Schande: Unterschied zwischen den Versionen

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Wo Fehler gemacht werden sind sie begründet und können mit der [[Aufhebung]] ihrer [[Gründe]] auch behoben werden, sind also kein [[Grund]] zur Schande. Schande ist eine [[Selbstbezichtigung]] vom Standpunkt einer Blamage gegen einen [[Lebenswert]], Sie ist die sittlich Konsequenz einer herabgewürdigten [[Selbstveredelng]], einer [[widersinnigen]] Hochachtung des [[ästhetischen Willens]] einer [[Selbstbeziehung]], [[Ausdruck]] eines [[verselbständigten]] [[Geltungsstreben]] des [[Kulturbürgers]] gegen die [[Wirklichkeit]] seines Versagens. Sie ist die �chtung eines Verhaltens durch die [[Sitte]] einer [[�bersinnlichen]] [[Gemeinsinns]], die Verachtung einer Tat vom Standpunktein einer unt�tigen [[Kultur]], die ihre Sittlichkeit hiergegen behauptet, um seinen [[widersinnigen]] [[Edelmut]] gegen die [[gewöhnliche]] [[Selbstwahrnehmung]] hervorzukehren. Schande ist [[Ausdruck]] eines [[Klassenbewusstseins]] der [[Kultürbürger]], das seine [[Widersinnigkeit]] verbergen muss, dessen Triumph gegen ein sich selbst [[fremdes]], gegen ein entfremdetes [[Leben]], das die [[Widersprüche]] seiner [[Ohnmacht]] offenbaren muss.
Wo Fehler gemacht werden sind sie begründet und können mit der [[Aufhebung]] ihrer [[Gründe]] auch behoben werden, sind also kein [[Grund]] zur Schande. Schande ist eine [[Selbstbezichtigung]] vom Standpunkt einer Blamage gegen einen [[Lebenswert]], Sie ist die sittlich Konsequenz einer herabgewürdigten [[Selbstveredelng]], einer [[widersinnigen]] Hochachtung des [[ästhetischen Willens]] einer [[Selbstbeziehung]], [[Ausdruck]] eines [[verselbständigten]] [[Geltungsstreben]] des [[Kulturbürgers]] gegen die [[Wirklichkeit]] seines Versagens. Sie ist die Ächtung eines Verhaltens durch die [[Sitte]] einer [[übersinnlichen]] [[Gemeinsinns]], die Verachtung einer Tat vom Standpunktein einer untätigen [[Kultur]], die ihre Sittlichkeit hiergegen behauptet, um seinen [[widersinnigen]] [[Edelmut]] gegen die [[gewöhnliche]] [[Selbstwahrnehmung]] hervorzukehren. Schande ist [[Ausdruck]] eines [[Klassenbewusstseins]] der [[Kultürbürger]], das seine [[Widersinnigkeit]] verbergen muss, dessen Triumph gegen ein sich selbst [[fremdes]], gegen ein entfremdetes [[Leben]], das die [[Widersprüche]] seiner [[Ohnmacht]] offenbaren muss.


Schande ist der Entzug von [[Achtung]], die alle Menschen dieses Gemeinwesens beanspruchen, ist also de facto die Entsozialisierung eines Menschen oder seiner Taten aus einer �bergeordneten [[Gemeinschaft]] oder einer �bergeordnet behaupteten Sittlichkeit. Sie f�hrt zur Verwerfung des Betroffenen - es sei denn, er ist in der Lage, die behauptete Sittlichkeit zu [[bezweifeln]] und zu [[kritisieren]] und damit sie f�r sich und vor allen [[allgemein]] zu verwerfen.
Schande ist der Entzug von [[Achtung]], die alle Menschen dieses Gemeinwesens beanspruchen, ist also de facto die Entsozialisierung eines Menschen oder seiner Taten aus einer übergeordneten [[Gemeinschaft]] oder einer übergeordnet behaupteten Sittlichkeit. Sie führt zur Verwerfung des Betroffenen - es sei denn, er ist in der Lage, die behauptete Sittlichkeit zu [[bezweifeln]] und zu [[kritisieren]] und damit sie für sich und vor allen [[allgemein]] zu verwerfen.

Aktuelle Version vom 2. November 2025, 17:32 Uhr

Wo Fehler gemacht werden sind sie begründet und können mit der Aufhebung ihrer Gründe auch behoben werden, sind also kein Grund zur Schande. Schande ist eine Selbstbezichtigung vom Standpunkt einer Blamage gegen einen Lebenswert, Sie ist die sittlich Konsequenz einer herabgewürdigten Selbstveredelng, einer widersinnigen Hochachtung des ästhetischen Willens einer Selbstbeziehung, Ausdruck eines verselbständigten Geltungsstreben des Kulturbürgers gegen die Wirklichkeit seines Versagens. Sie ist die Ächtung eines Verhaltens durch die Sitte einer übersinnlichen Gemeinsinns, die Verachtung einer Tat vom Standpunktein einer untätigen Kultur, die ihre Sittlichkeit hiergegen behauptet, um seinen widersinnigen Edelmut gegen die gewöhnliche Selbstwahrnehmung hervorzukehren. Schande ist Ausdruck eines Klassenbewusstseins der Kultürbürger, das seine Widersinnigkeit verbergen muss, dessen Triumph gegen ein sich selbst fremdes, gegen ein entfremdetes Leben, das die Widersprüche seiner Ohnmacht offenbaren muss.

Schande ist der Entzug von Achtung, die alle Menschen dieses Gemeinwesens beanspruchen, ist also de facto die Entsozialisierung eines Menschen oder seiner Taten aus einer übergeordneten Gemeinschaft oder einer übergeordnet behaupteten Sittlichkeit. Sie führt zur Verwerfung des Betroffenen - es sei denn, er ist in der Lage, die behauptete Sittlichkeit zu bezweifeln und zu kritisieren und damit sie für sich und vor allen allgemein zu verwerfen.