwesenheit]], auf die man aber nicht verzichten kann, weil sie [[notwendig]] ist., weil man ohne sie [[Not]] leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist damit nicht unwesentlich geworden, sondern gerade darin wesentlich, dass sie für die [[Wahrnehmung]] unerkennbar ist. In der Abwesenheit kehrt sich das Wesentliche von [[Anwesenheit]] heraus, die darin bloßes [[Ereignis]], Abfolge von [[Erlebnissen]] war. In der Abwesenheit kehrt sich das implizierte Wesen der [[Wahrnehmung]] in seiner [[Negation]] hervor, der [[abstrakt menschliche Sinn]], der menschliche Sinnlichkeit unterstellt, zur Bedingung und [[Substanz]] hat und die [[Begriffssubstanz]] der [[bürgerlichen Kultur]] ist. Als diese erscheint das Bedürfnis nach Anwesenheit als [[Naturempfindung]], als bloßes Verlangen nach menschlicher Nähe und Leiblichkeit, Verlangen nach der [[körperlichen]] [[Anwesenheit]] von Menschen, die in ihrer bestimmten [[Gewissheit]] [[gleichgültig]] sind. In seiner [[Wirklichkeit]] aber hat es diese [[Abstraktion]] als [[Stoff]] seiner [[Selbstwahrnehmung]] und erfährt in der Abwesenheit von Menschen seine Stofflosigkeit, seine [[Entleibung]]. In solcher [[Isolation]] wird seine [[Gesellschaft]]lichkeit als bloße [[Naturbestimmung]] erfahren, Lebensermangelung, welche das Leben [[einsam]] macht und als Lebensbedürfnis, als Bedürfnis schlechthin in der vollen [[Verkehrung]] seines [[Sinnes]] erscheint. Abwesenheit macht sich von daher durch ihren [[Trieb]] geltend, der nicht mehr erkennen lässt, was da treibt, weil es nichts [[Bestimmtes]] mehr sein kann, wiewohl es zwingend zu etwas drängt, das nurmehr der [[Form]] nach zur Befriedigung dieses [[Triebs]] geeignet ist. In seiner Inhaltslosigkeit ist dieser Trieb des Abwesenden der Begriff der [[Formbestimmung]] überhaupt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Ver%C3%A4u%C3%9Ferung&amp;diff=11594</id>
		<title>Veräußerung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Ver%C3%A4u%C3%9Ferung&amp;diff=11594"/>
		<updated>2026-09-20T08:48:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wenn ich etwas veräußere, so gebe ich es endgültig aus der Hand und verlasse, was mir zu [[eigen]] war. Veräußerung ist die herausgestellte und außer mir festgehaltene [[Äußerung]], äußeres [[Eigentum]], die sich außer mir als selbständigte [[Gegenständlichkeit]] verhält. Veräußert ist dabei die Form einer [[Lebensäußerung]], ist also nicht [[Leben]], aber auch nicht verbrauchtes Leben, nicht schon [[Tod]] (siehe [[tote Arbeit]]), sondern vermitteltes Leben, eine für sich geäußerte Lebensform außer ihrer reinen [[Subjektivität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veräußerung ist ein organisches Moment der Lebensäußerung, die sich im [[Verkauf]] beim [[Tausch]] zum [[Einkauf]] [[angebotener]] [[Gegenstände]] [[verselbständigt]] und selbst zu einem äußeren [[Verhältnis]] wird, äußerliche Gegenständlichkeit als Verhältnis von [[Waren]] auf dem Markt (siehe [[Marktwirtschaft]]) erlangt. Der [[Warentausch]] insgesamt setzt Veräußerung voraus die er als [[entäußertes]] [[Produkt]] in sein eigenes Maß versetzt und damit das Organische durch sein eigenes [[Quantum]] als [[Wertgröße]] bestimmt, die sich aus dem Verhältnis der [[Ware]]n, aus den Relationen ihrer [[Tauschwerte]] ergibt. Eine Ware ist daher nicht selbst Moment des Lebens, vermittel dieses aber als [[Lebensmittel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den &#039;&#039;Philosophisch-Ökonomischen Manuskripten&#039;&#039; verwendet Marx die Begriffe Entäußerung und[[Entfremdung]] meist unterschiedslos, die er der Form des Privateigentums zuordnet. Den Entfremdungsbegriff verendet er in diesem Verständnis noch eher philosophisch als Form des Eigentums, das allerdings auch hier schon als Ware diskutiert wird.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Biedermeier&amp;diff=11593</id>
		<title>Biedermeier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Biedermeier&amp;diff=11593"/>
		<updated>2026-09-20T08:45:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;So übel war es in Deutschland nie, Trotz aller Zeitbedrängniß – Glaub&#039; mir, verhungert ist nie ein Mensch in einem deutschen Gefängniß. Es blühte in der Vergangenheit so manche schöne Erscheinung des Glaubens und der Gemühtlichkeit; Jetzt herrscht nur Zweifel, Verneinung.(Heinrich Heine: Ein Wintermärchen, 1844)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser [[verselbständigten]] und abgehobenen [[Kultur]] [[verhält]] sich deren [[Inhalt]] [[abstrakt]] zu ihrer äußeren [[Form]], - so wie sie in ihrer [[Zeit]] an ihren Ortschaften im [[Allgemeinen]], in ihrer bloßen Räumlichkeit einfach nur [[anwesend]] sind. Aus der geschichtlich bedingten [[Zufälligkeit]] ihres Erscheinens wird die [[Form]] ihres [[Daseins]] zu einer Epoche ihrer [[Selbstgefühle]] worin erfahren deren [[Empfindungen]] in ihren [[Gefühlen]] die Regelhaftigkeit der [[Wirkungen]], für die sie da sind um als das zu [[gelten]], was sie der [[Form]] nach und also [[gewöhnlich]] in allem für einander sein müssen, um ihre gesellschaftliche [[Substanz]] aus den wechselseitigen [[Beziehungen]] ihrer Verkehrsform zu [[erleben]]. So steht diese [[Form]] für ihren  [[Inhalt]], &lt;br /&gt;
den sie [[privat]] haben. So wird ihre persönliche [[Identität]] von [[Geschichte]] und [[Glaube]] zur [[Identität]] an die [[Gewohnheiten]] ihrer [[abstrakt allgemeinen]] [[Arbeit]] am Sinn des allen gemeinen [[Lebens]] ihrer unmittelbar zwischenmenschlich in Gemeinschaft durch andere unterworfen sind, um in sich in einer [[verkehrten]] Welt zu [[veräußern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die belebt hierdurch die [[Unwirklichkeit]] einer vermeintlichen Kultur ihrer [[Selbstwahrnehmungen]], indem sie deren Empfindungen durch bloße Austauschbarkeit abtötete (siehe [[tote Empfindung]]). Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer [[Arbeit]] kann darin nur sinnvoll sein, wenn sie dem arbeitenden Menschen in dem Sinn dient, worin zugleich das [[Gefühl]] für eine menschlichen [[Identität]] der [[Zwischenmenschlichkeit]], dem konkreten Zusammenhang ihrer [[Sache]] – dem [[Sinn]] für das [[Material]] und auch für die verbliebene [[Natur]] ihrer [[zwischenmensschlichen]] [[Gegenstände]] gedient ist (siehe [[Sinnbildung]]). Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Form]] ihrer Gewohnheiten im [[Glauben]] an eine übermenschliche [[Gültigkeit]] gedient hat, um das isolierte [[Gefühl]] als schlichte [[Gewohnheit]] von [[Empfindungen]] seiner [[Anstimmungen]] entsprochen wird. Und so gerät die bildungbürgerlich bestimmte Kultur zu einer vermeintlichen Bewährung ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in und durch ihre Allgemeinheit und wird für diese immer tiefgreifender vernutzt. Denn es lebt darin das wesentliche Selbstgefühl einer abstrakten Gemeinschaft als [[Empfindung]] einer permamenten Reprooduktion für sich, für seine [[wirklichen]] es geraten die [[Verhältnisse]] in ihrer [[zwischenmenschlichen]] Welt bzu berdrohter und also auch bedrohlicher [[Selbstbezogenheit]] ihre Unwahrheit. Sie [[verwirklichen]] sich in der Permanenz einer [[heilen Welt]] fort. Und darino bewahrt sich die Totalität eines abstrakten [[Sinns]] ihrer [[Arbeit]] sowohl in der Sachwelt als auch der Selbstwahrnehmungen durch eine in sich verkehrte [[Selbstwahrnehmung]] und belebt hierdurch die [[Wirklichk]] in einer Kultur einer abstrakt menschlichen Keselllschaft – eben als konketer Sinn ihrer [[Selbstwahrnehmung]] zu fungieren. Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer Arbeit kann nur sinnvoll sein, wenn die arbeitenden Menschen ihren Sinn in dem [[Gefühl]] um die Lebensangst der [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer gemsinschaftlichen Sache und ihrer Bestimmtheit für das Material und auch für die Natur iherer [[Zwischenmenschlichkeit]] überhaupt, um den [[Gegenständen]] ihrer [[Sinnbildung]] Ausdruck zu verleihen. Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus. Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Naturalform]]) einer jeden [[Ware]] darstellt, so ist das Gefühl von Menschen für Menschen die Melange (siehe [[Stimmung]]) der Existenzform ihrer Wahrnehmung in den zwischenmenschlichen Beziehungen der Kulturen ihrer Selbstbezogenheit im Gefühl. Darin sind daher ihre Empfindungen so &#039;&#039;eingeschmolzen&#039;&#039;, wie es unter bestimmten Stimmungen nötig war, um sich in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen gesellschaftlich auf einander zu beziehen. Von daher sind Selbstgefühle zu ihren inneren Regungen einer vergesellschafteten Selbstwahrnehmung in zwischenmenschlichen Verhältnissen notwendig und also abhängig geworden. &#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint.&#039;&#039; (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint. (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den gehobenen Klassen bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die niederen Instinkte der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Biedermeier</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;So übel war es in Deutschland nie, Trotz aller Zeitbedrängniß – Glaub&#039; mir, verhungert ist nie ein Mensch in einem deutschen Gefängniß. Es blühte in der Vergangenheit so manche schöne Erscheinung des Glaubens und der Gemühtlichkeit; Jetzt herrscht nur Zweifel, Verneinung.(Heinrich Heine: Ein Wintermärchen, 1844)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser [[verselbständigten]] und abgehobenen [[Kultur]] [[verhalten]] sich deren [[Inhalte]] [[abstrakt]] zu ihrer äußeren [[Form]], - so wie sie in ihrer [[Zeit]] an ihren Ortschaften im [[Allgemeinen]], in ihrer bloßen Räumlichkeit einfach nur [[anwesend]] sind. Aus der geschichtlich bedingten [[Zufälligkeit]] ihres Erscheinens wird die [[Form]] ihres [[Daseins]] zu einer Epoche ihrer [[Selbstgefühle]] worin erfahren deren [[Empfindungen]] in ihren [[Gefühlen]] die Regelhaftigkeit der [[Wirkungen]], für die sie da sind um als das zu [[gelten]], was sie der [[Form]] nach und also [[gewöhnlich]] in allem für einander sein müssen, um ihre gesellschaftliche [[Substanz]] aus den wechselseitigen [[Beziehungen]] ihrer Verkehrsform zu [[erleben]]. So steht diese [[Form]] für ihren  [[Inhalt]], &lt;br /&gt;
den sie [[privat]] haben. So wird ihre persönliche [[Identität]] von [[Geschichte]] und [[Glaube]] zur [[Identität]] an die [[Gewohnheiten]] ihrer [[abstrakt allgemeinen]] [[Arbeit]] am Sinn des allen gemeinen [[Lebens]] ihrer unmittelbar zwischenmenschlich in Gemeinschaft durch andere unterworfen sind, um in sich in einer [[verkehrten]] Welt zu [[veräußern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die belebt hierdurch die [[Unwirklichkeit]] einer vermeintlichen Kultur ihrer [[Selbstwahrnehmungen]], indem sie deren Empfindungen durch bloße Austauschbarkeit abtötete (siehe [[tote Empfindung]]). Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer [[Arbeit]] kann darin nur sinnvoll sein, wenn sie dem arbeitenden Menschen in dem Sinn dient, worin zugleich das [[Gefühl]] für eine menschlichen [[Identität]] der [[Zwischenmenschlichkeit]], dem konkreten Zusammenhang ihrer [[Sache]] – dem [[Sinn]] für das [[Material]] und auch für die verbliebene [[Natur]] ihrer [[zwischenmensschlichen]] [[Gegenstände]] gedient ist (siehe [[Sinnbildung]]). Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Form]] ihrer Gewohnheiten im [[Glauben]] an eine übermenschliche [[Gültigkeit]] gedient hat, um das isolierte [[Gefühl]] als schlichte [[Gewohnheit]] von [[Empfindungen]] seiner [[Anstimmungen]] entsprochen wird. Und so gerät die bildungbürgerlich bestimmte Kultur zu einer vermeintlichen Bewährung ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in und durch ihre Allgemeinheit und wird für diese immer tiefgreifender vernutzt. Denn es lebt darin das wesentliche Selbstgefühl einer abstrakten Gemeinschaft als [[Empfindung]] einer permamenten Reprooduktion für sich, für seine [[wirklichen]] es geraten die [[Verhältnisse]] in ihrer [[zwischenmenschlichen]] Welt bzu berdrohter und also auch bedrohlicher [[Selbstbezogenheit]] ihre Unwahrheit. Sie [[verwirklichen]] sich in der Permanenz einer [[heilen Welt]] fort. Und darino bewahrt sich die Totalität eines abstrakten [[Sinns]] ihrer [[Arbeit]] sowohl in der Sachwelt als auch der Selbstwahrnehmungen durch eine in sich verkehrte [[Selbstwahrnehmung]] und belebt hierdurch die [[Wirklichk]] in einer Kultur einer abstrakt menschlichen Keselllschaft – eben als konketer Sinn ihrer [[Selbstwahrnehmung]] zu fungieren. Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer Arbeit kann nur sinnvoll sein, wenn die arbeitenden Menschen ihren Sinn in dem [[Gefühl]] um die Lebensangst der [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer gemsinschaftlichen Sache und ihrer Bestimmtheit für das Material und auch für die Natur iherer [[Zwischenmenschlichkeit]] überhaupt, um den [[Gegenständen]] ihrer [[Sinnbildung]] Ausdruck zu verleihen. Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus. Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Naturalform]]) einer jeden [[Ware]] darstellt, so ist das Gefühl von Menschen für Menschen die Melange (siehe [[Stimmung]]) der Existenzform ihrer Wahrnehmung in den zwischenmenschlichen Beziehungen der Kulturen ihrer Selbstbezogenheit im Gefühl. Darin sind daher ihre Empfindungen so &#039;&#039;eingeschmolzen&#039;&#039;, wie es unter bestimmten Stimmungen nötig war, um sich in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen gesellschaftlich auf einander zu beziehen. Von daher sind Selbstgefühle zu ihren inneren Regungen einer vergesellschafteten Selbstwahrnehmung in zwischenmenschlichen Verhältnissen notwendig und also abhängig geworden. &#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint.&#039;&#039; (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint. (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den gehobenen Klassen bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die niederen Instinkte der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Biedermeier&amp;diff=11591</id>
		<title>Biedermeier</title>
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		<updated>2026-09-20T08:28:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;So übel war es in Deutschland nie, Trotz aller Zeitbedrängniß – Glaub&#039; mir, verhungert ist nie ein Mensch in einem deutschen Gefängniß. Es blühte in der Vergangenheit so manche schöne Erscheinung des Glaubens und der Gemühtlichkeit; Jetzt herrscht nur Zweifel, Verneinung.(Heinrich Heine: Ein Wintermärchen, 1844)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser [[verselbständigten]] und abgehobenen [[Kultur]] [[verhalten]] sich deren [[Inhalte]] [[abstrakt]] zu ihrer äußeren [[Form]], - so wie sie in ihrer [[Zeit]] an ihren Ortschaften im [[Allgemeinen]] einfach nur [[anwesend]] sind. Aus der geschichtlich bedingten [[Zufälligkeit]] ihres Erscheinens wird die [[Form]] ihres [[Daseins]] zu einer Epoche ihrer [[Selbstgefühle]] worin erfahren deren [[Empfindungen]] in ihren [[Gefühlen]] die Regelhaftigkeit der [[Wirkungen]], für die sie da sind um als das zu [[gelten]], was sie der [[Form]] nach und also [[gewöhnlich]] in allem für einander sein müssen, um ihre gesellschaftliche [[Substanz]] aus den wechselseitigen [[Beziehungen]] ihrer Verkehrsform zu [[Form]]erleben. So steht diese [[Form]] für ihren  [[Form]]   [[Form]]Inhalt, &lt;br /&gt;
den sie [[privat]] haben. So wird ihre persönliche [[Identität]] von [[Geschichte]] und [[Glaube]] zur [[Identität]] an die [[Gewohnheiten]] ihrer [[abstrakt allgemeinen]] [[Arbeit]] am Sinn des allen gemeinen [[Lebens]] ihrer unmittelbar zwischenmenschlich in Gemeinschaft durch andere unterworfen sind um in sich in einer [[verkehrten]] Welt zu veräußern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die belebt hierdurch die [[Unwirklichkeit]] einer vermeintlichen Kultur ihrer [[Selbstwahrnehmungen]], indem sie deren Empfindungen durch bloße Austauschbarkeit abtötete (siehe [[tote Empfindung]]). Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer[[Arbeit]] kann darin nur sinnvoll sein, wenn sie dem arbeitenden Menschen in dem Sinn dient, worin zugleich das [[Gefühl]] für eine menschlichen Identität der [[Zwischenmenschlichkeit]], dem konkreten Zusammenhang ihrer [[Sache]] – dem Sinn für das Material und auch für die verbliebene Natur ihrer [[zwischenmensschlichen]] [[Gegenstände]] gedient ist (siehe [[Sinnbildung]]). Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Form]] ihrer Gewohnheiten im [[Glauben]] an eine übermenschliche [[Gültigkeit]] gedient hat, um das isolierte [[Gefühl]] als schlichte [[Gewohnheit]] von [[Empfindungen]] seiner [[Anstimmungen]] entsprochen wird. Und so gerät die bildungbürgerlich bestimmte Kultur zu einer vermeintlichen Bewährung ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in und durch ihre Allgemeinheit und wird für diese immer tiefgreifender vernutzt. Denn es lebt darin das wesentliche Selbstgefühl einer abstrakten Gemeinschaft als [[Empfindung]] einer permamenten Reprooduktion für sich, für seine [[wirklichen]] es geraten die [[Verhältnisse]] in ihrer [[zwischenmenschlichen]] Welt bzu berdrohter und also auch bedrohlicher [[Selbstbezogenheit]] ihre Unwahrheit. Sie [[verwirklichen]] sich in der Permanenz einer [[heilen Welt]] fort. Und darino bewahrt sich die Totalität eines abstrakten [[Sinns]] ihrer [[Arbeit]] sowohl in der Sachwelt als auch der Selbstwahrnehmungen durch eine in sich verkehrte [[Selbstwahrnehmung]] und belebt hierdurch die [[Wirklichk]] in einer Kultur einer abstrakt menschlichen Keselllschaft – eben als konketer Sinn ihrer [[Selbstwahrnehmung]] zu fungieren. Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer Arbeit kann nur sinnvoll sein, wenn die arbeitenden Menschen ihren Sinn in dem [[Gefühl]] um die Lebensangst der [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer gemsinschaftlichen Sache und ihrer Bestimmtheit für das Material und auch für die Natur iherer [[Zwischenmenschlichkeit]] überhaupt, um den [[Gegenständen]] ihrer [[Sinnbildung]] Ausdruck zu verleihen. Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus. Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Naturalform]]) einer jeden [[Ware]] darstellt, so ist das Gefühl von Menschen für Menschen die Melange (siehe [[Stimmung]]) der Existenzform ihrer Wahrnehmung in den zwischenmenschlichen Beziehungen der Kulturen ihrer Selbstbezogenheit im Gefühl. Darin sind daher ihre Empfindungen so &#039;&#039;eingeschmolzen&#039;&#039;, wie es unter bestimmten Stimmungen nötig war, um sich in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen gesellschaftlich auf einander zu beziehen. Von daher sind Selbstgefühle zu ihren inneren Regungen einer vergesellschafteten Selbstwahrnehmung in zwischenmenschlichen Verhältnissen notwendig und also abhängig geworden. &#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint.&#039;&#039; (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint. (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den gehobenen Klassen bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die niederen Instinkte der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Anwesenheit&amp;diff=11590</id>
		<title>Anwesenheit</title>
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		<updated>2026-09-20T08:14:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Anwesend ist alles, was [[gewöhnlich]] [[räumlich]] - und also [[körperlich]] - [[da ist]] (siehe [[Dasein]]), durch sein bloßes Sein - wenn auch noch völlig unbestimmt - zu einem stetigen Anwesen, zur [[Wohnung]] des Alltags geworden ist, sei es in einem Moment oder auch über eine bestimmte Zeitdauer, ganz nah oder auch ferner (siehe [[Dichte]]). Von daher hat ein solches Da-Sein keine [[Eigenschaften]] (siehe [[Teilung der Arbeit]]); ihm ist wesentlich nichts zu [[eigen]], nicht eigentümlich. Aber es ist bestimmt durch das, was [[wirklich]] an dem ist, was das Anwesende als ein Anwesen für sich, also als Anderes zum [[Wesen]] hat, mit dem man zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo dieses aber im Eigenen nicht [[wirklich]] aufgeht, wo von seinen [[Eigenschaften]] abgesehen wird, ist das Andere in der Beziehung auf [[Eigenes]] nur abstrakt und also wesentlich [[fremd]]. Etwas [[Abstraktes]] hat zwar Wirkung, kann aber nicht [[wirklich]] da sein, weil es nicht [[inhaltlich]], sondern nur in den [[Formen]] des [[Daseins]] [[Wirkung]] hat - eben als bloße [[Formbestimmng]] gegenwärtig ist. Es kann daher durch seine [[Abwesenheit]] [[Wirkung]] haben, wenn es auch in seiner [[Abstraktion]] substanziell zugehörig ist, z.B. als Arbeit schlechthin (siehe [[abstrakt menschliche Arbeit]]), als Sinn schlechthin (siehe [[abstrakt menschlicher Sinn)]] usw.. Es muss daher nicht unbedingt wirklich da sein, wohl aber [[Substanz]] haben, z.B. in einer bloßen [[Form]] außer sich [[gegenwärtig]] sein (siehe [[Sein]]), einer Form, die ihre [[Gegenwart]] verlangt, weil sie auch in [[Abwenheit]] gegenwärtig ist (siehe [[Formbestimmung]]). Das formelle Sein erscheint dann zwar nur als bloßer Lebensumstand, als bloße Anwesenheit einer [[Wirkung]], auf die man aber nicht verzichten kann, weil sie [[notwendig]] ist, weil man ohne sie [[Not]] leidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den zur [[Gewohnheit]] gewordenen [[Ereignissen]] des Lebensalltags, im bloß gewöhnlichen [[Erleben,]] verliert jede [[zwischenmenschliche Beziehung]] an [[Gegenwärtigkeit]], wo sie nur noch aus dieser Form des [[Lebens]] schöpft, sich darin selbst verlebt. Sie verliert den [[Sinn,]] den Menschen für Menschen haben und fortbilden können (siehe [[Sinnbildung]]) und bezieht ihre Inhalte zunehmend aus der bloßen Anwesenheit[[t]] von Menschen. Diese verbleibt dann als eine äußerliche [[Position]], als [[Umstand]] des [[gewöhnlichen]] [[Lebens]]. Aber Menschen sind für Menschen in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] eine fundamentale [[Notwendigkeit]], nicht, weil ihre [[Beziehung]] hieraus bestünde, sie inhaltlich nichts [[wirklich]] miteinander zu tun hätten, sondern weil und sofern sie sich in diesen [[Verhältnissen]] durch ihre Anwesenheit [[bestimmen]], sich inhaltlich aufeinander beziehen, um füreinander da zu sein, auch wenn es nur der [[Umstand]] halber und umständlich geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel ereignet sich dies, wo sie durch ihre bloße Anwesenheit selbst zur [[Bedingung]] ihrer Verhältnisse werden, wo sie ausschließlich und ausschließend sich durch ihre [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] begründen, ihr Dasein ausschließlich [[zwischenmenschlich]] ist. Da wird ihre [[Natur]] zum Leib ihrer [[Beziehung]], zur [[Substanz]] einer [[Abstraktion]] von ihrer [[gegenständlichen]] [[Gesellschaftlichkeit]], zum [[Raum]], den ihre Anweseheit ausmacht, zur Quelle aller [[Einverleibungen]], zu einem [[abstrakt menschlichen Sinn]] schlechthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo sich die [[Beziehungen]] der Anwesenden in ihren [[Verhältnissen]] wesentlich entleeren, wo sie inhaltslos, immer abstrakter füreinander werden, scheint ihr Sinn letztendlich [[abwesend]] zu sein. Abwesend ist was [[wesentlich]], aber nicht wirklich da ist (siehe [[Dasein]]): Ein Wesen, das als [[Beziehung]] zwar [[wahr gehabt]] wird, aber nur in [[entgegenwärtigter]] [[Form]], für die sie [[da ist]]. Das bestimmt die Beziehung selbst zu einem Anwesen, das nurmehr in seiner formellen [[Anwesenheit]] zu erfüllen ist. Es bestimmt sich in der [[Notwendigkeit]], sich durch Vergegenwärtigungen jedweder Art [[wahr]] zu machen - zumindest solange es nicht [[aufgehoben]] wird. Das treibt [[Anwesenheiten]] hervor, die sich dem wirklichen Dasein im [[Allgemeinen]] einziehen, um im Einzalnen noch da zu sein und sich auf diese Weise einem Sog der [[Abstraktion]] unterwerfen, weil sie von daher selbst nur im Sog der [[Negation]] Wirkung haben. Indem sie dem [[abstrakt Allgemeinen]] ihrer [[Beziehung]] folgen, werden sie für sich selbst [[gleichgültig]], denn ihre Verhältnisse sind nurmehr durch das Abwesende bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es in diesen [[Verhältnissen]] alles, was menschliche [[Natur]] ausmacht; doch es wird nicht aus natürlicher [[Notwendigkeit]] und [[Freiheit]] in eben diesen Inhalten aufeinander bezogen, sondern getragen von der [[No]]t, in welcher die Menschen sind, wenn sie von diesen Verhältnissen ausgeschlossen, also [[abwesend]] füreinander sind, während sie [[isoliert]] voneinander in diesen Beziehungen leben müssen. Substanziell sind die Menschen dann also nicht wirkliche Wesen füreinander, nicht menschliche Wesen, die einander bereichern, sondern Menschen, die [[Beziehung]] suchen, um nicht auf sich in ihrer isolierten Existenz verwiesen zu werden. Die Menschen sind davon bestimmt, dass sich nur [[wahrnehmen]] können, wenn sie sich durch andere auch[[wahrhaben]] (siehe [[Selbstwahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies fällt auseinander, wo Ihre Anwesenheit außer ihnen bestimmt ist, ihr [[Lebensraum]] als durch gegen sie mächtige Stimmen begrenzt oder erweitert wird, ihr [[Raum]] als Bedingung ihrer Wahrnehmung zugleich bedingt ist durch fremdes, was darin wahrgehabt wird. Auf diese Weise beinhaltet die Wahrnehmun eine ihr entnommene, eine von ihr abstrahierende Substanz. Außer mir erscheint der [[Raum]] [[gegeben]] durch die Örtlichkeit, also durch Orte, in welche ich eintrete oder austrete und selbst [[Inhalt]] werde oder ihn durch mich entleere. In dieser selbständigen Form sind das Orte, die ich wechseln kann durch den [[Umstand]] meiner [[Anwesenheit]] oder [[Abwesenheit]] bestimmt. Ich füge mich dem Raum als [[Körper]] zu oder nicht und erfahre mich selbst in dem, wie dieser Umstand bestimmt ist. Sieht diese Bestimmung von mir ab, so wird sie zu einer [[Formbestimmung]], wie sie in dieser [[Abstraktion]] gegeben ist, wie sie also für mich und von mir keinen [[Sinn]] hat. Von daher drückt sich in der räumlichen Anwesenheit auch ein mir abstrakter Sinn aus. Und umgekehrt ist der Raum meiner Anwesenheit dann selbst die Substanz von dem, was eben abwesend ist, die [[Substanz]] eines [[abstrakt menschlichen Sinns]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist die Anwesenheit nicht nur[[Umstand]] und auch nicht bloße[[Form]], sondern wesentliches Mittel des [[abstrakt allgemeinen]] Zwecks der [[bürgerlichen Kultur]], für die Selbstwahrnehmung der Menschen, die darin ihre [[Elementarform]] haben, in der sie miteinander verkehren. Sie ist die [[Formbestimmung]] dieser [[Kultur]]. Und das besagt, dass diese Kultur auf der [[Produktion]] von menschlicher Anwesenheit begründet ist, also dafür, Verhältnisse zu produzieren und zu erhalten, in denen die Menschen jenseits ihrer wirklichen Lebensproduktion füreinander da sein müssen, um [[Wahrheit]] für sich zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Lebensäußerung ist immer gegenständlich. Doch wo die [[Gegenstände]] nur noch im Zweck rational sind und keinen [[Sinn]] mehr für Menschen haben (siehe [[Geldbesitz]]), wird ihre menschliche Anwesenheit, ihr [[Verhalten]] in ungegenständlichen Verhältnissen, zum Gegenstand ihrer[[Beziehung]], zum Sinn und Zweck ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]]. Solche Anwesenheit ist an und für sich eine bloße Formalität, die keinen [[Sinn]] hat, weil sie davon [[abstrahiert]]. [[Sinn]] gibt es immer nur in einer [[bestimmten]] Anwesenheit, also einer Anwesenheit, die nur mit diesem oder jenem sein kann, was ihren [[Inhalt]] ausmacht. Ohne diesen [[Inhalt]] ist Anwesenheit ein vollständig leerer und unbestimmter [[Begriff]], der ihn nur als [[Körper]]form unterstellen kann, als räumlich bestimmte [[Gegenwärtigkeit]]. Doch zugleich wäre Anwesenheit überhaupt unsinnig, weil sie nichts formuliert außer eben, dass eine [[Gegenwärtigkeit]] unterstellt sein muss, weil etwas nicht da ist, das eben dadurch da ist, dass es nicht [[da sein]] kann. Sie formuliert eine [[Abstraktion]], die aus der [[Negation]] nötig ist, also daraus, dass etwas [[abwesend]] ist, dessen Anwesenheit unterstellt wird, dass also ein bestimmter Inhalt fehlt, der substanziell an und für sich nötig ist, so dass ohne ihn [[nichts]] ist, was unterstellt sein muss, dass es ein körperliche [[Substanz]] gibt, die einen [[Sinn]] hat, von dem abstrahiert wird, das also als ein [[abstrakt menschlicher Sinn]] wirksam ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die [[Begriffssubstanz]] solcher Leere suchen, wird Anwesenheit der Begriff für ein leeres, also [[abstraktes]] [[Sein]], für ein [[Wesen]], das einfach nur da ist wie ein [[Anwesen]], das sich in keiner bestimmten Nähe und [[Dichte]] befindet. Dennoch drückt der Begriff aus, dass ohne dies Anwesend-Sein alles ganz anders wäre, dass schon die bloße Anwesenheit von Dingen, [[Ereignissen]] oder Menschen die [[Wahrnehmung]] in irgendeiner Art und Weise bestimmt, eben gerade dann, wenn sie nichts [[Bestimmtes]] wahrnimmt, wenn die Anwesenheit also sich als letztendliche [[Substanz]] einer unbestimmten Wahrnehmung erweist, einer Wahrnehmung, die sich lediglich als Form bestimmt und also in der Tat also auch [[formbestimmend]] ist. Es beeindruckt eben auch schon die bloße Anwesenheit von dem, was wahrnehmbar ist und auch die Art und Weise, wie dieses da ist, ob man damit alleine oder unter Menschen oder in einer Vorstellung usw. ist, ob gekleidet oder nackt, ob modisch oder altmodisch. Es ist die reine [[Räumlichkeit]] eines [[Wesens]], wie es unter denselben [[Bedingungen]] - wenn auch meist durch Accessoires, durch Zu-Taten geschmückt - erscheint, in denen es wahrgenommen und [[erlebt]] wird, seine bestimmte oder unbestimmte Gestalt, die auf die Wahrnehmung je nach ihrer [[Dichte]] auch [[Wirkung]] hat, die bewirkt, was sie [[ästhetisch]] erfüllen kann, auch wenn keinerlei bestimmte [[Beziehung]] und auch kein anderweitiges [[Verhältnis]] hierbei besteht, - wenn eben nur zu konstatieren ist, dass etwas oder jemand anwesend, also nicht [[abwesend]] ist. Das ist die abstrakteste [[Tatsache]] des [[Wahrnehmens]], der [[abstrakteste Sinn]] hiervon und hierzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anwesenheit bezieht sich auf die Wahrnehmbarkeit von etwas, das wir als leere, als gänzlich unbestimmbare [[Bedingung]] [[wahrhaben]], - auch dann also damit befasst sind, wenn wir es nicht [[wahrnehmen]] können, selbst wenn es [[abwesend]] ist, wo es [[gewöhnlich]] anwesend war. Sie ist zunächst eine rein [[räumliche]] [[Gegenwärtigkeit]], die bloße Gegenwart, der [[räumliche]] [[Bezug]] zu Menschen oder [[Gegenständen]] oder zu [[Ereignissen]] im [[Erleben]] der Menschen, wie er in ihren [[Gefühlen]] und ihrem [[Gedächtnis]] auch ohne konkreten [[Sinn]] bewahrt ist. Als solches ist sie eine [[selbstverständliche]] Unterstellung der [[Wahrnehmung]], frei von aller [[Bestimmtheit]], im Grunde also [[gleichgültig]] und sicherlich nicht sonders bedenkenswert, wäre da nicht ein [[Zwiespalt]] in der Wahrnehmung selbst - nämlich einerseits die [[Gewohnheiten]] des Wahrnehmens, mit der sich die [[Umstände]] des Lebens als Routinen im Menschen niederschlagen, und der Ungewissheit andererseits, in der sie sich verflüchtigen können. Nichts ist in der Wahrnehmung [[gewiss]], was in einer [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand]] nicht wirklich wesentlich geworden ist. Von daher wird Anwesenheit und [[Abwesenheit]] selbst zu ihren bestimmenden Momenten, wodurch sie mehr oder weniger gegenstandslos, also un[[gewiss]], un[[gegenwärtig]], und durch sich selbst formalisiert ist (siehe [[Formbestimmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anwesenheit kann an und für sich nicht bestimmend für die Wahrnehmung sein, weil sie sich selbst ja nur [[ereignet]], eigentlich dasselbe wie unbestimmtes [[Erleben]] ist. Wahrnehmen kann man nur [[wirklich]], was man hören, riechen, sehen usw. kann. Und das muss natürlich anwesend sein. Aber dass Wahrnehmung mehr als dies bloße Auffassen der Sinneseindrücke ist, zeigt sich an ihrem Niederschlag im [[Gefühl]] der Menschen. Sie fühlen nur dann, ob etwas wirklich stimmt, wirklich [[wahr]] ist, wenn es für das Gefühl auch bei Abwesenheit nicht [[Zweifel]] weckt. Die Wahrnehmung enthält nicht nur eine unmittelbar aktuelle Beziehung der Sinnesorgane; sie ist eine kulturelle Beziehung auf die Welt überhaupt. Das unterstellt zwar, dass sie natürlich ist, dass sie der [[Notwendigkeit]] der [[Naturempfindung]] von Menschen in ihrer [[Gesellschaft]], folgt, dass sie sich also nicht bloß natürlich, sondern auch kulturell geltend macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zwiespalt in der Wahrnehmung erweist, dass Menschen nicht selbstverständlich miteinander verkehren, dass sie in einer Spannung zu einander sind, dass ihre natürliche und kulturelle Seinsweise keine [[Identität]] hat, unwahr ist. Er zeigt, dass ihre gesellschaftliche [[Beziehung]] in ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]] selbst unmittelbar [[verkehrt]] ist, ihre gesellschaftliche Form nicht der Wahrnehmung des Individuums entspricht. Wo die Wahrnehmung in der [[privaten]] [[Form]] des bürgerlichen Individuums selbst tragend für menschliche [[Beziehungen]] wird, da wird ihre [[zwischenmenschliche]] [[Wahrheit]] zum Problem der Menschen. Ihre vertauschten Wahrnehmungsgewissheiten erweisen eine gesellschaftliche [[Täuschung]], worin sich die Formbestimmung der Wahrnehmung durch die Gesellschaftsform einer Kultur vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die [[Kultur]] dieser [[Formbestimmtheit]] nicht ihr wirklicher Lebensausdruck ist, zeigt sie einen [[Sinn]], der ein [[Unding]] ist: Nicht mehr deren lebendiger Gehalt, nicht die Gedanken, Stoffe, Taten und Substanzen, nicht die [[Geschichte]], die sie hervorbringt, also nicht ihre Gegenständlichkeit gestaltet die Momente und Ereignisse ihrer Verbindung, sondern ihre bloße Nähe, die Form ihrer Anwesenheit macht diese Beziehung überhaupt aus. Die Ereignisse und Substanzen darin leiten sich dann aus ihrer Anwesenheit, aus ihrer [[Wirkung]] auf die Wahrnehmung und [[Selbstwahrnehmung]] ab. Der räumlicher Ausdruck der Sinnlichkeit, [[Körper]], [[Ästhetik]] und [[Design]], [[Sitte]] und Unsitte bestimmen ihre [[Verhältnisse]]. In der Anwesenheit von Menschen ist dann nur noch das Potenzial ihrer Beziehung als ihr Ereignispotenzial tragend, die [[Wert]]igkeit und [[Reiz]]barkeit ihrer Wahrnehmung, ihr wirklich [[abstrakter Sinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anwesenheit von jemandem oder etwas ist an und für sich nur das wesentlich, was durch ein Wesen alleine durch sein Dasein ist. Die [[Ereignisse]], die vorkommen, [[bewegen]] die Menschen durch den [[Sinn]], den sie haben wie das Produkt eines [[Zufalls]] oder [[Schicksals]]. Anwesenheit ist ihr bloßer [[Umstand]], ein Zusammentreffen, das bloß zufällig und für sich unbestimmt ist. Dem Inhalt nach ist die Anwesenheit für sich nichts, simple Form des sich Zutragens einer Folge von Geschehnissen durch die Anwesenden, die Dichte einer [[Geschichte]]. Was sich von diesen Anwesenheiten in der [[Wahrnehmung]] bewahrt, ist diese [[Dichte]], welche die Intensität des [[Gedächtnisses]] ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Wahrnehmung für sich alle [[Beziehung]] ausmacht, wo also [[zwischenmenschliche Beziehung]] ihren [[Sinn]] findet. da macht dies zunächst die Anwesenheit in einer bestimmten Dichte, also in einer [[Masse]] und Nähe, welche die Anwesenden darin erlangen, gleich, was sie für sich sonst sind. Je mehr sie auf sich bestehen müssen, desto bedrohlicher kann solche Beziehung sein, je eher sie sich in anderen Menschen körperlich finden können, sich selbst durch andere [[empfinden]], desto weitgehender lassen sie sich auf ihre bloße Anwesenheit ein. Die Dichte der Anwesenheit macht das [[Leiden]] und die [[Leidenschaft]] der Beziehungen aus, die auf Wahrnehmung gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Beziehungen sind nicht menschliche Beziehungen überhaupt, sondern Beziehungen, die ihre Wahrheit noch außer sich haben, sich nicht wirklich wahr gestalten, aber in Wirklichkeit dadurch wahr füreinander sind, dass sie einander sinnlich [[wahrhaben]]. Weil und sofern sie keinen anderen Sinn miteinander haben, können sie nur einen Sinn füreinander darin entwickeln, dass sie [[körperlich]] anwesend und alleine schon hierdurch miteinander sinnlich sind. Allerdings sehen sie dann von allem ab, was ihr ganzes Sein ausmacht, was also sich nur in freier Anwesenheit ereignen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Menschen von ihrem Sein absehen müssen, um Sinn für einander zu haben, vermitteln sie ihr Menschsein schon durch bloße Anwesenheit in selber Räumlichkeit. Die Ereignisse, die darin stattfinden, setzen sie in Beziehung, weil sie darin und dadurch Sinn empfinden und finden, weil also ihr Zusammensein sie in ihrem [[Befinden]] vergemeinschaftet, ihre [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] zusammenführt. Dies durch die Dichte der Anwesenheit Vergemeinschaftete kann jedoch nicht konkret sein: Es ist die Einheit in einem abstrakt menschlichen Sinn, worin gerade das Sinn macht, was die Nähe der Anwesenden hervorgebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint, als ob die Menschen darin Sinn füreinander haben, dass sie in ihrer Wahrnehmung [[Körper]] füreinander sind. Doch dieses Verhältnis ist zwiespältig, weil sie sich selbst auch nur körperlich so erleben, wie sie sich in solcher Anwesenheit vermitteln, wie sie mit dem da sind, was sie in bloß körperlicher Anwesenheit sind. Sie sind selbst Mittel ihrer Beziehung und deshalb gerade außer sich, wo sie dicht bei sich sind. Was der Augenblick erleben lässt hat hierdurch keinen Bestand für sie außer dem, was sie hierbei für sich werden, was sie wirklich für sich wahrhaben. Das Tragende all solcher [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] ist daher die [[Selbstwahrnehmung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine Selbstwahrnehmung zu entfalten darf keine materielle Not herrschen. Es muss also dem schon vorausgehen, dass alle materiellen Nöte aufgehoben sind, dass man also [[Geld]] hat. Das ist zwar trivial und war in bürgerlichen Kreisen immer selbstverständlich, aber dass die zwischenmenschliche Beziehung auch nur die be[[seelt]]e Form des Geldverhältnisses ist, das will niemand wahrhaben. Aber nur unter den [[Bedingungen]] des Geldes kann ein Mensch sich so [[gleichgültig]] zum Sein anderer Menschen verhalten, dass ihn deren Anwesenheit [[wesen]]tlich vorkommen kann. Geld ist die Beziehungsform dieser Gleichgültigkeit für sich. Mit Geldbesitz ist jeder Mensch ein kleiner König und hat hierzu nicht viel mehr zu bedenken, als das, was Geld so alles zu bewirken vermag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn eine ganze [[Gesellschaft]] auf Geldbesitz gründet, wenn sich die gesellschaftlichen Beziehungen nur im [[Zweck]] des Gelderwerbs ereignen, in [[Dienstleistungsgesellschaften]], da ist jeder, auch wenn er kein Geld hat (und das sind die meisten) hiervon bestimmt, weil Gesellschaft dann nichts anderes ist als die Lebensform von Geldbesitz. Und Geld vermittelt dort nichts als dass man es haben muss, um in Gesellschaft zu sein. Die Menschen in solcher Gesellschaft sind füreinander nichts, außer dadurch, dass sie anwesend sind und hierdurch als Menschen gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem sich durch Anwesenheit etwas vermittelt, was ohne dies nicht ist, wird sie zum [[Mittel]] eines Seins, zu einem Inhalt, der für sich nichts ist, abstrakte [[Substanz]] einer Vermittlung. Anwesenheit wird hierdurch zu etwas, das in der reinen [[Form]] Vermittlung ausmacht, egal was sonst ist, etwas, das nur zwischen den Menschen und nur in ihrer Gesellschaft da ist, körperliche Gegenwart hat, ohne für sie und in ihnen wirklich körperlich zu sein. Es ist körperlich nur durch sie, gleich, was ihre konkrete Beziehung ausmacht. Aber ohne diese Anwesenheit wäre nichts, und [[Nichts]] kann nicht sein. Um da zu sein, muss man sich sehen, hören, riechen, fühlen usw.. Das leere [[Dasein]] von lebenden [[Körpern]] ist auch dann ein Bezug, wenn die körperlichen Lebewesen sich nicht durch sich aufeinander beziehen, wenn sie füreinander vollständig von jeder konkreten Beziehung absehen, in vollständig [[abstrakter]] [[Beziehung]] füreinander sind und nur durch ihre Anwesenheit irgendeine Wirkung haben, [[wirklich]] sind, ohne eine bestimmte Wirkung zu haben, also in [[gleichgültiger]] Wirklichkeit sich aufeinander beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Anwesenheit macht auch in der Beziehung zwischen Menschen, die für sich nichts ist, alles anders. Das bloße Dasein eines Menschen, auf den man sich bezieht oder bezogen hatte, ändert alles, was bis dahin oder danach mit ihm zu tun hat, was gedacht und bedacht, erhofft und verwunschen, geliebt und gehasst war. Seine Anwesenheit relativiert all dies durch seine lebendige Wirkung im wirklichen Leben als [[Ganzes]]. Sie bringt alle Lebensmomente - so zerteilt sie sein mögen - auf einmal in Gang: [[Wahrnehmung]], [[Sinn]], Greifbarkeit, Fühlen usw. Es ist der Augenblick sinnlicher Gewissheit, der das gibt und erfordert, was wirklich an [[Leben]] da ist, auch wenn es nicht wirklich lebt, was weder in [[Abwesenheit]] fortbesteht, noch davon bestimmt ist, was es zuvor war. Wo das Leben zerteilt ist, lebt in der Anwesenheit die einzige Form von unmittelbarer [[Wahrheit]], die gleichgültig gegen ihre [[Geschichte]] ist. Darin ist gegenständlich, was durch Gegenstände - ob Menschen oder Sachen - gegeben ist und dies hat für sich keine eigene Notwendigkeit, wäre für sich unnötig: Es ist nicht notwendig, anwesend zu sein, um mit Gewissheit erkennen zu können, was ohnedies wäre. Die Notwendigkeit von Anwesenheit begründet sich aus der Nichtigkeit der Zusammenhänge, aus der unvollkommenen Gegenständlichkeit des Lebenszusammenhangs, aus Lebensäußerungen, die Leben nur in seiner Getrenntheit von Lebensmomenten äußern, zusammen nur als zufällige Erfahrungen ihrer Sinne im [[Sinn]] für sich bestehen. Und da Sinn vor allem aus seiner [[Körper]]lichkeit heraus sich gestaltet, sich in räumlichem Sein ausbreitet, da er sich in der [[Wesen]]heit von Berührung, von [[Empfinden]] und [[Befinden]], von Nähe und Finden bestimmt, ist er in seiner Bestimmungslosigkeit, in der [[Abstraktion]] lediglich [[Raum]], den er durch seine [[Anwesenheit]] ausfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bezeichnet der Begriff Anwesenheit insgesamt etwas höchst [[Abstraktes]], das gleichgültig gegen jeden Inhalt ist, so leer wie eine bloße Gegenwärtigkeit in einem Zusammentreffen von Wesen, die sich begegnen, ihre Näherung und Nähe im [[Raum]], wie sie ohne jeglichen [[Sinn]] ist. Anwesenheit ist also eine leere räumliche Bestimmung, auch wenn sie selbst zweifellos sinnlich ist. Es ist die leere Sinnlichkeit von Raum, die räumliche Gegenwart eines lebendigen Wesens, anwesendes [[Lebens]], aber reines [[Dasein]] ohne wesentliche [[Bestimmung]], inhaltslos, leere [[Form]]. Anwesenheit ist das Quantum der Räumlichkeit im Verhalten von [[Abwesenheit]] und Anwesenheit, Nähe und Ferne, von [[Körper]] und Geist. Von daher ist Anwesenheit die Realabstraktion der Lebensform schlechthin, der Sinn einer abstrakten Kultur der Menschen. Die Größe, worin sich ihre abstrakte Sinnlichkeit bemisst, worin sich gegenstandslose Sinnlichkeit vergegenwärtigt (siehe [[Vergegenwärtigung]]), ist der [[Raum]], worin sie sich ereignet, der [[Lebensraum]] - sowohl als Körper, wie als Land oder Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Raum vereinigte Getrenntheit der Sinne gibt es Anwesenheit nicht [[konkret]] und wäre für sich undenkbar. Wäre die konkrete [[Wirklichkeit]] nicht dadurch schon wirklich, dass Sinn da ist, wäre sie nicht schon durch ihre Form wesentlich, so wäre auch diese gleichgültig. Dass sie als Form ist, beweist, dass sie [[formbestimmt]] ist, zugleich eben da ist und gleichgültig gegen lebenden Inhalt. Inhaltlich mag dann sein wie es will; erst die Anwesenheit bringt es zur Wirkung, weil darin erkennbar wird, was diese Form ausmacht. Es ist eine Wirkung, die keinen Grund zeigt für das, was sie ausmacht, das was ängstigt, schwächt, erhebt, dämpft usw. wiewohl es dem Inhalt nach nichts dergleichen könnte. Die eigentümliche [[Kraft]], die hierin zu Tage tritt, kann überraschen, überrascht aber nur dadurch, dass etwas, was ist, nicht wirklich da ist, weder im Menschen noch für ihn. Es ist von der [[Wahrnehmung]] getrennt wie eine [[Geschichte]], die hinter dem Rücken der Menschen stattfindet und erweist sich als etwas, was nur in der Anwesenheit [[wahrgehabt]] wird, eine von der [[Identität]] der Wahrnehmung ausgeschlossene [[Wahrheit]], die sich in der reinen körperlichen Anwesenheit auftut, also [[Körper]] erfährt, den es für sich nicht hat, was aber die verschiedensten [[Gefühle]], [[Stimmungen]] oder [[Zustände]] hervorrufen kann, die für sich grundlos zu sein scheinen (z.B. [[Glücksgefühle]] oder [[Angstzustände]] wie etwa Platzangst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es ist mit diesem Begriff von Anwesenheit das Rätsel gelöst, warum [[zwischenmenschliche]] [[Verrücktheiten]] im [[Gedächtnis]] der [[Seele]] übermächtig gegen ihre Selbstvergegenwärtigung werden und sich dieses wie eine [[fremde Kraft]]gegen sie wenden kann, warum sich eine innere Einheit gegen Anwesenheit bilden kann, um diese überhaupt zu ertragen, indem sie zeitversetzt im [[Wahnsinn]] hervortritt (siehe auch [[Selbstvergegenwärtigung]]) und weil dieser selbst zeitlos ist, bloße [[Negation]] des [[Lebensraumes]], worin er befangen ist. Unter diesem Gesichtspunkt hat Elias Canetti die von s. Freud beschriebene Schreber-Psychose detailliert nachvollzogen und erstaunliche räumliche Zusammenhänge in ihrem Verlauf entdeckt, die sich für den Betroffenen als Logik des Kosmos herausgestellt hatten.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anwesenheit ist eine Kategorie des [[Raumes]], in welchem ein [[Wesen]] unbestimmt ist, also nur räumliche Bestimmung von [[Tätigkeit]] und [[Leiden]] hat. Als diese kann jedes [[Ereignis]] sich in dem fortbestimmen, was keinen Sinn für sich hat und also von räumlicher Nähe und Ferne abhängt. Man sieht sich wieder, trifft sich wieder, liebt sich wieder usw. weil man sich getroffen hat. Und in der Anwesenheit trifft auch wieder und immer der Mensch auf den Menschen, ohne ihn [[erkennen]] zu müssen, ohne für sich wirklich zu sein, weil Anwesenheit für sich Wirkung hat, sowohl abstrakt wie konkret. Alle Menschen sind darin gleich und verschieden in ein und demselben Augenblick, sie gleichen einander in dem, wie sie den Augenblick wahrnehmen und unterscheiden sich in dem, wie sie ihn wahrhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anwesenheit wäre eine triviale Bezeichnung für ein Zusammentreffen von Lebewesen, wäre sie nicht unter bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen von Menschen die ausschließliche Form, worin sie wirklich miteinander verkehren - nämlich dort, wo sie ihre Gegenwart nicht gestalten, nicht subjektiv sein können, sich weder geistig noch sinnlich gesellschaftlich verwirklichen. Ihre Ausdehnung als [[Raum]] dieses Zusammentreffens macht die privaten Möglichkeiten ihrer Wirklichkeit aus, ist das, worauf es die Menschen zu ihrer Beseelung absehen, Erfüllungszweck ihrer [[Absicht]], die [[Substanz]] welche die [[Seele]] zu ihrer [[Selbstverwirklichung]] drängt, deren Antrieb (siehe [[Trieb]]) sie ist. In dieser Form ist Anwesenheit die Bedingung objektiver Beziehungen zwischen den Menschen, Bedingung zwischenmenschlicher Vermittlung (siehe [[zwischenmenschliche Verhältnisse]]), also die [[Substanz]], worin Menschen als Mittel füreinander sind und aneinander [[gewohnt]] werden, worin sie sich beziehen und zugleich voneinander absehen, worin sie ihre Sinne wahrhaben, ohne wirklich sinnlich zu sein, Substanz der Realabstraktion ihrer Sinnlichkeit. Das [[Leiden]] an der Anwesenheit ist daher auch die [[Einsamkeit]], der Verlust der zwischenmenschlichen Vermittlung: ihre [[Abwesenheit]]. [[Geschichte]] hat darin ihre [[Zeit]] verloren und kann sich so nur räumlich beziehen. In der räumlichen Ausdehnung und im [[Raum]] des [[Lebens]], im [[Lebensraum]] selbst bemisst sich die Anwesenheit quantitativ und ist das Maß der zwischenmenschlichen Verhältnisse, die darin stattfinden können, das Quantum der möglichen Verwirklichung von Anwesenheit, wie sie beabsichtigt ist. In der Nutzung der Anwesenheiten zur Füllung eigener Leere setzt den Sinn jeder Beziehung negativ, zersetzt ihn und hebt Anwesenheit in der [[Entleibung]] der Anwesenden auf. Der Raum, worin die Anwesenheiten ihre [[Dichte]] bestimmen, wird hierbei zum [[Umstand]] einer Sinnauflösung und zur [[Macht]] einer sinnlichen [[Nichtigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Raum ist darin selbst sinnlich geworden und hat nun einen [[Sinn]] für sich: Es ist [[gleichgültig]], was Menschen tun, solange sie bloß anwesend sein müssen, um füreinander da zu sein; es ist nett, schön, lieb und gut, eigentlich alles, was sich das brave Bürgerherz vom Zusammentreffen mit anderen Menschen erhofft. Man ist lieb, um geliebt zu werden, nett, damit es schön ist. Alle [[Gefühle]] sind hierin als reine [[Selbstgefühle]] wechselseitig bestimmt, als reines [[Sosein]] für sich. Und darin sind alle Menschen wirklich gleich, in gleicher [[Bestimmung]] durch die [[Befindlichkeit]], die schon durch ihre bloße Anwesenheit gegeben ist - jedenfalls solange sie sich davon bestimmen lassen. Immerhin kann jeder in solchem Raum unbeschadet zeigen, sagen, machen usw., was er fühlt - solange er es nicht wirklich gegenwärtig hat, nicht wirklich empfindet. In den Gefühlen für sich selbst erscheinen alle Lebenszusammenhänge jetzt so, wie sie für fühlende Menschen sein müssen, um die Identität mit ihren [[Empfindungen]] zu stiften, eine [[Identität]], welche bloß abstrakt sein kann, bestimmt durch das, was anwesend und beabsichtigt ist und in der Trennung von dem, was nicht da ist. Das Abwesende ist abgesondert und bekommt hierdurch die Bestimmung des Absonderlichen. Es wird zu einem Wesen von anderer Art. Artig sind die Anwesenden, abartig die anderen (siehe [[Rassismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Menschen ihrer Art bilden sie Gruppen, Talkshows, Vereine usw. Und diese Gruppenbildung ist ein einziges Streben nach Anwesenheit und [[Selbstvergegenwärtigung]], um auch ohne bestimmte Beziehung auf andere Menschen sein zu können. Ein ganzes Heer von Zuschauern zahlen hierfür sogar Gebühren oder Eintritt, nur um das Anderssein einer ihnen äußerlichen Anwesenheit auf der Bühne oder am Bildschirm wahrnehmen zu dürfen, Geschichten aus dem Leben derer zu hören, die darin so gleich mit ihnen sind, wie sie sich fühlen, während sie ihnen gänzlich enthoben leben, in Wirklichkeit gänzlich anders sind. Ein Ziel ist durch all dies auf jeden Fall erreicht: Die Menschen gewöhnen sich aneinander in der Gleichheit ihrer [[Selbstgefühle]] und streben daher auch zu einer Menschengruppe, worin dies herrschen kann. Diese Ansammlung von Anwesenheiten, dieser Menschenraum ist die gesellschaftliche Form ihrer Selbstbezogenheit und macht den Antrieb ihrer [[Masse]]. Dieser kann so gewaltig sein, dass er alle Wirklichkeit ausblendet, welche dem Inhalt nach gegeben ist (siehe [[Massenpsyche]]). Darin zeigt sich das wirkliche Quantum der [[Begriffssubstanz]] der [[bürgerlichen Kultur]], dem [[abstrakt menschlichen Sinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies kann auch negativ sein und macht die [[Angst]] vor Menschenansammlungen aus oder Raumflucht nötig: Wenn keine wesentlichen Bestimmungen ein [[Verhältnis]] ausmachen, dann bedrängt dies den, der darin Bestimmtheit sucht. Es ist dann die Masse nur durch Meidung und Hervorkehrung ihrer Einzelheit, die Individuation, zu ertragen, der Raum nur durch &#039;&#039;Tapetenwechsel&#039;&#039;. Eine im Raum vermittelte Gesellschaft bildet ihren Sinnzusammenhang nicht durch eine konkret bestimmte Räumlichkeit, sondern im Wechsel von Räumen, durch räumliche Nutzung. So total sich ihre Verhältnisse aus Raum und Landschaft zu bestimmen scheinen (siehe [[Nationalismus]]), so gleichgültig ist die wirkliche Bestimmtheit von Räumlichkeit, ihre wirkliche Geschichte. Alle Verhältnisse der [[Wahrnehmung]] haben daher keine zeitliche Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Seele]] beweist dies am deutlichsten auch in ihren Absichten und ihrer Arbeit: Die [[Traum]]arbeit. Dort kann Zeit in beliebiger Beziehung stehen und so Zusammenhänge bilden, die in der Zeitfolge unmöglich sind. So auch im [[Wahnsinn]]: [[Geschichte]] kann darin beliebig &#039;&#039;nachhinken&#039;&#039; oder vorauseilen (siehe hierzu Pfreundschuh: &#039;&#039;[[Arbeit am Wahnsinn]]&#039;&#039;). Alle seelischen Beziehungen entwickeln sich nur im Verhältnis von Anwesenheit und Abwesenheit, durch die Brüche von räumlicher Trennung und die Gegenwärtigkeit im Getrenntsein (s.a. [[Isolation]]). Es beweist sich so von selbst, dass der Raum die Substanz der [[abstrakt menschlichen Sinnlichkeit]] ist, also der Sinn, der keinen anderen Sinn hat, als eine bloße und völlig leere Gestalt: Raum. Dies schließlich macht auch, weshalb eine [[Masse]] von Menschen (siehe [[Menschenmasse]]) zu einer ungeheuren Kraft der Seele und Kultur werden kann (siehe auch [[Massenpsychologie]]) und warum hierdurch ihre Körperlichkeit ihr wesentlich durch [[Abstraktion]] bestimmter konkreter Raum wird (siehe [[Körper]]), der ihr [[Leben]] und [[Erkennen]] ihnen [[entfremdet]] (siehe [[Körperfetischismus]]) zum [[Dasein]] eines abstrakt menschlicher Sinnes, der alle [[Absichten]] ausmacht, die die Menschen solcher [[Kultur]] verfolgen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Biedermeier&amp;diff=11589</id>
		<title>Biedermeier</title>
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		<updated>2026-09-20T08:06:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;So übel war es in Deutschland nie, Trotz aller Zeitbedrängniß – Glaub&#039; mir, verhungert ist nie ein Mensch in einem deutschen Gefängniß. Es blühte in der Vergangenheit so manche schöne Erscheinung des Glaubens und der Gemühtlichkeit; Jetzt herrscht nur Zweifel, Verneinung.(Heinrich Heine: Ein Wintermärchen, 1844)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser [[verselbständigten]] und abgehobenen [[Kultur]] [[verhalten]] sich deren [[Inhalte]] [[abstrakt]] zu ihrer äußeren [[Form]], - so wie sie in ihrer [[Zeit]] an ihren Ortschaften im [[Allgemeinen]] einfach nur [[anwesend]] sind. Aus der geschichtlich bedingten [[Zufälligkeit]] ihres Erscheinens wird die [[Form]] ihres [[Daseins]] zu einer Epoche ihrer [[Selbstgefühle]] worin erfahren deren [[Empfindungen]] in ihren [[Gefühlen]] die Regelhaftigkeit der [[Wirkungen]], für die sie da sind um als das zu [[gelten]], was sie der [[Form]] nach und also [[gewöhnlich]] in allem für einander sein müssen, um ihre gesellschaftliche [[Substanz]] aus den wechselseitigen [[Beziehungen]] ihrer Verkehrsform zu erleben. So steht diese [[Form]] für ihren  [[Form]]   [[Form]]Inhalt, &lt;br /&gt;
den sie [[privat]] haben. So wird ihre persönliche [[Identität]] von [[Geschichte]] und [[Glaube]] zur [[Identität]] an die [[Gewohnheiten]] ihrer [[abstrakt allgemeinen]] [[Arbeit]] am Sinn des allen gemeinen Lebens ihrer unmittelbar zwischenmenschlich in Gemeinschaft durch andere unterworfen sind und in sich in einer [[verkehrten]] Welt zu veräußern. Die belebt hierdurch die [[Unwirklichkeit]] einer vermeintlichen Kultur ihrer [[Selbstwahrnehmungen]], indem sie deren Empfindungen durch bloße Austauscbarkeit abtötete (siehe [[Gefühl]]tote Empfindung). Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer[[Arbeit]] kann darin nur sinnvoll sein, wenn sie dem arbeitenden Menschen in dem Sinn dient, worin zugleich das [[Gefühl]] für eine menschlichen Identität der [[Zwischenmenschlichkeit]], dem konkreten Zusammenhang ihrer [[Sache]] – dem Sinn für das Material und auch für die verbliebene Natur ihrer [[zwischenmensschlichen]] [[Gegenstände]] gedient ist (siehe [[Sinnbildung]]). Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Form]] ihrer Gewohnheiten im [[Glauben]] an eine übermenschliche [[Gültigkeit]] gedient hat, um das isolierte [[Gefühl]] als schlichte [[Gewohnheit]] von [[Empfindungen]] seiner [[Anstimmungen]] entsprochen wird. Und so gerät die bildungbürgerlich bestimmte Kultur zu einer vermeintlichen Bewährung ihrer [[Selbstwahrnehmung]] in und durch ihre Allgemeinheit und wird für diese immer tiefgreifender vernutzt. Denn es lebt darin das wesentliche Selbstgefühl einer abstrakten Gemeinschaft als [[Empfindung]] einer permamenten Reprooduktion für sich, für seine [[wirklichen]] es geraten die [[Verhältnisse]] in ihrer [[zwischenmenschlichen]] Welt bzu berdrohter und also auch bedrohlicher [[Selbstbezogenheit]] ihre Unwahrheit. Sie [[verwirklichen]] sich in der Permanenz einer [[heilen Welt]] fort. Und darino bewahrt sich die Totalität eines abstrakten [[Sinns]] ihrer [[Arbeit]] sowohl in der Sachwelt als auch der Selbstwahrnehmungen durch eine in sich verkehrte [[Selbstwahrnehmung]] und belebt hierdurch die [[Wirklichk]] in einer Kultur einer abstrakt menschlichen Keselllschaft – eben als konketer Sinn ihrer [[Selbstwahrnehmung]] zu fungieren. Doch die [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer Arbeit kann nur sinnvoll sein, wenn die arbeitenden Menschen ihren Sinn in dem [[Gefühl]] um die Lebensabagst ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]] ihrer gemsinschaftlichen Sache und ihrer Bestimmtheit für das Material und auch für die Natur ihere[[zwischenmenschlichkeit]] übdefhaupt, um den [[Gegenstände]] ihrer [[Sinnbildung]]. Dies setzt ihre Natur und die ihrer Erzeugung voraus. Und so wie der [[Gebrauchswert]] ihrer Produkte die [[Verarbeitung]] von [[Natur]] in der [[Form]] (siehe [[Naturalform]]) einer jeden [[Ware]] darstellt, so ist das Gefühl von Menschen für Menschen die Melange (siehe [[Stimmung]]) der Existenzform ihrer Wahrnehmung in den zwischenmenschlichen Beziehungen der Kulturen ihrer Selbstbezogenheit im Gefühl. Darin sind daher ihre Empfindungen so &#039;&#039;eingeschmolzen&#039;&#039;, wie es unter bestimmten Stimmungen nötig war, um sich in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen gesellschaftlich auf einander zu beziehen. Von daher sind Selbstgefühle zu ihren inneren Regungen einer vergesellschafteten Selbstwahrnehmung in zwischenmenschlichen Verhältnissen notwendig und also abhängig geworden. &#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint.&#039;&#039; (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wir selbst sind von dem wahren Eigentum ausgeschlossen, weil unser Eigentum den andern Menschen ausschließt. Die einzig verständliche Sprache, die wir zueinander reden, sind unsere Gegenstände in ihrer Beziehung aufeinander. Eine menschliche Sprache verständen wir nicht, und sie bliebe effektlos; sie würde von der einen Seite als Bitte, als Flehen und darum als eine Demütigung gewußt, empfunden und daher mit Scham, mit dem Gefühl der Wegwerfung vorgebracht, von der andern Seite als Unverschämtheit oder Wahnwitz aufgenommen und zurückgewiesen werden. Sosehr sind wir wechselseitig dem menschlichen Wesen entfremdet, daß die unmittelbare Sprache dieses Wesen uns als eine Verletzung der menschlichen Würde, dagegen die entfremdete Sprache der sachlichen Werte als die gerechtfertigte, selbstvertrauende und sich selbst anerkennende menschliche Würde erscheint. (MEW Bd.40, S. 461). Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den gehobenen Klassen bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die niederen Instinkte der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vereinzelten Individuen des Bürgertums einer heilen Welt fürchten deren soziale Wirklichkeit, weil sie sich hiervon in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeschlossen haben und ihre nun auch persönlich abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Kapitalismus in den wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nichten können (siehe [[Abstraktionskraft]]), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre [[Lebensangst]] erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem [[Kleinbürger]] zwischen seinem [[dasein]] als Produzent der [[Preise]] des Tauschhandels (siehe [[Tauschwert]]) und zugleich als Objekt der [[politischen]] [[Macht]] des [[Kapitals]] – mit seiner Gläubigkeit an die große [[Gemeinschaft]] der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen [[Hörigkeit]] an das Große und Ganze (siehe [[Ganzes]]) und [[Hörigkeit]] seiner Hoffnungen und [[Spekulationen]]. Die [[vereinzelte]] [[Macht]] der Individuen des Bürgertums einer [[heilen Welt]] fürchten deren soziale [[Wirklichkeit]], weil sie sich hieron in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ausgeschlossen haben um ihre [[Ausschließlichkeit]] nun auch persönlich zu bewahren und die abstrakt gewordenen Verhältnisse nur chaotisch begründet zu sein scheinen. Darin wird die Idiotie der anarchischen Zusammenhänge des Isolation im Kapitalismus der wildwüchsigen Verhältnissen vereinzelter Wesen auf dem Boden ihrer Wirklichkeit tatsächlich beängstigend, weil sie sich in der Wechselseitigkeit in den Sphären schöner und guter Gefühle auf Dauer nur nicht erhaltenen lassen (siehe Abstraktionskraft), weil sie sich nur in ihrer abstrakten Gemeinschaft, im Durcheinander ihrer an und für sich beliebigen Beziehungen bewähren können. Gegen die Vereinzelung ihrer Angst setzen sie auf den bürgerlichen Staat und seine Institutionen, auf ihre Stellungen im Gestell des Ganzen bürgerlichen Systems. Doch die werden mit zunehmender Macht des Staates im Ganzen immer enger (siehe Angst) Aber darin entsprechen sie in Wahrheit auch nur – und zwar total – den bürgerlichen Lebensbedingungen ihrer Klassenzugehörigkeit. Von daher dreht sich ihre Angst und Sorge um das Ganze des Daseins ihrer Lebensverhältnisse, das ihnen durch ihr vereinzeltes Vermögen im Dasein ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmungsidentität ausgeschlossen und entrückt wurden. Ihre Lebensangst erscheint nun objektiv durch ihre zwischenmenschliche Kultur bestimmt. Doch in Wahrheit ist dem Kleinbürger zwischen seinem Dasein als Produzent des Tauschhandels (siehe Tauschwert) und zugleich Objekts der politischen Macht des Kapitals – mit seiner Gläubigkeit an die große Gemeinschaft der Glücksucher – Hören und Sehen vergangen. Sein Glaube wird zu seiner bedingungslosen Hörigkeit an das Große (siehe Prominenz) und Ganze seiner Hoffnungen und Spekulationen. Der Begriff Biedermeier geht auf die fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier zurück, die der Jurist und Schriftsteller Ludwig Eichrodt und der Arzt Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Namen in den Jahren ab 1855 in den Münchner Fliegenden Blättern diverse Gedichte veröffentlicht wurden, die teilweise Parodien auf die Poesie des realen Dorfschullehrers Samuel Friedrich Sauter waren Der fiktive Herr Biedermeier war ein dichtender schwäbischer Dorflehrer mit einfachem Gemüt, dem laut Eichrodt „seine kleine Stube, sein enger Garten, sein unansehnlicher Flecken und das dürftige Los eines verachteten Dorfschulmeisters zu irdischer Glückseligkeit verhelfen.“ In den Veröffentlichungen werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des Bürgertums karikiert und verspottet.Das Spießbürgertum entsteht im Glauben an eine politische Erlösung als Anspruch einer Heilserwartung an das abstrakt Allgemeine (siehe auch Religion, Staat). Darin trennt sich das bürgerliche Bewusstsein von seinem wirklichen Sein, wie sich auch dieses in den &#039;&#039;gehobenen Klassen&#039;&#039; bereits von den Inhalten ihrer gesellschaftlichen Form abgehoben und verselbständigt hat (siehe hierzu Klassengegensatz). Von daher besteht solches Bewusstsein hauptsächlich aus einem Vorwurf gegen die &#039;&#039;niederen Instinkte&#039;&#039; der gewöhnlichen Bürger, das sich aus der Selbstgerechtigkeit ihres besonderen Edelmuts speist (siehe auch politische Identität), der sich als Heilserwartung praktisch auch leicht popularisieren lässt (siehe hierzu auch faschistische Ideologie).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Gewohnheit&amp;diff=11588</id>
		<title>Gewohnheit</title>
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		<updated>2026-08-18T17:25:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gewohnheit ist eigene Routine, die viele Aufwände überbrückt, wenn sie optimal dem alltäglichen Lebensraum angepasst sind, Gewöhnung aus dem Wohnen entwickelt ist. In den Gewohnheiten vermittelt sich die [[Form]] ihrer [[Erfahrungen]], die sich nicht nur aus dem [[Erleben]] eines gewöhnlich &#039;&#039;Seienden&#039;&#039; (siehe [[Dasein]]) aufklären lassen, sondern alle [[Lebensbedingungen]] von [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] betreffen, eben so wie sie gewöhnlich auch [[Wohnen]]. Gewohnheiten haben nichts mit einer [[allgemeinen]] und bequemen Kulturbestimmung zu tun – etwa einer [[Massenpsychologie]], wie sie z.B. durch [[Martin Heideggers]] &#039;&#039;man&#039;&#039; begriffen sein soll. Sie entsteht in jeder einzelnen Existenz aus Wiederholungen desselben [[Inhalts]], entweder im Zweck eines Lernprozesses oder als Mittel einer [[Selbstbestärkung]]. In der Gewohnheit wird allerdings die [[Form]] ihrer [[Beziehungen]] zu einem [[selbstverständlichen]], einem sich selbst [[verstehenden]] [[Inhalt]] ihres [[Verhaltens]], das sich aus den [[gesellschaftlichen]] [[Formbestimmungen]] der [[Selbstbezogenheit]] ergeben (siehe hierzu auch [[Sitte]]). Gewohnheiten werden in ihrer [[Vergemeinschaftung]] zu einer [[Normalität]] der [[Selbstwahrnehmung]]. Darin erzeugen sie die [[subjektive]] Potenz einer [[Dichte]] in einer unbestimmten [[Menge]] von Menschen, die in ihrer [[Wirkung]] auf das [[Selbstgefühl]] als [[Masse]] einer unspezifischen Bestätigung zurückkommt. In einem dem entsprechenden Resonanzraum potenziert sich die Entleerung der [[Selbstwahrnehmung]] durch die Überfüllung von fremder Eindrücklichkeit auf [[symbiotische]] [[Bedürfnise]] aus der [[Ohnmacht]] endloser Verzweiflungen, die selbst fanatisch werden können, wenn sie sich im [[allgemeinen]] [[Selbstverlust]] einer existenziellen Selbstverlorenheit bestärken (siehe [[Fanatismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gewohnheit entwickelt sich in einem [[akkumulierten]] [[Selbstgefühl]], durch das sich die [[Selbstwahrnehmung]] bestärkt und [[verselbständigt]] und von da her blindlings einem [[ästhetischen Willen]] folgt, den die Gewohnheit betreibt. Unmittelbar, d.h. ohne weitere Vermittlung verstanden, entspricht Gewohnheit der [[Gegebenheit]] und ist - für sich genommen - gedankenlos (siehe auch [[Denken]]). Doch in der [[Geschichte]] des [[Lernens]] ist sie zugleich dessen Ursprung und Resultat, die [[Bedingung]] seines Fortschritts und Ziel der [[Fähigkeiten]] und [[Eigenschaften]], die dadurch angeeignet, allerdings nicht wirklich [[gebildet]] werden. Gewohnheit ist auch die Grundlage, um sie zu intensivieren und zu differnzieren, zu üben, um damit neue Qualitäten hieraus zu entwickeln oder zu entdecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo [[Gegebenheiten]] allerdings nur gewöhnlich sind, wo das Gewöhnliche schon als gegeben gilt und wie etwas Allgegenwärtiges im [[privaten]] Leben wohnt (siehe auch [[Lebensburg]]), wird es zur Alltäglichkeit der [[Langeweile]], zum [[Lebensstandard]] einer [[heilen Welt]], der auch leicht zu einer Norm werden, als normative Kraft des Faktischen wirken kann. Und wenn dort Gewohnheiten ihre [[Wohnung]] durch die darin [[vermittelten]] [[Selbstgefühle]], durch deren [[Stimmungen]] sich als [[Bestimmung]] finden, hat der [[ästhetische Wille]] sein Zuhause, seine [[Heimat]]. Er hat damit aber auch seine [[Form]] als Norm verfestigt (siehe auch [[Lebenspflicht]]) und ganz ungewollt seinen [[Willen]] aufgegeben. [[Normalität]] wird zur herrschenden [[Sitte]] und der Gebrauch zum [[Brauch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der darin verschmolzene sittliche Brauch wird als Brauch der Sittlichkeit in ihrer [[Langeweile]] zu ihrer Konserve, zum Bedürfnis des [[reaktionären Bewusstseins]]. Die Kultur der Gewohnheit lässt sich damit leicht einrichten, soweit sie die z[[wischenmenschlichen Verhältnisse]] bestimmt, ihre Kommunikation totalisiert und qua Algorithmus des Umgangs miteinander die Persönlichkeiten versteckt und ihre Wirkung potenziert, objektiviert und [[prominent]] macht (siehe hierzu auch [[Kommunikationsindustrie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Gewohnheiten richten sich gegen die [[Geschichte]], gegen eine freie Entwicklung und werden funktional, in ihrem [[Nutzen]] bestimmend. Und damit unterwerfen sie jeden [[Sinn]] ihrer Funktion, der [[Vernunft]] des Faktischen, der herrschenden [[Logik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die Lebensgefahr für jedes Wesen besteht darin, sich selbst zu verlieren. Die Unfreiheit ist daher die eigentliche Todesgefahr für den Menschen. [[(K. Marx, MEW 1, 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits aber ist Gewöhnung auch die Leichtigkeit, welche [[Geschichte]] als Lebensprozess hinterlässt, als [[Erfahrung]] des [[Lebens]], als Lebenserfahrung, die den [[Aufwand]] der Menschen für ihr gewöhnliches Leben reduziert, sie über Vereinfachungen belehrt und aus Erfahrung auch eine gewisse [[Fähigkeit]] und Technologie hinterlässt. Nichts würde funktionieren, wenn diese Erfahrungen nicht erfolgreich ineinandergreifen und als [[Wissen]] und [[Tätigkeit]] die Grundlagen zur Erneuerung und [[Entwicklung]] bieten könnten. Wenn alles Gegebene immer wieder neu entstehen müsste, so würde nichts [[wirklich]] entstehen und [[Geschichte]] zu einer einer [[schlechten Unendlichkeit]], zu einer Farce, zu einem Widersinn in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gewohnheiten erleichtern das Leben&#039;&#039;&#039;&#039;, sagt man. Das ist wahr, wäre damit nicht auch die immer wiederkehrende Erneuerung von [[Gegebenheiten]] gemeint, die in stetiger Langeweile ein Handeln einfordern, das die Menschen, die sich daran gewöhnen müssen, weil sie es eigentlich nicht [[leiden]] können, gleichgültig macht. Sich an etwas zu gewöhnen, das Kraft für fremde Zwecke verlangt und an das man sich nur gewöhnen kann, um es nicht [[wahrzuhaben]], ist die absurdeste aller Gewohnheiten, wo sie selbst zur Grundlage der [[Wahrnehmung]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich im Alltag der Bewegungsabläufe und der [[Nutzen]]effizienz aber auch, wie sich Gewohnheiten als [[Mittel]] des Vorankommens bewähren. Allles was uns gewohnt ist oder angewöhnt wurde, geht wie von selbst, sei es die Bedieneroberfläche eines Computerprogramms oder der Ablauf eines Haushalts oder die Verhältnisse in einem Betrieb. Alles Neue macht zwar [[Eindruck]], weil es die Gewohnheit unterbricht, aber es strengt an und verlangt Einfühlung und Auseinandersetzung. Das Gewohnte aber erscheint bewährt und prägt sich als [[Gewissen]], als [[Gedächtnis]] gewöhnlicher [[Empfindungen]] ein, das sie in eine [[Gewissheit]] versetzt, die unmittelbar keinen [[Sinn]] für sich hat, weil dieser ungegenwärtig, [[abwesend]] ist. Die gewohnte [[Wahrnehmung]] überdauert dies als [[Gefühl]] für Menschen und Dinge, die bekannt sind, also keine Erneuerung der Wahrnehmung verlangen, und von daher vor erneuter Erkenntnis freigestellt werden. Neuerliche Forschungen der Neurophysiologie haben ergeben, dass fast 95% der Erfahrungen davon bestimmt sind - dies umso mehr, je [[abstrakter]] die [[Gegenstände]] der [[Erfahrung]] für diese sind. Die [[Wahrnehmung]] wendet sich daher auch leicht von ihren [[Empfindungen]] ab und wird zu einer inneren Erfahrungswelt, die sich in einem Körpergedächtnis vermittelt, das bestimmte [[Selbstgefühle]] bewirkt und damit der [[Wahrnehmung]] eine eigene innere [[Wirklichkeit]] verschafft: Die [[Psyche]] als körpereigenes [[Gedächtnis]] der [[Gefühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahrnehmung]] wird im Wesentlichen durch die [[Selbstwahrnehmung]], d.h. die Auffassung von [[Fremdem]] als [[Eigenes]]bestimmt (siehe [[Egozentrik]]). Dies betreibt eine [[Einverleibung]] des [[Gegenstands]] der [[Wahrnehmung]], wodurch alles als [[eigen]] wahrgenommen wird, was wesentlich nur wahrgehabt wird. Ihr Gegenstand wird also nicht wirklich wahrgenommen, sondern als Selbstverständlichkeit der Wahrnehmung (siehe [[Gewohnheit]]), als ihre [[Eigenschaft]] genommen, als bloße Befindlichkeit des Wahrnehmens, die damit selbst keinen Sinn für Wahrheit mehr haben kann. Mit der egozentrischen Wahrnehmung wird das[[Wahrgehabte]] selbst zur Bestimmung des Wahrgenommen, also eine Ununterschiedenheit von beidem erzeugt, Wahrnehmung selbst zum Maßstab der Befindlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird Gewohnheit auch schnell zur Falle der Gefühle, die sie ausmachen. Das Gewohnte bewährt nur, an was man gewohnt ist; es ist lediglich eine Bewahrheitung der [[Selbstbeziehung]], die Menschen darin vollziehen, die Verlaufsform isolierter [[Beziehungen]]. Nichts entsteht aus Gewohnheit, aber in der Gewohnheit geht alles unter, was neu ist, wird alles Gegenständlich [[entgegenständlicht]], alles Gegenwärtige [[entgegenwärtigt]]. Von daher haben Gewohnheiten auch eine [[reaktionäre]] Seite. Sie sind offenbar doppelbödig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dieses kann es auch von einer Macht bestimmt werden, die schon vor aller Gewohnheit Gewöhnung erzwingt. Menschen können unter Androhung von Folter und Tod auch an das Foltern und Töten gewöhnt werden, sobald es ihnen als Lebendbedingung auferzwungen wird, sie also ihr Überleben damit sichern müssen. Die jungen Soldaten mussten z.B. im &#039;&#039;Polenfeldzug&#039;&#039; daran gewöhnt werden, Juden zu erschießen, indem sie erst einen, dann sechs und schließlich hundert und mehr in die Gräben schossen. Die Ausbildung der Waffen-SS endete oft damit, dass die Anwärter ihren zum Freund gewordenen Führungshund erschießen mussten, und durch das damit inszenierte [[Trauma]] auch zum Töten für andere Situationen befähigt wurden. Ihre Wahrnehmung wird hierdurch durch das [[Selbstgefühl]] einer [[abstrakt allgemeinen]] Lebensbedohung bestimmt (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stetige [[Dasein]] besteht sowohl aus Wiederholung, als auch aus Veränderung. Unter der Bestimmung des [[Habens]] (siehe auch [[Besitz]]) trennt sich Wiederholung von der [[Geschichte]] ab und wird zur Gewohnheit. Schon [[Hegel]] hat dies so verstanden, seine Ableitung aber nur ideell aus der &#039;&#039;Leiblichkeit der Seele&#039;&#039; gewonnen und damit jeder [[Kritik]] entzogen (was ja überhaupt seine letztendliche Bemühung ist). Immerhin lässt sich bei ihm Besitz konstatieren, wenn auch als notwendige Bedingung einer notwendigen &#039;&#039;Abhärtung&#039;&#039; gegen die &#039;&#039;unmittelbare Empfindung&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Daß die Seele sich so zum abstrakten allgemeinen Sein macht und das Besondere der Gefühle (auch des Bewusstseins) zu einer nur seienden Bestimmung an ihr reduziert, ist die Gewohnheit. (Hegel, Enzyklopädie § 410)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wenn man davon absieht, dass Hegel das abstrakt allgemeine Sein affirmativ verstanden haben will, so spricht er doch von einer Reduktion, worin das Besondere aufgehoben wird - allerdings müsste man gegen Hegel sagen: untergeht, veschwindet. Weil ihm Gewohnheit ein Moment der [[Sittlichkeit]] ist, so enthält sie für ihn auch die vernünftige Befreiuung des Geistes von der Unmittelbarkeit der Begierden und Triebe (ebd.), die ihn zur Geschicklichkeit im Umgang mit der Sache bringt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zwar enthält jedes Lernen Gewöhnung, aber das Geschick selbst entsteht nur im Konflikt, in der Lösung von Widernissen, also in der Veränderung. So muss die konservative Intelligenz des Altvaters der modernen [[Dialektik]] auch hier auf die Füße gestellt werden: Gewohnheit kommt allleine aus der [[Formbestimmung]] der bürgerlichen Kultur, aus den seinsnotwendigen Routinen ihrer [[Lebensräume]], die nur dadurch befreiend wirken, dass man sich in der Gewöhnung ihnen unterwirft.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo [[Wohnen]] gewöhnlich wird, da bekommen die Umstände eine eigene Kultur; darin herrschen dann die Gewohnheiten des [[Umgangs]], die Art und Weise der Beziehung aufeinander. Die [[Selbstwahrnehmung]] wird zur [[Wahrnehmung]] dessen, was sie durch die Gewöhnung zum Ausdruck bringt. Sie ist von sich selbst beeindruckt als eine über die Zeit der Gewöhnung verlaufende Allgemeinheit, die ihren Lebensraum ausfüllt, ihm die Unendlichkeit seiner Umstände als [[Dichte]] ihrer [[Anwesenheit]] vermittelt. Als solche sind sie in der Tat, in der alltäglichen [[Tätigkeit]] zu einer Tätigkeit des Wahrnehmens, [[Denkens]] und Fühlens verdichtet, so dass alles dem äußerlich verbleibende [[Gedächtnis]] zunichte wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich genommen können Gewohnheiten praktisch sein, Handlungsabläufe zu Routinen von höherem Nutzen und geringerem Ausfwand machen (siehe [[Automation]]). Aber In dem Maße, wie sie die Wahrnehmung ausfüllen, erzeugen und bewahren sie nur die immer dichter werdende Anwesenheit immer sinnloser werdenden [[Umstände]] und betreiben von da her ihre alltägliche Sinnentleerung und Sinnlosigkeit im Selbstgefühl der Menschen. Darin werden sie ebenso leer, wie sie ihre Umstände durch bloße Anwesenheiten füllen, diese idealisieren und schließlich verherrlichen. Und weil sie - hiervon leer geworden - ihre Nichtigkeit in solcher Welt auch fühlen (siehe [[Lebensburg]]), entsteht darin eine tiefe [[Lebensangst]] , die sie an ihre Umstände um so mehr bindet. In den Gewohnheiten des Alltags geht diese zwar im Eifer der Selbstwahrnehmung unter, die erfüllt ist von ihrem Kontinuum, dem Einerlei der Welt, aber in ihrer Wendung nach außen und gegen andere wird sie um so machtgieriger und - wo es gelingt - auch mächtiger. Durch Abgrenzung nach außen wird das Nichts im Innern erträglich und bald werden sich alle Steigerungsformen von Fremdenfeindlichkeit in unbegreifbatren Dimensionen auftürmen, die nichts anderes betreiben, als die innere Leere zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in einzelnen Momenten der Selbstwahrnehmung lässt sich ihre Sinnentleerung verspüren. Ihre Nichtigkeit hat vor allem alle Eigenheiten beängstigt und darin aufgehoben, dass [[Eigenes]] nur [[Form]] haben kann: Sicherheit, Anstand, Ordnung, Sitte. Die [[Moral]] wird allmächtig und &#039;&#039;die Macht der Gewohnheit&#039;&#039; wird real, weil sie darin ihre einzige Lebensform hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo sich ein Kontinuum von Anwesenheiten zu einem Umstand aufmassiert, wo eine [[Masse]] von unbestimmter Bedingtheit im eigenen Lebensraum anwesend ist, da ist Eigenes ohne [[Gegenwart]], ungegenwärtig, nichts - aber das [[Nichts]] ist auch von der [[Angst]] der Vernichtung befreit. Die Gewohnheit ist der Fortschritt einer [[Gleichgültigkeit]] gegen jede [[Bestimmtheit]]. In der Gewohnheit ist jede Vernichtungsangst aufgelöst, weil ihre Vernichtungslogik sich nur innerhalb ihrer [[Gegebenheiten]] unbestimmt vollzieht. Es der Lebensraum durch schlichte Anwesenheit besetzt und so wird unterschiedsloser Besitz durch die Dichte der Ereignisse darin der Wahrnehmung zu eigen gemacht, als Notwendigkeit, ihn so zu genießen, zu ertragen und zu bewahren, wie er ist. Die Gewohnheit ist das Resultat einer Seinsbestimmung des [[Raums]] im Verlauf unendlicher [[Zeit]], nicht des Raums an sich, sondern des Lebensraumes, wie er umständehalber bestimmt ist und wie dies durch das Wohnen selbst grundlos geworden ist, die Gewohnheit zur Erscheinung von Grundlosigkeit wird. Alle Ereignisse erscheinen nurmehr für sich relativ zur Gewohnheit an sie, also wie gewöhnlich oder ungewöhnlich sie sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewohnheit ist der allgemeinste Grund des Fortbestands von unbegründeter Realität, die Aufhebung jedweden Anlasses zur Veränderung. [[Ereignisse]] können erst mal für kurze Zeit erschrecken, aufwühlen, nach Änderung verlangen usw. Hat man sich aber an sie gewöhnt, weil sie als Umstand unaufhebbar erscheinen, so werden sie nicht nur ertragen, man vermisst sie sogar, wenn sie nicht mehr sein sollten, man vermisst das Potential der Gleichgültigkeit und verweigert sich notwendiger [[Aufmerksamkeit]]. Darin steckt das Geheimnis der massenhaften Anwesenheit, der Anwesenheitsmasse, die sich selbst zu bestimmen scheint, indem sie sich im Zeitlauf des Raumes ohne Wirkung fortbestimmt, also alles zur Wirkungslosigkeit bestimmt: Durch beständige Anwesenheit gewöhnt man sich an alles, was jenseits seiner [[Wirkungen]] anwesend ist, was also unwirklich ist und nur durch seine Ungewöhnlichkeit Wirkung hat. Umgekehrt gewöhnt man sich nicht nur durch die Massierung von Anwesenheiten an die eigene Unwirklichkeit. Durch anwesende Menschenmassen wird das Gewöhnliche selbst auch ungewöhnlich, das Moment zu seiner Allgemeinheit: Durch die unbestimmte Ausdehnung von Körperlichkeit entsteht mit der Macht der Gewohnheit zugleich die Gewöhnung an die [[Macht]], welche die Masse in einem bestimmten Lebensraum alleine schon durch sich selbst hat: Die formbestimmte Masse an sich. Was auf der Bühne geschieht, hat für die Masse der Anwesenden immer Wirkung, wie unwirklich es für sich auch sein mag. Es ist die Grundlage der Oberfläche der Kultur. Was der Preis für die Ökonomie ist, das ist die Gewohnheit für die Kultur, - eben das, worin Gründe durch ihre umständliche Gegenwärtigkeit zu Umständen aufgehoben sind und die Umstände die Wahrnehmung an ihre Grundlosigkeit gewöhnen, zum bloßen Moment der Selbstwahrnehmung werden, zu dem, was diese an Eindruck bereitet. Darin verhalten sich jetzt die Unwirklichkeiten abstrakter [[Substanzen]], das Quantum ihrer werdenden Masse und ihrer sich fortbestimmenden Masse, wodurch sie sich auch selbst ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewohnheit setzt voraus, dass eine Unabänderlichkeit als Umstand festgestellt war, als eine Notwendigkeit der Sache, das zu sein, wie sie für sich ist, ohne für den Menschen zu sein. Gewohnheit setzt eine Sachlichkeit voraus, die bewahrt und festgehalten sein muss, wie sie gegeben ist, um [[existieren]] zu können, und die so existiert, wie sie für gewöhnlich auch als Gegebenheit erscheint. Aber so genommen wäre die Gewohnheit nur die zirkelschlüssige Selbstbestätigung der [[Ideologie]] vom Sachzwang, Gewaltigkeit der Sachlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich beruht sie auf einer Beziehung, die aus kontinuierlicher Anwesenheit von Menschen und Sachen besteht, also aus der Wesenlosigkeit einer Beziehung, die durch Anwesenheit unnötig ist, bzw. nichts anderes ist, als das Gewohnte. Umgekehrt hat die Nicht-Anwesenheit des Gewohnten eine gewisse [[Magie]] dadurch, dass das Abwesende sich alleine durch sein Nichtsein bemerkbar macht. Man kann es unter Umständen dann sogar hören, riechen, schmecken usw. weil es eigentlich da, aber nicht wirklich da ist (siehe [[Dasein]]). Die Gewohnheit macht in diesem Sinne eine nicht vorhandene Beziehung [[hörig]]. Von daher erzeugt die Gewohnheit eine sinnliche Abtrennung der Wahrnehmung von ihrer Beziehung auf andere und mcht im Bezug selbst dann auch [[Angst]] hiervor. Die meisten Angstzustände haben ihre sinnliche Basis in dieser Abstraktion, in der Abtrennung von Gewohntem als etwas, was ohne [[Beziehung]] wahrgehabt wird, gegen den Sinn der Wahrnehmung, welcher dies wahrnimmt. So wird z.B. in der Platzangst durchaus die Beengung der gewohnten Lebensräume empfunden, die ansonsten genussvoll wahrgehabt wurden, solange die Beziehungslosigkeit des Gewohnten nicht wahr werden musste (und die Erfolge der VerhaltenstherapeutInnen auf diesem Gebiet gründen eben auch darauf, dass ihr Verhalten hierbei selbst schon so ungewohnt gewöhnlich ist, dass sie tatsächlich helfen können).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Gewohnheit ist auch eine Lebensform, wo [[Geld]] selbst die Grundlage des Lebens ist (siehe Geldbesitz), wo also keine Wirklichkeit der Lebenserzeugung mehr zu bestehen scheint. Dann wird die Gewohnheit zu einem Element der [[bürgerlichen Kultur,]] ja, zu ihrem Elixier, worin sich ihre zirkulären Erkenntnisse als sich selbst begründende Wahrnehmungsformen, als das Verhältnis von Selbstwahrnehmungen bewegen. Die Menschen gelten sich darin als das, was sie füreinander als Umstand ihres [[Lebens]] sind, als das eben, was jeder vom anderen hat. In der Gewohnheit eigenen sich die Menschen ihre Umstände an, machen sie sich zu Eigen und zu Eigenschaften ihre Verhaltens. In der Wahrnehmung stellt sich dies dar als Gefühl des Schönen und Guten (siehe [[schön und gut]]), als die [[Ästhetik]] des Alltags (siehe auch [[Kitsch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gewohnheit bewegen sich die Sinne, wie sie wohnen. Was ihnen in alltäglicher Routine geläufig ist, das läuft in ihnen, findet seinen Weg ohne [[Aufmerksamkeit]], Beachtung und [[Achtung]]. Und ist erst mal die Achtung verloren, so auch die [[Selbstachtung]]. Gewohnheit ist die Routine einer Ökonomie der Gegebenheit. Das Ungewöhnliche tut sich hierin nur als Zwischenfall oder [[Zufall]] hervor und erfordert eigens Kraft, die notwendig begründet sein müsste, um aufgewendet zu werden. Es ist im Allgemeinen einfacher, der Gewohnheit zu folgen, als sie in ihrer Begebenheit, ihrem Werden und Gewordensein, zu verstehen, in ihrer Geschichte zu erkennen (siehe [[Brauch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings kann dies auch sinnvoll sein. Nicht jedes Fakt ist immer wieder von Neuem zu begreifen, wenn es keine Notwendigkeit mehr hat. Es kann sich als [[Selbstverständlichkeit]] des Alltags zutragen, weil es nicht mehr verstanden werden muss und keiner Aufmerksamkheit und keines sonderlichen Gedächtnisses bedarf. Von dieser Seite erscheint Gewohnheit geradezu als die Ökonomie der Selbstverständlichkeit. Aber diese hat eigentlicch nicchts mit Gewohnheit zu tun. Jede Arbeit, jede Handreichung, lässt sich zwar leichter vollziehen, wenn man an sie gewöhnt ist, aber sie setzt eben den [[Verstand]] voraus und ist dessen Tätigkeit. Der Algorithmus einer [[Maschine]], das [[Prinzip]] der [[Automation]], muss nicht beständig verstanden sein, damit sie funktiert. Er muss nur - wie jede Selbstverständlichkeit - begriffen sein, wenn sie nicht funktioniert. All dies muss als [[Wissen]] gegenwärtig sein, nicht nur als Verstand eines Ablaufs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Geht allerdings Wissen zugrunde, so ist auch die Selbstverständlichkeit des Gewöhnlichen zerstört. Es zeigt sich darin, wie weit das Gewöhnliche schon sich selbst nicht verstanden hatte, eben keine wirkliche Selbstverständlichkeit war. Die Achtlosigkeit ist in eine Falle geraten. Alle Aufmerksamkeit wird sich nun für das scheinbar bisher Gewöhnliche entfachen, ungewöhnliche Mittel und Fähigkeiten sind plötzlich gefragt. Selbstverständliche Gewöhnungen sind eben doch auch relativ und durch ihre Vergänglichkeit, durch ihre Zeit bestimmt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewöhnen kann man sich auch nur an das, was einem im Grunde [[fremd]] ist, was man nicht empfindet, weil es grundlose Lebensbedingungung ist, und dem man wie aus der Fremde beiwohnt, und mit dem man gerade deshalb wie selbstverständlich auskommt, weil man nichts wirklich damit zu tun hat, weil man es eben besitzt. Es ist dann eine gänzlich äußerliche [[Selbstwahrnehmung]], die über die Fremde hinwegtäuscht, weil für sie das eigentlich Nötige das schlechthin zu Ertragenende, das gewöhnliche [[Leiden]] ist. So erschreckt nichts mehr, an das man gewohnt ist; wenn es sich an die gewohnte Erscheinungsweise hält. Es kann sein, was will, wenn es so erscheint, wie es gewohnt ist; die größten Verbrecher sind die gewöhnlichsten Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewohnheit ist sowohl die Leugnung und Verleugnung von Fremdheit, wie auch die Ignoranz gegen sie, abgetötete Neugier, die sich in ihrem Sinn getäuscht hat. Der Grund hierfür ist das Ertragen von Gegebenheiten, die keinen Sinn haben, keine Liebe und keine Gegenwart, keine Neugier machen und keine [[Arbeit]], die für sie nötig ist, Lebensräume ohne Sinn für das Leben, aber doch Gefühle, die sich aus der Lebensform begründen: objektive Gefühle. Darin ist das Sinnlose als Bedingung der Wahrnehmung bewahrt, weil der darin verschwundene Sinn seine Gefangenschaft nicht erkennt, solchen Raum nicht durchbricht. Es ist nicht die Liebe, die sich in der Gewohnheit verliert, wodurch sie zu einem objektiven Gefühl wurde. Es ist der Lebensraum, der zu ihrem Mittel geworden war, worin sie sich entäußert hat. Mag es ausgänglich eine Frage der Lebensökonomie gewesen sein, sich den Raum seiner [[Liebe]] zu schaffen, der Raum wird zu einem verhängnisvollen Mittel jeder [[Zwischenmenschlichkeit]], weil er ihre Vermittlung ausmisst, ihr Maß, ihre Ausdehnung und Grenze bestimmt. Er erfordert unendlich viele Ereignisse, um Leben zu bewegen - und er begrenzt das Zwischenmenschliche auf sein nötiges Minimum, auf die Erträglichkeit von Neuem im Gewohnten; er überfordert und ist Anmaßung (siehe hierzu auch [[Familie]]). Gewohnheit ist nicht nur ein Produkt der Überforderung von Menschen durch Gegebenheiten, sondern auch ihre ausdrückliche und gewollte Affirmation als [[objektives Gefühl]], das hinter allem [[Erleben]] entsteht, indem es gewöhlich wird. Von daher ist die Gewohnheit nicht einfach konservativ, sondern auch oft die Grundlage für [[reaktionäre]] [[Urteile]] und Verhaltensweisen. Das Neue ängstigt mehr, als das Gewöhnliche, weil dieses doch immerhin im Augenschein bewährt ist und jenes Aufmerksamkeit erfordert - und das reicht hin, wo der Schein auch schon alles ist, was sich bewähren kann, wo also schon alles als Unerkennbar anerkannt ist. Gewohnheit ist die tote [[Erkenntnis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewohnheit ist die zur Angewöhnung gewordene Eigenschaft fremder Sinne, das Fremde als Umstand, als Wohnung einer Sinnlichkeit, die keinen wirklichen Sinn hat. Die &#039;&#039;Macht der Gewohnheit&#039;&#039; besteht in der Möglichkeit, die sie bietet, Leben zu können ohne erkennen zu müssen, also in einer doppelten Verneinung der Erkenntnis zum Sein: etwas ohne Notwendigkeit zu können ohne es zu sein. Die Gewohnheit erhebt sich über den [[Schmerz]] der Erkenntnis des [[Bürgers]], und ist in dieser [[Negation]] seine allseitige Beziehung, also sein allgemeines menschlich sein und wirklich als Mensch sein zu müssen. Im Besitz seiner Lebensumstände hat der Bürger seine Gewohnheiten darin versachlicht; zwischen Mein und Dein liegt ein Lebensabgrund, der ihm unüberwindlich erscheint. Für seine Gewohnheiten ist sein Besitz so konstitutiv, dass er ihm wie seine Lebensgewohnheit überhaupt vorkommt, wie etwas, das für sein Leben höchste Notwendigkeit hat. In ihrem Besitz sind sich die Bürger gleich; es ist lediglich die Besonderung ihres Lebensraumes, den sie darauf gründen, dass sie auch die besonderen Gewohnheiten darin haben. Als dieser gewöhnliche Mensch unterscheidet er sich von anderen Menschen nicht durch sein Leben und seine Erkenntnis, sondern durch seine Meinung. Was er von sich hält und wofür er ist, das bedeutet ihm seine Meinung. Das Dafür under Dagegen sein unterstellt eben die Bestimmung von Gegebenheiten, an die er gewohnt ist oder nicht und an die er sich gewöhnen will oder nicht. In der Meinung wird die Lebenswelt eben vor allem als Gegebenheit bestätigt, mal so oder mal anders: Es sind lediglich Positionen des Gegebenen. Von daher ist für die bürgerliche Politik die Wählermeinung auch konstitutiv (siehe bürgerliche Demokratie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hinter der Behauptung, dass etwas menschlich sei, verbirgt sich meist die Menschlichkeit als Gewohnheit, und kann daher geradezu hervorragend für die Legimitation von Unmenschlichkeit genommen werden (siehe z.B. den Psychiater Dörner, der mit der Feststellung, dass Irren menschlich sei und auch der Arzt, der den Irren behandelt dieser Menschlichkeit unterliegt, eben auch Elektroschock geben können muss, &#039;&#039;wenn eben nichts anderes hilft&#039;&#039;). Somit hat in der Gewohnheit nichts Lebendes mehr Fortbestand: Weder der Zweifel über die eigene Tätigkeit, noch die Erkenntnis der Not. Alles bleibt beim Alten, weil das Alte zur Gewohnheit geworden ist. Gewohnheit ist tote Wahrnehmung, die von den Sinnen lebt, die ihr unterworfen sind. Sie ist ihre Gestalt ohne Leben, gewohnter Lebensraum mit gewohntem Lebensgefühl, Gefühl für sich ohne Sinn durch sich. Alle Bewegung, sofern sie substantiell ist, hat darin keine Sinn. Jede Auseinandersetzunmg, jeder Streit verhallt in der Notdurft des Immergleichen und erfüllt dessen Hässlichket: Die Herabsetzung jedweden Sinnes unter die Bewahrung der Lähmung seiner eigenen Form. Die Selbstlähmung wird als Schmach der eigenen Gewissheit erfahren, welche ausgeplündertes Leben als selbstverständlicher Umstand, welche also zur eigenen Gegebenheit als Ergebenheit geworden ist. Hiergegen errichtet sich die [[Schönheit]] des Andersseins als gesellschaftliche Notwendigkeit der [[Selbstverleugnung]], die politische [[Ästhetik]] , welche sich notwendig als [[ästhetischer Wille]] entfaltet (siehe [[Kritik der politischen Ästhetik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußerste Form der Gewohnheit ist die reine [[Ordnung]], das Immergleiche, das sich als Wesensbehauptung (siehe [[Archetypus]]) oder auch als Algorithmus formulieren lässt. So lassen sich alle Routinen in der Arbeit wie im sonstigen Leben (bis hin zum Inhalt der Kühlschränke) als Gewohnheiten erfassen und von Automaten übernehmen. Es ist dies auch die Fixation des Gewöhnens selbst: Der Aufwand zu einer Änderung potenziert sich ins Unermessliche. Von daher wird die reaktionäre Seite der Gewohnheit total: Alles hängt lediglich von den Angeboten zur Veränderung (z.B. Hard- und Softwareentwicklung) ab, also dem, was objektiv und allgemein als Anderssein gewollt wird. Natürlich hat dies erhebliche Auswirkungen auf das [[Selbstverständnis]] der Menschen für ihr eigenes [[Tun]]. Es relativiert sich zunehmens und in Masse den gegebenen Möglichkeiten der Veränderung - vermittelst der Automation versteht sich. Den Fortschritt erbringt so nur noch der [[Massenmensch]]! Darin allerdings besteht ein enormes Potential an Vernichtungslogik.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Abstraktionskraft</title>
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		<updated>2026-08-18T09:28:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Für den ausgehungerten Menschen existiert nicht die menschliche Form der Speise, sondern nur ihr abstraktes Dasein als Speise; ebenso gut könnte sie in rohster Form vorliegen, und es ist nicht zu sagen, wodurch sich diese Nahrungstätigkeit von der tierischen Nahrungstätigkeit unterscheidet. ... Die Vergegenständlichung des menschlichen Wesens, sowohl in theoretischer als praktischer Hinsicht, gehört dazu, sowohl um die Sinne des Menschen menschlich zu machen als um für den ganzen Reichtum des menschlichen und natürlichen Wesens entsprechenden menschlichen Sinn zu schaffen. [[(MEW 40 S. 542).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Widerspruch]] eines [[dialektischen]] [[Verhältnisses]] wird der [[Inhalt]] seiner [[Form]] aufgehoben. Doch wo der [[Inhalt]] darin nicht aufgehoben ist (siehe [[Aufhebung]]), wird er zu [[Nichts]], zu einer bloß negative Form – und da herrscht durch die bloße [[Anwesenheit]] eines Nichtsein [[Nichtung]] die [[Kraft]] seiner [[existenziellen]] [[Aufgehobenheit]], durch seine [[Abstraktionskraft]] also die [[Kraft]] einer wesentlichen [[Aufhebung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Verhältnissen der Selbstgefühlen entsteht ein Kampf um das dominierende, das [[prominente]] [[Selbstgefühl]], das diurch swine Abstraktionskraft in der Lage ist, eine Macht ihrer psychischen Beziehungen einzustimmen (siehe Kult) und das vor allem durch den Mehrwert ihrer persönlichen Repräsentanz über die Empfindungen herscht. Es entwickelt sich durch die Erzeugung von Minderwertigkeiten (siehe auch [[Minderwertigkeitsgefühl]]) seine [[Not]] nicht [[erkennen]] kann oder [[will]] (siehe auch [[Dummheit]]), tötet das [[Leben]] seiner Empfindungen, den wesentlichen Momenten ihrer [[Wahrnehmungsidentität]]. Abstraktionskraft ist die [[Kraft]] einer [[Not]], die sich gegen sich selbst wendet (siehe [[Notwendigkeit]]), weil sie in der [[Tautologie]] ihrer [[Widersinnigkeit]] (siehe [[Widerspruch]]) ihre [[Not]], ihre in der [[Not]] verbliebene [[Substanz]] aufgezehrt, sich selbst genichtet (siehe [[Nichtung]]), sich selbst abgetötet (siehe [[tote Wahrnehmung]]) und sich deshalb gegen ihre eigene [[Notwendigkeit]], sich gegen sich selbst verloren hat (siehe auch [[Selbstverlust]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die [[Lebensverhältnisse]] der Menschen nur noch durch ihre [[Anwesenheit]] bestimmt sind, wo sich ihre [[Selbstwahrnehmung]] nur noch auf einen [[abstrakt menschlichen Sinn]] oder eine [[abstrakt menschliche Arbeit]] [[reduzieren]] kann, verkehrt sich ihr Inhalt unmittelbar im Gemenge ihrer Form, worin sie über ihren Grund hinwegtäuscht. Weil sie darin sich überhaupt nur noch in einer leeren [[Zwischenmenschlichkeit]] oder Arbeit [[verwirklichen]] kann (siehe [[Begriffsssubstanz]]), wird sie auch nur auf eine [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Beziehungen]] [[reduziert]], die ihre [[Masse]] durch die [[Dichte]] ihrer Wirklichkeit bestärkt und [[quantifiziert]] (siehe [[Begriffsgröße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abstraktionskraft entsteht mit dem Ende einer [[lebendigen]] [[Dialektik]], mit ihrem [[Tod]], der nur noch der [[Form]] nach ihre [[Energie]] als [[Trieb]] einer [[Nichtung]] ihrer sinnlichen Gewissheit darstellt (siehe z.B. [[Tote Arbeit]], [[tote Wahrnehmung]]). Weil sie in ihrem [[Anderssein]] keine [[Entwicklung]], keine Veränderung, keine [[Not wendende]] [[Position]] finden konnte bestimmt sie die Verdopplung ihrer [[Form]] zu einer [[allgemeinen]] [[Formbestimmung]], [[negiert]], [[isoliert]] und [[totalisiert]] ihren [[Inhalt]] (siehe z.B. [[Todestrieb]]). In der [[Masse]] vereinigt sich die ausgeschlossene und also [[ausschließliche]] [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]] ihrer [[Begriffssubstanz]], die ihren [[pervertierten]] [[Sinn]] in der eigenständigen [[Energie]] ihrer [[Masse]] findet und als diese auch [[empfindet]] - bzw. ihre [[Wirkung]] auf sich sucht (siehe auch [[Sucht]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Masse]] ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]] des [[Materials]] ihrer [[Beziehungen]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum [[Inhalt]] hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bekommt jede [[Masse]] eine eigene [[Substanz]] durch die [[Form]] ihrer [[abstrakten]] [[Beziehungen]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht &#039;&#039;von Sinnen&#039;&#039; ist und sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstraktionskraft treibt nach [[fremdem]] [[Inhalt]], welcher die [[Nichtung]] einer abgebrochenen [[Beziehung]] füllen kann, weil er sein [[veräußertes]] [[Anderssein]] durch seine Besonderheit[[täuscht]], durch die [[Verkehrung]] ihres besonderen [[Inhalts]] einer ihr äußerlichen allgemeinen [[Form]] folgt (siehe z.B. [[Wertform]]), von daher nur in der [[Form]] folgerichtig [[vermittelt]] ist (siehe z.B. [[Fetisch]]). Sie entsteht im [[abstrakt]] [[Allgemeinen]], das in der [[Masse]] der [[Abstraktionen]] aus den [[Widersprüchen]] des [[Daseins]] ihrer [[Inhalte]] diese zu ihrer bloßen [[Form]] [[verkehrt]] hat und als [[Kraft]] ihrer [[Negation]] bewahrt. Darin wirken ihre [[veräußerten]] [[Inhalte]] als [[Substanz]] einer [[Kraft]] ihrer entleerten [[Form]], die sich in ihrer Form zu deren Bestimmung (siehe [[Formbestimmung]]) aufsummiert und [[verselbständigt]]. Diese [[Verselbständigung]] formuliert schließlich die von ihren [[Inhalten]] entleerte [[Substanz]] einer [[allgemeinen]] [[Beziehung]] als eine besondere freigestellte [[Form]] (siehe z.B. [[Wertform]]), die nurmehr deren [[abwesende]] [[Kraft]] als [[Trieb]] ihrer [[Veräußerung]] [[verkörpert]] und als [[Angst]] um das [[Abwesende]] der [[Wahrnehmung]] bestimmt (siehe [[Körperfetischismus]]), was die [[Angst]] des [[Entäußerten]] [[praktisch]] durch die [[Entfremdung]] von ihrem [[wahren]] [[Sein]] betreibt. So entsteht das [[notwendige]] [[Bedürfnis]] aus ihrem [[ganzen]] [[Sein]] das gebrochene [[Ganze]] in einer [[allgemeinen Form]] zu beschaffen, um dem [[Gefühl]] eines totalen [[Unheils]] zu entkommen (siehe hierzu auch [[heile Welt]]). Doch das [[entwirklicht]] die [[Wahrnehmung]] überhaupt, denn die betreibt das leere [[Sein]] durch ihre [[Kraft]] im äußeren [[Sein]], im [[Sein]] außer sich, als [[Kraft]] der [[Negation]] im reinen [[Anderssein]], als das [[Sein]] ihrer [[Nichtung]] aus einem ihr [[äußerlich]] bestimmten[[Dasein]], – das heißt: durch ihr [[Nichtsein]], also im [[Nichts]] ihrer [[Anwesenheit]] [[bestimmt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Nichtung]] bestimmt daher die reine [[Form]] ihrer [[Negation]] und bezieht eine erneuerte [[Anwesenheit]] durch die [[Reduktion]] ihrer [[Wahrheit]], indem sie sich darin in ihrer leeren Beziehung als [[allgemeine Form]] für sich bewahrt, ihre Regungen als bloße Erregung, als Gefühl für sich durch sich bewährt (siehe z.B. auch [[allgemeine Wertform]]). In [[abstrakten]] [[Beziehungen]] [[erscheint]] die [[Menge]] von ihrem [[Inhalt]] [[getrennt]] als eine [[negative]] [[Masse]] ihrer [[Subsztanz]], die ihre [[Qualität]] von ihrer [[Form]] abgespalten hat. Ihre [[inhaltche]] [[Macht]] wird hierbei in sich [[entzweit]] in das [[Anwesende]] und [[Abwesende]] seines [[Daseins]]. Dieses selbst wird zu einer [[verselbständigten]] [[Form]] einer [[Nichtung]] ihres [[Wesens]]. Das setzt sich daher als bloße [[Nichtung]] in einer [[Form]] seiner [[Negation]] durch, die [[inhaltlich]] [[abstrakt]], also unbestimmt ist und daher ihre [[Formbestimmung]] immer allmächtiger werden lässt (siehe hierzu auch [[Kapital]]), weil das, was [[abwesnd]] ist als eine negative Substanz im [[Ganzen]] ihrer im Allgemeinen abstrakt gewordenen [[Form]] wie eine leere [[Anwesenheit]] wirk. Man sagt dazu schlicht: &#039;&#039;The Winner takes it all!&#039;&#039; (siehe auch [[Geld]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das [[Einzelne]] nicht im [[Allgemeinen]] aufgeht weil es von ihm abgesehen wird (siehe [[Abstraktion]]), wo es also durch eine [[allgemeine]] [[Absicht]] [[getrennt]] und [[ausgeschlossen]] ist, wird das [[Allgemeine]] zum [[abstrakt Allgemeinen]] (siehe [[Norm]]). Es wird zu einer [[allgemeinen]] [[Bestimmung]] gegen das [[Einzelne]] und wird darin ganz einfach in einem [[abstrakt allgemeinen]] [[Dasein]] &#039;&#039;verschluckt&#039;&#039;, indem es ihrem bloßen [[Sein]] durch die [[Verallgemeinerung]] seiner [[Abstraktion]] die [[Kraft]] seiner [[wirklichen]] Lebenszusammenhänge nimmt. Wo sie wahr ist erschließt die Abstraktion in ihrer Allgemeinheit die [[Substanz]] ihrer [[Begrifflichkeit]] (siehe hierzu [[Begriffssubstanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt gilt dies auch für Verluste (siehe z.B. [[Selbstverlust]]): In jeder derart [[akkumulierten]] [[Abstraktion]] erzeugen die [[Schmerzen]] der [[abgeschiedenen]] [[Nichtungen]] eine [[Kraft]] der [[Negation]], die [[substanziell]] nur die [[Nichtung]] ihrer [[Substanz]] darstellen und [[antreiben]] kann (siehe z.B. [[Todestrieb]]). Von da her ist die Abstraktionskraft eine [[Kraft]], die von einem [[abwesenden]] [[Wesen]] betrieben wird (siehe auch [[Form]]). Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang seiner [[Teile]], der [[Eigenschaften]] seiner [[Verhältnisse]]. Weil das [[Einzelne]] im Jenseits seiner [[Beziehungen]] nur [[zufällig]] da zu sein scheint, weil es da und dort in [[Wahrheit]] noch [[beliebig]], also nach dem Belieben irgendwelcher [[Wesen]] [[da ist]], hat es sein [[subjektives]] [[Wesen]] noch außer sich. Und was [[abwesend]] ist, das zieht das an, was ihm im [[Verhalten]] zu einer ganzen [[Gegenwärtigkeit]] fehlt (siehe auch [[Fetisch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Abstraktion]] eines [[allen gemeinen]] [[Verhältnisses]] treibt es durch sein [[abstrakt allgemeines]] [[Wesen]] zur [[Totalität]] seiner [[Form]] (siehe [[Beziehung]]). Im [[Betrieb]] [[abstrakter]] [[Verhältnisse]] entsteht ein [[Trieb]] der [[Ohnmacht]], für die jede [[Macht]] übermächtig [[erscheint]], weil darin ein [[abstrakter]] Zusammenhang wie eine [[fremde Kraft]] wirkt (siehe [[Trieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft wird meist personifiziert begriffen als [[Fähigkeit]] einer [[Abstraktion]] des [[Denkens]] (siehe [[Gedankenabstraktion]]). Doch ein Gedanke kann nur Kraft enthalten, wenn er seine [[Wahrheit]] in ihrer [[Wirkung]] und [[Wirklichkeit]] erfährt, wenn er dort das [[materialisierte]] Streben einer [[Realabstraktion]], das Treiben eines [[abwesenden]] [[Wesens]] im bloßen [[Dasein]] der [[Masse]] [[erkennt]], den [[Trieb]] der [[Formbestimmung]] einer [[Masse]] als [[Verallgemeinerung]] einer [[prominenten]] [[Abstraktion]] beschreibt (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Diese ist durch ein [[abwesendes]] [[Wesen]] [[ermächtigt]] jeden [[Inhalt]] sich [[einzuverleiben]], der ihr [[substanziell]] zukommt (siehe [[abstrakt menschliche Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vakuum gilt alles gleich, soweit es als [[stoffliche]] [[Tatsache]] einfach nur [[da ist]] (siehe [[Dasein]]). So ihr Inhalt auch in seiner [[Nichtung]] zu einem [[Inhalt]] seiner [[gleichgültig]] gewordenen [[stofflichen]] [[Elemente]], die allein schon durch das [[Format]] ihres [[Daseins]] in der Lage sind, eine [[Negation]] zu [[verwirklichen]] und ihnen damit eine [[positive]] Zuwendung durch ihre bloße [[Form]] zu [[vermitteln]], ihre [[abwesenden]] [[Inhalte]] in einen [[allgemein]] [[gleich geltenden]] [[Sinn]] zu bewahren. So [[ermächtigt]] sich ihre bloße [[Substanz]] als [[abstrakt Allgemeines]] gegen ihre im [[Gemenge]] ihrer [[Einzelheiten]] verbliebene [[Anwesenheit]]. Durch diese [[mächtig]] gewordene [[Gleichgültigkeit]] [[verhält]] diese sich gegen ihre [[Inhalte]] als reine Daseinsform, als bloße [[Tatsache]] des [[Soseins]], worin sich das [[Verhältnis]] der [[Inhalte]] zu ihrer [[Form]] durch ihre [[Formbestimmung]] nur in seiner [[verkehrung]] [[entwickeln]] kann (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Abstraktionskraft]] ist die [[Wirkung]] einer [[entäußerten]] [[Beziehung]]. Sie entsteht im [[Trieb]] ihres Unfriedens in einer unbefriedigten [[Beziehung]], die sich [[sinnlich]] [[verselbständigt]] hat, die also gewalttätig wird, wo und weil sie [[unsinnig]] geworden, wo sie [[substanziell]] außer sich geraten ist und im [[Trieb]] ihrer [[wesentliche]] [[Lebensäußerung]] entstellt und in ihrer Entstellung entstellt sit, die sie [[verrückt]] macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil eine Abstraktion nur für sich, nur [[privat]] existieren kann, weil [[Nichts]] nicht durch sich [[Sein]] kann, sich also in [[Wahrheit]] nur im [[verhalten]] für sich in seiner [[Vereinzelung]] durch sich auf sich als das zurück kommt, was es nicht ist (siehe [[Selbstwert]]). Wo es also auf sich nur durch seine [[Nichtung]] auf sich zurückfallen kann, [[ermächtigt]] sich sein [[abwesendes]] [[Wesen]] zu einem [[Wesen]] im [[Allgemeinen]] (siehe [[Allgemeinwesen]] ), im Jenseits seiner [[Sinnlichen Gewissheit]]. In der [[Verallgemeinerung]] setzt sich die [[Masse]] durch. Es entsteht eine [[mächtige]] [[Allgemeinheit]] durch die im [[Form]] von dem, was seinen [[unmittelbaren]] [[Sinn]] verloren, in seiner [[verallgemeinerten]] [[Negation]] nur noch im [[Nichts]] hat und dadurch herrscht, dass er nicht [[wirklich]] [[wahr]] sein kann (siehe [[Nichts]]), dass es [[negiert]] worauf es gründet, dass sein Grund also durch die [[Negation]] in seiner [[abstrakt allgemeinen]] [[Substanz]] über seine [[Abstraktionskraft]] sich [[verkehrt]] und über seine [[Einzelheit]] allgemein wird. [[Gesellschaft]] wird so zum [[Wesen]] einer Fiktion (siehe [[Fetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[phänomenologischen]] [[Denken]] und den ihm verwandten [[Begriffsbildungen]] der [[bürgerlichen Wissenschaften]] (siehe z.B. [[Strukturalismus]], [[Positivismus]], [[Pragmatismus]], [[Idealismus]], [[Systemtheorie]]) ist es [[gänzlich]] [[fremd]], wie und warum eine Welt, die sich rein [[ontologisch]] [[verstanden]] durch das [[Leben]] der Menschen und ihrer [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Gesellschaft]]) in ein Herrschaftsverhältnis [[verkehren]] kann, wie und warum &#039;&#039;die weltliche Grundlage sich von sich selbst abhebt&#039;&#039; und mit sich selbst in einen [[Widerspruch]] geraten kann. Und natürlich erscheint sie sich durch das Unvermögen solcher Begrifflichkeiten unabänderlich, also durch ein den Menschen [[äußerlich]] verbliebenes, also [[fremdes]] [[Wesen]] auf [[ewig]] [[bestimmt]]. Erst mit einem [[materialistische]] [[Begriff]] der [[Entfremdung]] (siehe [[historischer Materialismus]]) lässt sich darlegen, wie und warum es [[Verselbständigungen]] [[allgemeiner]] [[Beziehungen]] und Verbindlichkeiten zu einer [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesenheit]] und [[Macht]] durch ihre bloße [[Anwesenheit]], durch ihrer [[Vergegenwärtigung]] gekehrt werden können. Dies ist die [[wesentliche]] [[Erkenntnis]] einer gigantischen [[Täuschung]], einer [[Verkehrung]] von [[Form]] und [[Inhalt]] abstrakter Verhältnisse, die diese Umkehr darstellen und substanziell erkennbar macht, also den blanken &#039;&#039;Rest&#039;&#039; (siehe [[Abstraktionskraft]]) [[widersprüchlicher]] [[Beziehungen]] aufdecken und durch die [[Macht]] eines konkreten gesellschaftlichen Wesens der [[Ohnmacht]] veränderbar machen können, wenn die [[abstrakte]] [[Substanz]] mit ihren [[wirklichen]] [[Inhalten]] [[begreifbar]] werden, das [[Verkehrte]] selbst als [[Sinn]] und [[Zweck]] der Umkehrung der herrschenden [[Wirklichkeit]] der [[abstrakt]] verbliebenen gesellschaftlichen Verhältnisse (siehe [[Realabstraktion]]), als Inhalte einer [[Revolution]] des [[gesellschaftlichen]] [[Wesens]] der menschlichen [[Geschichte]] [[erkannt]] sind (siehe z.B. hierzu auch [[Arbeiterbewegung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[abstrakten]] [[Verhältnis]] werden [[Inhalte]] durch ihre [[Widersprüche]] [[aufgehoben]], dem [[Inhalt]] nach also [[nichtig]]. Die [[Substanz]] einer verlorenen [[Beziehung]] verlangt nach aber nach einer [[unbedingten]] [[Inhaltlichkeit]] ihrer [[abwesenden]] [[Gewissheit]], Abstraktionskraft ist die [[Kraft]] einer [[verselbständigten]] [[Negation]] in einem [[widersprüchlichen]] [[Lebensverhältnis]]. Im [[Allgemeinen]] einer [[Abstraktion]] verbleiben die [[Einzelheiten]] in ihrer bloßen [[Masse]] als [[Kraft]] einer [[inhaltlich]] entleerten [[Substanz]]. Die [[Abstraktionskraft]] der Masse konzentriert sich in einer Gewalt ihrer [[abwesenden]] [[Inhalte]] und wid zu einer Gewalt ihrer [[Nichtigkeit]] bis hin zu ihrer [[totalen]] [[Nichtung]] durch ihre [[Vernichtung]]. Von da her werden mit zunehmender Masse ihre bestimmten Inhalte immer [[gleichgültiger]] und die [[Relationen]] ihrer [[qualitativen]] [[Inhalte]] unterrepräseniert, das Verlangen nach einer überrepräsentativen [[Ganzheit]] wird dadurch brutalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abstraktionskraft stellt sich also die [[Substanz]] einer [[widersprüchlichen]] [[Identität]] als eine von ihren [[Inhalten]] freigestellte [[Substanz]] (siehe z.B. auch [[Wertsubstanz]] des [[Geldes]]), als reine [[Substanz]] einer [[verselbständigten]] [[Begriffsgröße]] der [[abwesenden]] [[Inhalte]] ihrer [[Begriffssubstanz]] als reine [[Energie]] – z.B. als [[abstrakt menschlicher Sinn]] – dar (siehe [[Trieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Gegensätzlichkeit]] einer [[widersprüchlichen]] [[Entwicklung]] ergibt sich eine [[Beziehung]] allein über ihre [[substanzielle]] [[Identität]] in der [[Einheit]] ihrer [[Gegensätze]]. Darin [[verhält]] sich allerdings nur ihre [[Form]] zu ihren [[Inhalten]] als [[Formbestimmung]] ihrer [[Veränderung]], die ihr [[äußerlich]] verblieben ist, weil sie darin [[veräußert]] und zugleich [[entäußert]] – also doppelt außer sich – geraten sind und in dieser [[Form]] als selbständige [[Negation]] außer ihrem [[Inhalt]] geraten sind. Es hat sich hieraus eine [[Kraft]] aus den [[negierten]] [[Inhalten]] ergeben, von denen die [[Form]] selbst [[abstrahiert]] und als [[Formbestimmung]] ihrer [[Abstraktion]] zum [[Inhalt]] der [[Triebkraft]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] [[Antrieb]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt, die wirkliche Bestimmung, erscheint als formell; die ganz abstrakte Formbestimmung erscheint als der konkrete Inhalt.[[(MEW 1, Seite 216)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein [[Wesen]] keinen Inhalt hat, wenn es ohne [[Form]] nur [[abwesend]] ist, weil seine [[Inhalte]] nicht durch sich sind, sich also nur durch die [[Form]] ihrer [[Natur]], als [[Naturalform]] für sich [[verwirklichen]] können, sind sie in [[Wahrheit]] ohne [[Wirkung]], also [[entwirklicht]] (siehe z.B. [[Tauschwert]]). Wo eine [[Form]] sich als [[Form]] für sich hernehmen muss, sich selbst nur aus ihrem [[Dasein]] reflektieren kann, da bestärkt sie sich gegen ihren [[Inhalt]] (siehe z.B. [[Wert]]). Und weil sie dann für sich [[ohnmächtig]] ist und sich nur außer sich in einer [[negierten Identität]] begründen kann, entsteht mit ihrer [[Verallgemeinerung]] eine verdoppelte [[Wirkung]]: eine inhaltslose [[Form]] eines [[veräußerten]] und also [[nichtig]] gewordenen [[Inhalts]] (siehe [[Entäußerung]]). Diese wird durch deren [[negative Identität]] gegen deren [[Inhalt]]e [[mächtig]], zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Inhalte]], die ihr [[wesentlich]] fremd geworden, aber immer noch – wenn auch nur [[tatsächlich]] – da sind (siehe [[Dasein]]), und also nur eine [[abstrakte]] [[Wirkung]] haben, nach der sie treiben (siehe [[Trieb]]), weil sie die [[ausschließliche]] [[Wirkkraft]] ihrer [[Abstraktion]] inne hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein organischer Lebenszusammenhang zerteilt, in sich selbst [[getrennt]] wird (siehe [[Teilung der Arbeit]]), gewinnt das in der [[Abstraktion]] [[abwesende]] [[Sein]] [[Macht]] über das [[Dasein]]. Im Mangel entsteht ein Verlust an dessen konkreter und bestimmender [[Substanz]]. In der bloßen [[Tatsächlichkeit]] ihrer [[Existenz]] herrscht eine [[Ohnmacht]] im [[Dasein]] der abgetrennten und also nurmehr [[abstrakt]] [[gegenwärtigen]] [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was ihren Zusammenhang bestimmt (siehe [[Negation]]), eine [[Kraft]] der [[abwesenden]] [[Substanz]] aus der [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[Nichts]], durch ihre [[nichtig]] gewordenen [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. Ihre [[Kraft]] wird zur [[Abstraktionskraft]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abstraktionskraft]] wird von der [[substanzielle]] [[Not]] einer [[Getrenntheit]] angetrieben. Sie ist die [[Kraft]] einer [[Nichtung]], also das, was ohnedies in [[Wahrheit]] als leere [[Form]] einer [[abwesenden]] [[Substanz]], also für sich rein [[Nichts]] wäre. Doch dieses hat nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine [[abstrakte]] [[Bestimmtheit]] durch sich, durch die [[Tatsache]] seiner [[Existenz]]. In einer [[wirklichen]] [[Geschichte]] verhalten sich ihre [[Inhalte]] in den [[Formen]] ihrer [[Existenz]]. Und sie [[beziehen]] sich auf sich als über die [[Form]] ihrer [[Inhalte]] vermittelt (siehe [[historischer Materialismus]]). Dialektik reflektiert einen [[geschichtlichen]] Bruch, einen Abbruch [[inhaltlicher]] [[Beziehungen]] in deren [[Formationen]] als [[Verhältnisae]] einer in sich [[getrennten]] [[Ganzheit]], als [[Beziehungen]] in einem [[Ganzen]] der voneinander [[isolierten]] [[Teile]], die ihren Zusammenhang nur außer sich haben können. Aus der [[Wesensnot]] ihrer hierdurch ungewissen und also [[abstrakt]] gewordenen [[Beziehung]] heraus, in der [[Not]] ihres Mangels, in der [[Notwendigkeit]] einer [[abstrakt]] gewordenen, einer von ihrem Gewordensein und Werden [[getrennt]] [[begründeten]] [[Beziehung]] müssen sie ihren Zusammenhang aus ihrer Ungewissheit durch die [[Entfremdung]] von ihrer [[Existenzform]] finden und verbleiben als [[Macht]] und [[Energie]] einer durch die [[Substanz]] ihrer [[Veräußerlichug]] vermittelte [[Form]] als eine ihr [[äußerliche]] [[Formbestimmung]] – z. B. als [[astrakt menschliche Arbeit]] – [[wirksam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil also das Abstrakte von seiner [[Natur]] [[getrennt]] ist kann [[natürlich]] ein Nichts als solches nichts [[Wirkliches]] sein. Es ist das rein [[Abwesende]], das durch seine in Nichts [[aufgehobene]] und aufbewahrte [[Substanz]] ein unermessliches Verlangen nach Allem hat, was aus seiner [[Trennung]] von allen [[Beziehungen]] verbleibt. Im Vakuum seiner Bezogenheiten wirkt es rein [[negativ]] als [[Abstraktionskraft]], die als eine [[negative]] [[Kraft]] das [[abwesende]] [[Wesen]] ihrer [[geschichtlichen]] [[Beziehung]] enthält. Sie [[verkörpert]] in ihrer [[Unwirklichkeit]], was von ihr in völliger Beziehungslosigkeit, in der [[Gleichgültigkeit]] gegen ihren [[Inhalt]] als bloß [[allgemeine]] [[Tatsache]] verblieben ist (siehe auch [[abstrakt Allgemeines]]). Aber dies kann nur eine [[unwirkliche]] [[Wahrheit]] sein. Es ist als die [[Wahrheit]] unverwirklicher Verhältnisse, so [[logisch]] wie das &#039;&#039;Schwarzes Loch&#039;&#039; der Astrophysik. Es ist das total [[Abwesende]], das [[absolut]] [[Unwirkliche]] aller [[Wirklichkeit]], das durch seine [[Abwesenheit]] umso [[energischer]] [[wirksam]] ist, wo es nicht sein kann, weil darin alles [[Wesen]] verschwindet (siehe [[Abstraktionskraft]]), untergeht im Sog einer [[totalen]] [[Abstraktion]] des [[Sinnlichen]] schlechthin, wo es sinnlich sein muss was es nicht ist: Die reine [[Negation]], die zwischen allem ist, ein reines [[Dasein]] im [[Dazwischensein]] von allem, was zwischen dem Einen und dem Anderen unentwegt wechselt, was also im einen durch das Andere immer schon nichts sein kann, [[Negation]] der [[Negation]], also [[absolute]] [[Negation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft ist also eine [[Kraft]], die im Abbruch einer [[inhaltlichen]] [[Beziehung]] sich als [[formeller]] Ausdruck ihres Verlustes äußert, zum [[Grund]] ihrer Formverwandlung wird (siehe auch [[Formbestimmung]]). Eine Abstraktion entsteht im Unvermögen, im Mangel einer [[Beziehung]] oder [[Geschichte]], die [[unsinnig]] abgebrochen wurde, die ihren [[Sinn]] nicht [[verändert]], sondern schlicht als [[Form]] seines [[Daseins]] ausgeschlossen hat. Sie hat daher keinen [[wirklichen]] Anfang und auch kein [[wirkliches]] Ende. In [[Wahrheit]] ist sie in ihrer [[Form]] nur eine [[Ordnung]], ein [[Tautologie]], der im [[Unsinn]] seiner [[Verhältnisse]] unendlich verläuft, solange sich der [[Widerspruch]], der ihm zugrunde liegt nicht [[wirklich]] [[aufgehoben]] wird. Und wo die [[Abstraktion]] sich in seiner Unwirklichkeit [[verallgemeinert]], sich als [[abstrakt Allgemeines]] [[verwirklicht]], hebt sie die [[Wirklichkeit]] auf, die ihr vorausgesetzt ist. Doch diese ist damit nicht einfach verschwunden; sie wirkt durch ihr [[abwesendes]] [[Wesen]] in der [[materiellen]] [[Substanz]] so wie sie [[tatsächlich]], nämlich abstrakt [[anwesend]] ist (siehe z.B. [[abstrakt menschliche Arbeit]]). Sie entwickelt eine [[Abstraktionskraft]], die rein [[negative]] [[Wirkungen]] erzeugt, die also aus dem nicht [[wirklichen]] [[Stoff]] seiner [[abwesenden]] [[Substanz]] sich als [[Kraft]] einer [[ausgeschlossenen]] und also [[ausschließlichen]] [[Beziehung]] [[nichtend]] [[verhält]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[abstrakt Allgemeine]] ist eine [[verselbständigte]] [[Allgemeinheit]], die sich als Macht aus der [[Aneignung]], aus der [[Einverleibung]] ihrer [[Einzelheiten]] herausgehoben hat und sich aus deren [[Vernutzung]] nährt. Der allseitige Aufbrauch ihrer [[Nützlichkeiten]] ist ihre [[Ressource]]. Deren [[vereinzeltes]] [[Sein]] geht in ihm unter wie es im [[Dazwischensein]] ihrer [[Nutzung]] aufgeht. Weil die [[Abstraktion]], die Unverbundenheit ihrer [[Substanz]], die aus der [[Getrenntheit]] ihrer [[Einzelheiten]] hervorgegangen ist (siehe auch [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]]), weil ihre Teilung (siehe hierzu [[Teilung der Arbeit]]) alles [[nichtet]], was aus ihren untergegangenen [[Beziehungen]] sich als [[Abstraktionskraft]] ermächtigt hat, kann nur im [[Nichts]] zwischen allem was ist, in ihrem [[Dazwischensein]] [[wahr]] sein und dadurch über alles [[Einzelne]] herrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Identität]] herrscht, wo etwas auf das zurückkommt, was es [[wesentlich]] ist (siehe auch [[Revolution]]). Es setzt allerdings voraus, dass sich etwas von sich, also in seinem [[Wesen]] von sich [[getrennt]], seine [[Form]] von ihrem [[Inhalt]] abgespalten, durch das [[Wesen]] einer [[abstrakten Allgemeinheit]] [[entfremdet]] hat (siehe [[Schmerz]]) - und welche [[Abstraktionskraft]] es noch als [[Formbestimmung]] zusammenhält. Es ist deshalb davon abhängig, wo und wie diese Rückkunft geschehen kann, wo sie sich auch vollziehen kann und muss, wo sich ihre [[Wesensnot]] wendet und also [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Wahrheit]]). Der seinem [[Material]] entzogene, der [[abstrahierte]] [[Stoff]], der reine [[Stoff]], ist bloße [[Energie]], die sich als pure [[Notwendigkeit]] darstellt, sich zu [[materialisieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft ist eine [[negative]] [[Kraft]] (bzw. ein [[Trieb]]), die danach strebt, eine [[abwesende]] [[Substanz]] zu [[verkörperlichen]], deren [[Abstraktion]] für die [[Wahrnehmung]] zu [[verwirklichen]]. Darin äußert sich die [[Notwendigkeit]] eines [[elementaren]] Mangels, der in seiner [[Einzelheit]] total geworden ist und durch seine [[Verallgemeinerung]] in ihrer [[Masse]] die [[Identität]] einer hohen [[Verdichtung]] sucht (siehe [[Dichte]]). Diese [[bestimmt]] die [[gesamte]] Form der [[Wahrnehmung]] im [[gesamte]], ist ihre [[Formbestimmung]], die ihren [[Sinn]] [[verkehrt]] (siehe auch [[Perversion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinhin wird eine Abstraktionskraft auch einem [[denkenden]] [[Subjekt]] zugerechnet, womit seine Fähigkeit benannt wird, eine rein [[gedankliche]] Tiefe im Fortgang seines konkreten [[Denkens]] gegen dessen [[Negation]] zu [[erkennen]], das [[abstrakt Allgemeine]] darin zu [[erschließen]], worin und wodurch sich das [[Wesen]] eines Zusammenhangs [[verselbständigt]] hat. Als Resultat einer [[Analyse]] [[bewahrheitet]] sich eine solche [[Abstraktion]] durch die Rückvermittlung auf den Zusammenhang der vielfältigen konkreten Beziehungen, wodurch aufgeklärt ist, wovon sie in [[Wahrheit]] vom [[Wesentlichen]] [[absehen]], was sich also als ein [[abwesendes]] [[Wesen]], als [[Wesen]] einer [[Abwesenheit]], einer puren [[Negation]] erwiesen hat. Was die [[Kraft]] [[abwesender]] Zusammenhänge ausmacht, ist daher ihre [[Negation]], die ihre konkreten [[Beziehungen]] abgebrochen, [[abgetrennt]] und verlassen hat und daher auf ihre konkreten Zusammenhänge nicht zurückkommen kann. Eine Abstraktionskraft ist daher die [[Kraft]] ausgeschlossener Zusammenhänge, ihr [[abgetrennter]] [[Sinn]], die [[Kraft]] einer unerfüllten [[Beziehung]], die ihren wirklichen [[Gegenstand]] verloren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein [[Sinn]] seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existiert, weil er nicht verfügbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]] ist, wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] darstellen, als bloßer [[Körper]], als [[Stoff]] seiner [[Natur]]. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] auf ein substanzielles Verlangen, wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem Inhalt nach das [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur [[verwirklichen]] kann, wenn sie das gegen seinen Mangel bestimmte [[Dasein]] aus der [[Notwendigkeit]] seiner [[Wesensnot]] antreibt. Sie muss ihre inhaltliche [[Not]] wenden und wird daher als [[Formbestimmung]] mächtiger als diese - eben [[notwendig]]. Um ihren [[Begriff]] zu [[erschließen]] muss sie als bestimmte [[Negation]] und zugleich gleichgültig gegen ihre [[Beziehung]] ent-deckt sein (siehe auch [[Kritik]]). Und so ist ihre [[Analyse]] die [[Bedingung]] ihrer [[Erkenntnis]] (siehe auch [[Kritische Theorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher gibt es diese Abstraktionskraft nicht nur als eine [[Gedankenabstraktion]]. Gedanken können das [[Abstrakte]] auch aus einer [[abwesenden]] [[Wirklichkeit]] ergründen, weil es darin ebenso real wie diese selbst auch wirken kann (siehe [[Realabstraktion]]). Was im Bedenken [[Ideologie]] bliebe kann sich auch selbst verwirklichen, wenn es ohne seine [[Wirklichkeit]], also im Verhältnis auf Anderes wirklich beziehungslos ist, nur fiktiv bleiben kann, weil es für sich beliebig wird. Es kann durch Ideologiekritik eben selbst seine Wirklichkeit erkennen, wenn es durch Analyse aus dem [[Wahn]] ihrer [[Wahrnehmung]] heraustritt, und ihr tatsächlich abstraktes verhalten realisiert, sich ihrem [[abstrakten Sinn]] entgegenstellt und diesen durch sich seine eigene Wirkung [[emanzipiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dies entsteht in der bloß faktischen wirklichkeit die [[Kraft]] einer [[unwirklichen]] [[Macht]], einer [[fremden Kraft]], die sich ergibt, wo die [[Wirklichkeit]] sich selbst [[widerspricht]], [[widersinnig]] wird, wenn ihre [[Beziehungen]] nurmehr durch die [[natürliche]] [[Kraft]] einer [[aufgetrennten]] [[Sinnlichkeit]], z.B. von einem [[abstrakt menschliche Sinn]] beherrscht werden, die ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Erregung]] bedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn wo [[Regungen]] ihre [[Gegenwärtigkeit]] verlieren, wo sie [[inhaltlich]] [[isoliert]] von ihrem Zusammenhang [[genichtet]] werden, verbleiben sie in [[Erregungen]], die nach einer [[Gegenwart]] außer sich, nach einer Heilung ihrer [[Erregungen]] im [[Heil]] ihrer Gebrochenheit mit ihrem [[Ganzen]] ihrer [[Wahrnehmung]] verlangen. [[Erregungen]] werden aber umso heftiger, je wirkungsloser sie bleiben. In ihrer [[Unwirklichkeit]] vereinigen sie sich in einer [[Kraft]], die aus der [[Nichtung]] ihrer [[Wirklichkeit]] ihre [[Selbstwahrnehmung]] gegen ihren [[Sinn]] ermächtigt, die von sich [[absieht]], um für sich mit sich außer sich, sich also sich [[abstrakt]] zu sich identifizieren. Sie äußern sich in [[Absichten]], die zu [[Gefühlen]] nach Vereinigung ihrer ihnen [[fremd]] gewordenen [[Wahrheit]], zu einer äußeren [[Wahrnehmungsidentität]] ihrer [[Selbstentfremdung]] treiben (siehe [[Trieb]]). Denn in der [[Abstraktion]] verfangen gibt es keinen Weg zurück in konkrete Zusammenhänge ohne dass diese erst [[wirklich]] aufgegeben worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es ist ... unmöglich, von einer Abstraktion zu dem Gegenteil der Abstraktion zu kommen, wenn ich die Abstraktion nicht aufgebe. Der spekulative Philosoph gibt daher die Abstraktion der Frucht wieder auf, aber er gibt sie auf eine spekulative, mystische Weise auf, nämlich mit dem Schein, als ob er sie nicht aufgebe. [[(Marx, MEW 2, S. 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abstraktionskraft ist von da her in der [[Wirklichkeit]] ihres [[Wahnsinns]] eine [[Kraft]], die sich in abstrakten Verhältnissen und Beziehungen &#039;&#039;wie von selbst&#039;&#039; durchsetzt, indem sie deren [[Entfremdung]] als Substanzialisierung ihrer [[Entäußerung]] als [[Wirkung]] ihrer [[Äußerlichkeit]] als Antrieb aus der [[verselbständigten]] [[Form]] eines [[abwesenden]] [[Inhalt]] eines nichtig gewordenen [[Wesens]], aus dem [[Unwesens]] ihres Treibens, das als [[fremde Kraft]] wirkt, die sich nurmehr durch ihren [[Trieb]] erkennen lässt (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]). Es ist die [[Kraft]] des Rückstands einer [[Nichtung]], eine [[Kraft]] der [[Negation]], die sich selbst verdoppelt hat, weil sie das [[Abwesende]] für sich selbst als bloßen [[Stoff]] ihrer [[Nichtung]] betreibt. Es ist die [[Kraft]] ihrer [[Selbstbezüglichkeit]] in der Nichtigkeit ihrer [[Verhältnisse]], also dort, wo sich [[Nichts]] allgemein, also als [[Form]] für sich [[verhält]], wo es [[allem gemein]] geworden ist, sich etwas [[Nichtiges]] seiner Inhaltslosigkeit als [[totale]] [[Nichtigkeit]], als [[Vernichtung]] von Inhaltlichkeit überhaupt [[verwirklicht]] und betreibt, also durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die analytischen [[Psychologien]], die ihre [[Erkenntnisse]] nicht aus [[willkürlich]], bzw. [[statistisch]] erfassten [[Beziehungen]] der [[psychischen]] Zusammenhänge [[entwickeln]] können, weil sie sich über ihr [[eigenes]] [[Wesen]] über die wesentlichen [[Wahrheit]] ihrer [[Wissenschaft]] aufzuklären beanspruchen, weil sie sich und ihre [[Verhältnisse]] aus einem [[Widersinn]] ihrer [[Existenz]] zu [[befreien]] haben, können sich nicht einfach [[positiv]] ihrem [[Gegenstand]] zuwenden. Sie müssen als Erstes das Auseinanderfallen von [[qualitativen]] und [[quantitativen]] [[Formen]] ihrer [[substanziellen]] [[Existenz]] [[begreifen]], wo und weil ihr [[wesentlicher]] [[Inhalt]] [[abwesend]] ist. Hierfür ist die Frage zu beantworten, woraus die [[Psyche]] ihre eigene [[Energie]] bezieht, woraus sie die [[Kraft]] schöpft, welche solche [[Trennung]] nötig hat. Es kann nur eine [[Kraft]] gegen ihre [[Vernichtung]] sein, eine [[Kraft]] aus dem [[Nichts]], das noch nichts geworden ist, eine [[Kraft]], die sich hiergegen verhält und zugleich nur [[abstrakt]] sein kann. So ist die Frage verblieben, welche [[Kraft]] sich aus einer Abspaltung ergeben kann, was ihre [[Veräußerung]] [[quantitativ]] ausmacht und was sich aus der Trennung [[inhaltlich]] ergibt (siehe hierzu z.B. [[Teilung der Arbeit]]). Einer [[Teilung]] geht eine [[Ganzheit]] voraus, die als &#039;&#039;Ganzes vieler Eigenschaften&#039;&#039; (Hegel) die [[Einheit]] ihrer [[Wirklichkeit]] bewahrt. Für Hegel war diese [[Trennung]] als [[Schmerz]] einer [[Beziehung]] zu [[begreifen]], der [[empfindet]], was zugehörig ist und zugleich nicht zugehören kann, weil ihr Zusammenhang unterbrochen ist, weil ihr [[Inhalt]] [[negiert]] ist und nach anderen [[Formen]] strebt, um ein erneuertes [[Wesen]] zu gründen. Er kann seine [[Substanz]] nurmehr [[abstrakt]] bewahren, um sich [[inhaltlich]] zu erneuern, neu zu sich zu finden und in einem erneuerten [[Ganzen]] zu sich zu kommen. Dies macht die inhaltslose [[Form]] seiner [[Kraft]] aus: Die Abstraktionskraft als [[Triebkraft]] [[abstrakter]] [[Verhältnisse]] .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstraktionskraft ist eine [[fremde Kraft]], eine [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist. Als [[Kraft]] der [[Entfremdung]] äußert sich darin die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] aufgehoben ist. Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst getrennt wird, entsteht ein Verlust an [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was zusammengehört, eine [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]] (siehe auch [[Wert]]), das sich in der [[Kraft]] seiner nichtig gewordenen [[Inhalte]], durch einen nichtig [[bestimmten]] [[Inhalt]] in seiner [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] bestimmt, zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der reiche Mensch ist zugleich der einer Totalität der menschlichen Lebensäußerung bedürftige Mensch. Der Mensch, in dem seine eigene Verwirklichung als innere Notwendigkeit, als innere Not existiert. [[(MEW 40, S.544).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ihrer [[Gesellschaft]] - im Großen und [[Ganzen]] ihres Lebenszusammenhangs - entfalten die vielen darin [[bezogenen]] einzelnen [[Teile]] eine [[Kraft]], die sie durch den mächtigen Zusammenhang ihrer organischen [[Inhalte]], durch die [[Natur]] ihrer [[vereinzelten]] [[Existenzform]] [[erfahren]], die ihnen über jede [[einzelne]] [[Erfahrung]] hinweg schon inne ist - nicht weil sie darin schon angelegt wäre, sondern weil sie erst im Zusammenwirken der voneinander [[getrennten]] einzelnen [[Inhalte]], so dass die [[Wirklichkeit]] ihrer in sich [[verdichteten]] [[Substanz]] sich selbst [[äußerlich]] [[vermittelt]] wird und durch ihre [[allgemeine Form]] als eine [[fremde Kraft]] entsteht (siehe hierzu auch [[Entfremdung]]), die sich in ihrer [[Allgemeinform]] selbständig [[verhält]] (siehe hierzu z.B. auch [[Warenfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entsteht im Entzug einzelner [[Beziehungen]] - mit der [[Abstraktion]] ihrer [[Inhalte]] auf ihre [[Substanz]] - in der [[Einfältigkeit]] ihrer schieren [[Masse]] - eine [[Kraft]] aus ihrer zunehmenden [[Nichtigkeit]], die jedes [[Einzelne]] dahin [[treibt]], ihre [[Form]] zu [[verallgemeinern]], die aus dem [[Nichts]] ihres entleerten Zusammenhangs sprießt, zu einer [[Bestimmung]] durch ihre leere[[Form]], zu einem [[Wesen]] der [[Abstraktion]] wird, die ihre verbliebenen [[Inhalte]] vereint und hierdurch zu einem dritten [[Wesen]] als [[Formbestimmung]] [[wirkt]] (siehe hierzu [[Dialektik]]). Durch die [[Isolation]] der [[Inhalte]], durch die [[Auftrennung]] ihres Zusammenhangs entsteht aus ihrer [[ausgeschlossenen]], aus ihrer [[negierten]] [[Beziehung]] die [[Macht]] einer [[negativen Identität]], die über den Verlust ihrer [[Lebendigen]] [[Tätigkeit]] gegen sie mächtig wird, weil sie hieraus eine [[abstrakt allgemeine]] [[Wirksamkeit]] bezieht (siehe hierzu [[Tote Arbeit]], [[Tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine derart [[negative Identität]] bildet allerdings nicht selbst Neues, wie es die [[Logik]] [[Adornos]] suggeriert. Sie [[bezieht]] lediglich aus dem leblos gewordenen [[Stoff]] ihrer [[Geschichte]], aus ihrer Verwesung, aus dem, was ihr schon vorausgesetzt war, eine[[wahr]] [[Geschichte]] [[aufgehobener]] und oft auch einfach überhobener [[Inhalte]] eine [[Veredelung]] [[nichtig]] gewordener [[Beziehungen]]. So war z.B. die Erfindung der Dampfmaschine und Eisenbahn ein gewaltiger Schritt für die Menschheit. Ihr ersatzloser Entzug wäre schlagartig durch das Zerbrechen aller [[Strukturen]] katastrophal. Deshalb ist der Kapitalismus aus der hieraus erfolgten [[Trennung der Arbeit]] entstanden (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Es leuchtet aber jeder [[Fortschritt]] aus der [[Vernichtung]] nur so lange ein, wie ihre [[Geschichte]] in neuen [[Inhalten]] aufgeht, worin die alten - wenngleich auch in einer [[negativen Identität]] - jenseits der [[Substanzen]] des bisherigen [[Lebens]] [[aufgehoben]] und bewahrt sind. Doch genau dies wird von den [[bürgerlichen Wissenschaften]], namentlich durch ihren [[Strukturalismus]] und der [[Phänomenologie]] ihres [[hermeneutischen Zirkels]] geleugnet (siehe hierzu [[Systemtheorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede [[Abstraktion]] entsteht immer schon im Abbruch von [[Beziehungen]], einer [[Trennung]], welche die [[Wirklichkeit]] ihrer [[Verhältnisse]] ausmacht, einer [[Wirklichkeit]] also, die ohne sie nicht [[wirklich]] [[wahr]] sein kann. Sie ist der darin [[entäußerte]], der &#039;&#039;unabgegoltene&#039;&#039; Rest ihrer [[Wahrheit]]. Wo [[sinnliche]] [[Beziehungen]] [[zwischen den Menschen]] durch die [[Ereignisse]] ihres [[Erlebens]] unterbrochen werden [[verallgemeinert]] sich dieser &#039;&#039;Rest&#039;&#039; in der bloßen [[Form]] einer [[Abstraktion]] zu einer eigenständigen [[Kraft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft entsteht aus als [[Kraft]] einer leeren [[Form]], aus einer [[Nichtung]], aus dem [[Nichts]] ihrer [[Wirklichkeit]], aus dem Nicht-Vorhandensein, der [[Abwesenheit]] eines [[Wesens]], das [[notwendig]] für das [[Leben]] ist, das aber nicht [[wirklich]] leben kann. Nicht nur in der Psychologie, auch in der Evolutionstheorie (siehe [[Evolution]]) steht die Antwort auf die Frage aus, wie sich eine [[natürlich]] scheinende [[Kraft]] in einem [[selbständigten]] [[Trieb]] so äußern kann, dass er überhaupt in der Lage ist, sich von seinen inhaltlichen [[Gründen]] und [[Beziehungen]] abzustoßen und sich weit darüber hinaus durchsetzen und sich sogar gegen sie stellen und entwickeln kann (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]). Es muss eine [[Kraft]] sein, die sich ihre [[Formbestimmung]] zu [[eigen]] macht und diese schließlich aus einem [[nichtigen]], einem vernichteten [[Wesen]] heraus [[bestimmt]] und durch seine eigene inhaltliche Leere, also durch [[Nichts]], nur durch die [[Tatsache]] seiner Existenz seiner bloßen Form, eben als [[abstrakt menschlichen Sinn]] verdoppelt, der keinen [[Inhalt]] mehr [[erkennen]] kann und sich von da her seiner eigenen [[Gründe]] entheben, sich seinem [[wirklichen]] [[Sein]] entziehen und sich hiergegen [[verselbständigen]] muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist dies nur, wenn man die Herkunft dieser [[Kraft]] aus etwas erklären kann, das darin nicht [[anwesend]], nicht unmittelbar wirksam ist und dennoch einer [[absoluten]] [[Notwendigkeit]] folgen muss, das also eine [[Kraft]] erzeugt, die in der reinen [[Form]] wirksam ist, weil sie ihrer [[Nichtung]] entspringt, ein mächtiges [[Nichts]] betreibt, das seine reine, seine [[isolierte]], durch sich und in sich aufgehobene [[Natur]] als bloße [[Lebenstatsache]] vollstrecken muss, um ihre inhaltliche Lebensnot auszuschalten (siehe auch [[Wesensnot]]), um zu vernichten, was nicht sein kann und doch sein muss, um am Leben zu bleiben. Es ist dies ein [[Trieb]], der sich selbst verkehrt hat, der seinen Antrieb [[perveriert]], weil er ihm nicht folgen kann. Das kann nur die [[Kraft]] der [[Substanz]] einer Lebensvernichtung im überleben der reinen [[Abstraktion]] des [[Lebens]] selbst, in seiner Konfrontation mit ihrem [[Tod]] sein (siehe hierzu [[Todestrieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wirklichkeit der [[Vernutzung]], im [[objektiven]] [[Verhältnis]] des [[Nutzens]], im Verbrauch seiner [[Gegenstände]] entsteht eine [[selbständige]] Kulturform des Gebrauchs, die eine stetige Erneuerung nötig hat. Aber mit der politichen Verfügung über den reinen Gebrauch einer [[Sache]] (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]), über ihren [[Konsum]] bis zu ihrem Verbrauch (siehe auch [[Konsumkultur]]), verwirklicht sich mit ihrem Verwesen ohne Nachkommen, durch die [[Abwesenheit]] ihrer [[Geschichte]] eine stillschweigende [[Kraft]] ihrer bloßen [[Nichtung]], eine [[Abstraktionskraft]] gegen ihre [[Wirklichkeit]]. Diese Abstraktionskraft [[entwirklicht]] nicht nur ihre G[[Gegenwärtigkeit]], sondern [[abstrahiert]] auch von ihrer [[Substanz]] (siehe z.B. [[abstrakt menschliche Arbeit]] als die [[Wertsubstanz]] der [[politischen Ökonomie]]). Deren Abstraktionskraft entsteht in und durch die [[Abwesenheit]] ihrer [[körperlich]] konkreten [[Inhalte]], durch die [[Energie]] der ungesättigten [[Masse]] inhaltsloseer [[Beziehungen]]. Sie besteht lediglich aus der Anhäufung von einzelnen formlos gewordenen [[Existenzen]], also aus der [[Menge]] - bzw. im Gemenge - gleich geltender [[Inhalte]] (siehe [[Gleichgültigkeit]]), als Formation einer [[Energie]], die durch die Häufigkeit ihrer beliebigen Erscheinungsweisen sich [[verselbständigt]] und zu einer [[Abstraktionskraft]] wird. Sie ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Sie bezieht ihre [[Kraft]] aus der [[Not]] eines [[abwesenden]] [[Wesens]] (siehe [[Schmerz]]), aus der [[Wesensnot]] einer [[verallgemeinerten]] [[Negation]] der [[Substanz]] eines [[Verhältnisses]], das ihrer [[abstrakten Allgemeinheit]] entspringt. Sie speist sich aus den aufgehobenen [[Beziehungen]] der vereinzelten (siehe [[)Elemente, derenReduktionsich durch dieverallgemeinerungihrerwirklichenSubstanzin derAusschließlichkeitihrer Verneinung, ihrerwirklichenNegationbestärkt, sich alsKraftihrer imAllgemeinenleeren Verbundenheit als Antrieb (siehe hierzuTrieb) aus der zerteiltenMasseihreabstrakten Allgemeinheitpotenziert, die durch dieReduktionder Wahrnehmungsinhalte auf ihre bloßeTatsächlichkeit, auf die Fakten dergewöhnlichenWahrnehmungentsteht. Deren darin verdoppelte Negation entwickelt einenausgeschlossenerSinnseinerVerhältnisse. Dieser wird auf dieabwesendeSubstanzseinerwirklichenBeziehungenreduziertund hierdurch zurPositioneinerabstrakten Allgemeineitder bloßen Erscheinungsformen (siehe hierzuPositivismus) von schlichtenGegebenheitenund wird durch dieDialektikseinerVerallgemeinerungalsAbstraktionskraftzumTriebungegenständlicherVerhältnisse(siehe hierzuEntfremdung).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Abstraktionskraft]] der [[Wertform]] ist doppelbödig, weil sie ihre [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] und zugleich gegen ihn bestimmt und sich hierdurch zu einer immer mächtigeren [[Form]] [[verallgemeinert]]. Die [[Wirklichkeit]] einer [[Abstraktion]] wird daher von der mangelnden [[Substanz]], von ihrer [[abwesenden]] [[Inhalte]] betrieben, die sich im Vakuum betsiommungsloser [[Inhalte]], die sich als substnzielle Kraft ihrer existenzillen [[Tatsache]] gegen deren Nichtung zu einer bloßen [[Kraft]] ihrer , [[Abstraktion]], zu einer [[Abstraktionskraft]] [[verselbständigen]] . Die muss ihre [[negative]] Wirkung äußern und bestärken, um ihren Mangel durch bloße Anreicherung ihrer [[Masse]] auszugleichen. Beziehungslose Substanz kann allerdings nur eiee abstrakte Subbstanz sein, die ihre getrennten Inhalte als Bedingung ihrer Beziehungen allem zu Grunde lagt, was darin sich zu verwirklichen sucht. Als ein [[absrakt allgemeines]] [[Wesen]], als Wesen ihrer Abstraktion gewinnen solche [[Verhältnissedurch die Aufsammlungg zersplitterterBeziehungendie Macht einer massenhaften derAbstraktionals Verfügung über die Zusmmenhänge ihrervereinzeltenInhalteerfährt(siehe hierzuDialektik). JeallgemeinerdieseFormgegen ihre Inhalte zu einerverallgemeinertenForm wird, jeallgemeinerdieseVermittlungihrerInhaltenegiert wird, desto größer wird ihre Macht über dieEinzelheitenund desto stärker bildet sie mit Zunahme ihrerexistenzielleIsolationeine entleerteallgemeinheraus. Indem sie immer gleich geltender, alsogleichgültiggegen ihre vereinzeltenGewissheitenimmer ungewisser werden, aus denen sie ihren Zusammenhang haben, je ausgedehnter sie von ihren Inhalten absieht und von daher den Zusammenhang ihrerVerhältnissewesentlichabstraktbestimmt werden, als leereTatsacheihrer abstrakten Substanz verbleiben. Rein quantitativ wird sie daher zu einer übermächtigen Kraft ihrer Verhältnisse, zu derenabstrakter Allgemeinheit, derenWesenimEinzelnenimmerabwesenderist, sodass dasabstrakt Allgemeinezu einem allseits mächtigenWesenihrerqbstraktenSubstanzzu ihremTriebwird (siehe z.B.abstrakt menschliche Arbeit).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] entwickelt sich ein darin ausgeschlossene [[Selbstgefühl]] zum Antrieb einer durch ihre [[Verallgemeinerung]] [[verselbständigten]] Kraft einer [[entäußerten]] [[Wahrnehmungsidentität]], zur Kraft einer [[Selbstbehauptung]], der Behauptung eines [[ästhetishen Willens]], der durch den Ausschluss der bedrängenden Einwirklungen auf die [[Selbstwahrnehmung]] diese nichtig setzt (siehe hierzu auch [[Hass]]) und in seiner [[Verallgemeinerung]] zu einem [[Nichtungstrieb]] werden kann. Mit Trieb wird das Treiben einer nur [[begrifflich]] [[erkennbarenen]] [[Substanz]] bezeichnet, der [[Begriffssubstanz]] eines nur mittelbar wirkenden [[Wesens]], das als [[Grund]] für die [[Beziehung]] [[mystisch]] gebliebener [[Phänomene]] durch deren [[Analyse]] [[erkannt]] - oder auch nur bekannt - wurde und das aus deren [[Substanz]] ihre [[Geschichte]] [[erklären]] und von daher auch prognostizieren können sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher beschreibt Trieb ein [[logisch]] [[abstrakte]], und also unendlich bestimmtes [[Wesen]] eines [[abwesenden]] [[Substenz]] (siehe hierzu [[Dialektik]]), das nicht durch das ihm Äußerliche, was es an oder durch sich selbst oder anderes, sondern an und für sich nur durch seine eigenen [[Verwirklichungen]], dem Substanzverlust durch die [[Reduktion]] seiner Vielfalt auf eine [[abstrakten Allgemeinheit]] auf die Einfalt seiner tatsächlichen Form, durch die Endlichkeit ihrer [[Tatsachen]], durch ihre [[Entwirklichung]] ein Ende finden kann. Die Erkenntnis der [[Begriffssubstanz]] des [[Kapitalismus]] (siehe [[Wert]]) hatte z.B. Karl Marx dahin gebracht, dass er die [[objektiven]] [[Notwendigkeiten]] und [[Krisen]] des [[Kapitalismus]] beschreiben konnte (siehe hierzu z.B. auch [[tendenzieller Fall der Profitrate]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine [[Gedankenabstraktion]] stellt die Abstraktionskraft ein [[subjektives]] Unvermögen des abstrakten Denkens dar, das seine [[Wahrheit]] in dem Maß [[nichtet]], in welchem es seine Abstraktionshöhe (siehe [[Abstraktion]]) noch bewältigen kann, ohne sie in der [[Allgemenheit]] des [[Gedankens]] zu verlieren (siehe hierzu auch [[Ideologiekritik]]). Bei [[Realabstraktionen]] ist dies umgekehrt. Im realen Abstraktionsprozess versammelt sich zunehmend eine Einfältigkeit seiner Form, eine [[Reduktion]] der Vielfalt von [[Regungen]], die als ihren natürlichen Rest nurmehr aus deren [[Nichtung]], aus der [[Not]] entleerter [[Inhalte]], nurmehr [[abstrakten]] [[Notwendigkeiten]] nachgehen kann, die sich in einer anwachsenden [[Erregung]] [[verkörpern]]. Mit ihrer wachsenden &#039;&#039;Aufladung&#039;&#039; [[wird diese formbestimmend]] und auf diese Weise zu einem [[verselbständigten]] Antrieb (siehe [[Trieb]]), der seine [[Kraft]] aus der Verkehrung der [[Inhalte]] in ihre [[Formbestimmung]] verwandelt und in einer durch ihre [[GetriebenheitverselbständigtenWirklichkeitfortbestimmt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie macht hierbei ihre [[Natur]] zum [[Material]] (siehe auch [[Substanz]]) ihrer Abstraktionskraft. Denn was nottut, verlangt nach einer Änderung, einem[[Anderssein]] der [[Verhältnisse]]. Es muss in diesen begriffen sein, um veränderbar zu werden. Aber der [[Begriff]] sowohl [[gegenständllicher]] als auch [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] kann in [[Wirklichkeit]] nur wahr sein, wenn sich [[Begriff]] und [[Sache]] im [[Verhältnis]] ihrer [[Wirkungen]], in ihrer [[Wirklichkeit]] [[identifizieren]] lassen. Bleibt diese nur [[abstrakt]] durch eine [[fremde Kraf]]t vermittelt, so wird sie von einer [[Abstraktionskraft]] betrieben (siehe auvch [[Trieb]]), die einem ihrem [[Wesen]] [[fremden]], einem [[abwesenden]] [[Grund]] entspringt und daher als leere [[Formbestimmung]] eine übermächtige[[Wirkung]] hat (siehe hierzu auch [[Entfremdung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sich nicht verwirklichen lässt, aber [[notwendig]] zum [[Leben]] ist, [[was]] also von einer [[abwesenden]] [[Not]] getrieben ist, wirkt in der [[anwesenden]] [[Wirklichkeit]] [[abstrakter]] [[Beziehungen]] (siehe auch [[Realabstraktion]]) als [[Trieb]], als Abstraktionskraft getriebener Verhältnisse, in denen sich nurmehr die Tatsachen von [[Notwendigkeiten]] verhalten und behaupten können und müssen und von daher gleichgültig gegen ihren Wesensgrund werden. Abstraktionskraft ist daher die [[Kraft]] eines [[abwesenden]] [[Wesens]], das die Verdopplung einer abstrakten [[Wirklichkeit betreibt]], das zur [[Verwirklichung]] einer [[Abstraktion]] vermittelst ihrer [[Realabstraktion,]]zum Verhalten einer [[abstrakten]] [[Wirklichkeit]] treibt. Um deren [[Form]] absolut zu bestimmen (siehe [[Formbestimmung]]), totalisiert sie durch ihre [[abwesende]] [[Substanz]] die [[Nichtung]] ihres [[Wesens]], durch die Verewigung ihrer [[Entwirklichung]] (siehe auch [[schlechte Unendlichkeit]]). Sie ist die aus einer entwirklichten [[Natur]] menschlicher [[Sinnlichkeit]]herausgesetzte [[Substanz]], die als [[Form]] für sich &#039;&#039;frei&#039;&#039; wird, weil sie die [[Trennung]] ihrer inhaltlichen Zusammenhänge, den [[Schmerz]] ihrer zertrennten [[Natur]] als das ihnen identische gemeinsame Dritte (siehe hierzu [[Dialektik]]) in den [[Verhältnissen]] ihrer abstrakt gewordenen [[Beziehung]] als [[abstrakt menschlicher Sinn]]leidet. In dieser [[Kraft]] erhält sich diese in sich gebrochene [[Beziehung]] als [[Widerspruch]] zwischen deren [[Inhalt]] zu ihrer [[Form]] und wird zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Wirklichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Formbestimmung]] ist die [[Bestimmung]] einer [[Form]], die selbst aus ihr durch die Verdopplung ihrer [[Substanz]] hervorgegangen ist. Wo die [[Form]] sich als Ursprung wie Resultat ihrer [[Inhaltlichen]] [[Beziehung]] verhält, die sich selbst abgebrochen hat und nurmehr in der [[Form]] [[aufgehoben]] ist, weil sie in ihrer [[Inhaltlichen]] [[Entwicklung]] keine ihr angemessene [[Form]] finden kann, da [[verallgemeinert]] sich ihre [[Form]] durch ihre bloße Funktion, durch die [[Tatsache]] ihrer [[Beziehungen]], die sich durch ihren [[Widerspruch]] [[substanziell]] selbst [[abstrakt]] geworden sind. Weil sich diese [[Tatsache]] [[Inhaltlich]] [[widerspricht]], mal dieses, mal jenes sein kann, weil sie im Grunde beliebig ist und keinn Sinn vermitteln kann, müssen sich auch ihre [[Inhalte]] im [[Allgemeinen]] duch einander [[nichten]]. Die [[Formbestimmung]] betreibt ihren [[aufgehobenen]] [[Inhalt]] als Residuum, bloße Kraft der [[Allgemeinheit]] der [[Abstraktion]] von ihren i[[Inhaltlichen]] [[Beziehungen]], als Abstraktionskraft, die ihre Energie aus deren [[Abwesenheit]] bezieht, weil sie nicht einfach nur [[Nichts]] sein können und deshalb in ihrer Nichtigkeit (siehe [[Negation]]) in die [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Substanz]] verfallen (siehe z.B.[[abstrakt menschlicher Sinn,]] [[abstrakt menschliche Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die bloße [[Form]] im [[Allgemeinen]] sich als [[abstrakt Allgemeines]] derselben [[Qualität]] sich nur [[quantitativ]] verdoppelt und sich durch die Wiederkehr ihrer Abstraktion [[reduziert]], kann sie sich in ihren allgemeinen [[Verhältnissen]] mit der Abfolge der gegen ihre [[Inhalte]] stetig verdoppelten [[Masse]] auch nur als eine substanzlose [[Tatsache]] von dem [[beziehen]], was sich hiervon in seiner [[Form]] [[gleichgültig]] gegen seinen [[Inhalt]] als [[Bestimmung]] einer [[ausschließlich]] [[abstrakten]] [[Substanz]] verhält (siehe [[Dialektik]]). Mit der [[Formbestimmung]] von Entzweiungen [[verallgemeinert]] sich deren [[Quantum]] in der [[Verselbständigung]] ihrer [[qualitativen]] [[Beziehungen]] zu einer [[Macht]] ihrer [[Abstraktion]], zur [[Abstraktionskraft]] eines im [[Allgemeinen]] für alles [[fremden]] [[Wesens]] (siehe [[Entfremdung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abstraktionskraft entsteht aus der [[Energie]] einer [[Beziehung]], deren [[Natur]] nurmehr in ihrer abstrakten [[Substanz]] als bloße [[Tatsache]] eines [[negierten]] Seins, als [[Trieb]] im Betrieb eines [[Verhältnisses]] [[anwesend]] ist. Weil sie aus einer um ihren [[Inhalt]] verlustig gegangenen [[Natur]] entspringt, treibt sie mit der Kraft ihrer negierten Inhalte zur [[Reduktion]] ihrer [[qualitativen]] Bestimmtheit, zur Anpassung ihrer Existenzform durch deren [[Quantifizierung]] mit der [[Energie]], die sie ihren abgezogenen Inhalten entnimmt und durch irgendeine Art der [[Befriedigung]] ihrer Naturnotwendigkeiten umsetzt. Als [[Naturmacht]] ihrer [[Negation]] kann sie nur noch [[gleichgültig]] gegen ihre Inhalte sein und sich diesen aus ihrer [[körperlichen]] [[Notwendigkeit]] entziehen. Aus [[Regungen]] entstehen [[Erregungen]], aus Hunger Gewalt, aus [[Liebe]] Sex, aus [[Arbeit]] [[Wert]], aus gesellschaftlichen Lebensverhältnissen individuelle Lebensnot. Wo die Formen des Lebens nicht mehr durch ihren Inhalt bestimmt sein können, wenn dieser [[widersinnig]] geworden ist und keine wirkliche Form finden kann wirkt dessen Energie als substanzielle Kraft einer Formbestimmung fort. Er wird dann darin nur noch durch eine abstrakte Naturform vermittelt, aus der Substanz einer Form, deren Inhalte entzogen sind (z.B. einer [[abstrakt menschliche Arbeit]], einem [[abstrakt menschlichen Sinn]], einer abstrakt menschlichen Gesellschaft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[substanzielle]] Argumentation einer [[Theorie]] besteht aus der [[Elementarform]] ihrer [[Begriffsbildung]]. Elementarform ist daher die [[Form]] der [[Elemente]] eines [[ganzen]] Zusammenhangs, die [[allgemeine]], also für alle gemeinhin [[notwendige]] [[Form]], worin deren [[Inhalte]] durch ihre [[Substanz]] vermittelt sind (siehe [[Begriffssubstanz]]). Wo sie [[verselbständigt]], also von ihren Inhalten [[abstrahiert]] wird, wird die [[Form]] auf ihre bloße [[Substanz]] [[reduziert]] und [[erscheint]] also [[abwesend]]. Weil und sofern ihre [[Inhalte]] also nicht [[wirklich]] [[da sein]] können, entsteht ein [[notwendiger]] Bedarf an [[Inhalten]] von gleicher [[Substanz]], der zur [[Formbestimmung]] dessen wird, was darin sein soll, was [[notwendiges]] Sein unter der [[Bedingung]] dieser [[Form]] erwirken muss, zu einer Abstraktionskraft wird, auch wenn sich darin der Inhalt durch die [[Verhältnisse]] seiner [[Form]] [[verkehrt]], zu einer [[Allgemeinheit]] seiner [[Formbestimmtheit]] wird (vergleiche hierzu die [[Entwicklung]] der relativen [[Wertform]] zur allgemeinen Wertform, bis zur Geldform, die sich im [[Warenfetischismus]] als gesellschaftich wirksam erweist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bei Hegel noch Ausdruck einer [[Reduktion]] auf das [[Wesen]]tliche sein soll, das &#039;&#039;in seiner Realität keinen Eintrag&#039;&#039; leidet, ist bei [[Marx]] das, was es [[nicht]] ist, was es nicht [[sein]] kann, was nur [[widersinnig]] [[erscheinen]] kann, weil es in [[Wahrheit]] [[abwesend]] und in seiner [[Wirklichkeit]] daher [[notwendig]] [[unwirklich]] [[wirksam]] ist. Es wirkt darin die bloße [[Negation]] aller [[Inhalte]], die reine, also abstrakte [[Substanz]], die umso drängender negativ wirkt, wie sich die Abstraktion entwickelt hat. Wo sie real ist, wo sie wirklich wirkt, da wirkt eine Abstraktion wie ein [[Trieb]], dem alle Inhalte verloren gegangen sind, wie ein Vakuum (siehe [[Nichtung]]), das alles aufsaugt, was da ist (siehe [[Dasein]]), weil es [[Sein]] muss, weil es zum Erhalt seiner Lebens[[substanz]] [[notwendig]] ist, auch wenn - und gerade weil - es nur noch abstrakt da ist und substanziell in einer Not ist, die nur durch inhaltliche Zufügungen gewendet werden kann. Obwohl es nur der Form nach existiert, gebietet deren Substanz einen Inhalt, der durch sie bestimmt ist (siehe [[Formbestimmung]]). Je allgemeiner diese wirksam wird, desto totaler und bestimmender wird sie (siehe [[abstrakt Allgemeines]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Abstraktionskraft</title>
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		<updated>2026-08-18T09:22:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Für den ausgehungerten Menschen existiert nicht die menschliche Form der Speise, sondern nur ihr abstraktes Dasein als Speise; ebenso gut könnte sie in rohster Form vorliegen, und es ist nicht zu sagen, wodurch sich diese Nahrungstätigkeit von der tierischen Nahrungstätigkeit unterscheidet. ... Die Vergegenständlichung des menschlichen Wesens, sowohl in theoretischer als praktischer Hinsicht, gehört dazu, sowohl um die Sinne des Menschen menschlich zu machen als um für den ganzen Reichtum des menschlichen und natürlichen Wesens entsprechenden menschlichen Sinn zu schaffen. [[(MEW 40 S. 542).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Widerspruch]] eines [[dialektischen]] [[Verhältnisses]] wird der [[Inhalt]] seiner [[Form]] aufgehoben. Doch wo der [[Inhalt]] darin nicht aufgehoben ist (siehe [[Aufhebung]]), da herrscht durch die bloße [[Anwesenheit]] eines Nichtsein [[Nichtung]] die [[Kraft]] seiner [[existenziellen]] [[Aufgehobenheit]], durch seine [[Abstraktionskraft]] also die [[Kraft]] einer wesentlichen [[Aufhebung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Verhältnissen der Selbstgefühlen entsteht ein Kampf um das dominierende, das [[prominente]] [[Selbstgefühl]], das diurch swine Abstraktionskraft in der Lage ist, eine Macht ihrer psychischen Beziehungen einzustimmen (siehe Kult) und das vor allem durch den Mehrwert ihrer persönlichen Repräsentanz über die Empfindungen herscht. Es entwickelt sich durch die Erzeugung von Minderwertigkeiten (siehe auch [[Minderwertigkeitsgefühl]]) seine [[Not]] nicht [[erkennen]] kann oder [[will]] (siehe auch [[Dummheit]]), tötet das [[Leben]] seiner Empfindungen, den wesentlichen Momenten ihrer [[Wahrnehmungsidentität]]. Abstraktionskraft ist die [[Kraft]] einer [[Not]], die sich gegen sich selbst wendet (siehe [[Notwendigkeit]]), weil sie in der [[Tautologie]] ihrer [[Widersinnigkeit]] (siehe [[Widerspruch]]) ihre [[Not]], ihre in der [[Not]] verbliebene [[Substanz]] aufgezehrt, sich selbst genichtet (siehe [[Nichtung]]), sich selbst abgetötet (siehe [[tote Wahrnehmung]]) und sich deshalb gegen ihre eigene [[Notwendigkeit]], sich gegen sich selbst verloren hat (siehe auch [[Selbstverlust]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die [[Lebensverhältnisse]] der Menschen nur noch durch ihre [[Anwesenheit]] bestimmt sind, wo sich ihre [[Selbstwahrnehmung]] nur noch auf einen [[abstrakt menschlichen Sinn]] oder eine [[abstrakt menschliche Arbeit]] [[reduzieren]] kann, verkehrt sich ihr Inhalt unmittelbar im Gemenge ihrer Form, worin sie über ihren Grund hinwegtäuscht. Weil sie darin sich überhaupt nur noch in einer leeren [[Zwischenmenschlichkeit]] oder Arbeit [[verwirklichen]] kann (siehe [[Begriffsssubstanz]]), wird sie auch nur auf eine [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Beziehungen]] [[reduziert]], die ihre [[Masse]] durch die [[Dichte]] ihrer Wirklichkeit bestärkt und [[quantifiziert]] (siehe [[Begriffsgröße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abstraktionskraft entsteht mit dem Ende einer [[lebendigen]] [[Dialektik]], mit ihrem [[Tod]], der nur noch der [[Form]] nach ihre [[Energie]] als [[Trieb]] einer [[Nichtung]] ihrer sinnlichen Gewissheit darstellt (siehe z.B. [[Tote Arbeit]], [[tote Wahrnehmung]]). Weil sie in ihrem [[Anderssein]] keine [[Entwicklung]], keine Veränderung, keine [[Not wendende]] [[Position]] finden konnte bestimmt sie die Verdopplung ihrer [[Form]] zu einer [[allgemeinen]] [[Formbestimmung]], [[negiert]], [[isoliert]] und [[totalisiert]] ihren [[Inhalt]] (siehe z.B. [[Todestrieb]]). In der [[Masse]] vereinigt sich die ausgeschlossene und also [[ausschließliche]] [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]] ihrer [[Begriffssubstanz]], die ihren [[pervertierten]] [[Sinn]] in der eigenständigen [[Energie]] ihrer [[Masse]] findet und als diese auch [[empfindet]] - bzw. ihre [[Wirkung]] auf sich sucht (siehe auch [[Sucht]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Masse]] ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]] des [[Materials]] ihrer [[Beziehungen]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum [[Inhalt]] hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bekommt jede [[Masse]] eine eigene [[Substanz]] durch die [[Form]] ihrer [[abstrakten]] [[Beziehungen]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht &#039;&#039;von Sinnen&#039;&#039; ist und sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstraktionskraft treibt nach [[fremdem]] [[Inhalt]], welcher die [[Nichtung]] einer abgebrochenen [[Beziehung]] füllen kann, weil er sein [[veräußertes]] [[Anderssein]] durch seine Besonderheit[[täuscht]], durch die [[Verkehrung]] ihres besonderen [[Inhalts]] einer ihr äußerlichen allgemeinen [[Form]] folgt (siehe z.B. [[Wertform]]), von daher nur in der [[Form]] folgerichtig [[vermittelt]] ist (siehe z.B. [[Fetisch]]). Sie entsteht im [[abstrakt]] [[Allgemeinen]], das in der [[Masse]] der [[Abstraktionen]] aus den [[Widersprüchen]] des [[Daseins]] ihrer [[Inhalte]] diese zu ihrer bloßen [[Form]] [[verkehrt]] hat und als [[Kraft]] ihrer [[Negation]] bewahrt. Darin wirken ihre [[veräußerten]] [[Inhalte]] als [[Substanz]] einer [[Kraft]] ihrer entleerten [[Form]], die sich in ihrer Form zu deren Bestimmung (siehe [[Formbestimmung]]) aufsummiert und [[verselbständigt]]. Diese [[Verselbständigung]] formuliert schließlich die von ihren [[Inhalten]] entleerte [[Substanz]] einer [[allgemeinen]] [[Beziehung]] als eine besondere freigestellte [[Form]] (siehe z.B. [[Wertform]]), die nurmehr deren [[abwesende]] [[Kraft]] als [[Trieb]] ihrer [[Veräußerung]] [[verkörpert]] und als [[Angst]] um das [[Abwesende]] der [[Wahrnehmung]] bestimmt (siehe [[Körperfetischismus]]), was die [[Angst]] des [[Entäußerten]] [[praktisch]] durch die [[Entfremdung]] von ihrem [[wahren]] [[Sein]] betreibt. So entsteht das [[notwendige]] [[Bedürfnis]] aus ihrem [[ganzen]] [[Sein]] das gebrochene [[Ganze]] in einer [[allgemeinen Form]] zu beschaffen, um dem [[Gefühl]] eines totalen [[Unheils]] zu entkommen (siehe hierzu auch [[heile Welt]]). Doch das [[entwirklicht]] die [[Wahrnehmung]] überhaupt, denn die betreibt das leere [[Sein]] durch ihre [[Kraft]] im äußeren [[Sein]], im [[Sein]] außer sich, als [[Kraft]] der [[Negation]] im reinen [[Anderssein]], als das [[Sein]] ihrer [[Nichtung]] aus einem ihr [[äußerlich]] bestimmten[[Dasein]], – das heißt: durch ihr [[Nichtsein]], also im [[Nichts]] ihrer [[Anwesenheit]] [[bestimmt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Nichtung]] bestimmt daher die reine [[Form]] ihrer [[Negation]] und bezieht eine erneuerte [[Anwesenheit]] durch die [[Reduktion]] ihrer [[Wahrheit]], indem sie sich darin in ihrer leeren Beziehung als [[allgemeine Form]] für sich bewahrt, ihre Regungen als bloße Erregung, als Gefühl für sich durch sich bewährt (siehe z.B. auch [[allgemeine Wertform]]). In [[abstrakten]] [[Beziehungen]] [[erscheint]] die [[Menge]] von ihrem [[Inhalt]] [[getrennt]] als eine [[negative]] [[Masse]] ihrer [[Subsztanz]], die ihre [[Qualität]] von ihrer [[Form]] abgespalten hat. Ihre [[inhaltche]] [[Macht]] wird hierbei in sich [[entzweit]] in das [[Anwesende]] und [[Abwesende]] seines [[Daseins]]. Dieses selbst wird zu einer [[verselbständigten]] [[Form]] einer [[Nichtung]] ihres [[Wesens]]. Das setzt sich daher als bloße [[Nichtung]] in einer [[Form]] seiner [[Negation]] durch, die [[inhaltlich]] [[abstrakt]], also unbestimmt ist und daher ihre [[Formbestimmung]] immer allmächtiger werden lässt (siehe hierzu auch [[Kapital]]), weil das, was [[abwesnd]] ist als eine negative Substanz im [[Ganzen]] ihrer im Allgemeinen abstrakt gewordenen [[Form]] wie eine leere [[Anwesenheit]] wirk. Man sagt dazu schlicht: &#039;&#039;The Winner takes it all!&#039;&#039; (siehe auch [[Geld]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das [[Einzelne]] nicht im [[Allgemeinen]] aufgeht weil es von ihm abgesehen wird (siehe [[Abstraktion]]), wo es also durch eine [[allgemeine]] [[Absicht]] [[getrennt]] und [[ausgeschlossen]] ist, wird das [[Allgemeine]] zum [[abstrakt Allgemeinen]] (siehe [[Norm]]). Es wird zu einer [[allgemeinen]] [[Bestimmung]] gegen das [[Einzelne]] und wird darin ganz einfach in einem [[abstrakt allgemeinen]] [[Dasein]] &#039;&#039;verschluckt&#039;&#039;, indem es ihrem bloßen [[Sein]] durch die [[Verallgemeinerung]] seiner [[Abstraktion]] die [[Kraft]] seiner [[wirklichen]] Lebenszusammenhänge nimmt. Wo sie wahr ist erschließt die Abstraktion in ihrer Allgemeinheit die [[Substanz]] ihrer [[Begrifflichkeit]] (siehe hierzu [[Begriffssubstanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt gilt dies auch für Verluste (siehe z.B. [[Selbstverlust]]): In jeder derart [[akkumulierten]] [[Abstraktion]] erzeugen die [[Schmerzen]] der [[abgeschiedenen]] [[Nichtungen]] eine [[Kraft]] der [[Negation]], die [[substanziell]] nur die [[Nichtung]] ihrer [[Substanz]] darstellen und [[antreiben]] kann (siehe z.B. [[Todestrieb]]). Von da her ist die Abstraktionskraft eine [[Kraft]], die von einem [[abwesenden]] [[Wesen]] betrieben wird (siehe auch [[Form]]). Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang seiner [[Teile]], der [[Eigenschaften]] seiner [[Verhältnisse]]. Weil das [[Einzelne]] im Jenseits seiner [[Beziehungen]] nur [[zufällig]] da zu sein scheint, weil es da und dort in [[Wahrheit]] noch [[beliebig]], also nach dem Belieben irgendwelcher [[Wesen]] [[da ist]], hat es sein [[subjektives]] [[Wesen]] noch außer sich. Und was [[abwesend]] ist, das zieht das an, was ihm im [[Verhalten]] zu einer ganzen [[Gegenwärtigkeit]] fehlt (siehe auch [[Fetisch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Abstraktion]] eines [[allen gemeinen]] [[Verhältnisses]] treibt es durch sein [[abstrakt allgemeines]] [[Wesen]] zur [[Totalität]] seiner [[Form]] (siehe [[Beziehung]]). Im [[Betrieb]] [[abstrakter]] [[Verhältnisse]] entsteht ein [[Trieb]] der [[Ohnmacht]], für die jede [[Macht]] übermächtig [[erscheint]], weil darin ein [[abstrakter]] Zusammenhang wie eine [[fremde Kraft]] wirkt (siehe [[Trieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft wird meist personifiziert begriffen als [[Fähigkeit]] einer [[Abstraktion]] des [[Denkens]] (siehe [[Gedankenabstraktion]]). Doch ein Gedanke kann nur Kraft enthalten, wenn er seine [[Wahrheit]] in ihrer [[Wirkung]] und [[Wirklichkeit]] erfährt, wenn er dort das [[materialisierte]] Streben einer [[Realabstraktion]], das Treiben eines [[abwesenden]] [[Wesens]] im bloßen [[Dasein]] der [[Masse]] [[erkennt]], den [[Trieb]] der [[Formbestimmung]] einer [[Masse]] als [[Verallgemeinerung]] einer [[prominenten]] [[Abstraktion]] beschreibt (siehe [[abstrakt Allgemeines]]). Diese ist durch ein [[abwesendes]] [[Wesen]] [[ermächtigt]] jeden [[Inhalt]] sich [[einzuverleiben]], der ihr [[substanziell]] zukommt (siehe [[abstrakt menschliche Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vakuum gilt alles gleich, soweit es als [[stoffliche]] [[Tatsache]] einfach nur [[da ist]] (siehe [[Dasein]]). So ihr Inhalt auch in seiner [[Nichtung]] zu einem [[Inhalt]] seiner [[gleichgültig]] gewordenen [[stofflichen]] [[Elemente]], die allein schon durch das [[Format]] ihres [[Daseins]] in der Lage sind, eine [[Negation]] zu [[verwirklichen]] und ihnen damit eine [[positive]] Zuwendung durch ihre bloße [[Form]] zu [[vermitteln]], ihre [[abwesenden]] [[Inhalte]] in einen [[allgemein]] [[gleich geltenden]] [[Sinn]] zu bewahren. So [[ermächtigt]] sich ihre bloße [[Substanz]] als [[abstrakt Allgemeines]] gegen ihre im [[Gemenge]] ihrer [[Einzelheiten]] verbliebene [[Anwesenheit]]. Durch diese [[mächtig]] gewordene [[Gleichgültigkeit]] [[verhält]] diese sich gegen ihre [[Inhalte]] als reine Daseinsform, als bloße [[Tatsache]] des [[Soseins]], worin sich das [[Verhältnis]] der [[Inhalte]] zu ihrer [[Form]] durch ihre [[Formbestimmung]] nur in seiner [[verkehrung]] [[entwickeln]] kann (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Abstraktionskraft]] ist die [[Wirkung]] einer [[entäußerten]] [[Beziehung]]. Sie entsteht im [[Trieb]] ihres Unfriedens in einer unbefriedigten [[Beziehung]], die sich [[sinnlich]] [[verselbständigt]] hat, die also gewalttätig wird, wo und weil sie [[unsinnig]] geworden, wo sie [[substanziell]] außer sich geraten ist und im [[Trieb]] ihrer [[wesentliche]] [[Lebensäußerung]] entstellt und in ihrer Entstellung entstellt sit, die sie [[verrückt]] macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil eine Abstraktion nur für sich, nur [[privat]] existieren kann, weil [[Nichts]] nicht durch sich [[Sein]] kann, sich also in [[Wahrheit]] nur im [[verhalten]] für sich in seiner [[Vereinzelung]] durch sich auf sich als das zurück kommt, was es nicht ist (siehe [[Selbstwert]]). Wo es also auf sich nur durch seine [[Nichtung]] auf sich zurückfallen kann, [[ermächtigt]] sich sein [[abwesendes]] [[Wesen]] zu einem [[Wesen]] im [[Allgemeinen]] (siehe [[Allgemeinwesen]] ), im Jenseits seiner [[Sinnlichen Gewissheit]]. In der [[Verallgemeinerung]] setzt sich die [[Masse]] durch. Es entsteht eine [[mächtige]] [[Allgemeinheit]] durch die im [[Form]] von dem, was seinen [[unmittelbaren]] [[Sinn]] verloren, in seiner [[verallgemeinerten]] [[Negation]] nur noch im [[Nichts]] hat und dadurch herrscht, dass er nicht [[wirklich]] [[wahr]] sein kann (siehe [[Nichts]]), dass es [[negiert]] worauf es gründet, dass sein Grund also durch die [[Negation]] in seiner [[abstrakt allgemeinen]] [[Substanz]] über seine [[Abstraktionskraft]] sich [[verkehrt]] und über seine [[Einzelheit]] allgemein wird. [[Gesellschaft]] wird so zum [[Wesen]] einer Fiktion (siehe [[Fetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[phänomenologischen]] [[Denken]] und den ihm verwandten [[Begriffsbildungen]] der [[bürgerlichen Wissenschaften]] (siehe z.B. [[Strukturalismus]], [[Positivismus]], [[Pragmatismus]], [[Idealismus]], [[Systemtheorie]]) ist es [[gänzlich]] [[fremd]], wie und warum eine Welt, die sich rein [[ontologisch]] [[verstanden]] durch das [[Leben]] der Menschen und ihrer [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Gesellschaft]]) in ein Herrschaftsverhältnis [[verkehren]] kann, wie und warum &#039;&#039;die weltliche Grundlage sich von sich selbst abhebt&#039;&#039; und mit sich selbst in einen [[Widerspruch]] geraten kann. Und natürlich erscheint sie sich durch das Unvermögen solcher Begrifflichkeiten unabänderlich, also durch ein den Menschen [[äußerlich]] verbliebenes, also [[fremdes]] [[Wesen]] auf [[ewig]] [[bestimmt]]. Erst mit einem [[materialistische]] [[Begriff]] der [[Entfremdung]] (siehe [[historischer Materialismus]]) lässt sich darlegen, wie und warum es [[Verselbständigungen]] [[allgemeiner]] [[Beziehungen]] und Verbindlichkeiten zu einer [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesenheit]] und [[Macht]] durch ihre bloße [[Anwesenheit]], durch ihrer [[Vergegenwärtigung]] gekehrt werden können. Dies ist die [[wesentliche]] [[Erkenntnis]] einer gigantischen [[Täuschung]], einer [[Verkehrung]] von [[Form]] und [[Inhalt]] abstrakter Verhältnisse, die diese Umkehr darstellen und substanziell erkennbar macht, also den blanken &#039;&#039;Rest&#039;&#039; (siehe [[Abstraktionskraft]]) [[widersprüchlicher]] [[Beziehungen]] aufdecken und durch die [[Macht]] eines konkreten gesellschaftlichen Wesens der [[Ohnmacht]] veränderbar machen können, wenn die [[abstrakte]] [[Substanz]] mit ihren [[wirklichen]] [[Inhalten]] [[begreifbar]] werden, das [[Verkehrte]] selbst als [[Sinn]] und [[Zweck]] der Umkehrung der herrschenden [[Wirklichkeit]] der [[abstrakt]] verbliebenen gesellschaftlichen Verhältnisse (siehe [[Realabstraktion]]), als Inhalte einer [[Revolution]] des [[gesellschaftlichen]] [[Wesens]] der menschlichen [[Geschichte]] [[erkannt]] sind (siehe z.B. hierzu auch [[Arbeiterbewegung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[abstrakten]] [[Verhältnis]] werden [[Inhalte]] durch ihre [[Widersprüche]] [[aufgehoben]], dem [[Inhalt]] nach also [[nichtig]]. Die [[Substanz]] einer verlorenen [[Beziehung]] verlangt nach aber nach einer [[unbedingten]] [[Inhaltlichkeit]] ihrer [[abwesenden]] [[Gewissheit]], Abstraktionskraft ist die [[Kraft]] einer [[verselbständigten]] [[Negation]] in einem [[widersprüchlichen]] [[Lebensverhältnis]]. Im [[Allgemeinen]] einer [[Abstraktion]] verbleiben die [[Einzelheiten]] in ihrer bloßen [[Masse]] als [[Kraft]] einer [[inhaltlich]] entleerten [[Substanz]]. Die [[Abstraktionskraft]] der Masse konzentriert sich in einer Gewalt ihrer [[abwesenden]] [[Inhalte]] und wid zu einer Gewalt ihrer [[Nichtigkeit]] bis hin zu ihrer [[totalen]] [[Nichtung]] durch ihre [[Vernichtung]]. Von da her werden mit zunehmender Masse ihre bestimmten Inhalte immer [[gleichgültiger]] und die [[Relationen]] ihrer [[qualitativen]] [[Inhalte]] unterrepräseniert, das Verlangen nach einer überrepräsentativen [[Ganzheit]] wird dadurch brutalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abstraktionskraft stellt sich also die [[Substanz]] einer [[widersprüchlichen]] [[Identität]] als eine von ihren [[Inhalten]] freigestellte [[Substanz]] (siehe z.B. auch [[Wertsubstanz]] des [[Geldes]]), als reine [[Substanz]] einer [[verselbständigten]] [[Begriffsgröße]] der [[abwesenden]] [[Inhalte]] ihrer [[Begriffssubstanz]] als reine [[Energie]] – z.B. als [[abstrakt menschlicher Sinn]] – dar (siehe [[Trieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Gegensätzlichkeit]] einer [[widersprüchlichen]] [[Entwicklung]] ergibt sich eine [[Beziehung]] allein über ihre [[substanzielle]] [[Identität]] in der [[Einheit]] ihrer [[Gegensätze]]. Darin [[verhält]] sich allerdings nur ihre [[Form]] zu ihren [[Inhalten]] als [[Formbestimmung]] ihrer [[Veränderung]], die ihr [[äußerlich]] verblieben ist, weil sie darin [[veräußert]] und zugleich [[entäußert]] – also doppelt außer sich – geraten sind und in dieser [[Form]] als selbständige [[Negation]] außer ihrem [[Inhalt]] geraten sind. Es hat sich hieraus eine [[Kraft]] aus den [[negierten]] [[Inhalten]] ergeben, von denen die [[Form]] selbst [[abstrahiert]] und als [[Formbestimmung]] ihrer [[Abstraktion]] zum [[Inhalt]] der [[Triebkraft]] eines [[abstrakt Allgemeinen]] [[Antrieb]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der konkrete Inhalt, die wirkliche Bestimmung, erscheint als formell; die ganz abstrakte Formbestimmung erscheint als der konkrete Inhalt.[[(MEW 1, Seite 216)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein [[Wesen]] keinen Inhalt hat, wenn es ohne [[Form]] nur [[abwesend]] ist, weil seine [[Inhalte]] nicht durch sich sind, sich also nur durch die [[Form]] ihrer [[Natur]], als [[Naturalform]] für sich [[verwirklichen]] können, sind sie in [[Wahrheit]] ohne [[Wirkung]], also [[entwirklicht]] (siehe z.B. [[Tauschwert]]). Wo eine [[Form]] sich als [[Form]] für sich hernehmen muss, sich selbst nur aus ihrem [[Dasein]] reflektieren kann, da bestärkt sie sich gegen ihren [[Inhalt]] (siehe z.B. [[Wert]]). Und weil sie dann für sich [[ohnmächtig]] ist und sich nur außer sich in einer [[negierten Identität]] begründen kann, entsteht mit ihrer [[Verallgemeinerung]] eine verdoppelte [[Wirkung]]: eine inhaltslose [[Form]] eines [[veräußerten]] und also [[nichtig]] gewordenen [[Inhalts]] (siehe [[Entäußerung]]). Diese wird durch deren [[negative Identität]] gegen deren [[Inhalt]]e [[mächtig]], zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Inhalte]], die ihr [[wesentlich]] fremd geworden, aber immer noch – wenn auch nur [[tatsächlich]] – da sind (siehe [[Dasein]]), und also nur eine [[abstrakte]] [[Wirkung]] haben, nach der sie treiben (siehe [[Trieb]]), weil sie die [[ausschließliche]] [[Wirkkraft]] ihrer [[Abstraktion]] inne hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein organischer Lebenszusammenhang zerteilt, in sich selbst [[getrennt]] wird (siehe [[Teilung der Arbeit]]), gewinnt das in der [[Abstraktion]] [[abwesende]] [[Sein]] [[Macht]] über das [[Dasein]]. Im Mangel entsteht ein Verlust an dessen konkreter und bestimmender [[Substanz]]. In der bloßen [[Tatsächlichkeit]] ihrer [[Existenz]] herrscht eine [[Ohnmacht]] im [[Dasein]] der abgetrennten und also nurmehr [[abstrakt]] [[gegenwärtigen]] [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was ihren Zusammenhang bestimmt (siehe [[Negation]]), eine [[Kraft]] der [[abwesenden]] [[Substanz]] aus der [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]], das sich in der [[Kraft]] seiner [[nichtig]] gewordenen [[Inhalte]], durch die in ihrem [[Nichts]], durch ihre [[nichtig]] gewordenen [[Inhalthaltlichkeit]] in ihrer [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] [[bestimmt]], zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird. Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]]. Ihre [[Kraft]] wird zur [[Abstraktionskraft]], zu einer [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist, die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] [[aufgehoben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abstraktionskraft]] wird von der [[substanzielle]] [[Not]] einer [[Getrenntheit]] angetrieben. Sie ist die [[Kraft]] einer [[Nichtung]], also das, was ohnedies in [[Wahrheit]] als leere [[Form]] einer [[abwesenden]] [[Substanz]], also für sich rein [[Nichts]] wäre. Doch dieses hat nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine [[abstrakte]] [[Bestimmtheit]] durch sich, durch die [[Tatsache]] seiner [[Existenz]]. In einer [[wirklichen]] [[Geschichte]] verhalten sich ihre [[Inhalte]] in den [[Formen]] ihrer [[Existenz]]. Und sie [[beziehen]] sich auf sich als über die [[Form]] ihrer [[Inhalte]] vermittelt (siehe [[historischer Materialismus]]). Dialektik reflektiert einen [[geschichtlichen]] Bruch, einen Abbruch [[inhaltlicher]] [[Beziehungen]] in deren [[Formationen]] als [[Verhältnisae]] einer in sich [[getrennten]] [[Ganzheit]], als [[Beziehungen]] in einem [[Ganzen]] der voneinander [[isolierten]] [[Teile]], die ihren Zusammenhang nur außer sich haben können. Aus der [[Wesensnot]] ihrer hierdurch ungewissen und also [[abstrakt]] gewordenen [[Beziehung]] heraus, in der [[Not]] ihres Mangels, in der [[Notwendigkeit]] einer [[abstrakt]] gewordenen, einer von ihrem Gewordensein und Werden [[getrennt]] [[begründeten]] [[Beziehung]] müssen sie ihren Zusammenhang aus ihrer Ungewissheit durch die [[Entfremdung]] von ihrer [[Existenzform]] finden und verbleiben als [[Macht]] und [[Energie]] einer durch die [[Substanz]] ihrer [[Veräußerlichug]] vermittelte [[Form]] als eine ihr [[äußerliche]] [[Formbestimmung]] – z. B. als [[astrakt menschliche Arbeit]] – [[wirksam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil also das Abstrakte von seiner [[Natur]] [[getrennt]] ist kann [[natürlich]] ein Nichts als solches nichts [[Wirkliches]] sein. Es ist das rein [[Abwesende]], das durch seine in Nichts [[aufgehobene]] und aufbewahrte [[Substanz]] ein unermessliches Verlangen nach Allem hat, was aus seiner [[Trennung]] von allen [[Beziehungen]] verbleibt. Im Vakuum seiner Bezogenheiten wirkt es rein [[negativ]] als [[Abstraktionskraft]], die als eine [[negative]] [[Kraft]] das [[abwesende]] [[Wesen]] ihrer [[geschichtlichen]] [[Beziehung]] enthält. Sie [[verkörpert]] in ihrer [[Unwirklichkeit]], was von ihr in völliger Beziehungslosigkeit, in der [[Gleichgültigkeit]] gegen ihren [[Inhalt]] als bloß [[allgemeine]] [[Tatsache]] verblieben ist (siehe auch [[abstrakt Allgemeines]]). Aber dies kann nur eine [[unwirkliche]] [[Wahrheit]] sein. Es ist als die [[Wahrheit]] unverwirklicher Verhältnisse, so [[logisch]] wie das &#039;&#039;Schwarzes Loch&#039;&#039; der Astrophysik. Es ist das total [[Abwesende]], das [[absolut]] [[Unwirkliche]] aller [[Wirklichkeit]], das durch seine [[Abwesenheit]] umso [[energischer]] [[wirksam]] ist, wo es nicht sein kann, weil darin alles [[Wesen]] verschwindet (siehe [[Abstraktionskraft]]), untergeht im Sog einer [[totalen]] [[Abstraktion]] des [[Sinnlichen]] schlechthin, wo es sinnlich sein muss was es nicht ist: Die reine [[Negation]], die zwischen allem ist, ein reines [[Dasein]] im [[Dazwischensein]] von allem, was zwischen dem Einen und dem Anderen unentwegt wechselt, was also im einen durch das Andere immer schon nichts sein kann, [[Negation]] der [[Negation]], also [[absolute]] [[Negation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft ist also eine [[Kraft]], die im Abbruch einer [[inhaltlichen]] [[Beziehung]] sich als [[formeller]] Ausdruck ihres Verlustes äußert, zum [[Grund]] ihrer Formverwandlung wird (siehe auch [[Formbestimmung]]). Eine Abstraktion entsteht im Unvermögen, im Mangel einer [[Beziehung]] oder [[Geschichte]], die [[unsinnig]] abgebrochen wurde, die ihren [[Sinn]] nicht [[verändert]], sondern schlicht als [[Form]] seines [[Daseins]] ausgeschlossen hat. Sie hat daher keinen [[wirklichen]] Anfang und auch kein [[wirkliches]] Ende. In [[Wahrheit]] ist sie in ihrer [[Form]] nur eine [[Ordnung]], ein [[Tautologie]], der im [[Unsinn]] seiner [[Verhältnisse]] unendlich verläuft, solange sich der [[Widerspruch]], der ihm zugrunde liegt nicht [[wirklich]] [[aufgehoben]] wird. Und wo die [[Abstraktion]] sich in seiner Unwirklichkeit [[verallgemeinert]], sich als [[abstrakt Allgemeines]] [[verwirklicht]], hebt sie die [[Wirklichkeit]] auf, die ihr vorausgesetzt ist. Doch diese ist damit nicht einfach verschwunden; sie wirkt durch ihr [[abwesendes]] [[Wesen]] in der [[materiellen]] [[Substanz]] so wie sie [[tatsächlich]], nämlich abstrakt [[anwesend]] ist (siehe z.B. [[abstrakt menschliche Arbeit]]). Sie entwickelt eine [[Abstraktionskraft]], die rein [[negative]] [[Wirkungen]] erzeugt, die also aus dem nicht [[wirklichen]] [[Stoff]] seiner [[abwesenden]] [[Substanz]] sich als [[Kraft]] einer [[ausgeschlossenen]] und also [[ausschließlichen]] [[Beziehung]] [[nichtend]] [[verhält]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[abstrakt Allgemeine]] ist eine [[verselbständigte]] [[Allgemeinheit]], die sich als Macht aus der [[Aneignung]], aus der [[Einverleibung]] ihrer [[Einzelheiten]] herausgehoben hat und sich aus deren [[Vernutzung]] nährt. Der allseitige Aufbrauch ihrer [[Nützlichkeiten]] ist ihre [[Ressource]]. Deren [[vereinzeltes]] [[Sein]] geht in ihm unter wie es im [[Dazwischensein]] ihrer [[Nutzung]] aufgeht. Weil die [[Abstraktion]], die Unverbundenheit ihrer [[Substanz]], die aus der [[Getrenntheit]] ihrer [[Einzelheiten]] hervorgegangen ist (siehe auch [[abstrakt menschliche Arbeit]], [[abstrakt menschlicher Sinn]]), weil ihre Teilung (siehe hierzu [[Teilung der Arbeit]]) alles [[nichtet]], was aus ihren untergegangenen [[Beziehungen]] sich als [[Abstraktionskraft]] ermächtigt hat, kann nur im [[Nichts]] zwischen allem was ist, in ihrem [[Dazwischensein]] [[wahr]] sein und dadurch über alles [[Einzelne]] herrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Identität]] herrscht, wo etwas auf das zurückkommt, was es [[wesentlich]] ist (siehe auch [[Revolution]]). Es setzt allerdings voraus, dass sich etwas von sich, also in seinem [[Wesen]] von sich [[getrennt]], seine [[Form]] von ihrem [[Inhalt]] abgespalten, durch das [[Wesen]] einer [[abstrakten Allgemeinheit]] [[entfremdet]] hat (siehe [[Schmerz]]) - und welche [[Abstraktionskraft]] es noch als [[Formbestimmung]] zusammenhält. Es ist deshalb davon abhängig, wo und wie diese Rückkunft geschehen kann, wo sie sich auch vollziehen kann und muss, wo sich ihre [[Wesensnot]] wendet und also [[notwendig]] ist (siehe hierzu auch [[Wahrheit]]). Der seinem [[Material]] entzogene, der [[abstrahierte]] [[Stoff]], der reine [[Stoff]], ist bloße [[Energie]], die sich als pure [[Notwendigkeit]] darstellt, sich zu [[materialisieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft ist eine [[negative]] [[Kraft]] (bzw. ein [[Trieb]]), die danach strebt, eine [[abwesende]] [[Substanz]] zu [[verkörperlichen]], deren [[Abstraktion]] für die [[Wahrnehmung]] zu [[verwirklichen]]. Darin äußert sich die [[Notwendigkeit]] eines [[elementaren]] Mangels, der in seiner [[Einzelheit]] total geworden ist und durch seine [[Verallgemeinerung]] in ihrer [[Masse]] die [[Identität]] einer hohen [[Verdichtung]] sucht (siehe [[Dichte]]). Diese [[bestimmt]] die [[gesamte]] Form der [[Wahrnehmung]] im [[gesamte]], ist ihre [[Formbestimmung]], die ihren [[Sinn]] [[verkehrt]] (siehe auch [[Perversion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinhin wird eine Abstraktionskraft auch einem [[denkenden]] [[Subjekt]] zugerechnet, womit seine Fähigkeit benannt wird, eine rein [[gedankliche]] Tiefe im Fortgang seines konkreten [[Denkens]] gegen dessen [[Negation]] zu [[erkennen]], das [[abstrakt Allgemeine]] darin zu [[erschließen]], worin und wodurch sich das [[Wesen]] eines Zusammenhangs [[verselbständigt]] hat. Als Resultat einer [[Analyse]] [[bewahrheitet]] sich eine solche [[Abstraktion]] durch die Rückvermittlung auf den Zusammenhang der vielfältigen konkreten Beziehungen, wodurch aufgeklärt ist, wovon sie in [[Wahrheit]] vom [[Wesentlichen]] [[absehen]], was sich also als ein [[abwesendes]] [[Wesen]], als [[Wesen]] einer [[Abwesenheit]], einer puren [[Negation]] erwiesen hat. Was die [[Kraft]] [[abwesender]] Zusammenhänge ausmacht, ist daher ihre [[Negation]], die ihre konkreten [[Beziehungen]] abgebrochen, [[abgetrennt]] und verlassen hat und daher auf ihre konkreten Zusammenhänge nicht zurückkommen kann. Eine Abstraktionskraft ist daher die [[Kraft]] ausgeschlossener Zusammenhänge, ihr [[abgetrennter]] [[Sinn]], die [[Kraft]] einer unerfüllten [[Beziehung]], die ihren wirklichen [[Gegenstand]] verloren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ein [[Sinn]] seinem [[Gegenstand]] nicht adäquat ist, nicht in der ihm entsprechenden [[Form]] existiert, weil er nicht verfügbar, deformiert oder ganz zerstört, einfach [[abwesend]] ist, wo seiner Existenzform also nicht der ihr nötige [[Inhalt]] zukommt, kann diese [[Form]] nur sein [[substanzielles]] Dasein als [[Gegenstand]] einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] darstellen, als bloßer [[Körper]], als [[Stoff]] seiner [[Natur]]. Die [[Beziehung]] zu ihm reduziert sich in dieser [[Dialektik]] auf ein substanzielles Verlangen, wird zu einem [[Trieb]], der nurmehr die nackte [[Form]] von dem haben kann, worauf er sich bezieht. Diese [[Form]] ist dem Inhalt nach das [[Dasein]] ihres Mangels, ihr [[Negativ]], die [[Kraft]] einer [[Energie]], die sich nur [[verwirklichen]] kann, wenn sie das gegen seinen Mangel bestimmte [[Dasein]] aus der [[Notwendigkeit]] seiner [[Wesensnot]] antreibt. Sie muss ihre inhaltliche [[Not]] wenden und wird daher als [[Formbestimmung]] mächtiger als diese - eben [[notwendig]]. Um ihren [[Begriff]] zu [[erschließen]] muss sie als bestimmte [[Negation]] und zugleich gleichgültig gegen ihre [[Beziehung]] ent-deckt sein (siehe auch [[Kritik]]). Und so ist ihre [[Analyse]] die [[Bedingung]] ihrer [[Erkenntnis]] (siehe auch [[Kritische Theorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher gibt es diese Abstraktionskraft nicht nur als eine [[Gedankenabstraktion]]. Gedanken können das [[Abstrakte]] auch aus einer [[abwesenden]] [[Wirklichkeit]] ergründen, weil es darin ebenso real wie diese selbst auch wirken kann (siehe [[Realabstraktion]]). Was im Bedenken [[Ideologie]] bliebe kann sich auch selbst verwirklichen, wenn es ohne seine [[Wirklichkeit]], also im Verhältnis auf Anderes wirklich beziehungslos ist, nur fiktiv bleiben kann, weil es für sich beliebig wird. Es kann durch Ideologiekritik eben selbst seine Wirklichkeit erkennen, wenn es durch Analyse aus dem [[Wahn]] ihrer [[Wahrnehmung]] heraustritt, und ihr tatsächlich abstraktes verhalten realisiert, sich ihrem [[abstrakten Sinn]] entgegenstellt und diesen durch sich seine eigene Wirkung [[emanzipiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dies entsteht in der bloß faktischen wirklichkeit die [[Kraft]] einer [[unwirklichen]] [[Macht]], einer [[fremden Kraft]], die sich ergibt, wo die [[Wirklichkeit]] sich selbst [[widerspricht]], [[widersinnig]] wird, wenn ihre [[Beziehungen]] nurmehr durch die [[natürliche]] [[Kraft]] einer [[aufgetrennten]] [[Sinnlichkeit]], z.B. von einem [[abstrakt menschliche Sinn]] beherrscht werden, die ihre [[Wahrnehmung]] durch ihre [[Erregung]] bedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn wo [[Regungen]] ihre [[Gegenwärtigkeit]] verlieren, wo sie [[inhaltlich]] [[isoliert]] von ihrem Zusammenhang [[genichtet]] werden, verbleiben sie in [[Erregungen]], die nach einer [[Gegenwart]] außer sich, nach einer Heilung ihrer [[Erregungen]] im [[Heil]] ihrer Gebrochenheit mit ihrem [[Ganzen]] ihrer [[Wahrnehmung]] verlangen. [[Erregungen]] werden aber umso heftiger, je wirkungsloser sie bleiben. In ihrer [[Unwirklichkeit]] vereinigen sie sich in einer [[Kraft]], die aus der [[Nichtung]] ihrer [[Wirklichkeit]] ihre [[Selbstwahrnehmung]] gegen ihren [[Sinn]] ermächtigt, die von sich [[absieht]], um für sich mit sich außer sich, sich also sich [[abstrakt]] zu sich identifizieren. Sie äußern sich in [[Absichten]], die zu [[Gefühlen]] nach Vereinigung ihrer ihnen [[fremd]] gewordenen [[Wahrheit]], zu einer äußeren [[Wahrnehmungsidentität]] ihrer [[Selbstentfremdung]] treiben (siehe [[Trieb]]). Denn in der [[Abstraktion]] verfangen gibt es keinen Weg zurück in konkrete Zusammenhänge ohne dass diese erst [[wirklich]] aufgegeben worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es ist ... unmöglich, von einer Abstraktion zu dem Gegenteil der Abstraktion zu kommen, wenn ich die Abstraktion nicht aufgebe. Der spekulative Philosoph gibt daher die Abstraktion der Frucht wieder auf, aber er gibt sie auf eine spekulative, mystische Weise auf, nämlich mit dem Schein, als ob er sie nicht aufgebe. [[(Marx, MEW 2, S. 60)]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abstraktionskraft ist von da her in der [[Wirklichkeit]] ihres [[Wahnsinns]] eine [[Kraft]], die sich in abstrakten Verhältnissen und Beziehungen &#039;&#039;wie von selbst&#039;&#039; durchsetzt, indem sie deren [[Entfremdung]] als Substanzialisierung ihrer [[Entäußerung]] als [[Wirkung]] ihrer [[Äußerlichkeit]] als Antrieb aus der [[verselbständigten]] [[Form]] eines [[abwesenden]] [[Inhalt]] eines nichtig gewordenen [[Wesens]], aus dem [[Unwesens]] ihres Treibens, das als [[fremde Kraft]] wirkt, die sich nurmehr durch ihren [[Trieb]] erkennen lässt (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]). Es ist die [[Kraft]] des Rückstands einer [[Nichtung]], eine [[Kraft]] der [[Negation]], die sich selbst verdoppelt hat, weil sie das [[Abwesende]] für sich selbst als bloßen [[Stoff]] ihrer [[Nichtung]] betreibt. Es ist die [[Kraft]] ihrer [[Selbstbezüglichkeit]] in der Nichtigkeit ihrer [[Verhältnisse]], also dort, wo sich [[Nichts]] allgemein, also als [[Form]] für sich [[verhält]], wo es [[allem gemein]] geworden ist, sich etwas [[Nichtiges]] seiner Inhaltslosigkeit als [[totale]] [[Nichtigkeit]], als [[Vernichtung]] von Inhaltlichkeit überhaupt [[verwirklicht]] und betreibt, also durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die analytischen [[Psychologien]], die ihre [[Erkenntnisse]] nicht aus [[willkürlich]], bzw. [[statistisch]] erfassten [[Beziehungen]] der [[psychischen]] Zusammenhänge [[entwickeln]] können, weil sie sich über ihr [[eigenes]] [[Wesen]] über die wesentlichen [[Wahrheit]] ihrer [[Wissenschaft]] aufzuklären beanspruchen, weil sie sich und ihre [[Verhältnisse]] aus einem [[Widersinn]] ihrer [[Existenz]] zu [[befreien]] haben, können sich nicht einfach [[positiv]] ihrem [[Gegenstand]] zuwenden. Sie müssen als Erstes das Auseinanderfallen von [[qualitativen]] und [[quantitativen]] [[Formen]] ihrer [[substanziellen]] [[Existenz]] [[begreifen]], wo und weil ihr [[wesentlicher]] [[Inhalt]] [[abwesend]] ist. Hierfür ist die Frage zu beantworten, woraus die [[Psyche]] ihre eigene [[Energie]] bezieht, woraus sie die [[Kraft]] schöpft, welche solche [[Trennung]] nötig hat. Es kann nur eine [[Kraft]] gegen ihre [[Vernichtung]] sein, eine [[Kraft]] aus dem [[Nichts]], das noch nichts geworden ist, eine [[Kraft]], die sich hiergegen verhält und zugleich nur [[abstrakt]] sein kann. So ist die Frage verblieben, welche [[Kraft]] sich aus einer Abspaltung ergeben kann, was ihre [[Veräußerung]] [[quantitativ]] ausmacht und was sich aus der Trennung [[inhaltlich]] ergibt (siehe hierzu z.B. [[Teilung der Arbeit]]). Einer [[Teilung]] geht eine [[Ganzheit]] voraus, die als &#039;&#039;Ganzes vieler Eigenschaften&#039;&#039; (Hegel) die [[Einheit]] ihrer [[Wirklichkeit]] bewahrt. Für Hegel war diese [[Trennung]] als [[Schmerz]] einer [[Beziehung]] zu [[begreifen]], der [[empfindet]], was zugehörig ist und zugleich nicht zugehören kann, weil ihr Zusammenhang unterbrochen ist, weil ihr [[Inhalt]] [[negiert]] ist und nach anderen [[Formen]] strebt, um ein erneuertes [[Wesen]] zu gründen. Er kann seine [[Substanz]] nurmehr [[abstrakt]] bewahren, um sich [[inhaltlich]] zu erneuern, neu zu sich zu finden und in einem erneuerten [[Ganzen]] zu sich zu kommen. Dies macht die inhaltslose [[Form]] seiner [[Kraft]] aus: Die Abstraktionskraft als [[Triebkraft]] [[abstrakter]] [[Verhältnisse]] .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstraktionskraft ist eine [[fremde Kraft]], eine [[Kraft]] der [[Negation]], die dem entspringt, was in der [[positiven]] [[Wirklichkeit]] nicht ist. Als [[Kraft]] der [[Entfremdung]] äußert sich darin die [[Energie]] von dem, was durch deren [[Positionen]] aufgehoben ist. Wo ein positiver Lebenszusammenhang unterbrochen, in sich selbst getrennt wird, entsteht ein Verlust an [[Wirklichkeit]], eine [[Nichtung]] dessen, was zusammengehört, eine [[Reduktion]] im Organismus des [[Ganzen]] (siehe auch [[Wert]]), das sich in der [[Kraft]] seiner nichtig gewordenen [[Inhalte]], durch einen nichtig [[bestimmten]] [[Inhalt]] in seiner [[Form]] gegen sein organisches [[Dasein]] bestimmt, zu einer [[Formbestimmung]] seiner [[Beziehungen]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Ganzes]] ist der Zusammenhang vieler [[Elemente]] eines [[eigenen]] [[Wesens]], die Gesamtheit der [[Eigenschaften]] seiner vielfältigen [[Beziehungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Der reiche Mensch ist zugleich der einer Totalität der menschlichen Lebensäußerung bedürftige Mensch. Der Mensch, in dem seine eigene Verwirklichung als innere Notwendigkeit, als innere Not existiert. [[(MEW 40, S.544).]]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ihrer [[Gesellschaft]] - im Großen und [[Ganzen]] ihres Lebenszusammenhangs - entfalten die vielen darin [[bezogenen]] einzelnen [[Teile]] eine [[Kraft]], die sie durch den mächtigen Zusammenhang ihrer organischen [[Inhalte]], durch die [[Natur]] ihrer [[vereinzelten]] [[Existenzform]] [[erfahren]], die ihnen über jede [[einzelne]] [[Erfahrung]] hinweg schon inne ist - nicht weil sie darin schon angelegt wäre, sondern weil sie erst im Zusammenwirken der voneinander [[getrennten]] einzelnen [[Inhalte]], so dass die [[Wirklichkeit]] ihrer in sich [[verdichteten]] [[Substanz]] sich selbst [[äußerlich]] [[vermittelt]] wird und durch ihre [[allgemeine Form]] als eine [[fremde Kraft]] entsteht (siehe hierzu auch [[Entfremdung]]), die sich in ihrer [[Allgemeinform]] selbständig [[verhält]] (siehe hierzu z.B. auch [[Warenfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entsteht im Entzug einzelner [[Beziehungen]] - mit der [[Abstraktion]] ihrer [[Inhalte]] auf ihre [[Substanz]] - in der [[Einfältigkeit]] ihrer schieren [[Masse]] - eine [[Kraft]] aus ihrer zunehmenden [[Nichtigkeit]], die jedes [[Einzelne]] dahin [[treibt]], ihre [[Form]] zu [[verallgemeinern]], die aus dem [[Nichts]] ihres entleerten Zusammenhangs sprießt, zu einer [[Bestimmung]] durch ihre leere[[Form]], zu einem [[Wesen]] der [[Abstraktion]] wird, die ihre verbliebenen [[Inhalte]] vereint und hierdurch zu einem dritten [[Wesen]] als [[Formbestimmung]] [[wirkt]] (siehe hierzu [[Dialektik]]). Durch die [[Isolation]] der [[Inhalte]], durch die [[Auftrennung]] ihres Zusammenhangs entsteht aus ihrer [[ausgeschlossenen]], aus ihrer [[negierten]] [[Beziehung]] die [[Macht]] einer [[negativen Identität]], die über den Verlust ihrer [[Lebendigen]] [[Tätigkeit]] gegen sie mächtig wird, weil sie hieraus eine [[abstrakt allgemeine]] [[Wirksamkeit]] bezieht (siehe hierzu [[Tote Arbeit]], [[Tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine derart [[negative Identität]] bildet allerdings nicht selbst Neues, wie es die [[Logik]] [[Adornos]] suggeriert. Sie [[bezieht]] lediglich aus dem leblos gewordenen [[Stoff]] ihrer [[Geschichte]], aus ihrer Verwesung, aus dem, was ihr schon vorausgesetzt war, eine[[wahr]] [[Geschichte]] [[aufgehobener]] und oft auch einfach überhobener [[Inhalte]] eine [[Veredelung]] [[nichtig]] gewordener [[Beziehungen]]. So war z.B. die Erfindung der Dampfmaschine und Eisenbahn ein gewaltiger Schritt für die Menschheit. Ihr ersatzloser Entzug wäre schlagartig durch das Zerbrechen aller [[Strukturen]] katastrophal. Deshalb ist der Kapitalismus aus der hieraus erfolgten [[Trennung der Arbeit]] entstanden (siehe hierzu [[Historischer Materialismus]]). Es leuchtet aber jeder [[Fortschritt]] aus der [[Vernichtung]] nur so lange ein, wie ihre [[Geschichte]] in neuen [[Inhalten]] aufgeht, worin die alten - wenngleich auch in einer [[negativen Identität]] - jenseits der [[Substanzen]] des bisherigen [[Lebens]] [[aufgehoben]] und bewahrt sind. Doch genau dies wird von den [[bürgerlichen Wissenschaften]], namentlich durch ihren [[Strukturalismus]] und der [[Phänomenologie]] ihres [[hermeneutischen Zirkels]] geleugnet (siehe hierzu [[Systemtheorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede [[Abstraktion]] entsteht immer schon im Abbruch von [[Beziehungen]], einer [[Trennung]], welche die [[Wirklichkeit]] ihrer [[Verhältnisse]] ausmacht, einer [[Wirklichkeit]] also, die ohne sie nicht [[wirklich]] [[wahr]] sein kann. Sie ist der darin [[entäußerte]], der &#039;&#039;unabgegoltene&#039;&#039; Rest ihrer [[Wahrheit]]. Wo [[sinnliche]] [[Beziehungen]] [[zwischen den Menschen]] durch die [[Ereignisse]] ihres [[Erlebens]] unterbrochen werden [[verallgemeinert]] sich dieser &#039;&#039;Rest&#039;&#039; in der bloßen [[Form]] einer [[Abstraktion]] zu einer eigenständigen [[Kraft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstraktionskraft entsteht aus als [[Kraft]] einer leeren [[Form]], aus einer [[Nichtung]], aus dem [[Nichts]] ihrer [[Wirklichkeit]], aus dem Nicht-Vorhandensein, der [[Abwesenheit]] eines [[Wesens]], das [[notwendig]] für das [[Leben]] ist, das aber nicht [[wirklich]] leben kann. Nicht nur in der Psychologie, auch in der Evolutionstheorie (siehe [[Evolution]]) steht die Antwort auf die Frage aus, wie sich eine [[natürlich]] scheinende [[Kraft]] in einem [[selbständigten]] [[Trieb]] so äußern kann, dass er überhaupt in der Lage ist, sich von seinen inhaltlichen [[Gründen]] und [[Beziehungen]] abzustoßen und sich weit darüber hinaus durchsetzen und sich sogar gegen sie stellen und entwickeln kann (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]). Es muss eine [[Kraft]] sein, die sich ihre [[Formbestimmung]] zu [[eigen]] macht und diese schließlich aus einem [[nichtigen]], einem vernichteten [[Wesen]] heraus [[bestimmt]] und durch seine eigene inhaltliche Leere, also durch [[Nichts]], nur durch die [[Tatsache]] seiner Existenz seiner bloßen Form, eben als [[abstrakt menschlichen Sinn]] verdoppelt, der keinen [[Inhalt]] mehr [[erkennen]] kann und sich von da her seiner eigenen [[Gründe]] entheben, sich seinem [[wirklichen]] [[Sein]] entziehen und sich hiergegen [[verselbständigen]] muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist dies nur, wenn man die Herkunft dieser [[Kraft]] aus etwas erklären kann, das darin nicht [[anwesend]], nicht unmittelbar wirksam ist und dennoch einer [[absoluten]] [[Notwendigkeit]] folgen muss, das also eine [[Kraft]] erzeugt, die in der reinen [[Form]] wirksam ist, weil sie ihrer [[Nichtung]] entspringt, ein mächtiges [[Nichts]] betreibt, das seine reine, seine [[isolierte]], durch sich und in sich aufgehobene [[Natur]] als bloße [[Lebenstatsache]] vollstrecken muss, um ihre inhaltliche Lebensnot auszuschalten (siehe auch [[Wesensnot]]), um zu vernichten, was nicht sein kann und doch sein muss, um am Leben zu bleiben. Es ist dies ein [[Trieb]], der sich selbst verkehrt hat, der seinen Antrieb [[perveriert]], weil er ihm nicht folgen kann. Das kann nur die [[Kraft]] der [[Substanz]] einer Lebensvernichtung im überleben der reinen [[Abstraktion]] des [[Lebens]] selbst, in seiner Konfrontation mit ihrem [[Tod]] sein (siehe hierzu [[Todestrieb]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wirklichkeit der [[Vernutzung]], im [[objektiven]] [[Verhältnis]] des [[Nutzens]], im Verbrauch seiner [[Gegenstände]] entsteht eine [[selbständige]] Kulturform des Gebrauchs, die eine stetige Erneuerung nötig hat. Aber mit der politichen Verfügung über den reinen Gebrauch einer [[Sache]] (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]), über ihren [[Konsum]] bis zu ihrem Verbrauch (siehe auch [[Konsumkultur]]), verwirklicht sich mit ihrem Verwesen ohne Nachkommen, durch die [[Abwesenheit]] ihrer [[Geschichte]] eine stillschweigende [[Kraft]] ihrer bloßen [[Nichtung]], eine [[Abstraktionskraft]] gegen ihre [[Wirklichkeit]]. Diese Abstraktionskraft [[entwirklicht]] nicht nur ihre G[[Gegenwärtigkeit]], sondern [[abstrahiert]] auch von ihrer [[Substanz]] (siehe z.B. [[abstrakt menschliche Arbeit]] als die [[Wertsubstanz]] der [[politischen Ökonomie]]). Deren Abstraktionskraft entsteht in und durch die [[Abwesenheit]] ihrer [[körperlich]] konkreten [[Inhalte]], durch die [[Energie]] der ungesättigten [[Masse]] inhaltsloseer [[Beziehungen]]. Sie besteht lediglich aus der Anhäufung von einzelnen formlos gewordenen [[Existenzen]], also aus der [[Menge]] - bzw. im Gemenge - gleich geltender [[Inhalte]] (siehe [[Gleichgültigkeit]]), als Formation einer [[Energie]], die durch die Häufigkeit ihrer beliebigen Erscheinungsweisen sich [[verselbständigt]] und zu einer [[Abstraktionskraft]] wird. Sie ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Sie bezieht ihre [[Kraft]] aus der [[Not]] eines [[abwesenden]] [[Wesens]] (siehe [[Schmerz]]), aus der [[Wesensnot]] einer [[verallgemeinerten]] [[Negation]] der [[Substanz]] eines [[Verhältnisses]], das ihrer [[abstrakten Allgemeinheit]] entspringt. Sie speist sich aus den aufgehobenen [[Beziehungen]] der vereinzelten (siehe [[)Elemente, derenReduktionsich durch dieverallgemeinerungihrerwirklichenSubstanzin derAusschließlichkeitihrer Verneinung, ihrerwirklichenNegationbestärkt, sich alsKraftihrer imAllgemeinenleeren Verbundenheit als Antrieb (siehe hierzuTrieb) aus der zerteiltenMasseihreabstrakten Allgemeinheitpotenziert, die durch dieReduktionder Wahrnehmungsinhalte auf ihre bloßeTatsächlichkeit, auf die Fakten dergewöhnlichenWahrnehmungentsteht. Deren darin verdoppelte Negation entwickelt einenausgeschlossenerSinnseinerVerhältnisse. Dieser wird auf dieabwesendeSubstanzseinerwirklichenBeziehungenreduziertund hierdurch zurPositioneinerabstrakten Allgemeineitder bloßen Erscheinungsformen (siehe hierzuPositivismus) von schlichtenGegebenheitenund wird durch dieDialektikseinerVerallgemeinerungalsAbstraktionskraftzumTriebungegenständlicherVerhältnisse(siehe hierzuEntfremdung).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Abstraktionskraft]] der [[Wertform]] ist doppelbödig, weil sie ihre [[Form]] durch ihren [[Inhalt]] und zugleich gegen ihn bestimmt und sich hierdurch zu einer immer mächtigeren [[Form]] [[verallgemeinert]]. Die [[Wirklichkeit]] einer [[Abstraktion]] wird daher von der mangelnden [[Substanz]], von ihrer [[abwesenden]] [[Inhalte]] betrieben, die sich im Vakuum betsiommungsloser [[Inhalte]], die sich als substnzielle Kraft ihrer existenzillen [[Tatsache]] gegen deren Nichtung zu einer bloßen [[Kraft]] ihrer , [[Abstraktion]], zu einer [[Abstraktionskraft]] [[verselbständigen]] . Die muss ihre [[negative]] Wirkung äußern und bestärken, um ihren Mangel durch bloße Anreicherung ihrer [[Masse]] auszugleichen. Beziehungslose Substanz kann allerdings nur eiee abstrakte Subbstanz sein, die ihre getrennten Inhalte als Bedingung ihrer Beziehungen allem zu Grunde lagt, was darin sich zu verwirklichen sucht. Als ein [[absrakt allgemeines]] [[Wesen]], als Wesen ihrer Abstraktion gewinnen solche [[Verhältnissedurch die Aufsammlungg zersplitterterBeziehungendie Macht einer massenhaften derAbstraktionals Verfügung über die Zusmmenhänge ihrervereinzeltenInhalteerfährt(siehe hierzuDialektik). JeallgemeinerdieseFormgegen ihre Inhalte zu einerverallgemeinertenForm wird, jeallgemeinerdieseVermittlungihrerInhaltenegiert wird, desto größer wird ihre Macht über dieEinzelheitenund desto stärker bildet sie mit Zunahme ihrerexistenzielleIsolationeine entleerteallgemeinheraus. Indem sie immer gleich geltender, alsogleichgültiggegen ihre vereinzeltenGewissheitenimmer ungewisser werden, aus denen sie ihren Zusammenhang haben, je ausgedehnter sie von ihren Inhalten absieht und von daher den Zusammenhang ihrerVerhältnissewesentlichabstraktbestimmt werden, als leereTatsacheihrer abstrakten Substanz verbleiben. Rein quantitativ wird sie daher zu einer übermächtigen Kraft ihrer Verhältnisse, zu derenabstrakter Allgemeinheit, derenWesenimEinzelnenimmerabwesenderist, sodass dasabstrakt Allgemeinezu einem allseits mächtigenWesenihrerqbstraktenSubstanzzu ihremTriebwird (siehe z.B.abstrakt menschliche Arbeit).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] entwickelt sich ein darin ausgeschlossene [[Selbstgefühl]] zum Antrieb einer durch ihre [[Verallgemeinerung]] [[verselbständigten]] Kraft einer [[entäußerten]] [[Wahrnehmungsidentität]], zur Kraft einer [[Selbstbehauptung]], der Behauptung eines [[ästhetishen Willens]], der durch den Ausschluss der bedrängenden Einwirklungen auf die [[Selbstwahrnehmung]] diese nichtig setzt (siehe hierzu auch [[Hass]]) und in seiner [[Verallgemeinerung]] zu einem [[Nichtungstrieb]] werden kann. Mit Trieb wird das Treiben einer nur [[begrifflich]] [[erkennbarenen]] [[Substanz]] bezeichnet, der [[Begriffssubstanz]] eines nur mittelbar wirkenden [[Wesens]], das als [[Grund]] für die [[Beziehung]] [[mystisch]] gebliebener [[Phänomene]] durch deren [[Analyse]] [[erkannt]] - oder auch nur bekannt - wurde und das aus deren [[Substanz]] ihre [[Geschichte]] [[erklären]] und von daher auch prognostizieren können sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher beschreibt Trieb ein [[logisch]] [[abstrakte]], und also unendlich bestimmtes [[Wesen]] eines [[abwesenden]] [[Substenz]] (siehe hierzu [[Dialektik]]), das nicht durch das ihm Äußerliche, was es an oder durch sich selbst oder anderes, sondern an und für sich nur durch seine eigenen [[Verwirklichungen]], dem Substanzverlust durch die [[Reduktion]] seiner Vielfalt auf eine [[abstrakten Allgemeinheit]] auf die Einfalt seiner tatsächlichen Form, durch die Endlichkeit ihrer [[Tatsachen]], durch ihre [[Entwirklichung]] ein Ende finden kann. Die Erkenntnis der [[Begriffssubstanz]] des [[Kapitalismus]] (siehe [[Wert]]) hatte z.B. Karl Marx dahin gebracht, dass er die [[objektiven]] [[Notwendigkeiten]] und [[Krisen]] des [[Kapitalismus]] beschreiben konnte (siehe hierzu z.B. auch [[tendenzieller Fall der Profitrate]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine [[Gedankenabstraktion]] stellt die Abstraktionskraft ein [[subjektives]] Unvermögen des abstrakten Denkens dar, das seine [[Wahrheit]] in dem Maß [[nichtet]], in welchem es seine Abstraktionshöhe (siehe [[Abstraktion]]) noch bewältigen kann, ohne sie in der [[Allgemenheit]] des [[Gedankens]] zu verlieren (siehe hierzu auch [[Ideologiekritik]]). Bei [[Realabstraktionen]] ist dies umgekehrt. Im realen Abstraktionsprozess versammelt sich zunehmend eine Einfältigkeit seiner Form, eine [[Reduktion]] der Vielfalt von [[Regungen]], die als ihren natürlichen Rest nurmehr aus deren [[Nichtung]], aus der [[Not]] entleerter [[Inhalte]], nurmehr [[abstrakten]] [[Notwendigkeiten]] nachgehen kann, die sich in einer anwachsenden [[Erregung]] [[verkörpern]]. Mit ihrer wachsenden &#039;&#039;Aufladung&#039;&#039; [[wird diese formbestimmend]] und auf diese Weise zu einem [[verselbständigten]] Antrieb (siehe [[Trieb]]), der seine [[Kraft]] aus der Verkehrung der [[Inhalte]] in ihre [[Formbestimmung]] verwandelt und in einer durch ihre [[GetriebenheitverselbständigtenWirklichkeitfortbestimmt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie macht hierbei ihre [[Natur]] zum [[Material]] (siehe auch [[Substanz]]) ihrer Abstraktionskraft. Denn was nottut, verlangt nach einer Änderung, einem[[Anderssein]] der [[Verhältnisse]]. Es muss in diesen begriffen sein, um veränderbar zu werden. Aber der [[Begriff]] sowohl [[gegenständllicher]] als auch [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] kann in [[Wirklichkeit]] nur wahr sein, wenn sich [[Begriff]] und [[Sache]] im [[Verhältnis]] ihrer [[Wirkungen]], in ihrer [[Wirklichkeit]] [[identifizieren]] lassen. Bleibt diese nur [[abstrakt]] durch eine [[fremde Kraf]]t vermittelt, so wird sie von einer [[Abstraktionskraft]] betrieben (siehe auvch [[Trieb]]), die einem ihrem [[Wesen]] [[fremden]], einem [[abwesenden]] [[Grund]] entspringt und daher als leere [[Formbestimmung]] eine übermächtige[[Wirkung]] hat (siehe hierzu auch [[Entfremdung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sich nicht verwirklichen lässt, aber [[notwendig]] zum [[Leben]] ist, [[was]] also von einer [[abwesenden]] [[Not]] getrieben ist, wirkt in der [[anwesenden]] [[Wirklichkeit]] [[abstrakter]] [[Beziehungen]] (siehe auch [[Realabstraktion]]) als [[Trieb]], als Abstraktionskraft getriebener Verhältnisse, in denen sich nurmehr die Tatsachen von [[Notwendigkeiten]] verhalten und behaupten können und müssen und von daher gleichgültig gegen ihren Wesensgrund werden. Abstraktionskraft ist daher die [[Kraft]] eines [[abwesenden]] [[Wesens]], das die Verdopplung einer abstrakten [[Wirklichkeit betreibt]], das zur [[Verwirklichung]] einer [[Abstraktion]] vermittelst ihrer [[Realabstraktion,]]zum Verhalten einer [[abstrakten]] [[Wirklichkeit]] treibt. Um deren [[Form]] absolut zu bestimmen (siehe [[Formbestimmung]]), totalisiert sie durch ihre [[abwesende]] [[Substanz]] die [[Nichtung]] ihres [[Wesens]], durch die Verewigung ihrer [[Entwirklichung]] (siehe auch [[schlechte Unendlichkeit]]). Sie ist die aus einer entwirklichten [[Natur]] menschlicher [[Sinnlichkeit]]herausgesetzte [[Substanz]], die als [[Form]] für sich &#039;&#039;frei&#039;&#039; wird, weil sie die [[Trennung]] ihrer inhaltlichen Zusammenhänge, den [[Schmerz]] ihrer zertrennten [[Natur]] als das ihnen identische gemeinsame Dritte (siehe hierzu [[Dialektik]]) in den [[Verhältnissen]] ihrer abstrakt gewordenen [[Beziehung]] als [[abstrakt menschlicher Sinn]]leidet. In dieser [[Kraft]] erhält sich diese in sich gebrochene [[Beziehung]] als [[Widerspruch]] zwischen deren [[Inhalt]] zu ihrer [[Form]] und wird zur [[Formbestimmung]] ihrer [[Wirklichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Formbestimmung]] ist die [[Bestimmung]] einer [[Form]], die selbst aus ihr durch die Verdopplung ihrer [[Substanz]] hervorgegangen ist. Wo die [[Form]] sich als Ursprung wie Resultat ihrer [[Inhaltlichen]] [[Beziehung]] verhält, die sich selbst abgebrochen hat und nurmehr in der [[Form]] [[aufgehoben]] ist, weil sie in ihrer [[Inhaltlichen]] [[Entwicklung]] keine ihr angemessene [[Form]] finden kann, da [[verallgemeinert]] sich ihre [[Form]] durch ihre bloße Funktion, durch die [[Tatsache]] ihrer [[Beziehungen]], die sich durch ihren [[Widerspruch]] [[substanziell]] selbst [[abstrakt]] geworden sind. Weil sich diese [[Tatsache]] [[Inhaltlich]] [[widerspricht]], mal dieses, mal jenes sein kann, weil sie im Grunde beliebig ist und keinn Sinn vermitteln kann, müssen sich auch ihre [[Inhalte]] im [[Allgemeinen]] duch einander [[nichten]]. Die [[Formbestimmung]] betreibt ihren [[aufgehobenen]] [[Inhalt]] als Residuum, bloße Kraft der [[Allgemeinheit]] der [[Abstraktion]] von ihren i[[Inhaltlichen]] [[Beziehungen]], als Abstraktionskraft, die ihre Energie aus deren [[Abwesenheit]] bezieht, weil sie nicht einfach nur [[Nichts]] sein können und deshalb in ihrer Nichtigkeit (siehe [[Negation]]) in die [[abstrakte Allgemeinheit]] ihrer [[Substanz]] verfallen (siehe z.B.[[abstrakt menschlicher Sinn,]] [[abstrakt menschliche Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die bloße [[Form]] im [[Allgemeinen]] sich als [[abstrakt Allgemeines]] derselben [[Qualität]] sich nur [[quantitativ]] verdoppelt und sich durch die Wiederkehr ihrer Abstraktion [[reduziert]], kann sie sich in ihren allgemeinen [[Verhältnissen]] mit der Abfolge der gegen ihre [[Inhalte]] stetig verdoppelten [[Masse]] auch nur als eine substanzlose [[Tatsache]] von dem [[beziehen]], was sich hiervon in seiner [[Form]] [[gleichgültig]] gegen seinen [[Inhalt]] als [[Bestimmung]] einer [[ausschließlich]] [[abstrakten]] [[Substanz]] verhält (siehe [[Dialektik]]). Mit der [[Formbestimmung]] von Entzweiungen [[verallgemeinert]] sich deren [[Quantum]] in der [[Verselbständigung]] ihrer [[qualitativen]] [[Beziehungen]] zu einer [[Macht]] ihrer [[Abstraktion]], zur [[Abstraktionskraft]] eines im [[Allgemeinen]] für alles [[fremden]] [[Wesens]] (siehe [[Entfremdung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abstraktionskraft entsteht aus der [[Energie]] einer [[Beziehung]], deren [[Natur]] nurmehr in ihrer abstrakten [[Substanz]] als bloße [[Tatsache]] eines [[negierten]] Seins, als [[Trieb]] im Betrieb eines [[Verhältnisses]] [[anwesend]] ist. Weil sie aus einer um ihren [[Inhalt]] verlustig gegangenen [[Natur]] entspringt, treibt sie mit der Kraft ihrer negierten Inhalte zur [[Reduktion]] ihrer [[qualitativen]] Bestimmtheit, zur Anpassung ihrer Existenzform durch deren [[Quantifizierung]] mit der [[Energie]], die sie ihren abgezogenen Inhalten entnimmt und durch irgendeine Art der [[Befriedigung]] ihrer Naturnotwendigkeiten umsetzt. Als [[Naturmacht]] ihrer [[Negation]] kann sie nur noch [[gleichgültig]] gegen ihre Inhalte sein und sich diesen aus ihrer [[körperlichen]] [[Notwendigkeit]] entziehen. Aus [[Regungen]] entstehen [[Erregungen]], aus Hunger Gewalt, aus [[Liebe]] Sex, aus [[Arbeit]] [[Wert]], aus gesellschaftlichen Lebensverhältnissen individuelle Lebensnot. Wo die Formen des Lebens nicht mehr durch ihren Inhalt bestimmt sein können, wenn dieser [[widersinnig]] geworden ist und keine wirkliche Form finden kann wirkt dessen Energie als substanzielle Kraft einer Formbestimmung fort. Er wird dann darin nur noch durch eine abstrakte Naturform vermittelt, aus der Substanz einer Form, deren Inhalte entzogen sind (z.B. einer [[abstrakt menschliche Arbeit]], einem [[abstrakt menschlichen Sinn]], einer abstrakt menschlichen Gesellschaft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[substanzielle]] Argumentation einer [[Theorie]] besteht aus der [[Elementarform]] ihrer [[Begriffsbildung]]. Elementarform ist daher die [[Form]] der [[Elemente]] eines [[ganzen]] Zusammenhangs, die [[allgemeine]], also für alle gemeinhin [[notwendige]] [[Form]], worin deren [[Inhalte]] durch ihre [[Substanz]] vermittelt sind (siehe [[Begriffssubstanz]]). Wo sie [[verselbständigt]], also von ihren Inhalten [[abstrahiert]] wird, wird die [[Form]] auf ihre bloße [[Substanz]] [[reduziert]] und [[erscheint]] also [[abwesend]]. Weil und sofern ihre [[Inhalte]] also nicht [[wirklich]] [[da sein]] können, entsteht ein [[notwendiger]] Bedarf an [[Inhalten]] von gleicher [[Substanz]], der zur [[Formbestimmung]] dessen wird, was darin sein soll, was [[notwendiges]] Sein unter der [[Bedingung]] dieser [[Form]] erwirken muss, zu einer Abstraktionskraft wird, auch wenn sich darin der Inhalt durch die [[Verhältnisse]] seiner [[Form]] [[verkehrt]], zu einer [[Allgemeinheit]] seiner [[Formbestimmtheit]] wird (vergleiche hierzu die [[Entwicklung]] der relativen [[Wertform]] zur allgemeinen Wertform, bis zur Geldform, die sich im [[Warenfetischismus]] als gesellschaftich wirksam erweist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bei Hegel noch Ausdruck einer [[Reduktion]] auf das [[Wesen]]tliche sein soll, das &#039;&#039;in seiner Realität keinen Eintrag&#039;&#039; leidet, ist bei [[Marx]] das, was es [[nicht]] ist, was es nicht [[sein]] kann, was nur [[widersinnig]] [[erscheinen]] kann, weil es in [[Wahrheit]] [[abwesend]] und in seiner [[Wirklichkeit]] daher [[notwendig]] [[unwirklich]] [[wirksam]] ist. Es wirkt darin die bloße [[Negation]] aller [[Inhalte]], die reine, also abstrakte [[Substanz]], die umso drängender negativ wirkt, wie sich die Abstraktion entwickelt hat. Wo sie real ist, wo sie wirklich wirkt, da wirkt eine Abstraktion wie ein [[Trieb]], dem alle Inhalte verloren gegangen sind, wie ein Vakuum (siehe [[Nichtung]]), das alles aufsaugt, was da ist (siehe [[Dasein]]), weil es [[Sein]] muss, weil es zum Erhalt seiner Lebens[[substanz]] [[notwendig]] ist, auch wenn - und gerade weil - es nur noch abstrakt da ist und substanziell in einer Not ist, die nur durch inhaltliche Zufügungen gewendet werden kann. Obwohl es nur der Form nach existiert, gebietet deren Substanz einen Inhalt, der durch sie bestimmt ist (siehe [[Formbestimmung]]). Je allgemeiner diese wirksam wird, desto totaler und bestimmender wird sie (siehe [[abstrakt Allgemeines]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Empfindung</title>
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		<updated>2026-08-15T11:35:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wenn die Empfindungen, Leidenschaften etc. des Menschen nicht nur anthropologische Bestimmungen im [engeren] Sinn, sondern wahrhaft ontologische Wesens-(Natur-)bejahungen sind - und wenn sie nur dadurch wirklich sich bejahen, daß ihr Gegenstand sinnlich für sie ist, so versteht sich, 1. daß die Weise ihrer Bejahung durchaus nicht eine und dieselbe ist, sondern vielmehr die unterschiedne Weise der Bejahung die Eigentümlichkeit ihres Daseins, ihres Lebens bildet; die Weise, wie der Gegenstand für sie, ist die eigentümliche Weise ihres Genusses; 2. da, wo die sinnliche Bejahung unmittelbares Aufheben des Gegenstandes in seiner selbständigen Form ist (Essen, Trinken, Bearbeiten des Gegenstandes etc.), ist dies die Bejahung des Gegenstandes; 3. insofern der Mensch menschlich, also auch seine Empfindung etc. menschlich ist, ist die Bejahung des Gegenstandes durch einen andren, ebenfalls sein eigner Genuß; 4. erst durch die entwickelte Industrie, i.e. durch die Vermittlung des Privateigentums, wird des ontologische Wesen der menschlichen Leidenschaft sowohl in seiner Totalität als in seiner Menschlichkeit; die Wissenschaft vom Menschen ist also selbst ein Produkt der praktischen Selbstbetätigung des Menschen; 5. der Sinn des Privateigentums - losgelÖst von seiner Entfremdung - ist das Dasein der wesentlichen Gegenstände für den Menschen, sowohl als Gegenstand des Genusses wie der Tätigkeit.- [[(MEW 40, S. 562f)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen treten [[einzeln]] und [[zufällig]] auf. In den [[Gewohnheiten]] der einzelnen Menschen ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] werden sie zu [[Gefühlen]] [[verallgemeinert]], worin sie ihre haptische Vergegegwärtigung erleben, worin sie die Bildungen aus deren Gebilde erfahren und worin sich diese als Verbildlichung ihrer Selbstwahrnehungen [[entwickeln]], um in ihrer [[zwischenmenschlichen]] [[Kultur]] von [[Stimmungen]] im  [[Allgemeinen]] getragen und  [[verallgemeinert]] zu werden. Von da her werden im einzelnen [[Subjekt]] der [[Selbstwahrnehmung]] aus Empfindungen [[Gefühle]], die sich ihrer [[Form]] nach gleichsetzen, auch wenn sie ununterschieden [[erscheinen]], weil sie einer [[Beziehung]] auf dem gleichen [[Gegenstand]] entspringen. Wer sich am Feuer die Finger verbrennt, dem ist es für sein Schmerzgefühl gleich, ob er die Hitze eines Ofens ist oder einer Auspuffanlage erfahren musste – ein [[Leiden]] lässt sich über die Entstehungsgeschichte hinaus, die er [[wahrhat]] hinaus immer identifizieren, wenn man der [[Geschichte]] seiner Entstehung [[abstrahiert]]. Aber gerade daadurch ist die Schmerzempfindung substanziell und dem Ihalt nach wie jede Empfindung eine einzigartige [[Beziehung]] auf das Ereignis seiner Ursächlichkeit und also nur in siner Form vergleichbar (siehe auch Ereignisproduktion). Seine [[Wahrnehmung]] ist immer schon durch das Verhältnis zu ihrem [[Gegenstand]] bedingt und im Unterschied zum [[Gefühl]] darin endlich, dass sie nur finden kann, was für sich und durch sich einfach schon da ist. Sie offenbart somit die [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] ihrer [[Beziehung]] auf diesen, das [[Wesen]] ihrer [[Wahrnehmungsidentität]]. Darin hat sie ihn ganz für sich so [[wahr]], wie sie ihm [[gegenwärtig]] gewahr ist (siehe auch [[Aufmerksamkeit]]). Die Empfindung ist [[unmittelbar]] eins mit ihm – so [[objektiv]], wie er für sie da ist (siehe [[Dasein]]), und so [[subjektiv]], wie sie [[Sinn]] für ihn und durch ihn hat. [[Körperlich]] erzeugt jede Empfindung eine Laune, die eine [[Beziehung]] auf Andere anstimmt und sich in der [[Stimmung]] mit ihnen [[objektiv]] [[vermittelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche [[Vermittlung]] ist [[Objekt]] und [[Subjekt]] in Einem: in der [[ganzen]] [[Beziehung]] zwischen [[Tätigkeit]] und [[Leiden]] der Menschen. Auch wenn ihr [[Gegenstand]] sinnlich nicht nur in ihr, sondern vor allem auch außer ihr ist, so muss der [[Sinn]] der [[Wahrnehmung]] ihm doch adäquat sein, um sich nicht zwischen ihrem Subjektsein und Objektsein zu [[täuschen]]. Da ihr [[Gegenstand]] aber immer schon [[gesellschaftlich]] aus ihrer [[Natur]] erzeugt und zugleich in der [[Gesellschaft]] der [[Sachen]] und Menschen [[existiert]] kann diese [[unmittelbare]] [[Beziehung]] der [[Empfindungen]] dem nicht angemessen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber jede [[Wahrnehmung]] ist die [[Elementarform]] der [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] ihrer [[Kultur]] und formulieren so auch ihren [[Gegenstand]] im [[Sinn]] ihrer [[Verhältnisse]]. Sie unterstellt also eine [[Wahrheit]], die mit der [[körperlichen]] [[Erfahrung]] eines Menschen auch durch seine [[Empfindungen]] [[gegeben]] ist (siehe [[Gegebenheit]]) und in seinen [[Gefühlen]] für sich [[wahr]] gemacht wird (siehe [[Wahrmachen]]), – eben so, wie er hier oder dort mal eben so [[da ist]] (siehe [[Dasein]]). Als [[gesellschaftliche]] [[Beziehung]] können die Menschen darin also nur finden, was sie in [[Wahrheit]] für sich und durch andere sind und haben, was sie außer sich von sich [[wahr haben]] und durch einander als [[Wahrheit]] für sich nehmen und für ihr [[Dasein]] [[wahrmachen]] – eben als [[Wahrheit]] für sich nehmen und deshalb auch für Andere [[verstehen]], was sie für sich [[empfinden]] und durch Andere von sich [[fühlen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Welt, worin die Menschen sich nicht [[gegenständlich]] [[verhalten]], weil sie weder einen [[gesellschaftlichen]] [[Gegenstand]] haben, noch sich auf einen Menschen [[gegenständlich]] [[beziehen]] können, haben sie im Grunde nur noch sich selbst und andere Menschen in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] als [[Material]] ihres [[Lebens]], sich selbst als [[Sinn]] für andere wahr, was sie von diesen für sich finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ziehen sich bestimmte [[Empfindungen]] unmittelbar so an, wie sie sich in ihrer [[Sinnbildung]] [[körperlich]] und also [[zeitlich]] und [[räumlich]] in ihrer [[Wahrnehmung]] [[ereignet]] haben und lassen sich von daher auch zu [[bestimmten]] [[Stimmungen]] vereinen. Diese sind daher auch die [[objektive]] [[Subjektivität]] (siehe auch [[objektive Subjektivität]]) [[vereinzelter]] [[Wahrnehmungen]], die für sich als bestimmte [[Gefühle]] in den Menschen wie [[Erinnerungsbilder]] (siehe auch [[Bildung]]) der darin tätigen [[Ereignisse]] verbleiben. Von daher erscheinen sich die Menschen in ihren [[Selbstgefühlen]] wie unmittelbar [[objektive]] [[Wesen]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]], durch die sich ihre [[Persönlichkeit]] bildet und in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] fortbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen in ihren Lebenswelten [[körperlich]] und [[geistig]], und also [[kulturell]] vorfinden (siehe auch [[Lebensraum]]), das macht den [[Inhalt]] ihrer Empfindungen aus, die sie hier und da im [[Lebensstandard]] ihres [[Daseins]] [[erfahren]]. Ihre [[Erfahrungen]] gehen daher ganz [[unmittelbar]] als ein [[einzelnes]] Finden und Empfinden in ihr [[körperliches]] [[Gedächtnis]] ein, worin sie ihre [[wahre]] [[Geschichte]] in der [[Ausschließlichkeit]] ihrer [[einzelnen]] [[Wahrnehmung]] [[verinnnerlichen]] (siehe auch [[Erinnerung]]) und zu [[Gefühlen]] so fortbilden, in denen sie in ihrer [[Vereinzelung]] in den [[Stimmungen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] übereinstimmen (siehe hierzu auch [[Wahrnehmungsidentität]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wahrnehmung]] [[verhalten]] sich daher die Empfindungen zu den [[Gefühlen]] wie der [[Gebrauchswert]] sich im [[Warentausch]] zum [[Tauschwert]] als [[relative]] [[Einzelheit]] einer [[ganzen]] [[Form]] der [[Wahrnehmung]] [[verhält]], die in [[Gefühlen]] aufgeht und als diese in ihrer [[Selbstbezogenheit]] so verbleibt, wie sie sich in der [[Selbstwahrnehmung]] eines Menschen als [[abgetrennte]] [[Wahrheit]] (siehe auch [[Teilung der Wahrnehmung]]) seiner [[gesellschaftlichen]] [[Beziehungen]] niederschlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist von da her die [[Wahrnehmung]] eines organischen Einzelwesens, wie es seine [[Natur]] außer sich [[wahrhat]]. Sie ist zunächst so einfältig, wie sie im [[Dasein]] ihrer [[Gegenstände]] [[erscheint]] – eben so, wie die Art und Weise, die [[Form]] seiner Begegnung mit ihnen ist. Darin betreibt der [[natürliche]] [[Sinn]] seiner [[Wahrnehmung]], was die Natur eines Lebewesens von und für sein [[Leben]] in Flora und Fauna als Pflanze, Tier oder Mensch findet. Für die Menschen ist entscheidend, was ssie durch seine [[natürliche Intelligenz]] von und für sein [[Leben]] [[verstehen]] und [[wissen]] und worauf sie von daher ihre [[Aufmerksamkeit]] als [[Gewissheit]] und [[Gewissen]] ihres [[Seins]] (siehe [[Bewusstsein]]) in sich konzentrieren (siehe hierzu auch [[Gefühl]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da her bliebe die [[Einzelheit]] dieser [[Beziehung]] leblos, würden sich die Menschen darin nicht auch menschlich so [[vergegenwärtigen]], wie sie durch die [[Naturmacht]] ihrer [[Arbeit]] deren [[Dasein]] aus dem [[Material]] ihrer [[Natur]] erzeugt hatten. Ihre [[gesellschaftlichen]] [[Beziehungen]] sind daher in den [[Sinnbildungen]] ihrer [[Kultur]] [[gegenwärtig]], worin sie sich gegenseitig auch anstimmen und einstimmen (siehe auch [[Stimmung]]) und [[Gefühle]] für ihre [[Lebenswirklichkeit]] – und also für sich ganz [[allgemein]] – [[entwickeln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Menschen in den Existenzformen ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]], das empfinden sie im [[unmittelbaren]] [[Sinn]] ihrer [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand]] - eben so, wie er sowohl im [[Einzelnen]] wie auch im [[Allgemeinen]] für sie [[da ist]], wie er sich ihnen in der [[Existenz]] ihrer [[Wahrnehmung]] erschließt (althochdeutsch: Empfindung=Ent-Findung=zu Ende Gefundenes), wie er [[wirklich]] in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Beziehung]] und [[Kraft]] für sie ist (siehe hierzu auch [[Naturmacht]]). Von daher [[verwirklicht]] sich darin der abgeschlossene Augenblick eines [[gesellschaftlich]] [[bestimmten]] [[Materials]] ihrer [[Wahrnehmung]]. Sie verbleibt in dieser [[Aufmerksamkeit]] für den [[Gegenstand]] ihrer [[Beziehung]] wie sie in ihrem [[unmittelbaren]] [[Dasein]] – in der Form ihrer Existenz an und für sich – zu sein scheint, soweit eben, wie sie als Moment ihres Lebens [[erscheint]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der [[Beziehung]] in diesem lässt sich auseinandersetzen ob eine Empfindung [[wahr]] ist oder nur &#039;&#039;täuschend echt&#039;&#039; [[erscheint]] (siehe [[Täuschung]]), ob die [[Sinne]] zu einer [[ganzen]] [[Wahrnehmung]] konsistent zusammenfinden (siehe hierzu [[Wahrnehmungsidentität]]) und sich in ihrem [[Gegenstand]] bewähren und [[erkennen]], dass sie [[wissen]] (siehe [[sinnliche Gewissheit]]) was und ob das Auge sieht, das Ohr hört, die Sinne tasten, die Nase riecht, die Zunge schmeckt, - alles was im [[Leben]] der Menschen auch [[wirklich]] zusammenfindet und in [[Wahrheit]] zusammenkommt, um nicht außer sich zu einer [[unheimlichen]] [[Wahrheit]] zu werden (siehe hierzu auch [[Wahnsinn]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Empfindung ist hierdurch das äußerste Moment einer unzweifelhaften (siehe [[Zweifel]]) [[Wahrnehmung]], die nicht nur [[Sinn]] hat, sondern selbst zu einem [[Sinn]] findet, den die [[Wahrnehmung]] über ihre partikularen Momente hinweg [[bewahrheitet]], sich zu [[eigen]] macht, [[Eigenes]] wird und sich durch ihre [[Erinnerungen]] zu [[Gefühlen]] ihrer [[Selbstgewissheit]] so entwickelt und sich darin [[subjektiv]] in dem entsprechenden [[Gefühlen]] so [[verallgemeinert]], wie diese außer sich auf Dauer einig sind, sich [[gegenständlich]] bewähren und bewahrheiten, d.h. mit sich identifizieren, ihr [[objektives]] [[Sein]] [[subjektiv]] bewahren und ihr [[subjektives]] [[Sein]] auch [[objektiv]] [[äußern]] können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher sind [[Gefühle]] verinnerlichte [[Empfindungen]] des [[Erlebens]]. Nur sie enthalten die bestimmten [[Inhalte]] der [[Erfahrung]], während [[Gefühle]] allerdings nur die Form ihrer [[Erlebnisse]] erinnern, um darin ihre Lebensinhalte für sich zu bewahren, in sich und durch sich zu [[verkörpern]], [[objektiver]] [[Inhalt]] wie [[subjektive]] [[Form]] in einem als das sind, was wie [[wirklich]] außer sich [[wahrgehabt]] haben und für sich so bewahren, wie sie sieh in [[Raum]] und [[Zeit]] ihrer Entstehung [[bewegt]] hatte. Diese [[Bewegung]] steckt in ihrer [[Psyche]] und ist somit der [[wesentliche]] [[Gegenstand]] der [[Pschologie]] [[zwischen]] ihren [[Empfindungen]] und ihren [[Gefühlen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Empfindungen]], welche die [[Wahrnehmung]] [[bewegen]], werden zu &#039;&#039;Emotionen&#039;&#039;. Und das sind [[Gefühle]], in denen sich ihre innere [[Bewegungen]] vereinen, in denen die [[Wahrnehmung]] eine innere [[Wahrheit]] der empfundenen, gefundenen und befundenen [[Beziehungen]] als persönliche [[Identität]], als [[Wahrnehmungsidentität]] findet. Deren Erksenntnisvermögen greift über das hinaus, was in der [[Empfindung]] [[unmittelbar]] [[anwesend]] war. Gefühle erkennen daher auch das [[Abwesende]] in einem [[unverwirklichter]] Zusammenhang der [[Empfindungen]], das in der [[Erinnerung]] des [[Gedächtnisses]], besonders in der [[Traumarbeit]] [[erkannt]] werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen erzeugen Regungen und diese verwirklichen sich mittelbar oder unmittelbar in der sinnlichen Vergegenwärtigung durch eine hieraus bestimmte Arbeit, unmittelbar als Herstellung und Entwicklung von Selbstgewissheit, mittelbar und überhaupt in Tätigkeiten. Tätigkeit ist ein umgangssprachlicher Oberbegriff für vielerlei Beschäftigungen, die sich im Unterschied zum bloßen Wahrnehmen und Konsumieren als Lebensäußerungen verstehen lassen. Sie steht als Aktivform gegen die Passivform, als die Wendung des [[Leidens]] in eine Äußerungsform der Sinne, z.B. durch die Produktion von [[Gegenständen]] oder der Herstellung von [[Ereignissen]]. In jedem Fall ist mit Tätigkeit die Erzeugung von etwas Objektivem verbunden, worin sich ein Subjekt geäußert zeigt und darin geschichtlich existent ist, sein [[Leben]] und [[Erleben]] als [[Form]] seiner [[Subjektivität]] bildet. Alle seine subjektiven [[Eigenschaften]] und [[Fähigkeiten]] treten in seiner [[Äußerung]] zutage, soweit sie darin sich aus ihrem [[Leiden]] herauszusetzen verstehen, sich und ihre Welt verändern. Doch in ihrem sinnlichem [[Dasein]] verhalten sich die Tätigkeiten ganz verscchieden im Leben der Menschen: Nicht alles macht Sinn, was nützlich ist und nicht alles ist nützlich, was Sinn macht. So vermerkte Oskar Wilde auch ganz grundsätzlich: &#039;&#039;Kunst kann nicht nützlich sein&#039;&#039;. Und Karl Marx befand die Nützlichkeit eines Dings als Grundlage einer einer [[Waren]] produzierenden Wirtschaftsform: &#039;&#039;Die [[Nützlichkeit]] eines Dings macht es zum [[Gebrauchswert]]&#039;&#039; [[(MEW 23, Seite 50).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwischenmenschlichen Verhältnissen [[verhalten]] sich die Menschen daher über eine [[zwischenmenschliche]] [[Kultur]] ihrer [[Gefühle]], in denen ihre [[Empfindungen]] sich in ihren [[Beziehungen]] [[verkörpern]] (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]). Darin [[vergegenwärtigt]] sich die [[Objektivität]] ihrer [[Empfindungen]] im [[wahrnehmenden]] [[Subjekt]] und kann sich von daher in sich und durch seine [[Gefühle]] nur [[verkehrt]] [[bewahrheiten]] und [[verhalten]] (siehe hierzu [[Körperfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nicht was ein Mensch fühlt, was er in seinen [[Empfindungen]] verspürt sind schon eigenständiges Gefühle, weil sie in der [[Wahrnehmung]] noch nicht [[vermittelt]] sind. Gefühle entstehen in den unmittelbaren [[Verhältnissen]] des [[Lebens]] so, wie sich darin die [[Empfindungen]] [[verhalten]] und einander bilden (siehe [[Sinnbildung). Darinerinnern]] sich die [[Inhalte]] der [[Wahrnehmungen]] an die [[Körperform]] ihrer [[Erlebnis]]. Im [[Gefühl]] beziehen sich die [[Empfindungen]] aus vergangenen [[Verhältnissen]], in der [[Epmfindung]] erinnert sich ihr [[Sinn]] an sein [[Erleben]] als [[eigenständige]] Lebensform seiner [[Subjektivität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da her ist ein [[Gefühl]] das innere der [[Form]] des [[Erlebens]], die an und für sich [[wahre]] [[Subjektivität]] der [[Natur]] ihrer [[Empfindung]], die in der [[Wahrnehmung]] ihrer [[Gegenstände]] nicht [[unmittelbar]] eins mit sich sein kann. Wohl aber ist sie auch außer sich vermittelbar, wenn sie ihren objektiven [[Anreiz]] in sich erkennt. Denn auch im Gefühl können Empfindungen sich wiederum &#039;&#039;einmischen&#039;&#039; als bloß reizvolle [[Form]] der [[Wahrnehmung]] die Fortbildung ihrer Inhalte bestimmen (siehe hierzu auch [[Traum]]). Denn weil Gefühle sich auch durch objektivierte [[Empfindungen]] beeindrucken lassen, wenn sie selbst [[formbestimmt]] und hierdurch zu [[objektiven Gefühlen]] werden und sich in ihrem [[Sinn]] [[verdichten]], können sich hieraus auch deren [[Inhalte]] formieren, deren Inhalt bestimmen und [[verkehren]]. Und wenn von daher die [[Empfindungen]] gegen die [[Wahrheit]] ihrer [[Wahrnehmung]] bestimmt sind und nur objektiv [[erlebt]] werden, wird auch die Beziehung von [[Empfindung]] und [[Gefühl]] durchbrochen und beides voneinander getrennt. Durch die [[Trennung]] von ihren [[Gefühlen]] entsteht eine [[Selbstwahrnehmung]], die sich zu einem [[Verhältnis]] von [[Selbstgefühlen]] [[verselbständigt]], weil sie darin nur als entäußerte Form der Wahrnehmung [[wahr]] sein können, die [[Empfindungen]] zur Erscheinungsform ihrer Gefühle werden (siehe hierzu auch [[Verdrängung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es äußerten sich bisher schon unzählige Disziplinen der [[bürgerlichen Wissenschaften]], die in den [[Gefühlen]] der Menschen ein Rätsel, eine [[Seele]] oder einen [[verselbständigt]] wirkenden [[Geist]] oder lediglich die [[Ursache]] eines [[Verhaltens]] jenseits seiner [[Verhältnisse]] finden wollten, weil sie darin nur eine [[Emotion]], eine Bewegung innerer [[Regungen]] sehen, die keine äußere [[Wirklichkeit]] enthalten und von daher auch nicht von Außen zu [[erkennen]] wären. Schnell wird dann aus dieser [[Äußerlichkeit]] des [[Wissens]] eine &#039;&#039;innere Wahrheit&#039;&#039;, ein völlig [[isoliertes]] inneres [[Wesen]] [[verabsolutiert]] und ganz [[selbständig]] erörtert und apriorisch [[ontologisiert]]. Dieses wird schließlich in den meisten Denkansätzen [[autopoietisch]], als unzugängliches, als [[privates]] [[Wesen]] einer Menschenseele unterstellt und somit das [[bürgerliche Individuum]] zu einem [[gesellschaftlich]] [[isolierten]] Privatwesen [[verabsolutiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie von [[Gott]] gegeben könnte es demnach seine Herkunft und [[Gründe]] nur aus sich [[selbst]] - [[getrennt]] von aller gesellschaftlichen [[Wirklichkeit]], wohl aber nicht von [[Gott]] - [[isoliert]] [[entwickelt]]. Von daher wird durch die [[Religionen]] jedem Menschen leicht ein übermächtiges, ein [[übermenschliches]], ein göttliches [[Wesen]] gegeben, die [[Mythologie]] kosmischer Gesetzmäßigkeiten (siehe [[Esoterik]]) zuerkannt, das ihn über seine gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] hinaus geleitet, indem sie ihr [[Fremdsein]], ihre [[Entfremdung]] von sich und der Welt verinnerlicht. Doch es können [[Gefühle]] nur das enthalten, was sie in ihrer Welt auch finden, was sie für ihre [[Empfindung]] in [[Wahrheit]], also [[identisch]] in sich und mit sich, nur das [[empfinden]] können, was der [[Natur]] ihrer [[Wahrnehmung]] und zugleich der [[Natur]] ihres [[Gegenstands]], also ihrem [[Sinn]] von und für sich, also ihrem Menschsein entspricht. So kann sich in der [[Empfindung]] [[gesellschaftliche]] und [[zwischenmenschliche]] [[Wahrheit]] [[identisch]] finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen bieten daher die einzig [[wirkliche]] [[sinnliche Gewissheit]] der [[Wahrnehmung]], [[Tätigkeit]] der ursprünglichsten [[Sinne]] allen [[Lebens]] von Menschen, Tieren und Pflanzen, worin und wodurch die [[Intelligenz]] der [[Natur]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]) ihren [[Gegenstand]] als [[Natur]] für sich in der [[Form]] seiner [[Existenz]] auffassen und erfassen kann. In der [[Empfindung]] findet das Subjekt was es objektiv außer sich ist. Denn auf das Subjekt kommt zurück, was es objektiv in der [[Beziehung]] auf seinen [[Gegenstand]] ist, was es von [[Natur]] ist und was es durch die [[Natur]] seines Wesens gebildet hat, was es von seiner [[Natur]] außer sich findet, was seine Organe [[wahrnehmen]] können und also auch für [[wahr]] halten. Im [[Subjekt]] der [[Wahrnehmung]] wird die Empfindung zu einem [[Gefühl]] für ihren [[Gegenstand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das einzelne [[Erleben]] sich nicht im [[ganzen]] [[Leben]] eines Menschen, in der [[Allgemeinheit]] seiner [[Lebensverhältnisse]] wieder finden, [[empfinden]] und [[erkennen]] kann, [[reduziert]] sich die [[Wahrnehmung]] auf eine [[Selbstwahrnehmung]], die nur außer sich eine [[Wahrheit]] für sich finden und [[empfinden]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin fügt sich dann etwas Entzweites durch das [[wahrnehmende]] [[Subjekt]], also durch sich selbst zusammen: die [[Empfindung]], die einem [[Leben]] außer sich als [[Wahrheit]] seiner [[isolierten]], [[vereinzelten]] [[Existenz]] entspricht, und das [[Gefühl]], durch das ein Individuum seine [[Erfahrungen]] von und mit sich selbst zusammenfasst. Während jede [[Empfindung]] durch ihre [[sinnliche Gewissheit]] eine [[unmittelbare]] [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]] [[erkennt]], durch den sie [[objektiv]] so bewirkt ist wie sie darin aufgegangen ist, verhalten sich [[Gefühle]] [[subjektiv]] als [[Formen]] der [[Empfindungen]] im [[objektiven]] [[Raum]] ihrer Entstehung, aus den [[Empfindungen]] ihres [[Daseins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[sinnliche Gewissheit der Empfindung]]findet die [[Wahrnehmung]] eine [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] in der [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand. Was sie]]in ihm von sich erkennt, findet sie in dem, was davon [[wirklich]] für sie und zugleich durch sie bewirkt ist, was also durch ihre subjektive [[Kraft]] in einem [[objektiv]] betimmten [[Raum]] die [[Dichte]] der [[Wahrnehmungen]] ausmacht. Es verhalten sich hiernach [[Gefühle]] als subjektive [[Formen]] der [[Empfindungen]] im [[Raum]] ihrer Entstehung. Sie bilden sich aus den [[Erinnerungen]] im [[KÖrper]] der Entstehung ihrer [[Empfindungen]], die eine hieraus bestimmte [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]] als erinnerten [[Gegenstand]] für sich selbst erÖffnen, so wie er sich über viele [[Empfindungen]] angefühlt hat. [[Empfindungen]] haben sich im Lauf der [[Geschichte]] (siehe [[historischer Materialismus]]) an ihm und durch ihn begeistert, sind zu menschlichen [[Sinnen]], geistige [[Sinne]] geworden, die ihren [[Gegenstand]] nicht nur auffassen, sondern ihn auch für sich gestalten und daraus ihre[[Erkenntnisse]] beziehen. Durch ihre [[Natur]] sind sie als [[Natur]] des Menschen, durch seine [[gesellschaftlichen]] [[Eigenschaften]] und [[Fähigkeiten]] zu einer [[Naturmacht]] der Menschheit geworden. Von daher ist der menschliche [[Sinn]] so [[subjektiv]] wie [[objektiv.]] Die Speise findet Geschmack und Geschmack findet die Speise, weil sie einander suchen und sich finden und erzeugen, sich durch einander empfinden und aus einander setzen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung kommt aus dem Ursprungsbegriff Ent-finden, meint das zu Ende finden, das letzendlich Wahrgenommene, als Identität zu sich in [[Wahrheit]]Genommene und also für wahr Befundene. Eine Empfindung kann nur finden und befinden, was der natürlichen Ausstattung ihrer Organe entspricht. Sie ist die [[objektive]] Form einer [[subjektiven]] [[Beziehung]] der [[Wahrnehmung]]. Was ihrer [[Natur]] als Natur ihrer [[Wahrnehmung]] entspricht, das findet sich auch in ihrem Organ als besondere [[Fähigkeit]] ihrer Sensoren, als Form ihrer kognitiven [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand]]. Was sie außer sich für sich findet, was ihr von [[Natur]] aus vorausgesetzt ist, das hat sie auch in sich als [[Material]]ihrer natürlichen [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand]]. Nicht nur die Spezies (z.B. Federmäuse, Katzen, Krokodile und Menschen) unterscheiden sich in ihren Empfindungen ganz wesentlich, sondern auch die Individuen, soweit die bestimmte [[Geschichte]] ihrer [[Erfahrungen]] und Behinderungen ihr KÖrpergedächtnis (siehe auch [[Gedächtnis]]) als das Organ ihrer [[Wahrheit]] geprägt haben (siehe hierzu auch [[natürliche Intelligenz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Erkenntnis setzt eine [[Kenntnis]] voraus, die durch die [[Aufmerksamkeit]] ihrer [[Wahrnehmung]] sich in ihrer Kenntnisnahme, ihrer Kognition bewahrheitet, indem sie aus deren [[Eigenschaften]] und [[Gewohnheiten]] eine zweifelsfreie [[Gegenständlichkeit]] zu erkennen vermag. Darin erweist sich die [[Wahrnehmung]] nicht nur gegenständlich als [[wahr]], sondern erweist auch ihren [[Gegenstand]] als ein [[Objekt]] subjektiver Eigenheiten, soweit sich darin ihre organischen Funktionen schlüssig zusammenfinden, das heißt: ungebrochene [[Empfindungen]]für wahr halten lassen, wie sie ihren Gegenstand gefunden haben, ohne ihn zu befinden oder von ihm zu [[wissen]]. Weil sie mit ihm und durch ihn gewachsen sind, kennen sie sich und ihn so [[subjektiv]] wie auch [[objektiv]] schon in seiner [[Erscheinung]], der einfachen und unmittelbaren Reflexion ihrer [[Wahrnehmung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gefühle]] lassen sich übertragen, [[Empfindungen]] nicht. Und das erklärt sich aus einem [[wesentlichen]] Unterschied zwischen diesen beiden Formen der [[Wahrnehmung]]. Im [[Gefühl]] reflektieren die [[Empfindungen]] ihren [[Gegenstand]] so wie er sich anfühlt, wie er [[Sinn]] macht und [[Sinn]] hat, wie er [[wahrgehabt]] und angeeignet, sinnlich zu [[eigen]] gemacht wird. In der Empfindung findet die [[Wahrnehmung]] ihren [[Sinn]] in dem [[Gegenstand]], den sie [[wahrhat]], wodurch ihre [[Wahrheit]] nicht nur [[Erinnerung]], sondern auch außer sich, objektiv ist, weil [[Wahrheit]] eben nur dort zu nehmen ist, wo Äußeres wie Inneres ist. Weil und sofern die Gegenstände der [[Wahrnehmung]] natürliche Gegenstände sind, haben sie auch ihren [[Sinn]] in der [[Wahrnehmung]] der Menschen so, wie diese in ihrer subjektiven mit ihrer objektiven [[Natur]] zusammenfällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung nimmt die [[Eigenschaften]] eines [[kÖrperlichen]] [[Gegenstands]] wahr, ist die [[stoffliche]] [[Wahrnehmung]] der [[Sinne]], - nicht einfach ihre bloße Kognition, sondern auch ihre [[sinnliche Gewissheit]], ihre [[unmittelbar]] [[kÖrperlichen]] [[Wahrheit]], die hierbei &#039;&#039;gefunden&#039;&#039; und aufgenommen und zu einem Befund der [[Wahrnehmung]] wird. Finden ist die einfache [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], seine Kenntnisnahme und Anerkennung, Voraussetzung seiner [[Erkenntnis]]. Eine Empfindung ist das abgeschlossene Finden, das &#039;&#039;zu Ende gefunden haben&#039;&#039; (sprachlich ist &#039;&#039;emp-finden&#039;&#039; eine Wendung der germanischen [[Bedeutung]] von &#039;&#039;ent-finden&#039;&#039;), die Wirkung einer Kenntnis von etwas, das schon vor jeder Empfindung als etwas [[Eigenes]] bekannt ist, das man schon [[kennt]], bevor es [[wirklich]] [[da ist.]] Sie ist eine Ent-Deckung, die unmittelbare [[Beziehung]] einer Identifizierung der [[Gegenstände]] des [[Lebens]], ihre Bezeugung, wie sie erzeugt und in ihrer [[Natur]] wahrnehmbar sind, ganz gleich in welcher [[Form]] sie sich befinden, so objektiv wie subjektiv sind. Denn es gibt keine rein objektiven Gegenstände für den Menschen, kein &#039;&#039;Ding an sich&#039;&#039;, keine &#039;&#039;Natur an sich&#039;&#039;. In der Empfindung wird das Erzeugte wie auch sein Erzeuger, der Mensch als subjektives Wesen für sich durch seinen Gegenstand, also objektiv gewiss. Und von daher ist darin nicht nur der bloße [[KÖrper]] ihres [[Gegenstands]] gegenwärtig, sondern auch der [[Geist]], der in seine Erzeugung eingegangen ist. Indem sie Menschen den KÖrper für sich finden, der ihr Leben darstellt, vergegewärtigen sie zugleich ihren Lebensinhalt als [[Gefühl]] für sich, wie es außer sich existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Empfindung werden sie sich also in ihren stofflichen wie geistigen [[Beziehungen]] gewahr, werden sich ihres [[Gegenstands]] [[sinnlich gewiss]], denn darin finden Menschen was ihre [[Verhältnisse]] [[substanziell]] ausmacht, was ihnen vorausgesetzt und zugleich ihnen zufolge [[wahr]] ist, was sie in ihrer [[Wahrnehmung]] für sich, und durch sich und zugleich gegenständlich [[wahrhaben]], weil es zugleich ihre Außenseite ist, ihre Äußerungen betrifft, die objektive Form derselbsen Substanz, die sie auch durch sich und fürs sich haben, was sie also objektiv wie subjektiv sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;-Daß der Mensch ein leibliches, naturkräftiges, lebendiges, wirkliches, sinnliches, gegenständliches Wesen ist, heißt, daß er wirkliche, sinnliche Gegenstände zum Gegenstand seines Wesens, seiner Lebensäußerung hat oder daß er nur an wirklichen, sinnlichen Gegenständen sein Leben äußern kann. Gegenständlich, natürlich, sinnlich sein und sowohl Gegenstand, Natur, Sinn außer sich haben, oder selbst Gegenstand, Natur, Sinn für ein Drittes sein, ist identisch. Der Hunger ist ein natürliches Bedürfnis; er bedarf also einer Natur außer sich, eines Gegenstandes außer sich, um sich zu befriedigen, um sich zu stillen. Der Hunger ist das gestandene Bedürfnis meines Leibs nach einem außer ihm seienden, zu seiner Integrierung und Wesensäußerung unentbehrlichen Gegenstandes.- [[(MEW 40, S. 578)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur [[stofflich]], sondern auch [[geistig]] wird ein [[Gegenstand]] empfunden, eben so wie Stoffe durch ihre [[natürliche Intelligenz]] auch begeistert sein kÖnnen (siehe hierzu auch das [[Leib-Seele-Problem]]). Nicht alles, was es gibt, kann von Menschen wahrgenommen werden. Empfindung ist nur mÖglich, wo die sensorischen Organe die ihnen entsprechende objektive [[Wahrheit]] finden kÖnnen, wo sie also in der Lage sind, [[Gegenständen]] ihrer [[Wahrnehmung]] gewahr zu werden, sie für wahr zu nehmen. Jede Empfindung ist die [[Beziehung]] eines [[Subjekts]] auf ein [[Objekt]], eines Subjekts also, welches die [[Eigenschaften]] seines Objekts als [[Form]] für sich erkennen kann, mit ihm eine [[Identität]] in ihrer [[sinnlichen]] [[Form]] hat und worin sie in ihrem [[Dasein]] aus ihrem [[Sein]] heraus &#039;&#039;gefunden&#039;&#039; wird. In seiner idealistischen Manier formuliert Hegel ein ähnliches Verhältnis als &#039;&#039;seelisches Erwachen&#039;&#039;. Darin begegnet die [[Idee]] ihrem [[Sein]], die &#039;&#039;wache Seele&#039;&#039; ihrer Inhaltbestimmtheit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In dem Fürsichsein der wachen Seele ist das Sein als ideelles Moment enthalten; sie findet so die Inhaltsbestimmtheiten ihrer schlafenden Natur, welche als in ihrer Substanz an sich in derselben sind, in sich selbst, und zwar für sich. Als Bestimmtheit ist dies Besondere von der Identität des Fürsichseins mit sich unterschieden und zugleich in dessen Einfachheit einfach enthalten, - Empfindung. (Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 399)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist die [[Intelligenz]] der [[Natur]] (siehe auch [[Naturempfindung]]) als [[Natur]] ihrer [[Intelligenz,]] als die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] durch eigene [[Wahrnehmung]] aufzufassen und anzueignen und es auch als etwas [[Eigenes]] für sich [[wahr]] zu [[machen]], so wie es für das wahrnehmende [[Subjekt]] auch schon vor aller [[Erfahrung]] [[wahr]] ist, weil es seinen [[Gegenstand]] auch von [[Natur]] aus [[kennt]], bevor es ihn durch seine [[Erkenntnisse]] auch aneignen, für sich [[wirklich]] finden, seine Empfindung [[verwirklichen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen, um sich mit der [[Befriedigung]] der hierauf bezogenen [[Bedürfnisse]] fortzubilden. Jede Empfindung verkÖrpert das Finden von dem, was sie außer sich für sich [[wahrhat]], was also eine [[Wahrheit]] zwischen einem empfindenden [[Wesen]] und seinem [[Gegenstand]], was schon vor aller [[Erfahrung]] von [[Natur]] aus wahr ist, was dem empfindenden [[Individuum]] [[subjektiv]] und [[objektiv]] organisch ebenso vorausgesetzt ist wie es auch von ihm fortgebildet wird, wie es also für sich [[gegenständlich]] als [[Gefühl]] für ein natürliches [[Wesen]] zu [[entwickeln]] ist, durch das sich auch die [[Fähigkeiten]] eines jeden [[Subjekts]] bilden und fortbilden kann (siehe auch [[Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Empfinungen gründen ihre [[Gefühle]] für sich und für ihre [[Sachen]] und zu Menschen überhaupt so, wie sie [[erfahren]] werden, wie [[einzeln]] oder [[allgemein]] sie beisammen, als menschliche [[Kultur]] [[da sind]]. In menschlichen [[Beziehungen]] haben sich Menschen vor allem im anderen Menschen zum [[Gegenstand]], [[erkennen]] sich in ihm [[subjektiv]] wie [[objektiv]] beziehen sich in dieser [[Form]] gegenständlich auf sich als Mensch und auf ihre [[Sache]] als ihr Erzeugnis, als Zeugnis ihres Zusammenwirkens und somit immer [[gesellschaftlich]]. Von daher und hierdurch ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Menschen durch ihre Sinnesorgane [[empfinden]] ist das, was sie von sich, von ihrer [[Natur]], [[Kultur]], [[Gesellschaft]], Dingen, Menschen usw., also von ihrem [[Leben]] durch ihren [[Gegenstand]] für sich finden, was sie in ihrem [[Dasein]] von ihrem [[Sein]] [[wahrhaben]]und von diesem in sich fühlen. Weil ihre Wahrnehmung auch ihren kÖrperlichen [[Eigenschaften]] entspricht, was ihnen in ihrem [[Sein]] sowohl vorausgesetzt als auch durch sie in den [[Sinn]] kommt, ist durch den empfindenden Menschen mit seinen Organen in der Welt seiner [[Kulturen]] da und diese sind durch sein Tun und Lassen zugleich ihm zu Folge. Es ist das, was die Menschen durch ihr Sehen, Riechen, HÖren, Tasten und Schmecken sind, was sie geschaffen haben und auch als [[Gegenstand]] ihres [[Lebens]] [[wahrnehmen]] kÖnnen, weil und soweit es ihrer [[Natur]] entspricht. Dieses [[Verhältnis]] ihrer [[Wahrnehmung]] ist das [[Dasein]] ihrer [[natürlichen Intelligenz]] und somit auch die [[Elementarform]] ihrer [[Wahrheit]], ihrer [[sinnlichen Gewissheit]], in der sie sich von ihren Gegenständen sowohl unterschieden wie auch einig, sich in eins mit ihnen und ihrer Welt fühlen kÖnnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo keine wirklichen [[Gegenstände]] als Produkte menschlicher [[Lebensäußerung]] sinnlich gewiss sind, gibt es auch keine unzweifelhaften [[Wahrnehmungen]]. Diese sind gespalten. Nicht [[Erkenntnis]] aus der [[Kenntnis]] ihrer Erzeugung bildet sich darin fort. Es ist ihr bloßes[[Dasein]] das ihr [[Sein]] bestimmt. Das [[Erleben]] ihrer [[Wirklichkeit]] macht die [[Inhalte]] ihrer isolierten, ihrer aparten [[Wahrheiot]] . Deren [[Empfindung]] ist dann allerdings bloßes [[Gefühl]] von [[Leben]], ganz gleich, welchen [[Sinn]] es haben mag. Und sich im Gefühl findet und [[ereignet]] ist nicht das, was die [[Empfindung]] der [[zwischenmenschlichen]] [[Ereignisse]] ausmacht, in denen sie entsteht. Im [[Gefühl]] gestaltet zwar die [[Empfindung]] ihre [[Erinnerung]], verliert sich aber auch darin, soweit und sofern das [[Gefühl]] nicht auf das [[Ereignis]] zurückkommen kann, das es erinnert. Es erfährt seinen [[Sinn]] aus dessen [[Erleben]] und reflektiert dies in sich, muss aber zugleich von seiner Sinnesform abstrahieren, um als [[Gefühl]] auch für sich zu bestehen, bestehen zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinnlich kann die [[Wahrnehmung]] immer nur das sein, was sie für sich findet, was ihre [[Empfindung]] ist. Doch die Empfindung vergeht schon im nächsten Moment der [[Wahrnehmung]], weil sie [[unmittelbar]] ist, eben nur das finden kann, was ihr außer sich schon vorausgesetzt ist. Sie setzt also voraus, dass sie das schon durch ihre [[Natur]] kennt, was ihre [[Wahrheit]] ist. Aber als [[Gefühl]] ist sie ihrem Inhalt nach ein Gedanke von dem, was die [[Empfindung]] für sie ist, was sie [[wahrhat]]. Was sich im Gefühl bildet, was als Bild ihrer Empfindung bedacht und [[gedacht]] ist, kann für die [[Wahrnehmung]] im [[Ganzen]] [[wahr]] oder unwahr sein, kann ineinader gehen oder aus sich heraus zerfallen, sich widersprechen oder sogar gänzlich außer sich sein. Die [[Wahrnehmung]] ist darin in einer anderen Form, in einer [[Erinnerung]] an ihre [[Empfindungen]]. Im [[Gefühl]] ist die Empfindung innerlich in der Form, in der sie außer sich war. Und außer sich ist sie ein bloßes [[Erlebnis]]. Dieses ist in den [[Ereignissen]] verbunden, welche sich im [[Erleben]] verinnerlicht haben. Es ist daher die [[Elementarform]] der Wahrnehmung, über die nachzudenken ist und die selbst auch eine Form der Gedankenwelt, also des [[Denkens]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren [[Gefühlen]] entwickeln sich ihre [[Empfindungen]] zu den [[Fähigkeiten]], die es den Menschen ermÖglichen, neue [[Eigenschaften]] ihrer Gegenstände zu entdecken, zu erfinden, zu erzeugen und zu genießen. Im [[Gefühl]] entwickelt sich, was Menschen aus ihren Empfindungen machen und in ihren Lebensverhältnissen, in ihrem Umgang als ihre [[Kultur]] [[wahrnehmen]], [[wahrhaben]] und [[wahrmachen]] und als Geschichte ihrer [[Naturmacht]] fortbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Gemeinschaften]], in denen [[Geldbesitz]] - [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] - das [[wesen]]tliches [[gesellschaftliches]] [[Verhältnis]] der Menschen ist, da ist ihre sachliche Beziehung [[allgemein]] gleichgeltend, [[gleichgültig]] gegen ihre Entstehung, gegen die [[Geschichte]] ihres Werdens, ihr gewordenes [[Sein]]. Darin sind ihre [[Gefühle]] auf das Fürsichsein ihrer Empfindungen beschränkt und von daher in ihrer [[Kultur]] [[isoliert]] und also selbständig für sich und durch sich (siehe auch [[Ästhetik]]). So wird hier auch die [[Sinnbildung]] der Menschen durch ihre [[verselbständigte]] [[Kultur]] in der [[Getrenntheit]] von ihrem gesellschaftlich tätigen [[Sinn]] für sich bestimmt. Weil sie sich darin nicht über ihre gegenständliche [[Tätigkeit]], ihre Lebensäußerung und [[Arbeit,]] durch ihre lebendige [[Geschichte]] mitteilen und vermitteln, besteht ihre [[Beziehung]] nur zwischen ihnen in ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], in der sie [[ausschließlich]] selbst als unmittelbarer [[Gegenstand]] ihrer [[Wahrnehmung]] für einander, für sich und unter sich erscheinen, als Menschen, die für einander [[da sein]] müssen, um ihr [[Leben]] als Mensch [[erkennen]] zu kÖnnen, um sich als Mensch zu finden, sich durch andere also als Mensch zu empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung nimmt den [[objektiven]] [[Inhalt]] einer [[sinnlichen]] [[Beziehung]] [[subjektiv]] wahr. Sie lebt durch die [[Aufmerksamkeit]] und zugleich [[Neugier]] der Sinne, wiewohl sie nur das [[wahrnimmt]], was sie außer sich als das [[erkennen]] kann, was sie von sich schon [[weiß]] (siehe [[sinnliche Gewissheit]]). Eine Empfindung ist daher zunächst der Zusammenhang einer Sensorik, also die [[Wahrnehmung]] eines oder vieler [[Eindrücke]] in einem, welche jede [[sinnliche Gewissheit]] ausmacht und wodurch sie für sich [[wahr]] ist, gleich, was sie außer sich auch sonst noch [[wahrhaben]] kann. Auf dieser gründet die Arbeit eines jeden Organismus, die sich als Vermittlung von seiner Außenwelt zu seiner Innenwelt vollzieht. Im [[Gefühl]] für das, was sie hierbei wahrhat, bezieht sich die Empfindung schließlich wieder auf ihre Welt, so wie sie sich darin gefunden hat und einfinden kann und wodurch sich die [[Fähigkeiten]] eines Organismus entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Evolution]] des [[Lebens]] ist die Empfindung der Ursprung [[natürlicher Intelligenz]], die [[Beziehung]] eines Naturwesens auf seinen [[Gegenstand]], ganz gleich, ob dieser natürlich war oder nicht. Sie kennt ihn schon, bevor sie ihn findet und sie empfindet, was er für sie ist oder sein kann. Diese [[Naturempfindung]] ist damit die unausweichliche Grundlage eines jeden [[Stoffwechsels]] und der vielfältigen Gestalten, die er im Lauf der [[Geschichte]] bis in die menschliche [[Kultur]] hinein gebildet hat und darin zum [[Gedächtnis]] ihrer Entstehung und [[Entwicklung]], zu einem [[Gefühl]] für unsere Welt, für Menschen und Sachen geworden ist. Empfindung ist alles, was wir in unseren [[Gefühlen]] [[erinnern]] können und scheidet unsere Wahrnehmung in dem, für was wir einen Sinn haben, was wir also wissen können, von dem, was uns nicht sinnlich gewiss werden kann, für das wir keinen [[Sinn]] haben (z.B. bestimmte Lichtfrequenzen und Strahlungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung setzt das Werden von Subjekt und Objekt der Wahrnehmung voraus, sei es durch die Naturentwicklung ([[Evolution]]), oder der Entwicklung der menschlichen [[Gesellschaft]] als [[Naturmacht]] (siehe [[Produktivkraft]]). Sie meint wörtlich schon das &#039;&#039;Zu-Ende-Finden&#039;&#039;, also die Verwirklichung einer sinnlichen Identität mit einem Gegenstand der Empfindung, sei er Sache oder Mensch oder Tier oder Pflanze oder [[Natur]] überhaupt. Auch ohne die [[Gegenwart]] seines Werdens wird er aufgrund der Identität seiner Eigenschaften mit seiner Lebensform empfunden. Die einfachsten Empfindungen bestehen aus der zunächst objektiven Wahrnehmung seiner [[Form]] und ihres [[Zustands]], oft auch nur als formale Differenz des Menschen zum Gegenstand, wenn er z.B. als heiß, kalt, bedrohlich oder gefügig empfunden wird. Jede Empfindung enthält ein [[Wissen]], das die [[Sinne]] schon vor dem [[Leben]] der einzelnen Individuen gebildet hatten und das sich in ihr und durch sie sowohl bestätigt wie auch zu [[Gefühlen]] fortbildet (siehe [[Sinnbildung]]), die für die Lebensäußerungen der Tiere und Menschen und zur [[Bildung]] und Ausbildung ihrer [[Fähigkeiten]] grundlegend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor und mit der Geburt eines Menschen besteht sie als weltliche Verbundenheit, nicht jenseits seiner [[Wirklichkeit]] - etwa in einem übernatürlichen Kosmos der Gefühle - sondern absolut diesseitig, als [[wirkliche]] [[Natur]] dieser Beziehung, als natürliche Empfindung, wie sie auch alle Kulturbeziehungen enthalten (siehe hierzu [[Naturempfindung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen sind so subjektiv wie objektiv, weil sie sich nur in ihrem [[Gegenstand]] erkennen können. Sie sind zwar natürlich und haben [[natürliche Intelligenz]], doch sie empfinden nicht, ob etwas natürlich ist. Sie hatten schon immer belebte und unbelebte Materie gleichermaßen zum Gegenstand und geben keine Gewähr für ihre [[Natur]], haben keine natürliche [[Wahrheit]] für sich, machen keine Natur aus und nichts zur Natur. Doch wo sie schon [[Gefühl]] haben, erkennen sie auch sich schon im Stoffwechsel mit der Natur einbezogen, ihren [[Gegenstand]] als ihre [[Sache]], die sie belebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unnatürlichen Verhältnissen empfinden sie also nicht einfach Unnatur, sondern nur die [[Wirkung]], die sie auf einen [[Körper]] in dem Zustand hat, in dem er auch wirklich ist. So können z.B. Schmerzempfindungen eine völlig andere Natur erfahren, als die, für welche sie unmittelbar sinnvoll wären. Wenn sie selbst durch [[Gefühle]] bestimmt sind, die sich gegen ihre Natur behaupten, ihre Unnatur veräußern müssen, so können auch die Empfindungen sich in ihren Sinn versteigen (z.B. als Schmerzgedächtnis im Phantomschmerz oder in traumatischen Erlebnissen). Von daher können sich Empfindungen selbst [[verkehren]], wenn sie verkehrten Verhältnissen unterworfen sind, wenn sie den [[Notwendigkeiten]] [[objektiver Gefühle]] folgen, und darin ihre [[Subjektivität]] überwinden müssen. So kann Äußerliches auch sehr bestimmend für Innerliches sein und [[Erinnerung]] beherrschen. In diesen inneren Verhältnissen werden auch Gefühle selbst zur [[Bedingung]] von Empfindungen, aber nicht als abgelößt von aller Welt, sondern als innere Darstellung [[veräußerlichter]] Erfahrungswelten. Von daher können Empfindungen, die sich nicht in [[Kritik]] aufheben und [[emanzipieren]], zu [[Gefühlen]] einer [[Selbstentfremdung]] werden, sich also selbst in ihrer [[Form bestimmen]]. In einem Menschen stellt sich dann eine verkehrte Welt auch als [[Verkehrung]] seiner [[Selbstwahrnehmungen]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist die [[Tätigkeit]] der Sinnesorgane in der Art und Weise und dem Moment ihrer Gewahr-Nehmung eines [[Gegenstands]], der eine [[Sache]], ein Mensch oder auch selbst [[Sinn]] sein oder haben kann. Er wird in der Empfindung erst [[gewiss]], weshalb man auch von einer sinnlichen [[Gewissheit]] spricht. Aber so frisch und neu diese [[Gewissheit]] erscheinen mag, so setzt sie schon immer [[Sinn]] voraus, der darin nicht neu sein kann, weil er sich ansonsten seiner nicht gewiss wäre, ebensogut eine [[Erscheinung]] von anderem, bloße [[Reflexion]] sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Empfindung ist die unmittelbare, also unvermittelte [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], mit dem sie vor aller [[Erfahrung]] schon verbunden ist. Sie ist daher nicht bloßes sinnliches Auffassen, organische Tätigkeit einer hiervon unabhängigen Sensibilität, sondern Identifizierung, Tätigkeit einer Identität eines Subjekts zu seinem Objekt in der [[Wahrnehmung]], das unabdingbare Moment der [[Wahrheit]], das Finden ihrer [[Gegenwart]]. In der Empfindung findet die [[Wahrnehmung]] ihren[[unmittelbaren]] [[Gegenstand,]] die unmittelbare [[Gewissheit]] ihrer [[Sinne]] als das, was dieser im Einzelnen durch seine [[Eigenschaften]] für sie für wahr, also auch wirklich so sinnlich ist, wie er auf die Sinne wirkt. Wirkung hat er eben in soweit, wie das Objekt der Wahrnehmung ihr zu eigen ist, wie ihren Eigenschaften entspricht, wie [[subjektive]] [[Eigenschaften]] in der [[Beziehung]] auf [[objektive]] Eigenschaften auch [[wahr]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist also zunächst die sensorische Wahrnehmung einer sinnlichen [[Gewissheit]], einer Begegnung im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Existenz, das Wissen um die [[Anwesenheit]] ihres Gegenstands, nicht jedoch dessen erwiesene [[Wahrheit]], weil sie ihren [[Sinn]] auch schon ohne diese [[Beziehung]] zu ihrem bestimmten [[Gegenstand]] hat, und weil dieser schon sinnlich ist, auch ohne empfunden zu werden. Die [[Wahrheit]] der Empfindung ist alleine die Begegnung mit einem Gegenstand, einem Menschen, einer Sache oder der [[Natur]], die [[Anwesenheit]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] der Empfindung als [[Ganzes]] für sich, als dies Eine hier und jenes Andere dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil hierbei die Empfindung immer [[Sinn]] hat, weil sie [[unmittelbar]] sinnlich ist, ist sie die lebendige [[Gegenwärtigkeit]] einer [[Beziehung]], die sie aus [[sinnlichen]]Wahrnehmungen der Sinnesorgane und [[Eindrücke]] bezieht, was immer diese auch [[wirklich]] an [[Sinn]] haben mögen. In ihrem objektiven Verhältnis besteht die Empfindung nur durch diesen Eindruck. In ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]] durch ihren [[Sinn]] ist sie voraussetzungslos und doch schon so [[intelligent]] wie ihre Organe es zu sein vermögen (siehe hierzu [[natürliche Intelligenz]]). In der Sinnesgeschichte eines Menschen vermittelt sich von daher auch immer schon die Sinnesgeschichte der ganzen Menschheit, also alles, wozu es die Sinne in ihrem Wahrnehmungsvermögen gebracht haben. Objektiv aber ist der Sinn immer nur unmittelbare Subjektivität, die ihren [[Gegenstand]] nur so auffassen kann, wie er noch ganz ohne [[Gefühl]] hierfür da ist (siehe [[Dasein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegenstand der Wahrnehmung begegnet ihr zunächst eben nur als eine [[Gegebenheit]], die ihren Inhalt nicht wirklich [[wahr machen]] kann, weil sie für sich genommen nur [[unmittelbar]] ist. In ihrer [[objektiven]] [[Gleichgültigkeit]] gegen ihren Gegenstand kann die Empfindung selbst in ihrem [[Sinn]] nur eine [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] für sich haben, die Wahrheit ihrer [[Gegenwart]]. Ihre [[Gewissheit]] bezieht sie daher auch nicht aus der einfachen und rein objektiven Beziehung einer Sensorik auf einen Gegenstand, auf einen Menschen oder eine Sache. Sie kann nur gegenwärtig sein, wo und weil sich der empfindende Mensch auch als fühlender vergegenwärtigen kann, immer zugleich sinnlich wie [[geistig]] da ist. Sie ist also die [[Wahrnehmung]] in einer [[Beziehung]], wie sie [[wirklich]] und für einen Menschen in einem Moment ist, worin sich auch sein [[Gefühl]] entwickelt und bewahrheitet in dem, was es [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich genommen ist Empfindung aber nicht unbedingt eine wirkliche Beziehung auf anderes, also nicht unbedingt auf ein Objekt gerichtet. Sie kann auch [[Selbstempfindung]] sein, wenn das entsprechende Organ durch sich selbst oder durch eine [[Selbstbeziehung]] bestimmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Sinne sind nicht ohne den Menschen tätig. Jeder [[Sinn]] ist abhängig von der ganzen Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. So kann ein Mensch z.B. im Wahnsinn gänzlich anders riechen, sehen und hören, weil seine Gegenwärtigkeit hierdurch bestimmt ist. Umgekehrt können Sinne ihre rein physiologische Funktion durchaus übertrumpfen, wenn z.B. Blinde auf ihre Weise &#039;&#039;sehen&#039;&#039;, indem sie das Zusammenspiel anderer Sinne hierfür ausbilden. Empfindung betrifft immer den ganzen Menschen. Ihm wird in der Empfindung zugleich der Zusammenhang seiner Sinne gegenwärtig, die sich in ihr bilden und sich in ihren [[Eigenschaften]] und [[Fähigkeiten]] gewiss machen (siehe [[Sinnbildung]]), sich darin ihrer selbst vergewissern. Von daher entsteht ihr [[Wissen]] aus der [[Gewissheit]] eines empfundenen [[Gefühls]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung erweist eine [[Beziehung]] durch sich selbst, durch das Finden von jemanden oder etwas, das darin sich als [[Sinn]] einer Beziehung eindrücklich [[vergegenwärtigt]], als [[Eindruck]] wahrnehmbar ist, ohne [[ausdrücklich]] wahr zu sein. Was ihre [[Bedingung]] ist, die sie [[wahr hat]], ist ihr nicht unbedingt gegenwärtig, auch wenn sie deren [[Gegenwärtigkeit]] als [[Gefühl]] im Sinn hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung unterstellt Gegenständlichkeit, die ihren [[Inhalt]] ausmachen. Sie ist alleine schon dadurch gegenständlich, dass sie sinnliche [[Gegenstände]] im Sinn hat, also auch ihre eigenen Organe. Der empfindende Sinn ist notwendig für ihre Gegenwärtigkeit, anders als der gegenständliche. Der Gegenstand entspricht zwar in der Empfindung dem Menschen, ist aber dennoch nicht durch die Empfindung bestimmt. Er steht ihr immer als etwas anderes gegenüber, auch wenn sie sich in ihm [[identifiziert]]. Der Gegenstand ist immer auch natürlich und eher durch Gefühle bestimmt, insgesamt aber ein [[Ganzes]] vieler Eigenschaften, die nicht unbedingt alle sinnlich wahrnehmbar sind (z.B. Radioaktivität oder auch das Sehen eines blinden Menschen). Von daher ist Wahrnehmung auch nicht alleine durch Empfindung bestimmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gegenübersein ist gegenständliche [[Wirklichkeit]], die in der Empfindung schon bezogen ist, indem sie darin wirkt. Ich empfinde eine [[Sache]] oder einen Menschen oder mich, wie sie oder er auf mich wirkt oder ich auf mich wirke. Und solange diese Wirkung anhält, habe ich noch kein [[Gefühl]] hierzu. Empfindung ist immer wirklich [[gegenständlich]], weil sie immer ein [[wirkliches]] Gegenüber hat, auch wenn ich das selbst sein kann. Sie unterstellt immer zweierlei [[Gegenwärtigkeit]] von [[Sinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im reinen Gegenüber ist sie noch äußerlich und doch schon Inhalt, denn empfinden können wir nur, was für uns [[Sinn]] hat, sinnlich ist und unseren Sinnen entspricht. Alleine schon dadurch, dass unsere [[Wahrnehmung]] hierdurch - also in ihrem Sinn - gebildet ist, ist unsere Empfindung nicht nur unmittelbar, sondern auch das Dasein von einer kulturellen [[Geschichte]], welche von der [[Naturempfindung]] bis in unsere Wirklichkeitserfassung fortentwickelt ist. Wir können daher immer nur empfinden, was in unserer [[Natur]] steckt (im Unterschied z.B. zu Strahlungen, für die wir keine [[Gewissheit]] und also keine Empfindung haben). Aber was wir empfinden, welche Töne, Farben, Geschmäcker usw. wir gut oder schlecht finden, ist deren natürlicher wie auch kultureller Inhalt (siehe [[Kultur]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist von daher auch das Befindung einer [[Wahrnehmung]], ihr unmittelbarer Sinn im doppelten Sinne des Wortes: Sie hat den Sinn für den Menschen, den sie für ihren [[Gegenstand]] hat. Ich schmecke, rieche, höre, sehe, usw., wie sich mein Sinn hiernach und hierzu befindet und gebildet hat. Die schönste Blume, das feinste Kristall, kann ich nicht empfinden, wenn ich keinen Sinn hierfür habe. Das beste Essen, das tollste [[Ereignis]] kann mich kalt lassen, wenn ich in schlechter Gesellschaft bin. Empfindung ist völlig ohne [[Nutzen]], aber absolut notwendiger Inhalt einer [[Beziehung,]] Unmittelbarkeit meiner Sinne darin und dem, was in ihnen gebildet ist, was sie entwickelt hat und was ihr [[Gedächtnis]] enthält. Empfindung ist eine Befindlichkeit, die in die Lage versetzt, zu befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Von daher kann sie auch zu einem [[Urteil]] werden, wie es durch das [[Befinden]] bestimmt ist. Der empfindsame Mensch lebt oft in der Befangenheit seiner Befindlichkeit, wenn er diese als seine Gefühlsgrundlage nimmt. Darin aufgehoben bewahrt sich Empfindung jenseits ihrer Wirklichkeit als [[Gefühl]] für sich, das sich durch [[Empfindungsurteile]] abschließt und sich ihrem Herkommen verschließt und dieses zu seinem [[Umstand]] werden lässt. Von da her sind solche Gefühle die [[Reaktion]] der Empfindung.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[Gefühl]] ist Empfindung ohne jede Refexion und enthält auch keine [[Erkenntnis]] außer der unmittelbaren Begegnung, wenn auch darin die Geschichte sinnlicher Begebenheit als [[Gedächtnis]] der Erfahrung eingeht, aber nicht als Reflexion, sondern dem Inhalt nach. Sie folgt nicht der Einfühlung in ihren Gegenstand, weiß nichts von Funktion, [[Stoff]] oder [[Schönheit]] (siehe [[Ästhetik]]). Sie ist der unmittelbare Sinn, den [[Kultur]] als gesellschaftliche Form der [[Naturempfindung]] und des sich in [[Gesellschaft]] Befindens der Menschen überhaupt hat, gleich, in welche Gefühle sie sich vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Empfindung ist also eine Beziehung zu ihrem [[Gegenstand]], die dem Akt des Empfindens auch vorausgesetzt ist und sich darin ereignet und erinnert. Wir können qualitativ nur empfinden, was mit uns zu tun hat, wie es da ist (siehe [[Dasein]]), nicht, warum es da ist oder wie es geworden ist. Wir finden in der Empfindung etwas, das wir darin zugleich befinden als etwas, das wir dem Sinn nach oder von Natur aus durchaus kennen, das aber darin oder [[qualitativ]] uns erst in seiner Gegenwärtigkeit gewiss wird. Empfindung ist die Form der Erkenntnis eines Unbekannten, das wir dem Sinn nach kennen, die Beziehung auf einen Gegenstand, eine Sache oder einen Menschen, der in unsere Wahrnehmung geraten ist, weil darin Sinn von dem ist, was uns sinnlich ausmacht, was also auch gewahr für uns ist, Moment unserer [[Wahrheit]]. Wessen ich nicht gewahr werde, das empfinde ich nicht. Und was keine Wahrheit für mich hat, das nehme ich auch nicht wahr (vergleiche hierzu z.B. die Empfindung für Gott, das Finden von Gott in sich). Empfindung setzt eine Welt als Gegenständlichkeit von und für Menschen voraus, die in ihr so ist, wie sie für den Menschen ist, wie sie von ihm in [[Wahrheit]] genommen, [[wahrgenommen]] wird, weil er darin seine Lebensäußerung erkennt. Von daher kann es keine richtige oder falsche Empfindung, keine wahre oder unwahre geben (vergl. [[Kritik]] an [[Adorno]]). Empfindung ist elementar, auch wenn sie gestört werden kann bis hin zu ihrer Auflösung, zerstört durch [[Gefühle]] oder [[Gedanken]], bedrängt oder [[verrückt]] durch ihr [[Gedächtnis]]. Mehr noch: Empfindung kann selbst einer fremden [[Identität]] gehorchen (siehe hierzu [[Hörigkeit]]), beherrscht werden von den [[Absichten]] der [[Seele]], welche der [[Selbstverwirklichung]] sinnesmächtiger Persönlichkeiten unterworfen sind (siehe hierzu [[Irrsinn]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wir finden das, was wir empfinden, so, wie wir es vorfinden und jeder Mensch empfindet dies anders, sogar im Zeitablauf verschieden (z.B. ist es uns morgens eher kühl als abends, weil sich unsere Physis im Tageslauf und je nach Tätigkeit ändert). Befinden und Empfinden sind ein Begriffspaar, das aufzeigt, dass das Befinden als [[Urteil]] identisch ist mit dem Befinden eines Menschen bei der Wahrnehmung eines Gegenstands (insofern ist dieses Urteil auch die Grundlage unseres Gefühls hierfür, das [[ästhetische Urteil]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Empfindung ist im Befinden ein abgeschlossener [[Zustand]] dessen, worin wir uns befinden, was wir darin suchen und finden. Als abgeschlossener Zustand des Findens bestätigt sich der Begriff Empfindung tatsächlich auch ethymologisch (empfinden = entfinden = zu Ende finden). Dies besagt, dass eine Suche unterstellt ist, eine [[Beziehung]] zum Gegenstand der Empfindung, eine Identität, die in der Empfindung lebt, weil sie auch außer ihr ist, ihr vorausgesetzt wie folgend ist, also gegenwärtig und [[geschichtlich]] zugleich als das, was in der Empfindung für den Menschen auch von ihm existiert, sinnliche Gegenwart wie Vergangenheit in einem. Als dieses ist Empfindung Voraussetzung und Inhalt der Wahrnehmung, wie auch für das Gefühl, welches sich im Menschen ereignet und so zum [[Ereignis]] seiner empfundenen Beziehung wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unmittelbar wahr wie dies scheint, wäre kein Gedanke hieran zu vergeuden und alle Theorie über Empfindung nur bloße [[Sophisterei]], hätten wir nicht selbst Probleme mit dem Empfinden, wären wir nicht durch sie auch bedrängt, wäre sie nicht für uns selbst eine Frage nach dem, was daran überhaupt [[wahr]] ist, wenn sie nicht unwahr sein kann, was uns darin [[getäuscht]] sein lässt, was [[Mystifikationen]] transportiert oder [[Fetische]] erzeugt oder sie in fremde Gefühle und [[Scheinwelten]] geborgen sein lässt (siehe auch [[Kitsch]]). Was haben wir in der Empfindung selbst schon wahr, wenn wir durch sie unsere Welt wahrnehmen? Was läßt dieselbe Wahrnehmung andere Empfindung sein? Was kann einfache Wahrnehmung sein und doch unser [[Leben]] bis zum [[Tod]] bestimmen (z.B. Platzangst, Verfolgungswahn). Wiewohl eine Empfindung nicht unwahr sein kann, ist es in unserer Gesellschaft doch ein Problem, darin wahr zu bleiben, d. h. in einer Identität von [[Wahrnehmen]] und [[Wahrhaben]] zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung findet, was sie kennt, ohne es zuvor wahrgenommen zu haben. Von da her zeigt sie sich als Form der [[Erkenntnis]]. Wir empfinden Bekanntes und Fremdes, sofern unsere Wahrnehmung hierfür frei, also nicht selbst in der [[Form bestimmt]] ist. Der Unterschied von Eigenem und Fremden ist selbst das treibende [[Ereignis]] der Empfindung, ihre Neugier. Fremdes ist nur durch Eigenes auch wirklich fremd und somit Wirklichkeit, die mir zu eigen werden kann, wenn ich meine Beziehung hierzu entdecke, mein [[Tätigsein]] und [[Leiden]] hierin. Erst wo diese Beziehung nicht entstehen kann, wo also Fremdheit (siehe [[Fremdarbeit]]) allgemein ist, wird Wahrnehmung zu einer eigenen Allgemeinheit kommen, zu Empfindungen und [[Gefühlen]], die uns zu eigen werden, weil und sofern sie keine Fremdheit kennen, und wir darin unsere Gefühle als Verhältnis zu uns selbst aufheben (siehe [[Selbstgefühle]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es auch Gegenstände der Fantasie, die wir nicht empfinden können, vielleicht aber fühlen (siehe [[Gefühl]], [[Regung]]). Aber hierin selbst regt sich keine [[Entfremdung]]; es ist ein Spiel mit dem, was wir kennen, das beiher spielen des [[Gedächtnisses]], Beispiele der Erkenntnis (siehe auch [[Traum]]). Wir können aber nichts empfinden, was wir nicht in irgendeiner Art wirklich kennen, und sei es auch nur im Unterschied unseres Daseins, in der Unterscheidung von Seinsweisen unserer Wahrnehmung, den Zuständen unserer Sinne. Gefühle, die uns selbst beschäftigen oder mit denen wir uns mit uns selbst beschäftigen, entstehen erst vollständig, wo uns eine Welt vollständig fremd ist. Diese allerdings ist zugleich jenseits der Empfindung, etwas, was wir in Gefühlen verspüren, aber nirgends finden, nicht be[[wahrheit]]en können, etwas Ungewisses, das nur dadurch ungewiss sein kann, dass es eine fremde [[Gewissheit]] enthält (siehe [[Unheimliches]]). Diese Beziehung der Empfindung setzt voraus, das sie formbestimmt und aus ihrer Form ihr Inhalt in doppeltem Sinn zu erschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Inhalt der Wahrnehmung macht Empfindung im Menschen wahr, was auch außer ihm wahr ist und ist somit die Grundlage der [[Erkenntnis]], ihre einfache [[Wahrheit]]. Sie enthält immer eine sinnliche Beziehung zu einem Gegenstand und ist somit auch seine [[Gewissheit]] für den Menschen, Sinn seiner [[Erkenntnis]] in der Bewahrheitung ihrer [[Identität]] von Sache und Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objektiv ist die Empfindung [[Leiden]] wie auch [[Tätigkeit]] der Wahrnehmung, das Nehmen eines [[Gegenstands]] als eigene [[Wahrheit]]. In der Wahrnehmung nimmt die Erkenntnistätigkeit ihren Ausgang und bleibt solange [[zweifels]]frei (wahr), wie sie diesen als [[Ganzes]] - also ungeteilt - erfassen, beschreiben und behandeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht sich die Empfindung nicht auf Gegenstände sondern ist sie Moment einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], so ist ihr Gegenstand selbst unmittelbar subjektiv, also ein Mensch (oder viele Menschen), der nicht unbedingt ist, als was er wahrgenommen wird. Seine Seinsweise als Mensch ist zugleich das [[Dasein]] eines [[Lebens]], welches der Empfindung nicht entspricht, welches aber dem Gefühl von diesem Leben zukommt. Hierdurch stellt sich das [[Gefühl]] in einen Unterschied zur Empfindung. Es hat wahr, was nicht unbedingt wahrnehmbar ist, was sogar gegen die Wahrnehmung selbst stehen kann, weil es von Leben kündet, auch wenn es nicht erkennbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühl wird so zum Träger eines Verhältnisses von Menschen, die sich nicht über ihre Gegenstände aufeinader beziehen, sondern sich selbst unmittelbar gegenständlich wie auch [[Mittel]] füreinander sind, ihr Leben füreinander äußern, vermitteln und haben und daher wahrhaben, was es für sie mit anderen ist (siehe [[Zwischenmenschlichkeit]]). Die Beziehung, die Menschen in gegenstandslosen [[Lebensräumen]] miteinander haben, sind reine Gefühlsbeziehungen, in denen sie sich empfinden, wie sie für ihre Gefühle sind. Diese Verhältnisse sind die Grundlagen der [[bürgerlichen Kultur]], die nur in dieser Selbständigkeit bestehen kann. Ursprünglich entwickelte sich diese in den Gesellschaftsschichten, die durch ihren [[Besitz]] sich autonom erscheinen konnten, weil dieser ein kleinerer oder größerer Geldbesitz war. Inzwischen gibt es ganze [[Gesellschaften]], die auf den Verhältnissen des [[Geldbesitzes]] gründen (siehe [[Dienstleistungsgesellschaft]]). Dies bestimmt Empfindung selbst, den Sinn der Wahrnehmung, zur abgetrennten Leidensform der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bestimmt auch den allgemeinen Gebrauch dieses Begriffs. Würde man ihm Glauben schenken, so wäre Empfindung eine einfache [[Wahrnehmung]] von Gegenständen (Sachen wie Menschen), die als Bilder, Töne, Gerüche, Geschmack, Berührung, allgemein also als [[Reize]] auf die sensorischen Sinne treffen und unsere &#039;&#039;fünf Sinne bewegen ([[Kognition]]). In dieser Beziehung ist Empfindung ganz passiv, einseitig und naturhaft verstanden: Ist der Ofen zu heiß für einen Organismus, so empfindet ein Mensch - wie auch ein Tier - Schmerz. Entspricht er der Hauttemperatur, so empfindet er nichts dergleichen. Empfindung, so ganz objektiv und natürlich verstanden, nimmt Unterschiede wahr, die Menschen wie alle Organismen zwischen sich und der Welt haben (dies ist das einzige Moment des Begriffs, was die [[Skinner]]sche Theorie des [[Lernens]] aufgefasst hatte und was ihre psychologische Forschung zur Tierforschung machte). In dieser naturhaft fixierten Beziehung gibt es gute oder schlechte Empfindungen nur im Maßstab der Quantitäten, worin physische Schwellen der Wahrnehmung festgestellt und daher auch nur zum Maß der Stimulation werden. Schlecht sind dann Empfindungen, welche die Beanspruchbarkeit (&#039;&#039;Absorbtionsfähigkeit&#039;&#039;) des entsprechenden Organs überschreiten, erträgliche Empfindungen, wo sie noch ertragen werden können und gewöhnliche Empfindungen, die nur auffallen, wenn ungewöhnliche waren, die also im Wechsel der Empfindungen wahrgenommen werden und voll und ganz dem Gefühl entsprechen, in welchem Gegenstände für den wahrnehmenden Menschen sind. Derlei Theorie kann nur ein Interesse verfolgen: die Belastbarkeit und [[Nutzbarkeit]] und Manipulierbarkeit von Menschen auszumessen und ihm die Gegenstände seiner Empfindung unerkennbar, wenn vielleicht manchmal auch durch [[Gewöhnung]] (&#039;&#039;Erhöhung der Adaptionstoleranz&#039;&#039;) erträglicher werden zu lassen (z.B. Angsttherapie).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Empfindung</title>
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		<updated>2026-08-15T10:58:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfram: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wenn die Empfindungen, Leidenschaften etc. des Menschen nicht nur anthropologische Bestimmungen im [engeren] Sinn, sondern wahrhaft ontologische Wesens-(Natur-)bejahungen sind - und wenn sie nur dadurch wirklich sich bejahen, daß ihr Gegenstand sinnlich für sie ist, so versteht sich, 1. daß die Weise ihrer Bejahung durchaus nicht eine und dieselbe ist, sondern vielmehr die unterschiedne Weise der Bejahung die Eigentümlichkeit ihres Daseins, ihres Lebens bildet; die Weise, wie der Gegenstand für sie, ist die eigentümliche Weise ihres Genusses; 2. da, wo die sinnliche Bejahung unmittelbares Aufheben des Gegenstandes in seiner selbständigen Form ist (Essen, Trinken, Bearbeiten des Gegenstandes etc.), ist dies die Bejahung des Gegenstandes; 3. insofern der Mensch menschlich, also auch seine Empfindung etc. menschlich ist, ist die Bejahung des Gegenstandes durch einen andren, ebenfalls sein eigner Genuß; 4. erst durch die entwickelte Industrie, i.e. durch die Vermittlung des Privateigentums, wird des ontologische Wesen der menschlichen Leidenschaft sowohl in seiner Totalität als in seiner Menschlichkeit; die Wissenschaft vom Menschen ist also selbst ein Produkt der praktischen Selbstbetätigung des Menschen; 5. der Sinn des Privateigentums - losgelÖst von seiner Entfremdung - ist das Dasein der wesentlichen Gegenstände für den Menschen, sowohl als Gegenstand des Genusses wie der Tätigkeit.- [[(MEW 40, S. 562f)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen treten [[einzeln]] und [[zufällig]] auf. In den [[Gewohnheiten]] der einzelnen Menschen ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] werden sie zu [[Gefühlen]] verallgemeinert, worin sie ihre haptische Vergegegwärtigung erleben, worin sie die Bildungen aus deren Gebilde erfahren und worin sich diese als Verbildlichung ihrer Selbstwahrnehungen [[entwickeln]], um in ihrer [[zwischenmenschlichen]] [[Kultur]] von [[Stimmungen]] getragen zu werden. Von da her lassen sich Gefühle der [[Form]] nach gleichsetzen, auch wenn sie ununterschieden [[erscheinen]], weil sie einer [[Beziehung]] auf dem gleichen [[Gegenstand]] entspringen. Wer sich am Feuer die Finger verbrennt, dem ist es für sein Schmerzgefühl gleich, ob er die Hitze eines Ofens ist oder einer Auspuffanlage erfahren musste – ein [[Leiden]] lässt sich über die Entstehungsgeschichte hinaus, die er [[wahrhat]] hinaus immer identifizieren, wenn man der [[Geschichte]] seiner Entstehung [[abstrahiert]]. Aber gerade daadurch ist die Schmerzempfindung substanziell und dem Ihalt nach wie jede Empfindung eine einzigartige [[Beziehung]] auf das Ereignis seiner Ursächlichkeit und also nur in siner Form vergleichbar (siehe auch Ereignisproduktion). Seine [[Wahrnehmung]] ist immer schon durch das Verhältnis zu ihrem [[Gegenstand]] bedingt und im Unterschied zum [[Gefühl]] darin endlich, dass sie nur finden kann, was für sich und durch sich einfach schon da ist. Sie offenbart somit die [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] ihrer [[Beziehung]] auf diesen, das [[Wesen]] ihrer [[Wahrnehmungsidentität]]. Darin hat sie ihn ganz für sich so [[wahr]], wie sie ihm [[gegenwärtig]] gewahr ist (siehe auch [[Aufmerksamkeit]]). Die Empfindung ist [[unmittelbar]] eins mit ihm – so [[objektiv]], wie er für sie da ist (siehe [[Dasein]]), und so [[subjektiv]], wie sie [[Sinn]] für ihn und durch ihn hat. [[Körperlich]] erzeugt jede Empfindung eine Laune, die eine [[Beziehung]] auf Andere anstimmt und sich in der [[Stimmung]] mit ihnen [[objektiv]] [[vermittelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche [[Vermittlung]] ist [[Objekt]] und [[Subjekt]] in Einem: in der [[ganzen]] [[Beziehung]] zwischen [[Tätigkeit]] und [[Leiden]] der Menschen. Auch wenn ihr [[Gegenstand]] sinnlich nicht nur in ihr, sondern vor allem auch außer ihr ist, so muss der [[Sinn]] der [[Wahrnehmung]] ihm doch adäquat sein, um sich nicht zwischen ihrem Subjektsein und Objektsein zu [[täuschen]]. Da ihr [[Gegenstand]] aber immer schon [[gesellschaftlich]] aus ihrer [[Natur]] erzeugt und zugleich in der [[Gesellschaft]] der [[Sachen]] und Menschen [[existiert]] kann diese [[unmittelbare]] [[Beziehung]] der [[Empfindungen]] dem nicht angemessen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber jede [[Wahrnehmung]] ist die [[Elementarform]] der [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] ihrer [[Kultur]] und formulieren so auch ihren [[Gegenstand]] im [[Sinn]] ihrer [[Verhältnisse]]. Sie unterstellt also eine [[Wahrheit]], die mit der [[körperlichen]] [[Erfahrung]] eines Menschen auch durch seine [[Empfindungen]] [[gegeben]] ist (siehe [[Gegebenheit]]) und in seinen [[Gefühlen]] für sich [[wahr]] gemacht wird (siehe [[Wahrmachen]]), – eben so, wie er hier oder dort mal eben so [[da ist]] (siehe [[Dasein]]). Als [[gesellschaftliche]] [[Beziehung]] können die Menschen darin also nur finden, was sie in [[Wahrheit]] für sich und durch andere sind und haben, was sie außer sich von sich [[wahr haben]] und durch einander als [[Wahrheit]] für sich nehmen und für ihr [[Dasein]] [[wahrmachen]] – eben als [[Wahrheit]] für sich nehmen und deshalb auch für Andere [[verstehen]], was sie für sich [[empfinden]] und durch Andere von sich [[fühlen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Welt, worin die Menschen sich nicht [[gegenständlich]] [[verhalten]], weil sie weder einen [[gesellschaftlichen]] [[Gegenstand]] haben, noch sich auf einen Menschen [[gegenständlich]] [[beziehen]] können, haben sie im Grunde nur noch sich selbst und andere Menschen in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] als [[Material]] ihres [[Lebens]], sich selbst als [[Sinn]] für andere wahr, was sie von diesen für sich finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ziehen sich bestimmte [[Empfindungen]] unmittelbar so an, wie sie sich in ihrer [[Sinnbildung]] [[körperlich]] und also [[zeitlich]] und [[räumlich]] in ihrer [[Wahrnehmung]] [[ereignet]] haben und lassen sich von daher auch zu [[bestimmten]] [[Stimmungen]] vereinen. Diese sind daher auch die [[objektive]] [[Subjektivität]] (siehe auch [[objektive Subjektivität]]) [[vereinzelter]] [[Wahrnehmungen]], die für sich als bestimmte [[Gefühle]] in den Menschen wie [[Erinnerungsbilder]] (siehe auch [[Bildung]]) der darin tätigen [[Ereignisse]] verbleiben. Von daher erscheinen sich die Menschen in ihren [[Selbstgefühlen]] wie unmittelbar [[objektive]] [[Wesen]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]], durch die sich ihre [[Persönlichkeit]] bildet und in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] fortbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen in ihren Lebenswelten [[körperlich]] und [[geistig]], und also [[kulturell]] vorfinden (siehe auch [[Lebensraum]]), das macht den [[Inhalt]] ihrer Empfindungen aus, die sie hier und da im [[Lebensstandard]] ihres [[Daseins]] [[erfahren]]. Ihre [[Erfahrungen]] gehen daher ganz [[unmittelbar]] als ein [[einzelnes]] Finden und Empfinden in ihr [[körperliches]] [[Gedächtnis]] ein, worin sie ihre [[wahre]] [[Geschichte]] in der [[Ausschließlichkeit]] ihrer [[einzelnen]] [[Wahrnehmung]] [[verinnnerlichen]] (siehe auch [[Erinnerung]]) und zu [[Gefühlen]] so fortbilden, in denen sie in ihrer [[Vereinzelung]] in den [[Stimmungen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] übereinstimmen (siehe hierzu auch [[Wahrnehmungsidentität]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wahrnehmung]] [[verhalten]] sich daher die Empfindungen zu den [[Gefühlen]] wie der [[Gebrauchswert]] sich im [[Warentausch]] zum [[Tauschwert]] als [[relative]] [[Einzelheit]] einer [[ganzen]] [[Form]] der [[Wahrnehmung]] [[verhält]], die in [[Gefühlen]] aufgeht und als diese in ihrer [[Selbstbezogenheit]] so verbleibt, wie sie sich in der [[Selbstwahrnehmung]] eines Menschen als [[abgetrennte]] [[Wahrheit]] (siehe auch [[Teilung der Wahrnehmung]]) seiner [[gesellschaftlichen]] [[Beziehungen]] niederschlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist von da her die [[Wahrnehmung]] eines organischen Einzelwesens, wie es seine [[Natur]] außer sich [[wahrhat]]. Sie ist zunächst so einfältig, wie sie im [[Dasein]] ihrer [[Gegenstände]] [[erscheint]] – eben so, wie die Art und Weise, die [[Form]] seiner Begegnung mit ihnen ist. Darin betreibt der [[natürliche]] [[Sinn]] seiner [[Wahrnehmung]], was die Natur eines Lebewesens von und für sein [[Leben]] in Flora und Fauna als Pflanze, Tier oder Mensch findet. Für die Menschen ist entscheidend, was ssie durch seine [[natürliche Intelligenz]] von und für sein [[Leben]] [[verstehen]] und [[wissen]] und worauf sie von daher ihre [[Aufmerksamkeit]] als [[Gewissheit]] und [[Gewissen]] ihres [[Seins]] (siehe [[Bewusstsein]]) in sich konzentrieren (siehe hierzu auch [[Gefühl]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da her bliebe die [[Einzelheit]] dieser [[Beziehung]] leblos, würden sich die Menschen darin nicht auch menschlich so [[vergegenwärtigen]], wie sie durch die [[Naturmacht]] ihrer [[Arbeit]] deren [[Dasein]] aus dem [[Material]] ihrer [[Natur]] erzeugt hatten. Ihre [[gesellschaftlichen]] [[Beziehungen]] sind daher in den [[Sinnbildungen]] ihrer [[Kultur]] [[gegenwärtig]], worin sie sich gegenseitig auch anstimmen und einstimmen (siehe auch [[Stimmung]]) und [[Gefühle]] für ihre [[Lebenswirklichkeit]] – und also für sich ganz [[allgemein]] – [[entwickeln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Menschen in den Existenzformen ihres [[Lebens]] [[wahrhaben]], das empfinden sie im [[unmittelbaren]] [[Sinn]] ihrer [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand]] - eben so, wie er sowohl im [[Einzelnen]] wie auch im [[Allgemeinen]] für sie [[da ist]], wie er sich ihnen in der [[Existenz]] ihrer [[Wahrnehmung]] erschließt (althochdeutsch: Empfindung=Ent-Findung=zu Ende Gefundenes), wie er [[wirklich]] in ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Beziehung]] und [[Kraft]] für sie ist (siehe hierzu auch [[Naturmacht]]). Von daher [[verwirklicht]] sich darin der abgeschlossene Augenblick eines [[gesellschaftlich]] [[bestimmten]] [[Materials]] ihrer [[Wahrnehmung]]. Sie verbleibt in dieser [[Aufmerksamkeit]] für den [[Gegenstand]] ihrer [[Beziehung]] wie sie in ihrem [[unmittelbaren]] [[Dasein]] – in der Form ihrer Existenz an und für sich – zu sein scheint, soweit eben, wie sie als Moment ihres Lebens [[erscheint]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der [[Beziehung]] in diesem lässt sich auseinandersetzen ob eine Empfindung [[wahr]] ist oder nur &#039;&#039;täuschend echt&#039;&#039; [[erscheint]] (siehe [[Täuschung]]), ob die [[Sinne]] zu einer [[ganzen]] [[Wahrnehmung]] konsistent zusammenfinden (siehe hierzu [[Wahrnehmungsidentität]]) und sich in ihrem [[Gegenstand]] bewähren und [[erkennen]], dass sie [[wissen]] (siehe [[sinnliche Gewissheit]]) was und ob das Auge sieht, das Ohr hört, die Sinne tasten, die Nase riecht, die Zunge schmeckt, - alles was im [[Leben]] der Menschen auch [[wirklich]] zusammenfindet und in [[Wahrheit]] zusammenkommt, um nicht außer sich zu einer [[unheimlichen]] [[Wahrheit]] zu werden (siehe hierzu auch [[Wahnsinn]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Empfindung ist hierdurch das äußerste Moment einer unzweifelhaften (siehe [[Zweifel]]) [[Wahrnehmung]], die nicht nur [[Sinn]] hat, sondern selbst zu einem [[Sinn]] findet, den die [[Wahrnehmung]] über ihre partikularen Momente hinweg [[bewahrheitet]], sich zu [[eigen]] macht, [[Eigenes]] wird und sich durch ihre [[Erinnerungen]] zu [[Gefühlen]] ihrer [[Selbstgewissheit]] so entwickelt und sich darin [[subjektiv]] in dem entsprechenden [[Gefühlen]] so [[verallgemeinert]], wie diese außer sich auf Dauer einig sind, sich [[gegenständlich]] bewähren und bewahrheiten, d.h. mit sich identifizieren, ihr [[objektives]] [[Sein]] [[subjektiv]] bewahren und ihr [[subjektives]] [[Sein]] auch [[objektiv]] [[äußern]] können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher sind [[Gefühle]] verinnerlichte [[Empfindungen]] des [[Erlebens]]. Nur sie enthalten die bestimmten [[Inhalte]] der [[Erfahrung]], während [[Gefühle]] allerdings nur die Form ihrer [[Erlebnisse]] erinnern, um darin ihre Lebensinhalte für sich zu bewahren, in sich und durch sich zu [[verkörpern]], [[objektiver]] [[Inhalt]] wie [[subjektive]] [[Form]] in einem als das sind, was wie [[wirklich]] außer sich [[wahrgehabt]] haben und für sich so bewahren, wie sie sieh in [[Raum]] und [[Zeit]] ihrer Entstehung [[bewegt]] hatte. Diese [[Bewegung]] steckt in ihrer [[Psyche]] und ist somit der [[wesentlicher]] [[Gegenstand]] der [[Pschologie]] [[zwischen]] ihren [[Empfindungen]] und ihren [[Gefühlen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Empfindungen]], welche die [[Wahrnehmung]] [[bewegen]], werden zu &#039;&#039;Emotionen&#039;&#039;. Und das sind [[Gefühle]], in denen sich ihre innere [[Bewegungen]] vereinen, in denen die [[Wahrnehmung]] eine innere [[Wahrheit]] der empfundenen, gefundenen und befundenen [[Beziehungen]] als persönliche [[Identität]], als [[Wahrnehmungsidentität]] findet. Deren Erksenntnisvermögen greift über das hinaus, was in der [[Empfindung]] [[unmittelbar]] [[anwesend]] war. Gefühle erkennen daher auch das [[Abwesende]] in einem [[unverwirklichter]] Zusammenhang der [[Empfindungen]], das in der [[Erinnerung]] des [[Gedächtnisses]], besonders in der [[Traumarbeit]] [[erkannt]] werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen erzeugen Regungen und diese verwirklichen sich mittelbar oder unmittelbar in der sinnlichen Vergegenwärtigung durch eine hieraus bestimmte Arbeit, unmittelbar als Herstellung und Entwicklung von Selbstgewissheit, mittelbar und überhaupt in Tätigkeiten. Tätigkeit ist ein umgangssprachlicher Oberbegriff für vielerlei Beschäftigungen, die sich im Unterschied zum bloßen Wahrnehmen und Konsumieren als Lebensäußerungen verstehen lassen. Sie steht als Aktivform gegen die Passivform, als die Wendung des [[Leidens]] in eine Äußerungsform der Sinne, z.B. durch die Produktion von [[Gegenständen]] oder der Herstellung von [[Ereignissen]]. In jedem Fall ist mit Tätigkeit die Erzeugung von etwas Objektivem verbunden, worin sich ein Subjekt geäußert zeigt und darin geschichtlich existent ist, sein [[Leben]] und [[Erleben]] als [[Form]] seiner [[Subjektivität]] bildet. Alle seine subjektiven [[Eigenschaften]] und [[Fähigkeiten]] treten in seiner [[Äußerung]] zutage, soweit sie darin sich aus ihrem [[Leiden]] herauszusetzen verstehen, sich und ihre Welt verändern. Doch in ihrem sinnlichem [[Dasein]] verhalten sich die Tätigkeiten ganz verscchieden im Leben der Menschen: Nicht alles macht Sinn, was nützlich ist und nicht alles ist nützlich, was Sinn macht. So vermerkte Oskar Wilde auch ganz grundsätzlich: &#039;&#039;Kunst kann nicht nützlich sein&#039;&#039;. Und Karl Marx befand die Nützlichkeit eines Dings als Grundlage einer einer [[Waren]] produzierenden Wirtschaftsform: &#039;&#039;Die [[Nützlichkeit]] eines Dings macht es zum [[Gebrauchswert]]&#039;&#039; [[(MEW 23, Seite 50).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwischenmenschlichen Verhältnissen [[verhalten]] sich die Menschen daher über eine [[zwischenmenschliche]] [[Kultur]] ihrer [[Gefühle]], in denen ihre [[Empfindungen]] sich in ihren [[Beziehungen]] [[verkörpern]] (siehe [[zwischenmenschliche Beziehung]]). Darin [[vergegenwärtigt]] sich die [[Objektivität]] ihrer [[Empfindungen]] im [[wahrnehmenden]] [[Subjekt]] und kann sich von daher in sich und durch seine [[Gefühle]] nur [[verkehrt]] [[bewahrheiten]] und [[verhalten]] (siehe hierzu [[Körperfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nicht was ein Mensch fühlt, was er in seinen [[Empfindungen]] verspürt sind schon eigenständiges Gefühle, weil sie in der [[Wahrnehmung]] noch nicht [[vermittelt]] sind. Gefühle entstehen in den unmittelbaren [[Verhältnissen]] des [[Lebens]] so, wie sich darin die [[Empfindungen]] [[verhalten]] und einander bilden (siehe [[Sinnbildung). Darinerinnern]] sich die [[Inhalte]] der [[Wahrnehmungen]] an die [[Körperform]] ihrer [[Erlebnis]]. Im [[Gefühl]] beziehen sich die [[Empfindungen]] aus vergangenen [[Verhältnissen]], in der [[Epmfindung]] erinnert sich ihr [[Sinn]] an sein [[Erleben]] als [[eigenständige]] Lebensform seiner [[Subjektivität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da her ist ein [[Gefühl]] das innere der [[Form]] des [[Erlebens]], die an und für sich [[wahre]] [[Subjektivität]] der [[Natur]] ihrer [[Empfindung]], die in der [[Wahrnehmung]] ihrer [[Gegenstände]] nicht [[unmittelbar]] eins mit sich sein kann. Wohl aber ist sie auch außer sich vermittelbar, wenn sie ihren objektiven [[Anreiz]] in sich erkennt. Denn auch im Gefühl können Empfindungen sich wiederum &#039;&#039;einmischen&#039;&#039; als bloß reizvolle [[Form]] der [[Wahrnehmung]] die Fortbildung ihrer Inhalte bestimmen (siehe hierzu auch [[Traum]]). Denn weil Gefühle sich auch durch objektivierte [[Empfindungen]] beeindrucken lassen, wenn sie selbst [[formbestimmt]] und hierdurch zu [[objektiven Gefühlen]] werden und sich in ihrem [[Sinn]] [[verdichten]], können sich hieraus auch deren [[Inhalte]] formieren, deren Inhalt bestimmen und [[verkehren]]. Und wenn von daher die [[Empfindungen]] gegen die [[Wahrheit]] ihrer [[Wahrnehmung]] bestimmt sind und nur objektiv [[erlebt]] werden, wird auch die Beziehung von [[Empfindung]] und [[Gefühl]] durchbrochen und beides voneinander getrennt. Durch die [[Trennung]] von ihren [[Gefühlen]] entsteht eine [[Selbstwahrnehmung]], die sich zu einem [[Verhältnis]] von [[Selbstgefühlen]] [[verselbständigt]], weil sie darin nur als entäußerte Form der Wahrnehmung [[wahr]] sein können, die [[Empfindungen]] zur Erscheinungsform ihrer Gefühle werden (siehe hierzu auch [[Verdrängung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es äußerten sich bisher schon unzählige Disziplinen der [[bürgerlichen Wissenschaften]], die in den [[Gefühlen]] der Menschen ein Rätsel, eine [[Seele]] oder einen [[verselbständigt]] wirkenden [[Geist]] oder lediglich die [[Ursache]] eines [[Verhaltens]] jenseits seiner [[Verhältnisse]] finden wollten, weil sie darin nur eine [[Emotion]], eine Bewegung innerer [[Regungen]] sehen, die keine äußere [[Wirklichkeit]] enthalten und von daher auch nicht von Außen zu [[erkennen]] wären. Schnell wird dann aus dieser [[Äußerlichkeit]] des [[Wissens]] eine &#039;&#039;innere Wahrheit&#039;&#039;, ein völlig [[isoliertes]] inneres [[Wesen]] [[verabsolutiert]] und ganz [[selbständig]] erörtert und apriorisch [[ontologisiert]]. Dieses wird schließlich in den meisten Denkansätzen [[autopoietisch]], als unzugängliches, als [[privates]] [[Wesen]] einer Menschenseele unterstellt und somit das [[bürgerliche Individuum]] zu einem [[gesellschaftlich]] [[isolierten]] Privatwesen [[verabsolutiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie von [[Gott]] gegeben könnte es demnach seine Herkunft und [[Gründe]] nur aus sich [[selbst]] - [[getrennt]] von aller gesellschaftlichen [[Wirklichkeit]], wohl aber nicht von [[Gott]] - [[isoliert]] [[entwickelt]]. Von daher wird durch die [[Religionen]] jedem Menschen leicht ein übermächtiges, ein [[übermenschliches]], ein göttliches [[Wesen]] gegeben, die [[Mythologie]] kosmischer Gesetzmäßigkeiten (siehe [[Esoterik]]) zuerkannt, das ihn über seine gesellschaftliche [[Wirklichkeit]] hinaus geleitet, indem sie ihr [[Fremdsein]], ihre [[Entfremdung]] von sich und der Welt verinnerlicht. Doch es können [[Gefühle]] nur das enthalten, was sie in ihrer Welt auch finden, was sie für ihre [[Empfindung]] in [[Wahrheit]], also [[identisch]] in sich und mit sich, nur das [[empfinden]] können, was der [[Natur]] ihrer [[Wahrnehmung]] und zugleich der [[Natur]] ihres [[Gegenstands]], also ihrem [[Sinn]] von und für sich, also ihrem Menschsein entspricht. So kann sich in der [[Empfindung]] [[gesellschaftliche]] und [[zwischenmenschliche]] [[Wahrheit]] [[identisch]] finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen bieten daher die einzig [[wirkliche]] [[sinnliche Gewissheit]] der [[Wahrnehmung]], [[Tätigkeit]] der ursprünglichsten [[Sinne]] allen [[Lebens]] von Menschen, Tieren und Pflanzen, worin und wodurch die [[Intelligenz]] der [[Natur]] (siehe [[natürliche Intelligenz]]) ihren [[Gegenstand]] als [[Natur]] für sich in der [[Form]] seiner [[Existenz]] auffassen und erfassen kann. In der [[Empfindung]] findet das Subjekt was es objektiv außer sich ist. Denn auf das Subjekt kommt zurück, was es objektiv in der [[Beziehung]] auf seinen [[Gegenstand]] ist, was es von [[Natur]] ist und was es durch die [[Natur]] seines Wesens gebildet hat, was es von seiner [[Natur]] außer sich findet, was seine Organe [[wahrnehmen]] können und also auch für [[wahr]] halten. Im [[Subjekt]] der [[Wahrnehmung]] wird die Empfindung zu einem [[Gefühl]] für ihren [[Gegenstand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das einzelne [[Erleben]] sich nicht im [[ganzen]] [[Leben]] eines Menschen, in der [[Allgemeinheit]] seiner [[Lebensverhältnisse]] wieder finden, [[empfinden]] und [[erkennen]] kann, [[reduziert]] sich die [[Wahrnehmung]] auf eine [[Selbstwahrnehmung]], die nur außer sich eine [[Wahrheit]] für sich finden und [[empfinden]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin fügt sich dann etwas Entzweites durch das [[wahrnehmende]] [[Subjekt]], also durch sich selbst zusammen: die [[Empfindung]], die einem [[Leben]] außer sich als [[Wahrheit]] seiner [[isolierten]], [[vereinzelten]] [[Existenz]] entspricht, und das [[Gefühl]], durch das ein Individuum seine [[Erfahrungen]] von und mit sich selbst zusammenfasst. Während jede [[Empfindung]] durch ihre [[sinnliche Gewissheit]] eine [[unmittelbare]] [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]] [[erkennt]], durch den sie [[objektiv]] so bewirkt ist wie sie darin aufgegangen ist, verhalten sich [[Gefühle]] [[subjektiv]] als [[Formen]] der [[Empfindungen]] im [[objektiven]] [[Raum]] ihrer Entstehung, aus den [[Empfindungen]] ihres [[Daseins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[sinnliche Gewissheit der Empfindung]]findet die [[Wahrnehmung]] eine [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] in der [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand. Was sie]]in ihm von sich erkennt, findet sie in dem, was davon [[wirklich]] für sie und zugleich durch sie bewirkt ist, was also durch ihre subjektive [[Kraft]] in einem [[objektiv]] betimmten [[Raum]] die [[Dichte]] der [[Wahrnehmungen]] ausmacht. Es verhalten sich hiernach [[Gefühle]] als subjektive [[Formen]] der [[Empfindungen]] im [[Raum]] ihrer Entstehung. Sie bilden sich aus den [[Erinnerungen]] im [[KÖrper]] der Entstehung ihrer [[Empfindungen]], die eine hieraus bestimmte [[Beziehung]] zu ihrem [[Gegenstand]] als erinnerten [[Gegenstand]] für sich selbst erÖffnen, so wie er sich über viele [[Empfindungen]] angefühlt hat. [[Empfindungen]] haben sich im Lauf der [[Geschichte]] (siehe [[historischer Materialismus]]) an ihm und durch ihn begeistert, sind zu menschlichen [[Sinnen]], geistige [[Sinne]] geworden, die ihren [[Gegenstand]] nicht nur auffassen, sondern ihn auch für sich gestalten und daraus ihre[[Erkenntnisse]] beziehen. Durch ihre [[Natur]] sind sie als [[Natur]] des Menschen, durch seine [[gesellschaftlichen]] [[Eigenschaften]] und [[Fähigkeiten]] zu einer [[Naturmacht]] der Menschheit geworden. Von daher ist der menschliche [[Sinn]] so [[subjektiv]] wie [[objektiv.]] Die Speise findet Geschmack und Geschmack findet die Speise, weil sie einander suchen und sich finden und erzeugen, sich durch einander empfinden und aus einander setzen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung kommt aus dem Ursprungsbegriff Ent-finden, meint das zu Ende finden, das letzendlich Wahrgenommene, als Identität zu sich in [[Wahrheit]]Genommene und also für wahr Befundene. Eine Empfindung kann nur finden und befinden, was der natürlichen Ausstattung ihrer Organe entspricht. Sie ist die [[objektive]] Form einer [[subjektiven]] [[Beziehung]] der [[Wahrnehmung]]. Was ihrer [[Natur]] als Natur ihrer [[Wahrnehmung]] entspricht, das findet sich auch in ihrem Organ als besondere [[Fähigkeit]] ihrer Sensoren, als Form ihrer kognitiven [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand]]. Was sie außer sich für sich findet, was ihr von [[Natur]] aus vorausgesetzt ist, das hat sie auch in sich als [[Material]]ihrer natürlichen [[Beziehung]] auf ihren [[Gegenstand]]. Nicht nur die Spezies (z.B. Federmäuse, Katzen, Krokodile und Menschen) unterscheiden sich in ihren Empfindungen ganz wesentlich, sondern auch die Individuen, soweit die bestimmte [[Geschichte]] ihrer [[Erfahrungen]] und Behinderungen ihr KÖrpergedächtnis (siehe auch [[Gedächtnis]]) als das Organ ihrer [[Wahrheit]] geprägt haben (siehe hierzu auch [[natürliche Intelligenz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Erkenntnis setzt eine [[Kenntnis]] voraus, die durch die [[Aufmerksamkeit]] ihrer [[Wahrnehmung]] sich in ihrer Kenntnisnahme, ihrer Kognition bewahrheitet, indem sie aus deren [[Eigenschaften]] und [[Gewohnheiten]] eine zweifelsfreie [[Gegenständlichkeit]] zu erkennen vermag. Darin erweist sich die [[Wahrnehmung]] nicht nur gegenständlich als [[wahr]], sondern erweist auch ihren [[Gegenstand]] als ein [[Objekt]] subjektiver Eigenheiten, soweit sich darin ihre organischen Funktionen schlüssig zusammenfinden, das heißt: ungebrochene [[Empfindungen]]für wahr halten lassen, wie sie ihren Gegenstand gefunden haben, ohne ihn zu befinden oder von ihm zu [[wissen]]. Weil sie mit ihm und durch ihn gewachsen sind, kennen sie sich und ihn so [[subjektiv]] wie auch [[objektiv]] schon in seiner [[Erscheinung]], der einfachen und unmittelbaren Reflexion ihrer [[Wahrnehmung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gefühle]] lassen sich übertragen, [[Empfindungen]] nicht. Und das erklärt sich aus einem [[wesentlichen]] Unterschied zwischen diesen beiden Formen der [[Wahrnehmung]]. Im [[Gefühl]] reflektieren die [[Empfindungen]] ihren [[Gegenstand]] so wie er sich anfühlt, wie er [[Sinn]] macht und [[Sinn]] hat, wie er [[wahrgehabt]] und angeeignet, sinnlich zu [[eigen]] gemacht wird. In der Empfindung findet die [[Wahrnehmung]] ihren [[Sinn]] in dem [[Gegenstand]], den sie [[wahrhat]], wodurch ihre [[Wahrheit]] nicht nur [[Erinnerung]], sondern auch außer sich, objektiv ist, weil [[Wahrheit]] eben nur dort zu nehmen ist, wo Äußeres wie Inneres ist. Weil und sofern die Gegenstände der [[Wahrnehmung]] natürliche Gegenstände sind, haben sie auch ihren [[Sinn]] in der [[Wahrnehmung]] der Menschen so, wie diese in ihrer subjektiven mit ihrer objektiven [[Natur]] zusammenfällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung nimmt die [[Eigenschaften]] eines [[kÖrperlichen]] [[Gegenstands]] wahr, ist die [[stoffliche]] [[Wahrnehmung]] der [[Sinne]], - nicht einfach ihre bloße Kognition, sondern auch ihre [[sinnliche Gewissheit]], ihre [[unmittelbar]] [[kÖrperlichen]] [[Wahrheit]], die hierbei &#039;&#039;gefunden&#039;&#039; und aufgenommen und zu einem Befund der [[Wahrnehmung]] wird. Finden ist die einfache [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], seine Kenntnisnahme und Anerkennung, Voraussetzung seiner [[Erkenntnis]]. Eine Empfindung ist das abgeschlossene Finden, das &#039;&#039;zu Ende gefunden haben&#039;&#039; (sprachlich ist &#039;&#039;emp-finden&#039;&#039; eine Wendung der germanischen [[Bedeutung]] von &#039;&#039;ent-finden&#039;&#039;), die Wirkung einer Kenntnis von etwas, das schon vor jeder Empfindung als etwas [[Eigenes]] bekannt ist, das man schon [[kennt]], bevor es [[wirklich]] [[da ist.]] Sie ist eine Ent-Deckung, die unmittelbare [[Beziehung]] einer Identifizierung der [[Gegenstände]] des [[Lebens]], ihre Bezeugung, wie sie erzeugt und in ihrer [[Natur]] wahrnehmbar sind, ganz gleich in welcher [[Form]] sie sich befinden, so objektiv wie subjektiv sind. Denn es gibt keine rein objektiven Gegenstände für den Menschen, kein &#039;&#039;Ding an sich&#039;&#039;, keine &#039;&#039;Natur an sich&#039;&#039;. In der Empfindung wird das Erzeugte wie auch sein Erzeuger, der Mensch als subjektives Wesen für sich durch seinen Gegenstand, also objektiv gewiss. Und von daher ist darin nicht nur der bloße [[KÖrper]] ihres [[Gegenstands]] gegenwärtig, sondern auch der [[Geist]], der in seine Erzeugung eingegangen ist. Indem sie Menschen den KÖrper für sich finden, der ihr Leben darstellt, vergegewärtigen sie zugleich ihren Lebensinhalt als [[Gefühl]] für sich, wie es außer sich existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Empfindung werden sie sich also in ihren stofflichen wie geistigen [[Beziehungen]] gewahr, werden sich ihres [[Gegenstands]] [[sinnlich gewiss]], denn darin finden Menschen was ihre [[Verhältnisse]] [[substanziell]] ausmacht, was ihnen vorausgesetzt und zugleich ihnen zufolge [[wahr]] ist, was sie in ihrer [[Wahrnehmung]] für sich, und durch sich und zugleich gegenständlich [[wahrhaben]], weil es zugleich ihre Außenseite ist, ihre Äußerungen betrifft, die objektive Form derselbsen Substanz, die sie auch durch sich und fürs sich haben, was sie also objektiv wie subjektiv sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;-Daß der Mensch ein leibliches, naturkräftiges, lebendiges, wirkliches, sinnliches, gegenständliches Wesen ist, heißt, daß er wirkliche, sinnliche Gegenstände zum Gegenstand seines Wesens, seiner Lebensäußerung hat oder daß er nur an wirklichen, sinnlichen Gegenständen sein Leben äußern kann. Gegenständlich, natürlich, sinnlich sein und sowohl Gegenstand, Natur, Sinn außer sich haben, oder selbst Gegenstand, Natur, Sinn für ein Drittes sein, ist identisch. Der Hunger ist ein natürliches Bedürfnis; er bedarf also einer Natur außer sich, eines Gegenstandes außer sich, um sich zu befriedigen, um sich zu stillen. Der Hunger ist das gestandene Bedürfnis meines Leibs nach einem außer ihm seienden, zu seiner Integrierung und Wesensäußerung unentbehrlichen Gegenstandes.- [[(MEW 40, S. 578)]].&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur [[stofflich]], sondern auch [[geistig]] wird ein [[Gegenstand]] empfunden, eben so wie Stoffe durch ihre [[natürliche Intelligenz]] auch begeistert sein kÖnnen (siehe hierzu auch das [[Leib-Seele-Problem]]). Nicht alles, was es gibt, kann von Menschen wahrgenommen werden. Empfindung ist nur mÖglich, wo die sensorischen Organe die ihnen entsprechende objektive [[Wahrheit]] finden kÖnnen, wo sie also in der Lage sind, [[Gegenständen]] ihrer [[Wahrnehmung]] gewahr zu werden, sie für wahr zu nehmen. Jede Empfindung ist die [[Beziehung]] eines [[Subjekts]] auf ein [[Objekt]], eines Subjekts also, welches die [[Eigenschaften]] seines Objekts als [[Form]] für sich erkennen kann, mit ihm eine [[Identität]] in ihrer [[sinnlichen]] [[Form]] hat und worin sie in ihrem [[Dasein]] aus ihrem [[Sein]] heraus &#039;&#039;gefunden&#039;&#039; wird. In seiner idealistischen Manier formuliert Hegel ein ähnliches Verhältnis als &#039;&#039;seelisches Erwachen&#039;&#039;. Darin begegnet die [[Idee]] ihrem [[Sein]], die &#039;&#039;wache Seele&#039;&#039; ihrer Inhaltbestimmtheit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In dem Fürsichsein der wachen Seele ist das Sein als ideelles Moment enthalten; sie findet so die Inhaltsbestimmtheiten ihrer schlafenden Natur, welche als in ihrer Substanz an sich in derselben sind, in sich selbst, und zwar für sich. Als Bestimmtheit ist dies Besondere von der Identität des Fürsichseins mit sich unterschieden und zugleich in dessen Einfachheit einfach enthalten, - Empfindung. (Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 399)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist die [[Intelligenz]] der [[Natur]] (siehe auch [[Naturempfindung]]) als [[Natur]] ihrer [[Intelligenz,]] als die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] durch eigene [[Wahrnehmung]] aufzufassen und anzueignen und es auch als etwas [[Eigenes]] für sich [[wahr]] zu [[machen]], so wie es für das wahrnehmende [[Subjekt]] auch schon vor aller [[Erfahrung]] [[wahr]] ist, weil es seinen [[Gegenstand]] auch von [[Natur]] aus [[kennt]], bevor es ihn durch seine [[Erkenntnisse]] auch aneignen, für sich [[wirklich]] finden, seine Empfindung [[verwirklichen]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen, um sich mit der [[Befriedigung]] der hierauf bezogenen [[Bedürfnisse]] fortzubilden. Jede Empfindung verkÖrpert das Finden von dem, was sie außer sich für sich [[wahrhat]], was also eine [[Wahrheit]] zwischen einem empfindenden [[Wesen]] und seinem [[Gegenstand]], was schon vor aller [[Erfahrung]] von [[Natur]] aus wahr ist, was dem empfindenden [[Individuum]] [[subjektiv]] und [[objektiv]] organisch ebenso vorausgesetzt ist wie es auch von ihm fortgebildet wird, wie es also für sich [[gegenständlich]] als [[Gefühl]] für ein natürliches [[Wesen]] zu [[entwickeln]] ist, durch das sich auch die [[Fähigkeiten]] eines jeden [[Subjekts]] bilden und fortbilden kann (siehe auch [[Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Empfinungen gründen ihre [[Gefühle]] für sich und für ihre [[Sachen]] und zu Menschen überhaupt so, wie sie [[erfahren]] werden, wie [[einzeln]] oder [[allgemein]] sie beisammen, als menschliche [[Kultur]] [[da sind]]. In menschlichen [[Beziehungen]] haben sich Menschen vor allem im anderen Menschen zum [[Gegenstand]], [[erkennen]] sich in ihm [[subjektiv]] wie [[objektiv]] beziehen sich in dieser [[Form]] gegenständlich auf sich als Mensch und auf ihre [[Sache]] als ihr Erzeugnis, als Zeugnis ihres Zusammenwirkens und somit immer [[gesellschaftlich]]. Von daher und hierdurch ist [[Wahrnehmung]] die [[Elementarform]] ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Menschen durch ihre Sinnesorgane [[empfinden]] ist das, was sie von sich, von ihrer [[Natur]], [[Kultur]], [[Gesellschaft]], Dingen, Menschen usw., also von ihrem [[Leben]] durch ihren [[Gegenstand]] für sich finden, was sie in ihrem [[Dasein]] von ihrem [[Sein]] [[wahrhaben]]und von diesem in sich fühlen. Weil ihre Wahrnehmung auch ihren kÖrperlichen [[Eigenschaften]] entspricht, was ihnen in ihrem [[Sein]] sowohl vorausgesetzt als auch durch sie in den [[Sinn]] kommt, ist durch den empfindenden Menschen mit seinen Organen in der Welt seiner [[Kulturen]] da und diese sind durch sein Tun und Lassen zugleich ihm zu Folge. Es ist das, was die Menschen durch ihr Sehen, Riechen, HÖren, Tasten und Schmecken sind, was sie geschaffen haben und auch als [[Gegenstand]] ihres [[Lebens]] [[wahrnehmen]] kÖnnen, weil und soweit es ihrer [[Natur]] entspricht. Dieses [[Verhältnis]] ihrer [[Wahrnehmung]] ist das [[Dasein]] ihrer [[natürlichen Intelligenz]] und somit auch die [[Elementarform]] ihrer [[Wahrheit]], ihrer [[sinnlichen Gewissheit]], in der sie sich von ihren Gegenständen sowohl unterschieden wie auch einig, sich in eins mit ihnen und ihrer Welt fühlen kÖnnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo keine wirklichen [[Gegenstände]] als Produkte menschlicher [[Lebensäußerung]] sinnlich gewiss sind, gibt es auch keine unzweifelhaften [[Wahrnehmungen]]. Diese sind gespalten. Nicht [[Erkenntnis]] aus der [[Kenntnis]] ihrer Erzeugung bildet sich darin fort. Es ist ihr bloßes[[Dasein]] das ihr [[Sein]] bestimmt. Das [[Erleben]] ihrer [[Wirklichkeit]] macht die [[Inhalte]] ihrer isolierten, ihrer aparten [[Wahrheiot]] . Deren [[Empfindung]] ist dann allerdings bloßes [[Gefühl]] von [[Leben]], ganz gleich, welchen [[Sinn]] es haben mag. Und sich im Gefühl findet und [[ereignet]] ist nicht das, was die [[Empfindung]] der [[zwischenmenschlichen]] [[Ereignisse]] ausmacht, in denen sie entsteht. Im [[Gefühl]] gestaltet zwar die [[Empfindung]] ihre [[Erinnerung]], verliert sich aber auch darin, soweit und sofern das [[Gefühl]] nicht auf das [[Ereignis]] zurückkommen kann, das es erinnert. Es erfährt seinen [[Sinn]] aus dessen [[Erleben]] und reflektiert dies in sich, muss aber zugleich von seiner Sinnesform abstrahieren, um als [[Gefühl]] auch für sich zu bestehen, bestehen zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinnlich kann die [[Wahrnehmung]] immer nur das sein, was sie für sich findet, was ihre [[Empfindung]] ist. Doch die Empfindung vergeht schon im nächsten Moment der [[Wahrnehmung]], weil sie [[unmittelbar]] ist, eben nur das finden kann, was ihr außer sich schon vorausgesetzt ist. Sie setzt also voraus, dass sie das schon durch ihre [[Natur]] kennt, was ihre [[Wahrheit]] ist. Aber als [[Gefühl]] ist sie ihrem Inhalt nach ein Gedanke von dem, was die [[Empfindung]] für sie ist, was sie [[wahrhat]]. Was sich im Gefühl bildet, was als Bild ihrer Empfindung bedacht und [[gedacht]] ist, kann für die [[Wahrnehmung]] im [[Ganzen]] [[wahr]] oder unwahr sein, kann ineinader gehen oder aus sich heraus zerfallen, sich widersprechen oder sogar gänzlich außer sich sein. Die [[Wahrnehmung]] ist darin in einer anderen Form, in einer [[Erinnerung]] an ihre [[Empfindungen]]. Im [[Gefühl]] ist die Empfindung innerlich in der Form, in der sie außer sich war. Und außer sich ist sie ein bloßes [[Erlebnis]]. Dieses ist in den [[Ereignissen]] verbunden, welche sich im [[Erleben]] verinnerlicht haben. Es ist daher die [[Elementarform]] der Wahrnehmung, über die nachzudenken ist und die selbst auch eine Form der Gedankenwelt, also des [[Denkens]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren [[Gefühlen]] entwickeln sich ihre [[Empfindungen]] zu den [[Fähigkeiten]], die es den Menschen ermÖglichen, neue [[Eigenschaften]] ihrer Gegenstände zu entdecken, zu erfinden, zu erzeugen und zu genießen. Im [[Gefühl]] entwickelt sich, was Menschen aus ihren Empfindungen machen und in ihren Lebensverhältnissen, in ihrem Umgang als ihre [[Kultur]] [[wahrnehmen]], [[wahrhaben]] und [[wahrmachen]] und als Geschichte ihrer [[Naturmacht]] fortbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Gemeinschaften]], in denen [[Geldbesitz]] - [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] - das [[wesen]]tliches [[gesellschaftliches]] [[Verhältnis]] der Menschen ist, da ist ihre sachliche Beziehung [[allgemein]] gleichgeltend, [[gleichgültig]] gegen ihre Entstehung, gegen die [[Geschichte]] ihres Werdens, ihr gewordenes [[Sein]]. Darin sind ihre [[Gefühle]] auf das Fürsichsein ihrer Empfindungen beschränkt und von daher in ihrer [[Kultur]] [[isoliert]] und also selbständig für sich und durch sich (siehe auch [[Ästhetik]]). So wird hier auch die [[Sinnbildung]] der Menschen durch ihre [[verselbständigte]] [[Kultur]] in der [[Getrenntheit]] von ihrem gesellschaftlich tätigen [[Sinn]] für sich bestimmt. Weil sie sich darin nicht über ihre gegenständliche [[Tätigkeit]], ihre Lebensäußerung und [[Arbeit,]] durch ihre lebendige [[Geschichte]] mitteilen und vermitteln, besteht ihre [[Beziehung]] nur zwischen ihnen in ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], in der sie [[ausschließlich]] selbst als unmittelbarer [[Gegenstand]] ihrer [[Wahrnehmung]] für einander, für sich und unter sich erscheinen, als Menschen, die für einander [[da sein]] müssen, um ihr [[Leben]] als Mensch [[erkennen]] zu kÖnnen, um sich als Mensch zu finden, sich durch andere also als Mensch zu empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung nimmt den [[objektiven]] [[Inhalt]] einer [[sinnlichen]] [[Beziehung]] [[subjektiv]] wahr. Sie lebt durch die [[Aufmerksamkeit]] und zugleich [[Neugier]] der Sinne, wiewohl sie nur das [[wahrnimmt]], was sie außer sich als das [[erkennen]] kann, was sie von sich schon [[weiß]] (siehe [[sinnliche Gewissheit]]). Eine Empfindung ist daher zunächst der Zusammenhang einer Sensorik, also die [[Wahrnehmung]] eines oder vieler [[Eindrücke]] in einem, welche jede [[sinnliche Gewissheit]] ausmacht und wodurch sie für sich [[wahr]] ist, gleich, was sie außer sich auch sonst noch [[wahrhaben]] kann. Auf dieser gründet die Arbeit eines jeden Organismus, die sich als Vermittlung von seiner Außenwelt zu seiner Innenwelt vollzieht. Im [[Gefühl]] für das, was sie hierbei wahrhat, bezieht sich die Empfindung schließlich wieder auf ihre Welt, so wie sie sich darin gefunden hat und einfinden kann und wodurch sich die [[Fähigkeiten]] eines Organismus entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Evolution]] des [[Lebens]] ist die Empfindung der Ursprung [[natürlicher Intelligenz]], die [[Beziehung]] eines Naturwesens auf seinen [[Gegenstand]], ganz gleich, ob dieser natürlich war oder nicht. Sie kennt ihn schon, bevor sie ihn findet und sie empfindet, was er für sie ist oder sein kann. Diese [[Naturempfindung]] ist damit die unausweichliche Grundlage eines jeden [[Stoffwechsels]] und der vielfältigen Gestalten, die er im Lauf der [[Geschichte]] bis in die menschliche [[Kultur]] hinein gebildet hat und darin zum [[Gedächtnis]] ihrer Entstehung und [[Entwicklung]], zu einem [[Gefühl]] für unsere Welt, für Menschen und Sachen geworden ist. Empfindung ist alles, was wir in unseren [[Gefühlen]] [[erinnern]] können und scheidet unsere Wahrnehmung in dem, für was wir einen Sinn haben, was wir also wissen können, von dem, was uns nicht sinnlich gewiss werden kann, für das wir keinen [[Sinn]] haben (z.B. bestimmte Lichtfrequenzen und Strahlungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung setzt das Werden von Subjekt und Objekt der Wahrnehmung voraus, sei es durch die Naturentwicklung ([[Evolution]]), oder der Entwicklung der menschlichen [[Gesellschaft]] als [[Naturmacht]] (siehe [[Produktivkraft]]). Sie meint wörtlich schon das &#039;&#039;Zu-Ende-Finden&#039;&#039;, also die Verwirklichung einer sinnlichen Identität mit einem Gegenstand der Empfindung, sei er Sache oder Mensch oder Tier oder Pflanze oder [[Natur]] überhaupt. Auch ohne die [[Gegenwart]] seines Werdens wird er aufgrund der Identität seiner Eigenschaften mit seiner Lebensform empfunden. Die einfachsten Empfindungen bestehen aus der zunächst objektiven Wahrnehmung seiner [[Form]] und ihres [[Zustands]], oft auch nur als formale Differenz des Menschen zum Gegenstand, wenn er z.B. als heiß, kalt, bedrohlich oder gefügig empfunden wird. Jede Empfindung enthält ein [[Wissen]], das die [[Sinne]] schon vor dem [[Leben]] der einzelnen Individuen gebildet hatten und das sich in ihr und durch sie sowohl bestätigt wie auch zu [[Gefühlen]] fortbildet (siehe [[Sinnbildung]]), die für die Lebensäußerungen der Tiere und Menschen und zur [[Bildung]] und Ausbildung ihrer [[Fähigkeiten]] grundlegend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor und mit der Geburt eines Menschen besteht sie als weltliche Verbundenheit, nicht jenseits seiner [[Wirklichkeit]] - etwa in einem übernatürlichen Kosmos der Gefühle - sondern absolut diesseitig, als [[wirkliche]] [[Natur]] dieser Beziehung, als natürliche Empfindung, wie sie auch alle Kulturbeziehungen enthalten (siehe hierzu [[Naturempfindung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindungen sind so subjektiv wie objektiv, weil sie sich nur in ihrem [[Gegenstand]] erkennen können. Sie sind zwar natürlich und haben [[natürliche Intelligenz]], doch sie empfinden nicht, ob etwas natürlich ist. Sie hatten schon immer belebte und unbelebte Materie gleichermaßen zum Gegenstand und geben keine Gewähr für ihre [[Natur]], haben keine natürliche [[Wahrheit]] für sich, machen keine Natur aus und nichts zur Natur. Doch wo sie schon [[Gefühl]] haben, erkennen sie auch sich schon im Stoffwechsel mit der Natur einbezogen, ihren [[Gegenstand]] als ihre [[Sache]], die sie belebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unnatürlichen Verhältnissen empfinden sie also nicht einfach Unnatur, sondern nur die [[Wirkung]], die sie auf einen [[Körper]] in dem Zustand hat, in dem er auch wirklich ist. So können z.B. Schmerzempfindungen eine völlig andere Natur erfahren, als die, für welche sie unmittelbar sinnvoll wären. Wenn sie selbst durch [[Gefühle]] bestimmt sind, die sich gegen ihre Natur behaupten, ihre Unnatur veräußern müssen, so können auch die Empfindungen sich in ihren Sinn versteigen (z.B. als Schmerzgedächtnis im Phantomschmerz oder in traumatischen Erlebnissen). Von daher können sich Empfindungen selbst [[verkehren]], wenn sie verkehrten Verhältnissen unterworfen sind, wenn sie den [[Notwendigkeiten]] [[objektiver Gefühle]] folgen, und darin ihre [[Subjektivität]] überwinden müssen. So kann Äußerliches auch sehr bestimmend für Innerliches sein und [[Erinnerung]] beherrschen. In diesen inneren Verhältnissen werden auch Gefühle selbst zur [[Bedingung]] von Empfindungen, aber nicht als abgelößt von aller Welt, sondern als innere Darstellung [[veräußerlichter]] Erfahrungswelten. Von daher können Empfindungen, die sich nicht in [[Kritik]] aufheben und [[emanzipieren]], zu [[Gefühlen]] einer [[Selbstentfremdung]] werden, sich also selbst in ihrer [[Form bestimmen]]. In einem Menschen stellt sich dann eine verkehrte Welt auch als [[Verkehrung]] seiner [[Selbstwahrnehmungen]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist die [[Tätigkeit]] der Sinnesorgane in der Art und Weise und dem Moment ihrer Gewahr-Nehmung eines [[Gegenstands]], der eine [[Sache]], ein Mensch oder auch selbst [[Sinn]] sein oder haben kann. Er wird in der Empfindung erst [[gewiss]], weshalb man auch von einer sinnlichen [[Gewissheit]] spricht. Aber so frisch und neu diese [[Gewissheit]] erscheinen mag, so setzt sie schon immer [[Sinn]] voraus, der darin nicht neu sein kann, weil er sich ansonsten seiner nicht gewiss wäre, ebensogut eine [[Erscheinung]] von anderem, bloße [[Reflexion]] sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Empfindung ist die unmittelbare, also unvermittelte [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], mit dem sie vor aller [[Erfahrung]] schon verbunden ist. Sie ist daher nicht bloßes sinnliches Auffassen, organische Tätigkeit einer hiervon unabhängigen Sensibilität, sondern Identifizierung, Tätigkeit einer Identität eines Subjekts zu seinem Objekt in der [[Wahrnehmung]], das unabdingbare Moment der [[Wahrheit]], das Finden ihrer [[Gegenwart]]. In der Empfindung findet die [[Wahrnehmung]] ihren[[unmittelbaren]] [[Gegenstand,]] die unmittelbare [[Gewissheit]] ihrer [[Sinne]] als das, was dieser im Einzelnen durch seine [[Eigenschaften]] für sie für wahr, also auch wirklich so sinnlich ist, wie er auf die Sinne wirkt. Wirkung hat er eben in soweit, wie das Objekt der Wahrnehmung ihr zu eigen ist, wie ihren Eigenschaften entspricht, wie [[subjektive]] [[Eigenschaften]] in der [[Beziehung]] auf [[objektive]] Eigenschaften auch [[wahr]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist also zunächst die sensorische Wahrnehmung einer sinnlichen [[Gewissheit]], einer Begegnung im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Existenz, das Wissen um die [[Anwesenheit]] ihres Gegenstands, nicht jedoch dessen erwiesene [[Wahrheit]], weil sie ihren [[Sinn]] auch schon ohne diese [[Beziehung]] zu ihrem bestimmten [[Gegenstand]] hat, und weil dieser schon sinnlich ist, auch ohne empfunden zu werden. Die [[Wahrheit]] der Empfindung ist alleine die Begegnung mit einem Gegenstand, einem Menschen, einer Sache oder der [[Natur]], die [[Anwesenheit]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] der Empfindung als [[Ganzes]] für sich, als dies Eine hier und jenes Andere dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil hierbei die Empfindung immer [[Sinn]] hat, weil sie [[unmittelbar]] sinnlich ist, ist sie die lebendige [[Gegenwärtigkeit]] einer [[Beziehung]], die sie aus [[sinnlichen]]Wahrnehmungen der Sinnesorgane und [[Eindrücke]] bezieht, was immer diese auch [[wirklich]] an [[Sinn]] haben mögen. In ihrem objektiven Verhältnis besteht die Empfindung nur durch diesen Eindruck. In ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]] durch ihren [[Sinn]] ist sie voraussetzungslos und doch schon so [[intelligent]] wie ihre Organe es zu sein vermögen (siehe hierzu [[natürliche Intelligenz]]). In der Sinnesgeschichte eines Menschen vermittelt sich von daher auch immer schon die Sinnesgeschichte der ganzen Menschheit, also alles, wozu es die Sinne in ihrem Wahrnehmungsvermögen gebracht haben. Objektiv aber ist der Sinn immer nur unmittelbare Subjektivität, die ihren [[Gegenstand]] nur so auffassen kann, wie er noch ganz ohne [[Gefühl]] hierfür da ist (siehe [[Dasein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegenstand der Wahrnehmung begegnet ihr zunächst eben nur als eine [[Gegebenheit]], die ihren Inhalt nicht wirklich [[wahr machen]] kann, weil sie für sich genommen nur [[unmittelbar]] ist. In ihrer [[objektiven]] [[Gleichgültigkeit]] gegen ihren Gegenstand kann die Empfindung selbst in ihrem [[Sinn]] nur eine [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] für sich haben, die Wahrheit ihrer [[Gegenwart]]. Ihre [[Gewissheit]] bezieht sie daher auch nicht aus der einfachen und rein objektiven Beziehung einer Sensorik auf einen Gegenstand, auf einen Menschen oder eine Sache. Sie kann nur gegenwärtig sein, wo und weil sich der empfindende Mensch auch als fühlender vergegenwärtigen kann, immer zugleich sinnlich wie [[geistig]] da ist. Sie ist also die [[Wahrnehmung]] in einer [[Beziehung]], wie sie [[wirklich]] und für einen Menschen in einem Moment ist, worin sich auch sein [[Gefühl]] entwickelt und bewahrheitet in dem, was es [[wahrhat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich genommen ist Empfindung aber nicht unbedingt eine wirkliche Beziehung auf anderes, also nicht unbedingt auf ein Objekt gerichtet. Sie kann auch [[Selbstempfindung]] sein, wenn das entsprechende Organ durch sich selbst oder durch eine [[Selbstbeziehung]] bestimmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschlichen Sinne sind nicht ohne den Menschen tätig. Jeder [[Sinn]] ist abhängig von der ganzen Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. So kann ein Mensch z.B. im Wahnsinn gänzlich anders riechen, sehen und hören, weil seine Gegenwärtigkeit hierdurch bestimmt ist. Umgekehrt können Sinne ihre rein physiologische Funktion durchaus übertrumpfen, wenn z.B. Blinde auf ihre Weise &#039;&#039;sehen&#039;&#039;, indem sie das Zusammenspiel anderer Sinne hierfür ausbilden. Empfindung betrifft immer den ganzen Menschen. Ihm wird in der Empfindung zugleich der Zusammenhang seiner Sinne gegenwärtig, die sich in ihr bilden und sich in ihren [[Eigenschaften]] und [[Fähigkeiten]] gewiss machen (siehe [[Sinnbildung]]), sich darin ihrer selbst vergewissern. Von daher entsteht ihr [[Wissen]] aus der [[Gewissheit]] eines empfundenen [[Gefühls]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung erweist eine [[Beziehung]] durch sich selbst, durch das Finden von jemanden oder etwas, das darin sich als [[Sinn]] einer Beziehung eindrücklich [[vergegenwärtigt]], als [[Eindruck]] wahrnehmbar ist, ohne [[ausdrücklich]] wahr zu sein. Was ihre [[Bedingung]] ist, die sie [[wahr hat]], ist ihr nicht unbedingt gegenwärtig, auch wenn sie deren [[Gegenwärtigkeit]] als [[Gefühl]] im Sinn hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung unterstellt Gegenständlichkeit, die ihren [[Inhalt]] ausmachen. Sie ist alleine schon dadurch gegenständlich, dass sie sinnliche [[Gegenstände]] im Sinn hat, also auch ihre eigenen Organe. Der empfindende Sinn ist notwendig für ihre Gegenwärtigkeit, anders als der gegenständliche. Der Gegenstand entspricht zwar in der Empfindung dem Menschen, ist aber dennoch nicht durch die Empfindung bestimmt. Er steht ihr immer als etwas anderes gegenüber, auch wenn sie sich in ihm [[identifiziert]]. Der Gegenstand ist immer auch natürlich und eher durch Gefühle bestimmt, insgesamt aber ein [[Ganzes]] vieler Eigenschaften, die nicht unbedingt alle sinnlich wahrnehmbar sind (z.B. Radioaktivität oder auch das Sehen eines blinden Menschen). Von daher ist Wahrnehmung auch nicht alleine durch Empfindung bestimmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gegenübersein ist gegenständliche [[Wirklichkeit]], die in der Empfindung schon bezogen ist, indem sie darin wirkt. Ich empfinde eine [[Sache]] oder einen Menschen oder mich, wie sie oder er auf mich wirkt oder ich auf mich wirke. Und solange diese Wirkung anhält, habe ich noch kein [[Gefühl]] hierzu. Empfindung ist immer wirklich [[gegenständlich]], weil sie immer ein [[wirkliches]] Gegenüber hat, auch wenn ich das selbst sein kann. Sie unterstellt immer zweierlei [[Gegenwärtigkeit]] von [[Sinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im reinen Gegenüber ist sie noch äußerlich und doch schon Inhalt, denn empfinden können wir nur, was für uns [[Sinn]] hat, sinnlich ist und unseren Sinnen entspricht. Alleine schon dadurch, dass unsere [[Wahrnehmung]] hierdurch - also in ihrem Sinn - gebildet ist, ist unsere Empfindung nicht nur unmittelbar, sondern auch das Dasein von einer kulturellen [[Geschichte]], welche von der [[Naturempfindung]] bis in unsere Wirklichkeitserfassung fortentwickelt ist. Wir können daher immer nur empfinden, was in unserer [[Natur]] steckt (im Unterschied z.B. zu Strahlungen, für die wir keine [[Gewissheit]] und also keine Empfindung haben). Aber was wir empfinden, welche Töne, Farben, Geschmäcker usw. wir gut oder schlecht finden, ist deren natürlicher wie auch kultureller Inhalt (siehe [[Kultur]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung ist von daher auch das Befindung einer [[Wahrnehmung]], ihr unmittelbarer Sinn im doppelten Sinne des Wortes: Sie hat den Sinn für den Menschen, den sie für ihren [[Gegenstand]] hat. Ich schmecke, rieche, höre, sehe, usw., wie sich mein Sinn hiernach und hierzu befindet und gebildet hat. Die schönste Blume, das feinste Kristall, kann ich nicht empfinden, wenn ich keinen Sinn hierfür habe. Das beste Essen, das tollste [[Ereignis]] kann mich kalt lassen, wenn ich in schlechter Gesellschaft bin. Empfindung ist völlig ohne [[Nutzen]], aber absolut notwendiger Inhalt einer [[Beziehung,]] Unmittelbarkeit meiner Sinne darin und dem, was in ihnen gebildet ist, was sie entwickelt hat und was ihr [[Gedächtnis]] enthält. Empfindung ist eine Befindlichkeit, die in die Lage versetzt, zu befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Von daher kann sie auch zu einem [[Urteil]] werden, wie es durch das [[Befinden]] bestimmt ist. Der empfindsame Mensch lebt oft in der Befangenheit seiner Befindlichkeit, wenn er diese als seine Gefühlsgrundlage nimmt. Darin aufgehoben bewahrt sich Empfindung jenseits ihrer Wirklichkeit als [[Gefühl]] für sich, das sich durch [[Empfindungsurteile]] abschließt und sich ihrem Herkommen verschließt und dieses zu seinem [[Umstand]] werden lässt. Von da her sind solche Gefühle die [[Reaktion]] der Empfindung.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[Gefühl]] ist Empfindung ohne jede Refexion und enthält auch keine [[Erkenntnis]] außer der unmittelbaren Begegnung, wenn auch darin die Geschichte sinnlicher Begebenheit als [[Gedächtnis]] der Erfahrung eingeht, aber nicht als Reflexion, sondern dem Inhalt nach. Sie folgt nicht der Einfühlung in ihren Gegenstand, weiß nichts von Funktion, [[Stoff]] oder [[Schönheit]] (siehe [[Ästhetik]]). Sie ist der unmittelbare Sinn, den [[Kultur]] als gesellschaftliche Form der [[Naturempfindung]] und des sich in [[Gesellschaft]] Befindens der Menschen überhaupt hat, gleich, in welche Gefühle sie sich vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Empfindung ist also eine Beziehung zu ihrem [[Gegenstand]], die dem Akt des Empfindens auch vorausgesetzt ist und sich darin ereignet und erinnert. Wir können qualitativ nur empfinden, was mit uns zu tun hat, wie es da ist (siehe [[Dasein]]), nicht, warum es da ist oder wie es geworden ist. Wir finden in der Empfindung etwas, das wir darin zugleich befinden als etwas, das wir dem Sinn nach oder von Natur aus durchaus kennen, das aber darin oder [[qualitativ]] uns erst in seiner Gegenwärtigkeit gewiss wird. Empfindung ist die Form der Erkenntnis eines Unbekannten, das wir dem Sinn nach kennen, die Beziehung auf einen Gegenstand, eine Sache oder einen Menschen, der in unsere Wahrnehmung geraten ist, weil darin Sinn von dem ist, was uns sinnlich ausmacht, was also auch gewahr für uns ist, Moment unserer [[Wahrheit]]. Wessen ich nicht gewahr werde, das empfinde ich nicht. Und was keine Wahrheit für mich hat, das nehme ich auch nicht wahr (vergleiche hierzu z.B. die Empfindung für Gott, das Finden von Gott in sich). Empfindung setzt eine Welt als Gegenständlichkeit von und für Menschen voraus, die in ihr so ist, wie sie für den Menschen ist, wie sie von ihm in [[Wahrheit]] genommen, [[wahrgenommen]] wird, weil er darin seine Lebensäußerung erkennt. Von daher kann es keine richtige oder falsche Empfindung, keine wahre oder unwahre geben (vergl. [[Kritik]] an [[Adorno]]). Empfindung ist elementar, auch wenn sie gestört werden kann bis hin zu ihrer Auflösung, zerstört durch [[Gefühle]] oder [[Gedanken]], bedrängt oder [[verrückt]] durch ihr [[Gedächtnis]]. Mehr noch: Empfindung kann selbst einer fremden [[Identität]] gehorchen (siehe hierzu [[Hörigkeit]]), beherrscht werden von den [[Absichten]] der [[Seele]], welche der [[Selbstverwirklichung]] sinnesmächtiger Persönlichkeiten unterworfen sind (siehe hierzu [[Irrsinn]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wir finden das, was wir empfinden, so, wie wir es vorfinden und jeder Mensch empfindet dies anders, sogar im Zeitablauf verschieden (z.B. ist es uns morgens eher kühl als abends, weil sich unsere Physis im Tageslauf und je nach Tätigkeit ändert). Befinden und Empfinden sind ein Begriffspaar, das aufzeigt, dass das Befinden als [[Urteil]] identisch ist mit dem Befinden eines Menschen bei der Wahrnehmung eines Gegenstands (insofern ist dieses Urteil auch die Grundlage unseres Gefühls hierfür, das [[ästhetische Urteil]]).&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Empfindung ist im Befinden ein abgeschlossener [[Zustand]] dessen, worin wir uns befinden, was wir darin suchen und finden. Als abgeschlossener Zustand des Findens bestätigt sich der Begriff Empfindung tatsächlich auch ethymologisch (empfinden = entfinden = zu Ende finden). Dies besagt, dass eine Suche unterstellt ist, eine [[Beziehung]] zum Gegenstand der Empfindung, eine Identität, die in der Empfindung lebt, weil sie auch außer ihr ist, ihr vorausgesetzt wie folgend ist, also gegenwärtig und [[geschichtlich]] zugleich als das, was in der Empfindung für den Menschen auch von ihm existiert, sinnliche Gegenwart wie Vergangenheit in einem. Als dieses ist Empfindung Voraussetzung und Inhalt der Wahrnehmung, wie auch für das Gefühl, welches sich im Menschen ereignet und so zum [[Ereignis]] seiner empfundenen Beziehung wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unmittelbar wahr wie dies scheint, wäre kein Gedanke hieran zu vergeuden und alle Theorie über Empfindung nur bloße [[Sophisterei]], hätten wir nicht selbst Probleme mit dem Empfinden, wären wir nicht durch sie auch bedrängt, wäre sie nicht für uns selbst eine Frage nach dem, was daran überhaupt [[wahr]] ist, wenn sie nicht unwahr sein kann, was uns darin [[getäuscht]] sein lässt, was [[Mystifikationen]] transportiert oder [[Fetische]] erzeugt oder sie in fremde Gefühle und [[Scheinwelten]] geborgen sein lässt (siehe auch [[Kitsch]]). Was haben wir in der Empfindung selbst schon wahr, wenn wir durch sie unsere Welt wahrnehmen? Was läßt dieselbe Wahrnehmung andere Empfindung sein? Was kann einfache Wahrnehmung sein und doch unser [[Leben]] bis zum [[Tod]] bestimmen (z.B. Platzangst, Verfolgungswahn). Wiewohl eine Empfindung nicht unwahr sein kann, ist es in unserer Gesellschaft doch ein Problem, darin wahr zu bleiben, d. h. in einer Identität von [[Wahrnehmen]] und [[Wahrhaben]] zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfindung findet, was sie kennt, ohne es zuvor wahrgenommen zu haben. Von da her zeigt sie sich als Form der [[Erkenntnis]]. Wir empfinden Bekanntes und Fremdes, sofern unsere Wahrnehmung hierfür frei, also nicht selbst in der [[Form bestimmt]] ist. Der Unterschied von Eigenem und Fremden ist selbst das treibende [[Ereignis]] der Empfindung, ihre Neugier. Fremdes ist nur durch Eigenes auch wirklich fremd und somit Wirklichkeit, die mir zu eigen werden kann, wenn ich meine Beziehung hierzu entdecke, mein [[Tätigsein]] und [[Leiden]] hierin. Erst wo diese Beziehung nicht entstehen kann, wo also Fremdheit (siehe [[Fremdarbeit]]) allgemein ist, wird Wahrnehmung zu einer eigenen Allgemeinheit kommen, zu Empfindungen und [[Gefühlen]], die uns zu eigen werden, weil und sofern sie keine Fremdheit kennen, und wir darin unsere Gefühle als Verhältnis zu uns selbst aufheben (siehe [[Selbstgefühle]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es auch Gegenstände der Fantasie, die wir nicht empfinden können, vielleicht aber fühlen (siehe [[Gefühl]], [[Regung]]). Aber hierin selbst regt sich keine [[Entfremdung]]; es ist ein Spiel mit dem, was wir kennen, das beiher spielen des [[Gedächtnisses]], Beispiele der Erkenntnis (siehe auch [[Traum]]). Wir können aber nichts empfinden, was wir nicht in irgendeiner Art wirklich kennen, und sei es auch nur im Unterschied unseres Daseins, in der Unterscheidung von Seinsweisen unserer Wahrnehmung, den Zuständen unserer Sinne. Gefühle, die uns selbst beschäftigen oder mit denen wir uns mit uns selbst beschäftigen, entstehen erst vollständig, wo uns eine Welt vollständig fremd ist. Diese allerdings ist zugleich jenseits der Empfindung, etwas, was wir in Gefühlen verspüren, aber nirgends finden, nicht be[[wahrheit]]en können, etwas Ungewisses, das nur dadurch ungewiss sein kann, dass es eine fremde [[Gewissheit]] enthält (siehe [[Unheimliches]]). Diese Beziehung der Empfindung setzt voraus, das sie formbestimmt und aus ihrer Form ihr Inhalt in doppeltem Sinn zu erschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Inhalt der Wahrnehmung macht Empfindung im Menschen wahr, was auch außer ihm wahr ist und ist somit die Grundlage der [[Erkenntnis]], ihre einfache [[Wahrheit]]. Sie enthält immer eine sinnliche Beziehung zu einem Gegenstand und ist somit auch seine [[Gewissheit]] für den Menschen, Sinn seiner [[Erkenntnis]] in der Bewahrheitung ihrer [[Identität]] von Sache und Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objektiv ist die Empfindung [[Leiden]] wie auch [[Tätigkeit]] der Wahrnehmung, das Nehmen eines [[Gegenstands]] als eigene [[Wahrheit]]. In der Wahrnehmung nimmt die Erkenntnistätigkeit ihren Ausgang und bleibt solange [[zweifels]]frei (wahr), wie sie diesen als [[Ganzes]] - also ungeteilt - erfassen, beschreiben und behandeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht sich die Empfindung nicht auf Gegenstände sondern ist sie Moment einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], so ist ihr Gegenstand selbst unmittelbar subjektiv, also ein Mensch (oder viele Menschen), der nicht unbedingt ist, als was er wahrgenommen wird. Seine Seinsweise als Mensch ist zugleich das [[Dasein]] eines [[Lebens]], welches der Empfindung nicht entspricht, welches aber dem Gefühl von diesem Leben zukommt. Hierdurch stellt sich das [[Gefühl]] in einen Unterschied zur Empfindung. Es hat wahr, was nicht unbedingt wahrnehmbar ist, was sogar gegen die Wahrnehmung selbst stehen kann, weil es von Leben kündet, auch wenn es nicht erkennbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühl wird so zum Träger eines Verhältnisses von Menschen, die sich nicht über ihre Gegenstände aufeinader beziehen, sondern sich selbst unmittelbar gegenständlich wie auch [[Mittel]] füreinander sind, ihr Leben füreinander äußern, vermitteln und haben und daher wahrhaben, was es für sie mit anderen ist (siehe [[Zwischenmenschlichkeit]]). Die Beziehung, die Menschen in gegenstandslosen [[Lebensräumen]] miteinander haben, sind reine Gefühlsbeziehungen, in denen sie sich empfinden, wie sie für ihre Gefühle sind. Diese Verhältnisse sind die Grundlagen der [[bürgerlichen Kultur]], die nur in dieser Selbständigkeit bestehen kann. Ursprünglich entwickelte sich diese in den Gesellschaftsschichten, die durch ihren [[Besitz]] sich autonom erscheinen konnten, weil dieser ein kleinerer oder größerer Geldbesitz war. Inzwischen gibt es ganze [[Gesellschaften]], die auf den Verhältnissen des [[Geldbesitzes]] gründen (siehe [[Dienstleistungsgesellschaft]]). Dies bestimmt Empfindung selbst, den Sinn der Wahrnehmung, zur abgetrennten Leidensform der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bestimmt auch den allgemeinen Gebrauch dieses Begriffs. Würde man ihm Glauben schenken, so wäre Empfindung eine einfache [[Wahrnehmung]] von Gegenständen (Sachen wie Menschen), die als Bilder, Töne, Gerüche, Geschmack, Berührung, allgemein also als [[Reize]] auf die sensorischen Sinne treffen und unsere &#039;&#039;fünf Sinne bewegen ([[Kognition]]). In dieser Beziehung ist Empfindung ganz passiv, einseitig und naturhaft verstanden: Ist der Ofen zu heiß für einen Organismus, so empfindet ein Mensch - wie auch ein Tier - Schmerz. Entspricht er der Hauttemperatur, so empfindet er nichts dergleichen. Empfindung, so ganz objektiv und natürlich verstanden, nimmt Unterschiede wahr, die Menschen wie alle Organismen zwischen sich und der Welt haben (dies ist das einzige Moment des Begriffs, was die [[Skinner]]sche Theorie des [[Lernens]] aufgefasst hatte und was ihre psychologische Forschung zur Tierforschung machte). In dieser naturhaft fixierten Beziehung gibt es gute oder schlechte Empfindungen nur im Maßstab der Quantitäten, worin physische Schwellen der Wahrnehmung festgestellt und daher auch nur zum Maß der Stimulation werden. Schlecht sind dann Empfindungen, welche die Beanspruchbarkeit (&#039;&#039;Absorbtionsfähigkeit&#039;&#039;) des entsprechenden Organs überschreiten, erträgliche Empfindungen, wo sie noch ertragen werden können und gewöhnliche Empfindungen, die nur auffallen, wenn ungewöhnliche waren, die also im Wechsel der Empfindungen wahrgenommen werden und voll und ganz dem Gefühl entsprechen, in welchem Gegenstände für den wahrnehmenden Menschen sind. Derlei Theorie kann nur ein Interesse verfolgen: die Belastbarkeit und [[Nutzbarkeit]] und Manipulierbarkeit von Menschen auszumessen und ihm die Gegenstände seiner Empfindung unerkennbar, wenn vielleicht manchmal auch durch [[Gewöhnung]] (&#039;&#039;Erhöhung der Adaptionstoleranz&#039;&#039;) erträglicher werden zu lassen (z.B. Angsttherapie).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfram</name></author>
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