Massengefühl: Unterschied zwischen den Versionen

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"Canettis Zugang zu Massenphänomenen waren seine eigenen, prägenden Massenerlebnisse, die ihn zu dem Gedanken führten, dass es im Menschen einen Massentrieb gibt, der im Widerstreit zum Persönlichkeitstrieb steht. (Wikipedia zu Canneti) "Was immer auch geschieht: Nie darfst du so tief sinken, von dem Kakau, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken."Erich Kästner (1899 - 1974) Wo [[Empfindungen]] übereinstimmen geraten sie in [[Stimmungen]]. Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, worin [[Empfindungen]] außer sich sein können, was und worin sie also der reinen [[Form]] nach, und also in ihrer [[Masse]] und [[abstrakt]] für einander und zu einander sind. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu ihrer Einheit, zu einer selbsbezüglichen [[Qualität]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autprität]] ihrer [[Prominenz]] einer bestimmten Wahrnehmung maßgeblich bestimmend und mächtig (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]). Wo [[Empfindungen]] außer sich geraten und hier wie dort dasein können, was sie also der reinen Form nach in ihrer Masse als bloße Erregung abstrakt für einander und zu einander sind, erzeugen sie Stimungen aus ihrem [[Körpergedächtnis]] und auch unmittelbar durch sich. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu einer Einheit, zu einer [[selbsbezüglichen]] [[Qualitäät]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] in der [[Erregung]] ihrer [[Regungen]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich mehr oder weniger [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autorität]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] und [[Macht]], ihrer [[Prominenz]] maßgeblich beeindruckt (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]] einer Persönlichkeit). Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der [[Masse]] auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch [[Musik]]). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist. Auch [[Musik]] kann als eine Art Stimme verstanden werden, auch wenn sie mit Instrumenten den Organismus erweitert. Die Einheit des Musikers mit seinem Instrument beweist die Ganzheit ihrer Ausdruckkraft und die menschliche Stimme ist darin ein äußerst vielseitiges Instrument. Die Stimme ist immer in [[Beziehung]] auf andere, oft auch ohne dass sie [[anwesend]] sind. Je abstrakter die Umwelt und die Lebensbedingungen, desto mächtiger wird die Stimme als Organ [[zwischenmenschlicher Beziehungen]]. Die Kraft der Stimme artikuliert sich in der [[Sprache]] bestimmend, und kann in solcher Beziehung auch eine hohe [[Dichte]] vortäuschen, wodurch sie allerdings ihre eigene [[Dichtung]] aufhebt. Wenn Menschen ihre Stimme erheben, so teilen sie mit, was für sie stimmig ist. Es ist nicht die bloße [[Sprache]], sondern eine Gegenwart ihrer [[Wahrheit]], das Wissen um ihre [[Bestimmung]]. Wird diese bedrängt oder getäuscht, so gerät man in eine schlechte [[Stimmung]], wird sie beherrscht, so kann man sie nur für sich haben, auch in sich hören, wenn man dem [[Subjekt]] der Bedrängung [[einverleibt]] ist ([[Stimmenhören]]). Die Stimme drückt eine [[Persönlichkeit]] aus und macht sie sozial und politisch gegenwärtig. Von daher wird sie auch zu einer politischen Trägerin der Demokratie. Die [[Wählerstimme]] bestimmt in der [[bürgerlichen Demokratie]] den [[politischen Willen]]. Subjektiv entstehenn [[Stimmungen]] im [[Bedürfnis]] nach einer sozialen Unterscheidbarkeit von [[guten]] und schlechten [[Gefühlen]], wie sie den [[Selbstgefühle]] unter den [[Umständen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] für ihre [[Wahrnehmungsidentität]] [[nötig]] sind. Sie bilden das Verlangen nach einer [[ästhetischen]] Versöhnung als Grundlage ihrer [[Selbstbehauptung]] und sind von daher der soziale Widerhall von [[Empfindungen]] unter derselben [[Lebensbedingung]] isolierter Zwischenmenschlichkeit. In jeder Stimmung wird eine [[abstrakte]] [[Gemeinschaft]] der [[vereinzelten]] Menschen sozialisiert und bewahrt, bevor sie sich auch [[wirklich]] bewähren müsste. Von daher enthält sie immer schon ein soziales [[Vorurteil]] über den Charakter ihres Lebenszusammenhangs, das sich in der [[Unmittelbarheit]] [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] abstrakt formuliert. In den [[isolierten]] [[Empfindungen]] der [[Selbstwahrnehmung]] in solchen Verhältnissen suchen Menschen nach einem [[Sinn]] von Übereinstimmungen, den sie aber nur außer sich [[wahr]] finden und haben können. Die Krisen einer [[abstrakten Gesellschaft]] [[verwirklichen]] sich in der Aufzehrung [[zwischenmenschlicher]] Verbindlichkeiten durch die massenhafte [[Einverleibung]] von [[Gefühlen]], in denen [[bürgerliche]] [[Selbstverständlichkeiten]] sich [[gesellschaftlich]] verbinden lassen, durch die eine [[abstrakte]] [[Notwendigkeit]] der [[politischen Kultur]] verbindlich wahrgemacht wird. Massengefühle stellen die [[Vergemeinschaftung]] von [[toter Wahrnehmung]] dar. Sie offenbaren, was den Menschen an [[Wahrheit]] fehlt, was ihnen nötig ist, um eine [[abwesende]] [[Wahrheit]] zu [[vergegenwärtigen]], ihren Tod durch eine verbindlich gemachte [[Masse]] zu substantivieren. Von daher wirkt in Massengefühlen ein kollektiver [[Selbstverlust]], der die verlorene [[Substanz]] von [[selbstlos]] gewordenen [[Selbstgefühlen]] zu einer [[Gefühlsmasse]] versammeln und als diese veranstalten (siehe hierzu auch [[Ereignisproduktion]]). In den [[Verhältnissen]] der [[Selbstgefühle]] entstehen mangels [[substanzieller]] [[Inhalte]] immer wieder [[Zweifel]] an der [[Gewissheit]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die [[Form]] für den [[Inhalt]] der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße [[Form]] ihres [[Andersseins]], unerfülltes Verlangen nach der Änderung ihrer [[Inhalte]] sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer [[allgemeinen]] [[Form]] ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem [[objektiven Gefühl]], in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem [[objektiven Selbstgefühl]] zu [[verallgemeinern]], das die Menschen nurmehr in dem [[erkennen]] können, was es mit ihnen macht un wozu es sie zu einm [[Massengefühl]] treibt (siehe auch [[Trieb]]). Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Krise]]) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verdammten Individuen nach einer [[heilen Welt]], einer [[allgemeinen]] Individualmacht, die ihre vereinzelten [[Gefühle]] zum Massengefühl einer [[Massenpsyche]] zusammenführt. Dieses [[bezieht]] über eine massenhaft angereicherte [[Egozentrik]] einen eigenständigen [[Nutzen]], das wie ein [[verselbständigter]] [[Gemeinsinn]] die [[Isolation]] der [[Selbstgefühle]] aus den [[allgemeinen]] [[Errregungen]] ihrer [[Ohnmacht]] zum [[Schein]] einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren [[Scheinwelt]] zergliedert ihre [[Abstraktionskraft]] die Inhalte ihrer [[Beziehungen]] und unterwirft sie einem [[objektiven Selbstgefühl]], das keinen [[Verstand]] mehr nötig hat (siehe hierzu auch [[Massenkultur]]). "Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten "des Geistes" ausgeben will." [[(MEW Bd. 2, S. 90)]]. Die Masse ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Darin vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Abwesenheit]] ihrer [[wirklichen]] Bezogenheiten durch die [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], ihrer [[Begriffssubstanz]]. Zum Massengefühl wird eine [[Gefühlsmasse]], die in der Vergemeinschaftung ([[Verallgemeinerung]]) der [[Gefühle]] ihren [[Sinn]] für den [[Einzelnen]] auflöst. Indem die [[objektivierten Gefühle]] einer Masse von Menschen (siehe [[Massenmensch]]) als Formation eines entleerten [[Selbstgefühl]]ls sich unendlich verdoppeln und sich als [[Masse]] seiner [[Selbstbezogenheit]] abstrakt bestärken, entwickelt sich ein [[Gemeinsinn]], der als [[objektives Gefühl]] allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener [[Selbstwahrnehmunge]]n stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch [[Gesinnung]]). Mit der [[Aufhebung]] ihrer einzelnen [[Wirklichkeit]]wird die [[Nichtung]] einer gesellschaftlichen [[Wahrnehmung]] betrieben und die [[Langeweile]] ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen [[Macht]]einer [[seelisch]] [[verallgemeinerten]] [[Sebstwahrnehmung]] (siehe auch [[Archetyp]]). Diese lässt dann in der [[Masse]] den einzelnen Menschen wie eine übermächtige [[Wahrheit]] seiner [[Isolation]] ersscheinen, worin er sich als das [[empfinden]] kann, wovon er in [[Wahrheit]]ausgeschlossen ist. Und in dieser erhabenen [[Ausschließlichkeit]] hat er sich als Moment seiner vereinzelten [[Natur]] (siehe hierzu auch [[Körperfetischismus]]) in einer [[allgemein]] übernatürlichen [[Notwendgkeit]] wahr, einer [[Übermenschlickeit]] die ihm eine objektive [[Gleichgültigkeit]] seiner [[Selbstwahrnehmung]] vermittelt. Im [[Dasein]] der vergemeinschafteten [[Gefühlsmasse]] findet er sich in einem [[abstrakt allgemeinen]] [[Selbstgefühl]] wieder und [[empfindet]]sich selbst als [[Sache]] einer [[körperlichen]] [[Allgemeinheit]], worin er sich zwangsläufig über sich selbst erhebt (siehe [[Selbstlosigkeit]]). Für jeden [[Einzelnen]] lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr [[empfinden]] kann (siehe [[tote Wahrnehmung]]), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch [[Kult]]). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem [[Selbstgefühl]], das durch seine [[Dichte]] (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im [[Gefühl]] von einer [[objektiven]] [[Masse]] auch [[subjektiv]] als [[Masse]] [[entfremdeter]] [[Regungen]] auflädt, sich daher durch entsprechenden [[Idole]] auch leicht [[erregt]] und [[fanatisiern]] lässt. Im Unterschied zu einer [[Gefühlsmasse]] wendet sich ds [[Massengefühl]] gegen das [[Selbstgefühl]] der [[Einzelnen]], weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten [[Gemeinschaft]] zielt (siehe hierzu auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]). In der [[Vermassung]] von [[Gefühlen]] vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], der [[Begriffssubstanz]] ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]]. So bekommt jede [[Masse]] eine eigene Substanz ihrer [[Form]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht "von Sinnen" ist, sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigen]]. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]] und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer [[Bestimmtheit]] auf und verwandeln sich in eine [[Kraft]], die der [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] die [[Energie]] ihrer [[Abstraktionskraft]] verleiht, sodass diese in deren [[Verselbständigung]] selbst zum [[Antrieb]] einer gemeinen Menge werden kann, die jeden [[Sinn]] für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine [[Gewalt]] gegen sich und andere und verfüllt sie mit [[beliebigen]] Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe [[schlechte Unendlichkeit]]). Wenn [[Selbstgefühle]] sich als Massengefühl zu einer [[Gefühlsmasse]] vereinen, verschmielzen sie alleine schon durch ihre [[Masse]] zu einem übermächtigen [[Selbstgefühl]], worin sie sich groß und stark empfinden.Im Massengefühl bestärken sich in [[Wirklichkeit]] ohnmächtige Menschen, die sich in ihrer [[Selbstgefühle]] als [[Massenmensch]] [[wahrhaben]], wenn sie keine wirkliche [[Beziehung]] in ihren [[Lebensverhältnissen]] finden und sich deshalb nur in [[Gemeinschaft]] [[verhalten]] können, als Gefühlsgemeinschaft auftreten. Darin bestärken sie sich durch ihre [[Masse]], durch das reine [[Quantum]] ihrer [[Gefühle]] in einer Größe, die über ihr wirkliches Menschsein hinausreicht, [[übermenschliche]] [[Gefühle]] als ein [[Selbstgefühl]] der Größe und [[Macht]] produzieren. Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer [[Masse]], durch ihre [[Stimmung]] sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer [[Massenkultur]] bestätigen und ihre [[Befriedung]] in einer [[Gefühlsmasse]] finden und [[haben]]. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach [[Sinn]], den sie für sich verloren hat. Der [[abstrakt menschliche Sinn]] bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher [[Empfindungen]], aus der Lebensvielfalt einander [[gleichgültig]] gewordener [[Wahrnehmungen]] eine übersinnliche Gegenwart der bloßen [[Masse]], die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen [[Selbstbehauptung]] [[entschlossen]] hat und sich deshalb frei von [[ausschließlicher]] [[Formbestimmung]] - sich aus der [[Isolation]] ihres einfachen [[Meinens]] und Dafürhaltens befreit fühlt. Massengefühle sind [[Selbstgefühle]], die sich durch die [[Macht]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], der allseits gleichen [[Geltung]] in ihrer [[Abstraktion]], zu einer [[Gefühlsmasse]] [[verdichtet]], zu einer [[allgemeinen]] Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen [[Masse]] alle [[Empfindungen]] beherrscht und hierdurch ein übermächtiges [[Selbstgefühl]], eine gefühlte [[Übermenschlichkeit]] erzeugen, durch das sich ihre [[Selbstbehauptung]] auch als eine übermächtige, eine "überwältigende" Empfindung wahrmacht. Aus der [[Gefühlsmasse]] einer Menschen[[menge]] entstehen Massengefühle, wenn sich [[Gefühle]] als Lebensäußerungen in der [[Masse]] von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer [[Selbstgefühle]] stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die [[Gemeinschaft]] der Gefühle versammelt [[körperlich]], was im [[Einzelnen]] keine [[Anwesenheit]] hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche [[Erlebensform]], die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer [[Körper]] vereint. Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die [[Masse]] nicht nur reflektiert, sondern auch "ansteckt". Das Massengefühl verlässt die Passivität einer [[Gefühlsmasse]] und wird aktiv, sucht seine allgemeine [[Selbstverwirklichung]] durch seine [[akkumulierte]] [[Kraft]], seine [[abstrakte]] [[Gewalt]]. Die Basis hierfür ist die [[Empfindung]] der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle [[ereignen]], wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer [[Gefühlsmasse]], zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen [[Gefühle]] richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer [[Ereignis]]haftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der [[Isolation]] hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede [[Gegenwärtigkeit]] nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen [[Mystifikation]] werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede [[Selbsttäuschung]] bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse [[einverleibt]]. und sich von daher ihr [[entfremdet]]. In der [[Masse]] von Menschen, in Ansammlungen von [[Selbstgefühlen]] in sportlicher, kultischer, religiöser oder politischer [[Gemeinschaft]] entstehen [[Gefühle]] die sich aus dem [[Ereignis]] der massenhaften [[Anwesenheiten]] heraus zu einer Einheit ver[[dichte]]n, die für den einzelnen Menschen nicht ist, etwas, das seine [[Isolation]] ausmacht, die gerade im Massengefühl einer [[Gefühlsmasse]] aufgehoben ist. Es die [[körperliche]] Umkehrung, die [[Negation]] der gewöhnlichen Lebensgefühle, in denen [[Gefühle]] zusammenkommen, die für sich nicht sein können und die den einzelnen Menschen in ungeahnten Übermut reißen können, weil sie das sind, was er nicht fassen kann (vergleiche z.B. missionarische oder [[psychologische]] Erweckungsveranstaltungen oder die [[Familienaufstelungen]] [[Bert Hellingers]]). Für den einzelnen Menschen sind das zwar [[verkehrte]] Gefühle, doch gerade die Verkehrung entzieht ihm seine Not, da sie sich durch ihre [[Dichte]] schon aller [[Notwendigkeit]] enthoben hat, die seiner Verlassenheit entspricht. So findet der verlassene Mensch zu einem [[Gott]], einem Idol oder einem [[Heil]], das ihm seine Gottverlassenheit austreibt - wenigstens solange, wie der Gefühlsrausch der [[Masse]] anhält. Das Massengefühl ist ein Rausch, der die Masse der [[Gefühle]] als Suchtmittel [[nutzt]]. Eine Massengefühl ensteht daher in der massenhaften Produktion von [[Selbstgefühl,]]sei es durch Rede, Provokation, Kunst oder anderer Mittel des [[Populismus]]. Es ist hierfür lediglich eine Masse von Menschen vorausgesetzt, die sich in einen [[Gemeinsinn]] einstimmen lassen, ganz besonders dann, wenn diese Gefühle vertauscht, individuell gebrochen, für sich unglücklich sind. Hierzu dienen vor allem Massenveranstaltungen, wie z.B. Konzerte oder Sportereignisse, - eben die Events, die schon weitgehend Kult geworden sind. Darin geschieht eine höchst sonderbare Verwandlung in den Individuen, die im Grund eihrer Isolationgeschuldet ist: Die massenhafte Produktion von Selbstgefühl durch die Masse und für die Masse. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von [[Gefühlen]] sein kann, wird so in der [[Eventkultur]] zur Produktion von einem hoch verdichteten [[Selbstgefühl]], einem [[Gefühl]] für jeden, der sich dabei durch die [[Energie]] der [[Dichte]] selbst vergessen kann oder vergessen muss. In der [[Beziehung]] auf andere Menschen, [[Gegenstände]] oder [[Ereignisse]] reflektieren sich [[Gefühle]] aus [[Empfindungen]], aus denen sie [[bestimmt]] waren, die an sich zeitlos im [[Gedächtnis]] verbleiben können, das sie in ihrer [[Abwesenheit]] [[erinnert]]. Von daher sind sie an und für sich nicht unbestimmt, jedoch nur in der [[Form]] der [[Anwesenheit]] dieser [[Beziehungen]] wahr. Doch in ihrer Aufhäufung durch die [[Abwesenheit]] von [[widersprechenden]] Empfindungen, durch deren [[Isolation]], worin sie sich zwangsläufig [[abstrakt]] und also [[fremd]] werden, verlieren sie ihre bestimmte Inhalte mit der [[Dichte]] ihrer Fremderfahrungen. In der [[Masse]] solcher [[Gefühle]] entsteht in den Menschen eine Gefühlsmasse, die ihre [[Psyche]] beherrscht. Darin radikalisieren sich deren [[Erregungen]] zu einem Erregungssturm, der auch auf die [[Masse]] der [[Gefühle]] zurückwirkt. Im [[Verhältnis]] zu dieser entsteht eine Wechselwirkung der inneren [[Isolation]] mit der immer äußerlicher werdenden [[Wirklichkeit]] eines [[Verhältnisses]] innerer und äußerer Gefühlsmassen. Durch [[psychische]] Beziehungen (siehe hierzu auch [[Sekte]]) können hierduch selbst [[Formbestimmungen]] wirksam werden, die in der Abwesenheit der Empfindungen eigene Verhältnisse schaffen, denen [[Absichten]] entspringen, die ihre Empfindung [[entgegenwärtigen]] (z.B. [[Konsum]] der Anwesenheit im bloßen [[Erleben]], [[Liturgie]] oder ein sonstwie gearteter [[ästhetischer Wille]]). Zudem können diese Inhalte auch durch [[Gefühlsurteile]] [[gegenständlich]] [[bewahrheitet]] oder auch selbst noch produziert werden durch bestimmte Verselbständigung von Kulturen und können sich auch im [[Kult]] als Medium einer [[Selbstaufhebung]] [[vergegenwärtigen]]. Von daher werden die unterschiedlichsten Gefühle in einer Bestimmung zu einer [[Meinung]] vereint, die alle [[Selbstbezogenheiten]] in sich [[aufhebt]], die sie inzwischen angereichert haben und zugleich selbständig - z.B. als Kult einer [[Selbstveredelung]] - hiergegen steht. In dieser Vereinigung von Selbstbezogenheit existieren die eigenen [[Gefühle]] dann lediglich als [[Masse]], in welcher sich die gegensätzlichsten Selbstbeziehungen in der [[Symbiose]] einer [[Bewegung]] verbrüdern und in ihrer [[Allgemeinheit]] aufheben, einer [[abstrakten]] [[Allgemeinheit]], die lediglich eine Masse von Gefühl ist, die als Gefühlsmasse wirksam wird (siehe auch [[Massenpsyche]]). Eine Gefühlsmasse ist daher eine in ihrer Masse allgemeine aufhobene abstrakte Beziehung von [[Selbstgefühlen]], die massenhafte [[Selbstbeziehung]] in einem verschmolzenen Gefühls[[erlebnis]], die durch [[Gefühle]] entsteht, welche sich aus [[Empfindungen]] in der [[Dichte]] [[anwesender]] Menschen gleicher Gefühle ergeben. Es entsteht hierbei eine [[ästhetische]] Verdichtung der Gefühle, die sich aus der [[Körperlichkeit]] der Menschen ergibt, der Art und Weise, wie sie sich äußern und bewegen. Sie assozieren hierdurch Inhalte ihres [[Selbsterlebens]] zu einer eigenen [[Masse]] des Gefühls, das sich darin von jeder [[Empfindung]] löst, sich also in der [[Selbstwahrnehmung]] entgrenzt und zu einem allgemeinen [[Selbstgefühl]] wird. Hierdurch erfährt das Gefühl in der Gefühlsmasse eine [[magische]] Dimensionen (siehe hierzu auch [[Fanatismus]]) und erzeugt von daher [[Erregungen]], die außer Kontrolle sind.
<blockquote>''Canettis Zugang zu Massenphänomenen waren seine eigenen, prägenden Massenerlebnisse, die ihn zu dem Gedanken führten, dass es im Menschen einen Massentrieb gibt, der im Widerstreit zum Persönlichkeitstrieb steht. (Wikipedia zu Canneti) Was immer auch geschieht: Nie darfst du so tief sinken, von dem Kakau, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken.Erich Kästner (1899 - 1974) Wo [[Empfindungen]] übereinstimmen geraten sie in [[Stimmungen]]. Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, worin [[Empfindungen]] außer sich sein können, was und worin sie also der reinen [[Form]] nach, und also in ihrer [[Masse]] und [[abstrakt]] für einander und zu einander sind. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu ihrer Einheit, zu einer selbsbezüglichen [[Qualität]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autprität]] ihrer [[Prominenz]] einer bestimmten Wahrnehmung maßgeblich bestimmend und mächtig (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]). Wo [[Empfindungen]] außer sich geraten und hier wie dort dasein können, was sie also der reinen Form nach in ihrer Masse als bloße Erregung abstrakt für einander und zu einander sind, erzeugen sie Stimungen aus ihrem [[Körpergedächtnis]] und auch unmittelbar durch sich. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu einer Einheit, zu einer [[selbsbezüglichen]] [[Qualitäät]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] in der [[Erregung]] ihrer [[Regungen]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich mehr oder weniger [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autorität]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] und [[Macht]], ihrer [[Prominenz]] maßgeblich beeindruckt (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]] einer Persönlichkeit). Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der [[Masse]] auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch [[Musik]]). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist. Auch [[Musik]] kann als eine Art Stimme verstanden werden, auch wenn sie mit Instrumenten den Organismus erweitert. Die Einheit des Musikers mit seinem Instrument beweist die Ganzheit ihrer Ausdruckkraft und die menschliche Stimme ist darin ein äußerst vielseitiges Instrument. Die Stimme ist immer in [[Beziehung]] auf andere, oft auch ohne dass sie [[anwesend]] sind. Je abstrakter die Umwelt und die Lebensbedingungen, desto mächtiger wird die Stimme als Organ [[zwischenmenschlicher Beziehungen]]. Die Kraft der Stimme artikuliert sich in der [[Sprache]] bestimmend, und kann in solcher Beziehung auch eine hohe [[Dichte]] vortäuschen, wodurch sie allerdings ihre eigene [[Dichtung]] aufhebt. Wenn Menschen ihre Stimme erheben, so teilen sie mit, was für sie stimmig ist. Es ist nicht die bloße [[Sprache]], sondern eine Gegenwart ihrer [[Wahrheit]], das Wissen um ihre [[Bestimmung]]. Wird diese bedrängt oder getäuscht, so gerät man in eine schlechte [[Stimmung]], wird sie beherrscht, so kann man sie nur für sich haben, auch in sich hören, wenn man dem [[Subjekt]] der Bedrängung [[einverleibt]] ist ([[Stimmenhören]]). Die Stimme drückt eine [[Persönlichkeit]] aus und macht sie sozial und politisch gegenwärtig. Von daher wird sie auch zu einer politischen Trägerin der Demokratie. Die [[Wählerstimme]] bestimmt in der [[bürgerlichen Demokratie]] den [[politischen Willen]]. Subjektiv entstehenn [[Stimmungen]] im [[Bedürfnis]] nach einer sozialen Unterscheidbarkeit von [[guten]] und schlechten [[Gefühlen]], wie sie den [[Selbstgefühle]] unter den [[Umständen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] für ihre [[Wahrnehmungsidentität]] [[nötig]] sind. Sie bilden das Verlangen nach einer [[ästhetischen]] Versöhnung als Grundlage ihrer [[Selbstbehauptung]] und sind von daher der soziale Widerhall von [[Empfindungen]] unter derselben [[Lebensbedingung]] isolierter Zwischenmenschlichkeit. In jeder Stimmung wird eine [[abstrakte]] [[Gemeinschaft]] der [[vereinzelten]] Menschen sozialisiert und bewahrt, bevor sie sich auch [[wirklich]] bewähren müsste. Von daher enthält sie immer schon ein soziales [[Vorurteil]] über den Charakter ihres Lebenszusammenhangs, das sich in der [[Unmittelbarheit]] [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] abstrakt formuliert. In den [[isolierten]] [[Empfindungen]] der [[Selbstwahrnehmung]] in solchen Verhältnissen suchen Menschen nach einem [[Sinn]] von Übereinstimmungen, den sie aber nur außer sich [[wahr]] finden und haben können. Die Krisen einer [[abstrakten Gesellschaft]] [[verwirklichen]] sich in der Aufzehrung [[zwischenmenschlicher]] Verbindlichkeiten durch die massenhafte [[Einverleibung]] von [[Gefühlen]], in denen [[bürgerliche]] [[Selbstverständlichkeiten]] sich [[gesellschaftlich]] verbinden lassen, durch die eine [[abstrakte]] [[Notwendigkeit]] der [[politischen Kultur]] verbindlich wahrgemacht wird. Massengefühle stellen die [[Vergemeinschaftung]] von [[toter Wahrnehmung]] dar. Sie offenbaren, was den Menschen an [[Wahrheit]] fehlt, was ihnen nötig ist, um eine [[abwesende]] [[Wahrheit]] zu [[vergegenwärtigen]], ihren Tod durch eine verbindlich gemachte [[Masse]] zu substantivieren. Von daher wirkt in Massengefühlen ein kollektiver [[Selbstverlust]], der die verlorene [[Substanz]] von [[selbstlos]] gewordenen [[Selbstgefühlen]] zu einer [[Gefühlsmasse]] versammeln und als diese veranstalten (siehe hierzu auch [[Ereignisproduktion]]). In den [[Verhältnissen]] der [[Selbstgefühle]] entstehen mangels [[substanzieller]] [[Inhalte]] immer wieder [[Zweifel]] an der [[Gewissheit]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die [[Form]] für den [[Inhalt]] der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße [[Form]] ihres [[Andersseins]], unerfülltes Verlangen nach der Änderung ihrer [[Inhalte]] sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer [[allgemeinen]] [[Form]] ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem [[objektiven Gefühl]], in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem [[objektiven Selbstgefühl]] zu [[verallgemeinern]], das die Menschen nurmehr in dem [[erkennen]] können, was es mit ihnen macht un wozu es sie zu einm [[Massengefühl]] treibt (siehe auch [[Trieb]]). Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Krise]]) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verdammten Individuen nach einer [[heilen Welt]], einer [[allgemeinen]] Individualmacht, die ihre vereinzelten [[Gefühle]] zum Massengefühl einer [[Massenpsyche]] zusammenführt. Dieses [[bezieht]] über eine massenhaft angereicherte [[Egozentrik]] einen eigenständigen [[Nutzen]], das wie ein [[verselbständigter]] [[Gemeinsinn]] die [[Isolation]] der [[Selbstgefühle]] aus den [[allgemeinen]] [[Errregungen]] ihrer [[Ohnmacht]] zum [[Schein]] einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren [[Scheinwelt]] zergliedert ihre [[Abstraktionskraft]] die Inhalte ihrer [[Beziehungen]] und unterwirft sie einem [[objektiven Selbstgefühl]], das keinen [[Verstand]] mehr nötig hat (siehe hierzu auch [[Massenkultur]]). Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten des Geistes ausgeben will. [[(MEW Bd. 2, S. 90)]]. Die Masse ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Darin vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Abwesenheit]] ihrer [[wirklichen]] Bezogenheiten durch die [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], ihrer [[Begriffssubstanz]]. Zum Massengefühl wird eine [[Gefühlsmasse]], die in der Vergemeinschaftung ([[Verallgemeinerung]]) der [[Gefühle]] ihren [[Sinn]] für den [[Einzelnen]] auflöst. Indem die [[objektivierten Gefühle]] einer Masse von Menschen (siehe [[Massenmensch]]) als Formation eines entleerten [[Selbstgefühl]]ls sich unendlich verdoppeln und sich als [[Masse]] seiner [[Selbstbezogenheit]] abstrakt bestärken, entwickelt sich ein [[Gemeinsinn]], der als [[objektives Gefühl]] allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener [[Selbstwahrnehmunge]]n stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch [[Gesinnung]]). Mit der [[Aufhebung]] ihrer einzelnen [[Wirklichkeit]]wird die [[Nichtung]] einer gesellschaftlichen [[Wahrnehmung]] betrieben und die [[Langeweile]] ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen [[Macht]]einer [[seelisch]] [[verallgemeinerten]] [[Sebstwahrnehmung]] (siehe auch [[Archetyp]]). Diese lässt dann in der [[Masse]] den einzelnen Menschen wie eine übermächtige [[Wahrheit]] seiner [[Isolation]] ersscheinen, worin er sich als das [[empfinden]] kann, wovon er in [[Wahrheit]]ausgeschlossen ist. Und in dieser erhabenen [[Ausschließlichkeit]] hat er sich als Moment seiner vereinzelten [[Natur]] (siehe hierzu auch [[Körperfetischismus]]) in einer [[allgemein]] übernatürlichen [[Notwendgkeit]] wahr, einer [[Übermenschlickeit]] die ihm eine objektive [[Gleichgültigkeit]] seiner [[Selbstwahrnehmung]] vermittelt. Im [[Dasein]] der vergemeinschafteten [[Gefühlsmasse]] findet er sich in einem [[abstrakt allgemeinen]] [[Selbstgefühl]] wieder und [[empfindet]]sich selbst als [[Sache]] einer [[körperlichen]] [[Allgemeinheit]], worin er sich zwangsläufig über sich selbst erhebt (siehe [[Selbstlosigkeit]]). Für jeden [[Einzelnen]] lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr [[empfinden]] kann (siehe [[tote Wahrnehmung]]), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch [[Kult]]). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem [[Selbstgefühl]], das durch seine [[Dichte]] (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im [[Gefühl]] von einer [[objektiven]] [[Masse]] auch [[subjektiv]] als [[Masse]] [[entfremdeter]] [[Regungen]] auflädt, sich daher durch entsprechenden [[Idole]] auch leicht [[erregt]] und [[fanatisiern]] lässt. Im Unterschied zu einer [[Gefühlsmasse]] wendet sich ds [[Massengefühl]] gegen das [[Selbstgefühl]] der [[Einzelnen]], weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten [[Gemeinschaft]] zielt (siehe hierzu auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]). In der [[Vermassung]] von [[Gefühlen]] vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], der [[Begriffssubstanz]] ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]]. So bekommt jede [[Masse]] eine eigene Substanz ihrer [[Form]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht von Sinnen ist, sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigen]]. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]] und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer [[Bestimmtheit]] auf und verwandeln sich in eine [[Kraft]], die der [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] die [[Energie]] ihrer [[Abstraktionskraft]] verleiht, sodass diese in deren [[Verselbständigung]] selbst zum [[Antrieb]] einer gemeinen Menge werden kann, die jeden [[Sinn]] für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine [[Gewalt]] gegen sich und andere und verfüllt sie mit [[beliebigen]] Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe [[schlechte Unendlichkeit]]). Wenn [[Selbstgefühle]] sich als Massengefühl zu einer [[Gefühlsmasse]] vereinen, verschmielzen sie alleine schon durch ihre [[Masse]] zu einem übermächtigen [[Selbstgefühl]], worin sie sich groß und stark empfinden.Im Massengefühl bestärken sich in [[Wirklichkeit]] ohnmächtige Menschen, die sich in ihrer [[Selbstgefühle]] als [[Massenmensch]] [[wahrhaben]], wenn sie keine wirkliche [[Beziehung]] in ihren [[Lebensverhältnissen]] finden und sich deshalb nur in [[Gemeinschaft]] [[verhalten]] können, als Gefühlsgemeinschaft auftreten. Darin bestärken sie sich durch ihre [[Masse]], durch das reine [[Quantum]] ihrer [[Gefühle]] in einer Größe, die über ihr wirkliches Menschsein hinausreicht, [[übermenschliche]] [[Gefühle]] als ein [[Selbstgefühl]] der Größe und [[Macht]] produzieren. Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer [[Masse]], durch ihre [[Stimmung]] sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer [[Massenkultur]] bestätigen und ihre [[Befriedung]] in einer [[Gefühlsmasse]] finden und [[haben]]. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach [[Sinn]], den sie für sich verloren hat. Der [[abstrakt menschliche Sinn]] bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher [[Empfindungen]], aus der Lebensvielfalt einander [[gleichgültig]] gewordener [[Wahrnehmungen]] eine übersinnliche Gegenwart der bloßen [[Masse]], die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen [[Selbstbehauptung]] [[entschlossen]] hat und sich deshalb frei von [[ausschließlicher]] [[Formbestimmung]] - sich aus der [[Isolation]] ihres einfachen [[Meinens]] und Dafürhaltens befreit fühlt. Massengefühle sind [[Selbstgefühle]], die sich durch die [[Macht]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], der allseits gleichen [[Geltung]] in ihrer [[Abstraktion]], zu einer [[Gefühlsmasse]] [[verdichtet]], zu einer [[allgemeinen]] Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen [[Masse]] alle [[Empfindungen]] beherrscht und hierdurch ein übermächtiges [[Selbstgefühl]], eine gefühlte [[Übermenschlichkeit]] erzeugen, durch das sich ihre [[Selbstbehauptung]] auch als eine übermächtige, eine überwältigende Empfindung wahrmacht. Aus der [[Gefühlsmasse]] einer Menschen[[menge]] entstehen Massengefühle, wenn sich [[Gefühle]] als Lebensäußerungen in der [[Masse]] von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer [[Selbstgefühle]] stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die [[Gemeinschaft]] der Gefühle versammelt [[körperlich]], was im [[Einzelnen]] keine [[Anwesenheit]] hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche [[Erlebensform]], die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer [[Körper]] vereint. Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die [[Masse]] nicht nur reflektiert, sondern auch ansteckt. Das Massengefühl verlässt die Passivität einer [[Gefühlsmasse]] und wird aktiv, sucht seine allgemeine [[Selbstverwirklichung]] durch seine [[akkumulierte]] [[Kraft]], seine [[abstrakte]] [[Gewalt]]. Die Basis hierfür ist die [[Empfindung]] der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle [[ereignen]], wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer [[Gefühlsmasse]], zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen [[Gefühle]] richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer [[Ereignis]]haftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der [[Isolation]] hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede [[Gegenwärtigkeit]] nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen [[Mystifikation]] werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede [[Selbsttäuschung]] bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse [[einverleibt]]. und sich von daher ihr [[entfremdet]]. In der [[Masse]] von Menschen, in Ansammlungen von [[Selbstgefühlen]] in sportlicher, kultischer, religiöser oder politischer [[Gemeinschaft]] entstehen [[Gefühle]] die sich aus dem [[Ereignis]] der massenhaften [[Anwesenheiten]] heraus zu einer Einheit ver[[dichte]]n, die für den einzelnen Menschen nicht ist, etwas, das seine [[Isolation]] ausmacht, die gerade im Massengefühl einer [[Gefühlsmasse]] aufgehoben ist. Es die [[körperliche]] Umkehrung, die [[Negation]] der gewöhnlichen Lebensgefühle, in denen [[Gefühle]] zusammenkommen, die für sich nicht sein können und die den einzelnen Menschen in ungeahnten Übermut reißen können, weil sie das sind, was er nicht fassen kann (vergleiche z.B. missionarische oder [[psychologische]] Erweckungsveranstaltungen oder die [[Familienaufstelungen]] [[Bert Hellingers]]). Für den einzelnen Menschen sind das zwar [[verkehrte]] Gefühle, doch gerade die Verkehrung entzieht ihm seine Not, da sie sich durch ihre [[Dichte]] schon aller [[Notwendigkeit]] enthoben hat, die seiner Verlassenheit entspricht. So findet der verlassene Mensch zu einem [[Gott]], einem Idol oder einem [[Heil]], das ihm seine Gottverlassenheit austreibt - wenigstens solange, wie der Gefühlsrausch der [[Masse]] anhält. Das Massengefühl ist ein Rausch, der die Masse der [[Gefühle]] als Suchtmittel [[nutzt]]. Eine Massengefühl ensteht daher in der massenhaften Produktion von [[Selbstgefühl,]]sei es durch Rede, Provokation, Kunst oder anderer Mittel des [[Populismus]]. Es ist hierfür lediglich eine Masse von Menschen vorausgesetzt, die sich in einen [[Gemeinsinn]] einstimmen lassen, ganz besonders dann, wenn diese Gefühle vertauscht, individuell gebrochen, für sich unglücklich sind. Hierzu dienen vor allem Massenveranstaltungen, wie z.B. Konzerte oder Sportereignisse, - eben die Events, die schon weitgehend Kult geworden sind. Darin geschieht eine höchst sonderbare Verwandlung in den Individuen, die im Grund eihrer Isolationgeschuldet ist: Die massenhafte Produktion von Selbstgefühl durch die Masse und für die Masse. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von [[Gefühlen]] sein kann, wird so in der [[Eventkultur]] zur Produktion von einem hoch verdichteten [[Selbstgefühl]], einem [[Gefühl]] für jeden, der sich dabei durch die [[Energie]] der [[Dichte]] selbst vergessen kann oder vergessen muss. In der [[Beziehung]] auf andere Menschen, [[Gegenstände]] oder [[Ereignisse]] reflektieren sich [[Gefühle]] aus [[Empfindungen]], aus denen sie [[bestimmt]] waren, die an sich zeitlos im [[Gedächtnis]] verbleiben können, das sie in ihrer [[Abwesenheit]] [[erinnert]]. Von daher sind sie an und für sich nicht unbestimmt, jedoch nur in der [[Form]] der [[Anwesenheit]] dieser [[Beziehungen]] wahr. Doch in ihrer Aufhäufung durch die [[Abwesenheit]] von [[widersprechenden]] Empfindungen, durch deren [[Isolation]], worin sie sich zwangsläufig [[abstrakt]] und also [[fremd]] werden, verlieren sie ihre bestimmte Inhalte mit der [[Dichte]] ihrer Fremderfahrungen. In der [[Masse]] solcher [[Gefühle]] entsteht in den Menschen eine Gefühlsmasse, die ihre [[Psyche]] beherrscht. Darin radikalisieren sich deren [[Erregungen]] zu einem Erregungssturm, der auch auf die [[Masse]] der [[Gefühle]] zurückwirkt. Im [[Verhältnis]] zu dieser entsteht eine Wechselwirkung der inneren [[Isolation]] mit der immer äußerlicher werdenden [[Wirklichkeit]] eines [[Verhältnisses]] innerer und äußerer Gefühlsmassen. Durch [[psychische]] Beziehungen (siehe hierzu auch [[Sekte]]) können hierduch selbst [[Formbestimmungen]] wirksam werden, die in der Abwesenheit der Empfindungen eigene Verhältnisse schaffen, denen [[Absichten]] entspringen, die ihre Empfindung [[entgegenwärtigen]] (z.B. [[Konsum]] der Anwesenheit im bloßen [[Erleben]], [[Liturgie]] oder ein sonstwie gearteter [[ästhetischer Wille]]). Zudem können diese Inhalte auch durch [[Gefühlsurteile]] [[gegenständlich]] [[bewahrheitet]] oder auch selbst noch produziert werden durch bestimmte Verselbständigung von Kulturen und können sich auch im [[Kult]] als Medium einer [[Selbstaufhebung]] [[vergegenwärtigen]]. Von daher werden die unterschiedlichsten Gefühle in einer Bestimmung zu einer [[Meinung]] vereint, die alle [[Selbstbezogenheiten]] in sich [[aufhebt]], die sie inzwischen angereichert haben und zugleich selbständig - z.B. als Kult einer [[Selbstveredelung]] - hiergegen steht. In dieser Vereinigung von Selbstbezogenheit existieren die eigenen [[Gefühle]] dann lediglich als [[Masse]], in welcher sich die gegensätzlichsten Selbstbeziehungen in der [[Symbiose]] einer [[Bewegung]] verbrüdern und in ihrer [[Allgemeinheit]] aufheben, einer [[abstrakten]] [[Allgemeinheit]], die lediglich eine Masse von Gefühl ist, die als Gefühlsmasse wirksam wird (siehe auch [[Massenpsyche]]). Eine Gefühlsmasse ist daher eine in ihrer Masse allgemeine aufhobene abstrakte Beziehung von [[Selbstgefühlen]], die massenhafte [[Selbstbeziehung]] in einem verschmolzenen Gefühls[[erlebnis]], die durch [[Gefühle]] entsteht, welche sich aus [[Empfindungen]] in der [[Dichte]] [[anwesender]] Menschen gleicher Gefühle ergeben. Es entsteht hierbei eine [[ästhetische]] Verdichtung der Gefühle, die sich aus der [[Körperlichkeit]] der Menschen ergibt, der Art und Weise, wie sie sich äußern und bewegen. Sie assozieren hierdurch Inhalte ihres [[Selbsterlebens]] zu einer eigenen [[Masse]] des Gefühls, das sich darin von jeder [[Empfindung]] löst, sich also in der [[Selbstwahrnehmung]] entgrenzt und zu einem allgemeinen [[Selbstgefühl]] wird. Hierdurch erfährt das Gefühl in der Gefühlsmasse eine [[magische]] Dimensionen (siehe hierzu auch [[Fanatismus]]) und erzeugt von daher [[Erregungen]], die außer Kontrolle sind.''</blockquote>


"Was immer auch geschieht: Nie darfst du so tief sinken, von dem Kakau, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken."Erich Kästner (1899 - 1974)
<blockquote>''Was immer auch geschieht: Nie darfst du so tief sinken, von dem Kakau, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken.Erich Kästner (1899 - 1974)''</blockquote>


Wo [[Empfindungen]] übereinstimmen geraten sie in [[Stimmungen]]. Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, worin [[Empfindungen]] außer sich sein können, was und worin sie also der reinen [[Form]] nach, und also in ihrer [[Masse]] und [[abstrakt]] für einander und zu einander sind. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu ihrer Einheit, zu einer selbsbezüglichen [[Qualität]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autprität]] ihrer [[Prominenz]] einer bestimmten Wahrnehmung maßgeblich bestimmend und mächtig (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]).
Wo [[Empfindungen]] übereinstimmen geraten sie in [[Stimmungen]]. Darin vermittelt sich ein [[objektives Gefühl]] von dem, worin [[Empfindungen]] außer sich sein können, was und worin sie also der reinen [[Form]] nach, und also in ihrer [[Masse]] und [[abstrakt]] für einander und zu einander sind. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu ihrer Einheit, zu einer selbsbezüglichen [[Qualität]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autprität]] ihrer [[Prominenz]] einer bestimmten Wahrnehmung maßgeblich bestimmend und mächtig (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]).


Wo [[Empfindungen]] außer sich geraten und hier wie dort dasein können, was sie also der reinen Form nach in ihrer Masse als bloße Erregung abstrakt für einander und zu einander sind, erzeugen sie Stimungen aus ihrem [[Körpergedächtnis]] und auch unmittelbar durch sich. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu einer Einheit, zu einer [[selbsbezüglichen]] [[Qualitäät]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] in der [[Erregung]] ihrer [[Regungen]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich mehr oder weniger [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autorität]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] und [[Macht]], ihrer [[Prominenz]] maßgeblich beeindruckt (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]] einer Persönlichkeit). Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der [[Masse]] auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch [[Musik]]). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist. Auch [[Musik]] kann als eine Art Stimme verstanden werden, auch wenn sie mit Instrumenten den Organismus erweitert. Die Einheit des Musikers mit seinem Instrument beweist die Ganzheit ihrer Ausdruckkraft und die menschliche Stimme ist darin ein äußerst vielseitiges Instrument. Die Stimme ist immer in [[Beziehung]] auf andere, oft auch ohne dass sie [[anwesend]] sind. Je abstrakter die Umwelt und die Lebensbedingungen, desto mächtiger wird die Stimme als Organ [[zwischenmenschlicher Beziehungen]]. Die Kraft der Stimme artikuliert sich in der [[Sprache]] bestimmend, und kann in solcher Beziehung auch eine hohe [[Dichte]] vortäuschen, wodurch sie allerdings ihre eigene [[Dichtung]] aufhebt. Wenn Menschen ihre Stimme erheben, so teilen sie mit, was für sie stimmig ist. Es ist nicht die bloße [[Sprache]], sondern eine Gegenwart ihrer [[Wahrheit]], das Wissen um ihre [[Bestimmung]]. Wird diese bedrängt oder getäuscht, so gerät man in eine schlechte [[Stimmung]], wird sie beherrscht, so kann man sie nur für sich haben, auch in sich hören, wenn man dem [[Subjekt]] der Bedrängung [[einverleibt]] ist ([[Stimmenhören]]). Die Stimme drückt eine [[Persönlichkeit]] aus und macht sie sozial und politisch gegenwärtig. Von daher wird sie auch zu einer politischen Trägerin der Demokratie. Die [[Wählerstimme]] bestimmt in der [[bürgerlichen Demokratie]] den [[politischen Willen]]. Subjektiv entstehenn [[Stimmungen]] im [[Bedürfnis]] nach einer sozialen Unterscheidbarkeit von [[guten]] und schlechten [[Gefühlen]], wie sie den [[Selbstgefühle]] unter den [[Umständen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] für ihre [[Wahrnehmungsidentität]] [[nötig]] sind. Sie bilden das Verlangen nach einer [[ästhetischen]] Versöhnung als Grundlage ihrer [[Selbstbehauptung]] und sind von daher der soziale Widerhall von [[Empfindungen]] unter derselben [[Lebensbedingung]] isolierter Zwischenmenschlichkeit. In jeder Stimmung wird eine [[abstrakte]] [[Gemeinschaft]] der [[vereinzelten]] Menschen sozialisiert und bewahrt, bevor sie sich auch [[wirklich]] bewähren müsste. Von daher enthält sie immer schon ein soziales [[Vorurteil]] über den Charakter ihres Lebenszusammenhangs, das sich in der [[Unmittelbarheit]] [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] abstrakt formuliert. In den [[isolierten]] [[Empfindungen]] der [[Selbstwahrnehmung]] in solchen Verhältnissen suchen Menschen nach einem [[Sinn]] von Übereinstimmungen, den sie aber nur außer sich [[wahr]] finden und haben können. Die Krisen einer [[abstrakten Gesellschaft]] [[verwirklichen]] sich in der Aufzehrung [[zwischenmenschlicher]] Verbindlichkeiten durch die massenhafte [[Einverleibung]] von [[Gefühlen]], in denen [[bürgerliche]] [[Selbstverständlichkeiten]] sich [[gesellschaftlich]] verbinden lassen, durch die eine [[abstrakte]] [[Notwendigkeit]] der [[politischen Kultur]] verbindlich wahrgemacht wird. Massengefühle stellen die [[Vergemeinschaftung]] von [[toter Wahrnehmung]] dar. Sie offenbaren, was den Menschen an [[Wahrheit]] fehlt, was ihnen nötig ist, um eine [[abwesende]] [[Wahrheit]] zu [[vergegenwärtigen]], ihren Tod durch eine verbindlich gemachte [[Masse]] zu substantivieren. Von daher wirkt in Massengefühlen ein kollektiver [[Selbstverlust]], der die verlorene [[Substanz]] von [[selbstlos]] gewordenen [[Selbstgefühlen]] zu einer [[Gefühlsmasse]] versammeln und als diese veranstalten (siehe hierzu auch [[Ereignisproduktion]]). In den [[Verhältnissen]] der [[Selbstgefühle]] entstehen mangels [[substanzieller]] [[Inhalte]] immer wieder [[Zweifel]] an der [[Gewissheit]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die [[Form]] für den [[Inhalt]] der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße [[Form]] ihres [[Andersseins]], unerfülltes Verlangen nach der Änderung ihrer [[Inhalte]] sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer [[allgemeinen]] [[Form]] ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem [[objektiven Gefühl]], in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem [[objektiven Selbstgefühl]] zu [[verallgemeinern]], das die Menschen nurmehr in dem [[erkennen]] können, was es mit ihnen macht un wozu es sie zu einm [[Massengefühl]] treibt (siehe auch [[Trieb]]). Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Krise]]) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verdammten Individuen nach einer [[heilen Welt]], einer [[allgemeinen]] Individualmacht, die ihre vereinzelten [[Gefühle]] zum Massengefühl einer [[Massenpsyche]] zusammenführt. Dieses [[bezieht]] über eine massenhaft angereicherte [[Egozentrik]] einen eigenständigen [[Nutzen]], das wie ein [[verselbständigter]] [[Gemeinsinn]] die [[Isolation]] der [[Selbstgefühle]] aus den [[allgemeinen]] [[Errregungen]] ihrer [[Ohnmacht]] zum [[Schein]] einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren [[Scheinwelt]] zergliedert ihre [[Abstraktionskraft]] die Inhalte ihrer [[Beziehungen]] und unterwirft sie einem [[objektiven Selbstgefühl]], das keinen [[Verstand]] mehr nötig hat (siehe hierzu auch [[Massenkultur]]). "Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten "des Geistes" ausgeben will." [[(MEW Bd. 2, S. 90)]]. Die Masse ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Darin vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Abwesenheit]] ihrer [[wirklichen]] Bezogenheiten durch die [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], ihrer [[Begriffssubstanz]]. Zum Massengefühl wird eine [[Gefühlsmasse]], die in der Vergemeinschaftung ([[Verallgemeinerung]]) der [[Gefühle]] ihren [[Sinn]] für den [[Einzelnen]] auflöst. Indem die [[objektivierten Gefühle]] einer Masse von Menschen (siehe [[Massenmensch]]) als Formation eines entleerten [[Selbstgefühl]]ls sich unendlich verdoppeln und sich als [[Masse]] seiner [[Selbstbezogenheit]] abstrakt bestärken, entwickelt sich ein [[Gemeinsinn]], der als [[objektives Gefühl]] allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener [[Selbstwahrnehmunge]]n stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch [[Gesinnung]]). Mit der [[Aufhebung]] ihrer einzelnen [[Wirklichkeit]]wird die [[Nichtung]] einer gesellschaftlichen [[Wahrnehmung]] betrieben und die [[Langeweile]] ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen [[Macht]]einer [[seelisch]] [[verallgemeinerten]] [[Sebstwahrnehmung]] (siehe auch [[Archetyp]]). Diese lässt dann in der [[Masse]] den einzelnen Menschen wie eine übermächtige [[Wahrheit]] seiner [[Isolation]] ersscheinen, worin er sich als das [[empfinden]] kann, wovon er in [[Wahrheit]]ausgeschlossen ist. Und in dieser erhabenen [[Ausschließlichkeit]] hat er sich als Moment seiner vereinzelten [[Natur]] (siehe hierzu auch [[Körperfetischismus]]) in einer [[allgemein]] übernatürlichen [[Notwendgkeit]] wahr, einer [[Übermenschlickeit]] die ihm eine objektive [[Gleichgültigkeit]] seiner [[Selbstwahrnehmung]] vermittelt. Im [[Dasein]] der vergemeinschafteten [[Gefühlsmasse]] findet er sich in einem [[abstrakt allgemeinen]] [[Selbstgefühl]] wieder und [[empfindet]]sich selbst als [[Sache]] einer [[körperlichen]] [[Allgemeinheit]], worin er sich zwangsläufig über sich selbst erhebt (siehe [[Selbstlosigkeit]]). Für jeden [[Einzelnen]] lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr [[empfinden]] kann (siehe [[tote Wahrnehmung]]), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch [[Kult]]). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem [[Selbstgefühl]], das durch seine [[Dichte]] (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im [[Gefühl]] von einer [[objektiven]] [[Masse]] auch [[subjektiv]] als [[Masse]] [[entfremdeter]] [[Regungen]] auflädt, sich daher durch entsprechenden [[Idole]] auch leicht [[erregt]] und [[fanatisiern]] lässt. Im Unterschied zu einer [[Gefühlsmasse]] wendet sich ds [[Massengefühl]] gegen das [[Selbstgefühl]] der [[Einzelnen]], weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten [[Gemeinschaft]] zielt (siehe hierzu auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]). In der [[Vermassung]] von [[Gefühlen]] vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], der [[Begriffssubstanz]] ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]]. So bekommt jede [[Masse]] eine eigene Substanz ihrer [[Form]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht "von Sinnen" ist, sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigen]]. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]] und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer [[Bestimmtheit]] auf und verwandeln sich in eine [[Kraft]], die der [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] die [[Energie]] ihrer [[Abstraktionskraft]] verleiht, sodass diese in deren [[Verselbständigung]] selbst zum [[Antrieb]] einer gemeinen Menge werden kann, die jeden [[Sinn]] für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine [[Gewalt]] gegen sich und andere und verfüllt sie mit [[beliebigen]] Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe [[schlechte Unendlichkeit]]). Wenn [[Selbstgefühle]] sich als Massengefühl zu einer [[Gefühlsmasse]] vereinen, verschmielzen sie alleine schon durch ihre [[Masse]] zu einem übermächtigen [[Selbstgefühl]], worin sie sich groß und stark empfinden.Im Massengefühl bestärken sich in [[Wirklichkeit]] ohnmächtige Menschen, die sich in ihrer [[Selbstgefühle]] als [[Massenmensch]] [[wahrhaben]], wenn sie keine wirkliche [[Beziehung]] in ihren [[Lebensverhältnissen]] finden und sich deshalb nur in [[Gemeinschaft]] [[verhalten]] können, als Gefühlsgemeinschaft auftreten. Darin bestärken sie sich durch ihre [[Masse]], durch das reine [[Quantum]] ihrer [[Gefühle]] in einer Größe, die über ihr wirkliches Menschsein hinausreicht, [[übermenschliche]] [[Gefühle]] als ein [[Selbstgefühl]] der Größe und [[Macht]] produzieren. Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer [[Masse]], durch ihre [[Stimmung]] sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer [[Massenkultur]] bestätigen und ihre [[Befriedung]] in einer [[Gefühlsmasse]] finden und [[haben]]. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach [[Sinn]], den sie für sich verloren hat. Der [[abstrakt menschliche Sinn]] bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher [[Empfindungen]], aus der Lebensvielfalt einander [[gleichgültig]] gewordener [[Wahrnehmungen]] eine übersinnliche Gegenwart der bloßen [[Masse]], die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen [[Selbstbehauptung]] [[entschlossen]] hat und sich deshalb frei von [[ausschließlicher]] [[Formbestimmung]] - sich aus der [[Isolation]] ihres einfachen [[Meinens]] und Dafürhaltens befreit fühlt. Massengefühle sind [[Selbstgefühle]], die sich durch die [[Macht]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], der allseits gleichen [[Geltung]] in ihrer [[Abstraktion]], zu einer [[Gefühlsmasse]] [[verdichtet]], zu einer [[allgemeinen]] Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen [[Masse]] alle [[Empfindungen]] beherrscht und hierdurch ein übermächtiges [[Selbstgefühl]], eine gefühlte [[Übermenschlichkeit]] erzeugen, durch das sich ihre [[Selbstbehauptung]] auch als eine übermächtige, eine "überwältigende" Empfindung wahrmacht. Aus der [[Gefühlsmasse]] einer Menschen[[menge]] entstehen Massengefühle, wenn sich [[Gefühle]] als Lebensäußerungen in der [[Masse]] von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer [[Selbstgefühle]] stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die [[Gemeinschaft]] der Gefühle versammelt [[körperlich]], was im [[Einzelnen]] keine [[Anwesenheit]] hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche [[Erlebensform]], die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer [[Körper]] vereint. Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die [[Masse]] nicht nur reflektiert, sondern auch "ansteckt". Das Massengefühl verlässt die Passivität einer [[Gefühlsmasse]] und wird aktiv, sucht seine allgemeine [[Selbstverwirklichung]] durch seine [[akkumulierte]] [[Kraft]], seine [[abstrakte]] [[Gewalt]]. Die Basis hierfür ist die [[Empfindung]] der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle [[ereignen]], wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer [[Gefühlsmasse]], zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen [[Gefühle]] richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer [[Ereignis]]haftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der [[Isolation]] hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede [[Gegenwärtigkeit]] nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen [[Mystifikation]] werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede [[Selbsttäuschung]] bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse [[einverleibt]]. und sich von daher ihr [[entfremdet]]. In der [[Masse]] von Menschen, in Ansammlungen von [[Selbstgefühlen]] in sportlicher, kultischer, religiöser oder politischer [[Gemeinschaft]] entstehen [[Gefühle]] die sich aus dem [[Ereignis]] der massenhaften [[Anwesenheiten]] heraus zu einer Einheit ver[[dichte]]n, die für den einzelnen Menschen nicht ist, etwas, das seine [[Isolation]] ausmacht, die gerade im Massengefühl einer [[Gefühlsmasse]] aufgehoben ist. Es die [[körperliche]] Umkehrung, die [[Negation]] der gewöhnlichen Lebensgefühle, in denen [[Gefühle]] zusammenkommen, die für sich nicht sein können und die den einzelnen Menschen in ungeahnten Übermut reißen können, weil sie das sind, was er nicht fassen kann (vergleiche z.B. missionarische oder [[psychologische]] Erweckungsveranstaltungen oder die [[Familienaufstelungen]] [[Bert Hellingers]]). Für den einzelnen Menschen sind das zwar [[verkehrte]] Gefühle, doch gerade die Verkehrung entzieht ihm seine Not, da sie sich durch ihre [[Dichte]] schon aller [[Notwendigkeit]] enthoben hat, die seiner Verlassenheit entspricht. So findet der verlassene Mensch zu einem [[Gott]], einem Idol oder einem [[Heil]], das ihm seine Gottverlassenheit austreibt - wenigstens solange, wie der Gefühlsrausch der [[Masse]] anhält. Das Massengefühl ist ein Rausch, der die Masse der [[Gefühle]] als Suchtmittel [[nutzt]]. Eine Massengefühl ensteht daher in der massenhaften Produktion von [[Selbstgefühl,]]sei es durch Rede, Provokation, Kunst oder anderer Mittel des [[Populismus]]. Es ist hierfür lediglich eine Masse von Menschen vorausgesetzt, die sich in einen [[Gemeinsinn]] einstimmen lassen, ganz besonders dann, wenn diese Gefühle vertauscht, individuell gebrochen, für sich unglücklich sind. Hierzu dienen vor allem Massenveranstaltungen, wie z.B. Konzerte oder Sportereignisse, - eben die Events, die schon weitgehend Kult geworden sind. Darin geschieht eine höchst sonderbare Verwandlung in den Individuen, die im Grund eihrer Isolationgeschuldet ist: Die massenhafte Produktion von Selbstgefühl durch die Masse und für die Masse. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von [[Gefühlen]] sein kann, wird so in der [[Eventkultur]] zur Produktion von einem hoch verdichteten [[Selbstgefühl]], einem [[Gefühl]] für jeden, der sich dabei durch die [[Energie]] der [[Dichte]] selbst vergessen kann oder vergessen muss. In der [[Beziehung]] auf andere Menschen, [[Gegenstände]] oder [[Ereignisse]] reflektieren sich [[Gefühle]] aus [[Empfindungen]], aus denen sie [[bestimmt]] waren, die an sich zeitlos im [[Gedächtnis]] verbleiben können, das sie in ihrer [[Abwesenheit]] [[erinnert]]. Von daher sind sie an und für sich nicht unbestimmt, jedoch nur in der [[Form]] der [[Anwesenheit]] dieser [[Beziehungen]] wahr. Doch in ihrer Aufhäufung durch die [[Abwesenheit]] von [[widersprechenden]] Empfindungen, durch deren [[Isolation]], worin sie sich zwangsläufig [[abstrakt]] und also [[fremd]] werden, verlieren sie ihre bestimmte Inhalte mit der [[Dichte]] ihrer Fremderfahrungen. In der [[Masse]] solcher [[Gefühle]] entsteht in den Menschen eine Gefühlsmasse, die ihre [[Psyche]] beherrscht. Darin radikalisieren sich deren [[Erregungen]] zu einem Erregungssturm, der auch auf die [[Masse]] der [[Gefühle]] zurückwirkt. Im [[Verhältnis]] zu dieser entsteht eine Wechselwirkung der inneren [[Isolation]] mit der immer äußerlicher werdenden [[Wirklichkeit]] eines [[Verhältnisses]] innerer und äußerer Gefühlsmassen. Durch [[psychische]] Beziehungen (siehe hierzu auch [[Sekte]]) können hierduch selbst [[Formbestimmungen]] wirksam werden, die in der Abwesenheit der Empfindungen eigene Verhältnisse schaffen, denen [[Absichten]] entspringen, die ihre Empfindung [[entgegenwärtigen]] (z.B. [[Konsum]] der Anwesenheit im bloßen [[Erleben]], [[Liturgie]] oder ein sonstwie gearteter [[ästhetischer Wille]]). Zudem können diese Inhalte auch durch [[Gefühlsurteile]] [[gegenständlich]] [[bewahrheitet]] oder auch selbst noch produziert werden durch bestimmte Verselbständigung von Kulturen und können sich auch im [[Kult]] als Medium einer [[Selbstaufhebung]] [[vergegenwärtigen]]. Von daher werden die unterschiedlichsten Gefühle in einer Bestimmung zu einer [[Meinung]] vereint, die alle [[Selbstbezogenheiten]] in sich [[aufhebt]], die sie inzwischen angereichert haben und zugleich selbständig - z.B. als Kult einer [[Selbstveredelung]] - hiergegen steht. In dieser Vereinigung von Selbstbezogenheit existieren die eigenen [[Gefühle]] dann lediglich als [[Masse]], in welcher sich die gegensätzlichsten Selbstbeziehungen in der [[Symbiose]] einer [[Bewegung]] verbrüdern und in ihrer [[Allgemeinheit]] aufheben, einer [[abstrakten]] [[Allgemeinheit]], die lediglich eine Masse von Gefühl ist, die als Gefühlsmasse wirksam wird (siehe auch [[Massenpsyche]]). Eine Gefühlsmasse ist daher eine in ihrer Masse allgemeine aufhobene abstrakte Beziehung von [[Selbstgefühlen]], die massenhafte [[Selbstbeziehung]] in einem verschmolzenen Gefühls[[erlebnis]], die durch [[Gefühle]] entsteht, welche sich aus [[Empfindungen]] in der [[Dichte]] [[anwesender]] Menschen gleicher Gefühle ergeben. Es entsteht hierbei eine [[ästhetische]] Verdichtung der Gefühle, die sich aus der [[Körperlichkeit]] der Menschen ergibt, der Art und Weise, wie sie sich äußern und bewegen. Sie assozieren hierdurch Inhalte ihres [[Selbsterlebens]] zu einer eigenen [[Masse]] des Gefühls, das sich darin von jeder [[Empfindung]] löst, sich also in der [[Selbstwahrnehmung]] entgrenzt und zu einem allgemeinen [[Selbstgefühl]] wird. Hierdurch erfährt das Gefühl in der Gefühlsmasse eine [[magische]] Dimensionen (siehe hierzu auch [[Fanatismus]]) und erzeugt von daher [[Erregungen]], die außer Kontrolle sind.
Wo [[Empfindungen]] außer sich geraten und hier wie dort dasein können, was sie also der reinen Form nach in ihrer Masse als bloße Erregung abstrakt für einander und zu einander sind, erzeugen sie Stimungen aus ihrem [[Körpergedächtnis]] und auch unmittelbar durch sich. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der [[Gefühle]] wird eine Stimmung zu einer Einheit, zu einer [[selbsbezüglichen]] [[Qualitäät]] der [[Gefühle]], einem [[Selbstgefühl]], worin die darin enthaltenen und abgelosten [[Empfindungen]] ihren konkreten [[Inhalt]] in der [[Erregung]] ihrer [[Regungen]] aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich mehr oder weniger [[tote Empfindung]] vergesellschaftet und mit der [[Autorität]] ihrer [[Gegenwärtigkeit]] und [[Macht]], ihrer [[Prominenz]] maßgeblich beeindruckt (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]] einer Persönlichkeit). Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der [[Masse]] auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch [[Musik]]). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist. Auch [[Musik]] kann als eine Art Stimme verstanden werden, auch wenn sie mit Instrumenten den Organismus erweitert. Die Einheit des Musikers mit seinem Instrument beweist die Ganzheit ihrer Ausdruckkraft und die menschliche Stimme ist darin ein äußerst vielseitiges Instrument. Die Stimme ist immer in [[Beziehung]] auf andere, oft auch ohne dass sie [[anwesend]] sind. Je abstrakter die Umwelt und die Lebensbedingungen, desto mächtiger wird die Stimme als Organ [[zwischenmenschlicher Beziehungen]]. Die Kraft der Stimme artikuliert sich in der [[Sprache]] bestimmend, und kann in solcher Beziehung auch eine hohe [[Dichte]] vortäuschen, wodurch sie allerdings ihre eigene [[Dichtung]] aufhebt. Wenn Menschen ihre Stimme erheben, so teilen sie mit, was für sie stimmig ist. Es ist nicht die bloße [[Sprache]], sondern eine Gegenwart ihrer [[Wahrheit]], das Wissen um ihre [[Bestimmung]]. Wird diese bedrängt oder getäuscht, so gerät man in eine schlechte [[Stimmung]], wird sie beherrscht, so kann man sie nur für sich haben, auch in sich hören, wenn man dem [[Subjekt]] der Bedrängung [[einverleibt]] ist ([[Stimmenhören]]). Die Stimme drückt eine [[Persönlichkeit]] aus und macht sie sozial und politisch gegenwärtig. Von daher wird sie auch zu einer politischen Trägerin der Demokratie. Die [[Wählerstimme]] bestimmt in der [[bürgerlichen Demokratie]] den [[politischen Willen]]. Subjektiv entstehenn [[Stimmungen]] im [[Bedürfnis]] nach einer sozialen Unterscheidbarkeit von [[guten]] und schlechten [[Gefühlen]], wie sie den [[Selbstgefühle]] unter den [[Umständen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] für ihre [[Wahrnehmungsidentität]] [[nötig]] sind. Sie bilden das Verlangen nach einer [[ästhetischen]] Versöhnung als Grundlage ihrer [[Selbstbehauptung]] und sind von daher der soziale Widerhall von [[Empfindungen]] unter derselben [[Lebensbedingung]] isolierter Zwischenmenschlichkeit. In jeder Stimmung wird eine [[abstrakte]] [[Gemeinschaft]] der [[vereinzelten]] Menschen sozialisiert und bewahrt, bevor sie sich auch [[wirklich]] bewähren müsste. Von daher enthält sie immer schon ein soziales [[Vorurteil]] über den Charakter ihres Lebenszusammenhangs, das sich in der [[Unmittelbarheit]] [[zwischenmenschlicher Beziehungen]] abstrakt formuliert. In den [[isolierten]] [[Empfindungen]] der [[Selbstwahrnehmung]] in solchen Verhältnissen suchen Menschen nach einem [[Sinn]] von Übereinstimmungen, den sie aber nur außer sich [[wahr]] finden und haben können. Die Krisen einer [[abstrakten Gesellschaft]] [[verwirklichen]] sich in der Aufzehrung [[zwischenmenschlicher]] Verbindlichkeiten durch die massenhafte [[Einverleibung]] von [[Gefühlen]], in denen [[bürgerliche]] [[Selbstverständlichkeiten]] sich [[gesellschaftlich]] verbinden lassen, durch die eine [[abstrakte]] [[Notwendigkeit]] der [[politischen Kultur]] verbindlich wahrgemacht wird. Massengefühle stellen die [[Vergemeinschaftung]] von [[toter Wahrnehmung]] dar. Sie offenbaren, was den Menschen an [[Wahrheit]] fehlt, was ihnen nötig ist, um eine [[abwesende]] [[Wahrheit]] zu [[vergegenwärtigen]], ihren Tod durch eine verbindlich gemachte [[Masse]] zu substantivieren. Von daher wirkt in Massengefühlen ein kollektiver [[Selbstverlust]], der die verlorene [[Substanz]] von [[selbstlos]] gewordenen [[Selbstgefühlen]] zu einer [[Gefühlsmasse]] versammeln und als diese veranstalten (siehe hierzu auch [[Ereignisproduktion]]). In den [[Verhältnissen]] der [[Selbstgefühle]] entstehen mangels [[substanzieller]] [[Inhalte]] immer wieder [[Zweifel]] an der [[Gewissheit]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die [[Form]] für den [[Inhalt]] der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße [[Form]] ihres [[Andersseins]], unerfülltes Verlangen nach der Änderung ihrer [[Inhalte]] sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer [[allgemeinen]] [[Form]] ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem [[objektiven Gefühl]], in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem [[objektiven Selbstgefühl]] zu [[verallgemeinern]], das die Menschen nurmehr in dem [[erkennen]] können, was es mit ihnen macht un wozu es sie zu einm [[Massengefühl]] treibt (siehe auch [[Trieb]]). Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Krise]]) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verdammten Individuen nach einer [[heilen Welt]], einer [[allgemeinen]] Individualmacht, die ihre vereinzelten [[Gefühle]] zum Massengefühl einer [[Massenpsyche]] zusammenführt. Dieses [[bezieht]] über eine massenhaft angereicherte [[Egozentrik]] einen eigenständigen [[Nutzen]], das wie ein [[verselbständigter]] [[Gemeinsinn]] die [[Isolation]] der [[Selbstgefühle]] aus den [[allgemeinen]] [[Errregungen]] ihrer [[Ohnmacht]] zum [[Schein]] einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren [[Scheinwelt]] zergliedert ihre [[Abstraktionskraft]] die Inhalte ihrer [[Beziehungen]] und unterwirft sie einem [[objektiven Selbstgefühl]], das keinen [[Verstand]] mehr nötig hat (siehe hierzu auch [[Massenkultur]]). ''Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten ''des Geistes'' ausgeben will.'' [[(MEW Bd. 2, S. 90)]]. Die Masse ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Darin vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Abwesenheit]] ihrer [[wirklichen]] Bezogenheiten durch die [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], ihrer [[Begriffssubstanz]]. Zum Massengefühl wird eine [[Gefühlsmasse]], die in der Vergemeinschaftung ([[Verallgemeinerung]]) der [[Gefühle]] ihren [[Sinn]] für den [[Einzelnen]] auflöst. Indem die [[objektivierten Gefühle]] einer Masse von Menschen (siehe [[Massenmensch]]) als Formation eines entleerten [[Selbstgefühl]]ls sich unendlich verdoppeln und sich als [[Masse]] seiner [[Selbstbezogenheit]] abstrakt bestärken, entwickelt sich ein [[Gemeinsinn]], der als [[objektives Gefühl]] allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener [[Selbstwahrnehmunge]]n stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch [[Gesinnung]]). Mit der [[Aufhebung]] ihrer einzelnen [[Wirklichkeit]]wird die [[Nichtung]] einer gesellschaftlichen [[Wahrnehmung]] betrieben und die [[Langeweile]] ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen [[Macht]]einer [[seelisch]] [[verallgemeinerten]] [[Sebstwahrnehmung]] (siehe auch [[Archetyp]]). Diese lässt dann in der [[Masse]] den einzelnen Menschen wie eine übermächtige [[Wahrheit]] seiner [[Isolation]] ersscheinen, worin er sich als das [[empfinden]] kann, wovon er in [[Wahrheit]]ausgeschlossen ist. Und in dieser erhabenen [[Ausschließlichkeit]] hat er sich als Moment seiner vereinzelten [[Natur]] (siehe hierzu auch [[Körperfetischismus]]) in einer [[allgemein]] übernatürlichen [[Notwendgkeit]] wahr, einer [[Übermenschlickeit]] die ihm eine objektive [[Gleichgültigkeit]] seiner [[Selbstwahrnehmung]] vermittelt. Im [[Dasein]] der vergemeinschafteten [[Gefühlsmasse]] findet er sich in einem [[abstrakt allgemeinen]] [[Selbstgefühl]] wieder und [[empfindet]]sich selbst als [[Sache]] einer [[körperlichen]] [[Allgemeinheit]], worin er sich zwangsläufig über sich selbst erhebt (siehe [[Selbstlosigkeit]]). Für jeden [[Einzelnen]] lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr [[empfinden]] kann (siehe [[tote Wahrnehmung]]), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch [[Kult]]). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem [[Selbstgefühl]], das durch seine [[Dichte]] (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im [[Gefühl]] von einer [[objektiven]] [[Masse]] auch [[subjektiv]] als [[Masse]] [[entfremdeter]] [[Regungen]] auflädt, sich daher durch entsprechenden [[Idole]] auch leicht [[erregt]] und [[fanatisiern]] lässt. Im Unterschied zu einer [[Gefühlsmasse]] wendet sich ds [[Massengefühl]] gegen das [[Selbstgefühl]] der [[Einzelnen]], weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten [[Gemeinschaft]] zielt (siehe hierzu auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]). In der [[Vermassung]] von [[Gefühlen]] vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], der [[Begriffssubstanz]] ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]]. So bekommt jede [[Masse]] eine eigene Substanz ihrer [[Form]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht ''von Sinnen'' ist, sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigen]]. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]] und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer [[Bestimmtheit]] auf und verwandeln sich in eine [[Kraft]], die der [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] die [[Energie]] ihrer [[Abstraktionskraft]] verleiht, sodass diese in deren [[Verselbständigung]] selbst zum [[Antrieb]] einer gemeinen Menge werden kann, die jeden [[Sinn]] für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine [[Gewalt]] gegen sich und andere und verfüllt sie mit [[beliebigen]] Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe [[schlechte Unendlichkeit]]). Wenn [[Selbstgefühle]] sich als Massengefühl zu einer [[Gefühlsmasse]] vereinen, verschmielzen sie alleine schon durch ihre [[Masse]] zu einem übermächtigen [[Selbstgefühl]], worin sie sich groß und stark empfinden.Im Massengefühl bestärken sich in [[Wirklichkeit]] ohnmächtige Menschen, die sich in ihrer [[Selbstgefühle]] als [[Massenmensch]] [[wahrhaben]], wenn sie keine wirkliche [[Beziehung]] in ihren [[Lebensverhältnissen]] finden und sich deshalb nur in [[Gemeinschaft]] [[verhalten]] können, als Gefühlsgemeinschaft auftreten. Darin bestärken sie sich durch ihre [[Masse]], durch das reine [[Quantum]] ihrer [[Gefühle]] in einer Größe, die über ihr wirkliches Menschsein hinausreicht, [[übermenschliche]] [[Gefühle]] als ein [[Selbstgefühl]] der Größe und [[Macht]] produzieren. Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer [[Masse]], durch ihre [[Stimmung]] sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer [[Massenkultur]] bestätigen und ihre [[Befriedung]] in einer [[Gefühlsmasse]] finden und [[haben]]. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach [[Sinn]], den sie für sich verloren hat. Der [[abstrakt menschliche Sinn]] bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher [[Empfindungen]], aus der Lebensvielfalt einander [[gleichgültig]] gewordener [[Wahrnehmungen]] eine übersinnliche Gegenwart der bloßen [[Masse]], die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen [[Selbstbehauptung]] [[entschlossen]] hat und sich deshalb frei von [[ausschließlicher]] [[Formbestimmung]] - sich aus der [[Isolation]] ihres einfachen [[Meinens]] und Dafürhaltens befreit fühlt. Massengefühle sind [[Selbstgefühle]], die sich durch die [[Macht]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], der allseits gleichen [[Geltung]] in ihrer [[Abstraktion]], zu einer [[Gefühlsmasse]] [[verdichtet]], zu einer [[allgemeinen]] Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen [[Masse]] alle [[Empfindungen]] beherrscht und hierdurch ein übermächtiges [[Selbstgefühl]], eine gefühlte [[Übermenschlichkeit]] erzeugen, durch das sich ihre [[Selbstbehauptung]] auch als eine übermächtige, eine ''überwältigende'' Empfindung wahrmacht. Aus der [[Gefühlsmasse]] einer Menschen[[menge]] entstehen Massengefühle, wenn sich [[Gefühle]] als Lebensäußerungen in der [[Masse]] von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer [[Selbstgefühle]] stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die [[Gemeinschaft]] der Gefühle versammelt [[körperlich]], was im [[Einzelnen]] keine [[Anwesenheit]] hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche [[Erlebensform]], die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer [[Körper]] vereint. Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die [[Masse]] nicht nur reflektiert, sondern auch ''ansteckt''. Das Massengefühl verlässt die Passivität einer [[Gefühlsmasse]] und wird aktiv, sucht seine allgemeine [[Selbstverwirklichung]] durch seine [[akkumulierte]] [[Kraft]], seine [[abstrakte]] [[Gewalt]]. Die Basis hierfür ist die [[Empfindung]] der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle [[ereignen]], wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer [[Gefühlsmasse]], zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen [[Gefühle]] richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer [[Ereignis]]haftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der [[Isolation]] hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede [[Gegenwärtigkeit]] nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen [[Mystifikation]] werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede [[Selbsttäuschung]] bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse [[einverleibt]]. und sich von daher ihr [[entfremdet]]. In der [[Masse]] von Menschen, in Ansammlungen von [[Selbstgefühlen]] in sportlicher, kultischer, religiöser oder politischer [[Gemeinschaft]] entstehen [[Gefühle]] die sich aus dem [[Ereignis]] der massenhaften [[Anwesenheiten]] heraus zu einer Einheit ver[[dichte]]n, die für den einzelnen Menschen nicht ist, etwas, das seine [[Isolation]] ausmacht, die gerade im Massengefühl einer [[Gefühlsmasse]] aufgehoben ist. Es die [[körperliche]] Umkehrung, die [[Negation]] der gewöhnlichen Lebensgefühle, in denen [[Gefühle]] zusammenkommen, die für sich nicht sein können und die den einzelnen Menschen in ungeahnten Übermut reißen können, weil sie das sind, was er nicht fassen kann (vergleiche z.B. missionarische oder [[psychologische]] Erweckungsveranstaltungen oder die [[Familienaufstelungen]] [[Bert Hellingers]]). Für den einzelnen Menschen sind das zwar [[verkehrte]] Gefühle, doch gerade die Verkehrung entzieht ihm seine Not, da sie sich durch ihre [[Dichte]] schon aller [[Notwendigkeit]] enthoben hat, die seiner Verlassenheit entspricht. So findet der verlassene Mensch zu einem [[Gott]], einem Idol oder einem [[Heil]], das ihm seine Gottverlassenheit austreibt - wenigstens solange, wie der Gefühlsrausch der [[Masse]] anhält. Das Massengefühl ist ein Rausch, der die Masse der [[Gefühle]] als Suchtmittel [[nutzt]]. Eine Massengefühl ensteht daher in der massenhaften Produktion von [[Selbstgefühl,]]sei es durch Rede, Provokation, Kunst oder anderer Mittel des [[Populismus]]. Es ist hierfür lediglich eine Masse von Menschen vorausgesetzt, die sich in einen [[Gemeinsinn]] einstimmen lassen, ganz besonders dann, wenn diese Gefühle vertauscht, individuell gebrochen, für sich unglücklich sind. Hierzu dienen vor allem Massenveranstaltungen, wie z.B. Konzerte oder Sportereignisse, - eben die Events, die schon weitgehend Kult geworden sind. Darin geschieht eine höchst sonderbare Verwandlung in den Individuen, die im Grund eihrer Isolationgeschuldet ist: Die massenhafte Produktion von Selbstgefühl durch die Masse und für die Masse. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von [[Gefühlen]] sein kann, wird so in der [[Eventkultur]] zur Produktion von einem hoch verdichteten [[Selbstgefühl]], einem [[Gefühl]] für jeden, der sich dabei durch die [[Energie]] der [[Dichte]] selbst vergessen kann oder vergessen muss. In der [[Beziehung]] auf andere Menschen, [[Gegenstände]] oder [[Ereignisse]] reflektieren sich [[Gefühle]] aus [[Empfindungen]], aus denen sie [[bestimmt]] waren, die an sich zeitlos im [[Gedächtnis]] verbleiben können, das sie in ihrer [[Abwesenheit]] [[erinnert]]. Von daher sind sie an und für sich nicht unbestimmt, jedoch nur in der [[Form]] der [[Anwesenheit]] dieser [[Beziehungen]] wahr. Doch in ihrer Aufhäufung durch die [[Abwesenheit]] von [[widersprechenden]] Empfindungen, durch deren [[Isolation]], worin sie sich zwangsläufig [[abstrakt]] und also [[fremd]] werden, verlieren sie ihre bestimmte Inhalte mit der [[Dichte]] ihrer Fremderfahrungen. In der [[Masse]] solcher [[Gefühle]] entsteht in den Menschen eine Gefühlsmasse, die ihre [[Psyche]] beherrscht. Darin radikalisieren sich deren [[Erregungen]] zu einem Erregungssturm, der auch auf die [[Masse]] der [[Gefühle]] zurückwirkt. Im [[Verhältnis]] zu dieser entsteht eine Wechselwirkung der inneren [[Isolation]] mit der immer äußerlicher werdenden [[Wirklichkeit]] eines [[Verhältnisses]] innerer und äußerer Gefühlsmassen. Durch [[psychische]] Beziehungen (siehe hierzu auch [[Sekte]]) können hierduch selbst [[Formbestimmungen]] wirksam werden, die in der Abwesenheit der Empfindungen eigene Verhältnisse schaffen, denen [[Absichten]] entspringen, die ihre Empfindung [[entgegenwärtigen]] (z.B. [[Konsum]] der Anwesenheit im bloßen [[Erleben]], [[Liturgie]] oder ein sonstwie gearteter [[ästhetischer Wille]]). Zudem können diese Inhalte auch durch [[Gefühlsurteile]] [[gegenständlich]] [[bewahrheitet]] oder auch selbst noch produziert werden durch bestimmte Verselbständigung von Kulturen und können sich auch im [[Kult]] als Medium einer [[Selbstaufhebung]] [[vergegenwärtigen]]. Von daher werden die unterschiedlichsten Gefühle in einer Bestimmung zu einer [[Meinung]] vereint, die alle [[Selbstbezogenheiten]] in sich [[aufhebt]], die sie inzwischen angereichert haben und zugleich selbständig - z.B. als Kult einer [[Selbstveredelung]] - hiergegen steht. In dieser Vereinigung von Selbstbezogenheit existieren die eigenen [[Gefühle]] dann lediglich als [[Masse]], in welcher sich die gegensätzlichsten Selbstbeziehungen in der [[Symbiose]] einer [[Bewegung]] verbrüdern und in ihrer [[Allgemeinheit]] aufheben, einer [[abstrakten]] [[Allgemeinheit]], die lediglich eine Masse von Gefühl ist, die als Gefühlsmasse wirksam wird (siehe auch [[Massenpsyche]]). Eine Gefühlsmasse ist daher eine in ihrer Masse allgemeine aufhobene abstrakte Beziehung von [[Selbstgefühlen]], die massenhafte [[Selbstbeziehung]] in einem verschmolzenen Gefühls[[erlebnis]], die durch [[Gefühle]] entsteht, welche sich aus [[Empfindungen]] in der [[Dichte]] [[anwesender]] Menschen gleicher Gefühle ergeben. Es entsteht hierbei eine [[ästhetische]] Verdichtung der Gefühle, die sich aus der [[Körperlichkeit]] der Menschen ergibt, der Art und Weise, wie sie sich äußern und bewegen. Sie assozieren hierdurch Inhalte ihres [[Selbsterlebens]] zu einer eigenen [[Masse]] des Gefühls, das sich darin von jeder [[Empfindung]] löst, sich also in der [[Selbstwahrnehmung]] entgrenzt und zu einem allgemeinen [[Selbstgefühl]] wird. Hierdurch erfährt das Gefühl in der Gefühlsmasse eine [[magische]] Dimensionen (siehe hierzu auch [[Fanatismus]]) und erzeugt von daher [[Erregungen]], die außer Kontrolle sind.


Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der [[Masse]] auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch [[Musik]]). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist.
Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der [[Masse]] auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch [[Musik]]). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und [[Aufmerksamkeit]] erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner [[Empfindungen]] und [[Gefühle]]. In der Stimme liegt seine [[Raum]] füllende und vielseitige [[Ausdruck]]skraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist.
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Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Krise]]) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verdammten Individuen nach einer [[heilen Welt]], einer [[allgemeinen]] Individualmacht, die ihre vereinzelten [[Gefühle]] zum Massengefühl einer [[Massenpsyche]] zusammenführt. Dieses [[bezieht]] über eine massenhaft angereicherte [[Egozentrik]] einen eigenständigen [[Nutzen]], das wie ein [[verselbständigter]] [[Gemeinsinn]] die [[Isolation]] der [[Selbstgefühle]] aus den [[allgemeinen]] [[Errregungen]] ihrer [[Ohnmacht]] zum [[Schein]] einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren [[Scheinwelt]] zergliedert ihre [[Abstraktionskraft]] die Inhalte ihrer [[Beziehungen]] und unterwirft sie einem [[objektiven Selbstgefühl]], das keinen [[Verstand]] mehr nötig hat (siehe hierzu auch [[Massenkultur]]).
Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher [[Lebensverhältnisse]] (siehe [[Krise]]) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] verdammten Individuen nach einer [[heilen Welt]], einer [[allgemeinen]] Individualmacht, die ihre vereinzelten [[Gefühle]] zum Massengefühl einer [[Massenpsyche]] zusammenführt. Dieses [[bezieht]] über eine massenhaft angereicherte [[Egozentrik]] einen eigenständigen [[Nutzen]], das wie ein [[verselbständigter]] [[Gemeinsinn]] die [[Isolation]] der [[Selbstgefühle]] aus den [[allgemeinen]] [[Errregungen]] ihrer [[Ohnmacht]] zum [[Schein]] einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren [[Scheinwelt]] zergliedert ihre [[Abstraktionskraft]] die Inhalte ihrer [[Beziehungen]] und unterwirft sie einem [[objektiven Selbstgefühl]], das keinen [[Verstand]] mehr nötig hat (siehe hierzu auch [[Massenkultur]]).


"Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten "des Geistes" ausgeben will." [[(MEW Bd. 2, S. 90)]].
<blockquote>''Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten des Geistes ausgeben will. [[(MEW Bd. 2, S. 90)]].''</blockquote>


Die Masse ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Darin vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Abwesenheit]] ihrer [[wirklichen]] Bezogenheiten durch die [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], ihrer [[Begriffssubstanz]]. Zum Massengefühl wird eine [[Gefühlsmasse]], die in der Vergemeinschaftung ([[Verallgemeinerung]]) der [[Gefühle]] ihren [[Sinn]] für den [[Einzelnen]] auflöst. Indem die [[objektivierten Gefühle]] einer Masse von Menschen (siehe [[Massenmensch]]) als Formation eines entleerten [[Selbstgefühl]]ls sich unendlich verdoppeln und sich als [[Masse]] seiner [[Selbstbezogenheit]] abstrakt bestärken, entwickelt sich ein [[Gemeinsinn]], der als [[objektives Gefühl]] allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener [[Selbstwahrnehmunge]]n stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch [[Gesinnung]]). Mit der [[Aufhebung]] ihrer einzelnen [[Wirklichkeit]]wird die [[Nichtung]] einer gesellschaftlichen [[Wahrnehmung]] betrieben und die [[Langeweile]] ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen [[Macht]]einer [[seelisch]] [[verallgemeinerten]] [[Sebstwahrnehmung]] (siehe auch [[Archetyp]]).
Die Masse ist ein Gemenge [[abstrakter]] [[Beziehungen]], deren [[Sinn]] sich im [[Zweck]] einer [[körperlichen]][[Verdichtung]] [[aufhebt]] und zu einer leibbhaftgen [[Abstraktionskraft]] wird. Darin vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Abwesenheit]] ihrer [[wirklichen]] Bezogenheiten durch die [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], ihrer [[Begriffssubstanz]]. Zum Massengefühl wird eine [[Gefühlsmasse]], die in der Vergemeinschaftung ([[Verallgemeinerung]]) der [[Gefühle]] ihren [[Sinn]] für den [[Einzelnen]] auflöst. Indem die [[objektivierten Gefühle]] einer Masse von Menschen (siehe [[Massenmensch]]) als Formation eines entleerten [[Selbstgefühl]]ls sich unendlich verdoppeln und sich als [[Masse]] seiner [[Selbstbezogenheit]] abstrakt bestärken, entwickelt sich ein [[Gemeinsinn]], der als [[objektives Gefühl]] allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener [[Selbstwahrnehmunge]]n stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch [[Gesinnung]]). Mit der [[Aufhebung]] ihrer einzelnen [[Wirklichkeit]]wird die [[Nichtung]] einer gesellschaftlichen [[Wahrnehmung]] betrieben und die [[Langeweile]] ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen [[Macht]]einer [[seelisch]] [[verallgemeinerten]] [[Sebstwahrnehmung]] (siehe auch [[Archetyp]]).
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Für jeden [[Einzelnen]] lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr [[empfinden]] kann (siehe [[tote Wahrnehmung]]), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch [[Kult]]). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem [[Selbstgefühl]], das durch seine [[Dichte]] (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im [[Gefühl]] von einer [[objektiven]] [[Masse]] auch [[subjektiv]] als [[Masse]] [[entfremdeter]] [[Regungen]] auflädt, sich daher durch entsprechenden [[Idole]] auch leicht [[erregt]] und [[fanatisiern]] lässt.
Für jeden [[Einzelnen]] lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr [[empfinden]] kann (siehe [[tote Wahrnehmung]]), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch [[Kult]]). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem [[Selbstgefühl]], das durch seine [[Dichte]] (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im [[Gefühl]] von einer [[objektiven]] [[Masse]] auch [[subjektiv]] als [[Masse]] [[entfremdeter]] [[Regungen]] auflädt, sich daher durch entsprechenden [[Idole]] auch leicht [[erregt]] und [[fanatisiern]] lässt.


Im Unterschied zu einer [[Gefühlsmasse]] wendet sich ds [[Massengefühl]] gegen das [[Selbstgefühl]] der [[Einzelnen]], weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten [[Gemeinschaft]] zielt (siehe hierzu auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]). In der [[Vermassung]] von [[Gefühlen]] vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], der [[Begriffssubstanz]] ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]]. So bekommt jede [[Masse]] eine eigene Substanz ihrer [[Form]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht "von Sinnen" ist, sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigen]].
Im Unterschied zu einer [[Gefühlsmasse]] wendet sich ds [[Massengefühl]] gegen das [[Selbstgefühl]] der [[Einzelnen]], weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten [[Gemeinschaft]] zielt (siehe hierzu auch [[symbiotische Selbstbehauptung]]). In der [[Vermassung]] von [[Gefühlen]] vereinigt sich die [[Kraft]] der [[Menge]] im Maß der [[Dichte]] ihrer [[Ungewissheit]], der [[Gegenwärtigkeit]] bzw. [[Anwesenheit]] ihrer [[abstrakten]] [[Elemente]], der [[Begriffssubstanz]] ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten [[Quantität]], die Vermengung von Vielem durch ihre [[Verallgemeinerung]] in einem [[bestimmung]]slosen Zusammengehen unterschiedlichster [[Qualitäten]], die nur durch ihre [[Dichte]] über eine [[Kraft]] ihrer [[Wirklichkeit]] verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]]. So bekommt jede [[Masse]] eine eigene Substanz ihrer [[Form]], die als [[Formbestimmung]] durch die [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Begriffsssubstanz]] sich aus ihrer bloßen [[Masse]] mit einer unbestimmten [[Kraft]] aufdrängt (siehe [[Begriffsgröße]]), die dadurch leicht ''von Sinnen'' ist, sich zu einer inneren Gewalt [[verselbständigen]].


In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]] und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer [[Bestimmtheit]] auf und verwandeln sich in eine [[Kraft]], die der [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] die [[Energie]] ihrer [[Abstraktionskraft]] verleiht, sodass diese in deren [[Verselbständigung]] selbst zum [[Antrieb]] einer gemeinen Menge werden kann, die jeden [[Sinn]] für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine [[Gewalt]] gegen sich und andere und verfüllt sie mit [[beliebigen]] Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe [[schlechte Unendlichkeit]]).
In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas [[Ganzes]], das nichts [[Ganzes]] zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon [[abstrahiert]] und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der [[Masse]] herrscht das [[abstrakt Allgemeine]] in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen [[Energie]]. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer [[Bestimmtheit]] auf und verwandeln sich in eine [[Kraft]], die der [[Formbestimmung]] ihrer [[Verhältnisse]] die [[Energie]] ihrer [[Abstraktionskraft]] verleiht, sodass diese in deren [[Verselbständigung]] selbst zum [[Antrieb]] einer gemeinen Menge werden kann, die jeden [[Sinn]] für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine [[Gewalt]] gegen sich und andere und verfüllt sie mit [[beliebigen]] Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe [[schlechte Unendlichkeit]]).
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Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer [[Masse]], durch ihre [[Stimmung]] sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer [[Massenkultur]] bestätigen und ihre [[Befriedung]] in einer [[Gefühlsmasse]] finden und [[haben]]. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach [[Sinn]], den sie für sich verloren hat. Der [[abstrakt menschliche Sinn]] bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher [[Empfindungen]], aus der Lebensvielfalt einander [[gleichgültig]] gewordener [[Wahrnehmungen]] eine übersinnliche Gegenwart der bloßen [[Masse]], die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen [[Selbstbehauptung]] [[entschlossen]] hat und sich deshalb frei von [[ausschließlicher]] [[Formbestimmung]] - sich aus der [[Isolation]] ihres einfachen [[Meinens]] und Dafürhaltens befreit fühlt.
Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer [[Masse]], durch ihre [[Stimmung]] sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer [[Massenkultur]] bestätigen und ihre [[Befriedung]] in einer [[Gefühlsmasse]] finden und [[haben]]. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach [[Sinn]], den sie für sich verloren hat. Der [[abstrakt menschliche Sinn]] bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher [[Empfindungen]], aus der Lebensvielfalt einander [[gleichgültig]] gewordener [[Wahrnehmungen]] eine übersinnliche Gegenwart der bloßen [[Masse]], die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen [[Selbstbehauptung]] [[entschlossen]] hat und sich deshalb frei von [[ausschließlicher]] [[Formbestimmung]] - sich aus der [[Isolation]] ihres einfachen [[Meinens]] und Dafürhaltens befreit fühlt.


Massengefühle sind [[Selbstgefühle]], die sich durch die [[Macht]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], der allseits gleichen [[Geltung]] in ihrer [[Abstraktion]], zu einer [[Gefühlsmasse]] [[verdichtet]], zu einer [[allgemeinen]] Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen [[Masse]] alle [[Empfindungen]] beherrscht und hierdurch ein übermächtiges [[Selbstgefühl]], eine gefühlte [[Übermenschlichkeit]] erzeugen, durch das sich ihre [[Selbstbehauptung]] auch als eine übermächtige, eine "überwältigende" Empfindung wahrmacht. Aus der [[Gefühlsmasse]] einer Menschen[[menge]] entstehen Massengefühle, wenn sich [[Gefühle]] als Lebensäußerungen in der [[Masse]] von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer [[Selbstgefühle]] stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die [[Gemeinschaft]] der Gefühle versammelt [[körperlich]], was im [[Einzelnen]] keine [[Anwesenheit]] hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche [[Erlebensform]], die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer [[Körper]] vereint.
Massengefühle sind [[Selbstgefühle]], die sich durch die [[Macht]] ihrer [[Gleichgültigkeit]], der allseits gleichen [[Geltung]] in ihrer [[Abstraktion]], zu einer [[Gefühlsmasse]] [[verdichtet]], zu einer [[allgemeinen]] Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen [[Masse]] alle [[Empfindungen]] beherrscht und hierdurch ein übermächtiges [[Selbstgefühl]], eine gefühlte [[Übermenschlichkeit]] erzeugen, durch das sich ihre [[Selbstbehauptung]] auch als eine übermächtige, eine ''überwältigende'' Empfindung wahrmacht. Aus der [[Gefühlsmasse]] einer Menschen[[menge]] entstehen Massengefühle, wenn sich [[Gefühle]] als Lebensäußerungen in der [[Masse]] von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer [[Selbstgefühle]] stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die [[Gemeinschaft]] der Gefühle versammelt [[körperlich]], was im [[Einzelnen]] keine [[Anwesenheit]] hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche [[Erlebensform]], die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer [[Körper]] vereint.


Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die [[Masse]] nicht nur reflektiert, sondern auch "ansteckt". Das Massengefühl verlässt die Passivität einer [[Gefühlsmasse]] und wird aktiv, sucht seine allgemeine [[Selbstverwirklichung]] durch seine [[akkumulierte]] [[Kraft]], seine [[abstrakte]] [[Gewalt]].
Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die [[Masse]] nicht nur reflektiert, sondern auch ''ansteckt''. Das Massengefühl verlässt die Passivität einer [[Gefühlsmasse]] und wird aktiv, sucht seine allgemeine [[Selbstverwirklichung]] durch seine [[akkumulierte]] [[Kraft]], seine [[abstrakte]] [[Gewalt]].


Die Basis hierfür ist die [[Empfindung]] der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle [[ereignen]], wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer [[Gefühlsmasse]], zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen [[Gefühle]] richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer [[Ereignis]]haftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der [[Isolation]] hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede [[Gegenwärtigkeit]] nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen [[Mystifikation]] werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede [[Selbsttäuschung]] bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse [[einverleibt]]. und sich von daher ihr [[entfremdet]].
Die Basis hierfür ist die [[Empfindung]] der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle [[ereignen]], wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer [[Gefühlsmasse]], zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen [[Gefühle]] richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer [[Ereignis]]haftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der [[Isolation]] hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede [[Gegenwärtigkeit]] nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen [[Mystifikation]] werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede [[Selbsttäuschung]] bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse [[einverleibt]]. und sich von daher ihr [[entfremdet]].

Aktuelle Version vom 4. November 2025, 19:50 Uhr

Canettis Zugang zu Massenphänomenen waren seine eigenen, prägenden Massenerlebnisse, die ihn zu dem Gedanken führten, dass es im Menschen einen Massentrieb gibt, der im Widerstreit zum Persönlichkeitstrieb steht. (Wikipedia zu Canneti) Was immer auch geschieht: Nie darfst du so tief sinken, von dem Kakau, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken.Erich Kästner (1899 - 1974) Wo Empfindungen übereinstimmen geraten sie in Stimmungen. Darin vermittelt sich ein objektives Gefühl von dem, worin Empfindungen außer sich sein können, was und worin sie also der reinen Form nach, und also in ihrer Masse und abstrakt für einander und zu einander sind. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der Gefühle wird eine Stimmung zu ihrer Einheit, zu einer selbsbezüglichen Qualität der Gefühle, einem Selbstgefühl, worin die darin enthaltenen und abgelosten Empfindungen ihren konkreten Inhalt aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich tote Empfindung vergesellschaftet und mit der Autprität ihrer Prominenz einer bestimmten Wahrnehmung maßgeblich bestimmend und mächtig (siehe hierzu auch autoritärer Charakter). Wo Empfindungen außer sich geraten und hier wie dort dasein können, was sie also der reinen Form nach in ihrer Masse als bloße Erregung abstrakt für einander und zu einander sind, erzeugen sie Stimungen aus ihrem Körpergedächtnis und auch unmittelbar durch sich. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der Gefühle wird eine Stimmung zu einer Einheit, zu einer selbsbezüglichen Qualitäät der Gefühle, einem Selbstgefühl, worin die darin enthaltenen und abgelosten Empfindungen ihren konkreten Inhalt in der Erregung ihrer Regungen aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich mehr oder weniger tote Empfindung vergesellschaftet und mit der Autorität ihrer Gegenwärtigkeit und Macht, ihrer Prominenz maßgeblich beeindruckt (siehe hierzu auch autoritärer Charakter einer Persönlichkeit). Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der Masse auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch Musik). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und Aufmerksamkeit erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner Empfindungen und Gefühle. In der Stimme liegt seine Raum füllende und vielseitige Ausdruckskraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist. Auch Musik kann als eine Art Stimme verstanden werden, auch wenn sie mit Instrumenten den Organismus erweitert. Die Einheit des Musikers mit seinem Instrument beweist die Ganzheit ihrer Ausdruckkraft und die menschliche Stimme ist darin ein äußerst vielseitiges Instrument. Die Stimme ist immer in Beziehung auf andere, oft auch ohne dass sie anwesend sind. Je abstrakter die Umwelt und die Lebensbedingungen, desto mächtiger wird die Stimme als Organ zwischenmenschlicher Beziehungen. Die Kraft der Stimme artikuliert sich in der Sprache bestimmend, und kann in solcher Beziehung auch eine hohe Dichte vortäuschen, wodurch sie allerdings ihre eigene Dichtung aufhebt. Wenn Menschen ihre Stimme erheben, so teilen sie mit, was für sie stimmig ist. Es ist nicht die bloße Sprache, sondern eine Gegenwart ihrer Wahrheit, das Wissen um ihre Bestimmung. Wird diese bedrängt oder getäuscht, so gerät man in eine schlechte Stimmung, wird sie beherrscht, so kann man sie nur für sich haben, auch in sich hören, wenn man dem Subjekt der Bedrängung einverleibt ist (Stimmenhören). Die Stimme drückt eine Persönlichkeit aus und macht sie sozial und politisch gegenwärtig. Von daher wird sie auch zu einer politischen Trägerin der Demokratie. Die Wählerstimme bestimmt in der bürgerlichen Demokratie den politischen Willen. Subjektiv entstehenn Stimmungen im Bedürfnis nach einer sozialen Unterscheidbarkeit von guten und schlechten Gefühlen, wie sie den Selbstgefühle unter den Umständen ihrer zwischenmenschlichen Verhältnisse für ihre Wahrnehmungsidentität nötig sind. Sie bilden das Verlangen nach einer ästhetischen Versöhnung als Grundlage ihrer Selbstbehauptung und sind von daher der soziale Widerhall von Empfindungen unter derselben Lebensbedingung isolierter Zwischenmenschlichkeit. In jeder Stimmung wird eine abstrakte Gemeinschaft der vereinzelten Menschen sozialisiert und bewahrt, bevor sie sich auch wirklich bewähren müsste. Von daher enthält sie immer schon ein soziales Vorurteil über den Charakter ihres Lebenszusammenhangs, das sich in der Unmittelbarheit zwischenmenschlicher Beziehungen abstrakt formuliert. In den isolierten Empfindungen der Selbstwahrnehmung in solchen Verhältnissen suchen Menschen nach einem Sinn von Übereinstimmungen, den sie aber nur außer sich wahr finden und haben können. Die Krisen einer abstrakten Gesellschaft verwirklichen sich in der Aufzehrung zwischenmenschlicher Verbindlichkeiten durch die massenhafte Einverleibung von Gefühlen, in denen bürgerliche Selbstverständlichkeiten sich gesellschaftlich verbinden lassen, durch die eine abstrakte Notwendigkeit der politischen Kultur verbindlich wahrgemacht wird. Massengefühle stellen die Vergemeinschaftung von toter Wahrnehmung dar. Sie offenbaren, was den Menschen an Wahrheit fehlt, was ihnen nötig ist, um eine abwesende Wahrheit zu vergegenwärtigen, ihren Tod durch eine verbindlich gemachte Masse zu substantivieren. Von daher wirkt in Massengefühlen ein kollektiver Selbstverlust, der die verlorene Substanz von selbstlos gewordenen Selbstgefühlen zu einer Gefühlsmasse versammeln und als diese veranstalten (siehe hierzu auch Ereignisproduktion). In den Verhältnissen der Selbstgefühle entstehen mangels substanzieller Inhalte immer wieder Zweifel an der Gewissheit ihrer zwischenmenschlichen Beziehung, weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die Form für den Inhalt der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße Form ihres Andersseins, unerfülltes Verlangen nach der Änderung ihrer Inhalte sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer allgemeinen Form ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem objektiven Gefühl, in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem objektiven Selbstgefühl zu verallgemeinern, das die Menschen nurmehr in dem erkennen können, was es mit ihnen macht un wozu es sie zu einm Massengefühl treibt (siehe auch Trieb). Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher Lebensverhältnisse (siehe Krise) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen verdammten Individuen nach einer heilen Welt, einer allgemeinen Individualmacht, die ihre vereinzelten Gefühle zum Massengefühl einer Massenpsyche zusammenführt. Dieses bezieht über eine massenhaft angereicherte Egozentrik einen eigenständigen Nutzen, das wie ein verselbständigter Gemeinsinn die Isolation der Selbstgefühle aus den allgemeinen Errregungen ihrer Ohnmacht zum Schein einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren Scheinwelt zergliedert ihre Abstraktionskraft die Inhalte ihrer Beziehungen und unterwirft sie einem objektiven Selbstgefühl, das keinen Verstand mehr nötig hat (siehe hierzu auch Massenkultur). Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten des Geistes ausgeben will. (MEW Bd. 2, S. 90). Die Masse ist ein Gemenge abstrakter Beziehungen, deren Sinn sich im Zweck einer körperlichenVerdichtung aufhebt und zu einer leibbhaftgen Abstraktionskraft wird. Darin vereinigt sich die Kraft der Menge im Maß der Dichte ihrer Ungewissheit, der Abwesenheit ihrer wirklichen Bezogenheiten durch die Gegenwärtigkeit bzw. Anwesenheit ihrer abstrakten Elemente, ihrer Begriffssubstanz. Zum Massengefühl wird eine Gefühlsmasse, die in der Vergemeinschaftung (Verallgemeinerung) der Gefühle ihren Sinn für den Einzelnen auflöst. Indem die objektivierten Gefühle einer Masse von Menschen (siehe Massenmensch) als Formation eines entleerten Selbstgefühlls sich unendlich verdoppeln und sich als Masse seiner Selbstbezogenheit abstrakt bestärken, entwickelt sich ein Gemeinsinn, der als objektives Gefühl allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener Selbstwahrnehmungen stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch Gesinnung). Mit der Aufhebung ihrer einzelnen Wirklichkeitwird die Nichtung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung betrieben und die Langeweile ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen Machteiner seelisch verallgemeinerten Sebstwahrnehmung (siehe auch Archetyp). Diese lässt dann in der Masse den einzelnen Menschen wie eine übermächtige Wahrheit seiner Isolation ersscheinen, worin er sich als das empfinden kann, wovon er in Wahrheitausgeschlossen ist. Und in dieser erhabenen Ausschließlichkeit hat er sich als Moment seiner vereinzelten Natur (siehe hierzu auch Körperfetischismus) in einer allgemein übernatürlichen Notwendgkeit wahr, einer Übermenschlickeit die ihm eine objektive Gleichgültigkeit seiner Selbstwahrnehmung vermittelt. Im Dasein der vergemeinschafteten Gefühlsmasse findet er sich in einem abstrakt allgemeinen Selbstgefühl wieder und empfindetsich selbst als Sache einer körperlichen Allgemeinheit, worin er sich zwangsläufig über sich selbst erhebt (siehe Selbstlosigkeit). Für jeden Einzelnen lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr empfinden kann (siehe tote Wahrnehmung), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch Kult). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem Selbstgefühl, das durch seine Dichte (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im Gefühl von einer objektiven Masse auch subjektiv als Masse entfremdeter Regungen auflädt, sich daher durch entsprechenden Idole auch leicht erregt und fanatisiern lässt. Im Unterschied zu einer Gefühlsmasse wendet sich ds Massengefühl gegen das Selbstgefühl der Einzelnen, weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten Gemeinschaft zielt (siehe hierzu auch symbiotische Selbstbehauptung). In der Vermassung von Gefühlen vereinigt sich die Kraft der Menge im Maß der Dichte ihrer Ungewissheit, der Gegenwärtigkeit bzw. Anwesenheit ihrer abstrakten Elemente, der Begriffssubstanz ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten Quantität, die Vermengung von Vielem durch ihre Verallgemeinerung in einem bestimmungslosen Zusammengehen unterschiedlichster Qualitäten, die nur durch ihre Dichte über eine Kraft ihrer Wirklichkeit verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas Ganzes, das nichts Ganzes zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon abstrahiert. So bekommt jede Masse eine eigene Substanz ihrer Form, die als Formbestimmung durch die Abstraktionskraft ihrer Begriffsssubstanz sich aus ihrer bloßen Masse mit einer unbestimmten Kraft aufdrängt (siehe Begriffsgröße), die dadurch leicht von Sinnen ist, sich zu einer inneren Gewalt verselbständigen. In der Masse herrscht das abstrakt Allgemeine in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen Energie. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas Ganzes, das nichts Ganzes zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon abstrahiert und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der Masse herrscht das abstrakt Allgemeine in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen Energie. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer Bestimmtheit auf und verwandeln sich in eine Kraft, die der Formbestimmung ihrer Verhältnisse die Energie ihrer Abstraktionskraft verleiht, sodass diese in deren Verselbständigung selbst zum Antrieb einer gemeinen Menge werden kann, die jeden Sinn für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine Gewalt gegen sich und andere und verfüllt sie mit beliebigen Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe schlechte Unendlichkeit). Wenn Selbstgefühle sich als Massengefühl zu einer Gefühlsmasse vereinen, verschmielzen sie alleine schon durch ihre Masse zu einem übermächtigen Selbstgefühl, worin sie sich groß und stark empfinden.Im Massengefühl bestärken sich in Wirklichkeit ohnmächtige Menschen, die sich in ihrer Selbstgefühle als Massenmensch wahrhaben, wenn sie keine wirkliche Beziehung in ihren Lebensverhältnissen finden und sich deshalb nur in Gemeinschaft verhalten können, als Gefühlsgemeinschaft auftreten. Darin bestärken sie sich durch ihre Masse, durch das reine Quantum ihrer Gefühle in einer Größe, die über ihr wirkliches Menschsein hinausreicht, übermenschliche Gefühle als ein Selbstgefühl der Größe und Macht produzieren. Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer Masse, durch ihre Stimmung sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer Massenkultur bestätigen und ihre Befriedung in einer Gefühlsmasse finden und haben. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach Sinn, den sie für sich verloren hat. Der abstrakt menschliche Sinn bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher Empfindungen, aus der Lebensvielfalt einander gleichgültig gewordener Wahrnehmungen eine übersinnliche Gegenwart der bloßen Masse, die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen Selbstbehauptung entschlossen hat und sich deshalb frei von ausschließlicher Formbestimmung - sich aus der Isolation ihres einfachen Meinens und Dafürhaltens befreit fühlt. Massengefühle sind Selbstgefühle, die sich durch die Macht ihrer Gleichgültigkeit, der allseits gleichen Geltung in ihrer Abstraktion, zu einer Gefühlsmasse verdichtet, zu einer allgemeinen Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen Masse alle Empfindungen beherrscht und hierdurch ein übermächtiges Selbstgefühl, eine gefühlte Übermenschlichkeit erzeugen, durch das sich ihre Selbstbehauptung auch als eine übermächtige, eine überwältigende Empfindung wahrmacht. Aus der Gefühlsmasse einer Menschenmenge entstehen Massengefühle, wenn sich Gefühle als Lebensäußerungen in der Masse von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer Selbstgefühle stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die Gemeinschaft der Gefühle versammelt körperlich, was im Einzelnen keine Anwesenheit hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche Erlebensform, die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer Körper vereint. Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die Masse nicht nur reflektiert, sondern auch ansteckt. Das Massengefühl verlässt die Passivität einer Gefühlsmasse und wird aktiv, sucht seine allgemeine Selbstverwirklichung durch seine akkumulierte Kraft, seine abstrakte Gewalt. Die Basis hierfür ist die Empfindung der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle ereignen, wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer Gefühlsmasse, zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen Gefühle richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer Ereignishaftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der Isolation hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede Gegenwärtigkeit nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen Mystifikation werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede Selbsttäuschung bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse einverleibt. und sich von daher ihr entfremdet. In der Masse von Menschen, in Ansammlungen von Selbstgefühlen in sportlicher, kultischer, religiöser oder politischer Gemeinschaft entstehen Gefühle die sich aus dem Ereignis der massenhaften Anwesenheiten heraus zu einer Einheit verdichten, die für den einzelnen Menschen nicht ist, etwas, das seine Isolation ausmacht, die gerade im Massengefühl einer Gefühlsmasse aufgehoben ist. Es die körperliche Umkehrung, die Negation der gewöhnlichen Lebensgefühle, in denen Gefühle zusammenkommen, die für sich nicht sein können und die den einzelnen Menschen in ungeahnten Übermut reißen können, weil sie das sind, was er nicht fassen kann (vergleiche z.B. missionarische oder psychologische Erweckungsveranstaltungen oder die Familienaufstelungen Bert Hellingers). Für den einzelnen Menschen sind das zwar verkehrte Gefühle, doch gerade die Verkehrung entzieht ihm seine Not, da sie sich durch ihre Dichte schon aller Notwendigkeit enthoben hat, die seiner Verlassenheit entspricht. So findet der verlassene Mensch zu einem Gott, einem Idol oder einem Heil, das ihm seine Gottverlassenheit austreibt - wenigstens solange, wie der Gefühlsrausch der Masse anhält. Das Massengefühl ist ein Rausch, der die Masse der Gefühle als Suchtmittel nutzt. Eine Massengefühl ensteht daher in der massenhaften Produktion von Selbstgefühl,sei es durch Rede, Provokation, Kunst oder anderer Mittel des Populismus. Es ist hierfür lediglich eine Masse von Menschen vorausgesetzt, die sich in einen Gemeinsinn einstimmen lassen, ganz besonders dann, wenn diese Gefühle vertauscht, individuell gebrochen, für sich unglücklich sind. Hierzu dienen vor allem Massenveranstaltungen, wie z.B. Konzerte oder Sportereignisse, - eben die Events, die schon weitgehend Kult geworden sind. Darin geschieht eine höchst sonderbare Verwandlung in den Individuen, die im Grund eihrer Isolationgeschuldet ist: Die massenhafte Produktion von Selbstgefühl durch die Masse und für die Masse. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von Gefühlen sein kann, wird so in der Eventkultur zur Produktion von einem hoch verdichteten Selbstgefühl, einem Gefühl für jeden, der sich dabei durch die Energie der Dichte selbst vergessen kann oder vergessen muss. In der Beziehung auf andere Menschen, Gegenstände oder Ereignisse reflektieren sich Gefühle aus Empfindungen, aus denen sie bestimmt waren, die an sich zeitlos im Gedächtnis verbleiben können, das sie in ihrer Abwesenheit erinnert. Von daher sind sie an und für sich nicht unbestimmt, jedoch nur in der Form der Anwesenheit dieser Beziehungen wahr. Doch in ihrer Aufhäufung durch die Abwesenheit von widersprechenden Empfindungen, durch deren Isolation, worin sie sich zwangsläufig abstrakt und also fremd werden, verlieren sie ihre bestimmte Inhalte mit der Dichte ihrer Fremderfahrungen. In der Masse solcher Gefühle entsteht in den Menschen eine Gefühlsmasse, die ihre Psyche beherrscht. Darin radikalisieren sich deren Erregungen zu einem Erregungssturm, der auch auf die Masse der Gefühle zurückwirkt. Im Verhältnis zu dieser entsteht eine Wechselwirkung der inneren Isolation mit der immer äußerlicher werdenden Wirklichkeit eines Verhältnisses innerer und äußerer Gefühlsmassen. Durch psychische Beziehungen (siehe hierzu auch Sekte) können hierduch selbst Formbestimmungen wirksam werden, die in der Abwesenheit der Empfindungen eigene Verhältnisse schaffen, denen Absichten entspringen, die ihre Empfindung entgegenwärtigen (z.B. Konsum der Anwesenheit im bloßen Erleben, Liturgie oder ein sonstwie gearteter ästhetischer Wille). Zudem können diese Inhalte auch durch Gefühlsurteile gegenständlich bewahrheitet oder auch selbst noch produziert werden durch bestimmte Verselbständigung von Kulturen und können sich auch im Kult als Medium einer Selbstaufhebung vergegenwärtigen. Von daher werden die unterschiedlichsten Gefühle in einer Bestimmung zu einer Meinung vereint, die alle Selbstbezogenheiten in sich aufhebt, die sie inzwischen angereichert haben und zugleich selbständig - z.B. als Kult einer Selbstveredelung - hiergegen steht. In dieser Vereinigung von Selbstbezogenheit existieren die eigenen Gefühle dann lediglich als Masse, in welcher sich die gegensätzlichsten Selbstbeziehungen in der Symbiose einer Bewegung verbrüdern und in ihrer Allgemeinheit aufheben, einer abstrakten Allgemeinheit, die lediglich eine Masse von Gefühl ist, die als Gefühlsmasse wirksam wird (siehe auch Massenpsyche). Eine Gefühlsmasse ist daher eine in ihrer Masse allgemeine aufhobene abstrakte Beziehung von Selbstgefühlen, die massenhafte Selbstbeziehung in einem verschmolzenen Gefühlserlebnis, die durch Gefühle entsteht, welche sich aus Empfindungen in der Dichte anwesender Menschen gleicher Gefühle ergeben. Es entsteht hierbei eine ästhetische Verdichtung der Gefühle, die sich aus der Körperlichkeit der Menschen ergibt, der Art und Weise, wie sie sich äußern und bewegen. Sie assozieren hierdurch Inhalte ihres Selbsterlebens zu einer eigenen Masse des Gefühls, das sich darin von jeder Empfindung löst, sich also in der Selbstwahrnehmung entgrenzt und zu einem allgemeinen Selbstgefühl wird. Hierdurch erfährt das Gefühl in der Gefühlsmasse eine magische Dimensionen (siehe hierzu auch Fanatismus) und erzeugt von daher Erregungen, die außer Kontrolle sind.

Was immer auch geschieht: Nie darfst du so tief sinken, von dem Kakau, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken.Erich Kästner (1899 - 1974)

Wo Empfindungen übereinstimmen geraten sie in Stimmungen. Darin vermittelt sich ein objektives Gefühl von dem, worin Empfindungen außer sich sein können, was und worin sie also der reinen Form nach, und also in ihrer Masse und abstrakt für einander und zu einander sind. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der Gefühle wird eine Stimmung zu ihrer Einheit, zu einer selbsbezüglichen Qualität der Gefühle, einem Selbstgefühl, worin die darin enthaltenen und abgelosten Empfindungen ihren konkreten Inhalt aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich tote Empfindung vergesellschaftet und mit der Autprität ihrer Prominenz einer bestimmten Wahrnehmung maßgeblich bestimmend und mächtig (siehe hierzu auch autoritärer Charakter).

Wo Empfindungen außer sich geraten und hier wie dort dasein können, was sie also der reinen Form nach in ihrer Masse als bloße Erregung abstrakt für einander und zu einander sind, erzeugen sie Stimungen aus ihrem Körpergedächtnis und auch unmittelbar durch sich. Im unbeschränkten, weil grenzenloen Ineinandergreifen der Gefühle wird eine Stimmung zu einer Einheit, zu einer selbsbezüglichen Qualitäät der Gefühle, einem Selbstgefühl, worin die darin enthaltenen und abgelosten Empfindungen ihren konkreten Inhalt in der Erregung ihrer Regungen aufheben. Von daher wird darin eine an und für sich mehr oder weniger tote Empfindung vergesellschaftet und mit der Autorität ihrer Gegenwärtigkeit und Macht, ihrer Prominenz maßgeblich beeindruckt (siehe hierzu auch autoritärer Charakter einer Persönlichkeit). Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der Masse auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch Musik). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und Aufmerksamkeit erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner Empfindungen und Gefühle. In der Stimme liegt seine Raum füllende und vielseitige Ausdruckskraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist. Auch Musik kann als eine Art Stimme verstanden werden, auch wenn sie mit Instrumenten den Organismus erweitert. Die Einheit des Musikers mit seinem Instrument beweist die Ganzheit ihrer Ausdruckkraft und die menschliche Stimme ist darin ein äußerst vielseitiges Instrument. Die Stimme ist immer in Beziehung auf andere, oft auch ohne dass sie anwesend sind. Je abstrakter die Umwelt und die Lebensbedingungen, desto mächtiger wird die Stimme als Organ zwischenmenschlicher Beziehungen. Die Kraft der Stimme artikuliert sich in der Sprache bestimmend, und kann in solcher Beziehung auch eine hohe Dichte vortäuschen, wodurch sie allerdings ihre eigene Dichtung aufhebt. Wenn Menschen ihre Stimme erheben, so teilen sie mit, was für sie stimmig ist. Es ist nicht die bloße Sprache, sondern eine Gegenwart ihrer Wahrheit, das Wissen um ihre Bestimmung. Wird diese bedrängt oder getäuscht, so gerät man in eine schlechte Stimmung, wird sie beherrscht, so kann man sie nur für sich haben, auch in sich hören, wenn man dem Subjekt der Bedrängung einverleibt ist (Stimmenhören). Die Stimme drückt eine Persönlichkeit aus und macht sie sozial und politisch gegenwärtig. Von daher wird sie auch zu einer politischen Trägerin der Demokratie. Die Wählerstimme bestimmt in der bürgerlichen Demokratie den politischen Willen. Subjektiv entstehenn Stimmungen im Bedürfnis nach einer sozialen Unterscheidbarkeit von guten und schlechten Gefühlen, wie sie den Selbstgefühle unter den Umständen ihrer zwischenmenschlichen Verhältnisse für ihre Wahrnehmungsidentität nötig sind. Sie bilden das Verlangen nach einer ästhetischen Versöhnung als Grundlage ihrer Selbstbehauptung und sind von daher der soziale Widerhall von Empfindungen unter derselben Lebensbedingung isolierter Zwischenmenschlichkeit. In jeder Stimmung wird eine abstrakte Gemeinschaft der vereinzelten Menschen sozialisiert und bewahrt, bevor sie sich auch wirklich bewähren müsste. Von daher enthält sie immer schon ein soziales Vorurteil über den Charakter ihres Lebenszusammenhangs, das sich in der Unmittelbarheit zwischenmenschlicher Beziehungen abstrakt formuliert. In den isolierten Empfindungen der Selbstwahrnehmung in solchen Verhältnissen suchen Menschen nach einem Sinn von Übereinstimmungen, den sie aber nur außer sich wahr finden und haben können. Die Krisen einer abstrakten Gesellschaft verwirklichen sich in der Aufzehrung zwischenmenschlicher Verbindlichkeiten durch die massenhafte Einverleibung von Gefühlen, in denen bürgerliche Selbstverständlichkeiten sich gesellschaftlich verbinden lassen, durch die eine abstrakte Notwendigkeit der politischen Kultur verbindlich wahrgemacht wird. Massengefühle stellen die Vergemeinschaftung von toter Wahrnehmung dar. Sie offenbaren, was den Menschen an Wahrheit fehlt, was ihnen nötig ist, um eine abwesende Wahrheit zu vergegenwärtigen, ihren Tod durch eine verbindlich gemachte Masse zu substantivieren. Von daher wirkt in Massengefühlen ein kollektiver Selbstverlust, der die verlorene Substanz von selbstlos gewordenen Selbstgefühlen zu einer Gefühlsmasse versammeln und als diese veranstalten (siehe hierzu auch Ereignisproduktion). In den Verhältnissen der Selbstgefühle entstehen mangels substanzieller Inhalte immer wieder Zweifel an der Gewissheit ihrer zwischenmenschlichen Beziehung, weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die Form für den Inhalt der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße Form ihres Andersseins, unerfülltes Verlangen nach der Änderung ihrer Inhalte sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer allgemeinen Form ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem objektiven Gefühl, in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem objektiven Selbstgefühl zu verallgemeinern, das die Menschen nurmehr in dem erkennen können, was es mit ihnen macht un wozu es sie zu einm Massengefühl treibt (siehe auch Trieb). Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher Lebensverhältnisse (siehe Krise) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen verdammten Individuen nach einer heilen Welt, einer allgemeinen Individualmacht, die ihre vereinzelten Gefühle zum Massengefühl einer Massenpsyche zusammenführt. Dieses bezieht über eine massenhaft angereicherte Egozentrik einen eigenständigen Nutzen, das wie ein verselbständigter Gemeinsinn die Isolation der Selbstgefühle aus den allgemeinen Errregungen ihrer Ohnmacht zum Schein einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren Scheinwelt zergliedert ihre Abstraktionskraft die Inhalte ihrer Beziehungen und unterwirft sie einem objektiven Selbstgefühl, das keinen Verstand mehr nötig hat (siehe hierzu auch Massenkultur). Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten des Geistes ausgeben will. (MEW Bd. 2, S. 90). Die Masse ist ein Gemenge abstrakter Beziehungen, deren Sinn sich im Zweck einer körperlichenVerdichtung aufhebt und zu einer leibbhaftgen Abstraktionskraft wird. Darin vereinigt sich die Kraft der Menge im Maß der Dichte ihrer Ungewissheit, der Abwesenheit ihrer wirklichen Bezogenheiten durch die Gegenwärtigkeit bzw. Anwesenheit ihrer abstrakten Elemente, ihrer Begriffssubstanz. Zum Massengefühl wird eine Gefühlsmasse, die in der Vergemeinschaftung (Verallgemeinerung) der Gefühle ihren Sinn für den Einzelnen auflöst. Indem die objektivierten Gefühle einer Masse von Menschen (siehe Massenmensch) als Formation eines entleerten Selbstgefühlls sich unendlich verdoppeln und sich als Masse seiner Selbstbezogenheit abstrakt bestärken, entwickelt sich ein Gemeinsinn, der als objektives Gefühl allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener Selbstwahrnehmungen stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch Gesinnung). Mit der Aufhebung ihrer einzelnen Wirklichkeitwird die Nichtung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung betrieben und die Langeweile ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen Machteiner seelisch verallgemeinerten Sebstwahrnehmung (siehe auch Archetyp). Diese lässt dann in der Masse den einzelnen Menschen wie eine übermächtige Wahrheit seiner Isolation ersscheinen, worin er sich als das empfinden kann, wovon er in Wahrheitausgeschlossen ist. Und in dieser erhabenen Ausschließlichkeit hat er sich als Moment seiner vereinzelten Natur (siehe hierzu auch Körperfetischismus) in einer allgemein übernatürlichen Notwendgkeit wahr, einer Übermenschlickeit die ihm eine objektive Gleichgültigkeit seiner Selbstwahrnehmung vermittelt. Im Dasein der vergemeinschafteten Gefühlsmasse findet er sich in einem abstrakt allgemeinen Selbstgefühl wieder und empfindetsich selbst als Sache einer körperlichen Allgemeinheit, worin er sich zwangsläufig über sich selbst erhebt (siehe Selbstlosigkeit). Für jeden Einzelnen lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr empfinden kann (siehe tote Wahrnehmung), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch Kult). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem Selbstgefühl, das durch seine Dichte (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im Gefühl von einer objektiven Masse auch subjektiv als Masse entfremdeter Regungen auflädt, sich daher durch entsprechenden Idole auch leicht erregt und fanatisiern lässt. Im Unterschied zu einer Gefühlsmasse wendet sich ds Massengefühl gegen das Selbstgefühl der Einzelnen, weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten Gemeinschaft zielt (siehe hierzu auch symbiotische Selbstbehauptung). In der Vermassung von Gefühlen vereinigt sich die Kraft der Menge im Maß der Dichte ihrer Ungewissheit, der Gegenwärtigkeit bzw. Anwesenheit ihrer abstrakten Elemente, der Begriffssubstanz ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten Quantität, die Vermengung von Vielem durch ihre Verallgemeinerung in einem bestimmungslosen Zusammengehen unterschiedlichster Qualitäten, die nur durch ihre Dichte über eine Kraft ihrer Wirklichkeit verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas Ganzes, das nichts Ganzes zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon abstrahiert. So bekommt jede Masse eine eigene Substanz ihrer Form, die als Formbestimmung durch die Abstraktionskraft ihrer Begriffsssubstanz sich aus ihrer bloßen Masse mit einer unbestimmten Kraft aufdrängt (siehe Begriffsgröße), die dadurch leicht von Sinnen ist, sich zu einer inneren Gewalt verselbständigen. In der Masse herrscht das abstrakt Allgemeine in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen Energie. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas Ganzes, das nichts Ganzes zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon abstrahiert und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der Masse herrscht das abstrakt Allgemeine in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen Energie. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer Bestimmtheit auf und verwandeln sich in eine Kraft, die der Formbestimmung ihrer Verhältnisse die Energie ihrer Abstraktionskraft verleiht, sodass diese in deren Verselbständigung selbst zum Antrieb einer gemeinen Menge werden kann, die jeden Sinn für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine Gewalt gegen sich und andere und verfüllt sie mit beliebigen Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe schlechte Unendlichkeit). Wenn Selbstgefühle sich als Massengefühl zu einer Gefühlsmasse vereinen, verschmielzen sie alleine schon durch ihre Masse zu einem übermächtigen Selbstgefühl, worin sie sich groß und stark empfinden.Im Massengefühl bestärken sich in Wirklichkeit ohnmächtige Menschen, die sich in ihrer Selbstgefühle als Massenmensch wahrhaben, wenn sie keine wirkliche Beziehung in ihren Lebensverhältnissen finden und sich deshalb nur in Gemeinschaft verhalten können, als Gefühlsgemeinschaft auftreten. Darin bestärken sie sich durch ihre Masse, durch das reine Quantum ihrer Gefühle in einer Größe, die über ihr wirkliches Menschsein hinausreicht, übermenschliche Gefühle als ein Selbstgefühl der Größe und Macht produzieren. Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer Masse, durch ihre Stimmung sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer Massenkultur bestätigen und ihre Befriedung in einer Gefühlsmasse finden und haben. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach Sinn, den sie für sich verloren hat. Der abstrakt menschliche Sinn bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher Empfindungen, aus der Lebensvielfalt einander gleichgültig gewordener Wahrnehmungen eine übersinnliche Gegenwart der bloßen Masse, die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen Selbstbehauptung entschlossen hat und sich deshalb frei von ausschließlicher Formbestimmung - sich aus der Isolation ihres einfachen Meinens und Dafürhaltens befreit fühlt. Massengefühle sind Selbstgefühle, die sich durch die Macht ihrer Gleichgültigkeit, der allseits gleichen Geltung in ihrer Abstraktion, zu einer Gefühlsmasse verdichtet, zu einer allgemeinen Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen Masse alle Empfindungen beherrscht und hierdurch ein übermächtiges Selbstgefühl, eine gefühlte Übermenschlichkeit erzeugen, durch das sich ihre Selbstbehauptung auch als eine übermächtige, eine überwältigende Empfindung wahrmacht. Aus der Gefühlsmasse einer Menschenmenge entstehen Massengefühle, wenn sich Gefühle als Lebensäußerungen in der Masse von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer Selbstgefühle stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die Gemeinschaft der Gefühle versammelt körperlich, was im Einzelnen keine Anwesenheit hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche Erlebensform, die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer Körper vereint. Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die Masse nicht nur reflektiert, sondern auch ansteckt. Das Massengefühl verlässt die Passivität einer Gefühlsmasse und wird aktiv, sucht seine allgemeine Selbstverwirklichung durch seine akkumulierte Kraft, seine abstrakte Gewalt. Die Basis hierfür ist die Empfindung der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle ereignen, wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer Gefühlsmasse, zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen Gefühle richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer Ereignishaftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der Isolation hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede Gegenwärtigkeit nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen Mystifikation werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede Selbsttäuschung bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse einverleibt. und sich von daher ihr entfremdet. In der Masse von Menschen, in Ansammlungen von Selbstgefühlen in sportlicher, kultischer, religiöser oder politischer Gemeinschaft entstehen Gefühle die sich aus dem Ereignis der massenhaften Anwesenheiten heraus zu einer Einheit verdichten, die für den einzelnen Menschen nicht ist, etwas, das seine Isolation ausmacht, die gerade im Massengefühl einer Gefühlsmasse aufgehoben ist. Es die körperliche Umkehrung, die Negation der gewöhnlichen Lebensgefühle, in denen Gefühle zusammenkommen, die für sich nicht sein können und die den einzelnen Menschen in ungeahnten Übermut reißen können, weil sie das sind, was er nicht fassen kann (vergleiche z.B. missionarische oder psychologische Erweckungsveranstaltungen oder die Familienaufstelungen Bert Hellingers). Für den einzelnen Menschen sind das zwar verkehrte Gefühle, doch gerade die Verkehrung entzieht ihm seine Not, da sie sich durch ihre Dichte schon aller Notwendigkeit enthoben hat, die seiner Verlassenheit entspricht. So findet der verlassene Mensch zu einem Gott, einem Idol oder einem Heil, das ihm seine Gottverlassenheit austreibt - wenigstens solange, wie der Gefühlsrausch der Masse anhält. Das Massengefühl ist ein Rausch, der die Masse der Gefühle als Suchtmittel nutzt. Eine Massengefühl ensteht daher in der massenhaften Produktion von Selbstgefühl,sei es durch Rede, Provokation, Kunst oder anderer Mittel des Populismus. Es ist hierfür lediglich eine Masse von Menschen vorausgesetzt, die sich in einen Gemeinsinn einstimmen lassen, ganz besonders dann, wenn diese Gefühle vertauscht, individuell gebrochen, für sich unglücklich sind. Hierzu dienen vor allem Massenveranstaltungen, wie z.B. Konzerte oder Sportereignisse, - eben die Events, die schon weitgehend Kult geworden sind. Darin geschieht eine höchst sonderbare Verwandlung in den Individuen, die im Grund eihrer Isolationgeschuldet ist: Die massenhafte Produktion von Selbstgefühl durch die Masse und für die Masse. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von Gefühlen sein kann, wird so in der Eventkultur zur Produktion von einem hoch verdichteten Selbstgefühl, einem Gefühl für jeden, der sich dabei durch die Energie der Dichte selbst vergessen kann oder vergessen muss. In der Beziehung auf andere Menschen, Gegenstände oder Ereignisse reflektieren sich Gefühle aus Empfindungen, aus denen sie bestimmt waren, die an sich zeitlos im Gedächtnis verbleiben können, das sie in ihrer Abwesenheit erinnert. Von daher sind sie an und für sich nicht unbestimmt, jedoch nur in der Form der Anwesenheit dieser Beziehungen wahr. Doch in ihrer Aufhäufung durch die Abwesenheit von widersprechenden Empfindungen, durch deren Isolation, worin sie sich zwangsläufig abstrakt und also fremd werden, verlieren sie ihre bestimmte Inhalte mit der Dichte ihrer Fremderfahrungen. In der Masse solcher Gefühle entsteht in den Menschen eine Gefühlsmasse, die ihre Psyche beherrscht. Darin radikalisieren sich deren Erregungen zu einem Erregungssturm, der auch auf die Masse der Gefühle zurückwirkt. Im Verhältnis zu dieser entsteht eine Wechselwirkung der inneren Isolation mit der immer äußerlicher werdenden Wirklichkeit eines Verhältnisses innerer und äußerer Gefühlsmassen. Durch psychische Beziehungen (siehe hierzu auch Sekte) können hierduch selbst Formbestimmungen wirksam werden, die in der Abwesenheit der Empfindungen eigene Verhältnisse schaffen, denen Absichten entspringen, die ihre Empfindung entgegenwärtigen (z.B. Konsum der Anwesenheit im bloßen Erleben, Liturgie oder ein sonstwie gearteter ästhetischer Wille). Zudem können diese Inhalte auch durch Gefühlsurteile gegenständlich bewahrheitet oder auch selbst noch produziert werden durch bestimmte Verselbständigung von Kulturen und können sich auch im Kult als Medium einer Selbstaufhebung vergegenwärtigen. Von daher werden die unterschiedlichsten Gefühle in einer Bestimmung zu einer Meinung vereint, die alle Selbstbezogenheiten in sich aufhebt, die sie inzwischen angereichert haben und zugleich selbständig - z.B. als Kult einer Selbstveredelung - hiergegen steht. In dieser Vereinigung von Selbstbezogenheit existieren die eigenen Gefühle dann lediglich als Masse, in welcher sich die gegensätzlichsten Selbstbeziehungen in der Symbiose einer Bewegung verbrüdern und in ihrer Allgemeinheit aufheben, einer abstrakten Allgemeinheit, die lediglich eine Masse von Gefühl ist, die als Gefühlsmasse wirksam wird (siehe auch Massenpsyche). Eine Gefühlsmasse ist daher eine in ihrer Masse allgemeine aufhobene abstrakte Beziehung von Selbstgefühlen, die massenhafte Selbstbeziehung in einem verschmolzenen Gefühlserlebnis, die durch Gefühle entsteht, welche sich aus Empfindungen in der Dichte anwesender Menschen gleicher Gefühle ergeben. Es entsteht hierbei eine ästhetische Verdichtung der Gefühle, die sich aus der Körperlichkeit der Menschen ergibt, der Art und Weise, wie sie sich äußern und bewegen. Sie assozieren hierdurch Inhalte ihres Selbsterlebens zu einer eigenen Masse des Gefühls, das sich darin von jeder Empfindung löst, sich also in der Selbstwahrnehmung entgrenzt und zu einem allgemeinen Selbstgefühl wird. Hierdurch erfährt das Gefühl in der Gefühlsmasse eine magische Dimensionen (siehe hierzu auch Fanatismus) und erzeugt von daher Erregungen, die außer Kontrolle sind.

Die Stimme also in der Lage, den Sinn einer Beziehung körperlich auszudrücken und räumlich in der Masse auch jenseits ihrer Gewissheit auszudehnen (siehe auch Musik). Jeder Mensch hat eine andere, eine einzigartige Stimme und ist durch sie unmittelbar gegenwärtig. Er mag in vielerlei Hinsicht tätig sein und sich in Bewegung, Mimik, Gestik und anderem, ausdrücken und mitteilen und Aufmerksamkeit erwecken, ohne ihn zu hören bleibt er seltsam unwirklich. Er kann sich in Bild und Schrift mitteilen, andere begeistern und erhellen und beglücken, aber erst in der wirklichen Sprache erfährt man all die Nuancen seiner Empfindungen und Gefühle. In der Stimme liegt seine Raum füllende und vielseitige Ausdruckskraft, seine unmittelbare Gegenwärtigkeit, die entsprechend bestimmend ist.

Auch Musik kann als eine Art Stimme verstanden werden, auch wenn sie mit Instrumenten den Organismus erweitert. Die Einheit des Musikers mit seinem Instrument beweist die Ganzheit ihrer Ausdruckkraft und die menschliche Stimme ist darin ein äußerst vielseitiges Instrument. Die Stimme ist immer in Beziehung auf andere, oft auch ohne dass sie anwesend sind. Je abstrakter die Umwelt und die Lebensbedingungen, desto mächtiger wird die Stimme als Organ zwischenmenschlicher Beziehungen. Die Kraft der Stimme artikuliert sich in der Sprache bestimmend, und kann in solcher Beziehung auch eine hohe Dichte vortäuschen, wodurch sie allerdings ihre eigene Dichtung aufhebt.

Wenn Menschen ihre Stimme erheben, so teilen sie mit, was für sie stimmig ist. Es ist nicht die bloße Sprache, sondern eine Gegenwart ihrer Wahrheit, das Wissen um ihre Bestimmung. Wird diese bedrängt oder getäuscht, so gerät man in eine schlechte Stimmung, wird sie beherrscht, so kann man sie nur für sich haben, auch in sich hören, wenn man dem Subjekt der Bedrängung einverleibt ist (Stimmenhören).

Die Stimme drückt eine Persönlichkeit aus und macht sie sozial und politisch gegenwärtig. Von daher wird sie auch zu einer politischen Trägerin der Demokratie. Die Wählerstimme bestimmt in der bürgerlichen Demokratie den politischen Willen.

Subjektiv entstehenn Stimmungen im Bedürfnis nach einer sozialen Unterscheidbarkeit von guten und schlechten Gefühlen, wie sie den Selbstgefühle unter den Umständen ihrer zwischenmenschlichen Verhältnisse für ihre Wahrnehmungsidentität nötig sind. Sie bilden das Verlangen nach einer ästhetischen Versöhnung als Grundlage ihrer Selbstbehauptung und sind von daher der soziale Widerhall von Empfindungen unter derselben Lebensbedingung isolierter Zwischenmenschlichkeit. In jeder Stimmung wird eine abstrakte Gemeinschaft der vereinzelten Menschen sozialisiert und bewahrt, bevor sie sich auch wirklich bewähren müsste. Von daher enthält sie immer schon ein soziales Vorurteil über den Charakter ihres Lebenszusammenhangs, das sich in der Unmittelbarheit zwischenmenschlicher Beziehungen abstrakt formuliert. In den isolierten Empfindungen der Selbstwahrnehmung in solchen Verhältnissen suchen Menschen nach einem Sinn von Übereinstimmungen, den sie aber nur außer sich wahr finden und haben können.

Die Krisen einer abstrakten Gesellschaft verwirklichen sich in der Aufzehrung zwischenmenschlicher Verbindlichkeiten durch die massenhafte Einverleibung von Gefühlen, in denen bürgerliche Selbstverständlichkeiten sich gesellschaftlich verbinden lassen, durch die eine abstrakte Notwendigkeit der politischen Kultur verbindlich wahrgemacht wird. Massengefühle stellen die Vergemeinschaftung von toter Wahrnehmung dar. Sie offenbaren, was den Menschen an Wahrheit fehlt, was ihnen nötig ist, um eine abwesende Wahrheit zu vergegenwärtigen, ihren Tod durch eine verbindlich gemachte Masse zu substantivieren. Von daher wirkt in Massengefühlen ein kollektiver Selbstverlust, der die verlorene Substanz von selbstlos gewordenen Selbstgefühlen zu einer Gefühlsmasse versammeln und als diese veranstalten (siehe hierzu auch Ereignisproduktion).

In den Verhältnissen der Selbstgefühle entstehen mangels substanzieller Inhalte immer wieder Zweifel an der Gewissheit ihrer zwischenmenschlichen Beziehung, weil darin die Position der einen Beziehung immer nur die Form für den Inhalt der anderen, wie auch umgekehrt diese bloße Form ihres Andersseins, unerfülltes Verlangen nach der Änderung ihrer Inhalte sein kann. Der ästhetische Wille verlangt daher nach einer allgemeinen Form ihrer subjektiven Wirkungen, nach einem objektiven Gefühl, in dem sie für sich und allen gemein dargestellt sind, um sich schließlich in einem objektiven Selbstgefühl zu verallgemeinern, das die Menschen nurmehr in dem erkennen können, was es mit ihnen macht un wozu es sie zu einm Massengefühl treibt (siehe auch Trieb).

Mit dem Zusammenbruch geselschaftlicher Lebensverhältnisse (siehe Krise) sehnen sich die zur Vereinzelung ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen verdammten Individuen nach einer heilen Welt, einer allgemeinen Individualmacht, die ihre vereinzelten Gefühle zum Massengefühl einer Massenpsyche zusammenführt. Dieses bezieht über eine massenhaft angereicherte Egozentrik einen eigenständigen Nutzen, das wie ein verselbständigter Gemeinsinn die Isolation der Selbstgefühle aus den allgemeinen Errregungen ihrer Ohnmacht zum Schein einer gesellschaftlichen Macht kultiviert. In deren Scheinwelt zergliedert ihre Abstraktionskraft die Inhalte ihrer Beziehungen und unterwirft sie einem objektiven Selbstgefühl, das keinen Verstand mehr nötig hat (siehe hierzu auch Massenkultur).

Wenn die Tätigkeit der wirklichen Menschheit nichts als die Tätigkeit einer Masse von menschlichen Individuen ist, so muß dagegen die abstrakte Allgemeinheit, die Vernunft, der Geist im Gegenteil einen abstrakten, in wenigen Individuen erschöpften Ausdruck besitzen. Es hängt dann von der Position und der Einbildungskraft eines jeden Individuums ab, ob es sich für diesen Repräsentanten des Geistes ausgeben will. (MEW Bd. 2, S. 90).

Die Masse ist ein Gemenge abstrakter Beziehungen, deren Sinn sich im Zweck einer körperlichenVerdichtung aufhebt und zu einer leibbhaftgen Abstraktionskraft wird. Darin vereinigt sich die Kraft der Menge im Maß der Dichte ihrer Ungewissheit, der Abwesenheit ihrer wirklichen Bezogenheiten durch die Gegenwärtigkeit bzw. Anwesenheit ihrer abstrakten Elemente, ihrer Begriffssubstanz. Zum Massengefühl wird eine Gefühlsmasse, die in der Vergemeinschaftung (Verallgemeinerung) der Gefühle ihren Sinn für den Einzelnen auflöst. Indem die objektivierten Gefühle einer Masse von Menschen (siehe Massenmensch) als Formation eines entleerten Selbstgefühlls sich unendlich verdoppeln und sich als Masse seiner Selbstbezogenheit abstrakt bestärken, entwickelt sich ein Gemeinsinn, der als objektives Gefühl allgemein verbindlich, weil er einen Sinn für die Masse ohnmächtig gewordener Selbstwahrnehmungen stiftet und dadurch kulturell mächtig wird (siehe auch Gesinnung). Mit der Aufhebung ihrer einzelnen Wirklichkeitwird die Nichtung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung betrieben und die Langeweile ihrer Inhaltslosigkeit zur kulturpolitischen Machteiner seelisch verallgemeinerten Sebstwahrnehmung (siehe auch Archetyp).

Diese lässt dann in der Masse den einzelnen Menschen wie eine übermächtige Wahrheit seiner Isolation ersscheinen, worin er sich als das empfinden kann, wovon er in Wahrheitausgeschlossen ist. Und in dieser erhabenen Ausschließlichkeit hat er sich als Moment seiner vereinzelten Natur (siehe hierzu auch Körperfetischismus) in einer allgemein übernatürlichen Notwendgkeit wahr, einer Übermenschlickeit die ihm eine objektive Gleichgültigkeit seiner Selbstwahrnehmung vermittelt. Im Dasein der vergemeinschafteten Gefühlsmasse findet er sich in einem abstrakt allgemeinen Selbstgefühl wieder und empfindetsich selbst als Sache einer körperlichen Allgemeinheit, worin er sich zwangsläufig über sich selbst erhebt (siehe Selbstlosigkeit).

Für jeden Einzelnen lässt sich darin dann auch das finden, was er für sich nicht mehr empfinden kann (siehe tote Wahrnehmung), was ihn mit allem gemein macht und er seine Selbstwahrnehmung durch andere totalisieren muss (siehe hierzu auch Kult). Das Massengefühl setzt sich somit zusammen aus aus einem massenhaft ausgeschlosenem Selbstgefühl, das durch seine Dichte (z.B. bei Massenveranstaltungn) sich im Gefühl von einer objektiven Masse auch subjektiv als Masse entfremdeter Regungen auflädt, sich daher durch entsprechenden Idole auch leicht erregt und fanatisiern lässt.

Im Unterschied zu einer Gefühlsmasse wendet sich ds Massengefühl gegen das Selbstgefühl der Einzelnen, weil es auf die Einheit bzw. Vereinigung seiner erregten Gemeinschaft zielt (siehe hierzu auch symbiotische Selbstbehauptung). In der Vermassung von Gefühlen vereinigt sich die Kraft der Menge im Maß der Dichte ihrer Ungewissheit, der Gegenwärtigkeit bzw. Anwesenheit ihrer abstrakten Elemente, der Begriffssubstanz ihrer Empfindungslosigkeit. Denn Masse ist die Beschreibung einer unbestimmten Quantität, die Vermengung von Vielem durch ihre Verallgemeinerung in einem bestimmungslosen Zusammengehen unterschiedlichster Qualitäten, die nur durch ihre Dichte über eine Kraft ihrer Wirklichkeit verfügen. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas Ganzes, das nichts Ganzes zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon abstrahiert. So bekommt jede Masse eine eigene Substanz ihrer Form, die als Formbestimmung durch die Abstraktionskraft ihrer Begriffsssubstanz sich aus ihrer bloßen Masse mit einer unbestimmten Kraft aufdrängt (siehe Begriffsgröße), die dadurch leicht von Sinnen ist, sich zu einer inneren Gewalt verselbständigen.

In der Masse herrscht das abstrakt Allgemeine in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen Energie. Vieles wird auf diese Weise zu einem Gemenge wie etwas Ganzes, das nichts Ganzes zum Inhalt hat, sondern gerade hiervon abstrahiert und sich hierdurch totalisiert, sich in seiner Form zuammenschließt. In der Masse herrscht das abstrakt Allgemeine in seiner bloßen, aus beliebigen Inhalten abgezogenen Energie. Es gehen daher die einzelnen Unterschiede nicht einfach unter. Sie heben sich in ihrer Bestimmtheit auf und verwandeln sich in eine Kraft, die der Formbestimmung ihrer Verhältnisse die Energie ihrer Abstraktionskraft verleiht, sodass diese in deren Verselbständigung selbst zum Antrieb einer gemeinen Menge werden kann, die jeden Sinn für sich verloren hat. Im Vakuum ihrer Sinnlosigkeit wendet sie ihre zunächst ungerichtete Nervosität in eine Gewalt gegen sich und andere und verfüllt sie mit beliebigen Inhalten, soweit sie sich durch diese weiter aufladen kann (siehe schlechte Unendlichkeit).

Wenn Selbstgefühle sich als Massengefühl zu einer Gefühlsmasse vereinen, verschmielzen sie alleine schon durch ihre Masse zu einem übermächtigen Selbstgefühl, worin sie sich groß und stark empfinden.Im Massengefühl bestärken sich in Wirklichkeit ohnmächtige Menschen, die sich in ihrer Selbstgefühle als Massenmensch wahrhaben, wenn sie keine wirkliche Beziehung in ihren Lebensverhältnissen finden und sich deshalb nur in Gemeinschaft verhalten können, als Gefühlsgemeinschaft auftreten. Darin bestärken sie sich durch ihre Masse, durch das reine Quantum ihrer Gefühle in einer Größe, die über ihr wirkliches Menschsein hinausreicht, übermenschliche Gefühle als ein Selbstgefühl der Größe und Macht produzieren.

Massengefühle entstehen daher in der Versammlung von Menschen, die sich unter der Bestimmung ihrer Masse, durch ihre Stimmung sich als Mensch verhalten, ausrichten und sich als Glieder einer Massenkultur bestätigen und ihre Befriedung in einer Gefühlsmasse finden und haben. Darin formuliert sich die Sehnsucht einer geistlosen Welt nach Sinn, den sie für sich verloren hat. Der abstrakt menschliche Sinn bezieht aus dem vielfältigen Verlust wirklicher Empfindungen, aus der Lebensvielfalt einander gleichgültig gewordener Wahrnehmungen eine übersinnliche Gegenwart der bloßen Masse, die sich in ihrer ästhetischen Wirkung hervorkehrt, sich zu einer einfältigen Selbstbehauptung entschlossen hat und sich deshalb frei von ausschließlicher Formbestimmung - sich aus der Isolation ihres einfachen Meinens und Dafürhaltens befreit fühlt.

Massengefühle sind Selbstgefühle, die sich durch die Macht ihrer Gleichgültigkeit, der allseits gleichen Geltung in ihrer Abstraktion, zu einer Gefühlsmasse verdichtet, zu einer allgemeinen Selbstüberhöhung werden, die in ihrer bloßen Masse alle Empfindungen beherrscht und hierdurch ein übermächtiges Selbstgefühl, eine gefühlte Übermenschlichkeit erzeugen, durch das sich ihre Selbstbehauptung auch als eine übermächtige, eine überwältigende Empfindung wahrmacht. Aus der Gefühlsmasse einer Menschenmenge entstehen Massengefühle, wenn sich Gefühle als Lebensäußerungen in der Masse von Menschen in einem durch ihre abstrakte Gemeinschaftlichkeit bestimmten Sinn wahrhaben, durch den sie die Sehnsucht ihrer Selbstgefühle stillen, deren Mangel an wirklicher Empfindung überwinden. Die Gemeinschaft der Gefühle versammelt körperlich, was im Einzelnen keine Anwesenheit hat, was isoliert von anderen lebt. Es wird von daher in einem Massengefühl wie eine Beglückung wahrgenommen, die der Gemeinschaftskörper des Masssengefühls bereitet. Doch was sich dabei vereint ist lediglich die körperliche Erlebensform, die Vermengung von Regungen zu Erregungen, die gute wie schlechte Gefühle in einem Massengefühl ihrer Körper vereint.

Ein Massengefühl ist daher nicht nur ein Gefühl in der Masse, sondern vor allem ein Zusammenschmelzen von massenhaften Wahrnehmungen, die sich in einer Gefühlswelt von unterschiedslosen Regungen bestärken, in denen sich ihre Empfindungen selbst nur noch aus ihnen erregen und füt die Wahrnehmung zu Gefühlen verdoppelt werden, die ihre Regungen aufgehoben haben. Von daher werden Gefühle in einer Polarisierung prominent, welche die Masse nicht nur reflektiert, sondern auch ansteckt. Das Massengefühl verlässt die Passivität einer Gefühlsmasse und wird aktiv, sucht seine allgemeine Selbstverwirklichung durch seine akkumulierte Kraft, seine abstrakte Gewalt.

Die Basis hierfür ist die Empfindung der Masse. Wenn die Menschenmassen sich in einem bloßen Gemenge der Gefühle ereignen, wird diese Empfindung auch potenziert und kehrt sich auf dieser Grundlage zu ihrer Gefühlsmasse, zu ihrem Massengefühl um, in welchem die hierbei prominent gewordenen Gefühle richtungsweisend werden. Und diese beherrschen in ihrer Ereignishaftigkeit die einzelnen Gefühle, die aus der Isolation hervorgetreten sind: Sie beherrschen diese, indem sie ihnen jede Gegenwärtigkeit nehmen. Von daher können Kulturereignisse unmittelbar zu einer politischen Mystifikation werden, indem sich darin jedes Gefühl im Gemenge der Gefühle verzaubert und für jede Selbsttäuschung bereit steht, weil darin das Gefühl einen Massenkörper bekommt, der ihm seine Wahrnehmung enteignet, sie in der Masse einverleibt. und sich von daher ihr entfremdet.

In der Masse von Menschen, in Ansammlungen von Selbstgefühlen in sportlicher, kultischer, religiöser oder politischer Gemeinschaft entstehen Gefühle die sich aus dem Ereignis der massenhaften Anwesenheiten heraus zu einer Einheit verdichten, die für den einzelnen Menschen nicht ist, etwas, das seine Isolation ausmacht, die gerade im Massengefühl einer Gefühlsmasse aufgehoben ist. Es die körperliche Umkehrung, die Negation der gewöhnlichen Lebensgefühle, in denen Gefühle zusammenkommen, die für sich nicht sein können und die den einzelnen Menschen in ungeahnten Übermut reißen können, weil sie das sind, was er nicht fassen kann (vergleiche z.B. missionarische oder psychologische Erweckungsveranstaltungen oder die Familienaufstelungen Bert Hellingers). Für den einzelnen Menschen sind das zwar verkehrte Gefühle, doch gerade die Verkehrung entzieht ihm seine Not, da sie sich durch ihre Dichte schon aller Notwendigkeit enthoben hat, die seiner Verlassenheit entspricht. So findet der verlassene Mensch zu einem Gott, einem Idol oder einem Heil, das ihm seine Gottverlassenheit austreibt - wenigstens solange, wie der Gefühlsrausch der Masse anhält. Das Massengefühl ist ein Rausch, der die Masse der Gefühle als Suchtmittel nutzt.

Eine Massengefühl ensteht daher in der massenhaften Produktion von Selbstgefühl,sei es durch Rede, Provokation, Kunst oder anderer Mittel des Populismus. Es ist hierfür lediglich eine Masse von Menschen vorausgesetzt, die sich in einen Gemeinsinn einstimmen lassen, ganz besonders dann, wenn diese Gefühle vertauscht, individuell gebrochen, für sich unglücklich sind. Hierzu dienen vor allem Massenveranstaltungen, wie z.B. Konzerte oder Sportereignisse, - eben die Events, die schon weitgehend Kult geworden sind. Darin geschieht eine höchst sonderbare Verwandlung in den Individuen, die im Grund eihrer Isolationgeschuldet ist: Die massenhafte Produktion von Selbstgefühl durch die Masse und für die Masse. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von Gefühlen sein kann, wird so in der Eventkultur zur Produktion von einem hoch verdichteten Selbstgefühl, einem Gefühl für jeden, der sich dabei durch die Energie der Dichte selbst vergessen kann oder vergessen muss.

In der Beziehung auf andere Menschen, Gegenstände oder Ereignisse reflektieren sich Gefühle aus Empfindungen, aus denen sie bestimmt waren, die an sich zeitlos im Gedächtnis verbleiben können, das sie in ihrer Abwesenheit erinnert. Von daher sind sie an und für sich nicht unbestimmt, jedoch nur in der Form der Anwesenheit dieser Beziehungen wahr. Doch in ihrer Aufhäufung durch die Abwesenheit von widersprechenden Empfindungen, durch deren Isolation, worin sie sich zwangsläufig abstrakt und also fremd werden, verlieren sie ihre bestimmte Inhalte mit der Dichte ihrer Fremderfahrungen. In der Masse solcher Gefühle entsteht in den Menschen eine Gefühlsmasse, die ihre Psyche beherrscht. Darin radikalisieren sich deren Erregungen zu einem Erregungssturm, der auch auf die Masse der Gefühle zurückwirkt. Im Verhältnis zu dieser entsteht eine Wechselwirkung der inneren Isolation mit der immer äußerlicher werdenden Wirklichkeit eines Verhältnisses innerer und äußerer Gefühlsmassen.

Durch psychische Beziehungen (siehe hierzu auch Sekte) können hierduch selbst Formbestimmungen wirksam werden, die in der Abwesenheit der Empfindungen eigene Verhältnisse schaffen, denen Absichten entspringen, die ihre Empfindung entgegenwärtigen (z.B. Konsum der Anwesenheit im bloßen Erleben, Liturgie oder ein sonstwie gearteter ästhetischer Wille). Zudem können diese Inhalte auch durch Gefühlsurteile gegenständlich bewahrheitet oder auch selbst noch produziert werden durch bestimmte Verselbständigung von Kulturen und können sich auch im Kult als Medium einer Selbstaufhebung vergegenwärtigen. Von daher werden die unterschiedlichsten Gefühle in einer Bestimmung zu einer Meinung vereint, die alle Selbstbezogenheiten in sich aufhebt, die sie inzwischen angereichert haben und zugleich selbständig - z.B. als Kult einer Selbstveredelung - hiergegen steht. In dieser Vereinigung von Selbstbezogenheit existieren die eigenen Gefühle dann lediglich als Masse, in welcher sich die gegensätzlichsten Selbstbeziehungen in der Symbiose einer Bewegung verbrüdern und in ihrer Allgemeinheit aufheben, einer abstrakten Allgemeinheit, die lediglich eine Masse von Gefühl ist, die als Gefühlsmasse wirksam wird (siehe auch Massenpsyche).

Eine Gefühlsmasse ist daher eine in ihrer Masse allgemeine aufhobene abstrakte Beziehung von Selbstgefühlen, die massenhafte Selbstbeziehung in einem verschmolzenen Gefühlserlebnis, die durch Gefühle entsteht, welche sich aus Empfindungen in der Dichte anwesender Menschen gleicher Gefühle ergeben. Es entsteht hierbei eine ästhetische Verdichtung der Gefühle, die sich aus der Körperlichkeit der Menschen ergibt, der Art und Weise, wie sie sich äußern und bewegen. Sie assozieren hierdurch Inhalte ihres Selbsterlebens zu einer eigenen Masse des Gefühls, das sich darin von jeder Empfindung löst, sich also in der Selbstwahrnehmung entgrenzt und zu einem allgemeinen Selbstgefühl wird. Hierdurch erfährt das Gefühl in der Gefühlsmasse eine magische Dimensionen (siehe hierzu auch Fanatismus) und erzeugt von daher Erregungen, die außer Kontrolle sind.