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	<title>Durchschnittsbildung - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Durchschnittsbildung&amp;diff=238&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-07T21:36:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Es könnte scheinen, daß, wenn der Wert einer Ware durch das während ihrer Produktion verausgabte Arbeitsquantum bestimmt ist, je fauler oder ungeschickter ein Mann, desto wertvoller seine Ware, weil er desto mehr Zeit zu ihrer Verfertigung braucht. Die Arbeit jedoch, welche die Substanz der Werte bildet, ist gleiche menschliche Arbeit, Verausgabung derselben menschlichen Arbeitskraft. Die gesamte Arbeitskraft der Gesellschaft, die sich in den Werten der Warenwelt darstellt, gilt hier als eine und dieselbe menschliche Arbeitskraft, obgleich sie aus zahllosen individuellen Arbeitskräften besteht. Jede dieser individuellen Arbeitskräfte ist dieselbe menschliche Arbeitskraft wie die andere, soweit sie den Charakter einer gesellschaftlichen Durchschnitts-Arbeitskraft besitzt und als solche gesellschaftliche Durchschnitts-Arbeitskraft wirkt, also in der Produktion einer Ware auch nur die im Durchschnitt notwendige oder gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit braucht. Gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist Arbeitszeit, erheischt, um irgendeinen Gebrauchswert mit den vorhandenen gesellschaftlich-normalen Produktionsbedingungen und dem gesellschaftlichen Durchschnittsgrad von Geschick und Intensität der Arbeit darzustellen.&amp;quot; [[(MEW 23, S.53)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Durchschnittsbildung ist die Quantifizierung eines zirkulären [[Verhältnisses]] in der [[Masse]] seiner [[Beziehungen]], in der sich Unterdurchschnittliches und Überdurchschnittliches auf ihr Mittelmaß völlig unabhängig von ihrer Reihenfolge reduzieren lassen müsste. Bei einer Durchschnittsbildung der [[Arbeit]] wird der [[gesellschaftlich]] [[notwendige]] [[Durchschnitt]] einer Arbeitszeit als [[Wertgröße]], als Größe einer [[real abstrakten]] [[Qualität]] (siehe [[Realabstraktion]]) hergenommen, also als eine [[Begriffsgröße]] einer &amp;quot;durchschnittene&amp;quot; Menge, die sich daraus [[bestimmt]], wovon im [[Einzelnen]] ihres [[Daseins]] abgesehen und als Maß einer [[abstrakten]] [[Beziehung]] dadurch darstellbar wird, dass alles, was davon im Schnitt zuviel an [[Anwesendem]] ist, sich mit dem verrechnet, was ihm abgeht, was im Schnitt [[abwesend]] ist. Doch diese Darstellung kann rein [[statistisch]], also linear berechnet und [[strukturtheoretisch]] beschrieben nicht wahr sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man z.B. die Summe einer Zahlenfolge und teilt sie durch die Anzahl ihrer Summanden so ergibt sich ein Gesamtdurchschnitt der gleichbleibend im Wert sein müsste, wenn damit z.B. die Wertgröße einer durchschnittlichen gesellschaftlichen Arbeitszeit dargestellt sein soll. Doch bildet man dann einen [[Durchschnitt]] der [[Zahlen]] unterhalb dieses Werts und den der oberhalb desselben zusammen und bezieht hieraus einen gesamten Durchschnitt, indem man die Summe der beiden Ergebnisse durch zwei teilt, so ergibt sich ein gänzlich anderer Wert. Der Durchschnitt der Durchschnitte wäre dann also von 9,75 und 161,5 zu rechnen und wäre 85625 anstatt 60. Das heißt: der linear ([[statistisch]]) ermittelte Gesamtdurchschnitt unterscheidet sich von dem real ermittelten und demnach auch der statistische [[Durchschnitt]] von der [[Durchschnittsbildung]] einer [[Realabstraktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesellschaftliche [[Durchschnitt]] einer [[abstrakt menschlichen Arbeit]] bliebe also ein bloßes [[Quantum]] beliebig aufgeteilter Mengen, in denen eine [[Abstraktion]] auf sich selbst bezogen und dadurch die Summe eines [[Ganzen]] pro [[Teil]] ihrer [[Masse]] dargestellt wäre. Das aber setzt die reine - und also [[abstrakte]] - Quantifizierung der Teile voraus, die nur durch die [[Durchschnittsbildung]] ein [[Ganzes]] wird. Doch dieses lässt sich durch die [[Teilung der Arbeit]] für die [[Wertbildung]] nicht konkret ermitteln, weil sie erst nach der [[Preisbildung]], also nach der [[Wertrealisation]] über das Verhältnis von [[Angebot und Nachfrage]] erkennbar wäre, aber schon in den Einkaufen als [[Maß der Werte]] eingehen, das zugleich als [[Maßstab der Preise]] gegenwärtig sein müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschieht diese Bildung nicht willkürlich, ihrem [[Gegenstand]] also angemessen, so verlangt das implizit oder explizit einen [[Begriff]], dessen [[Substanz]] eine [[Abstraktion]] betreibt (siehe [[Begriffssubstanz]]), aus welcher sich ein [[Quantum]] ermitteln lässt (siehe [[Begriffsgröße]]). Hierdurch erscheint etwas auch ganz, wenn die [[Teile]] nur [[isoliert]] von einander, nur in [[abstraktem]] Zusammenhang als Teile eines Ganzen existieren (siehe[[Teilung der Arbeit]]), auch wenn sie sich im Ganzen wirklich nur als voneinander sich abstoßende Teile im Gegensatz zueinander, im [[Widerspruch]] aufeinander beziehen. Auch wenn sie in ihrer Verbundenheit unwirklich, also nicht erkennbar sind, erscheint in ihrem Durchschnitt, sofern dieser nicht willkürlich gebildet wird, ihre [[Wirkung]] als eine Summe in ihrer [[abstrakten Allgemeinheit]], in ihrem [[Durchschnitt]] als Summe pro Teil (z.B. als gesellschaftlich durchschnittliche Arbeit). Innerhalb eines widersprüchlichen Ganzen wird [[Isolation]] durch die [[Reduktion]] ihrer [[Beziehung]], als [[Abstraktion]] von ihrem wesentlichen Zusammenhang, also in ihrer abstrakten [[Substanz]] bestimmt. Und die ist nur in der [[Beziehung]] zu einem [[abstrakten]] [[Wesen]] zu erkennen, das die [[Substanz]] des [[Ganzen]] nur abstrakt wahrhaben kann (siehe z.B. als[[abstrakt menschliche Arbeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Durchschnitt wesentlich zu begreifen macht die [[Erkenntnis]] einer [[Realabstraktion]]aus. Sie herrscht als Einheit von Entstehen und Vergehen, welche sie in einem permanenten [[Aufhebung]]sprozess betreibt und dessen Form sie bestimmt. Indem sie in der [[Formbestimmung]] ihrer Inhalte nur [[abstrakte]] [[Bestimmung]] sein kann, [[reduziert]] sich deren [[Verallgemeinerung]] im Verhältnis zum allgemeine Minimum auf einen [[Durchschnitt]] von Werden und Vergehen. Was die[[Verhältnisse]] vorantreibt, was besondere oder gar neue [[Qualitäten]] setzt, zieht sich in der [[Konkurrenz]] der Werte in ihrem Existenzkampf wieder herunter, bestimmt die Trägheit der Gegebenheiten, lässt zugleich [[Fortschritt]] wie [[Rückschritt]] zu und behindert den Durchbruch der [[Qualität]] im Verhältnis ihrer [[Quantitäten]] durch die binäre Scheidung von Aufgang und Untergang ihrer rein quantitativen Existenzform. Von daher ist der Durchschnitt die Existenzform eines [[abstrakt Allgemeinen]] und betreibt darin die [[Gleichgültigkeit]] einer [[Geschichte]], in der alle [[Inhalte]] durschnitten und [[getrennt]] voneinander sind, Geschichte sich in der [[Entfremdung]] von sich und ihrem Inhalt entfaltet, sich in ihrer Bestärkung entkräftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbildung ist eine praktische [[Reduktion]], also der Prozess einer realen [[Abstraktion]], eines Verhalts in einem [[Verhältnis]] (siehe [[Realabstraktion]]), das ausschließlich quantitativ, also nur als [[Masse]] [[wahrgenommen]] wird (siehe [[Begriffsgröße]]). Dieses besteht zwar durch Sachen oder Menschen, im Durchschnitt aber ist nichts sachlich oder menschlich, sondern [[abstrakt]], also ungeachtet seiner konkreten Beziehung in seiner [[Allgemeinheit]] durchschnitten. Die in dieser quantitativen Form abgetrennte und selbständige Größe kann ihre [[Bestimmung]] nur darin haben, dass sie zum Maß wird, zur abstrakten [[Relation]], also [[absolut]]. Darin wird in der Masse, nachdem ihr alles Bestimmte in ihrer [[Allgemeinheit]] genommen ist, selbst zur [[Bestimmung]], zur [[Bestimmtheit]] des abstrakten [[Quantums]]: Es ist damit das Maß eines Vergleichs, worin das Bestimmte gemessen am Durschnitt des unbestimmt Allgemeinen quantifiziert wird, also eine Quantität bekommt, die gegen jede seiner [[Qualitäten]] (siehe [[Eigenschaften]]) auch [[wirklich]]gleich geltend, also [[gleichgültig]] ist. Es setzt sich auf diese Weise auch tatsächlich das [[reduzierende]] Moment der [[Abstraktion]] durch: Alles, was Viel ist, wird reduziert durch das Wenige, das minimal ist. Dies macht die &amp;quot;geschichtliche Kraft&amp;quot; der [[Realabstraktion]] auch erst wirklich wahr (siehe [[Wahrmachen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit entsteht in der Durchschnittsbildung selbst schon, noch bevor sich hierüber jemand Rechenschaft geben muss, eine [[Logik]], die eine mächtige Quantifizierung betreibt. Auch wenn sich die Menschen nicht fragen, warum sie einen Durchschnitt bilden, wird darin der Vergleich mächtig. Aus der harmlosen Frage, wieviel Zeit ein Mensch zu einer Arbeit unter diesen oder jenen Bedingungen und Fähigkeiten braucht im Vergleich zu einem anderen, wird im Durchschnitt solcher Fragen ein Maß des Üblichen gesetzt, ein Maß der [[Gewohnheit]] und des Gewöhnlichen. Waren bis dahin sich die Menschen ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten, Gewohnheiten und Bedingungen noch bewusst und ohne äußeren [[Grund]] tätig, wird durch das Durschnittsquantum eine Effizienz beigebracht, die keinen notwendigen Grund in ihnen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind jedem Vergleich Menschen und Sachen und Tätigkeiten auch als Quanten, als bestimmte [[Mengen]] vorausgesetzt. Zu einer selbständigen Wirklichkeit ihrer [[Masse]] kommt es erst im Durschnitt, weil darin eine [[Notwendigkeit]] wirksam ist, Durchschnitt zu bilden, einen Vergleich nicht nur ideell (z.B. im Wettkampf, im Sport usw.) zu vollziehen, sondern real. Durschnitt wird schon hierdurch zu einem Maß das etwas [[bewertet]], was vordem hiervon unbefangen war und dem jetzt vermittelt ist, dass es so nicht [[sein]] und bleiben kann, wie es ist, weil gemessen an anderem auch sein Sein anders ist, seine [[Wirkung]] und [[Wirklichkeit]] als Quantum von etwas anderem als durch sich selbst. Der Durschnitt ist einzig eine durch [[Zahl]] gezeugte Zahl. Bei dieser Herkunft kann sie nicht mehr erzählen, was [[Sache]] ist, und kann auch nicht aufzählen, was sich ereignet. Sie kennt keine [[Geschichte]] und hat keinen [[Sinn]], ist prinzipiell unverfügbar und selbst [[Prinzip]] der Unverfügbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Durchschnitt durch eine Zahl begriffene Masse hat ihre Bestimmung außer sich, ist bemessen durch die Notwendigkeit ihres [[Soseins]]. So ist die [[Bestimmung]] der Masse als eine bestimmte Menge elementare Voraussetzung einer Durchschnittsbildung. Wie sie gesetzt wird, so ist die Menge des Gesetzten (z.B. bei der Hypothesenbildung). Diese wird als ihr Quantum in [[Zahlen]] formuliert. Die Durchschnittsbildung muss notwendig von anders bestimmten Inhalten absehen, ist also notwendig eine Abstraktion. Sie wirkt sich in der Anwendung daher auch als Reduktion der Zusammenhänge auf diese Abstraktion aus. Das kann in der Praxis vielerlei Folgen haben. Eine Aussage über wesentliche menschliche Beziehungen ist hierüber nicht möglich, lediglich um mehr oder weniger willkürlich herausgegriffene Merkmale oder Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Begriffssubstanz macht die Durchschnittsbildung die [[Formbestimmung]] der [[Realabstraktion]] aus. Die ist besonders in der Wirtschaft von Belang. [[Marx]] beschrieb mit ihr den Verlauf der [[Wert]]bildung (siehe [[Wertsubstanz]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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