Kulturgemeinschaft: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine Kulturgemeinschaft beruht auf Zustimmung, von daher ist ihr Zusammenhang durch [[Stimmungen]] [[bestimmt]] die sich in ihrer [[Sprache]] auch darzustellen und formulieren: Er gelingt, soweit dieser stimmt, also in der Lage ist, ihre [[Wahrheit]] auszusagen. Darin verwirklicht sich eine durch ihren geschichlichen Zusammenhang und ihrer Arbeitswelt umschriebene Gesellschaft von Menschen, deren Stoffwechsel im Wesentlichen im Rahmen einer umschriebenen Kultur (z.B. als Sprache, Schrift, Kunst usw.) besteht. Kultur hat nichts mit biologischen [[Eigenschaften]] der Menschen (Rasse usw.) zu tun, auch nicht als [[Position]] zur [[Natur]], als [[Negation]] von [[Naturempfindungen]] und auch nicht mit [[Politik]] (z.B. als [[Nation]]). Sie ist Lebensausdruck, welcher sich in Gewohnheiten, Sitten und Gebr�uche in einem Lebensraum von Menschen darstellt. Was darin kulturelle Gestalt hat, ist f�r eine Kulturgemeinschaft g�ltig. Das macht Kultur zu einer Allgemeinheit, die in dieser Form nicht leben kann: Die G�ltigkeit und Geltung von Kultur widerspricht ihrem Werden, ihren kulturellen Grundlagen (Kulturarbeit) selbst, wenn sie ihre Geschichte zum Werden von Kulturverh�ltnissen bestimmt.
Eine Kulturgemeinschaft beruht auf Zustimmung, von daher ist ihr Zusammenhang durch [[Stimmungen]] [[bestimmt]] die sich in ihrer [[Sprache]] auch darzustellen und formulieren: Er gelingt, soweit dieser stimmt, also in der Lage ist, ihre [[Wahrheit]] auszusagen. Darin verwirklicht sich eine durch ihren geschichlichen Zusammenhang und ihrer Arbeitswelt umschriebene Gesellschaft von Menschen, deren Stoffwechsel im Wesentlichen im Rahmen einer umschriebenen Kultur (z.B. als Sprache, Schrift, Kunst usw.) besteht. Kultur hat nichts mit biologischen [[Eigenschaften]] der Menschen (Rasse usw.) zu tun, auch nicht als [[Position]] zur [[Natur]], als [[Negation]] von [[Naturempfindungen]] und auch nicht mit [[Politik]] (z.B. als [[Nation]]). Sie ist Lebensausdruck, welcher sich in Gewohnheiten, Sitten und Gebräuche in einem Lebensraum von Menschen darstellt. Was darin kulturelle Gestalt hat, ist für eine Kulturgemeinschaft gültig. Das macht Kultur zu einer Allgemeinheit, die in dieser Form nicht leben kann: Die Gültigkeit und Geltung von Kultur widerspricht ihrem Werden, ihren kulturellen Grundlagen (Kulturarbeit) selbst, wenn sie ihre Geschichte zum Werden von Kulturverhältnissen bestimmt.


Die Grenzen der V�lker sind oft und zumeist durch ihre Geschichte auch die Grenzen von Kulturen. Solange diese geschlossene Lebensr�ume sind und eigenen Stoffwechsel haben, k�nnen Nationen auch als Kulturgemeinschaft bestehen, aber auch konflikttr�chtig im Verhalten als Kulturinteresse (siehe [[Kulturkampf]]). Da aber die Nationen selbst zunehmend weniger als �konomische Kreisl�ufe der Arbeit existieren und sich auch die Nationalit�ten selbst zunehmend in den Nationen vermengen, wird sich auch die Kulturgemeinschaft immer weniger national fassen lassen. Nur Nationalisten sehen darin die Grundlage ihrer [[reaktion�ren]] (r�ckw�rtsgerichteten) [[Vorstellungen]], die nur gewaltsam umsetzbar sind. Deshalb r�sten sie zum [[Kulturkampf]]. Wirkliche  
Die Grenzen der Völker sind oft und zumeist durch ihre Geschichte auch die Grenzen von Kulturen. Solange diese geschlossene Lebensräume sind und eigenen Stoffwechsel haben, können Nationen auch als Kulturgemeinschaft bestehen, aber auch konfliktträchtig im Verhalten als Kulturinteresse (siehe [[Kulturkampf]]). Da aber die Nationen selbst zunehmend weniger als ökonomische Kreisläufe der Arbeit existieren und sich auch die Nationalitäten selbst zunehmend in den Nationen vermengen, wird sich auch die Kulturgemeinschaft immer weniger national fassen lassen. Nur Nationalisten sehen darin die Grundlage ihrer [[reaktionären]] (rückwärtsgerichteten) [[Vorstellungen]], die nur gewaltsam umsetzbar sind. Deshalb rüsten sie zum [[Kulturkampf]]. Wirkliche


Kulturgemeinschaften k�nnen aber nur auf kulturellen, wirtschaftlichen, geografischen und nat�rlichen Umgrenzungen gr�nden. Eine Weltgemeinschaft der Kulturen kann daher nicht aus Nationen bestehen, sondern muss f�deral (abgegrenzte Bezogenheit) sein.
Kulturgemeinschaften können aber nur auf kulturellen, wirtschaftlichen, geografischen und natürlichen Umgrenzungen gründen. Eine Weltgemeinschaft der Kulturen kann daher nicht aus Nationen bestehen, sondern muss föderal (abgegrenzte Bezogenheit) sein.

Aktuelle Version vom 2. November 2025, 17:29 Uhr

Eine Kulturgemeinschaft beruht auf Zustimmung, von daher ist ihr Zusammenhang durch Stimmungen bestimmt die sich in ihrer Sprache auch darzustellen und formulieren: Er gelingt, soweit dieser stimmt, also in der Lage ist, ihre Wahrheit auszusagen. Darin verwirklicht sich eine durch ihren geschichlichen Zusammenhang und ihrer Arbeitswelt umschriebene Gesellschaft von Menschen, deren Stoffwechsel im Wesentlichen im Rahmen einer umschriebenen Kultur (z.B. als Sprache, Schrift, Kunst usw.) besteht. Kultur hat nichts mit biologischen Eigenschaften der Menschen (Rasse usw.) zu tun, auch nicht als Position zur Natur, als Negation von Naturempfindungen und auch nicht mit Politik (z.B. als Nation). Sie ist Lebensausdruck, welcher sich in Gewohnheiten, Sitten und Gebräuche in einem Lebensraum von Menschen darstellt. Was darin kulturelle Gestalt hat, ist für eine Kulturgemeinschaft gültig. Das macht Kultur zu einer Allgemeinheit, die in dieser Form nicht leben kann: Die Gültigkeit und Geltung von Kultur widerspricht ihrem Werden, ihren kulturellen Grundlagen (Kulturarbeit) selbst, wenn sie ihre Geschichte zum Werden von Kulturverhältnissen bestimmt.

Die Grenzen der Völker sind oft und zumeist durch ihre Geschichte auch die Grenzen von Kulturen. Solange diese geschlossene Lebensräume sind und eigenen Stoffwechsel haben, können Nationen auch als Kulturgemeinschaft bestehen, aber auch konfliktträchtig im Verhalten als Kulturinteresse (siehe Kulturkampf). Da aber die Nationen selbst zunehmend weniger als ökonomische Kreisläufe der Arbeit existieren und sich auch die Nationalitäten selbst zunehmend in den Nationen vermengen, wird sich auch die Kulturgemeinschaft immer weniger national fassen lassen. Nur Nationalisten sehen darin die Grundlage ihrer reaktionären (rückwärtsgerichteten) Vorstellungen, die nur gewaltsam umsetzbar sind. Deshalb rüsten sie zum Kulturkampf. Wirkliche

Kulturgemeinschaften können aber nur auf kulturellen, wirtschaftlichen, geografischen und natürlichen Umgrenzungen gründen. Eine Weltgemeinschaft der Kulturen kann daher nicht aus Nationen bestehen, sondern muss föderal (abgegrenzte Bezogenheit) sein.