Kulturveranstaltung: Unterschied zwischen den Versionen

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Kulturveranstaltung betreibt eine [[Ereignisproduktion]], wodurch Menschen aus der [[Selbstlosigkeit]] ihrer [[zwischenmenschlichen]] [[Wahrnehmung]], aus ihrer[[toten Wahrnehmung]] [[Empfindung]] für sich finden, um sie zur [[Veredelung]] ihrer [[Selbstgefühle]] (siehe [[Selbstveredelung]]) zu akkumuliern. Es ist die Veranstaltung von [[Kultur]], das Darstellen und Mit-Erleben-Lassen, was Kultur zu bieten hat: Kultur auf der B�hne. Kultur [[ereignet]] sich dann so, wie sie gewollt ist, wie sie zum Ertragen der allt�glichen Verh�ltnisse als Ausgleich n�tig ist.
Kulturveranstaltung betreibt eine [[Ereignisproduktion]], wodurch Menschen aus der [[Selbstlosigkeit]] ihrer [[zwischenmenschlichen]] [[Wahrnehmung]], aus ihrer[[toten Wahrnehmung]] [[Empfindung]] für sich finden, um sie zur [[Veredelung]] ihrer [[Selbstgefühle]] (siehe [[Selbstveredelung]]) zu akkumuliern. Es ist die Veranstaltung von [[Kultur]], das Darstellen und Mit-Erleben-Lassen, was Kultur zu bieten hat: Kultur auf der Bühne. Kultur [[ereignet]] sich dann so, wie sie gewollt ist, wie sie zum Ertragen der alltäglichen Verhältnisse als Ausgleich nötig ist.


Zugleich wird hierin Kultur vermittelt, als [[Erlebnis]] �bertragen, also nicht nur dargestellt, sondern auch als Ereignis produziert (siehe [[Ereignisproduktion]]). Kulturveranstaltungen sind nicht nur Auff�hrungen im eigentlichen Sinn, nicht nur Darbietungen auf der B�hne oder dem Parkett, sondern auch die [[gew�hnlichen]] �bertragungen von Kultur �berhaupt, z.B. in den [[Medien]] oder auch als [[Sport]]veranstaltung.
Zugleich wird hierin Kultur vermittelt, als [[Erlebnis]] übertragen, also nicht nur dargestellt, sondern auch als Ereignis produziert (siehe [[Ereignisproduktion]]). Kulturveranstaltungen sind nicht nur Aufführungen im eigentlichen Sinn, nicht nur Darbietungen auf der Bühne oder dem Parkett, sondern auch die [[gewöhnlichen]] Übertragungen von Kultur überhaupt, z.B. in den [[Medien]] oder auch als [[Sport]]veranstaltung.


Kulturveranstaltungen bieten also zweierlei: Sie machen eine bestimmte Kultur prominent, zur Hochkultur, und sie lassen die Menschen daran teilnehmen, verschaffen ein [[Erleben]] von gebotener Kultur, Kultur wie sie f�r ein gegebenes [[Leben]] eben [[geboten]] ist, um dessen [[Gegebenheiten]] zum Erlebnis werden zu lassen.
Kulturveranstaltungen bieten also zweierlei: Sie machen eine bestimmte Kultur prominent, zur Hochkultur, und sie lassen die Menschen daran teilnehmen, verschaffen ein [[Erleben]] von gebotener Kultur, Kultur wie sie für ein gegebenes [[Leben]] eben [[geboten]] ist, um dessen [[Gegebenheiten]] zum Erlebnis werden zu lassen.


Durch die [[Kommunikationsindustrie]] einer Eventkulur [[abstrahiert]] sich die Kultur allerdings auch gegen sich selbst (siehe [[abtrakt menschlicher Sinn]]). Diese betreibt die [[Automation]] der [[Verst�ndigung]], durch die ihre [[Produktivkraft]] die gesellschaftlichen Verh�ltnisse von sich abh�ngig macht, die [[Sprache]] und [[Bildung]] ihrer Produktionsweise unterworfen, ihr Bild von der Bildung [[prominent]] wird und also eine [[ausschlie�liche]] [[kulturelle]] [[Bedeutung]] bekommt. Gerade weil sie die Menschen nur bedient, also als [[Dienstleistung]] auftritt, tr�gt sie zugleich zum kulturellen Zusammenschluss der Produktion, zur eigenst�ndigen Sp�re [[kultivierter]] [[Abstraktionen]] bei. Von daher wird sie zum Ma�stab einer [[Kultur]], in welcher die [[�konomischen]] [[Bedingungen]] selbst zum [[Kulturgut]] ihrer [[Gesellschaft]] werden, dem Zweck der [[politischen �konomie]] dadurch [[n�tzlich]] sind, dass sie deren kulturelle [[Substanzen]] verwertet (siehe hierzu auch [[Tittytainment]]). Dieser [[Nutzen]] macht [[Kultur]], welche die [[Subjektivit�t]] einer jeden [[Gesellschaft]] ist, unter den [[Bedingungen]] des [[Geldbesitzes]] selbst zu einem [[politischen]] Medium, zum [[Mittel]] ihrer [[zwischenmenschlicher Verh�ltnisse]] und ist somit in der Lage, �konomische [[Bedingungen]] zu einem [[objektiven]] Ma� der [[pers�nlichen]] Identit�t werden zu lassen, sie dazu zu bringen, ihre [[Selbstachtung]] gegen ihre [[Selbstverwertung]] auszutauschen (siehe [[T�uschung]]).
Durch die [[Kommunikationsindustrie]] einer Eventkulur [[abstrahiert]] sich die Kultur allerdings auch gegen sich selbst (siehe [[abtrakt menschlicher Sinn]]). Diese betreibt die [[Automation]] der [[Verständigung]], durch die ihre [[Produktivkraft]] die gesellschaftlichen Verhältnisse von sich abhängig macht, die [[Sprache]] und [[Bildung]] ihrer Produktionsweise unterworfen, ihr Bild von der Bildung [[prominent]] wird und also eine [[ausschließliche]] [[kulturelle]] [[Bedeutung]] bekommt. Gerade weil sie die Menschen nur bedient, also als [[Dienstleistung]] auftritt, trägt sie zugleich zum kulturellen Zusammenschluss der Produktion, zur eigenständigen Späre [[kultivierter]] [[Abstraktionen]] bei. Von daher wird sie zum Maßstab einer [[Kultur]], in welcher die [[ökonomischen]] [[Bedingungen]] selbst zum [[Kulturgut]] ihrer [[Gesellschaft]] werden, dem Zweck der [[politischen Ökonomie]] dadurch [[nützlich]] sind, dass sie deren kulturelle [[Substanzen]] verwertet (siehe hierzu auch [[Tittytainment]]). Dieser [[Nutzen]] macht [[Kultur]], welche die [[Subjektivität]] einer jeden [[Gesellschaft]] ist, unter den [[Bedingungen]] des [[Geldbesitzes]] selbst zu einem [[politischen]] Medium, zum [[Mittel]] ihrer [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] und ist somit in der Lage, ökonomische [[Bedingungen]] zu einem [[objektiven]] Maß der [[persönlichen]] Identität werden zu lassen, sie dazu zu bringen, ihre [[Selbstachtung]] gegen ihre [[Selbstverwertung]] auszutauschen (siehe [[Täuschung]]).

Aktuelle Version vom 2. November 2025, 17:30 Uhr

Kulturveranstaltung betreibt eine Ereignisproduktion, wodurch Menschen aus der Selbstlosigkeit ihrer zwischenmenschlichen Wahrnehmung, aus ihrertoten Wahrnehmung Empfindung für sich finden, um sie zur Veredelung ihrer Selbstgefühle (siehe Selbstveredelung) zu akkumuliern. Es ist die Veranstaltung von Kultur, das Darstellen und Mit-Erleben-Lassen, was Kultur zu bieten hat: Kultur auf der Bühne. Kultur ereignet sich dann so, wie sie gewollt ist, wie sie zum Ertragen der alltäglichen Verhältnisse als Ausgleich nötig ist.

Zugleich wird hierin Kultur vermittelt, als Erlebnis übertragen, also nicht nur dargestellt, sondern auch als Ereignis produziert (siehe Ereignisproduktion). Kulturveranstaltungen sind nicht nur Aufführungen im eigentlichen Sinn, nicht nur Darbietungen auf der Bühne oder dem Parkett, sondern auch die gewöhnlichen Übertragungen von Kultur überhaupt, z.B. in den Medien oder auch als Sportveranstaltung.

Kulturveranstaltungen bieten also zweierlei: Sie machen eine bestimmte Kultur prominent, zur Hochkultur, und sie lassen die Menschen daran teilnehmen, verschaffen ein Erleben von gebotener Kultur, Kultur wie sie für ein gegebenes Leben eben geboten ist, um dessen Gegebenheiten zum Erlebnis werden zu lassen.

Durch die Kommunikationsindustrie einer Eventkulur abstrahiert sich die Kultur allerdings auch gegen sich selbst (siehe abtrakt menschlicher Sinn). Diese betreibt die Automation der Verständigung, durch die ihre Produktivkraft die gesellschaftlichen Verhältnisse von sich abhängig macht, die Sprache und Bildung ihrer Produktionsweise unterworfen, ihr Bild von der Bildung prominent wird und also eine ausschließliche kulturelle Bedeutung bekommt. Gerade weil sie die Menschen nur bedient, also als Dienstleistung auftritt, trägt sie zugleich zum kulturellen Zusammenschluss der Produktion, zur eigenständigen Späre kultivierter Abstraktionen bei. Von daher wird sie zum Maßstab einer Kultur, in welcher die ökonomischen Bedingungen selbst zum Kulturgut ihrer Gesellschaft werden, dem Zweck der politischen Ökonomie dadurch nützlich sind, dass sie deren kulturelle Substanzen verwertet (siehe hierzu auch Tittytainment). Dieser Nutzen macht Kultur, welche die Subjektivität einer jeden Gesellschaft ist, unter den Bedingungen des Geldbesitzes selbst zu einem politischen Medium, zum Mittel ihrer zwischenmenschlicher Verhältnisse und ist somit in der Lage, ökonomische Bedingungen zu einem objektiven Maß der persönlichen Identität werden zu lassen, sie dazu zu bringen, ihre Selbstachtung gegen ihre Selbstverwertung auszutauschen (siehe Täuschung).