Weber, Max

Aus kulturkritik

Der Nietzscheaner Max Weber, ist die deutsche Vorzeigeblüte des modernen aufgeklärten Rationalismus. Er garnierte seinen propagandistischen Entwurf des deutschen Griffs nach der Macht im Umbruchsjahr 1895 (die berühmt-berüchtigte Freiburger Antrittsvorlesung) mit einem giftigen Rassismus gegen die slawische Flut und vor allem der rückständigen Polen, der seinesgleichen sucht. Dieser Rassimus, den er nie aufgab, ist nicht etwa ein Flecken auf der sauberen Weste, sondern ein Systemmerkmal eines nietzscheanischen Soziologen und Sozialpolitikers, in dem Elite und Masse sich gegeneinender konstituieren. Er war Mitbegründer des durch und durch rassistischen und imperialistischen Alldeutschen Verbandes, von vielen als Vorläufer der NSDAP betrachtet. Die Logik der Mechanisierung verfolgt er nicht nur in der Arbeitspsychologie, sondern auch in den bürokratischen Rationalisierungsstrategien. Seine Religionssoziologie und Charismaforschung (vor allem des kriegerischen Führers) sind die Felder, in denen er die kreativen Kräfte dessen untersuchte, was Nietzsche im Übermenschen konzipiert hatte. Aus seiner einflußreichen Position betrieb er den Krieg als verantwortungsethischen Auftrag der modernsten Nation im Griff nach der Weltmacht. (zit. nach Detlef Hartmann 1999 Die Philosophie rüstet auf)