Entruecktegefuehle: Unterschied zwischen den Versionen

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"Wenn die Empfindungen, Leidenschaften etc. des Menschen nicht nur anthropologische Bestimmungen im [engeren] Sinn, sondern wahrhaft ontologische Wesens-(Natur-)bejahungen sind – und wenn sie nur dadurch wirklich sich bejahen, daß ihr Gegenstand sinnlich für sie ist, so versteht sich, 1. daß die Weise ihrer Bejahung durchaus nicht eine und dieselbe ist, sondern vielmehr die unterschiedne Weise der Bejahung die Eigentümlichkeit ihres Daseins, ihres Lebens bildet; die Weise, wie der Gegenstand für sie, ist die eigentümliche Weise ihres Genusses; 2. da, wo die sinnliche Bejahung unmittelbares Aufheben des Gegenstandes in seiner selbständigen Form ist (Essen, Trinken, Bearbeiten des Gegenstandes etc.), ist dies die Bejahung des Gegenstandes; 3. insofern der Mensch menschlich, also auch seine Empfindung etc. menschlich ist, ist die Bejahung des Gegenstandes durch einen andren, ebenfalls sein eigner Genuß; 4. erst durch die entwickelte Industrie, i.e. durch die Vermittlung des Privateigentums, wird des ontologische Wesen der menschlichen Leidenschaft sowohl in seiner Totalität als in seiner Menschlichkeit; die Wissenschaft vom Menschen ist also selbst ein Produkt der praktischen Selbstbetätigung des Menschen; 5. der Sinn des Privateigentums – losgelöst von seiner Entfremdung – ist das Dasein der wesentlichen Gegenstände für den Menschen, sowohl als Gegenstand des Genusses wie der Tätigkeit.“ [[(MEW 40, S. 562f)]].
"Wenn die Empfindungen, Leidenschaften etc. des Menschen nicht nur anthropologische Bestimmungen im [engeren] Sinn, sondern wahrhaft ontologische Wesens-(Natur-)bejahungen sind – und wenn sie nur dadurch wirklich sich bejahen, daß ihr Gegenstand sinnlich für sie ist, so versteht sich, 1. daß die Weise ihrer Bejahung durchaus nicht eine und dieselbe ist, sondern vielmehr die unterschiedne Weise der Bejahung die Eigentümlichkeit ihres Daseins, ihres Lebens bildet; die Weise, wie der Gegenstand für sie, ist die eigentümliche Weise ihres Genusses; 2. da, wo die sinnliche Bejahung unmittelbares Aufheben des Gegenstandes in seiner selbständigen Form ist (Essen, Trinken, Bearbeiten des Gegenstandes etc.), ist dies die Bejahung des Gegenstandes; 3. insofern der Mensch menschlich, also auch seine Empfindung etc. menschlich ist, ist die Bejahung des Gegenstandes durch einen andren, ebenfalls sein eigner Genuß; 4. erst durch die entwickelte Industrie, i.e. durch die Vermittlung des Privateigentums, wird des ontologische Wesen der menschlichen Leidenschaft sowohl in seiner Totalität als in seiner Menschlichkeit; die Wissenschaft vom Menschen ist also selbst ein Produkt der praktischen Selbstbetätigung des Menschen; 5. der Sinn des Privateigentums – losgelöst von seiner Entfremdung – ist das Dasein der wesentlichen Gegenstände für den Menschen, sowohl als Gegenstand des Genusses wie der Tätigkeit.“ [[(MEW 40, S. 562f)]].


Empfindung ist die [[Intelligenz]] der [[Natur]] (siehe auch [[Naturempfindung]]) als [[Natur]] ihrer [[Intelligenz,]] als die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] durch eigene [[Wahrnehmung]] aufzufassen und anzueignen und es auch als etwas [[Eigenes]] für sich [[wahr]] zu [[machen]], so wie es für das wahrnehmende [[Subjekt]] auch schon vor aller [[Erfahrung]] [[wahr]] ist, weil es seinen [[Gegenstand]] auch von [[Natur]] aus [[kennt]], bevor es ihn durch seine [[Erkenntnisse]] auch aneignen, für sich [[wirklich]] finden, seine Empfindung [[verwirklichen]] kann.  
Empfindung ist die [[Intelligenz]] der [[Natur]] (siehe auch [[Naturempfindung]]) als [[Natur]] ihrer [[Intelligenz,]] als die [[Fähigkeit]], [[Gegebenes]] durch eigene [[Wahrnehmung]] aufzufassen und anzueignen und es auch als etwas [[Eigenes]] für sich [[wahr]] zu [[machen]], so wie es für das wahrnehmende [[Subjekt]] auch schon vor aller [[Erfahrung]] [[wahr]] ist, weil es seinen [[Gegenstand]] auch von [[Natur]] aus [[kennt]], bevor es ihn durch seine [[Erkenntnisse]] auch aneignen, für sich [[wirklich]] finden, seine Empfindung [[verwirklichen]] kann.


"So nimmt ein Kind der Mutter Brust nicht gleich im Anfang willig an; doch bald ernährt es sich mit Lust." (Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Studierzimmer)
"So nimmt ein Kind der Mutter Brust nicht gleich im Anfang willig an; doch bald ernährt es sich mit Lust." (Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Studierzimmer)


Empfindung entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen, um sich mit der [[Befriedigung]] der hierauf bezogenen [[Bedürfnisse]] fortzubilden. Jede Empfindung verkörpert das Finden von dem, was sie außer sich für sich [[wahrhat]], was also eine [[Wahrheit]] zwischen einem empfindenden [[Wesen]] und seinem [[Gegenstand]], was schon vor aller [[Erfahrung]] von [[Natur]] aus wahr ist, was dem empfindenden [[Individuum]] [[subjektiv]] und [[objektiv]] organisch ebenso vorausgesetzt ist wie es auch von ihm fortgebildet wird, wie es also für sich [[gegenständlich]] als [[Gefühl]] für ein natürliches [[Wesen]] zu [[entwickeln]] ist, durch das sich auch die [[Fähigkeiten]] eines jeden [[Subjekts]] bilden und fortbilden kann (siehe auch [[Arbeit]]).  
Empfindung entsteht schon mit der [[Fähigkeit]], Inneres und Äußeres zu unterscheiden und sich mit eigenem [[Zweck]] hierauf zu beziehen, um sich mit der [[Befriedigung]] der hierauf bezogenen [[Bedürfnisse]] fortzubilden. Jede Empfindung verkörpert das Finden von dem, was sie außer sich für sich [[wahrhat]], was also eine [[Wahrheit]] zwischen einem empfindenden [[Wesen]] und seinem [[Gegenstand]], was schon vor aller [[Erfahrung]] von [[Natur]] aus wahr ist, was dem empfindenden [[Individuum]] [[subjektiv]] und [[objektiv]] organisch ebenso vorausgesetzt ist wie es auch von ihm fortgebildet wird, wie es also für sich [[gegenständlich]] als [[Gefühl]] für ein natürliches [[Wesen]] zu [[entwickeln]] ist, durch das sich auch die [[Fähigkeiten]] eines jeden [[Subjekts]] bilden und fortbilden kann (siehe auch [[Arbeit]]).


Empfindung nimmt die [[Eigenschaften]] eines [[körperlichen]] [[Gegenstands]] wahr, ist die [[stoffliche]] [[Wahrnehmung]] der [[Sinne]], - nicht einfach ihre Kognition, sondern auch ihre [[sinnliche Gewissheit]], ihre [[unmittelbare]] [[Wahrheit]], die hierbei "gefunden" und aufgenommen und zu einem Befund der [[Wahrnehmung]] wird. Finden ist die einfache [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], seine Kenntnisnahme und Anerkennung, Voraussetzung seiner [[Erkenntnis]]. Eine Empfindung ist das abgeschlossene Finden, das "zu Ende gefunden haben" (sprachlich ist "emp-finden" eine Wendung der germanischen [[Bedeutung]] von "ent-finden"), die Wirkung einer Kenntnis von etwas, das schon vor jeder Empfindung als etwas [[Eigenes]] bekannt ist, das man schon [[kennt]], bevor es [[wirklich]] [[da ist.]] Sie ist eine Ent-Deckung, die unmittelbare [[Beziehung]] einer Identifizierung der [[Gegenstände]] des [[Lebens]], ihre Bezeugung, wie sie erzeugt und wahrnehmbar sind, ganz gleich in welcher [[Form]] sie sich befinden, so objektiv wie subjektiv sind. In der Empfindung werden sich stoffliche wie geistige [[Beziehungen]] gewahr, ihres [[Gegenstands]] [[sinnlich gewiss]], denn darin finden Menschen was ihre [[Verhältnisse]] [[substanziell]] ausmacht, was ihnen vorausgesetzt und zugleich ihnen zufolge [[wahr]] ist, was sie in ihrer [[Wahrnehmung]] für sich, und durch sich und zugleich gegenständlich [[wahrhaben]], weil es zugleich ihre Außenseite ist, ihre Äußerungen betrifft, die objektive Form derselbsen Substanz, die sie auch durch sich und fürs sich haben, was sie also objektiv wie subjektiv sind.
Empfindung nimmt die [[Eigenschaften]] eines [[körperlichen]] [[Gegenstands]] wahr, ist die [[stoffliche]] [[Wahrnehmung]] der [[Sinne]], - nicht einfach ihre Kognition, sondern auch ihre [[sinnliche Gewissheit]], ihre [[unmittelbare]] [[Wahrheit]], die hierbei "gefunden" und aufgenommen und zu einem Befund der [[Wahrnehmung]] wird. Finden ist die einfache [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], seine Kenntnisnahme und Anerkennung, Voraussetzung seiner [[Erkenntnis]]. Eine Empfindung ist das abgeschlossene Finden, das "zu Ende gefunden haben" (sprachlich ist "emp-finden" eine Wendung der germanischen [[Bedeutung]] von "ent-finden"), die Wirkung einer Kenntnis von etwas, das schon vor jeder Empfindung als etwas [[Eigenes]] bekannt ist, das man schon [[kennt]], bevor es [[wirklich]] [[da ist.]] Sie ist eine Ent-Deckung, die unmittelbare [[Beziehung]] einer Identifizierung der [[Gegenstände]] des [[Lebens]], ihre Bezeugung, wie sie erzeugt und wahrnehmbar sind, ganz gleich in welcher [[Form]] sie sich befinden, so objektiv wie subjektiv sind. In der Empfindung werden sich stoffliche wie geistige [[Beziehungen]] gewahr, ihres [[Gegenstands]] [[sinnlich gewiss]], denn darin finden Menschen was ihre [[Verhältnisse]] [[substanziell]] ausmacht, was ihnen vorausgesetzt und zugleich ihnen zufolge [[wahr]] ist, was sie in ihrer [[Wahrnehmung]] für sich, und durch sich und zugleich gegenständlich [[wahrhaben]], weil es zugleich ihre Außenseite ist, ihre Äußerungen betrifft, die objektive Form derselbsen Substanz, die sie auch durch sich und fürs sich haben, was sie also objektiv wie subjektiv sind.


“Daß der Mensch ein leibliches, naturkräftiges, lebendiges, wirkliches, sinnliches, gegenständliches Wesen ist, heißt, daß er wirkliche, sinnliche Gegenstände zum Gegenstand seines Wesens, seiner Lebensäußerung hat oder daß er nur an wirklichen, sinnlichen Gegenständen sein Leben äußern kann. Gegenständlich, natürlich, sinnlich sein und sowohl Gegenstand, Natur, Sinn außer sich haben, oder selbst Gegenstand, Natur, Sinn für ein Drittes sein, ist identisch. Der Hunger ist ein natürliches Bedürfnis; er bedarf also einer Natur außer sich, eines Gegenstandes außer sich, um sich zu befriedigen, um sich zu stillen. Der Hunger ist das gestandene Bedürfnis meines Leibs nach einem außer ihm seienden, zu seiner Integrierung und Wesensäußerung unentbehrlichen Gegenstandes.“ [[(MEW 40, S. 578)]].  
“Daß der Mensch ein leibliches, naturkräftiges, lebendiges, wirkliches, sinnliches, gegenständliches Wesen ist, heißt, daß er wirkliche, sinnliche Gegenstände zum Gegenstand seines Wesens, seiner Lebensäußerung hat oder daß er nur an wirklichen, sinnlichen Gegenständen sein Leben äußern kann. Gegenständlich, natürlich, sinnlich sein und sowohl Gegenstand, Natur, Sinn außer sich haben, oder selbst Gegenstand, Natur, Sinn für ein Drittes sein, ist identisch. Der Hunger ist ein natürliches Bedürfnis; er bedarf also einer Natur außer sich, eines Gegenstandes außer sich, um sich zu befriedigen, um sich zu stillen. Der Hunger ist das gestandene Bedürfnis meines Leibs nach einem außer ihm seienden, zu seiner Integrierung und Wesensäußerung unentbehrlichen Gegenstandes.“ [[(MEW 40, S. 578)]].


Nicht nur [[stofflich]], sondern auch [[geistig]] wird ein [[Gegenstand]] empfunden, eben so wie Stoffe durch ihre [[natürliche Intelligenz]] auch begeistert sein können (siehe hierzu auch das [[Leib-Seele-Problem]]). Nicht alles, was es gibt, kann von Menschen wahrgenommen werden. Empfindung ist nur möglich, wo die sensorischen Organe die ihnen entsprechende objektive [[Wahrheit]] finden können, wo sie also in der Lage sind, [[Gegenständen]] ihrer [[Wahrnehmung]] gewahr zu werden, sie für wahr zu nehmen. Jede Empfindung ist die [[Beziehung]] eines [[Subjekts]] auf ein [[Objekt]], eines Subjekts also, welches die [[Eigenschaften]] seines Objekts als [[Form]] für sich erkennen kann, mit ihm eine [[Identität]] in ihrer [[sinnlichen]] [[Form]] hat und worin sie in ihrem [[Dasein]] aus ihrem [[Sein]] heraus "gefunden" wird. In seiner idealistischen Manier formuliert Hegel ein ähnliches Verhältnis als "seelisches Erwachen". Darin begegnet die [[Idee]] ihrem [[Sein]], die "wache Seele" ihrer Inhaltbestimmtheit:
Nicht nur [[stofflich]], sondern auch [[geistig]] wird ein [[Gegenstand]] empfunden, eben so wie Stoffe durch ihre [[natürliche Intelligenz]] auch begeistert sein können (siehe hierzu auch das [[Leib-Seele-Problem]]). Nicht alles, was es gibt, kann von Menschen wahrgenommen werden. Empfindung ist nur möglich, wo die sensorischen Organe die ihnen entsprechende objektive [[Wahrheit]] finden können, wo sie also in der Lage sind, [[Gegenständen]] ihrer [[Wahrnehmung]] gewahr zu werden, sie für wahr zu nehmen. Jede Empfindung ist die [[Beziehung]] eines [[Subjekts]] auf ein [[Objekt]], eines Subjekts also, welches die [[Eigenschaften]] seines Objekts als [[Form]] für sich erkennen kann, mit ihm eine [[Identität]] in ihrer [[sinnlichen]] [[Form]] hat und worin sie in ihrem [[Dasein]] aus ihrem [[Sein]] heraus "gefunden" wird. In seiner idealistischen Manier formuliert Hegel ein ähnliches Verhältnis als "seelisches Erwachen". Darin begegnet die [[Idee]] ihrem [[Sein]], die "wache Seele" ihrer Inhaltbestimmtheit:
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Was Menschen durch ihre Sinnesorgane [[empfinden]] ist das, was sie von sich, von ihrer [[Natur]], [[Kultur]], [[Gesellschaft]], Dingen, Menschen usw., also von ihrem [[Leben]] durch ihren [[Gegenstand]] für sich finden, was sie in ihrem [[Dasein]] von ihrem [[Sein]] [[wahrhaben]]und von diesem in sich fühlen. Weil ihre Wahrnehmung auch ihren körperlichen [[Eigenschaften]] entspricht, was ihnen in ihrem [[Sein]] sowohl vorausgesetzt als auch durch sie in den [[Sinn]] kommt, ist durch den empfindenden Menschen mit seinen Organen in der Welt seiner [[Kulturen]] da und diese sind durch sein Tun und Lassen zugleich ihm zu Folge. Es ist das, was die Menschen durch ihr Sehen, Riechen, Hören, Tasten und Schmecken sind, was sie geschaffen haben und auch als [[Gegenstand]] ihres [[Lebens]] [[wahrnehmen]] können, weil und soweit es ihrer [[Natur]] entspricht. Dieses [[Verhältnis]] ihrer [[Wahrnehmung]] ist das [[Dasein]] ihrer [[natürlichen Intelligenz]] und somit auch die [[Elementarform]] ihrer [[Wahrheit]], ihrer [[sinnlichen Gewissheit]], in der sie sich von ihren Gegenständen sowohl unterschieden wie auch einig, sich in eins mit ihnen und ihrer Welt fühlen können.
Was Menschen durch ihre Sinnesorgane [[empfinden]] ist das, was sie von sich, von ihrer [[Natur]], [[Kultur]], [[Gesellschaft]], Dingen, Menschen usw., also von ihrem [[Leben]] durch ihren [[Gegenstand]] für sich finden, was sie in ihrem [[Dasein]] von ihrem [[Sein]] [[wahrhaben]]und von diesem in sich fühlen. Weil ihre Wahrnehmung auch ihren körperlichen [[Eigenschaften]] entspricht, was ihnen in ihrem [[Sein]] sowohl vorausgesetzt als auch durch sie in den [[Sinn]] kommt, ist durch den empfindenden Menschen mit seinen Organen in der Welt seiner [[Kulturen]] da und diese sind durch sein Tun und Lassen zugleich ihm zu Folge. Es ist das, was die Menschen durch ihr Sehen, Riechen, Hören, Tasten und Schmecken sind, was sie geschaffen haben und auch als [[Gegenstand]] ihres [[Lebens]] [[wahrnehmen]] können, weil und soweit es ihrer [[Natur]] entspricht. Dieses [[Verhältnis]] ihrer [[Wahrnehmung]] ist das [[Dasein]] ihrer [[natürlichen Intelligenz]] und somit auch die [[Elementarform]] ihrer [[Wahrheit]], ihrer [[sinnlichen Gewissheit]], in der sie sich von ihren Gegenständen sowohl unterschieden wie auch einig, sich in eins mit ihnen und ihrer Welt fühlen können.


Wo keine wirklichen [[Gegenstände]] als Produkte menschlicher [[Lebensäußerung]] sinnlich gewiss sind, gibt es auch keine unzweifelhaften [[Wahrnehmungen]]. Diese sind gespalten. Nicht [[Erkenntnis]] aus der [[Kenntnis]] ihrer Erzeugung bildet sich darin fort. Es ist ihr bloßes[[Dasein]] das ihr [[Sein]] bestimmt. Das [[Erleben]] ihrer [[Wirklichkeit]] macht die [[Inhalte]] ihrer isolierten, ihrer aparten [[Wahrheiot]] . Deren [[Empfindung]] ist dann allerdings bloßes [[Gefühl]] von [[Leben]], ganz gleich, welchen [[Sinn]] es haben mag. Und sich im Gefühl findet und [[ereignet]] ist nicht das, was die [[Empfindung]] der [[zwischenmenschlichen]] [[Ereignisse]] ausmacht, in denen sie entsteht. Im [[Gefühl]] gestaltet zwar die [[Empfindung]] ihre [[Erinnerung]], verliert sich aber auch darin, soweit und sofern das [[Gefühl]] nicht auf das [[Ereignis]] zurückkommen kann, das es erinnert. Es erfährt seinen [[Sinn]] aus dessen [[Erleben]] und reflektiert dies in sich, muss aber zugleich von seiner Sinnesform abstrahieren, um als [[Gefühl]] auch für sich zu bestehen, bestehen zu bleiben.  
Wo keine wirklichen [[Gegenstände]] als Produkte menschlicher [[Lebensäußerung]] sinnlich gewiss sind, gibt es auch keine unzweifelhaften [[Wahrnehmungen]]. Diese sind gespalten. Nicht [[Erkenntnis]] aus der [[Kenntnis]] ihrer Erzeugung bildet sich darin fort. Es ist ihr bloßes[[Dasein]] das ihr [[Sein]] bestimmt. Das [[Erleben]] ihrer [[Wirklichkeit]] macht die [[Inhalte]] ihrer isolierten, ihrer aparten [[Wahrheiot]] . Deren [[Empfindung]] ist dann allerdings bloßes [[Gefühl]] von [[Leben]], ganz gleich, welchen [[Sinn]] es haben mag. Und sich im Gefühl findet und [[ereignet]] ist nicht das, was die [[Empfindung]] der [[zwischenmenschlichen]] [[Ereignisse]] ausmacht, in denen sie entsteht. Im [[Gefühl]] gestaltet zwar die [[Empfindung]] ihre [[Erinnerung]], verliert sich aber auch darin, soweit und sofern das [[Gefühl]] nicht auf das [[Ereignis]] zurückkommen kann, das es erinnert. Es erfährt seinen [[Sinn]] aus dessen [[Erleben]] und reflektiert dies in sich, muss aber zugleich von seiner Sinnesform abstrahieren, um als [[Gefühl]] auch für sich zu bestehen, bestehen zu bleiben.


Sinnlich kann die [[Wahrnehmung]] immer nur das sein, was sie für sich findet, was ihre [[Empfindung]] ist. Doch die Empfindung vergeht schon im nächsten Moment der [[Wahrnehmung]], weil sie [[unmittelbar]] ist, eben nur das finden kann, was ihr außer sich schon vorausgesetzt ist. Sie setzt also voraus, dass sie das schon durch ihre [[Natur]] kennt, was ihre [[Wahrheit]] ist. Aber als [[Gefühl]] ist sie ihrem Inhalt nach ein Gedanke von dem, was die [[Empfindung]] für sie ist, was sie [[wahrhat]]. Was sich im Gefühl bildet, was als Bild ihrer Empfindung bedacht und [[gedacht]] ist, kann für die [[Wahrnehmung]] im [[Ganzen]] [[wahr]] oder unwahr sein, kann ineinader gehen oder aus sich heraus zerfallen, sich widersprechen oder sogar gänzlich außer sich sein. Die [[Wahrnehmung]] ist darin in einer anderen Form, in einer [[Erinnerung]] an ihre [[Empfindungen]]. Im [[Gefühl]] ist die Empfindung innerlich in der Form, in der sie außer sich war. Und außer sich ist sie ein bloßes [[Erlebnis]]. Dieses ist in den [[Ereignissen]] verbunden, welche sich im [[Erleben]] verinnerlicht haben. Es ist daher die [[Elementarform]] der Wahrnehmung, über die nachzudenken ist und die selbst auch eine Form der Gedankenwelt, also des [[Denkens]] ist.
Sinnlich kann die [[Wahrnehmung]] immer nur das sein, was sie für sich findet, was ihre [[Empfindung]] ist. Doch die Empfindung vergeht schon im nächsten Moment der [[Wahrnehmung]], weil sie [[unmittelbar]] ist, eben nur das finden kann, was ihr außer sich schon vorausgesetzt ist. Sie setzt also voraus, dass sie das schon durch ihre [[Natur]] kennt, was ihre [[Wahrheit]] ist. Aber als [[Gefühl]] ist sie ihrem Inhalt nach ein Gedanke von dem, was die [[Empfindung]] für sie ist, was sie [[wahrhat]]. Was sich im Gefühl bildet, was als Bild ihrer Empfindung bedacht und [[gedacht]] ist, kann für die [[Wahrnehmung]] im [[Ganzen]] [[wahr]] oder unwahr sein, kann ineinader gehen oder aus sich heraus zerfallen, sich widersprechen oder sogar gänzlich außer sich sein. Die [[Wahrnehmung]] ist darin in einer anderen Form, in einer [[Erinnerung]] an ihre [[Empfindungen]]. Im [[Gefühl]] ist die Empfindung innerlich in der Form, in der sie außer sich war. Und außer sich ist sie ein bloßes [[Erlebnis]]. Dieses ist in den [[Ereignissen]] verbunden, welche sich im [[Erleben]] verinnerlicht haben. Es ist daher die [[Elementarform]] der Wahrnehmung, über die nachzudenken ist und die selbst auch eine Form der Gedankenwelt, also des [[Denkens]] ist.
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In ihren [[Gefühlen]] entwickeln sich ihre [[Empfindungen]] zu den [[Fähigkeiten]], die es den Menschen ermöglichen, neue [[Eigenschaften]] ihrer Gegenstände zu entdecken, zu erfinden, zu erzeugen und zu genießen. Im [[Gefühl]] entwickelt sich, was Menschen aus ihren Empfindungen machen und in ihren Lebensverhältnissen, in ihrem Umgang als ihre [[Kultur]] [[wahrnehmen]], [[wahrhaben]] und [[wahrmachen]] und als Geschichte ihrer [[Naturmacht]] fortbilden.
In ihren [[Gefühlen]] entwickeln sich ihre [[Empfindungen]] zu den [[Fähigkeiten]], die es den Menschen ermöglichen, neue [[Eigenschaften]] ihrer Gegenstände zu entdecken, zu erfinden, zu erzeugen und zu genießen. Im [[Gefühl]] entwickelt sich, was Menschen aus ihren Empfindungen machen und in ihren Lebensverhältnissen, in ihrem Umgang als ihre [[Kultur]] [[wahrnehmen]], [[wahrhaben]] und [[wahrmachen]] und als Geschichte ihrer [[Naturmacht]] fortbilden.


In [[Gemeinschaften]], in denen [[Geldbesitz]] - [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] - das [[wesen]]tliches [[gesellschaftliches]] [[Verhältnis]] der Menschen ist, da ist ihre sachliche Beziehung [[allgemein]] gleichgeltend, [[gleichgültig]] gegen ihre Entstehung, gegen die [[Geschichte]] ihres Werdens, ihr gewordenes [[Sein]]. Darin sind ihre [[Gefühle]] auf das Fürsichsein ihrer Empfindungen beschränkt und von daher in ihrer [[Kultur]] [[isoliert]] und also selbständig für sich und durch sich (siehe auch [[�sthetik]]). So wird hier auch die [[Sinnbildung]] der Menschen durch ihre [[verselbständigte]] [[Kultur]] in der [[Getrenntheit]] von ihrem gesellschaftlich tätigen [[Sinn]] für sich bestimmt. Weil sie sich darin nicht über ihre gegenständliche [[Tätigkeit]], ihre Lebensäußerung und [[Arbeit,]] durch ihre lebendige [[Geschichte]] mitteilen und vermitteln, besteht ihre [[Beziehung]] nur zwischen ihnen in ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], in der sie [[ausschließlich]] selbst als unmittelbarer [[Gegenstand]] ihrer [[Wahrnehmung]] für einander, für sich und unter sich erscheinen, als Menschen, die für einander [[da sein]] müssen, um ihr [[Leben]] als Mensch [[erkennen]] zu können, um sich als Mensch zu finden, sich durch andere also als Mensch zu empfinden.
In [[Gemeinschaften]], in denen [[Geldbesitz]] - [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]] - das [[wesen]]tliches [[gesellschaftliches]] [[Verhältnis]] der Menschen ist, da ist ihre sachliche Beziehung [[allgemein]] gleichgeltend, [[gleichgültig]] gegen ihre Entstehung, gegen die [[Geschichte]] ihres Werdens, ihr gewordenes [[Sein]]. Darin sind ihre [[Gefühle]] auf das Fürsichsein ihrer Empfindungen beschränkt und von daher in ihrer [[Kultur]] [[isoliert]] und also selbständig für sich und durch sich (siehe auch [[Ästhetik]]). So wird hier auch die [[Sinnbildung]] der Menschen durch ihre [[verselbständigte]] [[Kultur]] in der [[Getrenntheit]] von ihrem gesellschaftlich tätigen [[Sinn]] für sich bestimmt. Weil sie sich darin nicht über ihre gegenständliche [[Tätigkeit]], ihre Lebensäußerung und [[Arbeit,]] durch ihre lebendige [[Geschichte]] mitteilen und vermitteln, besteht ihre [[Beziehung]] nur zwischen ihnen in ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], in der sie [[ausschließlich]] selbst als unmittelbarer [[Gegenstand]] ihrer [[Wahrnehmung]] für einander, für sich und unter sich erscheinen, als Menschen, die für einander [[da sein]] müssen, um ihr [[Leben]] als Mensch [[erkennen]] zu können, um sich als Mensch zu finden, sich durch andere also als Mensch zu empfinden.


Empfindung nimmt den [[objektiven]] [[Inhalt]] einer [[sinnlichen]] [[Beziehung]] [[subjektiv]] wahr. Sie lebt durch die [[Aufmerksamkeit]] und zugleich [[Neugier]] der Sinne, wiewohl sie nur das [[wahrnimmt]], was sie au�er sich als das [[erkennen]] kann, was sie von sich schon [[wei�]] (siehe [[sinnliche Gewissheit]]). Eine Empfindung ist daher zun�chst der Zusammenhang einer Sensorik, also die [[Wahrnehmung]] eines oder vieler [[Eindr�cke]] in einem, welche jede [[sinnliche Gewissheit]] ausmacht und wodurch sie f�r sich [[wahr]] ist, gleich, was sie au�er sich auch sonst noch [[wahrhaben]] kann. Auf dieser gr�ndet die Arbeit eines jeden Organismus, die sich als Vermittlung von seiner Au�enwelt zu seiner Innenwelt vollzieht. Im [[Gef�hl]] f�r das, was sie hierbei wahrhat, bezieht sich die Empfindung schlie�lich wieder auf ihre Welt, so wie sie sich darin gefunden hat und einfinden kann und wodurch sich die [[F�higkeiten]] eines Organismus entwickeln.
Empfindung nimmt den [[objektiven]] [[Inhalt]] einer [[sinnlichen]] [[Beziehung]] [[subjektiv]] wahr. Sie lebt durch die [[Aufmerksamkeit]] und zugleich [[Neugier]] der Sinne, wiewohl sie nur das [[wahrnimmt]], was sie außer sich als das [[erkennen]] kann, was sie von sich schon [[weiß]] (siehe [[sinnliche Gewissheit]]). Eine Empfindung ist daher zunächst der Zusammenhang einer Sensorik, also die [[Wahrnehmung]] eines oder vieler [[Eindrücke]] in einem, welche jede [[sinnliche Gewissheit]] ausmacht und wodurch sie für sich [[wahr]] ist, gleich, was sie außer sich auch sonst noch [[wahrhaben]] kann. Auf dieser gründet die Arbeit eines jeden Organismus, die sich als Vermittlung von seiner Außenwelt zu seiner Innenwelt vollzieht. Im [[Gefühl]] für das, was sie hierbei wahrhat, bezieht sich die Empfindung schließlich wieder auf ihre Welt, so wie sie sich darin gefunden hat und einfinden kann und wodurch sich die [[Fähigkeiten]] eines Organismus entwickeln.


In der [[Evolution]] des [[Lebens]] ist die Empfindung der Ursprung [[nat�rlicher Intelligenz]], die [[Beziehung]] eines Naturwesens auf seinen [[Gegenstand]], ganz gleich, ob dieser nat�rlich war oder nicht. Sie kennt ihn schon, bevor sie ihn findet und sie empfindet, was er f�r sie ist oder sein kann. Diese [[Naturempfindung]] ist damit die unausweichliche Grundlage eines jeden [[Stoffwechsels]] und der vielf�ltigen Gestalten, die er im Lauf der [[Geschichte]] bis in die menschliche [[Kultur]] hinein gebildet hat und darin zum [[Ged�chtnis]] ihrer Entstehung und [[Entwicklung]], zu einem [[Gef�hl]] f�r unsere Welt, f�r Menschen und Sachen geworden ist. Empfindung ist alles, was wir in unseren [[Gef�hlen]] [[erinnern]] k�nnen und scheidet unsere Wahrnehmung in dem, f�r was wir einen Sinn haben, was wir also wissen k�nnen, von dem, was uns nicht sinnlich gewiss werden kann, f�r das wir keinen [[Sinn]] haben (z.B. bestimmte Lichtfrequenzen und Strahlungen).  
In der [[Evolution]] des [[Lebens]] ist die Empfindung der Ursprung [[natürlicher Intelligenz]], die [[Beziehung]] eines Naturwesens auf seinen [[Gegenstand]], ganz gleich, ob dieser natürlich war oder nicht. Sie kennt ihn schon, bevor sie ihn findet und sie empfindet, was er für sie ist oder sein kann. Diese [[Naturempfindung]] ist damit die unausweichliche Grundlage eines jeden [[Stoffwechsels]] und der vielfältigen Gestalten, die er im Lauf der [[Geschichte]] bis in die menschliche [[Kultur]] hinein gebildet hat und darin zum [[Gedächtnis]] ihrer Entstehung und [[Entwicklung]], zu einem [[Gefühl]] für unsere Welt, für Menschen und Sachen geworden ist. Empfindung ist alles, was wir in unseren [[Gefühlen]] [[erinnern]] können und scheidet unsere Wahrnehmung in dem, für was wir einen Sinn haben, was wir also wissen können, von dem, was uns nicht sinnlich gewiss werden kann, für das wir keinen [[Sinn]] haben (z.B. bestimmte Lichtfrequenzen und Strahlungen).


Empfindung setzt das Werden von Subjekt und Objekt der Wahrnehmung voraus, sei es durch die Naturentwicklung ([[Evolution]]), oder der Entwicklung der menschlichen [[Gesellschaft]] als [[Naturmacht]] (siehe [[Produktivkraft]]). Sie meint w�rtlich schon das "Zu-Ende-Finden", also die Verwirklichung einer sinnlichen Identit�t mit einem Gegenstand der Empfindung, sei er Sache oder Mensch oder Tier oder Pflanze oder [[Natur]] �berhaupt. Auch ohne die [[Gegenwart]] seines Werdens wird er aufgrund der Identit�t seiner Eigenschaften mit seiner Lebensform empfunden. Die einfachsten Empfindungen bestehen aus der zun�chst objektiven Wahrnehmung seiner [[Form]] und ihres [[Zustands]], oft auch nur als formale Differenz des Menschen zum Gegenstand, wenn er z.B. als hei�, kalt, bedrohlich oder gef�gig empfunden wird. Jede Empfindung enth�lt ein [[Wissen]], das die [[Sinne]] schon vor dem [[Leben]] der einzelnen Individuen gebildet hatten und das sich in ihr und durch sie sowohl best�tigt wie auch zu [[Gef�hlen]] fortbildet (siehe [[Sinnbildung]]), die f�r die Lebens�u�erungen der Tiere und Menschen und zur [[Bildung]] und Ausbildung ihrer [[F�higkeiten]] grundlegend sind.  
Empfindung setzt das Werden von Subjekt und Objekt der Wahrnehmung voraus, sei es durch die Naturentwicklung ([[Evolution]]), oder der Entwicklung der menschlichen [[Gesellschaft]] als [[Naturmacht]] (siehe [[Produktivkraft]]). Sie meint wörtlich schon das "Zu-Ende-Finden", also die Verwirklichung einer sinnlichen Identität mit einem Gegenstand der Empfindung, sei er Sache oder Mensch oder Tier oder Pflanze oder [[Natur]] überhaupt. Auch ohne die [[Gegenwart]] seines Werdens wird er aufgrund der Identität seiner Eigenschaften mit seiner Lebensform empfunden. Die einfachsten Empfindungen bestehen aus der zunächst objektiven Wahrnehmung seiner [[Form]] und ihres [[Zustands]], oft auch nur als formale Differenz des Menschen zum Gegenstand, wenn er z.B. als heiß, kalt, bedrohlich oder gefügig empfunden wird. Jede Empfindung enthält ein [[Wissen]], das die [[Sinne]] schon vor dem [[Leben]] der einzelnen Individuen gebildet hatten und das sich in ihr und durch sie sowohl bestätigt wie auch zu [[Gefühlen]] fortbildet (siehe [[Sinnbildung]]), die für die Lebensäußerungen der Tiere und Menschen und zur [[Bildung]] und Ausbildung ihrer [[Fähigkeiten]] grundlegend sind.


Schon vor und mit der Geburt eines Menschen besteht sie als weltliche Verbundenheit, nicht jenseits seiner [[Wirklichkeit]] - etwa in einem �bernat�rlichen Kosmos der Gef�hle - sondern absolut diesseitig, als [[wirkliche]] [[Natur]] dieser Beziehung, als nat�rliche Empfindung, wie sie auch alle Kulturbeziehungen enthalten (siehe hierzu [[Naturempfindung]]).  
Schon vor und mit der Geburt eines Menschen besteht sie als weltliche Verbundenheit, nicht jenseits seiner [[Wirklichkeit]] - etwa in einem übernatürlichen Kosmos der Gefühle - sondern absolut diesseitig, als [[wirkliche]] [[Natur]] dieser Beziehung, als natürliche Empfindung, wie sie auch alle Kulturbeziehungen enthalten (siehe hierzu [[Naturempfindung]]).


Empfindungen sind so subjektiv wie objektiv, weil sie sich nur in ihrem [[Gegenstand]] erkennen k�nnen. Sie sind zwar nat�rlich und haben [[nat�rliche Intelligenz]], doch sie empfinden nicht, ob etwas nat�rlich ist. Sie hatten schon immer belebte und unbelebte Materie gleicherma�en zum Gegenstand und geben keine Gew�hr f�r ihre [[Natur]], haben keine nat�rliche [[Wahrheit]] f�r sich, machen keine Natur aus und nichts zur Natur. Doch wo sie schon [[Gef�hl]] haben, erkennen sie auch sich schon im Stoffwechsel mit der Natur einbezogen, ihren [[Gegenstand]] als ihre [[Sache]], die sie belebt.
Empfindungen sind so subjektiv wie objektiv, weil sie sich nur in ihrem [[Gegenstand]] erkennen können. Sie sind zwar natürlich und haben [[natürliche Intelligenz]], doch sie empfinden nicht, ob etwas natürlich ist. Sie hatten schon immer belebte und unbelebte Materie gleichermaßen zum Gegenstand und geben keine Gewähr für ihre [[Natur]], haben keine natürliche [[Wahrheit]] für sich, machen keine Natur aus und nichts zur Natur. Doch wo sie schon [[Gefühl]] haben, erkennen sie auch sich schon im Stoffwechsel mit der Natur einbezogen, ihren [[Gegenstand]] als ihre [[Sache]], die sie belebt.


In unnat�rlichen Verh�ltnissen empfinden sie also nicht einfach Unnatur, sondern nur die [[Wirkung]], die sie auf einen [[K�rper]] in dem Zustand hat, in dem er auch wirklich ist. So k�nnen z.B. Schmerzempfindungen eine v�llig andere Natur erfahren, als die, f�r welche sie unmittelbar sinnvoll w�ren. Wenn sie selbst durch [[Gef�hle]] bestimmt sind, die sich gegen ihre Natur behaupten, ihre Unnatur ver�u�ern m�ssen, so k�nnen auch die Empfindungen sich in ihren Sinn versteigen (z.B. als Schmerzged�chtnis im Phantomschmerz oder in traumatischen Erlebnissen). Von daher k�nnen sich Empfindungen selbst [[verkehren]], wenn sie verkehrten Verh�ltnissen unterworfen sind, wenn sie den [[Notwendigkeiten]] [[objektiver Gef�hle]] folgen, und darin ihre [[Subjektivit�t]] �berwinden m�ssen. So kann �u�erliches auch sehr bestimmend f�r Innerliches sein und [[Erinnerung]] beherrschen. In diesen inneren Verh�ltnissen werden auch Gef�hle selbst zur [[Bedingung]] von Empfindungen, aber nicht als abgel��t von aller Welt, sondern als innere Darstellung [[ver�u�erlichter]] Erfahrungswelten. Von daher k�nnen Empfindungen, die sich nicht in [[Kritik]] aufheben und [[emanzipieren]], zu [[Gef�hlen]] einer [[Selbstentfremdung]] werden, sich also selbst in ihrer [[Form bestimmen]]. In einem Menschen stellt sich dann eine verkehrte Welt auch als [[Verkehrung]] seiner [[Selbstwahrnehmungen]] dar.
In unnatürlichen Verhältnissen empfinden sie also nicht einfach Unnatur, sondern nur die [[Wirkung]], die sie auf einen [[Körper]] in dem Zustand hat, in dem er auch wirklich ist. So können z.B. Schmerzempfindungen eine völlig andere Natur erfahren, als die, für welche sie unmittelbar sinnvoll wären. Wenn sie selbst durch [[Gefühle]] bestimmt sind, die sich gegen ihre Natur behaupten, ihre Unnatur veräußern müssen, so können auch die Empfindungen sich in ihren Sinn versteigen (z.B. als Schmerzgedächtnis im Phantomschmerz oder in traumatischen Erlebnissen). Von daher können sich Empfindungen selbst [[verkehren]], wenn sie verkehrten Verhältnissen unterworfen sind, wenn sie den [[Notwendigkeiten]] [[objektiver Gefühle]] folgen, und darin ihre [[Subjektivität]] überwinden müssen. So kann Äußerliches auch sehr bestimmend für Innerliches sein und [[Erinnerung]] beherrschen. In diesen inneren Verhältnissen werden auch Gefühle selbst zur [[Bedingung]] von Empfindungen, aber nicht als abgelößt von aller Welt, sondern als innere Darstellung [[veräußerlichter]] Erfahrungswelten. Von daher können Empfindungen, die sich nicht in [[Kritik]] aufheben und [[emanzipieren]], zu [[Gefühlen]] einer [[Selbstentfremdung]] werden, sich also selbst in ihrer [[Form bestimmen]]. In einem Menschen stellt sich dann eine verkehrte Welt auch als [[Verkehrung]] seiner [[Selbstwahrnehmungen]] dar.


Empfindung ist die [[T�tigkeit]] der Sinnesorgane in der Art und Weise und dem Moment ihrer Gewahr-Nehmung eines [[Gegenstands]], der eine [[Sache]], ein Mensch oder auch selbst [[Sinn]] sein oder haben kann. Er wird in der Empfindung erst [[gewiss]], weshalb man auch von einer sinnlichen [[Gewissheit]] spricht. Aber so frisch und neu diese [[Gewissheit]] erscheinen mag, so setzt sie schon immer [[Sinn]] voraus, der darin nicht neu sein kann, weil er sich ansonsten seiner nicht gewiss w�re, ebensogut eine [[Erscheinung]] von anderem, blo�e [[Reflexion]] sein k�nnte.
Empfindung ist die [[Tätigkeit]] der Sinnesorgane in der Art und Weise und dem Moment ihrer Gewahr-Nehmung eines [[Gegenstands]], der eine [[Sache]], ein Mensch oder auch selbst [[Sinn]] sein oder haben kann. Er wird in der Empfindung erst [[gewiss]], weshalb man auch von einer sinnlichen [[Gewissheit]] spricht. Aber so frisch und neu diese [[Gewissheit]] erscheinen mag, so setzt sie schon immer [[Sinn]] voraus, der darin nicht neu sein kann, weil er sich ansonsten seiner nicht gewiss wäre, ebensogut eine [[Erscheinung]] von anderem, bloße [[Reflexion]] sein könnte.


Eine Empfindung ist die unmittelbare, also unvermittelte [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], mit dem sie vor aller [[Erfahrung]] schon verbunden ist. Sie ist daher nicht blo�es sinnliches Auffassen, organische T�tigkeit einer hiervon unabh�ngigen Sensibilit�t, sondern Identifizierung, T�tigkeit einer Identit�t eines Subjekts zu seinem Objekt in der [[Wahrnehmung]], das unabdingbare Moment der [[Wahrheit]], das Finden ihrer [[Gegenwart]]. In der Empfindung findet die [[Wahrnehmung]] ihren[[unmittelbaren]] [[Gegenstand,]] die unmittelbare [[Gewissheit]] ihrer [[Sinne]] als das, was dieser im Einzelnen durch seine [[Eigenschaften]] f�r sie f�r wahr, also auch wirklich so sinnlich ist, wie er auf die Sinne wirkt. Wirkung hat er eben in soweit, wie das Objekt der Wahrnehmung ihr zu eigen ist, wie ihren Eigenschaften entspricht, wie [[subjektive]] [[Eigenschaften]] in der [[Beziehung]] auf [[objektive]] Eigenschaften auch [[wahr]] sind.
Eine Empfindung ist die unmittelbare, also unvermittelte [[Beziehung]] auf einen [[Gegenstand]], mit dem sie vor aller [[Erfahrung]] schon verbunden ist. Sie ist daher nicht bloßes sinnliches Auffassen, organische Tätigkeit einer hiervon unabhängigen Sensibilität, sondern Identifizierung, Tätigkeit einer Identität eines Subjekts zu seinem Objekt in der [[Wahrnehmung]], das unabdingbare Moment der [[Wahrheit]], das Finden ihrer [[Gegenwart]]. In der Empfindung findet die [[Wahrnehmung]] ihren[[unmittelbaren]] [[Gegenstand,]] die unmittelbare [[Gewissheit]] ihrer [[Sinne]] als das, was dieser im Einzelnen durch seine [[Eigenschaften]] für sie für wahr, also auch wirklich so sinnlich ist, wie er auf die Sinne wirkt. Wirkung hat er eben in soweit, wie das Objekt der Wahrnehmung ihr zu eigen ist, wie ihren Eigenschaften entspricht, wie [[subjektive]] [[Eigenschaften]] in der [[Beziehung]] auf [[objektive]] Eigenschaften auch [[wahr]] sind.


Empfindung ist also zun�chst die sensorische Wahrnehmung einer sinnlichen [[Gewissheit]], einer Begegnung im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Existenz, das Wissen um die [[Anwesenheit]] ihres Gegenstands, nicht jedoch dessen erwiesene [[Wahrheit]], weil sie ihren [[Sinn]] auch schon ohne diese [[Beziehung]] zu ihrem bestimmten [[Gegenstand]] hat, und weil dieser schon sinnlich ist, auch ohne empfunden zu werden. Die [[Wahrheit]] der Empfindung ist alleine die Begegnung mit einem Gegenstand, einem Menschen, einer Sache oder der [[Natur]], die [[Anwesenheit]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] der Empfindung als [[Ganzes]] f�r sich, als dies Eine hier und jenes Andere dort.  
Empfindung ist also zunächst die sensorische Wahrnehmung einer sinnlichen [[Gewissheit]], einer Begegnung im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Existenz, das Wissen um die [[Anwesenheit]] ihres Gegenstands, nicht jedoch dessen erwiesene [[Wahrheit]], weil sie ihren [[Sinn]] auch schon ohne diese [[Beziehung]] zu ihrem bestimmten [[Gegenstand]] hat, und weil dieser schon sinnlich ist, auch ohne empfunden zu werden. Die [[Wahrheit]] der Empfindung ist alleine die Begegnung mit einem Gegenstand, einem Menschen, einer Sache oder der [[Natur]], die [[Anwesenheit]] von [[Subjekt]] und [[Objekt]] der Empfindung als [[Ganzes]] für sich, als dies Eine hier und jenes Andere dort.


Weil hierbei die Empfindung immer [[Sinn]] hat, weil sie [[unmittelbar]] sinnlich ist, ist sie die lebendige [[Gegenw�rtigkeit]] einer [[Beziehung]], die sie aus [[sinnlichen]]Wahrnehmungen der Sinnesorgane und [[Eindr�cke]] bezieht, was immer diese auch [[wirklich]] an [[Sinn]] haben m�gen. In ihrem objektiven Verh�ltnis besteht die Empfindung nur durch diesen Eindruck. In ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]] durch ihren [[Sinn]] ist sie voraussetzungslos und doch schon so [[intelligent]] wie ihre Organe es zu sein verm�gen (siehe hierzu [[nat�rliche Intelligenz]]). In der Sinnesgeschichte eines Menschen vermittelt sich von daher auch immer schon die Sinnesgeschichte der ganzen Menschheit, also alles, wozu es die Sinne in ihrem Wahrnehmungsverm�gen gebracht haben. Objektiv aber ist der Sinn immer nur unmittelbare Subjektivit�t, die ihren [[Gegenstand]] nur so auffassen kann, wie er noch ganz ohne [[Gef�hl]] hierf�r da ist (siehe [[Dasein]]).
Weil hierbei die Empfindung immer [[Sinn]] hat, weil sie [[unmittelbar]] sinnlich ist, ist sie die lebendige [[Gegenwärtigkeit]] einer [[Beziehung]], die sie aus [[sinnlichen]]Wahrnehmungen der Sinnesorgane und [[Eindrücke]] bezieht, was immer diese auch [[wirklich]] an [[Sinn]] haben mögen. In ihrem objektiven Verhältnis besteht die Empfindung nur durch diesen Eindruck. In ihrer [[subjektiven]] [[Bestimmtheit]] durch ihren [[Sinn]] ist sie voraussetzungslos und doch schon so [[intelligent]] wie ihre Organe es zu sein vermögen (siehe hierzu [[natürliche Intelligenz]]). In der Sinnesgeschichte eines Menschen vermittelt sich von daher auch immer schon die Sinnesgeschichte der ganzen Menschheit, also alles, wozu es die Sinne in ihrem Wahrnehmungsvermögen gebracht haben. Objektiv aber ist der Sinn immer nur unmittelbare Subjektivität, die ihren [[Gegenstand]] nur so auffassen kann, wie er noch ganz ohne [[Gefühl]] hierfür da ist (siehe [[Dasein]]).


Der Gegenstand der Wahrnehmung begegnet ihr zun�chst eben nur als eine [[Gegebenheit]], die ihren Inhalt nicht wirklich [[wahr machen]] kann, weil sie f�r sich genommen nur [[unmittelbar]] ist. In ihrer [[objektiven]] [[Gleichg�ltigkeit]] gegen ihren Gegenstand kann die Empfindung selbst in ihrem [[Sinn]] nur eine [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] f�r sich haben, die Wahrheit ihrer [[Gegenwart]]. Ihre [[Gewissheit]] bezieht sie daher auch nicht aus der einfachen und rein objektiven Beziehung einer Sensorik auf einen Gegenstand, auf einen Menschen oder eine Sache. Sie kann nur gegenw�rtig sein, wo und weil sich der empfindende Mensch auch als f�hlender vergegenw�rtigen kann, immer zugleich sinnlich wie [[geistig]] da ist. Sie ist also die [[Wahrnehmung]] in einer [[Beziehung]], wie sie [[wirklich]] und f�r einen Menschen in einem Moment ist, worin sich auch sein [[Gef�hl]] entwickelt und bewahrheitet in dem, was es [[wahrhat]].
Der Gegenstand der Wahrnehmung begegnet ihr zunächst eben nur als eine [[Gegebenheit]], die ihren Inhalt nicht wirklich [[wahr machen]] kann, weil sie für sich genommen nur [[unmittelbar]] ist. In ihrer [[objektiven]] [[Gleichgültigkeit]] gegen ihren Gegenstand kann die Empfindung selbst in ihrem [[Sinn]] nur eine [[unmittelbare]] [[Wahrheit]] für sich haben, die Wahrheit ihrer [[Gegenwart]]. Ihre [[Gewissheit]] bezieht sie daher auch nicht aus der einfachen und rein objektiven Beziehung einer Sensorik auf einen Gegenstand, auf einen Menschen oder eine Sache. Sie kann nur gegenwärtig sein, wo und weil sich der empfindende Mensch auch als fühlender vergegenwärtigen kann, immer zugleich sinnlich wie [[geistig]] da ist. Sie ist also die [[Wahrnehmung]] in einer [[Beziehung]], wie sie [[wirklich]] und für einen Menschen in einem Moment ist, worin sich auch sein [[Gefühl]] entwickelt und bewahrheitet in dem, was es [[wahrhat]].


F�r sich genommen ist Empfindung aber nicht unbedingt eine wirkliche Beziehung auf anderes, also nicht unbedingt auf ein Objekt gerichtet. Sie kann auch [[Selbstempfindung]] sein, wenn das entsprechende Organ durch sich selbst oder durch eine [[Selbstbeziehung]] bestimmt wird.
Für sich genommen ist Empfindung aber nicht unbedingt eine wirkliche Beziehung auf anderes, also nicht unbedingt auf ein Objekt gerichtet. Sie kann auch [[Selbstempfindung]] sein, wenn das entsprechende Organ durch sich selbst oder durch eine [[Selbstbeziehung]] bestimmt wird.


Die menschlichen Sinne sind nicht ohne den Menschen t�tig. Jeder [[Sinn]] ist abh�ngig von der ganzen Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. So kann ein Mensch z.B. im Wahnsinn g�nzlich anders riechen, sehen und h�ren, weil seine Gegenw�rtigkeit hierdurch bestimmt ist. Umgekehrt k�nnen Sinne ihre rein physiologische Funktion durchaus �bertrumpfen, wenn z.B. Blinde auf ihre Weise "sehen", indem sie das Zusammenspiel anderer Sinne hierf�r ausbilden. Empfindung betrifft immer den ganzen Menschen. Ihm wird in der Empfindung zugleich der Zusammenhang seiner Sinne gegenw�rtig, die sich in ihr bilden und sich in ihren [[Eigenschaften]] und [[F�higkeiten]] gewiss machen (siehe [[Sinnbildung]]), sich darin ihrer selbst vergewissern. Von daher entsteht ihr [[Wissen]] aus der [[Gewissheit]] eines empfundenen [[Gef�hls]].
Die menschlichen Sinne sind nicht ohne den Menschen tätig. Jeder [[Sinn]] ist abhängig von der ganzen Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. So kann ein Mensch z.B. im Wahnsinn gänzlich anders riechen, sehen und hören, weil seine Gegenwärtigkeit hierdurch bestimmt ist. Umgekehrt können Sinne ihre rein physiologische Funktion durchaus übertrumpfen, wenn z.B. Blinde auf ihre Weise "sehen", indem sie das Zusammenspiel anderer Sinne hierfür ausbilden. Empfindung betrifft immer den ganzen Menschen. Ihm wird in der Empfindung zugleich der Zusammenhang seiner Sinne gegenwärtig, die sich in ihr bilden und sich in ihren [[Eigenschaften]] und [[Fähigkeiten]] gewiss machen (siehe [[Sinnbildung]]), sich darin ihrer selbst vergewissern. Von daher entsteht ihr [[Wissen]] aus der [[Gewissheit]] eines empfundenen [[Gefühls]].


Empfindung erweist eine [[Beziehung]] durch sich selbst, durch das Finden von jemanden oder etwas, das darin sich als [[Sinn]] einer Beziehung eindr�cklich [[vergegenw�rtigt]], als [[Eindruck]] wahrnehmbar ist, ohne [[ausdr�cklich]] wahr zu sein. Was ihre [[Bedingung]] ist, die sie [[wahr hat]], ist ihr nicht unbedingt gegenw�rtig, auch wenn sie deren [[Gegenw�rtigkeit]] als [[Gef�hl]] im Sinn hat.
Empfindung erweist eine [[Beziehung]] durch sich selbst, durch das Finden von jemanden oder etwas, das darin sich als [[Sinn]] einer Beziehung eindrücklich [[vergegenwärtigt]], als [[Eindruck]] wahrnehmbar ist, ohne [[ausdrücklich]] wahr zu sein. Was ihre [[Bedingung]] ist, die sie [[wahr hat]], ist ihr nicht unbedingt gegenwärtig, auch wenn sie deren [[Gegenwärtigkeit]] als [[Gefühl]] im Sinn hat.


Empfindung unterstellt Gegenst�ndlichkeit, die ihren [[Inhalt]] ausmachen. Sie ist alleine schon dadurch gegenst�ndlich, dass sie sinnliche [[Gegenst�nde]] im Sinn hat, also auch ihre eigenen Organe. Der empfindende Sinn ist notwendig f�r ihre Gegenw�rtigkeit, anders als der gegenst�ndliche. Der Gegenstand entspricht zwar in der Empfindung dem Menschen, ist aber dennoch nicht durch die Empfindung bestimmt. Er steht ihr immer als etwas anderes gegen�ber, auch wenn sie sich in ihm [[identifiziert]]. Der Gegenstand ist immer auch nat�rlich und eher durch Gef�hle bestimmt, insgesamt aber ein [[Ganzes]] vieler Eigenschaften, die nicht unbedingt alle sinnlich wahrnehmbar sind (z.B. Radioaktivit�t oder auch das Sehen eines blinden Menschen). Von daher ist Wahrnehmung auch nicht alleine durch Empfindung bestimmbar.
Empfindung unterstellt Gegenständlichkeit, die ihren [[Inhalt]] ausmachen. Sie ist alleine schon dadurch gegenständlich, dass sie sinnliche [[Gegenstände]] im Sinn hat, also auch ihre eigenen Organe. Der empfindende Sinn ist notwendig für ihre Gegenwärtigkeit, anders als der gegenständliche. Der Gegenstand entspricht zwar in der Empfindung dem Menschen, ist aber dennoch nicht durch die Empfindung bestimmt. Er steht ihr immer als etwas anderes gegenüber, auch wenn sie sich in ihm [[identifiziert]]. Der Gegenstand ist immer auch natürlich und eher durch Gefühle bestimmt, insgesamt aber ein [[Ganzes]] vieler Eigenschaften, die nicht unbedingt alle sinnlich wahrnehmbar sind (z.B. Radioaktivität oder auch das Sehen eines blinden Menschen). Von daher ist Wahrnehmung auch nicht alleine durch Empfindung bestimmbar.


Das Gegen�bersein ist gegenst�ndliche [[Wirklichkeit]], die in der Empfindung schon bezogen ist, indem sie darin wirkt. Ich empfinde eine [[Sache]] oder einen Menschen oder mich, wie sie oder er auf mich wirkt oder ich auf mich wirke. Und solange diese Wirkung anh�lt, habe ich noch kein [[Gef�hl]] hierzu. Empfindung ist immer wirklich [[gegenst�ndlich]], weil sie immer ein [[wirkliches]] Gegen�ber hat, auch wenn ich das selbst sein kann. Sie unterstellt immer zweierlei [[Gegenw�rtigkeit]] von [[Sinn]].  
Das Gegenübersein ist gegenständliche [[Wirklichkeit]], die in der Empfindung schon bezogen ist, indem sie darin wirkt. Ich empfinde eine [[Sache]] oder einen Menschen oder mich, wie sie oder er auf mich wirkt oder ich auf mich wirke. Und solange diese Wirkung anhält, habe ich noch kein [[Gefühl]] hierzu. Empfindung ist immer wirklich [[gegenständlich]], weil sie immer ein [[wirkliches]] Gegenüber hat, auch wenn ich das selbst sein kann. Sie unterstellt immer zweierlei [[Gegenwärtigkeit]] von [[Sinn]].


Im reinen Gegen�ber ist sie noch �u�erlich und doch schon Inhalt, denn empfinden k�nnen wir nur, was f�r uns [[Sinn]] hat, sinnlich ist und unseren Sinnen entspricht. Alleine schon dadurch, dass unsere [[Wahrnehmung]] hierdurch - also in ihrem Sinn - gebildet ist, ist unsere Empfindung nicht nur unmittelbar, sondern auch das Dasein von einer kulturellen [[Geschichte]], welche von der [[Naturempfindung]] bis in unsere Wirklichkeitserfassung fortentwickelt ist. Wir k�nnen daher immer nur empfinden, was in unserer [[Natur]] steckt (im Unterschied z.B. zu Strahlungen, f�r die wir keine [[Gewissheit]] und also keine Empfindung haben). Aber was wir empfinden, welche T�ne, Farben, Geschm�cker usw. wir gut oder schlecht finden, ist deren nat�rlicher wie auch kultureller Inhalt (siehe [[Kultur]]).
Im reinen Gegenüber ist sie noch äußerlich und doch schon Inhalt, denn empfinden können wir nur, was für uns [[Sinn]] hat, sinnlich ist und unseren Sinnen entspricht. Alleine schon dadurch, dass unsere [[Wahrnehmung]] hierdurch - also in ihrem Sinn - gebildet ist, ist unsere Empfindung nicht nur unmittelbar, sondern auch das Dasein von einer kulturellen [[Geschichte]], welche von der [[Naturempfindung]] bis in unsere Wirklichkeitserfassung fortentwickelt ist. Wir können daher immer nur empfinden, was in unserer [[Natur]] steckt (im Unterschied z.B. zu Strahlungen, für die wir keine [[Gewissheit]] und also keine Empfindung haben). Aber was wir empfinden, welche Töne, Farben, Geschmäcker usw. wir gut oder schlecht finden, ist deren natürlicher wie auch kultureller Inhalt (siehe [[Kultur]]).


Empfindung ist von daher auch das Befindung einer [[Wahrnehmung]], ihr unmittelbarer Sinn im doppelten Sinne des Wortes: Sie hat den Sinn f�r den Menschen, den sie f�r ihren [[Gegenstand]] hat. Ich schmecke, rieche, h�re, sehe, usw., wie sich mein Sinn hiernach und hierzu befindet und gebildet hat. Die sch�nste Blume, das feinste Kristall, kann ich nicht empfinden, wenn ich keinen Sinn hierf�r habe. Das beste Essen, das tollste [[Ereignis]] kann mich kalt lassen, wenn ich in schlechter Gesellschaft bin. Empfindung ist v�llig ohne [[Nutzen]], aber absolut notwendiger Inhalt einer [[Beziehung,]] Unmittelbarkeit meiner Sinne darin und dem, was in ihnen gebildet ist, was sie entwickelt hat und was ihr [[Ged�chtnis]] enth�lt. Empfindung ist eine Befindlichkeit, die in die Lage versetzt, zu befinden.
Empfindung ist von daher auch das Befindung einer [[Wahrnehmung]], ihr unmittelbarer Sinn im doppelten Sinne des Wortes: Sie hat den Sinn für den Menschen, den sie für ihren [[Gegenstand]] hat. Ich schmecke, rieche, höre, sehe, usw., wie sich mein Sinn hiernach und hierzu befindet und gebildet hat. Die schönste Blume, das feinste Kristall, kann ich nicht empfinden, wenn ich keinen Sinn hierfür habe. Das beste Essen, das tollste [[Ereignis]] kann mich kalt lassen, wenn ich in schlechter Gesellschaft bin. Empfindung ist völlig ohne [[Nutzen]], aber absolut notwendiger Inhalt einer [[Beziehung,]] Unmittelbarkeit meiner Sinne darin und dem, was in ihnen gebildet ist, was sie entwickelt hat und was ihr [[Gedächtnis]] enthält. Empfindung ist eine Befindlichkeit, die in die Lage versetzt, zu befinden.


Von daher kann sie auch zu einem [[Urteil]] werden, wie es durch das [[Befinden]] bestimmt ist. Der empfindsame Mensch lebt oft in der Befangenheit seiner Befindlichkeit, wenn er diese als seine Gef�hlsgrundlage nimmt. Darin aufgehoben bewahrt sich Empfindung jenseits ihrer Wirklichkeit als [[Gef�hl]] f�r sich, das sich durch [[Empfindungsurteile]] abschlie�t und sich ihrem Herkommen verschlie�t und dieses zu seinem [[Umstand]] werden l�sst. Von da her sind solche Gef�hle die [[Reaktion]] der Empfindung.
Von daher kann sie auch zu einem [[Urteil]] werden, wie es durch das [[Befinden]] bestimmt ist. Der empfindsame Mensch lebt oft in der Befangenheit seiner Befindlichkeit, wenn er diese als seine Gefühlsgrundlage nimmt. Darin aufgehoben bewahrt sich Empfindung jenseits ihrer Wirklichkeit als [[Gefühl]] für sich, das sich durch [[Empfindungsurteile]] abschließt und sich ihrem Herkommen verschließt und dieses zu seinem [[Umstand]] werden lässt. Von da her sind solche Gefühle die [[Reaktion]] der Empfindung.


Im Unterschied zum [[Gef�hl]] ist Empfindung ohne jede Refexion und enth�lt auch keine [[Erkenntnis]] au�er der unmittelbaren Begegnung, wenn auch darin die Geschichte sinnlicher Begebenheit als [[Ged�chtnis]] der Erfahrung eingeht, aber nicht als Reflexion, sondern dem Inhalt nach. Sie folgt nicht der Einf�hlung in ihren Gegenstand, wei� nichts von Funktion, [[Stoff]] oder [[Sch�nheit]] (siehe [[�sthetik]]). Sie ist der unmittelbare Sinn, den [[Kultur]] als gesellschaftliche Form der [[Naturempfindung]] und des sich in [[Gesellschaft]] Befindens der Menschen �berhaupt hat, gleich, in welche Gef�hle sie sich vermittelt.
Im Unterschied zum [[Gefühl]] ist Empfindung ohne jede Refexion und enthält auch keine [[Erkenntnis]] außer der unmittelbaren Begegnung, wenn auch darin die Geschichte sinnlicher Begebenheit als [[Gedächtnis]] der Erfahrung eingeht, aber nicht als Reflexion, sondern dem Inhalt nach. Sie folgt nicht der Einfühlung in ihren Gegenstand, weiß nichts von Funktion, [[Stoff]] oder [[Schönheit]] (siehe [[Ästhetik]]). Sie ist der unmittelbare Sinn, den [[Kultur]] als gesellschaftliche Form der [[Naturempfindung]] und des sich in [[Gesellschaft]] Befindens der Menschen überhaupt hat, gleich, in welche Gefühle sie sich vermittelt.


Jede Empfindung ist also eine Beziehung zu ihrem [[Gegenstand]], die dem Akt des Empfindens auch vorausgesetzt ist und sich darin ereignet und erinnert. Wir k�nnen qualitativ nur empfinden, was mit uns zu tun hat, wie es da ist (siehe [[Dasein]]), nicht, warum es da ist oder wie es geworden ist. Wir finden in der Empfindung etwas, das wir darin zugleich befinden als etwas, das wir dem Sinn nach oder von Natur aus durchaus kennen, das aber darin oder [[qualitativ]] uns erst in seiner Gegenw�rtigkeit gewiss wird. Empfindung ist die Form der Erkenntnis eines Unbekannten, das wir dem Sinn nach kennen, die Beziehung auf einen Gegenstand, eine Sache oder einen Menschen, der in unsere Wahrnehmung geraten ist, weil darin Sinn von dem ist, was uns sinnlich ausmacht, was also auch gewahr f�r uns ist, Moment unserer [[Wahrheit]]. Wessen ich nicht gewahr werde, das empfinde ich nicht. Und was keine Wahrheit f�r mich hat, das nehme ich auch nicht wahr (vergleiche hierzu z.B. die Empfindung f�r Gott, das Finden von Gott in sich). Empfindung setzt eine Welt als Gegenst�ndlichkeit von und f�r Menschen voraus, die in ihr so ist, wie sie f�r den Menschen ist, wie sie von ihm in [[Wahrheit]] genommen, [[wahrgenommen]] wird, weil er darin seine Lebens�u�erung erkennt. Von daher kann es keine richtige oder falsche Empfindung, keine wahre oder unwahre geben (vergl. [[Kritik]] an [[Adorno]]). Empfindung ist elementar, auch wenn sie gest�rt werden kann bis hin zu ihrer Aufl�sung, zerst�rt durch [[Gef�hle]] oder [[Gedanken]], bedr�ngt oder [[verr�ckt]] durch ihr [[Ged�chtnis]]. Mehr noch: Empfindung kann selbst einer fremden [[Identit�t]] gehorchen (siehe hierzu [[H�rigkeit]]), beherrscht werden von den [[Absichten]] der [[Seele]], welche der [[Selbstverwirklichung]] sinnesm�chtiger Pers�nlichkeiten unterworfen sind (siehe hierzu [[Irrsinn]]).
Jede Empfindung ist also eine Beziehung zu ihrem [[Gegenstand]], die dem Akt des Empfindens auch vorausgesetzt ist und sich darin ereignet und erinnert. Wir können qualitativ nur empfinden, was mit uns zu tun hat, wie es da ist (siehe [[Dasein]]), nicht, warum es da ist oder wie es geworden ist. Wir finden in der Empfindung etwas, das wir darin zugleich befinden als etwas, das wir dem Sinn nach oder von Natur aus durchaus kennen, das aber darin oder [[qualitativ]] uns erst in seiner Gegenwärtigkeit gewiss wird. Empfindung ist die Form der Erkenntnis eines Unbekannten, das wir dem Sinn nach kennen, die Beziehung auf einen Gegenstand, eine Sache oder einen Menschen, der in unsere Wahrnehmung geraten ist, weil darin Sinn von dem ist, was uns sinnlich ausmacht, was also auch gewahr für uns ist, Moment unserer [[Wahrheit]]. Wessen ich nicht gewahr werde, das empfinde ich nicht. Und was keine Wahrheit für mich hat, das nehme ich auch nicht wahr (vergleiche hierzu z.B. die Empfindung für Gott, das Finden von Gott in sich). Empfindung setzt eine Welt als Gegenständlichkeit von und für Menschen voraus, die in ihr so ist, wie sie für den Menschen ist, wie sie von ihm in [[Wahrheit]] genommen, [[wahrgenommen]] wird, weil er darin seine Lebensäußerung erkennt. Von daher kann es keine richtige oder falsche Empfindung, keine wahre oder unwahre geben (vergl. [[Kritik]] an [[Adorno]]). Empfindung ist elementar, auch wenn sie gestört werden kann bis hin zu ihrer Auflösung, zerstört durch [[Gefühle]] oder [[Gedanken]], bedrängt oder [[verrückt]] durch ihr [[Gedächtnis]]. Mehr noch: Empfindung kann selbst einer fremden [[Identität]] gehorchen (siehe hierzu [[Hörigkeit]]), beherrscht werden von den [[Absichten]] der [[Seele]], welche der [[Selbstverwirklichung]] sinnesmächtiger Persönlichkeiten unterworfen sind (siehe hierzu [[Irrsinn]]).


Wir finden das, was wir empfinden, so, wie wir es vorfinden und jeder Mensch empfindet dies anders, sogar im Zeitablauf verschieden (z.B. ist es uns morgens eher k�hl als abends, weil sich unsere Physis im Tageslauf und je nach T�tigkeit �ndert). Befinden und Empfinden sind ein Begriffspaar, das aufzeigt, dass das Befinden als [[Urteil]] identisch ist mit dem Befinden eines Menschen bei der Wahrnehmung eines Gegenstands (insofern ist dieses Urteil auch die Grundlage unseres Gef�hls hierf�r, das [[�sthetische Urteil]]).
Wir finden das, was wir empfinden, so, wie wir es vorfinden und jeder Mensch empfindet dies anders, sogar im Zeitablauf verschieden (z.B. ist es uns morgens eher kühl als abends, weil sich unsere Physis im Tageslauf und je nach Tätigkeit ändert). Befinden und Empfinden sind ein Begriffspaar, das aufzeigt, dass das Befinden als [[Urteil]] identisch ist mit dem Befinden eines Menschen bei der Wahrnehmung eines Gegenstands (insofern ist dieses Urteil auch die Grundlage unseres Gefühls hierfür, das [[ästhetische Urteil]]).


Die Empfindung ist im Befinden ein abgeschlossener [[Zustand]] dessen, worin wir uns befinden, was wir darin suchen und finden. Als abgeschlossener Zustand des Findens best�tigt sich der Begriff Empfindung tats�chlich auch ethymologisch (empfinden = entfinden = zu Ende finden). Dies besagt, dass eine Suche unterstellt ist, eine [[Beziehung]] zum Gegenstand der Empfindung, eine Identit�t, die in der Empfindung lebt, weil sie auch au�er ihr ist, ihr vorausgesetzt wie folgend ist, also gegenw�rtig und [[geschichtlich]] zugleich als das, was in der Empfindung f�r den Menschen auch von ihm existiert, sinnliche Gegenwart wie Vergangenheit in einem. Als dieses ist Empfindung Voraussetzung und Inhalt der Wahrnehmung, wie auch f�r das Gef�hl, welches sich im Menschen ereignet und so zum [[Ereignis]] seiner empfundenen Beziehung wird.
Die Empfindung ist im Befinden ein abgeschlossener [[Zustand]] dessen, worin wir uns befinden, was wir darin suchen und finden. Als abgeschlossener Zustand des Findens bestätigt sich der Begriff Empfindung tatsächlich auch ethymologisch (empfinden = entfinden = zu Ende finden). Dies besagt, dass eine Suche unterstellt ist, eine [[Beziehung]] zum Gegenstand der Empfindung, eine Identität, die in der Empfindung lebt, weil sie auch außer ihr ist, ihr vorausgesetzt wie folgend ist, also gegenwärtig und [[geschichtlich]] zugleich als das, was in der Empfindung für den Menschen auch von ihm existiert, sinnliche Gegenwart wie Vergangenheit in einem. Als dieses ist Empfindung Voraussetzung und Inhalt der Wahrnehmung, wie auch für das Gefühl, welches sich im Menschen ereignet und so zum [[Ereignis]] seiner empfundenen Beziehung wird.


So unmittelbar wahr wie dies scheint, w�re kein Gedanke hieran zu vergeuden und alle Theorie �ber Empfindung nur blo�e [[Sophisterei]], h�tten wir nicht selbst Probleme mit dem Empfinden, w�ren wir nicht durch sie auch bedr�ngt, w�re sie nicht f�r uns selbst eine Frage nach dem, was daran �berhaupt [[wahr]] ist, wenn sie nicht unwahr sein kann, was uns darin [[get�uscht]] sein l�sst, was [[Mystifikationen]] transportiert oder [[Fetische]] erzeugt oder sie in fremde Gef�hle und [[Scheinwelten]] geborgen sein l�sst (siehe auch [[Kitsch]]). Was haben wir in der Empfindung selbst schon wahr, wenn wir durch sie unsere Welt wahrnehmen? Was l��t dieselbe Wahrnehmung andere Empfindung sein? Was kann einfache Wahrnehmung sein und doch unser [[Leben]] bis zum [[Tod]] bestimmen (z.B. Platzangst, Verfolgungswahn). Wiewohl eine Empfindung nicht unwahr sein kann, ist es in unserer Gesellschaft doch ein Problem, darin wahr zu bleiben, d. h. in einer Identit�t von [[Wahrnehmen]] und [[Wahrhaben]] zu leben.
So unmittelbar wahr wie dies scheint, wäre kein Gedanke hieran zu vergeuden und alle Theorie über Empfindung nur bloße [[Sophisterei]], hätten wir nicht selbst Probleme mit dem Empfinden, wären wir nicht durch sie auch bedrängt, wäre sie nicht für uns selbst eine Frage nach dem, was daran überhaupt [[wahr]] ist, wenn sie nicht unwahr sein kann, was uns darin [[getäuscht]] sein lässt, was [[Mystifikationen]] transportiert oder [[Fetische]] erzeugt oder sie in fremde Gefühle und [[Scheinwelten]] geborgen sein lässt (siehe auch [[Kitsch]]). Was haben wir in der Empfindung selbst schon wahr, wenn wir durch sie unsere Welt wahrnehmen? Was läßt dieselbe Wahrnehmung andere Empfindung sein? Was kann einfache Wahrnehmung sein und doch unser [[Leben]] bis zum [[Tod]] bestimmen (z.B. Platzangst, Verfolgungswahn). Wiewohl eine Empfindung nicht unwahr sein kann, ist es in unserer Gesellschaft doch ein Problem, darin wahr zu bleiben, d. h. in einer Identität von [[Wahrnehmen]] und [[Wahrhaben]] zu leben.


Empfindung findet, was sie kennt, ohne es zuvor wahrgenommen zu haben. Von da her zeigt sie sich als Form der [[Erkenntnis]]. Wir empfinden Bekanntes und Fremdes, sofern unsere Wahrnehmung hierf�r frei, also nicht selbst in der [[Form bestimmt]] ist. Der Unterschied von Eigenem und Fremden ist selbst das treibende [[Ereignis]] der Empfindung, ihre Neugier. Fremdes ist nur durch Eigenes auch wirklich fremd und somit Wirklichkeit, die mir zu eigen werden kann, wenn ich meine Beziehung hierzu entdecke, mein [[T�tigsein]] und [[Leiden]] hierin. Erst wo diese Beziehung nicht entstehen kann, wo also Fremdheit (siehe [[Fremdarbeit]]) allgemein ist, wird Wahrnehmung zu einer eigenen Allgemeinheit kommen, zu Empfindungen und [[Gef�hlen]], die uns zu eigen werden, weil und sofern sie keine Fremdheit kennen, und wir darin unsere Gef�hle als Verh�ltnis zu uns selbst aufheben (siehe [[Selbstgef�hle]]).
Empfindung findet, was sie kennt, ohne es zuvor wahrgenommen zu haben. Von da her zeigt sie sich als Form der [[Erkenntnis]]. Wir empfinden Bekanntes und Fremdes, sofern unsere Wahrnehmung hierfür frei, also nicht selbst in der [[Form bestimmt]] ist. Der Unterschied von Eigenem und Fremden ist selbst das treibende [[Ereignis]] der Empfindung, ihre Neugier. Fremdes ist nur durch Eigenes auch wirklich fremd und somit Wirklichkeit, die mir zu eigen werden kann, wenn ich meine Beziehung hierzu entdecke, mein [[Tätigsein]] und [[Leiden]] hierin. Erst wo diese Beziehung nicht entstehen kann, wo also Fremdheit (siehe [[Fremdarbeit]]) allgemein ist, wird Wahrnehmung zu einer eigenen Allgemeinheit kommen, zu Empfindungen und [[Gefühlen]], die uns zu eigen werden, weil und sofern sie keine Fremdheit kennen, und wir darin unsere Gefühle als Verhältnis zu uns selbst aufheben (siehe [[Selbstgefühle]]).


Nat�rlich gibt es auch Gegenst�nde der Fantasie, die wir nicht empfinden k�nnen, vielleicht aber f�hlen (siehe [[Gef�hl]], [[Regung]]). Aber hierin selbst regt sich keine [[Entfremdung]]; es ist ein Spiel mit dem, was wir kennen, das beiher spielen des [[Ged�chtnisses]], Beispiele der Erkenntnis (siehe auch [[Traum]]). Wir k�nnen aber nichts empfinden, was wir nicht in irgendeiner Art wirklich kennen, und sei es auch nur im Unterschied unseres Daseins, in der Unterscheidung von Seinsweisen unserer Wahrnehmung, den Zust�nden unserer Sinne. Gef�hle, die uns selbst besch�ftigen oder mit denen wir uns mit uns selbst besch�ftigen, entstehen erst vollst�ndig, wo uns eine Welt vollst�ndig fremd ist. Diese allerdings ist zugleich jenseits der Empfindung, etwas, was wir in Gef�hlen versp�ren, aber nirgends finden, nicht be[[wahrheit]]en k�nnen, etwas Ungewisses, das nur dadurch ungewiss sein kann, dass es eine fremde [[Gewissheit]] enth�lt (siehe [[Unheimliches]]). Diese Beziehung der Empfindung setzt voraus, das sie formbestimmt und aus ihrer Form ihr Inhalt in doppeltem Sinn zu erschlie�en ist.
Natürlich gibt es auch Gegenstände der Fantasie, die wir nicht empfinden können, vielleicht aber fühlen (siehe [[Gefühl]], [[Regung]]). Aber hierin selbst regt sich keine [[Entfremdung]]; es ist ein Spiel mit dem, was wir kennen, das beiher spielen des [[Gedächtnisses]], Beispiele der Erkenntnis (siehe auch [[Traum]]). Wir können aber nichts empfinden, was wir nicht in irgendeiner Art wirklich kennen, und sei es auch nur im Unterschied unseres Daseins, in der Unterscheidung von Seinsweisen unserer Wahrnehmung, den Zuständen unserer Sinne. Gefühle, die uns selbst beschäftigen oder mit denen wir uns mit uns selbst beschäftigen, entstehen erst vollständig, wo uns eine Welt vollständig fremd ist. Diese allerdings ist zugleich jenseits der Empfindung, etwas, was wir in Gefühlen verspüren, aber nirgends finden, nicht be[[wahrheit]]en können, etwas Ungewisses, das nur dadurch ungewiss sein kann, dass es eine fremde [[Gewissheit]] enthält (siehe [[Unheimliches]]). Diese Beziehung der Empfindung setzt voraus, das sie formbestimmt und aus ihrer Form ihr Inhalt in doppeltem Sinn zu erschließen ist.


Als Inhalt der Wahrnehmung macht Empfindung im Menschen wahr, was auch au�er ihm wahr ist und ist somit die Grundlage der [[Erkenntnis]], ihre einfache [[Wahrheit]]. Sie enth�lt immer eine sinnliche Beziehung zu einem Gegenstand und ist somit auch seine [[Gewissheit]] f�r den Menschen, Sinn seiner [[Erkenntnis]] in der Bewahrheitung ihrer [[Identit�t]] von Sache und Mensch.
Als Inhalt der Wahrnehmung macht Empfindung im Menschen wahr, was auch außer ihm wahr ist und ist somit die Grundlage der [[Erkenntnis]], ihre einfache [[Wahrheit]]. Sie enthält immer eine sinnliche Beziehung zu einem Gegenstand und ist somit auch seine [[Gewissheit]] für den Menschen, Sinn seiner [[Erkenntnis]] in der Bewahrheitung ihrer [[Identität]] von Sache und Mensch.


Objektiv ist die Empfindung [[Leiden]] wie auch [[T�tigkeit]] der Wahrnehmung, das Nehmen eines [[Gegenstands]] als eigene [[Wahrheit]]. In der Wahrnehmung nimmt die Erkenntnist�tigkeit ihren Ausgang und bleibt solange [[zweifels]]frei (wahr), wie sie diesen als [[Ganzes]] - also ungeteilt - erfassen, beschreiben und behandeln kann.
Objektiv ist die Empfindung [[Leiden]] wie auch [[Tätigkeit]] der Wahrnehmung, das Nehmen eines [[Gegenstands]] als eigene [[Wahrheit]]. In der Wahrnehmung nimmt die Erkenntnistätigkeit ihren Ausgang und bleibt solange [[zweifels]]frei (wahr), wie sie diesen als [[Ganzes]] - also ungeteilt - erfassen, beschreiben und behandeln kann.


Bezieht sich die Empfindung nicht auf Gegenst�nde sondern ist sie Moment einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], so ist ihr Gegenstand selbst unmittelbar subjektiv, also ein Mensch (oder viele Menschen), der nicht unbedingt ist, als was er wahrgenommen wird. Seine Seinsweise als Mensch ist zugleich das [[Dasein]] eines [[Lebens]], welches der Empfindung nicht entspricht, welches aber dem Gef�hl von diesem Leben zukommt. Hierdurch stellt sich das [[Gef�hl]] in einen Unterschied zur Empfindung. Es hat wahr, was nicht unbedingt wahrnehmbar ist, was sogar gegen die Wahrnehmung selbst stehen kann, weil es von Leben k�ndet, auch wenn es nicht erkennbar ist.
Bezieht sich die Empfindung nicht auf Gegenstände sondern ist sie Moment einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], so ist ihr Gegenstand selbst unmittelbar subjektiv, also ein Mensch (oder viele Menschen), der nicht unbedingt ist, als was er wahrgenommen wird. Seine Seinsweise als Mensch ist zugleich das [[Dasein]] eines [[Lebens]], welches der Empfindung nicht entspricht, welches aber dem Gefühl von diesem Leben zukommt. Hierdurch stellt sich das [[Gefühl]] in einen Unterschied zur Empfindung. Es hat wahr, was nicht unbedingt wahrnehmbar ist, was sogar gegen die Wahrnehmung selbst stehen kann, weil es von Leben kündet, auch wenn es nicht erkennbar ist.


Das Gef�hl wird so zum Tr�ger eines Verh�ltnisses von Menschen, die sich nicht �ber ihre Gegenst�nde aufeinader beziehen, sondern sich selbst unmittelbar gegenst�ndlich wie auch [[Mittel]] f�reinander sind, ihr Leben f�reinander �u�ern, vermitteln und haben und daher wahrhaben, was es f�r sie mit anderen ist (siehe [[Zwischenmenschlichkeit]]). Die Beziehung, die Menschen in gegenstandslosen [[Lebensr�umen]] miteinander haben, sind reine Gef�hlsbeziehungen, in denen sie sich empfinden, wie sie f�r ihre Gef�hle sind. Diese Verh�ltnisse sind die Grundlagen der [[b�rgerlichen Kultur]], die nur in dieser Selbst�ndigkeit bestehen kann. Urspr�nglich entwickelte sich diese in den Gesellschaftsschichten, die durch ihren [[Besitz]] sich autonom erscheinen konnten, weil dieser ein kleinerer oder gr��erer Geldbesitz war. Inzwischen gibt es ganze [[Gesellschaften]], die auf den Verh�ltnissen des [[Geldbesitzes]] gr�nden (siehe [[Dienstleistungsgesellschaft]]). Dies bestimmt Empfindung selbst, den Sinn der Wahrnehmung, zur abgetrennten Leidensform der Erkenntnis.
Das Gefühl wird so zum Träger eines Verhältnisses von Menschen, die sich nicht über ihre Gegenstände aufeinader beziehen, sondern sich selbst unmittelbar gegenständlich wie auch [[Mittel]] füreinander sind, ihr Leben füreinander äußern, vermitteln und haben und daher wahrhaben, was es für sie mit anderen ist (siehe [[Zwischenmenschlichkeit]]). Die Beziehung, die Menschen in gegenstandslosen [[Lebensräumen]] miteinander haben, sind reine Gefühlsbeziehungen, in denen sie sich empfinden, wie sie für ihre Gefühle sind. Diese Verhältnisse sind die Grundlagen der [[bürgerlichen Kultur]], die nur in dieser Selbständigkeit bestehen kann. Ursprünglich entwickelte sich diese in den Gesellschaftsschichten, die durch ihren [[Besitz]] sich autonom erscheinen konnten, weil dieser ein kleinerer oder größerer Geldbesitz war. Inzwischen gibt es ganze [[Gesellschaften]], die auf den Verhältnissen des [[Geldbesitzes]] gründen (siehe [[Dienstleistungsgesellschaft]]). Dies bestimmt Empfindung selbst, den Sinn der Wahrnehmung, zur abgetrennten Leidensform der Erkenntnis.


Dies bestimmt auch den allgemeinen Gebrauch dieses Begriffs. W�rde man ihm Glauben schenken, so w�re Empfindung eine einfache [[Wahrnehmung]] von Gegenst�nden (Sachen wie Menschen), die als Bilder, T�ne, Ger�che, Geschmack, Ber�hrung, allgemein also als [[Reize]] auf die sensorischen Sinne treffen und unsere "f�nf Sinne� bewegen ([[Kognition]]). In dieser Beziehung ist Empfindung ganz passiv, einseitig und naturhaft verstanden: Ist der Ofen zu hei� f�r einen Organismus, so empfindet ein Mensch - wie auch ein Tier - Schmerz. Entspricht er der Hauttemperatur, so empfindet er nichts dergleichen. Empfindung, so ganz objektiv und nat�rlich verstanden, nimmt Unterschiede wahr, die Menschen wie alle Organismen zwischen sich und der Welt haben (dies ist das einzige Moment des Begriffs, was die [[Skinner]]sche Theorie des [[Lernens]] aufgefasst hatte und was ihre psychologische Forschung zur Tierforschung machte). In dieser naturhaft fixierten Beziehung gibt es gute oder schlechte Empfindungen nur im Ma�stab der Quantit�ten, worin physische Schwellen der Wahrnehmung festgestellt und daher auch nur zum Ma� der Stimulation werden. Schlecht sind dann Empfindungen, welche die Beanspruchbarkeit ("Absorbtionsf�higkeit") des entsprechenden Organs �berschreiten, ertr�gliche Empfindungen, wo sie noch ertragen werden k�nnen und gew�hnliche Empfindungen, die nur auffallen, wenn ungew�hnliche waren, die also im Wechsel der Empfindungen wahrgenommen werden und voll und ganz dem Gef�hl entsprechen, in welchem Gegenst�nde f�r den wahrnehmenden Menschen sind. Derlei Theorie kann nur ein Interesse verfolgen: die Belastbarkeit und [[Nutzbarkeit]] und Manipulierbarkeit von Menschen auszumessen und ihm die Gegenst�nde seiner Empfindung unerkennbar, wenn vielleicht manchmal auch durch [[Gew�hnung]] ("Erh�hung der Adaptionstoleranz") ertr�glicher werden zu lassen (z.B. Angsttherapie).
Dies bestimmt auch den allgemeinen Gebrauch dieses Begriffs. Würde man ihm Glauben schenken, so wäre Empfindung eine einfache [[Wahrnehmung]] von Gegenständen (Sachen wie Menschen), die als Bilder, Töne, Gerüche, Geschmack, Berührung, allgemein also als [[Reize]] auf die sensorischen Sinne treffen und unsere "fünf Sinne“ bewegen ([[Kognition]]). In dieser Beziehung ist Empfindung ganz passiv, einseitig und naturhaft verstanden: Ist der Ofen zu heiß für einen Organismus, so empfindet ein Mensch - wie auch ein Tier - Schmerz. Entspricht er der Hauttemperatur, so empfindet er nichts dergleichen. Empfindung, so ganz objektiv und natürlich verstanden, nimmt Unterschiede wahr, die Menschen wie alle Organismen zwischen sich und der Welt haben (dies ist das einzige Moment des Begriffs, was die [[Skinner]]sche Theorie des [[Lernens]] aufgefasst hatte und was ihre psychologische Forschung zur Tierforschung machte). In dieser naturhaft fixierten Beziehung gibt es gute oder schlechte Empfindungen nur im Maßstab der Quantitäten, worin physische Schwellen der Wahrnehmung festgestellt und daher auch nur zum Maß der Stimulation werden. Schlecht sind dann Empfindungen, welche die Beanspruchbarkeit ("Absorbtionsfähigkeit") des entsprechenden Organs überschreiten, erträgliche Empfindungen, wo sie noch ertragen werden können und gewöhnliche Empfindungen, die nur auffallen, wenn ungewöhnliche waren, die also im Wechsel der Empfindungen wahrgenommen werden und voll und ganz dem Gefühl entsprechen, in welchem Gegenstände für den wahrnehmenden Menschen sind. Derlei Theorie kann nur ein Interesse verfolgen: die Belastbarkeit und [[Nutzbarkeit]] und Manipulierbarkeit von Menschen auszumessen und ihm die Gegenstände seiner Empfindung unerkennbar, wenn vielleicht manchmal auch durch [[Gewöhnung]] ("Erhöhung der Adaptionstoleranz") erträglicher werden zu lassen (z.B. Angsttherapie).

Version vom 2. November 2025, 17:35 Uhr

"Wenn die Empfindungen, Leidenschaften etc. des Menschen nicht nur anthropologische Bestimmungen im [engeren] Sinn, sondern wahrhaft ontologische Wesens-(Natur-)bejahungen sind – und wenn sie nur dadurch wirklich sich bejahen, daß ihr Gegenstand sinnlich für sie ist, so versteht sich, 1. daß die Weise ihrer Bejahung durchaus nicht eine und dieselbe ist, sondern vielmehr die unterschiedne Weise der Bejahung die Eigentümlichkeit ihres Daseins, ihres Lebens bildet; die Weise, wie der Gegenstand für sie, ist die eigentümliche Weise ihres Genusses; 2. da, wo die sinnliche Bejahung unmittelbares Aufheben des Gegenstandes in seiner selbständigen Form ist (Essen, Trinken, Bearbeiten des Gegenstandes etc.), ist dies die Bejahung des Gegenstandes; 3. insofern der Mensch menschlich, also auch seine Empfindung etc. menschlich ist, ist die Bejahung des Gegenstandes durch einen andren, ebenfalls sein eigner Genuß; 4. erst durch die entwickelte Industrie, i.e. durch die Vermittlung des Privateigentums, wird des ontologische Wesen der menschlichen Leidenschaft sowohl in seiner Totalität als in seiner Menschlichkeit; die Wissenschaft vom Menschen ist also selbst ein Produkt der praktischen Selbstbetätigung des Menschen; 5. der Sinn des Privateigentums – losgelöst von seiner Entfremdung – ist das Dasein der wesentlichen Gegenstände für den Menschen, sowohl als Gegenstand des Genusses wie der Tätigkeit.“ (MEW 40, S. 562f).

Empfindung ist die Intelligenz der Natur (siehe auch Naturempfindung) als Natur ihrer Intelligenz, als die Fähigkeit, Gegebenes durch eigene Wahrnehmung aufzufassen und anzueignen und es auch als etwas Eigenes für sich wahr zu machen, so wie es für das wahrnehmende Subjekt auch schon vor aller Erfahrung wahr ist, weil es seinen Gegenstand auch von Natur aus kennt, bevor es ihn durch seine Erkenntnisse auch aneignen, für sich wirklich finden, seine Empfindung verwirklichen kann.

"So nimmt ein Kind der Mutter Brust nicht gleich im Anfang willig an; doch bald ernährt es sich mit Lust." (Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Studierzimmer)

Empfindung entsteht schon mit der Fähigkeit, Inneres und Äußeres zu unterscheiden und sich mit eigenem Zweck hierauf zu beziehen, um sich mit der Befriedigung der hierauf bezogenen Bedürfnisse fortzubilden. Jede Empfindung verkörpert das Finden von dem, was sie außer sich für sich wahrhat, was also eine Wahrheit zwischen einem empfindenden Wesen und seinem Gegenstand, was schon vor aller Erfahrung von Natur aus wahr ist, was dem empfindenden Individuum subjektiv und objektiv organisch ebenso vorausgesetzt ist wie es auch von ihm fortgebildet wird, wie es also für sich gegenständlich als Gefühl für ein natürliches Wesen zu entwickeln ist, durch das sich auch die Fähigkeiten eines jeden Subjekts bilden und fortbilden kann (siehe auch Arbeit).

Empfindung nimmt die Eigenschaften eines körperlichen Gegenstands wahr, ist die stoffliche Wahrnehmung der Sinne, - nicht einfach ihre Kognition, sondern auch ihre sinnliche Gewissheit, ihre unmittelbare Wahrheit, die hierbei "gefunden" und aufgenommen und zu einem Befund der Wahrnehmung wird. Finden ist die einfache Beziehung auf einen Gegenstand, seine Kenntnisnahme und Anerkennung, Voraussetzung seiner Erkenntnis. Eine Empfindung ist das abgeschlossene Finden, das "zu Ende gefunden haben" (sprachlich ist "emp-finden" eine Wendung der germanischen Bedeutung von "ent-finden"), die Wirkung einer Kenntnis von etwas, das schon vor jeder Empfindung als etwas Eigenes bekannt ist, das man schon kennt, bevor es wirklich da ist. Sie ist eine Ent-Deckung, die unmittelbare Beziehung einer Identifizierung der Gegenstände des Lebens, ihre Bezeugung, wie sie erzeugt und wahrnehmbar sind, ganz gleich in welcher Form sie sich befinden, so objektiv wie subjektiv sind. In der Empfindung werden sich stoffliche wie geistige Beziehungen gewahr, ihres Gegenstands sinnlich gewiss, denn darin finden Menschen was ihre Verhältnisse substanziell ausmacht, was ihnen vorausgesetzt und zugleich ihnen zufolge wahr ist, was sie in ihrer Wahrnehmung für sich, und durch sich und zugleich gegenständlich wahrhaben, weil es zugleich ihre Außenseite ist, ihre Äußerungen betrifft, die objektive Form derselbsen Substanz, die sie auch durch sich und fürs sich haben, was sie also objektiv wie subjektiv sind.

“Daß der Mensch ein leibliches, naturkräftiges, lebendiges, wirkliches, sinnliches, gegenständliches Wesen ist, heißt, daß er wirkliche, sinnliche Gegenstände zum Gegenstand seines Wesens, seiner Lebensäußerung hat oder daß er nur an wirklichen, sinnlichen Gegenständen sein Leben äußern kann. Gegenständlich, natürlich, sinnlich sein und sowohl Gegenstand, Natur, Sinn außer sich haben, oder selbst Gegenstand, Natur, Sinn für ein Drittes sein, ist identisch. Der Hunger ist ein natürliches Bedürfnis; er bedarf also einer Natur außer sich, eines Gegenstandes außer sich, um sich zu befriedigen, um sich zu stillen. Der Hunger ist das gestandene Bedürfnis meines Leibs nach einem außer ihm seienden, zu seiner Integrierung und Wesensäußerung unentbehrlichen Gegenstandes.“ (MEW 40, S. 578).

Nicht nur stofflich, sondern auch geistig wird ein Gegenstand empfunden, eben so wie Stoffe durch ihre natürliche Intelligenz auch begeistert sein können (siehe hierzu auch das Leib-Seele-Problem). Nicht alles, was es gibt, kann von Menschen wahrgenommen werden. Empfindung ist nur möglich, wo die sensorischen Organe die ihnen entsprechende objektive Wahrheit finden können, wo sie also in der Lage sind, Gegenständen ihrer Wahrnehmung gewahr zu werden, sie für wahr zu nehmen. Jede Empfindung ist die Beziehung eines Subjekts auf ein Objekt, eines Subjekts also, welches die Eigenschaften seines Objekts als Form für sich erkennen kann, mit ihm eine Identität in ihrer sinnlichen Form hat und worin sie in ihrem Dasein aus ihrem Sein heraus "gefunden" wird. In seiner idealistischen Manier formuliert Hegel ein ähnliches Verhältnis als "seelisches Erwachen". Darin begegnet die Idee ihrem Sein, die "wache Seele" ihrer Inhaltbestimmtheit:

"In dem Fürsichsein der wachen Seele ist das Sein als ideelles Moment enthalten; sie findet so die Inhaltsbestimmtheiten ihrer schlafenden Natur, welche als in ihrer Substanz an sich in derselben sind, in sich selbst, und zwar für sich. Als Bestimmtheit ist dies Besondere von der Identität des Fürsichseins mit sich unterschieden und zugleich in dessen Einfachheit einfach enthalten, - Empfindung." (Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 399)

Auf den Empfinungen gründen ihre Gefühle für sich und für ihre Sachen und zu Menschen überhaupt so, wie sie erfahren werden, wie einzeln oder allgemein sie beisammen, als menschliche Kultur da sind. In menschlichen Beziehungen haben sich Menschen vor allem im anderen Menschen zum Gegenstand, erkennen sich in ihm subjektiv wie objektiv beziehen sich in dieser Form gegenständlich auf sich als Mensch und auf ihre Sache als ihr Erzeugnis, als Zeugnis ihres Zusammenwirkens und somit immer gesellschaftlich. Von daher und hierdurch ist Wahrnehmung die Elementarform ihrer Kultur.

Was Menschen durch ihre Sinnesorgane empfinden ist das, was sie von sich, von ihrer Natur, Kultur, Gesellschaft, Dingen, Menschen usw., also von ihrem Leben durch ihren Gegenstand für sich finden, was sie in ihrem Dasein von ihrem Sein wahrhabenund von diesem in sich fühlen. Weil ihre Wahrnehmung auch ihren körperlichen Eigenschaften entspricht, was ihnen in ihrem Sein sowohl vorausgesetzt als auch durch sie in den Sinn kommt, ist durch den empfindenden Menschen mit seinen Organen in der Welt seiner Kulturen da und diese sind durch sein Tun und Lassen zugleich ihm zu Folge. Es ist das, was die Menschen durch ihr Sehen, Riechen, Hören, Tasten und Schmecken sind, was sie geschaffen haben und auch als Gegenstand ihres Lebens wahrnehmen können, weil und soweit es ihrer Natur entspricht. Dieses Verhältnis ihrer Wahrnehmung ist das Dasein ihrer natürlichen Intelligenz und somit auch die Elementarform ihrer Wahrheit, ihrer sinnlichen Gewissheit, in der sie sich von ihren Gegenständen sowohl unterschieden wie auch einig, sich in eins mit ihnen und ihrer Welt fühlen können.

Wo keine wirklichen Gegenstände als Produkte menschlicher Lebensäußerung sinnlich gewiss sind, gibt es auch keine unzweifelhaften Wahrnehmungen. Diese sind gespalten. Nicht Erkenntnis aus der Kenntnis ihrer Erzeugung bildet sich darin fort. Es ist ihr bloßesDasein das ihr Sein bestimmt. Das Erleben ihrer Wirklichkeit macht die Inhalte ihrer isolierten, ihrer aparten Wahrheiot . Deren Empfindung ist dann allerdings bloßes Gefühl von Leben, ganz gleich, welchen Sinn es haben mag. Und sich im Gefühl findet und ereignet ist nicht das, was die Empfindung der zwischenmenschlichen Ereignisse ausmacht, in denen sie entsteht. Im Gefühl gestaltet zwar die Empfindung ihre Erinnerung, verliert sich aber auch darin, soweit und sofern das Gefühl nicht auf das Ereignis zurückkommen kann, das es erinnert. Es erfährt seinen Sinn aus dessen Erleben und reflektiert dies in sich, muss aber zugleich von seiner Sinnesform abstrahieren, um als Gefühl auch für sich zu bestehen, bestehen zu bleiben.

Sinnlich kann die Wahrnehmung immer nur das sein, was sie für sich findet, was ihre Empfindung ist. Doch die Empfindung vergeht schon im nächsten Moment der Wahrnehmung, weil sie unmittelbar ist, eben nur das finden kann, was ihr außer sich schon vorausgesetzt ist. Sie setzt also voraus, dass sie das schon durch ihre Natur kennt, was ihre Wahrheit ist. Aber als Gefühl ist sie ihrem Inhalt nach ein Gedanke von dem, was die Empfindung für sie ist, was sie wahrhat. Was sich im Gefühl bildet, was als Bild ihrer Empfindung bedacht und gedacht ist, kann für die Wahrnehmung im Ganzen wahr oder unwahr sein, kann ineinader gehen oder aus sich heraus zerfallen, sich widersprechen oder sogar gänzlich außer sich sein. Die Wahrnehmung ist darin in einer anderen Form, in einer Erinnerung an ihre Empfindungen. Im Gefühl ist die Empfindung innerlich in der Form, in der sie außer sich war. Und außer sich ist sie ein bloßes Erlebnis. Dieses ist in den Ereignissen verbunden, welche sich im Erleben verinnerlicht haben. Es ist daher die Elementarform der Wahrnehmung, über die nachzudenken ist und die selbst auch eine Form der Gedankenwelt, also des Denkens ist.

In ihren Gefühlen entwickeln sich ihre Empfindungen zu den Fähigkeiten, die es den Menschen ermöglichen, neue Eigenschaften ihrer Gegenstände zu entdecken, zu erfinden, zu erzeugen und zu genießen. Im Gefühl entwickelt sich, was Menschen aus ihren Empfindungen machen und in ihren Lebensverhältnissen, in ihrem Umgang als ihre Kultur wahrnehmen, wahrhaben und wahrmachen und als Geschichte ihrer Naturmacht fortbilden.

In Gemeinschaften, in denen Geldbesitz - Geld als Zahlungsmittel - das wesentliches gesellschaftliches Verhältnis der Menschen ist, da ist ihre sachliche Beziehung allgemein gleichgeltend, gleichgültig gegen ihre Entstehung, gegen die Geschichte ihres Werdens, ihr gewordenes Sein. Darin sind ihre Gefühle auf das Fürsichsein ihrer Empfindungen beschränkt und von daher in ihrer Kultur isoliert und also selbständig für sich und durch sich (siehe auch Ästhetik). So wird hier auch die Sinnbildung der Menschen durch ihre verselbständigte Kultur in der Getrenntheit von ihrem gesellschaftlich tätigen Sinn für sich bestimmt. Weil sie sich darin nicht über ihre gegenständliche Tätigkeit, ihre Lebensäußerung und Arbeit, durch ihre lebendige Geschichte mitteilen und vermitteln, besteht ihre Beziehung nur zwischen ihnen in ihrer Zwischenmenschlichkeit, in der sie ausschließlich selbst als unmittelbarer Gegenstand ihrer Wahrnehmung für einander, für sich und unter sich erscheinen, als Menschen, die für einander da sein müssen, um ihr Leben als Mensch erkennen zu können, um sich als Mensch zu finden, sich durch andere also als Mensch zu empfinden.

Empfindung nimmt den objektiven Inhalt einer sinnlichen Beziehung subjektiv wahr. Sie lebt durch die Aufmerksamkeit und zugleich Neugier der Sinne, wiewohl sie nur das wahrnimmt, was sie außer sich als das erkennen kann, was sie von sich schon weiß (siehe sinnliche Gewissheit). Eine Empfindung ist daher zunächst der Zusammenhang einer Sensorik, also die Wahrnehmung eines oder vieler Eindrücke in einem, welche jede sinnliche Gewissheit ausmacht und wodurch sie für sich wahr ist, gleich, was sie außer sich auch sonst noch wahrhaben kann. Auf dieser gründet die Arbeit eines jeden Organismus, die sich als Vermittlung von seiner Außenwelt zu seiner Innenwelt vollzieht. Im Gefühl für das, was sie hierbei wahrhat, bezieht sich die Empfindung schließlich wieder auf ihre Welt, so wie sie sich darin gefunden hat und einfinden kann und wodurch sich die Fähigkeiten eines Organismus entwickeln.

In der Evolution des Lebens ist die Empfindung der Ursprung natürlicher Intelligenz, die Beziehung eines Naturwesens auf seinen Gegenstand, ganz gleich, ob dieser natürlich war oder nicht. Sie kennt ihn schon, bevor sie ihn findet und sie empfindet, was er für sie ist oder sein kann. Diese Naturempfindung ist damit die unausweichliche Grundlage eines jeden Stoffwechsels und der vielfältigen Gestalten, die er im Lauf der Geschichte bis in die menschliche Kultur hinein gebildet hat und darin zum Gedächtnis ihrer Entstehung und Entwicklung, zu einem Gefühl für unsere Welt, für Menschen und Sachen geworden ist. Empfindung ist alles, was wir in unseren Gefühlen erinnern können und scheidet unsere Wahrnehmung in dem, für was wir einen Sinn haben, was wir also wissen können, von dem, was uns nicht sinnlich gewiss werden kann, für das wir keinen Sinn haben (z.B. bestimmte Lichtfrequenzen und Strahlungen).

Empfindung setzt das Werden von Subjekt und Objekt der Wahrnehmung voraus, sei es durch die Naturentwicklung (Evolution), oder der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft als Naturmacht (siehe Produktivkraft). Sie meint wörtlich schon das "Zu-Ende-Finden", also die Verwirklichung einer sinnlichen Identität mit einem Gegenstand der Empfindung, sei er Sache oder Mensch oder Tier oder Pflanze oder Natur überhaupt. Auch ohne die Gegenwart seines Werdens wird er aufgrund der Identität seiner Eigenschaften mit seiner Lebensform empfunden. Die einfachsten Empfindungen bestehen aus der zunächst objektiven Wahrnehmung seiner Form und ihres Zustands, oft auch nur als formale Differenz des Menschen zum Gegenstand, wenn er z.B. als heiß, kalt, bedrohlich oder gefügig empfunden wird. Jede Empfindung enthält ein Wissen, das die Sinne schon vor dem Leben der einzelnen Individuen gebildet hatten und das sich in ihr und durch sie sowohl bestätigt wie auch zu Gefühlen fortbildet (siehe Sinnbildung), die für die Lebensäußerungen der Tiere und Menschen und zur Bildung und Ausbildung ihrer Fähigkeiten grundlegend sind.

Schon vor und mit der Geburt eines Menschen besteht sie als weltliche Verbundenheit, nicht jenseits seiner Wirklichkeit - etwa in einem übernatürlichen Kosmos der Gefühle - sondern absolut diesseitig, als wirkliche Natur dieser Beziehung, als natürliche Empfindung, wie sie auch alle Kulturbeziehungen enthalten (siehe hierzu Naturempfindung).

Empfindungen sind so subjektiv wie objektiv, weil sie sich nur in ihrem Gegenstand erkennen können. Sie sind zwar natürlich und haben natürliche Intelligenz, doch sie empfinden nicht, ob etwas natürlich ist. Sie hatten schon immer belebte und unbelebte Materie gleichermaßen zum Gegenstand und geben keine Gewähr für ihre Natur, haben keine natürliche Wahrheit für sich, machen keine Natur aus und nichts zur Natur. Doch wo sie schon Gefühl haben, erkennen sie auch sich schon im Stoffwechsel mit der Natur einbezogen, ihren Gegenstand als ihre Sache, die sie belebt.

In unnatürlichen Verhältnissen empfinden sie also nicht einfach Unnatur, sondern nur die Wirkung, die sie auf einen Körper in dem Zustand hat, in dem er auch wirklich ist. So können z.B. Schmerzempfindungen eine völlig andere Natur erfahren, als die, für welche sie unmittelbar sinnvoll wären. Wenn sie selbst durch Gefühle bestimmt sind, die sich gegen ihre Natur behaupten, ihre Unnatur veräußern müssen, so können auch die Empfindungen sich in ihren Sinn versteigen (z.B. als Schmerzgedächtnis im Phantomschmerz oder in traumatischen Erlebnissen). Von daher können sich Empfindungen selbst verkehren, wenn sie verkehrten Verhältnissen unterworfen sind, wenn sie den Notwendigkeiten objektiver Gefühle folgen, und darin ihre Subjektivität überwinden müssen. So kann Äußerliches auch sehr bestimmend für Innerliches sein und Erinnerung beherrschen. In diesen inneren Verhältnissen werden auch Gefühle selbst zur Bedingung von Empfindungen, aber nicht als abgelößt von aller Welt, sondern als innere Darstellung veräußerlichter Erfahrungswelten. Von daher können Empfindungen, die sich nicht in Kritik aufheben und emanzipieren, zu Gefühlen einer Selbstentfremdung werden, sich also selbst in ihrer Form bestimmen. In einem Menschen stellt sich dann eine verkehrte Welt auch als Verkehrung seiner Selbstwahrnehmungen dar.

Empfindung ist die Tätigkeit der Sinnesorgane in der Art und Weise und dem Moment ihrer Gewahr-Nehmung eines Gegenstands, der eine Sache, ein Mensch oder auch selbst Sinn sein oder haben kann. Er wird in der Empfindung erst gewiss, weshalb man auch von einer sinnlichen Gewissheit spricht. Aber so frisch und neu diese Gewissheit erscheinen mag, so setzt sie schon immer Sinn voraus, der darin nicht neu sein kann, weil er sich ansonsten seiner nicht gewiss wäre, ebensogut eine Erscheinung von anderem, bloße Reflexion sein könnte.

Eine Empfindung ist die unmittelbare, also unvermittelte Beziehung auf einen Gegenstand, mit dem sie vor aller Erfahrung schon verbunden ist. Sie ist daher nicht bloßes sinnliches Auffassen, organische Tätigkeit einer hiervon unabhängigen Sensibilität, sondern Identifizierung, Tätigkeit einer Identität eines Subjekts zu seinem Objekt in der Wahrnehmung, das unabdingbare Moment der Wahrheit, das Finden ihrer Gegenwart. In der Empfindung findet die Wahrnehmung ihrenunmittelbaren Gegenstand, die unmittelbare Gewissheit ihrer Sinne als das, was dieser im Einzelnen durch seine Eigenschaften für sie für wahr, also auch wirklich so sinnlich ist, wie er auf die Sinne wirkt. Wirkung hat er eben in soweit, wie das Objekt der Wahrnehmung ihr zu eigen ist, wie ihren Eigenschaften entspricht, wie subjektive Eigenschaften in der Beziehung auf objektive Eigenschaften auch wahr sind.

Empfindung ist also zunächst die sensorische Wahrnehmung einer sinnlichen Gewissheit, einer Begegnung im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Existenz, das Wissen um die Anwesenheit ihres Gegenstands, nicht jedoch dessen erwiesene Wahrheit, weil sie ihren Sinn auch schon ohne diese Beziehung zu ihrem bestimmten Gegenstand hat, und weil dieser schon sinnlich ist, auch ohne empfunden zu werden. Die Wahrheit der Empfindung ist alleine die Begegnung mit einem Gegenstand, einem Menschen, einer Sache oder der Natur, die Anwesenheit von Subjekt und Objekt der Empfindung als Ganzes für sich, als dies Eine hier und jenes Andere dort.

Weil hierbei die Empfindung immer Sinn hat, weil sie unmittelbar sinnlich ist, ist sie die lebendige Gegenwärtigkeit einer Beziehung, die sie aus sinnlichenWahrnehmungen der Sinnesorgane und Eindrücke bezieht, was immer diese auch wirklich an Sinn haben mögen. In ihrem objektiven Verhältnis besteht die Empfindung nur durch diesen Eindruck. In ihrer subjektiven Bestimmtheit durch ihren Sinn ist sie voraussetzungslos und doch schon so intelligent wie ihre Organe es zu sein vermögen (siehe hierzu natürliche Intelligenz). In der Sinnesgeschichte eines Menschen vermittelt sich von daher auch immer schon die Sinnesgeschichte der ganzen Menschheit, also alles, wozu es die Sinne in ihrem Wahrnehmungsvermögen gebracht haben. Objektiv aber ist der Sinn immer nur unmittelbare Subjektivität, die ihren Gegenstand nur so auffassen kann, wie er noch ganz ohne Gefühl hierfür da ist (siehe Dasein).

Der Gegenstand der Wahrnehmung begegnet ihr zunächst eben nur als eine Gegebenheit, die ihren Inhalt nicht wirklich wahr machen kann, weil sie für sich genommen nur unmittelbar ist. In ihrer objektiven Gleichgültigkeit gegen ihren Gegenstand kann die Empfindung selbst in ihrem Sinn nur eine unmittelbare Wahrheit für sich haben, die Wahrheit ihrer Gegenwart. Ihre Gewissheit bezieht sie daher auch nicht aus der einfachen und rein objektiven Beziehung einer Sensorik auf einen Gegenstand, auf einen Menschen oder eine Sache. Sie kann nur gegenwärtig sein, wo und weil sich der empfindende Mensch auch als fühlender vergegenwärtigen kann, immer zugleich sinnlich wie geistig da ist. Sie ist also die Wahrnehmung in einer Beziehung, wie sie wirklich und für einen Menschen in einem Moment ist, worin sich auch sein Gefühl entwickelt und bewahrheitet in dem, was es wahrhat.

Für sich genommen ist Empfindung aber nicht unbedingt eine wirkliche Beziehung auf anderes, also nicht unbedingt auf ein Objekt gerichtet. Sie kann auch Selbstempfindung sein, wenn das entsprechende Organ durch sich selbst oder durch eine Selbstbeziehung bestimmt wird.

Die menschlichen Sinne sind nicht ohne den Menschen tätig. Jeder Sinn ist abhängig von der ganzen Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. So kann ein Mensch z.B. im Wahnsinn gänzlich anders riechen, sehen und hören, weil seine Gegenwärtigkeit hierdurch bestimmt ist. Umgekehrt können Sinne ihre rein physiologische Funktion durchaus übertrumpfen, wenn z.B. Blinde auf ihre Weise "sehen", indem sie das Zusammenspiel anderer Sinne hierfür ausbilden. Empfindung betrifft immer den ganzen Menschen. Ihm wird in der Empfindung zugleich der Zusammenhang seiner Sinne gegenwärtig, die sich in ihr bilden und sich in ihren Eigenschaften und Fähigkeiten gewiss machen (siehe Sinnbildung), sich darin ihrer selbst vergewissern. Von daher entsteht ihr Wissen aus der Gewissheit eines empfundenen Gefühls.

Empfindung erweist eine Beziehung durch sich selbst, durch das Finden von jemanden oder etwas, das darin sich als Sinn einer Beziehung eindrücklich vergegenwärtigt, als Eindruck wahrnehmbar ist, ohne ausdrücklich wahr zu sein. Was ihre Bedingung ist, die sie wahr hat, ist ihr nicht unbedingt gegenwärtig, auch wenn sie deren Gegenwärtigkeit als Gefühl im Sinn hat.

Empfindung unterstellt Gegenständlichkeit, die ihren Inhalt ausmachen. Sie ist alleine schon dadurch gegenständlich, dass sie sinnliche Gegenstände im Sinn hat, also auch ihre eigenen Organe. Der empfindende Sinn ist notwendig für ihre Gegenwärtigkeit, anders als der gegenständliche. Der Gegenstand entspricht zwar in der Empfindung dem Menschen, ist aber dennoch nicht durch die Empfindung bestimmt. Er steht ihr immer als etwas anderes gegenüber, auch wenn sie sich in ihm identifiziert. Der Gegenstand ist immer auch natürlich und eher durch Gefühle bestimmt, insgesamt aber ein Ganzes vieler Eigenschaften, die nicht unbedingt alle sinnlich wahrnehmbar sind (z.B. Radioaktivität oder auch das Sehen eines blinden Menschen). Von daher ist Wahrnehmung auch nicht alleine durch Empfindung bestimmbar.

Das Gegenübersein ist gegenständliche Wirklichkeit, die in der Empfindung schon bezogen ist, indem sie darin wirkt. Ich empfinde eine Sache oder einen Menschen oder mich, wie sie oder er auf mich wirkt oder ich auf mich wirke. Und solange diese Wirkung anhält, habe ich noch kein Gefühl hierzu. Empfindung ist immer wirklich gegenständlich, weil sie immer ein wirkliches Gegenüber hat, auch wenn ich das selbst sein kann. Sie unterstellt immer zweierlei Gegenwärtigkeit von Sinn.

Im reinen Gegenüber ist sie noch äußerlich und doch schon Inhalt, denn empfinden können wir nur, was für uns Sinn hat, sinnlich ist und unseren Sinnen entspricht. Alleine schon dadurch, dass unsere Wahrnehmung hierdurch - also in ihrem Sinn - gebildet ist, ist unsere Empfindung nicht nur unmittelbar, sondern auch das Dasein von einer kulturellen Geschichte, welche von der Naturempfindung bis in unsere Wirklichkeitserfassung fortentwickelt ist. Wir können daher immer nur empfinden, was in unserer Natur steckt (im Unterschied z.B. zu Strahlungen, für die wir keine Gewissheit und also keine Empfindung haben). Aber was wir empfinden, welche Töne, Farben, Geschmäcker usw. wir gut oder schlecht finden, ist deren natürlicher wie auch kultureller Inhalt (siehe Kultur).

Empfindung ist von daher auch das Befindung einer Wahrnehmung, ihr unmittelbarer Sinn im doppelten Sinne des Wortes: Sie hat den Sinn für den Menschen, den sie für ihren Gegenstand hat. Ich schmecke, rieche, höre, sehe, usw., wie sich mein Sinn hiernach und hierzu befindet und gebildet hat. Die schönste Blume, das feinste Kristall, kann ich nicht empfinden, wenn ich keinen Sinn hierfür habe. Das beste Essen, das tollste Ereignis kann mich kalt lassen, wenn ich in schlechter Gesellschaft bin. Empfindung ist völlig ohne Nutzen, aber absolut notwendiger Inhalt einer Beziehung, Unmittelbarkeit meiner Sinne darin und dem, was in ihnen gebildet ist, was sie entwickelt hat und was ihr Gedächtnis enthält. Empfindung ist eine Befindlichkeit, die in die Lage versetzt, zu befinden.

Von daher kann sie auch zu einem Urteil werden, wie es durch das Befinden bestimmt ist. Der empfindsame Mensch lebt oft in der Befangenheit seiner Befindlichkeit, wenn er diese als seine Gefühlsgrundlage nimmt. Darin aufgehoben bewahrt sich Empfindung jenseits ihrer Wirklichkeit als Gefühl für sich, das sich durch Empfindungsurteile abschließt und sich ihrem Herkommen verschließt und dieses zu seinem Umstand werden lässt. Von da her sind solche Gefühle die Reaktion der Empfindung.

Im Unterschied zum Gefühl ist Empfindung ohne jede Refexion und enthält auch keine Erkenntnis außer der unmittelbaren Begegnung, wenn auch darin die Geschichte sinnlicher Begebenheit als Gedächtnis der Erfahrung eingeht, aber nicht als Reflexion, sondern dem Inhalt nach. Sie folgt nicht der Einfühlung in ihren Gegenstand, weiß nichts von Funktion, Stoff oder Schönheit (siehe Ästhetik). Sie ist der unmittelbare Sinn, den Kultur als gesellschaftliche Form der Naturempfindung und des sich in Gesellschaft Befindens der Menschen überhaupt hat, gleich, in welche Gefühle sie sich vermittelt.

Jede Empfindung ist also eine Beziehung zu ihrem Gegenstand, die dem Akt des Empfindens auch vorausgesetzt ist und sich darin ereignet und erinnert. Wir können qualitativ nur empfinden, was mit uns zu tun hat, wie es da ist (siehe Dasein), nicht, warum es da ist oder wie es geworden ist. Wir finden in der Empfindung etwas, das wir darin zugleich befinden als etwas, das wir dem Sinn nach oder von Natur aus durchaus kennen, das aber darin oder qualitativ uns erst in seiner Gegenwärtigkeit gewiss wird. Empfindung ist die Form der Erkenntnis eines Unbekannten, das wir dem Sinn nach kennen, die Beziehung auf einen Gegenstand, eine Sache oder einen Menschen, der in unsere Wahrnehmung geraten ist, weil darin Sinn von dem ist, was uns sinnlich ausmacht, was also auch gewahr für uns ist, Moment unserer Wahrheit. Wessen ich nicht gewahr werde, das empfinde ich nicht. Und was keine Wahrheit für mich hat, das nehme ich auch nicht wahr (vergleiche hierzu z.B. die Empfindung für Gott, das Finden von Gott in sich). Empfindung setzt eine Welt als Gegenständlichkeit von und für Menschen voraus, die in ihr so ist, wie sie für den Menschen ist, wie sie von ihm in Wahrheit genommen, wahrgenommen wird, weil er darin seine Lebensäußerung erkennt. Von daher kann es keine richtige oder falsche Empfindung, keine wahre oder unwahre geben (vergl. Kritik an Adorno). Empfindung ist elementar, auch wenn sie gestört werden kann bis hin zu ihrer Auflösung, zerstört durch Gefühle oder Gedanken, bedrängt oder verrückt durch ihr Gedächtnis. Mehr noch: Empfindung kann selbst einer fremden Identität gehorchen (siehe hierzu Hörigkeit), beherrscht werden von den Absichten der Seele, welche der Selbstverwirklichung sinnesmächtiger Persönlichkeiten unterworfen sind (siehe hierzu Irrsinn).

Wir finden das, was wir empfinden, so, wie wir es vorfinden und jeder Mensch empfindet dies anders, sogar im Zeitablauf verschieden (z.B. ist es uns morgens eher kühl als abends, weil sich unsere Physis im Tageslauf und je nach Tätigkeit ändert). Befinden und Empfinden sind ein Begriffspaar, das aufzeigt, dass das Befinden als Urteil identisch ist mit dem Befinden eines Menschen bei der Wahrnehmung eines Gegenstands (insofern ist dieses Urteil auch die Grundlage unseres Gefühls hierfür, das ästhetische Urteil).

Die Empfindung ist im Befinden ein abgeschlossener Zustand dessen, worin wir uns befinden, was wir darin suchen und finden. Als abgeschlossener Zustand des Findens bestätigt sich der Begriff Empfindung tatsächlich auch ethymologisch (empfinden = entfinden = zu Ende finden). Dies besagt, dass eine Suche unterstellt ist, eine Beziehung zum Gegenstand der Empfindung, eine Identität, die in der Empfindung lebt, weil sie auch außer ihr ist, ihr vorausgesetzt wie folgend ist, also gegenwärtig und geschichtlich zugleich als das, was in der Empfindung für den Menschen auch von ihm existiert, sinnliche Gegenwart wie Vergangenheit in einem. Als dieses ist Empfindung Voraussetzung und Inhalt der Wahrnehmung, wie auch für das Gefühl, welches sich im Menschen ereignet und so zum Ereignis seiner empfundenen Beziehung wird.

So unmittelbar wahr wie dies scheint, wäre kein Gedanke hieran zu vergeuden und alle Theorie über Empfindung nur bloße Sophisterei, hätten wir nicht selbst Probleme mit dem Empfinden, wären wir nicht durch sie auch bedrängt, wäre sie nicht für uns selbst eine Frage nach dem, was daran überhaupt wahr ist, wenn sie nicht unwahr sein kann, was uns darin getäuscht sein lässt, was Mystifikationen transportiert oder Fetische erzeugt oder sie in fremde Gefühle und Scheinwelten geborgen sein lässt (siehe auch Kitsch). Was haben wir in der Empfindung selbst schon wahr, wenn wir durch sie unsere Welt wahrnehmen? Was läßt dieselbe Wahrnehmung andere Empfindung sein? Was kann einfache Wahrnehmung sein und doch unser Leben bis zum Tod bestimmen (z.B. Platzangst, Verfolgungswahn). Wiewohl eine Empfindung nicht unwahr sein kann, ist es in unserer Gesellschaft doch ein Problem, darin wahr zu bleiben, d. h. in einer Identität von Wahrnehmen und Wahrhaben zu leben.

Empfindung findet, was sie kennt, ohne es zuvor wahrgenommen zu haben. Von da her zeigt sie sich als Form der Erkenntnis. Wir empfinden Bekanntes und Fremdes, sofern unsere Wahrnehmung hierfür frei, also nicht selbst in der Form bestimmt ist. Der Unterschied von Eigenem und Fremden ist selbst das treibende Ereignis der Empfindung, ihre Neugier. Fremdes ist nur durch Eigenes auch wirklich fremd und somit Wirklichkeit, die mir zu eigen werden kann, wenn ich meine Beziehung hierzu entdecke, mein Tätigsein und Leiden hierin. Erst wo diese Beziehung nicht entstehen kann, wo also Fremdheit (siehe Fremdarbeit) allgemein ist, wird Wahrnehmung zu einer eigenen Allgemeinheit kommen, zu Empfindungen und Gefühlen, die uns zu eigen werden, weil und sofern sie keine Fremdheit kennen, und wir darin unsere Gefühle als Verhältnis zu uns selbst aufheben (siehe Selbstgefühle).

Natürlich gibt es auch Gegenstände der Fantasie, die wir nicht empfinden können, vielleicht aber fühlen (siehe Gefühl, Regung). Aber hierin selbst regt sich keine Entfremdung; es ist ein Spiel mit dem, was wir kennen, das beiher spielen des Gedächtnisses, Beispiele der Erkenntnis (siehe auch Traum). Wir können aber nichts empfinden, was wir nicht in irgendeiner Art wirklich kennen, und sei es auch nur im Unterschied unseres Daseins, in der Unterscheidung von Seinsweisen unserer Wahrnehmung, den Zuständen unserer Sinne. Gefühle, die uns selbst beschäftigen oder mit denen wir uns mit uns selbst beschäftigen, entstehen erst vollständig, wo uns eine Welt vollständig fremd ist. Diese allerdings ist zugleich jenseits der Empfindung, etwas, was wir in Gefühlen verspüren, aber nirgends finden, nicht bewahrheiten können, etwas Ungewisses, das nur dadurch ungewiss sein kann, dass es eine fremde Gewissheit enthält (siehe Unheimliches). Diese Beziehung der Empfindung setzt voraus, das sie formbestimmt und aus ihrer Form ihr Inhalt in doppeltem Sinn zu erschließen ist.

Als Inhalt der Wahrnehmung macht Empfindung im Menschen wahr, was auch außer ihm wahr ist und ist somit die Grundlage der Erkenntnis, ihre einfache Wahrheit. Sie enthält immer eine sinnliche Beziehung zu einem Gegenstand und ist somit auch seine Gewissheit für den Menschen, Sinn seiner Erkenntnis in der Bewahrheitung ihrer Identität von Sache und Mensch.

Objektiv ist die Empfindung Leiden wie auch Tätigkeit der Wahrnehmung, das Nehmen eines Gegenstands als eigene Wahrheit. In der Wahrnehmung nimmt die Erkenntnistätigkeit ihren Ausgang und bleibt solange zweifelsfrei (wahr), wie sie diesen als Ganzes - also ungeteilt - erfassen, beschreiben und behandeln kann.

Bezieht sich die Empfindung nicht auf Gegenstände sondern ist sie Moment einer zwischenmenschlichen Beziehung, so ist ihr Gegenstand selbst unmittelbar subjektiv, also ein Mensch (oder viele Menschen), der nicht unbedingt ist, als was er wahrgenommen wird. Seine Seinsweise als Mensch ist zugleich das Dasein eines Lebens, welches der Empfindung nicht entspricht, welches aber dem Gefühl von diesem Leben zukommt. Hierdurch stellt sich das Gefühl in einen Unterschied zur Empfindung. Es hat wahr, was nicht unbedingt wahrnehmbar ist, was sogar gegen die Wahrnehmung selbst stehen kann, weil es von Leben kündet, auch wenn es nicht erkennbar ist.

Das Gefühl wird so zum Träger eines Verhältnisses von Menschen, die sich nicht über ihre Gegenstände aufeinader beziehen, sondern sich selbst unmittelbar gegenständlich wie auch Mittel füreinander sind, ihr Leben füreinander äußern, vermitteln und haben und daher wahrhaben, was es für sie mit anderen ist (siehe Zwischenmenschlichkeit). Die Beziehung, die Menschen in gegenstandslosen Lebensräumen miteinander haben, sind reine Gefühlsbeziehungen, in denen sie sich empfinden, wie sie für ihre Gefühle sind. Diese Verhältnisse sind die Grundlagen der bürgerlichen Kultur, die nur in dieser Selbständigkeit bestehen kann. Ursprünglich entwickelte sich diese in den Gesellschaftsschichten, die durch ihren Besitz sich autonom erscheinen konnten, weil dieser ein kleinerer oder größerer Geldbesitz war. Inzwischen gibt es ganze Gesellschaften, die auf den Verhältnissen des Geldbesitzes gründen (siehe Dienstleistungsgesellschaft). Dies bestimmt Empfindung selbst, den Sinn der Wahrnehmung, zur abgetrennten Leidensform der Erkenntnis.

Dies bestimmt auch den allgemeinen Gebrauch dieses Begriffs. Würde man ihm Glauben schenken, so wäre Empfindung eine einfache Wahrnehmung von Gegenständen (Sachen wie Menschen), die als Bilder, Töne, Gerüche, Geschmack, Berührung, allgemein also als Reize auf die sensorischen Sinne treffen und unsere "fünf Sinne“ bewegen (Kognition). In dieser Beziehung ist Empfindung ganz passiv, einseitig und naturhaft verstanden: Ist der Ofen zu heiß für einen Organismus, so empfindet ein Mensch - wie auch ein Tier - Schmerz. Entspricht er der Hauttemperatur, so empfindet er nichts dergleichen. Empfindung, so ganz objektiv und natürlich verstanden, nimmt Unterschiede wahr, die Menschen wie alle Organismen zwischen sich und der Welt haben (dies ist das einzige Moment des Begriffs, was die Skinnersche Theorie des Lernens aufgefasst hatte und was ihre psychologische Forschung zur Tierforschung machte). In dieser naturhaft fixierten Beziehung gibt es gute oder schlechte Empfindungen nur im Maßstab der Quantitäten, worin physische Schwellen der Wahrnehmung festgestellt und daher auch nur zum Maß der Stimulation werden. Schlecht sind dann Empfindungen, welche die Beanspruchbarkeit ("Absorbtionsfähigkeit") des entsprechenden Organs überschreiten, erträgliche Empfindungen, wo sie noch ertragen werden können und gewöhnliche Empfindungen, die nur auffallen, wenn ungewöhnliche waren, die also im Wechsel der Empfindungen wahrgenommen werden und voll und ganz dem Gefühl entsprechen, in welchem Gegenstände für den wahrnehmenden Menschen sind. Derlei Theorie kann nur ein Interesse verfolgen: die Belastbarkeit und Nutzbarkeit und Manipulierbarkeit von Menschen auszumessen und ihm die Gegenstände seiner Empfindung unerkennbar, wenn vielleicht manchmal auch durch Gewöhnung ("Erhöhung der Adaptionstoleranz") erträglicher werden zu lassen (z.B. Angsttherapie).