Pole der Gewalt: "Fight Club" und "Triumph des Willens"
Im Themenheft "Mediale Inszenierungen rechter
Gewalt" der Zeitschrift "psychosozial" erschien 1995 die Studie von
Hans-Dieter K�nig: "Hitler und die Jugend. Tiefenhermeneutische
Rekonstruktion dreier Szenensequenzen aus Leni Riefenstahls `Triumph des
Willens�."
Dieser ber�hmte und f�r das weitere Schicksal
seiner Regisseurin verh�ngnisvolle Film wurde in Hitlers pers�nlichem
Auftrag gedreht und im April 1935 im Berliner Ufa-Palast in Anwesenheit
des F�hrers uraufgef�hrt. Der "V�lkische Beobachter" erhob ihn zum
"Denkmal der Bewegung" und feierte Leni Riefenstahl als Regisseurin, die
"das `Parteitagserlebnis� in ein `authentisches Filmerlebnis� �bersetzt
habe. Der Zuschauer soll nicht nur sehen und h�ren, sondern er soll die
innere Gr��e und Monumentalit�t des nationalsozialistischen Gedankens
empfinden und erleben.�" (Hitler und die Jugend)
K�nig geht der entscheidenden Frage nach, was jenes Erlebnis nun eigentlich ausmacht und er fragt nach den W�nschen, �ngsten und Phantasien, die der Film aufgreift: z.B. das Verlangen nach "Wiedergeburt als unbesiegbare Stahlnatur", Autonomie, Unabh�ngigkeit, Sicherheit, Gr��e und einem harmonischen Einssein mit der Welt. K�nig spricht von "Verschmelzungssehns�chten, die in der erstrebten Volksgemeinschaft realisierbar erscheinen."