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	<title>Persönlichkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<updated>2025-11-04T18:51:39Z</updated>

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Es sei unsere Pflicht, uns selbst zu entdecken und so weit wie möglich zu entfalten, schrieb Wilde. Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind. Für die [[Psychoanalyse]] ist eine hervorragende Eigenschaft der Persönlichkeit die Fähigkeit, Es, Ich und Über-Ich zu einem gesamten psychischen System zu integrieren und ein gesellschaftsadäquates Verhalten zu finden. Sie ist noch in der Funktionalität der [[Familie]], die sich allerdings in den [[flexiblen Persönlichkeiten]] nicht mehr auffinden lässt. Diese Persönlichkeit scheint gesellschaftliche Selbstbestimmung nicht mehr persönlich nötig zu haben und erkennt dort ihre Ohnmacht an, um sie durch persönlich bestimmte [[Selbstbeziehung]] im [[Zwischenmenschlichen]] auszugleichen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Im Gefängnis beschrieb Oskar Wilde in einem Brief seine Erkentnisse über die Beziehung von Kunst und bürgerlicher Persönlichkeit: Sein Titel bedeutet ,aus der Tiefe‘, und er beschreibt in einer Sprache von schmerzhafter Schönheit die Geschichte ihrer Liaison. Wilde sucht den Punkt, an dem sein Leben aus der Bahn geriet, und versucht, die Lehren von Haft und Leid auf den Begriff zu bringen. ,Das größte Laster ist die Seichtheit. Was geistig erfaßt ist, ist gut‘, war Wildes letztes großes Leitmotiv, und in De profundis erklingt es wieder und wieder. Es sei unsere Pflicht, uns selbst zu entdecken und so weit wie möglich zu entfalten, schrieb Wilde. Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind. 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Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. 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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&quot;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind. Für die [[Psychoanalyse]] ist eine hervorragende Eigenschaft der Persönlichkeit die Fähigkeit, Es, Ich und Über-Ich zu einem gesamten psychischen System zu integrieren und ein gesellschaftsadäquates Verhalten zu finden. Sie ist noch in der Funktionalität der [[Familie]], die sich allerdings in den [[flexiblen Persönlichkeiten]] nicht mehr auffinden lässt. Diese Persönlichkeit scheint gesellschaftliche Selbstbestimmung nicht mehr persönlich nötig zu haben und erkennt dort ihre Ohnmacht an, um sie durch persönlich bestimmte [[Selbstbeziehung]] im [[Zwischenmenschlichen]] auszugleichen.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&quot;Im Gefängnis beschrieb Oskar Wilde in einem Brief seine Erkentnisse über die Beziehung von Kunst und bürgerlicher Persönlichkeit: Sein Titel bedeutet ,aus der Tiefe‘, und er beschreibt in einer Sprache von schmerzhafter Schönheit die Geschichte ihrer Liaison. Wilde sucht den Punkt, an dem sein Leben aus der Bahn geriet, und versucht, die Lehren von Haft und Leid auf den Begriff zu bringen. ,Das größte Laster ist die Seichtheit. Was geistig erfaßt ist, ist gut‘, war Wildes letztes großes Leitmotiv, und in De profundis erklingt es wieder und wieder. Es sei unsere Pflicht, uns selbst zu entdecken und so weit wie möglich zu entfalten, schrieb Wilde. Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&quot;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. 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Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&quot;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind. Für die [[Psychoanalyse]] ist eine hervorragende Eigenschaft der Persönlichkeit die Fähigkeit, Es, Ich und Über-Ich zu einem gesamten psychischen System zu integrieren und ein gesellschaftsadäquates Verhalten zu finden. Sie ist noch in der Funktionalität der [[Familie]], die sich allerdings in den [[flexiblen Persönlichkeiten]] nicht mehr auffinden lässt. 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Es sei unsere Pflicht, uns selbst zu entdecken und so weit wie möglich zu entfalten, schrieb Wilde. Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&quot;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind. Für die [[Psychoanalyse]] ist eine hervorragende Eigenschaft der Persönlichkeit die Fähigkeit, Es, Ich und Über-Ich zu einem gesamten psychischen System zu integrieren und ein gesellschaftsadäquates Verhalten zu finden. Sie ist noch in der Funktionalität der [[Familie]], die sich allerdings in den [[flexiblen Persönlichkeiten]] nicht mehr auffinden lässt. Diese Persönlichkeit scheint gesellschaftliche Selbstbestimmung nicht mehr persönlich nötig zu haben und erkennt dort ihre Ohnmacht an, um sie durch persönlich bestimmte [[Selbstbeziehung]] im [[Zwischenmenschlichen]] auszugleichen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=884&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:41:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine Persönlichkeit entsteht in den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] der Lebensäußerungen von [[Personen]], die es [[verstehen]] (siehe [[Verstand]]) einander zu [[beeindrucken]] (siehe [[Eindruck]]). In [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]]. bilden sich in deren Persönlichkeiten eine [[Aufmerksamkeit]], die auf die [[Eigenschaften]] ihres Verkehrens (siehe [[Verhalten]]) bezogen sind und die [[Gewohnheiten]] ihres [[Umgangs]] auf Grundlage ihrer [[Selbstveredlung]] und dem entsprechenden [[Geltungsstreben]] gewinnen. Hiereus bilden ihre Vorurteile sich als Charakterzüge ihrer [[narzisstischen]] Selbstwahrnehmung und des dem entsprechenden [[Verhaltens]] aus. So lassen sich diese auch unter dem Gesichtspunkt ihres Charakters differenzieren (siehe [[autoritärer Charakter]], [[esoterischer Charakter]], [[flexible Persönlichkeit)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen leben ihr [[Leben]] mit allen Schwächen, Fehlern und Erfolgen durch ihre [[Tätigkeiten]] und ihr [[Leiden]], durch das sie sich entwickeln und ihre [[Geschichte]] fortbilden, ohne dass sie sich hierfür als besondere [[Person]], ohne sich als Persönlichkeit aufführen müssten. Um sich als Mensch zu achten genügt die [[wirkliche]] [[Beziehung]] in ihren gesellschaftlichen Verhältnissen, die auch möglich ist, wo [[Gesellschaft]] sich selbst nur [[zwischenmenschlich]] verhält. An und für sich gelten schon ihre Erzeugnisse als Zeugnis ihrer [[Fähigkeiten]] und [[Eigenschaften]] und bedürfen keiner sonderlichen [[Vorstellung]] einer Persönlichkeit, die sie hervorgebracht hätte. Es ist immer das gesellschaftliche Zusammenwirken der Menschen, ihr Verhältnis der [[Ergänzung]], das der letztliche Grund für jede menschliche [[Entwicklung]] und [[Geschichte]] ist, ganz gleich, ob diese in der [[Sache]], im [[Wissen]], der [[Kultur]], der [[Kunst]], der [[Politik]] usw. sich bildet und fortbildet (siehe auch [[Sinnbildung]]). Der einzelne Mensch ist immer gesellschaftliches Zeugnis und [[Subjekt]] zugleich, wenn er sich [[äußert]] und auf andere Menschen [[bezieht]]. Nur das [[bürgerliche Subjekt]] versteht sich als Persönlichkeit ihres Eigenlebens, ihrer [[Selbstwahrnehmung]], weil es sich als Verwirklichung seiner [[Selbst]], in seiner [[Selbstverwirklichung]] [[begriffen]] sehen will, soweit sich ihr [[Geldbesitz]] darin auch konform gemacht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stellt sich in jeder Persönlichkeit auch ihr Klassenverhältnis dar. Sie ist die [[körperliche]] [[Form]] [[zwischenmenschlicher Beziehungen]], die den [[Ereignissen]] ihrer Marktverhältnisse entsprechen, - entsprechen wollen, weil sie ihren [[Geldbesitz]] als [[Kaufmittel]] gegen [[Gebrauchswerte]] tauschen können, oder entsprechen müssen, weil sie ihr [[Leben]] nur durch die [[Veräußerlichung]] ihrer Lebenskraft gegen das [[Zahlungsmittel]] [[Geld]] erhalten können. Von daher behandelt das bürgerliche [[Recht]] die Menschen als Personen, die der [[Form]] nach eben durch ihre bloße [[Äußerlichkeit]] alle gleich gelten, wie sie diese in den [[Verhältnissen]] ihrer [[Absichten]] entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Persönlichkeit erscheint als das Ganze eines Lebenszusammenhangs von [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] in einer Person, wie sie sich in ihrem sozialen Verhalten aus ihren Lebensverhältnissen entwickelt hat, worin also alle [[Beziehungen]] zu anderen Menschen so sind, wie sie sich in ihr als [[Verhältnis]] ihrer [[Erinnerungen]] eingeprägt haben, so dass sie nun von dieser [[Person]] als ungebrochene Einheit ihrer [[Selbstgefühle]] [[erlebt]] und durch ihre [[Selbstgegerechtigkeit]] in ihren zwischenmenschlichen Verhältnissen mit allgemeine Geltung durchgesetzt werden (siehe hierzu auch [[Geltungsbedürfnis]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch so ungebrochen, wie sie in ihrer Selbstbeziehung erscheinen, sind die nur als Form ihres [[Selbstwertgefühls]], das sich im Kampf um ihre [[Selbstachtung]] ergeben hat. Darin sind viele Verhältnisse geronnen, in denen sich Persönlichkeiten durch die [[Einverleibung]] ihrer [[Beziehungen]] gebildet haben, die sie nicht mehr für sich unmittelbar [[aufheben]] oder überwinden können. Ihre [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] haben in ihrem geschichtlichen Verlauf eine Gefühlswelt entwickelt, worin sie sich als bestimmte Verarbeitungsweise ihres Selbstwerts verfestigt haben und sich als Tätigkeit ihrer Selbstgefühle darstellen, erfüllen und ausfüllen. Die Individualpsychologie geht auch tatsächlich davon aus, dass sich eine solche Persönlichkeit aus sich heraus begründet hätte, was sie durch sich geworden sei, also nun doch ein wirkliches Individualwesen wäre, das sich auch durch sich selbst begründen können müsse. Ihr Festigkeit besteht aber nicht durch ihre Eigenheiten oder [[Eigenschaften]], sondern aus der Not, in die ihre [[Selbstachtung]] verginge, wenn sie ihren [[Selbstwert]] nicht erhalten könnte. Schließlich ist eine solche Persönlichkeit doch immer noch nur das Resultat von [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], in denen die [[Selbstverwertung]] zur [[Selbstveredelung]] geführt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Menschen in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] zur [[Gesellschaft]] mit anderen Menschen einbrachten an Wahrnehmung, [[Erleben]], [[Kraft]] und [[Erkenntnis]], nahmen sie jeweils zu ihrer Selbstbildung und haben damit die [[Fähigkeiten]] entwickelt, den [[Umgang]] mit [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] so zu pflegen, dass sie sich darin in ihrer [[Selbstbezogenheit]] veredelt und in ihrer [[Selbstveredelung]] abgeschlossen haben. Hierdurch waren sie für sich selbst herausgesetzte Persönlichkeiten geworden, die sich in der bloßen Abgrenzung bestimmen und durch andere bestärken und füllen. Allerdings bezeugen sie von daher nurmehr eine [[Beziehung]], welche andere Menschen als bloße Objekte eigener [[Notwendigkeiten]], [[Bedürfnisse]] und Interessen kennt, sie als bloße [[Form]] einer Objektbeziehung [[wahrhaben]], was eine Beziehung der bloßen [[Nützlichkeit]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Persönlichkeit ist die kultivierte [[Person]], die ihre [[Psyche]] im Einklang mit ihrer Existenz als eine [[Identität]] widersprüchlicher Bestrebungen hat, die sich in ihren Fähigkeiten zur [[Selbstbehauptung]] aufheben und verwirklichen. In der [[Psychoanalyse]] wird in diesem Sinne von einem [[Ich]] gesprochen, welches die gegensätzlichen Strebungen zu vereinen hat. Dieses hat sie aus den [[Gewohnheiten]] ihrer [[Existenz]] gewonnen, indem sie sich mit Kenntnis ihrer [[Lebensbedingungen]] ausgestattet hat und diese in einem klar umrissenen [[Lebensraum]] beherrscht: in der [[Lebensburg]], in der sie [[wohnt]]. Hieraus und zusammen mit den darin vereinten Menschen (z.B. [[Familie]]) entnimmt sie die [[Kraft]], mit der sie als [[Privatperson]] bestehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Im Gefängnis beschrieb Oskar Wilde in einem Brief seine Erkentnisse über die Beziehung von Kunst und bürgerlicher Persönlichkeit: Sein Titel bedeutet ,aus der Tiefe‘, und er beschreibt in einer Sprache von schmerzhafter Schönheit die Geschichte ihrer Liaison. Wilde sucht den Punkt, an dem sein Leben aus der Bahn geriet, und versucht, die Lehren von Haft und Leid auf den Begriff zu bringen. ,Das größte Laster ist die Seichtheit. Was geistig erfaßt ist, ist gut‘, war Wildes letztes großes Leitmotiv, und in De profundis erklingt es wieder und wieder. Es sei unsere Pflicht, uns selbst zu entdecken und so weit wie möglich zu entfalten, schrieb Wilde. Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&amp;quot;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind. Für die [[Psychoanalyse]] ist eine hervorragende Eigenschaft der Persönlichkeit die Fähigkeit, Es, Ich und Über-Ich zu einem gesamten psychischen System zu integrieren und ein gesellschaftsadäquates Verhalten zu finden. Sie ist noch in der Funktionalität der [[Familie]], die sich allerdings in den [[flexiblen Persönlichkeiten]] nicht mehr auffinden lässt. Diese Persönlichkeit scheint gesellschaftliche Selbstbestimmung nicht mehr persönlich nötig zu haben und erkennt dort ihre Ohnmacht an, um sie durch persönlich bestimmte [[Selbstbeziehung]] im [[Zwischenmenschlichen]] auszugleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sein Titel bedeutet ,aus der Tiefe‘, und er beschreibt in einer Sprache von schmerzhafter Schönheit die Geschichte ihrer Liaison. Wilde sucht den Punkt, an dem sein Leben aus der Bahn geriet, und versucht, die Lehren von Haft und Leid auf den Begriff zu bringen. ,Das größte Laster ist die Seichtheit. Was geistig erfaßt ist, ist gut‘, war Wildes letztes großes Leitmotiv, und in De profundis erklingt es wieder und wieder. Es sei unsere Pflicht, uns selbst zu entdecken und so weit wie möglich zu entfalten, schrieb Wilde. Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&amp;quot;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“ Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind. Für die [[Psychoanalyse]] ist eine hervorragende Eigenschaft der Persönlichkeit die Fähigkeit, Es, Ich und Über-Ich zu einem gesamten psychischen System zu integrieren und ein gesellschaftsadäquates Verhalten zu finden. Sie ist noch in der Funktionalität der [[Familie]], die sich allerdings in den [[flexiblen Persönlichkeiten]] nicht mehr auffinden lässt. Diese Persönlichkeit scheint gesellschaftliche Selbstbestimmung nicht mehr persönlich nötig zu haben und erkennt dort ihre Ohnmacht an, um sie durch persönlich bestimmte [[Selbstbeziehung]] im [[Zwischenmenschlichen]] auszugleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Titel bedeutet ,aus der Tiefe‘, und er beschreibt in einer Sprache von schmerzhafter Schönheit die Geschichte ihrer Liaison. Wilde sucht den Punkt, an dem sein Leben aus der Bahn geriet, und versucht, die Lehren von Haft und Leid auf den Begriff zu bringen. ,Das größte Laster ist die Seichtheit. Was geistig erfaßt ist, ist gut‘, war Wildes letztes großes Leitmotiv, und in De profundis erklingt es wieder und wieder. Es sei unsere Pflicht, uns selbst zu entdecken und so weit wie möglich zu entfalten, schrieb Wilde. Er war sich vollkommen darüber im klaren, daß man seinen Sturz auch als Sturz seiner Philosophie verstehen würde“ – als er schrieb:&amp;quot;Die Leute deuten auf das Zuchthaus zu Reading und sagen: ,Dorthin führt das Künstlerleben.‘ Nun, es könnte zu schlimmeren Orten führen. Praktische Naturen (...) wissen immer, wohin sie gehen, und dahin gehen sie auch. (...) Wer danach trachtet, etwas zu werden, was nichts mit seiner Persönlichkeit zu tun hat, Parlamentsmitglied oder erfolgreicher Gemischtwarenhändler oder ein bekannter Rechtsanwalt oder Richter oder sonst etwas Langweiliges, wird unweigerlich dieses Ziel erreichen. Das ist seine Strafe. Wer eine Maske haben will, muß sie auch tragen. Ganz anders verhält es sich mit den dynamischen Lebenskräften (...). Wer einzig nach Selbstverwirklichung strebt, weiß nie, wohin er geht. Er kann es nicht wissen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Fortbestand bezieht die kultivierte Persönlichkeit aus [[ästhetischen Verhältnissen]], worin sie die sinnliche Kraft ihrer [[Selbstbehauptung]] bestätigt und sich auch hierfür Kultur bildend bemüht (siehe [[Logik der Kultur]]). Mit ihren Fähigkeiten zur Beherrschung der [[Verrücktheit]] ihrer abgetrennten Lebenswelt wird sie auf diese Weise weltlich und durchsetzungsfähig. Ihren [[privaten]] [[Lebensraum]] kann sie bewahren und zugleich verlassen durch die in kultureller Selbstbehauptung gewonnenen Autorität (siehe [[Selbstgewinn]]). In dem Maße, wie sie hierbei ihren privaten Lebensraum verlässt, wird sie selbst vom Kulturverhältnis der Selbstbehauptung bestimmt. Darin herrscht ein [[ästhetischer Wille]], der auch die Persönlichkeiten dieser Verhältnisse hiervon abhängig macht und zur [[Flexibilität]] zwingt, die sie hier als [[Lebensbedingung]] hat und also auch anerkennen muss, indem sie selbst zur [[flexiblen Persönlichkeit]] wird. Doch dies macht praktisch die Aufhebung der kultivierten Persönlichkeit. Letztlich ist es dann die Kultur selbst als herrschender Wille, dem sich die Menschen insgesamt beugen und sich nur in deren hierdurch hergestellten [[Volkskörper]] wiederfinden, so sie nicht zur [[Kritik der politischen Kultur]] in der Lage sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Psychoanalyse]] ist eine hervorragende Eigenschaft der Persönlichkeit die Fähigkeit, Es, Ich und Über-Ich zu einem gesamten psychischen System zu integrieren und ein gesellschaftsadäquates Verhalten zu finden. Sie ist noch in der Funktionalität der [[Familie]], die sich allerdings in den [[flexiblen Persönlichkeiten]] nicht mehr auffinden lässt. Diese Persönlichkeit scheint gesellschaftliche Selbstbestimmung nicht mehr persönlich nötig zu haben und erkennt dort ihre Ohnmacht an, um sie durch persönlich bestimmte [[Selbstbeziehung]] im [[Zwischenmenschlichen]] auszugleichen.&lt;/div&gt;</summary>
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