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	<title>Uk3000 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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Darin bewahrheitet sich, dass die private Persönlichkeit es trotz ihrer egozentrischen Selbstreflexion immer auch nötig hat, ihre abgetrennte Individualität abzustreifen und ihrer Gesellschaftlichkeit zu folgen. Gefühle können zwar ohne Wirklichkeit sein, nie aber sind sie deshalb schon ohne Gesellschaft. Diese ist Grundlage von allem, was die Menschen als ihr Leben wahrhaben und bleibt der Sinn für ihre individuelle Lebensgestaltung - nicht als objektive, ihnen äußerliche Kultur, sondern als Wesen ihrer Lebenszusammenhänge, auch wenn sich diese ihnen entäußern und von einem ihnen fremdes Wesen bestimmt werden, einen abstrakt menschlichen Sinn erfüllen und seinen Notwendigkeiten folgen müssen. Und weil dies ihre wirklichen Lebenszusammenhänge ausmacht, tun sie das freiwillig. Als Persönlichkeiten, die in dieser Kultur geworden sind wie sie sind, treten sie jetzt selbst zwischenmenschlich auf, beziehen sich wirklich über das Menschliche, was zwischen ihnen ist. Es ist dabei gleichgültig, ob sie übersehen, dass sie sich hierbei nicht mehr unmittelbar menschlich verhalten, sondern sich selbst als menschliches Verhalten vermitteln. In jedem Fall tun sie es. Solches Verhalten wird somit zum Mittel der Kultur, zur Vermittlung des durch die Selbstwahrnehmung der Menschen bestimmten Menschseins zum Zwischenmenschlichen. Der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Zwischenmensch&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;tritt als Kulturpositionen der Gattung Mensch auf, als das kulturell bestimmte Dasein von Mann und Frau und Kind, wie es sich zwischen Menschen vermittelt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Durch die Allgemeinheit dieser persönlichen Sinneswelten wird jede Intimität zur Promiskuität, alles private nun auch unmittelbar gesellschaftlich. Kurzum: Der persönliche Ausdruck wird zu einer öffentlichen Persönlichkeit. Bei aller Privatheit ihres persönlichen Seins bleibt die Persönlichkeit als Mensch eben doch immer noch gesellschaftlich und das Gesellschaftliche erweist sich in dieser Form zugleich als höchst privat, als Raub an der menschlichen Natur. Seine Gesellschaftlichkeit erweist sich in seinen Gefühlen für andere, die er wahr hat, oft auch im Verborgenen als Überfall einer Beziehungssehnsucht oder einer Verliebtheit oder dergleichen mehr. Darin bewahrheitet sich, dass die private Persönlichkeit es trotz ihrer egozentrischen Selbstreflexion immer auch nötig hat, ihre abgetrennte Individualität abzustreifen und ihrer Gesellschaftlichkeit zu folgen. Gefühle können zwar ohne Wirklichkeit sein, nie aber sind sie deshalb schon ohne Gesellschaft. Diese ist Grundlage von allem, was die Menschen als ihr Leben wahrhaben und bleibt der Sinn für ihre individuelle Lebensgestaltung - nicht als objektive, ihnen äußerliche Kultur, sondern als Wesen ihrer Lebenszusammenhänge, auch wenn sich diese ihnen entäußern und von einem ihnen fremdes Wesen bestimmt werden, einen abstrakt menschlichen Sinn erfüllen und seinen Notwendigkeiten folgen müssen. Und weil dies ihre wirklichen Lebenszusammenhänge ausmacht, tun sie das freiwillig. Als Persönlichkeiten, die in dieser Kultur geworden sind wie sie sind, treten sie jetzt selbst zwischenmenschlich auf, beziehen sich wirklich über das Menschliche, was zwischen ihnen ist. Es ist dabei gleichgültig, ob sie übersehen, dass sie sich hierbei nicht mehr unmittelbar menschlich verhalten, sondern sich selbst als menschliches Verhalten vermitteln. In jedem Fall tun sie es. 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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Uk3000&amp;diff=9888&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-02T16:36:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ihr Browser kann leider keine eingebetteten Frames anzeigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nachfolgende Text ist eine Beschreibung der Argumentation in dem gleichnamigen Buch. (==&amp;gt; Verlagsinformationen hierzu &amp;lt;==)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Einleitung in die Ästhetik der Selbstlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] war die [[Kultur]] des Kapitals bisher eine ausschließliche Leidensform, indem sie zunächst (im ersten Band) für das [[Zwischenmenschliche]] sich als nutzbar erwiesen hatte, indem sie die [[Isolation]] der [[Wahrnehmung]] durch [[Selbstgefühle]] bereicherte, die somit auch in diesem Sinne zu [[nutzen]] waren, um dann (im zweiten Band) Beziehungswelten zu bilden, worin sich Menschen in der [[Geborgenheit]] ihrer [[Lebensräume]] [[leiden]] konnten und ihr Leiden zu tragen verstanden, indem sie in ihrer [[Selbstbehauptung]] verschmolzen - schließich aber an ihrer [[symbiotischen Selbstbehauptung]] [[verrückt]] wurden, weil sie darin ihren [[Sinn]] für sich, die Grundlage ihrer [[Selbstachtung]] verlieren mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen sie das Mittel und Maß des Überlebens in einer Welt finden, die für die Menschen keinen wirklichen [[Sinn]] mehr hat und worin sie daher ihren Sinn durch bloßes Verallgemeinern ihres [[Selbsterlebens]] finden, ihn praktisch als ihr [[abstraktes]] Lebensbündnis für sich und andere, für eine abstrakte [[Gemeinschaft]] &amp;quot;erfinden&amp;quot; und ihn durch ihre [[Selbstlosgkeit]] zur Kulturmacht ihrer selbst errichten. Hier haben sie ihre [[Kultur]] dann so objektiv, dass ihnen darin ihr im Grunde sinnlos gewordenes [[Sein]] selbst als ihr allgemeines, weil allen gemeines [[Dasein]] [[erscheint]], ihre isolierten Befindlichkeiten ais ausschließlicher Befund erfasst wird und ihre bloße Kommunikation, ihre [[Sprache]] selbst schon zu einem wesentlichen Sinn der [[zwischenmenschlichen Beziehung]]en wird, sodass sich die Menschen als allgemeine [[Persönlichkeiten]] ihrer Kultur gelten, die ihren Sinn durch ihre Person nun auch schon wirklich für sich finden und [[empfinden]] und sich darin auch begründet verstehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht von Ungefähr setzen hierauf alle rechte Philosophien das an, worin sich das Sein selbst schon [[unmittelbar]] als [[Bewusstsein]] formulieren lassen soll, um schließlich hieraus Forderungen an ein anderes [[Bewusstsein]] als eine allgemeine [[Gesinnung]] zu erwachsen, die aus der Veränderung des [[Bewusstseins]] bruchlos eine Veränderung der Welt beziehen wollen. So entsteht Art und Abart als fundamentaler Gegensatz, wie er schon in der [[Fundamentalontologie]] bei Martin Heidegger zwischenden dem [[Seienden]] und seinem Wesen als ewige Existenznotwendigkeit der &amp;quot;Existenzialien&amp;quot; zu [[verstehen]] ist, die nur in lichter [[Erkentnis]] aufgehen könne. Der [[Weg]] dahin erscheint daher leicht gängig, auch wenn damit die tiefsten Abgründe überwunden werden, denn in solchen [[Allgemeinheiten]] sind die isolierten Einzelheiten nicht wirrklich aufgehoben. Im Gegenteil: je unergründlicher Ihr Zusammenhang, desto tiefer und grasser und mächtiger werden die [[Selbstbezogenheiten]], die sich nun selbst schon im Einzelnen [[allgemein]] verstehen können. Hier finden sie endlich die [[Dichte]] und [[Masse]], in der sie zu einer [[allgemeinen]] gesellschaftlichen Macht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten schon im ersten Band dieser Kritik der politischen Ästhetik die Selbstbeziehungen der Selbstwertigkeiten als Entstehungsprozess einer persönlichen [[Selbstverwirklichung]] durch [[Selbstverwertung]] untersucht, einer [[Subjektivität]], die zwar aus sich heraus geht, aber nur als in sich gespaltener Charakter ein [[Ganzes]] bildet, als bürgerliche Persönlichkeit in ihrer [[Selbstveredelung]] zu sich kommt, die sich nurmehr in ihrer [[Egozentrik]] bestärken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Band war deren objektives Fürsichsein, die Selbstgeborgenheit der Liebesbeziehung mit ihren Lebenssräumen und Wahrnehmungszuständen Gegenstand der Untersuchung. Die [[Selbstwahrnehmung]] war in den [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] durch ihre eingeschlossene Ausschließlichkeit als [[objektives Selbstgefühl]] doppelsinnig bestimmend geworden, das sich nicht mehr für sich, sondern nur in den Verhältnissen und [[Lebensräumen]] [[symbiotischer Selbstbehauptung]] bewahrheiten kann, wodurch es im Wahrnehmungsprozess verrückt geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Selbstverrückungen ihrer Gefühle haben die Menschen dort noch wirklich gelitten. Was sich in der [[Verrücktheit]] noch in seiner [[Wirkung]] und [[Wirklichkeit]] [[verkehrt]] hatte, war ein wirklich verkehrter Sinn geworden, in welchem sich die äußerste [[Isolation]] des Menschen vom Menschen ausgedrückt hat. Diese Isolation verkehrter Sinne stellt daher auch das äußerste Verlangen des Menschen nach dem Menschen dar: die innerste Sehnsucht nach dem Menschsein als das Wahngebilde seiner [[zwischenmenschlichen Beziehung]]. Diese aber hatte alle zwischenmenschliche Wirklichkeit ausgeschlossen und einen Lebensraum des Selbstgefühls gegründet, dem die Selbstwahrnehmung unterworfen war. Eigene Wirklichkeit war darin verschwunden, dass die Objektivität des Selbstgefühls sie ausgeschlossen und ihres Sinnes beraubt hatte. Im beständigen Kampf um ihre [[Wahrheit]] war sie in einen Zirkel geraten, weil sie nur Sinn finden konnte, wo sie wirklich entsinnlicht wurde. Jetzt müssen sich die Menschen in einer [[Selbstlosgkeit]] gewinnen, um noch subjektiv sein zu können. Es muss also die [[Selbstbezogenheit]] als solche objektiv werden, damit sie aus ihrer Selbstwahrnehmung, aus ihrem subjektiven Zirkel heraustreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstwahrnehmung befreit sich nun in diesem Band hiervon, indem sie wirklich selbstlos wird, eine Wirklichkeit findet, in der sie nicht selbst sein muss, was sie bewirkt, und sich doch in dem verwirklicht findet, was sie [[wahrhat]]. Es treibt sie also jetzt zu einer Selbstverwirklichung außer sich, zur Verwirklichung einer selbstbezogenen [[Allgemeinheit]], in der sich der einzelne Mensch in seinem kulturellen Verlangen an eine kulturelle Allgemeinheit übergibt, in der er ausgeschlossen ist, aber zugleich in diesem Ausschluss sich als ein veräußertes [[Allgemeinwesen]] gewinnt. Darin findet er aber nicht sich, seine [[Selbstachtung]] verwirklicht, sondern den objektiv gewordenen [[Selbstwert]], das Produkt seiner [[Selbstverwirklichung]], seiner [[Selbstverwertung]], das ihm nun verächtlich gegenübertritt. Er findet sich schließlich in einer allgemein [[entäußerten]] [[Wahrheit]] wieder, die sich als [[Sitte]] darstellt, worin er aber sein kann, wenn er zugleich über sich selbst hinweggeht, für sich selbstlos wird und also seine [[Selbsttäuschung]] totalisiert, nur um in dieser Kultur zu verbleiben, nur um von der [[Gesellschaft]], die ihm in Wahrheit fremd geblieben ist, nicht [[enttäuscht]] zu werden. Diese Form der [[Selbstlosigkeit]] ist das Thema des dritten Bandes dieser [[Kritik der politischen Ästhetik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch dieser Ausgang erscheint erst mal nur absurd: Ein Mensch kann nicht ohne sich selbst sein. Das ist trivial. Was aber kann dann Selbstlosigkeit meinen, wie kann sie überhaupt kulturell wirksam werden, wo doch die ganze [[bürgerliche Kultur]] auf [[Selbstbezogenheiten]] gründet? Das setzt ein [[Selbst]] voraus, das sich zugleich ausschließen kann. Eigentlich ein Widersinn. Doch der Widersinn hat Methode. Er ist nicht einfach eine der vielen [[Ideologien]], sondern ein Verhältnis, worin die [[Selbstverleugung]] allgemein tätig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstlosigkeit wäre ohne dies eine [[Gedankenabstraktion]], ein bloßes [[Ideal]] der [[Selbstveredelung]] (siehe auch [[Idealismus]]). Ein &amp;quot;[[Selbst]]&amp;quot; oder auch &amp;quot;[[Ich&amp;quot;]] gibt es zwar als [[Abstraktion]] aus den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] der [[Privatpersonen]], als ihr[[abstrakt Allgemeines]], in [[Wahrheit]] aber nicht als ein [[Wesen]] des Menschen überhaupt. Doch mit der [[Tätigkeit]] in einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]] wird es ausschließlich durch [[Selbstverleugung]], zu einem für sich tatsächlich [[ausschließliches]] [[Selbst]], das Medium einer [[Selbsttäuschung]]. Sie gründet auf der Ausgeschlossenheit, der [[Abwesenheit]] einer über die [[Wahrnehmung]] erhabenen [[Selbstbeziehung]], die nichts anderes hinterlassen kann als eine Selbstlosigkeit, als eine Wahrnehmungsform, die sich durch Altruismus auszeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht hier um eine gesellschaftliche Form kultivierter [[Wahrheiten]], die den einzelnen Menschen [[enttäuschen]] müssen, wenn er sich ihnen überantwortet, und die ihn schon [[täuschen]], bevor er sie überhaupt für sich geltend machen kann. Es geht ihm ja auch lediglich um eine Form des [[Ganzen]] dieser [[Kultur]], worin er zumindest seine [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] und sich in diesen erhalten kann, ganz gleich, was sie für ihn ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf sich zurück zu kommmen, kehrt sich also jetzt die Sinnfrage zu einer Frage des Überlebens in selbstbeschränkten zwischenmenschlichen Verhältnissen um. Die Sinne selbst werden nun allgemein in ihrer Vereinzelung, Sie werden für die Wahrnehmung selbst unmittelbar objektiv und vermitteln die Menschen als sinnliche Objekte, die tatsächlich voneinander abgerückt und nur deshalb nicht mehr selbst verrückt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In solcher Entrückung wird in der Selbstwahrnehmung jetzt eine [[Logik]] entfaltet, die zugleich auch als Frage nach einer notwendigen Vernunft des ganzen Kulturverhältnisses darstellt: Die Verkehrung der sinnlichen Beziehungen zur reinen Beziehung der Sinne muss einen objektiven Sinn machen, der in sich verkehrt ist, der nur durch [[Selbsttäuschung]] sein kann: Aus der Haltung gegen verkehrten Sinn entsteht die Wirklichkeit eines Sinns, der sich durch sich gewinnt und zugleich von einem Leben in einem ganzen Kulturverhältnis zehrt, in welchem er fortwährend aufgehoben und zugleich erneuert wird. Er muss sich als Sinn entfalten, der vom Lebenszusammenhang der Menschen selbst abgetrennt und doch lebensbestimmend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es um eine Subjektivität, die nicht mehr wirklich verrückt ist, die aber durch die Überwindung zwischenmenschlicher Verrücktheiten zu einer objektiven Subjektivität, zu einer wirklich entrückten Selbstwahrnehmung wird. Diese kommt in allem zu sich, was ihrem Erlebensdrang zur Natur geworden ist, zu einer Natur, die sich aus dem natürlichen Schein des Selbsterlebens bildet, in welcher alle persönlichen Eigenschaften nun selbst sich als rein natürliche und übernatürliche Eigenschaften der Menschen verhalten. Darin allerdings wird eine Kultur vollzogen, welche die Inhalte, die sie gesellschaftlich in Beziehung hat, von der Form dieser Beziehung vollständig beherrscht und ausgetauscht wird. Alles, was an den Menschen als natürlich wahrgenommen und empfunden wird, vermittelt sich als Erlebniswelt, in der sich die Menschen in ihren Reizen, die sie füreinander haben, zunehmend austauschen. Es geht hier also um die Erlebenswelt einer gigantischen Selbsttäuschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausschließlichen Sinnesbeziehungen hatten ihre Schranke in ihrer Verrücktheit, welche als verrückende Wirkung ausgeschlossener Sinne in den Menschen hervortitt. Sie waren innerhalb ihrer geborgenen Verhältnisse noch vollständig abhängig voneinander und erfahren jetzt, dass sie darin zu einer Sache füreinander geworden sind. Es waren zwar schon herrschende Wahrnehmungen, herrschende Gefühle und herrschende Empfindungen im Ganzen von zwischenmenschlichen Lebensverhältnissen, die in aller Heimlichkeit und Heimeligkeit entstanden waren. In ihrer Verrücktheit waren sie aber nur dann aus den Menschen heraus wirksam, solange diese sich aus jenen geborgenen Lebensverhältnissen heraus wirklich zu anderen Menschen verhielten, die sie als Teil ihrer Lebenswirklichkeit annahmen und sich von daher entbergen mussten. So war das Verborgene, der ausgeschlossene Sinn, wirklich mächtig geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kultur des Erlebens, die Veranstaltungskultur wird nun selbst zu einer veranstalteten Kultur, zu einer Kultur, worin alle subjektiven Inhalte sich mit ihrer öffentlichen Gestalt eintauschen und von daher nun wirklich objektiv erscheinen. Das Persönliche überwindet seine verrückt gewordene Selbstverwirklichung darin, dass es sich über seine Not hinwegtäuscht und nun wie eine öffentliche Person funktioniert. Es kehrt sich damit alles von innen nach außen und die Menschen in solchen Verhältnissen erleben ihre Äußerlichkeit notwendig als Bedingung ihrer Subjektivität, als notwendige Kompression, als Verdichtung ihrer persönlichen Belange. Diese Verdichtung wird zur [[Dichte]] einer Oberflächlichkeit, die davon lebt, dass darin alles als Form jede Beziehung der Menschen übersteht. Es ist eine ästhetische Welt der Selbstüberzeugung, worin der Selbstwert selbst zu einem äußerlichen Medium entsinnlichter Sinneswelten wird. Die Einverleibung wird total. Die Gespaltenheiten zwischen Empfindungen und Gefühlen, welche die Selbstwertigkeiten überbrücken sollten, wird nun selbst zu einer Gewalt der Symbiose, welche die Ästhetik ihrer Beziehungen hergibt. In der Ausgrenzung von Sinn wird selbst eine im Grunde unsinnige Gewalt entfaltet, in der alles schlichtweg sinnlich erscheint, nur weil es Sinn im Ausgegrenztsein hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Allgemeinheit dieser persönlichen Sinneswelten wird jede Intimität zur Promiskuität, alles private nun auch unmittelbar gesellschaftlich. Kurzum: Der persönliche Ausdruck wird zu einer öffentlichen Persönlichkeit. Bei aller Privatheit ihres persönlichen Seins bleibt die Persönlichkeit als Mensch eben doch immer noch gesellschaftlich und das Gesellschaftliche erweist sich in dieser Form zugleich als höchst privat, als Raub an der menschlichen Natur. Seine Gesellschaftlichkeit erweist sich in seinen Gefühlen für andere, die er wahr hat, oft auch im Verborgenen als Überfall einer Beziehungssehnsucht oder einer Verliebtheit oder dergleichen mehr. Darin bewahrheitet sich, dass die private Persönlichkeit es trotz ihrer egozentrischen Selbstreflexion immer auch nötig hat, ihre abgetrennte Individualität abzustreifen und ihrer Gesellschaftlichkeit zu folgen. Gefühle können zwar ohne Wirklichkeit sein, nie aber sind sie deshalb schon ohne Gesellschaft. Diese ist Grundlage von allem, was die Menschen als ihr Leben wahrhaben und bleibt der Sinn für ihre individuelle Lebensgestaltung - nicht als objektive, ihnen äußerliche Kultur, sondern als Wesen ihrer Lebenszusammenhänge, auch wenn sich diese ihnen entäußern und von einem ihnen fremdes Wesen bestimmt werden, einen abstrakt menschlichen Sinn erfüllen und seinen Notwendigkeiten folgen müssen. Und weil dies ihre wirklichen Lebenszusammenhänge ausmacht, tun sie das freiwillig. Als Persönlichkeiten, die in dieser Kultur geworden sind wie sie sind, treten sie jetzt selbst zwischenmenschlich auf, beziehen sich wirklich über das Menschliche, was zwischen ihnen ist. Es ist dabei gleichgültig, ob sie übersehen, dass sie sich hierbei nicht mehr unmittelbar menschlich verhalten, sondern sich selbst als menschliches Verhalten vermitteln. In jedem Fall tun sie es. Solches Verhalten wird somit zum Mittel der Kultur, zur Vermittlung des durch die Selbstwahrnehmung der Menschen bestimmten Menschseins zum Zwischenmenschlichen. Der &amp;quot;Zwischenmensch&amp;quot; tritt als Kulturpositionen der Gattung Mensch auf, als das kulturell bestimmte Dasein von Mann und Frau und Kind, wie es sich zwischen Menschen vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstgefühle erscheinen auf diese Weise nun als Gefühl des gemeinen Menschseins. als ihre menschliche Natur, als Sinn, den die Menschen haben, nur um sinnlich zu sein. Alles was an ihnen Sinn hat, bestimmt nun den Sinn ihrer Verhältnisse, also die Verhältnisform ihrer Sinnlichkeit. Ihre kulturellen Gepflogenheiten werden zur Verhältnisform ihrer Sinne, also zu dem, worin sie sich in kulturreller Absicht natürlich aufeinander beziehen, ihre Kultur als ihre Natur erfahren. Aus ihrer Kultur entsteht somit eine zweite Natur, welche in der Form ihrer ersten Natur, in ihren organischen Beziehungen selbst erscheint. Aus allem, was die Menschen von Natur aus sind, wird zu einer Natur, worin sich ihre Kultur behauptet, worin sie also jene Natur wieder zu finden meinen, die sie vor aller Kulturbildung aufgehoben hatten. Ich Kulturverhältnis erscheint somit als ein naturnotwendiges Verhältnis ihrer Natur in den Gegebenheiten ihrer Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht es um eine ganze Kultur herausgetretener Selbstwahrnehmung, die nur dadurch nicht mehr wirklich verrückt ist, weil sie sich über ihre eigene Verrücktheit zu täuschen versteht, weil sie sich eben zu einer Bühne der Kultur macht, die dem Überleben schlechthin dient, vor allem aber auch dem Überleben von wirklichen Lebensverhältnissen, die sich den Menschen entzogen haben und von daher nicht mehr verlässlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen müssen sich nun auf eine Kultur verlassen, in welcher sie als verlassene Menschen miteinander auskommen, da diese zur Versinnlichung ihrer verlassenenen Wirklichkeit wird. Das isolierte Sinnesverhältnis der Selbstwahrnehmungen war immerhin noch sinnlich, das verlassene Sinnesverhältnis erscheint hiergegen sinnlos. Von da her erscheint das Leben darin ert mal zerrissen und es muss eine Form gefunden werden, durch die es sich beherrschen lässt und sich durch Selbstbeherrschung überleben kann. Alles, was dem Leben dient, wird daher jetzt zum Mittel des Überlebens von dem Leben, das in sich zerrissen ist. Und so gerät auch jede Lebensäußerung selbst zum Überlebensmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zerrissenheit erzeugt Löcher. Und die Löcher im Selbstbewusstsein erzwingen Handlungen, die sich nicht wirklich erklären lassen, weil sie nur dem dienen, nicht so verrückt zu erscheinen, wie man ist. Hegel hatte das trefflich formuliert als er schrieb: &amp;quot;Ein geflickter Strumpf mag besser sein, als einer mit Loch. Nicht so das Selbstbewusstsein&amp;quot;. Aber um das geflickte Selbstbewusstsein geht es hier - zumindest was die Selbstwahrnehmung betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sich steht die Selbstwahrnehmung der Menschen nun ganz im Mangel ihrer Empfindungen, im herstellen müssen von Empfindung, um nicht an der Selbstaufhebung ihrer Gefühle zugrunde zu gehen. So verkehrt und mächtig wie die Sinne in ihrer Verrücktheit waren, so sinnlos wird nun ihre verkehrten Form. Sie selbst wird zur Lebensform einer Perversion, in welcher nun auch das ganze zwischemenschliche Lebensverhältnis sich durchsetzt und sich wie eine Bühne des Lebens vom Parkett aufs Podium begibt. Alles, was auf seinem eigenen Boden nicht mehr leben kann, wird auf der Bühne der bürgerlichen Kultur nun zum Herrn über sein Leben, zum Beherrscher seiner Rollen und zum Dramaturg seines Lebens, das wie eine große Vorstellung nun geschehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die totale Vereinzelung menschlicher Sinnlichkeit, welche in den Lebensburgen des Zwischenmenschen wirklich geworden wahr, strebt nun nach einer Aufhebung, die aber innerhalb der Selbstwahrnehmung nicht konkret werden kann. Sie ensteht in der Masse, welche die Dichte der Einzelnen erhöht. Masse ist ja nichts anderes, als die Dichte der totalen Vereinzelung, also die wirklich und wirksam gewordene Vereinzelung der Lebenszusammenhänge. Diese kann daher zunächst nur als Dekadenz auf die Welt kommen, aus der Unmöglichkeit eines wirklichen Menschseins in einer Kultur, welche keine menschliche Form haben kann, welche also selbst formbestimmt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Haltung gegen die Dekadenz verrückter Sinne entsteht die Sitte, die der pervertierten Selbstbehauptung eine kulturelle Selbstbehauptung entgegen hält und die sich schließlich zu einem übernatürlichen Sinn entwickelt, zu einem Sinn, der so natürlich erscheint, wie er über die Natur verfügen muss, in welcher sich die Sinne verstellen. Alle Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung hat nur noch Sinn, wenn sie auf dem Podium erhabener Kulturzusammenhänge funktioniert, wenn die Rolle beherrscht wird und der Auftritt hinreichende Prominenz erfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebensbühnen werden zu einer eigenen Lebensmacht, die zunächst als eine Art Parallelwelt sich entwickelt. Was in den gewohnten Lebensverhältnisse ohnmächtig geworden war, war als Macht der Gewohnheit blendend und wird nun vor allem dadurch mächtig, dass sich die Menschen in Masse danach ausrichten und zurichten. Der Gegensatz von Masse und Elite entwickelt sich hierbei zu einem Widerspruch der Kultur als Ganzes, als Verhältnis von Massenkultur und Hochlkultur. Dieser verläuft über das Brauchtum bis hin zur Religion, worin sich die Selbstwahrnehmung zu einer abstrakt allgemeinen Herrlichkeit in einer gemeinsamen Göttlichkeit erhebt, die zum Inbegriff allen Lebens wird. Es ist Gott als Übermensch, der die Kultstätten der Selbstüberhöhung stiftet und worin alles zum Kult wird, was in Wirklichkeit nicht leben kann: Zelebration des Übermenschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es keine wirkliche Übermenschlichkeit, aber es gibt eine Wirkung des Ungelebten, nicht des noch Ungelebten, sondern des schon Ungelebten: Die Sehnsucht des verlassenen Teils nach dem Ganzen, von dem es sich ausgeschlossen fühlt. Die Unwahrheit, die im wirklichen Ausschluß und der ausschließlichen Existenz des Eingeschlossenen erzeugt ist, kann zu keiner Wahrheit gelangen. Seine existenzielle Unwahrheit erscheint deshalb nun als Streben nach einer Täuschung durch ein abstraktes Ganzes, durch eine übermenschliche Lebensqualität, deren Existenz schlicht unterstellt werden muss. Es wirkt das Ungelebte durch Eindrücke der Wahrnehmung, die keinen Ausdruck gefunden hatten und die deshalb selbst nur als übermächtiger Eindruck sich verwirklichen und in der Wirklichkeit sich auch nur als Macht des Eindrucks durchsetzen können. Solche ausdrückliche Eindrücke verlangen nach reinen Formen, nach Ästhetik. Darin wird der Mangel des Gelebten dem Leben selbst entgegengehalten als eine Form, wie es gelten soll, wie Leben in Reinform sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Sollen entwickelt sich der Wille zur Form, der ästhetische Wille, der durch seine Prominenz allgemein wird und sich als Sendung des Allgemeinen darbietet. Darin verdichtet sich die Seele der betroffenen Menschen selbst durch das Zusammenfügen der ästhetischen Form zu einer Seelenmasse, die über sich selbst hinausstrebt und zu einer Volksseele wird. Diese betreibt den Untergang jeder orivatren Seele, indem sie ihr jede Selbstwahrnehmung entzieht, ihr alle eigenen Gefühle und Empfindungen nimmt und in ihrer Allgemeinheit als Anteil einer Volksgesinnung zurückgibt. Im Zusammenleben dieser entsteht ein Untertanengeist, der sich mit Tittytainment leicht erhalten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weiter mit Buch III: 310. Einleitung in die Sittlichkeit als Natur des gewohnten Menschseins]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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