Beliebigkeit: Unterschied zwischen den Versionen

Aus kulturkritik
Python (Diskussion | Beiträge)
Automatischer Import
 
Python (Diskussion | Beiträge)
Automatischer Import aus TXT
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
"Indem man die gesellschaftlichen Charaktere, welche Sachen, oder die sachlichen Charaktere, welche gesellschaftliche Bestimmungen der Arbeit auf Grundlage einer bestimmten Produktionsweise erhalten, für bloße Zeichen [erklärt], erklärt man sie zugleich für willkürliches Reflexionsprodukt der Menschen." [[(K. Marx, MEW 23, S. 105)]]
<blockquote>''Indem man die gesellschaftlichen Charaktere, welche Sachen, oder die sachlichen Charaktere, welche gesellschaftliche Bestimmungen der Arbeit auf Grundlage einer bestimmten Produktionsweise erhalten, für bloße Zeichen [erklärt], erklärt man sie zugleich für willkürliches Reflexionsprodukt der Menschen. [[(K. Marx, MEW 23, S. 105)]]''</blockquote>


Beliebigkeit ist eine [[Beziehung]] nach Belieben, nach dem was "lieb und teuer" ist und was in der [[Macht]] dieser [[Beziehung]] liegt, was ihre [[Willkür]] verwirklicht (siehe hierzu auch [[hermeneutischer Zirkel]]). Im Belieben gibt es keine [[Wahrheit]]. Denn darin ist [[Wahrnehmung]] tot (siehe [[tote Wahrnehmung]]). Darin begründet sich ein Verhältnis, das zwar nicht [[zufällig]], nicht grundlos, wohl aber jenseits einer wirklich objektiven [[Substanz]] existiert (siehe hierzu auch [[heile Welt]]). Sie ist eine von den [[Notwendigkeiten]] ihrer Beziehungen [[abgetrennten]] [[Freiheit]], die durch eine [[Gleichgültigkeit]] betrieben wird, die sie schon enthält, bevor sie [[wirklich]] ist, durch die [[Nutzung]] von bestimmter Bezogenheit durch die [[Ausschließlichkeit]] einer [[Selbstbeziehung]] im Großen und [[Ganzen]], die ihre [[Identität]] durch ihre Beliebigkeit in gleichgültiger Bezogenheit - aber frei für sich - bewahrt (siehe auch [[Selbstgerechtigkeit]]).  
Beliebigkeit ist eine [[Beziehung]] nach Belieben, nach dem was ''lieb und teuer'' ist und was in der [[Macht]] dieser [[Beziehung]] liegt, was ihre [[Willkür]] verwirklicht (siehe hierzu auch [[hermeneutischer Zirkel]]). Im Belieben gibt es keine [[Wahrheit]]. Denn darin ist [[Wahrnehmung]] tot (siehe [[tote Wahrnehmung]]). Darin begründet sich ein Verhältnis, das zwar nicht [[zufällig]], nicht grundlos, wohl aber jenseits einer wirklich objektiven [[Substanz]] existiert (siehe hierzu auch [[heile Welt]]). Sie ist eine von den [[Notwendigkeiten]] ihrer Beziehungen [[abgetrennten]] [[Freiheit]], die durch eine [[Gleichgültigkeit]] betrieben wird, die sie schon enthält, bevor sie [[wirklich]] ist, durch die [[Nutzung]] von bestimmter Bezogenheit durch die [[Ausschließlichkeit]] einer [[Selbstbeziehung]] im Großen und [[Ganzen]], die ihre [[Identität]] durch ihre Beliebigkeit in gleichgültiger Bezogenheit - aber frei für sich - bewahrt (siehe auch [[Selbstgerechtigkeit]]).


Was die Gleichgültigkeit [[objektiv]] werden lässt, macht die Beliebigkeit [[subjektiv]]. Darin bleibt sich vor allem die [[Selbstverwirklichung]] als [[objektiver]] Gehalt von [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] gleich, die ihre [[Subjektivität]] darin [[entäußern]] - in [[Wahrheit]] also zu [[Objekt]]-[[Objekt]]-Beziehungen werden.
Was die Gleichgültigkeit [[objektiv]] werden lässt, macht die Beliebigkeit [[subjektiv]]. Darin bleibt sich vor allem die [[Selbstverwirklichung]] als [[objektiver]] Gehalt von [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] gleich, die ihre [[Subjektivität]] darin [[entäußern]] - in [[Wahrheit]] also zu [[Objekt]]-[[Objekt]]-Beziehungen werden.


Das objektive [[Subjekt]] der Beliebigkeit existiert nicht so [[persönlich]], wie es erscheint. Es ist die [[Identität]] des [[Geldbesitz]]es, die das Marktsubjekt [[Geld]] in seiner [[Willkür]] nicht nur der [[Form]] nach, sondern in seinen persönlichen [[Inhalten]] bestärkt. Es ist die [[Personifikation]] einer [[absoluten]] [[Freiheit]], - ein [[Widersinn]] in sich, denn was absolut sein soll, kann nicht mehr frei sein. Es geht mit der Beliebigkeit ihrer [[Beziehungen]] um eine [[Freiheit]], die sich in ihrer[[Gleichgültigkeit]] gegen die Welt verschworen haben zu einem Konglomerat der [[Ideale]] von [[Gleichheit]] und [[Freiheit]], die als bürgerliche[[Ideologie]] des [[Geldbesitz]]es totalisiert wird und den [[Totalitarismus]] des [[Geldbesitzes]] als [[Trieb]] des [[Kapitals]] betreibt. Gerade der in [[Wahrheit]] unerreichbare Gehalt von [[Ideologie]] wird darin abgeschlossen, dass er alles ausschließt, was ihn begrenzen könnte. Und indem er in der Wechselseitigkeit der [[Ideologien]] von Freiheit und Gleichheit, also in seiner Beliebigkeit absolut unerreichbar wird, ist die [[Subjektivität]] seiner unendlichen Bestimmung in ihrer [[persönlichen]] [[Willkür]] [[total]]. Indem sie die Begrenzung der Gleichheit durch die Freiheit als unentwegte Wechselseitigkeit von Grenzen beliebig oft zitiert belegt sie durch sich schon selbst, dass nur sie diese in ihrer unendlichen Selbstbezogenheit zu vertreten versteht.
Das objektive [[Subjekt]] der Beliebigkeit existiert nicht so [[persönlich]], wie es erscheint. Es ist die [[Identität]] des [[Geldbesitz]]es, die das Marktsubjekt [[Geld]] in seiner [[Willkür]] nicht nur der [[Form]] nach, sondern in seinen persönlichen [[Inhalten]] bestärkt. Es ist die [[Personifikation]] einer [[absoluten]] [[Freiheit]], - ein [[Widersinn]] in sich, denn was absolut sein soll, kann nicht mehr frei sein. Es geht mit der Beliebigkeit ihrer [[Beziehungen]] um eine [[Freiheit]], die sich in ihrer[[Gleichgültigkeit]] gegen die Welt verschworen haben zu einem Konglomerat der [[Ideale]] von [[Gleichheit]] und [[Freiheit]], die als bürgerliche[[Ideologie]] des [[Geldbesitz]]es totalisiert wird und den [[Totalitarismus]] des [[Geldbesitzes]] als [[Trieb]] des [[Kapitals]] betreibt. Gerade der in [[Wahrheit]] unerreichbare Gehalt von [[Ideologie]] wird darin abgeschlossen, dass er alles ausschließt, was ihn begrenzen könnte. Und indem er in der Wechselseitigkeit der [[Ideologien]] von Freiheit und Gleichheit, also in seiner Beliebigkeit absolut unerreichbar wird, ist die [[Subjektivität]] seiner unendlichen Bestimmung in ihrer [[persönlichen]] [[Willkür]] [[total]]. Indem sie die Begrenzung der Gleichheit durch die Freiheit als unentwegte Wechselseitigkeit von Grenzen beliebig oft zitiert belegt sie durch sich schon selbst, dass nur sie diese in ihrer unendlichen Selbstbezogenheit zu vertreten versteht.


Im Unterschied zur [[Gleichgültigkeit]] ist Beliebigkeit nämlich keine Beziehungslosigkeit, sondern [[Selbstbeziehung]] nach Belieben, also in ihrer absoluten Unmittelbarkeit. Alles Bestimmte geht in der [[Abstraktion]] dadurch unter, dass es besessen wird oder bessesen sein oder werden kann. In der Beliebigkeit vervollständigt sich in Einheit mit ihrer Gleichgültigkeit die Unendlichkeit in der Bestimmung selbst als absolute [[Formbestimmung]] einer [[Sache]], die alles sein kann, ein [[Unding]], das bestimmt und gleichgültig gegen seine Bestimmtheit und gerade hierdurch frei für sich ist. Als Lebensverhältnis ist dies die Form einer absoluten [[Selbstentfremdung]], da sich in solcher Beziehung jeder Mensch in allem und nirgendwo wiederfindet.  
Im Unterschied zur [[Gleichgültigkeit]] ist Beliebigkeit nämlich keine Beziehungslosigkeit, sondern [[Selbstbeziehung]] nach Belieben, also in ihrer absoluten Unmittelbarkeit. Alles Bestimmte geht in der [[Abstraktion]] dadurch unter, dass es besessen wird oder bessesen sein oder werden kann. In der Beliebigkeit vervollständigt sich in Einheit mit ihrer Gleichgültigkeit die Unendlichkeit in der Bestimmung selbst als absolute [[Formbestimmung]] einer [[Sache]], die alles sein kann, ein [[Unding]], das bestimmt und gleichgültig gegen seine Bestimmtheit und gerade hierdurch frei für sich ist. Als Lebensverhältnis ist dies die Form einer absoluten [[Selbstentfremdung]], da sich in solcher Beziehung jeder Mensch in allem und nirgendwo wiederfindet.


Und ebenso verhält er sich: Da er sich auf alles gleichgültig bezieht, verschwindet es in seiner Freiheit. Es ist nicht mehr bloßer Konsum (siehe [[Tittytainment]]), sondern höchste Form der [[Selbstverwirklichung]]. Es ist die [[Ganzheit]] gleichgültiger [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] und da deren [[Abstraktion]] darin nicht aufgehoben, sondern vollendet ist, ist sie wirklich gegen alles mächtig. Es verwirklicht sich in dem Konglomerat von Gleichgültigkeit und Beliebigkeit die vollständige [[Isolation]] der [[Macht]] durch die vollständige Isolation der [[Ohnmacht]]. Die vollständige Isolation ist dessen [[Wirklichkeit]] schlechthin, das Wirken als absoluter [[Nutzen]] ihrer Macht (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]). Denn sie ist nichts anderes als die wirklich [[abstrakte]] Beziehung, in der sich alles nur aufhebt, weil es durch ihre abstrakte Totalität aufgehoben wird.
Und ebenso verhält er sich: Da er sich auf alles gleichgültig bezieht, verschwindet es in seiner Freiheit. Es ist nicht mehr bloßer Konsum (siehe [[Tittytainment]]), sondern höchste Form der [[Selbstverwirklichung]]. Es ist die [[Ganzheit]] gleichgültiger [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] und da deren [[Abstraktion]] darin nicht aufgehoben, sondern vollendet ist, ist sie wirklich gegen alles mächtig. Es verwirklicht sich in dem Konglomerat von Gleichgültigkeit und Beliebigkeit die vollständige [[Isolation]] der [[Macht]] durch die vollständige Isolation der [[Ohnmacht]]. Die vollständige Isolation ist dessen [[Wirklichkeit]] schlechthin, das Wirken als absoluter [[Nutzen]] ihrer Macht (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]). Denn sie ist nichts anderes als die wirklich [[abstrakte]] Beziehung, in der sich alles nur aufhebt, weil es durch ihre abstrakte Totalität aufgehoben wird.


Der in solcher Bezogenheit sich selbst [[fremd]] gewordene Mensch wird sich hiergegen nicht mehr [[emanzipieren]] können, denn er verwirklikcht in seiner Beliebigkeit nurmehr die [[Entfremdung]] der anderen. Weil er hierdurch keinen [[Widersinn]] mehr wahrnehmen kann, wird er sich von nichts [[wirklich]] unterscheiden können, sich also auch nicht wirklich [[kritisch]] verhalten. Das in seiner Beliebigkeit geweckte [[Bedürfnis]] entzieht ihm die [[Erkenntnis]] menschlicher [[Kultur]] und der [[Notwendigkeit]] zur [[Kritik der politischen Kultur]] und treibt ihn zur [[Selbstveredelung]], die ihn in einem gegen alles fremden [[Edelmut]] auch in seiner [[Selbstentfremdung]] stark erscheinen lässt. Er gehört unausweichlich zur herrschenden [[Klasse]] der [[Kultur]].
Der in solcher Bezogenheit sich selbst [[fremd]] gewordene Mensch wird sich hiergegen nicht mehr [[emanzipieren]] können, denn er verwirklikcht in seiner Beliebigkeit nurmehr die [[Entfremdung]] der anderen. Weil er hierdurch keinen [[Widersinn]] mehr wahrnehmen kann, wird er sich von nichts [[wirklich]] unterscheiden können, sich also auch nicht wirklich [[kritisch]] verhalten. Das in seiner Beliebigkeit geweckte [[Bedürfnis]] entzieht ihm die [[Erkenntnis]] menschlicher [[Kultur]] und der [[Notwendigkeit]] zur [[Kritik der politischen Kultur]] und treibt ihn zur [[Selbstveredelung]], die ihn in einem gegen alles fremden [[Edelmut]] auch in seiner [[Selbstentfremdung]] stark erscheinen lässt. Er gehört unausweichlich zur herrschenden [[Klasse]] der [[Kultur]].

Aktuelle Version vom 4. November 2025, 19:46 Uhr

Indem man die gesellschaftlichen Charaktere, welche Sachen, oder die sachlichen Charaktere, welche gesellschaftliche Bestimmungen der Arbeit auf Grundlage einer bestimmten Produktionsweise erhalten, für bloße Zeichen [erklärt], erklärt man sie zugleich für willkürliches Reflexionsprodukt der Menschen. (K. Marx, MEW 23, S. 105)

Beliebigkeit ist eine Beziehung nach Belieben, nach dem was lieb und teuer ist und was in der Macht dieser Beziehung liegt, was ihre Willkür verwirklicht (siehe hierzu auch hermeneutischer Zirkel). Im Belieben gibt es keine Wahrheit. Denn darin ist Wahrnehmung tot (siehe tote Wahrnehmung). Darin begründet sich ein Verhältnis, das zwar nicht zufällig, nicht grundlos, wohl aber jenseits einer wirklich objektiven Substanz existiert (siehe hierzu auch heile Welt). Sie ist eine von den Notwendigkeiten ihrer Beziehungen abgetrennten Freiheit, die durch eine Gleichgültigkeit betrieben wird, die sie schon enthält, bevor sie wirklich ist, durch die Nutzung von bestimmter Bezogenheit durch die Ausschließlichkeit einer Selbstbeziehung im Großen und Ganzen, die ihre Identität durch ihre Beliebigkeit in gleichgültiger Bezogenheit - aber frei für sich - bewahrt (siehe auch Selbstgerechtigkeit).

Was die Gleichgültigkeit objektiv werden lässt, macht die Beliebigkeit subjektiv. Darin bleibt sich vor allem die Selbstverwirklichung als objektiver Gehalt von zwischenmenschlichen Beziehungen gleich, die ihre Subjektivität darin entäußern - in Wahrheit also zu Objekt-Objekt-Beziehungen werden.

Das objektive Subjekt der Beliebigkeit existiert nicht so persönlich, wie es erscheint. Es ist die Identität des Geldbesitzes, die das Marktsubjekt Geld in seiner Willkür nicht nur der Form nach, sondern in seinen persönlichen Inhalten bestärkt. Es ist die Personifikation einer absoluten Freiheit, - ein Widersinn in sich, denn was absolut sein soll, kann nicht mehr frei sein. Es geht mit der Beliebigkeit ihrer Beziehungen um eine Freiheit, die sich in ihrerGleichgültigkeit gegen die Welt verschworen haben zu einem Konglomerat der Ideale von Gleichheit und Freiheit, die als bürgerlicheIdeologie des Geldbesitzes totalisiert wird und den Totalitarismus des Geldbesitzes als Trieb des Kapitals betreibt. Gerade der in Wahrheit unerreichbare Gehalt von Ideologie wird darin abgeschlossen, dass er alles ausschließt, was ihn begrenzen könnte. Und indem er in der Wechselseitigkeit der Ideologien von Freiheit und Gleichheit, also in seiner Beliebigkeit absolut unerreichbar wird, ist die Subjektivität seiner unendlichen Bestimmung in ihrer persönlichen Willkür total. Indem sie die Begrenzung der Gleichheit durch die Freiheit als unentwegte Wechselseitigkeit von Grenzen beliebig oft zitiert belegt sie durch sich schon selbst, dass nur sie diese in ihrer unendlichen Selbstbezogenheit zu vertreten versteht.

Im Unterschied zur Gleichgültigkeit ist Beliebigkeit nämlich keine Beziehungslosigkeit, sondern Selbstbeziehung nach Belieben, also in ihrer absoluten Unmittelbarkeit. Alles Bestimmte geht in der Abstraktion dadurch unter, dass es besessen wird oder bessesen sein oder werden kann. In der Beliebigkeit vervollständigt sich in Einheit mit ihrer Gleichgültigkeit die Unendlichkeit in der Bestimmung selbst als absolute Formbestimmung einer Sache, die alles sein kann, ein Unding, das bestimmt und gleichgültig gegen seine Bestimmtheit und gerade hierdurch frei für sich ist. Als Lebensverhältnis ist dies die Form einer absoluten Selbstentfremdung, da sich in solcher Beziehung jeder Mensch in allem und nirgendwo wiederfindet.

Und ebenso verhält er sich: Da er sich auf alles gleichgültig bezieht, verschwindet es in seiner Freiheit. Es ist nicht mehr bloßer Konsum (siehe Tittytainment), sondern höchste Form der Selbstverwirklichung. Es ist die Ganzheit gleichgültiger zwischenmenschlicher Beziehungen und da deren Abstraktion darin nicht aufgehoben, sondern vollendet ist, ist sie wirklich gegen alles mächtig. Es verwirklicht sich in dem Konglomerat von Gleichgültigkeit und Beliebigkeit die vollständige Isolation der Macht durch die vollständige Isolation der Ohnmacht. Die vollständige Isolation ist dessen Wirklichkeit schlechthin, das Wirken als absoluter Nutzen ihrer Macht (siehe hierzu auch autoritärer Charakter). Denn sie ist nichts anderes als die wirklich abstrakte Beziehung, in der sich alles nur aufhebt, weil es durch ihre abstrakte Totalität aufgehoben wird.

Der in solcher Bezogenheit sich selbst fremd gewordene Mensch wird sich hiergegen nicht mehr emanzipieren können, denn er verwirklikcht in seiner Beliebigkeit nurmehr die Entfremdung der anderen. Weil er hierdurch keinen Widersinn mehr wahrnehmen kann, wird er sich von nichts wirklich unterscheiden können, sich also auch nicht wirklich kritisch verhalten. Das in seiner Beliebigkeit geweckte Bedürfnis entzieht ihm die Erkenntnis menschlicher Kultur und der Notwendigkeit zur Kritik der politischen Kultur und treibt ihn zur Selbstveredelung, die ihn in einem gegen alles fremden Edelmut auch in seiner Selbstentfremdung stark erscheinen lässt. Er gehört unausweichlich zur herrschenden Klasse der Kultur.