Aus "Kapitalismus und kein Ende?" (Typoscript Pfreundschuh)
Die Ver�nderung der Gesellschaft ist keine Frage der gerechten Verteilung von Geld, sondern eine Frage des Eigentums an den Produkten. Eine gerechte Verteilung von Geld kann es nur als gerechte Aneignung des gesellschaftlichen Produkts geben – und das schlie�t die Aufhebung von Geld als privat verf�gbares Kapital ein. Die gesellschaftliche Form des Mehrprodukts (Entwicklung von Technologie und Erweiterung des Lebensstandards) muss in diesem Zusammenhang ebenso erarbeitet werden, wie die gesellschaftliche Form der menschlichen Reproduktion (Ern�hrung, Wohnen, Bildung usw.) – und dies weltweit und international. Nur wenn erreicht werden kann, dass die Individuen einer Gesellschaft sich als Produzenten und Eigent�mer des gesellschaftlichen Reichtums gegen�berstehen, k�nnen sie an ihrer gesellschaftliche Entwicklung auch wirklich teilnehmen und daran interessiert sein, nicht daran, dass mehr Wert entsteht, sondern daran, welche G�ter produziert werden sollen, damit sie f�r jeden gut sind. Der Streit hier�ber w�re ein fruchtbarer Grund f�r jede Entwicklung – sowohl der des einzelnen Menschen, wie der Gesellschaft �berhaupt. Der weltweite Kampf der Klassen und Kulturen um ihre Vorherrschaft ist dagegen ein t�tliches Gemetzel um Besitz und Macht �ber einen Reichtum, der nur Armut und Untergang f�r die Menschheit bedeuten kann.