Verwesentlichung: Unterschied zwischen den Versionen
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Verwesentlichung ist der Prozess der [[Ideologie]]bildung, die durch die [[Verallgemeinerung]] der [[Vorstellung]] eines [[Ideals]] - durch [[Idealisierung]] - die [[Wahrnehmung]] beherrscht und die darin enthaltende [[Erkenntnis]] bricht, | Verwesentlichung ist der Prozess der [[Ideologie]]bildung, die durch die [[Verallgemeinerung]] der [[Vorstellung]] eines [[Ideals]] - durch [[Idealisierung]] - die [[Wahrnehmung]] beherrscht und die darin enthaltende [[Erkenntnis]] bricht, abtötet und verwesen lässt. Verwesentlichung betreibt die Vertauschung (siehe [[Täuschung]]) einer Besonderung mit ihrer [[Allgemeinheit]], will die [[Besonderheit]] eines [[Wesens]] erzeugen, das in [[Wirklichkeit]] [[nichts]] ist, weil es nichts Besonderes sein kann, ohne schon an seiner [[wirklichen]] Allgemeinheit bemessen zu sein. Es wird daher zum [[notwendigen]] Produkt einer [[Nichtung]], einem [[Sein,]] das nicht sein kann,weil es erst werden muss, wie so sein sollte. In einer Verwesentlichung kommt es nur als vorweggenommene Verwesung dessen vor, was in Wahrheit nicht ist und auch nicht wahr sein kann. Es ist hierdurch der betriebene Verlust seiner [[Wahrheit]], ein [[Zustand]], in welchem sich die [[Gewissheit]], die Gewähr der [[Erkenntnis]] und [[Selbsterkenntnis]], auflöst. | ||
Ohne [[Gewissheit]] gibt es keine unmittelbare [[Wahrheit]], so dass sich darin kein Mensch mehr gewahr wird, keine | Ohne [[Gewissheit]] gibt es keine unmittelbare [[Wahrheit]], so dass sich darin kein Mensch mehr gewahr wird, keine Gewähr für sich hat und sich selbst nicht bewahren kann. Es gibt darin keine [[Relationen]] und keine [[Beziehung]] von [[Erkenntnissen]], weil mit einer Verwesentlich schon ein Wesen als [[Ganzes]] behauptet ist, das erst werden müsste, um wahr zu sein. Von daher ist diese Ungewissheit total - ein Zustand absoluter [[Identität]]slosigkeit. Verwesentlichung ist [[Entgegenwärtigung]], ein Prozess der [[Selbstauflösung]], die sich in ihrer [[Verwahrlosung]] belebt. Es ist der [[lebende]] Untergang menschlichen Seins, der [[Tod]] mitten im [[Leben]] ohne zu sterben, lebender Tod. In dieser Verwahrlosung ist [[Bewusstsein]] nicht mehr möglich, weil dieses immer ein bestimmtes Sein voraussetzt. Man kann nichts wissen, wo keine [[Gewissheit]] möglich ist, und sei es auch nur die Allgemeinste. | ||
Aktuelle Version vom 2. November 2025, 17:34 Uhr
Verwesentlichung ist der Prozess der Ideologiebildung, die durch die Verallgemeinerung der Vorstellung eines Ideals - durch Idealisierung - die Wahrnehmung beherrscht und die darin enthaltende Erkenntnis bricht, abtötet und verwesen lässt. Verwesentlichung betreibt die Vertauschung (siehe Täuschung) einer Besonderung mit ihrer Allgemeinheit, will die Besonderheit eines Wesens erzeugen, das in Wirklichkeit nichts ist, weil es nichts Besonderes sein kann, ohne schon an seiner wirklichen Allgemeinheit bemessen zu sein. Es wird daher zum notwendigen Produkt einer Nichtung, einem Sein, das nicht sein kann,weil es erst werden muss, wie so sein sollte. In einer Verwesentlichung kommt es nur als vorweggenommene Verwesung dessen vor, was in Wahrheit nicht ist und auch nicht wahr sein kann. Es ist hierdurch der betriebene Verlust seiner Wahrheit, ein Zustand, in welchem sich die Gewissheit, die Gewähr der Erkenntnis und Selbsterkenntnis, auflöst.
Ohne Gewissheit gibt es keine unmittelbare Wahrheit, so dass sich darin kein Mensch mehr gewahr wird, keine Gewähr für sich hat und sich selbst nicht bewahren kann. Es gibt darin keine Relationen und keine Beziehung von Erkenntnissen, weil mit einer Verwesentlich schon ein Wesen als Ganzes behauptet ist, das erst werden müsste, um wahr zu sein. Von daher ist diese Ungewissheit total - ein Zustand absoluter Identitätslosigkeit. Verwesentlichung ist Entgegenwärtigung, ein Prozess der Selbstauflösung, die sich in ihrer Verwahrlosung belebt. Es ist der lebende Untergang menschlichen Seins, der Tod mitten im Leben ohne zu sterben, lebender Tod. In dieser Verwahrlosung ist Bewusstsein nicht mehr möglich, weil dieses immer ein bestimmtes Sein voraussetzt. Man kann nichts wissen, wo keine Gewissheit möglich ist, und sei es auch nur die Allgemeinste.