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	<title>Fetischismus - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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Darin ist nicht nur die Adäquanz des unmittelbar praktischen und daher unentwickelten Bewusstseins mit dem Phänomen der [[Mystifikation]] des gesellschaftlichen Verhältnisses, dem Warenfetisch gemeint, sondern es wird von Adorno auch die Unterwerfung der Menschen, ihrer [[Empfindungen]] und [[Bedürfnisse]], mit den Erfordernissen des Arbeitsprozesses überhaupt gleichgesetzt (siehe hierzu auch Friedmann Grenz: &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Adornos Philosophie in Grundbegriffen&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;, Suhrkamp-Verlag 1975, S.43ff). Dadurch wird der Fetischismus zu einem ontologischen Begriff, der nicht mehr die Unentwickeltheit eines bestimmten Bewusstseins im Schein des Warentauschs beschreibt, sondern die Beugung menschlicher [[Wahrheit]] durch [[Arbeit]] überhaupt. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Verdinglicht&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;ist, was sich der Notwendigkeit von sachlichen Beziehungen beugt und daher dem Hässlichen zugewandt ist. Seine [[Wahrheit]] ist die des Schönen (siehe [[Ästhetik]]) und so wird Adornos Fetischismusverständnis zum Inbegriff bürgerlicher Gekränktheit an dieser Welt, in der sich nicht richtig leben lässt (&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;). Der Fetischismus wird so zur Fixierung an das beschädigte Leben, das Adorno immer in diesem Gegensatz und also als negiertes (also nicht widersprüchlich verwirklichtes) [[Leben]] beschreibt (siehe [[negative Dialektik]]). In diesem Sinne wird der Fetischismusbegriff auch von seinen Schülern (z.B. [[Postone]]) zu einer nicht nur durch die Geldform der Waren bedingte [[Mystifikation]] des [[Verstandes]], die durch schlussforlgerndes Denken und durch Wissen überwunden ist, sondern zu einer umfänglichen psychologischen Unterwerfung unter den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Verblendungszusammenhang&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;bürgerlicher Wertschätzungen überhaupt. Dies macht ideologiekritische Begrifflichkeit zu einer psychologischen, die sich in ihrer Verwendung als beglifflich gefasster Vorwurf auswirkt (nämlich an die bürgerlichen Verhältnisse fixiert zu sein).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Der Begriff der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Fetischisierung&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;wurde von [[Adorno]] allerdings darüber hinaus auch zu einer der Ökonomie unmittelbar entnommenen psychologischen Begrifflichkeit gewendet: [[Verdinglichung]] des [[Bewusstseins]]. 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Die Gleichsetzung von [[Arbeit]] mit Fetischismus, also das Festmachen der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Fetischisierung&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;an der Arbeit selbst, am Aufwand der Produktion von Gegenständen der Bedürfnisbefriedigung, macht aus jedem arbeitenden Menschen einen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;fixierten&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;Menschen, der bestenfalls keine andere Möglichkeit zu seiner Reproduktion hat (welche auch?) oder an seiner Borniertheit leidet und der sich deshalb gegen die Arbeit auch nur &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;therapieren&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;lässt (Bewusstsein muss ja wohl außen vor bleiben, wo es kein Sein hat!). Bleibt die Maschine als Automat der Bedürfnisbefriedigung, menschliche Bedürfnisse also als Notdürftigkeiten der Technologie. Welch aberwitzige Fixierung an die Technik selbst! Die Fetischismuskritik wendet sich so zum impliziten Technologie-Fetischismus im Glauben an die von jedem Aufwand befreiten Muse, die sich ihren Inhalt in der Muße gibt. Natürlich lassen sich damit die Freunde der Muse und des Schönen leicht ansprechen, weil sie damit flugs zum allgemeinen Menschen, zum menschlichen [[Subjekt]] gekürt sind; mit der [[Kritik der politischen Ökonomie]] hat dies jedoch ebenso wenig zu tun wie mit der Kritik bürgerlicher Ästhetik: Solcher Müßiggang ist nichts anderes.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Solcher Vorwurf wird neuerdings (z.B. durch die [[Wertkritiker]]) auch ausgedehnt auf das Alltagsverständnis von Arbeit. Sie selbst sei erwiesenermaßen überholt und also die Menschen, welche darin ihre Wirklichkeit zu begreifen suchen, selbst einem Fetisch unterworfen. 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Bleibt die Maschine als Automat der Bedürfnisbefriedigung, menschliche Bedürfnisse also als Notdürftigkeiten der Technologie. Welch aberwitzige Fixierung an die Technik selbst! Die Fetischismuskritik wendet sich so zum impliziten Technologie-Fetischismus im Glauben an die von jedem Aufwand befreiten Muse, die sich ihren Inhalt in der Muße gibt. Natürlich lassen sich damit die Freunde der Muse und des Schönen leicht ansprechen, weil sie damit flugs zum allgemeinen Menschen, zum menschlichen [[Subjekt]] gekürt sind; mit der [[Kritik der politischen Ökonomie]] hat dies jedoch ebenso wenig zu tun wie mit der Kritik bürgerlicher Ästhetik: Solcher Müßiggang ist nichts anderes.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar, Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht, Und doch gelingt&amp;#039;s ihm nicht, da es, so viel es strebt, Verhaftet an den Körpern klebt. Von Körpern strömt&amp;#039;s, die Körper macht es schön, Ein Körper hemmt&amp;#039;s auf seinem Gange; So, hoff ich, dauert es nicht lange, Und mit den Körpern wird&amp;#039;s zugrunde gehn.&amp;quot; (Mephisto in Goethes Faust)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]] ist nicht bloßes Auffassen, nicht einfache Kognition als Aufnahme von dem, was sie vorfindet. Es ist die [[Empfindung]] wodurch dieses wesentlich für sie ist. Von daher ist sie die [[Elementarform]] der [[Erkenntnis]], die [[Form]], in der für die Menschen [[wahr]] wird was sie für einander sind und was sie von einander haben. Es [[erfährt]] darin also alles sein menschliches [[Wesen]] als das, was ihr [[gesellschaftliches]] [[Sein]], was ihr [[Leben]] im [[Dasein]] ihrer [[Verhältnisse]] [[gegenständlich]] ausmacht, was sie darin für [[wahr]] halten, was ansonsten nur [[verrückt]] wäre. Jede [[Wahrnehmung]] besteht [[objektiv]] aus [[Empfindungen]] von dem, was sie [[wahr hat]] und [[subjektiv]] aus dem, was sie für [[wahr]] hält und also auch [[wahr nimmt]]. Beides vereint sie in [[Stimmungen]], in denen sich ihre [[Empfindungen]] in den Launen ihrer [[Gefühle]] bewegen und identifizieren (siehe [[Wahrnehmungsidentität]]). Weil sich aber [[Gefühle]] aus vielen [[einzelnen]] [[Empfindungen]] bilden, weil sie also [[allgemeiner]] bestimmt sind als diese, können sie nicht mit ihnen identisch sein, kann die [[Wahrnehmung]] nicht [[unmittelbar]] mit sich [[identische]] [[Wahrnehmung]], also nicht [[unmittelbar]] [[wahr]] sein (siehe hierzu [[Teilung der Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer [[Scheinwelt]] herrscht das Scheinbare, der [[Schein]] des Anscheins schlechthin. Darin hat nichts [[wirkliche]] [[Substanz]]. Darin überlagern sich die [[Eindrücke]] [[beliebiger]] [[Gefühle]], die durch [[Ereignisproduktion]] erzeugt und [[befriedet]] werden, weil sie keinen [[eigenen]] [[Ausdruck]] mehr darstellen. Aber sie kultivieren zugleich eine Welt [[isolierter]] [[Empfindungen]], [[reproduzieren]] verlassene Seelen und verengen die [[Wahrheit]] ihrer [[Wahrnehmungen]] (siehe [[Angst]]), töten sie durch ihre [[Lebensangst]] (siehe [[tote Wahrnehmung]]) und [[verwahrlosen]] daran (siehe auch [[Dekadenz]]). Schließlich kehren sie ihren [[Sinn]] gegen ihre [[Kultur]], [[trennen]] ihren [[Leib]] von ihrer [[Seele]] und [[pervertieren]] sich selbst zu einem Zwang [[entäußerter]] [[Wahrheit]] (siehe hierzu auch [[Perversion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gro0en und [[Ganzen]] entfalten die vielen darin [[bezogenen]] einzelnen [[Eigenschaften]] eine [[Kraft]], die sie durch den mächtigen Zusammenhang ihrer organischen [[Inhalte]], durch die [[Natur]] ihrer [[vereinzelten]] [[Existenzen]] [[erfahren]] (siehe hierzu auch [[Warenfetischismus]]), die ihnen über jede [[einzelne]] [[Erfahrung]] hinweg schon inne ist - nicht weil sie darin schon angelegt wäre, sondern weil sie erst im Zusammenwirken der einzelnen [[Inhalte]] durch die [[Wirklichkeit]] ihrer [[verdichteten]] [[substanziell]] [[vermittelt]] ist. [[verdichteten]] [[Substanz]] [[vermittelt]] ist und daraus entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entsteht hier im Entzug einzelner [[Beziehungen]] - mit der [[Abstraktion]] ihrer [[Inhalte]] auf ihre [[Substanz]] - in der [[Einfältigkeit]] ihrer schieren [[Masse]] - eine [[Kraft]] aus ihrer zunehmenden [[Nichtigkeit]], die jedes [[Einzelne]] dahin [[treibt]], ihre [[Form]] zu [[verallgemeinern]], die aus dem [[Nichts]] ihres entleerten Zusammenhangs sprießt, zu einer [[Bestimmung]] durch ihre leere[[Form]], zu einem [[Wesen]] der [[Abstraktion]] wird, die ihre verbliebenen [[Inhalte]] vereint und hierdurch zu einem dritten [[Wesen]] als [[Formbestimmung]] [[wirkt]] (siehe hierzu[[Dialektik]]). Durch die [[Isolation]] der [[Inhalte]], durch die [[Auftrennung]] ihres Zusammenhangs entsteht eine [[Macht]], die über den Verlust ihrer [[Lebendigen]] [[Tätigkeit]] gegen sie mächtig wird, weil sie hieraus eine [[abstrakt allgemeine]] [[Wirksamkeit]] bezieht (siehe hierzu [[Tote Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo eine [[Beziehung]] nicht [[wirklich]] [[wahr]] sein kann, weil sie sich [[entwirklicht]] hat, entsteht eine Sucht nach ihrer bloßen [[Anwesenheit]], auch wenn deren [[wirklicher]] Gehalt nur [[abstrakt]] als [[Vorstellung]] einer [[Wahrnehmung]] rein [[ästhetisch]] [[da sein]] kann. Fetischismus ist die [[Mystifizierung]] des [[Gedächtnisses]], wodurch ein [[Erleben]] von [[Glück]] wie eine [[Reliiquie]] bewahrt wird, um darin zu erhalten, was die [[Erfahtrung]] eines [[Heils]] heilig macht. In dieser [[Beziehung]] ist das allerdings zugleich die [[idealisierte]] [[Form]] eines verlorenen [[Lebens]], eines [[Selbstverlustes]], für den die [[Selbstkontrolle]] an einen [[Fetisch]] übereignet ist, also in der [[Entfremdung]] von sich (siehe auch [[Selbstentfremdung]]) [[aufgehoben]] [[erscheint]]. Man könnte auch sagen, es handelt sich dabei um eine misslungene [[Selbstkontrolle]], also um einen [[Zustand]] der [[Selbstwahrnehmung]], die sich durch ihre [[Selbstkontrolle]] (siehe auch [[Kontrollbedürfnis]]) behaupten muss (siehe auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]) und ihren [[Selbstverlust]] an einem [[Gegenstand]] [[mystifiziert]] und ihn über diesen zugleich [[nichtig]] zu machen sucht. Von daher ist Fetischismus die Befolgung einer [[Formbestimmung]], die [[Sucht]] eines [[reaktionären Bwusstseins]], das sich seiner Gegenwärtigen Wirklichkeit zu entziehen sucht (siehe auch [[reaktionärer Marxismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz allgemein verstanden ist Fetischismus ein [[Kult]], der durch einen [[Fetisch]] vollzogen und versinnbildlicht wird. Hierbei geht es um die Verehrung einer mystifizierten Beziehung (z.B. zu Gott oder Menschen oder Sachen), die durch Rituale, [[Religien]] oder [[Vorstellungen]] umgesetzt wird. Der Fetisch gilt im hießigen Wortgebrauch auch als Sinnbild einer [[Fixierung]] an eine höhere [[Gewalt]], mystisches Verlangen, kultische Unterwerfung unerreichter Lust (siehe hierzu auch [[Narzissmus]]), welcher über symbolische [[Gegenstände]] gehuldigt wird. Es handelt sich hierbei also um die [[Verehrung]] und Huldigung einer vermeintlichen [[Macht]], einer Metaphysik der Macht, welcher sich Menschen unterworfen fühlen, weil sie durch sie zugleich ihr [[Leben]] [[gegeben]] glauben oder [[fühlen]]. Fetischismus ist der [[Kult]] einer Verehrung oder Vergötterung von Geistern und Dingen, denen ein [[übermenschlicher]] Sinn zugesprochen ist, die also einen [[Sinn]] erfüllen, den die Menschen für sich selbst nicht haben, den sie aber allgemein im Fetisch als Bildnis einer für sich seienden Heraussetzung, einer Erhabenheit erleben, weil er ihnen in diesem Sinn [[erscheint]]. In solchem Bildnis erscheint das Erhabene selbst [[wirklich]] und hat durch diesen [[Schein]] eine wirkliche [[Gegenwart]] ohne [[wesentlich]] wirklich zu sein. Sie ist die [[Vergegenwärtigung]] einer Ungewissheit, das nur im [[Schein]] wie ein [[Wissen]] für sich sein kann (siehe auch [[Bewusstsein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfährt somit einen [[Sinn]], der seinen [[Nutzen]] an einer Sache findet, die einen menschlichen Sinn reflektiert, der in der Sache seine rein geistige Form hat, also nicht sachlich ist. Durch sie und über sie schließt er sich ausschließlich mit sich selbst zusammen und erlebt sich in dem Fetisch, für den die Sache steht, lebt damit eine [[Abstraktion]], die nur für ihn Sinn hat (siehe [[abstrakt menschlicher Sinn]]). Die Vermittlung der sinnlichen Beziehungen in der Welt wird im Fetisch zu einem [[scheinhaften]] [[Sinn]], der seinen Ausschluss nicht mehr [[wahrhat]], weil er die [[Täuschung]] für sich [[wahrmachen]] muss um das zu sein, was ausgeschlossen ist (siehe auch [[Isolation]]). Fetischismus ist somit nicht nur eine Form des Bewusstseins, sondern ein Zustand entfremdeter Selbstreflexion, die über äußere Gegenstände aufgehoben erscheint (siehe auch [[Warenfetischismus]]) oder Menschen zu solchen Gegenständen macht (siehe [[Körperfetischismus]]). Er ist sowohl eine Fixierung des Bewusstseins an die [[Gegebenheiten]] des [[Seins]], also auch eine [[beseelte]] [[Wahrnehmung]], welche an einem Gegenstand [[wahrmachen]] muss, was sie für ihre [[Seele]] nicht [[wahrhaben]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx verwendet den Begriff Fetischismus bezogen auf eine Gesellschaft, in der das Verhältnis der [[Waren]] (siehe [[Tausch]]) wie ein übermächtiges Naturwesen erscheint, das den Menschen mit einem eigentümlichen Wesen gegenübertritt und worin das gesellschaftliche Verhältnis der Menschen wie ein Verhältnis ihrer Sachen gilt. Er nennt diese Erscheinung dann auch [[Warenfetischismus]]. Diese in seinen ökonomischen Schriften (Grundrisse und Kapital) referierte Reminiszenz an die Philosophiekritik hat keinen logischen Stellenwert in der [[Kritik der bürgerlichen Ökonomie]], wohl aber in der [[Ideologiekritik]]. [[Ideologie]], die ja auf [[Vorstellungen]] von gesellschaftlicher Wirklichkeit gründet, trägt wesentlich zu ihrer [[Mystifikation]] bei und bietet somit auch die Begrifflichkeiten für sublime Fetischismen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der &amp;quot;Fetischisierung&amp;quot; wurde von [[Adorno]] allerdings darüber hinaus auch zu einer der Ökonomie unmittelbar entnommenen psychologischen Begrifflichkeit gewendet: [[Verdinglichung]] des [[Bewusstseins]]. Darin ist nicht nur die Adäquanz des unmittelbar praktischen und daher unentwickelten Bewusstseins mit dem Phänomen der [[Mystifikation]] des gesellschaftlichen Verhältnisses, dem Warenfetisch gemeint, sondern es wird von Adorno auch die Unterwerfung der Menschen, ihrer [[Empfindungen]] und [[Bedürfnisse]], mit den Erfordernissen des Arbeitsprozesses überhaupt gleichgesetzt (siehe hierzu auch Friedmann Grenz: &amp;quot;Adornos Philosophie in Grundbegriffen&amp;quot;, Suhrkamp-Verlag 1975, S.43ff). Dadurch wird der Fetischismus zu einem ontologischen Begriff, der nicht mehr die Unentwickeltheit eines bestimmten Bewusstseins im Schein des Warentauschs beschreibt, sondern die Beugung menschlicher [[Wahrheit]] durch [[Arbeit]] überhaupt. &amp;quot;Verdinglicht&amp;quot; ist, was sich der Notwendigkeit von sachlichen Beziehungen beugt und daher dem Hässlichen zugewandt ist. Seine [[Wahrheit]] ist die des Schönen (siehe [[Ästhetik]]) und so wird Adornos Fetischismusverständnis zum Inbegriff bürgerlicher Gekränktheit an dieser Welt, in der sich nicht richtig leben lässt (&amp;quot;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&amp;quot;). Der Fetischismus wird so zur Fixierung an das beschädigte Leben, das Adorno immer in diesem Gegensatz und also als negiertes (also nicht widersprüchlich verwirklichtes) [[Leben]] beschreibt (siehe [[negative Dialektik]]). In diesem Sinne wird der Fetischismusbegriff auch von seinen Schülern (z.B. [[Postone]]) zu einer nicht nur durch die Geldform der Waren bedingte [[Mystifikation]] des [[Verstandes]], die durch schlussforlgerndes Denken und durch Wissen überwunden ist, sondern zu einer umfänglichen psychologischen Unterwerfung unter den &amp;quot;Verblendungszusammenhang&amp;quot; bürgerlicher Wertschätzungen überhaupt. Dies macht ideologiekritische Begrifflichkeit zu einer psychologischen, die sich in ihrer Verwendung als beglifflich gefasster Vorwurf auswirkt (nämlich an die bürgerlichen Verhältnisse fixiert zu sein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solcher Vorwurf wird neuerdings (z.B. durch die [[Wertkritiker]]) auch ausgedehnt auf das Alltagsverständnis von Arbeit. Sie selbst sei erwiesenermaßen überholt und also die Menschen, welche darin ihre Wirklichkeit zu begreifen suchen, selbst einem Fetisch unterworfen. Hierzu wird Bezug auf Marx genommen, der zwar von einem immerwährenden Verhältnis von [[Notwendigkeit]] und [[Freiheit]] der [[Arbeit]] (als [[Dialektik]] von Freiheit und Notwendigkeit im Sinne Hegels) spricht, aber so gelesen wird, als ob darin dem freien Konsumenten das Wort geredet würde, der von einer vollautomatischen Warenproduktion durch Maschinen zu versorgen wäre. Die Gleichsetzung von [[Arbeit]] mit Fetischismus, also das Festmachen der &amp;quot;Fetischisierung&amp;quot; an der Arbeit selbst, am Aufwand der Produktion von Gegenständen der Bedürfnisbefriedigung, macht aus jedem arbeitenden Menschen einen &amp;quot;fixierten&amp;quot; Menschen, der bestenfalls keine andere Möglichkeit zu seiner Reproduktion hat (welche auch?) oder an seiner Borniertheit leidet und der sich deshalb gegen die Arbeit auch nur &amp;quot;therapieren&amp;quot; lässt (Bewusstsein muss ja wohl außen vor bleiben, wo es kein Sein hat!). Bleibt die Maschine als Automat der Bedürfnisbefriedigung, menschliche Bedürfnisse also als Notdürftigkeiten der Technologie. Welch aberwitzige Fixierung an die Technik selbst! Die Fetischismuskritik wendet sich so zum impliziten Technologie-Fetischismus im Glauben an die von jedem Aufwand befreiten Muse, die sich ihren Inhalt in der Muße gibt. Natürlich lassen sich damit die Freunde der Muse und des Schönen leicht ansprechen, weil sie damit flugs zum allgemeinen Menschen, zum menschlichen [[Subjekt]] gekürt sind; mit der [[Kritik der politischen Ökonomie]] hat dies jedoch ebenso wenig zu tun wie mit der Kritik bürgerlicher Ästhetik: Solcher Müßiggang ist nichts anderes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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