<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Objektiver_Subjektivismus</id>
	<title>Objektiver Subjektivismus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Objektiver_Subjektivismus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Objektiver_Subjektivismus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T11:11:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Objektiver_Subjektivismus&amp;diff=10682&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Objektiver_Subjektivismus&amp;diff=10682&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-04T18:51:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: #fff; color: #202122;&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr class=&quot;diff-title&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 4. November 2025, 20:51 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l1&quot;&gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Alle Soziologen vor und nach der Jahrhundertwende mußten sich mit den theoretischen und methodologischen Vorschlägen von Karl Marx auseinandersetzen. Vereinfacht ausgedrückt waren es zwei Problemkomplexe, mit denen sie konfrontiert waren. Einmal beschäftigte sie die Suche nach anderen als den ökonomisch-materialistischen Gründen für die Veränderungen der Gesellschaften und den sozialen Ungleichheiten in ihnen. Dies war nicht nur für die soziologischen Analysen und Erklärungen der gesellschaftlichen Verhältnisse wichtig, sondern auch für die Lösung des zweiten Problems, das Marx mit seiner Behauptung, daß das Sein das Bewußtsein bestimme, den (Sozial)Wissenschaften beschert hatte. Wie konnte man eigentlich noch ideologiefrei denken, unabhängig Marx&#039; Wirkung von den gesellschaftlichen – im Marxschen Sinne unabhängig von den ökonomischen – Verhältnissen?&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;(Korte, Hermann: Einführung in die Geschichte der Soziologie. Verlag für Sozialwissenschaften, 2006, S. 55.)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Alle Soziologen vor und nach der Jahrhundertwende mußten sich mit den theoretischen und methodologischen Vorschlägen von Karl Marx auseinandersetzen. Vereinfacht ausgedrückt waren es zwei Problemkomplexe, mit denen sie konfrontiert waren. Einmal beschäftigte sie die Suche nach anderen als den ökonomisch-materialistischen Gründen für die Veränderungen der Gesellschaften und den sozialen Ungleichheiten in ihnen. Dies war nicht nur für die soziologischen Analysen und Erklärungen der gesellschaftlichen Verhältnisse wichtig, sondern auch für die Lösung des zweiten Problems, das Marx mit seiner Behauptung, daß das Sein das Bewußtsein bestimme, den (Sozial)Wissenschaften beschert hatte. Wie konnte man eigentlich noch ideologiefrei denken, unabhängig Marx&#039; Wirkung von den gesellschaftlichen – im Marxschen Sinne unabhängig von den ökonomischen – Verhältnissen? (Korte, Hermann: Einführung in die Geschichte der Soziologie. Verlag für Sozialwissenschaften, 2006, S. 55.)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[[Subjektivität]] ist die Gesaamtheit, das [[Ganze]] eines [[subjektiven]] [[Seins]] im [[Dasein]] der Menschen als [[Subjekte]] ihrer [[persönlichen]] [[Wahrheit]] in einem an und für sich unwahren Verhältnis ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]). Während sich die [[Empfindungen]] in ihrer [[Stimmung]] zu einer [[subjektiven Objektivität]] vergemeinschaften vergesellschaften sich die [[Gefühle]] in der [[Stimmung]] eines [[objektiven Subjektivismus]]. Das sich diese [[Teilung der Wahrnehmung]] aus der [[Teilung der Arbeit]] fortentwickelt hat, war der marxistischen Diskussion mit deren Entwicklung über die [[Existenzverwertung]] des [[Imperialisms]] entgangen. So blieben deren Auswirkungen auf die [[bürgerliche Kultur]] weitgehend unbedacht.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[[Subjektivität]] ist die Gesaamtheit, das [[Ganze]] eines [[subjektiven]] [[Seins]] im [[Dasein]] der Menschen als [[Subjekte]] ihrer [[persönlichen]] [[Wahrheit]] in einem an und für sich unwahren Verhältnis ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]). Während sich die [[Empfindungen]] in ihrer [[Stimmung]] zu einer [[subjektiven Objektivität]] vergemeinschaften vergesellschaften sich die [[Gefühle]] in der [[Stimmung]] eines [[objektiven Subjektivismus]]. Das sich diese [[Teilung der Wahrnehmung]] aus der [[Teilung der Arbeit]] fortentwickelt hat, war der marxistischen Diskussion mit deren Entwicklung über die [[Existenzverwertung]] des [[Imperialisms]] entgangen. So blieben deren Auswirkungen auf die [[bürgerliche Kultur]] weitgehend unbedacht.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Deren [[Analyse]] war vorwiegend in einem soziologisches Interesse verblieben, wodurch eine von ihren ökonomischen Bedingungen abgetrennte Sphäre des gesellschaftlichen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;[[Überbaus]]&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;zu einem Gegenstand der [[Wissenschaften]], namentlich der [[bürgerlichen Wissenschaft]] wurde. Dessen Herleitung war damit schon strukturell unterstelt und daher auch im Wesentlichen nur [[strukturalistisch]] zu erklären. Es begann mit einem platten Vorwurf gegen den Marxismus, der die mataphysischen Phänomene des[[Bewusstseins]] als eine notwendige [[Mystifikation]] der bürgerlichen Lebensverhältnisse (siehe auch [[Warenfetischismus]], [[Kapitalfetischismus]]) seziert hatte. Der marxistische [[Objektivismus]], wie er durch Engels und Nachfolger zu einem [[Dialektischen Materialismus]] enwickelt worden war, lieferte das Material eines ungeheuerlihen Missverständnisses.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Deren [[Analyse]] war vorwiegend in einem soziologisches Interesse verblieben, wodurch eine von ihren ökonomischen Bedingungen abgetrennte Sphäre des gesellschaftlichen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;[[Überbaus]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;zu einem Gegenstand der [[Wissenschaften]], namentlich der [[bürgerlichen Wissenschaft]] wurde. Dessen Herleitung war damit schon strukturell unterstelt und daher auch im Wesentlichen nur [[strukturalistisch]] zu erklären. Es begann mit einem platten Vorwurf gegen den Marxismus, der die mataphysischen Phänomene des[[Bewusstseins]] als eine notwendige [[Mystifikation]] der bürgerlichen Lebensverhältnisse (siehe auch [[Warenfetischismus]], [[Kapitalfetischismus]]) seziert hatte. Der marxistische [[Objektivismus]], wie er durch Engels und Nachfolger zu einem [[Dialektischen Materialismus]] enwickelt worden war, lieferte das Material eines ungeheuerlihen Missverständnisses.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und da fanden die Soziologen einen bequenen Einstieg, um ihrer Wissenschaft einen eigenständigen Boden zu bereiten, indem sie neben dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Homo oekonomicus&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;ein eigenständiges Subjekt hervorbrachten, den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Homo sociologicus&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;(Ralf Dahrendorf):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und da fanden die Soziologen einen bequenen Einstieg, um ihrer Wissenschaft einen eigenständigen Boden zu bereiten, indem sie neben dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Homo oekonomicus&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;ein eigenständiges Subjekt hervorbrachten, den &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Homo sociologicus&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(Ralf Dahrendorf):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Nicht die materiellen oder natürlichen (im Sinne von &#039;materieller Natur&#039;, wie etwa die naturräumliche Umgebung einer Gesellschaft, sowie im Sinne &#039;immaterieller Natur&#039;, z.B. Naturgesetze) Bedingungen bestimmen Gesellschaft und den Verlauf ihrer Entwicklung, sondern die geistigen Bedingungen des Subjekts bzw. der Kultur. Es liegt somit eine eindeutige Grenzziehung vor, und zwar zwischen der sozialen oder geistigen und der materiellen Ebene einer Gesellschaft sowie zwischen einer Gesellschaft und der Natur. Wenn der &#039;Geist&#039; die Gesellschaft formt, dann folgt daraus die Ausklammerung der materiellen Ebene von Gesellschaft sowie ihrer materiellen Bedingungen, die die Natur liefert.&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;(Lutz, Juliana: Der Naturbegriff und das Gesellschaft-Natur-Verhältnis in der frühen Soziologie. Hrsg.: Interuniversitäres Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF), Abteilung Soziale Ökologie, 1998, S. 35)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Nicht die materiellen oder natürlichen (im Sinne von &#039;materieller Natur&#039;, wie etwa die naturräumliche Umgebung einer Gesellschaft, sowie im Sinne &#039;immaterieller Natur&#039;, z.B. Naturgesetze) Bedingungen bestimmen Gesellschaft und den Verlauf ihrer Entwicklung, sondern die geistigen Bedingungen des Subjekts bzw. der Kultur. Es liegt somit eine eindeutige Grenzziehung vor, und zwar zwischen der sozialen oder geistigen und der materiellen Ebene einer Gesellschaft sowie zwischen einer Gesellschaft und der Natur. Wenn der &#039;Geist&#039; die Gesellschaft formt, dann folgt daraus die Ausklammerung der materiellen Ebene von Gesellschaft sowie ihrer materiellen Bedingungen, die die Natur liefert. (Lutz, Juliana: Der Naturbegriff und das Gesellschaft-Natur-Verhältnis in der frühen Soziologie. Hrsg.: Interuniversitäres Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF), Abteilung Soziale Ökologie, 1998, S. 35)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Nun hatte Marx zwar nie behauptet, dass der Mensch an sich ein ökonomisches Wesen sei, sondern ganz im Gegenteil die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Kritik der politischen Ökonomie&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;ihm dazu verhelfen müsse, sich als ein [[sinnliches]] und leidenschaftliches [[gesellschaftliches]] Wesen zu bejahen. Doch seine in allen seinen Schriften implizierte [[Kulturkritik]] wurde im Eifer einer neuen, einer [[neoliberal]] bedachten Wissenschaftlichkeit gerne übergangen und schließlich mit einer Absage an seine [[Klassentheorie]] versehen. Dem pflichteten dann schließlich auch die modernen Kulturkritiker des gesllschaftlichen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;[[Überbaus]]&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;bei, die sich dadurch beliebig und von keiner [[Wissenschaft]] mehr beschränkt mit ihrer Gesellschafts- und [[Subjektkritik]] eine kritische Bedeutung zuwiesen. So auch [[Theodor Wiesengrund Adorno]], der damit die neuhegelianische Methode seiner [[negativen Dialektik]] anpreisen konnte, indem er in das [[bürgerliche Subjekt]] ein &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;autonomes&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;Subjekt einfädelte, das dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Schaden&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;entgehen könne, den ihm der Kapitalismus zumutet (siehe hierzu auch [[Selbstveredelung]]):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Nun hatte Marx zwar nie behauptet, dass der Mensch an sich ein ökonomisches Wesen sei, sondern ganz im Gegenteil die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Kritik der politischen Ökonomie&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;ihm dazu verhelfen müsse, sich als ein [[sinnliches]] und leidenschaftliches [[gesellschaftliches]] Wesen zu bejahen. Doch seine in allen seinen Schriften implizierte [[Kulturkritik]] wurde im Eifer einer neuen, einer [[neoliberal]] bedachten Wissenschaftlichkeit gerne übergangen und schließlich mit einer Absage an seine [[Klassentheorie]] versehen. Dem pflichteten dann schließlich auch die modernen Kulturkritiker des gesllschaftlichen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;[[Überbaus]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;bei, die sich dadurch beliebig und von keiner [[Wissenschaft]] mehr beschränkt mit ihrer Gesellschafts- und [[Subjektkritik]] eine kritische Bedeutung zuwiesen. So auch [[Theodor Wiesengrund Adorno]], der damit die neuhegelianische Methode seiner [[negativen Dialektik]] anpreisen konnte, indem er in das [[bürgerliche Subjekt]] ein &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;autonomes&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;Subjekt einfädelte, das dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Schaden&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;entgehen könne, den ihm der Kapitalismus zumutet (siehe hierzu auch [[Selbstveredelung]]):&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Der Klassenkampf alten Stils, im Sinn des Marxistischen Manifests, ist, einem Wort von Brecht zufolge, virtuell unsichtbar geworden. Seine Unsichtbarkeit selber ist nicht zu trennen von den Strukturproblemen. Tatsächlich sind die Manifestationen des Klassenverhältnisses in weitem Maß in den Funktionszusammenhang der Gesellschaft eingebaut worden, ja als Teil ihres Funktionierens bestimmt. Das allerdings ist insofern kein Novum, als die GeseIlschaft sich nicht nur trotz des Klassenverhältnisses am Leben erhielt, sondern durch es hindurch. Die Entwicklung war teleologisch in der objektiven Doppelstellung des Proletariats zur bürgerlichen Gesellschaft präformiert. Einerseits waren die Proletarier in der Periode, die Marx und Engels vor Augen stand, Objekte der Ausbeutung, nicht autonome Subjekte des gesellschaftlichen Gesamtprozesses. Sie existierten außerhalb des Begriffs einer Gesellschaft, die eine von Freien und Mündigen sein wollte.&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;(Th.W.Adorno Gesammelte Schriften bd. 8, Suhrkamp 1972, S. 183)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Der Klassenkampf alten Stils, im Sinn des Marxistischen Manifests, ist, einem Wort von Brecht zufolge, virtuell unsichtbar geworden. Seine Unsichtbarkeit selber ist nicht zu trennen von den Strukturproblemen. Tatsächlich sind die Manifestationen des Klassenverhältnisses in weitem Maß in den Funktionszusammenhang der Gesellschaft eingebaut worden, ja als Teil ihres Funktionierens bestimmt. Das allerdings ist insofern kein Novum, als die GeseIlschaft sich nicht nur trotz des Klassenverhältnisses am Leben erhielt, sondern durch es hindurch. Die Entwicklung war teleologisch in der objektiven Doppelstellung des Proletariats zur bürgerlichen Gesellschaft präformiert. Einerseits waren die Proletarier in der Periode, die Marx und Engels vor Augen stand, Objekte der Ausbeutung, nicht autonome Subjekte des gesellschaftlichen Gesamtprozesses. Sie existierten außerhalb des Begriffs einer Gesellschaft, die eine von Freien und Mündigen sein wollte. (Th.W.Adorno Gesammelte Schriften bd. 8, Suhrkamp 1972, S. 183)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und ganz unbefangen wurde damit die [[bürgerliche Kultur]] zu einem überhistorischen [[Subjekt]] verewigt, das überhaupt nur durch Kritik beständig sein könne. Der [[Subjektivismus]], den das [[neoliberale]] [[Bewusstsein]] nötig hat, konnte dann schließlich auch von Luhmann u.a. verwissenschaftlicht werden, indem die Funktionalität des [[Ganzen]] als subjektive Notwendikeit für alle verklärt wurde. Die [[Systemtheorien]] brachten auf den Markt der [[Meinungen]] und Positionen, was inzwischen auch schon vom [[Strukturalismus]] von linken und rechten Erkenntnisintressen vorgegeben war. Der allgemeine [[Nutzen]] wurde zu einer [[Objektivität]] der Funktionalität schlechthin, die in ihrer Kybernetik zum Entscheidungskriterium der [[Systemtheorien]]wurde, weil er nach strukturlogischer Auffassung eben einem jeden [[Bedürfnis]] zum Frieden in irgendeiner Art verhelfe (siehe [[Befriedigung]]) und soziologisch schon vor aller [[Erfahrung]] zu einer gesellschaftlichen [[Befriedung]] verhelfe (siehe [[Neoliberalismus]]). Und das wurde schließlich auch zum [[Selbstverständnis]] der [[Soziologie]], die ja nichts anderes betreiben sollte, als eben die Reibungslosigkeit einer zerriebenen Gesellschaft herzustellen. Deshalb geriet sie schließlich zur wesentlichen [[Wissenschaft]]eines [[Feudalkapitalismus]], der seine Gründe nicht mehr [[realwirtschaftlich]], sondern nur noch in einem Schuldverhältnis außer sich (siehe auch [[Schuldgeldsystem]]), in den [[Klassen]] von [[Schuldner]] und [[Gläubiger]] betreiben kann.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Und ganz unbefangen wurde damit die [[bürgerliche Kultur]] zu einem überhistorischen [[Subjekt]] verewigt, das überhaupt nur durch Kritik beständig sein könne. Der [[Subjektivismus]], den das [[neoliberale]] [[Bewusstsein]] nötig hat, konnte dann schließlich auch von Luhmann u.a. verwissenschaftlicht werden, indem die Funktionalität des [[Ganzen]] als subjektive Notwendikeit für alle verklärt wurde. Die [[Systemtheorien]] brachten auf den Markt der [[Meinungen]] und Positionen, was inzwischen auch schon vom [[Strukturalismus]] von linken und rechten Erkenntnisintressen vorgegeben war. Der allgemeine [[Nutzen]] wurde zu einer [[Objektivität]] der Funktionalität schlechthin, die in ihrer Kybernetik zum Entscheidungskriterium der [[Systemtheorien]]wurde, weil er nach strukturlogischer Auffassung eben einem jeden [[Bedürfnis]] zum Frieden in irgendeiner Art verhelfe (siehe [[Befriedigung]]) und soziologisch schon vor aller [[Erfahrung]] zu einer gesellschaftlichen [[Befriedung]] verhelfe (siehe [[Neoliberalismus]]). Und das wurde schließlich auch zum [[Selbstverständnis]] der [[Soziologie]], die ja nichts anderes betreiben sollte, als eben die Reibungslosigkeit einer zerriebenen Gesellschaft herzustellen. Deshalb geriet sie schließlich zur wesentlichen [[Wissenschaft]]eines [[Feudalkapitalismus]], der seine Gründe nicht mehr [[realwirtschaftlich]], sondern nur noch in einem Schuldverhältnis außer sich (siehe auch [[Schuldgeldsystem]]), in den [[Klassen]] von [[Schuldner]] und [[Gläubiger]] betreiben kann.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Objektiver_Subjektivismus&amp;diff=859&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Objektiver_Subjektivismus&amp;diff=859&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-07T21:41:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Alle Soziologen vor und nach der Jahrhundertwende mußten sich mit den theoretischen und methodologischen Vorschlägen von Karl Marx auseinandersetzen. Vereinfacht ausgedrückt waren es zwei Problemkomplexe, mit denen sie konfrontiert waren. Einmal beschäftigte sie die Suche nach anderen als den ökonomisch-materialistischen Gründen für die Veränderungen der Gesellschaften und den sozialen Ungleichheiten in ihnen. Dies war nicht nur für die soziologischen Analysen und Erklärungen der gesellschaftlichen Verhältnisse wichtig, sondern auch für die Lösung des zweiten Problems, das Marx mit seiner Behauptung, daß das Sein das Bewußtsein bestimme, den (Sozial)Wissenschaften beschert hatte. Wie konnte man eigentlich noch ideologiefrei denken, unabhängig Marx&amp;#039; Wirkung von den gesellschaftlichen – im Marxschen Sinne unabhängig von den ökonomischen – Verhältnissen?&amp;quot; (Korte, Hermann: Einführung in die Geschichte der Soziologie. Verlag für Sozialwissenschaften, 2006, S. 55.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Subjektivität]] ist die Gesaamtheit, das [[Ganze]] eines [[subjektiven]] [[Seins]] im [[Dasein]] der Menschen als [[Subjekte]] ihrer [[persönlichen]] [[Wahrheit]] in einem an und für sich unwahren Verhältnis ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] (siehe [[Teilung der Wahrnehmung]]). Während sich die [[Empfindungen]] in ihrer [[Stimmung]] zu einer [[subjektiven Objektivität]] vergemeinschaften vergesellschaften sich die [[Gefühle]] in der [[Stimmung]] eines [[objektiven Subjektivismus]]. Das sich diese [[Teilung der Wahrnehmung]] aus der [[Teilung der Arbeit]] fortentwickelt hat, war der marxistischen Diskussion mit deren Entwicklung über die [[Existenzverwertung]] des [[Imperialisms]] entgangen. So blieben deren Auswirkungen auf die [[bürgerliche Kultur]] weitgehend unbedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deren [[Analyse]] war vorwiegend in einem soziologisches Interesse verblieben, wodurch eine von ihren ökonomischen Bedingungen abgetrennte Sphäre des gesellschaftlichen &amp;quot;[[Überbaus]]&amp;quot; zu einem Gegenstand der [[Wissenschaften]], namentlich der [[bürgerlichen Wissenschaft]] wurde. Dessen Herleitung war damit schon strukturell unterstelt und daher auch im Wesentlichen nur [[strukturalistisch]] zu erklären. Es begann mit einem platten Vorwurf gegen den Marxismus, der die mataphysischen Phänomene des[[Bewusstseins]] als eine notwendige [[Mystifikation]] der bürgerlichen Lebensverhältnisse (siehe auch [[Warenfetischismus]], [[Kapitalfetischismus]]) seziert hatte. Der marxistische [[Objektivismus]], wie er durch Engels und Nachfolger zu einem [[Dialektischen Materialismus]] enwickelt worden war, lieferte das Material eines ungeheuerlihen Missverständnisses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da fanden die Soziologen einen bequenen Einstieg, um ihrer Wissenschaft einen eigenständigen Boden zu bereiten, indem sie neben dem &amp;quot;Homo oekonomicus&amp;quot; ein eigenständiges Subjekt hervorbrachten, den &amp;quot;Homo sociologicus&amp;quot; (Ralf Dahrendorf):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht die materiellen oder natürlichen (im Sinne von &amp;#039;materieller Natur&amp;#039;, wie etwa die naturräumliche Umgebung einer Gesellschaft, sowie im Sinne &amp;#039;immaterieller Natur&amp;#039;, z.B. Naturgesetze) Bedingungen bestimmen Gesellschaft und den Verlauf ihrer Entwicklung, sondern die geistigen Bedingungen des Subjekts bzw. der Kultur. Es liegt somit eine eindeutige Grenzziehung vor, und zwar zwischen der sozialen oder geistigen und der materiellen Ebene einer Gesellschaft sowie zwischen einer Gesellschaft und der Natur. Wenn der &amp;#039;Geist&amp;#039; die Gesellschaft formt, dann folgt daraus die Ausklammerung der materiellen Ebene von Gesellschaft sowie ihrer materiellen Bedingungen, die die Natur liefert.&amp;quot; (Lutz, Juliana: Der Naturbegriff und das Gesellschaft-Natur-Verhältnis in der frühen Soziologie. Hrsg.: Interuniversitäres Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF), Abteilung Soziale Ökologie, 1998, S. 35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hatte Marx zwar nie behauptet, dass der Mensch an sich ein ökonomisches Wesen sei, sondern ganz im Gegenteil die &amp;quot;Kritik der politischen Ökonomie&amp;quot; ihm dazu verhelfen müsse, sich als ein [[sinnliches]] und leidenschaftliches [[gesellschaftliches]] Wesen zu bejahen. Doch seine in allen seinen Schriften implizierte [[Kulturkritik]] wurde im Eifer einer neuen, einer [[neoliberal]] bedachten Wissenschaftlichkeit gerne übergangen und schließlich mit einer Absage an seine [[Klassentheorie]] versehen. Dem pflichteten dann schließlich auch die modernen Kulturkritiker des gesllschaftlichen &amp;quot;[[Überbaus]]&amp;quot; bei, die sich dadurch beliebig und von keiner [[Wissenschaft]] mehr beschränkt mit ihrer Gesellschafts- und [[Subjektkritik]] eine kritische Bedeutung zuwiesen. So auch [[Theodor Wiesengrund Adorno]], der damit die neuhegelianische Methode seiner [[negativen Dialektik]] anpreisen konnte, indem er in das [[bürgerliche Subjekt]] ein &amp;quot;autonomes&amp;quot; Subjekt einfädelte, das dem &amp;quot;Schaden&amp;quot; entgehen könne, den ihm der Kapitalismus zumutet (siehe hierzu auch [[Selbstveredelung]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Klassenkampf alten Stils, im Sinn des Marxistischen Manifests, ist, einem Wort von Brecht zufolge, virtuell unsichtbar geworden. Seine Unsichtbarkeit selber ist nicht zu trennen von den Strukturproblemen. Tatsächlich sind die Manifestationen des Klassenverhältnisses in weitem Maß in den Funktionszusammenhang der Gesellschaft eingebaut worden, ja als Teil ihres Funktionierens bestimmt. Das allerdings ist insofern kein Novum, als die GeseIlschaft sich nicht nur trotz des Klassenverhältnisses am Leben erhielt, sondern durch es hindurch. Die Entwicklung war teleologisch in der objektiven Doppelstellung des Proletariats zur bürgerlichen Gesellschaft präformiert. Einerseits waren die Proletarier in der Periode, die Marx und Engels vor Augen stand, Objekte der Ausbeutung, nicht autonome Subjekte des gesellschaftlichen Gesamtprozesses. Sie existierten außerhalb des Begriffs einer Gesellschaft, die eine von Freien und Mündigen sein wollte.&amp;quot; (Th.W.Adorno Gesammelte Schriften bd. 8, Suhrkamp 1972, S. 183)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ganz unbefangen wurde damit die [[bürgerliche Kultur]] zu einem überhistorischen [[Subjekt]] verewigt, das überhaupt nur durch Kritik beständig sein könne. Der [[Subjektivismus]], den das [[neoliberale]] [[Bewusstsein]] nötig hat, konnte dann schließlich auch von Luhmann u.a. verwissenschaftlicht werden, indem die Funktionalität des [[Ganzen]] als subjektive Notwendikeit für alle verklärt wurde. Die [[Systemtheorien]] brachten auf den Markt der [[Meinungen]] und Positionen, was inzwischen auch schon vom [[Strukturalismus]] von linken und rechten Erkenntnisintressen vorgegeben war. Der allgemeine [[Nutzen]] wurde zu einer [[Objektivität]] der Funktionalität schlechthin, die in ihrer Kybernetik zum Entscheidungskriterium der [[Systemtheorien]]wurde, weil er nach strukturlogischer Auffassung eben einem jeden [[Bedürfnis]] zum Frieden in irgendeiner Art verhelfe (siehe [[Befriedigung]]) und soziologisch schon vor aller [[Erfahrung]] zu einer gesellschaftlichen [[Befriedung]] verhelfe (siehe [[Neoliberalismus]]). Und das wurde schließlich auch zum [[Selbstverständnis]] der [[Soziologie]], die ja nichts anderes betreiben sollte, als eben die Reibungslosigkeit einer zerriebenen Gesellschaft herzustellen. Deshalb geriet sie schließlich zur wesentlichen [[Wissenschaft]]eines [[Feudalkapitalismus]], der seine Gründe nicht mehr [[realwirtschaftlich]], sondern nur noch in einem Schuldverhältnis außer sich (siehe auch [[Schuldgeldsystem]]), in den [[Klassen]] von [[Schuldner]] und [[Gläubiger]] betreiben kann.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
</feed>