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Zum Thema siehe auch  => Negative Dialektik



Alle Zitate aus Adorno: Negative Dialektik, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1977:

"Indem Denken sich versenkt in das zun�chst ihm Gegen�berstehende, den Begriff, und seines immanent antinomischen Charakters gewahr wird, h�ngt es der Idee von etwas nach, was jenseits des Widerspruchs w�re." (S. 149)

Widerspr�chlichkeit ist nach Adorno eine "Kategorie" der Sache, welche sie "unvers�hnt" zeige, und "eine Reflekionskategorie, die denkende Konfrontation von Begriff und Sache. Dialektik als Vefahren hei�t, um des einmal an der Sache erfahrenen Widerspruchs willen und gegen ihn in Widerspr�chen zu denken ... Ihre Bewegung tendiert nicht auf die Identit�t in der Differenz jeglichen Gegenstandes von seinem Begriff; eher beargw�hnt sie Identisches. Ihre Logik ist eine des Zerfalls: der zuger�steten und vergegenst�ndlichten Gestalt der Begriffe, die zun�chst das erkennende Subjekt unmittelbar sich gegen�ber hat. Deren Identit�t mit dem Subjekt ist die Unwahrheit." (S. 148).

Hieran ist Adornos Psychologie des Begreifens zu erkennen: Es gibt kein Begreifen als Erkenntnis des Begriffs eines Verh�ltnisses, welcher mir die Negation des Verhalts als negativ konkrete, also abstrakte Identit�t erschlie�t (vergl. z.B. Wert als Inbegriff aller abstrakt menschlichen Arbeit) und somit meine Nichtidentit�t mit ihr beweist, sondern dem Denken selbst muss nochmal ein Widerspruch zugef�gt werden, damit es wahr wird. Es erweist sich nicht in der Erkenntnis des Begriffs der Sache als wahr, sondern es erfordert eine Position des Intellekts zu sich selbst, als Argwohn gegen Identisches. Das er�brigt allerdings die Durchdringung der Sachwelt - kein Wunder, dass sich Adorniten nach der Lekt�re der ersten drei Kapitel des "Kapitals" von Marx zur�cklehnen und den Argwohn als �sthetik ihrer Selbstwahrnehmung kreisen lassen!