Buchstabe Z Im Kontext

Zahl

Die Zahl ist die höchste Abstraktion eines Quantums. Sie formuliert eine Menge ohne jegliche Bestimmung und wird nur durch das bestimmt, was ihren Bezug ausmacht (z.B. Dichte, Größe, Fläche oder Raum). Eine Menge kann man sich eigentlich nur als bestimmte Menge (z.B. als ein Haufen Steine o.ä.) vorstellen. Dennoch können Zahlen in ihrer Unbestimmtheit Bestimmungen enthalten, als unbestimmte Mengen, wenn sie als Verhältniszahlen gültig werden (z.B. in der Mathematik). Mit Zahlen sind Verhältnisse in quantitativem Bezug, also als logische Quantität darstellbar, nicht aber Dinge. Die Zahl ist in sich unbestimmt und wird auch als Maß nur relativ wirklich. Sie verschwindet gänzlich in der Masse, worin nurmehr der reine Stoff quantitative Wirkung hat.

Logisch stellen Zahlen immer Kategorien dar, z.B. Zeit, Raum oder Fläche, die auch selbst logische Verhältnisse ausdrücken können, soweit sie zugleich zahlenunabhängig, also variable Mengen sind, die sich in Variablen darstellen lassen (vergl. z.B. den Satz des Pythagoras). Von daher können sie durchaus auch natürliche Verhalte zum Ausdruck bringen (z.B. chemische Formeln), die darin allerdings nicht ihre Natur sondern nur das Interesse an ihrer Verhältnisform darstellen. Natur ist darin lediglich die (menschliche) Vorstellung vom Naturstoff (z.B. den Elementen), wie sie für den Menschen sind. Dies ist selbst nur innerhalb eines geschichtlich gewordenen Bewusstseins, nicht an sich. Als Vorstellung zu bestimmten Zusammenhängen drücken Zahlen also Verhältnisse aus, die als solche gedacht werden können, wenn die darin enthaltenen Beziehungen denkbar sind. Von daher taugen sie besonders zur Herstellung von Algorithmen in der Technik und Physik (z.B. auch als Computerprogramm).

Als Aussage aber enthalten sie auch in bester Signifikanz nur die Aussage, welche mit ihrer Hilfe gefunden werden soll, die Relation, für welche sie Maße bieten. Für sich haben sie keinerlei Wahrheit. Von daher sind sie lediglich Beziehungsformen der formalen Logik.

Eine Zahl kann daher durch sich selbst auch keinerlei Wahrheit belegen - außer der bloßen Menge einer Fiktion (vergl. z.B. fiktives Kapital). Zahlen als solche sind fiktiv. Gerne werden sie als quasi objektive Formulierung von Maßen eines Zusammenhangs genommen (z.B. als Statistik) und als solche diskutiert. Aber die Statitistik kann zahlenmäßig auch nur formulieren, was subjektiv in sie eingebracht wird. Die Betimmtheit des Bezugs der Zahlen bleibt hierbei daher immer strittig, weil das Quantum selbst ein und desselben Zusammenhangs verschieden interpretiert werden kann (z.B. was die zahlenmäßige Aussage für wen heißt, wenn Börsenkurse sinken oder steigen). Zahlen verbergen Luftschlösser ebenso wie harte Fakten. Und die Fakten selbst lassen sich nicht durch Zahlen bewahrheiten, sondern nur aufzählen. Eine Beweisführung durch Zahlen hat keine andere Wahrheit als das, was sie erzählen.

Wenn Zahlen erzählen können, haben sie die Wahrheit der Erzählung. Soweit sie das nicht tun, taugen sie für jede Täuschung. In der bloßen Zahl ist alles verschwunden, was ihre Entstehung ausgemacht hat. Dennoch läst sich an der Veränderung von Zahlen auch Geschichte und die Bewegung in Verhältnissen ablesen, so die Zahl das Erzählte auch wirklich meint und trifft. So hat die Zahl in der Wissenschaft über die Statistik eine sonderbare Bedeutung: Einerseits beschreibt sie die gemeinten Merkmale als Aufhäufung ihres Auftretens, andererseits reduziert sie das auftretende Merkmals auf einen Zähler, dessen Nenner beliebig sein kann. Der Bezug, also das Verhältnis von Ereignissen, wird zur Abstraktion einer Masse, die in beliebigigem Verhältnis zu anderen Ereignismassen oder Ereignisvarianzen stehen. Eine Beweisführung ist damit ausgeschlossen, wird aber dennoch betrieben, indem die Beliebigkeit der zahlenmäßigen Beziehung durch eine Hypothese gefüllt wird. So klingt es immerhin plausibel, wenn "bewiesen" wird, dass die Kinder vom Storch gebracht werden, wenn die Abnahme des Storchenflugs mit der Abnahme der Kindsgeburten signifikant korreliert. Dennoch bleibt die Aussage eine bloße Behauptung und beruht alleine auf einer bestimmten Sortierung von Wahrnehmungen, die zur Ermittlung von Zahlen entwickelt wird.

So ist es auch, wo Zahlen Geschichte repräsentieren sollen. Nichts ist schwieriger als eine Scheidung oder Trennung durch Zahlenwert, als wenn eine Geschichte in Zahlen, meist eben durch Jahreszahlen oder durch die Bezifferung von Summen, z.B. Geldsummen, dargestellt oder aufgehoben wird. Eine Jahreszahl ohne Kenntnis der damit verbundenen Geschichte besagt gar nichts. Und jeder Scheidungsrichter kennt das Problem im Übermaß, wenn es darum geht, eine zwischenmenschliche Beziehung in Sachwerten zu bemessen. Dies ist eigentlich unmöglich oder könnte sich nur in reinen Sachbeziehungen lösen lassen. Das Verhältnis von Menschen, besonders auch zu abhängigen Menschen, Kindern, wird darin zwangsläufig beschädigt, manchmal auch vernichtet. Der Aktionär kann im Vorhinein darüber informiert sein, dass sein Geld auch vollständig kaputt gehen kann. Nur im Nachhinein kann er es wissen. Bei Zufällen von Erfolgslagen, der Abwägung der Beiträge hierfür ahnt keiner, welches Quantum hiervon abhängig ist, weil die Beziehungen, die sich darin abbilden, noch nicht wahrgehabt werden, sondern lediglich als Wahrnehmung bestehen. Gerne werden daher oft Erzählungen durch die Heftigkeit von Zahlen, Mengen und Größen entwertet (wie etwa das "Jäger- und Anglerlatein").

In einer logischen Darstellung von Zusammenhängen allerdings können Zahlen geradezu erhellend sein - allerdings nicht als positive Repräsentanten der Zusammenhänge, sondern in der Logik ihrer Variation. So hat Marx den "tendenziellen Fall der Profitrate" in der Variation der unterschiedlichen Verhältnisse zwischen Gesamtkapital und seinen Bestandteilen (variables Kapital, konstantes Kapital und Mehrwert) beweisen und dies in höhere Beziehungen zur Mehrwertrate stellen können. Hierdurch ist die bewahrheitung komplexer Aussagen im Zusammenhang eines Begriffs, eines ganzen Gedankens oder in einer Geschichte möglich.

Meist dienen Zahlen der Bewertung. Darin werden Verhältnisse ausgedrückt, die sich nur quantitativ darstellen, sich aber als Gewohnheit der Werte in diesen Zahlen qualitativ regeln, indem sie z.B. verschiedenen Lebensstandard in eine Beziehung setzen. Was sich darin erweist ist immer nur die Sortierung von Wahrnehmungen. Wer z.B. den Lebensstandard eines Menschen in der Dritten Welt bei 1 Doller pro Tag ermitteln will, kann nur in Bezug der Devisenmärkte zu den Inlandsmärkten fündig werden. Die Zahl für sich macht keinerlei Aussage, sie zeigt sich schon unserer Gewohnheit völlig unsinnig.

s.a.

=> Geld

=> Zahlungsmittel

Zahlungsmittel

Geld ist in seiner ersten Bestimmung ein Zahlungsmittel, das sich aus dem Tausch von Waren zum Zweck ihres Vergleichs und Wertausdrucks ergibt. Als reines Zahlungsmittel fungiert es darin allerdings nur von einer Seite her, weil sich sein Wert am Wert der Gesamtmasse der Waren orientiert, die sich auf dem Markt befinden. Dieser Wert ist unbeständig und drückt die durchschnittliche Arbeitszeit aus, die in die Herstellung der gesamten Warenmasse des Marktes zu einem bestimmten Stand der Produktivkräfte eingegangen ist. Der Realwert der Zahlungsmittel im Vergleich der Waren ist daher zu jeder Zeit anders und kann nur überschaut werden, soweit die Herstellung der Waren überschaut werden kann. Dies macht das Problem aller Systeme, worin Geld als reales Zahlungsmittel behandelt wird (siehe hierzu Regionalgeld). Für sich bestimmt sich der Wert des Zahlungsmittels an der Masse des Geldes, das sich in Zirkulation befindet und der Masse der Waren entspricht, also ihren Wert ausdrückt, oder darunter oder darüber ist (siehe Inflation).

Im Kapitalismus wird das Geld als quantitative Form der existenten Warenmasse, zum Maß der Werte, also zu dem Maß, worin sich gesellschaftlich durchschnittliche Arbeitszeit ausdrückt. Als solches stellt es nicht mehr die Produktmasse dar, sondern die in den Produkten aufgehäufte Arbeitszeit aals Maß dessen, was sie wert ist. Und als dieses Maß wird Geld als dies doppelte von Produktmasse und Masse aufgehäufter Arbeitszeit zum Maßstab der Preise, also zu dem Quantum, worin sich die Preise in ihrem Wert bemessen. Der Preis wird zur Meßlatte, worin Geld sich auf den Markt rückbezieht.

Von da her wird Geld selbst mächtig und betimmt den Zusammenhang von Produktion und Konsumtion, bestimmt sowohl die Kosten der Arbeit, als auch die Kosten der Arbeitsprodukte. Dieses Verhältnis macht Geld als Geldvorschuss, der die Produktion bestimmt, zu Kapital. Kapital ist also ein Geldvorschuss für Waren, die zur Produktion von Waren nötig ist um diesew zu gebrauchen und zu vernutzen (im Wesentlichen: Arbeitsmittel, Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft). Hierin ist es ein Zahlungsmittel, das zugleich als Wertmaß und Maßstab der Preise, als Produktionsmittel der Wertproduktion funktioniert, das zugleich notwendige Vorraussetzung der Produktion überhaupt in der bürgerlichen Gesellschaft ist. Von daher verschwindet dieses Zahlungsmittel als Quantum vom Markt und kehrt erst zurück nach Verkauf der gesamten Produktion, dann allerdings als Lohn für die Lebensmittel zur Reproduktion der Menschen und als Mehrwert, dem Wertausdruck des Mehrprodukts. Geld verliert seine Bestimmung als Zahlungsmittel schließlich vollständig in dem Wert, der an die Grundrente, zeitweise auch als fiktives Kapital aus dem Warenkreislauf herausgenommen wird (z.B. Aktien, Grundbesitz, Mieten, Nutzungslizensen für Schürfung von Bodenschättzen, Nutzung von Wellenlängen usw.).

s.a.

=> Zahl

=> Geld

statist2up Realwert der Zahlungsmittel

Zeit

"Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich fragt, weiß ich es; wenn ich es einem Fragenden erklären will, weiß ich es nicht." (Arelius Augustinus, Was ist die Zeit? - Confessiones XI/Bekenntnisse 11).

Zeit als solche erscheint durch Geschichte gegeben, durch das Enstehen und Vergehen in der Zeit. Dies hat Philosophen dazu verlockt, in der Zeit ontische Absolutheit erkennen zu wollen. Heidegger hat die Zeit als wesentliche Voraussetzung allen Seins angesehen, weil sie alle Existenz in ihrer Endlichkeit, im Tod, bemessen würde. Das Antlitz des Todes sei demnach die Seinsfrage eines jeden Menschen und die schlichte Endlichkeit des einzelnen Lebens gilt ihm als Grundfrage der Erkenntnis von Geschichte und Sein. Damit wurde ihm eine Abstraktion, die Endlichkeit im Gegensatz zur Unendlichkeit als Existenz in der Zeit zur Grundlage für jede Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung, die Zeit des In-der-Welt-seins als "Sein zum Tode". Gegen solche Zeitdimension wäre der Mensch von vorne herein ohnmächtig gegen sein Sein: In die Zeit geworfen schon durch sie verworfen, ein schon vom Verwesen bestimmtes Wesen.

Doch so sinnfällig die Abfolge der Geschichte auch in der Zeit erscheint, so abstrakt ist sie in Wirklichkeit. Wirklichkeit ist selbst durch ihre Wirkung endlich, schon in der Tat des Wirkens bestimmt. Geschichte als Form des Wirkens von Menschen kann kein Maß in der Zeit haben, sondern bestimmt alles, wie es in der Zeit erscheint. Somit ist Geschichte auch der Gehalt von Zeit, und nicht umgekehrt. Die Abstraktion der Geschichte von Zeit verfolgt die Absicht, ihr eine Unendlichkeit des Begriffs vorauszusetzen und damit genau das zu setzen, was Heidegger angeblich kritisiert. Seine "Existenzialien" sind unendlich endlich, also widersinnig. Zeit ist nicht absolut, sondern immer relativ zu etwas anderem. Was sich ereignet, erscheint auch im Wie zwar zeitlich, aber nicht in der Zeit bestimmt. Dasselbe mag kurzweilig erscheinen, was langeweilen kann: Es ist lediglich eine Frage seiner Gegenwärtigkeit zu etwas anderem, also der Art und Weise, wie und wo und wodurch es zur Wirkung kommt. Aus diesem Grund begreift Marx Geschichte selbst als Sein in der Zeit ihres Werdens und nicht als Phänomen der Zeit (siehe Heidegger)

Auch in der Physik kann Zeit zwar durch Schwingungen von Atomen oder Kristallen wie etwas Absolutes gemessen werden; dennoch ist auch Schwingung relativ, Bewegung durch etwas anderes, wenn auch in großem Umfang "zeitstabil" - solange eben, wie es ihre Energieform zulässt und ssich relativ zu ihrer Masse erhält (Relativitätsgesetz). Zeit ist schon innerhalb der Anwendung von Physik nicht mehr hinreichend stabil, wenn sie sich auf Entfernung bezieht. Schon jeder Navigator im Flugzeug, Schiff oder Auto muss ihre Relation pro Ort und Raum umrechnen, bevor das Ergebis stabil erscheinen kann.

Auch bei der Zeitmessung durch Atomuhren ist Zeit nur relativ stabil, wenn auch im großen Maß, weil die darin gemessene Masse verschwindend klein ist. Außerdem bleibt die Frage, ob das Gemessene dann überhaupt Zeit ist, was die Schwingung ausmacht. Das Maß ist doch nur ein in der Zeit formuliertes Analog, also völlig relativ zur Substanz, um welche es der Zeit nach gehen soll. So auch das Interesse, die Zeit zu messen. Nichts wird durch diese Schwingungen wirklich bestimmt, wenn Menschen auf die Uhr schauen. Der Termin hat seine Bestimmung im Ereignis - nicht, wie Heidegger meint, weil sich darin das Sein in die Endlichkeit "wirft", sondern weil darin die Menschen mit ihren Einfällen zusammentreten.

Zeit als solche gibt es also überhaupt nicht wirklich; Wirklichkeit ist zwar immer in der Zeit, weil sie nicht unendlich ist, aber Wirkliches hat keine Zeit, ist mit der Zeit immer schon durch sich, durch ihre Abläufe, durch den Verlauf ihrer Wirkungen bestimmt, in sich endlich, weil verursacht und ohne Bezug zu einer Unendlichkeit. Zeit ist nur als Gedankenabstraktion die Negation von Unendlichkeit, die es nicht wirklich gibt, weil es auch nicht Wirklichkeit als Zeit gibt.

So ist Zeit für sich eine bloße Abstraktion wie auch die allgemeine Begrenzung des Abstrakten. Durch Zeit wird jede Abstraktion bestimmt, wie auch im Abstrakten selbst von seiner bestimmten Zeit abgesehen wird. Zeit ist als Abstraktion zugleich die äußerste Negation des Abstrahierens, reines Nichts, Unterstellung für sich, in der Unendlichkeit des Abstrahierens endlich zu sein. Zeit ist der abstrakte Begriff für Endlichkeit: Auch wenn nichts Zeit hat, so braucht alles seine Zeit.

Alles was lebt, lebt in seiner Zeit. Es lebt, indem es sich in seiner Zeit bewegt. Bewegung ist die Geschichte, welche Zeit macht; und weil sich alles Lebende bewegt, wird es durch seine Geschichte zu seiner Zeit. Zeit ist vor allem ein gesellschaftliches Produkt, weil und sofern Ereignisse nicht durch sich bestimmt, sondern nur durch ihre gesellschaftliche Wirklichkeit sind, nicht wirklich sind, aber sich durch die Verhältnisse verwirklichen, worin Menschen zusammenkommen, sich treffen, sich Zeit geben und machen, Zeit sich also durch die Verhältnisse der Menschen bestimmt. Es ist dies nicht nur als Zeitgefühl, sondern macht die gänzliche Inbegriffenheit des Menschen in seinem gesellschaftlichen Verhältnis aus: Geschichte, die sowohl Abfolge des Stoffwechsels als auch gesellschaftliches Ereignis ist. Beides in einem ist der gesellschaftliche Produktionsprozess (siehe Arbeit). Kein Wunder also, wenn sich Zeit vor allem hieraus ergründet und auch in der Abstraktion seines Daseins die Substanz gesellschaftlicher Abstraktheit hergibt (siehe abstrakt menschliche Arbeit als reine Arbeitszeit, Arbeitstag).

Zeit ist das reine Quantum einer Bewegung, die für sich keinen Sinn hat, also Substanz einer fremd bestimmten Bewegung ist. Dies ist vor allem die von ihrem wirklichen Sein abgetrennte Arbeit als bloßer Bewegungsaufwand. Von daher bestimmt sich ihr Wert als reine Arbeitszeit. Die Wertsubstanz, in welcher sich in der bürgerlichen Gesellschaft alle Verhältnisse bemessen, ist daher lediglich Arbeitszeit. Die Größe der Wertsubstanz ist als Wertgröße der Zeitaufwand, welche Arbeit im gesellschaftlichen Durchschnitt benötigt. Letztlich ist das Wertquantum selbst überhaupt nur Zeit und der Wertzuwachs der Sachen ist die Zeitverkürzung für die Menschen. Was das Kapital an Wert gewinnt durch Ausbeutung des Arbeitstags und Steigerung der Umlaufgeschwindigkeit seiner Selbsterneuerung, das verlieren die Menschen an Leben: Es wird kurzlebig. Die Medizin mag es verlängern, aber diese Verlängerung wird zu einem Kunstprodukt, wenn die Kurzlebigkeit in ihrer Atemlosigkeit die Menschen immer kränker macht.

s.a.

=> Raum

quelleup5a2730b1 "Sein und Zeit" (Heidegger)

Zeitgeist

Zeitgeist ist die geistige Verfassung in einer bestimmten Zeitepoche, wie sie durch eine bestimmte Lebensart und Lebenseinstellung geschichtlich umschrieben wird (z.B. als Romatik, Moderne, Postmoderne). Die materiellen Grundlagen solcher Zeiteinteilungen (z.B. Industriealisierung, Globalisierung usw.) liegen in der geschichtlichen Entwicklung der Produktivkräfte (z.B. Agrarwirtschaft, Industrialisierung, Informationstechnik), werden aber mit diesem Begriff selbst nicht ausdrücklich refektiert.

Zeitgeist wird hauptlich als Begriff von einem Zeitnodus, einer Mode, verwendet und stellt dabei die Geisteshaltung heraus, die meist durch eine Avantgarde eingeführtt und im gesellschaftlichen Umgang zur Gewohnheit einer bestimmten Epoche wird. Hieraus ergeben sich als ästhetische Analogie meist auch die Sitten, Geschmacksausrichtungen und Moden.

Zeitgeist artikuliert nicht Notwendigkeiten einer Epoche, sondern eher deren Negation, also den positiven Umgang jenseits des Nötigen. Oft spricht man in der Zusammenfassung eines Zeitgeistes auch von einer Bewegung (z.B. die Wandervogel-Bewegung, die Studentenbewegung usw.).

s.a.

=> Geist

=> Gesinnung

=> Mode

Zerstörung

Zerstörung ist die absolute Störung eines bestimmten Seins, aber nicht dessen Vernichtung. Zerstörung als solches ist die Auflösung von Wirklichkeit ohne Täter, der Prozess einer Krise, die dem Ende ihrer Funktionalität und ihrer Bedingung zustrebt, Paralyse des Bestehenden in einer schlechten Negation. Die Geschichte dieser Auflösung wird darin nicht gewendet oder aufgehoben, weil die Geschichte selbst ihre Bedingung, damit den Zusammenhang ihrer Teile, ihren Sinn verloren hat und verrückt geworden ist.

Die Zerstörung begründet aus dem Verlust ihrer Geschichte einen Sinn für Unheimliches, das im Zerstörten seine Grundlage findet, weil es im Unheil seine Ganzheit sucht. Es ist der Sinn, der alles verkehrt, was gegeben erscheint, der Sinn der Perversion. Aus der Zerstörung entsteht hierüber ein Interesse an Vernichtung - aber nicht unmittelbar deren Verwirklichung. Diese ergibt sich erst aus dem Zusammenbruch des ganzen Gesellschaftsverhältnisses als Vernichtungslogik eines Heilsprinzips.

s.a.

=> Vernichtung

=> Untergangstheorien

Zins

"Der Wert des Geldkapitals ist eben der Zinsfuß und nichts andres." (Marx MEW 25, S. 437)

Zins entsteht nicht aus Missbrauch von Geldbesitz (wie ihn z.B. Proudhon zitatup5a2a2 versteht) oder durch Spekulation, sondern resultiert zusammen mit dem Unternehmensgewinn aus realer Mehrwertproduktion. Er ist der Teil des Mehrwerts, der aus dem Durchschnitt der Profitrate berechnet und dem Profit entnommen und auch vorauskalkuliert wird, um den Kapitalvorschuss zu finanzieren. Das Zinsgeschäft ist die Reinform des durchschnittlichen Werts, welcher dem Mehrwert zum Gebrauch des Vorschusses im Maß seiner durchschnittlichen Anwendungszeit zu entnehmen ist, das Durchschnittsprodukt der Geldverwertung pro Zeiteinheit. Zins ist also als Anteil des Profits berechnet, gleich, ob das fungierende Kapital das Kapital selbst vorschießt (also keine Zinsausgaben hat) oder es sich dies durch Geldgeber (Banken) geben lässt (im erstren Fall fungiert es lediglich zugleich selbst als Bank). Zins ist also ein Anteil des Mehrwerts, wie er in den Profit eingeht und realisiert wird und stellt selbst nicht das Übel von kapitalistischen Geldverhältnissen dar, wie z.B. Ricardo oder Gesell behaupten, sondern ist ein Moment der Aufteilung und Abspaltung der Resultate des Übels, dass Mehrwert selbst durch die Aneignung von unbezahlter Arbeit (siehe Arbeitstag) in privater Verfügung akkumuliert wird.

Im Unterschied hierzu beruht die Spekulation auf der Unsicherheit von Erwartungen, ist also eine Möglichkeit der gesonderten Kapitalverwertung. Diese verhält sich daher meist umgekehrt wie die Verzinsung: Wo Zinsen hoch sind, ist Spekulation meist beschränkt (siehe Aktienkapital) und umgekehrt, weil in Zeiten hoher Verwertungssicherheiten (Prosperitätsphasen) wenig Spielraum für Spekulation und eher hoher Zinsfuß besteht - sofern keine speziellen Krisen der Geldwertverhältnisse zeitgleich ablaufen (z.B. Devisenmarkt, Inflation oder Deflation), wie das im internationalen Verhältnis durchaus der Fall sein kann.

Die Grundlage des Zinses ist die Warenform des Kapitals, also die Tatsache, dass Kapital als Ware zum Zweck der Verzinsung eingesetzt wird mit dem ausschließlichen Gebrauchswert, Mehrwert als Geldwert abzuschöpfen.

s.a.

=> Rente

zitatup5a2a2 Zins
zitatup5a2a2 Bankwesen
zitatup5a2a2 Zins bei Proudhon
quelleup5a27o1a Zinsdefinition nach Brockhaus
webup1a2 Begriff im Netz (Google-Suche)
webup1a2a Zins im Marx-Forum

Zivilisation

Zivilisation ist die Abgrenzung zum Wilden und zur Barbarei, die Bevölkerung der Wildnis durch Menschen. Sie ist ein Abgrenzungsbegriff ohne bestimmte Aussage, was dies ausmache. Einige verstanden darunter, dass Menschen sich Gesellschaftsordnungen gegeben hatten, andere, dass sie alphabetisiert waren oder dass sie sesshaft wurden. All dies konnte keinen Sinn ergeben, wären demnach im einen Fall doch z.B. Beduinen, im anderen Analphabeten, im anderen Reitervölker als unzivilisiert anzusehen. Zivilisation ist aber lediglich ein Abgrenzungsbegriff zur Wildnis, woraus sich für die Menschen Kultur ergeben hatte als Welt unterschiedlichster Kulturen und Hochkulturen. Von daher ist Zivilisation einfach nur ein bestimmungsloser Allgemeinbegriff für menschliche Kultur schlechthin.

s.a.

=> Kultur

=> Hochkultur

Zölibat

Das Zölibat ist das Keuschheitsgebot der katholischen Kirche an ihre Geistlichen. Es entwpringt der Vorstellung, dass das Spitiruelle durch Sexualität gestört wird, also in eigenem Grund ihr entgegensteht. Dies trifft zwar für eine geheiligte Spiritualität zu, macht aber Geschlecht und Körper, alle Natur überhaupt unheilbar. Da hiermit das Heil der Seele in den Widerspruch zu ihrer stofflichen Lebensform gestellt ist, wird Natur selbst heilswidrig, die Seele der Natur zum Teufel des Geistes. Das macht das Zölibat zu einem tragenden und tragischen Kern der katholischen Glaubenslehre.

s.a.

=> Heilig

Zucht

Zucht ist Naturbeherrschung, ein Verhalten, wodurch Natürliches nach dem Willen eines Erziehers gezogen wird. Dem geht voraus, dass das Interesse daran einem bestimmten Zähmungswillen entspringt, einer Kulturnotwendigkeit der Züchtung folgt, die sich zur Natur als eine der Kultur äußerliche Macht verhält, die für das menschliche Leben bedrohlich ist, wenn es nicht hieran gewöhnt wird.

s.a.

=> Platon

=> Sloterdijk

quelleup5a2729 Sloterdijk
quelleup5a27c1b1 Menschenpark (Sloterdijk)
Erlautup2h Platonischer Staat
Erlautup2b2a1 Sophistik

Zufall

Zufall ist zunächst ein Ereignis, das in die Gegebenheiten fällt als etwas, was darin nicht notwendig ist, keinem Einfall entspringt und keiner Logik folgt. Was auf diese Weise zufällt, erscheint schicksalhaft, kann aber durchaus Mittel für Notwendiges sein, hat aber keinen unmittelbaren Sinnzusammenhang und erfüllt keinen bereits vorhandenen Zweck. Die Frage, ob etwas zufällig ist, ist von daher gleichbedeutend mit der Frage, ob es Gründe hierfür gibt, ob es entstanden ist aus anderem, ob es eine Geschichte hat, aus der es sich zwingend ergibt. Wissenschaftliches Denken scheidet Zufälliges von Begründeten. Doch oft macht es die Hausptsache ihrer Tätigkeit aus, diese Scheidung zu erbringen. Von daher ist der wissenschaftliche Beweis nichts anderes als der Nachweis, dass ein Zusammenhang nicht zufälig, dass er "verifiziertr" ist. Wissenschaftlich wird das dann auch oft als "obkjektiv" bezeichnet, was aber ein Unsinn ist, besagt die Verifikation doch nichts darüber aus, ob der Zusammenhang gegenständlich ist oder nicht. Im Subjekt, das über das Wahrnehmen noch nicht zur Erkenntnis gelangt ist, können ebenso verifizierbare Zusammenhänge auftreten, wie außerhalb von ihm. Man kann diese jedoch nicht faktisch formulieren und hat meist nur die Sprache als Mittel ihrer Beschreibung.

Schon an die Frage, ob etwas zufällig ist, zeigt sich, dass der Begriff Zufall wesentlich vom geschichtlichen Standort des Fragenden abhängt. So ist für eine jungen Menschen z.B. viel mehr zufällig, als für einen alten. Glaubt erster eher an sein Geschick, so letztrer eher an eine Logik des Schicksals, oft auch an einen Urgrund in Gott. Zufall und Notwendigkeit sind in der Geschichte aufgelöst: Der Zufall ereignet sich notwendig, wo das, was zufällt, zugleich Not wendet und also im Begriff der Geschichte aufgeht. Wieweit ihre Folge reicht und ihre Fortbestimmung geht, macht letztlich ein ganzes Lebensverständnis aus. Es ist eine Frage des Glaubens und Wissens in einem: Was ist der letztliche Sinn? Ist er außer dieser Welt oder in ihr, im Kosmos oder in Gott? Was wissen wir von der Sinnbildung, wo glauben wir an ein übersinnliches Wesen?

Der Zufall ist ein systematisches Argument des Positivismus, der alles Gegebene als zunächst zufällig ansieht, das lediglich als Mittel bestimmter Handlungsmotive durch den Menschen in Beziehung zu ihm gerät.

Dem Darwinismus dient der Zufall als systematisches Argument der Vererbungs- und Entwicklungslehre. Durch Zufall entstehen nach dieser Auffassung Mutationen, die sich im Nachhinein als lebensfähig oder lebensunfähig oder als besonders durchsetzungsfähig erweisen. Es ist damit die Wahrheit ausgesprochen, wofür Zufall vor allem dient, wenn damit argumentiert wird: Die Selbstbehauptung. Der Darwinismus kann niemals begründen, warum ein Sinn als Sinn für anderes entstehen kann, er kann nur die Festellung eines Daseins mit dem Sosein der Sinnlichkeit fixieren. Das allerdings ist ein Zirkelschluss: Weil etwas da ist, muss es auch so da sein, sonst wäre es nicht da, sondern einfach untergegangen.

Die Religion ist hiergegen eine Rückbindung (Re-Ligio) des Menschen an seinen Schöpfer, ein Zirkelschluss des Schöpfungsaktes: Das Gewordene begründet sich aus seinem Entstehungakt, aus Gott als Mythos seiner Geburt. Darin kann er sich nicht selbstbewusst als sich selbst erzeugendes Wesen begreifen, sondern als nur WeItgeist nachvollziehendes Wesen, eigentlich ein Unwesen. Im Darwinismus wird der Zufall als ausschließliches Argument der Geschichte entnommen, im Glauben an Gott wird der Mythos des Ursprungs als Sinnstiftung eines übermenschlichen Wesens gebildet.

s.a.

=> Einfall

=> Schicksal

=> Notwendigkeit

Zustand

Verhältnisse, welche in sich fixiert sind, beziehen sich nicht auf anderes und entwickeln sich daher auch nicht weiter und bleiben in sich geschlossen, verschlossen für alles andere. Es sind Zustände, Geschlossenheit eines Soseins.

Subjektiv sind Zustände Momente des Außer-Sich-Seins, in welchen die Sinne sich gegenseitig aufheben. Der Grund hierfür ist die Anwesenheit eines Umstands oder einer Beziehung, in der etwas wahrgehabt wird, was die Wahrnehmung selbst aufhebt. Dies ist etwas, was für die Empfindung ausgeschlossen ist, was ihr fremd ist und zugleich Macht über sie hat, wie eine fremde Kraft auf sie wirkt. Ein solcher Zustand ist das außer sich Sein dessen, was ist (siehe z.B. Angstzustand).

Die Bedingung hierfür sind Lebensverhältnisse, in denen eine Beziehung wahrgehabt wird, die ohne Empfindung hierfür außer sich geraten ist. Das sind Verhältnisse, die durch Leben getragen werden, das sich darin entleibt, sich nur außer sich findet. Es ist eine Formbestimmung, die ihre Macht aus einer körperlichen Anwesenheit bezieht, an die man gewöhnt ist und die daher der Erkenntnis und dem Gedächtnis fremd bleiben musste.

Zustände gibt es sowohl in der Geschichte und Kultur, wie auch in der Wahrnehmung. Es sind immer herrschende Verhältnisse in denen Unterwerfung verlangt ist - jedoch nicht im persönlichen Sinn, sondern wirklich und allgemein und abstrakt. Ein Zustand ist die Kreisbewegung einer mächtigen Bestimmung, um die sich Ohnmacht ausbreitet, Geschichtslosigkeit.

s.a.

=> Wahrnehmungszustand

Zwang >> Weiterleitung nach Zw

Zwangsverhalten >> Weiterleitung nach Zw

Zwangsverhältnis >> Weiterleitung nach Zw

Zweck >> Weiterleitung nach Zw

Zweifel >> Weiterleitung nach Zw

Zwiespalt >> Weiterleitung nach Zw

Zwischenmenschliche Beziehungen >> Weiterleitung nach Zw

Zwischenmenschliche Verhältnisse >> Weiterleitung nach Zw

Zwischenmenschlichkeit >> Weiterleitung nach Zw

Zynismus

Zynismus gründet auf einer Verachtung der Geborgenheit, welche die an sich selbst gewohnten und durch sich auch bewohnten Menschen, die klassischen Bürger der Mittelschicht im 19. und 20. Jahrhundert als Lebensideal hatten. Der hervorragende Vertreter de Zynismus ist Friedrich Nietzsche, der sich besonders dem Gebälk des aufgeklärten Verstandes und seiner Begrifflichkeit entgegensetzte und durch Verstellung dessen Wirkungsfeld bestreiten konnte. Die Wahrheit zu sich selbst, die radikale Selbsterkenntnis, gilt als wesentliches Ziel, gegen das alle Zusammenhänge in der Welt nur als Figurationen des Selbstbetrugs behandelt werden.

Der Zynismus ist zum einen Verzweiflung an der Macht der Dummheit, welche die Lebensverhältnisse der bürgerlichen Gesellschaft, Besitz und Geld und Geldbesitz, ausmacht und stabilisiert, zum anderen will er eine übermächtige Selbstbehauptung des erkennenden und seiner selbst gewissen Individuums hiergegen setzen. Aus der Behauptung dieser Selbstgewissheit heraus verselbständigt sich die Selbstbehauptung zu einem individualpolitischen Prinzip, das allgemein sein will, um Wirkung zu haben.

Subjektiv ist Zynismus eine Aufforderung zur Selbsterkenntnis mit der impliziten Behauptung, dass das Problem der Welt sei, dass die Menschen sich selbst nicht kennen und dass von daher die Lüge in die Welt gekommen sei. Das ist in der Tat wirklich zynisch und mündet in eine ebensolche Formulierung: "Werde du selbst" (Nietzsche), die gleichbedeutend mit "Erkenne dich selbst und lebe danach" gemeint ist. Sie besagt im Wesentlichen, dass Erkenntnis nicht selbstverständliches Bedürfnis der Menschen, sondern eine Notwendigkeit absoluter Wahrheit sei, zu welcher es der angesprochene Mensch (natürlich) noch nicht gebracht habe. Das ist die absolute Selbstüberhebung eines Intellektuellen, der im Zynismus seine finale Identität hat, wenn er sich als letzte Wahrheit gegen eine Welt voller Lüge zu stellen versteht, die er durch nichts als nur durch sich zu ändern vermeint. Aber es geht dabei um eine "Wahrheit", vor der sich Nietzsche selbst gefürchtet hatte, wenn er es zugleich für weise hält, sie zu meiden:

"Wer tief in die Welt gesehen hat, errät wohl, welche Weisheit darin liegt, dass die Menschen oberflächlich sind. Es ist ihr erhaltener Instinkt, der sie lehrt, flüchtig, leicht und falsch zu sein” (Nietzsche "Jenseits von Gut und Böse”, WW IV, S. 620).

In dieser Widersprüchlichkeit des Zynismus verbleibt als Auflösung eine Persönlichkeit, welche übermenschliche Kapazität hat und trotz seiner tiefen Wesenskenntnis die Menschen zur Wahrheit zu führen versteht (siehe hierzu auch Hellinger). Das war auch der Grundtypus des Führers, wie ihn Nietzsche als Träger einer neuen Herrenrasse begriffen hatte - wie eine erneuerte Ewigkeitsversion des Platonismus.

Die gesellschaftlichen Folgen dieser Geisteshaltung hat der Nationalsozialismus in der Konstruktion des allgemeinen Individuums einer Volksseele außerordentlich konsequent ausgeführt.

Heute besteht Zynismus eher in seiner hedonistischen Ausprägung, dem Kynismus, der im Wesentlichen von Peter Sloterdijk vertreten wird.

s.a.

=> Nihilismus

=> Wahrheit

=> Kynismus

webup1a1 Begriff im Netz (Google-Suche)
webup1a1a Zynismus und Kynismus