<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arbeitslohn</id>
	<title>Arbeitslohn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arbeitslohn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T08:21:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=10061&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=10061&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-04T18:45:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
&lt;a href=&quot;https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;amp;diff=10061&amp;amp;oldid=8663&quot;&gt;Änderungen zeigen&lt;/a&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=8663&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=8663&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-02T16:25:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
&lt;a href=&quot;https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;amp;diff=8663&amp;amp;oldid=8491&quot;&gt;Änderungen zeigen&lt;/a&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=8491&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=8491&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-02T16:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
&lt;a href=&quot;https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;amp;diff=8491&amp;amp;oldid=60&quot;&gt;Änderungen zeigen&lt;/a&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=60&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Arbeitslohn&amp;diff=60&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-07T21:35:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Seit Lassalles Tode hat sich die wissenschaftliche Einsicht in unsrer Partei Bahn gebrochen, daß der Arbeitslohn nicht das ist, was er zu sein scheint, nämlich der Wert respektive Preis der Arbeit, sondern nur eine maskierte Form für den Wert resp. Preis der Arbeitskraft. Damit war die ganze bisherige bürgerliche Auffassung des Arbeitslohnes sowie die ganze bisher gegen selbe gerichtete Kritik ein für allemal über den Haufen geworfen und klargestellt, daß der Lohnarbeiter nur die Erlaubnis hat, für sein eignes Leben zu arbeiten, d.h. zu leben, soweit er gewisse Zeit umsonst für den Kapitalisten (daher auch für dessen Mitzehrer am Mehrwert) arbeitet; daß das ganze kapitalistische Produktionssystem sich darum dreht, diese Gratisarbeit zu verlängern durch Ausdehnung des Arbeitstages oder durch Entwicklung der Produktivität, größere Spannung der Arbeitskraft etc.; daß also das System der Lohnarbeit ein System der Sklaverei, und zwar einer Sklaverei ist, die im selben Maß härter wird, wie sich die gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit entwickeln, ob nun der Arbeiter bessere oder schlechtere Zahlung empfange. Und nachdem diese Einsicht unter unsrer Partei sich mehr und mehr Bahn gebrochen, kehrt man zu Lassalles Dogmen zurück, obgleich man nun wissen mußte, daß Lassalle nicht wußte, was der Arbeitslohn war, sondern, im Gefolg der bürgerlichen Ökonomen, den Schein für das Wesen der Sache nahm. Es ist, als ob unter Sklaven, die endlich hinter das Geheimnis der Sklaverei gekommen und in Rebellion ausgebrochen, ein in veralteten Vorstellungen befangener Sklave auf das Programm der Rebellion schriebe: Die Sklaverei muß abgeschafft werden, weil die Beköstigung der Sklaven im System der Sklaverei ein gewisses niedriges Maximum nicht überschreiten kann! Die bloße Tatsache, daß die Vertreter unsrer Partei fähig waren, ein so ungeheuerliches Attentat auf die in der Parteimasse verbreitete Einsicht zu begehn - beweist sie nicht allein, mit welchem {frevelhaften} Leichtsinn, {mit welcher Gewissenlosigkeit} sie bei der Abfassung des Kompromißprogramms zu Werke gingen! Anstatt der unbestimmten Schlußphrase des Paragraphen, &amp;quot;die Beseitigung aller sozialen und politischen Ungleichheit&amp;quot;, war zu sagen, daß mit der Abschaffung der Klassenunterschiede von selbst alle aus ihnen entspringende soziale und politische Ungleichheit verschwindet.&amp;quot; [[(Marx, Kritik des Gothaer Programms MEW 19, S. 25f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wert]] einer [[Arbeit]] ist der [[Preis]] für die [[Reproduktion]] ihrer Quelle, der menschlichen [[Arbeitskraft]] und dem Verschleiß ihrer [[Arbeitsmittel]]. Während letztrer unverkürzt in das Produkt eingeht und vom [[Käufer]] bezahlt wird, bestimmt sich der Arbeitslohn nicht aus dem [[Wert]] eines erbrachten [[Aufwands]] für eine [[Arbeitsleistung]], sondern aus ihrem [[Preis]], also aus dem, wieviel Kräfte gleicher Art sich hierfür [[anbieten]] (siehe [[Klasse]]). In einer Gesellschaftsformation des Privatrechts, einer [[Rechtsform]] des [[Privateigentums]], in der die Menschen als [[Privatpersonen]] ihr [[Leben]] verdienen müssen und also nicht als lebende Menschen [[gesellschaftlich]] zusammenwirken, können sie keine gemeinschaftliche [[Wirklichkeit]] ihres [[Lebens]] als ein [[wirkliches]] [[Gemeinwesen]] bilden. [[Kapitalismus]] ist im [[Wesentlichen]] das [[System]] einer von sich selbst [[absehenden]] [[Wertbildung]], einer sich erzeugenden und sich selbst [[verwertenden]] [[Not]], die sich durch die [[Ausbeutung]] der Menschen und ihrer Lebenswirklichkeit erhält, bestärkt und vertieft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Objektiv]] ist ein Arbeitslohn also der [[Preis]] zur [[Nutzung]] einer menschlichen [[Arbeitskraft]], der die Kosten der [[Reproduktion]] ihres [[Lebensstandards]] tragen sollte.[[Subjektiv]] ist Lohnarbeit ieine [[Arbeit]], die durch das [[Geld]] [[bestimmt]] ist, das ein Mensch dafür bekommt, dass er seine [[Arbeitskraft]] für eine bestimmmte Zeitdauer (siehe [[Arbeitsazeit]]) oder ein bestimmtes Arbeitsquantum [[veräußert]], - zur Verfügung eines [[Käufers]] seiner [[Kraft]] [[verkauft]]. Hierbei nutzt dieser die Funktion des [[Geldes]] als [[Kaufmittel]], während der Arbeitsmensch das [[Geld]] nur als [[Zahlungsmittel]] zum Selbsterhalt (siehe [[Reproduktion]]) seiner [[Existenz]], nur als abhängiges und daher [[variables Kapital]] erwerben kann (siehe hierzu auch [[Klassengegensatz]]). Er ist der Arbeitslohn die Bezahlung der [[nützlichen Arbeit]] (siehe auch [[bezahlte Arbeit]]) einer [[Arbeitskraft]], die von Menschen zusammen mit [[unbezahlter Arbeit]] für den [[Mehrwert]] des [[Kapitals]] erbracht wird. Zunächst soll der Arbeitslohn der Selbsterhaltung, dem [[Reproduktionswert]] ihres Lebens, ihres Lebensunterhalts entsprechen. Und man mag glauben, dass die Höhe des Arbeitslohns aus den Forderungen der Arbeitsleute an die &amp;quot;Arbeitgeber&amp;quot; resultiert, die ihren [[Lebensstandard]] verbessern wollen, die also einen gesellschaftlichen Fortschritt der Lebenshaltung einklagen. Doch immer wieder wird bald klar, dass selbst mit der Einlösung dieser Forderungen diese umgehend durch die Verteuerung der Lebenshaltungskosten nach unten [[entwertet]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht unbedingt der &amp;quot;Geiz&amp;quot; der &amp;quot;Arbeitgeber&amp;quot;, an dem eine Anpassung des Arbeitslohns an die anwachsende [[Produktivität]] der [[Arbeit]] scheitert. Zum einen wird mit diesem Anwachsen durch Technologie und [[Automation]] die [[Arbeitskraft]] entwertet. Zum anderen entsteht ein Problem der [[Wertrealisierung]], wenn die Forderungen oder deren Einlösungen zu niedrig sind, sich beim Abverkauf der Mittel zum Lebensunterhalt durch die relative Entwertung des [[Geldes]] als [[Zahlungsmittel]] im Verhältnis zum [[Geld]] als [[Kaufmittel]] rächt. Wenn der [[Lohn]] nicht den Produktwerten entspricht, die der Erhalt des [[Lebensstandards]] der [[Arbeitskräfte]] nötig haben, so hat dies eine Stagnation oder eine Rezesssion oder eine [[Stagflation]] der [[wirtschaftlichen]] [[Verwertung]] zur Folge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitslohn bewegt sich letztlich in seiner Höhe volkswirtschaftlich immer zwischen [[Inflation]] und [[Deflation]] und wird auf beiden Seiten auch aus der [[Existenzangst]] um die eigene [[Konkurrenz]]lage auf den Märkten bestimmt, die [[Angst]] vor [[Arbeitslosigkeit]] auf der einen Seite und [[Angst]] vor dem Konkurs auf der anderen, in der sich dieses Verhältnis abbildett, das insgesamt den [[Geldwert]] durch die immer gegenwärtige Möglichkeit eines wirtschaftlichen Versagens durch eine [[Krise]] der [[Wertrealisation]] im [[Geldumlauf]] (siehe [[Geldwert]]) bedroht ist (siehe auch [[Fall der Profitrate]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nachdem der Geldbesitzer das Arbeitsvermögen gekauft hat - sich gegen Arbeitsvermögen ausgetauscht hat (der Kauf ist fertig mit der wechselseitigen Übereinkunft, wenn die Zahlung auch erst später eintritt), verwendet er es nun als Gebrauchswert, konsumiert es. Die Verwirklichung des Arbeitsvermögens, sein wirklicher Gebrauch, ist aber die lebendige Arbeit selbst. Der Konsumtionsprozeß dieser spezifischen Ware, die der Arbeiter verkauft, fällt also zusammen mit dem oder ist vielmehr der Arbeitsprozeß selbst. Da die Arbeit die Tätigkeit des Arbeiters selbst, die Verwirklichung seines eignen Arbeitsvermögens ist, so tritt er also als arbeitende Person, als Arbeiter in diesen Prozeß, und für den Käufer hat er in diesem Prozeß kein andres Dasein als das des sich betätigenden Arbeitsvermögens. Es ist daher nicht eine Person die arbeitet, sondern das aktive Arbeitsvermögen, personifiziert im Arbeiter. Es ist charakteristisch, daß in England die Arbeiter von dem Hauptorgan, wodurch sich ihr Arbeitsvermögen betätigt, von ihren eignen Händen nämlich, hands genannt werden.&amp;quot; [[(Zur Kritik der politischen Ökonomie - Ökonomisches Manuskript 1861-1863 MEW 43, S.50)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx bezeichnet die Behauptung, dass es einen gerechten [[Arbeitslohn]] geben könne (siehe [[Verteilungsgerechtigkeit]]), dass es eine gerechte Geldverteilung, ein [[Recht]] auf &amp;quot;richtig verteiltes&amp;quot; [[Geld]] geben könne (siehe hierzu [[Geld]] als [[Maß der Werte]] und [[Geld]] als [[Maßstab der Preise]]), als Frevelei von Sozialisten. Damit nämlich würde das ganze Lohnsystem zu einem ehernen Gesetz der [[Lohnarbeit]] verklärt werden. Er fordert hiergegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Statt des konservativen Mottos: ‚Ein guter Lohn für gute Arbeit!‘ sollte sie auf ihr Banner die revolutionäre Losung schreiben: ‚Nieder mit dem Lohnsystem!‘&amp;quot; [[(Karl Marx, Lohn, Preis und Profit, MEW 16, 152)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx fasst den Kern des &amp;quot;Gerechtigkeitsproblems&amp;quot; darin zusammen, dass der Arbeitslohn nicht den [[wirklichen]] [[Wert]] der [[Arbeit]] darstellen kann, weil er nur den [[Wert]] der [[Reproduktion]] der Arbeitsleute finanziert und lediglich eine [[Geldform]] der [[bezahlten Arbeit]] des [[variablen Kapitals]] ist und bleibt, solange es dieses gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Seit Lassalles Tode hat sich die wissenschaftliche Einsicht in unsrer Partei Bahn gebrochen, daß der Arbeitslohn nicht das ist, was er zu sein scheint, nämlich der Wert respektive Preis der Arbeit, sondern nur eine maskierte Form für den Wert resp. Preis der Arbeitskraft. Damit war die ganze bisherige bürgerliche Auffassung des Arbeitslohnes sowie die ganze bisher gegen selbe gerichtete Kritik ein für allemal über den Haufen geworfen und klargestellt, daß der Lohnarbeiter nur die Erlaubnis hat, für sein eignes Leben zu arbeiten, d.h. zu leben, soweit er gewisse Zeit umsonst für den Kapitalisten (daher auch für dessen Mitzehrer am Mehrwert) arbeitet; daß das ganze kapitalistische Produktionssystem sich darum dreht, diese Gratisarbeit zu verlängern durch Ausdehnung des Arbeitstages oder durch Entwicklung der Produktivität, größere Spannung der Arbeitskraft etc.; daß also das System der Lohnarbeit ein System der Sklaverei, und zwar einer Sklaverei ist, die im selben Maß härter wird, wie sich die gesellschaftlichen Produktivkräfte der Arbeit entwickeln, ob nun der Arbeiter bessere oder schlechtere Zahlung empfange.&amp;quot; [[(MEW 19, S.24f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Durchschnitt]] ist der Arbeitslohn der [[Lohnarbeit]] vor allem aus dem [[Wert]] bestimmt, den die [[Arbeitskraft]] in ihrer täglichen Wiederherstellung, in ihrer [[Reproduktiion]] hat. Während der [[Arbeitslohn]] nur ein [[Kaufmittel]] für dreen Lebensunterhalt ist, sind die Einnahmen, die das Kapital über seine [[Reproduktiion]] hinaus macht, ein [[Zahlungsmittel]], durch die es seine Marktmacht stabilisiert und ausweitet. Lohnkämpfe können daher niemals über den [[Klassengegensatz]] hinauswirken. Sie sind Klassenkämpfe um den [[Preis]] der Selbsterhaltung der [[Arbeitskraft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ganz unabhängig von der allgemeinen Fron, die das Lohnsystem einschließt, sollte die Arbeiterklasse die endgültige Wirksamkeit dieser tagtäglichen Kämpfe nicht überschätzen. Sie sollte nicht vergessen, daß sie gegen Wirkungen kämpft, nicht aber gegen die Ursachen dieser Wirkungen; daß sie zwar die Abwärtsbewegung verlangsamt, nicht aber ihre Richtung ändert; daß sie Palliativmittel anwendet, die das Übel nicht kurieren. Sie sollte daher nicht ausschließlich in diesem unvermeidlichen Kleinkrieg aufgehen, der aus den nie enden wollenden Gewalttaten des Kapitals oder aus den Marktschwankungen unaufhörlich hervorgeht. Sie sollte begreifen, daß das gegenwärtige System bei all dem Elend, das es über sie verhängt, zugleich schwanger geht mit den materiellen Bedingungen und den gesellschaftlichen Formen, die für eine ökonomische Umgestaltung der Gesellschaft notwendig sind. Statt des konservativen Mottos: &amp;quot;Ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk!&amp;quot;, sollte sie auf ihr Banner die revolutionäre Losung schreiben: &amp;quot;Nieder mit dem Lohnsystem!&amp;quot;&amp;quot;[[(MEW 16, Seite 152)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wert]] der [[Arbeitskraft]] ist der Wert der Produkte, die zu ihrer Reproduktion nötig sind. Er resultiert einerseits aus der [[Konkurrenz]] der &amp;quot;Arbeitnehmer&amp;quot; als durchschnittliches [[Angebot]] an kaufbarer [[Kraft]] (je mehr [[Arbeitslose]] und Niedriglöhner, desto preiswerter für den [[Käufer]]) und andererseits durch den [[Preis]] der Lebenshaltung ([[Lebensmittel]], [[Wohnen]], Lebensvorsorge, Infrastruktur), der sich aus der [[Konkurrenz]] der [[Verkäufer]] von absolut notwendigen [[Mitteln]] für den Lebensuntehalt ergibt. Jedoch geht der Wert der [[Arbeit]], die mit dem Arbeitslohn bezahlt gilt (siehe [[bezahlte Arbeit]]) darüber. Er realisiert sich erst im Nachhinein der [[Arbeit]] und der Lohnabschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie der jeder andern Ware ist der Wert bestimmt durch das zu ihrer Produktion notwendige Arbeitsquantum. Die Arbeitskraft eines Menschen existiert nur in seiner lebendigen Leiblichkeit. Eine gewisse Menge Lebensmittel muß ein Mensch konsumieren, um aufzuwachsen und sich am Leben zu erhalten. Der Mensch unterliegt jedoch, wie die Maschine, der Abnutzung und muß durch einen andern Menschen ersetzt werden. Außer der zu seiner eignen Erhaltung erheischten Lebensmittel bedarf er einer andern Lebensmittelmenge, um eine gewisse Zahl Kinder aufzuziehn, die ihn auf dem Arbeitsmarkt zu ersetzen und das Geschlecht der Arbeiter zu verewigen haben. Mehr noch, um seine Arbeitskraft zu entwickeln und ein gegebnes Geschick zu erwerben, muß eine weitere Menge von Werten verausgabt werden. Für unsern Zweck genügt es, nur Durchschnittsarbeit in Betracht zu ziehn, deren Erziehungs- und Ausbildungskosten verschwindend geringe Größen sind. Dennoch muß ich diese Gelegenheit zu der Feststellung benutzen, daß, genauso wie die Produktionskosten für Arbeitskräfte verschiedner Qualität nun einmal verschieden sind, auch die Werte der in verschiednen Geschäftszweigen beschäftigten Arbeitskräfte verschieden sein müssen. Der Ruf nach Gleichheit der Löhne beruht daher auf einem Irrtum, ist ein unerfüllbarer törichter Wunsch. Er ist die Frucht jenes falschen und platten Radikalismus, der die Voraussetzungen annimmt, die Schlußfolgerungen aber umgehn möchte. Auf Basis des Lohnsystems wird der Wert der Arbeitskraft in derselben Weise festgesetzt wie der jeder andern Ware; und da verschiedne Arten Arbeitskraft verschiedne Werte haben oder verschiedne Arbeitsquanta zu ihrer Produktion erheischen, so müssen sie auf dem Arbeitsmarkt verschiedne Preise erzielen. Nach gleicher oder gar gerechter Entlohnung auf Basis des Lohnsystems rufen, ist dasselbe, wie auf Basis des Systems der Sklaverei nach Freiheit zu rufen. Was ihr für recht oder gerecht erachtet, steht nicht in Frage. Die Frage ist: Was ist bei einem gegebnen Produktionssystem notwendig und unvermeidlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Dargelegten dürfte es klar sein, daß der Wert der Arbeitskraft bestimmt ist durch den Wert der Lebensmittel, die zur Produktion, Entwicklung, Erhaltung und Verewigung der Arbeitskraft erheischt sind.&amp;quot;[[(MEW 16, Seite 131f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitslohn ist also die Bezahlung der Reproduktionskosten für die [[Arbeitskraft]], also der [[Wert]] der Existenz- und [[Lebensmittel]], die zu ihrem Erhalt unter den herrschenden [[Lebensbedingungen]] nötig sind (im weitern Sinne Miete, Kleidung, Erholung, Gesundheit, Soziale Sicherheit usw.). Vom Standpunkt der gesamten [[Wertmasse]], welche in einem Produktionsumschlag bewegt ist, stellt er das [[variable Kapital]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist also nicht der Lohn für eine Arbeit, sondern lediglich für den Teil der Arbeit, welcher die arbeitenden Menschen zu ihrer [[Reproduktion]] und zur Reproduktion der [[Arbeitslosen]] erhalten, [[bezahlte Arbeit]] darstellt. Das [[Mehrprodukt]], das darüber hinaus erzeugt wird, ist im Arbeitslohn nicht enthalten (siehe hierzu [[Arbeitstag]]); es wird durch [[unbezahlte Arbeit]] hergestellt - bis auf den geringen Anteil, der zeitweise zur Erhöhung des &amp;quot;allgemeinen [[Lebensstandards]]&amp;quot; im Lohn mitgegeben und bei ökonomischen [[Krisen]] auch wieder zurückgenommen oder durch [[Steuer]]erhöhung für [[Staatsschulden]] rückerstattet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn um Arbeitslohn als [[Preis]] der Arbeitskraft gefeilscht werden muss, so ist der Lohnkampf doch nichts anderes als ein [[Klassenkampf]] innerhalb der bestehenden Verhältnisse. Er weist nicht über sie hinaus, auch wenn er höchste Erträge einbringt, weil sich hierdurch keine substanzielle Änderung in der Verfügung über den Produktionsprozess ergeben kann. Er bleibt die Affirmation der Position des [[Geldbesitzers]] als privat angewendete Macht des Geldes, mit dem über die Lebensverhältnisse der Menschen verfügt wird. Das [[Privateigentum]] ist seine Bestimmung und wird auch im Lohn nur als Privateigentum genommen. Der organische Prozess der [[Arbeit]] ist immer gesellschaftlich, weil er menschliche [[Bedürfnisse]] und die gesellschaftliche Entwicklung der [[Produktivkräfte]] enthält. Das Privateigentum hat seine Macht gerade dadurch, dass es diese gesellschaftlichen Notwendigkeit vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Nationalökonomie geht von der Arbeit als der eigentlichen Seele der Produktion aus, und dennoch gibt sie der Arbeit nichts und dem Privateigentum alles. Proudhon hat aus diesem Widerspruch zugunsten der Arbeit wider das Privateigentum geschlossen. Wir aber sehn ein, daß dieser scheinbare Widerspruch der Widerspruch der entfremdeten Arbeit mit sich selbst ist und daß die Nationalökonomie nur die Gesetze der entfremdeten Arbeit ausgesprochen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehn daher auch ein, daß Arbeitslohn und Privateigentum identisch sind: denn der Arbeitslohn, wo das Produkt, der Gegenstand der Arbeit, die Arbeit selbst besoldet, ist nur eine notwendige Konsequenz von der Entfremdung der Arbeit, wie denn im Arbeitslohn auch die Arbeit nicht als Selbstzweck, sondern als der Diener des Lohns erscheint. Wir werden dies später ausführen und ziehen jetzt nur noch einige Konsequenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewaltsame Erhöhung des Arbeitslohns (von allen andren Schwierigkeiten abgesehn, abgesehn davon, daß sie als eine Anomalie auch nur gewaltsam aufrechtzuerhalten wäre) wäre also nichts als eine bessere Salairierung der Sklaven und hatte weder dem Arbeiter noch der Arbeit ihre menschliche Bestimmung und Würde erobert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja selbst die Gleichheit der Salaire, wie sie Proudhon fordert, verwandelt nur das Verhältnis des jetzigen Arbeiters zu seiner Arbeit in das Verhältnis aller Menschen zur Arbeit. Die Gesellschaft wird dann als abstrakter Kapitalist gefaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitslohn ist eine unmittelbare Folge der entfremdeten Arbeit, und die entfremdete Arbeit ist die unmittelbare Ursache des Privateigentums. Mit der einen muß daher auch die andere Seite fallen.&amp;quot; ([[Zur Kritik der politischen Ökonomie - Ökonomisches Manuskript 1861-1863 MEW 43, S.520)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Globalisierung]] des [[fiktiven Kapitals]] haben sich die [[Beziehungen]] des [[Arbeitslohns]] zur [[Existenz]] der arbeitenden Bevölkerung allerdings auch verändert. Nach wie vor findet die [[Ausbeutung]] von Menschen durch das Kapital im Produktionsprozess über die ganzen Zeitverhältnisse ihres [[Lebens]] statt, doch nicht mehr unbedingt über ihre bloßen [[Arbeitszeiten]]. Doch zunehmend verteilt sie sich über ihre ganze [[Existenz]], die vor allem durch immer mehr Unkosten immer teurer wird, weil diese nicht mehr nur die [[Lebensmittel]] zur [[Reproduktion]] der [[Arbeitskraft]] betreffen, sondern für die bloßen Umstände und Strukturen ihres [[Lebens]] bezahlen müssen. Nicht mehr nur, weil ihre [[Arbeitskraft]] als [[Ware]] in den Produktionsprozess eingeht, aus welchem sich [[Mehrwert]] aus [[unbezahlter Arbeit]] für den Kapitalmarkt beziehen lässt, sondern weil der Kapitalmarkt selbst die Kosten des Lebens der Menschen über ihre schlichte [[Existenz]] schon durch einen [[Existenzwert]] ihrer Währung bestimmt, um hierüber seine [[Produzenten]] und [[Konsumenten]] als Bürgen der Nationalstaaten in der [[Konkurrenz]] ihrer Währungen zu nutzen und [[negierte]] Lebenssubstanz aus dessen [[Preisbildung]] bezieht (siehe hierzu auch [[Negativverwertung]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
</feed>