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	<title>Double-Bind - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-06T02:40:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Double-Bind&amp;diff=230&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:36:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Double-Bind ist der in England enststandene und publizierte Begriff für eine doppelbödige Beziehung, eine kommunikativ erzeugte Beziehungsfalle, wie sie in den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] einer [[symbiotischen Selbstbehauptung]] besonders durch die [[Subjektivität]] eines [[autoritären Charakters]] bewirkt wird. Die Beziehung der Menschen wird dabei selbst gegen ihren Inhalt gewendet, als Verbindung genutzt, um sie zu kontrollieren (siehe auch [[Kontrollbedürfnis]]), um sich Lebensäußerungen und Zuwendung des darin objektiv bestimmten Partners [[einzuverleiben]]. Diese Bestimmung ergeht aus der Lebensform einer [[erzieherischen Beziehung]] (siehe z.B. [[Lebensburg]]), deren [[Formbestimmung]] den Erziehenden mächtig macht und [[ohnmächtige]] [[Sinne]] zu einem [[System]] von [[Schuldgefühlen]] totalisiert, um deren [[Lebensangst]] hierfür zu [[nutzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies realisiert sich in einer [[widersinnigen]] Anforderung an eine [[zwischenmenschliche Beziehung]], die ein allgemeines Gebot (siehe auch [[Lebenspflicht]]) enthält, dessen Umsetzung zugleich durch einen gegenläufigen subjektiven Anspruch oder ein dem entsprechendes [[Selbstgefühl]] mit [[Absicht]] verunmöglicht und damit die Verbindlichkeit des Verhältnisses verabsolutiert wird. Meist vollziehen sich solche doppelbödige Kommunikationen unter der [[Bedingung]] von ihr schon vorausgesetzten [[Schuldgefühlen]], wie sie den Gefühlswelten der Kleinfamilie und ihrem [[Familiensinn]] - besonders auch auf der Grundlage einer [[religiöser]] Selbstbegründung (siehe auch [[esoterischer Charakter]]) - entsprechen. In der Wechselwirkung ihrer [[Widersprüchlichkeit,]] zwischen Anspruch und Verhalten, wie sie den Lebensbedingungen entspringt und zugleich [[verdrängt]] wird, um das ganze Verhältnis nicht zu gefährden, wird es somit auch verfestigt, verstetigt unendlich gemacht - verewigt. Die [[Lebensangst]], welche eine [[symbiotischen Selbstbehauptung]] mit sich bringt, teilt sich hierbei auf und wird auf der Seite des [[Subjekts]] dieser [[Beziehung]] als Erleichterung empfunden, für deren [[Objekt]] aber zu einer ständigen und beständigen Bedrohung der eigenen Identität und als bedrohliche Lebenswirklichkeit erlebt. Ihre [[Selbstentfremdung]] wird damit zwangsläufig zugleich zu ihrem [[Selbstverlust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Psychoanalytiker Ronald David Laing hat diese Art von Kommunikation in den Begründungszusammenhang psychotischer [[Erziehung]] gestellt und durch Wohngemeinschaft mit Schizophrenen in Kingsley Hall, einem Haus in London mit den davon betroffenen Menschen bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Begründer einer interpersonalen Phänomenologie, die aus seiner Kritik der [[Phänomenlogie]] und [[Psychonalyse]] erwuchs, um eine [[Methode]] zur Beschreibung dessen darzustellen, was sich [[zwischen den Menschen]] durch die [[Bedeutungen]] in ihrer Kommunikation abspielt. Er verzichtete dabei weitestgehend auf eine ärztliche Interpretation oder [[Ideologie]] - besonders der [[Psychoanalyse]] und geltenden psychiatrischen Lehrmeinungen. Für Laing standen - im Unterschied zu Sigmund Freud - nicht nur Neurosen, sondern auch psychotische [[Wahrnehmungen]] (siehe auch [[Wahnsinn]]) im Kontext einer familiären und gesellschaftlichen Genese und sind vor allem den existentiellen [[Bedingungen]] der hiervon Betroffenen selbst geschuldet, die von diesen gelebt werden müssen, besonders den in den [[Lebensburgen]] der in den [[Familien]] wie als Naturtatsachen begründeten Machtverhältnisse der [[Geschlechter]] und [[Generationen]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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