Neurose
Aus kulturkritik
Neurose ist der ideologisierte Begriff für ein verselbständigtes Leiden der Selbstwahrnehmung (s.a. Verdrängung). Ideologisiert ist er durch dessen Biologisierung als Form eines Nervenleidens (Erkrankung der neuronalen Prozesse) welche ihm die Bedeutung einer naturwissenschaftlich zu begreifenden Krankheit gibt. Auch wenn Sigmund Freud diese in Beziehung zur bürgerlichen Kultur begreift, bleibt er doch in der Trennung von körperlichen und kulturellen Kräften befangen. Diese ist das Produkt eines mit der Aufklärung eingeführten Denkens (siehe hierzu Psychoanalyse).